ich moechte euch hier mal meine Anlage zur Nutzung von Regenwasser
fuer die Toilettenspuelung vorstellen. Die Anlage arbeitet bei mir seit 3
Jahren einwandfrei, und spart so ca. 25 cbm Trinkwasser im Jahr ein.
Meine Anlage arbeitet nicht mit einem Hauswasserwerk.
Die Gruende warum ich mich fuer ein anderes Prinzip entschlossen habe
sind folgende :
Die Hauswasserwerke haben meist einen recht hohen Stromverbrauch, so
um die 1000-1200 W. Es ist auch erforderlich, druckfeste Leitungen zu verlegen.
Ich habe mich fuer eine Pumpe entschieden, die eine Leistung von nur 200 W
hat, eine Saughoehe von 8m und eine Foerderhoehe von 10m bewaeltigt.
Das Regenwasser lauft vom Hausdach in ein 3m langes Rohr von 20 Liter Inhalt.
Erst wenn das voll ist, lauft es am oberen Ende weiter in einen 1000 Liter
Tank. Dies mache ich deshalb, weil, wenn es lange nicht geregnet hat, den auf
dem Dach angesammelten Schmutz nicht direkt in den Tank zu leiten. Am unteren
Ende des Rohrs habe ich einen Ablasshahn angebracht, wo ich von Zeit zu zeit
das Schmutzwasser ablaufen lasse.
Der 1000l Tank steht ebenerdig, und dient als Zwischenreservoir. Von da laueft
das Wasser uber einen normalen Gartenschlauch in den Keller, wo ein weiteres
1000l Gefaess steht. Dies wird ueber einen normalen Toilettenfuell-Mechanismus
befuellt, d.h. wenn es voll ist, laueft von oben nichts mehr nach.
In diesem Tank ist auch die Saugleitung der Pumpe. Die Pumpe steht ebenerdig,
und pumpt dann das Wasser in einem unter dem Dach liegenden Tank (bei mir 80l
Inhalt, 60 l Nutzbar) wiederum ueber einen normalen Gartenschlauch, den ich
in ein Installations-Leerrohr gelegt habe.Von da aus laueft das Wasser durch
das natuerliche Gefaelle zwischen Dach und 1. Stock in den Toilettenspuelkasten
Bei unserem 2,5 Personen Haushalt ( meine 2 Jahre alte Tochter geht noch nicht
so oft aufs Toepfchen ) verbrauchen wir im Schnitt 60l Wasser taeglich allein
fuer die Toilettenspuelung, so das die Pumpe einmal am Tag anspringt und ca.
4 Minuten laueft, um den 80l Tank zu befuellen. In diesem ist ein Niveau-Schal-
ter eingebaut, der die Pumpe an und ausschaltet.
Ein Hauswasserwerk, das einen 20-25l Tank hat, wuerde somit ca 2-3 mal pro
Tag anspringen.
Man koennte durchaus auch mehrere Tanks unterm Dach deponieren, um das
befuellen auf 2 oder mehr Tage zu reduzieren, alles eine Frage der Platzver-
haeltnisse.
Mit den 2000l Wasser-Reservoir kommen wir ca 1 Monat aus.
Die ganze Anlage hat uns ca. 600 Dm gekostet.
Hoffe dem einen oder anderen einen Anreiz gegeben zu haben etwas aehn-
liches zu machen.
bis dann.....
--
Klaus, der Stengelquetscher
Inst.fuer Org.Chemie der UNI-Bonn
E-Mail: unc...@uni-bonn.de
> [...]
> In diesem Tank ist auch die Saugleitung der Pumpe. Die Pumpe steht ebenerdig,
> und pumpt dann das Wasser in einem unter dem Dach liegenden Tank (bei mir 80l
> Inhalt, 60 l Nutzbar) wiederum ueber einen normalen Gartenschlauch, den ich
> in ein Installations-Leerrohr gelegt habe.Von da aus laueft das Wasser durch
> das natuerliche Gefaelle zwischen Dach und 1. Stock in den Toilettenspuelkasten
Gerade an dem nicht vorhandenen Installations-Leerrohr wird eine nachtraegliche
Installation i.d.R. scheitern.
Was machst Du bei mehreren Spuelkasten in der Wohnung bzw. bei Wohnhaeusern mit
mehreren Mieteinheiten?
> [...]
> Man koennte durchaus auch mehrere Tanks unterm Dach deponieren, um das
> befuellen auf 2 oder mehr Tage zu reduzieren, alles eine Frage der Platzver-
> haeltnisse.
siehe unten!
