Naja, verbunden aber nicht identisch. Es gibt genuegend
Leute die blind, ohne jedes Selbstbewusstsein, anderen
Ideologien folgen.
> Nun gibt es eine sehr irdische Erfindung um diesen Konflikt zu
> lösen: das Eigentum. Dadurch werden die Selbstbedürfnisse geschützt.
Es lebe der Kapitalismus!
> Leider ist dieses Eigentumsrecht nicht auf Menschen -- speziell
> Frauen -- übertragbar. Will heißen, die Bedürfnisse nach käuflicher
> Liebe werden vom Gesetz nur teilweise erfüllt.
Wen interessiert das Gesetz? Angebot und Nachfrage regeln das
Problem auch auf diesem Gebiet. Ein typisches Gegenbeispiel gegen
die Behauptung, ein Markt wuerde staatliche Regulierung benoetigen
oder voraussetzen.
"Manuel Rodriguez" <a...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:b8b6d507-be4a-4107...@m25g2000yqc.googlegroups.com...
> Die christliche Lehre predigt die Selbstlosigkeit.
und warum richten sich die 'Christen' nicht danach?
Altruismus ist im �brigen viel �lter als das Christentum und d�rfte durch
die Angewiesenheit auf die Gruppe/ Sippe /Stamm entstanden sein. Da man den
Einzelnen aber nicht rund um die Uhr beaufsichtigen konnte, ob er immer so
selbstlos und im Interesse der Gemeinschaft handelte, wurde 'Gott'
erfunden, der immer alle und Alles sieht.
> Selbstbewusstseinstraining und Ablehnung des Christentums sind
> identisch. Anstelle der Obrigkeit hat man das eigene Wohlergehen im
> Blickfeld. Dadurch entsteht zwangsl�ufig ein Kampf um knappe
> Ressourcen: Wenn alle die Torte lieber selbst essen anstatt aus G�te
> zu teilen gibt es zwangsl�ufig Tote!
keineswegs; die Starken fressen sich zun�chst satt.....der Rest ist f�r die
Schwachen.
PvH
>Die christliche Lehre predigt die Selbstlosigkeit. Der Glaube an Gott
>wird gebunden an einen Anti-Egoismus. Der Atheismus hingegen beginnt
>dort, wo man an sich selbst denkt, seine Bed�rfnisse formuliert und
>sie gegen �u�eren Widerstand durchsetzt.
Das ist einfach nur dummer Quatsch, der leider oft von Christen
ge�u�ert wird.
Als Argument nur die christliche Moral w�re gut f�r die Gesellschaft.
Man kann auch ohne Drohung vor Gottes Zorn 'humanistisch' bzw.
'Nicht-Egoistisch' handeln. Denn es ist einfach so, da� die meisten
Menschen jeglicher (nicht)religi�ser Ideologien es befriedigend finden
sinnvoll und 'Nicht-Egoistisch' zu handeln.
Das unterscheidet uns unter anderem von den Affen, die (experimentell
best�tigt) nur dann helfen, wenn sie selber was davon haben.
Richtig.
> Das unterscheidet uns unter anderem von den Affen, die (experimentell
> bestätigt) nur dann helfen, wenn sie selber was davon haben.
Das ist mir neu. Die Soziobiologie kennt verschiedene Gruende
fuer altruistisches Verhalten: Genetische Verwandschaft (bevorzugt
Verwandte, aber halt auch alle aus der eigenen Horde), gegenseitige
Hilfe (funktioniert nur bei Tieren, die intelligent genug sind um
Artgenossen zu unterscheiden und ihr Verhalten zu erinnern,
so dass Trittbrettfahrer ausgeschlossen werden koennen),
Arbeitsteilung bei Jagd und noch mehr die ich vergessen habe.
Fuer Affen sind all diese Gruende plausibel. Wuerde mich also
sehr wundern, wenn sie nicht oft altruistisch handeln wuerden.
>On 2 Jan., 22:21, Falko Schmidt <schmidtfa...@t-online.de> wrote:
>> Denn es ist einfach so, da� die meisten
>> Menschen jeglicher (nicht)religi�ser Ideologien es befriedigend finden
>> sinnvoll und 'Nicht-Egoistisch' zu handeln.
>
>Richtig.
>
>> Das unterscheidet uns unter anderem von den Affen, die (experimentell
>> best�tigt) nur dann helfen, wenn sie selber was davon haben.
>
>Das ist mir neu. Die Soziobiologie kennt verschiedene Gruende
>fuer altruistisches Verhalten: Genetische Verwandschaft (bevorzugt
>Verwandte, aber halt auch alle aus der eigenen Horde), gegenseitige
>Hilfe (funktioniert nur bei Tieren, die intelligent genug sind um
>Artgenossen zu unterscheiden und ihr Verhalten zu erinnern,
>so dass Trittbrettfahrer ausgeschlossen werden koennen),
>Arbeitsteilung bei Jagd und noch mehr die ich vergessen habe.
>Fuer Affen sind all diese Gruende plausibel. Wuerde mich also
>sehr wundern, wenn sie nicht oft altruistisch handeln wuerden.
Hab vor kurzem einen Beitrag dazu gesehen. Da gab es ein sch�nes
Experiment mit Schimpansen zu diesem Thema.
Zwei Affen mussten zusammenarbeiten um ein Leckerli zu bekommen.
Einer half dem anderen aber nur, wenn er eine Chance sah auch etwas zu
bekommen...
