die neue Ausgabe des Studentischen Beobachters ist da. Es gibt wieder Themen
zum Diskutieren und für einige sicher auch wieder genug Gründe, sich so
richtig zu ärgern.
Mehr dazu unter http://www.studentischer-beobachter.de/ . . . Viel Spaß beim
Lesen!
Mit farbenstudentischen Grüßen
Michael Busching, Z!
ARB! Obotritia
http://www.obotritia.de/
http://www.studentischer-beobachter.de/
Michael Busching schrieb:
> Michael Busching, Z!
Lasse mich zwar nicht gerade gerne als "Farbengeschwister" titulieren, aber
worüber man sich bei diesem komischen Beobachter aufregen sollte, weiss ich
nicht. Irgendwelche Assoziationen von sensiblen Kommilitonen können doch wohl
nicht der einzige Grund der Aufregung sein. Da wird doch inhaltlich hoffentlich
ein bischen mehr dahinter stecken. Ich für meinen Teil finde den Beobachter
schlicht langweilig. Wäre für Hinweise auf die pikanten Stellen sehr dankbar!
(kann man das Gästebuch eigentlich auch einsehen, oder behaltet ihr euch nur
vor, es zu zensieren?)
Das einzige worüber ich mich in diesem Forum aufregen könnte (bin zum ersten Mal
hier und habe die letzten 200 Mitteilungen gelesen), ist wieder mal diese ewige
und altbekannte Distanziererei von den Buschenschaften. Wann begreifen die
Herren Corpsstudenten, Landsmannschafter, Turner, Sänger, etc.pp., dass es nicht
um eine Differenzierung innerhalb der Verbindungen geht. Es ist diese
studentische Lebensform in den Verbindungen an sich, die angefeindet wird, da
sie angeblich elitäres Denken und Seilschaften und dergleichen mehr fördert....
Mit burschenschaftlichem Gruss
Michael Kurr L!
Geschätzter Herr Kurr!
Ich glaube, Sie haben das Hauptproblem der jüngsten Geschichte der
farbentragenden Studenten erfaßt.
Solange wir nicht erkennen, daß der wahre Gegner nicht ein anderes Band,
oder ein oder mehrere Zierleisten am Haupte trägt, wird der
coleurstudentische Einfluß auf die Gesellschaft nie bedeutend werden.
Nicht ein großer Schulterschluß ist gefragt, sondern das Hinlenken der
Blicke auf gesamt-coleurstudentische Interessen und nicht coleurstudentische
Unterschiede.
Mit coleurstudentischem Gruß,
Christopher L. Leitner
AW
Am 27.09.99 schrieb Michael Busching an All:
> Gruende, sich so richtig zu aergern.
Noe. Weitere Indikatoren hoechsten, aus welcher Richtung Euer Wind
weht. Oder wie dachtet Ihr Euch das mit "Neger-Kalle" oder dem
"Quoten-Auslaender in unserer
Geschichte. Schwarze Gelfrisur.
Fetttriefend und schmierig. Mahmed ist
Tuerke, 16 Jahre alt und auch irgendwie
konkret krass HipHopper. So laeuft er
wenigstens rum. Keiner weiss nix genaues,
aber man munkelt von einer Karriere als
Schmalspur-Ganove"
?
Der restliche Inhalt ist weder boese, noch zum Aergern, sondern
schlicht und einfach grottenschlecht.
Herr, wirf Hirn vom Himmel.....
gruss,
christoph
(auch nach der 'reform' mit 'ph')
------------------------------------------------------------
UIN: 1628889
http://www.demandt.de
chri...@demandt.de
> Ich glaube, Sie haben das Hauptproblem der jüngsten Geschichte der
> farbentragenden Studenten erfaßt. Solange wir nicht erkennen, daß
> der wahre Gegner nicht ein anderes Band, oder ein oder mehrere
> Zierleisten am Haupte trägt, wird der coleurstudentische Einfluß auf
> die Gesellschaft nie bedeutend werden. Nicht ein großer
Mal interessehalber: Wie sollte dieser noch zu schaffende Einfluß denn
aussehen? Welche Ziele sollte er verfolgen?
> Schulterschluß ist gefragt, sondern das Hinlenken der Blicke auf
> gesamt-coleurstudentische Interessen und nicht coleurstudentische
> Unterschiede.
Wie siehst Du diese Interessen definiert? Denkst Du, daß man darüber
Einigkeit zwischen _allen_ Dachverbänden erzielen könnte?
Gruß,
Gerhard
Hallole !
:> der wahre Gegner nicht ein anderes Band, oder ein oder mehrere
:> Zierleisten am Haupte trägt, wird der coleurstudentische Einfluß auf
:> die Gesellschaft nie bedeutend werden. Nicht ein großer
: Mal interessehalber: Wie sollte dieser noch zu schaffende Einfluß denn
: aussehen? Welche Ziele sollte er verfolgen?
Er sollte die Stimmung im Land fuer die Korporationen
verbessern, das waere schon ein grosses Ziel.
:> Schulterschluß ist gefragt, sondern das Hinlenken der Blicke auf
:> gesamt-coleurstudentische Interessen und nicht coleurstudentische
:> Unterschiede.
: Wie siehst Du diese Interessen definiert?
Das Interesse an der korporativen Idee als solcher,
dem freiwilligen Zusammenschluss zu Lebensbuenden auf
Basis von Freundschaft.
: Denkst Du, daß man darüber
: Einigkeit zwischen _allen_ Dachverbänden erzielen könnte?
In diesem Punkt allein - ja.
Hannes, auch DB-Vertreter bei CDA und CDK
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studbox.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
** "... it is known to the State of California that drinking **
** beer and wine causes cancer ..." (Warnschild an einer Hotelbar) **
Am 27.09.99 schrieb Vorname Name an All:
> aufregen sollte, weiss ich nicht. Irgendwelche Assoziationen von
> sensiblen Kommilitonen koennen doch wohl nicht der einzige Grund der
> Aufregung sein.
Das sind sie. Wenn Du _wirklich_ den gesamten Thread durchgeackert
hast, dann weisst Du warum. Hinzu kommen fuer mich in der neuen Ausgabe
der 'Neger' und der verhohnepiepelte Tuerke.
> dahinter stecken. Ich fuer meinen Teil finde den Beobachter schlicht
> langweilig.
Ach, waere er nur langweilig...
> Waere fuer Hinweise auf die pikanten Stellen sehr dankbar!
"Rostock"
> (kann man das Gaestebuch eigentlich auch einsehen, oder behaltet ihr
> euch nur vor, es zu zensieren?)
Das frage ich mich auch...
> wieder mal diese ewige und altbekannte Distanziererei von den
> Buschenschaften. Wann begreifen die Herren Corpsstudenten,
> Landsmannschafter, Turner, Saenger, etc.pp., dass es nicht um eine
> Differenzierung innerhalb der Verbindungen geht.
Ich bin Tischgesellschafter. Und es sind nicht 'Corpsstudenten,
Landsmannschafter, Turner, Saenger, etc.pp.', die die Differenzierung
schaffen, sondern ein grosser Teil der Buxen. Ich moechte als
'Korporierter' jedenfalls nicht in einem Atemzug mit z.B. den
'Beobachtern' aus HRO genannt werden.
> Es ist diese
> studentische Lebensform in den Verbindungen an sich, die angefeindet
> wird, da sie angeblich elitaeres Denken und Seilschaften und
> dergleichen mehr foerdert....
Jein. Wenn Du mit 'Seilschaften' die Protektion innerhalb der Buende
meinst - das liesse sich argumentativ sehr leicht den neidischen
Dritten gegenueber entkraeften. --> "Beziehungen schaden nur dem, der
sie nicht hat"...
Es geht aber um etwas anderes: Was um alles in der Welt hat das
'voelkische', 'nationale', 'patriotische' heute in Euren Laeden zu
suchen? Was bringt es Euch? _DAS_, und _NICHTS_ anderes ist es, was uns
trennt.
Saufen? Prima!
Fechten? Warum nicht?
Farben? Ok..
Politisches Engagement? Hervorragend, solange es nicht oktruiert wird
(sprich 'Bundeslinie' ist)!
> Mit burschenschaftlichem Gruss
bjbj,
Am 27.09.99 schrieb Christopher L. Leitner an All:
> Ich glaube, Sie haben das Hauptproblem der juengsten Geschichte der
> farbentragenden Studenten erfasst. Solange wir nicht erkennen, dass
> der wahre Gegner nicht ein anderes Band, oder ein oder mehrere
> Zierleisten am Haupte traegt, wird der coleurstudentische Einfluss
auf
> die Gesellschaft nie bedeutend werden.
Who the fuck ist der 'Gegner'? Habe ich da zwischen den Zeilen das Wort
'Feind' gelesen?
> Nicht ein grosser
> Schulterschluss ist gefragt, sondern das Hinlenken der Blicke auf
> gesamt-coleurstudentische Interessen und nicht coleurstudentische
> Unterschiede.
An sich ist das ja sehr richtig. Aber: Was bitte haben wir fuer
gemeinsame 'Interessen'?
gruss,
Am 27.09.99 schrieb Hannes Gnad an All:
> : Mal interessehalber: Wie sollte dieser noch zu schaffende Einfluss
> denn : aussehen? Welche Ziele sollte er verfolgen?
> Er sollte die Stimmung im Land fuer die Korporationen verbessern, das
> waere schon ein grosses Ziel.
Korrekt. Nur: Diese ist so lange nicht zu haben, wie gewisse Herren
nicht begreifen, dass die Provokation mit braunen Spruechen wohl kaum
der richtige Weg dorthin ist. So lange kann auch niemand erwarten, dass
die anderen Korporationen gewillt sind, irgendwelche Gemeinsamkeiten zu
sehen.
:>> gesamt-coleurstudentische Interessen und nicht coleurstudentische
:>> Unterschiede.
> : Wie siehst Du diese Interessen definiert?
> Das Interesse an der korporativen Idee als solcher, dem freiwilligen
> Zusammenschluss zu Lebensbuenden auf Basis von Freundschaft.
Das ist doch Wischiwaschi. Das leistet jeder Gesangs- und
Schuetzenverein. Und: Freundschaft laesst sich nicht via Satzung
verordnen. Ein Alter Herr von uns hat einmal gesagt: "Wenn ich bei uns
jemanden hasse, dann weiss ich wenigstens, warum".
> : Denkst Du, dass man darueber : Einigkeit zwischen _allen_
> Dachverbaenden erzielen koennte?
> In diesem Punkt allein - ja.
was fuer ein Glueck, dass wir keinem Dachverband angehoeren...
auf welche traditionen beruft sich deine tischgesellscaft, ausser
geselligkeit?
--
________________________________grisu________________________________
/ Christoph Gruber | In theory, theory and practice are the same, \
\ gr...@guru.at | in practice, they are not! /
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
Hallole !
:> Er sollte die Stimmung im Land fuer die Korporationen verbessern, das
:> waere schon ein grosses Ziel.
: Korrekt. Nur: Diese ist so lange nicht zu haben, wie gewisse Herren
: nicht begreifen, dass die Provokation mit braunen Spruechen wohl kaum
: der richtige Weg dorthin ist. So lange kann auch niemand erwarten, dass
: die anderen Korporationen gewillt sind, irgendwelche Gemeinsamkeiten zu
: sehen.
Sicherlich ist das ein Grund, aber es waere zu einfach, die
momentane Stimmung in D in Richtung Korporationen nur an
den paar Prozent am rechten Rand aufzuhaengen, die sich da
aufspielen.
Es gibt da noch wesentlich andere Faktoren, die eine Rolle
spielen.
:> Das Interesse an der korporativen Idee als solcher, dem freiwilligen
:> Zusammenschluss zu Lebensbuenden auf Basis von Freundschaft.
: Das ist doch Wischiwaschi. Das leistet jeder Gesangs- und
: Schuetzenverein.
Nein, *genau das* ist der Unterschied zwischen Verbindung und
"normalem" Verein, das *Lebensbundprinzip*. Ein Verein ist
ein Zusammenschluss mit dem Ziel, ein gleiches Hobby oder ein
gleiches Interesse zu verfolgen. Eine Verbindung (zumindest
unsere) hat das Ziel, die Mitglieder in Freundschaft lebenslang
(oder lebenslaenglich? ;) zusammenzufuegen.
: Und: Freundschaft laesst sich nicht via Satzung
: verordnen. Ein Alter Herr von uns hat einmal gesagt: "Wenn ich bei uns
: jemanden hasse, dann weiss ich wenigstens, warum".
Klar kann man das nicht, aber eigentlich
sollte das schon das Ziel sein.
:> In diesem Punkt allein - ja.
: was fuer ein Glueck, dass wir keinem Dachverband angehoeren...
Welchen Bund gehoerst Du eigentlich ueberhaupt an?
Hallo!
> Er sollte die Stimmung im Land fuer die Korporationen verbessern,
> das waere schon ein grosses Ziel.
In der Tat, das wäre es. Dieses Interesse ist wohl allen Verbindungen
Geminsam, oder sollte es sein.
> Das Interesse an der korporativen Idee als solcher, dem freiwilligen
> Zusammenschluss zu Lebensbuenden auf Basis von Freundschaft.
Auch gut :-)
> In diesem Punkt allein - ja.
Ja, aber auch nur in diesem. Beim ursprünglichen Posting hatte ich das
Gefühl, daß mehr gemeint war, daher auch meine Frage.
