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Re: ...Hinweis auf Fernsehsendung

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Lütte Maschwitz

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May 20, 2013, 12:08:29 PM5/20/13
to
Goggolori <gogg...@privatdemail.net> wrote:

> Das Verm�chtnis der ersten Christen
> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde

Ach du Schei�e: eine gottlose Lifestyle-Tussi will auf "christlich"
machen. Heraus kann da doch nur ein seichtes Gelaber kommen, ohne Aufruf
zur Umkehr zu Jesus Christus. Eine v�llig wertlose Bildungsb�rger-
Sendung nach der man ohne Gewissensbisse ins Bett gehen kann.

L�tte




--- news://freenews.netfront.net/ - complaints: ne...@netfront.net ---

baude

unread,
May 20, 2013, 12:56:17 PM5/20/13
to
Am 20.05.2013 18:08, schrieb L�tte Maschwitz:
> Goggolori <gogg...@privatdemail.net> wrote:
>
>> Das Verm�chtnis der ersten Christen
>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>
> Ach du Schei�e: eine gottlose...

gelogen

> Lifestyle-Tussi...

gelogen

>will auf "christlich > machen...

B�sartige Unterstellung

> Heraus kann da doch nur ein seichtes Gelaber kommen,..

Phantasierte Wunschprognose zwecks Diskreditierung. Polynym kennt kein
einziges Wort, wei� aber, dass es Gelaber ist. Polynym ertr�gt es nicht,
wenn Frauen schlauer sind als er. Dabei sind es doch die meisten.

> ohne Aufruf zur Umkehr zu Jesus Christus. Eine v�llig wertlose Bildungsb�rger-
> Sendung nach der man ohne Gewissensbisse ins Bett gehen kann.
>
Eine seri�se wissenschaftliche Untersuchung, worin eine Einmann-Sekten-
Drohbotschaft nichts zu suchen hat. Gewissensbisse w�ren bei Polynym
angebracht, der nicht mal die Geschichte kennt:

"Die Urgemeinde bestand im Wesentlichen aus �J�ngern� � M�nnern und
Frauen �, die Jesus von Nazaret schon in Galil�a zu seinen Nachfolgern
berufen hatte und die ihn auf seinem Weg nach Jerusalem begleitet
hatten. Hinzu kamen Juden, griechischsprachige Proselyten und sp�ter
auch �gottesf�rchtige Heiden� (mit dem Judentum sympathisierende
Nichtjuden), die sich durch die Predigten der Urchristen gewinnen und
taufen lie�en (Apg 11,20 EU)."
[http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Urgemeinde]

Es ist nicht bekannt, dass Jesus seine J�ngerinnen zur�ck an den Herd
und zum M�nnerdienen und Kinderkriegen geschickt h�tte.

Keines der vier kanonischen Evangelien stammt aus der Urgemeinde.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Jerusalemer_Urgemeinde]
Paulus, der nicht nur mit seiner Erwartung der unmittelbaren Parusie
Christi voll daneben lag, ist nicht die Botschaft Christi.

NB




NMS

unread,
May 20, 2013, 2:36:01 PM5/20/13
to


Goggolori schrieb:
> Das Vermᅵchtnis der ersten Christen
> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>
> Montag 20.05.2013, 19:30 - 20:15 Uhr
>

Danke fᅵr den Programmtip. Ich sehe nur selten fern. Diese Sendung habe
ich aber sehr gern gesehen. Letztes Jahr war ich auf den Spuren der
Apostel durch Kapadokien, in diesem Jahr ist, so Gott will, die
Westtᅵrkei mit Ephesos auf dem Plan.
Die Sendung heute war kurz, knapp und hatte dennoch die wesentlich
Fakten des Urchristentum darstellen kᅵnnen.
Petra Gerster ist auch Christin?

Gruss
NMS

Gerald Grünohr

unread,
May 20, 2013, 3:09:58 PM5/20/13
to
baude <nor...@aol.com> wrote:

> Am 20.05.2013 18:08, schrieb L�tte Maschwitz:
> > Goggolori <gogg...@privatdemail.net> wrote:
> >
> >> Das Verm�chtnis der ersten Christen
> >> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
> >
> > Heraus kann da doch nur ein seichtes Gelaber kommen,..
>
> Phantasierte Wunschprognose zwecks Diskreditierung. Polynym kennt kein
> einziges Wort, wei� aber, dass es Gelaber ist. Polynym ertr�gt es nicht,
> wenn Frauen schlauer sind als er. Dabei sind es doch die meisten.

Das seichte atheistische BRD-Unterhaltungsfernsehen vom roten
Staatssender ZDF soll etwas Wahres �ber Jesus Christus bringen und die
Botschaft Jesu von der unbedingten Umkehr und ansonstigen H�llenstrafe
ausstrahlen? Nicht in 10.000 Jahren! Stattdessen seichtes Gelaber einer
unwissenden und ungl�ubigen Ansagerin. Schade um die Elektroenergie, die
zur Ausstrahlung dieses Mists vergeudet wird!

GG

baude

unread,
May 20, 2013, 4:19:29 PM5/20/13
to
Am 20.05.2013 21:09, schrieb Gerald Gr�nohr:
> baude <nor...@aol.com> wrote:
>
>> Am 20.05.2013 18:08, schrieb L�tte Maschwitz:
>>> Goggolori <gogg...@privatdemail.net> wrote:
>>>
>>>> Das Verm�chtnis der ersten Christen
>>>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>>>
>>> Heraus kann da doch nur ein seichtes Gelaber kommen,..
>>
>> Phantasierte Wunschprognose zwecks Diskreditierung. Polynym kennt kein
>> einziges Wort, wei� aber, dass es Gelaber ist. Polynym ertr�gt es nicht,
>> wenn Frauen schlauer sind als er. Dabei sind es doch die meisten.
>
> Das seichte atheistische BRD-Unterhaltungsfernsehen vom roten
> Staatssender ZDF...

LOL!

.. .soll etwas Wahres �ber Jesus Christus bringen und die
> Botschaft Jesu von der unbedingten Umkehr und ansonstigen H�llenstrafe
> ausstrahlen? Nicht in 10.000 Jahren! Stattdessen seichtes Gelaber einer
> unwissenden und ungl�ubigen Ansagerin. Schade um die Elektroenergie, die
> zur Ausstrahlung dieses Mists vergeudet wird!
>
Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)

Und jetzt erz�hl mal, was daran gelogen ist! Ich h�tte schon was zu
kritisieren, aber ich halte mich da mal zur�ck, bis Deine qualifizierte
Kritik da ist.
Eines ist richtig: Von H�lle war wenig bis nichts erw�hnt. Daf�r mehr
von gleichberechtigten Frauen.
Aber nun geht es erst mal um Deine Behauptung, dass da nichts Wahres
�ber Jesus dran sein sollte. Hic Rhodos hic salta!

NB

Arnulf Sopp

unread,
May 20, 2013, 6:14:42 PM5/20/13
to
Am Mon, 20 May 2013 08:57:54 +0200 schrieb Goggolori in MsgID
<news:mn.a2197dd55702d457.133112@ostallgaeu>:

> Das Vermächtnis der ersten Christen
> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde

Den Film fand ich sehr gut, wenn er auch inhaltlich sehr viel weniger
überraschend war als "die Karriere Gottes". Deine Ankündigung lese ich
zwar Stunden zu spät, aber die Sendung war seit Tagen eingeplant, weil es
im ZDF Vorschauen gab.

Leider konnte sich auch Petra Gerster kaum von der Bibel lösen, die
bekanntlich widersprüchliche Angaben macht, die aber, was ich noch
entlarvender finde, für vieles, das eine Weltsensation gewesen wäre (z.B.
Auferstehung) die einzige Quelle ist. Aber an einigen Stellen widersprach
sie auch gängiger Religionsfolklore, die historisch einfach nicht haltbar
ist; das ist verdienstvoll.

--
Tschüs!

Arnulf

Taisen Oberfleche

unread,
May 21, 2013, 12:43:40 AM5/21/13
to
baude <nor...@aol.com> wrote:

> >>>> Das Verm�chtnis der ersten Christen
> >>>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>
> Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)

Ich besitze keinen Satansguckkasten und zahle auch keine
GEZ-Zwangsabgabe.

> Eines ist richtig: Von H�lle war wenig bis nichts erw�hnt. Daf�r mehr
> von gleichberechtigten Frauen.

Wieviele haben sich nach dieser Sendung zu Jesus bekehrt? Null.
Ergo eine sinnlose Verschwendung von Zeit und Elektronen.

Taisen

Der Habakuk.

unread,
May 21, 2013, 1:17:50 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 06:43, schrieb Taisen Oberfleche:
> baude <nor...@aol.com> wrote:
>
>>>>>> Das Vermächtnis der ersten Christen
>>>>>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>>
>> Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)
>
> Ich besitze keinen Satansguckkasten und zahle auch keine
> GEZ-Zwangsabgabe.

Das muß doch neuerdings jeder!

