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Eckhart von Hochheim, bekannt als Meister Eckhart (geb. um 1260 bei Gotha -
Hochheim, Tambach oder Wangenheim; gest. vor
30. April 1328 in Avignon oder K�ln) war ein bedeutender
sp�tmittelalterlicher Theologe und Philosoph. Er geh�rte dem Orden der
Dominikaner an. Er wird oft als Mystiker bezeichnet, doch ist in der Forschung
umstritten, ob der unterschiedlich definierte Begriff "Mystik" f�r Elemente
seiner Lehre angemessen oder eher irref�hrend ist.
Meister Eckart: Eine theologische Studie
(aus: Google-Books)
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Meister Eckarts Predigt.
Wenn ich predige, pfleg ich zu sprechen von Abgeschiedenheit und da� der Mensch
ledig werde seiner selbst und aller Dinge; zum andernmal, da� man eingebildet
werde in das einf�ltige Gut, das Gott ist; zum dritten, da� man bedenke des
gro�en Adels, den Gott an die Seele gelegt hat; zum viertenmal, was Lauterkeit
und Klarheit g�ttlicher Natur sey; das ist unsprechlich.
Ein jeglich Ding ruhet in der St�tte, daraus es geboren ist. Wirf den Stein in
die Luft, er ruhet nicht, er komme denn wieder zur Erde. Wovon ist das? Die Erde
ist sein Land, die Luft ist sein Elend. Die St�tte, aus der ich geboren bin, ist
die Gottheit. Die Gottheit ist mein
Vaterland. Hab ich einen Vater in der Gottheit? Ja ich habe nicht allein einen
Vater da, mehr, ich Hab mich selber da. Ehe da� ich an mir selber ward, da war
ich in der Gottheit geboren.
Was ist Ewigkeit? Ewigkeit ist ein gegenw�rtiges Nun, das nicht wei� von Zeit.
Der Tag, der vor tausend Jahren vergangen ist, ist der Ewigkeit nicht ferner,
als die Stunde, da ich hier stehe, und der Tag, der �ber tausend Jahr kommen
soll, ist der Ewigkeit nicht ferner, denn die
Stunde, da ich jetzt rede. Wenn der Wille von sich selber und von aller
Geschaffenheit wiederkehret in seinen Ursprung, dann steht er im gegenw�rtigen
Nun der Ewigkeit, und in diesem Augenblick wird alle verlorne Zeit
wiedergewonnen.
Salomon spricht, es sey nichts Neues unter der Sonn. Das wird selten verstanden
nach seinem Sinn. Was die Sonne �berscheinet, das ist in der Zeit. Zeit gibt
zwei Ding, Alter und Abnehmen. Alles das unter der Sonne ist, das altet und
nimmt ab, aber in der Ewigkeit, im lautern Wesen, ist Alles neu.
Je naher ein Ding seiner Geburt ist, je j�nger ist es. Je n�her die Seele Gott
ist, je j�nger ist sie. In der Vern�nftigkeit, da ist man allzumal jung, und je
mehr man in der Vern�nftigkeit wirkt, je naher ist man der
Geburt. Was ich bin nach der Zeit, das soll mit der Zeit verderben und zu nichts
werden, aber nach meiner Geburtsweise, die ewig ist, mag ich nimmermehr
ersterben. Wisset, das Kind im Mutterleib ist alt genug
zum Sterben, ich aber will trauern, bin ich morgen nicht j�nger, denn heut.
In der F�lle der Zeit sendet Gott seinen Sohn in die Seele. Wann ist die F�lle
der Zeit? Wann die Seele Zeit und Statt ledig ist, dann sendet Gott seinen Sohn
in sie.
Was ist Wahrheit? Wahrheit ist so edel, da�, wenn Gott sich von der Wahrheit
kehren m�chte, ich wollte mich an die Wahrheit haften und wollte Gott lassen.
Denn Gott ist die Wahrheit und Alles was in der Zeit ist, und Alles das Gott je
erschaffen hat, ist nicht die Wahrheit.
Was ist Freiheit? Frei ist das an Nichts haftet und an dem Nichts haftet. Darum
ist Nichts frei, denn die erste Sache, die da ist eine Sache aller Sachen. Gott
haftet an Nichts, er schwebet in sich selber und ist frei von allen Dingen. Zur
Freiheit geh�rt auch Herrschaft, da� man viele gute
und sch�ne Dinge besitze. Gott ist das Gute in allen Dingen, darum besitzt er
sich in Allem, und Alles was Gott hat, das ist er.
Niemand ist gut, denn allein Gott. Was ist gut? Was sich gemeinet. Den hei�en
wir einen guten Menschen, der gemein und n�tzlich ist. Gott ist das
Allergemeinest, er gibt sich allen Dingen. Kein Ding gibt sich selbst. Die Sonne
gibt nur ihren Schein, aber bleibt selbst stehen. Gott aber gibt sich selbst in
allen seinen Gaben. Seine Gottheit hanget daran, da� er sich gemeine Allem, das
seiner G�te empf�nglich ist, und gemeinete er sich nicht, dann w�re er nicht
Gott. In allen Creaturen ist Etwas
Gottes, aber in der Seele ist Gott g�ttlich.
