| Weltweit wärmster Winter aller Zeiten
| Der vergangene Winter war US-Messungen zufolge der weltweit wärmste
| aller Zeiten. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor mehr als
| 125 Jahren waren zwischen Dezember und Februar die Temperaturen auf den
| verschiedenen Erd- und Wasseroberflächen rund um den Globus so hoch.
| Dies geht aus einem Bericht der US-Wetterbehörde NOAA hervor.
Ich möchte das ernsthaft bezweifeln. Nach den Satellitendaten auf
http://vortex.nsstc.uah.edu/public/msu/t2lt/tltglhmam_5.2 war weltweit der
Februar der zweitwärmste, der Januar der zweitwärmste, der Dezember der
drittwärmste, der November der fünftwärmste und der Oktober der
viertwärmste solche Monat seit 1979. Daraus kann man beim besten Willen
keinen "wärmsten Winter" konstruieren, jedenfalls nicht ohne lügen und
fälschen.
Hier, mehr davon:
http://news.google.de/news?hl=de&ned=de&ie=UTF-8&ncl=1104103710
(Followup-To: de.soc.umwelt)
Jörn
> Ich möchte das ernsthaft bezweifeln. Nach den Satellitendaten auf
> http://vortex.nsstc.uah.edu/public/msu/t2lt/tltglhmam_5.2 war weltweit der
> Februar der zweitwärmste, der Januar der zweitwärmste, der Dezember der
> drittwärmste, der November der fünftwärmste und der Oktober der
> viertwärmste solche Monat seit 1979. Daraus kann man beim besten Willen
> keinen "wärmsten Winter" konstruieren, jedenfalls nicht ohne lügen und
> fälschen.
>
> Hier, mehr davon:
> http://news.google.de/news?hl=de&ned=de&ie=UTF-8&ncl=1104103710
Moin Jörn,
wir rede vom wärmsten Winter aller Zeiten und nicht von den wärmsten
Wintermonaten. Es mag mal einen wärmeren Januar 1972, einen wärmeren
Dezember 1984, ... gegeben haben. In diesem Winter war jeder der
Wintermonate einer der 3 wärmsten überhaupt. Das bringt die
Durchschnitt-Temperatur des Winters natürlich gewaltig nach oben.
Wigand
--
"Früher beschmierten Narrenhände Tisch und Wände,
heute versauen sie das Internet." ( peter e. schumacher)
>Ich möchte das ernsthaft bezweifeln. Nach den Satellitendaten auf
>http://vortex.nsstc.uah.edu/public/msu/t2lt/tltglhmam_5.2 war weltweit der
>Februar der zweitwärmste, der Januar der zweitwärmste, der Dezember der
>drittwärmste, der November der fünftwärmste und der Oktober der
>viertwärmste solche Monat seit 1979. Daraus kann man beim besten Willen
>keinen "wärmsten Winter" konstruieren, jedenfalls nicht ohne lügen und
>fälschen.
Warum?
Wenn in dem Jahr mit dem wärmsten Februar die anderen Monate kälter
waren (usw), dann war der jetzige Winter im Schnitt wärmer.
--
Viele Grüße
Gerald Fix
Warte mal die nächste Woche ab.......dann kommt der kälteste 20. März seit
XL-jahren.<g>
PvH
Du hast Dir hier auch eine andere Messreihe rausgesucht
(Satellitendaten anstelle von Bodenstationen).
In dieser Messreihe sind die Monate Dezember 97, Januar 98, Februar 98
ein klein wenig hoeher als die entsprechenden Monate in diesem Winter,
in der anderen Messreihe sind sie ein klein wenig niedriger.
> Ich möchte das ernsthaft bezweifeln.
Niemand hindert Dich daran. Der Rest vertraut den Daten. 1 + 1 ist halt
2 und nicht 1,9999.
> Nach den Satellitendaten auf
> http://vortex.nsstc.uah.edu/public/msu/t2lt/tltglhmam_5.2 war weltweit der
> Februar der zweitwärmste, der Januar der zweitwärmste, der Dezember der
> drittwärmste, der November der fünftwärmste und der Oktober der
> viertwärmste solche Monat seit 1979. Daraus kann man beim besten Willen
> keinen "wärmsten Winter" konstruieren, jedenfalls nicht ohne lügen und
> fälschen.
Es gibt immer Menschen, die der Realität nicht ins Auge blicken können.
