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Stadtrat Osnabrueck gegen Verbindungen

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Hannes Gnad

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Feb 11, 1998, 3:00:00 AM2/11/98
to

Hallole !


Neue Osnabruecker Zeitung, um den 06.02.1998

--

Fuer zwei Burschenschaften bleibt das Rathaus kuenftig geschlossen
Stadtrat zog die Konsequenzen aus den Vorfaellen bei "Arkadia" und
"Marchia"

Fuer die Burschenschaft bzw. Landsmannschaft "Arkadia-Mittweida" und
"Marchia Berlin" gibt es zukuenftig keine offiziellen Empfaenge im
Rathaus mehr. Das entschied der Stadtrat bei einer Enthaltung. Beide
studentischen Organisationen waren in juengster Vergangenheit durch
rechtsradikale Tendenzen innerhalb ihrer Mitgliedschaft aufgefallen.
In einem mißverstaendlich formulierten Antrag der SPD-Fraktion war
zunaechst von Mitgliedern der studentischen Dachverbaende "Deutsche
Burschenschaften" und "Coburger Convent" die Rede. Daraufhin lehnte die
CDU das Vorhaben ab, da es ein "Klima der Verdaechtigungen ausgerechnet
im Friedensjahr" schaffe, wie es CDU-Ratsherr Carl Moeller formulierte.
"Wir wollen ein Klima in der Stadt behalten, in dem rechtsradikales
Gedankengut keine Chance hat", konterte Lioba Meyer von den Gruenen.
Schliesslich stelle ein offizieller Empfang durch die Stadt eine
oeffentliche Ehrung dar. Nachdem die SPD-Fraktionsvorsitzende Alice
Graschtat darauf hingewiesen hatte, dass es nach Auskunft der
Universitaet Osnabrueck nur sechs studentische Organisationen gebe, von
denen die beiden genannten aufgefallen seien, einigten sich die
Mitglieder des Rates auf eine andere Formulierung. "Die Mitgliedschaft
in den anderen vier studentischen Organisationen ist Geschmackssache,
aber sie sind von dieser Regelung unberuehert", betonte Frau Graschtat.
Mit dem Beschluss des Rates werden fuer "Arkadia" und "Marchia" auch
keine Grussworte der Stadt fuer Festschriften oder aehnliche
Publikationen mehr verfasst. Entsprechende Manuskripte sollen zudem
vorher gruendlich geprueft und im Zweifel das Fachwissen der
Universitaet genutzt werden. "Unter diesen Umstaenden koennen wir als
CDU zustimmen, wir waren nur gegen die vorherige Verallgemeinerung",
erklaerte CDU-Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Rainer Tenfelde.
Die Staatsanwaltschaft Osnabrueck hat inzwischen die Ermittlungen gegen
Mitglieder der "Arkadia-Mittweida" eingestellt, in deren Verbindungshaus
an der Herderstrasse im Maerz vergangenen Jahres Nazilieder gesungen
worden waren (wir berichteten). Der Vorfall hatte zu einer breiten
Protestwelle in Osnabrueck gefuehrt und die Ereignisse wurden auch
bundesweit publiziert. Das gesungene "Horst-Wessel-Lied" sei zwar ein
Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation im Sinne des
Strafgesetzbuches. Strafbar sei das Absingen aber nur, wenn es
oeffentlich erfolgt waere. Bei der Feier im Verbindungshaus habe es
sich aber um eine nichtoeffentliche Examensfeier gehandelt, so die
Staatsanwaltschaft. Offen ist noch, ob der Landesverband der Juedischen
Gemeinden, der die Strafanzeige initiert hatte, die Entscheidung der
Staatsanwaltschaft hinnimmt oder juristisch anfechten wird. (fr)

----

Kommentar: Burschenschaften im Visier
Juristisch sind die Kameraden von "Arkadia" noch eimal davongekommen.
Das Gesetz, das der Privatspaehre hohen Stellenwert einraeumt, liess
sich auf ihr rechtsradikales Handeln in diesem Fall leider nicht
anwenden. Da ist gut, dass die Mitglieder des Rates einvernehmlich
Zeichen gegen jede Form rechter Tendenzen in Osnabrueck gesetzt haben.
Wer das "Horst-Wessel-Lied" singt oder - wie bei "Marchia" geschehen -
demonstrativ die 1. Strophe des Deutschlandliedes anstimmt, hat in
unserer Stadt das Recht verwirkt, oeffentlich durch gewaehlte
Repraesentanten im historischen Friedenssaal empfangen und so geehrt zu
werden. Diese von der SPD initiierte Entscheidung hat nichts mit
Intoleranz im Friedensjahr zu tun. Gerade wer es mit dem Wort Frieden
ernst meint, muss konsequent und weltweit allen Scharfmachern die rote
Karte zeigen. Osnabrueck hat das auf seiner lokalen Ebene getan: die
Entscheidung des Rates ehrt dieses Gremium in seiner Gesamtheit und
ist das richtige Signal zum Beginn eines Jubilaeumsjahres, das an die
Schrecken von Kriegen erinnern und gleichzeitig die Chancen der
Versoehnung und Kooperation aufzeigen will.

--

--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@space.apl.s.shuttle.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
*** "S'Tamagotschi isch's letzte was's gibt." ***
*** (Prof. h. c. Arthur Fischer, Ehrensenator der Uni Stuttgart, ***
*** Seniorchef der Fischerwerke und Erfinder von Fischertechnik) ***

Detlev Franz

unread,
Feb 11, 1998, 3:00:00 AM2/11/98
to

Und Hannes findest Du das ok?

Gruesse,
Detlev

----------------------------------------------------------------
hier gebe ich allein meine privatmeinung kund!
----------------------------------------------------------------

Hannes Gnad

unread,
Feb 11, 1998, 3:00:00 AM2/11/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Detlev Franz <fr...@verwaltung.uni-mainz.de> wrote:

Hallole !

: Und Hannes findest Du das ok?

He, das erste Mal seit Wochen, dass ich hier alle moeglichen Texte
poste, die ich auf x Wegen bekomme, und mich jemand dazu nach meiner
Meinung fragt.

Also, was den Fall der B! Arkadia-Mittweida angeht, die scheinen wohl
echt selber schuld zu sein. Sie haben das Absingen des "Horst-Wessel-
Liedes" wohl dementiert, aber richtig verschwunden ist der Verwurf nie.
Ich befuerchte, dass es wohl tatsaechlich passiert ist. Ich muss nochmal
rumfragen, ob ich mehr dazu rauskriegen kann. Also falls sie es gemacht
haben, sowas idi&$%%^#$% und uebles, dann haben sie es nicht anders
verdient.

Den Fall der L! Marchia sehe ich nicht so krass. Das Auffuehren der
erste Strophe des Liedes der Deutschen, bis vor wenigen Jahren noch
offizieller Teil der Nationalhymne, ist fuer mich nicht genug Anlass,
um jemand als rechtsradikal in die Ecke zu schicken. Wir machen das
im Rahmen des DB regelmaessig, und auch bei uns auf dem Haus vielleicht
ein-, zweimal im Jahr. Aufgeregt hat sich deshalb (noch?!) niemand.

Wenn man natuerlich in eine Halle der Stadt geht, entsprechende
Repraesentanten da sind, es vorher schon so einen Vorfall wie bei
der B! Arkadia-Mittweida gegeben hat, das Klima in der Stadt schon
gereizt ist usw., dann sollte man auf sowas besser vorsichtshalber
verzichten.

Thomas Hochstein

unread,
Feb 11, 1998, 3:00:00 AM2/11/98
to

rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de (Hannes Gnad) schrieb:

> Also, was den Fall der B! Arkadia-Mittweida angeht, die scheinen wohl
> echt selber schuld zu sein. Sie haben das Absingen des "Horst-Wessel-
> Liedes" wohl dementiert, aber richtig verschwunden ist der Verwurf nie.

> Ich befuerchte, dass es wohl tatsaechlich passiert ist. [...] Also falls sie es gemacht

> haben, sowas idi&$%%^#$% und uebles, dann haben sie es nicht anders
> verdient.

> Den Fall der L! Marchia sehe ich nicht so krass. Das Auffuehren der
> erste Strophe des Liedes der Deutschen, bis vor wenigen Jahren noch
> offizieller Teil der Nationalhymne, ist fuer mich nicht genug Anlass,
> um jemand als rechtsradikal in die Ecke zu schicken.

2x AOL. :-)

Gruß
Thomas

--
Thomas Hochstein Fd! ---> http://home.pages.de/~ThomasH/
KDStV Ferdinandea-Prag zu Heidelberg im CV
---> http://home.pages.de/~FdPrag/
Hier äußere ich meine private Meinung. - PGP-public key on request.

Lars Kasulke

unread,
Feb 11, 1998, 3:00:00 AM2/11/98
to

Moin Moin,

Hannes Gnad wrote:

> Hallole !