Alle Dinge, die in der Zeit sind, haben ein Warum. Aber ein guter Mensch, wenn
Einer ihn fragte: warum liebst du Gott? antwortet: Um Gott! Warum hast du lieb
die Wahrheit? Um die Wahrheit! Warum hast du lieb die Gerechtigkeit? Um die
Gerechtigkeit! Warum lebst du?
Wahrlich, ich wei� nicht, aber ich lebe gerne.
Suchst du Gott um deinen eigenen Nutzen und deine eigene Seligkeit, so suchst
du Gott nicht in der Wahrheit. Etliche Leute wollen Gott mit den Augen ansehen,
als sie eine Kuh ansehen, und wollen Gott liebhaben, als sie eine Kuh liebhaben
(die hast du lieb um die Milch und um den K�s und um deinen eignen Nutzen). Also
liebhaben sieGott um auswendigen Reichthum und um inwendigen Trost, aber diese
Leute haben Gott nicht recht lieb, sondern suchen nur sich selbst und ihren
eignen Nutzen.
Wer Gott sucht und etwas Anderes als Gott, der findet Gott nicht; wer aber Gott
sucht allein, der findet alle Dinge mit Gott. Einf�ltige Leute w�hnen, sie
sollen Gott ansehen, als st�nde er dort und sie hier. So ist es nicht. Gott und
Ich sind Eins im Erkennen. Gottes Wesen ist sein Erkennen und Gottes Erkennen
macht, da� ich ihn erkenne. Darum
ist sein Erkennen mein Erkennen.
Die Leute sprechen oft zu mir: Bitte zu Gott f�r mich! Da denke ich: Warum gehet
ihr aus? Warum bleibet ihr nicht bei euch selber und greift in euer eigen Gut?
Ihr traget doch alle Wahrheit wesentlich in euch.
Wo die Natur endet, s�het Gott an zu seyn. Gott begehret nichts mehr von dir,
denn da� du ausgehest aus dir selber in creat�rlicher Weise und l�ssest Gott
Gott in dir seyn. Das mindeste creat�rlich Bild, das sich dir einbildet, ist so
gro� als Gott. Warum? Es raubet dir einen ganzen Gott.
Wenn das Bild eingeht, mu� Gott weichen mit all seiner Gottheit; geht aber das
Bild aus, geht Gott ein. Gott begehrt so sehr, da� du aus dir selber ausgehest
in creat�rlicher Weise, als ob allein seine Seligkeit daran l�ge. Eia, lieber
Mensch, was schadet dir, da� Gott Gott in
dir sey!
Fragt man mich, da� ich endlich berichten soll, was der Sch�pfer meinte, als er
alle Creaturen schuf, antworte ich: Ruhe. Fragt man mich zum zweitenmal, was
alle Creaturen suchen in ihrer nat�rlichen Begierde, ich spreche abermals: Ruhe.
Fragt man mich zum drittenmal, was die Seele suche auf allen ihren Wegen, ich
spreche abermals: Ruhe. Denn das Antlitz g�ttlicher Natur ziehet alle Kr�fte und
alles Begehren der Seele nach sich. Dies schmeckt Gott so wohl und ist ihm so
gef�llig, da� all seine g�ttliche Natur dazu gekehret und geneiget ist. Als viel
die Seele in Gott ruhet, als viel widerruhet Gott in ihr. Ruhet sie nur
theilweise in ihm, so widerruhet er nur theilweise in ihr. Ruhet sie ganz und
ungetheilt in ihm, so widerruhet er ganz und ungetheilt in ihr. In der lautern
Seele, da Gott findet einen Widerschein seiner selbst, da
widerruhet Gott in der Seele, und die Seele widerruhet in Gott. Der das Gott
ben�hme, da� er nicht ruhete in der Seele, der ben�hme ihm feine Gottheit. Denn
Gott sucht Ruhe in allen Dingen und g�ttliche Natur ist Ruhe.
Ein jeder Ausgang ist um des Eingangs willen, ein jeder Anfang ist um des Endes
willen. Gott ruhet nicht da, wo er ist ein Anfang, sondern wo er ist ein Ende
alles Wesens. (Nicht als ob dies Wesen zu nichte w�rde,
sondern es wird vollbracht nach seiner h�chsten Vollkommenheit.) Was ist das
letzte Ende? Es ist die verborgene Finsterni� der ewigen Gottheit und ist
unbekannt und wird nimmermehr bekannt.
Alle Creaturen jagen danach, da� sie Gott gleich werden. W�re Gott nicht in
allen Dingen, die Natur h�tte weder Wirken noch Begehren. Nun aber suchet sie
heimlich Gott. Sie wisse es oder nicht, es sey ihr lieb oder leid, sie meinet
doch nur Gott in all ihrer Begehrung. Durstete ein Mensch noch so sehr, er w�rde
doch nicht einen Trunk begehren, w�re nicht Etwas Gottes darin.
Mein �u�erer Mensch schmeckt alle Creaturen als Creaturen, Wein als Wein, Brod
als Brod. Mein innerer Mensch aber schmeckt Nichts als Creaturen, sondern Alles
nur als Gaben Gottes. Aber in allen seinen Gaben gibt Gott nur sich selbst.
