Wenn es in diesem Winter sehr kalt werden sollte, droht Electricit� de
France (EDF) eine gro�e Blamage. Bereits jetzt rechnet der franz�sische
Energiekonzern damit, f�r rund eine Milliarde Euro elektrischen Strom
aus dem Ausland einf�hren zu m�ssen, um die Versorgung sicherstellen zu
k�nnen. Aber auch mit diesen Ma�nahmen sind laut EDF in einigen Regionen
Stromausf�lle nicht auszuschlie�en.
Ironischerweise ist Frankreichs Stromversorgung ein Opfer der eigenen
Propaganda. Seit Jahren hatte man den Konsumenten gesagt, dank der
Atomenergie verf�ge das Land �ber mehr als ausreichende Kapazit�ten zur
Produktion kosteng�nstigen Stroms. Den Ratschl�gen folgend wurden sehr
viele Haushalte mit elektrischen Heizungsanlagen ausger�stet. [..]
Die Stroml�ckenproblematik in Frankreich ruht auf einer anderen S�ule
als die Diskussion hierzulande. In FR hat man sich offenbar durch eine
ungeschickte Absatzstruktur den Winterpeak deutlich erh�ht, so dass nun
einige Ausf�lle in der Erzeugung die Reserven knapp werden lassen.
Gru�,
Gunnar
--
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Ich denke die ideale Kombination um Strom für Heizzwecke einzusetzen
ist die Kraft-Wärmekopplung und Wärmepumpen. Der Bedarf beider Teile
ist gleichzeitig vorhanden und so kann Strom und Wärme bestmöglich
genutzt werden.
Die KWK könnten z.B. in der Stadt Biomassekraftwerke sein, welche
Fernwärme und Strom erzeugen. Auf dem flachen Land dagegen eher
kleinere Blockheizkraftwerke. Bei zunehmender Wärmedämmung der Häuser
und damit sinkendem Wärmebedarf könnten sich durchaus auch mehrere EFH
oder vielleicht sogar ein ganzes Neubaugebiet ein Blockheizkraftwerk
teilen.
> Die sinnvollste Verwendung von Strom ist der Betrieb eines
> elektrisches Geldschei�ers. Dann kann man all diese sch�ne Dinge
> bezahlen, von denen du und andere hier schw�rmen.
Bricklebrit!
Der Geldscheisser ist schon da, man muss ihn nur richtig einsetzen.
http://www.bkwk.de/aktuelles/presse/2009-09-15%20BHKWdes%20Monats%202009-09.pdf
Amortisationsdauern von 5 Jahren, davon kann man als Betreiber gr��erer
energietechnischer Anlagen nur tr�umen. In welchen Zeitraum werden
Kernkraftwerke abgeschrieben?
>
> Soweit zur sicheren Stromversorgung in Frankreich durch Atomenergie.
> Daran sind aber auch die vielen installierten reinen Elektroheizungen
> schuld.
>
> Aber vielleicht lernen die Franzosen auch was daraus und setzen auf
> Energieeinsparung durch W�rmed�mmma�nahmen, W�rmepumpen und mehr
> Windenergie an den K�sten.
Ob man nur 3 Elektroheizungen oder 10 W�rmepumpen betrachtet, �ndert von
der Verbrauchercharakteristik her wenig. Immer dann wenn's kalt wird,
schie�t der Stromverbrauch in die H�he. Der Winterpeak in Deutschland
kommt nicht nur �ber stromverbrauchende Heizungen zustande, auch
Gasheizungen und Umw�lzpumpen brauchen Strom. Es liegt aber auch daran,
dass winters die Sonne fr�her weg ist und die Beleuchtung mehr frisst
als im Sommer.
Gru�,
Gunnar
PS. Die Franzosen haben viel Wind, nicht nur an der Atlantik-K�ste.