Gruß,
Gerhard
Am 27.09.99 schrieb Christoph Gruber an All:
>> Ich bin Tischgesellschafter. Und es sind nicht 'Corpsstudenten,
>> Landsmannschafter, Turner, Saenger, etc.pp.', die die
>> Differenzierung schaffen, sondern ein grosser Teil der Buxen. Ich
>> moechte als 'Korporierter' jedenfalls nicht in einem Atemzug mit
>> z.B. den 'Beobachtern' aus HRO genannt werden.
> auf welche traditionen beruft sich deine tischgesellscaft, ausser
> geselligkeit?
Wir sind Gruenbuender, wenn Dir das etwas sagt.
Ich wuerde sagen, dass wir weniger Traditionen als fuer richtig und
zeitgemaess erachtete Tugenden pflegen und ausbauen wollen.
Hauptsaechlich, und das gilt auch fuer mich persoenlich, wollen wir uns
gegenseitig zu Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Toleranz und
Wahrhaftigkeit 'erziehen', wenn man dieses Wort hier gebrauchen darf.
Wir wollen uns gegenseitig Grenzerlebnisse in jeglicher Richtung (nicht
nur beim Saufen ;-)) schaffen, in denen man bekanntlich sein eigenes
Verhalten am besten reflektieren kann.
Natuerlich gibt es auch das ein- oder andere Traditioenchen. Wir sind
'jagdlich, forstlich, fuerchterlich' (allerdings auch nicht alle)...
Langt das? ;)
>Wir wollen uns gegenseitig Grenzerlebnisse in jeglicher Richtung (nicht
>nur beim Saufen ;-)) schaffen, in denen man bekanntlich sein eigenes
>Verhalten am besten reflektieren kann.
Könntest Du das bitte etwas konkretisieren ?
Christoph Demandt schrieb:
> Moin Vorname,
>
> Am 27.09.99 schrieb Vorname Name an All:
>
> > aufregen sollte, weiss ich nicht. Irgendwelche Assoziationen von
> > sensiblen Kommilitonen koennen doch wohl nicht der einzige Grund der
> > Aufregung sein.
>
> Das sind sie. Wenn Du _wirklich_ den gesamten Thread durchgeackert
> hast, dann weisst Du warum. Hinzu kommen fuer mich in der neuen Ausgabe
> der 'Neger' und der verhohnepiepelte Tuerke.
>
Man sollte nicht alles so verbissen sehen. Das ist typisch deutsch! Was den
Umgang mit bestimmten Themen angeht, sind wir sowas von versteinert. Da
kann ein kleiner Scherz manchmal Wunder wirken, auch wenn das Thema dazu
ungeeignet erscheint. Ausserdem kommt mir die Karikatur von Mahmed ziemlich
bekannt vor, da brauch ich doch nur in bestimmte Gegenden meiner
Hochschulstadt zu laufen und in die einschlägigen Diskotheken, da kann ich
nicht umhin, gewisse Ähnlichkeiten zu entdecken :)
> > dahinter stecken. Ich fuer meinen Teil finde den Beobachter schlicht
> > langweilig.
>
> Ach, waere er nur langweilig...
>
> > Waere fuer Hinweise auf die pikanten Stellen sehr dankbar!
>
> "Rostock"
>
> > (kann man das Gaestebuch eigentlich auch einsehen, oder behaltet ihr
> > euch nur vor, es zu zensieren?)
>
> Das frage ich mich auch...
>
Heute kann man das..... (hab' ich vorhin erst erfolgreich versucht)
> > wieder mal diese ewige und altbekannte Distanziererei von den
> > Buschenschaften. Wann begreifen die Herren Corpsstudenten,
> > Landsmannschafter, Turner, Saenger, etc.pp., dass es nicht um eine
> > Differenzierung innerhalb der Verbindungen geht.
>
> Ich bin Tischgesellschafter. Und es sind nicht 'Corpsstudenten,
> Landsmannschafter, Turner, Saenger, etc.pp.', die die Differenzierung
> schaffen, sondern ein grosser Teil der Buxen. Ich moechte als
> 'Korporierter' jedenfalls nicht in einem Atemzug mit z.B. den
> 'Beobachtern' aus HRO genannt werden.
>
Den Zusammenhang könntest Du mir mal erklären? Was hat das alles jetzt mit
den Beobachtern aus HRO zu tun? Merkst Du eigentlich, dass auch das eine
ganz üble Doppeldeutigkeit besitzt? Ich erinnere da nur an brennende
Häuser... Den Vergleich möchtest Du nicht anstellen, oder doch? Du bist es
doch, der sich über Leute aufregt, die Assoziationen bei empfindlichen
Zeitgenossen wecken.
> > Es ist diese
> > studentische Lebensform in den Verbindungen an sich, die angefeindet
> > wird, da sie angeblich elitaeres Denken und Seilschaften und
> > dergleichen mehr foerdert....
>
> Jein. Wenn Du mit 'Seilschaften' die Protektion innerhalb der Buende
> meinst - das liesse sich argumentativ sehr leicht den neidischen
> Dritten gegenueber entkraeften. --> "Beziehungen schaden nur dem, der
> sie nicht hat"...
>
Genau so seh ich das auch....
> Es geht aber um etwas anderes: Was um alles in der Welt hat das
> 'voelkische', 'nationale', 'patriotische' heute in Euren Laeden zu
> suchen? Was bringt es Euch? _DAS_, und _NICHTS_ anderes ist es, was uns
> trennt.
>
Weshalb gibt es uns (Burschenschaften) heute überhaupt? Wären wir ohne das,
was Du so verächtlich "voelkisch, national und patriotisch" nennst,
überhaupt existent? Ich glaube kaum, dass ich Dich jetzt über die
Entstehungsgeschichte der Buschenschaften aufklären muss. Die wirst Du
vermutlich kennen.Mich würde noch interessieren, warum Du der Meinung bist,
das so etwas heutzutage in unseren "Läden" nichts mehr verloren hat (so
verstehe ich dich zumindest)? Sind das vielleicht Anachronismen? Ich wüsste
nicht wieso. Frag mal unsere europäische Nachbarn, für wie antiquiert sie
solche Dinge halten. Die werden über Dich den Kopf schütteln.
> Saufen? Prima!
Stimmt!
> Fechten? Warum nicht?
Fechten ist sogar noch besser als saufen!
> Farben? Ok..
Wieso O.K.? Wozu brauchst Du Farben? Die sind unnötig identitätsstiftend!
Du brauchst doch auch kein Vaterland, wozu um alles in der Welt brauchst Du
Farben?
>
>
> Politisches Engagement? Hervorragend, solange es nicht oktruiert wird
> (sprich 'Bundeslinie' ist)!
>
Bundeslinie hat nichts mit oktruiertem Engagement zu tun, sondern ist
normalerweise Ergebnis eines langen Meinungsbildungsprozesses innerhalb der
Aktivitas und als solches nichts verwerfliches!Politisches Engagement
sollte für jeden mündigen Staatsbürger selbstverständlich sein und wenn es
sich auf's Wählengehen beschränkt.
> > Mit burschenschaftlichem Gruss
>
> bjbj,
???
Michael
[...]
> > bjbj,
>
> ???
Du mußt jetzt ganz schnell "hängt" rufen! ;-)
Gunar Klemm L! Thuringia Z!
--
http://www.l-thuringia.de
Christoph Demandt schrieb:
> Wir sind Gruenbuender, wenn Dir das etwas sagt.
Das hast Du aber nett ausgedrückt.
> Natuerlich gibt es auch das ein- oder andere Traditioenchen. Wir sind
> 'jagdlich, forstlich, fuerchterlich' (allerdings auch nicht alle)...
Macht das die "ATG" (stimmt doch, oder ;-) ) jetzt zu Ihrem neuen
Wahlspruch, würde ja gut passen... ;-)))
Ja ja, der Deutsche Förster: Gut zum Wald und hart am Glas!!!
Mit Göttinger Grüßen!
Alexander Voigt ("kleiner VDSt-Buxe") ;-)
Macht er nicht. Ist nicht liberal und tolerant genug.
Mit farbenbrüderlichen Grüßen,
Franz S. Borgerding v/o Cai R-S! Nm! [CV]
--
Dipl.-Chem. Franz S. Borgerding | Drogen sind böse,
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH | Sex ist verwerflich und
franz.bo...@itc-cpv.fzk.de | die Welt ist eine Scheibe.
> > auf welche traditionen beruft sich deine tischgesellscaft, ausser
> > geselligkeit?
>
> Wir sind Gruenbuender, wenn Dir das etwas sagt.
Spontan nicht.
> Ich wuerde sagen, dass wir weniger Traditionen als fuer richtig und
> zeitgemaess erachtete Tugenden pflegen und ausbauen wollen.
Ich weiß nicht, wie Ihr generell zu Traditionen steht, aber im CC
wird die Fortführung unserer heutigen Traditionen nach offizieller Linie
damit begründet, daß sie eine erzieherische Wirkung entfalten sollen:
natürlich Erziehung zu Tugenden. Teilweise sind Traditionen natürlich
auch ein Spaßfaktor, aber so oder so: Ein Selbstzweck sind sie
sicherlich nicht.
> Hauptsaechlich, und das gilt auch fuer mich persoenlich, wollen wir uns
> gegenseitig zu Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Toleranz und Wahrhaftigkeit
> 'erziehen', wenn man dieses Wort hier gebrauchen darf.
Ja, dieses Wort schmeckt mir auch nicht so sonderlich. Kannst Du mir
sagen, warum? :)
> Wir wollen uns gegenseitig Grenzerlebnisse in jeglicher Richtung (nicht
> nur beim Saufen ;-)) schaffen, in denen man bekanntlich sein eigenes
> Verhalten am besten reflektieren kann.
Aha, und worauf geht der Name "Tischgesellschaft" zurück?
Markus
www.alsatia.de
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
»Die Position der Kassandra ist nicht populär. Es bedarf schon einer
gewaltigen Anstrenung, der Freiheit in Zukunft noch eine Chance offen-
zulassen.« Karl-Hermann Flach
Am 28.09.99 schrieb Hannes Gnad an All:
> Korrekt. Nur: Diese ist so lange nicht zu haben, wie gewisse Herren
> nicht begreifen, dass die Provokation mit braunen Spruechen wohl
> kaum : der richtige Weg dorthin ist. So lange kann auch niemand
> erwarten, dass : die anderen Korporationen gewillt sind,
> irgendwelche Gemeinsamkeiten zu : sehen.
> Sicherlich ist das ein Grund, aber es waere zu einfach, die momentane
> Stimmung in D in Richtung Korporationen nur an den paar Prozent am
> rechten Rand aufzuhaengen, die sich da aufspielen.
nicht ausschliesslich. Aallerdings sind es imho nicht nur 'ein paar'
Prozent, und diese 'paar Prozent' sind laut genug, den Rufe der anderen
gleich mit zu beschaedigen.
> Es gibt da noch wesentlich andere Faktoren, die eine Rolle spielen.
mit Sicherheit.
:>> Das Interesse an der korporativen Idee als solcher, dem
:>> freiwilligen Zusammenschluss zu Lebensbuenden auf Basis von
:>> Freundschaft.
> : Das ist doch Wischiwaschi. Das leistet jeder Gesangs- und :
> Schuetzenverein.
> Nein, *genau das* ist der Unterschied zwischen Verbindung und
> "normalem" Verein, das *Lebensbundprinzip*.
Das brauchst Du mir nicht zu erklaeren. Nur reicht mir eben das nicht
aus, solange es inhaltsleer ist. Ich unterstelle niemandem Inhaltsleere
(bevor Ihr Euch wieder aufregt). Aber als kleinster gemeinsamer Nenner
reicht es eben nicht.
> Welchen Bund gehoerst Du eigentlich ueberhaupt an?
ist das wirklich wichtig?
gruss,
Am 28.09.99 schrieb Oliver Much an All:
>> Wir wollen uns gegenseitig Grenzerlebnisse in jeglicher Richtung
>> (nicht nur beim Saufen ;-)) schaffen, in denen man bekanntlich sein
>> eigenes Verhalten am besten reflektieren kann.
> Koenntest Du das bitte etwas konkretisieren ?
- Zusammenleben auf engem Raum
- Drei Pflichsemester mit einem freien Abend in der Woche
und einem freien Wochenende im Semster; ansonsten
Pflichtveranstaltungen (auch Mittagessen)
- Absolutes Schlauchprinzip
Am 28.09.99 schrieb Alexander Voigt an All:
>> sind 'jagdlich, forstlich, fuerchterlich' (allerdings auch nicht
>> alle)...
> Macht das die "ATG" (stimmt doch, oder ;-) ) jetzt zu Ihrem neuen
> Wahlspruch, wuerde ja gut passen... ;-)))
Falsch geraten ;)) Sind zwar auch Foerster, aber die trinken nur
alkoholfreien Stoff.
> Ja ja, der Deutsche Foerster: Gut zum Wald und hart am Glas!!!
;-)
> Mit Goettinger Gruessen!
> Alexander Voigt ("kleiner VDSt-Buxe") ;-)
dann hast Du es ja nicht so weit. Einfach die Strasse hoch (nein, die
Feldjaeger sind´s auch nicht ;-))
Am 28.09.99 schrieb Michael Kurr an All:
>> moechte als 'Korporierter' jedenfalls nicht in einem Atemzug mit
>> z.B. den 'Beobachtern' aus HRO genannt werden.
