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Re: Warum der deutsche Staat seine Reichen pflegen muss

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Lars P. Wolschner

unread,
Jan 2, 2010, 1:46:19 PM1/2/10
to
Arne Luft <ne...@yhsg3.invalid>:

> Von den roten, gr�nen und schwarzen Sozialdemokraten ist es der
> B�rger gewohnt, dass sie die deutschen Million�re und
> Milliard�re h�tscheln und pflegen und alles unternehmen, damit
> diese nicht �rmer werden, auch wenn dadurch das verf�gbare
> Durchschnittseinkommen des Arbeitnehmers leidet.
>
> Warum ist das so?
>
> Nun, die amerikanische Gesellschaft ist auf die Durchl�ssigkeit
> der gesellschaftlichen Schichten aufgebaut. Dort kann ein
> Tellerw�scher zum Million�r aufsteigen.

Diese Durchl�ssigkeit hat in den letzten 30 Jahren dramatisch
abgenommen.

--
Mit freundlichen Gr��en
Lars P. Wolschner

H.G. Schmidt

unread,
Jan 2, 2010, 2:20:37 PM1/2/10
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...

>
> Nun, die amerikanische Gesellschaft ist auf die Durchl�ssigkeit der
> gesellschaftlichen Schichten aufgebaut. Dort kann ein Tellerw�scher
> zum Million�r aufsteigen.

K�nntest du mal ein paar Beispiele oder Namen nennen?

HGS


Matthias Kern

unread,
Jan 2, 2010, 2:30:05 PM1/2/10
to
"H.G. Schmidt" <Dr...@t-online.de> wrote:

>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
> >

> > Nun, die amerikanische Gesellschaft ist auf die Durchlässigkeit der
> > gesellschaftlichen Schichten aufgebaut. Dort kann ein Tellerwäscher
> > zum Millionär aufsteigen.
>
> Könntest du mal ein paar Beispiele oder Namen nennen?
>
Die Milllionen, die es nicht schafften sind heute schon vergessen, die
Einzelpersonen die es schafften, aus denen macht Arne eine Regel. lol

Ich empfehle mal als Literatur: Upton Sinclair
http://de.wikipedia.org/wiki/Upton_Sinclair

Besonders natürlich: Der Dschungel/Der Sumpf

--
Zitat:
ACHTUNG "Turbotrottel"
Hans-Schuhmacher-Str. 2, 13127 Berlin, 030/4758125
http://www.meinews.net/kann-t68704.html

Robert Rohling

unread,
Jan 2, 2010, 2:43:50 PM1/2/10
to
Arne Luft <ne...@yhsg3.invalid> wrote in
news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com:

>
> Von den roten, gr�nen und schwarzen Sozialdemokraten

So �hnlich wie die sozialdemokratische Cosa Nostra. Die nehmen
anstandslos JEDE Pizzeria und Gastst�tte in 1 Stra�e aus.


> Dort kann ein Tellerw�scher
> zum Million�r aufsteigen.


Wenn alle Deutschen n�chste Woche im Lotto einen 6er h�tten, w�ren wir
alle Million�re und niemand m��te mehr arbeiten.

Jeder kann Million�r werden. Man mu� nur richtig wollen.


Gru� R.R.

--
Ich bin unschuldig, ich hab sie nicht gew�hlt!

SunIsShining

unread,
Jan 2, 2010, 3:20:19 PM1/2/10
to

"Robert Rohling" <ro...@mailinator.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4b3fa1f5$0$6586$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net...

> Jeder kann Million�r werden. Man mu� nur richtig wollen.

1923 sogar OHNE zu wollen!


E. Pfennig

unread,
Jan 3, 2010, 4:08:38 AM1/3/10
to
Warum der deutsche Staat seine Reichen pflegen muss

peter van haag

unread,
Jan 3, 2010, 5:09:54 AM1/3/10
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
>

> Von den roten, gr�nen und schwarzen Sozialdemokraten ist es der B�rger
> gewohnt, dass sie die deutschen Million�re und Milliard�re h�tscheln
> und pflegen und alles unternehmen, damit diese nicht �rmer werden,

ei...und wie machen sie das?

PvH

Matthias Kern

unread,
Jan 3, 2010, 5:11:23 AM1/3/10
to
"peter van haag" <nomail@invalid> wrote:

>
>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
> >

> > Von den roten, grünen und schwarzen Sozialdemokraten ist es der Bürger
> > gewohnt, dass sie die deutschen Millionäre und Milliardäre hätscheln
> > und pflegen und alles unternehmen, damit diese nicht ärmer werden,


>
> ei...und wie machen sie das?
>

Z.B. durch die Änderung des Erbschaftsrecht, bekanntestes Beispiel die:
Müllermolkerei!

peter van haag

unread,
Jan 3, 2010, 6:21:19 AM1/3/10
to

"Matthias Kern" <lothar...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:20100103111123.e73...@yahoo.de...


> "peter van haag" <nomail@invalid> wrote:
>
>>
>>
>> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
>> >

>> > Von den roten, gr�nen und schwarzen Sozialdemokraten ist es der B�rger
>> > gewohnt, dass sie die deutschen Million�re und Milliard�re h�tscheln

>> > und pflegen und alles unternehmen, damit diese nicht �rmer werden,


>>
>> ei...und wie machen sie das?
>>

> Z.B. durch die �nderung des Erbschaftsrecht, bekanntestes Beispiel die:
> M�llermolkerei!

nach deiner Ansicht soll also der Sohn wieder bei 'null' anfangen? Oder
soll irgendein Emirate-Scheich die Aktien �bernehmen?

PvH


Message has been deleted

Konrad Nickel

unread,
Jan 3, 2010, 6:52:30 AM1/3/10
to
ne...@yhsg3.invalid (Arne Luft) wrote in
<rrv0k5tkmfvg0fphm...@4ax.com>:

>Der Sohn kann versorgt sein, hat aber selbst was zu leisten. Deshalb
>sind in den USA auch Erbschaftssteuern bis zu 90% f�llig und alle
>gro�e Verm�gen wurden in Stiftungen umgewandedlt. Getty-Stiftung zb
>oder jetzt auch die Gates-Stiftungen.
>
>Es geht darum, Quasiaristokratie zu verhindern und das die Wege nach
>oben durch Eben verstopfen werden. Oder unf�hige Erben Mist bauen
>(also nur Geld rausziehen ohne was beizutragen) oder die Idee des
>Firmengr�nders ruinieren (Gunter Sachs zb oder Frau Schickedanz).

Mit Verlaub gesagt, das Verm�gen einer Familie und wie sie damit intern
umgeht, geht den Staat einen Schei�dreck an. Punkt!

Message has been deleted

Matthias Kern

unread,
Jan 3, 2010, 10:44:51 AM1/3/10
to
konra...@nospam.invalid (Konrad Nickel) wrote:

> ne...@yhsg3.invalid (Arne Luft) wrote in
> <rrv0k5tkmfvg0fphm...@4ax.com>:
>
> >Der Sohn kann versorgt sein, hat aber selbst was zu leisten. Deshalb

> >sind in den USA auch Erbschaftssteuern bis zu 90% fällig und alle
> >große Vermögen wurden in Stiftungen umgewandedlt. Getty-Stiftung zb


> >oder jetzt auch die Gates-Stiftungen.
> >
> >Es geht darum, Quasiaristokratie zu verhindern und das die Wege nach

> >oben durch Eben verstopfen werden. Oder unfähige Erben Mist bauen


> >(also nur Geld rausziehen ohne was beizutragen) oder die Idee des

> >Firmengründers ruinieren (Gunter Sachs zb oder Frau Schickedanz).
>
> Mit Verlaub gesagt, das Vermögen einer Familie und wie sie damit intern
> umgeht, geht den Staat einen Scheißdreck an. Punkt!
>
Und warum hat der faule Sohn Anrecht auf das was sein Vater erarbeitet
hat?