Der Letzte macht halt das Licht aus.
diese behaupung wird dir kein mathematiker 100% bestätigen.... ;-)
grüße von meiner Frau
steffen
--
Gruß aus der Eifel
(EMail: Nichts rauskürzen)
Erstens einmal wird der Treibhauseffekt etwas durch Aerosole
verschleiert und der Treibhauseffekt selber ist eindeutig nachgewiesen
und muss nicht erst durch den Temperaturanstieg bewiesen werden.
Und zweitens sind die Daten nicht so genau wie Du es hier rhetorisch
da stellst. Die Weltdurchschnittstemperatur ist auch heute nicht auf
vier nach Kommastellen bekannt, und der Unterschied zwischen dem
Winter 97/98 und 06/07 ist hard an der Grenze dessen, was verlaesslich
messbar ist.
Sowohl die Satellitendaten als auch Bodenstationen muessen korrigiert
werden und dann muss ein Durchschnitt ermittelt werden, und ueberall
sind Ungenauigkeiten drin.
Habt ihr auch 300 Euro Heizung gespart in diesem Winter?
So kann es doch weiter gehn oder?
Wenn möglich nächtses Jahrt auch ohne Minusgrade.
Spart uns noch mehr Geld und es gibt obendrein wneiger Glatteistote.
Ich sehe bisher nur positive Auswirkungen der Klimaerwärmung.
Zugegeben von der deutschen Küste sollte man irgendwann wegziehen.
Aber es ist ja noch platz überall.
> wir rede vom wärmsten Winter aller Zeiten und nicht von den wärmsten
> Wintermonaten. Es mag mal einen wärmeren Januar 1972, einen wärmeren
> Dezember 1984, ... gegeben haben. In diesem Winter war jeder der
> Wintermonate einer der 3 wärmsten überhaupt. Das bringt die
> Durchschnitt-Temperatur des Winters natürlich gewaltig nach oben.
In den Meldungen war die Rede von "Dezember bis Februar":
1997/98: Dez. +0.298 Jan. +0.542 Feb. +0.686 Mittel: 0.509
2006/07: Dez. +0.303 Jan. +0.537 Feb. +0.399 Mittel: 0.413
Jörn
Und wenn die Erwärmung tatsächlich länger anhält, wird netto viel mehr
Platz hinzukommen als verloren gehen, z.B. in Skandinavien, Kanada oder
Sibirien.
> Du hast Dir hier auch eine andere Messreihe rausgesucht
> (Satellitendaten anstelle von Bodenstationen).
>
> In dieser Messreihe sind die Monate Dezember 97, Januar 98, Februar 98
> ein klein wenig hoeher als die entsprechenden Monate in diesem Winter,
>
> in der anderen Messreihe sind sie ein klein wenig niedriger.
Den bekanntgegebenen Messungen der Bodenstationen kann man aus mehreren
Gründen nicht mehr trauen: 1. Es werden in den letzten Jahren zunehmend
Stationen in ländlichen Gebieten abgebaut. 2. Die Gebiete auf der Erde,
deren Temperatur durch Extrapolation statt durch Messung gewonnen wird,
werden immer größer. 3. GISS und Konsorten werden manipuliert, siehe
z.B. hier: <pan.2007.02.21....@abatz.de> 4. uah.edu ist
glaubwürdiger als politische Veranstaltungen wie IPCC oder
Regierungsstellen.
Jörn
Haette jetzt eigentlich bei Punkten 1 and 2 das umgekehrte erwartet.
Hast Du vieleicht einen link wo das naeher untermauert wird?
3. GISS und Konsorten werden manipuliert, siehe
> z.B. hier: <pan.2007.02.21.23.58.36.235...@abatz.de> 4. uah.edu ist
> glaubwürdiger als politische Veranstaltungen wie IPCC oder
> Regierungsstellen.
Man sollte ja eigentlich meinen Temperaturmessungen waeren einfach und
genau, und wuerden nicht revidiert.
Dem ist aber nicht so:
http://www.realclimate.org/index.php?p=170
http://www.marshall.org/article.php?id=312
IPCC (2001) geben ja auch 0,6 +/- 0,2 Grad an.
Die Messungenauigkeiten sind eigentlich auch nicht so bedeutend, sie
machen es nur schwieriger von neuen Rekorden zu reden, denn bisher ist
das Jahr 98 noch nicht eindeutig uebertroffen (je nach Messset ist
2005 ein paar Hunderstel Grad drueber oder drunter), und so steht's
auch mit diesem Winter.
Wie daraus die Wärmerekorde entstehen, ist mir schleierhaft.
