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Non-Dualität

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Monkey Mind

unread,
Nov 19, 2009, 7:25:21 AM11/19/09
to
Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
aufgetaucht.

Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,
nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein
Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine
trippige Wahrnehmungsweise?

Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
verloren.

Cheers,
Florian

--
Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren w�re
-- Epikur (Spruchsammlung 60)

Mond

unread,
Nov 19, 2009, 7:43:52 AM11/19/09
to
Monkey Mind wrote:

> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.
>

> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualitᅵt"? Ist es das
> gleiche wie Trinitᅵt? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,


> nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein

> Paradox, ᅵber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine


> trippige Wahrnehmungsweise?
>
> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> verloren.
>
> Cheers,
> Florian
>

Praktiziere doch einfach, dann findest Du alles selbst heraus!

As Below

unread,
Nov 19, 2009, 8:31:20 AM11/19/09
to
In article <he3dfh$6l1$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.

Ja, Dual (zweiseitig) - Non-Dual (einseifig)

> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"?

Ja, da kann man lange ...


> Ist es das gleiche wie Trinit�t? ;)

...oder ein Quartet vielleicht .?


> "Alles ist eins?"

Aleht is Ahinz
Zawei is Drahi

> Solipsismus?

Ich gestalte meine eigene Welt -
und darin bin ich ganz allein,
und alles was mir begegnet ist von
meinem eigenen Gahist erschaffene
Illusion.

> "Nicht zwei, nicht eins"?

nicht + nicht -

> Etwas un-buddhistisches?

....trotzdem oder deshalb ???

> Der Inbegriff der Lehre?

Hat die auch noch In-Begriffe ?

> Ein
> Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann?

Das haengt dann wohl von dem Zustand ab,
in dem sich der Leere gerade beefinded

> Eine trippige Wahrnehmungsweise?

Wir sind doch alle auf dem Weg, auf dem Trip
ins Morgenland.

> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> verloren.

schade, gerade wollte ich ueber meine Erfahrungen damit
berichten. Aber so nicht !


> Cheers,
> Florian

Ja, lieber Florian, das sind sehr intensive Fragen,
die uns alle beruehren, weil sie so unglaubhaft viel
mit dem Schwund zu tun haben, der uns alle so sehr
beschaeftigt.

dito


f


Nicht nerven lassen !
Laeuft sich tot, siehste doch...
Verkuender haben die eigenartige eigenschaft,
dass sie sich selber an den Hals fallen.

--
it's just about music :
noch ein Download und so... (4.08)
http://www.freimanns-music.biz/

Monkey Mind

unread,
Nov 19, 2009, 8:15:55 AM11/19/09
to
Mond <inv...@invalid.invalid> writes:

> Monkey Mind wrote:
>
>> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
>> aufgetaucht.
>>

>> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
>> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht


>> zwei, nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der

>> Lehre? Ein Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden


>> kann? Eine trippige Wahrnehmungsweise?
>>
>> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
>> verloren.
>

> Praktiziere doch einfach, dann findest Du alles selbst heraus!

Die Praxis f�hrt dazu, dass ich die Gedanken der anderen dswb-ler
lesen kann?

Bis jetzt jedenfalls nicht.

Mond

unread,
Nov 19, 2009, 8:27:22 AM11/19/09
to
Monkey Mind wrote:

> Die Praxis fᅵhrt dazu, dass ich die Gedanken der anderen dswb-ler


> lesen kann?
>
> Bis jetzt jedenfalls nicht.
>
> Cheers,
> Florian

Es geht um Selbstiebe und Nᅵchstenliebe, Frieden und sich mit sich Selbst
wohlfᅵhlen, frei zu seinen von allen inneren Blockierungen. Gesund sein
usw...

As Below

unread,
Nov 19, 2009, 8:57:34 AM11/19/09
to
In article <he3geb$kjt$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Mond <inv...@invalid.invalid> writes:
>
> > Monkey Mind wrote:
> >
> >> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> >> aufgetaucht.
> >>
> >> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
> >> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht
> >> zwei, nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der
> >> Lehre? Ein Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden
> >> kann? Eine trippige Wahrnehmungsweise?
> >>
> >> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> >> verloren.
> >
> > Praktiziere doch einfach, dann findest Du alles selbst heraus!
>
> Die Praxis f�hrt dazu, dass ich die Gedanken der anderen dswb-ler
> lesen kann?

ja "natuerlich" Selbst Verstaendlich -
und nicht nur das :
Du wirst bei der Mondscheinpraxis Experte auf allen
Gebieten jedweder Lebensgestaltung.

> Bis jetzt jedenfalls nicht.

Mach nur weiter,
lese aufmerksam die Botscheaften vom Mond,
lese sie immer wieder, hoer nicht auf die "Wahrheit"
zu inhalieren.

Lese sie laut, damit sich deine Umgebung mit den
Weihbreschens der Mondbotschaft fuellt.

Setze dich vor einen Spiegel und lese
dir die Mondbotschaft laut selber vor.

So ist die Paxis,
so Geschieht der Himmelsmensch.

> Cheers,
> Florian

dito

f

Monkey Mind

unread,
Nov 19, 2009, 9:03:26 AM11/19/09
to
Mond <inv...@invalid.invalid> writes:

> Monkey Mind wrote:
>
>> Die Praxis f�hrt dazu, dass ich die Gedanken der anderen dswb-ler


>> lesen kann?
>>
>> Bis jetzt jedenfalls nicht.
>>
>> Cheers,
>> Florian
>

> Es geht um Selbstiebe und N�chstenliebe, Frieden und sich mit sich Selbst
> wohlf�hlen, frei zu seinen von allen inneren Blockierungen. Gesund sein
> usw...

Ah, Wellness.

Mond

unread,
Nov 19, 2009, 9:01:27 AM11/19/09
to
Ich kann Ingrid sehr gut verstehen...

As Below

unread,
Nov 19, 2009, 10:24:54 AM11/19/09
to
In article <he3j3k$6qf$00$1...@news.t-online.com>,
Mond <inv...@invalid.invalid> wrote:

> Ich kann Ingrid sehr gut verstehen...
>

ich auch

Mathias Grewin

unread,
Nov 19, 2009, 2:21:58 PM11/19/09
to
Monkey Mind wrote:

> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.
>

> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualitᅵt"?

I bi net a buddhist -
darum will ich gerne antworten:

> Ist es das
> gleiche wie Trinitᅵt? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,


> nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre?

Egal, wie ich etwas benenne -
es sind nur Bewertungen des Geistes, die
eben solange funktionieren wie dieser Geist
die Ebene gelten lᅵsst.


> Ein
> Paradox, ᅵber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann?

Wenn ich erwache, dann sage ich:

"Wenn das Leben schon keinen Sinn hat,
wie sollte es in diesem etwas geben, das
einen Sinn ergibt?"

Wenn ich Befriedigung im Jetzt suche,
dann sage ich:

Kann ich etwas so fᅵr
mich gelten lassen - oder nicht?

> Eine
> trippige Wahrnehmungsweise?

Zwischen der Leere und dem Nichts
liegt ein lebenslanger Trip, an dem der
Geist einen sehr entscheidenden Anteil hat
(mMn.).

>
> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> verloren.

Den esoterischen Geist kann ich nicht gelten lassen -
ich muss meinen Trip nicht auch noch ᅵbersteuern!


>
> Cheers,
> Florian
>

Gruss - Mathias ...

und zu folgendem Schluss komme ich aufgrund meiner
ᅵberlegungen:
Es macht fᅵr mich Sinn, nicht nach dem Sinn zu fragen,
allenfalls nach dem Grund:

"Mond" leidet - deshalb schreibt er hier ᅵber Regenbogenponys.

Das gibt sich.

M.

Mathias Grewin

unread,
Nov 19, 2009, 2:34:29 PM11/19/09
to
As Below wrote:

> In article <he3j3k$6qf$00$1...@news.t-online.com>,
> Mond <inv...@invalid.invalid> wrote:
>
>> Ich kann Ingrid sehr gut verstehen...
>>
>
> ich auch
>

ich auch - sie leidet.


M.

Dieter Brand

unread,
Nov 19, 2009, 4:05:13 PM11/19/09
to
On 11月19日, 午後12:25, monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.
>
> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualität"?  Ist es das
> gleiche wie Trinität? ;) "Alles ist eins?"  Solipsismus?  "Nicht zwei,

> nicht eins"?  Etwas un-buddhistisches?  Der Inbegriff der Lehre?  Ein
> Paradox, über das nicht sinnvoll diskutiert werden kann?  Eine

> trippige Wahrnehmungsweise?
>
> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> verloren.
>
> Cheers,
> Florian
>
> --
> Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre
>                                            -- Epikur (Spruchsammlung 60)

Wenn ein Gedanke Form annimt, kann ich ahnen, dass da noch etwas war.
Ist das die Non-Dualitaet?

Und was sind Bitte Regenbogenponys?

Dieter

PS: Das Definieren will ich dir gerne ueberlassen.

As Below

unread,
Nov 19, 2009, 5:19:33 PM11/19/09
to
In article <7mljuhF...@mid.individual.net>,
Mathias Grewin <mathias...@gmx.de> wrote:


> "Mond" leidet - deshalb schreibt er hier �ber Regenbogenponys.

Ja, danke, ich hatte schon beinahe mein Mitgefuehl aufgegeben.
Gut, dass du mich daran erinnerst.

> Das gibt sich.

Wir werden sehn.

>
> M.

Gruss

f

Monkey Mind

unread,
Nov 20, 2009, 2:19:24 AM11/20/09
to
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> writes:

> monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
>> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
>> aufgetaucht.
>>

>> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? �Ist es das
>> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" �Solipsismus? �"Nicht


>> zwei, nicht eins"? �Etwas un-buddhistisches? �Der Inbegriff der

>> Lehre? �Ein Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden


>> kann? �Eine trippige Wahrnehmungsweise?
>>
>> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
>> verloren.
>>

> Wenn ein Gedanke Form annimt, kann ich ahnen, dass da noch etwas
> war. Ist das die Non-Dualitaet?

Warum auch nicht.

Ich habe die Frage gestellt, weil fast alle Threads in letzter Zeit um
den Begriff der Non-Dualit�t herumgeschlichen sind wie die
sprichw�rtlichen Katzen um die sprichw�rtliche heisse M�lltonne.

Darum fand ich, wir k�nnten das Wort mal vom Altar nehmen und genauer
anschauen, umdrehen und sch�tteln, ob da was klappert usw. Und es
kann n�tzlich sein zu wissen, wie unterschiedlich die Definitionen von
"Non-Dualit�t" f�r die einzelnen Teilnehmer sind.

> Und was sind Bitte Regenbogenponys?

http://vault.hanover.edu/~altermattw/personal/kate-art/Rainbow-Pony.jpg

> PS: Das Definieren will ich dir gerne ueberlassen.

Hier ist eine, die ich n�tzlich finde, weil sie sich praktisch
�berpr�fen l�sst: Es gibt keine besonders beschaffene Wahrnehmung, die
andere Wahrnehmungen wahrnehmen kann, sondern bloss Wahrnehmungen. Es
gibt keinen besonders gekennzeichneten Mittelpunkt auf den sich alles
Bezieht.

Cheers,
Florian

--

Gottfried Helms

unread,
Nov 20, 2009, 3:15:53 AM11/20/09
to
Am 19.11.2009 13:25 schrieb Monkey Mind:
> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.
>
> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,

> nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein
> Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine

> trippige Wahrnehmungsweise?
>
> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> verloren.
>
> Cheers,
> Florian
>
Als Substantiv kann ich nicht viel damit anfangen. "Dualisieren" oder
"nicht dualisieren" - dazu habe ich Vorstellungen.

"Dualisieren" ... - �berlegen wir den Proze�, in dem wir gedanklich
aus einer -nicht ganz (!)- amorphen Umgebung ein "Etwas" herauskristal-
lisieren, ein Muster, einen Rand, eine Umgrenzung erkennen.
Das kann in einem Nebel eine etwas dunklere Stelle sein, die wir
beim sch�rfer hinsehen als Nebelschwade herausdestillieren oder
als Schatten eines Baumes, dessen physische Begrenzung wir dabei
hochrechnen.
Lassen wir den Nebel: ist f�r uns die Rinde des Baumes als Begrenzung
von Bedeutung, da uns praktisch nur die materielle Struktur des
Baumes interessiert, w�rde f�r einen Schmetterling mit seinem extremen
Geruchssinn die Mikroklima-Umgebung des Baumstammes die bedeutsame
Begrenzung sein, oder gehen wir im Gedankenexperiment noch einen
Schritt weiter zu kleineren Organismen der Bereich, an dem die
Sauerstoffkonzentration h�her wird, wobei die Rinde als materielle
Begrenzung zweitrangig wird, da ihre Struktur viel zu grob im Ver-
h�ltnis zur Gr��e und zum Bedeutungsbereichs des Mikroorganismus ist.

