Christoph Maercker <
Zwei...@gmx-topmail.de> wrote:
> Würde man unsere Unfälle auf Landstraßen mit denen der USA vergleichen,
> sähe die Bilanz anders aus. Im Grunde muss man aber in etwa das tun,
> weil die USA durch ihre Größe mehr Fernverkehr haben dürften als
> europäische Kleinstaaten.
Kleinstaaterei ist kein ernstzunehmender Einwand. Wie unterscheidet sich
eine Fahrt von Hamburg nach Barcelona und Portland, Maine nach Augusta,
Georgia? Beide sind etwa 1.800 km lang. Zwei Grenzübertritte von
Deutschland nach Frankreich nach Spanien sind ungefähr so kompliziert
elf Grenzübertritte von Maine nach New Hampshire, Massachusetts,
Connecticut, New York, New Jersey, Delaware, Maryland, Virginia, North
Carolina, South Carolina und Georgia.
Ich würde eher auf die Einwohnerzahl und -dichte als auf die Ausdehnung
gucken, um "mehr Fernverkehr" zu begründen, denn Versorgung und
"Reiselust" verursachen Verkehr, nicht Entfernung; die ist eher
hinderlich, weil kostentreibend und zeitraubend.
Die Größe des EU-Wirtschaftsraums steht den USA zwar nach[1], aber
Europa ist ein "schlanker", dicht besiedelter Kontinent,[2] mit
annähernd doppelt soviel Einwohnern wie Nordamerika. Die USA sind
"kompakt", mit dicht besiedeltem Osten, mäßig dicht besiedeltem
Kalifornien und einer großen Leere dazwischen: Mittlerer Westen und
Rocky Mountains.[3] Die große Leere wird eher mit Flugzeug und Eisenbahn
überbrückt.
Zur Bedeutung des Güterfernverkehrs heißt es in der Wikipedia:
| Im Jahre 2010 lag der Anteil des Schienengüterverkehrs bei 17,2% der
| Gesamttonnenkilometer in Deutschland. Damit lag er deutlich hinter dem
| LKW mit 70,1%. [...]
|
| In den großen Flächenländern USA, Russland und Australien ist der
| Schienengüterverkehr der bedeutendste Verkehrsträger. Zwischen 1990
| und 2006 vergrößerte sich der Marktanteil des Schienengüterverkehrs
| gemessen in Tonnenkilometer in den USA von 29,5% auf 40%. Damit liegt
| er deutlich vor dem LKW mit 28% und Pipelines mit 19,8%.
<
http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCterzug#Bedeutung> 4. u. 5. Absatz
[1] Schottland-Griechenland 2.800 km, Portugal-Estland 3.500 km;
Washington-Florida 4.600 km, Kalifornien-Maine 4.400 km
[2]
<
http://www.gfk-geomarketing.de/fileadmin/newsletter/bild_des_monats/12_
2010.html>
[3]
<
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bev%C3%B6lkerungsdichte
_USA.svg&filetimestamp=20111003122142>
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