Zwei Knaben sassen auf einer bank
der eine roch, der andre stank
Da sprach der roch zum stank
"I geh jetzt auf a andre Bank"
Der Eber ist oft missgestimmt,
weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
Nein, die Verwandschaft, alles Schweine.
Es sagte einst zu Schneewittchen
ein Prinz grad vor ihrem Huettchen
mit sieben Maennen
in einem Bett pennen
Du bist mir ein ganz schoenes Flittchen.
Es sagte ein Opa zu Rodewisch
Der Enkel soll sich benehmen bei Tisch
Doch dieser musst gaehnen
da wirft mit den Zaehnen
der Opa und ruft "Hoerft Du nift?"
Adam stand im Paradies,
als er in Evas Apfel biss.
Doch eh er sich versah,
jenseits er von Eden war.
Fussball
Vierundzwanzig Beine rasen
durch die Gegend ohne Ziel
und weil sie so rasen muessen
nennt man das ein Rasenspiel
Rechts und links stehn zwei Gestelle
je ein Spieler steht davor
Haelt den Ball er ist ein Held er
haelt er nicht, schreit man "Du Tooor"
Fussball spielt man meistens immer
mit der unteren Figur
Mit dem Kopf, obwohl's erlaubt ist,
spielt man ihn ganz selten nur.
Das Leben beginnt auf alle Faelle
in einer Zelle,
doch manchmal endets auch bei Strolchen
in einer Solchen.
Ich brech die Herzen der stolzesten Fraun'
weil ich so stuermisch und so leidenschaftlich bin.
Ich brauch' nur einer auf's Auge zu haun
und schon isse hin.
Ein Baum hat Aeste,
das ist auch das Beste,
denn waer' er kahl
dann waers ein Pfahl.
DAS REH:
Mal springt es kurz, mal springt es weit
Wieso auch nicht, es hat ja Zeit
Fruehling:
Die Eier werden billiger,
die Maedchen werden willige,
es stinkt auf den Aborten:
Fruehling allerorten
Siehste, siehste
Zu einem Freund, der Landwirt war,
kam einst ein junges Ehepaar.
Der Freund fuehrt es durch's ganze Haus,
zeigt ihnen Hof und Huehnerhaus.
Die junge Frau stand stumm dabei,
Das Huehnerleben war ihr neu.
Da ploetzlich springt der Hahn auf's Huhn
wie das die Haehne alle tun.
Die Frau, die voll Interesse scheint,
fragt darauf den vaeterlichen Freund:
"Herr Schulze, sagen Sie doch an,
wie oft am Tag macht das der Hahn?"
Herr Schulze denkt ein wenig nach:
"Na, cirka 20 mal am Tag."
Worauf die Frau ihr Maennlein kuesste,
und laechelnd sagte: "Siehste, siehste!"
Doch darauf fragt der Mann den Freund:
"Sag Schulze, wie ist das gemeint,
laeuft denn der Hahn den ganzen Tag
immer der selben Henne nach?"
"Oh nein", erwiedert Schulze nun,
"der Hahn nimmt stets ein neues Huhn."
Worauf der Mann sein Frauchen kuesste,
und laechelnd sagte: "Siehste, siehste!"
Das ALPIA Gedicht
Nach Schokolade stand mein Sinn!
ich also flugs zum Schranke hin,
wie 360 mal im Jahr,
am Abend ein Stueck Alpia.
Mein Gaumen spuert schon den Genuss,
da beiss ich auf 'ne harte Nuss.
Mir hat's den Gaumen fast zerrissen,
auf ein Markstueck hab ich gebissen.
Ich denk, was soll denn das jetzt sein,
wollen die von Alphia mich necken?
Doch da fiel's mir wieder ein,
dass sie jede Mark in die Schokolade stecken.
Der Ferd
Der Ferd der hat vier Beiner
an jeder Ecke einer
und hinten einen Schwanz
sonst is der Ferd nich' ganz.
der Kutscher hat ein Ferd
das den wagen ferd
deshalb heiszt das Ferd Ferd
das Ferd hat eine Haut
auf die der Kutscher haut
deshalb heiszt die Haut Haut.
Ehe der grosse Stop kam
Das Volk der Bit im Lande Byte
- man schrieb 01 der Nanozeit -,
erwaehlte sich aus eig'nen Kreisen
einen Koenig, welcher Flop geheissen.
Flop war ein schneller Interrupter,
er zog Register, hielt Adapter,
und an der Spitze der Regierung
gewann er manche Assemblierung.
Flop emulierte fulminant
und fing den Cobol in der Hand;
einst sprach der 1. Programmierer
der Bitpartei zu Flop dem Fuehrer:
Es fehlt dir in dualem Sinn
zum guten Glueck die Koenigin!
Des ernsten Rates Ironie
bemerkte nur das Parity;
die andern waehlten klar und klipp
dem Flop ein Weib; die flotte Flip.
Flip-Flop, ein Hochzeitspaar in Pracht.
Man schrieb die Nanozeit 08.
Das Bitvolk jauchzte - auf zum Run,
zum Doppeljob als Festprogramm.
Das war ein Flippen und ein Floppen,
ein Zyklus, nicht mehr abzustoppen,
und kybernetisch digital
wie weiland hexadazumal
klang die Musik der Elektronen
schon hoch bis in die 11er-Zonen.
Am tollsten trieben es die Timer,
der Multiplexer ging in' Eimer.
Mit Dezimalen fuhr man Schlitten,
das Gleitkomma war schon ausgeglitten.
Im grossen Overhead-Buero
kniff man Compilern in den Po,
und Bits addierten splitternackt
im Puffer zum Dreivierteltakt.
Ein Interface sang ordinaer
die Watson-Hymne rein binaer.
Man hatte Mass und Ziel verloren...
Dem Supervisor kam's zu Ohren:
Du lieber Dump, welch ein Gezeter -
greif ein, oh grosser Operator!
Ein Druck - es kam zum grossen Stopp.
"Halt" war das letzte Wort von Flop.
Abrupt erstarb der Bit-Gesang,
Na, seht ihr wohl? Cherchez la femme!
Im Lande Byte seitdem geht stumm
bei Tag und Nacht der Error rum.
Zwei Knaben gingen durch das Korn
der eine hinten, der and're vorn
keiner ging in der Mitte
folglich fehlte der dritte.
Zwei Nasen ragen aus dem Sumpf
die eine spitz, die and're stumpf
woraus ein jedes Kind ersinnt,
dass zweie reingefallen sind.
Zwei Knaben gaben sich einen Kuss,
Der eine, der hiess Julius.
Der andre der hiess Gretchen,
Ich glaube das war ein Maedchen.
Zwei Knaben stiegen auf einen Baum.
Sie wollten beide Aepfel klaun.
Sie fanden keinen Appel,
der Baum war naemlich ne Pappel.
Zwei Knaben stiegen auf einen Turm,
Der eine hatte nen Bandelwurm.
Der andre keck und munter,
Der liess sich daran herunter.
Zwei Knaben lagen wohl im Stroh
von einem sah man nur den Po
vom andren sah man nur die Knie
Ich glaub, der Knabe hiess Marie
Ciao
Harald!