Die geistige F�higkeit zur gedanklichen Bildung von (abgegrenzten)
Entit�ten ist aber nicht auf den physischen Bereich begrenzt; wir
bilden Entit�ten auch bei anderen Sinneseindr�cken - z.B. Kl�ngen
und isolieren aus einem Druckwellenkontinuum "zusammeneh�rige"
Elemente und f�gen sie zu "einem" Klang "eines" Instrumentes
zusammen. Auch wenn man Bilder betrachtet, macht man das.
Weiter machen wir das wenn wir soziale Situationen betrachten -
wir destillieren das Muster "Freundschaft", "Feindschaft" heraus,
und eine MSG eines Newsgruppenteilnehmers identifizieren wir
vielleicht als Teil einer psychologischen Kriegsf�hrung... oder
einer systematischen Verarsche ;-)
Wir bilden die Struktur des Anderen als seinen "Charakter", indem
wir Muster in seinem Verhalten entdecken, oder -m�glicherweise-
bilden ja sogar unser eigenes "Selbst"bild in Ab-grenzung:
sozusagen "Fremd- und Selbst-ident-ifizierung"

Andrerseits haben wir auch die mentale F�higkeit, diesen Kristalli-
sierungs- /Identifizierungsproze� umzudrehen, aufzul�sen.
Man kann so in einer Musik aufgehen, da� man das "identifizieren"
der Musik, ihrer Instrumente, des klanglichen und musikalischen
Schemas, die eigentlich auff�llige Kontrapunktik, die Technik
des Schlagzeugers v�llig vergi�t, man kann in einem Film
"hineinsteigen" und die Trennung von "mir" und Flu� der Bilder auf
der Leinwand v�llig vergessen.
Wir sind soziale Wesen, brauchen die soziale Einbindung und die
Interaktion: wir k�nnen in einem Chor, in einer Fu�ballmannschaft
in einem Fu�ballspiel zeitweise v�llig aufgehen; und in den tiefen
Liebesbeziehungen, die wir im Leben manchmal haben k�nnen, kann
man in �hnlicher Weise, und manchmal viel weiter, diese Getrenntheit
nicht nur vergessen sondern man kann geradezu in einer Gemeinsamkeit
aufgehen - ein wichtiger und m�chtiger Proze�, besonders wenn Kinder
entstehen und/oder in einem "Nest" mit solchen Momenten aufwachsen
k�nnen.
Bevor ich zum Buddhismus kam, hatte ich ein paar Jahre Tantra-
Gruppen besucht und dort die intensive Massagetechnik kennengelernt.
Dort wird �ber den K�rper-Ber�hrungskontakt dieser geistige Proze�
des Grenzenbildens, �hhmmm-, unterminiert und stattdessen ge�bt,
immer leichter zug�nglich f�r dieses "in (etwas) aufgehen" zu werden -
auch in diesem elementaren taktilen und sozialen Bereich.

Hier sind das "dualisieren" - "nicht dualisieren" oder besser
"aufl�sen/verschmelzen/...(?)" nunmehr sogar als ganz bewu�te
Konstrukte eines �bungsweges erkennbar; d.h. hier haben sich seit
langer Kulturentwicklung bereits viele Menschen intensive Gedanken
dr�ber gemacht und praktisch probiert/ge�bt/Ergebnisse erzielt.

Da wir selbstreflexiv denken k�nnen, werden, wie der Buddha
mit seinem "sechsten Sinnesgebiet" einf�hrt, auch die Gedanken,
unser Denken Gegenstand unserer Betrachtung - eine Erkenntnis-
situation, die vielleicht mit dem "radikalen Konstruktivismus"
verwandt ist.
Betrachten wir unser eigenes Denken, oder -in der Paraphrase-:
"richten wir unsere Achtsamkeit auf das Entstehen und
Vergehen der Gedanken",
k�nnen wir m�glicherweise auch hier denselben "Mustererkenner"
einschalten und trainieren. Wir k�nnen erkennen, wie Gedanken,
ganze Geb�ude aus Gedanken und Emotionen, komplexe Ansichten
oder auch nur emotionsfrei gedachte Theorieen sich als Entit�ten
herauskristallisieren - und m�glicherweise Teil unserer *eigenen*
Charakterbildung werden.
Und wir k�nnen auch hier den umgekehrten Proze� versuchen:
das Aufl�sen, das in-den-Flu�-kommen mit den anderen Anteilen des
Denkprozesses (also den nicht dualisierenden, sondern
kommunizierenden(?), aufl�senden (?),... intuitiven(?) Teilen
der Denkt�tigkeit)

(In der Zeit meines ersten Studiums hatten wir noch die
Konkurrenz der Digital-rechner und der Analog-rechner, wobei
die Digitalrechner f�r mich hier mal das Dualisierungs-/
Ident-ifizierungsmodell repr�sentieren und die Analogrechner
das Kontinuums-/Aufl�sungsmodell ;-) )

Ich sehe hier das "Aufl�sen"/Entkristallisieren/Verschmelzen/...
nicht als Selbstzweck, aber als zweiten Teil unserer Denk- und
damit auch sozialen M�glichkeiten, als Korrektiv des dominierenden
Dualisierens (welches eine solche kulturelle Dominanz angenommen hat,
da� wir von einem weitverbreiteten "Leiden am Getrenntsein" sprechen
k�nnen)

---

Also: die Frage in der substantivischen Form wie im subject Deiner
MSG kann ich leider nicht gut behandeln. Vielleicht kannst Du ja was
mit dieser anderen Form was anfangen.

Herzlich -

Gottfried

-----------------------------

P.s. Zu den ent-dualisierungs ;-) oder meinetwegen "Verschmelzungs"
(oder was-auch-immer)-Erfahrungen in meiner Tantra-Zeit habe ich
sp�ter ein paar Diskussionsartikel aus dem damaligen Tantra-Forum
zusammengestellt, in denen wir �ber diese und �hnliche Fragen diskutiert
hatten. Du kannst ein PDF herunterladen unter

http://go.helms-net.de/txt/tantra/Tantra.pdf

und ein ganz klein bi�chen Rahmung dazu im Index meiner Texte-Seite

http://go.helms-net.de/txt/index.htm

finden. In dem Heft ist da mein zweiter Beitrag zur Diskussion
"Warum Tantramassage" relevant.(Seite 7 von 40, .pdf)

As Below

unread,
Nov 20, 2009, 4:25:02 AM11/20/09
to
In article <7mn1hrF...@mid.dfncis.de>,
Gottfried Helms <he...@uni-kassel.de> wrote:

Vielen Dank, Gottfried, das hast du wirklich schoen beschrieben.

> Am 19.11.2009 13:25 schrieb Monkey Mind:
> > Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> > aufgetaucht.
> >

> > Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
> > gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,


> > nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein

> > Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine


> > trippige Wahrnehmungsweise?
> >
> > Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> > verloren.
> >
> > Cheers,
> > Florian
> >
> Als Substantiv kann ich nicht viel damit anfangen. "Dualisieren" oder
> "nicht dualisieren" - dazu habe ich Vorstellungen.
>

> "Dualisieren" ... - �berlegen wir den Proze�, in dem wir gedanklich


> aus einer -nicht ganz (!)- amorphen Umgebung ein "Etwas" herauskristal-
> lisieren, ein Muster, einen Rand, eine Umgrenzung erkennen.
> Das kann in einem Nebel eine etwas dunklere Stelle sein, die wir

> beim sch�rfer hinsehen als Nebelschwade herausdestillieren oder


> als Schatten eines Baumes, dessen physische Begrenzung wir dabei
> hochrechnen.

> Lassen wir den Nebel: ist f�r uns die Rinde des Baumes als Begrenzung


> von Bedeutung, da uns praktisch nur die materielle Struktur des

> Baumes interessiert, w�rde f�r einen Schmetterling mit seinem extremen


> Geruchssinn die Mikroklima-Umgebung des Baumstammes die bedeutsame
> Begrenzung sein, oder gehen wir im Gedankenexperiment noch einen
> Schritt weiter zu kleineren Organismen der Bereich, an dem die

> Sauerstoffkonzentration h�her wird, wobei die Rinde als materielle


> Begrenzung zweitrangig wird, da ihre Struktur viel zu grob im Ver-

> h�ltnis zur Gr��e und zum Bedeutungsbereichs des Mikroorganismus ist.
>
> Die geistige F�higkeit zur gedanklichen Bildung von (abgegrenzten)
> Entit�ten ist aber nicht auf den physischen Bereich begrenzt; wir
> bilden Entit�ten auch bei anderen Sinneseindr�cken - z.B. Kl�ngen
> und isolieren aus einem Druckwellenkontinuum "zusammeneh�rige"
> Elemente und f�gen sie zu "einem" Klang "eines" Instrumentes


> zusammen. Auch wenn man Bilder betrachtet, macht man das.
> Weiter machen wir das wenn wir soziale Situationen betrachten -
> wir destillieren das Muster "Freundschaft", "Feindschaft" heraus,
> und eine MSG eines Newsgruppenteilnehmers identifizieren wir

> vielleicht als Teil einer psychologischen Kriegsf�hrung... oder


> einer systematischen Verarsche ;-)
> Wir bilden die Struktur des Anderen als seinen "Charakter", indem

> wir Muster in seinem Verhalten entdecken, oder -m�glicherweise-


> bilden ja sogar unser eigenes "Selbst"bild in Ab-grenzung:
> sozusagen "Fremd- und Selbst-ident-ifizierung"
>

> Andrerseits haben wir auch die mentale F�higkeit, diesen Kristalli-
> sierungs- /Identifizierungsproze� umzudrehen, aufzul�sen.
> Man kann so in einer Musik aufgehen, da� man das "identifizieren"


> der Musik, ihrer Instrumente, des klanglichen und musikalischen

> Schemas, die eigentlich auff�llige Kontrapunktik, die Technik
> des Schlagzeugers v�llig vergi�t, man kann in einem Film
> "hineinsteigen" und die Trennung von "mir" und Flu� der Bilder auf
> der Leinwand v�llig vergessen.


> Wir sind soziale Wesen, brauchen die soziale Einbindung und die

> Interaktion: wir k�nnen in einem Chor, in einer Fu�ballmannschaft
> in einem Fu�ballspiel zeitweise v�llig aufgehen; und in den tiefen
> Liebesbeziehungen, die wir im Leben manchmal haben k�nnen, kann
> man in �hnlicher Weise, und manchmal viel weiter, diese Getrenntheit


> nicht nur vergessen sondern man kann geradezu in einer Gemeinsamkeit

> aufgehen - ein wichtiger und m�chtiger Proze�, besonders wenn Kinder


> entstehen und/oder in einem "Nest" mit solchen Momenten aufwachsen

> k�nnen.


> Bevor ich zum Buddhismus kam, hatte ich ein paar Jahre Tantra-
> Gruppen besucht und dort die intensive Massagetechnik kennengelernt.

> Dort wird �ber den K�rper-Ber�hrungskontakt dieser geistige Proze�
> des Grenzenbildens, �hhmmm-, unterminiert und stattdessen ge�bt,
> immer leichter zug�nglich f�r dieses "in (etwas) aufgehen" zu werden -


> auch in diesem elementaren taktilen und sozialen Bereich.
>
> Hier sind das "dualisieren" - "nicht dualisieren" oder besser

> "aufl�sen/verschmelzen/...(?)" nunmehr sogar als ganz bewu�te
> Konstrukte eines �bungsweges erkennbar; d.h. hier haben sich seit


> langer Kulturentwicklung bereits viele Menschen intensive Gedanken

> dr�ber gemacht und praktisch probiert/ge�bt/Ergebnisse erzielt.
>
>
>
> Da wir selbstreflexiv denken k�nnen, werden, wie der Buddha
> mit seinem "sechsten Sinnesgebiet" einf�hrt, auch die Gedanken,


> unser Denken Gegenstand unserer Betrachtung - eine Erkenntnis-
> situation, die vielleicht mit dem "radikalen Konstruktivismus"
> verwandt ist.
> Betrachten wir unser eigenes Denken, oder -in der Paraphrase-:
> "richten wir unsere Achtsamkeit auf das Entstehen und
> Vergehen der Gedanken",

> k�nnen wir m�glicherweise auch hier denselben "Mustererkenner"
> einschalten und trainieren. Wir k�nnen erkennen, wie Gedanken,
> ganze Geb�ude aus Gedanken und Emotionen, komplexe Ansichten
> oder auch nur emotionsfrei gedachte Theorieen sich als Entit�ten
> herauskristallisieren - und m�glicherweise Teil unserer *eigenen*
> Charakterbildung werden.
> Und wir k�nnen auch hier den umgekehrten Proze� versuchen:
> das Aufl�sen, das in-den-Flu�-kommen mit den anderen Anteilen des


> Denkprozesses (also den nicht dualisierenden, sondern

> kommunizierenden(?), aufl�senden (?),... intuitiven(?) Teilen
> der Denkt�tigkeit)


>
> (In der Zeit meines ersten Studiums hatten wir noch die
> Konkurrenz der Digital-rechner und der Analog-rechner, wobei

> die Digitalrechner f�r mich hier mal das Dualisierungs-/
> Ident-ifizierungsmodell repr�sentieren und die Analogrechner
> das Kontinuums-/Aufl�sungsmodell ;-) )
>
>
>
>
>
> Ich sehe hier das "Aufl�sen"/Entkristallisieren/Verschmelzen/...