Oder haben akute Klimakonferenzen doch Einfluss auf Klimameldungen,
die gerade publiziert werden?
Hast Du mal nachgesehen, in welchen Jahren die Rekord-Monate waren und
wie die übrigen Monate der jeweiligen Winter waren? Ich halte es
durchaus für möglich, dass nur der letzte Winter *durchgängig* so warm
war, die übrigen aber in anderen Monaten Kälteeinbrüche hatten, die den
Gesamt-Durchschnitt gedrückt haben. Nach warmen Novembern gibt z.B.
recht häufig Kältewellen im Jan./Februar, davor hatten Meteorologen auch
im letzten Dezember gewarnt.
Hinzu kommen evtl. regionale Unterschiede beim Wettergeschehen.
Für die letzen 45 Jahre kann ich mich jedenaalls dafür verbürgen, dass
es in Mitteleuropa keinen derart warmen Winter gab wie 2006/2007.
:-)
--
CU Christoph Maercker.
Transport + Sport = Radfahren
> Für die letzen 45 Jahre kann ich mich jedenaalls dafür verbürgen, dass
> es in Mitteleuropa keinen derart warmen Winter gab wie 2006/2007.
Zusammen mit dem letzten Winter ist im Schnitt alles nur
durchschnittlich.
Klima ist halt kein Wert alleine sondern der Durchschnitt von 30
Jahren.
Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass dich irrst.
danke duer den link, und es scheint zu stimmen:
http://groups.google.com/group/globalchange/browse_frm/thread/780beaec04452ad4
Ein Grund soll sein, dass es in Europe viel zu viele Stationen gibt
und die nicht mehr gebraucht werden.
Heiko
Natürlich macht ein einzelner Winter dieser Art noch keine
Klimaveränderung. Aber die meisten Winter der 1960er Jahre waren in de
deutlich härter als heute. Außerdem häufen sich seit ca. Mitte 1980er
Jahre immer deutlicher milde Winter. Vorher war so was echt auffällig im
Vergleich zu den übrigen.
> Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass dich irrst.
Mag ja sein, dass sich das Wetter in anderen Weltgegenden nicht so
eindeutig entwickelt hat, aber ich weiß nur allzu gut, warum ich den
20.02.1990 im Kalender rot markiert habe: wegen der 20°C! Nie zuvor
erlebt so was. So einen "Winter" wie den jetzigen auch nicht.
und ich schimpfe wieder über das Wetter.
Jedes Jahr das Gleiche. Wenn ich aus dem Süden zur CeBIT fahre -
Schnee und glatte Straßen.
Die Woche vor der CeBIT gibt es immer frühlingshafte Temperaturen und dann
wieder ein paar Tage Schnee und Graupel.
Ich glaube das ändert sich nie.
Tschüss Thomas N.
Es war für den Rheingraben ein typisches Winter. Vielleicht weniger
für Bayern.
Allerdings die 300 km weiter reichende mildere Luftströmung macht noch
kein Klima.
Nun ja. Der Mensch lebt nur kurz. Wetter und Klima sind halt
langfristige Dinge.
Allerdings verlängert die Menschheit ihr Gedächtniss durch Schrift.
... 1158 fiel wieder aus dem Rahmen: Im Januar fingen die Bäume an zu
Blühen, im Februar brüteten Waldvögel, was für geradezu frühlingshafte
Temperaturen spricht. (1)
Diese milde Phase dauerte zwei Jahrzehnte an ... Dem Absolutbetrag
nach handelte es sich zwischen 1181-1190 um eine der wärmsten Dekaden
überhaupt.(1)
Der Winter 1249 war äußerst mild und regnerisch, in Köln zählte man
nur zwei Frosttage und um den Jahreswechsel gab es Sturmfluten an der
Küste.(1)
1357 wurde es sogar richtig mild. ... Bis zum 13. Februar gab es
keinen Schnee und kein Eis.(1)
In Mainz gab es 1371 kein Eis und Ende Februar war es angenehm mild.