Lügst du, oder beziehst du Hartz IV?
>
>> Eines ist richtig: Von Hölle war wenig bis nichts erwähnt. Dafür mehr
>> von gleichberechtigten Frauen.
>
> Wieviele haben sich nach dieser Sendung zu Jesus bekehrt? Null.
> Ergo eine sinnlose Verschwendung von Zeit und Elektronen.

Wenn man dich so liest, ist jeder Bekehrte nur zu bedauern.
Aber wie gut, daß du selber schätzt, daß deinesgleichen nur ca. 1% der
Bevölkerung ausmachen. Mehr wären auch schwer erträglich.


MfG

Der Habakuk.

(P.S:: Und an dieser Stelle mal Dank für deine stete Aufklärung über die
mentalen Folgen des Christentums im Extremfall! :-)
Das machst du wirklich gut und unermüdlich!)


--
Ceterum censeo religionem Mohammedanicam esse coercendam!

Ruediger Roesler

unread,
May 21, 2013, 3:00:06 AM5/21/13
to
Arnulf Sopp <bar...@maaaddin.de> typed:
Das hat nix mit historischen Erkenntnissen zu tun, was Du hier von Dir
gibst. In der Antike waren Wunder und Auferstehungen völlig normal. Sie
waren nicht ungewöhnlich und schon gar keine Weltsensation. Die
mediterrane, antike Welt war von lauter Bekloppten bevölkert. Im Grunde
genommen hat sich das bis heute für die Bewohner dieser Welt nicht
geändert, nur heute sind sie auf eine andere Art bekloppt, früher waren
sie polytheistisch bekloppt, heute sind sie monotheistisch bekloppt.

--
ЯR

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baude

unread,
May 21, 2013, 6:11:54 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 06:43, schrieb Taisen Oberfleche:
> baude <nor...@aol.com> wrote:
>
>>>>>> Das Verm�chtnis der ersten Christen
>>>>>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>>
>> Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)
>
> Ich besitze keinen Satansguckkasten und zahle auch keine
> GEZ-Zwangsabgabe.
>
Witzbold. Warum hast Du dann einen Satans-PC? Wo ist da der Unterschied?
Dass man im Internet selbst den gr��ten Dreck produzieren kann?

>> Eines ist richtig: Von H�lle war wenig bis nichts erw�hnt. Daf�r mehr
>> von gleichberechtigten Frauen.
>
> Wieviele haben sich nach dieser Sendung zu Jesus bekehrt? Null.

Ach, das hast Du schon ermittelt? Sehr seri�s, doch doch! Wieviele haben
sich denn bisher nach Deinen unz�hligen H�llendrohungen und L�gen und
Diffamierungen bekehrt? Ich *vermute* mal: Null. Da solltest du doch
auch die Konsequenz ziehen und hier einfach verschwinden.

> Ergo eine sinnlose Verschwendung von Zeit und Elektronen.
>
Du meinst, Kirchengeschichte und Wahrheitsfindung seien sinnlose
Verschwendung? Die Ursachen und Motive der Ausbreitung des Christentums
(wobei die H�lle �berhaupt keine Rolle spielte) seien bedeutungslos? Und
�berhaupt ist jede Kultur �berfl�ssig, wenn sie nicht zur Bekehrung
aufruft? Sind Tageszeitungen, Fachliteratur und Gebrauchsanweisungen
u.�. auch wertlos, weil sie nicht zur Bekehrung aufrufen? Delirium tremens?

Aber zum Eigentlichen: Du hast behauptet, die Sendung w�rde nichts
Wahres bringen. Du hast sie gar nicht gesehen. Sieht so Wahrheitsfindung
aus? Ist das christliche Redlichkeit? Was w�rdest Du im umgekehrten
Falle tun, wenn jemand �ber Dich urteilen w�rde, obwohl er gar nichts
von Dir wei� und Dich nicht kennt?

Der Aufforderung, nachzuweisen, was an der Sendung unwahr ist, bist Du
erwartungsgem�� nicht nachgekommen. Du hast also nachweislich (wieder
mal) gelogen.
Fazit: Thema verfehlt, setzen, sechs!

NB
--
"Wenn ein Affe in den Spiegel guckt, kann kein Apostel herausschauen."
(G.Ch. Lichtenberg)


baude

unread,
May 21, 2013, 6:43:59 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 00:14, schrieb Arnulf Sopp:

>> Das Vermächtnis der ersten Christen
>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>
...
>
> Leider konnte sich auch Petra Gerster kaum von der Bibel lösen, die
> bekanntlich widersprüchliche Angaben macht, die aber, was ich noch
> entlarvender finde, für vieles, das eine Weltsensation gewesen wäre (z.B.
> Auferstehung) die einzige Quelle ist. Aber an einigen Stellen widersprach
> sie auch gängiger Religionsfolklore, die historisch einfach nicht haltbar
> ist; das ist verdienstvoll.
>
Eine kurze Einschätzung von mir:

- Die historischen Angaben über Verlauf und politischen Hintergrund
sehr gut. Auch der Hinweis auf den "kommunistischen" Charakter der
Urgemeinden, sprich eher ärmere Schichten (wenn auch kein
Proletariat) und Gütergemeinschaft verdienstvoll. (Marx kannte seine
Bibel sehr gut).
- Die filmischen Anschauungsbeispiele eher schwach, wenig
Informationswert, außerdem lauter schöne Menschen mit ständig
edlem Antlitz und
bedeutungsschwangerem und/oder verklärtem Ausdruck.
- Die Glaubensgrundlagen wie Auferstehung und Pfingsten wurden als
historische Tatsachen dargestellt, wozu nicht mal die Bibel selbst
berechtigten Anlass gibt.
- Die Fachkommentare der Experten fand ich am besten.
- Der schwächste Punkt m.E.:

Der Beitrag bringt zwar keine Unwahrheiten, unterschlägt aber
Teilwahrheiten, die auf die problematischen Seiten hinweisen wie die
Frauenfeindlichkeit des Paulus (der Film vermittelt genau das
Gegenteil), und dessen Rechtfertigung von Sklaverei und staatlicher
Macht. Ganz fragwürdig aber die Methode, die Grenzen zwischen Fakten,
Legenden und Vermutungen zu verwischen. Wenn z.B . das Bild des
Petrusgrabes gezeigt und die Geschichte dazu erzählt wird, und nur mit
der Zwischenbemerkung "der Legende nach" relativiert wird, merkt man
doch die Absicht und wird verstimmt.

Fazit: Glaube und Wissen bleiben nach wie vor zwei Paar Stiefel.

Norbert
--
"So mancher meint, er sei liberal geworden, nur weil sich die Richtung
seiner Intoleranz geändert hat."(Wieslaw Brudzinski)

NMS

unread,
May 21, 2013, 9:19:01 AM5/21/13
to


baude schrieb:

>
> Fazit: Glaube und Wissen bleiben nach wie vor zwei Paar Stiefel.
>

Außer bei denen, die glauben zu wissen.

Gruß
NMS

Der Habakuk.

unread,
May 21, 2013, 9:39:44 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 15:19, schrieb NMS:
>
>
> baude schrieb:
>
>>
>> Fazit: Glaube und Wissen bleiben nach wie vor zwei Paar Stiefel.
>>
>
> Auᅵer bei denen, die glauben zu wissen.

Religiᅵse sollten immer wissen, daᅵ sie nur glauben.

Der Habakuk.

Ruediger Roesler

unread,
May 21, 2013, 9:45:14 AM5/21/13
to
Goggolori <gogg...@privatdemail.net> typed:

>> Das hat nix mit historischen Erkenntnissen zu tun, was Du hier von
>> Dir gibst. In der Antike waren Wunder und Auferstehungen völlig
>> normal. Sie waren nicht ungewöhnlich und schon gar keine
>> Weltsensation. Die mediterrane, antike Welt war von lauter
>> Bekloppten bevölkert. Im Grunde genommen hat sich das bis heute für
>> die Bewohner dieser Welt nicht geändert, nur heute sind sie auf eine
>> andere Art bekloppt, früher waren sie polytheistisch bekloppt, heute
>> sind sie monotheistisch bekloppt.
>
> ...und Du bist der einzig Kluge?

Das mag Dir aus Deiner Perspektive manchmal so vorkommen.

--
ЯR

Ruediger Roesler

unread,
May 21, 2013, 10:14:58 AM5/21/13
to
baude <nor...@aol.com> typed:
Es ist das Ziel solcher Propaganda, den Zuschauer mit raffiniert
formulierten populistischen Äußerungen zu religiösen Fragen zu
verunsichern, um damit beim Empfänger eine gewisse Ungewissheit über
sein Schicksal nach seinem Tod zu erzeugen. Damit wird die Kulisse der
Höllendrohung latent und psychologisch geschickt aufrecht erhalten.