Matthias Kern

unread,
Jan 3, 2010, 10:47:24 AM1/3/10
to
"peter van haag" <nomail@invalid> wrote:

>
>
> "Matthias Kern" <lothar...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:20100103111123.e73...@yahoo.de...
> > "peter van haag" <nomail@invalid> wrote:
> >
> >>
> >>
> >> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> >> news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
> >> >

> >> > Von den roten, grünen und schwarzen Sozialdemokraten ist es der Bürger
> >> > gewohnt, dass sie die deutschen Millionäre und Milliardäre hätscheln
> >> > und pflegen und alles unternehmen, damit diese nicht ärmer werden,


> >>
> >> ei...und wie machen sie das?
> >>

> > Z.B. durch die Änderung des Erbschaftsrecht, bekanntestes Beispiel die:
> > Müllermolkerei!


>
> nach deiner Ansicht soll also der Sohn wieder bei 'null' anfangen? Oder

> soll irgendein Emirate-Scheich die Aktien übernehmen?
>
1) du wolltest wissen wie er das macht, ich hab es dir gesagt
2) der Sohn hätte nicht bei Null anfangen müssen, wir haben und hatten
noch nie 100% Erbschafftssteuer.
3) Man hat auch ohne diese Regelung vererben können, warum ist z.B. BMW
noch immer zum Großteil ein Familienbetrieb?

Message has been deleted

Hermann Jurksch

unread,
Jan 3, 2010, 2:20:00 PM1/3/10
to
lothar...@yahoo.de wrote:

> "peter van haag" <nomail@invalid> wrote:

>>
>>
>> "Matthias Kern" <lothar...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
>> news:20100103111123.e73...@yahoo.de...
>>> "peter van haag" <nomail@invalid> wrote:
>>>
>>>>
>>>>
>>>> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>>>> news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
>>>>>

>>>>> Von den roten, gr�nen und schwarzen Sozialdemokraten ist es der B�rger
>>>>> gewohnt, dass sie die deutschen Million�re und Milliard�re h�tscheln

>>>>> und pflegen und alles unternehmen, damit diese nicht �rmer werden,


>>>>
>>>> ei...und wie machen sie das?
>>>>

>>> Z.B. durch die �nderung des Erbschaftsrecht, bekanntestes Beispiel die:
>>> M�llermolkerei!


>>
>> nach deiner Ansicht soll also der Sohn wieder bei 'null' anfangen? Oder

>> soll irgendein Emirate-Scheich die Aktien �bernehmen?


>>
> 1) du wolltest wissen wie er das macht, ich hab es dir gesagt

> 2) der Sohn h�tte nicht bei Null anfangen m�ssen, wir haben und hatten
> noch nie 100% Erbschafftssteuer.
> 3) Man hat auch ohne diese Regelung vererben k�nnen, warum ist z.B. BMW
> noch immer zum Gro�teil ein Familienbetrieb?


Hat nicht Hitler speziell f�r das Krupp-Verm�gen an der Steuergesetzgebung
herumgeschraubt? Jetzt wird anscheinend die Tradition fortgef�hrt.

MfG
Hermann

Christian Braumann

unread,
Jan 4, 2010, 2:17:07 AM1/4/10
to

H�tte er erstens bei dem alten Recht nicht m�ssen, und zweitens: Warum
eigentlich nicht?

Aber Du bist ja das Genie, das uns vorgerechnet hat wie man durch eine
Verm�genssteuer "enteignet" wird. LOL.

acd

unread,
Jan 4, 2010, 3:02:57 AM1/4/10
to
On 3 Jan., 12:40, Arne Luft <ne...@yhsg3.invalid> wrote:
> peter van haag wrote on Sun, 3 Jan 2010 12:21:19 +0100 in
> <hhpujg$k0u$0...@news.t-online.com>:

> >nach deiner Ansicht soll also der Sohn wieder bei 'null'  anfangen?
>
> Der Sohn kann versorgt sein, hat aber selbst was zu leisten. Deshalb
> sind in den USA auch Erbschaftssteuern bis zu 90% fällig und alle
> große Vermögen wurden in Stiftungen umgewandedlt. Getty-Stiftung zb
> oder jetzt auch die Gates-Stiftungen.
>
> Es geht darum, Quasiaristokratie zu verhindern und das die Wege nach
> oben durch Eben verstopfen werden. Oder unfähige Erben Mist bauen
> (also nur Geld rausziehen ohne was beizutragen) oder die Idee des
> Firmengründers ruinieren (Gunter Sachs zb oder Frau Schickedanz).

Es geht ja nicht nur um den Sohn, auch um den Vater vorher.
Wenn der Vater schon weiss, dass ihm der Staat alles abnehmen wird,
warum sollte er sich ab einem bestimmten Vermoegen noch engagieren? Es
gibt viele Unternehmer, die weitere Firmen gruenden. Sie werden das
nicht tun, wenn sie dafuer keine Motivation haben. Vermoegen an die
eigenen Kinder weiterzugeben ist meist ein vile staerkerers Motiv als
Geld an den Staat abzutreten.

Zweitens gibt es - auch in Deutschland - einige Familien, bei denen
sich mehrere Generationen als sehr tuechtig erwiesen haben. Belaest
man genuegend Vermoegen in einer tuechtigen Familie so ist es
besonders fruchtbar.
Die Ansicht, dass Talente irgendwie rein zufaellig auf Kinder
unabhaengig von der Herkunft verteilt werden, trifft nicht zu.
Umgekehrt gibt es natuerlich immer wieder hohe Begabungen in Familien,
die in vorangegangenen Generationen nicht zu finden waren. Diese
Kinder sollen natuerlich eine Chance bekommen.

Andreas

Andreas

Lars P. Wolschner

unread,
Jan 4, 2010, 5:00:53 AM1/4/10
to
acd <acd4u...@lycos.de>:

> Es geht ja nicht nur um den Sohn, auch um den Vater vorher.
> Wenn der Vater schon weiss, dass ihm der Staat alles abnehmen
> wird, warum sollte er sich ab einem bestimmten Vermoegen noch
> engagieren?

Wir haben doch heute schon das Problem, da� sich sehr gut
verdienende Unternehmen nicht anstrengen, vor allem bei sehr hohen
Gewinnspannen. Bekanntestes Beispiel ist Microsoft.

> Es gibt viele Unternehmer, die weitere Firmen gruenden. Sie
> werden das nicht tun, wenn sie dafuer keine Motivation haben.

Es arbeiten nicht alle nur f�r die Erben.

> Die Ansicht, dass Talente irgendwie rein zufaellig auf Kinder
> unabhaengig von der Herkunft verteilt werden, trifft nicht zu.

Huh? Das Verm�gen der Eltern wirkt sich auf die Gene der Kinder
aus? Ich bitte Dich. Selbstverst�ndlich hat Talent absolut nichts
mit dem Verm�gen der Eltern zu tun, wohl aber seine Entdeckung und
F�rderung. Und keine westliche Gesellschaft kann es sich leisten,
sich allein mit den bei reichen Kindern entdeckten und gef�rderten
Talenten auszukommen.

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 6:28:12 AM1/4/10
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag

news:rrv0k5tkmfvg0fphm...@4ax.com...

> peter van haag wrote on Sun, 3 Jan 2010 12:21:19 +0100 in

> <hhpujg$k0u$01$1...@news.t-online.com>:


>>
>>nach deiner Ansicht soll also der Sohn wieder bei 'null' anfangen?
>

> Der Sohn kann versorgt sein, hat aber selbst was zu leisten. Deshalb

> sind in den USA auch Erbschaftssteuern bis zu 90% f�llig und alle

> gro�e Verm�gen wurden in Stiftungen umgewandedlt. Getty-Stiftung zb


> oder jetzt auch die Gates-Stiftungen.

90 % sind Quatsch....und kein Grund daf�r, dass es in den USA so viele
Stiftungen gibt.


>
> Es geht darum, Quasiaristokratie zu verhindern und das die Wege nach

> oben durch Eben verstopfen werden. Oder unf�hige Erben Mist bauen


> (also nur Geld rausziehen ohne was beizutragen) oder die Idee des

> Firmengr�nders ruinieren (Gunter Sachs zb oder Frau Schickedanz).