>Falko Schmidt <schmid...@t-online.de> schrieb:
>
>>Das unterscheidet uns unter anderem von den Affen, die (experimentell
>>best�tigt) nur dann helfen, wenn sie selber was davon haben.
>
>Das ist bei Menschen nicht anders. Wir haben nur die besseren Ausreden
>daf�r.
>
Ja, aber pers�nliche Befriedigung geholfen zu haben ist schon
ausreichend.
Wo?
> Der Glaube an Gott
> wird gebunden an einen Anti-Egoismus.
Irrtum! Es heißt: Du sollst Deinen Nächsten lieben, *wie* Dich selbst!
Nicht weniger, aber auch nicht mehr, sondern genauso, wie sich selbst.
Da viele Christen keine Selbstliebe kennen, sondern sich oft in
Selbsthass und -zerfleischung ergehen, ist der Zustand auf der Welt, so,
wie er ist. Jährlich 40 Millionen Hunger-, Durst- und Krankheitstote,
die leben könnten, wenn Christen wirklich Jesus' Worte beachteten. Die
Kriegstoten so genannter christlicher Völker gar nicht gerechnet.
> Der Atheismus hingegen beginnt
> dort, wo man an sich selbst denkt, seine Bedürfnisse formuliert und
> sie gegen äußeren Widerstand durchsetzt.
Auch ein Irrtum! Der Atheismus beginnt in der Grundschule, wenn der
Relilehrer die Abstammung von Adam und Eva erklärt und Kain sich dann
eine Frau nimmt, die es gar nicht geben dürfte. Mit der Ermordung der
gesamten Menschheit, bis auf eine Familie, nimmt er dann konkretere
Formen der Ablehnung eines solchen Wesens als "lieber, fürsorglicher"
Gott an. Und mit jeder Abstrafung eines Geschöpfes, wegen vorgeblicher
Fehler, die eigentlich der Schöpfer zu verantworten hätte, nimmt er ein
Stückchen zu.
> Selbstbewusstseinstraining und Ablehnung des Christentums sind
> identisch.
Identisch vielleicht nicht, aber zu wissen wer und wie man ist, hilft
dabei. Ob man Selbsterkenntnis trainieren kann, weiß ich nicht. Auch ein
schüchterner, gehemmter Mensch ist sich seiner selbst bewusst, wenn er
sich so wahrnimmt. Er hat genauso Selbstbewusstsein. Warum
Selbstbewusstsein - hier auch von Dir - oft mit Durchsetzungsstärke oder
Eingenommenheit von sich selber gleichgesetzt wird, weiß ich auch nicht.
> Anstelle der Obrigkeit hat man das eigene Wohlergehen im
> Blickfeld. Dadurch entsteht zwangsläufig ein Kampf um knappe
> Ressourcen: Wenn alle die Torte lieber selbst essen anstatt aus Güte
> zu teilen gibt es zwangsläufig Tote!
Wie kommst Du darauf, dass Güte ein christliches Attribut ist? Jeder
geliebte Mensch entwickelt eine Form von Güte. Bei manchen Menschen wird
sie von tiefen Enttäuschungen oder Verletzungen überlagert und kommt
dann nicht mehr so zum Vorschein. Außerdem gibt es die verschiedensten
Arten von Güte. Zum Beispiel die Güte der Monotheisten, der größten zwei
Religionen, die seelenruhig, glückselig im Paradies wandeln können, ohne
sich an milliardenfachen Leiden und Qualen, gleich ein Stockwerk tiefer,
zu stören. Das Einbildungs- und Verdrängungsvermögen solcher Menschen
muss IMHO von auserlesener Güte sein! Ich könnte das nicht.
> Nun gibt es eine sehr irdische Erfindung um diesen Konflikt zu
> lösen: das Eigentum. Dadurch werden die Selbstbedürfnisse geschützt.
> Einer bestimmten Person gehört plötzlich die Torte und er kann sie
> nach Hause in Sicherheit tragen.
Das findet sich bei Christen häufig! Wie schon geschrieben, krepieren
jährlich etwa 40 Millionen Menschen auf der Erde, weil Monotheisten die
Handelswelt so gestaltet haben, wie sie heute ist. Sie tragen ihre Torte
nach Hause und sind recht christlich stolz darauf!
Denn: Wer da hat, dem wird gegeben werden und wer da nichts hat, dem
wird das wenige noch genommen werden! Bibel.
> Leider ist dieses Eigentumsrecht nicht auf Menschen -- speziell
> Frauen -- übertragbar. Will heißen, die Bedürfnisse nach käuflicher
> Liebe werden vom Gesetz nur teilweise erfüllt.
Das verstehe ich nicht. Kannst Du das mit anderen Worten ausdrücken?
Willst Du Eigentum an Frauen erwerben? Und was soll käufliche Liebe
sein? Liebe kann man nicht kaufen. Lediglich ein Schauspiel, das sich
vielleicht ein wenig so darstellt, als werde man geliebt, bekommt man
für Geld. Oder meinst Du einfach nur Sex?
Gruß
Roland
--
Leben und leben lassen
>Falko Schmidt <schmid...@t-online.de> schrieb:
>
>>Ja, aber pers�nliche Befriedigung geholfen zu haben ist schon
>>ausreichend.
>
>Und ist pers�nliche Befriedigung keine Selbstsucht?
>
Jegliche Handlung braucht eine Motivation.
Ist es Selbsts�chtig zu essen, weil man Hunger hat?
Pers�nliche Befriedigung ist so ungef�hr die minimal m�gliche
Motivation f�r eine Handlung.