Libero <
liber...@web.de> schrieb:
>On 6 Aug., 15:19, Jon J Panury <
io.fa...@online.de> wrote:
>
>> Nein, nicht "selbst wenn schon"! Das ist der Kern der
>> marktwirtschaftlichen Sache, Herr "Libero"!
>
>Der Kern der *marktwirtschaftlichen Sache* ist, dass jeder SELBST
>bestimmen kann, was er anbietet und was er kauft.
>Und wenn Dir das Angebotene nicht zusagt, dann kauf es eben nicht.
>Wo ist Dein Problem?
Mein Problem - und das Aller - ist, dass Ressourcen und Fl�chen nicht
unendlich sind. Das erzwingt eine Priorisierung. Und die
Priorisierung, die derzeit weltweit durchgesetzt wird - und zwar mit
�u�erster Gewalt durchgesetzt wird -, verunm�glicht Milliarden
Menschen die Subsistenz.
Und selbst in den Zentren der Nutznie�ung dieser Priorisierung findet,
im kleinen und etwas abgemildert, das selbe statt.
>
>
>>
>> > Dann sollten die Menschen mal lernen, ihrem eigenen
>> >Verstand zu vertrauen als irgendwelchen *Autoritaeten*.blind zu
>> >gehorchen.
>>
>> Manche lernen das schneller als andere.
>> Ich finde es saubl d, dass die, die etwas langsamer sind, ausgenommen
>> werden und lauter unn tzes Zeug bzw. Leistungen bezahlen m ssen.
>> Sowas schafft doch Missmut! Und den wird dann, ber wieviele Umwege
>> auch immer, die Gesellschaft ausbaden. Na supi!
>
>In Deinem Universum ist der Mensch wohl total verbloedet, unfaehig zu
>lernen, aus seinen Fehlschlaegen Konsequenzen zu ziehen.
Was hei�t "Fehlschl�ge"? Meinst Du *gesch�ftlichen* Misserfolg? Also
an jemanden geraten zu sein, der besser beschei�en kann als man
selbst?
Welche "Konsequenzen" sollte einer daraus ziehen.... k�nnen?
Oder wenn einer sich - auch ungewollt - mit einem weit St�rkeren
gesch�ftlich anlegt... und nieder gemacht wird: Was, anderes, kann, ja
*darf* die Lehre sein, als insk�nftig besser darauf zu achten, dass
*man selbst* der St�rkere sei - - - und sei es auch nur in der
�berlegenen Beschei�-Pfiffigkeit?
Oder meinst Du, dass jemand etwas konstruiert hat, das nicht h�lt?
Also dass einer _aus Unwissenheit_ (meint: aus Unkenntnis eines
Wissens, das existiert) Fiasko erleidet?
Oder meinst Du den Forscher, den Erfinder, der, in Kenntnis des
Wissensstands, Neues, Weiteres zu entwickeln trachtet und auf dem Weg
Fehlschl�ge erlebt?
Ich sch�tze, dass Du nur an das erst genannte Szenario gedacht hast.
Das w�re auch nicht verwunderlich, ja in bestimmter Hinsicht sogar
konsequent. Denn das Institut *Gesch�ft* hat faktisch s�mtliche
sozialen Institute "besetzt" - - richtiger: usurpiert. Alle Institute,
die nicht _Gesch�ft_ sind, werden heute marginalisiert, negiert,
kriminalisiert, ridik�lisiert - je nachdem, wie gef�hrlich sie dem
�ber-Institut "Gesch�ft" sind bzw. werden k�nnten.
Das Irre an der Sache ist, dass *Gesch�ft* offenbar den aller meisten
Menschen kein bisschen gem�� ist; und die, denen es scheinbar gem��
ist, erweisen sich schon bei schneller, punktueller Analyse als
Zwangsneurotiker.
Die meisten Menschen wollen das unvermeidliche Gesch�ft m�glichst
schnell erledigen: Sie kaufen einfach etwas, indem sie den geforderten
Preis erlegen, und fertig. Schon beim simplen Feilschen (bei
hochpreisigen G�tern) kommen sich die meisten derer, *die* es dann
machen, irgendwie bl�d vor. (Im Wissen, dass das so ist, kommen die
Verk�ufer mit dem Reklametrick des Rabatts, des "Schn�ppchens" usw.,
wo sozusagen das Feilschen schon inbegriffen, also nicht mehr explizit
durch zu spielen ist.) Nur wenige handeln gern rum, ziehen sozusagen
ins Gesch�fts-Gefecht, und prahlen dann auch entsprechend mit ihren
Erfolgen - - - und gehen der weniger gesch�ftst�chtigen Mitwelt damit
geh�rig auf die Nerven.
>Und weil er offenbar von Natur aus so deppert ist, muss er immer und
>ueberall von Pappi Staat am Haendchen gehalten werden.