...das bedeutet also, die Erben m�ssen soviel zahlen, dass sie ihre Anteile
an ihrer Firma verkaufen m�ssen, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu k�nnen.
Was zur Folge hat, dass g�nzlich Branchenfremde, �lscheichs, oder Hedgefonds
die Anteile �bernehmen. Glaubst du wirklich, die Firmen (vor allem
unsere Mittelstandunternehmen meist GMBH's) w�ren dann in besseren H�nden?

>
> Reiche Leute sind meistens krankhaft geizig und damit sie selbstloser
> werden, mu� man ein bischen nachhelfen.

Na klar, Reiche sind immer schlecht, die Armen gut ROFL


> Unsere Demokratie mu� reformiert werden.

*unsere* Demokratie ist reformunf�hig. Das h�ngt an unserem �bertriebenen
F�deralismus, an dem Vielparteiensystem und den Bundes/L�nderparlamenten,
die immer mehr zu Quatschbuden werden.

PvH

>

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 6:32:43 AM1/4/10
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag

news:2g31k5pcrrteh5tdv...@4ax.com...
> Konrad Nickel wrote on Sun, 3 Jan 2010 11:52:30 +0000 (UTC) in
> <9CF581B19...@87.106.137.111>:
>
> Es f�hrt zu einer Quasiaristokratie bzw. einem Kastensystem, die auf
> ererbtem Geld beruhen. Genau das gilt es, zu verhindern, das
> Familienclans die Politik eines Landes bestimmen.

Und in 'deinem' Vorzeigeland' USA mit einer deutlich h�heren
Erbschaftssteuer werden Familienclans verhindert? Die USA *sind* doch
gerade das Paradebeispiel f�r Geldynastien und ihren Oligarchen, die
letztlich die Politik bestimmen.

PvH

Christian Braumann

unread,
Jan 4, 2010, 6:34:56 AM1/4/10
to
Am 04.01.2010 12:28, schrieb peter van haag:
>
>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:rrv0k5tkmfvg0fphm...@4ax.com...

>> Es geht darum, Quasiaristokratie zu verhindern und das die Wege nach


>> oben durch Eben verstopfen werden. Oder unf�hige Erben Mist bauen
>> (also nur Geld rausziehen ohne was beizutragen) oder die Idee des
>> Firmengr�nders ruinieren (Gunter Sachs zb oder Frau Schickedanz).
>
>

> ....das bedeutet also, die Erben m�ssen soviel zahlen, dass sie ihre


> Anteile an ihrer Firma verkaufen m�ssen, um die Erbschaftssteuer
> bezahlen zu k�nnen. Was zur Folge hat, dass g�nzlich Branchenfremde,
> �lscheichs, oder Hedgefonds die Anteile �bernehmen.

War Frau Schickedanz nicht branchenfremd?

> Glaubst du
> wirklich, die Firmen (vor allem unsere Mittelstandunternehmen meist
> GMBH's) w�ren dann in besseren H�nden?

Das kommt auf die H�nde an. Erz�hl mir doch mal, wieso eine Erbin, die
nix anderes gemacht hat als Tochter zu sein und irgendwelche Typen zu
heiraten, besonders qualifiziert sein soll, ein Versandhaus zu f�hren.

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 6:36:51 AM1/4/10
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag

news:ibh1k5tklee3717kl...@4ax.com...
> peter van haag wrote on Sun, 3 Jan 2010 11:09:54 +0100 in
> <hhpqdi$6hv$03$1...@news.t-online.com>:

> Siehe zb die diversen Steuerfahnderaff�ren, bei denen erfolgreiche
> Steuerfahnder von der Politik behindert, versetzt oder sogar mit
> gef�lschten psychiatrischen Gutachten kaltgestellt wurden, um
> wohlbetuchte Steuerfl�chtlinge zu sch�tzen.

ach...und das ist in Deutschland so �blich????? Liest du keine Zeitung???
ich meine, au�er deinem kommunistischen Parteiblatt?

PvH

Christian Braumann

unread,
Jan 4, 2010, 6:37:20 AM1/4/10
to
Am 04.01.2010 12:36, schrieb peter van haag:
>
>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:ibh1k5tklee3717kl...@4ax.com...

>> Siehe zb die diversen Steuerfahnderaff�ren, bei denen erfolgreiche


>> Steuerfahnder von der Politik behindert, versetzt oder sogar mit
>> gef�lschten psychiatrischen Gutachten kaltgestellt wurden, um
>> wohlbetuchte Steuerfl�chtlinge zu sch�tzen.
>
> ach...und das ist in Deutschland so �blich?????

In Hessen ja.

acd

unread,
Jan 4, 2010, 6:55:42 AM1/4/10
to
On 4 Jan., 11:00, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de> wrote:
> acd <acd4use...@lycos.de>:

>
> > Es geht ja nicht nur um den Sohn, auch um den Vater vorher.
> > Wenn der Vater schon weiss, dass ihm der Staat alles abnehmen
> > wird, warum sollte er sich ab einem bestimmten Vermoegen noch
> > engagieren?
>
> Wir haben doch heute schon das Problem, da sich sehr gut
> verdienende Unternehmen nicht anstrengen, vor allem bei sehr hohen
> Gewinnspannen. Bekanntestes Beispiel ist Microsoft.

Du verwechselst Unternehmen mit Unternehmer.
Bill Gates engagiert sich ja nun nach seinem Rueckzug aus MS in seiner
Stiftung.
Man kann geteilter Meinung sein, ob alles sinnvoll ist, wass die
Stiftung tut, aber man muss zugeben,
dass er sich nicht einfach zuruecklehnt, sondern weiter aktiv ist.

Mir geht es um die vielen Gruender von Familienunternehmen.


>
> > Es gibt viele Unternehmer, die weitere Firmen gruenden. Sie
> > werden das nicht tun, wenn sie dafuer keine Motivation haben.
>
> Es arbeiten nicht alle nur f r die Erben.

Nein, aber die, die es tun, nuetzen der Gesellschaft, und dafuer
sollte man sie nicht bestrafen.


>
> > Die Ansicht, dass Talente irgendwie rein zufaellig auf Kinder
> > unabhaengig von der Herkunft verteilt werden, trifft nicht zu.
>
> Huh? Das Verm gen der Eltern wirkt sich auf die Gene der Kinder
> aus? Ich bitte Dich. Selbstverst ndlich hat Talent absolut nichts
> mit dem Verm gen der Eltern zu tun, wohl aber seine Entdeckung und
> F rderung.

Ich habe nicht Vermoegen geschrieben.
Aber das tuechtige Eltern oft auch tuechtige Kinder haben, wirst Du
sicher nicht bestreiten.
Und ich denke, dass es vernuenftig ist, den tuechtigen Kindern einen
ordentlichen Teil des von den Vaetern gegruendeten Unternehmens zu
lassen.

> Und keine westliche Gesellschaft kann es sich leisten,
> sich allein mit den bei reichen Kindern entdeckten und gef rderten
> Talenten auszukommen.

Das habe ich ja auch geschrieben.

Andreas

(dessen Eltern nicht vermoegend sind)

Robert Rohling

unread,
Jan 4, 2010, 6:57:03 AM1/4/10
to
"peter van haag" <nomail@invalid> wrote in
news:hhsjsj$mn9$03$1...@news.t-online.com:

>
>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:ibh1k5tklee3717kl...@4ax.com...

> ach...und das ist in Deutschland so �blich????? Liest du keine


> Zeitung??? ich meine, au�er deinem kommunistischen Parteiblatt?
>
> PvH
>

Huch? Arne Luft ist Kommunist? Der hat mich doch vor kurzem erst als
ganz �blen Sozialisten tituliert!

Ihr m��t euch da schon einig werden, wer jetzt was ist!