> nicht als Selbstzweck, aber als zweiten Teil unserer Denk- und

> damit auch sozialen M�glichkeiten, als Korrektiv des dominierenden


> Dualisierens (welches eine solche kulturelle Dominanz angenommen hat,

> da� wir von einem weitverbreiteten "Leiden am Getrenntsein" sprechen
> k�nnen)


>
> ---
>
> Also: die Frage in der substantivischen Form wie im subject Deiner
> MSG kann ich leider nicht gut behandeln. Vielleicht kannst Du ja was
> mit dieser anderen Form was anfangen.
>
> Herzlich -
>
> Gottfried
>
> -----------------------------
>
> P.s. Zu den ent-dualisierungs ;-) oder meinetwegen "Verschmelzungs"
> (oder was-auch-immer)-Erfahrungen in meiner Tantra-Zeit habe ich

> sp�ter ein paar Diskussionsartikel aus dem damaligen Tantra-Forum
> zusammengestellt, in denen wir �ber diese und �hnliche Fragen diskutiert


> hatten. Du kannst ein PDF herunterladen unter
>
> http://go.helms-net.de/txt/tantra/Tantra.pdf
>

> und ein ganz klein bi�chen Rahmung dazu im Index meiner Texte-Seite


>
> http://go.helms-net.de/txt/index.htm
>
> finden. In dem Heft ist da mein zweiter Beitrag zur Diskussion
> "Warum Tantramassage" relevant.(Seite 7 von 40, .pdf)

--

As Below

unread,
Nov 20, 2009, 4:46:44 AM11/20/09
to
In article <he5fts$dtp$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Dieter Brand <diethe...@gmail.com> writes:
>
> > monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
> >> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> >> aufgetaucht.
> >>
> >> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? �Ist es das
> >> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" �Solipsismus? �"Nicht
> >> zwei, nicht eins"? �Etwas un-buddhistisches? �Der Inbegriff der
> >> Lehre? �Ein Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden
> >> kann? �Eine trippige Wahrnehmungsweise?
> >>
> >> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> >> verloren.
> >>
> > Wenn ein Gedanke Form annimt, kann ich ahnen, dass da noch etwas
> > war. Ist das die Non-Dualitaet?
>
> Warum auch nicht.
>
> Ich habe die Frage gestellt, weil fast alle Threads in letzter Zeit um
> den Begriff der Non-Dualit�t herumgeschlichen sind wie die
> sprichw�rtlichen Katzen um die sprichw�rtliche heisse M�lltonne.

Naja, eigentlich schlichen hier einige Korrespondenten um einen
wiederholt angemerkten Irrtum herum : Duales-Denken = Dichotomes Denken.

Dual : Standpunkt <-> Blickpunkte
Dichotom: Paare von Gegensaetzen bildend. (Gut / boese)

> Darum fand ich, wir k�nnten das Wort mal vom Altar nehmen und genauer
> anschauen, umdrehen und sch�tteln, ob da was klappert usw. Und es
> kann n�tzlich sein zu wissen, wie unterschiedlich die Definitionen von
> "Non-Dualit�t" f�r die einzelnen Teilnehmer sind.

Ich kann mir unter Non-Dualitaet genau so wenig vorstellen, wie unter
Dualitaet (Dual = erster Grosser Hersteller von Stereo-Anlagen,
deutschland)

Gottfried hat was schoenes sazu geschrieben -
kann ich gut nachvollziehen. Wuerde ich dennoch nicht Dual, Non-dual
genannt haben. Sondern klar und abgegrenzt und rauschhaft indifferent,
oder extatisch, je nachdem...

> > Und was sind Bitte Regenbogenponys?
>
> http://vault.hanover.edu/~altermattw/personal/kate-art/Rainbow-Pony.jpg
>
> > PS: Das Definieren will ich dir gerne ueberlassen.
>
> Hier ist eine, die ich n�tzlich finde, weil sie sich praktisch
> �berpr�fen l�sst: Es gibt keine besonders beschaffene Wahrnehmung, die
> andere Wahrnehmungen wahrnehmen kann, sondern bloss Wahrnehmungen. Es
> gibt keinen besonders gekennzeichneten Mittelpunkt auf den sich alles
> Bezieht.

Scheint so, als waere non-dual weniger ein "Denken" als ein Zustand
in dem nicht mehr gedacht wird, sondern nur noch wahrgenommen, besser :
erfahren.

Ich denke, dass jede besondere Leistung auf irgendeinem Gebiet darauf
beruht, dass man diesen Zustand erreicht. Insgesammt scheint es so zu
sein, dass man sich nicht als isolierten Teil des Geschehens sieht,
sondern nur noch das "Geschehen" anschaut, wahrnimmt.


> Cheers,
> Florian

mfG

f

Monkey Mind

unread,
Nov 20, 2009, 5:07:08 AM11/20/09
to
As Below <Freimann...@t-online.de> writes:

> In article <he5fts$dtp$1...@news.eternal-september.org>,
> monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
>
>> Dieter Brand <diethe...@gmail.com> writes:
>>
>> > monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
>> >> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
>> >> aufgetaucht.
>> >>
>> >> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? �Ist es das
>> >> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" �Solipsismus? �"Nicht
>> >> zwei, nicht eins"? �Etwas un-buddhistisches? �Der Inbegriff der
>> >> Lehre? �Ein Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden
>> >> kann? �Eine trippige Wahrnehmungsweise?
>> >>
>> >> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
>> >> verloren.
>> >>
>> > Wenn ein Gedanke Form annimt, kann ich ahnen, dass da noch etwas
>> > war. Ist das die Non-Dualitaet?
>>
>> Warum auch nicht.
>>
>> Ich habe die Frage gestellt, weil fast alle Threads in letzter Zeit um
>> den Begriff der Non-Dualit�t herumgeschlichen sind wie die
>> sprichw�rtlichen Katzen um die sprichw�rtliche heisse M�lltonne.
>
> Naja, eigentlich schlichen hier einige Korrespondenten um einen
> wiederholt angemerkten Irrtum herum : Duales-Denken = Dichotomes Denken.
>
> Dual : Standpunkt <-> Blickpunkte
> Dichotom: Paare von Gegensaetzen bildend. (Gut / boese)

Die beiden sind nicht identisch, aber doch eng miteinander verwoben.
Ich bilde einen Gegensatz wie Gut/B�se, suche mir eine Seite aus die
ich bevorzuge, und mache sie zu meinem Standpunkt.

Umgekehrt geht auch: ich habe meinen Blickpunkt, und bilde die
Dichotomie "hier / nicht hier bzw. dort"

>> Darum fand ich, wir k�nnten das Wort mal vom Altar nehmen und genauer
>> anschauen, umdrehen und sch�tteln, ob da was klappert usw. Und es
>> kann n�tzlich sein zu wissen, wie unterschiedlich die Definitionen von
>> "Non-Dualit�t" f�r die einzelnen Teilnehmer sind.
>
> Ich kann mir unter Non-Dualitaet genau so wenig vorstellen, wie unter
> Dualitaet (Dual = erster Grosser Hersteller von Stereo-Anlagen,
> deutschland)

F�r mich eine Kindheitserinnerung, der Plattenspieler mit dem strengen
Ber�hrungsverbot.

> Gottfried hat was schoenes sazu geschrieben -
> kann ich gut nachvollziehen. Wuerde ich dennoch nicht Dual, Non-dual
> genannt haben. Sondern klar und abgegrenzt und rauschhaft indifferent,
> oder extatisch, je nachdem...
>

>> Hier ist eine, die ich n�tzlich finde, weil sie sich praktisch
>> �berpr�fen l�sst: Es gibt keine besonders beschaffene Wahrnehmung,
>> die andere Wahrnehmungen wahrnehmen kann, sondern bloss
>> Wahrnehmungen. Es gibt keinen besonders gekennzeichneten
>> Mittelpunkt auf den sich alles Bezieht.
>
> Scheint so, als waere non-dual weniger ein "Denken" als ein Zustand
> in dem nicht mehr gedacht wird, sondern nur noch wahrgenommen, besser :
> erfahren.

Oder, in dem Gedanken nicht mehr fantasiert sondern erfahren werden.
Oder so. Die Gedanken bleiben ja da, es ist eher die Haltung
betreffend Gedanken, die eine Rolle spielt.

> Ich denke, dass jede besondere Leistung auf irgendeinem Gebiet
> darauf beruht, dass man diesen Zustand erreicht. Insgesammt scheint
> es so zu sein, dass man sich nicht als isolierten Teil des
> Geschehens sieht, sondern nur noch das "Geschehen" anschaut,
> wahrnimmt.

Diese Beschreibung klingt nach dem, was ich "Konzentrationszust�nde"
nenne.

Dieter Brand

unread,
Nov 20, 2009, 5:19:04 AM11/20/09
to
Also ist Non-Dualitaet reine Wahrnehmung, Non-Dualisieren in ein
Geschehen aufgehen, und beides reines Bewusstsein!?

Bleibt nur die Frage was ist reines Bewusstsein? Ach so, ja klar, das
ist doch Non-Dualitaet. Ich geb auf!

Dieter

As Below

unread,
Nov 20, 2009, 10:56:48 AM11/20/09
to
In article <he5pod$qlt$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> > Dual : Standpunkt <-> Blickpunkte
> > Dichotom: Paare von Gegensaetzen bildend. (Gut / boese)
>
> Die beiden sind nicht identisch, aber doch eng miteinander verwoben.

Das sehe ich nicht so.
Ich zumindest praktiziere Dichotomie nicht mehr, als Denk-Modell.
Ich habe mir angewoehnt, in den verschiedenen Ansichten und
Willens-Aeusserungen einfach alternative Gedanken und Vorstellungen
zu erkennen.

Dual denke ich aber, notwendig, oft.
Was will ich - was will jemand anderes, was kann ich - was kann jemand
anderes (auch oft besser) u.s.w.

Aber dann, beim gemeinsamen handeln erreichen wir oft diesen Zustand, in
dem alles von der Hand geht - nur, dem geht (fast) immer ein grosses
Ueben voraus.

> Ich bilde einen Gegensatz wie Gut/B�se, suche mir eine Seite aus die
> ich bevorzuge, und mache sie zu meinem Standpunkt.

Noe, so schon sehr lange nicht mehr.

> Umgekehrt geht auch: ich habe meinen Blickpunkt, und bilde die
> Dichotomie "hier / nicht hier bzw. dort"

Och noe, denk mal an, dann waerest du ja wieder der Solipsist,
der die Gedanken erschafft die dort auftauchen wo du nicht bist...

Ach, das ist mir zu wirrig...
will ich mir nicht denken.

> F�r mich eine Kindheitserinnerung, der Plattenspieler mit dem strengen
> Ber�hrungsverbot.

Mein erster Plattenspieler ueberhaupt, mit Platte von James Brown.
Getuppuh...

> Oder, in dem Gedanken nicht mehr fantasiert sondern erfahren werden.

Noe, ich meine wirklich keine Gedanken mehr - nur noch Erfahren und
Handeln und "erleben"...

Beim gemeinsamen Musizieren kommt das oft vor, aber auch wenn ich meinen
"Arbeits-Rausch" habe, Probleme loese und so weiter ... ach eigentlich
ist das mein normaler Zustand, aus dem ich eher bewusst heraustrete muss,
wenn ich beispielsweise wie jetzt Gedanken formulieren und decodieren
muss.

Aber ich wuerde diesen Zustand nicht non-dual nennen, sondern
"nicht-reflexiv", weil es meiner Ansicht nach, eben ein Zustand ist, in
dem man Gedanken und Vorstellungen nicht mehr reflektiert, sondern
direkt auf die Wirklichkeit / Welt antwortet.

