Was gibt es denn für Erfahrungen in anderen Städten mit Grüne Welle
und Fußgängerverkehr?
> Was gibt es denn f�r Erfahrungen in anderen St�dten mit Gr�ne Welle
> und Fu�g�ngerverkehr?
Na ja, ich hatte es ja schon Mal gepostet: hier in Leverkusen steht
eigentlich jeder immer und �berall.
Vor der Baustelle des Willy-Brandt-Rings sa�en mehrere Verkehrsz�hler
tagelang und z�hlten, wohl um die Ampelschaltung zu optimieren. Leider
vergebens. Der Verkehr staut sich auch au�erhalb der Pendlerzeiten fast
immer bis zum Stillstand. Daf�r haben aber leere Kreuzungseinfahrten
wenigstens st�ndig Gr�nlicht.
Was soll man dazu noch sagen?
Frank Werner
--
World's in heaven with Windows 7
> Was soll man dazu noch sagen?
Kameras mit Bildverarbeitung auf die Ampeln. Wenn wenig kommt, einfach
auf Rot schalten und die Fu�g�nger gehen lassen.
--
Servus
Christoph M�ller
http://www.astrail.de
> Was gibt es denn fᅵr Erfahrungen in anderen Stᅵdten mit Grᅵne Welle
> und Fuᅵgᅵngerverkehr?
Jena: ganz schlechte. Meist folgendes Bild: Fuᅵgᅵnger (grᅵᅵere
Gruppen bzw. Massen) stehen mit dummem Gesicht eine Minute vor der
Ampel, an einer derart schmalen Straᅵe, dass man mit 3 Sᅵtzen zur
anderen Seite springen kᅵnnte, und wᅵhrend der Zeit kommen
vielleicht 5 oder 10 Autos; theoretisch brauchte man dort gar keine
Ampel. Dann haben die Leute fᅵnf Sekunden zum Gehen, und das Spiel
geht von vorn los. Okay, unsere Ampelschaltungen sind sowieso
abartig; aber ohne Auswechselung des dafᅵr Verantwortlichen wird
sich da nichts ᅵndern.
--
Viele Grᅵᅵe, Thomas
NEIN! Sensoren, die kein Bild aufnehmen, reichen v�llig aus.
Claus
Wozu denn Kamera und Sensoren, als Fußgänger hat man doch schon mit
dem Druecken auf den Knopf angemeldet, dass man ueber die Strasse
will! Wenn wenig los ist, kann man die Fußgänger doch einfach gehen
lassen, und wenn viel los ist, dann ist eh Stau, dann kommt es auf die
10 Sekunden, die man vor oder hinter der Ampel im Stau steht auch
nicht mehr an.
Sind dann sozusagen Kameras mit einem oder zwei Bildpunkten. Das ist
dann doch etwas zu wenig, um ordentliche Aussagen zum Verkehrsfluss
machen zu k�nnen. Die Rede ist doch hier nicht von HDTV oder �hnlich
hochwertigen Kameras, sondern halt grad' so gut, dass man die Fahrzeuge
z�hlen und vielleicht noch ihre Masse sch�tzen kann. Dann k�nnte man den
Verkehr n�mlich auch entsprechend des Energieaufwands regeln. Wenn viel
Masse in Bewegung ist, dann kostet es nach dem Abbremsen wieder viel
Energie, diese wieder in die urspr�ngliche Bewegung zu versetzen. Das
geht einher mit viel L�rm und Abgasen. Will man diese reduzieren, muss
der Verkehr m�glichst stetig flie�en. Ein oder zwei Pixel sind zwar
besser als nichts. Aber so richtig bew�hrt haben sie sich in dieser
Hinsicht noch lange nicht.
Induktionschleifen sind auch hief�r geeignet.
Wenn man Staus und Energieverschwendung vermeiden will, kann man die
Autos auch in Unterf�hrungen f�hren (warum sollen die Fu�g�nger
runter, die tun sich schwerer.
