Siehe:
http://www.ksta.de/bonn/627394.html
---->>>>
Koelner Stadtanzeiger, Rubrik "Bonn", 18.07.2000
Überfall
Mit Flasche und Knüppel zugeschlagen
Bonn - Mit einer Glasflasche und einem Holzknüppel droschen fünf unbekannte
Täter in der Nacht zu Sonntag auf zwei Besucher einer
Burschenschafts-Veranstaltung in der Südstadt ein und verletzten die beiden
71 und 39 Jahre alten Männer am Kopf.
Wie die Polizei gestern berichtete, verließen die beiden Männer gegen 0.30
Uhr das Haus der Burschenschaft an der Johannes-Henry-Straße und gingen in
Richtung Kaiserstraße davon. Bereits nach wenigen Metern traten die Täter
ihnen in den Weg und schlugen unvermittelt auf ihre Opfer ein. Anschließend
flüchteten sie in Richtung Kaiserstraße.
Die beiden Verletzten wurden ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die
Täter sind nach wie vor flüchtig. Die Polizei hält aufgrund der Umstände der
Tat einen politischen Hintergrund nicht für ausgeschlossen.
DieStaatsschutzabteilung der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. In den
vergangenen Jahren waren auch Häuser von Burschenschaften immer wieder Ziel
politisch motivierter Attacken.
---->>>>
Der Adresse nach handelt es sich vermutlich um die
Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks (DB), siehe:
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
* "Breathe life into this feeble heart, lift this mortal veil of fear. *
* Take these crumbled hopes, etched with tears, we'll rise above these *
* earthly cares. Cast your eyes on the ocean. Cast your soul to the sea. *
* When the dark night seems endless - please remember me." (L. McKennitt) *
> Der Adresse nach handelt es sich vermutlich um die
> Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks (DB), siehe:
In der Tat handelt es sich um zwei Bundesbrueder von mir, die noch bis in die
fruehen Morgenstunden im Krankenhaus behandelt werden mussten. Es ist ja schon
schlimm genug, daß Steine auf bzw. in Haeuser fliegen, dass aber die "Toleranz"
soweit geht, gegen aeltere, wehrlose Menschen in Ueberzahl von hinten
loszugehen, stimmt mich arg bedenklich. In was fuer einer Welt leben wir denn?
Karsten Smeets Z! Z!
--
_____________________________________________________
Dipl.-Phys. Karsten Smeets
Lehrstuhl f"ur Pulvertechnologie von Glas und Keramik
Universit"at des Saarlandes
Im Stadtwald, Geb"aude 43
D-66123 Saarbr"ucken
Tel.: (0681) 302 - 5234
Fax : (0681) 302 - 5227
http://www.uni-saarland.de/fak8/powdertech
Hannes Gnad zitierte:
> Bonn - Mit einer Glasflasche und einem Holzknüppel droschen fünf unbekannte
> Täter in der Nacht zu Sonntag auf zwei Besucher einer
> Burschenschafts-Veranstaltung in der Südstadt ein und verletzten die beiden
> 71 und 39 Jahre alten Männer am Kopf. [...] Die Polizei hält aufgrund der Umstände der
> Tat einen politischen Hintergrund nicht für ausgeschlossen.
> DieStaatsschutzabteilung der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. In den
> vergangenen Jahren waren auch Häuser von Burschenschaften immer wieder Ziel
> politisch motivierter Attacken.
Waere hier nicht einmal von Jens Bolten, Stefan Peters, etc. eine
Distanzierung von diesen Tätern angebracht?
Ich hab hier noch nichts in dieser Richtung gelesen, was mich ja fast
zu der Vermutung kommen laesst, dass die oben zitierte Tat von diesen
Leuten gutgeheissen wird.
Im uebrigen ist das Presseecho auf diese Tat doch wirklich aeusserst
schwach gewesen, wenn ich es mit dem Echo auf aehnliche rechtsextrem
motivierte Straftaten vergleicht.
Viele Gruess
Juergen Z!
L! Makaria Braunschweig
--
-------------------=======######======-------------------
Juergen Drees 38100 Braunschweig
Hallole !
>> DieStaatsschutzabteilung der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. In den
>> vergangenen Jahren waren auch Häuser von Burschenschaften immer wieder Ziel
>> politisch motivierter Attacken.
> Waere hier nicht einmal von Jens Bolten, Stefan Peters, etc. eine
> Distanzierung von diesen Tätern angebracht?
Denke nicht. Bevor mir das Gegenteil nicht bewiesen wird, nehme
zumindest ich von jedem Diskussionspartner, auch hier, direkt an,
dass sie wie ich prinzipiell jegliche Gewalt als Form der Aus-
einandersetzung ablehnen.
> Ich hab hier noch nichts in dieser Richtung gelesen, was mich ja fast
> zu der Vermutung kommen laesst, dass die oben zitierte Tat von diesen
> Leuten gutgeheissen wird.
Nein. Schweigen heisst nicht automatisch "Zustimmung", dieser
Schluss ist (gerade in Newsgruppen) nicht zulaessig.
> Im uebrigen ist das Presseecho auf diese Tat doch wirklich aeusserst
> schwach gewesen, wenn ich es mit dem Echo auf aehnliche rechtsextrem
> motivierte Straftaten vergleicht.
Ja, das ist wahrlich bitter. Brandschlaege auf Haeuser und Ueberfaelle
dieser Art muessen wohl erst Todesopfer fordern, bis die Medien
aufwachen. Allerdings passieren solche "kleinen" Schlaegereien in
Deutschland jeden Tag etliche Male, eine Sondersendung darf man fuer
sowas noch nicht erwarten.
Juergen Drees wrote:
> Waere hier nicht einmal von Jens Bolten, Stefan Peters, etc. eine
> Distanzierung von diesen Tätern angebracht?
Einmal kann mensch sich nur von Leuten distanzieren, die einem mehr oder
minder nahestehen - bei unbekannten Täterinnen oder Tätern dürfte dies
wohl naturgemäß schwer fallen. Zum anderen habe ich hier nun wohl schon
oft genug geschrieben, was ich von Gewalt als Mittel der politischen
Auseinandersetzung halte.
> Im uebrigen ist das Presseecho auf diese Tat doch wirklich aeusserst
> schwach gewesen, wenn ich es mit dem Echo auf aehnliche rechtsextrem
> motivierte Straftaten vergleicht.
Soweit ich das aus diesem kurzen Zitat beurteilen kann war's eine
Körperverletzung, wie sie aus den unterschiedlichsten Motiven jeden Tag
und überall vorkommen kann und auch regelmäßig vorkommt - wenn jede
solche Tat ein besonders Medienecho finden würde, dann wäre in Deiner
Zeitung kaum noch Platz für andere Nachrichten.
Das ohne besonderen Anlaß sofort der Staatsschutz die Ermittlungen
übernommen hat zeigt aber, daß die Polizei bei Straftaten, bei denen ein
linksextremistischer Hintergrund vorhanden sein könnte nicht anders
vorgeht als bei Staftaten mit vermeintlichem oder tatsächlichem
rechtsextremem Hintergrund.
Ciao
Jens
--
Jens 'Jurassic' Bolten //// email: Jens....@post.rwth-aachen.de
Maxstr. 8, 52070 Aachen (@,@) Am Haus Luetz 38, 41066 Moenchengladbach
(0241)542186------------o---o-----------------------------(02161)630918
WWW: http://www.jensbolten.de
Dream on. Charakteristisch für das Verhältnis von tätigen (Proto-)Faschisten
und deren Apologisten ist, daß der Apologist/Einheizer sich immer im
nicht-handgreiflichen herumtreibt, sich daher nie persönlich verantwortlich zu
fühlen braucht. Die Schmalspur-Streichers, -Scheels, und -Schirachs der Nazis
und Neonazis würden wohl auch nie im Traum daran gedacht haben, sich von
Angriffen auf jüdische Mitbürger, deren Eigentum, oder ander Minderheiten zu
distanzieren.
J. Christoph Amberger
Lieber Jürgen, ich und weitere 80 Mio Bundesbürger müssen nicht überall und zu
jedem Vorfall was sagen, oder? Zumal die Täterschaft nach wie vor ungeklärt
ist.
Also, halt den Ball flach!
Gruß
Stephan
Nach der Logik braeuchte sich aber so gut wie kein Mitglied einer
Studentenverbindung von irgendetwas zu distanzieren. Praktische Beispiel:
in der Burschenschaft Olympia Wien lebt der braune Sumpf munter weiter -
warum sollen sich dann DB-Burschenschafter aus XY, die mit den
Oesterreichern nicht den geringsten persoenlichen Kontakt haben, davon
distanzieren?
Oder: warum sollen sich dann generell Verbindungsstudenten von den braunen
Umtrieben 1933-1945 distanzieren, sie haben doch absolut nichts damit zu
tun?
Dass Du persoenlich Gewalt ablehnst, habe ich wohl schon mitbekommen.
Leider denken viele Verbindungsgegner und -hasser nicht so und denken sich
im Stillen "naja, jetzt haben die Burschis mal schoen eins aufs Maul
bekommen" und freuen sich. Im naechsten Moment wird dann aber darauf
herumgeritten, dass sowieso alle verkappte Nazis seien, weil sie sich nicht
jeden Tag und in aller Deutlichkeit von rechtslastigen Burschenschaften
absetzen (obgleich diese evtl. sowieso ignoriert werden). Diese Sache ist
also leider etwas zwiespaeltig.
MfG,
Ch. Bluemer
kang...@aol.com (Kang1702) writes:
>Also, halt den Ball flach!
Oder was ?
Koenntest Du Dir diesen pseudocoolen Strassenjargon sparen ?
Irritiert
Christoph Weber-Fahr
--
--
Christoph Weber-Fahr | E-Mail: we...@rhrk.uni-kl.de
-------------------------- My personal opinion only ---------------------
Jens Bolten schrieb:
> Juergen Drees wrote:
> > Waere hier nicht einmal von Jens Bolten, Stefan Peters, etc. eine
> > Distanzierung von diesen Tätern angebracht?
> Einmal kann mensch sich nur von Leuten distanzieren, die einem mehr oder
> minder nahestehen - bei unbekannten Täterinnen oder Tätern dürfte dies
> wohl naturgemäß schwer fallen.
Dann darf sich aber "mensch" auch nicht wundern, wenn ihm eine gewisse
Naehe zu den Taetern unterstellt werden kann. Denn genau so eine
Distanzierung verlangst Du in jedem dritten Satz von allen
Verbindungsstudenten gegenueber irgendwelchen Rechtsaussen.
Ich wollte Dir mit der Aufforderung zur Distanzierung nur einmal
deutlich machen, wie unsinnig Dein und anderer Verlangen auf
Distanzierung von irgendwelchen, diesen Leuten meisten ebenfalls nicht
nahestehenden Personen ist.
> Zum anderen habe ich hier nun wohl schon
> oft genug geschrieben, was ich von Gewalt als Mittel der politischen
> Auseinandersetzung halte.
Das stelle ich ueberhaupt nicht in Abrede. Du verlangst aber doch auch
immer von anderen ein Vorgehen gegen rechts. Also kann ich von Dir
auch ein direktes Vorgehen gegen links erwarten.
> > Im uebrigen ist das Presseecho auf diese Tat doch wirklich aeusserst
> > schwach gewesen, wenn ich es mit dem Echo auf aehnliche rechtsextrem
> > motivierte Straftaten vergleicht.
> Soweit ich das aus diesem kurzen Zitat beurteilen kann war's eine
> Körperverletzung, wie sie aus den unterschiedlichsten Motiven jeden Tag
> und überall vorkommen kann und auch regelmäßig vorkommt
Kann es sein, dass Du hier gerade die offensichtlich gezielte
Koerperverletzung an Korporierten zu verharmlosen versuchst?
> - wenn jede
> solche Tat ein besonders Medienecho finden würde, dann wäre in Deiner
> Zeitung kaum noch Platz für andere Nachrichten.
Wieso kommt bei dieser Begruendung dann die Koerperverletzung
gegenueber Auslaendern staendig in den Nachrichten vor. Sind das keine
normalen Menschen, wie Du und ich?
Viele Gruesse
Juergen
Der Satz ist zwar evidenter Blödsinn, erlaubt aber, daran zu erinnern,
daß die genannten eben diesen Blödsinn selbst oft von anderen verlangen.
> ...
> Soweit ich das aus diesem kurzen Zitat beurteilen kann war's eine
> Körperverletzung, wie sie aus den unterschiedlichsten Motiven jeden Tag
> und überall vorkommen kann und auch regelmäßig vorkommt - wenn jede solche
> Tat ein besonders Medienecho finden würde, dann wäre in Deiner Zeitung
> kaum noch Platz für andere Nachrichten.