Gott liebt sich selber und seine Natur und sein Wesen und seine Gottheit. In der
Liebe, darin Gott sich liebet, liebt er auch alle Creaturen, nicht als
Creaturen, sondern Creaturen als Gott. Nun bitt ich euch, da� ihr vernehmet. Ich
will sprechen, wie ich nie sprach: Gott schmeckt sich selber und in dem
Geschmack, darin er sich selber schmeckt, schmeckt er alle Creaturen, nicht als
Creaturen, sondern Creaturen als Gott.
Gott liebet Nichts denn sich selber, er verzehret all seine Liebe in sich
selber. Niemand erschrecke, weil ich spreche, da� Gott Nichts liebet denn sich
selber. Es ist unser Allerbestes und unsere h�chste Seligkeit liegt daran.
St. Paulus spricht: Gottes Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen. Sintemal uns
denn Gott seine Liebe gegeben hat, hat er uns auch den heiligen Geist gegeben.
Dann lieben wir mit der g�ttlichen Liebe, darin er sich selber liebet, und w�re
diese Liebe nicht, dann w�re der heilige Geist nicht.
Alsfern der Mensch sich selbst verleugnet durch Gott und mit Gott vereinigt
wird, alsfern ist er mehr Gott denn Creatur. Wenn der Mensch seiner selbst ledig
ist und nicht lebt, denn in Gott allein, ist er wahrlich dasselbe von Gnaden,
was Gott ist von Natur, und Gott bekennet
selbst, da� kein Unterschied sey zwischen ihm und diesem Menschen. Ich habe
gesprochen: von Gnaden, denn Gott ist und der Mensch ist. Also ist Gott gut von
Natur, der Mensch aber ist gut von Gnaden.
Ich sprech bei guter Wahrheit und bei ewiger Wahrheit und bei immerw�hrender
Wahrheit, da� sich Gott in jeglichem Menschen, der sich zu Grunde gelassen hat,
allzumal ausgie�en mu� nach aller Verm�genheit, so ganz und gar, da� er in
seinem Leben und in seinem Wesen, in seiner Natur und in seiner Gottheit Nichts
behaltet, er
mu� es alles zumal in fruchtbarer Art ergie�en.
Es ist eine sichere Wahrheit, da� es Gott also Noth ist, da� er uns suche,
recht als ob all seine Gottheit daran hinge. Gott mag unser so wenig entbehren
als wir seiner. M�gen wir uns von Gott kehren, so mag Gott sich doch nimmer von
uns kehren. Darum will ich Gott nicht bitten,
da� er mir Etwas gebe, ich will ihn auch nicht loben um das, was er mir gegeben
hat, sondern ich will ihn bitten, da� er mich w�rdige ihn zu empfahen und ich
will ihn loben, da� er der Natur und des Wesens ist, da� er geben mu�.
Ich danke nicht Gott, da� er mich liebhat, denn er mag es nicht lassen; er wolle
es oder nicht, seine Natur zwinget ihn doch. Ich will ihm danken, da� er nicht
lassen mag von seiner G�te.
Gott ist allzeit wirkend in einem Nun der Ewigkeit, und sein Wirken ist das
Gebaren seines Sohnes, den gebiert er allzeit. Der Sohn ist der erste Ausbruch
aus der Fruchtbarkeit g�ttlicher Natur und dieser Ausbruch ist
ohne Mittel des Willens, darum er hei�et ein Bild und
Wort des Vaters. In diesem Worte spricht der Vater meine Seele und deine Seele.
Er gebiert seinen Sohn in der Seele in derselben Weise als er ihn in der
Ewigkeit gebiert und nicht anders. Er mu� es thun, es sey ihm lieb oder leid.
Der Vater gebiert seinen Sohn ohne Unterla� und ich
sprech mehr: Er gebiert mich seinen Sohn, mehr, er gebiert mich sein Wesen und
seine Natur. Da quelle ich aus im heiligen Geist; da ist ein Leben und ein Wesen
und ein Werk.
Es ist des Vaters Wesen, da� er den Sohn geb�re, und es ist des Sohnes Wesen,
da� er geboren werde und da� ich in ihm geboren werde, und es ist des heiligen
Geistes Wesen, da� ich in ihm verbrenne und in Liebe verschmolzen werde.
Wenn der Wille also vereinigt wird, da� er wird ein einig Ein, so gebiert der
himmlische Vater seinen eingebornen Sohn in sich und in mir. Warum in sich und
in mir? Ich bin Eins mit ihm, er vermag mich nicht auszuschlie�en. In demselben
Werk empfahl der heilige Geist sein Wesen und wird von mir, wie von Gott. Warum?
Ich bin in Gott
und nimmt der heilige Geist sein Wesen nicht von mir, nimmt er es auch nicht von
Gott. Ich bin auf keine Weise ausgeschlossen.
Ein Meister spricht: Gott ist Mensch geworden, davon ist erh�het und gew�rdiget
das ganze menschliche Geschlecht. Dessen m�gen wir uns freuen, da� Christus
unser Bruder ist gefahren von eigner Kraft �ber alle Ch�re der Engel und sitzet
zur Rechten des Vaters. Dieser Meister hat wohl gesprochen, aber wahrlich ich
gebe nicht viel darum. Was h�ls mich, halt ich einen Bruder, der da war ein
reicher Mann, und war ich dabei ein armer Mann? Was h�ls mich, hart ich einen
Bruder, der da war ein weiser Mann und war ich dabei ein Thor? Ich sprech ein
Anderes und N�heres. Gott ist nicht allein Mensch geworden, sondern er hat
menschliche Natur angenommen.