> an brennende Haeuser... Den Vergleich moechtest Du nicht anstellen,
> oder doch?
Nein.
> Du bist es doch, der sich ueber Leute aufregt, die
> Assoziationen bei empfindlichen Zeitgenossen wecken.
Ach ja. Weil ich den 'Studentischen Beoabachter' erfunden habe? Weil
ich 'Neger' und Tuerken veraechtlich mache? Du verdrehst da glaube ich
etwas...
> Weshalb gibt es uns (Burschenschaften) heute ueberhaupt? Waeren wir
> ohne das, was Du so veraechtlich "voelkisch, national und patriotisch"
> nennst, ueberhaupt existent?
Nein. Es ist aber ein elementarer Unterschied, ob man das im
antibuergerlichen Lager der Studenten des 19. Jhs. war oder im
angestaubten "buergerlichen" Lager des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
> Ich glaube kaum, dass ich Dich jetzt ueber
> die Entstehungsgeschichte der Buschenschaften aufklaeren muss. Die
> wirst Du vermutlich kennen.
Ja, ich war zwei Semester llang Fuxmajor ;) Und genau deshalb frage ich
mich, warum viele Burschenschaften diesen Bruch - vom antibuergerlichen
ins kleinstbuergerliche Lager - offensichtlich nie bemerkt haben.
> Mich wuerde noch interessieren, warum Du
> der Meinung bist, das so etwas heutzutage in unseren "Laeden" nichts
> mehr verloren hat (so verstehe ich dich zumindest)?
Nimm mir die 'Laeden' nicht uebel, das ist auch unsere eigene Diktion
ueberuns selbst..
Ich bin der Auffassung, dass 'nationales Denken' im traditionellen
Sinne sich im Zeitalter europaeischen und weltweiten Zusammenwachsens
ueberlebt hat.
> Sind das
> vielleicht Anachronismen?
Gemessen an den realen Problemen unserer Zeit nehmen sich doch die
'nationalen Zirkel' selbst anachronistisch aus, oder?
>> Saufen? Prima!
> Stimmt!
:-)
>> Fechten? Warum nicht?
> Fechten ist sogar noch besser als saufen!
Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht beurteilen. Ich befuerworte es
als Uebung zur Selbstdisziplin. Nicht aber zur Satisfaktion. Da ist mir
der geele Stof lieber...
>> Farben? Ok..
> Wieso O.K.? Wozu brauchst Du Farben? Die sind unnoetig
> identitaetsstiftend! Du brauchst doch auch kein Vaterland, wozu um
> alles in der Welt brauchst Du Farben?
Ich brauche sie nicht, deshalb haben wir auch keine. Vaterland und
Zusammengehoerigkeit im Laden sind aber immer noch zwei Paar Schuhe.
> Bundeslinie hat nichts mit oktruiertem Engagement zu tun, sondern ist
> normalerweise Ergebnis eines langen Meinungsbildungsprozesses
> innerhalb der Aktivitas und als solches nichts
> verwerfliches!
Solange dieses Ergebnis nicht auch gleich den Fuexen eingetrichtert
wird - ok. Aber, Du weisst, dass es auch das gibt. Und nur das
kritisiere ich.
> Politisches Engagement sollte fuer jeden muendigen
> Staatsbuerger selbstverstaendlich sein und wenn es sich auf's
> Waehlengehen beschraenkt.
Jep.
>> bjbj,
> ??? Michael
Tip: Hat was mit Saufen zu tun ;)
> Mit Göttinger Grüßen!
>
> Alexander Voigt ("kleiner VDSt-Buxe") ;-)
Angeblich soll Friedrich Naumann beim VDSt Göttingen aktiv gewesen sein.
Stimmt das?
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
------------------------------------------- Die liberale Idee ist stark
wie eh und je -- es sind die Menschen, die schwach sind; sie müssen von
Zeit zu Zeit wachgerüttelt werden. Marion Gräfin Dönhoff --------------
Am 28.09.99 schrieb Markus Gail an All:
>> Wir sind Gruenbuender, wenn Dir das etwas sagt.
> Spontan nicht.
Stichwort Schlauchprinzip...
>> uns gegenseitig zu Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Toleranz und
>> Wahrhaftigkeit 'erziehen', wenn man dieses Wort hier gebrauchen darf.
> Ja, dieses Wort schmeckt mir auch nicht so sonderlich. Kannst Du mir
> sagen, warum? :)
waere Dir dankbar, wenn Du ein besseres haettest... 'anhalten'? Nee,
auch nicht...
> Aha, und worauf geht der Name "Tischgesellschaft" zurueck?
In die Urzeiten der Universitaeten. Damals gab es, wie Du
wahrscheinlich weisst, keine Mensen. So hat man in oertlichen
Gastwirtschaften zum Mittag gegessen. Und wie es so ist, wenn mehr als
drei Deutsche zusammenkommen.... ;)
Uebrigens sind das auch die Anfaenge der Corps und Landsmannschaften.
Hallole !
:> Sicherlich ist das ein Grund, aber es waere zu einfach, die momentane
:> Stimmung in D in Richtung Korporationen nur an den paar Prozent am
:> rechten Rand aufzuhaengen, die sich da aufspielen.
: nicht ausschliesslich. Aallerdings sind es imho nicht nur 'ein paar'
: Prozent, und diese 'paar Prozent' sind laut genug, den Rufe der anderen
: gleich mit zu beschaedigen.
Doch, es sind tatsaechlich nur ein paar Prozent, ausgehend
von einem echten Ueberblick ueber die *gesamte* Korporationsszene.
:> Nein, *genau das* ist der Unterschied zwischen Verbindung und
:> "normalem" Verein, das *Lebensbundprinzip*.
: Das brauchst Du mir nicht zu erklaeren. Nur reicht mir eben das nicht
: aus, solange es inhaltsleer ist. Ich unterstelle niemandem Inhaltsleere
: (bevor Ihr Euch wieder aufregt). Aber als kleinster gemeinsamer Nenner
: reicht es eben nicht.
Mehr gibt es nun mal kaum. Bestenfalls laesst sich noch der
"Erziehungsgedanke" finden, weil fast jeder Bund versucht,
seine Mitglieder in irgendeiner Richtung weiter zu schulen,
auszubilden oder gewissen Erfahrungen naeher zu bringen.
Abgesehen davon fuehren fast alle Vereinigungen, die mir
bisher so als "Verbindung" untergekommen sind, einen
Zirkel.
Bei allen anderen Kriterien (Maenner/gemischt/Frauen, Farben,
Konfession, Fechten, Uni/FH/etc., usw.) finden sich alle
moeglichen Kombinationen.
:> Welchen Bund gehoerst Du eigentlich ueberhaupt an?
: ist das wirklich wichtig?
Ja, weil mir ob Deiner Aussagen langsam Zweifel kommen,
ob Du tatsaechlich einer Verbindung angehoerst.
Abgesehen davon gehoert es gerade unter Korporierten zu
den Minimalanforderungen guten Benehmens, seine
Bundeszugehoerigkeit zu nennen.
Hallole !
:> Koenntest Du das bitte etwas konkretisieren ?
: - Zusammenleben auf engem Raum
Gut, das ist auf jedem Haus so.
: - Drei Pflichsemester mit einem freien Abend in der Woche
: und einem freien Wochenende im Semster; ansonsten
: Pflichtveranstaltungen (auch Mittagessen)
Hui, krass! =:)
: - Absolutes Schlauchprinzip
Was ist denn das?
Hallo Markus!
> Angeblich soll Friedrich Naumann beim VDSt Göttingen aktiv gewesen
> sein. Stimmt das?
Naumann war VDSter, das weiß ich sicher. Ob er Göttingen aktiv war,
weiß ich nicht, vielleicht Alex. Ich bringe ihn eher mit Leipzig in
Verbindung. Es gab wegen Naumann um 1906 einen Streit im Verband
(Naumann-Streit), der zum Austritt Naumanns führte und dazu, daß der
Verband sich seitdem der parteipolitischen Stellungnahme enthält.
Gruß,
Gerhard
Ääääh, Hannes, es geht noch enger als nur auf einem Haus wohnen.
Hier in Göttingen gibt es Bünde, wo Fuxenstall das ist, was der Begriff
im direkten Sinn meint. Alle Fuxen in einem Raum, o.ä.
MfG
Alex Voigt
Christoph Demandt schrieb:
>
> Falsch geraten ;)) Sind zwar auch Foerster, aber die trinken nur
> alkoholfreien Stoff.
;-)
Na ja, man kann sich bei Euch ganzen Förstern hier in Göttingen ja mal
irren.
> dann hast Du es ja nicht so weit. Einfach die Strasse hoch (nein, die
> Feldjaeger sind´s auch nicht ;-))
Man lernt ja nie aus, wußte gar nicht, daß Ihr Euch auch als
"Tisch"gesellschaft (wäre Keller nicht besser? ;-) ) bezeichnet. Sonst
kennt man Euch ja nur unter dem prägnanten ("grünen") Namen (siehe
Titel). Sollte das jetzt auch nicht stimmen, dann gebe ich die
Ratestunde auf und trinke lieber ein paar Bier.
Ist ja tragisch, daß die "Ausländer" hier noch nicht einmal BJBJ kennen.
Die sollten wir mal nach Göttingen einladen! Obwohl, Euren Keller
überleben ein paar nicht... ;-)))
MfG
Alexander Voigt
<duck>
Spaltenboden?
</duck>
Und wech,
Franz
> > Angeblich soll Friedrich Naumann beim VDSt Göttingen aktiv gewesen
> > sein. Stimmt das?
>
> Naumann war VDSter, das weiß ich sicher. Ob er Göttingen aktiv war, weiß
> ich nicht, vielleicht Alex. Ich bringe ihn eher mit Leipzig in Verbindung.
> Es gab wegen Naumann um 1906 einen Streit im Verband (Naumann-Streit), der
> zum Austritt Naumanns führte und dazu, daß der Verband sich seitdem der
> parteipolitischen Stellungnahme enthält.
Das ist ja hochinteressant. Kannst Du dazu mehr berichten?
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
-------------------- Freiheit ist eine Zumutung. Aber sie ist zumutbar.
Hallo Markus,
das ist nicht richtig. Naumann war kein Göttinger VDSter, sondern
Leipziger. Ob er Bbr. in Erlangen war (dort hat er wohl sein Studium
beendet), entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier ein Auszug aus der sich im Internet befindlichen Bundesgeschichte
des VDSt zu Leipzig:
Die besondere Stellung des VDSt zu Leipzig, trat im Streit um Friedrich
Naumann zutage. Er war einer der Begründer des VDSt zu Leipzig und hatte
sich besonders mit sozialen Fragen beschäftigt. Er stand an der Spitze
der national-sozialen Partei.
Als er diese auflöste und sich in Wahlversammlungen für Freisinn
und Sozialdemokratie, aber gegen das Zentrum einsetzte, wandten
sich konservative Bundesbrüder gegen ihn. Es entstand im
Verband die Frage, ob ein Mitglied in seiner politischen
Handlungsweise an bestimmte Vorschriften des Verbandes
gebunden sei oder ob die Taktik seiner politischen Tätigkeit seinem
eigenen Gewissen überlassen bleiben solle.
Nach leidenschaftlichem Ringen wurde die Meinungsverschiedenheit auf
einer außerordentlichen Verbandtagung 1907 formal beigelegt,
nachdem Naumann schon 1906 freiwillig ausgetreten war.
Gleichwohl haben ihm die Leipziger Alten Herren auch weiterhin die Treue
gehalten.
Ergänzung: Naumann trat aus, um eine Spaltung des Verbandes zu
vermeiden, da insbesondere die Aktiven in den Jahren 1906/07 auf seiner
Seite waren und sich ebenfalls nicht vorschreiben lassen wollten, als
VDSter nur konservative Politik betreiben zu dürfen.
Aus diesem Grunde wurde gerade bei der Neugründung des Verbandes nach
dem 2. WK gern an den "Naumannstreit" erinnert und es wurde festgelegt,
daß kein Bbr. aufgrund einer parteipolitischen Betätigung angegriffen
werden darf, solange die entsprechende Partei sich auf dem Boden der
FDGO befindet.
MfG
Alexander Voigt
VDSt zu Göttingen
> Das ist ja hochinteressant. Kannst Du dazu mehr berichten?
Hmm, die Fuxenstunde ist schon eine Weile her <g>. Naumann hatte wohl
Wahlwerbung für seine Partei gemacht. Die wurde aber als unpassend (zu
weit links?) empfunden. Ich muß mal im praktischen Handbuch
nachschauen. Da das aber zuhause liegt, mußt Du bis morgen warten,
falls nicht einer meiner Bbr**2 schneller ist.
Gruß,
Gerhard
>>> Wir wollen uns gegenseitig Grenzerlebnisse in jeglicher Richtung
>>> (nicht nur beim Saufen ;-)) schaffen, in denen man bekanntlich sein
>>> eigenes Verhalten am besten reflektieren kann.
>
>> Koenntest Du das bitte etwas konkretisieren ?
>
>- Zusammenleben auf engem Raum
Hmm.. habe nicht die meisten Verbindungen ein Haus ?
>- Drei Pflichsemester mit einem freien Abend in der Woche
> und einem freien Wochenende im Semster; ansonsten
> Pflichtveranstaltungen (auch Mittagessen)
Wieviele steigen schon vor den drei Semestern aus ?
>- Absolutes Schlauchprinzip
Sagt mir nichts.