> Mit den 2000l Wasser-Reservoir kommen wir ca 1 Monat aus.
> Die ganze Anlage hat uns ca. 600 Dm gekostet.
>
> Hoffe dem einen oder anderen einen Anreiz gegeben zu haben etwas aehn-
> liches zu machen.
Klar, zur Nachahmung empfohlen.
Mal abgesehen davon, da"s z.B. meine Eltern demnaechst vielleicht bauen werden
und das Regenwasser ebenfalls fuer derartige Zwecke nutzen wollen haette ich
noch ein paar Fragen bzw. Anmerkungen.
a) Das groesste Problem bei dieser Art der (Ab-)wasserverwertung ist m.E.
durch die Reinheit des Wassers selbst gegeben.
Wenn Regenwasser laenger steht, faengt es an zu faulen.
Wie vermeidet man also Faeulnis im 1000 l fassenden Kellerspeicher?
b) Dieses Problem ergibt sich natuerlich auch, wenn der Dachspeicher
groesser gehalten werden soll!
c) Wird das Wasser in der Ferienzeit (sprich: keine zu Hause) abgelassen,
oder steht es dann in den Behaeltern?
Jan
--
Jan Wedekind Phone: 0049-231-134404
Lindemannstr. 12 Email: wede...@todonix.ruhr.de (home)
44137 Dortmund or : wede...@ls12.informatik.uni-dortmund.de
(at University, please mail greater texts here)
>Wie wuerde sie denn dann arbeiten ? (Wasserwerke arbeiten auch nicht alle
>nach dem gleichen Prinzip, oder?)
Sie arbeitet nicht mit einem " Hauswasserwerk " !
Unter " Hauswasserwerk " versteht man eine Pumpe, die mit einem 20-25l Tank
verbunden eine Einheit bildet, und ueblicherweise direkt ueber z.B. Kupferlei-
tung ( oder andere druckfeste Leitungen ) an den Verbraucher angeschlossen
werden. Dieses arbeitet dann ueblicherweise mit einem Betriebsdruck von 1,0
bis 2,5 bar.
>Gerade an dem nicht vorhandenen Installations-Leerrohr wird eine
>nachtraegliche Installation i.d.R. scheitern.
Ich meine nicht ein schon vorhandenes Leerrohr, sondern Leerrohre wie sie z.B.
fuer die Elektroinstallation verwendet werden, um nachtraeglich Leitungen zu
verlegen ( damit die verlegte Leitung nicht so rumbaumelt ). Das sind Kunst-
stoffrohre die endlos miteinander verbunden werden koennen, und so die be-
festigung erleichtern.
>Was machst Du bei mehreren Spuelkasten in der Wohnung.
Wo liegt das Problem ?
>bei Wohnhaeusern mit mehreren Mieteinheiten?
Bei groesseren Mieteinheiten ist moeglicherweise ein anderes oder verbesser-
tes Konzept notwendig, weiss ich nicht. Ist aber auch nicht mein Anliegen, ich
wollte mit meinem Konzept ja nicht ein Hochhaus mit Wasser versorgen.
>Klar, zur Nachahmung empfohlen.
>Mal abgesehen davon, dass z.B. meine Eltern demnaechst vielleicht bauen werden
>und das Regenwasser ebenfalls fuer derartige Zwecke nutzen wollen haette ich
>noch ein paar Fragen bzw. Anmerkungen.
>a) Das groesste Problem bei dieser Art der (Ab-)wasserverwertung ist m.E.
> durch die Reinheit des Wassers selbst gegeben.
> Wenn Regenwasser laenger steht, faengt es an zu faulen.
> Wie vermeidet man also Faeulnis im 1000 l fassenden Kellerspeicher?
So ?
Bei mir jedenfalls nicht. Ich vermeide eine moegliche Veralgung der Tanks,
indem sie Dunkel stehen, und/oder aus undurchsichtigem Kunststoff sind.
>b) Dieses Problem ergibt sich natuerlich auch, wenn der Dachspeicher
> groesser gehalten werden soll!
>c) Wird das Wasser in der Ferienzeit (sprich: keine zu Hause) abgelassen,
> oder steht es dann in den Behaeltern?
bei uns bleibt das Wasser weiter in den Tanks, ich kipp doch nicht 2000 l
einfach so weg !
Gruss...
Ich habe eben mal bei der ortansaessigen Stadtentwaesserung angerufen,
die muessen es m.E. ja wohl am Besten wissen.