Die Meister sprechen gemeinlich, da� alle Menschen seyen gleich edel in der
Natur. Ich aber sprech, da� alles das Gute, das die Heiligen und Maria und
Christus nach ihrer Menschheit besessen haben, das ist mein eigen in dieser
Natur. Nun m�chtet ihr mich fragen: Sintemal ich in dieser Natur Hab Alles, das
Christus nach seiner Menschheit leisten mag, wovon ist denn, ba� wir Christum
h�ren und w�rdigen als unsern Herrn und unsern Gott? Das ist davon, da� er ist
gewesen ein Bote
von Gott zu uns und hat uns zugetragen unsere Seligkeit. Ja dieselbe Seligkeit,
die er uns zutrug, die war unser.
Der Herr sprach: Alles das ich von meinem Vater geh�rt habe, das habe ich euch
geoffenbaret. Nun wundert mich, da� Etliche, die wohl gelehrt sind und gro�e
Pfaffen seyn wollen, sich hier so schier gen�gen. Sie wollen das Wort also
verstehen, er habe uns auf dem Wege
geoffenbaret, was nothd�rftig w�re zur Seligkeit. Das halte ich nicht, denn es
ist keine Wahrheit. Alles das der Vater hat und das er ist, die Abgr�ndigkeit
g�ttlichen Wesens und Natur, das gebiert er zumal in seinem eingebornen Sohn.
Dieses ist was der Sohn vom Vater h�ret, und er hat uns geoffenbaret, da� wir
derselbe Sohn seyen. Gott ist Mensch geworden, da� ich Gott w�rde. Gott ist
gestorben, da� ich sterbe aller Welt und allen geschaffnen Dingen.
Menschheit und Mensch ist ungleich. Menschheit in ihr selber ist so edel, da�
sie hat Gleichheit mit den Engeln und Sippschaft mit der Gottheit. Die gr��te
Einung, die Christus besessen hat mit dem Vater, ist mir m�glich zu gewinnen,
wenn ich k�nnte ablegen das da ist von Diesem oder von Dem und k�nnte annehmen
die Menschheit.
Der Vater gebiert seinen Sohn in dem Gerechten. Alle die Tugend des Gerechten
und ein jeglich Werk des Gerechten ist anders nicht, denn da� der Sohn von dem
Vater geboren wird. Der Vater ruhet nicht, es sey denn da� der Sohn in mir
geboren werde, und er jaget und
treibet mich allzeit, da� ich ihm den Sohn geb�re. Dies sollen weise Leut wissen
und grobe Leut die m�ssen es glauben.
Der gerechte Mensch dienet weder Gott noch den Creaturen, denn er ist frei, und
je n�her er der Gerechtigkeit ist, je mehr er die Freiheit selber ist. Alles das
geschaffen ist, ist nicht frei. Dieweil Etwas ob mir ist,
das Gott selber nicht ist, das dr�ckt mich, wie klein es auch ist; und war es
auch Vernunft und Liebe, alsfern als sie geschaffen ist und Gott selber nicht
ist, dr�ckt sie mich, denn sie ist unfrei.
Ein Meister spricht: Die Seele, die Gott liebt, liebt ihn unter dem Gewand der
G�te. Ich aber sprech, da� Wesen lauterer sey, denn G�te. W�re nicht Wesen, dann
w�re auch nicht G�te, und nur alsfern sie am Wesen ist, ist G�te gut. Da� Gott
gut ist, macht mich nicht selig und ich
will nimmer begehren, da� Gott mich selig mache von seiner G�te, denn er m�chte
es vielleicht nicht thun. Davon bin ich allein selig, da� Gott vern�nftig ist
und da� ich das erkenne.
Gott hat viele Namen, aber der erste Name ist Wesen. Alles das gebrechlich ist,
das ist ein Abfall vom Wesen. Alsfern unser Leben ein Wesen ist, alsfern ist es
in Gott. Es ist kein Leben so krank, alsfern es Wesen ist, ist es edler denn
Alles, das je Leben gewann. Erkennst du eine Blume nach ihrem Wesen in Gott,
dann ist diese Blume edler denn die ganze Welt.
Der Wille l��t sich wohl gen�gen an Gottes G�te, aber Vern�nftigkeit l��t sich
weder gen�gen an G�te, noch an Weisheit, noch an Wahrheit, noch an Gott selber.
Sie sucht Gott als den Mark, daraus G�te flie�et, sie sucht ihn als den Kern,
daraus G�te quillet, sie sucht ihn als die
Wurzel, daraus G�te bl�het. Sie bricht ein in den Grund, da G�te und Wahrheit
ihren Ausbruch haben, und nimmt sie im Anfange
(in principio), bevor sie noch ihre Namen gewinnen. Sie ziehet Gott das Gewand
der G�te ab und nimmt ihn blo� und entkleidet von allen Namen. Darum gen�gt ihr
weder an Vater, noch an Sohn, noch an
heiligem Geist, sondern sie durchbricht die innerste Tiefe der Gottheit, und
dringt ein in die Wurzel, da der Sohn ausquillet und der heilige Geist
hervorbl�het.