Ich habe aber auch wirklich viel Uebung darin.

> Oder so. Die Gedanken bleiben ja da, es ist eher die Haltung
> betreffend Gedanken, die eine Rolle spielt.

Noe, seh ich nicht so :
Das Denken verschwindet, tritt vollkommen in den Hintergrund, vor dem
geistigen Auge erscheinen nur noch Bilder, Wirklichkeiten, und die
Antwort ist eine direkte auch nur aus Bildern, Wirklichkeiten -
eine Trennung zwischen Welt und Wirklichkeit findet auch nicht mehr
statt.

Laesst sich nur schwer vermitteln, diese Direktheit der Bilder-Welten.

Als ich krank wurde, ging das uebrigens voellig verloren.
Ich hatte Gedanken, Gedanken ueber Gedanken, Gedanken ueber Gedanken von
Gedanken u.s.w. Ich dachte man wuerde denken ich wuerde denken, dass man
denken wuerde dies und das...

Grauenhaft, scheusslich, haesslich, grau, bleischwer Reflektieren,
Gruebeln, das war wie Denken gegen den Sturm, ich kam nicht vom Fleck,
konnte mich nicht aufschwingen - bis ich begann diesen Zustand zu
analysieren.

Ich war mit meinem Denken tatsaechlich ans Ende gekommen und konnte
dennoch nicht aufhoeren. Aber was ist das fuer eine bittere Welt,
freudlos und finster : Denken nur mit Worten, ohne Fleisch und
sinnliche Erfahrung, ohne Wirklichkeit. Was ist ein Geschenk ?

Ich konnte meinen Koerper nicht mehr "bedienen", dafuer muss man ja auch
Bilder haben, raeumliche vorstellungen des eigenen Koerpers und der
Umgebung u.s.w.

Waerend ich also diesen Zustand analysierte wurde mir bewusst, dass er
so aehnlich war wie eine "vergiftung", eine Phaenomen der Stofflichkeit.
Und da wurde mir bewusst, dass ich krank war - Ich war tatsaehlich auf
der ebene der Stofflichkeit, des Stoffwechsels, krank.
Da bin ich dann zum Arzt gegangen, und als die mir fehlenden Stoffe
wieder zugefuehrt wurden, ging es mir sofort besser. Die Bilder-Welten
kamen zurueck.

Dazu gehoert auch, sich selbst zu sehen - aus einer anderen
Position/Perpektive etc. pp.



> > Ich denke, dass jede besondere Leistung auf irgendeinem Gebiet
> > darauf beruht, dass man diesen Zustand erreicht. Insgesammt scheint
> > es so zu sein, dass man sich nicht als isolierten Teil des
> > Geschehens sieht, sondern nur noch das "Geschehen" anschaut,
> > wahrnimmt.
>
> Diese Beschreibung klingt nach dem, was ich "Konzentrationszust�nde"
> nenne.

Ja, es ist eine Steigerung der Aufmerksamkeit, an deren Grenze ich noch
nicht gelangt bin - ich bin ja ein Teil des Ganzen, und nehme mich selbst
als Bild in den Bildern wahr, da ist keine Isolation oder Trennung...

Vor fast vierzig Jahren habe ich das mal in einem Song auszudruecken
versucht :

I am the pictures on the wall
and Im the wall behind
and Im all things behind this wall
I am Light and I am living
and I will hold you anytime you fall

Klar, ist naive , aber ich war jung und brauchte das Geld.

mfG
f
>
> Cheers,
> Florian

Gottfried Helms

unread,
Nov 22, 2009, 4:45:28 AM11/22/09
to
Am 19.11.2009 13:25 schrieb Monkey Mind:
> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.
>
> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,

> nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein
> Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine
> trippige Wahrnehmungsweise?
>
>
Hallo Florian -

finde gerade noch einen netten Text in meinen Bookmarks.
Ich h�nge den Ausschnitt einfach mal an, er �ffnet das
Feld der Betrachtungen mal etwas weiter als den allt�glichen
Horizont.

Aus:
"Gott in den �stlichen Religionen"
von Roland Rottenfu�er
http://www.hinter-den-schlagzeilen.info/sys/id/3795-Gott-in-den-oestlichen-Religionen

(..)
> Der Westen hat die Lehre von der Leere aus
> seine Weise zu d�monisieren versucht. So etwa
> in Goethes �Faust�, wenn Mephisto sagt: �Ich
> bin ein Teil von jenem Teil, der einmal alles
> war, ein Teil der Finsternis, der sich das
> Licht gebar.� Wann man die typisch westliche
> Abwertung der �Finsternis� einmal beiseite
> l�sst und das �Nichts� des Uranfangs einfach
> als wertneutral auffasst, sagt Mephisto hier
> vielleicht etwas sehr Wahres. Etwas, was auch
> mit uralten Vorstellungen in der vedischen
> Literatur Indiens �bereinstimmt. Die
> Finsternis gebar das Licht, der Licht- und
> Liebes-Gott war also nicht das erste, was
> existierte. Gott hat also gleichsam eine
> Mutter. Ihr Name ist �Leere�, �Stille� oder
> auch �Chaos�. Der ber�hmte Sch�pfungshymnus
> der Rigveda (die Entstehungszeit dieser Hymnen
> ist zwischen 1500 und 1000 v. Chr.
> anzusiedeln) zeichnet ein poetisches Bild von
> der allumfassende Stille des Anfangs:
>
>> �Damals war nicht das Nicht-Sein, noch das Sein,
>> Kein Luftraum war, kein Himmel dr�ber her.
>> Wer hielt in Hut die Welt, wer schloss sie ein?
>> Wo war der tiefe Abgrund, wo das Meer?
>>
>> Nicht Tod war damals noch Unsterblichkeit,
>> Nicht war die Nacht, der Tag nicht offenbar.
>> Es hauchte windlos in Urspr�nglichkeit
>> Das Eine, au�er dem kein andres war.�
>
> Interessant ist nun die Reihenfolge, in der
> die verschiedenen Dinge und Wesen erschaffen
> werden. Als Erstgeborener des urspr�nglichen
> Zustands der Non-Dualit�t (nicht Tag, nicht
> Nacht, nicht oben, nicht unten usw.) erscheint
> die Liebe:
>
>> �Aus diesem ging hervor, zuerst entstanden
>> Als der Erkenntnis Samenkorn, die Liebe.�
>
> Der Hymnus schlie�t mit der Anrufung eines
> nicht n�her definierten Wesens, das man
> durchaus als das �personifizierte Absolute�,
> als �Gott� verstehen kann:
>
>
>> Doch, wem ist auszuforschen es gelungen,
>> Wer hat, woher die Sch�pfung stammt, vernommen?
>> Die G�tter sind diesseits von ihr entsprungen!
>> Wer sagt es also, wo sie hergekommen?
>>
>> Er, der die Sch�pfung hat hervorgebracht,
>> Der auf sie schaut im h�chsten Himmelslicht,
>> Der sie gemacht hat oder nicht gemacht,
>> Der wei� es - oder wei� auch er es nicht?�
>
> Interessant ist an diesem Text die Abwertung
> der G�tter, die im damaligen brahmanischen
> Opferkult eine gewichtige Rolle spielten. Sie
> sind �diesseits der Sch�pfung� entstanden,
> sind also selbst Gesch�pfe und wissen insofern
> �ber die letzten Geheimnisse des Universums
> vielleicht gar nicht Bescheid. Ebenfalls
> bedeutsam: die Haltung des Nicht-Wissens, die
> der Hymnen-Dichter einnimmt. Jener Sch�pfer,
> der Erstgeborene, der aus dem urspr�nglichen
> Raum der M�glichkeiten entsprungen ist - gibt
> es ihn �berhaupt? Und wenn es ihn g�be, k�nnte
> er uns diese komplizierten Vorg�nge �berhaupt
> erkl�ren?
(...)
-----------
Den letzten Gedanken hier habe ich einmal so
formuliert (in der letzten Ya-Nun-Geschichte
in meinem Heftchen) und den Weisen Ya-Nun sprechen
lassen:
"...Jedoch, das wahre Chaos erkennt sich nicht selbst..."

(rationales/begriffliches) "Erkennen" (oder auch:
"Begreifen") und "Dualisieren" h�ngt m.Mn. nach eng
zusammen, bedingen sich gegenseitig.

Gottfried

Monkey Mind

unread,
Nov 22, 2009, 5:33:02 AM11/22/09
to
Gottfried Helms <he...@uni-kassel.de> writes:

> Den letzten Gedanken hier habe ich einmal so formuliert (in der
> letzten Ya-Nun-Geschichte in meinem Heftchen) und den Weisen Ya-Nun
> sprechen lassen: "...Jedoch, das wahre Chaos erkennt sich nicht
> selbst..."
>
> (rationales/begriffliches) "Erkennen" (oder auch: "Begreifen") und

> "Dualisieren" h�ngt m.Mn. nach eng zusammen, bedingen sich
> gegenseitig.

Klingt �hnlich wie das, was ich auf Freimanns Unterschied zwischen
"dichotomes Denken" und "duales Denken" geantwortet habe.

Wenn ich mir Vorstellungen �ber die Wahrheit ("mit W") mache, um sie
festzuhalten, dann stelle ich dadurch den Unterschied zwischen "wahr"
und "nicht wahr" her, nehme eine Position dazu ein, errichte einen
Blickpunkt.

Die Wahrheit l�sst sich dadurch nicht beeinflussen, was ich mir �ber sie
vorstelle, sie l�sst sich durch meine begrifflichen Referenzpunkte nicht
festhalten.

Das Universum ist immer wahr, selbst wenn es meine falschen
Vorstellungen zum Universum enth�lt: es ist wahr, dass es meine
Vorstellungen enth�lt. Die Wahrheit bzw. das Universum ist in Bewegung,
l�sst sich nicht zum Stillhalten bewegen, f�r eine Momentaufnahme etwa.

Ich h�re mal auf, bevor das polychrome Reittier mit mir durchgeht.

As Below

unread,
Nov 22, 2009, 6:01:44 AM11/22/09
to
In article <heb40v$jh2$1...@news.albasani.net>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Gottfried Helms <he...@uni-kassel.de> writes:
>
> > Den letzten Gedanken hier habe ich einmal so formuliert (in der
> > letzten Ya-Nun-Geschichte in meinem Heftchen) und den Weisen Ya-Nun
> > sprechen lassen: "...Jedoch, das wahre Chaos erkennt sich nicht
> > selbst..."
> >
> > (rationales/begriffliches) "Erkennen" (oder auch: "Begreifen") und
> > "Dualisieren" h�ngt m.Mn. nach eng zusammen, bedingen sich
> > gegenseitig.
>
> Klingt �hnlich wie das, was ich auf Freimanns Unterschied zwischen
> "dichotomes Denken" und "duales Denken" geantwortet habe.
>
> Wenn ich mir Vorstellungen �ber die Wahrheit ("mit W") mache, um sie
> festzuhalten, dann stelle ich dadurch den Unterschied zwischen "wahr"
> und "nicht wahr" her, nehme eine Position dazu ein, errichte einen
> Blickpunkt.
>
> Die Wahrheit l�sst sich dadurch nicht beeinflussen, was ich mir �ber sie
> vorstelle, sie l�sst sich durch meine begrifflichen Referenzpunkte nicht
> festhalten.
>
> Das Universum ist immer wahr, selbst wenn es meine falschen
> Vorstellungen zum Universum enth�lt: es ist wahr, dass es meine
> Vorstellungen enth�lt.

Ja, weil mir das wort Wahrheit doch etwas zu persoenlich schmeckt,
nenne ich dies Wirklicxhkeit. Das Universum ist immer wirklich, auch
wenn es die falschen Vorstellungen von wirklichkeit enthaelt.

> Die Wahrheit bzw. das Universum ist in Bewegung,
> l�sst sich nicht zum Stillhalten bewegen, f�r eine Momentaufnahme etwa.
>
> Ich h�re mal auf, bevor das polychrome Reittier mit mir durchgeht.
>
> Cheers,
> Florian

Vielen Dank erstmal fuer die nette Unterhaltung

mfG

f

As Below

unread,
Nov 22, 2009, 6:32:55 AM11/22/09
to
In article <Freimann-Gefecht-D3...@news.1und1.de>,
As Below <Freimann...@t-online.de> wrote:

Ja, ich waere hier aber auch zu einem kleinen Kompromis bereit :

Das Universum ist immer wirklich, auch wenn es die falschen

Vorstellungen von Wahrheit enthaelt.

Oeh, ja, so is das wohl...