Gunar Klemm schrieb:
> Michael Kurr schrieb:
> >
> > Christoph Demandt schrieb:
>
> [...]
>
> > > bjbj,
> >
> > ???
>
> Du mußt jetzt ganz schnell "hängt" rufen! ;-)
>
> Gunar Klemm L! Thuringia Z!
>
Alles klar, verstehe!Vielen Dank.
Gruss, Michael
> --
> http://www.l-thuringia.de
Franz S. Borgerding schrieb:
> Gunar Klemm wrote:
> >
> > Du mußt jetzt ganz schnell "hängt" rufen! ;-)
>
> Macht er nicht. Ist nicht liberal und tolerant genug.
>
Stimmt, das liegt aber nur daran, dass wir glücklicherweise keinen
Biercomment pflegen.Also bleibt ihr mal schön dabei, mit Euren Schlägern
Zirkel in die Luft zu malen.
Aber tut Euch dabei bitte nicht weh, i.O.?
Mit farbenschwesterlichen Grüssen,
Michael
> Mit farbenbrüderlichen Grüßen,
>
> Franz S. Borgerding v/o Cai R-S! Nm! [CV]
>
Christoph Demandt schrieb:
* Antwort auf eine Mail in CC
Moin Michael,Am 28.09.99 schrieb Michael Kurr an All:
>> moechte als 'Korporierter' jedenfalls nicht in einem Atemzug mit
>> z.B. den 'Beobachtern' aus HRO genannt werden.> an brennende Haeuser... Den Vergleich moechtest Du nicht anstellen,
> oder doch?Nein.
> Du bist es doch, der sich ueber Leute aufregt, die
> Assoziationen bei empfindlichen Zeitgenossen wecken.Ach ja. Weil ich den 'Studentischen Beoabachter' erfunden habe? Weil
ich 'Neger' und Tuerken veraechtlich mache? Du verdrehst da glaube ich
etwas...
> Weshalb gibt es uns (Burschenschaften) heute ueberhaupt? Waeren wir
> ohne das, was Du so veraechtlich "voelkisch, national und patriotisch"
> nennst, ueberhaupt existent?Nein. Es ist aber ein elementarer Unterschied, ob man das im
antibuergerlichen Lager der Studenten des 19. Jhs. war oder im
angestaubten "buergerlichen" Lager des ausgehenden 20. Jahrhunderts.> Ich glaube kaum, dass ich Dich jetzt ueber
> die Entstehungsgeschichte der Buschenschaften aufklaeren muss. Die
> wirst Du vermutlich kennen.Ja, ich war zwei Semester llang Fuxmajor ;) Und genau deshalb frage ich
mich, warum viele Burschenschaften diesen Bruch - vom antibuergerlichen
ins kleinstbuergerliche Lager - offensichtlich nie bemerkt haben.> Mich wuerde noch interessieren, warum Du
> der Meinung bist, das so etwas heutzutage in unseren "Laeden" nichts
> mehr verloren hat (so verstehe ich dich zumindest)?Nimm mir die 'Laeden' nicht uebel, das ist auch unsere eigene Diktion
ueberuns selbst..
Kein Problem mit der Bezeichnung und sensibel bin ich auch nicht ;)
Ich bin der Auffassung, dass 'nationales Denken' im traditionellen
Sinne sich im Zeitalter europaeischen und weltweiten Zusammenwachsens
ueberlebt hat.
Wirklich? Nochmals der Hinweis auf unsere europäischen Nachbarn. Man kann nicht als einziger im Stall seine nationale Identität aufgeben. Wenn überhaupt (und das lehne ich natürlich ab), müssen das alle gleichermassen tun, da sonst keinerlei gerechte Politik gemacht werden kann.Was ist eigentlich "nationales Denken" in einem nicht traditionellen Sinne....?
> Sind das
> vielleicht Anachronismen?Gemessen an den realen Problemen unserer Zeit nehmen sich doch die
'nationalen Zirkel' selbst anachronistisch aus, oder?
Überhaupt nicht! Wo kommen denn die wirklichen und wahren Probleme unserer Zeit denn zumeist her (mal abgesehen von der global existenten Umweltzerstörung)?
>> Saufen? Prima!
> Stimmt!
:-)
>> Fechten? Warum nicht?
> Fechten ist sogar noch besser als saufen!
Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht beurteilen. Ich befuerworte es
als Uebung zur Selbstdisziplin. Nicht aber zur Satisfaktion. Da ist mir
der geele Stof lieber...
Hast Du nichts von Grenzerfahrungen erzählt. Eins kann ich Dir sagen: das ist eine Grenzerfahrung!Satisfaktion mit dem Schläger gibt es nicht und hat es auch noch nie gegeben. Aus einem ganz einfachen Grund: der Schläger ist keine ehrenreinigende Waffe und somit nicht zur Satisfaktion geeignet. Da muss dann schon der Säbel her.... und da ist dann selbst mir der gelbe Stoff lieber :)
>> Farben? Ok..
> Wieso O.K.? Wozu brauchst Du Farben? Die sind unnoetig
> identitaetsstiftend! Du brauchst doch auch kein Vaterland, wozu um
> alles in der Welt brauchst Du Farben?Ich brauche sie nicht, deshalb haben wir auch keine. Vaterland und
Zusammengehoerigkeit im Laden sind aber immer noch zwei Paar Schuhe.
Wow, euer Bund hat keine Farben, weil Du sie nicht brauchst? Respekt vor Deinem Einfluss...
> Bundeslinie hat nichts mit oktruiertem Engagement zu tun, sondern ist
> normalerweise Ergebnis eines langen Meinungsbildungsprozesses
> innerhalb der Aktivitas und als solches nichts
> verwerfliches!Solange dieses Ergebnis nicht auch gleich den Fuexen eingetrichtert
wird - ok. Aber, Du weisst, dass es auch das gibt. Und nur das
kritisiere ich.
Klar, Füxe, die nach 3 Semestern nicht auf Bundeslinie sind, fliegen raus... ;)
> Politisches Engagement sollte fuer jeden muendigen
> Staatsbuerger selbstverstaendlich sein und wenn es sich auf's
> Waehlengehen beschraenkt.Jep.
>> bjbj,
> ??? Michael
Tip: Hat was mit Saufen zu tun ;)
Mittlerweile weiss ich's!
gruss,
christoph
(auch nach der 'reform' mit 'ph')
Gruss, Michael
Markus Gail schrieb:
>
> Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de> wrote:
>
> > Es gab wegen Naumann um 1906 einen Streit im Verband (Naumann-Streit), der
> > zum Austritt Naumanns führte und dazu, daß der Verband sich seitdem der
> > parteipolitischen Stellungnahme enthält.
>
> Das ist ja hochinteressant. Kannst Du dazu mehr berichten?
Reicht Dir meine Stellungnahme (15.23 Uhr), oder willst Du noch mehr
Infos. Dann sag an, was Dich genau interessiert, machen wir dann aber
per PM, oder!?
> Es gab wegen Naumann um 1906 einen Streit im Verband
> (Naumann-Streit), der zum Austritt Naumanns führte und dazu, daß der
> Verband sich seitdem der parteipolitischen Stellungnahme enthält.
Nicht ganz richtig. Seit 1906/07 ist ein bißchen zu früh, wenn man sich
dann so die Veröffentlichungen der 20er und 30er Jahre anguckt. ;-)))
geht's nicht öffentlich, mich interessiert das auch.
--
________________________________grisu________________________________
/ Christoph Gruber | In theory, theory and practice are the same, \
\ gr...@guru.at | in practice, they are not! /
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
> Nicht ganz richtig. Seit 1906/07 ist ein bißchen zu früh, wenn man
> sich dann so die Veröffentlichungen der 20er und 30er Jahre
> anguckt. ;-)))
Gib's zu, Du hattest das Unpraktische auf'm Schreibtisch ;-)
Irgendeinen Beschluß gab es aber doch 1907 aufgrund des
Naumannstreites. Muß ich nochmal nachlesen. Gab es nicht auch mal eine
Verbandsveröffentlichung dazu?
Gruß,
Gerhard
<g>Ersetzt durch einen Kamillentee-Comment?</g> Glücklich damit?
> Also bleibt ihr mal schön dabei, mit Euren Schlägern
> Zirkel in die Luft zu malen.
Während meiner drei Seniorate pflegte ich meine kompletten Kneip- und
Kommersreden synchron zum gesprochenen Wort in die Luft zu *schreiben*
;-)
> Aber tut Euch dabei bitte nicht weh, i.O.?
Dafür war ich beim Bund. Hätte nie gedacht, daß ich meine
Bajonettkampf-Ausbildung nochmal brauchen könnte.
> Mit farbenschwesterlichen Grüssen,
> Michael
>
> > Mit farbenbrüderlichen Grüßen,
> >
> > Franz S. Borgerding v/o Cai R-S! Nm! [CV]
Das gequotete gilt weiter, allerdings um ein bjbj ergänzt.
Dann sag an, was Dich an der Angelegenheit über meinen Beitrag hinaus
noch interessiert.
Ich habe jetzt keine Lust, den gesamten "Naumannstreit" HIER dazulegen.
MfG
Alexander Voigt
Zumindest in Reichweite... ;-)))
> Gab es nicht auch mal eine
> Verbandsveröffentlichung dazu?
Ist mir so jetzt nicht bekannt, vielleicht aber von vor 1995, dann habe
ich es nicht.
Ansonsten nur Handbuch und ein paar kurze Hinweise in der
Veröffentlichung von Bbr. Zirlewagen (Kyffhäuserverband in der Weimarer
Republik).
MfG
Alex
Am 29.09.99 schrieb Hannes Gnad an All:
> Doch, es sind tatsaechlich nur ein paar Prozent, ausgehend von einem
> echten Ueberblick ueber die *gesamte* Korporationsszene.
Na ja, wer hat den schon... Es reicht mir, die Laeden hier vor Ort und
bei den Kartellern ueberblicken zu koennen. Wenn dann noch als
'Stichprobe' die 'Beobachter hinzukommen, fuerchte ich, dass es mehr
sind, als einem liebe sein kann.
:>> "normalem" Verein, das *Lebensbundprinzip*.
> Inhaltsleere : (bevor Ihr Euch wieder aufregt). Aber als kleinster
> gemeinsamer Nenner : reicht es eben nicht.
> Mehr gibt es nun mal kaum.
Tja..
> Abgesehen davon fuehren fast alle Vereinigungen, die mir bisher so
> als "Verbindung" untergekommen sind, einen Zirkel.
Siehst Du. Wir nicht. Und ich kenne aus der Huefte mindestens 5 weitere
'zirkellose' allein in Goettingen (macht 10 Prozent).
> Bei allen anderen Kriterien (Maenner/gemischt/Frauen, Farben,
> Konfession, Fechten, Uni/FH/etc., usw.) finden sich alle moeglichen
> Kombinationen.
eben.
:>> Welchen Bund gehoerst Du eigentlich ueberhaupt an?
> : ist das wirklich wichtig?
> Ja, weil mir ob Deiner Aussagen langsam Zweifel kommen, ob Du
> tatsaechlich einer Verbindung angehoerst.
ich gehoere. Da Du so sehr drauf brennst, bekommst Du noch eine eMail
von mir.
> Abgesehen davon gehoert es gerade unter Korporierten zu den
> Minimalanforderungen guten Benehmens, seine Bundeszugehoerigkeit zu
> nennen.
.aber eben nicht damit hausieren zu gehen. Ich denke eben, dass ich
als Mensch hier diskutiere und nicht gern anhand irgendeines Footers in
eine Schublade gesteckt werde.
gruss,
christoph
(auch nach der 'reform' mit 'ph')
Am 29.09.99 schrieb Hannes Gnad an All:
> : - Absolutes Schlauchprinzip
> Was ist denn das?
alles, was einen schlaucht (siehe 'Pflichtveranstaltungen' und
'Grenzerlebnisse' ;-))
Am 29.09.99 schrieb Alexander Voigt an All:
> Man lernt ja nie aus, wußte gar nicht, daß Ihr Euch auch als
> "Tisch"gesellschaft (wäre Keller nicht besser? ;-) ) bezeichnet.
Wenn Du so willst ;) Wir Kellerkinder - ein grosser Film!
> Sonst kennt man Euch ja nur unter dem prägnanten ("grünen") Namen
> (siehe Titel). Sollte das jetzt auch nicht stimmen, dann gebe ich die
> Ratestunde auf und trinke lieber ein paar Bier.
Lass doch im neuen Semester trotzdem Bier trinken - im Keller ;)
> Ist ja tragisch, daß die "Ausländer" hier noch nicht einmal BJBJ
> kennen. Die sollten wir mal nach Göttingen einladen! Obwohl, Euren
> Keller überleben ein paar nicht... ;-)))
ich bin aber ehrlich gesagt auch ganz froh, dass ich den hinter mir
habe. Obwohl, ein-, zweimal im Semester zieht es einen dann doch wieder
hinunter... ;)
Am 29.09.99 schrieb Alexander Voigt an All:
> Hier in Göttingen gibt es Bünde, wo Fuxenstall das ist, was der
> Begriff im direkten Sinn meint. Alle Fuxen in einem Raum, o.ä.
och.. Meinst Du 12 qm mit zwei Doppelstockbetten? Keine Ahnung, wo das
sein soll ;)))
ein abriss, wenn verfügbar, sonst wäre eine quellenangabe recht nett.
allg interessiere ich mich für "revolutionäre" in der korporiertenszene.