Liebe Gr��e
Hannes
--
F�r pers�nliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einf�gen.
Amerika ist die in Wunschtr�umen oder Albtr�umen wahrgewordene
Fortsetzung des Abendlandes. (Robert Crumb)
Diese Dinger habe ich als "Kamera mit nur einem oder zwei Pixel" gemeint.
> Wenn man Staus und Energieverschwendung vermeiden will, kann man die
> Autos auch in Unterf�hrungen f�hren (warum sollen die Fu�g�nger
> runter, die tun sich schwerer.
Dann realisiere das halt, wenn das so einfach ist. Wenn's nicht so
einfach geht, dann wird man um L�sungen bem�hen m�ssen, die man auch
realisieren kann. Es hilft kaum etwas, wenn man f�r extreme
Ausnahmef�lle eine supertolle L�sung hat, wenn 99,9% weitersauen wie
gehabt. Da bringt es doch deutlich mehr, wenn 80% zu 50% entlastet als
wenn man 0,1% zu 100% entlastet.
Wenn es danach geht mu�t Du tags�ber die Hauptstra�e dauernd fahren
lassen (da kommt immer irgendwer) und die Seitenstra�e bekommt dann
Nachts mal kurz gr�n. Wie will man das absch�tzen wer wann wo kommt, es
geht ja nicht nur um den Bereich 5m vor der Haltelinie. Und dann kannst
Du noch den Querverkehr rechnen, ein Fug�nger steht dann 30min, wenn
dagegen 30 warten l��t man sie nach 1 min dr�ber?
Sp�testens wenn Du damit auch nur 2 Ampeln zusammenschalten willst
kannst Du es vergessen.
> Induktionschleifen sind auch hief�r geeignet.
Und werden auch verwendet.
Dann gibt es da noch Infrarotsensoren, werden Haupts�chlich verwendet
wenn man keine Induktionsschleifen verlegen kann (z.B. wenn in ein paar
Monaten der Fahrbahnbelag erneuert werden soll oder Baustellenampeln)
> Wenn man Staus und Energieverschwendung vermeiden will, kann man die
> Autos auch in Unterf�hrungen f�hren (warum sollen die Fu�g�nger
> runter, die tun sich schwerer.
Du willst also die komplette Stadt unterkellern? Das wird aber ein
reichlich teures Unterfangen, erst der Bau und dann der Unterhalt.
Ausserdem hast Du dann Probleme mit den Schwertransportern. Auch wenn es
nicht so angenehm ist d�rfte dann die einzige M�glichkeit in
Fu�g�ngerunterf�hrungen liegen. Die behindern keine Schwertransporte und
man mu� nur ca. 3m runter statt �ber 5m bei einer Fu�g�ngerbr�cke.
Gr��e
Enrico
>Johann Mayerwieser schrieb:
>> Wenn man Staus und Energieverschwendung vermeiden will, kann man die
>> Autos auch in Unterf�hrungen f�hren (warum sollen die Fu�g�nger
>> runter, die tun sich schwerer.
>
>Du willst also die komplette Stadt unterkellern? Das wird aber ein
>reichlich teures Unterfangen, erst der Bau und dann der Unterhalt.
>Ausserdem hast Du dann Probleme mit den Schwertransportern. Auch wenn es
>nicht so angenehm ist d�rfte dann die einzige M�glichkeit in
>Fu�g�ngerunterf�hrungen liegen. Die behindern keine Schwertransporte und
>man mu� nur ca. 3m runter statt �ber 5m bei einer Fu�g�ngerbr�cke.
>
Das ist so wie mit den Rauchern: "Wennst in kein verrauchtes Lokal
willst, dann musst zu Hause bleiben." (Bei euch ists schon besser, in
.at l�uft es immer noch so).
Man soll den IV durchaus behindern und verstauen, dann lassen eben
immer mehr das Auto stehen.
