[FYI] Wau Holland ü ber Zensur im Inter net

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Burkhard Schroeder

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Sep 14, 2003, 4:09:24 AM9/14/03
to
http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=2164
bz. www.spiggel.de 14.09.2003


Subject: Meinungsfreiheit und Zensur
Newsgroups: de.org.ccc [Original-Posting] , cl.demokratie.grundrechte,
cl.magazine.mik, cl.recht.aktionen, de.soc.zensur
Einschränkung der Grundrechte im Internet
============================= V 0.88 ====

Von Wau Holland
/emp 25.09.1996 - Zensur in Deutschland hat Tradition, u.a. von Kaisers Zeiten
über Schwarz-Schilling bis hin zu heutigen privat organisierten
Internet-Sperrungen. Früher wurden Zeitungen von der Post nicht transportiert,
heute werden Bits von privaten Internet-Dienstleistern nicht transportiert.
Beides ist eine Einschränkung von Grundrechten in Deutschland. Dieser Beitrag
soll provozieren - nicht zuletzt die BAW [Bundesanwaltschaft].
Zum Text gehört ein Artikel aus der angeblich verbotenen "RADIKAL 154" mit dem
Titel "Pressefreiheit - Freiheit für wen?". Eingespeist und verbreitet wird
beides aus der BRD ins Internet. Quelle ist der Autor dieses Textes.
Welche Mailbox-Sysomi [system operator] sich genötigt fühlt, diesen Text zu
löschen aus Angst vor Zensoren aller, wird ggf. im Dokument der Zeitgeschichte
erwähnt - später...
Wau Holland, zur Medienmesse Leipzig, 25.09.96

Die VorgeschichteFrüher hatte der Kaiser das Monopol auf bezahlte Reklame. In
seiner Fürsorge für die Untertanen ordnete der deutsche Kaiser die Herausgabe
von "Intelligenzblättern" an und verpflichtete seine Beamten zum Abonnement.
Reklame durfte nur in diesen Intelligenzblättern erscheinen. Andere
Zeitschriften durfte Reklame erst viel später bringen, das bedurfte eines
politischen Kampfes.
Auch die Bestimmung, was eine "Zeitung" ist und was nicht, definierte - damals
wie heute - die Obrigkeit. Bei einem Blatt arbeitete damals Karl Marx mit.
Amtlicher Beliebtheit erfreute sich diese Zeitung nicht unbedingt. Aber als
"Reklameblättchen" konnte der Kaiser die "marxistische" Gazette kaum bezeichnen.
Die Obrigkeit ging auch nicht soweit wie bei einem Kölner Blatt, wo ein Schläger
für Geld angeheuert wurde, um einen Verantwortlichen ordentlich zu verprügeln;
die Quittung ist ein Dokument der Zeitgeschichte.

[...]

Im Anhang ist ein angeblich in der BRD "verbotener" Beitrag der RADIKAL 154
dokumentiert. Ich persönlich teile deren Auffassungen - insbesondere Zensur
betreffend - in keiner Weise. Denn ich habe freiheitlichere Vorstellungen als
solche Zuspätleninisten, denen die "Deutsche Post" das Vorbild für die
Errichtung eines ganzen Staates war; das geht hervor aus Lenin in "Staat und
Revolution".
Die Meinungsfreiheit ist erst dann gegeben, wenn auch Meinungen verbreitet
werden dürfen, die der eigenen drastisch widersprechen. Genau deshalb ist es
wichtig, für das Grundrecht der RADIKAL, eine Zeitschrift zu gestalten und zu
verbreiten nach ihrem Geschmack, einzutreten als engagierter Demokrat.
(c) Wau Holland, Doyen des Chaos Computer Club
Eine Verbreitung dieses Textes ohne einen Verweis auf die Internet-Seiten, auf
denen die RADIKAL abrufbar ist, wird als Verletzung meines Urheberrechtes
strafrechtlich verfolgt. Die Verbreitung im INTERNET ist frei und unterliegt
sinngemäß den Regeln der GNU GPL.

[...]
------------
Burks
--
www.burks.de go.to/burks/ www.burkhard-schroeder.info
Ceterum censeo PGP omnibus utendum esse.
begin killoutlookapplication.pif Please help me spread to the bitter
End

Rudolf Polzer

unread,
Sep 14, 2003, 2:02:47 PM9/14/03
to
Scripsit illa aut ille »Burkhard Schroeder« <bu...@burks.de>:[...]

> Eine Verbreitung dieses Textes ohne einen Verweis auf die Internet-Seiten, auf
> denen die RADIKAL abrufbar ist, wird als Verletzung meines Urheberrechtes
> strafrechtlich verfolgt.

Viel Spaß, Burks. Nur, wer kümmert sich drum?

SCNR

Bqre vfg anpu qrz Nofngm nhpu rva "vaqverxgre", q.u. üore zruerer
Yvaxrorara truraqre Irejrvf, nhfervpuraq? VZUB avpug.


--
The only thing that Babelfish is good at is proving that Vogons are
great poets.
Josef 'Jupp' Schugt in japan.anime.evangelion

Burkhard Schroeder

unread,
Sep 14, 2003, 6:39:03 PM9/14/03
to
Hallo! Also sprach Rudolf Polzer <denshimeiru...@durchnull.de>:

>> Eine Verbreitung dieses Textes ohne einen Verweis auf die Internet-Seiten, auf
>> denen die RADIKAL abrufbar ist, wird als Verletzung meines Urheberrechtes
>> strafrechtlich verfolgt.
>
> Viel Spaß, Burks. Nur, wer kümmert sich drum?

Das war nicht von mir, sondern von Wau. Ich habe das Original-Posting damals
auch gelesen, aber via Crosspint und Mailbox. Das waren noch Zeiten. Und es gab
gut meinende Sysops, die das Böse meinten zensieren zu müssen. Wau hat denen
regelmässig die Leviten gelesen...:-)

Rudolf Polzer

unread,
Sep 15, 2003, 11:33:23 AM9/15/03
to
Scripsit illa aut ille »Burkhard Schroeder« <bu...@burks.de>:
> Hallo! Also sprach Rudolf Polzer <denshimeiru...@durchnull.de>:
>
> >> Eine Verbreitung dieses Textes ohne einen Verweis auf die Internet-Seiten, auf
> >> denen die RADIKAL abrufbar ist, wird als Verletzung meines Urheberrechtes
> >> strafrechtlich verfolgt.
> >
> > Viel Spaß, Burks. Nur, wer kümmert sich drum?
>
> Das war nicht von mir, sondern von Wau. Ich habe das Original-Posting damals
> auch gelesen, aber via Crosspint und Mailbox. Das waren noch Zeiten. Und es gab
> gut meinende Sysops, die das Böse meinten zensieren zu müssen. Wau hat denen
> regelmässig die Leviten gelesen...:-)

Ich meinte auch eher, dass du den Abschnitt mitzitiert hast, ohne die Links
zur Radikal zu nennen.

Aber wie gesagt, SCNR

Burkhard Schroeder

unread,
Sep 16, 2003, 3:03:22 PM9/16/03
to
Hallo! Also sprach Rudolf Polzer <denshimeiru...@durchnull.de>:

> Ich meinte auch eher, dass du den Abschnitt mitzitiert hast, ohne die Links
> zur Radikal zu nennen.
Ach so. Im Artikel sind die aber drin.
<a href="http://bundesinnen...@195.250.236.58/radikal/">Enqvxny</a>

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