Das waere dann die durchschnittliche 10Uhr-Abendausgabe der Lokalnachrichten
im US Fernsehen. Zumindest hier in Houston: Nur Mord und Totschlag!
Brandstiftung sorgt da fast schon fuer Abwechslung.
Trotzdem: Als jetzt am Wochenende (oder so) dieser Ueberfall auf die zwei
Afrikaner stattfand, da war's doch auch "nur" Koerperverletzung, gell?
Vergleiche die Medienreaktion! Irgendwelche Unterschiede auffaellig??
> ...
> Lieber Jürgen, ich und weitere 80 Mio Bundesbürger müssen nicht überall und zu
> jedem Vorfall was sagen, oder?
Hmm, okay, gekauft. Nur warum muessen andersherum tausende FDGO-demokratischer
Korporierter sich automatisch von den Missgriffen einer Handvoll Braun-Buxen
distanzieren, anderfalls sich eben diese Tausende automatisch selbst zu
Mit-Braun-Buxen deklarieren? Kannst Du mir das mal in einfachen Worten erklaeren?
Kurze Erklärung:
Weil es nachweisbar Mitglieder in der DB gibt (und nur von der spreche ich
jetzt hier), die auch Mitglieder in Parteien wie den "Republikanern" und vor
allem in der NPD sind, von denen sich die DB weder trennen will noch kann
(Hannes Version). Weiterhin gibt es nachweisbar Kontakte in noch agressivere
Gruppen. Da also die DB als Vorreiter im Vertreten rechten Gedankenguts ist,
weiterhin Mitglieder hat, die rechtsextremen Parteien angehören - und von daher
eine Versammlung Rechtsradikaler am Burschenschafterdenkmal nach der Verfolgung
zweier "Nichtdeutscher" m. E. kein Zufall ist - sehe ich die DB schon in die
Pflicht genommen, sich zu derlei Vorkommnissen mal zu äußern. Aktivitäten wie
der der Burschenschaft Rheinfranken, Danubia München, Libertas Aachen oder auch
der Dresdensia-Rugia (es gibt och mehr) bereiten nämlich den Dumpsfaschisten
das Feld.
Gruß Stephan Peters
Christoph Bluemer wrote:
> in der Burschenschaft Olympia Wien lebt der braune Sumpf munter weiter -
> warum sollen sich dann DB-Burschenschafter aus XY, die mit den
> Oesterreichern nicht den geringsten persoenlichen Kontakt haben, davon
> distanzieren?
Weil sie im gleichen Dachverband stecken, mit der Olympia Wien also in
einem organisatorischen Zusammenhang sind.
> Oder: warum sollen sich dann generell Verbindungsstudenten von den braunen
> Umtrieben 1933-1945 distanzieren, sie haben doch absolut nichts damit zu
> tun?
Weil sie ggf. Mitglied einer damals (negativ) handelnden Verbindung
sind.
>
>> Weil es nachweisbar Mitglieder in der DB gibt (und nur von der spreche ich
>> jetzt hier), die auch Mitglieder in Parteien wie den "Republikanern" und vor
>> allem in der NPD sind, von denen sich die DB weder trennen will noch kann
>> (Hannes Version).
>
>es gibt nachweisbar mitglieder des staates brd, die verbrecher sind.
>na und? was kann ich dafür?
>
Moin auch,
sorry, aber ist das jetzt nicht etwas unter unserem Niveau ??
Ich habe keinen Einfluß auf z.B. Herrn Drach, aber auf die Mitglieder
der Verbände, denen ich angehöre (und sei es der
Kaninchenzüchterverband) habe ich schon Einfluß.
Und nochmal (für Ösis ;-)): Wenn mein Kaninchenzüchterverband auf
einmal anfängt, mit Kinderpornos zu handeln, muß ich etwas
unternehmen, sonst mache ich mich (zunindest moralisch) mitschuldig.
Und wenn das, was ich unternehme, als letzte Konsequenz der
distanzierende Austritt ist. Besser wäre es natürlich, die
Pornohändler aus dem Verband auszuschließen und wieder Kaninchen zu
züchten...........
Gruß von der Ostsee
Hanjo Grüßner Z!
>
>vergleiche es mit der uno. ich bin ösi, ösiland ist in der uno, manche
>uno-mitglieder werden von verbrechern regiert. ich als ösi habe so gut
>wie keinen einfluß darauf, was andere uno-mitglieder anrichten, ich kann
>höchstens mit dem finger darauf zeigen. mehr nicht.
>
>ich wehre mich einfach nur gegen den umkehrschluß n -> 1 nur weil 1 aus
>n scheiße baut.
Da muß doch was dran sein an den Geschichten mit den Ösis........
Zuweilen verzweifelte selbst Homer..:-))
Liber Grisu, nur weil es in anderen gesellschaftlichen Gruppierungen genauso
mies abläuft wie in der DB, wird der "Tatbestand" nicht besser.
Die DB als freiwilliger (!!!) Zusammenschluß von Korporationen hätte m. E.
durchaus die Pflicht und die Aufgabe sich von Bünden/Personen zu trennen, die -
sagen wir mal der politischen "Sittlichkeit" nicht entsprechen.
Tut die DB dies nicht, wird sie zurecht kritisiert und angegangen.
Gruß Stephan
und von daher
> eine Versammlung Rechtsradikaler am Burschenschafterdenkmal nach der Verfolgung
> zweier "Nichtdeutscher" m. E. kein Zufall ist - sehe ich die DB schon in die
> Pflicht genommen, sich zu derlei Vorkommnissen mal zu äußern.
Sehr richtig, ich habe zu solch distanzierenden Äußerung gestern die
Vors. B!, den Pressesprecher der DB und den Schriftleiter der BBl.
aufgefordert.
Anlass war die Entdeckung einer Verlinkung zur DB auf einer braunen
Website. Leider gibt es aber auch eigentümliche Verlinkungen auf den
Seiten mancher B!
Aktivitäten wie
> der der Burschenschaft Rheinfranken, Danubia München, Libertas Aachen oder auch
> der Dresdensia-Rugia (es gibt och mehr) bereiten nämlich den Dumpsfaschisten
> das Feld.
Darum Michael Augustin: Es wird immer schwieriger, den Kopf in den Sand
zu stecken.
Gruß
Hartmut Bartmuß
> es gibt §§ die den ausschluß von bünden in der db behandeln.
> genauso wie es §§ gibt, die einen verbot dieser bünde nach sich ziehen
> könnten.
Die DB kann doch nicht ernsthaft Buende verbieten? Oder meinst du beim
ersten Mal $$ aus der Satzung der DB und beim zweiten Mal das BGB?
Bin hier etwas irritiert.
mfg
Merlin Z!
B! Germania-Charlottenburg zu Giessen
http://www.germania-charlottenburg.de/
> > Oder: warum sollen sich dann generell Verbindungsstudenten von den braunen
> > Umtrieben 1933-1945 distanzieren, sie haben doch absolut nichts damit zu
> > tun?
> Weil sie ggf. Mitglied einer damals (negativ) handelnden Verbindung
> sind.
Und Du distanzierst Dich von allen Mitgliedern Deiner auch entfernteren
Verwandschaft, die sich damals nicht Deinen heutigen Wertmassstaeben
entsprechend benommen haben? Gut, bei Verbindungen handelt es sich um
Wahlverwandschaften, also formen wir das Ganze passend um - Du distanzierst Dich
von den Mitgliedern der Verwandschaft Deiner Freundin, die damals "negativ
handelten"? Ehrlich?
SCNR, couleurstudentische Gruesse,
Mechthild
Juergen Drees wrote:
> Dann darf sich aber "mensch" auch nicht wundern, wenn ihm eine gewisse
> Naehe zu den Taetern unterstellt werden kann.
Zu /welchen/ Täterinnen und Tätern? Im besagtem Fall sind sie unbekannt.
Stehe ich jetzt jeder und jedem Unbekanntem nahe?
> Denn genau so eine Distanzierung verlangst Du in jedem dritten Satz von
> allen Verbindungsstudenten gegenueber irgendwelchen Rechtsaussen.
Belege?
> Das stelle ich ueberhaupt nicht in Abrede. Du verlangst aber doch auch
> immer von anderen ein Vorgehen gegen rechts.
Das ist so pauschal schlicht falsch. Ich verlange, daß diejneigen, die
organisatorisch mit "Rechten" zusammenhängen und -arbeiten, also
beispielswiese die DB-Burschenschaften, etwas gegen die Rechten in ihren
eigenen Reihen unternehmen.
> Also kann ich von Dir auch ein direktes Vorgehen gegen links erwarten.
Wer sagt Dir, daß die Täterinnen oder Täter "Linke" waren? Vielleicht
hatten sie's auch nur auf die Brieftaschen der Opfer abgesehen?
> Kann es sein, dass Du hier gerade die offensichtlich gezielte
> Koerperverletzung an Korporierten zu verharmlosen versuchst?
Nein Ich stelle nur fest, daß soetwas jeden Tag in vielerlei Situationen
- beispielsweise auch im Straßenverkehr - passiert, ohne das solche
Stradftaten ein größeres Medienecho finden.
> Wieso kommt bei dieser Begruendung dann die Koerperverletzung
> gegenueber Auslaendern staendig in den Nachrichten vor.
Kam diese Körperverletzung nicht in den Nachrichten vor? Zitierte Hannes
nicht eine ganz normale Tageszeitung, die vergleichsweise ausführlich
über diese Körperverletzungen berichtete, während (leichtere)
Körperverletzungen im Bereich des Straßenverkehrs meist nicht mal 'nen
Dreizeiler wert sind?
"Joerg F. Helzer" wrote:
> Vergleiche die Medienreaktion!
Vergleiche mal die Medienreaktionen auf jede kleinste Betriebsstörung
bei irgendwelchen Flugzeugen und speziell bei der Concorde mit der vor
dem Absturz. Oder vergleich mal die Medienreaktion auf jede kleinste
Störung im Bahnbetrieb nach dem Eschede-Unglück mit der Zeit davor oder
mit der aktuellen Berichterstattung.
Vor ein paar Tagen gab's einen Bombenanschlag mit zehn z.T. schwer
verletzten Personen, bei dem ein rechtsextremistischer Hintergrund nicht
unwahrscheinlich ist. Das nach einer solchen Tat das Medienecho auf
alles, was einen ähnlichen Hintergrund wie diese Tat haben könnte
besonders groß ist ist IMHO völlig normal.
> Irgendwelche Unterschiede auffaellig??
Nicht wirklich. Gäbe es in diesem Land im Schnitt an jedem Tag ein bis
zwei Körperverletzungen mit korporierten Opfern, dann gäbe es auch ein
ähnliches Medienecho.
Mechthild Winkelmann wrote:
> Und Du distanzierst Dich von allen Mitgliedern Deiner auch entfernteren
> Verwandschaft, die sich damals nicht Deinen heutigen Wertmassstaeben
> entsprechend benommen haben?
Da gibt's meinem Wissen nach wenig, von dem ich mich distanzieren müßte
und einiges, auf das mensch durchaus ein klein wenig stolz sein kann.
:-)
> Gut, bei Verbindungen handelt es sich um Wahlverwandschaften, also formen
> wir das Ganze passend um - Du distanzierst Dich von den Mitgliedern der
> Verwandschaft Deiner Freundin, die damals "negativ handelten"?
Wenn ich von solchen Handlungen Kenntnis hätte? Durchaus, ja.
> > Irgendwelche Unterschiede auffaellig??
> Nicht wirklich. Gäbe es in diesem Land im Schnitt an jedem Tag ein bis
> zwei Körperverletzungen mit korporierten Opfern, dann gäbe es auch ein
> ähnliches Medienecho.
Ach ja? Gaebe es irgendwas das sich an jedem Tag ein bis zwei mal
einstellt, gaebe es nach kurzer Zeit auch keinen Ton von den Medien mehr:
Das waere dann naemlich ein alter Hut. Beispiel: Verkehrsunfaelle im
Allgemeinen (grosse spektakulaere mal ausgenommen) werden auch nicht
erwaehnt: Fuer Blechschaeden und Knochenbrueche interessiert sich halt
keine Sau - da muessen schon Tote her.
Der Grund ist ein anderer: Angriffe auf Korporierte
betreffen/interessieren nur eine verschwindende Minderheit unter Lesern,
naemlich Korporierte und die oertliche selbsternannte AntiFa/Autonome. Bei
Angriffen aus dem rechtsextremen Spektrum ist es hingegen aeusserst einfach
fuer die Medien in grossem Rahmen "Betroffenheit" (wie geheuchelt auch
immer) von allen "oeffentlichen" Seiten einzusammeln und zu publizieren.
