[Review] Javana Waschmaschinen-Farbe

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Danny Häfele

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Sep 2, 2002, 5:10:41 PM9/2/02
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Hoi,

da mein heissgeliebtes Eswacolor ja aus der Produktion genommen wurde
suchte ich einen gleichwertigen Ersatz. Ausser den schlechten Kritiken
zu simplicol war mir kein anderes Produkt bekannt.

Bei Karstadt erstand ich daher von der Serie Javana die
Waschmaschinenfarbe, die angeblich wundervolle, kochfeste Ergebnisse
erziehlt. Vorläufiges Fazit nach der Anwendung: in allen Teilen
durchgefallen.

Beim genauen Studium des Beipack- und Gebrauchszettels gleich die erste
Ernüchterung: zum Färben benötigt man nicht das sonst übliche normale
Kochsalz sondern spezielles Siedesalz und davon sogar 1 kg.
Praktischerweise bietet Javana dieses Salz an, in Päckchen von 500g. Zum
Preis der Farbe von rund 6 Euro kommen also noch 3 Euro Salz hinzu.
Damit war die Farbe im Durchschnittlichen Preisfeld anderer Farben
angekommen. Um ein sattes Schwarz zu erhalten darf nur die Mindestmenge
von 500g Wäsche gefärbt werden. Bei mir waren das ein Hemd und 2
T-Shirts.

Die nächste Station auf dem Weg zum Komplettfrust: Bevor man überhaupt
mit dem Färben anfangen kann muss die Wäsche für vier Stunden in
enzymhaltige Waschlauge eingeweicht werden. Dafür wird ein normaler
Waschgang in der Mitte gestoppt. Nach vier Stunden kann der Waschvorgang
dann normal beendet werden.

Danach wird auf die noch feuchte Wäsche in der Maschine das Siedesalz
gekippt und ein weiterer Waschgang gestartet, dieser muss so heiss sein,
wie es die Wäsche maximal verträgt (hier 60°). Nach dem Wassereinlauf
wird die flüssige Farbe über die Waschmittelkammer einlaufen gelassen
und mit ein wenig Wasser nachgespült. Tatsache ist, dass die Farbe so
hartnäckig Rückstände hinterliess, dass ich sie später von Hand
auswaschen musste. Zwei Minuten nach der Farbe wird der Fixierer
zugegeben, der zuvor in einem Liter Wasser aufgelöst wurde. Auch hier
wollte der Fixierer nicht so richtig und ich brauchte die doppelte Menge
Wasser, bis alles in der Trommel angekommen war. Als Programm soll man
Fein- oder Kochwäsche einstellen, dann aber mit erhöhtem Wasserstand.

Nach dessen Ablauf muss man die Wäsche noch einmal mit normalem
Waschmittel waschen, um die Farbrückstände auszuschwemmen und
sicherzustellen, dass die Wäsche beim nächsten Mal nicht abfärbt. Kann
dies nur bei 60° oder kühler erfolgen, muss man die nächsten zwei Mal
diese Stücke separat waschen, da noch Farbe abgegeben wird. Bei drei
Wäschestücken also nicht nur während des Färbens mit drei kompletten
Waschdurchgängen sondern auch danach eine beispiellose Wasser- und
Stromverschwendung.

Wäre nun das Ergebnis gut oder sehr gut gewesen, so wäre ich trotz
dieser Mühen versöhnt gewesen aber weit gefehlt: das Ergebnis war auf
allen drei Wäschestücken so extem fleckig und unregelmässig, dass mir
nichts anderes übrig bleiben wird, als sie noch einmal mit einem anderen
Produkt zu färben. Da es sich bei allen drei um Baumwollkleidung
handelte, die ja bekanntermassen die Farbe am einfachsten annimmt und
60° eine laut Etikett zulässige Färbetemperatur ist sollte dieses
schlechte Ergebnis durchaus reproduzierbar sein.

Alles in allem war dies ein verlorener Sonntagnachmittag mit sehr viel
Aufwand und Kosten für das schlechteste Färbeergebnis, dass ich jemals
hatte. Finger weg von diesem Produkt!

Danny


Sascha M. Hagner

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Sep 2, 2002, 5:42:46 PM9/2/02
to
Danny Häfele <winte...@gmx.net> wrote:

> Bei mir waren das ein Hemd und 2 T-Shirts.

Korrektur: _Mein_ Hemd und _meine_ T-Shirts.

Salut

Sascha

Joerg Frey

unread,
Sep 3, 2002, 8:33:38 AM9/3/02
to
Danny Häfele <winte...@gmx.net> wrote:

[snip]


>Finger weg von diesem Produkt!

Danke für die Warnung!


J:
NP: -
--
http://here.is/ripley/

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