>
> Den Fall der L! Marchia sehe ich nicht so krass. Das Auffuehren der
> erste Strophe des Liedes der Deutschen, bis vor wenigen Jahren noch
> offizieller Teil der Nationalhymne, ist fuer mich nicht genug Anlass,

> um jemand als rechtsradikal in die Ecke zu schicken. Wir machen das
> im Rahmen des DB regelmaessig, und auch bei uns auf dem Haus vielleicht
> ein-, zweimal im Jahr. Aufgeregt hat sich deshalb (noch?!) niemand.
>

Bevor hier irgendwelche Missverstaendnisse auftauchen - hier eine kleine
Richtigstellung:Auf dem Stiftungsfest anlaesslich des 125. Stiftungsfest der Marchia
wurde das Deutschlandlied in allen 3 Strophen gesungen. Die erste Strophe wurde nie
alleine gesungen ! Vor dem Singen des gesamten Liedes wurde eine ca. 5 minütige Rede
gehalten, warum wir das Lied singen und was wir mit diesem verbinden. So wurde auch
herausgestellt, dass mit diesem Lied heute keine Gebietsansprueche verbunden sind und
das wir uns der Tragweite des Liedes bewusst sind etc.

> Wenn man natuerlich in eine Halle der Stadt geht, entsprechende
> Repraesentanten da sind, es vorher schon so einen Vorfall wie bei
> der B! Arkadia-Mittweida gegeben hat, das Klima in der Stadt schon
> gereizt ist usw., dann sollte man auf sowas besser vorsichtshalber
> verzichten.

Stop, Stop, wir sind nicht in eine Halle gegangen, sondern waren am vormittag im
Freidenssaal des Rathauses empfangenworden. Der Kommers fand abends in einem privaten
"Raum" statt.

Ciao

Lars


Hannes Gnad

unread,
Feb 13, 1998, 3:00:00 AM2/13/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Hannes Gnad <rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de> wrote:

Hallole !

Hier noch einige Details zum Verlauf der Dinge in Osnabrueck
(der Text ist nicht von mir) ...


Es handelt sich bei dem ganzen "Vorfall" um ein etwas "kurioses"
Zusammentreffen von unterschiedlichen Dingen. Vor nahezu einem Jahr
fand auf dem Haus der B! Arkadia-Mittweida Osnabrueck eine
Diplomkneipe statt, bei der diverse korporierte Gaeste zugegen waren.
Zu spaeterer Stunde, als sich die Reihen bereits erheblich gelichtet
hatten und nur noch unter 10 Personen - ueberwiegend Gaeste - da
waren, wollte die Freundin eines Arkaden diesen vom Haus abholen.
Waehrend Ihrer Anwesenheit sollen dann einerseits eine Diskussion mit
"rechtsradikalem Inhalt" gelaufen sein - m. W. hat sie aber nicht
gesamten Inhalt mitbekommen, sondern nur Fetzen und die genuegten
ihr zur Beurteilung - und andererseits soll das Horst-Wessel-Lied
gesungen worden sein.

Pikant an der ganzen Sache ist der weitere Verlauf. Die Dame -
immerhin die Freundin eines Arkaden - arbeitete gerade als
Volontaerin bei der Osnabruecker Zeitung und hatte nichts besseres
zu tun, als zum Leiter der juedischen Gemeinde zu laufen und die
ganze Sache in einem schoenen Artikel in die Zeitung zu bringen.

Dem Altherrenvorstand blieb am naechtsen Tag das Fruehstueck im Halse
stecken, als er das ueber seinen Bund las. Alle Bemuehungen, mit der
Dame einmal ueber die Vorgaenge zu sprechen, um zur Aufklaerung
beizutragen, waren bis heute nicht von Erfolg gekroent. Die Dame hat
sich standhaft verleugnen lassen und war nicht in der Lage, ihre
Vorwuerfe gegenueber den Arkaden nochmals direkt zu wiederholen.

Die juedische Gemeinde hat dann Anzeige erstattet - was auch immer
die mit diesem Vorfall direkt zu tun gehabt haben mag, verstehe ich
beim besten Willen bis heute nicht - und die Staatsanwaltschaft
ermittelte.

Bei den Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass es eine
nichtoeffentliche Veranstaltung war und dass daruebeer hinaus die
Vorwuerfe nicht belegbar und haltbar waren, da sich die junge Dame
in Widerspruechen verstrickte.

In der Presse war von diesen Klarstellungen, die dann zur Einstellung
des Verfahrens fuehrten (s. auch Volltext des Artikels) nahezu nicht
die Rede, denn das passte ja nicht ins Konzept.

Ende Oktober sollte dann in der Uni ein "Bastelwochenende" gegen
Korporationen stattfinden, bei dem jene Dame als "Musterbeispiel von
Recht und Ordnung" hochgelobt und die Verbindungen schlecht gemacht
werden sollten. Die Veranstaltung fiel dann offiziell wegen Krankheit
von zwei Referenten und der Veranstalterin aus - korrekt waere aber
gewesen, dass ausser den Arkaden und einigen anderen Korporierten
nahezu keiner Interesse an dem "Workshop" gezeigt hatte. Nun ja, das
war auch nicht schlecht.

Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen
Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
stehen.

Bei der fuer diesen Mailwechsel ausschlaggebenden Pressemitteilung
sieht man allerdings wieder einmal, wohin wir als Korporationen
gestellt werden, insbesondere dann, wenn sich eine Verbindung noch
ueber eine andere aeussert (im Fall Arkadia) und damit das kleine
korporative Lager spaltet. Da wird nun scheibchenweise dieses Lager
mit Erfolg zerlegt und nach und nach kommen alle dran.

Auch sollten sich in solchen Faellen die jeweiligen Verbindungen Rat
von Aussen holen bzw. geben lassen, denn nicht immer sind Profis im
jeweiligen Bund, die mit der Presse umzugehen wissen. Diejenigen, die
schon intensiveren Pressekontakt hatten, wissen, wovon ich rede.

* Vernunft scheint in diesem Land derzeit nicht mehrheitsfaehig zu sein. *
* (Karsten Vilmar, Praesident der Bundesaerztekammer, am 02.02.98 im ZDF) *

Johannes Schwenke

unread,
Feb 14, 1998, 3:00:00 AM2/14/98
to

On 13 Feb 1998, Hannes Gnad wrote:

> In de.soc.studium.verbindungen Hannes Gnad wrote:
>
> Hier noch einige Details zum Verlauf der Dinge in Osnabrueck
> (der Text ist nicht von mir) ...
>

> [...] Vor nahezu einem Jahr fand auf dem Haus der B! Arkadia-Mittweida
> Osnabrueck eine Diplomkneipe statt, [...]
> Zu spaeterer Stunde, [...] soll das Horst-Wessel-Lied gesungen worden
> sein.
>
> [...]


> Die juedische Gemeinde hat dann Anzeige erstattet - was auch immer die
> mit diesem Vorfall direkt zu tun gehabt haben mag, verstehe ich beim
> besten Willen bis heute nicht -

Man muss nicht selbst (oder was soll das "direkt" suggerieren?) Opfer
einer Straftat sein, um Anzeige erstatten zu koennen. Dass die
Gesellschaftsdoktrin des "Halte Dich raus" so offensiv wie hier vertreten
wird, erlebt man selten.

> und die Staatsanwaltschaft ermittelte.
>
> Bei den Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass es eine
> nichtoeffentliche Veranstaltung war

Bei Tatbestaenden wie "Verbreitung von Propagandamitteln verfassungs-
widriger Organisationen", "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger
Organisationen", "Volksverhetzung" oder "Aufstachelung zum Rassenhass" ist
zwar fuer die Strafbarkeit wichtig, ob eine oeffentliche Aktion oder ein
Vertrieb (von Propagandamitteln) vorliegt, aber die (auch oeffentliche)
moralische Wertung privater Vorfaelle ist dadurch nicht beruehrt oder gar
verhindert.

> und dass daruebeer hinaus die Vorwuerfe nicht belegbar und haltbar
> waren, da sich die junge Dame in Widerspruechen verstrickte.

Ist denn nun das Horst-Wessel-Lied gesungen worden oder nicht? Wenn es
nicht gesungen worden ist, warum hat sich Arkadia dann nicht vor dessen
Entscheidung an den Stadtrat gewandt, oder hat sie das?

> In der Presse war von diesen Klarstellungen, die dann zur Einstellung
> des Verfahrens fuehrten (s. auch Volltext des Artikels) nahezu nicht
> die Rede, denn das passte ja nicht ins Konzept.

Mit dem Stadtrat kommuniziert man doch nicht nur ueber die Presse.

> Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen
> Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
> getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
> verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
> stehen.

Was ist denn das fuer eine eierige Formulierung?

Johannes FcA!

-- Johannes Schwenke

I. Physikalisches Institut der RWTH Aachen, D-52056 Aachen
Tel. (+49-241) 80-7165, email: schw...@physik.rwth-aachen.de

Hannes Gnad

unread,
Feb 14, 1998, 3:00:00 AM2/14/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Johannes Schwenke <schw...@Physik.RWTH-Aachen.DE> wrote:

Hallole !

: > und dass daruebeer hinaus die Vorwuerfe nicht belegbar und haltbar


: > waren, da sich die junge Dame in Widerspruechen verstrickte.