Aus diesem Grund kann ich nur jedem empfehlen, sich mit derartigen
/Sendungen/ nicht näher zu befassen, sondern lieber zu seriöser
wissenschaftlicher Literatur zu greifen, die sehr viel beruhigender für
das Seelenheil ist. Außerdem könnte sich dann jede(r), die/der nach dem
Tod mit Höllenqualen bedroht wird, im Zweifelsfall auf Befehlsnotstand
berufen („Warum hat denn keiner wat gesacht?”). Derartige Tricks sind
sogar einem Satan zuwider.

--
ЯR

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baude

unread,
May 21, 2013, 11:16:05 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 15:19, schrieb NMS:
>
>
Glaube und Wissen sind zwei verschiedene objektive Sachverhalte,
unabhängig davon, ob Einzelpersonen diesen Unterschied kennen oder
nicht, und ihre eigene Einschätzung verkennen. Das Bonmot ist zwar
geistreich und lustig, verkennt aber, dass man auch wissen kann, dass
man weiß, und glauben kann, dass man glaubt. :-)

Norbert

baude

unread,
May 21, 2013, 11:42:40 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 16:14, schrieb Ruediger Roesler:


> Es ist das Ziel solcher Propaganda, den Zuschauer mit raffiniert
> formulierten populistischen Äußerungen zu religiösen Fragen zu
> verunsichern, um damit beim Empfänger eine gewisse Ungewissheit über
> sein Schicksal nach seinem Tod zu erzeugen. Damit wird die Kulisse der
> Höllendrohung latent und psychologisch geschickt aufrecht erhalten.
>
"Propaganda" halte ich in diesem Fall für übertrieben. Dass an einem
Pfingstmontag eine solche Sendung nicht gerade mit Religionskritik
daherkommt, scheint mir verständlich. Es ging ja um die Urgemeinde und
um die Ursachen einer derart rasanten Ausbreitung des Christentums. Und
das wurde m.E. ganz gut gemacht.

> Aus diesem Grund kann ich nur jedem empfehlen, sich mit derartigen
> /Sendungen/ nicht näher zu befassen, sondern lieber zu seriöser
> wissenschaftlicher Literatur zu greifen, die sehr viel beruhigender für
> das Seelenheil ist.

Auch das möchte ich so nicht unterstreichen. Eine solche Sendung hat
erstens einen ungleich höheren Ausbreitungsgrad, und der
populärwissenschaftliche Stil spricht dann auch solche Leute an, die
sich ansonsten nicht mit dem Theam beschäftigen. Wer eine Diskussion in
Gang setzen will, ist mit dieser Methode besser bedient. Ebenso
derjenige, der die entsprechende Fachliteratur ansonsten scheut.

> Außerdem könnte sich dann jede(r), die/der nach dem
> Tod mit Höllenqualen bedroht wird, im Zweifelsfall auf Befehlsnotstand
> berufen („Warum hat denn keiner wat gesacht?”). Derartige Tricks sind
> sogar einem Satan zuwider.
>
Das Jüngste Gericht kennt keinen Staatsanwalt und keine Verteidigung.
Und Satan hat kein Rederecht. Man sollte deswegen eher von "Ultimatives
Einweisungsverfahren" sprechen statt von Gericht.

Norbert

Der Habakuk.

unread,
May 21, 2013, 11:48:22 AM5/21/13
to
Am 21.05.2013 16:15, schrieb Goggolori:
> Der Habakuk. schrieb in Message-ID: <knfteu$d3r$1...@news.albasani.net>
> folgendes:
>> Am 21.05.2013 15:19, schrieb NMS:
>>>
>>>
>>> baude schrieb:
>>>
>>>>
>>>> Fazit: Glaube und Wissen bleiben nach wie vor zwei Paar Stiefel.
>>>>
>>>
>>> Auᅵer bei denen, die glauben zu wissen.
>>
>> Religiᅵse sollten immer wissen, daᅵ sie nur glauben.
>>
>> Der Habakuk.
>
> ...fᅵr mich ist Religion (religiᅵs) und Glauben zweierlei.
>
Das glauben viele Religiᅵse.

MfG
Message has been deleted

Ijon Tichy

unread,
May 21, 2013, 12:17:58 PM5/21/13
to
On Tue, 21 May 2013 16:15:51 +0200, Goggolori wrote:


> ...für mich ist Religion (religiös) und Glauben zweierlei.
>
> Goggolori


Wie unterscheiden sich die beiden?

Mit freundlichen Grüßen
Ijon Tichy

Der Habakuk.

unread,
May 21, 2013, 12:23:49 PM5/21/13
to
Am 21.05.2013 18:13, schrieb Goggolori:
> Der Habakuk. schrieb in Message-ID: <kng505$rug$1...@news.albasani.net>
> folgendes:
>> Am 21.05.2013 16:15, schrieb Goggolori:
>>> Der Habakuk. schrieb in Message-ID: <knfteu$d3r$1...@news.albasani.net>
>>> folgendes:
>>>> Am 21.05.2013 15:19, schrieb NMS:
>>>>>
>>>>>
>>>>> baude schrieb:
>>>>>
>>>>>>
>>>>>> Fazit: Glaube und Wissen bleiben nach wie vor zwei Paar Stiefel.
>>>>>>
>>>>>
>>>>> Auᅵer bei denen, die glauben zu wissen.
>>>>
>>>> Religiᅵse sollten immer wissen, daᅵ sie nur glauben.
>>>>
>>>> Der Habakuk.
>>>
>>> ...fᅵr mich ist Religion (religiᅵs) und Glauben zweierlei.
>>>
>> Das glauben viele Religiᅵse.
>>
>> MfG
>>
>> Der Habakuk.
>
> ...ich bin nicht religiᅵs.

Man kann nicht an Gott glauben, ohne irgendwie religiᅵs zu sein.

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Der Habakuk.

unread,
May 21, 2013, 12:58:11 PM5/21/13
to
Am 21.05.2013 18:35, schrieb Goggolori:
> Der Habakuk. schrieb in Message-ID: <kng6r2$5o2$1...@dont-email.me> folgendes:
>>
>> Man kann nicht an Gott glauben, ohne irgendwie religiᅵs zu sein.
>
> ...glaubst Du an Gott oder ist das nur Deine Meinung?

Interessante Alternativenbildung! :-)

Ich glaube nicht an die Existenz eines Gottes.
Fᅵr mich geht Gottglaube nicht, ohne in irgendeiner Form religiᅵs zu
sein, Du verstehst wohl unter Religion/religiᅵs nur institutionalisierte
Formen des Gottglaubens ich sehe das weiter.

Es treten z.B durchaus Leute aus christlichen Kirchen aus, weil die
ihnen zu lasch, konservativ, modern, usw sind und nicht, weil sie
atheistischgeworden sind.
Wenn die vorher religiᅵs waren, mᅵᅵten sie nach dir wohl durch ihrem
Austritt areligiᅵs geworden sein, obwohl sie noch alles glauben, was sie
auch schon vorher geglaubt haben (Gott usw). Das erscheint mir
widersinnig.

Aber meinetwegen kannst du dich ruhig nennen, wie du meinst. Ich bin ja
nicht wie Faulschlamm, dieser Eintrittskartenkontrolleur fᅵrs
Christentum. :-)

MfG

Der Habakuk.

Ruediger Roesler

unread,
May 21, 2013, 1:52:41 PM5/21/13
to
baude <nor...@aol.com> typed:

>> Es ist das Ziel solcher Propaganda, den Zuschauer mit raffiniert
>> formulierten populistischen Äußerungen zu religiösen Fragen zu
>> verunsichern, um damit beim Empfänger eine gewisse Ungewissheit über
>> sein Schicksal nach seinem Tod zu erzeugen. Damit wird die Kulisse
>> der Höllendrohung latent und psychologisch geschickt aufrecht
>> erhalten.
> "Propaganda" halte ich in diesem Fall für übertrieben. Dass an einem
> Pfingstmontag eine solche Sendung nicht gerade mit Religionskritik
> daherkommt, scheint mir verständlich. Es ging ja um die Urgemeinde und
> um die Ursachen einer derart rasanten Ausbreitung des Christentums.
> Und das wurde m.E. ganz gut gemacht.

Wenn eine Nachrichtensprecherin für eine derartige Aufgabe auserwählt
wird, weil sie durch ihre bisherige Tätigkeit ein hohes Ansehen und eine
hohe Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung erworben hat, dann ist dies nun
einmal zweifelsfrei Propaganda. Hättest Du Dir Karl-Heinz Köpcke, einen
der ersten Chef-Nachrichtensprecher der Tagesschau, in einer ähnlichen
Rolle vorstellen können? _Das_ ist nämlich der Unterschied.

>> Aus diesem Grund kann ich nur jedem empfehlen, sich mit derartigen
>> /Sendungen/ nicht näher zu befassen, sondern lieber zu seriöser
>> wissenschaftlicher Literatur zu greifen, die sehr viel beruhigender
>> für das Seelenheil ist.
>
> Auch das möchte ich so nicht unterstreichen. Eine solche Sendung hat
> erstens einen ungleich höheren Ausbreitungsgrad, und der
> populärwissenschaftliche Stil spricht dann auch solche Leute an, die
> sich ansonsten nicht mit dem Theam beschäftigen. Wer eine Diskussion
> in Gang setzen will, ist mit dieser Methode besser bedient. Ebenso
> derjenige, der die entsprechende Fachliteratur ansonsten scheut.