Es ist Etwas in der Seele, das �ber die Geschaffenheit der Seele ist; es ist
g�ttlicher Art, einf�ltig in sich selber, ein lauters Nichts, mehr ungenannt,
denn genannt, und mehr unbekannt, denn bekannt. K�nntest du dich selber
vernichten einen Augenblick (oder noch k�rzer denn ein
Augenblick), dann h�ttest du Alles, was Dieses in sich selber ist. Dieweil du
aber dich selber achtest als ein Etwas, wei�t du so wenig, was Dieses ist, als
mein Mund wei�, was Farbe ist, und als mein Auge wei�, was Geschmack ist. Von
Diesem pfleg ich zu sprechen in meinen Predigten und underweilen Hab ich es
genannt eine Kraft, underweilen ein ungeschaffen Licht, underweilen ein
g�ttliches F�nklein. Es ist von allen Namen und Formen frei und ledig, wie Gott
frei und ledig
ist in sich selber. Es ist h�her denn Erkennen, und h�her denn Liebe und h�her
denn Gnade. Denn alles dieses hat noch Unterschied. In dieser Kraft bl�het und
gr�net Gott mit all seiner Gottheit, und der Geist bl�het in Gott. In dieser
Kraft gebiert der Vater seinen eingebornen Sohn,
so wesentlich als in ihm selber; in diesem Lichte wird der heilig Geist.
St. Paulus spricht: Alles das ich bin, das bin ich von der Gnade Gottes. Diese
Worte sind wahr und doch war die Gnade nicht in ihm. Denn die Gnade hatte
gewirkt und hatte Paulum gebracht in das Wesen, und dann hat die Gnade ihr Werk
vollbracht. Da aber die Gnade ihr Werk
vollbracht hatte, wurde Paulus was er in Ewigkeit war. Dann hat der Mensch die
wahre geistige Armuth, und hat keinen Unterschied, und wei� weder von Gott noch
von Creatur noch von sich selber, und hat weder Vor noch Nach, und erwartet kein
zuk�nftiges Ding, und kann
weder gewinnen noch verlieren. Darum bitte ich Gott, da�
er Mich quitt mache Gottes (da� er von Gnade mich bringe ins Wesen), denn Wesen
ist �ber Gott und �ber Unterschied.
Als viel du dich bekehrest von dir selber und von allen geschaffnen Dingen, als
viel wirst du gereiniget und beseliget in diesem Funken der Seele, der
unber�hret ist von Ort und Zeit. Dieser Funke widerspricht allen Creaturen und
will nur den blo�en Gott, wie er in sich
selber ist. Diesem Funken gen�get weder an Vater, noch Sohn, noch heiligem
Geist, noch an den drei Personen, alsfern eine jegliche bestehet in ihrer
Eigenschaft. Ich will noch mehr sprechen, das noch wunderlicher lautet. Ich
sprech es bei der ewigen Wahrheit, und bei der
immerw�hrenden Wahrheit und bei meiner Seele, diesem Lichte gen�get nur an dem
�berwesentlichen Wesen. Es will in den einf�ltigen Grund, da die Personen
ausbrechen, in die stille W�ste, da Niemand daheim ist, in das Eine, da kein
Unterschied scheinet, in die einf�ltige Stille, die in ihr selber unbeweglich
ist, von welcher unbeweglichst aber alle Dinge beweget werden.
Da ich stund in meiner ersten Ursache, da hatte ich keinen Gott, da war ich mein
eigen, ich wollte nicht, ich begehrete nicht, denn ich war ein ledig Seyn und
ein Erkenn� meiner selbst nach g�ttlicher Wahrheit. Was ich wollte, das war ich,
und was ich war, .das wollte ich, und ich stund ledig Gottes und aller Dinge.
Aber da ich entging meinem freien Willen und empfing mein geschaffen Wesen, da
hatte ich einen Gott. Denn ehe die Creaturen waren, war Gott nicht Gott; er war
nur was er war. Da die Creaturen wurden und empfingen ihr geschaffen Wesen, da
war Gott nicht in ihm selber Gott, sondern in den Creaturen war er Gott. Nun
sprechen wir, da� Gott, alsfern er Gott ist, nicht ist ein vollkommen
Ende aller Creaturen; und h�tte eine Fliege Vernunft und m�chte sie
vern�nftiglich suchen den Abgrund g�ttlichen Wesens, dann m��ten wir sprechen,
da� Gott, alsfern er Gott ist, nicht m�chte die Fliege erf�llen oder ihr
gen�gen. Darum bitte ich, da� ich Gottes ledig werde, und nehme die Wahrheit und
gebrauche die Ewigkeit, in der ich stund, da ich war was ich wollte und wollte
was ich war. In diesem Durchbrechen bin ich und Gott Eins; da nehme ich weder ab
noch zu; da bin ich ein
Unbewegliches, das Alles beweget.