Allein die Mistralregion ist f�r ihre steifen Winde bekannt. Wenn die
�oliennes mit der gleichen Geschwindikeit wachsen wie in den letzten 2-3
Jahren, braucht man sich �ber franz�sische Neubauprojekte in Sachen
Kernkraft nur dann Gedanken machen, wenn die bei 4000 Vbh pro Jahr auf
dem Strommarkt gegen�ber Alternativtechnologien �konomischer darstehen.
Ich bin echt gespannt, ob der zweite EPR in Frankreich tats�chlich
gebaut wird oder ob Areva mit seinem Design in China gl�cklich wird.
Frankreich ist im Vergleich zu Deutschland ein warmes Land, vor allem der
Sueden. Dort lohnen sich nicht Block-Heizkraftwerke sondern bestenfalls
Solaranlagen fuer die Warmwassererzeugung.
Kaelteeinbrueche bei denen man relativ viel Heizenergie braucht,
finden so selten statt, dass die Leute das mit Elektroheizern
ueberstehen wollen - das gibt dann allerdings hohe Stromspitzen und
die genannten Probleme.
Gunnar Kaestle schrieb:
...
> Energiekonzern damit, für rund eine Milliarde Euro elektrischen Strom
> aus dem Ausland einführen zu müssen, um die Versorgung sicherstellen
da freuen sich deutsch-schwedische naturvernichter wie
klapperfall doch ;-)
> Stromausfälle nicht auszuschließen.
na und?
dafür hatten die leuts schöne sommer ...
...
> Produktion kostengünstigen Stroms. Den Ratschlägen folgend wurden sehr
> viele Haushalte mit elektrischen Heizungsanlagen ausgerüstet. [..]
ja wer so blöd ist muß bestraft werden ;-)
--
Viele Gruesse Klaus-Holger Trappe
(E-Mail hierauf verbleibt unbeachtet)
Sicherlich erh�hen alte AKWs die Chance f�r solche Engp�sse, man muss
aber auch daran denken, dass entsprechend gro� dimensionierte Netze
Ausf�lle verhindern k�nnen. Wir m�ssen endlich davon wegkommen, den
deutschen oder den franz�sischen Strommarkt gesondert zu betrachten,
sondern m�ssen den Fokus auf den europ�ischen Verbund legen. F�r Strom
sind L�ndergrenzen irrelevant.
Dies muss nicht nur in den Netzen passieren, auch die Energiepolitik
muss europaweit betrieben werden. Oft genug wird dar�ber gesprochen,
dass Frankreich mit ihrem Festhalten an AKWs auch Deutschland gef�hrdet.
Auch die Abgase von deutschen Kohlekraftwerken machen nicht an Grenzen
halt. Und ich habe noch nie verstanden warum ich nicht mit EEG Geldern
begl�ckt werde, wenn ich PV Anlagen in Spanien betreibe, obwohl man dort
aufgrund der h�heren Sonneneinstrahlung deutlich mehr Ertrag
erwirtschaften kann.
Viele Gr��e,
Chris
Eben, und wenn es mal kalt wird und alle heizen wollen dann bricht das
Netz zusammen. Deshalb eben KWK, weil da Strom produziert wird wenn er
gebraucht wird. Wichtig w�re auch die Heizungen zentral schalten zu
k�nnen so das nicht gleich �berall der Srom ausf�llt nur weil wenige heizen.
Das Problem ist nat�rlich das sich KWK f�r den einzelnen nicht rechet
wenn man es nur ein paar hundert Stunden im Jahr braucht, deshalb m�sste
selbst der Heizstrom verschieden teuer sein, normal Nachts wenn er �brig
ist billig und im Winter dann richtig teuer. Vielleicht kommt dann
jemand auf die Idee Warmwasser einzulagern. Wobei wenn man schon soetwas
baut kann man sie auch gleich im Sommer mit Sonnenolektoren aufheizen.
In M�nchen versucht man das gerade, "Solare Nahw�rme am Ackermannbogen"
hei�t das Projekt mit 6.000m3 Wasserspeicher.
Gr��e
Enrico