Irgendwie bemerke ich in den letzten Monaten eine gewisse flottierende
kognitive Degeneration bei den Neolibs/Konservativen/Neocons verbunden
mit v�lligem Verlust zur F�higkeit der Begriffsbildung.
Ist das jetzt genau der Effekt, den ich immer voraussage? Gro�er Gott...

Message has been deleted

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 9:45:52 AM1/4/10
to

"Christian Braumann" <chr_br...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hhsjqf$tc1$6...@news.eternal-september.org...

>> Das kommt auf die H�nde an. Erz�hl mir doch mal, wieso eine Erbin, die
> nix anderes gemacht hat als Tochter zu sein und irgendwelche Typen zu
> heiraten, besonders qualifiziert sein soll, ein Versandhaus zu f�hren.

Habe ich doch gerade erz�hlt, dass sie mangels irgendwelcher Kenntnisse Mist
gebaut hat und ihr Erbe verspielt hat. So funktioniert
Kapitalismus.....aber eine Gew�hr daf�r, dass irgendein Geld-Hai, der die
Firma nach einer von dir geforderten totalen Erbschaftssteuer �bernommen
h�tte, dies besser gemacht h�tte, steht in den Sternen.

Der Staat sollte sich mit fiskalischen Lenkungsma�nahmen aus der Wirtschaft
heraushalten. Er kann's auch nicht besser.

PvH

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 9:50:20 AM1/4/10
to

"Christian Braumann" <chr_br...@web.de> schrieb im Newsbeitrag

news:hhsjv2$tc1$7...@news.eternal-september.org...

......igitigitt...was hat denn der arme Koch schon wieder angestellt?

PvH

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 9:49:15 AM1/4/10
to

"Christian Braumann" <chr_br...@web.de> schrieb im Newsbeitrag

news:hhs4qt$7po$4...@news.eternal-september.org...


>
> Aber Du bist ja das Genie, das uns vorgerechnet hat wie man durch eine
> Verm�genssteuer "enteignet" wird. LOL.

dazu braucht man kein 'Genie' zu sein....einfache Arithmetik reicht da
v�llig aus, um zu sehen was heraus kommt, wenn man an die Substanz und nicht
an den Ertrag eines Verm�gens herangeht.

PvH

peter van haag

unread,
Jan 4, 2010, 9:56:41 AM1/4/10
to

"Robert Rohling" <ro...@mailinator.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4b41d78e$0$6732$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net...


> "peter van haag" <nomail@invalid> wrote in
> news:hhsjsj$mn9$03$1...@news.t-online.com:
>
>>
>>
>> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
>> news:ibh1k5tklee3717kl...@4ax.com...
>
>> ach...und das ist in Deutschland so �blich????? Liest du keine
>> Zeitung??? ich meine, au�er deinem kommunistischen Parteiblatt?
>>
>> PvH
>>
>
> Huch? Arne Luft ist Kommunist? Der hat mich doch vor kurzem erst als
> ganz �blen Sozialisten tituliert!
>
> Ihr m��t euch da schon einig werden, wer jetzt was ist!

Naja...vielleicht wei� das mancher hier selbst nicht so richtig. Au�erdem
kann ich die Leute nur nach ihren Aussagen bewerten.


>
>
> Irgendwie bemerke ich in den letzten Monaten eine gewisse flottierende
> kognitive Degeneration bei den Neolibs/Konservativen/Neocons verbunden
> mit v�lligem Verlust zur F�higkeit der Begriffsbildung.

mach's nicht so kompliziert. Das Monopol zur Begriffsbildung liegt sowieso
immer bei den Linken. Wenn die sich da verhauen....was kann ich daf�r?

PvH

Lars P. Wolschner

unread,
Jan 4, 2010, 11:33:48 AM1/4/10
to
acd <acd4u...@lycos.de>:

> On 4 Jan., 11:00, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de>
> wrote:

>> acd <acd4use...@lycos.de>:

>>> Es geht ja nicht nur um den Sohn, auch um den Vater vorher.
>>> Wenn der Vater schon weiss, dass ihm der Staat alles abnehmen
>>> wird, warum sollte er sich ab einem bestimmten Vermoegen noch
>>> engagieren?
>>
>> Wir haben doch heute schon das Problem, da sich sehr gut
>> verdienende Unternehmen nicht anstrengen, vor allem bei sehr
>> hohen Gewinnspannen. Bekanntestes Beispiel ist Microsoft.
>
> Du verwechselst Unternehmen mit Unternehmer.

N�, Du lenkst ab. ;-)

> Bill Gates engagiert sich ja nun nach seinem Rueckzug aus MS in
> seiner Stiftung.

> Man kann geteilter Meinung sein, ob alles sinnvoll ist, [...]

Mich und vor allem die Wirtschaft interessiert sich tats�chlich f�r
die *Firma* Microsoft. Und die erlaubt sich teilweise ziemlich
rabiat, gegen die Interessen ihrer Kunden zu handeln. Die Markt-
radikalen behaupten dessenungeachtet, da� so etwas in einer
Marktwirtschaft gar nicht m�glich sei.

Die Arbeit der Stiftung von Bill Gates steht doch auf einem anderen
Blatt.

>>> Es gibt viele Unternehmer, die weitere Firmen gruenden. Sie
>>> werden das nicht tun, wenn sie dafuer keine Motivation haben.
>>
>> Es arbeiten nicht alle nur f�r die Erben.
>
> Nein, aber die, die es tun, nuetzen der Gesellschaft, und dafuer
> sollte man sie nicht bestrafen.

Unsinn, jeder arbeitet f�r sich selbst, auch wenn er etwas f�r
seine Nachkommen tut. Alles andere w�re Wettbewerbsverzerrung. Und
die darf es ja auf dem auch von Dir gepredigten Markt nicht geben,
gelle.

>>> Die Ansicht, dass Talente irgendwie rein zufaellig auf Kinder
>>> unabhaengig von der Herkunft verteilt werden, trifft nicht
>>> zu.
>>
>> Huh? Das Verm gen der Eltern wirkt sich auf die Gene der Kinder
>> aus? Ich bitte Dich. Selbstverst ndlich hat Talent absolut
>> nichts mit dem Verm gen der Eltern zu tun, wohl aber seine
>> Entdeckung und F rderung.
>
> Ich habe nicht Vermoegen geschrieben.
> Aber das tuechtige Eltern oft auch tuechtige Kinder haben, wirst
> Du sicher nicht bestreiten.

Die real existierende Marktwirtschaft ist immer st�rker davon
gepr�gt, da� T�chtige nicht wirtschaftlich erfolgreich sind,
gleichviel ob Arbeitnehmer oder Unternehmer. Du dagegen scheinst
Reichtum mit T�chtigkeit gleichzusetzen, was schon wegen des immer
gr��eren Anteiles an Erben falsch ist, die durch nichts anderes als
die Geburt in der richtigen Familie zu ihrem Geld gekommen sind.

> Und ich denke, dass es vernuenftig ist, den tuechtigen Kindern
> einen ordentlichen Teil des von den Vaetern gegruendeten
> Unternehmens zu lassen.

Tja, definiere "ordentlich". Und vor allem sind die weniger
T�chtigen ja nicht schuldhaft weniger t�chtig, sondern einfach aus
Mangel an Begabung oder F�rderung, jedenfalls die Hauptmasse. Mit
welchem Recht erleiden sie Wettbewerbsnachteile?

Und rein politisch stellt sich die Frage, warum nur arbeitsrecht-
lich zum Nachteil der Arbeitnehmer vom gro�en Bruder USA gelernt
werden soll, nicht aber erbrechtlich.

>> Und keine westliche Gesellschaft kann es sich leisten,
>> sich allein mit den bei reichen Kindern entdeckten und gef
>> rderten Talenten auszukommen.
>
> Das habe ich ja auch geschrieben.
>
> Andreas
>
> (dessen Eltern nicht vermoegend sind)

Das sind oft die Schlimmsten, siehe Gerhard Schr�der (SPD).