Du wirst doch wohl nicht bestreiten wollen, das ZDF sei ein vordringlich
christlicher Sender? Das ZDF hat in der Vergangenheit schon oftmals
dubiose Botschaften unters Volk bringen wollen. Zum Beispiel die eines
Gerhard Löwenthal.

>> Außerdem könnte sich dann jede(r), die/der nach dem
>> Tod mit Höllenqualen bedroht wird, im Zweifelsfall auf
>> Befehlsnotstand berufen („Warum hat denn keiner wat gesacht?”).
>> Derartige Tricks sind sogar einem Satan zuwider.
>>
> Das Jüngste Gericht kennt keinen Staatsanwalt und keine Verteidigung.
> Und Satan hat kein Rederecht. Man sollte deswegen eher von
> "Ultimatives Einweisungsverfahren" sprechen statt von Gericht.

Und woher hast Du diese Weisheiten? Niemand weiß genau, wer das sein
soll, der Satan. Denn in der überlieferten religiösen Literatur gibt es
kaum Informationen zu diesem geheimnisvollen Wesen. Hin & wieder wird
gemunkelt, es habe in Deutschland und anderen Ländern wie den USA
Satanisten und satanische Gruppierungen gegeben. Gibt es geheime
Überlieferungen über dieses Wesen des Satans, die der Öffentlichkeit
nicht zugänglich sind? Woher stammen Deine Informationen über das
Jüngste Gericht? Aus der Bibel können sie jedenfalls nicht kommen.

--
ЯR

Karl Drosselnase

unread,
May 21, 2013, 3:12:50 PM5/21/13
to
Der Habakuk. <hab...@linuxmail.org> wrote:

> >> Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)
> >
> > Ich besitze keinen Satansguckkasten und zahle auch keine
> > GEZ-Zwangsabgabe.
>
> Das mu� doch neuerdings jeder!

Ich bezahle f�r keinen "Service", den ich nicht nutze. F�r das
dunkelrote Propaganda-Fernsehen der BRD-Regierung schon gar nicht.

> L�gst du, oder beziehst du Hartz IV?

Ich bin Landwirt und habe noch nie f�r die GEZ einen m�den Heller
hingelegt, weil ich TV und Radio einfach nicht nutze.

Und das bleibt auch so!

Karl

Der Habakuk.

unread,
May 21, 2013, 3:17:05 PM5/21/13
to
Am 21.05.2013 21:12, schrieb Karl Drosselnase:
> Der Habakuk. <hab...@linuxmail.org> wrote:
>
>>>> Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)
>>>
>>> Ich besitze keinen Satansguckkasten und zahle auch keine
>>> GEZ-Zwangsabgabe.
>>
>> Das muᅵ doch neuerdings jeder!
>
> Ich bezahle fᅵr keinen "Service", den ich nicht nutze. Fᅵr das
> dunkelrote Propaganda-Fernsehen der BRD-Regierung schon gar nicht.
>
>> Lᅵgst du, oder beziehst du Hartz IV?
>
> Ich bin Landwirt und habe noch nie fᅵr die GEZ einen mᅵden Heller
> hingelegt, weil ich TV und Radio einfach nicht nutze.

Darauf kommt es neuerdings gar nicht mehr an. :-(
>
> Und das bleibt auch so!

Irgendwann kriegen sie jeden!

Der Habakuk.

Horst-D.Winzler

unread,
May 21, 2013, 3:25:34 PM5/21/13
to
Am 21.05.2013 21:12, schrieb Karl Drosselnase:
> Der Habakuk. <hab...@linuxmail.org> wrote:
>
>>>> Ich habe die Sendung gesehen(und gespeichert), Du sicher auch ;-)
>>>
>>> Ich besitze keinen Satansguckkasten und zahle auch keine
>>> GEZ-Zwangsabgabe.
>>
>> Das muß doch neuerdings jeder!
>
> Ich bezahle für keinen "Service", den ich nicht nutze. Für das
> dunkelrote Propaganda-Fernsehen der BRD-Regierung schon gar nicht.
>
>> Lügst du, oder beziehst du Hartz IV?
>
> Ich bin Landwirt und habe noch nie für die GEZ einen müden Heller
> hingelegt, weil ich TV und Radio einfach nicht nutze.
>
> Und das bleibt auch so!
>
> Karl
>

Dann schau mal in den Link. Du wirst folglich demnächst Post von der GEZ
bekommen.

http://www.t-online.de/digital/fernsehen-heimkino/id_62430984/rundfunkbeitrag-neue-gez-gleicht-daten-mit-meldeaemtern-ab.html

--
mfg hdw

baude

unread,
May 21, 2013, 4:12:00 PM5/21/13
to
...
>>>
>> Das Jüngste Gericht kennt keinen Staatsanwalt und keine Verteidigung.
>> Und Satan hat kein Rederecht. Man sollte deswegen eher von
>> "Ultimatives Einweisungsverfahren" sprechen statt von Gericht.
>
> Und woher hast Du diese Weisheiten? Niemand weiß genau, wer das sein
> soll, der Satan. Denn in der überlieferten religiösen Literatur gibt es
> kaum Informationen zu diesem geheimnisvollen Wesen. Hin & wieder wird
> gemunkelt, es habe in Deutschland und anderen Ländern wie den USA
> Satanisten und satanische Gruppierungen gegeben. Gibt es geheime
> Überlieferungen über dieses Wesen des Satans, die der Öffentlichkeit
> nicht zugänglich sind? Woher stammen Deine Informationen über das
> Jüngste Gericht? Aus der Bibel können sie jedenfalls nicht kommen.


Upps! Man muss hier doch offensichtlich das Ironiesymbol
setzen, ansonsten ist die Gefahr des Missverständnisses zu groß.

Also: ;-) :-) ;-)

NB

baude

unread,
May 21, 2013, 4:41:18 PM5/21/13
to
Am 21.05.2013 18:17, schrieb Ijon Tichy:
> On Tue, 21 May 2013 16:15:51 +0200, Goggolori wrote:
>
>
>> ...für mich ist Religion (religiös) und Glauben zweierlei.
>>
>> Goggolori
>
>
> Wie unterscheiden sich die beiden?
>
Nach Eliade (Geschichte der religiösen Ideen) sind "alle Manifestationen
des Heiligen von Bedeutung".
Glaube, Mythos,Ritual,Gemeinschaft sind die Elemente der Religion.
Glaube und Religion haben das "Heilige" gemeinsam, aber dem Glauben
fehlt die sozio-kulturelle Dimension, d.h. Religion hat sowohl einen
Bezug zum Transzendenten wie auch zu den Menschen, indem sie normative
Verhaltensweisen zugrunde legt.
Insofern hat Goggolori recht (seufz): Einer allein kann Glauben haben,
trotzdem keiner Religion angehören. Glaube ist notwendiger Bestandteil
der Religion, aber Religion ist nicht notwendigerweise Bestandteil des
Glaubens. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Glaube keine
Auswirkungen auf das gesellschaftliche Verhalten hat. Das muß ja nicht
zwangsläufig positiv sein, wie uns Polynym tagaus tagein eindrucksvoll
bestätigt.
Ich glaube z.B., dass wir die letzte Wahrheit nie erfahren werden. ;-)

Norbert
--
"Manche können glauben was sie wollen. Das sind wahrhaft glückliche
Menschen." (I. Kant)

Paul Panter

unread,
May 21, 2013, 5:15:06 PM5/21/13
to
Nö, Faulschlamm wird keine Post von der GEZ bekommen, der haust doch in
der Ukraine, offenbar in der Sperrzone um Prypjat, so "verstrahlt" wie
der ist. Und der Provider den er nutzt ist eine ganz berüchtigte Firma,
die hatte zum Beispiel jahrelang das LS-Magazin gehostet, die
berüchtigte Kinderporno-Site. Aber das stört ja unseren
Superduper-Christen nicht.

Paule

--
Glauben: http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=glaub
Monsterunser: http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=munser
"8 Bitten": http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=liebsten
SEIN Volk: http://www.pastafari.eu/index.php?kategorie=1&sub=piraten

Michael Fesser

unread,
May 21, 2013, 6:32:14 PM5/21/13
to
.oO(Goggolori)

>...ich bin nicht religi�s.

Dann w�rdest Du nicht an einen Gott glauben. Wie pa�t das zusammen?