: Ist denn nun das Horst-Wessel-Lied gesungen worden oder nicht?

Weiss ich leider nicht, und konnte ich bisher trotz allen
Nachhakens auch noch nicht definitiv in Erfahrung bringen.


: Wenn es


: nicht gesungen worden ist, warum hat sich Arkadia dann nicht vor dessen
: Entscheidung an den Stadtrat gewandt, oder hat sie das?

Weiss ich leider auch nicht. :(


: > In der Presse war von diesen Klarstellungen, die dann zur Einstellung


: > des Verfahrens fuehrten (s. auch Volltext des Artikels) nahezu nicht
: > die Rede, denn das passte ja nicht ins Konzept.

: Mit dem Stadtrat kommuniziert man doch nicht nur ueber die Presse.

Die wenigen Klarstellungen erschienen wenige Tage nach dem Vorfall,
wohl im Mai letzten Jahres, lange vor der Entscheidung des Stadtrats.


: > Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen


: > Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
: > getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
: > verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
: > stehen.

: Was ist denn das fuer eine eierige Formulierung?

Wie gesagt, der Text war nicht von mir. :)

Rainer Schulz

unread,
Feb 17, 1998, 3:00:00 AM2/17/98
to

>

Mahlzeit!

Ich hielt mich letztes Wochenende auf dem Haus der B! Arkadia Mittweida zu Osnabrueck auf,
und muss deshalb hier mal meine Meinung darlegen.
Zuerst einmal finde ich es traurig, dass hier Pressenachrichten von Verbandsbruedern
kommentarlos weitergeleitet werden. Das Kesseltreiben wird dadurch, meiner meiner nach, nur
noch unterstuetzt.
Desweiteren wurde von der B! Arkadia ein Artikel in den Burschenschaftlichen Blaettern
veroeffentlicht. Dieser sollte dann auch hier veroeffentlicht werden.
Was ich sagen moechte ist, dass sich wenigstens der eigene Verband vor seine Mitglieder
stellen sollte und diese unterstuetzen und nicht irgendwelches Halbwissen der Medien vor die
Aussagen der Verbandsbrueder stellen.


> Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen
> Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
> getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
> verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
> stehen.

Das muss es keinesfalls!! Auch dazu sollte man gefaelligst den betroffenen Bund selbst
befragen.

--
Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.cadlab.tu-berlin.de/~schulzra/Maerker.html


Wulf Richartz

unread,
Feb 17, 1998, 3:00:00 AM2/17/98
to

Rainer Schulz schrieb:

Moin Rainer,

> Ich hielt mich letztes Wochenende auf dem Haus der B! Arkadia Mittweida zu > Osnabrueck auf, und muss deshalb hier mal meine Meinung darlegen.

Die dann leider nicht gekommen ist ? Wie war es denn nun wirklich ?

> Zuerst einmal finde ich es traurig, dass hier Pressenachrichten von
> Verbandsbruedern kommentarlos weitergeleitet werden.

Also erstmal, man muss ja nicht zu allem eine Meinung haben, oder
genug drueber Bescheid wissen, um Pressenachrichten von allgemeinem
interesse weiterzugeben.

Zweitens, Hannes hat es kommentiert in
<6bs8ol$h2c$2...@infosun2.rus.uni-stuttgart.de> am 11.02. um 14.23 Uhr.

> Das Kesseltreiben wird dadurch, meiner meiner nach, nur
> noch unterstuetzt.

Glaube ich grundsaetzlich nicht, verheimlich bringt gar nichts, ausser
dass man nicht lernt sin in offener Feldschlacht zu verteidigen; in
diesem speziellen Fall ist der Schuss fuer die Neue Osnabruecker
Zeitung nach Abwaegen aller Informationen zumindest zur Haelfte nach
hinten los gegangen, was den Marchiateil betrifft.

> Desweiteren wurde von der B! Arkadia ein Artikel in den
> Burschenschaftlichen Blaettern veroeffentlicht. Dieser sollte dann auch
> hier veroeffentlicht werden.

Und der kommt jetzt aus welchem Grund von Dir hier jetzt nicht ?

Andere Frage, gab es Gegendarstellungen, Leserbriefe der Arkadia in
der NOZ, ist gegen die juedische Gemeinde, diese ominoese Freundin
eine verleumdungsklage angestrengt worden ?

Hat sich die Marchia irgendwie gewehrt ?

Artikel in Verbandszeitschriften helfen da uebrigens wenig.

> Was ich sagen moechte ist, dass sich wenigstens der eigene Verband vor
> seine Mitglieder stellen sollte und diese unterstuetzen und nicht
> irgendwelches Halbwissen der Medien vor die Aussagen der Verbandsbrueder
> stellen.

Das ist falscher Corpsgeist in Reinstform, wenn die Vorwuerfe
tatsaechlich gerechtfertigt sind.

> > Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen
> > Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
> > getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
> > verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
> > stehen.
>
> Das muss es keinesfalls!! Auch dazu sollte man gefaelligst den betroffenen
> Bund selbst befragen.

Ich bin so schlau wie vorher, die Marchia hat hier Stellung bezogen;
ich halte zwar nicht viel vom Singen aller drei Strophen; aber wenn
das tatsachlich bei einem Kommers in Privatraeumen stattgefunden hat,
dann ist das Vorgehen des Stadtrates und der der Artikel in der NOZ
extrem unsachlich.

Ciao Wulf v. Dixi

W.k.St.V. UNITAS Muenchen im UV
--
Wulf Richartz, Reichenbachstr. 47, D-80469 Muenchen, Tel.: +49 89 2010811
EMail: mailto:Wulf.R...@gmx.de
WWW: http://www.eikon.e-technik.tu-muenchen.de/~rwulf/
PGP-Public-Key available on the homepage

Rainer Schulz

unread,
Feb 17, 1998, 3:00:00 AM2/17/98
to

Hallo Wulf,


Wulf Richartz wrote:

> > Ich hielt mich letztes Wochenende auf dem Haus der B! Arkadia Mittweida zu > Osnabrueck auf, und muss deshalb hier mal meine Meinung darlegen.
>
> Die dann leider nicht gekommen ist ? Wie war es denn nun wirklich ?

Also der Gesamteindruck war hervorragend. Die arg dezimierte Aktivitas, wie auch die mit anwesenden AH machten einen geschlossenen Eindruck. Ich
weiss das soll nichts heissen.Zum einen der Eindruck, zum anderen der Fakt, dass 90% der Arkaden Juristen sind, festigten in mir die Meinung, dass
diese Verbindung das Lied nicht gesungen hat.
Ich kann und werde nicht sagen ob und wer es gesungen hat. Das moechte ich den beteiligten Personen ueberlassen. Denn an dem besagten Abend waren
nicht nur Arkaden und diese ominoese Frau anwesend.

> > Das Kesseltreiben wird dadurch, meiner meiner nach, nur
> > noch unterstuetzt.
>
> Glaube ich grundsaetzlich nicht, verheimlich bringt gar nichts, ausser
> dass man nicht lernt sin in offener Feldschlacht zu verteidigen; in
> diesem speziellen Fall ist der Schuss fuer die Neue Osnabruecker
> Zeitung nach Abwaegen aller Informationen zumindest zur Haelfte nach
> hinten los gegangen, was den Marchiateil betrifft.

Die Arkaden haben mit Vertretern der Stadt und Presse gesprochen. In diesen Gespraechen wurde zum Ausdruck gebracht, was die B! Arkadia auch als
Entlastung vorzubringen habe, sei voellig egal. Die Nachricht vom Absingen des Liedes wurde gebracht und dabei bleibt es. Es gab ueberhaupt kein
Interesse die Sache aufzuklaeren. Selbst das Abgeben eines Ehrenwortes sei als banal beiseite gewischt worden.

>
>
> > Desweiteren wurde von der B! Arkadia ein Artikel in den
> > Burschenschaftlichen Blaettern veroeffentlicht. Dieser sollte dann auch
> > hier veroeffentlicht werden.
>
> Und der kommt jetzt aus welchem Grund von Dir hier jetzt nicht ?

Weil ich nicht staendig an der Uni mit mit mir fuehre..Entschuldigung bitte..:-)

> Andere Frage, gab es Gegendarstellungen, Leserbriefe der Arkadia in
> der NOZ, ist gegen die juedische Gemeinde, diese ominoese Freundin
> eine verleumdungsklage angestrengt worden ?

seihe oben.

> Artikel in Verbandszeitschriften helfen da uebrigens wenig.

Das wuerde wenigstens Verbandsbruedern oder gar anderen Korporierten ein anderes Bild davon geben.

> > Was ich sagen moechte ist, dass sich wenigstens der eigene Verband vor
> > seine Mitglieder stellen sollte und diese unterstuetzen und nicht
> > irgendwelches Halbwissen der Medien vor die Aussagen der Verbandsbrueder
> > stellen.
>
> Das ist falscher Corpsgeist in Reinstform, wenn die Vorwuerfe
> tatsaechlich gerechtfertigt sind.

Man sollte die Vorwuerfe erstmal pruefen!! Ich glaube zuerst meinem Verbandsbruder als der Presse!

> > > Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen
> > > Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
> > > getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
> > > verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
> > > stehen.
> >
> > Das muss es keinesfalls!! Auch dazu sollte man gefaelligst den betroffenen
> > Bund selbst befragen.
>
> Ich bin so schlau wie vorher, die Marchia hat hier Stellung bezogen;
> ich halte zwar nicht viel vom Singen aller drei Strophen; aber wenn
> das tatsachlich bei einem Kommers in Privatraeumen stattgefunden hat,
> dann ist das Vorgehen des Stadtrates und der der Artikel in der NOZ
> extrem unsachlich.

Wie sieht es generell aus mit dem Absingen eines Liedes in Privatraeumen???

Lars Kasulke

unread,
Feb 17, 1998, 3:00:00 AM2/17/98
to

Wulf Richartz wrote:

> Hat sich die Marchia irgendwie gewehrt ?
>

(...)Ja, wurde von meinem Bund getan. Es wurden Briefe an den Unipraesidenten geschrieben und auch an den OB ! Diese wurden im Osnabruecker
Stadtblatt gleich als "verlogene schwuelstige" Briefe dargestellt !
Die Briefe an die NOZeitung wurden verkuerzt oder ueberhaupt nicht gebracht !
Weitere rechtliche Schritte werden jetzt geprueft.
Ich habe meinerseits persoenlich Strafanzeige gegen die SPD-Fraktionsvorsitzende gestellt, die in der Ratssitung laut Protokoll m. lb. Marchia
kriegverherrlichende und rechtsextrimistische Ziele vorgeworfen hat.
Was mein Bund macht bleibt abzuwarten.

(...)

> Ich bin so schlau wie vorher, die Marchia hat hier Stellung bezogen;
> ich halte zwar nicht viel vom Singen aller drei Strophen; aber wenn
> das tatsachlich bei einem Kommers in Privatraeumen stattgefunden hat,
> dann ist das Vorgehen des Stadtrates und der der Artikel in der NOZ
> extrem unsachlich.

(...)
Damit muessen wir hier in Osnabrueck leider leben ... im Augenblick findet halt hier eine Hexenjagd statt, die einen stark an unsere Geschichte
erinnert (klingt hart, ist aber leider so) ! Wir muessen wohl abwarten was geschieht.

Ciao

Lars Kasulke

Dies ist meine persoenliche Meinung und Ansicht und nicht die m. lb. Marchia


Olaf Engel

unread,
Feb 18, 1998, 3:00:00 AM2/18/98
to

Sehr geehrte GROUP, ich habe Vbr. Schröder meine e-mail Adresse zur Verfügung gestellt, damit er
hier seine Position vertreten kann, da er ansonsten keine Möglichkeit hat, dies an dieser Stelle
zu tun.
Olaf Engel Z!
Berliner Burschenschaft der Maerker
http:\\www.cadlab.tu-berlin.de/~schulzra/Maerker.html

Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen des angeblichen Singens des
"Horst-Wessel-Liedes" auf dem Haus der Burschenschaft ARKADIA wurden eingestellt

Im März letzten Jahres hatte Christina Fischer, ehemaliges Mitglied und Vorsitzende der
farbentragenden Studentenverbindung „CdStV Teutoburg Lage", in der Presse wiederholt behauptet,
auf dem Haus der Burschenschaft ARKADIA-Mittweida sei in Ihrer Anwesenheit das
„Horst-Wessel-Lied" gesungen worden. Drei Gäste der ARKADIA, Korporierte aus Münster, Aachen und
Hannover, hätten das nationalsozialistische Lied angestimmt, worauf ein Mitglied der AV Widukind
im CV und ein Mitglied der Burschenschaft ARKADIA in den Gesang sporadisch eingefallen seien.
Diese Behauptungen fanden ein reges Echo in der Presse, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen
wegen Verstoß gegen § 86 a StGB (Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole) auf.

Seitens der Burschenschaft ARKADIA wurden die schweren Vorwürfe sehr ernst genommen und
unverzüglich interne Ermittlungen eingeleitet, um deren Wahrheitsgehalt festzustellen. Diese
Nachforschungen hatten ergeben, daß kein Mitglied der ARKADIA das Nazi-Lied gesungen hatte. Auch
die gegen die Gäste erhobenen Vorwürfe konnten nicht bestätigt werden. Da auch der beschuldigte
Angehörige der AV Widukind im CV nach wie vor Mitglied dieser Studentenverbindung ist, kann wohl
davon ausgegangen werden, daß auch die internen Ermittlungen der AV Widukind keine Bestätigung
der Behauptungen der Christina Fischer ergeben haben. Warum allerdings die AV Widukind sich
angesichts dieses Sachverhalts wiederholt veranlaßt sah, sich öffentlich von der Burschenschaft
ARKADIA zu distanzieren, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen einstellen müssen, weil tatsächlich keine Straftat
vorliegt. Nun ist Tatbestandsvoraussetzung des § 86 a StGB die Öffentlichkeit, die freilich auf
einem verschlossenem Verbindungshaus ohnehin nicht gegeben ist, so daß schon aus diesem Grund
kein hinreichender Tatverdacht vorlag. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen haben aber auch
keine weitere Bestätigung der Behauptungen der Christina Fischer ergeben.

Christina Fischer war keine unabhängige Zeugin, wie die Neue Osnabrücker Zeitung behauptete,
sondern freie Mitarbeiterin dieses Blattes. Sie mußte vor einiger Zeit ihr Jurastudium erfolglos
abbrechen. Vielleicht wollte sie sich durch die Präsentation eines Skandals als findige
Journalistin darstellen und hoffte auf eine feste Anstellung?

Die Burschenschaft ARKADIA hat die Erfahrung machen müssen, daß die Menschen offenbar nur zu
gerne bereit sind, in der Öffentlichkeit erhobene Behauptungen zu glauben, ohne das Ergebnis
objektiver Ermittlungen abzuwarten. Zu schnell wird der Stab gebrochen, weil existierende
Vorurteile scheinbare Bestätigung finden. Wer sich schwere Vorwürfe gegen seine Komilitonen zu
eigen macht, der sollte sich bemühen, sich selbst ein Urteil zu bilden und nicht, nur weil er
Rauch sieht, schon auf die Existenz eines Feuers schließen.

Die Burschenschaft ARKADIA hat sich stets von rechtsradikalem Gedankengut distanziert und keinem
Kontakt zu Trägern rechtsextremer Gesinnungen gepflegt. Ihre Mitglieder werden sich auch
weiterhin für den freiheitlichen demokratischen Rechtstaat und ein friedliches Zusammenleben der
europäischen Völker einsetzen. Wer sich hiervon überzeugen will, der mag das Haus der ARKADEN,
welches Gästen immer offensteht, aufsuchen, um sich ein objektives Urteil zu bilden.

Peter Schröder Z! B! Arkadia Mittweida zu Osnabrück

Olaf Engel

unread,
Feb 18, 1998, 3:00:00 AM2/18/98
to

N´Abend !

Wulf Richartz wrote:

> Rainer Schulz schrieb:


>
> > Desweiteren wurde von der B! Arkadia ein Artikel in den
> > Burschenschaftlichen Blaettern veroeffentlicht. Dieser sollte dann auch
> > hier veroeffentlicht werden.
>
> Und der kommt jetzt aus welchem Grund von Dir hier jetzt nicht ?

Ich habe mir mal die Mühe gemacht diesen Artikel abzuschreiben:

"Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Burschenschaft ARKADIA-Mittweida"?
Mit solchen Schlagzeilen muß sich die Burschenschaft ARKADIA-Mittweida zu Osnabrück seit dem Sommersemester 1997 auseinandersetzten. Da die
Berichterstattung der Medien bezüglich unseres Bundes offenbar ein mehr als regionales Interesse gefunden hat, hält es der AHV Burschenschaft
ARKADIA-Mittweida für geboten, die Verbandsbrüder und interessierte Kreise über den tatsächlichen Hintergrund der Pressebehauptung aufzuklären.

Am 22. März 1997 suchte weit nach Mitternacht eine freie Mittarbeiterin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Kneipsaal des Arkadenhauses auf, um dort
ihren damaligen Freund, einen Konkneipanten der Burschenschaft ARKADIA-Mittweida, von einer Examenskneipe, die nicht unerhebliche Zeit zuvor beendet
worden war, abzuholen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nur noch wenige Bundesbrüder, darunter kein Chargierter, neben einigen Gästen auf dem Haus
auf.

Die Mittarbeiterin der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die von diesem Blatt gern als "mutige Zeugin" zitiert wird, behauptet, zwei Gäste, darunter ein
Weinheimer Corpsstudent - hätten während ihrer Anwesenheit das "Horst-Wessel-Lied" angestimmt. In diesen Gesang seien sodann ein Mitglied der
Burschenschaft ARKADIA-Mittweida und ein Angehöriger der örtlichen CV-Verbindung sporadisch eingefallen.

