Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Eine Terrasse auf dem Garagendach. Wie geht das?

7 views
Skip to first unread message

Harald Hoeppner

unread,
Jan 6, 2010, 1:47:20 PM1/6/10
to
Eine Terrasse auf dem Garagendach. Wie geht das?
Haeufig wir eine Betonfertiggarage so am Haus aufgestellt, daß ihr Dach bzw. die spaeter darauf aufgebaute Terrasse über eine Terrassentuer vom Haus aus leicht erreichbar ist.
Da das Garagendach ein merkliches Gefaelle hat, würden darauf aufgelegte Terrassenplatten im allgemeinen eine merkliche Schraege aufweisen. Mit hoehenverstellbaren Stelzlagern kann jedoch eine waagrechte Flaeche unproblematisch hergestellt werden.
Mehr:
http://www.plattenlager.beepworld.de/terrasse-balkon.htm

url:http://www.ureader.de/gp/1513-1.aspx

Herbert Albrecht

unread,
Jan 13, 2010, 8:27:46 AM1/13/10
to
Am 06.01.2010 19:47, schrieb Harald Hoeppner:
> Eine Terrasse auf dem Garagendach. Wie geht das?
> Haeufig wir eine Betonfertiggarage so am Haus aufgestellt, daß ihr Dach bzw. die spaeter darauf aufgebaute Terrasse über eine Terrassentuer vom Haus aus leicht erreichbar ist.
> Da das Garagendach ein merkliches Gefaelle hat, würden darauf aufgelegte Terrassenplatten im allgemeinen eine merkliche Schraege aufweisen. Mit hoehenverstellbaren Stelzlagern kann jedoch eine waagrechte Flaeche unproblematisch hergestellt werden.

Technisch ist das kein Problem, so etwas bau ich selbst an 1 WE.
Rechtlich ist es oft viel schwieriger:

Die Garage steht meistens zwischen Haus und Grundstücksgrenze auf einem
Streifen von 3m, der eigentlich nicht bebaut werden darf. Für
Autogaragen gibt es in den Bauordnungen oft eine Ausnahmegenehmigung.
Die gilt aber nur dafür. Eine Terrasse auf dem Dach wäre Wohnraum - also
nicht genehmigungsfähig.

Eine Regierung, die die Wirtschaft fördern möchte, könnte also - ei
gucke da, nun sind wir ontopic - das Baurecht entrümpeln, so dass
Bürger, die etwas bauen wollen, das auch öfter mal dürfen. Das wird zwar
nicht reichen für den nächsten Boom aber dafür kostet es dem Staat
nichts. Und das passt doch zur Haushaltslage.

Herbert

Ingo Heinscher

unread,
Jan 13, 2010, 8:40:21 AM1/13/10
to
Herbert Albrecht schrieb:

[...]


> Eine Regierung, die die Wirtschaft fördern möchte, könnte also - ei
> gucke da, nun sind wir ontopic - das Baurecht entrümpeln, so dass
> Bürger, die etwas bauen wollen, das auch öfter mal dürfen.

Dass es gute Gründe für die Verbote geben könnte, ist allerdings auch
einen Hinweis wert.

--
"When you have eliminated all which is impossible,
then whatever remains, however improbable, must be
the truth." Doyle's Law

Herbert Albrecht

unread,
Jan 14, 2010, 5:08:18 AM1/14/10
to
Am 13.01.2010 14:40, schrieb Ingo Heinscher:
> Herbert Albrecht schrieb:
>
> [...]
>> Eine Regierung, die die Wirtschaft fördern möchte, könnte also - ei
>> gucke da, nun sind wir ontopic - das Baurecht entrümpeln, so dass
>> Bürger, die etwas bauen wollen, das auch öfter mal dürfen.
>
> Dass es gute Gründe für die Verbote geben könnte, ist allerdings auch
> einen Hinweis wert.
>
Ich sage ja auch 'entrümpeln', nicht 'abschaffen'.

Ein Beispiel: Für ein Grundstück, auf dem ich ein Haus bauen möchte, ist
ein Satteldach mit Giebel zur Strasse vorgeschrieben (warum eigentlich?)
Die Strasse liegt im Norden, ich habe also eine Dachschräge nach Osten
und eine nach Westen.
Ich wollte Sonnenkollektoren verwenden, die aber auf beiden Seiten die
Hälfte des Tages im Schatten wären, also nicht funktionieren. Mein
Architekt hatten eine Idee: wir schneiden die Dachspitze ab und auf die
Fläche kommen die Sonnenpaneele in optimaler Ausrichtung nach Süden.
Also Anfrage beim Bauamt, ob Sondergenehmigung möglich wäre (Nutzung der
Sonnenenergie ist doch vorrangiges Politikziel). Antwort: Nein, dann
wäre es ja kein Satteldach mehr.