Da ich stund in dem Grund der Gottheit und in dem Boden der Gottheit und in dem
Revier der Gottheit und in dem Quell der Gottheit, da fragte mich Niemand, was
ich wollte oder was ich thate. Da ich sto� aus, da sprachen alle Creaturen von
Gott. Fragte man mich: Bruder Eckart,
wann ginget Ihr von Hause? da war ich darinnen. Warum sprachen sie nur von Gott
und nicht von der Gottheit? Gott und Gottheit hat Unterschied. Alles das in der
Gottheit ist, ist Eins und davon ist nicht zu sprechen. Gott wirket, in der
Gottheit ist kein Werk, sie ist still und
unbeweglich in sich selber. Wenn ich komme wieder in die Gottheit, so ist mein
Durchbrechen edler als mein Ausflie�en, denn ich bringe alle Creaturen mit mir
in meiner Vernunft. Wenn ich komme in den Grund der Gottheit und in den Boden
der Gottheit und in das Revier
der Gottheit und in den Quell der Gottheit, so fragt mich Niemand, wannen ich
komme oder wo ich sey gewesen, und Niemand vermisset mich, denn hier ist eine
Entwerdung.
Viele gelehrte Leute m�gen nicht leiden, da� man die Seele so nahe ins g�ttliche
Wesen setzt und ihr so viel g�ttliche Gleichheit zueignet. Das ist davon, da�
sie den Adel der Seele aufs allerh�chste nicht erkennen, denn erkennten sie den
Adel der Seele aufs allerh�chste, dann w��ten sie nicht an etlichen Puncten, wo
sie Unterschied sollten finden zwischen ihr und Gott. Mich aber wundert (und
dies Wunder hat mich lange bek�mmert), da� die Seele nicht also kr�ftiges Wort
aussprechen mag, wie der himmlische Vater. Die Meister sprechen, es sey davon,
da�, was in Gott ist, das ist in Gott wesentlich, in der Seele aber bildlich,
und darum m�ge die Seele nicht Gott gleichen an ihren Werken. Diese Rede halte
ich nicht f�r wahr. Denn leget man ab, was der Seele zugelegt ist, so ist sie
wesentlich nach Gott gebildet. Andere Meister
sprechen: Was Gott ist, das hat er Alles von ihm selber, aber was die Seele hat,
das hat sie empfangen, davon mag sie Gott nicht gleichen an ihren Werken. Diesem
widersprich ich aber allzumal. Denn der Sohn hat auch empfangen vom Vater Alles
das er ist und wirket doch gleich dem Vater, denn er und der Vater gie�en aus
den heiligen Geist mit gleicher Kraft und Vollkommenheit. Dieses also mag die
Seele nicht hindern. Es ist eine andere Rede, die die Seele hindert; an dieser
lasse ich
mich ein wenig gen�gen. Das ist, da� der Sohn ist
geflossen aus der Person des Vaters und ist in ihm geblieben wesentlich, und
darum vermag er wesentlich und pers�nlich Alles das der Vater vermag, die Seele
aber ist ausgeflossen von den Personen und nicht im Wesen geblieben. Mehr, sie
hat empfangen ein fremdes, (ein ungleiches) Wesen, das vom g�ttlichen Wesen
geursprunget ist.
Wie du liebest, also bist du. Liebst du die Erde, so bist du irdisch; liebst du
Gott, so bist du g�ttlich. Wenn ich denn Gott liebhabe, werde ich dann Gott? Das
sprech ich nicht, sondern ich weise euch zur Schrift, wo Gott spricht: Ihr seyd
G�tter und Kinder des H�chsten.
Wir sollen mit Gott vereinigt werden wesentlich, wir sollen mit Gott vereinigt
werden einlich, wir sollen mit Gott vereinigt werden ganzlich. Wie sollen wir
wesentlich mit Gott vereinigt werden? Das soll geschehen an der Schauung und
nicht an der Wesung. Sein Wesen mag nicht unser Wesen weiden, sondern soll unser
Leben seyn. Davon sprach auch Christus: Der Dich, Vater, erkennet, das ist ein
ewig Leben. Er sprach nicht: Das ist ein ewig Wesen.
Die Seele ist ein seliger Spiegel. Nun fragt man, wo das Wesen des Bildes am
eigentlichsten sey, in dem Spiegel, oder im Gegenstande, von dem es ausgehet.
Antwort: Dieweil der Spiegel meinem Antlitz gegen�berstehet, so ist mein Bild
darin; zerbr�che der Spiegel, so zerginge auch das Bild.
Das Auge, darin ich Gott sehe, ist dasselbe Auge, darin Gott mich sieht. Mein
Auge und Gottes Auge ist ein Auge und ein Gesicht und ein Erkennen und eine
Liebe.
Da ich heute Hieher ging, dachte ich, wie ich euch so vern�nftiglich predigen
m�chte, da� ihr mich wohl verst�ndet. Da erdachte ich ein Gleichni� und k�nntet
ihr dies wohl verstehen, dann verst�ndet ihr den Sinn, den Grund und die Meinung
aller meiner Predigten. Und das
Gleichni� war genommen von meinen Augen und dem
Holze. Wird mein Auge aufgethan, so ist es ein Auge; ist
es geschlossen, so ist es dasselbe Auge und durch das Sehen gehet dem Holze
weder was ab noch zu. Nun verstehet mich recht. Wird mein Auge aufgethan und auf
das Holz geworfen mit einem Ansehn, so bleibt ein Jegliches das es ist, und doch
werden sie in der Wirklichkeit des Gesichtes so Eins, da� man sagen mu�, das
Auge ist Holz und das Holz ist Auge. W�re nun aber das Holz ohne Materie und
geistlich wie mein Auge, dann m�chte man mit Wahrheit sprechen, da� in der
Wirklichkeit des Gesichtes das Holz und mein Auge best�nden in einem Wesen. Ist
nun dieses wahr von leiblichen Dingen, viel mehr ist es wahr von geistlichen
Dingen.