Micha

--
http://mfesser.de/ | http://mfesser.de/www/gebetomat

Wer behauptet, irgendetwas sei auf �bernat�rliche Weise geschehen, sagt
nicht nur: "Wir verstehen es nicht", sondern auch: "Wir werden es nie
verstehen und versuchen es darum erst gar nicht." (Richard Dawkins)

Arnulf Sopp

unread,
May 21, 2013, 7:27:22 PM5/21/13
to
Am Tue, 21 May 2013 12:43:59 +0200 schrieb baude in MsgID
<news:b011f3...@mid.individual.net>:

> - Die Glaubensgrundlagen wie Auferstehung und Pfingsten wurden als
> historische Tatsachen dargestellt,

Und etwas später:

> mit der Zwischenbemerkung "der Legende nach"

Ungefähr so meinte ich es, als ich sagte:

>> Leider konnte sich auch Petra Gerster kaum von der Bibel lösen,

Dabei hätte ich "kaum" unterstreichen sollen.

Dass mein Eindruck vom Film - unterm Strich - nach wie vor gut ist, liegt
wohl auch daran, dass eine populäre Nachrichtensprecherin sehr aufpassen
muss, was sie sagt. Es könnte durchaus auch sein, dass ein kritischerer
Film vom ZDF gar nicht erst produziert worden wäre, jedenfalls nicht für,
von und mit Petra Gerster ("Die Karriere Gottes" spielte ja auch im ZDF),
sozusagen das Gesicht des ZDF.

--
Tschüs!

Arnulf
Message has been deleted
Message has been deleted

Michael Fesser

unread,
May 21, 2013, 8:06:58 PM5/21/13
to
.oO(Goggolori)

>HeB schrieb in Message-ID: <g61op8dshdqv5l4ju...@4ax.com>
>folgendes:
>> am Tue, 21 May 2013 21:25:34 +0200 schrieb "Horst-D.Winzler"
>> <horst.d...@web.de>:
>>
>>> Dann schau mal in den Link. Du wirst folglich demn�chst Post von der GEZ
>>> bekommen.
>>
>> Nein. Nicht von der GEZ. - HeB -
>
>...GEZ ist seit dem 01.01.2013: ARD ZDF Deutschlandradio. Das hat sich
>halt noch nicht �berall herumgesprochen.

Citibank -> Targobank.

Verbrecher bleibt Verbrecher.

Fabian Gründlich-Jahoida

unread,
May 22, 2013, 1:01:45 AM5/22/13
to
Michael Fesser <net...@gmx.de> wrote:

> >>> Dann schau mal in den Link. Du wirst folglich demn�chst Post von der GEZ
> >>> bekommen.
> >>
> >> Nein. Nicht von der GEZ. - HeB -
> >
> >...GEZ ist seit dem 01.01.2013: ARD ZDF Deutschlandradio. Das hat sich
> >halt noch nicht �berall herumgesprochen.
>
> Citibank -> Targobank.

Raider -> Twix

Braune -> Rote

Rote -> Gr�ne

Schwarz = Wei�

Verfassungsbruch = Rechtsstaat

usw.

Fabian

Horst-D.Winzler

unread,
May 22, 2013, 1:53:47 AM5/22/13
to
Am 22.05.2013 07:01, schrieb Fabian Gründlich-Jahoida:
> Michael Fesser <net...@gmx.de> wrote:
>
>>>>> Dann schau mal in den Link. Du wirst folglich demnächst Post von der GEZ
>>>>> bekommen.
>>>>
>>>> Nein. Nicht von der GEZ. - HeB -
>>>
>>> ...GEZ ist seit dem 01.01.2013: ARD ZDF Deutschlandradio. Das hat sich
>>> halt noch nicht überall herumgesprochen.
>>
>> Citibank -> Targobank.
>
> Raider -> Twix
>
> Braune -> Rote
>
> Rote -> Grüne
>
> Schwarz = Weiß
>
> Verfassungsbruch = Rechtsstaat
>
> usw.


Rundfunkbeitrag = neue Wohnungssteuer/Betriebsstättensteuer

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice = GEZ
--
mfg hdw

Ijon Tichy

unread,
May 22, 2013, 4:04:16 AM5/22/13
to
On Tue, 21 May 2013 22:41:18 +0200, baude wrote:

> Am 21.05.2013 18:17, schrieb Ijon Tichy:
>> On Tue, 21 May 2013 16:15:51 +0200, Goggolori wrote:
>>
>>
>>> ...für mich ist Religion (religiös) und Glauben zweierlei.
>>>
>>> Goggolori
>>
>>
>> Wie unterscheiden sich die beiden?
>>
> Nach Eliade (Geschichte der religiösen Ideen) sind "alle Manifestationen
> des Heiligen von Bedeutung".
> Glaube, Mythos,Ritual,Gemeinschaft sind die Elemente der Religion.
> Glaube und Religion haben das "Heilige" gemeinsam, aber dem Glauben
> fehlt die sozio-kulturelle Dimension, d.h. Religion hat sowohl einen
> Bezug zum Transzendenten wie auch zu den Menschen, indem sie normative
> Verhaltensweisen zugrunde legt.
> Insofern hat Goggolori recht (seufz): Einer allein kann Glauben haben,
> trotzdem keiner Religion angehören. Glaube ist notwendiger Bestandteil
> der Religion, aber Religion ist nicht notwendigerweise Bestandteil des
> Glaubens.


Hallo Norbert,

genau da liegt der Knackpunkt meiner Frage.

"Glaube" alleine und an sich hat keinen Inhalt. "Glaube" impliziert IMMMER
einen bestimmten Gegenstand, einen bestimmten Inhalt, *an* den geglaubt
wird. Dieser konkrete Inhalt muss von einer vorhandenen Religion
geliefert werden. Ohne einen solchen Glaubensinhalt hat "Glaube" keinen
Sinn, er wäre im Wortsinne "gegenstandslos". Deshalb kann man nicht
"areligiös" gläubig sein. Man kann bestenfalls *undogmatisch* gläubig
sein.


> Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Glaube keine
> Auswirkungen auf das gesellschaftliche Verhalten hat.


Das wäre der zweite Knackpunkt meiner Frage.

Wie äußert sich ein "Glaube" ohne Religion im Leben des Betreffenden?
"Ohne Äußerlichkeiten" kann sich ein solcher "Glaube" nicht ...ähem...
äußern. Wozu also überhaupt einen Glauben, der sich nicht bemerkbar
machen kann? Der keine Verhaltensnormen setzt?

Eine solche Form des Glaubens gibt es übrigens in Form des Deismus. Aber
Freund Goggolori bestreitet, Deist zu sein und der Deismus an sich krankt
genau an der Schwäche, dass er weiter nichts zu sagen hat.


> Ich glaube z.B., dass wir die letzte Wahrheit nie erfahren werden. ;-)
>

Das ist m. E. eine der wenigen erfreulichen Tatsachen dieser Welt. Wir
werden *immer* nachdenken und forschen können. Eine Welt in der die
"letzten Wahrheiten" bekannt wären, wäre extrem langweilig. :-)
Message has been deleted

baude

unread,
May 22, 2013, 6:19:48 AM5/22/13
to
Am 22.05.2013 01:27, schrieb Arnulf Sopp:
...
> Dass mein Eindruck vom Film - unterm Strich - nach wie vor gut ist, liegt
> wohl auch daran, dass eine populäre Nachrichtensprecherin sehr aufpassen
> muss, was sie sagt. Es könnte durchaus auch sein, dass ein kritischerer
> Film vom ZDF gar nicht erst produziert worden wäre, jedenfalls nicht für,
> von und mit Petra Gerster ("Die Karriere Gottes" spielte ja auch im ZDF),
> sozusagen das Gesicht des ZDF.
>
Da ist wohl was dran. Wenn ich heute lese, dass Russland die Blasphemie
als Straftatbestand statt Ordnungswidrigkeit wie bisher einstuft, wirft
das ein bezeichnendes Licht auf die Macht der (christlichen)
Öffentlichkeit. Die Politik braucht halt ihre Wählerstimmen, die
Printmedien ihre Leser, die Rundfunk- und Fernsehanstalten ihre Quoten.
Die Institution des "Bedenkenträgers" dürfte da eine hervorragende Rolle
spielen.

Norbert

Ijon Tichy

unread,
May 22, 2013, 6:29:01 AM5/22/13
to
On Wed, 22 May 2013 11:09:43 +0200, Goggolori wrote:

> Ijon Tichy schrieb in Message-ID: <knhu5v$g0e$1...@dont-email.me>
> folgendes:
>>
>> Eine solche Form des Glaubens gibt es übrigens in Form des Deismus.
>> Aber Freund Goggolori bestreitet, Deist zu sein und der Deismus an sich
>> krankt genau an der Schwäche, dass er weiter nichts zu sagen hat.
>>
> ...was Du Dich sorgst um meinen Glauben. Sorg Dich um Deinen da hast Du
> genug zu tun.
>
> Goggolori


Mein lieber Goggolori,

Dein "Glaube" ist eine meiner geringsten Sorgen. Mich fasziniert wirklich
und eigentlich dieses "Zwiedenken", wie George Orwell das genannt hat.
Denn aus deiner Feder stehen hier die Aussagen im Raum:

"...für mich ist Religion (religiös) und Glauben zweierlei."

sowie

"...ich bin nicht religiös."