André Grafe

unread,
Jan 4, 2010, 12:09:16 PM1/4/10
to
Am 04.01.2010 12:28, schrieb peter van haag:
>
>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:rrv0k5tkmfvg0fphm...@4ax.com...
>
>
>
>> Unsere Demokratie mu� reformiert werden.
>
> *unsere* Demokratie ist reformunf�hig. Das h�ngt an unserem
> �bertriebenen F�deralismus, an dem Vielparteiensystem und den
> Bundes/L�nderparlamenten, die immer mehr zu Quatschbuden werden.
>
> PvH
>
>>
Na langsam zeigst Du Dein wahres Gesicht, Du bist also gegen Demokratie,
Du bist f�r eine zentralistische Einparteiendiktatur. Du trauerst also
auch dem Dritten Reich nach, da gab es ja auch nur eine Partei, und die
Parlamente waren auch abgeschafft.

Andr�

Christian Braumann

unread,
Jan 4, 2010, 1:04:10 PM1/4/10
to

Ja, diese sehr einfache Arithmetik hast Du ja hier schonmal vorgef�hrt.
Hammwirgelacht...

acd

unread,
Jan 4, 2010, 5:29:54 PM1/4/10
to
On 4 Jan., 17:33, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de> wrote:
> acd <acd4use...@lycos.de>:
>
> > On 4 Jan., 11:00, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de>
> > wrote:
> >> acd <acd4use...@lycos.de>:
> >>> Es geht ja nicht nur um den Sohn, auch um den Vater vorher.
> >>> Wenn der Vater schon weiss, dass ihm der Staat alles abnehmen
> >>> wird, warum sollte er sich ab einem bestimmten Vermoegen noch
> >>> engagieren?
>
> >> Wir haben doch heute schon das Problem, da sich sehr gut
> >> verdienende Unternehmen nicht anstrengen, vor allem bei sehr
> >> hohen Gewinnspannen. Bekanntestes Beispiel ist Microsoft.
>
> > Du verwechselst Unternehmen mit Unternehmer.
>
> Nö, Du lenkst ab. ;-)

Tu ich nicht.
Unternehmen erben nicht. Menschen erben.
Es ging darum, ob und wieviel Unternehmerkind von Unternehmervater
erben sollte und wieviel der Staat auf dem Weg abgreift.

> Mich und vor allem die Wirtschaft interessiert sich tatsächlich für
> die *Firma* Microsoft.

Ich glaube, ich hatte Dir einmal per persoenlicher Email geschrieben,
wo ich arbeite.
Dann sollte Dir bewusst sein, dass ich durchaus ueber die Defizite von
MS im Bilde bin.
Allerdings kann man eine Firma wie MS nicht durch irgendeine Steuer
dazu zwingen, sich anders zu verhalten.

> Die Markt-
> radikalen behaupten dessenungeachtet, daß so etwas in einer
> Marktwirtschaft gar nicht möglich sei.
Das liegt daran, dass der SW von vielen noch nicht wirklich gut
verstanden ist.

> > Nein, aber die, die es tun, nuetzen der Gesellschaft, und dafuer
> > sollte man sie nicht bestrafen.
>

> Unsinn, jeder arbeitet für sich selbst, auch wenn er etwas für
> seine Nachkommen tut.
Es ist soziologisch bedingt, dass Eltern etwas fuer die Zukunft ihrer
Kinder tun wollen.
Wenn Du so willst, weil sie die Gene der Eltern weitertragen.

> Alles andere wäre Wettbewerbsverzerrung. Und


> die darf es ja auf dem auch von Dir gepredigten Markt nicht geben,
> gelle.

Ich predige nicht. Dauernd steckst Du mich in eine Schublade.
Ich habe nur Gruende aufgefuehrt, die gegen eine zu hohe
Erbschaftssteuer sprechen.

> Die real existierende Marktwirtschaft ist immer stärker davon
> geprägt, daß Tüchtige nicht wirtschaftlich erfolgreich sind,


> gleichviel ob Arbeitnehmer oder Unternehmer.

Ich kenne genuegend Beispiele von sehr tuechtigen Menschen, die
dadurch auch
wirtschaftlichen Erfolg haben.

Du solltest Dir mal das eine oder andere Firmenportrait des
Deutschlandfunk anhoeren oder nachlesen.
(www.dradio.de).
Namen aus meinem naeheren Umfeld werde ich in dem Rahmen natuerlich
nicht nennen.


> Du dagegen scheinst
> Reichtum mit Tüchtigkeit gleichzusetzen,

Ich setze das nicht gleich. Ich habe geschrieben, dass es tuechtige
Unternehmer gibt.
Das wirst auch Du nicht bestreiten. Und dass viele von denen auch
tuechtige Kinder haben.
Und dass es unserer Gesellschaft schaden zufuegen wuerde, wenn man das
unterbindet.

Das schliesst ja nicht aus, dass irgendwelche arroganten Dummbatzen
auch viel Geld erben.
Die Frage ist nur, wenn man das Erben massiv behindern wuerde, dann
waere vielleicht ein
Teil des Wohlstandes der Eltern gar nicht erst entstanden, weil sich
der Vater gesagt haette:
mit 45 habe ich jetzt x Millionen, vererben kann ich die nicht, ich
verkaufe die Firma an eine Heuschrecke und mach mir einen Lenz.

> was schon wegen des immer

> größeren Anteiles an Erben falsch ist, die durch nichts anderes als


> die Geburt in der richtigen Familie zu ihrem Geld gekommen sind.

Das weiss ich.

>
> > Und ich denke, dass es vernuenftig ist, den tuechtigen Kindern
> > einen ordentlichen Teil des von den Vaetern gegruendeten
> > Unternehmens zu lassen.
>

> Und vor allem sind die weniger
> Tüchtigen ja nicht schuldhaft weniger tüchtig, sondern einfach aus
> Mangel an Begabung oder Förderung, jedenfalls die Hauptmasse.

Den Mangel an Foerderung beklage ich hier auch staendig.
Ich habe jahrelang als Schueler Nachhilfe gegeben, zum Teil recht
erfolgreich (fuer den Geholfenen).

Aber wenn ein Begabter Unternehmersohn mit dem Vermoegen des Vaters
Arbeitsplaetze schaffen oder erhalten kann, dann ist das eine gute
Sache.

> Mit
> welchem Recht erleiden sie Wettbewerbsnachteile?

Was heisst Nachteile? Sie bekommen die gleichen Abituraufgaben.
Koennen mit Bafoeg studieren (habe ich gemacht, in der
Regelstudienzeit). Die Chancen sind durchaus vorhanden.

>
> Und rein politisch stellt sich die Frage, warum nur arbeitsrecht-

> lich zum Nachteil der Arbeitnehmer vom großen Bruder USA gelernt


> werden soll, nicht aber erbrechtlich.
>

Habe ich das geschrieben?

> > (dessen Eltern nicht vermoegend sind)
>

> Das sind oft die Schlimmsten, siehe Gerhard Schröder (SPD).
Oh, und Du hast vermoegende Eltern und gehoerst deshalb nicht dazu?

Und bitte, schreib, was habe ich denn Schlimmes geschrieben, was Dich
so erbost?
Ich habe doch nicht fuer die Abschaffung der Erbschaftssteuer
plaediert, oder?
Nur dagegen, dass man sie soweit erhoeht, dass man nicht mehr von
erben sprechen kann.

Andreas

Message has been deleted

Neil Asset

unread,
Jan 4, 2010, 6:11:30 PM1/4/10
to
H.G. Schmidt schrieb:

>
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag
> news:133vj5pt10vvq1n8o...@4ax.com...
>>
>> Nun, die amerikanische Gesellschaft ist auf die Durchl�ssigkeit der
>> gesellschaftlichen Schichten aufgebaut. Dort kann ein Tellerw�scher
>> zum Million�r aufsteigen.
>
> K�nntest du mal ein paar Beispiele oder Namen nennen?

Bill Gates, Steve Jobs. Keine Tellerw�scher, aber Garagenschrauber.