Franz S. Borgerding schrieb:
> Michael Kurr wrote:
> >
> > Stimmt, das liegt aber nur daran, dass wir glücklicherweise keinen
> > Biercomment pflegen.
>
> <g>Ersetzt durch einen Kamillentee-Comment?</g> Glücklich damit?
>
> > Also bleibt ihr mal schön dabei, mit Euren Schlägern
> > Zirkel in die Luft zu malen.
>
> Während meiner drei Seniorate pflegte ich meine kompletten Kneip- und
> Kommersreden synchron zum gesprochenen Wort in die Luft zu *schreiben*
> ;-)
>
Das find' ich jetzt echt witzig :-,)Hätt' ich zu gerne mal gesehen!
> > Aber tut Euch dabei bitte nicht weh, i.O.?
>
> Dafür war ich beim Bund. Hätte nie gedacht, daß ich meine
> Bajonettkampf-Ausbildung nochmal brauchen könnte.
>
> > Mit farbenschwesterlichen Grüssen,
> > Michael
> >
> > > Mit farbenbrüderlichen Grüßen,
> > >
> > > Franz S. Borgerding v/o Cai R-S! Nm! [CV]
>
> Das gequotete gilt weiter, allerdings um ein bjbj ergänzt.
Kann man das per Telekommunikation?
> Zumindest in Reichweite... ;-)))
So, jetzt hab ich meins mitgebracht. Ich finde dort im Abriß der
Verbandsgeschichte:
Akut wurde diese Frage [der Auseinandersetzung mit der Parteipolitik],
als Friedrich Naumann mit seinem ,,Nationalsozialen Verein'' im Jahr
1896 eine politische Gründung vollzog und unter den VDStern eine nicht
geringe Anhängerschaft fand, so daß in der Öffentlichkeit zeitweilig
der Eindruck entstehen konnte, als ob der Nationalsoziale Verein die
Fortsetzung des Verbandes im praktischen Leben sei. Daß diese
Auffassung nicht zutraf, hat man auf den Verbandstagungen der Jahre
1897 und 1898 ausdrücklich festgestellt, um so die parteipolitische
Neutralität des Verbandes zu wahren.
Als Naumann bei den Nachwahlen zum Reichstag im Jahr 1905 für
Kandidaten der Sozialdemokraten Stellung nahm, kam es zu
Auseinandersetzungen im Verband, die das dritte Kyffhäuserfest
überschatteten. Dabei muß man sich vor Augen halten, daß die damalige
Sozialdemokratie noch nicht die staatserhaltende und -tragende Partei
der Zeit nach 1914 war, sondern noch auf Klassenkampf und gewaltsamen
Umsturz des Staates eingeschworen war, also eine Rolle spielte, wie
sie seit 1918 die KPD spielte. - Der Angriff gegen Naumann ging nicht
von studentischer Seite aus. Gerade unter den Aktiven
war eine starke Strömung vorhanden, die sich gegen eine einseitige
politische Festlegung des Verbandes wandte und die Meinung vertrat,
daß in ihm Anhänger verschiedenen politischer Richtungen Platz haben
müßten. Mancher Aktive billigte nicht nur Naumanns Verhältnis zur
Sozialdemokratie, sondern hielt dies auch politisch für
notwendig. Besonders den Südwestdeutschen war der Gedanke eines Bundes
mit der Sozialdemokratie sehr geläufig. Die Gegner Maumanns waren mehr
in den Kreisen der Alten Herren zu suchen. Durch den Beschluß der
Verbandstagung, man wolle in der ganzen Angelegenheit nicht Stellung
nehmen, ohne damit jedoch Naumanns politische Ansichten zu billigen,
schien der Streit beigelegt zu sein. Erst die Resolution einer freien,
meist von Alten Herren besuchten, Versammlung während der
Verbandstagung, die sich gegen Naumann richtete, und eine
anschließende Boykotterklärung einer Reihe von Alten Herren, sie
würden Naumann nicht mehr als Vereinsbruder [damals gebräuchliche
Bezeichnung, heute: Bundesbruder] anerkennen, brachte den Stein wieder
ins Rollen. Naumann selbst entschloß sich, um eine Spaltung des
Verbandes zu vermeiden, zum Austritt. Eine außerordentliche VT
[Verbandstagung] im Januar 1907 in Leipzig, auf der sich der Gedanke
der parteipolitischen Neutralität erneut durchsetzte und liberale wie
konservative Ideen im Verband für gleichberechtigt anerkannt wurden,
beendete diese schwere Belastungsprobe des Kyffhäuser-Verbandes. Die
Erregung jener Monate klang bald ab, und die Bahn für eine stärkere
Versachlichung der Verbandsarbeit war wieder frei.
Das Ende des Naumannkonfliktes zeigte die Anhänger der konservativen
Berliner Richtung unter den Aktiven in der Minderheit und die Mehrzahl
im Banne linksliberaler Anschauungen.
Ächz, also das gibt die Verbandsgeschichte her. Die Anmerkungen in []
sind von mir, ebenso etwaige Rechtschreibfehler.
Wer mehr wissen will sollte sich vermutlich eine Naumannbiographie
anschauen, oder die Akademischen Blätter jener Jahre durchlesen. In
Freiburg sind sie ab 1903 in der UB zu haben.
> Ist mir so jetzt nicht bekannt, vielleicht aber von vor 1995, dann
> habe ich es nicht. Ansonsten nur Handbuch und ein paar kurze
Na, wenn Du es nicht hast ;-) Frag doch mal Bbr. Langlet.
> Hinweise in der Veröffentlichung von Bbr. Zirlewagen
> (Kyffhäuserverband in der Weimarer Republik).
Ja, für die Bemühungen meines ex-FM sollte man hier mal Werbung
machen:
<werbung>
Marc Zirlewagen
Der Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten
in der Weimarer Republik
Ca. 170 S., kt. DM 36,-/öS 262,80/SFr 34,30 <ISBN 3-89498-057-5>
http://www.sh-verlag.de/shv/gds.htm#gab8
</werbung>
Ich habe es zwar selber noch nicht gelesen (schäm) bin mir aber
sicher, daß es wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. (Von wegen
Historiker keilen und so ;-)
Gruß,
Gerhard
P.S.: Markus, Dein GDS-Link klemmt.
Hallole !
:> Doch, es sind tatsaechlich nur ein paar Prozent, ausgehend von einem
:> echten Ueberblick ueber die *gesamte* Korporationsszene.
: Na ja, wer hat den schon...
Ich! =:)
: Es reicht mir, die Laeden hier vor Ort und
: bei den Kartellern ueberblicken zu koennen. Wenn dann noch als
: 'Stichprobe' die 'Beobachter hinzukommen, fuerchte ich, dass es mehr
: sind, als einem liebe sein kann.
Goettingen ist ja auch nicht gerade "typisch", als "klassischer"
Uni-Standort mit einer fuer mich (als Studi an einem "neuen",
technischen Standort) eher bizzaren Verbindungslandschaft.
Aus meiner Erfahrung in DB und CDA/CDK heraus moechte ich schaetzen,
dass von den 900 - 1.000 Verbindungen in D ca. 30 bis 40 dem
politischen Spektrum zuzuordnen sind, das Du hier kritisierst,
also max. 5 %. Bedenkt man zudem, dass dies meist eher kleine
Aktivitates sind (z. B. im Verhaeltnis zu einer "unkritischen"
CV-Verbindung), dann ist es tatsaechlich nur ein Rand von wenigen
Prozent, der hier manchmal auffaellt.
:> Mehr gibt es nun mal kaum.
: Tja..
Ich finde das aber schon ganz entscheidend - immerhin sind
die Verbindungen die einzigen studentischen Gruppen, die
sowas wie ein "Lebensbundprinzip" haben. Spontan fallen mir
gerade noch mal die Freimaurer ein, die auch sowas haben.
:> Abgesehen davon fuehren fast alle Vereinigungen, die mir bisher so
:> als "Verbindung" untergekommen sind, einen Zirkel.
: Siehst Du. Wir nicht. Und ich kenne aus der Huefte mindestens 5 weitere
: 'zirkellose' allein in Goettingen (macht 10 Prozent).
Goettingen ist komisch. =;)
: ich gehoere. Da Du so sehr drauf brennst, bekommst Du noch eine eMail
: von mir.
Danke, kam an.
:> Abgesehen davon gehoert es gerade unter Korporierten zu den
:> Minimalanforderungen guten Benehmens, seine Bundeszugehoerigkeit zu
:> nennen.
: .aber eben nicht damit hausieren zu gehen. Ich denke eben, dass ich
: als Mensch hier diskutiere und nicht gern anhand irgendeines Footers in
: eine Schublade gesteckt werde.
Damit habe ich keine Probleme. Ich gehe damit ja auch nicht
hausieren, sondern gebe es nur unten in der .sig kurz an, dass
man sich nicht immer alles merken bzw. jedesmal fragen muss.
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studbox.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
** "... it is known to the State of California that drinking **
** beer and wine causes cancer ..." (Warnschild an einer Hotelbar) **
> > Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de> wrote:
> >
> > > Es gab wegen Naumann um 1906 einen Streit im Verband (Naumann-Streit), der
> > > zum Austritt Naumanns führte und dazu, daß der Verband sich seitdem der
> > > parteipolitischen Stellungnahme enthält.
> >
> > Das ist ja hochinteressant. Kannst Du dazu mehr berichten?
>
> Reicht Dir meine Stellungnahme (15.23 Uhr), oder willst Du noch mehr
> Infos. Dann sag an, was Dich genau interessiert, machen wir dann aber
> per PM, oder!?
Hast Du per PM noch weitere Infos parat? :-)
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
-----------------------------------------------------------------------
------------ Don't ask what sort of computer a person drives. If he's a
Mac-driver, he'll tell you. -- If he's not, why embarrass him? --------
MfG
Alexander Voigt
Am 29.09.99 schrieb Oliver Much an All:
>> - Drei Pflichsemester mit einem freien Abend in der Woche und einem
>> freien Wochenende im Semster; ansonsten Pflichtveranstaltungen (auch
>> Mittagessen)
> Wieviele steigen schon vor den drei Semestern aus ?
Seit ich dabei bin (WS 91/92) waren es drei auf etwa 30. Im
Fuxensemester denkt beinahe jeder mehrfach an Austritt. Das ist
'systemimmanent' und gewollt; Du kannst Dir denken, daß diese innere
Auseinandersetzung schweißt...
Am 29.09.99 schrieb Michael Kurr an All:
>>> Du bist es doch, der sich ueber Leute aufregt, die Assoziationen
>>> bei empfindlichen Zeitgenossen wecken.
>> Ach ja. Weil ich den 'Studentischen Beoabachter' erfunden habe? Weil
>> ich 'Neger' und Tuerken veraechtlich mache? Du verdrehst da glaube
>> ich etwas...
> Nein, Du hast sie nicht erfunden, aber regst Dich über Leute auf, die
> es getan haben und damit böse, böse und schlimme Assoziationen
> wecken. Also, was verdrehe ich bitte?
Wer absichtlich Assoziationen weckt, kann nicht hinterher diejenigen
beschuldigem die asoziieren...
>> Ich bin der Auffassung, dass 'nationales Denken' im traditionellen
>> Sinne sich im Zeitalter europaeischen und weltweiten
>> Zusammenwachsens ueberlebt hat.
> Wirklich? Nochmals der Hinweis auf unsere europäischen Nachbarn. Man
> kann nicht als einziger im Stall seine nationale Identität aufgeben.
Es ging nicht um 'Aufgeben', da hast Du mich falsch verstanden.
> werden kann.Was ist eigentlich "nationales Denken" in einem nicht
> traditionellen Sinne....?
Das ist des Pudels Kern. Modernes nationales Denken ist ja richtig und
wichtig. Die aktuellen Probleme, Wünsche und Hoffnungen, wie die
Leistungen, Gedanken und Visionen jedes einzelnen Volkes dieser Erde.
Und das hat in Deutschland etwas mit Demokratie, Wohlstand, technischem
Fortschritt, Menschenwürde, multiethnischer (nicht mulitkultureller!)
Gesellschaft, Dialog und nicht zuletzt mit Auseinandersetzungen wie
unserer hier zu tun. (Imho) nicht aber mit Sonnenwendfeiern, Fahnen,
Farben, kriegslüsternen Liedern, Xenophobie etc.
>> Gemessen an den realen Problemen unserer Zeit nehmen sich doch die
>> 'nationalen Zirkel' selbst anachronistisch aus, oder?
> Überhaupt nicht! Wo kommen denn die wirklichen und wahren Probleme
> unserer Zeit denn zumeist her (mal abgesehen von der global
> existenten Umweltzerstörung)?
Die wirklichen und wahren Probleme _kommen_ nicht von der Xenophobie,
wenn Du das meinst. Die Xenophobie _selbst_ ist das Problem.
Die Lösung kann aber doch deshalb nicht heißen: "In Irland, Korsika,
Baskenland, Tschetschenien, Armenien, Kurdistan, Osttimor etc. gibt es
nationale Konflikte, deshalb sind nationale Konflikte normal und ein
Naturgesetz. Geichsam die 'normative Kraft des faktischen'."
Die Lösung heißt imho umgekehrt: Bildung, Toleranz, Öffnung. Wir haben
vor Jahren in Nordirland als Wandervögel befreundete englische
Pfadfinder mit zu einem Treffen mit einer nordirischen Katholischen
Pfadfindergruppe genommen. Beide Gruppen haben das vorher nicht gewußt.