Hier in Kaiserslautern ergab sich im Mittel der letzten Jahre
pro qm ein Wassersaeule von 70 mm, der Einfachheit halber,
100mm oder 0,1 m pro Jahr.
Unsere Bude ist 10m lang und 8m breit, also hat das Dach einen
effektiven Querschnitt von 80 qm, der Einfachheit halber, 100 qm.
100 qm mal 0,1 m ergibt 10 Kubikmeter Regenwasseranfall pro Jahr.
Der Durchschnittsdeutsche jagt im Mittel 45 Liter Wasser pro Tag durch
den Trichter, macht rund gerechnet 350 mal 45 = 15,.. Kubikmeter pro Jahr.
Wir sind 6 Personen im Haus, das heisst es muessen 90 Kubikmeter pro Jahr her.
Um jede Belehrung dankbar
Ralf Reske
>Ich habe eben mal bei der ortansaessigen Stadtentwaesserung angerufen,
>die muessen es m.E. ja wohl am Besten wissen.
>Hier in Kaiserslautern ergab sich im Mittel der letzten Jahre
>pro qm ein Wassersaeule von 70 mm, der Einfachheit halber,
>100mm oder 0,1 m pro Jahr.
nicht nur pro qm :-) eher pro monat!
du wohnst genauso wie ich in einer gegend mit relativ wenig
niederschlag, das sind aber immerhin 500-600 mm pro Jahr.
die einzige gegend in deutschland, die <500mm/a hat, ist laut
karte in meinem schulatlas zwischen magdeburg, halle und erfurt.
>Der Durchschnittsdeutsche jagt im Mittel 45 Liter Wasser pro Tag durch
>den Trichter, macht rund gerechnet 350 mal 45 = 15,.. Kubikmeter pro Jahr.
>Wir sind 6 Personen im Haus, das heisst es muessen 90 Kubikmeter pro Jahr her.
550 mm/a × 80 m² = 44 m³/a
bei einem preis von ca. 5 DM (wasser+abwasser) hat das einen wert von
gut 200 DM/a.
das regenwasser hat aber noch den vorteil, daß es kalkfrei, d.h. weich
ist. unsere unterirdischen regenwassergruben mit ca. 9m² inhalt werden
aber bisher nur zum garten sprengen und blumen gießen (außer
hydrokultur) benutzt, über wäsche waschen haben wir bisher nur nachgedacht.
das klo könnte man doch eigentlich auch mit dem gering verschmutzten
dusch- (oder gar bade-)-wasser spülen...?
was gibt es sonst für ideen?
>Um jede Belehrung dankbar
gern geschehen
rj
--
__________________________________________________
Robert Joop
rj@{rainbow.in-berlin,fokus.gmd,cs.tu-berlin}.de
s=joop;ou=fokus;ou=berlin;p=gmd;a=d400;c=de
>Um jede Belehrung dankbar
Was dafuer spricht, dass man das Regenwasser lieber zum Teekochen und
Waeschewaschen nimmt und das Leitungswasser zum Klospuelen. Zumindest
ist dessen Qualitaet vielerorten schon so niedrig.
Spass beiseite: Man kann gerade beim Klospuelen eine Menge sparen.
--
Arne Ludwig Freier Student
lud...@informatik.uni-hamburg.de a...@orion.mc.duke.edu
[ Regenwasser ]
>das klo könnte man doch eigentlich auch mit dem gering verschmutzten
>dusch- (oder gar bade-)-wasser spülen...?
>was gibt es sonst für ideen?
Im Prinzip ist die Idee gut.
Nur kam es in der Vergangenheit schon in Gemeinden vor, dass die
Installation nicht einwandfrei war und dass durch irgendwelchen
Saugdrucke nicht keimfreies Regenwasser in das normale Wassernetz
gelangte.
Um dieses dann wieder keimfrei zu bekommen musste (a) der Verursacher
gefunden werden und (b) das betroffene Teilnetz mit stark gechlortem
Wasser nachgespuelt werden.
Solange sicher gewaehrleistet werden kann, dass das Regenwasser unter
keinen Umstaenden mit dem normalen Leitungswasser in Kontakt kommt,
ist es auf jeden Fall eine Alternative.
--
Heiko W.Rupp Gerwigstr.5 D-76131 Karlsruhe +49 721 9661521
In the lobby of a Moscow hotel across from a Russian Orthodox monastary:
You are welcome to visit the cemetery where famous Russian and Soviet
composers, artists, and writers are buried daily except Thursday.