NA

peter van haag

unread,
Jan 5, 2010, 6:44:19 AM1/5/10
to

"Christian Braumann" <chr_br...@web.de> schrieb im Newsbeitrag

news:hhtap3$u3s$2...@news.eternal-september.org...


> Am 04.01.2010 15:49, schrieb peter van haag:
>
> Ja, diese sehr einfache Arithmetik hast Du ja hier schonmal vorgef�hrt.
> Hammwirgelacht...

logisch, dass ihr damit �berfordert seid, ihr Dummk�pfe.

PvH

peter van haag

unread,
Jan 5, 2010, 6:47:31 AM1/5/10
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb im Newsbeitrag

news:j9o3k59hnesm3ov3v...@4ax.com...
>
> Ich bin kein blutrotes Arschloch.

Also, das mit dem 'Arschloch' das hast du selbst gesagt <g> >blutrot<
naja....dunkelrot w�re wohl zutreffender.

PvH

Lars P. Wolschner

unread,
Jan 5, 2010, 10:07:21 AM1/5/10
to
acd <acd4u...@lycos.de>:

> On 4 Jan., 17:33, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de>
> wrote:

>> acd <acd4use...@lycos.de>:

>>> Du verwechselst Unternehmen mit Unternehmer.
>>
>> N�, Du lenkst ab. ;-)


>
> Tu ich nicht.
> Unternehmen erben nicht. Menschen erben.
> Es ging darum, ob und wieviel Unternehmerkind von
> Unternehmervater erben sollte und wieviel der Staat auf dem Weg
> abgreift.

Deine Wortwahl ist unsachlich.

>> Mich und vor allem die Wirtschaft interessiert sich tats�chlich
>> f�r die *Firma* Microsoft.


>
> Ich glaube, ich hatte Dir einmal per persoenlicher Email
> geschrieben, wo ich arbeite.

Ich erinnere mich nicht und d�rfte mich ohne Deine Einwilligung
auch nicht �ffentlich darauf beziehen.

> Dann sollte Dir bewusst sein, dass ich durchaus ueber die
> Defizite von MS im Bilde bin.

Da� ein Unternehmen als Menschenwerk solches Verhalten zeigt, ist
normal, wenn nicht sogar gesund. Es zeigt sich hier ein Defizit des
Systems, da� solche Impulse kleinhalten sollte.

>> Die Marktradikalen behaupten dessenungeachtet, da� so etwas in
>> einer Marktwirtschaft gar nicht m�glich sei.


>
> Das liegt daran, dass der SW von vielen noch nicht wirklich gut
> verstanden ist.

Was bedeutet "SW"?

>>> Nein, aber die, die es tun, nuetzen der Gesellschaft, und
>>> dafuer sollte man sie nicht bestrafen.
>>

>> Unsinn, jeder arbeitet f�r sich selbst, auch wenn er etwas f�r


>> seine Nachkommen tut.
>
> Es ist soziologisch bedingt, dass Eltern etwas fuer die Zukunft
> ihrer Kinder tun wollen.

Nein, es ist eine Folge des biologischen Prinzips der Erhaltung der
Art, wie Du ja selbst schreibst:

> Wenn Du so willst, weil sie die Gene der Eltern weitertragen.

>> Alles andere w�re Wettbewerbsverzerrung. Und die darf es ja auf

>> dem auch von Dir gepredigten Markt nicht geben, gelle.
>
> Ich predige nicht. Dauernd steckst Du mich in eine Schublade.
> Ich habe nur Gruende aufgefuehrt, die gegen eine zu hohe
> Erbschaftssteuer sprechen.

... womit wir wohl an einem zentralen Punkt angelangt w�ren. Man
erkennt es schon daran, da� Du Dich herauszuwinden versuchst.

Der Markt fordert Chancengleichheit, keine Wettbewerbsverzerrungen,
damit sich das ressourcenschonendste Beste durchsetzt. Das steht in
einem Zielkonflikt mit dem Prinzip der Erhaltung der Art, jeden-
falls an dieser Stelle.

>> Die real existierende Marktwirtschaft ist immer st�rker davon

>> gepr�gt, da� T�chtige nicht wirtschaftlich erfolgreich sind,


>> gleichviel ob Arbeitnehmer oder Unternehmer.
>
> Ich kenne genuegend Beispiele von sehr tuechtigen Menschen, die
> dadurch auch wirtschaftlichen Erfolg haben.

Aber so dolle kann es ja nicht sein, wenn Du nun noch zus�tzliche
Hilfsma�nahmen forderst.

> Du solltest Dir mal das eine oder andere Firmenportrait des
> Deutschlandfunk anhoeren oder nachlesen.
> (www.dradio.de).

Du kannst ruhig davon ausgehen, da� ich mich umfassend informiere.

> Namen aus meinem naeheren Umfeld werde ich in dem Rahmen
> natuerlich nicht nennen.

Es fragt sich, ob wir die gleiche Definition von T�chtigkeit haben.
Du scheinst die Marktwirtschaft f�r einen Selbstzweck zu halten,
aber es gibt da Zwecke, die sie erf�llen soll. Versagt sie dabei,
mu� korrigierend eingegriffen werden, sei es steuerlich, sei es
anders.

>> Du dagegen scheinst Reichtum mit T�chtigkeit gleichzusetzen,


>
> Ich setze das nicht gleich. Ich habe geschrieben, dass es
> tuechtige Unternehmer gibt.
> Das wirst auch Du nicht bestreiten. Und dass viele von denen
> auch tuechtige Kinder haben.
> Und dass es unserer Gesellschaft schaden zufuegen wuerde, wenn
> man das unterbindet.

Selbst die Vorschl�ge mit der h�chsten Erbschaftssteuer stellen die
Erben immer noch besser als diejenigen, die nicht erben. Wenn das
schon ein "Unterbinden" ist, wie w�rdest Du dann erst die Situation
der Nicht-Erben bezeichnen?

Davon abgesehen ist die Art der Besteuerung nat�rlich eine Sache
der Fachleute. Mir ist es eigentlich gleich, inwiefern Erbe oder
Verm�gen oder beides besteuert wird. Ich verlange vor allem
Fairness f�r alle, und nicht blo� f�r die Reichen. Bei den Arbeit-
nehmern durfte man mal eben eine lange vorausgehende Beitrags-
leistung einkassieren und nach einem Jahr dann unterschiedslos auf
Hartz IV begrenzen. Bei den Bankern hingegen ist eine scharfe Boni-
Besteuerung dagegen "ungerecht" (Dr. Ackermann, Deutsche Bank),
gleichviel welchen immensen Schaden die Herrschaften so den ganzen
Tag anrichten und wie wenig sie auch noch nachher darunter leiden.

Wer die Arbeitnehmerrechte so wie in den USA gestalten will, mu�
auch gef�lligst die dortige Erbschaftssteuer akzeptieren.

>>> Und ich denke, dass es vernuenftig ist, den tuechtigen
>>> Kindern einen ordentlichen Teil des von den Vaetern
>>> gegruendeten Unternehmens zu lassen.
>>

>> Und vor allem sind die weniger T�chtigen ja nicht schuldhaft

>> weniger t�chtig, sondern einfach aus Mangel an Begabung oder
>> F�rderung, jedenfalls die Hauptmasse.


>
> Den Mangel an Foerderung beklage ich hier auch staendig.

Ja, alle beklagen das st�ndig. Dann ist man fertig damit und das
wettbewerbsverzerrende Reichen-Streicheln geht weiter. Und in
Deutschland kommt von unserer Regierung jetzt nichts anderes als
der Steinzeit-Neoliberalismus aus der Reagan- und Thatcher-Zeit mit
seinen l�ngst widerlegten Dogmen.

>> Mit welchem Recht erleiden sie Wettbewerbsnachteile?
>
> Was heisst Nachteile? Sie bekommen die gleichen Abituraufgaben.
> Koennen mit Bafoeg studieren (habe ich gemacht, in der
> Regelstudienzeit). Die Chancen sind durchaus vorhanden.