Der beschuldigte Bundesbruder der Burschenschaft ARKADIA-Mittweida hat gegenüber dem Vorstand des AHV zwischenzeitlich eine schriftliche Erklärung
mit dem Inhalt abgegeben, daß er das "Horst-Wessel-Lied" nicht - auch nicht teiweise - mitgesungen hat. Die Richtigkeit seiner Erklärung hat er
schriftlich bei seiner Ehre als Burschenschafter versichert.

Der AHV der Burschenschaft ARKADIA-Mittweida hat daher festgestellt, daß kein Mitglied seiner Burschenschaft am 22./23. März 1997 das
"Horst-Wessel-Lied" gesungen hat. Der in der Presse vermittelte Eindruck, als hätten Mitglieder der Burschenschaft ARKADIA-Mittweida dieses
nationalsozialistische Lied gesungen, ist falsch. Ebenso falsch ist die in den Medien wiederholte Behauptung, die Staatsanwaltschaft ermittele gegen
den nicht-rechtsfähigen Verein (!) Burschenschaft ARKADIA-Mittweida. Tatsächlich wird lediglich gegen die von der Zeugin beschuldigten Personen
ermittelt.

Die Art der laufenden Berichterstattungen in den Medien, die auch bei dem unvoreingenommenen Betrachter den Eindruck erweckt, als fänden sich in der
Burschenschaft ARKADIA-Mittweida rechtsradikale Tendenzen, führen dazu, daß sich zum Ende des Monats Semptember einige mutmaßliche linksextreme
Personen berufen fühlten, "Notwehr des Rechts" zu üben und einen Anschlag auf das Arkadenhaus zu unternehmen. Bei dieser feigen Tat wurden nachts um
zwei Uhr sämtliche im Erdgeschoß des Hauses zur Straße befindlichen Fenster mit schweren Pflastersteinen zertrümmert, wobei ein Hausbewohner nur
durch zufall schweren Verletzungen entging. Die Ermittlungen der Polizei verliefen bislang ergebnislos.

Für den Vorstand des AHV der Burschenschaft ARKADIA-Mittweida zu Osnabrück Peter Schröder (ARKADIA-Mittweida 1992)

Literaturquelle: Burschenschaftliche Blätter 4/97 112. Jahrgang 1997

Olaf Engel

Olaf Engel

unread,
Feb 18, 1998, 3:00:00 AM2/18/98
to

Sehr geehrte GROUP, ich habe Vbr. Schröder ein weiteres Mal meine e-mail Adresse zur Verfügung gestellt, damit er

hier seine Position vertreten kann, da er ansonsten keine Möglichkeit hat, dies an dieser Stelle zu tun.
Olaf Engel Z!
Berliner Burschenschaft der Maerker
http:\\www.cadlab.tu-berlin.de/~schulzra/Maerker.html

Wulf Richartz wrote:

> Andere Frage, gab es Gegendarstellungen, Leserbriefe der Arkadia in
> der NOZ, ist gegen die juedische Gemeinde, diese ominoese Freundin
> eine verleumdungsklage angestrengt worden ?

Offensichtlich kennst Du Dich nicht besonders gut im juristischen Bereich aus, aber diese Frage wird mir nicht zum ersten Mal gestellt. Leider ist
das Leben nicht so einfach, wie Du es Dir bei oberflächlicher Betrachtung vorstellst. Also: Um eine Strafanzeige gegen die o.g. Personen oder
Organisitionen mit Aussicht auf Erfolg stellen zu können, müßten diese erst einmal den Straftatbestand der Beleidigung, Verleumdung, übler Nachrede
etc. verwirklicht haben. Dies ist aber nicht der Fall, soweit sie nur behauptet haben, auf dem Haus der Burschenschaft ARKADIA sei ein Nazi-Lied
gesungen worden. Damit ist nämlich keiner der Straftatbestände objektiv verwirklicht worden, da die Burschenschaft ARKADIA als nicht rechtsfähiger
Verein nicht beleidigungsfähig ist. Die Beleidigungsfähigkeit ist aber objektive Tatbestandsvoraussetzung aller genannter Beleidigungsdelikte.
Solange keine konkreten Personen angesprochen oder benannt werden - was wohlweislich unterblieben ist - darf eine Studentenverbindung also lustig
beleidigt werden. Bei der NOZ kommt noch erschwerend hinzu, daß sie als Presseorgan "berechtigte Interessen" wahrnimmt und damit in ihrem Handeln
gerechtfertigt ist (auch wenn ansonsten der Tatbestand einer Beleidigung etc. verwirklicht wäre) mithin also straflos handelt.

> Hannes Gnad schrieb:


>
> > > Trotz allem haben die Arkaden sich mittlerweile aus unterschiedlichen
> > > Gruenden von einem Grossteil ihrer damals relativ kleinen Aktivitas
> > > getrennt, die als "Nachwehen" der Vorfaelle bei jener Diplomfeier
> > > verstanden werden muessen, nicht jedoch im direkten Zusammenhang
> > > stehen.

Wenn sich die Burschenschaft ARKADIA ein Jahr, nachdem die Behauptungen von Christina Fischer in die Presse lanciert worden sind, von Aktiven
trennt, dann gehört schon viel Phantasie dazu, dies damit - auch nur mittelbar - in Verbindung zu bringen.


Matthias K. Reuss

unread,
Feb 18, 1998, 3:00:00 AM2/18/98
to

In article <34E99907...@cadlab.tu-berlin.de>, Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

[Arkadia-Mittweida]

>Also der Gesamteindruck war hervorragend. Die arg dezimierte Aktivitas, wie
> auch die mit anwesenden AH machten einen geschlossenen Eindruck. Ich
>weiss das soll nichts heissen.Zum einen der Eindruck, zum anderen der Fakt,
> dass 90% der Arkaden Juristen sind, festigten in mir die Meinung, dass
>diese Verbindung das Lied nicht gesungen hat.

Könntest Du das bitte erläutern?
Was haben Studiengänge damit zu tun?

Gruß

Matthias Reuß
B! Hannovera zu Göttingen

Johannes Schwenke

unread,
Feb 19, 1998, 3:00:00 AM2/19/98
to

On Wed, 18 Feb 1998, Peter Schröder (c/o Olaf Engel) wrote:

> Sehr geehrte GROUP, ich habe Vbr. Schröder meine e-mail Adresse zur
> Verfügung gestellt, damit er hier seine Position vertreten kann, [...]


>
> Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen des angeblichen Singens

> des "Horst-Wessel-Liedes" auf dem Haus der Burschenschaft ARKADIA wurden
> eingestellt
>
> [...]


>
> Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen einstellen müssen, weil
> tatsächlich keine Straftat vorliegt. Nun ist Tatbestandsvoraussetzung
> des § 86 a StGB die Öffentlichkeit, die freilich auf einem
> verschlossenem Verbindungshaus ohnehin nicht gegeben ist, so daß schon
> aus diesem Grund kein hinreichender Tatverdacht vorlag.

Mit dieser Feststellung haette die Staatsanwaltschaft die Sache einstellen
koennen, ohne das tatsaechliche Geschehen aufzuklaeren. Eine solche
Einstellung nuetzt den Beschuldigten allerdings gar nichts, da sich der
Einstellungsgrund nicht auf die Sache selbst bezieht.

> Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen haben aber auch keine weitere
> Bestätigung der Behauptungen der Christina Fischer ergeben.

Hat denn die Staatsanwaltschaft in einer Weise nach einer Bestaetigung
oder Widerlegung der Anschuldigungen gesucht, dass ein unbefangener
Beobachter aus den Untersuchungsergebnissen mit einiger Plausibilitaet auf
die Haltlosigkeit der Behauptungen schliessen kann?

Anders gefragt: Gibt der Wortlaut des Einstellungsbeschlusses zum Verlauf
des Abends genug her, dass man ihn gegenueber der Oeffentlichkeit oder dem
Stadtrat als Gegengewicht zu den Zeitungsberichten nutzen koennte?

In diesem Zusammenhang moechte ich meine Frage wiederholen, wie sich
Arkadia gegenueber dem Stadtrat vor dessen Entscheidung geaeussert hat.
Warum war es nicht moeglich, z.B. die CDU-Fraktion von der Haltlosigkeit
der Vorwuerfe zu ueberzeugen?

Gruesse aus Aachen,
Johannes FcA! [CV]

Hannes Gnad

unread,
Feb 19, 1998, 3:00:00 AM2/19/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Johannes Schwenke <schw...@Physik.RWTH-Aachen.DE> wrote:

Hallole !

: Warum war es nicht moeglich, z.B. die CDU-Fraktion von der Haltlosigkeit
: der Vorwuerfe zu ueberzeugen?

Klarstellung von Fakten ist keine Frage der Parteizugehoerigkeit.

Johannes Schwenke

unread,
Feb 19, 1998, 3:00:00 AM2/19/98
to

On 19 Feb 1998, Hannes Gnad wrote:

> In de.soc.studium.verbindungen Johannes Schwenke [...] wrote:
>
> : Warum war es nicht moeglich, z.B. die CDU-Fraktion von der Haltlosigkeit
> : der Vorwuerfe zu ueberzeugen?
>
> Klarstellung von Fakten ist keine Frage der Parteizugehoerigkeit.

Deswegen schrieb ich: "z.B.".