Du willst es ja wohl nicht trinken, oder?
|> > Wenn Regenwasser laenger steht, faengt es an zu faulen.
|> > Wie vermeidet man also Faeulnis im 1000 l fassenden Kellerspeicher?
|>
|> So ?
|> Bei mir jedenfalls nicht. Ich vermeide eine moegliche Veralgung der Tanks,
|> indem sie Dunkel stehen, und/oder aus undurchsichtigem Kunststoff sind.
Wenn man zusaetzlich noch einen Filter an den Anschluss zur Dachrinne setzt,
dann duerften derartige Probleme wohl geloest sein. Jedenfalls funktioniert
das bei uns recht gut. (Der Filter ist im wesentlichen ein Konstruktion aus
Absetzbecken fuer Blaetter und aehnliches und daneben eine Art Anordnung
wie man sie in jedem Schul-Bio-Buch unter Grundwasserkreislauf, bzw.
Bodenfilterung findet.
|> >c) Wird das Wasser in der Ferienzeit (sprich: keine zu Hause) abgelassen,
|> > oder steht es dann in den Behaeltern?
Dann macht man sich einfach einen Ueberlauf und schon bleibt die Wohnung
trocken. Wir, bzw. meine Eltern, haben dafuer einen alten Oeltank benutzt
der nach der Umstellung auf Gas ungenutzt bliebt.
Fuer den noetigen Wasserdruck sorgt ein kleines Haus-Wasserwerk. Die
Leitungen sind extra dafuer verlegt worden und bedienen neben den Toiletten
auch noch einen am Haus angebrachten Wasserhahn fuer Blumen-Giesszwecke.
Bye, Ove.
--
---------------------------------<o>----------------------------------
Product: Request or statement (see above)
Warranty: Normaly less than half'n hour, but sometimes longer
Reason: My opinion changes very quick cause it depends on creative
processes of thinking and not on doctrins like common
politicians do.
Ove Kalkan (kal...@ramz.ing.tu-bs.de)
Below this line I could write a sentence of A.Lincoln, but he's
allready fallen to dust and it would be unfair cause he wouldn't be
able to correct his words.
---------------------------------<o>----------------------------------
Diesmal war ein netter Mensch dran, der hat es mir genau erklaert.
Wenn ich eine Blechkiste hinstelle, die eine Bodenflaeche von
1m*1m hat, dann steht nach einem Jahr das Wasser dort 700 mm hoch drin.
D.h. es wuerde fuer die Klospuelung reichen.
Da aber nach der Statistik der Durchschnittsbuerger genausoviel
Wasser zum Duschen/Baden braucht wie fuer die Klospuelung, faende
ich es sinnvoller, das schon gebrauchte Wasser doppelt zu nutzen.
Das Regenwasser nutze ich lieber im Garten.
Ralf Reske
>Da aber nach der Statistik der Durchschnittsbuerger genausoviel
>Wasser zum Duschen/Baden braucht wie fuer die Klospuelung, faende
>ich es sinnvoller, das schon gebrauchte Wasser doppelt zu nutzen.
>Das Regenwasser nutze ich lieber im Garten.
Sicherlich waere das sinnvoll, wenn es technisch einigermassen mach-
bar ist. Das Problem ist doch, das man erst mal gezielt an das Bade-
wasser, das abfliesst rankommen muss. D.h. ich muss an den Abfluss gehen,
und das Wasser in einen Behaelter umleiten.
Wenn man das, bevor man baut einplant, ist das sicherlich kein Problem.
Schwieriger wirds, wenn man das nachtraeglich machen moechte.
--
Klaus, der Stengelquetscher
Inst.fuer Org.Chemie der UNI-Bonn
E-Mail: rotsc...@uni-bonn.de
|>
|> Das Regenwasser nutze ich lieber im Garten.
|>
|> Ralf Reske
ciao,
Ralf
---
Ralf Lübeck, Dortmund; lue...@LS4.Informatik.Uni-Dortmund.DE
| Da aber nach der Statistik der Durchschnittsbuerger genausoviel
| Wasser zum Duschen/Baden braucht wie fuer die Klospuelung, faende
| ich es sinnvoller, das schon gebrauchte Wasser doppelt zu nutzen.
Die Stadtwerke in irgendeiner Stadt, sagen wir einmal Karlsruhe, haben
in einer von ihnen verteilten Brosch"ure explizit von der Verwendung
von Regenwasser und insbesondere von gebrauchtem Duschwasser f"ur die
Klosp"ulung abgeraten, weil dies aus hygenischen Gr"unden nur mit
Zusatz von Desinfektionschemikalien vertretbar sei, die dann
umweltsch"adlicher als der Trinkwasserverbrauch seien.