Das ist ja nun schon ein Weilchen her. Selbst damals glich Baf�G
die Wettbewerbsnachteile der Nicht-Erben nicht aus.

>> Und rein politisch stellt sich die Frage, warum nur

>> arbeitsrechtlich zum Nachteil der Arbeitnehmer vom gro�en


>> Bruder USA gelernt werden soll, nicht aber erbrechtlich.
>
> Habe ich das geschrieben?

Im Ergebnis ja.

>>> (dessen Eltern nicht vermoegend sind)
>>

>> Das sind oft die Schlimmsten, siehe Gerhard Schr�der (SPD).


>
> Oh, und Du hast vermoegende Eltern und gehoerst deshalb nicht
> dazu?

Nein, ich habe keine verm�genden Eltern, aber es ging uns auch
nicht so schlecht wie den Schr�ders in ihrer Bude am Fu�ballplatz.

> Und bitte, schreib, was habe ich denn Schlimmes geschrieben, was
> Dich so erbost?
> Ich habe doch nicht fuer die Abschaffung der Erbschaftssteuer
> plaediert, oder?

Es ist eigentlich nie so ganz klar, wof�r Du eigentlich pl�dierst.

acd

unread,
Jan 5, 2010, 10:48:47 AM1/5/10
to
On 5 Jan., 16:07, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de> wrote:
> acd <acd4use...@lycos.de>:
>
> > On 4 Jan., 17:33, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de>
> > wrote:
> >> acd <acd4use...@lycos.de>:
> >>> Du verwechselst Unternehmen mit Unternehmer.
>
> >> Nö, Du lenkst ab. ;-)

>
> > Tu ich nicht.
> > Unternehmen erben nicht. Menschen erben.
> > Es ging darum, ob und wieviel Unternehmerkind von
> > Unternehmervater erben sollte und wieviel der Staat auf dem Weg
> > abgreift.
>
> Deine Wortwahl ist unsachlich.

Meinst Du "Du verwechselst"? Oder wo war ich unsachlich?

> >> Die Marktradikalen behaupten dessenungeachtet, daß so etwas in
> >> einer Marktwirtschaft gar nicht möglich sei.


>
> > Das liegt daran, dass der SW von vielen noch nicht wirklich gut
> > verstanden ist.
>
> Was bedeutet "SW"?

Software, es haette der SW-Markt heissen sollen, entschuldige bitte.

Software hat die Eigenschaft, dass die Entwicklung sehr teuer ist, die
Vervielfaeltigung aber fast ueberhaupt nichts kostet. Deshalb spielt
der Marktanteil einer Firma eine viel groessere Rolle als bei fast
allen anderen Produkten.
Ausserdem entsteht durch Gewoehnung, Schulung, und die Tatsache, dass
Daten in einem Software-spezifischen Format vorliegen eine viel
staerkere Traegheit der Kunden zu einem anderen Produkt zu wechseln.
Der Wechsel von einer Bohrmaschine zu einer anderen ist weit weniger
umstaendlich als von einer Adressverwaltungssoftware zu einer
anderen.
Das hat Microsoft sehr gut verstanden.
Und die Kunden haben nicht verstanden, was fuer eine grosse Rolle
Standards spielen, und dass sie ein Produkt ablehnen sollten, dass
nicht eine Reihe Standard-Schnittstellen hat.
Auch die Standardisierungsorganisationen haben hier geschlafen, also
ISO und IEEE vor allem.


>
> Es fragt sich, ob wir die gleiche Definition von Tüchtigkeit haben.
> Du scheinst die Marktwirtschaft für einen Selbstzweck zu halten,

Unfug, sowas habe ich nie geschrieben.

> aber es gibt da Zwecke, die sie erfüllen soll. Versagt sie dabei,
> muß korrigierend eingegriffen werden, sei es steuerlich, sei es
> anders.

Ich bin im Sozialismus aufgewachsen und habe deshalb ein grosses
Mistrauen gegen den Staat.
Ich halte den Kapitalismus fuer das geringste Uebel.
Aber selbverstaendlich ist ein Staat noetig.

> Selbst die Vorschläge mit der höchsten Erbschaftssteuer stellen die


> Erben immer noch besser als diejenigen, die nicht erben.

Das ist ja auch gut so.

> Wenn das
> schon ein "Unterbinden" ist, wie würdest Du dann erst die Situation
> der Nicht-Erben bezeichnen?

Ganz normal. Sie koennen zur Schule gehen, einen Beruf lernen, eine
Familie gruenden.
Was ist daran schlecht? Einem Nicht-Erben in Deutschland geht es immer
noch viel besser
als den meisten Menschen weltweit, sogar viel besser im Vergleich mit
anderen Europaeern.
In Lettland zum Beispiel werden reihenweise Schulen und Krankenhaeuser
geschlossen,
nach einem halben Jahr gibt es kein Arbeitslosengeld mehr, Sozialhilfe
gibt es nicht, nur einen 100Lat
(etwa 250 Euro)-Job pro Monat und das Leben in Lettland ist inzwischen
fast so teuer wie in Deutschland.

>
> > Was heisst Nachteile? Sie bekommen die gleichen Abituraufgaben.
> > Koennen mit Bafoeg studieren (habe ich gemacht, in der
> > Regelstudienzeit). Die Chancen sind durchaus vorhanden.
>

> Das ist ja nun schon ein Weilchen her. Selbst damals glich BaföG


> die Wettbewerbsnachteile der Nicht-Erben nicht aus.

Wuerde mich mal interessieren, ob unter den promovierten der Anteil
von Erben
hoeher ist. In Jura oder BWL koennte ich mir das vorstellen, in
technischen Faechern hatte ich den Einrdruck bisher nicht, und ich
kenne
viele promovierte Informatiker/Mathematiker/Etechniker/


Andreas

Lars P. Wolschner

unread,
Jan 5, 2010, 12:32:40 PM1/5/10
to
acd <acd4u...@lycos.de>:

> On 5 Jan., 16:07, "Lars P. Wolschner" <lars.wolsch...@nexgo.de>
> wrote:

>> acd <acd4use...@lycos.de>:

>>> Es ging darum, ob und wieviel Unternehmerkind von


>>> Unternehmervater erben sollte und wieviel der Staat auf dem
>>> Weg abgreift.
>>
>> Deine Wortwahl ist unsachlich.
>
> Meinst Du "Du verwechselst"? Oder wo war ich unsachlich?

Das Wort "abgreifen" war unsachlich.

>>> Das liegt daran, dass der SW von vielen noch nicht wirklich
>>> gut verstanden ist.
>>
>> Was bedeutet "SW"?
>
> Software, es haette der SW-Markt heissen sollen, entschuldige
> bitte.

Achso, mit "-Markt" h�tte ich es verstanden.

>> Es fragt sich, ob wir die gleiche Definition von T�chtigkeit
>> haben. Du scheinst die Marktwirtschaft f�r einen Selbstzweck zu


>> halten,
>
> Unfug, sowas habe ich nie geschrieben.
>

>> aber es gibt da Zwecke, die sie erf�llen soll. Versagt sie

>> dabei, mu� korrigierend eingegriffen werden, sei es steuerlich,


>> sei es anders.
>
> Ich bin im Sozialismus aufgewachsen und habe deshalb ein grosses
> Mistrauen gegen den Staat.

Ich bin in Westdeutschland aufgewachsen und mi�traue daher dem
Markt.

> Ich halte den Kapitalismus fuer das geringste Uebel.

Damit kann man sich aber nicht zufriedengeben.

>> Selbst die Vorschl�ge mit der h�chsten Erbschaftssteuer stellen


>> die Erben immer noch besser als diejenigen, die nicht erben.
>
> Das ist ja auch gut so.

Es widerspricht der Markt-Doktrin.

>> Wenn das schon ein "Unterbinden" ist, wie w�rdest Du dann erst

>> die Situation der Nicht-Erben bezeichnen?
>
> Ganz normal. Sie koennen zur Schule gehen, einen Beruf lernen,
> eine Familie gruenden.
> Was ist daran schlecht?