> > Die Wahrheit bzw. das Universum ist in Bewegung,
> > l�sst sich nicht zum Stillhalten bewegen, f�r eine Momentaufnahme etwa.

Naja, hier waere dann zu klaeren, wie schnell es sich bewegt,
und ob es nicht doch Speichermedien gibt, die die Aufzeichnung eines
Moments zulassen...

> > Ich h�re mal auf, bevor das polychrome Reittier mit mir durchgeht.

Ping...
:-)

> > Cheers,
> > Florian
>
> Vielen Dank erstmal fuer die nette Unterhaltung

das bleibt so stehn

Mond

unread,
Nov 22, 2009, 8:03:31 PM11/22/09
to
Monkey Mind wrote:

> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> aufgetaucht.
>

> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualitᅵt"? Ist es das
> gleiche wie Trinitᅵt? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,


> nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein

> Paradox, ᅵber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine


> trippige Wahrnehmungsweise?
>
> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> verloren.
>
> Cheers,
> Florian
>

Wenn Du eine Banane ist und den Geschmack dieser Banane schmeckst, kannst Du
dann mit Gedanken, Worten oder Zeichen Andere den gleichen Geschmack dieser
Banane schmecken lassen?

ᅵhnlich ist es mit Shunyata, Du kannst Shunyata selbst erfahren und selbst
wahrnehmen, aber Andere nicht durch Gedanken, Worte oder Zeichen schmecken
lassen so wie Du es schmeckst. Aber man kann versuchen durch z.B. Worte das
eigene Mitgefᅵhl und die eigene Weisheit mit Anderen zu teilen.
--
MfG,

Mond

Monkey Mind

unread,
Nov 23, 2009, 1:39:19 AM11/23/09
to
Mond <inv...@invalid.invalid> writes:

> Monkey Mind wrote:
>
>> Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
>> aufgetaucht.
>>

>> Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
>> gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,


>> nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein

>> Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine


>> trippige Wahrnehmungsweise?
>>
>> Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
>> verloren.
>>
>> Cheers,
>> Florian
>>
>
> Wenn Du eine Banane ist und den Geschmack dieser Banane schmeckst,
> kannst Du dann mit Gedanken, Worten oder Zeichen Andere den gleichen
> Geschmack dieser Banane schmecken lassen?

Sofern der keine Ahnung hat, wie Bananen schmecken, nein, den *gleichen*
nicht.

Aber hier wurde in letzter Zeit viel �ber diese metaphorischen Bananen
geschrieben, und da kann es zumindest n�tzlich sein, einige Eckdaten
festzulegen: Frucht, s�ss, weich usw. Darum geht es mir.

> �hnlich ist es mit Shunyata, Du kannst Shunyata selbst erfahren und selbst

> wahrnehmen, aber Andere nicht durch Gedanken, Worte oder Zeichen schmecken
> lassen so wie Du es schmeckst. Aber man kann versuchen durch z.B. Worte das

> eigene Mitgef�hl und die eigene Weisheit mit Anderen zu teilen.

Wie der Zucker im Kaffee, der gesund macht?

Dieter Brand

unread,
Nov 23, 2009, 4:26:59 AM11/23/09
to
Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet. Dualitaet bedeutet die
Differenzierung von Objekt/Subjet, Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht-
Sein, gut/boese, gross/klein, Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt
da an, wo Differenzierung aufhoert.

Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Ts’an (6. Jahrhundert):

Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.
...
Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
dies ist die Krankheit des Geistes.
...
Je mehr wir uns an Worte und Gedanken binden,
desto mehr gehen wir in die Irre.
...

Dieter

Monkey Mind

unread,
Nov 23, 2009, 4:49:29 AM11/23/09
to
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> writes:

> Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet.

*Jede* Differenzierung?

Dann ist z.B. Mathematik Dualit�t? "2" ist sicherlich dual, aber "1"?
(nur halb im Scherz gemeint)

> Dualitaet bedeutet die Differenzierung von Objekt/Subjet,
> Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht- Sein, gut/boese, gross/klein,
> Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt da an, wo Differenzierung
> aufhoert.

Demzufolge besteht die fundamentale Dualit�t:

"Differenzierung" : "Non-Dualit�t"

was ziemlich absurd ist.

Wom�glich liegt dem ganzen Theater um die Non-Dualit�t ganz einfach
der Irrtum zugrunde, dass die Negation "nicht Dual" wie ein richtiger,
handfester Begriff behandelt wird.

> Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Tsan (6. Jahrhundert):


>
> Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
> und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.
> ...
> Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
> dies ist die Krankheit des Geistes.
> ...
> Je mehr wir uns an Worte und Gedanken binden,
> desto mehr gehen wir in die Irre.
> ...

Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont, *wer* hat
vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 5:21:29 AM11/23/09
to
In article <hecn2o$upt$02$1...@news.t-online.com>,
Mond <inv...@invalid.invalid> wrote:

> Monkey Mind wrote:
>
> > Begriffe wie "non-duales Denken" sind hier in den letzten Tagen
> > aufgetaucht.
> >

> > Liebe net.Buddhisten, wie definiert Ihr "Non-Dualit�t"? Ist es das
> > gleiche wie Trinit�t? ;) "Alles ist eins?" Solipsismus? "Nicht zwei,


> > nicht eins"? Etwas un-buddhistisches? Der Inbegriff der Lehre? Ein

> > Paradox, �ber das nicht sinnvoll diskutiert werden kann? Eine


> > trippige Wahrnehmungsweise?
> >
> > Ach, und der Erste, der Regenbogenponys ins Spiel bringt, hat
> > verloren.
> >
> > Cheers,
> > Florian
> >
>
> Wenn Du eine Banane ist und den Geschmack dieser Banane schmeckst, kannst Du
> dann mit Gedanken, Worten oder Zeichen Andere den gleichen Geschmack dieser
> Banane schmecken lassen?

Noe.
Aber wenn dir was dran liegt, kannste ja mal eine Banane abgeben,
oder ein Stueckchen, zum probieren

> �hnlich ist es mit Shunyata,

schmeckt nach Banane ???

> Du kannst Shunyata selbst erfahren und selbst
> wahrnehmen,

Das ist doch mit vielen Dingen so.
Das macht die Sachen aber nicht besonders.
Auch den Geschmack von Scheisse koenntest du nicht so ohne weiters
Transportieren...

> aber Andere nicht durch Gedanken, Worte oder Zeichen schmecken
> lassen so wie Du es schmeckst.

Das ist wohl so. Deshalb mag mein Hund auch keine Bananen, aber Birnen
und Gurke. Ich esse gerne mal eine Banane.

Aber das ist ja auch voellig Banane.

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 5:29:16 AM11/23/09
to
In article <hedamn$c6$1...@news.albasani.net>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Aber hier wurde in letzter Zeit viel �ber diese metaphorischen Bananen
> geschrieben,

... ein Koerbchen bunter Fruechte


> und da kann es zumindest n�tzlich sein, einige Eckdaten
> festzulegen: Frucht, s�ss, weich usw. Darum geht es mir.

Das hatte ich so allerdings nicht verstanden.

Wie war nochmal die Frage ?

> Wie der Zucker im Kaffee, der gesund macht?

Wirklich ?

Na, da haste ja was angestossen.

> Cheers,
> Florian

mfG

f

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 5:32:28 AM11/23/09
to
In article
<c19f7698-2b4b-4b9e...@m33g2000vbi.googlegroups.com>,
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> wrote:

> Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet. Dualitaet bedeutet die
> Differenzierung von Objekt/Subjet, Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht-
> Sein, gut/boese, gross/klein, Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt
> da an, wo Differenzierung aufhoert.
>
> Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Ts�an (6. Jahrhundert):
>
> Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
> und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.

Ja, kommt auf die Sichtweise an...
die man hinsichtlich Himmels und Hoellen hat


> ...
> Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
> dies ist die Krankheit des Geistes.

Noe, das ist ganz normal gut buergerliche
Meinungsbildung. Und die sind ja nicht alle Geisteskrank...

> ...
> Je mehr wir uns an Worte und Gedanken binden,
> desto mehr gehen wir in die Irre.

Wenn wir uns an worte und Gedanken binden,
gehn wir gar nicht, auch nicht irre.

> ...
>
> Dieter

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 5:49:29 AM11/23/09
to
In article <hedlra$ssb$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont, *wer* hat
> vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?

laeuft wahrscheinlich auf das altbekannte : "die Anderen",
hinaus, womit man dann um Haaresbreite noch mal davon gekommen waere.

>
> Cheers,
> Florian


mfG

f

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 6:43:15 AM11/23/09
to
In article <hedlra$ssb$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Dieter Brand <diethe...@gmail.com> writes:
>
> > Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet.
>
> *Jede* Differenzierung?
>
> Dann ist z.B. Mathematik Dualit�t? "2" ist sicherlich dual, aber "1"?
> (nur halb im Scherz gemeint)

Ja, aber das macht schon Sinn - Unterscheiden ist Duales Denken.

Was mich in diesem Zusammenhang jetzt mal wirklich interessiert
ist aber die "offizielle" (Budd) und vielleicht auch private
Wertung dieser Modelle :

Ist Duales Denken "wertvoller" als Non-Duales-Denken,
b.z.w. vice versa ?

Anders gefragt :
Handelt es sich bei Non-Dualem Denken um eine Ziel-Vorstellung?
Um etwas dass erreicht werden soll?

Also, das was Gottfried beschrieben hat, und was ich auch sehr gut
nachvollziehen konnte (glaubte), und was du mit Konzentration bezeichnet
hast, ist toll wenn man etwas "tut", also handelt...
Kann aber auch da in die Hose gehen, und dann gibts fuer das Instrument
keine Changse mehr. Dann muss man neu bauen.

Bei der gedanklichen Konstruktion von Modellen, sowie auch in
Gespraechen wie sie hier stattfinden, ist Non-Duales Denken aus meiner
Sicht komplett ueberfluessig, es sei denn, man versucht in den
Aeusserungen Dadaismus zu praktizieren.

Dein Beispiel mit der Frucht, Banane, oder Kirsche oder sowas, verliert
sich letztlich auch ungluecklich im Fehlen einer gedanklichen Gramatik,
welches dann sinnvolle Abstraktion auf Funktion unmoeglich macht.

Beispiel : Du kannst alle Teile einer Gitarre benennen: Decke Zargen,
Boden, Sattel, Steg, Hals, Griffbrett, Kopf, Stimmer, Saiten (was
vergessen?) Wer nicht weiss, wovon darin die Rede ist (Saiteninstrument)
kann sich alles moegliche vorstellen. Und darum, kannst du ihm auch
alles moegliche erzaehlen, was die Teile sein und bedeuten sollen,
z.B. was dir einmal erzaehlt worden ist.

Lieferst du aber ausser der Beschreibung der Teile auch eine praezise
Abfolge und Beschreibung dessen, wie sich die Teile aneinanderfuegen
sollen, und wie nicht (worauf beim Zusammenfuegen zu achten ist)
(Worte + Gramatik + Ziel) stehen die Changsen, ein Saiteninstrument zu
"erkennen" viel hoeher, gut sogar.

> > Dualitaet bedeutet die Differenzierung von Objekt/Subjet,
> > Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht- Sein, gut/boese, gross/klein,
> > Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt da an, wo Differenzierung
> > aufhoert.
>
> Demzufolge besteht die fundamentale Dualit�t:
>
> "Differenzierung" : "Non-Dualit�t"
>
> was ziemlich absurd ist.

Warum waere das denn "absurd" (widersinnig) ?
Ich finde es macht schon Sinn, es so zu sehen, dass es da 2 Denkwelten
gibt, wenn man sie beschreiben kann. Das allerdings scheint (noch) nicht
zu allgemeiner Zufriedenheit moeglich zu sein.

Gibt es vielleicht mehr als zwei Denkwelten?
Sind Dual und Non-Dual (Didies und Nodies) vielleicht nur virrtuelle
Kategorien "einer" Denkwelt ?

Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstanden habe war, dass du
"Wahrheit" und "Un-Wahrheit" mit Didies und Nodies in Zusammenhang
gebracht hast ?

> Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont, *wer* hat
> vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?

Personen tun das.

Mond

unread,
Nov 23, 2009, 8:28:01 AM11/23/09
to
Dieter Brand wrote:

> Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet. Dualitaet bedeutet die
> Differenzierung von Objekt/Subjet, Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht-
> Sein, gut/boese, gross/klein, Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt
> da an, wo Differenzierung aufhoert.
>

> Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Ts?an (6. Jahrhundert):


>
> Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
> und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.