Welche von diesen beiden news produziert wohl "Auflage"?
> siehst du, mitdenken, beim lesen hilft ungemein.
>
Drueck dich doch einfach von vorn herein klar aus... hilft ebenfalls.
Rainer
kang...@aol.com (Kang1702) writes:
>Tut die DB dies nicht, wird sie zurecht kritisiert und angegangen.
<rant>
Das ist in der Theorie so.
Die Praxis ist anders. In der Praxis haben Du und Deine Gesinnungsgenossen
zur Hetzjagd auf Konservative aller Schattierungen geblasen.
Durch jede Art von plakativer Distanzierung (wie m.E auch diese
unsaegliche Marburger Erklaerung, die eigentlich nur Unverstaendnis
ausloeste) spielt man Euch dabei nur in die Haende - wo viel Rauch
ist - so die Idee - da wird schon Feuer sein.
Da wird man als RCDSLer zum Nazi, da wurde 'Deutschland besteht in
den Grenzen von 37' schon als rechtsradikal gebrandmarkt als es noch
Rechtsauffassung der Bundesregierung war, da ist jede Art von
konservativer Nachdenklichkeit wider den Zeitgeist ewiggestrig,
da erhalten an sich untadelige Wissenschaftler Denk- oder Redeverbote
(wie war das noch mit jener Dame, die die regional unterschiedlichen
Ergebnisse von Intelligenzstudien erwaehnte), die eigene Nationalhymne
wird zum Ausweis politischen Verbrechertums hochstilisert - die Liste
ist beliebig fortsetzbar.
Ihr Typen schwingt die Faschismuskeule schon _so_ lange, und ihr habt sie
schon _so_ unsaeglich missbraucht und abgenuetzt, wenn heute Adolf
hoechstselbst durch die Tuer traete, man wuerde Euer Geschrei dies-
bezueglich trotzdem nicht ernstnehmen.
Und das allerkrasseste ist - nun sind Eure Oberlinken also in Form von
Joschka und Otto an der Regierung, und sie bescheren uns Abhoergesetze,
Internetzensur, Softwarepatente, Wassenaar-Verlaengerung, Rundfunkgebuehren
auf Festplatten, you name it.
Das Ganze geht ohnehin nur noch als Realsatire durch.
Die Haelfte von dem haette sich die ach so rechte Vorganegerregierung
nicht getraut, und fuer die andere Haelfte hat sie von Euch so nach-
druecklich Pruegel bezogen das man heute seinen Augen kaum traut.
Kang, Kumpel, hoer auf hier Scheisse zu blubbern. Wenn Du mal an die
Regierung kommst dann wirst auch Du dein kleines Fascho-Abhoergesetz
machen, oder vielleicht ne Runde Emailzensur, oder Du verlaengerst
das Urheberrecht auf 150 Jahre nach dem Tod, damit Disney auch 2100
die Maus noch verkaufen darf, oder Du erklaerst das Zitieren
von Politiker-Reden ohne Genehmigung des Verfassers fuer illegal nach
dem Urheberecht, oder verbietest uns das Pfeiffen von Songs die Deinem
Genossen Mohn von Bertelsmann Music gehoeren.
</rant>
So, das musste mal sein. Es ist mir ohnehin unklar warum linke Moechtegern-
Faschisten heiliger sind als rechte.
Gruss
Liber Christoph Weber-Fahr, Dein letzter Beitrag ist an Nicht-Differenzierung,
Pauschalisiering und peinlichen nicht belegbaren Unterstellungen nicht zu
überbieten.
Ich denke, damit hast Du Dich selbst disqualifiziert. Aber das interessiert
Dich wahrscheinlich wenig, wenn ich das hier schreibe.
Mehr interessiert Dich vielleicht, dass die meisten Repressalien des Staates
von der letzten CDU/FDP-Regierung eingesetzt worden sind. Und vieleicht
interessiert es Dich im Zusammenhang mit den Hetzjagden auf Farbige in Eisenach
und anderswo (in Marburg sind Hetzjagden und Bedrohungen der faschistischen
Szene fast alltäglich - man muß es nur zur Kenntnis nehmen) einige Leute wach
zu werden scheinen.
Jedenfalls wird erwägt, die NPD zu verbieten. Sollte das der Fall werden, wird
die DB zumindest ein Riesenproblem bekommen. Ich persönlich würtde dann nicht
ausschließen, das eine notwendige gesetzliche Regelung gegen derlei Parteien
auch Teile der DB treffen wird. Soll heißen: Wenn - und das ist nur zu
offensichtlich - die DB sich nicht in der Lage sieht, ihren Laden zu
"entbräunen", wird es früher oder später der Staat tun. Ich schließe nicht aus,
dass dann einige Bünde der DB verboten werden. Und wie sähe es dann aus, wenn
die Burschenschaft Rheinfranken als Vorsitzende der DB verboten würde?
So, jetzt kannst Du Dich meinetwegen weiter aufregen.
Gruß Stephan
Haha, habe mal wieder selten so über Deine Art gelacht.
Hauptsache Dein Weltbild ist in Ordnung. Bloß nicht nachdenken, ob z. B. gerade
die DB, nachweisbar einige Bünde, die Wegbereiterin des neuen (?)
Dumpf-Faschismus in Deutschland ist. Auch das hatten wir schon einmal, gelle?
Hallole !
> Jedenfalls wird erwägt, die NPD zu verbieten. Sollte das der Fall werden, wird
> die DB zumindest ein Riesenproblem bekommen. Ich persönlich würtde dann nicht
> ausschließen, das eine notwendige gesetzliche Regelung gegen derlei Parteien
> auch Teile der DB treffen wird.
Wie das?
> Soll heißen: Wenn - und das ist nur zu
> offensichtlich - die DB sich nicht in der Lage sieht, ihren Laden zu
> "entbräunen", wird es früher oder später der Staat tun.
Die Burschenschaft hat ausreichend Erfahrung damit, wenn "der Staat"
mal wieder irgendwas politisches verbieten/mit Gewalt ausmerzen/etc.
will.
> Ich schließe nicht aus,
> dass dann einige Bünde der DB verboten werden.
Ich schon.
> Und wie sähe es dann aus, wenn
> die Burschenschaft Rheinfranken als Vorsitzende der DB verboten würde?
Wird nicht passieren - selbst wenn das Verbot der NPD kommt via
BVerfG, bis dahin geht soviel Zeit ins Land, dass die DB vorher
noch einige VorsDB erleben wird.
Mal ernsthaft:
Wenn der Staat die Notwendigkeit gesehen haette, eine studentische
Verbindung wegen politischer Abwegigkeit komplett zu zerlegen bzw.
zu verbieten, dann haette er das schon laengst getan. Denn dazu
braucht es kein Parteienverbot vom BVerfG, da reicht die Anwendung
des Vereinsrechts.
Meines Wissens nach ist das nach dem Krieg in D genau einmal
vorgekommen, bei der polizeilichen Zerlegung der "Europaburschen-
schaft Arminia Zuerich zu Heidelberg" vor einigen Jahren. Es
gab' zwar kein direktes Verbot bzw. keine direkte Aufloesung,
aber der Ermittelungsdruck war so hoch, dass diese Gruppe sich
weitgehend zerstreute. Diese "Burschenschaft" war allerdings
keine anerkannte und klassische Korporation, sondern ein sehr
seltsamer Laden.
Dokumentation unter:
http://www.uni-stuttgart.de/hilaritas/NETZ/1996/vs-bericht.html
In Oesterreich war die B! Olympia Wien eine zeitlang verboten.
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
* "Breathe life into this feeble heart, lift this mortal veil of fear. *
* Take these crumbled hopes, etched with tears, we'll rise above these *
* earthly cares. Cast your eyes on the ocean. Cast your soul to the sea. *
* When the dark night seems endless - please remember me." (L. McKennitt) *
Hallole !
> Hauptsache Dein Weltbild ist in Ordnung. Bloß nicht nachdenken, ob z. B. gerade
> die DB, nachweisbar einige Bünde, die Wegbereiterin des neuen (?)
> Dumpf-Faschismus in Deutschland ist.
Nun reicht es aber. Diese Legende mit dem "Wegbereiter des Faschismus"
der Burschenschaft zur NS-Zeit ist schon falsch, und wird nur von den-
jenigen mehr oder weniger professionellen "Kritikern" gehalten, deren
politischer Hintergrund sehr viel eindeutiger als ihre Belege sind.
Um es mal plakativ zu tippen:
Hier mit Thesen durch die Welt zu geistern, die DB seit dem Zweiten
Weltkrieg sei verantwortlich dafuer, dass die von jeglicher Buerger-
gesellschaft tief entwurzelteten Kinder des DDR-Staatssozialismus
eine rechte Jugendkultur ausbilden, und dass die von Konsum-
fetischisten und Ultraliberalen vorsaetzlich wertbefreite altbundes-
republikanische Gesellschaft sich dem nicht ausreichend entgegen
stellt, ist schon ein starkes Stueck.
> Nun reicht es aber. Diese Legende mit dem "Wegbereiter des
Genau. Schone Deine Nerven, lehn Dich entspannt zurück und steck
Kang1702 ins Killfile oder weise ihn nach dag° ein. Letzteres ist
entschieden lustiger.
Gruß,
Gerhard
Hannes Gnad <rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de> writes:
>Kang1702 <kang...@aol.com> wrote:
>> Jedenfalls wird erwägt, die NPD zu verbieten. Sollte das der Fall werden, wird
erwogen
>> die DB zumindest ein Riesenproblem bekommen. Ich persönlich würtde dann nicht
>> ausschließen, das eine notwendige gesetzliche Regelung gegen derlei Parteien
>> auch Teile der DB treffen wird.
wieso ? Die DB ist keine Partei, und von sowas ungefaehr so betroffen wie das
Rote Kreuz. Was glaubst Du wie schnell es geht, dass auch die letzte B!
'NPD-frei' ist ?
>Die Burschenschaft hat ausreichend Erfahrung damit, wenn "der Staat"
>mal wieder irgendwas politisches verbieten/mit Gewalt ausmerzen/etc.
>will.
>> Ich schließe nicht aus,
>> dass dann einige Bünde der DB verboten werden.
>Ich schon.
Man ist ja auch mit dem Verbot von Burschenschaften nun nicht gerade in
allzu honoriger Gesellschaft.
[...]
>Mal ernsthaft:
>Wenn der Staat die Notwendigkeit gesehen haette, eine studentische
>Verbindung wegen politischer Abwegigkeit komplett zu zerlegen
[...]
>Meines Wissens nach ist das nach dem Krieg in D genau einmal
>vorgekommen, bei der polizeilichen Zerlegung der "Europaburschen-
>schaft Arminia Zuerich zu Heidelberg"
Gibt es eigentlich eine nennenswerte burschenschaftliche Bewegung in
der Schweiz ?
Christoph Gruber wrote:
> ohja, ich sehe schon das triumphgeheul der verdrehten repräsentanten vor
> mir, wenn das verfassungsgericht den antrag ablehnt.
Das steht meinem Eindruck nach nicht unbedingt zu befürchten.
Die NPD bemüht sich seit Jahren und in den letzten Jahren noch verstärkt
alle im GG aufgeführten Verbotskriterien nachdrücklich zu erfüllen, und
ihr Bemühen ist in vielen Bereichen von erschreckendem Erfolg
gekennzeichnet.
Die personellen und organisatorischen Verknüpfungen der NPD zu
rechtskräftig verurteilten rechten Bombenbastlern oder zu gewaltbereiten
und gewalttätigen rechten Schlägertrupps, die Tatsache, daß die NPD
inzwischen weniger eine richtige Partei und mehr eine organisatorische,
vom Parteienprivileg geschützte Hülle ist, innerhalb derer sich der
rechte Mob in aller Ruhe auf die nächsten Überfälle und Anschläge
vorbereiten kann, die öffentliche Forderung des NPD-Vorsitzenden nach
einem "neuen Reich" und viele ähnliche Dinge mehr dürften IMHO für ein
Verbot ausreichen.
Die viel interessantere Frage ist deshalb, ob ein Verbot der NPD in der
Praxis tatsächlich Vorteile bringt oder ob dadurch die gewaltbereite und
gewalttätige rechte Szene einer Beobachtung durch Polizei und
Verfassungschutz unzugänglicher wird.
> so lange wir in einer demokratie leben, wird dies nicht der fall sein.
Da wäre ich mir nicht so sicher, denn...
> [...], aber so lange sie sich an burschenschaftliche ideale halten, können
> sie in einer demokratie nicht verboten werden.