Andererseits wollten beide vor uns nicht als 'Verweigerer' dastehen -
wir waren schließlich Gäste - und so sahen sich plötzlich erklärte
'Feinde' gegenüber, gefangen aber in ihrer Gasttgeberpflicht, die ihnen
an diesem Abend gebot, ihren Streit hintanzustellen. Seit diesem Abend
besuchen sich beide Gruppen regelmäßig und gehen im Sommer gemeinsam
auf Fahrt. Sie waren gerade in diesem Sommer zusammen im
Riesengebirge...
Nochmal: Es ist der falsche Weg, dem Nationalismus 'Rechnung zu tragen'
oder ihn gar zu institutionalisieren, nur 'weil er ja da ist.'
> Hast Du nichts von Grenzerfahrungen erzählt. Eins kann ich Dir sagen:
> das ist eine Grenzerfahrung!Satisfaktion mit dem Schläger gibt es
> nicht und hat es auch noch nie gegeben.
Oh, doch. Die gibt es immer noch. Wir haben einen ganzen Ordner voll
mit 'verwunderter' Korrespondenz...
> Aus einem ganz einfachen
> Grund: der Schläger ist keine ehrenreinigende Waffe und somit nicht
> zur Satisfaktion geeignet.
Das sag den Leuten, die das anders sehen. Ich finde, Pilsbier reinigt
immer noch am besten, was und wen auch immer.
>> Ich brauche sie nicht, deshalb haben wir auch keine.
> Wow, euer Bund hat keine Farben, weil Du sie nicht brauchst? Respekt
> vor Deinem Einfluss...
:-) Du weißt, was ich meine...
gruss,
christoph
(auch nach der 'reform' mit 'ph')
Hallole !
: Das ist des Pudels Kern. Modernes nationales Denken ist ja richtig und
: wichtig. Die aktuellen Probleme, Wünsche und Hoffnungen, wie die
: Leistungen, Gedanken und Visionen jedes einzelnen Volkes dieser Erde.
: Und das hat in Deutschland etwas mit Demokratie, Wohlstand, technischem
: Fortschritt, Menschenwürde, multiethnischer (nicht mulitkultureller!)
: Gesellschaft, Dialog und nicht zuletzt mit Auseinandersetzungen wie
: unserer hier zu tun.
Ok.
: (Imho) nicht aber mit Sonnenwendfeiern, Fahnen,
: Farben, kriegslüsternen Liedern, Xenophobie etc.
Auch wenn heute von politisch fragwuerdigen Kraeften
vereinnahmt, ist eine Sonnwendfeier ein alter, vor allem
religioeser Brauch, der via nordischen und germanischen
Kulturen sich bis auf die Kelten zurueckfuehren laesst. Mit
"deutschem Nationalismus" als solchem hat das somit genau
so viel zu tun wie Stonehenge.
Fahnen und Farben werden auf der ganzen Welt von (fast)
alle Kulturen zur Identifikation von Gruppen, Staemmen,
Familien, Nationen, etc. eingesetzt, und sind an sich
nichts negatives. Ich betone das hier, um der typischen
Anschuldigung zu widersprechen, dass farbentragende
Burschenschafter alle boese, rechtsextreme Nationalisten
seien, wie sie in solchen Saetzen wie oben immer wieder
mitschwingt.
Ueber die Lieder liesse sich im Einzelfall diskutieren,
Xenophobie ist selbstverstaendlich indiskutabel.
Gruß
Hartmut Bartmuß
> multiethnischer (nicht mulitkultureller!) Gesellschaft
Was meinst Du damit?
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
Liberalismus heißt Einsatz für die größtmögliche Freiheit des einzel-
nen Menschen und Wahrung der menschlichen Würde in jeder gegebenen
und sich verändernden gesellschaftlichen Situation. Karl-Hermann Flach
> > Hast Du per PM noch weitere Infos parat? :-)
> >
> Also viel mehr als die Infos von Gerhard (13.35 Uhr) habe ich auch nicht.
> Reicht Euch das erst einmal, oder soll ich noch ein bißchen nachforschen,
> würde ich dann machen, wenn ich wieder mehr Zeit habe.
Danke, schon o. k., das war wirklich schon sehr umfassend. Ich muß
zugeben, daß ich das Bild, das ich bisher vom VVDSt hatte, etwas
revidieren muß. Danke, Euch beiden!, das war *hochinteressant*!
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
--------------------- Freiheit ist eine Zumutung. Aber sie ist zumutbar.
Can Apple Save Microsoft?
http://www.thessasource.com/editorials/save_editorial.html
Christoph Demandt schrieb:
> >>> Du bist es doch, der sich ueber Leute aufregt, die Assoziationen
> >>> bei empfindlichen Zeitgenossen wecken.
>
> >> Ach ja. Weil ich den 'Studentischen Beoabachter' erfunden habe? Weil
> >> ich 'Neger' und Tuerken veraechtlich mache? Du verdrehst da glaube
> >> ich etwas...
>
> > Nein, Du hast sie nicht erfunden, aber regst Dich über Leute auf, die
> > es getan haben und damit böse, böse und schlimme Assoziationen
> > wecken. Also, was verdrehe ich bitte?
>
> Wer absichtlich Assoziationen weckt, kann nicht hinterher diejenigen
> beschuldigem die asoziieren...
>
Worüber reden wir hier eigentlich? Es geht nicht um irgendwelche
Schuldzuweisungen. Wenn ich das richtig rekapituliere, wird den Verfassern
des zweifelhaften Online-Blattes vorgeworfen, sie würden die gesamte
Korporationsszene (!) in den braunen Dreck ziehen, nur weil sie das Ding
"Beobachter" genannt haben. Das geht mir schlicht und ergreifend zu weit.
Man muss doch nicht in allem was man tut, auf jeden Rücksicht nehmen? Oder
muss man das doch? Die Jungs werden doch wohl das Recht haben, Berichte mit
ihrer Meinung zu veröffentlichen, entsprechende Interviews zu kommentieren
usw. Dass sie nebenher auch noch "unterfertigte" Rostocker Obotriten sind
ist doch schön, aber das macht das ganze doch nicht derart brisant.Eine
kleine Geschichte zum künftigen Umgang mit der Sache: Zur 125 Jahrfeier
unserer Hochschule gab es von diversen Linken ein Plakat mit der Aufschrift
"125 Jahre Grossdeutsche Wissenschaft - kein Fortschritt in dieser
Tradition" (sinngemäss). Darauf abgebildet waren das Zeichen der Deutschen
Bank, von MBB und weiteren Unternehmen, ein Hakenkreuz, das Symbol vom
SS-Ahnenerbe und der Zirkel meiner Verbindung (genau unserer, nicht etwa
der des Dachverbandes).Wir haben u.a. die Rechtsabteilung der Deutsche Bank
darüber in Kenntnis gesetzt und fragten, was sie zu tun gedenken. Als
kleines Dankeschön erhielten wir wenige Wochen später ein Buch über die
Geschichte der Deutschen Bank mit dem Hinweis, das man solchen Jungs (den
Entwerfern des Plakats) besser gar keine Beachtung schenken sollte, da sie
sonst auch noch öffentliches Interesse weckten. Es passierte NICHTS!!!
Gleiches mit dem "Beobachter": tretet ihn einfach nicht breit, dann wird
auch keiner davon Notiz nehmen, wenn ihr ihn schon für so schlimm haltet.
Ich persönlich halte ihn für harmlos und absolut unschädlich für die
Korporiertenszene.
> >> Ich bin der Auffassung, dass 'nationales Denken' im traditionellen
> >> Sinne sich im Zeitalter europaeischen und weltweiten
> >> Zusammenwachsens ueberlebt hat.
>
> > Wirklich? Nochmals der Hinweis auf unsere europäischen Nachbarn. Man
> > kann nicht als einziger im Stall seine nationale Identität aufgeben.
>
> Es ging nicht um 'Aufgeben', da hast Du mich falsch verstanden.
>
Was mach ich denn mit Sachen, die sich überlebt haben sonst? In meinem
geistigen Museum konservieren...?
> > werden kann.Was ist eigentlich "nationales Denken" in einem nicht
> > traditionellen Sinne....?
>
> Das ist des Pudels Kern. Modernes nationales Denken ist ja richtig und
> wichtig. Die aktuellen Probleme, Wünsche und Hoffnungen, wie die
> Leistungen, Gedanken und Visionen jedes einzelnen Volkes dieser Erde.
> Und das hat in Deutschland etwas mit Demokratie, Wohlstand, technischem
> Fortschritt, Menschenwürde, multiethnischer (nicht mulitkultureller!)
> Gesellschaft, Dialog und nicht zuletzt mit Auseinandersetzungen wie
> unserer hier zu tun. (Imho) nicht aber mit Sonnenwendfeiern, Fahnen,
> Farben, kriegslüsternen Liedern, Xenophobie etc.
>
Wird hier jemandem Xenophobie vorgeworfen? Das schliesse ich daraus, dass
meine Verbindung Farben trägt, Sonnenwendfeiern veranstaltet (Jul und
Sommersonnenwende) und es werden auch Lieder gesungen (die als
kriegslüsternd zu bezeichnen finde ich reichlich gewagt und übertrieben).
Im gleichen Atemzug Xenophobie? Diese Auflistung möchtest Du nicht als
logische Folge definiert wissen, oder doch?
> >> Gemessen an den realen Problemen unserer Zeit nehmen sich doch die
> >> 'nationalen Zirkel' selbst anachronistisch aus, oder?
>
> > Überhaupt nicht! Wo kommen denn die wirklichen und wahren Probleme
> > unserer Zeit denn zumeist her (mal abgesehen von der global
> > existenten Umweltzerstörung)?
>
> Die wirklichen und wahren Probleme _kommen_ nicht von der Xenophobie,
> wenn Du das meinst. Die Xenophobie _selbst_ ist das Problem.
>
??? Hast Du Dir diesen Satz gut überlegt. Er ergibt nicht den geringsten
Sinn.
> Die Lösung kann aber doch deshalb nicht heißen: "In Irland, Korsika,
> Baskenland, Tschetschenien, Armenien, Kurdistan, Osttimor etc. gibt es
> nationale Konflikte, deshalb sind nationale Konflikte normal und ein
> Naturgesetz. Geichsam die 'normative Kraft des faktischen'."
>
Du gehst gerne mit Deiner Bildung hausieren (genau das meinte ich
natürlich), gelle?!Abgesehen davon, dass Du in Deiner Aufzählung
unzulässigerweise verschiedene Konfliktursachen in einen Topf schmeisst,
ist es dennoch so, dass man sich vielleicht verschiedenen menschlichen
"Normalitäten" beugen muss. Man kann ja nun leider nicht davon ausgehen,
dass alle Menschen so hochgebildet, weltoffen, tolerant und dergleichen
mehr sind, wie leider nicht mal in Deutschland ein Grossteil der
Bevölkerung, sondern nur die Allerwenigsten. Als geborener Idealist kann Du
natürlich wie DonQuichote den Kampf gegen die Windmühlen antreten. Aber
wäre es nicht einfacher, den Menschen ihren angeborenen Willen einfach zu
lassen und Experimente wie die künstliche und erzwungene Erschaffung
multiethnischer Staaten (Bsp. Ex-Jugoslawien) sein zu lassen. Sag mir einen
solchen Staat, in dem es nicht kracht! Selbst im aufgeklärten Deutschland
haben wir genug Probleme damit. Das sind einfach alles keine Dauerlösungen.
Wäre es nicht einfacher, zu versuchen, dieses Konfliktpotential zu umgehen,
anstatt der Welt mit multinationalen Streitkräften zu demonstrieren, dass
sie sich alle gefälligst zu verstehen haben!?
> Die Lösung heißt imho umgekehrt: Bildung, Toleranz, Öffnung. Wir haben
> vor Jahren in Nordirland als Wandervögel befreundete englische
> Pfadfinder mit zu einem Treffen mit einer nordirischen Katholischen
> Pfadfindergruppe genommen. Beide Gruppen haben das vorher nicht gewußt.
> Andererseits wollten beide vor uns nicht als 'Verweigerer' dastehen -
> wir waren schließlich Gäste - und so sahen sich plötzlich erklärte
> 'Feinde' gegenüber, gefangen aber in ihrer Gasttgeberpflicht, die ihnen
> an diesem Abend gebot, ihren Streit hintanzustellen. Seit diesem Abend
> besuchen sich beide Gruppen regelmäßig und gehen im Sommer gemeinsam
> auf Fahrt. Sie waren gerade in diesem Sommer zusammen im
> Riesengebirge...
>
Dann habt ihr ja bereits einen Riesenerfolg zu verzeichnen! Eine Windmühle
steht schon still! (Nichts für Ungut, das ist echt klasse! Aber inwiefern
lässt sich so etwas übertragen auf grössere Dimensionen?)
> Nochmal: Es ist der falsche Weg, dem Nationalismus 'Rechnung zu tragen'
> oder ihn gar zu institutionalisieren, nur 'weil er ja da ist.'
>
Es ist aber doch nicht falsch, sich zu dem zu bekennen, wozu man sich
zugehörig fühlt. Das machen wir mit den Verbindungen auch im Kleinen. Folge
davon ist dann natürlich auch, die Verfolgung primär eigener Ziele und
nicht irgendwelcher europäischer, mit denen sich ausser in Deutschland eh
kaum einer identifizieren kann und will.