Es spricht m.E. nichts dagegen, mit einer Klarstellung bei denjenigen
anzufangen, die sich oeffentlich gegen ein "Klima der Verdaechtigungen"
aussprechen.

In dem von Dir zitierten Zeitungsbericht vom 6.2.98 heisst es:

| [...] In einem mißverstaendlich formulierten Antrag der SPD-Fraktion war


| zunaechst von Mitgliedern der studentischen Dachverbaende "Deutsche
| Burschenschaften" und "Coburger Convent" die Rede. Daraufhin lehnte die
| CDU das Vorhaben ab, da es ein "Klima der Verdaechtigungen ausgerechnet
| im Friedensjahr" schaffe, wie es CDU-Ratsherr Carl Moeller formulierte.

| [...] Nachdem die SPD-Fraktionsvorsitzende Alice Graschtat darauf


| hingewiesen hatte, dass es nach Auskunft der Universitaet Osnabrueck nur
| sechs studentische Organisationen gebe, von denen die beiden genannten
| aufgefallen seien, einigten sich die Mitglieder des Rates auf eine

| andere Formulierung. [...] "Unter diesen Umstaenden koennen wir als


| CDU zustimmen, wir waren nur gegen die vorherige Verallgemeinerung",

| erklaerte CDU-Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Rainer Tenfelde. [...]

Das hinterliess bei mir den Eindruck, als sei (z.B.) die CDU-Fraktion im
Osnabruecker Stadtrat nicht prinzipiell an einer Klaerung von
Hintergruenden und Zusammenhaengen uninteressiert gewesen.

Ich moechte immer noch wissen, ob und mit welchem Ergebnis Arkadia vor der
fraglichen Entscheidung auf Mitglieder des Stadtrats (und seien es auch
nur einzelne gewesen) zugegangen ist.

Johannes FcA!

Rainer Schulz

unread,
Feb 19, 1998, 3:00:00 AM2/19/98
to


Matthias K. Reuss schrieb:
[Arkadia-Mittweida]

> >Also der Gesamteindruck war hervorragend. Die arg dezimierte Aktivitas, wie
> > auch die mit anwesenden AH machten einen geschlossenen Eindruck. Ich
> >weiss das soll nichts heissen.Zum einen der Eindruck, zum anderen der Fakt,
> > dass 90% der Arkaden Juristen sind, festigten in mir die Meinung, dass
> >diese Verbindung das Lied nicht gesungen hat.
>
> Könntest Du das bitte erläutern?
> Was haben Studiengänge damit zu tun?

Also ich bin der Meinung, daß grad Juristen aufpassen sollten was sie sagen und wo sie es sagen, weil sonst
die Möglichkeit in den Staatsdienst übernommen zu werden sehr gering sind.Was natürlich nicht heißt, daß
Schiffbauer alles von sich geben durfen..;-))

Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Märker
http://www.cadlab.tu-berlin.de/~schulzra/Märker.html

Axel Berger

unread,
Feb 19, 1998, 3:00:00 AM2/19/98
to

*Olaf Engel* wrote on Wed, 98-02-18 17:33 in
de.soc.studium.verbindungen:
OE>eine schriftliche Erklärung mit dem Inhalt abgegeben, daß er
OE>das "Horst-Wessel-Lied" nicht - auch nicht teiweise - mitgesungen hat.

Demnach ist es also tatsächlich auf dem Haus in Anwesenheit eines der
Gastgber gesungen worden und dieser hat demnach nicht von sich aus
etwas getan, und sei es auch nur, den Convent zu informieren?

Bisher klang das noch anders.

Tschö wa
Axel

Jens Bolten

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

Olaf Engel <en...@inf.fu-berlin.de> hat geschrieben:

>Sehr geehrte GROUP, ich habe Vbr. Schröder meine e-mail Adresse zur Verfügung gestellt, damit er
>hier seine Position vertreten kann, da er ansonsten keine Möglichkeit hat, dies an dieser Stelle
>zu tun.
>Olaf Engel Z!
>Berliner Burschenschaft der Maerker
>http:\\www.cadlab.tu-berlin.de/~schulzra/Maerker.html

>Drei Gäste der ARKADIA, Korporierte aus Münster, Aachen und

^^^^^^
Kann sich noch jemand bei Euch daran erinnern, welcher Verbindung
der Gast aus Aachen angehoert hat?

Ciao
Jens
**************************************************************************
* Jens 'Jurassic' Bolten, email : Jens....@post.rwth-aachen.de */\*
* Maxstr. 8, 52070 Aachen////Am Haus Luetz 38, 41066 Moenchengladbach *\/*
* (0241) 542186 (@,@) (02161) 630918 */\*
************************0***0*********************************************
* WWW: http://www.geocities.com/CapitolHill/3468 *
**************************************************************************


Olaf Engel

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

Jens Bolten wrote:

> >Drei Gäste der ARKADIA, Korporierte aus Münster, Aachen und
> ^^^^^^
> Kann sich noch jemand bei Euch daran erinnern, welcher Verbindung
> der Gast aus Aachen angehoert hat?

Nachdem, was hier bezüglich der ARKADEN für ein Wind gemacht wird, halte ich es nicht für
gerechtfertigt, daß man diesen "Wind" auf die Anwesenden umleitet.
Ich selber weiß nicht, welche Verbindungen noch anwesend waren, allerdings sagt mir der gesunde
Menschenverstand, daß es doch kaum Sinn und Zweck dieser NewsGroup sein kann möglichst viele jetzt,
nach einem Jahr, noch mit hineinzuziehen.
Ist es denn so relevant, ob ein Bund nun die Unterschrift vom Bürgermeister auf irgeneiner
Festschrift bekommt oder nicht?
Hat Berlin ein Bürgermeister, der Berliner Sarave ist oder nicht? Unterschreibt dieser Festschriften?
- auf keinem Fall mit Zirkel!
Ist an nicht geringer Stelle der Neuen Osnabrücker Zeitung ein CVer oder nicht, der eventuell die
Darstellungen ein wenig für ihn und seine Verbindung schönt?
Ist es in unserer heutigen Zeit nicht gerade der Glaube an die Presse, wie es sich ja auch ganz
deutlich in diesem Zusammenhang gezeigt hat.
Ich weiß, daß auch Verbindungsstudenten Klatsch und Tratsch lieben, aber warum nicht einfach mal nach
Osnabrück fahren, sich den Haufen dort anschauen und sich selber ein Bild machen?

Mit freundlichem Gruß

Olaf Engel Z!
Berliner Burschenschaft der Märker
http://www.cadlab.tu-berlin.de/~schulzra/Maerker.html

Hannes Gnad

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Olaf Engel <en...@inf.fu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > Kann sich noch jemand bei Euch daran erinnern, welcher Verbindung


: > der Gast aus Aachen angehoert hat?

: Nachdem, was hier bezüglich der ARKADEN für ein Wind gemacht wird,
: halte ich es nicht für
: gerechtfertigt, daß man diesen "Wind" auf die Anwesenden umleitet.

( ... )

: Ich weiß, daß auch Verbindungsstudenten Klatsch und Tratsch lieben,

: aber warum nicht einfach mal nach
: Osnabrück fahren, sich den Haufen dort anschauen und sich selber ein
: Bild machen?

Die Vorgaenge um die B! Arkadia-Mittweida, die eher schwaechlichen
Erklaerungen des AHV, das Presseecho und nun der Beschluss des Rates
der Stadt Osnabrueck haben dem Ansehen der Burschenschaften und der DB
schweren Schaden zugefuegt. Ich halte es deshalb fuer moeglich, dass
vielleicht auch der Verband nochmal genauer nachfragt, was da nun
eigentlich passiert ist.

Rainer Schulz

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to


Hannes Gnad schrieb:

> : Ich weiß, daß auch Verbindungsstudenten Klatsch und Tratsch lieben,
> : aber warum nicht einfach mal nach
> : Osnabrück fahren, sich den Haufen dort anschauen und sich selber ein
> : Bild machen?
>
> Die Vorgaenge um die B! Arkadia-Mittweida, die eher schwaechlichen
> Erklaerungen des AHV, das Presseecho und nun der Beschluss des Rates
> der Stadt Osnabrueck haben dem Ansehen der Burschenschaften und der DB
> schweren Schaden zugefuegt. Ich halte es deshalb fuer moeglich, dass
> vielleicht auch der Verband nochmal genauer nachfragt, was da nun
> eigentlich passiert ist.
>

Traurig, verdammt traurig. Jetzt, nach einem Jahr, kommt die DB auf die Idee
doch mal selber nach zu fragen. Da läßt man die Arkaden ein Jahr lang alleine
mit Presse und Staatsanwaltschaft und dann KÖNNTE man ja mal nachfragen, was
den unsere beteiligte Buschenschaft dazu sagt. Das kann ich beim besten Willen
nicht verstehen.
Wir machen uns Gedanken ob Pflichtpartie, EURO etc. Da kann man riesige
Tagungen organisieren. Aber wenn ein Bund Probleme hat, da glaubt man erstmal
der Presse und anderen Gerüchteküchen, bevor man sich bequemt sich selber zu
informieren.
Und sicherlich kommen dann unsrere hochgedienten Funktionäre an, nach Motto
" Verteidigt euch mal !!". Also da platzt mir der Kragen.
Ich selber war da, habe mit den Verbandsbrüdern, das verstehe ich unter
Brüderlickeit, gesprochen und mir ein Bild gemacht. Das sollten auch
Funktionäre der DB schaffen.
(Ironie)
Achso ja, das Ansehen der Burschenschaften gegenüber der Öffentlichkeit, hat
natürlich durch die Ausfälle in Osnabrück einen so schweren Schaden erlitten.
Da müssen unsere Verbandsbrüder aus Österreich erstmal die Sache wieder
bereinigen.
(Ironie ex)

Rainer Schulz Z!