(1)
1505: Im Südschwarzwald konnten im Januar die Viehherden ausgeführt
werden, einige Frühjahrsblumen blühten bereits.(1)
Winter 1529/30: warm: ... Im Elsass Sommerkleider den ganzen Winter
hindurch, weder Eis noch Schnee bis in höhere Lagen, erste
Kirschenblüten Anfang März. Im tieferen Schweizer Mittelland mag die
Kirschblüte um den 10. bis 15. März, zehn Tage vor dem frühesten
Termin des 20. Jahrhunderts, begonnen haben. Dieser Winter gehört
somit zu den wärmsten der letzten fünfhundert Jahre.(3)
1607: "Dieses Jahr begann mit einer thermischen Anomalie: Der Winter
war extrem warm und sehr trocken - ein Rekordwinter. Zeitgenossen
sprachen sehr drastisch von "keinem Winter" mit wenig Frost und
Schneefalltagen, selbst kleinere Bäche blieben eisfrei. Bereits im
Februar wurde die Aussaat verrichtet, in der gleichen Zeit sollen
schon Veilchen geblüht haben" (1)
Und noch länger reichen die Bohrkerne:
http://www.bgr.bund.de/cln_030/nn_454946/DE/Themen/Klimaentwicklung/Bilder/holozaen__g.html
letztes Jahr hatten wir - wenn man dem Geschrei der Medien glauben darf,
einen Jahrhundertwinter. Dieses Jahr hatte ein Boulevardblatt getitelt "Nie
wieder Schnee in den Alpen?"
Unabhängig von Klimaveränderungen haben wir ein gewaltiges Problem.
Wer ist weitestgehend objektiv in seinen Aussagen. Was oder wem kann man
glauben?
Ich befürchte das wir wieder verstärkt anfangen müssen selbständig zu
denken. Irgendwo bin ich neulich über einen Artikel von Kant gestolpert.
Berlinische Monatsschrift, Ausgabe 12/1784
Titel "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?"
http://de.wikisource.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl%C3%A4rung
Ich für meinen Teil fühle mich angesprochen.
Es ist verdammt einfach Wissen/Meinungen nachzuschlagen.
Tschüss Thomas N.
> Und noch länger reichen die Bohrkerne:
>
http://www.bgr.bund.de/cln_030/nn_454946/DE/Themen/Klimaentwicklung/Bilder/holozaen__g.html
Auf Grünland liegt das Eis in gegenwärtiger Mächtigkeit
seit ~600 Jahren: wieso schwindelt man da ein Alter von
12'000 Jahren in die Tabelle, die allefalls nur bis ins
Duocento zurückführen kann? Wie lang ist dieser
GISP2-Bohrkern? Hat man die grandiose Erfindung
komprimierten Wassers aus der Akkumulation von
12'000 Jahren Niederschlagsmengen patentiert?
Wer glaubt ausser Politikern überhaupt diesen
sci.verdummten Schwachsinn?
Für "Mittel"deutschland auch nicht.
> Allerdings verlängert die Menschheit ihr Gedächtniss durch Schrift.
>
> .... 1158 fiel wieder aus dem Rahmen: Im Januar fingen die Bäume an zu
> Blühen, im Februar brüteten Waldvögel, was für geradezu frühlingshafte
> Temperaturen spricht. (1)
...
> In Mainz gab es 1371 kein Eis und Ende Februar war es angenehm mild.
Für das Hochmittelalter ist eine kleine Warmzeit bekannt. In der Zeit
danach werde ich allerdings stutzig:
> 1505: Im Südschwarzwald konnten im Januar die Viehherden ausgeführt
> werden, einige Frühjahrsblumen blühten bereits.(1)
> Winter 1529/30: warm: ... Im Elsass Sommerkleider den ganzen Winter
> hindurch, weder Eis noch Schnee bis in höhere Lagen, erste
> Kirschenblüten Anfang März. Im tieferen Schweizer Mittelland mag die
...
> 1607: "Dieses Jahr begann mit einer thermischen Anomalie: Der Winter
> war extrem warm und sehr trocken - ein Rekordwinter. Zeitgenossen
> sprachen sehr drastisch von "keinem Winter" mit wenig Frost und
...
Diese drei Winter halte ich tatsächlich für einzelne "Ausrutscher", im
Gegensatz zu heute, wo ein gewisser Trend erkennbar ist.
Nach meinen Informationen begann eine Kaltzeit im 14., spätestens aber
im 15. Jh. Ungefähr zeitgleich starben die Wikinger in Grönland aus und
mit den Hexenverfolgungen begann die Suche nach den Schuldigen.
> Und noch länger reichen die Bohrkerne:
> http://www.bgr.bund.de/cln_030/nn_454946/DE/Themen/Klimaentwicklung/Bilder/holozaen__g.html
Wann wurden eigentlich die ersten Bohrkerne bzgl. Klimaentwicklung
untersucht und mit welchen Ergebnissen? Mir sind nur welche aus den
letzten ca. zehn Jahren bekannt.
--
CU Christoph Maercker.