> > Hast Du nichts von Grenzerfahrungen erzählt. Eins kann ich Dir sagen:
> > das ist eine Grenzerfahrung!Satisfaktion mit dem Schläger gibt es
> > nicht und hat es auch noch nie gegeben.
>
> Oh, doch. Die gibt es immer noch. Wir haben einen ganzen Ordner voll
> mit 'verwunderter' Korrespondenz...
>
Das ist waffenstudentisches Brauchtum und hat nichts mit Satisfaktion zu
tun!Ausserdem würden mich die Verbindungen interessieren, die meinen, sich
vor Euch verwundern zu müssen. Das ist gänzlich albern. Das funktioniert
nur bei Bünden mit schlagendem Prinzip und selbst bei denen ist das schon
lange nicht mehr selbstverständlich, auf gewisse waffenstudentische
Gebräuche zu reagieren (LEIDER!). Aber das mit Satisfaktion zu verwechseln
ist fast noch alberner.
> > Aus einem ganz einfachen
> > Grund: der Schläger ist keine ehrenreinigende Waffe und somit nicht
> > zur Satisfaktion geeignet.
>
> Das sag den Leuten, die das anders sehen. Ich finde, Pilsbier reinigt
> immer noch am besten, was und wen auch immer.
>
Ja, ja, Pils gehört in den Magen und nicht an den Fuss.....
> >> Ich brauche sie nicht, deshalb haben wir auch keine.
>
> > Wow, euer Bund hat keine Farben, weil Du sie nicht brauchst? Respekt
> > vor Deinem Einfluss...
>
> :-) Du weißt, was ich meine...
>
Klar.Gruss, Michael
> gruss,
> christoph
> (auch nach der 'reform' mit 'ph')
Christoph Demandt schrieb:
> Moin Oliver,
>
> Am 29.09.99 schrieb Oliver Much an All:
>
> >> - Drei Pflichsemester mit einem freien Abend in der Woche und einem
> >> freien Wochenende im Semster; ansonsten Pflichtveranstaltungen (auch
> >> Mittagessen)
>
> > Wieviele steigen schon vor den drei Semestern aus ?
>
> Seit ich dabei bin (WS 91/92) waren es drei auf etwa 30. Im
> Fuxensemester denkt beinahe jeder mehrfach an Austritt. Das ist
> 'systemimmanent' und gewollt; Du kannst Dir denken, daß diese innere
> Auseinandersetzung schweißt...
>
Wenn nur 3 von 30 aussteigen, kann das nicht so hart sein.Bei uns sieht das
(leider) genau umgekehrt aus :-,(
> Danke, schon o. k., das war wirklich schon sehr umfassend. Ich muß
> zugeben, daß ich das Bild, das ich bisher vom VVDSt hatte, etwas
> revidieren muß. Danke, Euch beiden!, das war *hochinteressant*!
Bitte, gern geschehen. Aber jetzt mußt Du mir schon erklären, was Dein
bisheriges Bild des VVDSt war ;-) Wenn es durch den ,,VDSt'' Frankfurt
geprägt war: Der ist sein Anfang der 70er nicht mehr Mitglied im
Verband (Ausschluß), aber das weißt Du, glaube ich.
Ich hoffe mal, das neue Bild ist das bessere ;-)
Gruß,
Gerhard
Am 30.09.99 schrieb Michael Kurr an All:
>> Das gequotete gilt weiter, allerdings um ein bjbj ergänzt.
> Kann man das per Telekommunikation?
Du hast offensichtlich die weltweit erste Cyberstaffette vor vier
Jahren in dieser Newsgroup verpaßt ;)
Am 01.10.99 schrieb Hannes Gnad an All:
> Fahnen und Farben werden auf der ganzen Welt von (fast) alle Kulturen
> zur Identifikation von Gruppen, Staemmen, Familien, Nationen, etc.
> eingesetzt, und sind an sich nichts negatives. Ich betone das hier,
> um der typischen Anschuldigung zu widersprechen, dass farbentragende
> Burschenschafter alle boese, rechtsextreme Nationalisten seien, wie
> sie in solchen Saetzen wie oben immer wieder mitschwingt.
Wenn die Fahne fliegt, ist der Verstand in der Trompete. (Konrad Lorenz)
> Aber jetzt mußt Du mir schon erklären, was Dein bisheriges Bild des VVDSt
> war ;-)
Das betraf jetzt vor allem mein Bild vom VVDSt im Kaiserreich. Ich hätte
mir vorgestellt, daß ein nichtschlagender und dann auch noch
nichtfarbentragender Verband in dieser Zeit alle anderen rechts hätte
überholen müssen, um nicht völlig schlaff dazustehen. Wie hielt es der
VVDSt denn mit der Satisfaktion?
> Wenn es durch den ,,VDSt'' Frankfurt geprägt war: Der ist sein Anfang der
> 70er nicht mehr Mitglied im Verband (Ausschluß), aber das weißt Du, glaube
> ich.
Da kursieren ganz abenteuerliche Geschichten, die man gar nicht für
möglich halten möchte, sowas mit Zwangsmitgliedschaften bei <huust>
irgendeiner Partei und sowas. Ist da was dran?
Komm, erzähl schon die ganze Story! :)
> Ich hoffe mal, das neue Bild ist das bessere ;-)
Im Hinblick auf die heutige Zeit bin ich mit meinen Vorurteilen schon
immer etwas zurückhaltender gewesen. :)
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
»Junge Leute gehen nicht zu Parteiveranstaltungen der
Grünen, weil sie nicht auch noch abends ihren Eltern und Lehrern be-
gegnen möchten.« Guido Westerwelle
> Das betraf jetzt vor allem mein Bild vom VVDSt im Kaiserreich. Ich
> hätte mir vorgestellt, daß ein nichtschlagender und dann auch noch
> nichtfarbentragender Verband in dieser Zeit alle anderen rechts
> hätte überholen müssen, um nicht völlig schlaff dazustehen. Wie
Wie die Akzeptanz des Verbandes im allgemeinen oder in bezug auf
anderer Verbände zu jener Zeit war, kann ich schlecht belegen, da
einseitige Quellenlage;-) Die sagt aber: gut.
> hielt es der VVDSt denn mit der Satisfaktion?
Im allgemeinen wohl ,,schwerer Säbel''. Allerdings war das wohl nicht
ganz einheitlich geregelt. Nach der Freiburger Satzung von 1906 mußten
sich die Mitglieder vorab entscheiden, ob sie sich in Ehrenfragen dem
Duell oder einem Ehrengericht stellen wollten. Man konnte die
Entscheidung jederzeit ändern. Pauken mußten sie alle. Die ersten
(zwei?) Semester mit dem Schläger, danach Säbel. Ein AH meinte mal,
bei den pflichtschlagenden Bünden seien die schwarzen Verbindungen als
Duellgegner eher unbeliebt gewesen, da sie meist besser trainiert in
Bezug auf den Säbel gewesen seien. Vielleicht auch nur Wunschdenken
;-)
> Da kursieren ganz abenteuerliche Geschichten, die man gar nicht für
> möglich halten möchte, sowas mit Zwangsmitgliedschaften bei <huust>
> irgendeiner Partei und sowas. Ist da was dran?
> Komm, erzähl schon die ganze Story! :)
Soo genau weiß ich es auch nicht, aber es gab wohl personelle
Überschneidungen zwischen der Aktivitas und
Rechtsaußenorganisationen. Ob dazu jemand gezwungen wurde, weiß ich
nicht. Der Bruder eines bekannten Rechtsaußen, wie hieß der doch
gleich, sitzt gerade im Knast, glaube ich, war dort aktiv.
Gibt es die denn überhaupt noch? Und wenn, was treiben sie so?
Interessant ist, daß kurz vor- oder nachher die Aktivitas eines VDSt
wegen linker Aktivitäten suspendiert wurde. Diese wurde später wieder
zugelassen, vermutlich nach personeller Veränderung.
> Im Hinblick auf die heutige Zeit bin ich mit meinen Vorurteilen
> etwas zurückhaltender. :)
Man fährt damit meist besser :-)
Gruß,
Gerhard
> Soo genau weiß ich es auch nicht, aber es gab wohl personelle
> Überschneidungen zwischen der Aktivitas und Rechtsaußenorganisationen. Ob
> dazu jemand gezwungen wurde, weiß ich nicht. Der Bruder eines bekannten
> Rechtsaußen, wie hieß der doch gleich, sitzt gerade im Knast, glaube ich,
> war dort aktiv.
Kannst Du's rausfinden?
Was war denn eigentlich die Begründung für den Rauswurf aus dem Verband.
Ich habe gehört, es habe daran gelegen, daß die angefangen haben, Farben
zu tragen.
> Gibt es die denn überhaupt noch? Und wenn, was treiben sie so?
Zumindest vor ein, zwei Jahren gab es die noch.
> Und wenn, was treiben sie so?
Darüber öffentlich herzuziehen, wäre wenig ritterlich. :->
> Interessant ist, daß kurz vor- oder nachher die Aktivitas eines VDSt
> wegen linker Aktivitäten suspendiert wurde. Diese wurde später wieder
> zugelassen, vermutlich nach personeller Veränderung.
Du meinst nicht etwa den Frankfurter Bund Deutscher Studenten im Verband
der Vereine Deutscher Studenten? :)
Markus
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
Ich habe Dir schon seit langem gesagt, dass Du scheisse bist.
Hallole !
:> Fahnen und Farben werden auf der ganzen Welt von (fast) alle Kulturen
:> zur Identifikation von Gruppen, Staemmen, Familien, Nationen, etc.
:> eingesetzt, und sind an sich nichts negatives. Ich betone das hier,
:> um der typischen Anschuldigung zu widersprechen, dass farbentragende
:> Burschenschafter alle boese, rechtsextreme Nationalisten seien, wie
:> sie in solchen Saetzen wie oben immer wieder mitschwingt.
: Wenn die Fahne fliegt, ist der Verstand in der Trompete. (Konrad Lorenz)
Geht doch nichts ueber eine Zitatedatenbank am Rechner,
wo man schnell fuer jede beliebige Aussage oder Konstellation
einen weisen Gegenspruch eines mehr oder weniger grossen
Promis findet.
Bravo.
Sei hiermit gekontert mit einem
|: Stosst an! Burschenschaft lebe! Hurra hoch! :|
Der die Sterne lenket am Himmelzelt,
der ist's, der unsre Fahne haelt.
|: Frei ist der Bursch! :|
(A. Daniel von Binzer)
Am 01.10.99 schrieb Markus Gail an All:
>> multiethnischer (nicht mulitkultureller!) Gesellschaft
> Was meinst Du damit?
Das friedliche _Zusammen_leben von Menschen aus verschiedenen
Kulturkreisen, in denen den Gästen ihre Kultur genau so weit bleibt,
wie sie das Gastrecht nicht verletzt. Der größte Teil eben und nicht
alles. Das mag der ein- oder andere 'multikulti' nennen, aber das 'real
existierende Multikulti' spricht leider oft eine andere Sprache.
Deshalb die Begriffsunterscheidung.
Am 01.10.99 schrieb Michael Kurr an All:
>> Wer absichtlich Assoziationen weckt, kann nicht hinterher diejenigen
>> beschuldigem die asoziieren...
> Worüber reden wir hier eigentlich? Es geht nicht um irgendwelche
> Schuldzuweisungen. Wenn ich das richtig rekapituliere, wird den
> Verfassern des zweifelhaften Online-Blattes vorgeworfen, sie würden
> die gesamte Korporationsszene (!) in den braunen Dreck ziehen, nur
> weil sie das Ding "Beobachter" genannt haben.
Jetzt schüttest Du das Kind mit dem Bade auf. Es geht zunächst um zwei
unabhängige Feststellungen.
1. Die (beabsichtigte) Assoziation 'Völkischer
Beobachter'-'Studentischer Beobachter'
2. Die (unter Außenstehenden) verbreitete Assoziation
Verbindungsstudent=braun
ad 2 ist zu sagen und auch unwidersprochen, daß es ein gewisses Maß
(ich behaupte, es ist eine Mehrheit der Burschenschaften, andere
sprechen von '5 Prozent') von Verbindungen in Deutschland verdeckt oder
offen brauner Gesinnung sind. Ich habe dazu nicht mehr bemerkt, als daß
ich der Auffassung bin, daß diese (wieviele es auch immer sind) das
Bild des deutschen Korporationswesens in der Öffentlichkeit belasten
und teils entscheidend prägen.
> und ergreifend zu weit. Man muss doch nicht in allem was man tut, auf
> jeden Rücksicht nehmen? Oder muss man das doch?
Natürlich.
> Die Jungs werden doch
> wohl das Recht haben, Berichte mit ihrer Meinung zu veröffentlichen,
> entsprechende Interviews zu kommentieren usw.
Ja. Aber eben nicht unter diesem Namen.
> Gleiches mit dem "Beobachter": tretet ihn einfach nicht breit, dann
> wird auch keiner davon Notiz nehmen, wenn ihr ihn schon für so
> schlimm haltet. Ich persönlich halte ihn für harmlos und absolut
> unschädlich für die Korporiertenszene.
Apeasement? Nein.
>>>> Ich bin der Auffassung, dass 'nationales Denken' im traditionellen
>>>> Sinne sich im Zeitalter europaeischen und weltweiten
>>>> Zusammenwachsens ueberlebt hat.