Wie ernst man diese Bedenken nehmen mu"s, will ich hier einmal offen
lassen. Ich habe durchaus gewisse Zweifel daran, da"s man daf"ur
unbedingt Chemikalien anwenden mu"s. Eine Filtrierung des Wassers
d"urfte dagegen durchaus lohnend sein und das wurde ja auch
vorgeschlagen. Au"serdem mu"s nat"urlich die Trennung der
Wasserleitungen so sicher sein, da"s auch der "uber"ubern"achste
Besitzer des Hauses, der keine Unterlagen mehr hat, nicht
versehentlich das Regenwasser mit dem Trinkwasser koppelt. Da haben
die Stadtwerke zu Recht Bedenken und das ist auch schon hier
angesprochen worden.
**BK1%AIXFILE1.$UU...@UUCP.ZER**
++b...@ix.urz.uni-heidelberg.de++
(Karl Brodowsky)
>Die Stadtwerke in irgendeiner Stadt, sagen wir einmal Karlsruhe, haben
>in einer von ihnen verteilten Brosch"ure explizit von der Verwendung
>von Regenwasser und insbesondere von gebrauchtem Duschwasser f"ur die
>Klosp"ulung abgeraten, weil dies aus hygenischen Gr"unden nur mit
>Zusatz von Desinfektionschemikalien vertretbar sei, die dann
>umweltsch"adlicher als der Trinkwasserverbrauch seien.
Das halte ich fuer uebertrieben, solange man das Wasser der eigenen
Familie benutzt. Die HAndtuecher sind ja auch nicht immer *so*
sauber getrennt, ausserdem kommt man so direkt mit dem Wasser nicht
mehr in Beruehrung.
GRuss GEorg
--
----
Georg Hoermann, scho...@pz-oekosys.uni-kiel.d400.de
Work: Ecosystem Research Center, Kiel University
*** Think for yourself and always carry a lightbulb (bob dylan) ***
: Der 1000l Tank steht ebenerdig, und dient als Zwischenreservoir. Von da laueft
: das Wasser uber einen normalen Gartenschlauch in den Keller, wo ein weiteres
: 1000l Gefaess steht. Dies wird ueber einen normalen Toilettenfuell-Mechanismus
Ich geh mal davon aus, dass wenn's mal laengere Zeit nicht regnen
sollte, Du den Tank (per Hand??) mit normalem Wasser auffuellst. Mal
aber eine andere Frage: Wie sieht es aus mit dem Wassergeruch. Dein
aufgefangenes Wasser ist zwar kein Altwasser, jedoch koennte ich mir
vorstellen, das es (wenn Ihr z.B. im Urlaub sein) laengere Zeit steht
und dann zu muffeln beginnt.
Danny
--
,,,
(^ ^)
------------------oOO--(_)--OOo-----------------------
Danny
>Da aber nach der Statistik der Durchschnittsbuerger genausoviel
>Wasser zum Duschen/Baden braucht wie fuer die Klospuelung, faende
>ich es sinnvoller, das schon gebrauchte Wasser doppelt zu nutzen.
Meines Wissens nach ist die Brauchwassernutzung nicht ganz unproblematisch,
wobei weniger hygienische Gruende zum Tragen kommen, als dass die gesammte
Anlage verseift, wobei dann insbesondere wohl enge, mechanisch schwer
erreichbare Stellen zur Versopfung neigen. Die Seife faellt mit dem Kalk
aus dem Wasser aus und bleibt dort haengen.
Ob Filtern nuetzt weiss ich nicht, Chemieeinsatz ist vielleicht nicht so toll.
>Das Regenwasser nutze ich lieber im Garten.
Was mich neidisch macht, ich habe keinen Garten im Moment.
--
Marietta Murschall, c/o Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG
STO-NC 231, Riemekestrasse 160, 33106 Paderborn, Germany
Email: USA: mursch...@sni-usa.com | Phone: (+49) 5251 835456
!USA: mursch...@sni.de
>Diesmal war ein netter Mensch dran, der hat es mir genau erklaert.
>Wenn ich eine Blechkiste hinstelle, die eine Bodenflaeche von
>1m*1m hat, dann steht nach einem Jahr das Wasser dort 700 mm hoch drin.
Wieso muss die 1m*1m gross sein? Wenn sie 2.74m*1.356m gross ist,
muss das Wasser auch 700mm hoch stehen (Verdunstung mal vernachlaessigt).