Dem steht entgegen:

Zitat
Message-ID: <mn.6b837dd57fa448ef.133112@ostallgaeu>
...mein Gott ist der Gott zu welchem schon Abraham und Moses gebetet haben
und auch Jesus hat im Vater unser zu eben diesem Gott gebetet, Jesus
nannte in Abba (Vater) und dieser Gott ist für mich real.
(...)
...ich kann an Gott glauben ohne dem sogenannten Christentum das ist dafür
nicht notwendig.
Zitat Ende.

Dein "Glaube" beruht also nach deinem eigenen Bekunden auf konkreten
Inhalten aus *religiösen* Schriften (Abraham, Moses, Jesus) und würde
OHNE diese nicht funktionieren, weil du OHNE diese religiösen Texte
überhaupt NICHTS über deinen "realen Gott" wissen könntest. Du *kannst*
eben *nicht* ohne Religion *glauben* - schon gar nicht an den "Gott"
Abrahams, Moses und Jesu.

Du bist also bestenfalls *undogmatisch* aber keinesfalls "areligiös".
Dein "Glaube" muss mit zwingender Notwendigkeit bestimmte Inhalte haben
und *diese* (der "Gott Abrahams und Moses") sind religiöser (in deinem
Fall christlicher) Natur. Es geht nicht anders.

Es stimmt schon, dass das Christentum zum Glauben nicht notwendig ist,
aber *irgendeine* (abrahamitische) Religion braucht man schon dazu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abrahamitische_Religionen

Du bist dann eine "Ein-Mann-Religion" in diesem Club - aber du bist dann
drin, ob du willst oder nicht.

Wie oben gesagt, mich fasziniert dieser Widerspruch, "Glauben" ohne
Religion und *mit* religiösen Inhalten. An Jesus glauben OHNE Christ zu
sein, Frömmigkeit OHNE Religion. Mich fasziniert weiterhin, dass dieser
innere Widerspruch einem klugen Menschen wie dir *nicht auffällt*.

mit freundlichen Grüßen
Ijon Tichy

Leonhard Witt

unread,
May 22, 2013, 8:09:20 AM5/22/13
to
On 21.05.2013 12:43, baude wrote:
> Am 21.05.2013 00:14, schrieb Arnulf Sopp:
>
>>> Das Vermächtnis der ersten Christen
>>> Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
>>
> ...
>>
> Eine kurze Einschätzung von mir:
>
> - Die historischen Angaben über Verlauf und politischen Hintergrund
> sehr gut. Auch der Hinweis auf den "kommunistischen" Charakter der
> Urgemeinden, sprich eher ärmere Schichten (wenn auch kein
> Proletariat) und Gütergemeinschaft verdienstvoll. (Marx kannte seine
> Bibel sehr gut).
> [...]
Ich habe die Sendung nicht gesehen, deshalb die Frage:
Wie hat sie die Hypothese begründet, die Urgemeinden hätten einen
kommunistischen Charakter und Gütergemeinschaft gehabt?

--
LW
Message has been deleted

Der Habakuk.

unread,
May 22, 2013, 8:35:14 AM5/22/13
to
Am 22.05.2013 14:33, schrieb Goggolori:
> Ijon Tichy schrieb in Message-ID: <kni6lc$k69$1...@dont-email.me> folgendes:
>>
>> Wie oben gesagt, mich fasziniert dieser Widerspruch, "Glauben" ohne
>> Religion und *mit* religiᅵsen Inhalten. An Jesus glauben OHNE Christ
>> zu sein, Frᅵmmigkeit OHNE Religion. Mich fasziniert weiterhin, dass
>> dieser innere Widerspruch einem klugen Menschen wie dir *nicht auffᅵllt*.
>
> ...beim Dir mag das ein Widerspruch sein bei mir nicht.

Bei mir auch.
Message has been deleted

Ijon Tichy

unread,
May 22, 2013, 9:41:03 AM5/22/13
to
On Wed, 22 May 2013 14:41:21 +0200, Goggolori wrote:

> Der Habakuk. schrieb in Message-ID: <knie25$6ms$1...@news.albasani.net>
> folgendes:
>> Am 22.05.2013 14:33, schrieb Goggolori:
>>> Ijon Tichy schrieb in Message-ID: <kni6lc$k69$1...@dont-email.me>
>>> folgendes:
>>>>
>>>> Wie oben gesagt, mich fasziniert dieser Widerspruch, "Glauben" ohne
>>>> Religion und *mit* religiösen Inhalten. An Jesus glauben OHNE Christ
>>>> zu sein, Frömmigkeit OHNE Religion. Mich fasziniert weiterhin, dass
>>>> dieser innere Widerspruch einem klugen Menschen wie dir *nicht
>>>> auffällt*.
>>>
>>> ...beim Dir mag das ein Widerspruch sein bei mir nicht.
>>
>> Bei mir auch.
>
> ...na dann haben sich hier die Gscheidn wieder einmal versammelt. :oÞ
>
> Goggolori


Hallo Goggolori,

es hilft wenig, Kritiker als "Gscheidn" - im Klartext "Klugscheißer" - zu
diffamieren.

Du willst nicht religiös sein und zitierst in deiner Sig ...

Zitat
Doch der Herr, der Gott, der alles in allem ist, spricht, und es
geschieht. Mögen die, die ihn kennen und ihm vertrauen, guten Mutes
sein. Er kann ihnen die Kraft verleihen, die sie jeweils brauchen.
(John Newton 1725 - 1807)
Zitat Ende.

... den frommen *christlichen* Spruch eines anglikanischen Geistlichen.
Und das. obwohl du "das Christentum nicht brauchst" - so deine Worte. An
anderer Stelle schreibst du, du hättest dich "vom Christentum gelöst".

Du willst dich anscheinend einerseits von den historischen Verbrechen "im
Namen Christi" und generellem, zeitgenössischen Bullshit des Christentums
distanzieren (was dich ja ehrt) und andererseits gleichzeitig (mittels
Glaubens) in das vom Christentum verheißene "Himmelsreich" kommen. Das
sind aber zwei Positionen, die sich gegenseitig ausschließen.

Ein nicht-religiös Glaubender ist ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich
zumal sich in deiner Nicht-Religion zentrale *religiöse* Elemente des
Christentums wiederfinden.


Wenn du sagst "Ich glaube (Punkt)", dann ist dieser Satz sinnlos, weil
ohne Inhalt. Sobald du aber sagst, "Ich glaube *an* ... (was auch immer),
dann erhält die Aussage Sinn und Inhalt, aber es kommt *unvermeidlich*
Religion (in irgendeiner Form) ins Spiel.

An irgendeiner Stelle sagst du folglich die Unwahrheit, anscheinend ohne
es zu bemerken oder, schlimmer noch, ohne es bemerken zu *wollen*. Wenn
du diesen Widerspruch bemerken wollen *könntest* - was du aber nicht
kannst - müsstest du konsequenterweise, und auch das weißt du genau, dein
gesamtes Weltbild revidieren und du scheust diesen Erkenntnisprozess,
eben weil er überaus schmerzlich ist.

Die Bibel ist verfassungsfeindlich

unread,
May 22, 2013, 12:45:40 PM5/22/13
to
baude <nor...@aol.com> wrote:

> Nach Eliade (Geschichte der religi�sen Ideen) sind "alle Manifestationen
> des Heiligen von Bedeutung".

Menschengeschw�tz!

Wichtig ist nur, was Gott in der Bibel sagt. Denn das zu wissen
entscheidet �ber Deine Zukunft im Himmel oder der H�lle!

Die Bibel

Die Bibel ist verfassungsfeindlich

unread,
May 22, 2013, 12:45:52 PM5/22/13
to
baude <nor...@aol.com> wrote:

> Wenn ich heute lese, dass Russland die Blasphemie als Straftatbestand
> statt Ordnungswidrigkeit wie bisher einstuft, wirft das ein bezeichnendes
> Licht auf die Macht der (christlichen) �ffentlichkeit.

Das wirft ein Licht auf die ungl�ubige orthodoxe Kirche, die mit dem
ungl�ubigen Staat kungelt, um f�r ihre Hierarchie Macht und $$$
abzusch�pfen. Um Glauben geht's da nicht, wie beim Vatikan.

baude

unread,
May 22, 2013, 1:05:59 PM5/22/13
to
Am 22.05.2013 18:45, schrieb Die Bibel ist verfassungsfeindlich:
> baude <nor...@aol.com> wrote:
>
>> Nach Eliade (Geschichte der religi�sen Ideen) sind "alle Manifestationen
>> des Heiligen von Bedeutung".
>
> Menschengeschw�tz!
>
> Wichtig ist nur, was Gott in der Bibel sagt. Denn das zu wissen
> entscheidet �ber Deine Zukunft im Himmel oder der H�lle!
>
Deppengeschw�tz.