Ich nimm ein Becken mit Wasser und lege darin einen Spiegel und setze es unter
das Rad der Sonnen. Die Sonne wirft aus ihren lichten Schein in den Spiegel und
vergehet doch nicht. Das Widerspielen des Spiegels in der Sonne ist Sonne in der
Sonne, und der Spiegel ist doch das er ist. Also ist es um Gott. Gott ist in der
Seele mit seiner Natur und seinem Wesen und seiner Gottheit, und er ist doch
nicht die Seele. Das Widerspielen der Seele in Gott ist Gott in Gott und die
Seele ist doch das sie ist.
Wer diese Predigt hat verstanden, dem g�nn ichs wohl. W�re hier Niemand
gewesen, ich m��te sie diesem Stock gepredigt haben. Wer diese Predigt nicht hat
verstanden, bek�mmere sein Herz nicht damit, denn so lange der Mensch selber
nicht gleich ist dieser Wahrheit, so lange wird er sie nicht verstehen, denn es
ist eine unbedachte Wahrheit, die gekommen ist aus dem Herzen Gottes ohne
Mittel.
Das mystische Bewu�tseyn,
dargestellt
nach Meister Eckart, Dr. Tauler, Sus� und dem Verfasser
der "deutschen Theologie."
============================================
D. S.
> Weiter unten in der Predigt Meister Eckharts steht wortw�rtlich:
> "Viele gelehrte Leute m�gen nicht leiden, da� man die Seele so nahe
> ins g�ttliche Wesen setzt und ihr so viel g�ttliche Gleichheit zueignet..."
Was ist Wahrheit? Wahrheit ist so edel, da�, wenn Gott sich von der
Wahrheit kehren m�chte, ich wollte mich an die Wahrheit haften und
wollte Gott lassen.
up up and away
Denn Gott ist die Wahrheit und Alles was in der Zeit ist, und Alles das
Gott je erschaffen hat, ist nicht die Wahrheit.
Ja, schoenes Dillema,
muss man sich halt entscheiden.
Hat ja der Matthes auch gerade noch so ungefaehr hingeschrieben.
Ja, ansonsten, Dr. Schlenk -
och noe.
f
--
it's just about music :
noch ein Download und so... (4.08)
http://www.freimanns-music.biz/
Diesen Satz habe ich versucht, zu verstehen: Demnach ist ihm die Wahrheit
wichtiger als Gott. Oder? Meint er damit vielleicht das Tao? Im Tao Te King
wird auch davon gesprochen, da� das Tao sogar noch urspr�nglicher
sei als Gott. K�nnte es nicht sein, da� er das Tao Te King kannte?
>
> up up and away
>
> Denn Gott ist die Wahrheit und Alles was in der Zeit ist, und Alles das
> Gott je erschaffen hat, ist nicht die Wahrheit.
Warum: Gott ist die Sch�pfung (n�mlich alles was in der Zeit ist) und
au�erdem Sch�pfer (alles was nicht in der Zeit ist).
>
> Ja, schoenes Dillema,
> muss man sich halt entscheiden.
>
> Hat ja der Matthes auch gerade noch so ungefaehr hingeschrieben.
>
> Ja, ansonsten, Dr. Schlenk -
> och noe.
Ja, das ist nicht so einfach zu verdauende Kost. Da hilft vielleicht ein bissel
Magenbitter. Oder halt es doch einfach so wie der Zarathustra.
:-D
D. S.
> "As Below" <Freimann...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:Freimann-Gefecht-9B...@news.1und1.de...
> > In article <hbpb3h$gbb$1...@news.eternal-september.org>,
> > "D.Schlenk" <detmar...@hotmail.de> wrote:
> >
> >> Weiter unten in der Predigt Meister Eckharts steht wortw�rtlich:
> >> "Viele gelehrte Leute m�gen nicht leiden, da� man die Seele so nahe
> >> ins g�ttliche Wesen setzt und ihr so viel g�ttliche Gleichheit
> >> zueignet..."
> >
> > Was ist Wahrheit? Wahrheit ist so edel, da�, wenn Gott sich von der
> > Wahrheit kehren m�chte, ich wollte mich an die Wahrheit haften und
> > wollte Gott lassen.
>
> Diesen Satz habe ich versucht, zu verstehen: Demnach ist ihm die Wahrheit
> wichtiger als Gott. Oder? Meint er damit vielleicht das Tao? Im Tao Te King
> wird auch davon gesprochen, da� das Tao sogar noch urspr�nglicher
> sei als Gott. K�nnte es nicht sein, da� er das Tao Te King kannte?
noe, aber er kannte sich ja gut mit den sibirischen Schamanen aus, hat
mir mal jemand erzaehlt. Bei diesen liegen ja die Urspruenge.
> > up up and away
> >
> > Denn Gott ist die Wahrheit und Alles was in der Zeit ist, und Alles das
> > Gott je erschaffen hat, ist nicht die Wahrheit.