Die kleinste Abgelenktheit von der eigenen Weisheit und dem eigenen
Mitgefᅵhl und schon Dualitᅵt, Gedanken (Statt eigene Weisheit) und Emotionen
(Statt eigenes Mitgefᅵhl), als auch unreine Wahrnehmung und unreine
Erfahrung. Trennung in Isolierte Subjekt, Objekt und Aktivitᅵt Dualitᅵt,
obwohl es diese Dualitᅵt nicht gibt.

> ...
> Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
> dies ist die Krankheit des Geistes.

Die 8 weltlichen Anliegen/Dharmas
---------------------------------
Hoffnung auf Glᅵck und Furcht vor Leid
Hoffnung auf Gewinn und Furcht vor Verlust
Hoffnung auf Lob und Furcht vor Tadel
Hoffnung auf Berᅵhmtheit und Furcht vor Unbekanntheit

Diese 8 weltlichen Anliegen werden durch Entsagung ᅵberwunden. Doch vor der
Praxis der Entsagung kann man Zufriedenheit und Dankbarkeit praktizieren,
und darauf aufbauend Entsagung, da Zufriedenheit und Dankbarkeit die Praxis
der Entsagung erleichtert also unterstᅵtzt weil sie bereits viele damit
zusammenhᅵngende Fehler und Verblendungen auflᅵst. Es wird dann einfacher
Hoffnung und Furcht durch Entsagung zu ᅵberwinden. Dann kann man
anschlieᅵend Akzeptanz und Vergebung praktizieren und dann ist es auch
einfacher Liebende Gᅵte zu praktizieren und dann ist es einfacher
Bedingungslosen Gleichmut zu praktizieren und dann ist es mᅵglich und
einfacher Bedingungslose Liebe, dann Bedingungslose Mitfreude und dann
Bedingungsloses Mitgefᅵhl zu praktizieren. Es ist ᅵhnlich wie mit den
Verwirklichungsstufen der Meditation.

> ...
> Je mehr wir uns an Worte und Gedanken binden,
> desto mehr gehen wir in die Irre.
> ...

Wie ein Regenbogen den man versucht zu bekommen und zu behalten.

>
> Dieter

--
MfG,

Mond

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 9:07:47 AM11/23/09
to
In article <hee2l1$uei$03$1...@news.t-online.com>,
Mond <inv...@invalid.invalid> wrote:

> Trennung in Isolierte Subjekt,

mhmmm...

> Objekt

> und Aktivit�t Dualit�t,

Ja ?

> obwohl es diese Dualit�t nicht gibt.

Aha, so ist das also...

> Die 8 weltlichen Anliegen/Dharmas
> ---------------------------------

> Hoffnung auf Gl�ck und Furcht vor Leid


> Hoffnung auf Gewinn und Furcht vor Verlust
> Hoffnung auf Lob und Furcht vor Tadel

> Hoffnung auf Ber�hmtheit und Furcht vor Unbekanntheit

gibt es denn auch noch ausserweltliche oder ueberweltliche
Hoffnungen und Befuerchtungen ?
Die Frage ist durchaus berechtigt, denn o.g. Beduerfnisse
gelten auch fuer die Geistes-Welten, und besonders fuer die Welten der
Butters, Goetter und Daemonen...

Ausserdem ist Ziel der Welt/des Lebens zuerst die Zeugung und Aufzucht
von Nachkommenschaft - die Fortsetzung von Welt/Leben.

> Diese 8 weltlichen Anliegen werden durch Entsagung �berwunden.

Ja, wie ich schon sagte : Lowered Expectations Method
Da gibt es wohl Entsagung, aber keine Ueberwindung - Geistesklarheit
laesst sich damit nicht erreichen.


MfG

f


Wie man hier auch gut erkennen kann...

och noe,

ich habe den Mondschein mal besser entsorgt.

Die Gespraeche hier sollen ja Klarheit bringen, und nicht volle
Kanne diese dumpfdroehnenden gefuehlsduseligen Postulate.

Monkey Mind

unread,
Nov 23, 2009, 9:52:37 AM11/23/09
to
As Below <Freimann...@t-online.de> writes:

> Was mich in diesem Zusammenhang jetzt mal wirklich interessiert
> ist aber die "offizielle" (Budd) und vielleicht auch private
> Wertung dieser Modelle :
>
> Ist Duales Denken "wertvoller" als Non-Duales-Denken,
> b.z.w. vice versa ?

Offiziell buddhistisch gibt es drei Wert-Achsen, entsprechend der
Dreiteilung des edlen achtfachen Pfades: "Moral, Geistesschulung,
Weisheitsgewinn".

Der "Wert" dessen, was oft unter "non-dual" so zusammengefasst wird,
misst sich am "Weisheitsgewinn".

Am Konzentrationstraining der Geistesschulung und an der Frage, "was
soll ich tun", also an der Moral, l�sst sich das nicht messen.

> Anders gefragt :
> Handelt es sich bei Non-Dualem Denken um eine Ziel-Vorstellung?
> Um etwas dass erreicht werden soll?

Eher das non-duale Erleben, wie im anderen Thread in der "Anweisung an
Bahiya" erw�hnt. Dort wird diese Erfahrungsweise mit dem Ende des
Leides gleichgesetzt, also mit dem Ziel der ganzen buddhistischen
�bungen und Anstrengungen.

> Also, das was Gottfried beschrieben hat, und was ich auch sehr gut
> nachvollziehen konnte (glaubte), und was du mit Konzentration bezeichnet
> hast, ist toll wenn man etwas "tut", also handelt...
> Kann aber auch da in die Hose gehen, und dann gibts fuer das Instrument
> keine Changse mehr. Dann muss man neu bauen.
>
> Bei der gedanklichen Konstruktion von Modellen, sowie auch in
> Gespraechen wie sie hier stattfinden, ist Non-Duales Denken aus meiner
> Sicht komplett ueberfluessig, es sei denn, man versucht in den
> Aeusserungen Dadaismus zu praktizieren.

Oder Nagarjuna imitieren.

> Dein Beispiel mit der Frucht, Banane, oder Kirsche oder sowas, verliert
> sich letztlich auch ungluecklich im Fehlen einer gedanklichen Gramatik,
> welches dann sinnvolle Abstraktion auf Funktion unmoeglich macht.

Wobei das Beispiel von Mond erdacht wurde, und ich es in die Richtung
lenken wollte, die Du hier andeutest:

> Beispiel : Du kannst alle Teile einer Gitarre benennen: Decke Zargen,
> Boden, Sattel, Steg, Hals, Griffbrett, Kopf, Stimmer, Saiten (was
> vergessen?)

Bundst�bchen, vielleicht? Und nat�rlich die Effektpedale. :)

> Wer nicht weiss, wovon darin die Rede ist (Saiteninstrument)
> kann sich alles moegliche vorstellen. Und darum, kannst du ihm auch
> alles moegliche erzaehlen, was die Teile sein und bedeuten sollen,
> z.B. was dir einmal erzaehlt worden ist.
>
> Lieferst du aber ausser der Beschreibung der Teile auch eine praezise
> Abfolge und Beschreibung dessen, wie sich die Teile aneinanderfuegen
> sollen, und wie nicht (worauf beim Zusammenfuegen zu achten ist)
> (Worte + Gramatik + Ziel) stehen die Changsen, ein Saiteninstrument zu
> "erkennen" viel hoeher, gut sogar.

Ja. Mond schrieb ja eigentlich: "Wer es nicht kennt, dem kann man es
gar nicht erkl�ren".

>> > Dualitaet bedeutet die Differenzierung von Objekt/Subjet,
>> > Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht- Sein, gut/boese, gross/klein,
>> > Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt da an, wo Differenzierung
>> > aufhoert.
>>
>> Demzufolge besteht die fundamentale Dualit�t:
>>
>> "Differenzierung" : "Non-Dualit�t"
>>
>> was ziemlich absurd ist.
>
> Warum waere das denn "absurd" (widersinnig) ?

Wenn man es interpretiert als eine Menge, die sich und ihr eigenes
Komplement enth�lt, dann ist es schon absurd.

> Ich finde es macht schon Sinn, es so zu sehen, dass es da 2 Denkwelten
> gibt, wenn man sie beschreiben kann. Das allerdings scheint (noch) nicht
> zu allgemeiner Zufriedenheit moeglich zu sein.
>
> Gibt es vielleicht mehr als zwei Denkwelten?
> Sind Dual und Non-Dual (Didies und Nodies) vielleicht nur virrtuelle
> Kategorien "einer" Denkwelt ?

Das gef�llt mir.

> Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstanden habe war, dass du
> "Wahrheit" und "Un-Wahrheit" mit Didies und Nodies in Zusammenhang
> gebracht hast ?

Das Wort "Wahrheit" hat, wie Du schon schriebst, so einen pers�nlichen
Beigeschmack. Ich meinte folgendes: wenn etwas wahr ist, und nicht
eine Fantasie, die ich mir zusammenbraue, dann kann ich nicht "daf�r"
oder "dagegen" sein, also ich kann nat�rlich schon, aber das �ndert
nichts daran - es ist eben auch wahr, dass ich "daf�r" bin oder
"dagegen".

Mond

unread,
Nov 23, 2009, 9:53:35 AM11/23/09
to
Du bist echt niedlich!
--
MfG,

Mond

Mond

unread,
Nov 23, 2009, 9:55:16 AM11/23/09
to
Ich kann Dein Dummheit nicht heilen und reinigen,
das musst Du schon selbst machen!
--
MfG,

Mond

Mond

unread,
Nov 23, 2009, 9:56:07 AM11/23/09
to
Finde alles selbst heraus!
--
MfG,

Mond

As Below

unread,
Nov 23, 2009, 12:04:27 PM11/23/09
to
In article <hee7jm$8vp$1...@news.eternal-september.org>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> As Below <Freimann...@t-online.de> writes:
>
> > Was mich in diesem Zusammenhang jetzt mal wirklich interessiert
> > ist aber die "offizielle" (Budd) und vielleicht auch private
> > Wertung dieser Modelle :
> >
> > Ist Duales Denken "wertvoller" als Non-Duales-Denken,
> > b.z.w. vice versa ?
>
> Offiziell buddhistisch gibt es drei Wert-Achsen, entsprechend der
> Dreiteilung des edlen achtfachen Pfades: "Moral, Geistesschulung,
> Weisheitsgewinn".

8 : 3 = ??
Aber OK, einfach mal nondualistisch betrachten....

> Der "Wert" dessen, was oft unter "non-dual" so zusammengefasst wird,
> misst sich am "Weisheitsgewinn".

Ok, dann muss ich jetzt aber mal fragen : "Woran misst sich ein
Weisheits-Gewinn/Zuwachs?" Da moechte ich dann schon mehr von erkennen
koennen, als schwarze Loecher voller Ahnungen ?

Koennte man beispielsweise sagen :
Weise-SeinHeit = Konflikt-Freiheit ?

Also, in je weniger Konflikte jemand verstrickt ist, oder um so mehr
Konflikt-Situationen jemand loest, desto weiser ist er/sie ?

> Am Konzentrationstraining der Geistesschulung und an der Frage, "was
> soll ich tun", also an der Moral, l�sst sich das nicht messen.

Ja, s.o., Moral kann ja nur im Konflikt-Fall hervorgebracht werden,
oder bedarf eben einer Konflikt-Situation um zu ermergieren.

Oder muss ich jetzt auf die urspruengliche Betrachtungs-Ebene und den
eigentlichen Gegenstand zurueck gefuehrt werden...

Aber wenn das nicht falsch ist, was ich dachte, dann koennte die Moral
ja auch ein Ergebnis von Weise-Seinheit sein.

Ich glaub ich bin verwirrt...

> > Anders gefragt :
> > Handelt es sich bei Non-Dualem Denken um eine Ziel-Vorstellung?
> > Um etwas dass erreicht werden soll?
>
> Eher das non-duale Erleben, wie im anderen Thread in der "Anweisung an
> Bahiya" erw�hnt. Dort wird diese Erfahrungsweise mit dem Ende des
> Leides gleichgesetzt, also mit dem Ziel der ganzen buddhistischen
> �bungen und Anstrengungen.

achso. Ja, klar.

> > Also, das was Gottfried beschrieben hat, und was ich auch sehr gut
> > nachvollziehen konnte (glaubte), und was du mit Konzentration bezeichnet
> > hast, ist toll wenn man etwas "tut", also handelt...
> > Kann aber auch da in die Hose gehen, und dann gibts fuer das Instrument
> > keine Changse mehr. Dann muss man neu bauen.
> >
> > Bei der gedanklichen Konstruktion von Modellen, sowie auch in
> > Gespraechen wie sie hier stattfinden, ist Non-Duales Denken aus meiner
> > Sicht komplett ueberfluessig, es sei denn, man versucht in den
> > Aeusserungen Dadaismus zu praktizieren.
>
> Oder Nagarjuna imitieren.