Hannes Gnad

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > Die Vorgaenge um die B! Arkadia-Mittweida, die eher schwaechlichen


: > Erklaerungen des AHV, das Presseecho und nun der Beschluss des Rates
: > der Stadt Osnabrueck haben dem Ansehen der Burschenschaften und der DB
: > schweren Schaden zugefuegt. Ich halte es deshalb fuer moeglich, dass
: > vielleicht auch der Verband nochmal genauer nachfragt, was da nun
: > eigentlich passiert ist.

: Traurig, verdammt traurig. Jetzt, nach einem Jahr, kommt die DB auf die Idee
: doch mal selber nach zu fragen. Da läßt man die Arkaden ein Jahr lang alleine
: mit Presse und Staatsanwaltschaft und dann KÖNNTE man ja mal nachfragen, was
: den unsere beteiligte Buschenschaft dazu sagt. Das kann ich beim besten Willen
: nicht verstehen.

Schon direkt nach dem Vorfall wurden von Seiten der DB und der
zustaendigen Amtstraeger Hilfe angeboten, z. B. im Bereich des
Umgangs mit der Oeffentlichkeit oder einer Rechtsberatung.

Der AHV hat von diesen Angeboten bewusst keinen Gebrauch gemacht,
nach dem Motto, das regeln wir schon selber.


: Wir machen uns Gedanken ob Pflichtpartie, EURO etc. Da kann man riesige


: Tagungen organisieren. Aber wenn ein Bund Probleme hat, da glaubt man erstmal
: der Presse und anderen Gerüchteküchen, bevor man sich bequemt sich selber zu
: informieren.

Uns liegen der Pressespiegel, die Erklaerungen des AHV usw. schon
seit einer Weile vor. Da die Aktion Ende letzten Jahres mit der
Einstellung des Verfahrens beendet schien, wurde der Vorfall zu
den Akten gelegt.

Durch den nun erfolgten Beschluss des Rates der Stadt Osnabrueck,
in dem nicht nur die Arkadia, sondern auch die DB als ganzes in
das Elend reingezogen wird, erhaelt der Vorfall allerdings eine
neue Qualitaet.


: Und sicherlich kommen dann unsrere hochgedienten Funktionäre an, nach Motto


: " Verteidigt euch mal !!". Also da platzt mir der Kragen.
: Ich selber war da, habe mit den Verbandsbrüdern, das verstehe ich unter
: Brüderlickeit, gesprochen und mir ein Bild gemacht. Das sollten auch
: Funktionäre der DB schaffen.

Vielleicht haette der AHV, als man ihm die Hilfe angeboten hat,
diese annehmen sollen, und offen sagen sollen, was in dieser Nacht
geschehen ist.


: Achso ja, das Ansehen der Burschenschaften gegenüber der Öffentlichkeit,

: hat natürlich durch die Ausfälle in Osnabrück einen so schweren Schaden
: erlitten.

Sicher, das Presseecho und der politische Beschluss des Stadtrates
sind vernichtend.


: Da müssen unsere Verbandsbrüder aus Österreich erstmal die Sache wieder
: bereinigen.

Ich bin nicht aus Oesterreich.

Rainer Schulz

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to


Hannes Gnad schrieb:

: Achso ja, das Ansehen der Burschenschaften gegenüber der Öffentlichkeit,: hat
natürlich durch die Ausfälle in Osnabrück einen so schweren Schaden
: erlitten.

> Sicher, das Presseecho und der politische Beschluss des Stadtrates
> sind vernichtend.

WAS??? Als ob wir in den Medien als Verfechter der Gerechtigkeit und Demokratie
dargestellt würden. Also das ist doch ein wenig blauäugig. Vernichtend ist wohl das
falsche Wort. Es ist schon eher eine weitere Episode in der von Medien regierten
Gesellschaft.

> : Da müssen unsere Verbandsbrüder aus Österreich erstmal die Sache wieder
> : bereinigen.
>
> Ich bin nicht aus Oesterreich.

Vielen Dank für den kleinen geographischen Exkurs. Aber ich bin mir sicher, daß Du
weißt wie ich das meint.
Rainer Schulz

Hannes Gnad

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

In de.soc.studium.verbindungen Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > Sicher, das Presseecho und der politische Beschluss des Stadtrates
: > sind vernichtend.

: WAS??? Als ob wir in den Medien als Verfechter der Gerechtigkeit und
: Demokratie dargestellt würden. Also das ist doch ein wenig blauäugig.
: Vernichtend ist wohl das falsche Wort. Es ist schon eher eine weitere
: Episode in der von Medien regierten Gesellschaft.

Jaja, ich habe meine Erfahrungen mit "den Medien" auch schon gemacht,
siehe Playboy 4/97. Aber man macht es sich zu einfach, immer nur alles
auf die boesen Schreiberlinge zu schieben.

Offensichtlich haben die Arkaden eine Katastrophe angerichtet, die
nun via Stadtrat-Beschluss auch auf die DB zurueckschlaegt, ein
wohl einmaliger Vorgang in Nachkriegsdeutschland. Da sollte man
schon mal nachfragen duerfen.

Johannes Schwenke

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

On Fri, 20 Feb 1998, Rainer Schulz wrote:

> Hannes Gnad schrieb:


>
> > Sicher, das Presseecho und der politische Beschluss des Stadtrates
> > sind vernichtend.
>
> WAS??? Als ob wir in den Medien als Verfechter der Gerechtigkeit und
> Demokratie dargestellt würden. Also das ist doch ein wenig blauäugig.
> Vernichtend ist wohl das falsche Wort.

Ein fraktionsuebergreifend und ohne Gegenstimme gefasster Ratsbeschluss
ist nichts, was man einfachhin mit der Bosheit der Medien erklaeren und
dann wegwischen kann.

> Es ist schon eher eine weitere Episode in der von Medien regierten
> Gesellschaft.

Beschliesst in Osnabrueck der Stadtrat nur das, was eine Lokalzeitung ihm
vorgibt?

Jens Bolten

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

Halloechen!

Olaf Engel <en...@inf.fu-berlin.de> hat geschrieben:

>Nachdem, was hier bezüglich der ARKADEN für ein Wind gemacht wird, halte ich es nicht für
>gerechtfertigt, daß man diesen "Wind" auf die Anwesenden umleitet.

Haelst Du denn den "Wind" angesichts der im Raume stehenden
Behauptung fuer ebenfalls ungerechtfertigt?

>Ich selber weiß nicht, welche Verbindungen noch anwesend waren, allerdings sagt mir der gesunde
>Menschenverstand, daß es doch kaum Sinn und Zweck dieser NewsGroup sein kann möglichst viele jetzt,
>nach einem Jahr, noch mit hineinzuziehen.

Mir geht's nicht darum jemanden "hineinzuziehen" (auch wenn's -
falls die Behauptungen stimmen - sicher kein Fehler waere).
Fuer mich stehen sich hier zwei ganz und gar unterschiedliche
Schilderungen eines Sachverhaltes gegenueber, und ich versuche
fuer mich festzustellen, welcher dieser beiden Schilderungen ich
mehr glaube.
Die eine Sicht der Ereignisse stammt von den angeblichen
"Taetern" - das diese fuer den Fall, dass sie wirklich "Taeter"
sind bemueht sein werden, alle Vorwuerfe zu bestreiten liegt wohl
auf der Hand.
Die andere Schilderung stammt offenbar von einer freien
Journalistin. Die Moeglichkeit, dass diese ihre Berufsethik
vergessen und eine Story konstruiert hat kann offenbar nicht mit
letzter Sicherheit ausgeschlossen werden.

Um mich nun fuer eine der beiden Versionen der Geschichte zu
entscheiden, waere durchaus hilfreich zu wissen, welcher
Verbindung der Gast aus Aachen angehoert.
Einigen hier ansaessisgen Verbindungen traue ich naemlich
durchaus zu, Leute in ihren Reihen zu haben, die auch
nationalsozialistisches Liedgut in ihrem Repertoire haben.
Bei anderen wuerde es mich sehr wundern.

>Ich weiß, daß auch Verbindungsstudenten Klatsch und Tratsch lieben,
>aber warum nicht einfach mal nach Osnabrück fahren, sich den Haufen
>dort anschauen und sich selber ein Bild machen?