Der Staat bietet (besser gesagt: bot; er tut es inzwischen praktisch
gar nicht mehr) im g�nstige Fall ein nichtkommerzielles "Biotop"
("Soziotop" w�re wohl treffender). Seine "Schnittstelle" ins
Gesch�ftliche ist der Fiskus auf der Einkommens-, die Ausschreibung
auf der Ausgabenseite.
Er bietet den B�rgern eine M�glichkeit der nichtkommerziellen
Lebensorganisation. Dies im Wissen um die Leerstellen des
kommerziellen Dispositivs. Und jetzt kommt's:
Diese "Leerstellen" kann der Staat mit Inhalt versehen
- entweder im Sinne der Reproduktion des kommerziellen Dispositivs
(das ist weit gehen das, was heute �berall geschieht)
- oder im Sinne eines best�ndigen Atagonismus zum kommerziellen
Dispositiv, auf dass er (der Staat) im selben Augenblick zu existieren
aufh�re, in welchem auch das kommerzielle Dispositiv "bew�ltigt" ist.
>
>> Ja, "Besserverdienende" usw. haben auch eher die M glichkeit,
>> "gesundheitsbewusst" zu leben.
>> Auch korreliert das K rperbewusstsein mit der allgemeinen
>> Bildungsh he.
>> Ich will aber, dass auch arme Einf ltige gesundheits- und arztm ig
>> einen guten Tag haben.
>
>Niemand hindert einen Niedrigloehner daran, gesundheitsbewusst zu
>leben.
Doch. Sein Arbeits-Leben.
Dass es dennoch einige Arme schaffen, ist eine Energieleistung, wie
sie besser Gestellte nie zu erbringen brauchen.
> Und dafuer braucht es weder Abitur noch Diplom.
>Eine Viertelstunde Internet-Recherche und man weiss, was Sache ist.
>Ist aber in erster Linie eine Frage des WOLLENS und genau DA hapert es
>meistens.
Man *kann* nicht immer *wollen*!!
Wir wissen nun langsam, dass f�r dich die Verantwortung f�r die
Allgemeinheit mit dem Verweis auf jemandes "Wollen" oder auf sein
so-Sein ("halt", "eben", "nun mal", "immer schon", "nie wird"...) bzw.
auf das so-Sein wessen auch immer, erledigt wird.
Der Universal-Joker, der dann immer ausgespielt wird, hei�t
"Eigenverantwortung" - - und der Fall sei erledigt.
Sei unterrichtet: There is no such thing as "Eigenverantwortung"! Das
ist nur eine H�llvokabel der politisch Verantwortungslosen (und damit
zwangsl�ufig "Rechten" i.w.S.), die aus Modegr�nden die asozialen
Spruchweisheiten, etwa vom Gl�ck und dem Schmied, von Arbeit und
Essen, vom N�chsten, der selbst ein jeder sich sei - - die tutti
quanti der reaktion�ren, brutalen Selbstvergewisserungen also, nicht
expressis verbis auftischen m�gen.
>
>> Die gesunde Lebensweise tr gt ihren "Lohn" ja wohl deutlich in sich
>> selbst!
>
>Erzaehl das doch mal einem Uebergewichtigen!
>
>Oder wie erkl rst Du dir sonst die Tatsache, dass es auch
>> unter den gesetzlich Versicherten Gesundheitsbewusste gibt - und gar
>> nicht mal wenige!?
>
>LOL: Die sind doch zwangsweise in der GKV.
Wenn sie abh�ngig Besch�ftigte mit einem Einkommen unterhalb der
Befreiungsgrenze.
Und? Was tut das an der Tatsache ihrer Gesundheitsbewusstheit?
>
>> Dein ostentativ Antigesunder, der die negativen Folgen seiner
>> Lebensweise frei-frech dem -rGesundheitssystem vor die F e knallt,
>> ist ein Popanz!
>
>Millionen von Uebergewichtige und Nikotin-Abhaengige sind kein Popanz
>sondern Fakt.
Kannst Du belegen, dass die alle �bergewichtig und Nikotin abh�ngig
sind, *weil* bzw. *infolge* sie �-r pflichtversichert sind?
Die gesundheitsbewusste Klientele gibt es -mit identischen Kenndaten -
sowohl in der �-rKV wie auch in der pKV.
Die Korrelation pKV<>gesundheitsbewusster ist ein sch�nes Beispiel f�r
einen sog. _systematischen Fehler_ (Statistik, lesen machen!).
>
>> Die Solidarischen, die einem aus offenbarem Mangel an
>> Eigenverantwortlichkeit in die Bredouille geratenen aushilft, sind
>> berechtigt, ja verpflichtet!, diesem Vorhaltungen zu machen und
>> Besserung anzumahnen; ihn also, wenn man so will, zu *erziehen*!
>
>LOL. Wie soll den DAS praktisch aussehen???
Das sieht seit Jahrtausenden praktisch aus.
Manchmal ist deine Dummstellerei *nur* peinlich.