In einer englischen Stadt (frag mich nicht welche) hat der
b�rgermeister die Taktik erfungen, irgendwo einen "Hund" einzubauen.
14 Tage staut es sich dort, dann normalisieren sich die Verh�ltnisse
wieder und im Endeffekt �ndert sich der Modal Split zu ungunsten des
Autoverkehrs.
> Man soll den IV durchaus behindern und verstauen, dann lassen eben
> immer mehr das Auto stehen.
IV ist die nat�rlichste Fortkommensweise �berhaupt. �V kennt die Natur
�berhaupt nicht. Selbst die gro�en Tierschw�rme und Herden funktionieren
mit IV.
Ob die Umwelt versaut wird oder nicht, h�ngt NICHT davon ab, ob man sich
mit Methoden des IV oder �V bewegt, sondern vor allem damit, womit und
wie er betrieben wird. G�be es eine Abh�ngigkeit zwischen IV und �V,
dann m�ssten die Wale alle abgeschlachtet werden, weil sie so gro� sind,
permanent auf Weltreise sind und nach Methoden des Individualverkehrs
unterwegs sind.
> In einer englischen Stadt (frag mich nicht welche) hat der
> b�rgermeister die Taktik erfungen, irgendwo einen "Hund" einzubauen.
> 14 Tage staut es sich dort, dann normalisieren sich die Verh�ltnisse
> wieder und im Endeffekt �ndert sich der Modal Split zu ungunsten des
> Autoverkehrs.
Das kann man schlecht so pauschal beantworten, weil jeder Ort wieder
anders ist. Es kann auch sein, dass die Leute anfangen, ihre
Arbeitspl�tze zu wechseln, aus der Stadt weg ziehen usw. Die neuen
Arbeitspl�tze k�nnten sogar in viel gr��erer Entfernung liegen, womit
dann am Ende noch viel mehr Verkehr generiert wurde. Zus�tzlich zum
trotzdem auszubauenden �V. Die Klagen �ber die neuen Einkaufsst�dte vor
den Toren der St�dte haben doch ihre Gr�nde. Genauso die Klagen �ber das
Sterben der Altst�dte.
>Johann Mayerwieser schrieb:
>
>> Man soll den IV durchaus behindern und verstauen, dann lassen eben
>> immer mehr das Auto stehen.
>
>IV ist die nat�rlichste Fortkommensweise �berhaupt. �V kennt die Natur
>�berhaupt nicht. Selbst die gro�en Tierschw�rme und Herden funktionieren
>mit IV.
Allerdings kennt die Natur auch keine St�dte, Stra�en, Autos etc.
>
>Ob die Umwelt versaut wird oder nicht, h�ngt NICHT davon ab, ob man sich
>mit Methoden des IV oder �V bewegt, sondern vor allem damit, womit und
>wie er betrieben wird. G�be es eine Abh�ngigkeit zwischen IV und �V,
>dann m�ssten die Wale alle abgeschlachtet werden, weil sie so gro� sind,
>permanent auf Weltreise sind und nach Methoden des Individualverkehrs
>unterwegs sind.
Wenn ich aus meinem Haus gehe und ich hab eine Stra�e, in der sich auf
4 Spuren st�ndig Fahrzeuge bewegen ist das schon beschissen genug,
egal ob die jetzt mit Verbrennungsmotoren oder Strom betrieben werden.
Habe ich auf dieser Stra�e nur mehr die Stra�enbahn, kann ich mehr als
die H�fte des f�r den Verkehr gebrauchten Raum f�r Fu�g�nger,
Gr�nfl�chen, Schanig�rten etc. zur�ckgewinnen, was die Lebensqualit�t
massiv erh�ht.
Mehr als die H�lfte des Raumes gewinne ich, weil ich schon einmal 2
Fahrspuren weniger habe und die Stra�enbahn einen schm�leren
Fahrstreifen braucht als der IV - dieser braucht mehr seitlichen
Sicherheitsraum wegen m�glicher seitlicher Fahrzeugbewegungen.