.. wie wir hier ja erst kürzlich feststellen mußten ist gar nicht so
sicher, ob sich das Befolgen "Burschenschaftlicher Ideale" und Agitation
und Handlungen gegen unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat
tatsächlich ausschliessen.
Hallole !
>> [...], aber so lange sie sich an burschenschaftliche ideale halten, können
>> sie in einer demokratie nicht verboten werden.
> .. wie wir hier ja erst kürzlich feststellen mußten ist gar nicht so
> sicher, ob sich das Befolgen "Burschenschaftlicher Ideale" und Agitation
> und Handlungen gegen unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat
> tatsächlich ausschliessen.
Vorsicht, nicht umdeuten: Es ist nicht Befolgung "burschenschaftlicher
Ideale", gegen das GG zu sein.
Richtig ist, dass die VerfDB aus langer Erfahrung heraus z. B. in
Fragen der (politischen Meinungs-)freiheit weitere Grenzen zulaesst,
als moeglicherweise das GG oder eher das StGB.
Ob das nun die Befolgung des Ideals "Freiheit" im wahren und einzig
richtigen Sinne ist, darueber laesst sich nahezu beliebig philosophieren.
> Jedenfalls wird erwägt, die NPD zu verbieten. Sollte das der Fall werden, wird
> die DB zumindest ein Riesenproblem bekommen. Ich persönlich würtde dann nicht
> ausschließen, das eine notwendige gesetzliche Regelung gegen derlei Parteien
> auch Teile der DB treffen wird.
Daran habe ich keinen Zweifel, es wird sehr wahrscheinlich auch Personen
in der DB treffen.
>Soll heißen: Wenn - und das ist nur zu
> offensichtlich - die DB sich nicht in der Lage sieht, ihren Laden zu
> "entbräunen", wird es früher oder später der Staat tun.
Das ist vorstellbar.
Ich hatte unlängst die Vors.B!, den Pressesprecher der DB! und den
Schriftleiter der BBl. darum gebeten, angesichts von Links zur DB auf
nazistischen Websites, eine Erklärung abzugeben (auf der DB HOmpage und
in den BBl.), aus der deutlich wird, dass als solch einer Verlinkung
(gegen die man sich angeblich nicht wehren kann)keinerlei
Gemeinsamkeiten abzuleiten sind und die DB von derartigen Leuten
himmelweit geschieden ist. Hier die Reaktionen in Kürze:
Der Schriftleiter hat das Anliegen aufmerksam gehört, er wird gewiss
reagieren.
Der Pressesprecher sieht keine rechtliche Möglichkeit und verweist
außerdem auf die finanzielle Lage der DB, die einen Musterprozess
unbezahlbar machen würde.
Ein Vertreter des AfBA (Name bleibt hier ungenannt, er kann sich ja
selber melden)
stellte fest, man müsse ja froh sein, wenn sich überhaupt jemand für uns
interessiere!
Dem habe ich in aller Deutlichkeit widersprochen.
Gleich meinen altbekannten braunen Gegnern griff er dann zur Waffe der
Diffamierung und Verleumdung und behauptete, ich hätte mit
"Anarchofaschisten und Antifa" das von ihm verharmlosend "Schulungsheim
der Artgemeinschaft" genannte Nazizentrum in Hetendorf 13 gestürmt.
Ich habe klargestellt, dass ich hier im Schatten von Bergen-Belsen, das
ich unlängst mit meinem jüdischen Neffen aus Übersee (Urgroßeltern und
deren Geschwister alle Opfer des Holocaust)besucht habe, gemeinsam mit
aktiven und pensionierten Offizieren der Bundeswehr, mit Männern und
Frauen der verschiedensten Parteien und Kirchengemeinden und mit den
Damen und Herren des Celler Bündnisses gegen Rechts allerdings
erhebliche Mühe in unserem Arbeitskreis gegen Hetendorf 13 aufgebracht
habe, damit das Zentrum geschlossen wird. Auch Vertreter der örtlichen
Polizei waren häufig Teilnehmer unserer Bündnissitzungen. An einem
Sturm, so stellte ich klar, habe ich nie teilgenommen, es gab hier auch
in den letzten sieben Jahren keinen solchen Sturm. Wohl aber können wir
Angriffe der Nazis auf deren Gegner dokumentieren.
So stürmte ich also nicht, sondern organisierte Mahnwachen, ökumenische
Gottesdienste, saß mit Politikern auf dem Podium und stand zur
Vermeidung von Eskalationen zwischen Wasserwerfer und Demonstranten.
Nazi "Schinderhannes" (Klarname bekannt)stellte dann auch klar, man
würde sich des Hermannsburger Hetzpfaffen gebührend erinnern. In Tirol
wurde mein Auto demoliert (Aufkleber gegen Nazis). -
Wie gesagt, der Herr vom AfBA bediente sich der braunen
Verleumdungsinstrumente.
Er schrieb dann nicht ohne Süffisanz, ganz in meinem Sinne müsse man den
"Anfängen wehren", was er vermutlich anders meint als ich.
Deshalb habe ich ihm deutlich gemacht, das wir bezüglich des Nazismus im
Lande bereits über den Zustand der Reanimation hinaus sind, weshalb es
heißen müsse "Nazis stoppen"
Ich schreibe das alles, weil ich den Eindruck habe, dass die Argumente
von Stefan, den ich nicht kenne, der aber doch sachlich argumentiert, zu
schnell abgewiesen werden. Man sollte sich damit auseinandersetzen, denn
er sieht die Dinge vielfach richtig.
Ihm aber möchte ich gern sagen, dass meine o.g. Erwiderungen eine
beachtliche Solidarität aus den Reihen der Hann. Burschenschaft
Ghibellinia Leipzig gezeitigt hat, von Plessavia - Leipzig bekam ich
solches schon früher im voraus. Das stimmt zuversichtlich.
Beste Grüße
Hartmut Bartmuß
Pfarrer Hartmut Bartmuss schrieb:
> Deshalb habe ich ihm deutlich gemacht, das wir bezüglich des Nazismus im
> Lande bereits über den Zustand der Reanimation hinaus sind, weshalb es
> heißen müsse "Nazis stoppen"
Einen gewissen Bodensatz an Rechts- und Linksfaschisten hat es immer gegeben und
wird es wohl - bedauerlicherweise - auch immer geben. Das ist nicht schön, aber
unsere Demokratie wird damit fertig werden. Und natürlich muss es Menschen geben,
die gegen braune Schulungszentren und linksextreme ASten vorgehen. Viele dieser
Menschen sind Burschen aus der DB. Dafür haben Sie meinen Respekt.
Mit farbenstudentischen Grüßen, Bastian
Christoph Weber-Fahr schrieb:
>
> Da wird man als RCDSLer zum Nazi,
Ja, köstlich, und die Jungs merken nicht einmal wie lächerlich sie sich damit
machen.
> Ihr Typen schwingt die Faschismuskeule schon _so_ lange, und ihr habt sie
> schon _so_ unsaeglich missbraucht und abgenuetzt, wenn heute Adolf
> hoechstselbst durch die Tuer traete, man wuerde Euer Geschrei dies-
> bezueglich trotzdem nicht ernstnehmen.
Sehr gut beobachtet. Durch deren ständiges Faschismus-Geschrei machen die sich
tatsächlich so zum "Affen", daß die durchaus vorhandene (wenn auch sehr geringe)
Gefahr von der Bevölkerung nicht mehr ernst genommen wird. Damit spielen
praktisch die linken den rechten Nazis in die Hände.
> Und das allerkrasseste ist - nun sind Eure Oberlinken also in Form von
> Joschka und Otto an der Regierung, und sie bescheren uns Abhoergesetze,
> Internetzensur, Softwarepatente, Wassenaar-Verlaengerung, Rundfunkgebuehren
> auf Festplatten, you name it.
Jaaaa, das ist tatsächlich das köstlichste. Diese RotGrün-Regierung ist rechter
als ihre CDU-Vorgängerin. Gell, Joschka, mal wieder ein paar Serben abschlachten?
Und Atomausstieg nicht vor dem Jahre 3044! ;-))))
> Das Ganze geht ohnehin nur noch als Realsatire durch.
Keine Frage!
Höchst amüsiert grüßt Bastian.
Hannes Gnad wrote:
> Vorsicht, nicht umdeuten: Es ist nicht Befolgung "burschenschaftlicher
> Ideale", gegen das GG zu sein.
Schrieb ich das? Nein. Wozu also diese Nebelkerze?
> Richtig ist, dass die VerfDB aus langer Erfahrung heraus z. B. in
> Fragen der (politischen Meinungs-)freiheit weitere Grenzen zulaesst,
> als moeglicherweise das GG oder eher das StGB.
Wohlmöglich um von dieser Tatsache abzulenken, die letztlich zu dem
führt, was ich geschrieben habe - nämlich dazu, daß ggf. auch unter
Beachtung der "butscheschaftlichen Ideale" Agitation und Handlungen
gegen unsere staatliche und gesellschaftliche Grundordnung möglich sind?
> Ob das nun die Befolgung des Ideals "Freiheit" im wahren und einzig
> richtigen Sinne ist, darueber laesst sich nahezu beliebig philosophieren.
Nein, darüber gibt's in diesem Land eigentlich gar keine Diskussion.
Wenn jemand, wie einige DB-Mitglieder, unter dem Deckmäntelchen
angeblicher (politischer) Freiheit Parteien unterstützen, deren Programm
unter anderem darin besteht, Grund- und Menschenrechte, darunter auch
solche, die durch die "Ewigkeitsklausel" des Artikel 79, Abs. 3 GG
besonderen Schutz geniessen, abzuschaffen, auszuhöhlen, auf "Deutsche"
zu beschränken oder in anderer Form anzugreifen, dann gibt's da nichts
zu philosophieren und dann ist dieser Angriff auf diese Rechte von
allen, denen wirklich an den Freiheitsrechten aller Menschen und
insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern dieses Staates gelegen ist
abzuwehren. Die DB aber tut nichts dergleichen.
Hallole !
>> Richtig ist, dass die VerfDB aus langer Erfahrung heraus z. B. in
>> Fragen der (politischen Meinungs-)freiheit weitere Grenzen zulaesst,
>> als moeglicherweise das GG oder eher das StGB.
> Wohlmöglich um von dieser Tatsache abzulenken, die letztlich zu dem
> führt, was ich geschrieben habe - nämlich dazu, daß ggf. auch unter
> Beachtung der "butscheschaftlichen Ideale" Agitation und Handlungen
> gegen unsere staatliche und gesellschaftliche Grundordnung möglich sind?
Ja, so hart es klingen mag, das ist moeglich.
> Wenn jemand, wie einige DB-Mitglieder, unter dem Deckmäntelchen
> angeblicher (politischer) Freiheit Parteien unterstützen, deren Programm
> unter anderem darin besteht, Grund- und Menschenrechte, darunter auch
> solche, die durch die "Ewigkeitsklausel" des Artikel 79, Abs. 3 GG
> besonderen Schutz geniessen, abzuschaffen, auszuhöhlen, auf "Deutsche"
> zu beschränken oder in anderer Form anzugreifen, dann gibt's da nichts
> zu philosophieren und dann ist dieser Angriff auf diese Rechte von
> allen, denen wirklich an den Freiheitsrechten aller Menschen und
> insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern dieses Staates gelegen ist
> abzuwehren. Die DB aber tut nichts dergleichen.
Bitte, dann wehrt diese politischen Parteien ab, wehrt die Meinungen
dieser Einzelpersonen ab. Aber kommt nicht bei der DB vorbei, und
versucht unsere Freiheitsrahmen enger zu ziehen - das wurde in der
Geschichte schon so oft und immer wieder versucht, damit stellt man
sich hoechstens in ganze seltsame Traditionslinien.
Hallole !
> ich würde dies aber auf bereiche einschränken, die nicht die
> demokratische grundsätze betreffen.
Um es mal nuechtern zu betrachten:
Man lese die VerfDB und das GG. Du wirst dann in der VerfDB keinerlei
Bestrebungen gegen das GG finden. Es gibt Punkte, die gleich sind,
z. B. Wuerde des Menschen (Art. 1 GG, Art. 4 VerfDB), und es gibt
Dinge in der VerfDB, die das GG so nicht kennt, z. B. das Recht auf
Heimat (Art. 7 und 9 VerfDB).
kang...@aol.com (Kang1702) writes:
>Ich denke, damit hast Du Dich selbst disqualifiziert.
>Aber das interessiert Dich wahrscheinlich wenig, wenn ich das hier schreibe.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
"... gelobe ich, mit Handschlag auf Burschenehre, der KDStV Palatia
zeitlebens anzugehoeren, Freud und Leid mit ihr zu teilen, mich jederzeit
fuer ihre Belange einzusetzen, getreu ihren Prinzipien zu leben, mich
durch Farbentragen zu ihnen zu bekennen, ihr Wohl nach Kraeften zu foerdern
und allen ihren Mitgliedern stets ein wahrer Freund und Bruder zu sein"
Wir wollen das mal nicht vergessen.