Du kennst von Eliade nicht mal den Namen, geschweige denn sein
vierb�ndiges (!) Standardwerk �ber die Geschichte und Ideen der
Religionen weltweit! F�r Dich sind ja alle V�lker vor Christus und
Naturv�lker, die noch nie von Bibel und Jesus geh�rt haben, Schlachtvieh
f�r die H�lle.
Ein Lekt�re dieses Themas w�re f�r Dich sicherlich von Nutzen, denn da
k�nntest Du u.a. erfahren, wieviel die Bibel von anderen V�lkern
abgekupfert hat. Aber lass doch lieber sein, Dein Seelenfrieden und
Deine Heilsgewi�heit k�nnten empfindlich gest�rt werden.

NB

baude

unread,
May 22, 2013, 1:49:02 PM5/22/13
to
Am 22.05.2013 15:41, schrieb Ijon Tichy an Goggolori:

>
>
> Wenn du sagst "Ich glaube (Punkt)", dann ist dieser Satz sinnlos, weil
> ohne Inhalt. Sobald du aber sagst, "Ich glaube *an* ... (was auch immer),
> dann erhält die Aussage Sinn und Inhalt, aber es kommt *unvermeidlich*
> Religion (in irgendeiner Form) ins Spiel.
>
> An irgendeiner Stelle sagst du folglich die Unwahrheit, anscheinend ohne
> es zu bemerken oder, schlimmer noch, ohne es bemerken zu *wollen*. Wenn
> du diesen Widerspruch bemerken wollen *könntest* - was du aber nicht
> kannst - müsstest du konsequenterweise, und auch das weißt du genau, dein
> gesamtes Weltbild revidieren und du scheust diesen Erkenntnisprozess,
> eben weil er überaus schmerzlich ist.
>
Du vergißt meines Erachtens einen zentralen Aspekt subjektiver
Gläubigkeit, nämlich die persönliche Gotteserfahrung. Ich kenne ein paar
Leute, die eine solche gehabt zu haben "glauben".
Eine solche Erfahrung setzt alles kulturell Erworbene außer Kraft.
Sie vermittelt eine Sicherheit, die gegen alle Angriffe immunisiert,
aber leider läßt sie sich nicht weiter vermitteln. Diese Begegnung von
Gott und eigener Person verleiht eine Intimität und Einmaligkeit, über
die sich offensichtlich (so zumindest meine Erfahrung) nicht sprechen
läßt. Kritisches Infragestellen wird eher als Kränkung empfunden. Da
gibt es dann auch keine Fragen mehr zu anderen Religionsaspekten, man
kennt ja die Wahrheit und ist 100 %ig kritikresistent,
Goggoloris Abneigung, über seinen Glauben zu sprechen, deute ich mal in
diese Richtung.
Der Haken an der ganzen Geschichte ist, dass die angeblichen
Gotteserfahrungen sich so gravierend von einander unterscheiden, dass es
unmöglich ist, daraus irgend welche objektive Aussagen zu machen, was
wissenschaftliche Untersuchungen belegt haben. Über das Gottesbild und
den Zusammenhang mit den sozialisierten Glaubensbildern habe ich leider
nichts erfahren. Aber wenn z.B. die islamische Mystik sich an Allah, die
christliche an der Dreifaltigkeit orientiert, dürfte ein Zusammenhang
mehr als wahrscheinlich sein.
Wenn Goggolori nicht reden will, ist das sein gutes Recht. Ich frage
mich nur, was er dann hier eigentlich diskutieren oderr vermitteln will.
Oder will er sich nur über die Ahnungslosigkeit seiner Mitmenschen
amüsieren? Keine Ahnung.

Norbert
--
"Wer eine Scheibe an seine Gartentür malt, dem wird gewiß
hineingeschossen." (G.Chr. Lichtenberg)

baude

unread,
May 22, 2013, 1:50:30 PM5/22/13
to
Am 22.05.2013 18:45, schrieb Die Bibel ist verfassungsfeindlich:
...
>
> Die Bibel
>
Hochstapler, verlogener!

NB

baude

unread,
May 22, 2013, 4:24:02 PM5/22/13
to
Am 22.05.2013 14:09, schrieb Leonhard Witt:
..
>> - Die historischen Angaben über Verlauf und politischen Hintergrund
>> sehr gut. Auch der Hinweis auf den "kommunistischen" Charakter der
>> Urgemeinden, sprich eher ärmere Schichten (wenn auch kein
>> Proletariat) und Gütergemeinschaft verdienstvoll. (Marx kannte seine
>> Bibel sehr gut).
>> [...]
> Ich habe die Sendung nicht gesehen, deshalb die Frage:
> Wie hat sie die Hypothese begründet, die Urgemeinden hätten einen
> kommunistischen Charakter und Gütergemeinschaft gehabt?
>

Das ist wohl keine Hypothese, sondern Fakt. Zumindest hat der Experte
(Kirchenhistoriker) dies so dargestellt. Das wurde uns übrigens schon in
der Schule so vermittelt, was auch schon über 50 Jahre her ist.;-)

Aber heute gibt´s ja Google:

[http://de.wikipedia.org/wiki/Gden
%C3%BCtergemeinschaft_der_Jerusalemer_Urgemeinde]

NB
--
"Der Horizont der breiten Masse variiert- je nach Bildschirmgröße."
(Hans-Horst Skupy)
Message has been deleted

Ruediger Roesler

unread,
May 23, 2013, 2:01:25 AM5/23/13
to
baude <nor...@aol.com> typed:

>> Ich habe die Sendung nicht gesehen, deshalb die Frage:
>> Wie hat sie die Hypothese begründet, die Urgemeinden hätten einen
>> kommunistischen Charakter und Gütergemeinschaft gehabt?
>>
>
> Das ist wohl keine Hypothese, sondern Fakt. Zumindest hat der Experte
> (Kirchenhistoriker) dies so dargestellt. Das wurde uns übrigens schon
> in der Schule so vermittelt, was auch schon über 50 Jahre her ist.;-)
>
> Aber heute gibt´s ja Google:
>
> <http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCtergemeinschaft_der_Jerusalemer_Urgemeinde>
[URL im Zitat korrigiert]

Mir wurde das nie so vermittelt, schließlich waren wir™ im Kalten Krieg.
Jesus hätte niemals für die Gegenseite, die pöhsen Kommunisten, Partei
ergriffen.

Auf die Sendung kann eventuell hier noch zugegriffen werden:

| *Das Vermächtnis der ersten Christen*:
|
<http://www.zdf.de/Dokumentation/Das-Verm%C3%A4chtnis-der-ersten-Christen-27957106.html>
| Petra Gerster auf den Spuren der Urgemeinde
| Länge: 45 min.
| *Propaganda*, Deutschland, 2013

Ob das allerdinx auch aus Antalya möglich ist, kann ich nicht
beurteilen.

<http://de.wikipedia.org/wiki/ZDF-Mediathek>

Außerdem lässt sich die Sendung mit einem Media-Player
vielleicht unter diesen Adressen anschauen:
<rtsp://a1966.v1252936.c125293.g.vq.akamaistream.net/7/1966/125293/v0001/mp4.od.origin.zdf.de.gl-systemhaus.de/none/zdf/13/05/130520_vermaechtnis_christen_dok_536k_p9v9.mp4>

<rtsp://a1966.v1252936.c125293.g.vq.akamaistream.net/7/1966/125293/v0001/mp4.od.origin.zdf.de.gl-systemhaus.de/none/zdf/13/05/130520_vermaechtnis_christen_dok_1596k_p13v9.mp4>

--
ЯR

baude

unread,
May 23, 2013, 6:00:43 AM5/23/13
to
Am 23.05.2013 02:19, schrieb Goggolori:
> baude schrieb in Message-ID: <b04eo3...@mid.individual.net> folgendes:
>
>> Goggoloris Abneigung, ᅵber seinen Glauben zu sprechen, deute ich mal
>> in diese Richtung.
>
> ...das stimmt doch nicht. Ich habe in den letzten Jahren in Abstᅵnden
> immer wieder ᅵber meinen Glauben geschrieben und manchmal mit dem Zusatz
> dass nur wahrscheinlich ich damit etwas anfangen kann und dass sich
> meiner ᅵberzeugung niemand anschlieᅵen muᅵ.
>
> Schon vergessen?
>
Was ich nicht weiᅵ, kann ich nicht vergessen. Ich lese ja nicht alle
postings, und da entgeht mir eben manches. Jedenfalls kenne ich von Dir
nur (mitunter kryptische) Andeutungen und Aversionen gegen meine Kommentare.
Zumindest bestᅵtigst Du nun meine These ᅵber das Verhᅵltnis von
Inividualglauben und Religion. Ist ja auch schon was. :-)