Dazu will ich mich grad mal gar nicht aeussern.

> > Dein Beispiel mit der Frucht, Banane, oder Kirsche oder sowas, verliert
> > sich letztlich auch ungluecklich im Fehlen einer gedanklichen Gramatik,
> > welches dann sinnvolle Abstraktion auf Funktion unmoeglich macht.
>
> Wobei das Beispiel von Mond erdacht wurde,

Achwas, das ist geistloses Nachplappern altbekannter
Esotter-Argumentation.

> und ich es in die Richtung
> lenken wollte, die Du hier andeutest:
>
> > Beispiel : Du kannst alle Teile einer Gitarre benennen: Decke Zargen,
> > Boden, Sattel, Steg, Hals, Griffbrett, Kopf, Stimmer, Saiten (was
> > vergessen?)
>
> Bundst�bchen, vielleicht? Und nat�rlich die Effektpedale. :)

Jo, wird aber immer komplizierter...
:-)

> > Wer nicht weiss, wovon darin die Rede ist (Saiteninstrument)
> > kann sich alles moegliche vorstellen. Und darum, kannst du ihm auch
> > alles moegliche erzaehlen, was die Teile sein und bedeuten sollen,
> > z.B. was dir einmal erzaehlt worden ist.
> >
> > Lieferst du aber ausser der Beschreibung der Teile auch eine praezise
> > Abfolge und Beschreibung dessen, wie sich die Teile aneinanderfuegen
> > sollen, und wie nicht (worauf beim Zusammenfuegen zu achten ist)
> > (Worte + Gramatik + Ziel) stehen die Changsen, ein Saiteninstrument zu
> > "erkennen" viel hoeher, gut sogar.
>
> Ja. Mond schrieb ja eigentlich: "Wer es nicht kennt, dem kann man es
> gar nicht erkl�ren".

Jaja, so setzen die ihre Auto-Mystifikationen in Szene -

"du wenn du das Zeug noch nie probiert hast, kannst du dir auch keine
Meinung darueber bilden"... "ey, das ist der echte superstoff, direkt
aus Okkultendorf/Katschubistan..."

"Bis du bekloppt, dat is doch Abfluss-Reinige!"

" Ja, aber aus Katschubistan!"

(...)

> >> Demzufolge besteht die fundamentale Dualit�t:
> >>
> >> "Differenzierung" : "Non-Dualit�t"
> >>
> >> was ziemlich absurd ist.
> >
> > Warum waere das denn "absurd" (widersinnig) ?
>
> Wenn man es interpretiert als eine Menge, die sich und ihr eigenes
> Komplement enth�lt, dann ist es schon absurd.

Ja, aber zu dieser Erkenntnis kommt man doch erst durch Reflexion
der Erklaerung ( Duales Denken/Betrachten) bevor man nicht reflektiert
hat, solange man also Non-Dual (unreflektiert) Denkt/betrachtet,
gibt es keine Absurditaet, Widersinnigkeit.

Oder bin ich immer noch verwirrt?

> > Ich finde es macht schon Sinn, es so zu sehen, dass es da 2 Denkwelten
> > gibt, wenn man sie beschreiben kann. Das allerdings scheint (noch) nicht
> > zu allgemeiner Zufriedenheit moeglich zu sein.
> >
> > Gibt es vielleicht mehr als zwei Denkwelten?
> > Sind Dual und Non-Dual (Didies und Nodies) vielleicht nur virrtuelle
> > Kategorien "einer" Denkwelt ?
>
> Das gef�llt mir.

mir auch, weil ich ja von der Einmaligkeit des Geistes ueberzeugt bin,
und das er als Ganzes eben auch seine Widersprueche enthaelt.

> > Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstanden habe war, dass du
> > "Wahrheit" und "Un-Wahrheit" mit Didies und Nodies in Zusammenhang
> > gebracht hast ?
>
> Das Wort "Wahrheit" hat, wie Du schon schriebst, so einen pers�nlichen
> Beigeschmack. Ich meinte folgendes: wenn etwas wahr ist, und nicht
> eine Fantasie, die ich mir zusammenbraue, dann kann ich nicht "daf�r"
> oder "dagegen" sein,

Jo, kapiert. Leuchtet sofort ein...

> also ich kann nat�rlich schon, aber das �ndert
> nichts daran - es ist eben auch wahr, dass ich "daf�r" bin oder
> "dagegen".

klaro, das ist dann jenseits von richtig oder falsch - eben eine
Wahrheit.

> Cheers,
> Florian

dito

Monkey Mind

unread,
Nov 24, 2009, 3:51:29 PM11/24/09
to
As Below <Freimann...@t-online.de> writes:

> In article <hee7jm$8vp$1...@news.eternal-september.org>,
> monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
>
>> As Below <Freimann...@t-online.de> writes:
>>
>> > Was mich in diesem Zusammenhang jetzt mal wirklich interessiert
>> > ist aber die "offizielle" (Budd) und vielleicht auch private
>> > Wertung dieser Modelle :
>> >
>> > Ist Duales Denken "wertvoller" als Non-Duales-Denken,
>> > b.z.w. vice versa ?
>>
>> Offiziell buddhistisch gibt es drei Wert-Achsen, entsprechend der
>> Dreiteilung des edlen achtfachen Pfades: "Moral, Geistesschulung,
>> Weisheitsgewinn".
>
> 8 : 3 = ??
> Aber OK, einfach mal nondualistisch betrachten....

(bin�r-)Logarithmisch, vielleicht :)
M44 ist die kanonische Quelle f�r diese Dreier-Einteilung.

>> Der "Wert" dessen, was oft unter "non-dual" so zusammengefasst wird,
>> misst sich am "Weisheitsgewinn".
>
> Ok, dann muss ich jetzt aber mal fragen : "Woran misst sich ein
> Weisheits-Gewinn/Zuwachs?" Da moechte ich dann schon mehr von erkennen
> koennen, als schwarze Loecher voller Ahnungen ?

Traditionsgem�ss misst sich das an den vier edlen Wahrheiten, also am
Zuwachs an Erkenntnis/Gewinn an klarer Einsicht in diese Wahrheiten.
Oder an der Abnahme an Ahnungen dar�ber.

> Koennte man beispielsweise sagen :
> Weise-SeinHeit = Konflikt-Freiheit ?
>
> Also, in je weniger Konflikte jemand verstrickt ist, oder um so mehr
> Konflikt-Situationen jemand loest, desto weiser ist er/sie ?

Ganz dual/dichotom betrachtet geh�rt das zum "Moral/Lebenswandel" Teil
des Pfades, finde ich. Aber siehe unten.

>> Am Konzentrationstraining der Geistesschulung und an der Frage, "was
>> soll ich tun", also an der Moral, l�sst sich das nicht messen.
>
> Ja, s.o., Moral kann ja nur im Konflikt-Fall hervorgebracht werden,
> oder bedarf eben einer Konflikt-Situation um zu ermergieren.
>
> Oder muss ich jetzt auf die urspruengliche Betrachtungs-Ebene und den
> eigentlichen Gegenstand zurueck gefuehrt werden...
>
> Aber wenn das nicht falsch ist, was ich dachte, dann koennte die Moral
> ja auch ein Ergebnis von Weise-Seinheit sein.
>
> Ich glaub ich bin verwirrt...

Es gibt ein Sutta, in dem die Beziehung der acht Pfadfaktoren
untereinander, welcher welchem "vorangeht", breit ausgew�lzt wird. Ich
habe nur gerade nicht im Kopf, welches.

Jedenfalls, diese nicht von der Hand zu weisende Beziehung zwischen
Moral und Weisheit (und Konzentrations�bungen), die wird erw�hnt.

So, bin m�de. Ohne Ariyo ist das Palikanonw�lzen so eine anstrengende
Angelegenheit: ich bin schon ganz verspannt von der ganzen
unterschwelligen Erwartung, dass er jedem Moment mitdiskutieren k�nnte.

As Below

unread,
Nov 24, 2009, 8:46:05 PM11/24/09
to
In article <hehh0h$jq5$1...@news.albasani.net>,
monke...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> So, bin m�de. Ohne Ariyo ist das Palikanonw�lzen so eine anstrengende
> Angelegenheit:

Ja, das hatte ich in letzter Zeit auch einige Male festgestellt.

> ich bin schon ganz verspannt von der ganzen
> unterschwelligen Erwartung, dass er jedem Moment mitdiskutieren k�nnte.

Naja, wenn er sich an den PK gehalten hat, fand ich seine Beitraege
oft sehr wertvoll...

Anderer seits empfand ich auch oft so eine Art heruntergespielter Hybris,
wenn es darum ging, welche Masstaebe er fuer das intellektuelle oder
moralische Gelingen anderer anlegte.

Aber vielleicht bist du auch einfach nur Muede ?

Ich, fuer meinen Teil, bemerke ueberhaupt keine Spannung, wenn
ich an Ariyo denke.

Und, wer weiss, vielleicht ist er ja nun auch in einem Kloster,
und geht seinen Weg konsequent bis ans Ende der Welt.

> Cheers,
> Florian


mfG

Dieter Brand

unread,
Nov 25, 2009, 4:41:21 AM11/25/09
to
On 11月23日, 午前9:49, monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:

> Dieter Brand <diether.br...@gmail.com> writes:
> > Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet.
>
> *Jede* Differenzierung?
>
> Dann ist z.B. Mathematik Dualität?  "2" ist sicherlich dual, aber "1"?

> (nur halb im Scherz gemeint)
>
> > Dualitaet bedeutet die Differenzierung von Objekt/Subjet,
> > Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht- Sein, gut/boese, gross/klein,
> > Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt da an, wo Differenzierung
> > aufhoert.
>
> Demzufolge besteht die fundamentale Dualität:
>
>   "Differenzierung" : "Non-Dualität"
>
> was ziemlich absurd ist.
>
> Womöglich liegt dem ganzen Theater um die Non-Dualität ganz einfach

> der Irrtum zugrunde, dass die Negation "nicht Dual" wie ein richtiger,
> handfester Begriff behandelt wird.
>
> > Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Tsan (6. Jahrhundert):
>
> > Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
> > und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.
> > ...
> > Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
> > dies ist die Krankheit des Geistes.
> > ...
> > Je mehr wir uns an Worte und Gedanken binden,
> > desto mehr gehen wir in die Irre.
> > ...
>
> Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont, *wer* hat
> vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?
>
> Cheers,
> Florian
>
> --
> Jedermann geht aus dem Leben, wie wenn er eben erst geboren wäre
>                                            -- Epikur (Spruchsammlung 60)

Dieter Brand <diether.br...@gmail.com> writes:
>> Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet. ...
>*Jede* Differenzierung?

*Jede* Differenzierung einer endlichen Reihe wie z.B. Objekt/Subjekt,
gut/boese... . Zum Formulieren abstrakter Konstruktionen fehlen mir
Zeit und Geduld.

>Dann ist z.B. Mathematik Dualität?


>"2" ist sicherlich dual, aber "1"?

Vieleicht unterscheided sich die duale Mathematik ja von der nicht-
dualen?? Ein weiterer Vers von Seng Ts’an lautet:

Glaube und Geist ist nicht 2
(oder: Der glaubende Geist ist nicht dual oder gespalten)

weiter oben heisst es:

Zwei (erh = Dualitaet, Zwei) ist weil es Eins (yi) gibt,
aber halte auch nicht an diesem Einen (yi) fest.
Wenn der Geist in seiner Einheit (yi xin = ein Geist) nicht geboren
(oder in Unruhe gebracht) ist,
koennen die 10 000 Phaenomene nicht stoeren (oder verletzen).

>> Dualitaet bedeutet die Differenzierung von Objekt/Subjet,
>> Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht- Sein, gut/boese,
>> gross/klein, Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt da
>> an, wo Differenzierung aufhoert.

>Demzufolge besteht die fundamentale Dualität:
> "Differenzierung" : "Non-Dualität"
> was ziemlich absurd ist.

Wer sagt, dass die Realitaet nicht absurd its, zumindest nach unserer
Logik?

>Womöglich liegt dem ganzen Theater um die Non-Dualität


>ganz einfach der Irrtum zugrunde, dass die Negation
>"nicht Dual" wie ein richtiger, handfester Begriff behandelt wird.

Non-Dualitaet kann nur als konkrete handfeste Realitaet erfahren
werden. Abstrakte Konstruktionen ueber die Dualitaet der Dualitaeten
beissen sich selbst in den Schwanz.

>> Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Tsan
>>(6. Jahrhundert):
>> Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
>> und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.
>> ...
>> Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
>> dies ist die Krankheit des Geistes.
>> ...
>> Je mehr wir uns an Worte und Gedanken binden,
>> desto mehr gehen wir in die Irre.
>> ...
>Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont,
>*wer* hat vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?

Wo ist der Horizont der Universums? Die Frage sollte lauten: wer hat
keine Vorlieben und wer bindet sich nicht an Begriffe?

Dieter

PS: Historisch situiert sich Seng Ts'ans Gedicht dort, wo der
Buddhismus die luftigen Konstruktionen der fruehen indischen Denker
einbuesst, um die konkreten erdnahen Farben des chinesischen
Charakters anzunehmen. Nach Bodhidharma ist Seng Ts’an der 3. Zen
Patriach in China.

Jeder hat so seine Vorlieben ;-)

Dieter Brand

unread,
Nov 25, 2009, 4:44:51 AM11/25/09
to
On 11月23日, 午前10:49, As Below <Freimann-Gefe...@t-online.de> wrote:
> In article <hedlra$ss...@news.eternal-september.org>,

>  monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
>
> > Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont, *wer* hat
> > vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?
>
> laeuft wahrscheinlich auf das altbekannte : "die Anderen",
> hinaus, womit man dann um Haaresbreite noch mal davon gekommen waere.

Du tauchst wieder mit groesster Zielsicherheit in die Tiefen der
menschlichen Psyche ab.

Dieter Brand

unread,
Nov 25, 2009, 4:48:24 AM11/25/09
to
On 11月23日, 午後1:28, Mond <inva...@invalid.invalid> wrote:
> Dieter Brand wrote:
> > Jede Differenzierung erzeugt Dualitaet.  Dualitaet bedeutet die
> > Differenzierung von Objekt/Subjet, Aussenwelt/Innenwelt, Sein/Nicht-
> > Sein, gut/boese, gross/klein, Geist/Koerper, usw. Non-Dualitaet faengt
> > da an, wo Differenzierung aufhoert.
>
> > Hier einige Verse aus einem Gedicht von Seng Ts?an (6. Jahrhundert):
>
> > Ein Unterschied von nur einer Haaresbreite,
> > und Himmer und Erde klaffen weit auseinander.
>
> Die kleinste Abgelenktheit von der eigenen Weisheit und dem eigenen
> Mitgefühl und schon Dualität, Gedanken (Statt eigene Weisheit) und Emotionen
> (Statt eigenes Mitgefühl), als auch unreine Wahrnehmung und unreine
> Erfahrung. Trennung in Isolierte Subjekt, Objekt und Aktivität Dualität,
> obwohl es diese Dualität nicht gibt.

>
> > ...
> > Vorlieben gegen Abneigungne zu setzen,
> > dies ist die Krankheit des Geistes.
>
> Die 8 weltlichen Anliegen/Dharmas
> ---------------------------------
> Hoffnung auf Glück und Furcht vor Leid

> Hoffnung auf Gewinn und Furcht vor Verlust
> Hoffnung auf Lob und Furcht vor Tadel
> Hoffnung auf Berühmtheit und Furcht vor Unbekanntheit
>
> Diese 8 weltlichen Anliegen werden durch Entsagung überwunden. Doch vor der

> Praxis der Entsagung kann man Zufriedenheit und Dankbarkeit praktizieren,
> und darauf aufbauend Entsagung, da Zufriedenheit und Dankbarkeit die Praxis
> der Entsagung erleichtert also unterstützt weil sie bereits viele damit
> zusammenhängende Fehler und Verblendungen auflöst. Es wird dann einfacher
> Hoffnung und Furcht durch Entsagung zu überwinden. Dann kann man
> anschließend Akzeptanz und Vergebung praktizieren und dann ist es auch
> einfacher Liebende Güte zu praktizieren und dann ist es einfacher
> Bedingungslosen Gleichmut zu praktizieren und dann ist es möglich und

> einfacher Bedingungslose Liebe, dann Bedingungslose Mitfreude und dann
> Bedingungsloses Mitgefühl zu praktizieren. Es ist ähnlich wie mit den
> Verwirklichungsstufen der Meditation.


Die Meditation als endlos Treppe. Der Prozess fuehrt nie ans Ziel.

Dieter Brand

unread,
Nov 25, 2009, 6:45:10 AM11/25/09
to

> So, bin müde.  ...

Hey, nichts da. Hier wird nicht schlapp gemacht! Du musst Woerter
spalten bis dass der Tod Koerper von Geist trennt, und darueber
hinaus, wenn du das Pech hast in der Hoelle fuer Dualisten zu landen.

Dieter

As Below

unread,
Nov 25, 2009, 10:42:58 AM11/25/09
to
In article
<c9522007-52fe-4579...@s31g2000yqs.googlegroups.com>,
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> wrote:

> On 11月23日, 午前10:49, As Below <Freimann-Gefe...@t-online.de> wrote:
> > In article <hedlra$ss...@news.eternal-september.org>,
> >  monkeym...@hactrn.ch (Monkey Mind) wrote:
> >
> > > Mhm, ja - *wer* macht denn Aufhebens um den Horizont, *wer* hat
> > > vorlieben, *wer* bindet sich an Begriffe?
> >
> > laeuft wahrscheinlich auf das altbekannte : "die Anderen",
> > hinaus, womit man dann um Haaresbreite noch mal davon gekommen waere.
>
> Du tauchst wieder mit groesster Zielsicherheit in die Tiefen der
> menschlichen Psyche ab.

Och, so tief finde ich das gar nicht.
Eher scheint mir jenes "die anderen" auf der Oberflaeche der
menschlichen Psyche zu duempeln, wie eine tote Katze im Fleet.

Naja, war aber doch nicht schlecht, dass du dich mal wieder
gemeldet hast, oder ?

Wie fuehlt sich das denn an, Dieter,
erzaehl mal.

As Below

unread,
Nov 25, 2009, 10:47:21 AM11/25/09
to
In article
<0a17bcb8-fa9d-4b75...@o10g2000yqa.googlegroups.com>,
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> wrote:

> > So, bin m�de. �...


>
> Hey, nichts da. Hier wird nicht schlapp gemacht! Du musst Woerter
> spalten bis dass der Tod Koerper von Geist trennt,

Sowas macht der Tod ?
Wirklich ?

Was macht der Tod sonst noch ?
Wie macht er das?

Warum?

> und darueber
> hinaus, wenn du das Pech hast in der Hoelle fuer Dualisten zu landen.

Wo dann beides wieder zusammengeklebt wird ?

Womit ?
Pattex ?
Knochenleim ?
Spucke ?

>
> Dieter

Dieter Brand

unread,
Nov 25, 2009, 11:55:38 AM11/25/09
to
On 11月25日, 午後3:42, As Below <Freimann-Gefe...@t-online.de> wrote:
> In article
> <c9522007-52fe-4579-8759-70871fdb9...@s31g2000yqs.googlegroups.com>,

Wie fuehlt sich was an? Die menschliche Psyche? Keine Ahnung, das
ist nicht mein Spezialgebiet. Ich finde, die sollte man ruhig in
ihrer Tiefe schlummern lassen. OK, wenn jemand echt Probleme hat,
dann soll er meinetwegen zum Seelenklempter gehen. Aber fuer die
meisten ist doch die obzessive Beschaeftigung mit der eigenen Psyche
nicht sehr gesund. Finde ich jedenfalls.

Dieter

Dieter Brand

unread,
Nov 25, 2009, 11:59:37 AM11/25/09
to
On 11月25日, 午後3:47, As Below <Freimann-Gefe...@t-online.de> wrote:
...
> > ... bis dass der Tod Koerper von Geist trennt,

>
> Sowas macht der Tod ?
> Wirklich ?

Nein, natuerlich nicht. Das ist doch nur die dualistische
Sichtweise. Aber hier sind doch alle eingefleischte Non-Duellisten.

Dieter

As Below

unread,
Nov 25, 2009, 12:54:10 PM11/25/09
to
In article
<04ad1818-0207-4ca9...@c34g2000yqn.googlegroups.com>,
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> wrote:

> On 11月25日, 午後3:47, As Below <Freimann-Gefe...@t-online.de> wrote:
> ...
> > > ... bis dass der Tod Koerper von Geist trennt,
> >
> > Sowas macht der Tod ?
> > Wirklich ?
>
> Nein, natuerlich nicht.

Was macht er denn natuerlich so?

> Das ist doch nur die dualistische
> Sichtweise.

Naja, wir haben ja alle auch zwei Augen...

> Aber hier sind doch alle eingefleischte Non-Duellisten.

Ja, so sehe ich das auch.

No Match just planting...

As Below

unread,
Nov 25, 2009, 1:00:29 PM11/25/09
to
In article
<2012b70c-5eda-4faa...@j19g2000yqk.googlegroups.com>,
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> wrote:

Na dein Gefuehl beim Schreiben dieser Briefe ?
Spannend , langweilig, u.s.w. ??

> Die menschliche Psyche?

Na die fuehlt ja nicht.
Aber das weisst du doch.

> Keine Ahnung, das
> ist nicht mein Spezialgebiet. Ich finde, die sollte man ruhig in
> ihrer Tiefe schlummern lassen.

Achso.
Ja, dann mach ich das mal.
Ich lass schlummeln.

> OK, wenn jemand echt Probleme hat,
> dann soll er meinetwegen zum Seelenklempter gehen.

Danke, dass du das den Menschen zugestehst,
die echt Probleme haben.

> Aber fuer die
> meisten ist doch die obzessive Beschaeftigung mit der eigenen Psyche
> nicht sehr gesund.

Welche "obzessive Beschaeftigung" waere denn deinet wegen
eine gesunde ?

> Finde ich jedenfalls.

finde ich ja auch

> Dieter

Mond

unread,
Nov 26, 2009, 7:18:20 AM11/26/09
to
Dieter Brand wrote:

> Die Meditation als endlos Treppe. Der Prozess fuehrt nie ans Ziel.

Der Weg ist das Ziel...

--
Ich verlasse mich nicht auf die Botschaft anderer und nicht auf ihre
Persᅵnlichkeit. Ich verlasse mich auf den Sinn der Worte und nicht auf die
Worte allein. Ich verlasse mich auf die letztendliche Bedeutung der Worte
und nicht auf eine Vorlᅵufige. Ich verlasse mich auf meine
Weisheit und mein Mitgefᅵhl und nicht auf meinen urteilenden Geist.

Ich bin mein eigenes Licht, ich bin meine eigene Zuflucht, ich wende mich
keiner ᅵuᅵeren Zuflucht zu. Ich vertraue der Wahrheit als einziges Licht.
Ich suche keine andere Zuflucht als die in mir selbst. Wenn ich mein eigenes
Licht sein werde, mich keiner ᅵuᅵeren Zuflucht zuwende, sondern an der
Wahrheit wie an ein Licht, an die Wahrheit als meine einzige Zuflucht
vertraue und keine andere Zuflucht als die in mir selbst suche, werde ich zu
den hᅵchsten Paradiesen aufsteigen.

As Below

unread,
Nov 26, 2009, 9:05:38 AM11/26/09
to
In article <helrmb$and$01$1...@news.t-online.com>,
Mond <inv...@invalid.invalid> wrote:

> Dieter Brand wrote:
>
> > Die Meditation als endlos Treppe. Der Prozess fuehrt nie ans Ziel.
>
> Der Weg ist das Ziel...

Das war doch klar.
Manic Lunatic wird sicher eines nicht tun :
Seinen Autoritaets-Anspruch untergraben lassen.

Deshalb auch die Geheimnisse, das Kryptische, die Mystifikation...
u.s.w.

Frank Zappa hat sich sogar beim Kacken fotografieren lassen.

Dieter Brand

unread,
Nov 26, 2009, 2:16:59 PM11/26/09
to

> > Die Meditation als endlos Treppe.  Der Prozess fuehrt nie ans Ziel.
>
> Der Weg ist das Ziel...

Ja, genau. Deshalb kann auch der Weg nicht zum Ziel fuehren.

Dieter

Dieter Brand

unread,
Nov 26, 2009, 2:18:51 PM11/26/09
to
> > Wie fuehlt sich was an?
>
> Na dein Gefuehl beim Schreiben dieser Briefe ?

Ein gespaltenes.

Dieter

As Below

unread,
Nov 27, 2009, 7:53:09 AM11/27/09
to
In article
<71dc55fa-c5e8-496e...@k17g2000yqh.googlegroups.com>,
Dieter Brand <diethe...@gmail.com> wrote:

:-)

Naja, aber solange du noch den Benjamin an seinem ring in der
Nase durch die Welt fuehrst, moege sich der spalt bis zur Schaedeldecke
vorarbeiten.
>
> Dieter

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