Hannes Gnad wrote:
> Du wirst dann in der VerfDB keinerlei Bestrebungen gegen das GG finden.
Kein Wunder. Denn wären solche Bestrebungen in der Verfassung der DB
schriftlich niedergelegt, so wäre die DB längst als verfassungswidrige
Vereinigung verboten worden.
Interessanter als diese Selbstverständlichkeit ist aber, wie die
Handlungen einiger DB-Burschenschaften in der Realität, jenseits der
schönen Worte irgendwelcher Satzungen, aussehen, und da ergibt sich ein
anders Bild, da finden sich dann beispielsweise die aachener Liberten,
die ganz offen mit erklärten und wegen diverser einschlägiger Straftaten
bereits rechtskräftig verurteilten Verfassungsfeinden zusammenarbeiten.
Und die Verfassung der DB kennt kein Mittel gegen solche Leute, die ihre
politische Freiheit offensichtlich im wesentlichen dadurch auszuleben
versucehn, daß sie mit rechtskräftig verurteilten Bombenbastlern
verkehren.
Da paßt's dann auch ganz gut ins Bild, daß die hiesige
Burschenschafter-SP-Liste "aktiv" während der Wahl durch mehrere
Verstösse gegen die Wahlordnung und offenbar auch durch massive
Einschüchterungsversuche gegenüber einer Wahlhelferin auffiel...
Hallole !
>> Du wirst dann in der VerfDB keinerlei Bestrebungen gegen das GG finden.
> Kein Wunder. Denn wären solche Bestrebungen in der Verfassung der DB
> schriftlich niedergelegt, so wäre die DB längst als verfassungswidrige
> Vereinigung verboten worden.
Soweit klar.
> Interessanter als diese Selbstverständlichkeit ist aber, wie die
> Handlungen einiger DB-Burschenschaften in der Realität, jenseits der
> schönen Worte irgendwelcher Satzungen, aussehen, und da ergibt sich ein
> anders Bild, da finden sich dann beispielsweise die aachener Liberten,
> die ganz offen mit erklärten und wegen diverser einschlägiger Straftaten
> bereits rechtskräftig verurteilten Verfassungsfeinden zusammenarbeiten.
Ich kann diese Vorwuerfe nicht ueberpruefen, aber so sie stimmen,
ist das sehr unschoen.
> Und die Verfassung der DB kennt kein Mittel gegen solche Leute, die ihre
> politische Freiheit offensichtlich im wesentlichen dadurch auszuleben
> versucehn, daß sie mit rechtskräftig verurteilten Bombenbastlern
> verkehren.
In erster Naeherung ist das so einfach, ja.
Allerdings gibt es ein Instrument, das fuer Verbaende eigentlich
eher ungewoehnlich ist - den Selbstausschluss aufgrund Aufgabe
von Grundsaetzen, siehe Artikel 24 VerfDB:
"Die Mitgliedschaft in der Deutschen Burschenschaft wird beendet:
1. bei einer probenden Burschenschaft und ihrem Altherrenverband mit
der Ablehnung der endgültigen Aufnahme,
2. durch Austritt,
3. durch Ausschluß,
4. mit der Aufgabe eines der Grundsätze der Deutschen Burschenschaft."
Nun findet sich unter Artikel 10 VerfDB folgender Grundsatz:
"Von jedem Burschenschafter wird der tatkräftige Einsatz für eine
demokratische und soziale Rechtsordnung gefordert."
Es waere interessant, das Tun mancher Vbr., in Zusammenhang mit
der aktuellen Diskussion um das NPD-Verbot, hier mal genauer
auzuschauen.
> Da paßt's dann auch ganz gut ins Bild, daß die hiesige
> Burschenschafter-SP-Liste "aktiv" während der Wahl durch mehrere
> Verstösse gegen die Wahlordnung und offenbar auch durch massive
> Einschüchterungsversuche gegenüber einer Wahlhelferin auffiel...
Stil ist leider auch nicht jedermanns Sache ... =:(
Markus Kalenborn, der AFAIK zumindest zeitweise Mitglied der Libertas
Brünn war, wurde im April 1995 vom LG Dortmund zu 21 Monaten
Gefängnisstrafe verurteilt, heute ist er hier in Aachen
NPD-Kreisvorsitzender.
Insgesamt waren 27 Delikte, darunter die Bildung einer Kriminellen
Vereinigung und Anstiftung zum Mord, zur Anklage gekommen.
Näheres zur Anti-Antifa-Gruppe "Volkwille", der er angehörte und dem
zugehörigen Umfeld findet mensch beispielsweise unter
http://www.free.de/antifa/nrw/mai95/volkswil.html.
Und Kalenborn ist nur ein Bindeglied von vielen zwischen der Libertas
Brünn und der extremen Rechten.
> "Von jedem Burschenschafter wird der tatkräftige Einsatz für eine
> demokratische und soziale Rechtsordnung gefordert."
Sehr schön - und warum setzt die DB diese schöne Forderung aus ihrer
Satzung nicht so langsam mal mit Nachdruck um?
> Stil ist leider auch nicht jedermanns Sache ... =:(
Nach allem, was mir zu besagten Vorfällen bekannt ist war's weniger eine
Stilfrage und mehr der plumpe Versuch unzulässiger Beeinflussung von
Wählerinnen und Wählern in unmitelbarer Nähe der Wahlurne, inkl. einer
Drohung aus der "Na warte, Dich kriegen wir noch."-Schublade
>
> --
> Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
> Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
> http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
> * "Breathe life into this feeble heart, lift this mortal veil of fear. *
> * Take these crumbled hopes, etched with tears, we'll rise above these *
> * earthly cares. Cast your eyes on the ocean. Cast your soul to the sea. *
> * When the dark night seems endless - please remember me." (L. McKennitt) *
*) vermutlich nicht ganz zufällig im Geburtstag Adolf Hitlers...
Hallole !
>> Ich kann diese Vorwuerfe nicht ueberpruefen, aber so sie stimmen,
>> ist das sehr unschoen.
> "Sehr unschön" ist in diesem Zusammenhang wohl eine ziemliche
> Untertreibung - und selbst das ist noch untertrieben.
Du musst Verstaendnis haben, dass ich mich in meiner Wertung oeffent-
lich da nicht weiter als "sehr unschoen" aus dem Fenster lehne.
> Markus Kalenborn, der AFAIK zumindest zeitweise Mitglied der Libertas
> Brünn war, wurde im April 1995 vom LG Dortmund zu 21 Monaten
> Gefängnisstrafe verurteilt, heute ist er hier in Aachen
> NPD-Kreisvorsitzender.
> Insgesamt waren 27 Delikte, darunter die Bildung einer Kriminellen
> Vereinigung und Anstiftung zum Mord, zur Anklage gekommen.
> Näheres zur Anti-Antifa-Gruppe "Volkwille", der er angehörte und dem
> zugehörigen Umfeld findet mensch beispielsweise unter
> http://www.free.de/antifa/nrw/mai95/volkswil.html.
> Und Kalenborn ist nur ein Bindeglied von vielen zwischen der Libertas
> Brünn und der extremen Rechten.
Ist er heute noch Mitglied?
>> "Von jedem Burschenschafter wird der tatkräftige Einsatz für eine
>> demokratische und soziale Rechtsordnung gefordert."
> Sehr schön - und warum setzt die DB diese schöne Forderung aus ihrer
> Satzung nicht so langsam mal mit Nachdruck um?
Das Problem ist der Beweis: Um einen kompletten Bund auszuschliessen,
muesste man belegen koennen, dass der ganze Bund (und nicht nur ein
einzelner oder wenige Mitglieder dessen) einen Grundsatz verlassen
haben.
>> Stil ist leider auch nicht jedermanns Sache ... =:(
> Nach allem, was mir zu besagten Vorfällen bekannt ist war's weniger eine
> Stilfrage und mehr der plumpe Versuch unzulässiger Beeinflussung von
> Wählerinnen und Wählern in unmitelbarer Nähe der Wahlurne, inkl. einer
> Drohung aus der "Na warte, Dich kriegen wir noch."-Schublade
Sehr bitter, so ein Verhalten. In jeder Hinsicht voellig unakzeptabel.
> *) vermutlich nicht ganz zufällig im Geburtstag Adolf Hitlers...
Hm? Worauf bezieht sich obige Zeile?
Hannes Gnad wrote:
> Ist er heute noch Mitglied?
Keine Ahnung. Die WWW-Seiten der Liberten sind weder diesbezüglich noch
im Allgemeinen sonderlich informativ.
> Hm? Worauf bezieht sich obige Zeile?
Sorry, war wohl schon ein wenig spät oder vielmehr früh.
Ich hatte zunächst weitere Verbindungen der Liberten zur recchten Szene,
darunter auch eine gemeinsame Protestveranstaltung gegen die sog.
"Wehrmachtsausstellung" in Aachen, explizit angeführt und dann doch
wieder gelöscht, weil ohnehin nur eine unvollständige und lediglich
beispielhafte Auflistung geworden wäre.
Besagte Demo fand pikanterweise am 19. April statt, also am Vorabend des
Geburtstags Hitlers. Nach der Demo ging's dann, vermutlich nicht zuletzt
auch zusammen mit Demonstrationsteilnehmern wie Wolfgang Narath,
ehemaligem "Führer" der damals bereits verbotenen "Wiking Jugend", auf's
Haus der Libertas Brünn.*) Auf wesen Wohl zu diesem Termin mit solchen
Gästen und ob des gegebenen Anlasses wohl getrunken wurde sei der
Phantasie der Leserinnen und Leser überlassen.
Ciao
Jens
*) vgl. hierzu beispielsweise Streng Gemein Nr. 11, April 1998, S. 4
oder die Ausgabe der philfalt aus dem fraglichen Zeitraum, der
entsprechende Artikel - "Burschen jagen, Burschen schlagen, Nazischeiß
verhindern"**) - wurde AFAIK wortgleich auch in der philfalt abgedrück.
**) Der Stil des Artikels ist in etwa so, wie der Titel vermuten läßt,
die wesentlichen Fakten kann mensch ihm trotzdem entnehmen.
Hallole !
>> Ist er heute noch Mitglied?
> Keine Ahnung. Die WWW-Seiten der Liberten sind weder diesbezüglich noch
> im Allgemeinen sonderlich informativ.
Was erwartest Du? Es ist nicht ueblich, die komplette Mitgliederliste
des Bundes ins WWW zu stellen ...
> > Hm? Worauf bezieht sich obige Zeile?
> Sorry, war wohl schon ein wenig spät oder vielmehr früh.
> Ich hatte zunächst weitere Verbindungen der Liberten zur recchten Szene,
> darunter auch eine gemeinsame Protestveranstaltung gegen die sog.
> "Wehrmachtsausstellung" in Aachen, explizit angeführt und dann doch
> wieder gelöscht, weil ohnehin nur eine unvollständige und lediglich
> beispielhafte Auflistung geworden wäre.
Aha.
> Besagte Demo fand pikanterweise am 19. April statt, also am Vorabend des
> Geburtstags Hitlers. Nach der Demo ging's dann, vermutlich nicht zuletzt
> auch zusammen mit Demonstrationsteilnehmern wie Wolfgang Narath,
> ehemaligem "Führer" der damals bereits verbotenen "Wiking Jugend", auf's
> Haus der Libertas Brünn.*) Auf wesen Wohl zu diesem Termin mit solchen
> Gästen und ob des gegebenen Anlasses wohl getrunken wurde sei der
> Phantasie der Leserinnen und Leser überlassen.
Dass Du auch immer gleich boeses vermuten musst. Auch bei uns auf
dem Hilarenhaus wird schon seit Jahren immer am 20. April auf einen
Geburtstag angestossen. =:)
> *) vgl. hierzu beispielsweise Streng Gemein Nr. 11, April 1998, S. 4
> oder die Ausgabe der philfalt aus dem fraglichen Zeitraum, der
> entsprechende Artikel - "Burschen jagen, Burschen schlagen, Nazischeiß
> verhindern"**) - wurde AFAIK wortgleich auch in der philfalt abgedrück.
> **) Der Stil des Artikels ist in etwa so, wie der Titel vermuten läßt,
> die wesentlichen Fakten kann mensch ihm trotzdem entnehmen.
Ist das irgendwo online?
Die philfalt-Ausgaben unter:
http://www.rwth-aachen.de/fsphil/philfalt/philfaltausgaben.htm
beginnen erst bei Nr. 52 vom 10.01.2000.