>
> Warum: Gott ist die Sch�pfung (n�mlich alles was in der Zeit ist) und
> au�erdem Sch�pfer (alles was nicht in der Zeit ist).
Achso. ja schau an...
Einfach mit dem Hammer draufhaun, dann laeuft er wieder...
> > Ja, schoenes Dillema,
> > muss man sich halt entscheiden.
> >
> > Hat ja der Matthes auch gerade noch so ungefaehr hingeschrieben.
> >
> > Ja, ansonsten, Dr. Schlenk -
> > och noe.
>
> Ja, das ist nicht so einfach zu verdauende Kost.
noe, noe, sicher nicht.
> Da hilft vielleicht ein bissel Magenbitter.
> Oder halt es doch einfach so wie der Zarathustra.
jaja
>
> :-D
>
> D. S.
> Wird mein Auge aufgethan, so ist es ein Auge; ist es geschlossen, so
> ist es dasselbe Auge und durch das Sehen gehet dem Holze weder was
> ab noch zu. Nun verstehet mich recht. Wird mein Auge aufgethan und
> auf das Holz geworfen mit einem Ansehn, so bleibt ein Jegliches das
> es ist, und doch werden sie in der Wirklichkeit des Gesichtes so
> Eins, da� man sagen mu�, das Auge ist Holz und das Holz ist Auge.
Mit anderen Worten: Ich muss mein Auge nicht sehen, um das Holz zu
sehen.
Andererseits hat Freimann neulich was �ber geregelte Verdauung
geschrieben.
In diesem Sinne: wohl bekomms!
Cheers,
Florian
--
Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren w�re
-- Epikur (Spruchsammlung 60)
Wenn ich eine Landschaft anschaue, dann schaut sie mich in diesem
Moment auch an. Oder man kann es auch so interpretieren: Alles, was
ich sehe, mit meinen Sinnen erfasse, und auch alles, was ich erahne, ist
ein
Teil von mir, so wie mein K�rper ein Teil von mir ist. All das ist meine
Welt, meine Wirklichkeit.
>
> Andererseits hat Freimann neulich was �ber geregelte Verdauung
> geschrieben.
Das mit dem Volumen und dem Bottich. Manchmal h�lt der Bottich
das Volumen nicht mehr und dann ist Zeit f�r's �rtchen.
>
> In diesem Sinne: wohl bekomms!
Man mu� alles erst mal verdauen. Und es mu� einem auch bekommen.
D. S.
> Wenn ich eine Landschaft anschaue, dann schaut sie mich in diesem
> Moment auch an. Oder man kann es auch so interpretieren: Alles, was
> ich sehe, mit meinen Sinnen erfasse, und auch alles, was ich erahne,
> ist ein Teil von mir, so wie mein K�rper ein Teil von mir ist. All
> das ist meine Welt, meine Wirklichkeit.
Das ist ja wie im M�rchen vom gestiefelten Kater. "Wem geh�rt dieses
Kornfeld...?"
Alles ist mein. Und gleichzeitig bin ich Teil vom Ganzen.
D. S.
>> > up up and away
>> >
>> > Denn Gott ist die Wahrheit und Alles was in der Zeit ist, und Alles das
>> > Gott je erschaffen hat, ist nicht die Wahrheit.
>>
>> Warum: Gott ist die Sch�pfung (n�mlich alles was in der Zeit ist) und
>> au�erdem Sch�pfer (alles was nicht in der Zeit ist).
>
> Achso. ja schau an...
> Einfach mit dem Hammer draufhaun, dann laeuft er wieder...
>
>> > Ja, schoenes Dillema,
>> > muss man sich halt entscheiden.
>> >
>> > Hat ja der Matthes auch gerade noch so ungefaehr hingeschrieben.
>> >
>> > Ja, ansonsten, Dr. Schlenk -
>> > och noe.
>>
>> Ja, das ist nicht so einfach zu verdauende Kost.
>
> noe, noe, sicher nicht.
>
>> Da hilft vielleicht ein bissel Magenbitter.
>> Oder halt es doch einfach so wie der Zarathustra.
>
> jaja
Eben.
D. S.
> Ich bin nicht der erste, der vermutet, da� er das Tao-Te-King kannte. Bei
> Friedrich Heer - Meister Eckhart
> http://www.ellopos.net/theology/eckhart-heer.asp?pg=6
> hei�t es weiter unten: "Die N�he Eckharts zu manchen Gedankeng�ngen
> Laotses, des Taoismus, aber auch des Zen-Buddhismus gibt zu denken."
Ja gut.
Denke weiter, weiter weg.
> Eben.
geh weg.
Ich will mich nicht mehr mit dir unterhalten.
Such dir kompetente Hilfe.
Ich kann mir selber helfen. Solche Typen wie Dich brauch ich eh' nicht.
Schie� in den Wind.
D. S.
> Ich kann mir selber helfen.
Ja dann fang doch endlich an.
Geh weg, und bring das in Ordnung.
Dann kannste dir ueberlegen, ob du wiederkommen willst.
> Solche Typen wie Dich brauch ich eh' nicht.
Die braucht keiner - wie schoen.
ich will micxh nihct mit dir unterhalten
> Schie� in den Wind.
geh, zieh einfach weiter
Schwarm Schwaermer
howdy howdy howdy