Friedensdemo russischstämmiger Bürger in Köln: "Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen"

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D. Schlenk

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Dec 5, 2022, 9:36:13 AM12/5/22
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https://de.rt.com/inland/156298-friedensdemo-russischstaemmiger-buerger-in-koeln/


Friedensdemo russischstämmiger Bürger in Köln: "Von
deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen"


4 Dez. 2022


In Köln organisierten russischstämmige Bürger am Sonntag
eine Demonstration für Frieden mit Russland und gegen
deutsche Waffenlieferungen in Kriegsgebiete. Statt wie bei
den vorhergehenden Friedensdemonstrationen in Köln mit über
tausend Teilnehmern beteiligten sich nur rund hundert
Teilnehmer. Mehrere Hundert Menschen nahmen an
Gegenprotesten statt.

Initiiert vom Verein "Most Nasledija", auf Deutsch "Brücke
zum historischen Erbe", fand am Sonntag in Köln unter dem
Motto "Frieden mit Russland – keine Waffenlieferungen an
Kriegsparteien" zum dritten Mal eine Friedensdemonstration
russischstämmiger Bürger statt. Bei den ersten beiden
überregional organisierten Protesten gegen die Kriegspolitik
der Bundesregierung waren jeweils über tausend
russischstämmige Bürger aus Nordrhein-Westfalen dabei. Am
Sonntag beteiligten sich nur noch rund hundert
Friedensaktivisten an der Kundgebung in Köln-Deutz und an
dem nachfolgenden Aufzug.

Gregor Gysis Schwester: Nicht die Ostdeutschen müssen
lernen, sondern die Bundesregierung
https://de.rt.com/kurzclips/video/153610-gregor-gysis-schwester-nicht-ostdeutschen/

Im Vorfeld hatten linke Gruppen sowie das Bündnis "Köln
gegen rechts" und "Omas gegen rechts" zur Teilnahme an einer
Gegendemo mobilisiert. Mehrere Hundert kamen zu den
Gegenprotesten zusammen, die sich hauptsächlich gegen die
Teilnahme des Leverkusener Anwalts Markus Beisicht
richteten, der auf der prorussischen Kundgebung als Redner
auftrat.

Beisicht war bis September 2014 Vorsitzender der
Bürgerbewegung "Pro Köln", und bis zu ihrer Auflösung im
März 2019 hatte er den Vorsitz der überregionalen
"Bürgerbewegung pro NRW" inne. Bei der Kommunalwahl 2020
wurde er über die Liste "Aufbruch Leverkusen" in den Rat der
Stadt Leverkusen gewählt. Bei seiner Rede auf der
Friedenskundgebung kritisierte er unter anderem, dass in
Deutschland von Politik und Medien suggeriert wird, dass die
Russen für die Energiepreisexplosion verantwortlich seien.

"Schuld sind unsere Politiker, die uns auf Geheiß der
USA in einen Krieg gegen Russland hetzen", erklärte
Beisicht.

Nur aufgrund von US-Vorgaben beziehe Deutschland kein
russisches Gas mehr. Der Wirtschaftskrieg mit Russland müsse
beendet werden. Deutschland dürfe keine Waffen an
Kriegsparteien liefern. Man müsse sich auf die Forderung des
Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt besinnen:

"Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!"

Gerade als Deutscher schäme sich Beisicht für diese
Bundesregierung. Mit seiner Teilnahme an der Friedensdemo
wolle er ein Zeichen setzen für Frieden mit Russland und den
Erhalt demokratischer Grundrechte. An die Gegendemonstranten
appellierte er:

"Liebe Antifaschistinnen, Freiheit ist immer die
Freiheit des Andersdenkenden – wer zu Gewalt aufruft,
verlässt den Boden der freiheitlich-demokratischen
Grundordnung."

Intellektuelle für Krieg – Offenes NATO-Bekenntnis
https://de.rt.com/inland/155795-intellektuelle-fuer-krieg-offenes-nato/

Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Robert Farle (früher
DKP, bis vor Kurzem AfD) kritisierte, dass Deutschland nach
der Lieferung von schweren Waffen nun auch ukrainische
Militärs in Deutschland ausbilde, von Soldaten über
Offiziere bis zum Generalstab. Damit habe Deutschland die
rote Linie überschritten und sei als Kriegspartei in den
Krieg eingetreten.

In seinem Vortrag bezeichnete Jovica Jovic die
Bundesrepublik als Insolvenzverwaltung. Der deutsche
Friedensaktivist mit serbischem Migrationshintergrund
betreibt den YouTube-Kanal "Russia TV". Wo denn die
Gerechtigkeit bei den Sanktionen sei, fragte er.

"Wo sind denn die Sanktionen für die US-Amerikaner für
die Millionen von Toten der US-geführten Kriege in den
letzten Jahrzehnten, zum Beispiel in Jugoslawien, im Irak
und in Afghanistan?"

Sein besonderer Dank galt den freien Medien:

"Danke an alle freien Medien! Ohne Euch wären wir nicht
informiert worden – ohne Euch wären wir verloren gewesen."


Mehr zum Thema – US-Waffenlieferungen an die Ukraine: Wohin
fließen die Gelder?

https://pressefreiheit.rtde.tech/kurzclips/video/155844-us-waffenlieferungen-an-ukraine-wohin/
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