Hannes Gnad wrote:
> Dass Du auch immer gleich boeses vermuten musst.
Ich habe gar nichts vermutet und alles weitere der Phantasie der
Leserinnen und Leser überlassen... :-)
> Auch bei uns auf dem Hilarenhaus wird schon seit Jahren immer am 20. April
> auf einen Geburtstag angestossen. =:)
Vermutlich aber ohne Ex-"Führer" der Wiking-Jugend, oder?
> Ist das irgendwo online?
Offensichtlich nicht (mehr), die entsprechenden Links zu alten
philfalten, die mensch beispielsweise bei Lycos.de findet führen leider
nur noch zu Fehlermeldungen des RWTH-WWW-Servers... :-(
Ciao
Jens
Jens Bolten wrote:
[Nachtrag]
> Markus Kalenborn, der AFAIK zumindest zeitweise Mitglied der Libertas
> Brünn war, wurde im April 1995 vom LG Dortmund zu 21 Monaten
> Gefängnisstrafe verurteilt, heute ist er hier in Aachen
> NPD-Kreisvorsitzender.
Die Strafe wurde übrigens zur Bewährung ausgesetzt, wie mensch in der
Was'n Los*) Nr. 103 nachlesen kann. Denn entsprechenden Artikel findet
mensch auch unter http://studenten.freepage.de/sjuergen/bur054.htm in
Stephan Jürgens Online-Archiv Studentische Korporationen, die Seiten
waren leider am Wochenende nicht zu erreichen.
Ciao
Jens
*) Zeitung der Fachschaft Mathematik/Physik/Informatik an der RWTH
Aachen
Jens Bolten wrote:
[Nachtrag]
> Keine Ahnung. Die WWW-Seiten der Liberten sind weder diesbezüglich noch
> im Allgemeinen sonderlich informativ.
Zwar geben die Seiten der Liberten nach wie vor nichts her, aber die von
Stephan Jürgens enthalten unter
http://studenten.freepage.de/sjuergen/bur054.htm einen Artikel der Was'n
Los**), dem diesbezüglich einiges zu entnehmen ist.
Demnach wurde Kalenborn unmittelbar nach dem Urteil gegen ihn bei den
Liberten aktiv, welche ihn dann nach zwei Semestern wegen "Unfähigkeit"
- und nicht etwa wegen seiner offenbar nach wie vor extrem rechten
Gesinnung - wieder vor die Türe setzten.
Hallole !
>> Auch bei uns auf dem Hilarenhaus wird schon seit Jahren immer am 20. April
>> auf einen Geburtstag angestossen. =:)
> Vermutlich aber ohne Ex-"Führer" der Wiking-Jugend, oder?
Jo, nur ganz unter uns Aktiven. =:)
Jens Bolten <Jens....@post.rwth-aachen.de> writes:
>Demnach wurde Kalenborn unmittelbar nach dem Urteil gegen ihn bei den
>Liberten aktiv, welche ihn dann nach zwei Semestern wegen "Unfähigkeit"
>- und nicht etwa wegen seiner offenbar nach wie vor extrem rechten
>Gesinnung - wieder vor die Türe setzten.
Bist Du sicher, dass da nicht eine Entlassung als 'unbrauchbar' gemeint
ist ? Einige Verbindungen vergeben bei der Fuchsenentlassung gezielt
'Grade', die formal definiert sind und die Auswirkungen auf das weitere
Verhältnis zwischen dem Entlassenen und der Verbindung bzw. dem jeweiligen
Verband haben.
So ist m.E. eine Entlassung als 'unbrauchbar' eines politisch unakzeptablen
Fuchsen eine korrekte Vorgehensweise - dadurch wird sichergestellt, dass
man denjeneigen nicht demnaechst wieder als Verbands- oder Cartellbruder
begruessen muss.
Christoph Weber-Fahr wrote:
> Bist Du sicher, dass da nicht eine Entlassung als 'unbrauchbar' gemeint
> ist ?
Sicher bin ich mir zwar nicht, aber es ist doch IMHO ziemlich
unwahrscheinlich.
Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als (politisch)
unbrauchbar vor die Türe setzen, wenn sie es gleichzeitig durch das
Absingen des Horst-Wessels-Lieds bis in den Spiegel (9.6.'97) gebracht
haben?
Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als unbrauchbar
vor die Türe setzen, wenn sie gleichzeitig einen "Junge Freiheit
Lesekreis" unterhielt, dem neben den Liberten nachweislich auch Leute
aus der militanten Anti-Antifa-Szene angehörten?
Und wieso sollte sich Kalenborn Jahre später noch stolz als Ex-Liberte
präsentieren und sich sehr positiv zu aktiv äußern, wenn ihn die
Liberten zuvor aus politischen Gründen vor die Türe gesetzt haben?
Und wieso sollte die Liberten schließlich einige Jahre später immer noch
enge Kontakte zur NPD/JN unterhalten, wenn doch der NPD-Kreisvorsitzende
ein wegen politischer Unbrauchbarkeit vor die Türe gesetzes Ex-Mitglied
ist?
Ciao
Jens
Jens Bolten schrieb:
> Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als (politisch)
> unbrauchbar vor die Türe setzen, wenn sie es gleichzeitig durch das
> Absingen des Horst-Wessels-Lieds bis in den Spiegel (9.6.'97) gebracht
> haben?
> Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als unbrauchbar
> vor die Türe setzen, wenn sie gleichzeitig einen "Junge Freiheit
> Lesekreis" unterhielt, dem neben den Liberten nachweislich auch Leute
> aus der militanten Anti-Antifa-Szene angehörten?
> Und wieso sollte sich Kalenborn Jahre später noch stolz als Ex-Liberte
> präsentieren und sich sehr positiv zu aktiv äußern, wenn ihn die
> Liberten zuvor aus politischen Gründen vor die Türe gesetzt haben?
> Und wieso sollte die Liberten schließlich einige Jahre später immer noch
> enge Kontakte zur NPD/JN unterhalten, wenn doch der NPD-Kreisvorsitzende
> ein wegen politischer Unbrauchbarkeit vor die Türe gesetzes Ex-Mitglied
> ist?
Vielen Dank für diese wichtigen Hinweise, der von mir erwähnte
Herr des AfbA gehört dem genannten Bunde an. Mir wird jetzt einiges
klar! S. dazu meine Hinweise hier vom Freitag, 4.8.
Freundlichen Gruß
Hartmut Bartmuß
Hallole !
> Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als (politisch)
> unbrauchbar vor die Türe setzen, wenn sie es gleichzeitig durch das
> Absingen des Horst-Wessels-Lieds bis in den Spiegel (9.6.'97) gebracht
> haben?
( ... )
> enge Kontakte zur NPD/JN unterhalten, wenn doch der NPD-Kreisvorsitzende
> ein wegen politischer Unbrauchbarkeit vor die Türe gesetzes Ex-Mitglied
> ist?
So ein Vorgang hat meist zwei Seiten:
Einerseits gibt es selbst bei den als "rechts" eingestuften Buenden
eine gewisse Grenze, die im Notfall auch mal die AH-Schaft durch-
setzt. In dem Moment, wo ein Aktiver sich politisch zu sehr aus dem
Fenster lehnt, und Presse, VS und Polizei Druck machen, dann werden
oftmals Konsequenzen gezogen, und der Aktive ausgeschlossen oder der
Austritt nahe gelegt - um zu grossen Schaden vom Bund als ganzem ab-
zu wenden.
Andererseits stellen gerade die als "rechts" eingestuften Buende
meist sehr hohe Ansprueche an Fuexe und Burschen im korporativen
Sinne: Haeufe Veranstaltungen, Anwesensheitspflicht, viele Pauk-
stunden, lange Burschenpruefungen und derlei Verpflichtungen mehr.
Da bleibt kaum Zeit fuer zu ausgiebige politische Nebenbetaetigungen -
wer also nur durch "politische Zuverlaessigkeit" auffaellt, aber sonst
sich nie blicken laesst bzw. bundesintern mitmacht, dann reicht das
eben nicht, und es erfolgt eine Abgabe.
Nun stellt sich bei jedem dieser Faelle die Frage, welcher Grund zu
welchem Anteil zutrifft - die Chance, dass die betreffenden Buende
sowas aber oeffentlich verraten (Conventsgeheimnis Personalsache)
ist aber eher klein.
Pfarrer Hartmut Bartmuss wrote:
> Vielen Dank für diese wichtigen Hinweise, der von mir erwähnte
> Herr des AfbA gehört dem genannten Bunde an.
Das paßt...
Hannes Gnad wrote:
> In dem Moment, wo ein Aktiver sich politisch zu sehr aus dem
> Fenster lehnt, und Presse, VS und Polizei Druck machen, dann werden
> oftmals Konsequenzen gezogen, und der Aktive ausgeschlossen oder der
> Austritt nahe gelegt - um zu grossen Schaden vom Bund als ganzem ab-
> zu wenden.
Mit Verlaub, aber bei dem, was die Liberten schon Negativ-Schlagzeilen
in allen möglichen Medien - von Fachschaftszeitungen über die örtliche
Tageszeitung bis hin zum WDR-Fernsehprogramm oder zu besagtem
Spiegel-Artikel - hatten muß mensch wohl so langsam davon ausgehen, daß
es solche Konsequenzen bei den Liberten entweder gar nicht gibt oder das
sie chronisch wirkungslos sind.
Hallole !
>> In dem Moment, wo ein Aktiver sich politisch zu sehr aus dem
>> Fenster lehnt, und Presse, VS und Polizei Druck machen, dann werden
>> oftmals Konsequenzen gezogen, und der Aktive ausgeschlossen oder der
>> Austritt nahe gelegt - um zu grossen Schaden vom Bund als ganzem ab-
>> zu wenden.
> Mit Verlaub, aber bei dem, was die Liberten schon Negativ-Schlagzeilen
> in allen möglichen Medien - von Fachschaftszeitungen über die örtliche
> Tageszeitung bis hin zum WDR-Fernsehprogramm oder zu besagtem
> Spiegel-Artikel - hatten muß mensch wohl so langsam davon ausgehen, daß
> es solche Konsequenzen bei den Liberten entweder gar nicht gibt oder das
> sie chronisch wirkungslos sind.
Einige sind anscheinend - sehr leidensfaehig. =;)
Jens Bolten schrieb:
Hallöchen!Christoph Weber-Fahr wrote:
> Bist Du sicher, dass da nicht eine Entlassung als 'unbrauchbar' gemeint
> ist ?
Sicher bin ich mir zwar nicht, aber es ist doch IMHO ziemlich
unwahrscheinlich.
Dies ist sogar sehr wahrscheinlich, da es der Tatsache entspricht.
Herr Kalenborn wurde wegen "Unbrauchbarkeit" aus meiner Verbindung
abgegeben. Dies hat, wie an anderer Stelle sehr richtig bemerkt, zur Folge,
dass uns dieser Herr nicht etwa unter anderen Farben, am endgar auch noch
als Burschenschafter, erneut begegnet (obwohl auch diese Gepflogenheiten
von anderen B! ab und zu nicht allzu ernst genommen werden - so gibt es
leider durchaus Vbr., die bei uns vorher wegen Unbrauchbarkeit rausgeflogen
waren).
Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als (politisch)
unbrauchbar vor die Türe setzen, wenn sie es gleichzeitig durch das
Absingen des Horst-Wessels-Lieds bis in den Spiegel (9.6.'97) gebracht
haben?
Die Presse und das Glaubensbekenntnis, dass alles wahr ist, was die Herren
dort so schreiben: Zu besagtem Artikel gibt es eigentlich sehr, sehr viel
zu berichten (wie man sich vorstellen kann, war er ein grosse Thema bei
uns - der Spiegel scheint unter AHs eine sehr weit verbreitete Informationsquelle
zu sein) - folgendes nur in Kürze:
In besagtem Artikel wird uns vorgeworfen, auf dem Haus einer Osnabrücker
B! das HW-Lied angestimmt zu haben. Da von meinen Bundesbrüdern niemand
zu jener Zeit (und auch nicht in einem grossen Zeitraum vor und nach diesem
Vorfall) in Osnabrück überhaupt zugegen war, fiel es uns ausserordentlich
schwer, in besagter Räumlichkeit eben dieses zu tun.
Es wurden diverse Gegendarstellungen und auch Leserbriefe unsererseits
vom Spiegel schlichtweg ignoriert (so viel zum eigentlichen Zweck des Artikels....).
Aufgrund von eigenen Recherchen wissen wir mittlerweile auch, dass
tatsächlich in jener Nacht Aachener Studenten in Osnabrück auf
dem Haus der B! waren - aber man höre und staune - es waren keine
Burschenschafter!!!