Herbert

Ingo Heinscher

unread,
Jan 14, 2010, 5:13:32 AM1/14/10
to
Herbert Albrecht schrieb:

> Am 13.01.2010 14:40, schrieb Ingo Heinscher:
>> Herbert Albrecht schrieb:
>>
>> [...]
>>> Eine Regierung, die die Wirtschaft fördern möchte, könnte also - ei
>>> gucke da, nun sind wir ontopic - das Baurecht entrümpeln, so dass
>>> Bürger, die etwas bauen wollen, das auch öfter mal dürfen.
>>
>> Dass es gute Gründe für die Verbote geben könnte, ist allerdings auch
>> einen Hinweis wert.
>>
> Ich sage ja auch 'entrümpeln', nicht 'abschaffen'.

"Entbürokratisierung" findet dauernd statt, wann immer sich ein
Amtsträger profilieren will. Du kannst in erster Näherung (!) davon
ausgehen, dass die meisten Vorschriften bereits so entrümpelt sind wie
bei Berücksichtigung aller Parameter möglich.

> Ein Beispiel: Für ein Grundstück, auf dem ich ein Haus bauen möchte, ist
> ein Satteldach mit Giebel zur Strasse vorgeschrieben (warum eigentlich?)

Um das Stadtbild nicht zu unruhig werden zu lassen und die Werte der
anderen Grundstücke nicht dadurch unnötig zu senken.

[...]

Herbert Albrecht

unread,
Jan 15, 2010, 5:39:54 AM1/15/10
to
Am 14.01.2010 11:13, schrieb Ingo Heinscher:
> Herbert Albrecht schrieb:
>> Am 13.01.2010 14:40, schrieb Ingo Heinscher:
>>> Herbert Albrecht schrieb:
>>>
>>> [...]
>>>> Eine Regierung, die die Wirtschaft fördern möchte, könnte also - ei
>>>> gucke da, nun sind wir ontopic - das Baurecht entrümpeln, so dass
>>>> Bürger, die etwas bauen wollen, das auch öfter mal dürfen.
>>>
>>> Dass es gute Gründe für die Verbote geben könnte, ist allerdings auch
>>> einen Hinweis wert.
>>>
>> Ich sage ja auch 'entrümpeln', nicht 'abschaffen'.
>
> "Entbürokratisierung" findet dauernd statt, wann immer sich ein
> Amtsträger profilieren will. Du kannst in erster Näherung (!) davon
> ausgehen, dass die meisten Vorschriften bereits so entrümpelt sind wie
> bei Berücksichtigung aller Parameter möglich.
>
Nein, Entbürokratisierung findet fast nie statt, es wird nur ständig
davon geredet. Das Amtsträger glauben, sich durch solches Gerede
profilieren zu können, zeigt doch, dass es ein allgemeines Bedürfnis
ist. Wenn man später fragt, was bei all den Entbürokratisierungsaktionen
und -kommissionen herausgekommen ist, ist die Auskunft immer unbefriedigend.

>> Ein Beispiel: Für ein Grundstück, auf dem ich ein Haus bauen möchte,
>> ist ein Satteldach mit Giebel zur Strasse vorgeschrieben (warum
>> eigentlich?)
>
> Um das Stadtbild nicht zu unruhig werden zu lassen und die Werte der
> anderen Grundstücke nicht dadurch unnötig zu senken.

Es ist auch mein Verdacht, dass die für diese Regelung Verantwortlichen
ihre Militärzeit nicht richtig 'verdaut' haben und eine Tendenz zu
Gleichförmigkeit und Einheitlichkeit in ihre zivilen Funktionen
übernommen haben. Das Ästhetische Muster 'Kasernenhof' ist in vielen
Bereichen des öffentlichen Lebens und auch bei manchen Firmen
wiederzufinden.
Inwieweit es auch in den Köpfen potentieller Grundstückskäufer
herumspukt, kann ich nicht sagen. Klar ist mir allerdings, dass in
Zeiten hoher Energiekosten die Unmöglichkeit, Sonnenenergie effizient zu
nutzen, den Grundstückswert mindert.

Herbert

0 new messages