Hadmut
>Meines Wissens nach ist die Brauchwassernutzung nicht ganz unproblematisch,
>wobei weniger hygienische Gruende zum Tragen kommen, als dass die gesammte
>Anlage verseift, wobei dann insbesondere wohl enge, mechanisch schwer
>erreichbare Stellen zur Versopfung neigen. Die Seife faellt mit dem Kalk
>aus dem Wasser aus und bleibt dort haengen.
>Ob Filtern nuetzt weiss ich nicht, Chemieeinsatz ist vielleicht nicht so toll.
bei den herkoemmlichen Waschmitteln trifft das in der Tat zu !
wie sieht es aber mit den "Neuen" Waschmitteln aus ?
Z.b. das von der Hobbythek vorgestellte Waschsystem mit Biozym,Kalweg etc..)
die arbeiten auf anderer Basis, sodas bei diesem Waschmittelsystem eine
Ausfaellung der Seife wohl nicht moeglich ist, oder ?
Gruss...
--
SIGN oder nicht SIGN das ist hier die Frage.
Klaus Rotscheidt / Org.Chemie der UNI-Bonn
E-Mail : rotsc...@uni-bonn.de--
S T I M M T : - )
Ralf Reske
Marietta Murschall
Also, die Bedenken mit der Seife kann ich nicht tragen. Da waeren die
40 mm Abwasserroehrchen alle schon bei mir zu.
Filtern wird man muessen, allein schon wegen der ausgefallenen Haare.
>bei den herkoemmlichen Waschmitteln trifft das in der Tat zu !
Klaus Rotscheidt
Also ich rede nur dem Dusch- und Badewasser das Wort.
Spuel- und Waschmaschinenabwasser duerften sich von der Menge her,
der Durchschnittswert liegt bei ca. 10 Liter pro Tag, nicht rentieren.
Ralf Reske
>Ralf Lübeck
Natuerlich nichts. Aber dann muss ich extra Leitungswasser fuer den
Garten nehmen.
Aber mal weiter, zur Amortisation. (Alle Preise incl. MwSt:-))
Ein Kubikmeter Wasser kosten DM 2,-.
Ein Kubikmeter Ab-Wasser kosten DM 1,25.
Jetzt wir hier bei uns noch eine Abgabe fuer das sogenannte Oberflaechenwasser,
zu deutsch Regenwasser, erhoben. Kostet mich DM 118,- pro Jahr.
Baue ich also "Stengelquetscher"s Anlage nach, dann muss ich die erstmal
anmelden. (Sonst tauchen die TWKler auf, und fragen sich, wieso ich ploetzlich
100 Kubik weniger im Jahr brauche.)
Dabei erklaer ich denen, dass ich kein "Oberflaechenwasser" mehr "produziere",
sondern nur noch "normales Abwasser". Muessten ja eigentlich die
DM 118,- wegfallen.
Ausserdem verbrauche ich 100 Kubik weniger im Jahr, macht eine Ersparnis
von DM 200,-, zusammen DM 318,-.
Am Abwasser aendert sich nichts, es wird ja nicht mehr produziert.
Also haette sich die Konstruktion in zwei Jahren amortisiert.
Aber das Gartenwasser kommt jetzt aus der Leitung. Das Abwasser wird ueber
den Trinkwasserzaehler berechnet und ich kann nur eine Pauschale abziehen.
Gehe ich jetzt aber hin, und verwende das Dusch/Badewasser fuer die
Klospuelung,
dann ist die Rechnung ganz einfach. Ich zahle 100 Kubik weniger
Abwasser. Das Oberflaechenpauschale krieg ich weiter abgeknoepft. Es
wurde gesagt, wenn die wieder wegfallen sollte, dann wuerde halt global
der Abwasserpreis erhoeht. (Das wird er voraussichtlich sowieso, und
zwar drastisch! Von Betraegen bis zu DM 8,- ist hier die Rede!)
Kurz und schmerzlos, wenn das mit der Regenwassernutzung um sich greift,
dann werden die Stadtwerke nicht drumherum kommen einen Abwasserzaehler
einzubauen, und
dann wird die Rechnung um so besser, je haeufiger ich das Brauchwasser wieder
einsetze. Das Regenwasser habe ich ja umsonst und ich brauche kein
Gartenwasser.
Ralf Reske
>(Alle Preise incl. MwSt:-))
>Ein Kubikmeter Wasser kosten DM 2,-.
>Ein Kubikmeter Ab-Wasser kosten DM 1,25.