Da es aber nicht meine Art ist, andere zu diffamieren (obwohl es sich
nicht mal um Verbandsbrüder handeln würde - aber selbst solche
Umstände der Zusammengehörigkeit scheinen ja diverse Teilnehmer
in dieser Newsgroup in keinster Weise abzuschrecken - schöne Grüsse
nach Stuttgart), beschränke ich mich auf eben dargestelltes.
Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als unbrauchbar
vor die Türe setzen, wenn sie gleichzeitig einen "Junge Freiheit
Lesekreis" unterhielt, dem neben den Liberten nachweislich auch Leute
aus der militanten Anti-Antifa-Szene angehörten?
Und wieso sollte sich Kalenborn Jahre später noch stolz als Ex-Liberte
präsentieren und sich sehr positiv zu aktiv äußern, wenn ihn die
Liberten zuvor aus politischen Gründen vor die Türe gesetzt haben?
Und wieso sollte die Liberten schließlich einige Jahre später immer noch
enge Kontakte zur NPD/JN unterhalten, wenn doch der NPD-Kreisvorsitzende
ein wegen politischer Unbrauchbarkeit vor die Türe gesetzes Ex-Mitglied
ist?
.... viel Spass bei der weiteren Hetze....
Michael Kurr
Brünner Burschenschaft Libertas
[Zunächst mal: Posten&mailen ohne expliziten Hinweis darauf gilt
allgemein als recht unhöflich, und HTML hat in den News nun wirklich gar
nichts verloren...]
Michael Kurr wrote:
> Dies ist sogar sehr wahrscheinlich, da es der Tatsache entspricht.
> Herr Kalenborn wurde wegen "Unbrauchbarkeit" aus meiner Verbindung
> abgegeben.
Danke für die Klärung.
> Zu besagtem Artikel gibt es eigentlich sehr, sehr viel zu berichten [...]
> Da von meinen Bundesbrüdern niemand zu jener Zeit (und auch nicht in einem
> grossen Zeitraum vor und nach diesem Vorfall) in Osnabrück überhaupt zugegen
> war, fiel es uns ausserordentlich schwer, in besagter Räumlichkeit
> eben dieses zu tun.
> Es wurden diverse Gegendarstellungen und auch Leserbriefe unsererseits
> vom Spiegel schlichtweg ignoriert [...]
Nun, wenn Deine Drstellung stimmt und niemand von Euch zum fraglichen
Zeitpunkt dort war, dann wäre es doch ziemlich leicht gewesen, eine
Gegendarstellung veröffentlichen zu lassen, zur Not halt mit rechtlichen
Mitteln. Schließlich wär's ja ein Kinderspiel gewesen, alle Aktiven ihre
Nichtanwesenheit bei diesem Vorfall beeiden zu lassen.
Warum habt Ihr nicht nachdrücklich(er) auf einer Gegendarstellung
bestanden?
Aber egal, nehmen wir nach dem alten Grundsatz "Im Zweifel für den
Angeklagten" mal an, Deine Darstellung stimmt,*) streichen wir also
diesen Vorfall von der Liste der Vorfälle rund um die Libertas, sie ist
auch ohne diesen Vorfall noch erschreckend und beeindruckend genug.
> Das alles zu kommentieren, fehlt mir einfach die Zeit. Es gibt auch
> Menschen, die für ihr Geld arbeiten müssen.
Glaubst Du wirklich, daß ein derart plumper Versuch sich mittels einer
reichlich billigen Ausrede einer weiteren Diskussion zu entziehen hier
funktionieren wird?
Wenn Du schon die Zeit hast, hier mitzulesen und zu antworten, dann
hättest Du Dir wohl sicher auch die paar Minuten Zeit für eine weitere
ausführlichere Gegendarstellung zu den in zahlreichen Medien und
Publikationen gegen Euch erhobenen Vorwürfen nehmen können.
Aber sei's drum, Schweigen zu alledem ist ja schließlich auch eine
deutliche Antwort.
> ..... viel Spass bei der weiteren Hetze....
Wer hier hetzt, daß mögen die Leserinnen und Leser - beispielsweise auf
der Basis der Beiträge der Hochschulgruppe "aktiv", deren Mitglied
Michael war, zur Wahlzeitung der Studierendenschaft der RWTH -
entscheiden.
In der Ausgabe zur Studierendenparlamentswahl '97 schrieb "aktiv" unter
anderem im Bezug auf die Interessenvertretung durch
Studierendenparlament und AStA "Wir wollen nicht, daß diese durch
allgemeinpolitische Äußerungen ewiggestriger Kommunisten irgendwann vom
Staat beschränkt werden muß." - und das an einer Hochschule, an der
mensch seit Jahren im ganzen SP keinen einzigen Menschen finden kann,
auf den die Bezeichnung "ewiggestriger Kommunist" auch nur annähernd
zuträfe.
Ciao
Jens
*) Ob sie wirklich stimmt, daß liesse sich vielleicht durch eine Anfrage
beim Spiegel herausfinden. Wenn es dort keinerlei Belege für eine
Anwesenheit eines oder mehrerer Liberten bei diesem Vorfall gibt, dann
spräche alles dafür. daß Michaels Darstellung stimmt.
Hallole !
> Aufgrund von eigenen Recherchen wissen wir mittlerweile auch, dass
> tatsächlich in jener Nacht Aachener Studenten in Osnabrück auf dem Haus der
> B! waren - aber man höre und staune - es waren keine Burschenschafter!!!
> Da es aber nicht meine Art ist, andere zu diffamieren (obwohl es sich nicht
> mal um Verbandsbrüder handeln würde - aber selbst solche Umstände der
> Zusammengehörigkeit scheinen ja diverse Teilnehmer in dieser Newsgroup in
> keinster Weise abzuschrecken - schöne Grüsse nach Stuttgart), beschränke ich
> mich auf eben dargestelltes.
Ich kenne auch, schon durch langjaehrige DB-Amtstraegerschaft, die
naeheren Umstaende des "Osnabruecker Vorfalls". Es ist aber nicht
meine Pflicht, hier fuer Euch Eure Interna darueber auszubreiten.
Strikt zurueckweisen muss ich Deinen hierbei implementierten Vorwurf,
irgendjemand, gar Verbandsbrueder, zu "diffamieren".
Seit vielen Jahren nehme ich intensiv an dieser Newsgruppe teil, um
in der Netzoeffentlichkeit die Fahne der DB hochzuhalten. Anstatt sich
aber selbst zu beteiligen, kommt von anderen (gar jeweils im Einzel-
fall direkt betroffenen) Verbandsbruedern aber keine Unterstuetzung
oder Infos, sondern nur laue Postings, und am Ende noch Angriffe
auf meine Person. Ich muss mich gerade sehr zurueckhalten, so ein
Verhalten oeffentlich zu bewerten.
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
** "Why do we always come here, I guess we'll never know, it's like a **
** kind of torture - to have to watch the show!" **
** (Waldorf and Statler, "The Muppet Show Opening") **
Michael Kurr <m_a_...@hotmail.com> writes:
[...]
>Dies ist sogar sehr wahrscheinlich, da es der Tatsache entspricht.
>Herr Kalenborn wurde wegen "Unbrauchbarkeit" aus meiner Verbindung abgegeben.
>Dies hat, wie an anderer Stelle sehr richtig bemerkt, zur Folge, dass uns
>dieser Herr nicht etwa unter anderen Farben, am endgar auch noch als
>Burschenschafter, erneut begegnet (obwohl auch diese Gepflogenheiten von
>anderen B! ab und zu nicht allzu ernst genommen werden - so gibt es leider
>durchaus Vbr., die bei uns vorher wegen Unbrauchbarkeit rausgeflogen waren).
_Das_ ist ein Unsitte die sich wohl quer ueber alle Verbaende zieht.
>> Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als (politisch)
>> unbrauchbar vor die Türe setzen, wenn sie es gleichzeitig durch das
>> Absingen des Horst-Wessels-Lieds bis in den Spiegel (9.6.'97) gebracht
>> haben?
[...]
>In besagtem Artikel wird uns vorgeworfen, auf dem Haus einer Osnabrücker B!
>das HW-Lied angestimmt zu haben. Da von meinen Bundesbrüdern niemand zu jener
>Zeit (und auch nicht in einem grossen Zeitraum vor und nach diesem Vorfall)
>in Osnabrück überhaupt zugegen war, fiel es uns ausserordentlich schwer, in
>besagter Räumlichkeit eben dieses zu tun.
>Es wurden diverse Gegendarstellungen und auch Leserbriefe unsererseits vom
>Spiegel schlichtweg ignoriert (so viel zum eigentlichen Zweck des
>Artikels....).
Das duerfen sie nicht. Selbst der Spiegel muss Gegendarstellungen drucken,
trotz seiner Stellung als Verfassungsorgan. -> Presserecht
>Aufgrund von eigenen Recherchen wissen wir mittlerweile auch, dass
>tatsächlich in jener Nacht Aachener Studenten in Osnabrück auf dem Haus der
>B! waren - aber man höre und staune - es waren keine Burschenschafter!!!
>Da es aber nicht meine Art ist, andere zu diffamieren (obwohl es sich nicht
>mal um Verbandsbrüder handeln würde - aber selbst solche Umstände der
>Zusammengehörigkeit scheinen ja diverse Teilnehmer in dieser Newsgroup in
>keinster Weise abzuschrecken - schöne Grüsse nach Stuttgart), beschränke ich
>mich auf eben dargestelltes.
Euer DB-internes Hickhack duerft Ihr ruhig woanders ausmachen. Wenn Dich
die Meinung eines relativ unbeteiligten CVers interessiert, Hannes tut
hier sicherlich Welten mehr fuer das positive Image der DB als
Ihr das hinkriegt - ob ihr die schlechte Presse nun zu Recht oder zu
Unrecht habt.
Unabhaengig davon sei wieder einmal die Frage nach der Existenzberechtigung
dieser unseligen Symbolismus-Fixierung gestellt. Ich weiss positiv, dass
zu gewissen Zeiten spaet nachts in angetrunkenem Zusdand auf dem Hause
meiner Verbindung von diversen Spezialisten die Internationale angestimmt
wurde.
Es ist deshalb noch niemand auf die Idee gekommen, mich als fiesen
Stalinisten zu verleumden. Man sagt dagen intuitiv sofort: klar,
Provokation, Spass am Tabubruch, etc etc. Die gleichen Jungs fingen
wann anders auch mal mit Andreas Hofer oder Commandante Che Guevara an.
So what ?
Koennten sich die oeffentlich bestallten und die selbstberufenen
Schubladenstecker nicht mal auf das beschraenken was einer selbst und
ernsthaft sagt ? Ich meine, wem nuetzt es, staendig irgendwelche
finsteren Motive zu unterstellen die man dann nicht belegen kann ?
Und kommt mir nicht mit 'der kennt den' oder 'jener liest aber die
Zeitung Y". Ich bin zu meiner Studentenzeit durchaus nicht selten in
der AStA-Leseecke mit der "Radikal" gesehen worden. Werfe ich also
Bomben auf Banker ?
Dieser Mist dient nicht im mindesten der serioesen Diskussion sondern
verhaertet nur die Fronten und lenkt von den tatsaechlichen Problemen ab.
>Das alles zu kommentieren, fehlt mir einfach die Zeit. Es gibt auch Menschen,
>die für ihr Geld arbeiten müssen.
>.... viel Spass bei der weiteren Hetze....
Der Usenet-Fachbegriff fuer sowas ist Cop-out.
Der Lateiner sagt "si tacuisses..."
darf ich das so verstehen, dass du nicht moechtest, dass libertas bruenn
in die rechte ecke gesteckt wird, und die diversen hier geschriebenen
vorfaelle und verbindungen als zufaellig ansiehtst ?
verwundert
daniel
Christoph Weber-Fahr wrote:
> Werfe ich also Bomben auf Banker ?
Du trägst vermutlich keine Bomben mit Dir herum, ein Ex-Liberte ist
hingegen wegen ähnlicher Straftaten rechtskräftig verurteilt worden.
Du erkennst den Unterschied? Nicht jede und jeder, die oder der eine
derartige symbolhafte Handlung vollzieht ist deshalb gleich Extremistin
oder Extremist, aber wenn mensch sich das sonstige Auftreten der
Libertas Brünn mal ein wenig vor Augen führt, dann bekäme das Absingen
eines solchebn Liedes durch Mitglieder der Liberten - so es denn
stattgefunden hätte - eine gänzlich andere Bedeutung als eine
dahingeträllerte Internationale.
> Dieser Mist dient nicht im mindesten der serioesen Diskussion sondern
> verhaertet nur die Fronten und lenkt von den tatsaechlichen Problemen ab.