Du verschweigst den schlechteren Zugang zur Bildung. Vorl�ufig
kommen bei uns die Schulen vor allem baulich herunter, in den USA
ist man schon weiter und viele �ffentliche Schulen sind auch in der
Lehre unbrauchbar. Das Universit�tsstudium wird in Deutschland so
verschult, da� man ohne elterliche Unterst�tzung heute gar nicht
mehr klarkommt, weil Jobben drastisch erschwert wird. Da� dieser
uns�gliche "Bologna-Proze�" irgendetwas gebessert h�tte, konnte
noch niemand zeigen.

> Einem Nicht-Erben in Deutschland geht es immer noch viel besser
> als den meisten Menschen weltweit, sogar viel besser im
> Vergleich mit anderen Europaeern.

Im angloamerikanischen Wirtschaftsraum ist die Reichenpflege noch
ausgepr�gter. Das sind aber keine akzeptablen Vorbilder und auch
keine Ruhekissen f�r unsere politisch Verantwortlichen. Denn dabei
wurden die USA deindustrialisiert, w�hrend England schon mit dem
ach so sozialistischen Deutschland nicht mithalten kann. Trotzdem
beten CDU und FDP die USA als nachahmenswertes Vorbild an, anstatt
gr��tm�glichen Abstand zu halten. Zumal diese L�nder auch sonst nur
�rger bereiten anstatt brauchbare Verb�ndete f�r uns zu sein.

> In Lettland zum Beispiel werden reihenweise Schulen und
> Krankenhaeuser geschlossen, nach einem halben Jahr gibt es kein
> Arbeitslosengeld mehr, Sozialhilfe gibt es nicht, nur einen
> 100Lat (etwa 250 Euro)-Job pro Monat und das Leben in Lettland
> ist inzwischen fast so teuer wie in Deutschland.

Schon toll, diese Marktwirtschaft, gelle?

>>> Was heisst Nachteile? Sie bekommen die gleichen
>>> Abituraufgaben. Koennen mit Bafoeg studieren (habe ich
>>> gemacht, in der Regelstudienzeit). Die Chancen sind durchaus
>>> vorhanden.
>>
>> Das ist ja nun schon ein Weilchen her. Selbst damals glich

>> Baf�G die Wettbewerbsnachteile der Nicht-Erben nicht aus.


>
> Wuerde mich mal interessieren, ob unter den promovierten der
> Anteil von Erben hoeher ist.

Deutschland hebt sich in Europa gerade dadurch ab, da� der
Bildungsstand in besonders starkem Ma�e vom Wohlstand der Eltern
abh�ngt. Das ist doch immer das gro�e Fazit der j�hrlichen Bil-
dungsstudie der OECD.

Eine Promotion steigert allerdings nicht die Bildung, sie ist keine
Ausbildung. Viele Promotionen zeigen nicht einmal viel eigene
wissenschaftlicher Leistung; prominentestes Beispiel daf�r ist die
Bundesfamilienministerin K�hler, die dann selbst dazu noch
umf�ngliche Zuarbeit anderer ben�tigte.

Hermann Jurksch

unread,
Jan 5, 2010, 11:53:00 AM1/5/10
to
neil...@yahoo.de wrote:

Bill Gates: Kind aus einer reichen Anwaltsfamilie - und was bitte soll
Gates geschraubt haben? IMHO hat er DOS gekauft und dann an IBM weiter-
verh�kert, was ihm wohl nur aufgrund des Stallgeruchs gelungen ist.

MfG
Hermann

Konrad Nickel

unread,
Jan 5, 2010, 1:13:40 PM1/5/10
to
lars.wo...@nexgo.de (Lars P. Wolschner) wrote in <4b4377b8$0$6579
$9b4e...@newsspool3.arcor-online.net>:

>> Ganz normal. Sie koennen zur Schule gehen, einen Beruf lernen,
>> eine Familie gruenden.
>> Was ist daran schlecht?
>
>Du verschweigst den schlechteren Zugang zur Bildung.

Na und?
Das Problem sind doch eher die Leute die st�ndig von Chancengleichheit
faseln und damit den Leute etwas einreden wollen, das es in der Realit�t
nicht gibt und auch nicht geben kann. Das die Menschen gleich sind, ist
schon ein menschenverachtendes Postulat.

Lars P. Wolschner

unread,
Jan 5, 2010, 1:37:06 PM1/5/10
to
konra...@nospam.invalid (Konrad Nickel):

> lars.wo...@nexgo.de (Lars P. Wolschner) wrote in
> <4b4377b8$0$6579 $9b4e...@newsspool3.arcor-online.net>:

>>> Ganz normal. Sie koennen zur Schule gehen, einen Beruf lernen,
>>> eine Familie gruenden.
>>> Was ist daran schlecht?
>>
>> Du verschweigst den schlechteren Zugang zur Bildung.
>
> Na und?
> Das Problem sind doch eher die Leute die st�ndig von
> Chancengleichheit faseln und damit den Leute etwas einreden
> wollen, das es in der Realit�t nicht gibt

Ich bitte Dich: "Chancengleichheit gibt es halt nicht, also seid
gef�lligst ruhig und schaut weiter sch�n friedlich zu, wie einige
wenige als Fettschicht �ber Leben und Eigentum aller anderen
verf�gen!" - das ist die Position der Feudalherren.

> und auch nicht geben kann.

Man kann ihr bedeutend n�her kommen, war ihr auch schon bedeutend
n�her in Deutschland.

> Das die Menschen gleich sind, ist schon ein menschenverachtendes
> Postulat.

Was hat Chancengleichheit mit "die Menschen sind gleich" zu tun?

SunIsShining

unread,
Jan 5, 2010, 2:02:56 PM1/5/10
to
... liegt doch auf der Hand!


Robert Rohling

unread,
Jan 5, 2010, 2:11:23 PM1/5/10
to
"SunIsShining" <SunIsS...@correio24.com> wrote in news:hi0265$dae$1
@news.albasani.net:

> ... liegt doch auf der Hand!
>
>

Deutschland ist eigentlich die bestentwickelte Bananenrepublik in ganz
Europa. Und das sogar ganz ohne Bananenanbau!

Christian Braumann

unread,
Jan 6, 2010, 3:00:38 AM1/6/10
to
Am 05.01.2010 19:37, schrieb Lars P. Wolschner:
> konra...@nospam.invalid (Konrad Nickel):
>
>> lars.wo...@nexgo.de (Lars P. Wolschner) wrote in
>> <4b4377b8$0$6579 $9b4e...@newsspool3.arcor-online.net>:
>
>>>> Ganz normal. Sie koennen zur Schule gehen, einen Beruf lernen,
>>>> eine Familie gruenden.
>>>> Was ist daran schlecht?
>>>
>>> Du verschweigst den schlechteren Zugang zur Bildung.
>>
>> Na und?
>> Das Problem sind doch eher die Leute die st�ndig von
>> Chancengleichheit faseln und damit den Leute etwas einreden
>> wollen, das es in der Realit�t nicht gibt
>
> Ich bitte Dich: "Chancengleichheit gibt es halt nicht, also seid
> gef�lligst ruhig und schaut weiter sch�n friedlich zu, wie einige
> wenige als Fettschicht �ber Leben und Eigentum aller anderen
> verf�gen!" - das ist die Position der Feudalherren.

Nee, das ist die Position von kleinen Lichtern, die gern Feudalherren w�ren.

SunIsShining

unread,
Jan 6, 2010, 8:08:50 AM1/6/10
to

"Robert Rohling" <ro...@mailinator.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4b438ed9$0$7633$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net...

> "SunIsShining" <SunIsS...@correio24.com> wrote in news:hi0265$dae$1
> @news.albasani.net:
>
>> ... liegt doch auf der Hand!
>>
>>
>
> Deutschland ist eigentlich die bestentwickelte Bananenrepublik in ganz
> Europa. Und das sogar ganz ohne Bananenanbau!

Und soll als "Bestecher" in der Dritten Welt, noch vor den USA liegen.


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