Deine Amortisationsrechnung stimmt teilweise nicht ganz, da z.b. ein cbm
Abwasser kann je nach Gemeinde bis DM 8 oder sogar noch mehr betragen
kann ! Tendenz steigend. In unserer Gemeinde zahlen wir rund 2 Dm/cbm an
Abwassergebuehren, wir haben aber noch garkeinen Abwasserkanal, der wird
samt der dazugehoerigen Klaeranlage gerade erst gebaut ! Bei uns setzt sich
die Abwassergebuehr haupsaechlich aus der jaehrlichen Faekalbeseitigung
zusammen.
>Jetzt haben wir hier bei uns noch eine Abgabe fuer das sogenannte
>Oberflaechenwasser,zu deutsch Regenwasser, erhoben. Kostet mich
>DM 118,- pro Jahr.
Kommt auf die qm BEFESTIGTE Grundstuecksflaeche an. Wenn man also haupt-
saechlich unbefestigten Garten hat, wo das Wasser versickert, dann wird wohl
der meisste Teil der Oberflaechenwasser Abgabe in der groesse der Dachflaeche
liegen. Mir hat sogar jemand erzaehlt, wenn man seinen Garten mit Steinen be-
pflastert, die teilweise den Regen versickern lassen ist die Gebuehr noch ge-
ringer ! Vielleicht weiss jemand mehr ?
>Baue ich also "Stengelquetscher"s Anlage nach, dann muss ich die erstmal
>anmelden. (Sonst tauchen die TWKler auf, und fragen sich, wieso ich ploetzlich
>100 Kubik weniger im Jahr brauche.)
Um 100 cbm Regenwasser ersteinmal zu sammeln, musste schon ein ziemlich
grosses Grundstueck/Dachflaeche haben. Unser Gesamtwasserbedarf also PLUS
der eingesparten Menge an Regenwasser betraegt gerade mal 60 cbm/Jahr !!
(bei 2,5 Personen Haushalt). Davon entfallen 25 cbm an Toilettenspuelung die
wir einsparen koennen. Um also 100 cbm fuer die Toilettenspuelung einsparen
zu koennen, mussen ja so um die 8-9 Leute pieseln gehen, damit Du ueberhaupt
auf 100cbm Toilettenwasser kommst.Oder Du spuelst staendig mit 9l Deinen Ab-
gang weg ? Oder hast Du einen Parkaehnlichen Garten, der staendig bewaessert
werden muss ?
>Dabei erklaer ich denen, dass ich kein "Oberflaechenwasser" mehr "produziere",
>sondern nur noch "normales Abwasser". Muessten ja eigentlich die
>DM 118,- wegfallen.
Ist die Frage ob Du ueberhaupt jemanden davon in Kenntniss setzten musst !
Bei uns geht auch einmal im Jahr der Zaehlerableser an den Tanks vorbei, der
hat aber noch nie irgendeine Bemerkung gemacht von wegen Anmelden der An-
lage oder so. Ausserdem wuerde ichs drauf ankommen lassen, und mit Um-
weltbewussem Einsatz von Trinkwasser kontern. !
>Kurz und schmerzlos, wenn das mit der Regenwassernutzung um sich greift,
>dann werden die Stadtwerke nicht drumherum kommen einen Abwasserzaehler
>einzubauen, und
>dann wird die Rechnung um so besser, je haeufiger ich das Brauchwasser wieder
>einsetze. Das Regenwasser habe ich ja umsonst und ich brauche kein
>Gartenwasser.
Sicherlich ist es ein guter Gedanke das Dusch/Badewasser fuer die Toiletten-
spuelung zu nutzen, nur meist ist das ( wenn nicht gerade beim Neubau mit-
eingeplant ) ein recht grosser technischer Aufwand.
Gruss..Klaus der "Stengelquetscher"
P.S.:
ob ich mir den Namen " Stengelquetscher_s Anlage " patentieren lassen soll ?
Gruebel,gruebel.
--
Sign oder nicht Sign das ist hier die Frage.
Der Buerger, als Verbraucher, muss ueberall die Kosten fuer
das Trinkwasser und ! fuer das Abwasser tragen.
Manche Werke schluesseln, aus Gruenden der Transparenz ihre Kosten auf.
Berechnet wird die Abwassergebuehr aus dem Trinkwasserzufluss und
(jedenfalls hier in KL) aus der geschaetzten Regenwassermenge die nicht!
im Boden versickern kann.)
Wenn ich also, weil ich das Regenwasser sammle und zur Klospuelung verwende,
weniger Trinkwasser beziehen muss, dann brauche ich das auch nicht zu bezahlen.