Norbert
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Leonhard Witt

unread,
May 23, 2013, 9:27:24 AM5/23/13
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On 22.05.2013 22:24, baude wrote:
> Am 22.05.2013 14:09, schrieb Leonhard Witt:
> ..
>>> - Die historischen Angaben über Verlauf und politischen Hintergrund
>>> sehr gut. Auch der Hinweis auf den "kommunistischen" Charakter der
>>> Urgemeinden, sprich eher ärmere Schichten (wenn auch kein
>>> Proletariat) und Gütergemeinschaft verdienstvoll. (Marx kannte seine
>>> Bibel sehr gut).
>>> [...]
>> Ich habe die Sendung nicht gesehen, deshalb die Frage:
>> Wie hat sie die Hypothese begründet, die Urgemeinden hätten einen
>> kommunistischen Charakter und Gütergemeinschaft gehabt?
>>
>
> Das ist wohl keine Hypothese, sondern Fakt. Zumindest hat der Experte
> (Kirchenhistoriker) dies so dargestellt. Das wurde uns übrigens schon in
> der Schule so vermittelt, was auch schon über 50 Jahre her ist.;-)
>
> Aber heute gibt´s ja Google:
>
> [http://de.wikipedia.org/wiki/Gütergemeinschaft_der_Jerusalemer_Urgemeinde]
Ich hatte vermutet, daß die Sendung sich auf Apg. 2,42-47 und 4,32-35
stützen würde. Ob das so war, hätte mich interessiert.
Der oben genannte Artikel in der Wikipedia bezieht ich auch auf diese
beiden Stellen und formuliert das so, daß die Apostelgeschichte diese
Güterverwendung als Kennzeichen der Jerusalemer Urgemeinde herausstellt.
Der Artikel weist aber auch darauf hin, daß nach der Beschreibung in der
Apostelgeschichte das Privateigentum nicht aufgehoben war, sondern die
Eigentümer bei Bedarf Besitz verkauften und den Erlös für die
Bedürftigen verwendete. Man könnte das als ein großzügiges Spendenwesen
bezeichnen. Ich zögere, das als Gemeineigentum zu bezeichnen. Es klingt
auf jeden Fall sehr viel weniger präzis als die Regelungen in der
Gemeinderegel der Qumransekte (im Folgenden nach: Die Texte aus Qumran,
Hebräisch und Deutsch, Hrsg. Eduard Lohse, Darmstadt 1971). Zur Aufnahme
neuer Mitglieder wird dort gesagt:

(1 QS VI, 16ff.) "Wenn er sich dem Rat der Gemeinschaft nähern darf,
soll er nicht die Reinheit der Vielen berühren, solange man ihn nicht
geprüft hat hinsichtlich seines Geistes und seiner Werke, bis er ein
ganzes Jahr vollendet hat. Desgleichen darf er nicht teilhaben am Besitz
der Vielen. Und wenn er ein ganzes Jahr inmitten der Gemeinschaft
vollendet hat, dann sollen die Vielen über seine Angelegenheiten
entsprechend seinem Verständnis und seinen Werken im Gesetz befragt
werden. Und wenn ihm dann das Los fällt, daß er sich dem Rat der
Gemeinschaft nähern darf nach Weisung der Priester und der Menge der
Männer ihres Bundes, dann soll man auch seinen Besitz und seine
Einkünfte übergeben in die Hand des Mannes, der die Aufsicht führt über
die Einkünfte der Vielen, und es durch ihn auf Rechnung anschreiben ..."

Der Kandidat verbringt dann noch ein weiters Jahr im Anwärterzustand,
dann wird über seine endgültige Aufnahme entschieden.
Ich habe das so ausführlich abgetippt, weil dieser Regel nach die
Verfügung über Besitz und Einkünfte des Mitgliedes schon im
Kandidatenstatus ausdrücklich auf den Finanzverwalter der Gemeinschaft
übergeht und nicht beim eintretenden Mitglied verbleibt. Vor diesem
Hintergrund klingt die Beschreibung in Apg. nicht sehr nach
Gemeinschaftseigentum.

Es gibt eine weitere Handschrift, die sogenannte Damaskusschrift, die
1896 in der Geniza der Esra-Synagoge in Alt-Kairo gefunden wurde, und
die in Fragmenten auch unter den Qumran-Funden enthalten war. Sie
beschreibt wohl einen anderen Zweig der Bewegung, zu der auch die
Qumrangruppe gehörte. Die Damaskusschrift kennt verheiratete Mitglieder
und geht von eigenem Besitz der Mitglieder aus:

(CD XIII, 14-16) "Und keiner von denen, die in den Bund Gottes
eingetreten sind, soll Handel treiben mit den Söhnen der Grube,
abgesehen (vom Kauf) von Hand zu Hand. Und niemand soll Verbindung
aufnehmen zum Kauf oder Verkauf, ohne daß er es dem Aufseher, der im
Lager ist, anzeigt und eine (schriftliche) Vereinbarung trifft."

Vor diesem Hintergrund hätte ich Bedenken, der Urgemeinde Gemeineigentum
als historisches Faktum zuzusprechen.

Mich hat übrigens ( schon vor fast 50 Jahren, da wir gerade mit unserem
Alter protzen :-) ) ein weit verbreiteter Kommentar zur
Apostelgeschichte darauf aufmerksam gemacht, daß die Apostelgeschichte
von den Güterverhältnissen in der Urgemeinde kein einheitliches Bild
zeichnet, denn gleich im Anschluß an Apg. 4,32-35 wird Joseph, genannt
Barnabas, hervorgehoben, der einen Acker aus seinem Besitz verkauft und
den Erlös spendet. Bei Kollektiveigentum wäre Herr Barnabas keiner
besonderen Erwähnung wert gewesen. Breit geschildert wird dagegen ein
Fall, in dem es gründlich schiefging - Ananias und Saphira. Die
Darstellung der Urgemeinde mag also einfach eine Idealisierung sein.

Diese beiden Stellen, auf denen die ganze Diskussion beruht, stehen in
der Apostelgeschichte isoliert da, das Motiv wird nicht weiter
aufgegriffen. Die zahlreichen Gemeindegründungen des Paulus, von denen
die Apostelgeschichte erzählt, hätten ja reichlich Gelegenheit geboten.
Auch das stützt die, die an der Historizität zweifeln. Vielleicht war
der Herr, den wir als Lukas bezeichnen, einfach ein Verfechter von
Gemeinschaftseigentum und wollte es in seiner darstellung propagieren.

Ich stieß in einem der letzten Jahre zufällig in einem Buch, das sich
mit einem ganz anderen Thema des neuen Testamentes beschäftigt, auf die
Nebenbemerkung, unter den Evangelisten zeichne sich Lukas durch eine
besonders große Anzahl von Stellen zum Thema Besitzlosigkeit aus. Ich
bin dem nicht weiter nachgegangen, kann mir aber vorstellen, daß seine
Darstellung der Urgemeinde in diesem Punkt von seinem theologischen
Konzept geprägt ist. Die Schriften des Neuen Testamentes sind ja keine
historischen Untersuchungen, sondern aus der Sicht der verschiedenen
Gruppen geschrieben. Vielleicht wäre "Positionspapier" ein nicht völlig
falscher Ausdruck.

Der Wikipediaartikel, den Sie angeführt haben, geht auch auf die
Diskussion um die Historizität ein und spricht von einer weit
verbreiteten Skepsis. Die Frage, ob Fakt oder nicht, scheint also noch
nicht entschieden, weshalb ich auch von einer Hypothese gesprochen hatte.

Zum kommunistischen Charakter der Urgemeinde, um auch auf dies
Schlagwort einzugehen, ist eingewandt worden, daß von gemeinsamen Besitz
an Produktionsmitteln nicht die Rede ist. Die Apg. beschreibt höchstens
eine Verbrauchsgemeinschaft. Das gab es auch in anderen Zeiten, in denen
man glaubte der Messias komme und das Reich Gottes breche an.

--
LW

baude

unread,
May 23, 2013, 5:10:40 PM5/23/13
to
Am 23.05.2013 15:11, schrieb Goggolori:
> baude schrieb in Message-ID: <b067m0...@mid.individual.net> folgendes:
>
>> Ich lese ja nicht alle postings, und da entgeht mir eben manches.
>
> ...und deswegen solltest Du mit Deinen ᅵuᅵerungen hier etwas
> vorsichtiger sein.
>

Wenn Du Deine Interessen etwas weniger mit sᅵffisanten Belehrungen und
banalen Zwischenrufen a`la Glaser und etwas mehr mit themenrelevanten
Kommentaren und Hinweisen, was Du eigentlich wissen und/oder diskutieren
wolltest, kund tun wᅵrdest, dann gᅵbe es sicherlich auch weniger
Miᅵverstᅵndnisse.
Dass Du eine ganz spezielle Form von Glauben hast, ist ja sicher
hochinteressant, ist aber vᅵllig bedeutungslos, wenn Du dazu jedwede
Information verweigerst. Oder meinst Du etwa, dass die Information,
dass ein Goggolori die ultimative Glaubenswahrheit besitzt, die aber
leider nur fᅵr ihn selbst Gᅵltigkeit, aber ansonsten keinerlei Relevanz
habe, irgend eine objektiv erkenntnistheoretische Bedeutung fᅵr die
Allgemeinhaben haben kᅵnnte?
Komm mal lieber von Deinem hohen Ross runter!

Norbert
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