Worin siehst Du denn diese die "tatsächlichen Probleme" im Bezug auf
Verbindungen wie die Libertas Brünn?
Ciao
Jens
Daniel Nitzpon <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> writes:
>> Koennten sich die oeffentlich bestallten und die selbstberufenen
>> Schubladenstecker nicht mal auf das beschraenken was einer selbst und
>> ernsthaft sagt ? Ich meine, wem nuetzt es, staendig irgendwelche
>> finsteren Motive zu unterstellen die man dann nicht belegen kann ?
>>
>> Und kommt mir nicht mit 'der kennt den' oder 'jener liest aber die
>> Zeitung Y". Ich bin zu meiner Studentenzeit durchaus nicht selten in
>> der AStA-Leseecke mit der "Radikal" gesehen worden. Werfe ich also
>> Bomben auf Banker ?
>>
>> Dieser Mist dient nicht im mindesten der serioesen Diskussion sondern
>> verhaertet nur die Fronten und lenkt von den tatsaechlichen Problemen ab.
>darf ich das so verstehen, dass du nicht moechtest, dass libertas bruenn
>in die rechte ecke gesteckt wird,
Das ist ein Strohmann-Argument. Du darfst ueberhaupt nichts "verstehen",
es reicht mir durchaus wenn Du das nimmst was da steht.
Du versuchst jetzt genau diesen Mist mit mir. "Wer nicht fuer mich ist
ist gegen mich". "Wer die Freiheit von Radikalen verteidigt ist
selber einer" etc. Vergiss es.
Ich kenne die Aachener B! Libertas Bruenn (um die geht es Dir wohl) nicht.
Ich denke nicht, dass irgendjemand in irgendeine Ecke gesteckt werden
sollte. Wer in eine Ecke will, der wird sich da schon hinbegeben. Gerade
in der politischen Diskussion ist ja anders auch unsinnig - wozu waere ein
Ortsverein der SPD gut, der sich erfolgreich als CSU-Arbeitskreis tarnt ?
Wenn Du Dich mit einer Verbinmdung auseinandersetzen willst, tu das.
Zitiere uns Veroeffentlichungen, Stellungnahmen, Aktivitaeten
der Organe der Verbindung etc. etc.
> und die diversen hier geschriebenen vorfaelle und verbindungen
> als zufaellig ansiehtst ?
Du versuchst zu Interpretieren weil dir primaeres Material fehlt.
Ich halte sowas fuer unsinnig. Bring doch primaeres Material !
Vielleicht habe ich ja was verpasst, aber bisher wurde hier eher
mit sekundaeren Indizien operiert. Das ist mir zu duenn um mir ein
Urteil zu bilden.
Christoph Weber-Fahr wrote:
> Wenn Du Dich mit einer Verbinmdung auseinandersetzen willst, tu das.
> Zitiere uns Veroeffentlichungen, Stellungnahmen, Aktivitaeten
> der Organe der Verbindung etc. etc.
Vorträge von Horst Mahler, Hans-Dietrich Sander*) und anderer führender
Köpfe der rechsextremistischen Szene in diesem Land auf dem Haus der
Liberten, gemeinsame Aktionen mit der NPD/JN, Teilnahme vom Mitgliedern
der Libertas an NPD-Demonstrationen, das Auftreten der maßgeblich von
den Liberten geprägten Hochschulgruppe "aktiv" im letzten Wahlk(r)ampf,
usw.usf - die Liste mehr oder minder eindeutigen Materials ist schier
unendlich.
Wem all das nicht für eine Beurteilung reicht, die oder der wird wohl
höchst selten ein Urteil fällen können, denn noch mehr und noch
eindeutigeres würde wohl relativ schnell zu einem Verbot führen.
Ciao
Jens
*) Herausgeber der rechtsextremen "Staatsbriefe"
Jens Bolten <Jens....@post.rwth-aachen.de> writes:
>Christoph Weber-Fahr wrote:
>> Wenn Du Dich mit einer Verbinmdung auseinandersetzen willst, tu das.
>> Zitiere uns Veroeffentlichungen, Stellungnahmen, Aktivitaeten
>> der Organe der Verbindung etc. etc.
[...]
>die Liste mehr oder minder eindeutigen Materials ist schier
>unendlich.
>Wem all das nicht für eine Beurteilung reicht, die oder der wird wohl
>höchst selten ein Urteil fällen können,
*seufz* Ich geb's auf.
Ja, fuer eine erste Einschaetzung reicht das aus. Nein, fuer eine
politische Auseinandersetzung waere mir das zu duenn.
>denn noch mehr und noch
>eindeutigeres würde wohl relativ schnell zu einem Verbot führen.
... was dann leider ein Armutszeugnis unserer Demokratie ist. Im
Umgang mit dem politischen Gegner bin ich ungern zu modernen Formen
des Kaffesatzlesens verdammt.
Wenn Du wirklich recht hast, dann sind diese Verbote ja zudem
offensichtlich wirkungslos, wenn man mal von der Verwischung der
politischen Auseinandersetzung absieht.
Wuerdest Du nicht auch lieber sagen koennen: X ist ein Mistladen, denn
sie fordern oder fertreten erstens zwotens drittens ... ?
Jens Bolten schrieb:
> Vorträge von Horst Mahler, Hans-Dietrich Sander*) und anderer führender
> Köpfe der rechsextremistischen Szene in diesem Land auf dem Haus der
> Liberten, gemeinsame Aktionen mit der NPD/JN, Teilnahme vom Mitgliedern
> der Libertas an NPD-Demonstrationen, das Auftreten der maßgeblich von
> den Liberten geprägten Hochschulgruppe "aktiv" im letzten Wahlk(r)ampf,
> usw.usf - die Liste mehr oder minder eindeutigen Materials ist schier
> unendlich.
Ja, das sollte für eine Beurteilung ausreichen. Mir persönlich reicht das
auch. Man sollte von DB-Seite aus zugeben, dass es in der DB Bünde mit
höchst fragwürdiger Ausrichtung gibt. Die verbieten zu wollen ist aber
Unsinn, dann müsste man auch jeden zweiten AStA auflösen.
MFG Bastian
ich frage nur, ob du das auch wirklich meinst, was ich da rauslese, um
dir nicht unrecht zu tun. ich genehmige mir das verstehen selbst, wenns
recht ist ;-)
> Du versuchst jetzt genau diesen Mist mit mir. "Wer nicht fuer mich ist
> ist gegen mich". "Wer die Freiheit von Radikalen verteidigt ist
> selber einer" etc. Vergiss es.
stimmt nicht.
> Ich kenne die Aachener B! Libertas Bruenn (um die geht es Dir wohl) nicht.
> Ich denke nicht, dass irgendjemand in irgendeine Ecke gesteckt werden
> sollte. Wer in eine Ecke will, der wird sich da schon hinbegeben. Gerade
> in der politischen Diskussion ist ja anders auch unsinnig - wozu waere ein
> Ortsverein der SPD gut, der sich erfolgreich als CSU-Arbeitskreis tarnt ?
ich habe nicht den eindruck, dass sie sich uebermaessig tarnen.
hinbegeben schon viel eher.
> Wenn Du Dich mit einer Verbinmdung auseinandersetzen willst, tu das.
> Zitiere uns Veroeffentlichungen, Stellungnahmen, Aktivitaeten
> der Organe der Verbindung etc. etc.
>
> > und die diversen hier geschriebenen vorfaelle und verbindungen
> > als zufaellig ansiehtst ?
>
> Du versuchst zu Interpretieren weil dir primaeres Material fehlt.
> Ich halte sowas fuer unsinnig. Bring doch primaeres Material !
halloooo ?!
was verstehst du unter primaerem material ? ich beziehe mich wie du
wolltest auf die aktivitaeten, die hier schon zu lesen waren, soll ich
die alle nochmal quoten, oder was ?
gruss
daniel
Christoph Weber-Fahr wrote:
> Nein, fuer eine politische Auseinandersetzung waere mir das zu duenn.
Erklärs mir.
Was ist daran "zu dünn", wenn beispielsweise die Auswahl der
Referetinnen und Referenten so eindeutig rechtslastig ist und diese in
größerer Zahl aus einem extremistischen Umfeld stammen? Deutlicher
geht's dochj kaum mehr.
Was ist daran "zu dünn", wenn Mitglieder der Libertas Brünn in ihrer
Eigenschaft als SP-Kandidaten offenbar den Regeln zur SP-Wahl keinerlei
Beachtung schenken und auf entsprechende Hinweise der Wahlhelferinnen
und Wahlhelfer mit mehr oder weniger unverhohlenen Drohungen reagieren?
Was ist daran "zu dünn", wenn Mitglieder der Libertas an Demonstartionen
einer Partei teilnehmen, die (hoffentlich) bald - auf Antrag aller drei
Antragsberechtigten Verfassungsorgane - als verfassungswidrig verboten
werden wird?
> .... was dann leider ein Armutszeugnis unserer Demokratie ist.
Ein Armutszeuginse wäre es, wenn sich unere Demokratie weiter von
Gruppierungen wie der NPD, die demokratische Rechte zur Agitation gegen
eben diese Rechte mißbraucht auf der Nase herumtanzen lassen würde.
Ein Armutszeugins wäre es, wenn unsere Demokratie weiterhin zuliesse,
daß organisatorisch eng mit der NPD verbundene Rechtsextremisten
weiterhin "befreite" oder "ausländerfrei" Zonen schaffen können, in
denen kein Mensch fremden Aussehens seines Lebens sicher sein kann.
> Im Umgang mit dem politischen Gegner bin ich ungern zu modernen Formen
> des Kaffesatzlesens verdammt.
Nimm Dir einen VS-Bericht und schlag nach, was dort an Fakten und
Äusserungen belegt ist und denk dann noch mal nach, ob Du ob solcher
Materialien wirklich noch zum Kaffeesatzlesen verdammt bist.
> Wenn Du wirklich recht hast, dann sind diese Verbote ja zudem
> offensichtlich wirkungslos,
Verbote als alleiniges Mittel gegen Rechtsextremismus wären sicher
wirkungslos, ja. Aber darum geht's her ja auch gar nicht.
Hier geht's darum, ob ein
> Wuerdest Du nicht auch lieber sagen koennen: X ist ein Mistladen, denn
> sie fordern oder fertreten erstens zwotens drittens ... ?
Lieber würde ich sagen können, daß es keine "Mistläden" gäbe, die
regelmäßig Rechtsextremisten eine Bühne bieten oder für
rechtsextremistische Straftäter zumindest kurzfristig einen Unterschlupf
an einer wissenschaftlichen Hochschule bieten.
Ciao
Jens
> > Wieso sollte eine solche Burschenschaft Kalenborn auch als (politisch)
> > unbrauchbar vor die Türe setzen, wenn sie es gleichzeitig durch das
> > Absingen des Horst-Wessels-Lieds bis in den Spiegel (9.6.'97) gebracht
> > haben?
>
> Die Presse und das Glaubensbekenntnis, dass alles wahr ist, was die Herren
> dort so schreiben: Zu besagtem Artikel gibt es eigentlich sehr, sehr viel
> zu berichten (wie man sich vorstellen kann, war er ein grosse Thema bei
> uns - der Spiegel scheint unter AHs eine sehr weit verbreitete
> Informationsquelle zu sein) - folgendes nur in Kürze:
Mal unabhängig von diesem Artikel: Stimmt es denn, wie hier behauptet
wurde, daß die Burschenschaft Libertas Brünn Kontakte zu einem
verurteilten Verbrecher unterhält?
> In besagtem Artikel wird uns vorgeworfen, auf dem Haus einer Osnabrücker
> B! das HW-Lied angestimmt zu haben. Da von meinen Bundesbrüdern niemand zu
> jener Zeit (und auch nicht in einem grossen Zeitraum vor und nach diesem
> Vorfall) in Osnabrück überhaupt zugegen war, fiel es uns ausserordentlich
> schwer, in besagter Räumlichkeit eben dieses zu tun.
> Es wurden diverse Gegendarstellungen und auch Leserbriefe unsererseits vom
> Spiegel schlichtweg ignoriert (so viel zum eigentlichen Zweck des
> Artikels....).
Dann wäre es doch eine gute Idee, solche Gegendarstellungen und
Leserbriefe auch der Korporationsszene oder allgemein im Internet
zugänglich zu machen.
--
Markus Gail - PGP - <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
"Was nach der Rückkehr der FAZ zur alten Rechtschreibung am 1. August an
Verlautbarungen aus der kultusbehördlichen Ecke zu lesen war, ist nichts
als die wortgewordene Rechthaberei von ertappten Pfuschern." D. Roth/RNZ