>>> Man soll den IV durchaus behindern und verstauen, dann lassen eben
>>> immer mehr das Auto stehen.
>> IV ist die nat�rlichste Fortkommensweise �berhaupt. �V kennt die Natur
>> �berhaupt nicht. Selbst die gro�en Tierschw�rme und Herden funktionieren
>> mit IV.
>
> Allerdings kennt die Natur auch keine St�dte, Stra�en, Autos etc.
St�dte und Stra�en kennt die Natur sehr wohl. Ameisenhaufen,
Erdm�nnchensiedliungen... Nur Autos sein eine Spezialit�t der Menschen,
die �brigens auch Teil der Natur sind.
>> Ob die Umwelt versaut wird oder nicht, h�ngt NICHT davon ab, ob man sich
>> mit Methoden des IV oder �V bewegt, sondern vor allem damit, womit und
>> wie er betrieben wird. G�be es eine Abh�ngigkeit zwischen IV und �V,
>> dann m�ssten die Wale alle abgeschlachtet werden, weil sie so gro� sind,
>> permanent auf Weltreise sind und nach Methoden des Individualverkehrs
>> unterwegs sind.
>
> Wenn ich aus meinem Haus gehe und ich hab eine Stra�e, in der sich auf
> 4 Spuren st�ndig Fahrzeuge bewegen ist das schon beschissen genug,
dann solltest du dir �berlegen, ob du am richtigen Ort wohnst.
> egal ob die jetzt mit Verbrennungsmotoren oder Strom betrieben werden.
> Habe ich auf dieser Stra�e nur mehr die Stra�enbahn, kann ich mehr als
> die H�fte des f�r den Verkehr gebrauchten Raum f�r Fu�g�nger,
> Gr�nfl�chen, Schanig�rten etc. zur�ckgewinnen, was die Lebensqualit�t
> massiv erh�ht.
Gilt f�r den Nahverkehr. Wie dieser abgewickelt wird, wird vor Ort
entschieden. Im �berlandverkehr k�nnte man Individualverkehr auf der
Schiene realisieren. Dann hat man auf gut Fahrradwegbreite die Kapazit�t
einer 10-...14-spurigen Autobahn realisiert. Das ist deutlich mehr, als
man mit dem Viel-Auf-Einmal-Konzept der konventionellen Bahn realisieren
k�nnte. Und man k�nnte direkt und speicherlos mit Sonnen- und
Windenergie fahren, sofern diese grade anstehen.
> Mehr als die H�lfte des Raumes gewinne ich, weil ich schon einmal 2
> Fahrspuren weniger habe und die Stra�enbahn einen schm�leren
> Fahrstreifen braucht als der IV - dieser braucht mehr seitlichen
> Sicherheitsraum wegen m�glicher seitlicher Fahrzeugbewegungen.
Wenn es dir um Platz, L�rm, Unfallsicherheit und Abgase geht, dann
solltest du vielleicht mal an eine Seilbahn als Nahverkehrsmittel
denken. �hnlich der Railtaxi-Technik l�sst sich damit auch
Individualverkehr realisieren. Damit h�tte man grade mal Punktber�hrung
zum Boden. Die Aufst�nderung k�nnte man n�mlich als Aufzug f�r die
Kabinen ausf�hren, so dass damit nur sehr wenig Stellfl�che gebraucht
w�rde. Nicht zu vergleichen mit den gro�en Berg- und Talstationen der
gro�en Urlauberseilbahnen.
> Kameras mit Bildverarbeitung auf die Ampeln. Wenn wenig kommt, einfach auf
> Rot schalten und die Fu�g�nger gehen lassen.
So kompliziert w�rde ich es gar nicht machen: einfach drei Abstandsmesser
mit unterschiedlichen Distanzen an jeder Ampel. L�st der weiteste aus,
Dauergr�n bis keiner mehr da ist. Oder noch besser gleich Kreisverkehre.