Wenn ich aber, das erzeugte grobverschmutzte Abwasser nicht anmelde, dann
zahle ich das auch nicht, oder nur zum Teil, wenn die Abwasserpreise erhoeht
werden muessen. Den Rest zahlen die anderen.
Und das nenne ich Trittbrettfahrerei !
Ralf Reske
Eben bei uns nicht.
Da kamen zwei mit Bandmass und haben gemessen was denn so bebaut
(versiegelt ist).
Diese Flaeche mal Preis pro qm, hier DM 1,-, ergibt den Jahresbetrag von
DM 118,-.
Mein Einwand, dass das gesammte Regenwasser, Ausnahme ein Teil der Hofeinfahrt,
nicht in die Kanalisation fliesst, sondern im Garten wieder versickert
(wird), eben nur an anderer Stelle, interessiert nach dieser Satzung niemand.
Anlaesslich einer Besichtigung der Klaeranalage wurde mir dann beschieden:-),
der Einfachheit der Verwaltung halber wuerde man so verfahren.
Jeder Haushalt hielte es da anders, zu kontrollieren waere dies alles nur
schwer, und wuerde man diese Umlage ganz abschaffen, dann muesse man den
Abwasserpreis eben erhoehen. Entscheidend sei, die Kosten der Klaeranlage
muessten vollstaendig! auf die Benutzer umgelegt werden, egal wie.
Fakt ist also fuer mich: Ich zahle etwa DM 100,- pro Jahr fuer eine Art
Abwasser die ich nicht produziere.
Ralf Reske
> Ich habe eben mal bei der ortansaessigen Stadtentwaesserung angerufen,
> die muessen es m.E. ja wohl am Besten wissen.
Vielleicht auch nicht...
> Hier in Kaiserslautern ergab sich im Mittel der letzten Jahre
> pro qm ein Wassersaeule von 70 mm, der Einfachheit halber,
> 100mm oder 0,1 m pro Jahr.
Das kann nicht stimmen, das waere Wuestenklima. Hier in Stuttgart
sind zwischen 700 und 800 mm/Jahr ueblich, also das zehnfache,
was dir gesagt wurde. Koennte es sein, dass man die den
durchschnittlichen Niederschlag pro Monat gesagt hat?
BTW: Der Niederschlagsrekord wird irgendwo an den Haengen des
Himalaya gehalten, ueber 10 m (!!!) Regen pro Jahr.
(das sind ca. 30 mm Regen pro Tag.)
> Unsere Bude ist 10m lang und 8m breit, also hat das Dach einen
> effektiven Querschnitt von 80 qm, der Einfachheit halber, 100 qm.
>
> 100 qm mal 0,1 m ergibt 10 Kubikmeter Regenwasseranfall pro Jahr.
Wenn ich das mit Stuttgarter Zahlen rechne, dann komme ich auf
100 m^3 pro Jahr und damit kann man gut hinkommen.
Gerrit
--
Gerrit Heitsch Moenchweg 16 71088 Holzgerlingen Germany
Logical adresses: UUCP: ger...@laosinh.stgt.sub.org FIDO: (2:2407/106.9)
If we will ever be visited by Aliens, it will be very hard to explain, why a
lifeform, that is intelligent enough to build atomic weapons can be stupid
enough to do it. (taken from GEO special about space, page 88-91)
>Baue ich also "Stengelquetscher"s Anlage nach, dann muss ich die erstmal
>anmelden. (Sonst tauchen die TWKler auf, und fragen sich, wieso ich ploetzlich
>100 Kubik weniger im Jahr brauche.)
Anmelden ? Dann kaemen die Stadtwerker sicher auf die Idee, fuer das
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Toilettenspuelungswasser Abwassergebuehren zu erheben (notfalls pauschal)
Wie war denn das bei "Klaus, der Stengelquetscher " ??
>Dabei erklaer ich denen, dass ich kein "Oberflaechenwasser" mehr "produziere",
>sondern nur noch "normales Abwasser". Muessten ja eigentlich die
>DM 118,- wegfallen.
Da die oeffentliche Hand (ja, die aufgehaltene !) immer recht hat, kann
sie leicht sagen, dass Deine Tanks ja endlich sind und so ihr Dienst, das
Oberflaechenwasser abzufuehren, weiter in Anspruch genommen wird !!
>Kurz und schmerzlos, wenn das mit der Regenwassernutzung um sich greift,
>dann werden die Stadtwerke nicht drumherum kommen einen Abwasserzaehler
Gibts sowas ? Evtl. leiten dann einige ihr Badewasser auf die Strasse !!
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Robert Regn University of Ulm, Germany
re...@informatik.uni-ulm.de