>>> Wirklich? Nochmals der Hinweis auf unsere europäischen Nachbarn.
>>> Man kann nicht als einziger im Stall seine nationale Identität
>>> aufgeben.
>> Es ging nicht um 'Aufgeben', da hast Du mich falsch verstanden.
> Was mach ich denn mit Sachen, die sich überlebt haben sonst? In
> meinem geistigen Museum konservieren...?
Das nationale Denken _im traditionellen Sinne_ gehört aufgegeben. Nicht
die nationale Identität.
>> Auseinandersetzungen wie unserer hier zu tun. (Imho) nicht aber mit
>> Sonnenwendfeiern, Fahnen, Farben, kriegslüsternen Liedern,
>> Xenophobie etc.
> übertrieben). Im gleichen Atemzug Xenophobie? Diese Auflistung
> möchtest Du nicht als logische Folge definiert wissen, oder doch?
nicht als _logische_. Als reale.
>> Die Lösung kann aber doch deshalb nicht heißen: "In Irland, Korsika,
>> Baskenland, Tschetschenien, Armenien, Kurdistan, Osttimor etc. gibt
>> es nationale Konflikte, deshalb sind nationale Konflikte normal und
>> ein Naturgesetz. Geichsam die 'normative Kraft des faktischen'."
> Du gehst gerne mit Deiner Bildung hausieren (genau das meinte ich
> natürlich), gelle?!Abgesehen davon, dass Du in Deiner Aufzählung
> unzulässigerweise verschiedene Konfliktursachen in einen Topf
> schmeisst
Über die Ursachen hatte ich an sich noch nichts gesagt. Aber allen sind
nationalistische Motive gemein.
> , ist es dennoch so, dass man sich vielleicht verschiedenen
> menschlichen "Normalitäten" beugen muss.
Es gibt 'menschliche Normalitäten' die man nicht dulden _darf_. Ein
Blick z.B. in das StGB hilft weiter. Manchen muß man sich
analdererseits sicher beugen. Als denkender Mensch darf man sie aber
nicht noch fördern.
> Man kann ja nun leider nicht
> davon ausgehen, dass alle Menschen so hochgebildet, weltoffen,
> tolerant und dergleichen mehr sind, wie leider nicht mal in
> Deutschland ein Grossteil der Bevölkerung, sondern nur die
> Allerwenigsten.
Was ich in diesem Falle weniger als Pragmatismus denn als Fatalismus
bezeichnen würde.
> Als geborener Idealist kann Du natürlich wie
> DonQuichote den Kampf gegen die Windmühlen antreten. Aber wäre es
> nicht einfacher, den Menschen ihren angeborenen Willen einfach zu
> lassen und Experimente wie die künstliche und erzwungene Erschaffung
> multiethnischer Staaten (Bsp. Ex-Jugoslawien) sein zu lassen.
Zwei verschiedene Paar Schuhe... Dort (auf dem Balkan) ist ein solcher
Fall, in dem man aus pragmatischen Gründen sicherlich zunächst eine
natinale Autonomie überlegen muß. Hier (in Europa) haben wir einen
anderen, in dem ein gewisser Konsens der Völker besteht, der die
Aufgabe bestimmter alter nationaler Ressentiments erlaubt.
> Sag mir
> einen solchen Staat, in dem es nicht kracht!
Deutschland. Deine Argumentation gleicht fatal der des Bürgertums vor
der Reichsgründung 1871. Waren es nicht die Burschenschafter, die das
damals bekämpft haben?
> Selbst im aufgeklärten
> Deutschland haben wir genug Probleme damit.
Wo?
> Das sind einfach alles
> keine Dauerlösungen.
Deutschland einig Vaterland - keine Dauerlösung? Wird Bayern souverän?
> Wäre es nicht einfacher, zu versuchen, dieses
> Konfliktpotential zu umgehen, anstatt der Welt mit multinationalen
> Streitkräften zu demonstrieren, dass sie sich alle gefälligst zu
> verstehen haben!?
Das ist (zum Teil) der andere Schuh.
>> haben vor Jahren in Nordirland als Wandervögel befreundete englische
>> Pfadfinder mit zu einem Treffen mit einer nordirischen Katholischen
>> Pfadfindergruppe genommen. Beide Gruppen haben das vorher nicht
[..]
> Aber inwiefern lässt sich so etwas übertragen auf grössere
> Dimensionen?)
Bei den 'VN' (wie Joschka Fischer es endlich treffend bezeichnet ;-))
zum Beispiel. Nicht immer, aber immer öfter. Auch unser 'nordirisches
Experiment' hätte schiefgehen können. Aber hätten wir es deshalb lassen
sollen?
>> Nochmal: Es ist der falsche Weg, dem Nationalismus 'Rechnung zu
>> tragen' oder ihn gar zu institutionalisieren, nur 'weil er ja da
>> ist.'
> Es ist aber doch nicht falsch, sich zu dem zu bekennen, wozu man sich
> zugehörig fühlt.
Nein.
> Folge davon ist dann natürlich auch, die Verfolgung primär eigener
> Ziele und nicht irgendwelcher europäischer, mit denen sich ausser in
> Deutschland eh kaum einer identifizieren kann und will.
komisch. Warum habe ich da in Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg,
ja mittlerweile auch England und der Schweiz (!) einen anderen Eindruck?
>> Oh, doch. Die gibt es immer noch. Wir haben einen ganzen Ordner voll
>> mit 'verwunderter' Korrespondenz...
> Das ist waffenstudentisches Brauchtum und hat nichts mit Satisfaktion
> zu tun!Ausserdem würden mich die Verbindungen interessieren, die
> meinen, sich vor Euch verwundern zu müssen. Das ist gänzlich albern.
mich 'verwundert' das ja auch ;))
> Das funktioniert nur bei Bünden mit schlagendem Prinzip und selbst
> bei denen ist das schon lange nicht mehr selbstverständlich, auf
> gewisse waffenstudentische Gebräuche zu reagieren (LEIDER!). Aber das
> mit Satisfaktion zu verwechseln ist fast noch alberner.
Ich bin nicht der Hüter waffenstudentischer Terminologie (wie auch?
;-)). Die beagten Briefe haben wir bekommen, nicht geschrieben. Die
Krönung war eine Burschenschaft in Kiel, die es verwundert hat, daß
einem unserer Gesellschaftsbrüder nach unserem Besuch in deren Garten
das Bier aus dem Gesicht (dummerweise direkt auf die Gartenzwerge (!))
gefallen ist. Na ja, vielleicht verstehst Du ja mein amüsiertes
Kopfschütteln ;)
>> Das sag den Leuten, die das anders sehen. Ich finde, Pilsbier
>> reinigt immer noch am besten, was und wen auch immer.
> Ja, ja, Pils gehört in den Magen und nicht an den Fuss.....
Wobei es da auch schonmal landen kann, wenn man (sich) nicht vorbeugt ;)
Am 01.10.99 schrieb Michael Kurr an All:
> Wenn nur 3 von 30 aussteigen, kann das nicht so hart sein.Bei uns
> sieht das (leider) genau umgekehrt aus :-,( Gruss, Michael
oups. Bei dieser Quote sollte man imho aber ins Grübeln kommen. Mit
Härte hat es aber garantiert nichts zu tun. Tatsächlich stehe ich auf
dem Standpunkt, daß die Weicheier weniger Bindung erreichen und damit
auch höhere Austrittsquoten haben.
Das soll nicht heißen, daß _Ihr_ Weicheier seid. Es kann auch andere
Gründe haben.
Am 01.10.99 schrieb Pfarrer Hartmut Bartmuss an All:
> Hannover. ISBN 3-7859-0772-9 Wer drankommt, kann auch einmal bei
> Lenin über Nationalitätenpolitik nachlesen, was ich als sachlichen,
> wissenschaftlichen Hinweis zum Thema verstanden wissen
> möchte.Belehrungen über Lenin brauche ich nicht.-
kommt man da auch nicht ran? Es ist manchmal schon putzig; Da studiert
man Geschichte und wenn man für einen Aufsatz eine Passage aus 'Mein
Kampf' braucht, stellt man fest, daß wir Deutschen dafür 'nicht reif'
sind. Kein Wunder, wenn manche Bücher und ihre Schreiber irgendwann
Märtyrerstatus erlangen.
> kommt man da auch nicht ran?
Moin Christoph
Doch , bei Dietz gibt es sicher noch günstige Restposten und in
Unibüchereien dürfte es kein Problem sein. Aber ich kenne natürlich
nicht die Bestände.
Gruß
Hartmut Bartmuß
Hallole !
: ad 2 ist zu sagen und auch unwidersprochen, daß es ein gewisses Maß
: (ich behaupte, es ist eine Mehrheit der Burschenschaften, andere
: sprechen von '5 Prozent') von Verbindungen in Deutschland verdeckt oder
: offen brauner Gesinnung sind. Ich habe dazu nicht mehr bemerkt, als daß
"Mehrheit der Burschenschaften" ?!
Welcher? In der DB? NDB? SB? RKDB? SK? ...
Sollte dieser Vorwurf fuer die DB gelten, dann seist
Du hiermit aufgefordert, diese unglaublich gewagte
These zu beweisen, oder solche Aussagen in der
Oeffentlichkeit besser zu unterlassen.
Dumme Sprueche wie aus dem AStA-Info, und
das von einem Korporierten ... :-{
Danke für die Erinnerung. Ich zutiefst betroffen. Ehrlich.
Gruß,
Franz v/o Cai R-S! Nm! [CV]
--
Dipl.-Chem. Franz S. Borgerding | Drogen sind böse,
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH | Sex ist verwerflich und
franz.bo...@itc-cpv.fzk.de | die Welt ist eine Scheibe.
> Am 01.10.99 schrieb Michael Kurr an All:
>
> > Wenn nur 3 von 30 aussteigen, kann das nicht so hart sein.Bei uns
> > sieht das (leider) genau umgekehrt aus :-,( Gruss, Michael
>
> oups. Bei dieser Quote sollte man imho aber ins Grübeln kommen. Mit
> Härte hat es aber garantiert nichts zu tun. Tatsächlich stehe ich auf
> dem Standpunkt, daß die Weicheier weniger Bindung erreichen und damit
> auch höhere Austrittsquoten haben.
>
Genau das Umgekehrte ist m.E. der Fall. Zwar fallen wir auch schon bei
den Keilgesprächen mit der Tür ins Haus, von wegen Zeitaufwand und
so(Lügen bringt nichts, sie werden es ja im Zweifelsfall ohnehin merken),
aber den Meisten wird es dann irgendwann eben doch zuviel. Wir haben eine
extrem kleine Aktivitas und als Folge dessen aussergewöhnlich viele
Aktivsemester. Die Ausspringerei hat mit mangelnder Bindung meist nichts
zu tun. Abgesehn davon sind die grössten Verbindungen die ich kenne,
diejenigen, die am wenigsten von ihren Mitgliedern erwarten. Ich kenne
CV's (die riesig sind), da muss nicht mal jeder eine Charge belegt
haben..... da fällt mir schon nicht viel zu ein.
> Das soll nicht heißen, daß _Ihr_ Weicheier seid. Es kann auch andere
> Gründe haben.
>
Deine anderen Gründe möchte ich jetzt glaub ich gar nicht wissen. Reicht
schon, dass Du mich an anderer Stelle als real Xenophob
hinstellst......aber nichts für Ungut - an sowas gewöhnt man sich - wie
schon gesagt, man muss nicht immer an allem Anstoss nehmen.
> gruss,
> christoph
> (auch nach der 'reform' mit 'ph')
>
Gruss, Michael
Dann ist ja gut. Wann kommt Besserung?
Hallole !
:>> Ich habe Dir schon seit langem gesagt, dass Du scheisse bist.
: FSB> Danke fuer die Erinnerung. Ich zutiefst betroffen. Ehrlich.
: Dann ist ja gut. Wann kommt Besserung?
.:\:/:.
.:\:\:/:/:.
:.:\:\:/:/:.: DO
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'=(\ 9 9 /)=' FEED
( (_) ) THE
/`-vvv-'\ TROLLS!
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WW( ( ) )WW
__\,,\ /,,/__
(______|______)
danke für Deine Kritik.
Wir arbeiten daran, besser zu werden. Die ersten beiden Ausgaben waren so
mehr oder weniger eine Testfassung. Darum haben wir ja bislang auch nicht so
richtig geworben. Banner oder Flyer sind bislang noch nicht unterwegs.
Derzeit sind aufgrund von Ferien, Urlaub und Examen, nahezu alle Schreiber
irgendwie anders beschäftigt. Wir machen ab Montag eine Pause bis Ende
Oktober. Dann startet bei uns das Semester und die Examensklausuren sind
dann auch vorbei . . .
>Ich habe mich in die Seite einmal reingklickt (durchblättern kann man's
>ja schlecht)
Wie meinst Du das denn? Wie so kannst Du denn nicht blättern?
, und fand den Kram fad: Texte geben nix her, Grafiken
>plump, kurz: Nicht der Rede wert.
Die Texte sind sicher Geschackssache. Punkt an Dich. Aber was ist an den
Grafiken nicht OK?
>Offensichtlich ist Provokation deren einzige Masche, um Publikum zu
>ziehen. Zuerst der Titel, jetzt offenbar eine schlechte Satire...Fazit:
>Bandbreitenverschwendung.
Schau einfach noch mal Ende des Monats rein . . .
Gruß Michael
http://www.obotritia.de/
http://www.studentischer-beobachter.de/