Zum einen ist mir nicht klar, wie ich mir von einem Abend im
Maerz letzten Jahres heute vor Ort ein Bild machen soll, zum
anderen hab' ich im Augenblick besseres zu tun, als mir quer
durch die Republik irgendwelche Verbindungen anzusehen, denen
vorgeworfen wird, braunes Gedankengut in den eigenen Reihen nicht
unbedingt energisch zu bekaempfen.

Jens Bolten

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

Halloechen!

Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> hat geschrieben:


>Es ist schon eher eine weitere Episode in der von Medien regierten
>Gesellschaft.

Ja ja, die boese Presse.
Die wird beherrscht durch lauter boese Linke, die den lieben
langen Tag nix besseres zu tun haben, als Verbindungen im
Allgemeinen und die DB im speziellen durch gefaelschte und/oder
frei erfundene Geschichten zu diskreditieren, richtig?

Ist es Dir schon mal in den Sinn gekommen, dass Verbindungen
unter anderem deshalb haeufiger mit negativen Schlagzeilen
auffallen, weil es durchaus Verbindungen gibt, ueber die es
haeufiger auch reichlich negatives zu berichten gibt?

Franz Borgerding

unread,
Feb 20, 1998, 3:00:00 AM2/20/98
to

Hallo Jens!

In article <34eda4ad...@news.rwth-aachen.de>, Jens....@post.rwth-aachen.de (Jens Bolten) writes:
|> Halloechen!
|>
|> Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> hat geschrieben:
|> >Es ist schon eher eine weitere Episode in der von Medien regierten
|> >Gesellschaft.
|> Ja ja, die boese Presse.
|> Die wird beherrscht durch lauter boese Linke, die den lieben
|> langen Tag nix besseres zu tun haben, als Verbindungen im
|> Allgemeinen und die DB im speziellen durch gefaelschte und/oder
|> frei erfundene Geschichten zu diskreditieren, richtig?

Nicht den _ganzen_ lieben langen Tag... ;-)

Gruß,
Franz R-S Nm [CV]

--
Franz S. Borgerding Imagination is more important than
franz.bo...@itc-cpv.fzk.de knowledge. (Albert Einstein)

CCBildung

unread,
Feb 22, 1998, 3:00:00 AM2/22/98
to

>
>Wulf Richartz wrote:
>
>> Hat sich die Marchia irgendwie gewehrt ?


Hätten nicht die werten Herren Waffenbrüder Arkardiae durch ihr ihnen
unterstelltes und bisher nicht widerlegtes Verhalten in der Osnabrücker
Öffentlichkeit eine Stimmung hervorgerufen, die innherhalb wichtiger Gremien
(Senat der Universität und Rat der Stadt) eine Anti-Verbindungsstimmung
geschafft hat, bräuchten wir uns nicht zu wehren.

Es fällt schwer, der Öffentlichkeit (insbesondere der Studierendenschaft) klar
zu machnen, daß nicht alle schlagenden Verbindungen "in einen Topf" gehören.

Für eine klare Abgrenzung zur B!AM ist es jetzt wahrscheinlich schon zu spät -
unsere Schuld.

In solchen Fällen ist es notwendig in der Zukunft positive Arbeit zu leisten.
Der geplante Vortrag von Herrn Dr.h.c. Bubis auf unserem Haus ist ein erster
Weg dahin.

Andere Arten sich zu wehren gibt es nicht. Denn auch der Stadtrat, als
demokratisch legitimiertes Organ der Bürgerschaft darf seine Meinung finden,
feststellen und äußern - ohne von außen bevormundet zu werden.

Ich denke das Thema "Osnabrück gegen Verbindungen" ist hinreichend diskutiert.
Vielleicht kann man anderen Ortes eine Lehre daraus ziehen: die kann nur in
Abgrenzung zu offenem Rechtsextremismus anderer Korporationen zu sehen sein.

A.R.Tiedtke
L! Marchia Berlin im CC zu Osnabrück

- auch dies ist wieder eine private Meinung -

Matthias Muehlich

unread,
Feb 23, 1998, 3:00:00 AM2/23/98
to

Hallo Forum,

[...]


> Der geplante Vortrag von Herrn Dr.h.c. Bubis auf unserem Haus ist ein > erster Weg dahin.

Ach, bei Euch auch...
Am 20. Mai spricht Ignatz Bubis auch bei uns (Frankfurt-Leipziger B!
Arminia). Man hört immer wieder, daß er in Verbindungshäusern spricht.
Wie macht er sich denn so bei seinen Vorträgen? Vielleicht hat ja der
eine oder andere der Leser dieser NG ihn schon einmal live erlebt und
kann etwas hier berichten.


Gruß,

Matthias Mühlich Z!Z! FV

--
******************************************************************
Matthias Mühlich
J.W.Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Angewandte Physik
email: mueh...@iap.uni-frankfurt.de

Rainer Schulz

unread,
Feb 24, 1998, 3:00:00 AM2/24/98
to


> Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> hat geschrieben:
> >Es ist schon eher eine weitere Episode in der von Medien regierten
> >Gesellschaft.
> Ja ja, die boese Presse.
> Die wird beherrscht durch lauter boese Linke, die den lieben
> langen Tag nix besseres zu tun haben, als Verbindungen im
> Allgemeinen und die DB im speziellen durch gefaelschte und/oder
> frei erfundene Geschichten zu diskreditieren, richtig?

Ich sprach hier nicht von irgendwelchen Bürgern die ihre Bildzeitung
aufschlagen, sondern von Akademikern, die meiner Meinung nach, alles erstmal
gesund hinterfragen sollten. Und nicht, wie hier geschehen, erstmal dumm
mitschreien.Die Hälfte der hier Anwesenden hat sicher noch nichts von B!
Arkadia gehört, schreien aber, als seien sie von einem guten Bekannten arg
enttäuscht worden.

> Ist es Dir schon mal in den Sinn gekommen, dass Verbindungen
> unter anderem deshalb haeufiger mit negativen Schlagzeilen
> auffallen, weil es durchaus Verbindungen gibt, ueber die es
> haeufiger auch reichlich negatives zu berichten gibt?

Ich bin nicht naiv. Ich weiß, daß es genug Verbindungen gibt die gern mal eine
Hitlergedenkkneipe schlagen würden.
Ich kenne aber B! Arkadia und weiß, daß sie es nicht tun würde.

Rainer Schulz Z!


Rainer Schulz

unread,
Feb 24, 1998, 3:00:00 AM2/24/98
to


Axel Berger schrieb:

Als ob, daß noch irgendeinen interessieren würde, wer wie was dagegen gemacht
hat.
Die Verantwortlichen in Osnabrück sagen meinen lb.VbrVbr. mit ins Gesicht,
daß Ihnen auch ein Ehrenwort egal wäre. Sie würden nichts glauben, was zur
Entlastung der B! Arkadia beitragen würde.

Rainer Schulz Z!


Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W.

unread,
Feb 24, 1998, 3:00:00 AM2/24/98
to

Rainer Schulz (sch...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:

: Die Verantwortlichen in Osnabrück sagen meinen lb.VbrVbr. mit ins Gesicht,


: daß Ihnen auch ein Ehrenwort egal wäre. Sie würden nichts glauben, was zur
: Entlastung der B! Arkadia beitragen würde.

WER genau sagt das !?!
Pressemenschen ?
Politiker ?

ciao,
Kai-Uwe Clauswitz
--
Kai-Uwe Clauswitz
<clau...@mailer.uni-marburg.de>
* http://staff-www.uni-marburg.de/~clauswik/ *
"PC-Anwender zeigen ernste Symptome von Workstation-Neid:
http://www.sun.de/Marketing/Werbeanzeigen/workstationneid.html"

Jens Bolten

unread,
Feb 24, 1998, 3:00:00 AM2/24/98
to

Halloechen!

Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> hat geschrieben:

>Ich sprach hier nicht von irgendwelchen Bürgern die ihre Bildzeitung
>aufschlagen, sondern von Akademikern, die meiner Meinung nach, alles erstmal
>gesund hinterfragen sollten.

Nun frage ich mich, was Stadtratsbeschluesse (auf die und das
Presseecho war Deine Bemerkung ja urspruenglich bezogen) mit
Akademikerinnen und Akademikern zu tun haben - oder sitzen in
Osnabrueck nur studierte Menschen im Stadtrat?
(btw: Mein ich das nur oder klingt da bei Dir irgendwie eine
Menge Ueberheblichkeit durch?)

>Die Hälfte der hier Anwesenden hat sicher noch nichts von B! Arkadia gehört,
>schreien aber, als seien sie von einem guten Bekannten arg enttäuscht worden.

Och, ich fuer meinen Teil bin nicht enttaeuscht - eher trifft das
Gegenteil zu: Der Vorfall - so er den wie in der Presse
geschildert stattgefunden hat - passt ziemlich gut zu meinem Bild
der Verbindungslandschaft.

>Ich bin nicht naiv. Ich weiß, daß es genug Verbindungen gibt die gern mal eine
>Hitlergedenkkneipe schlagen würden.

Ist Dir schon mal der Gedanke gekommen, dass mensch mal etwas
dagegen unternehmen sollte?
Wenn mensch naemlich nichts gegen Verbindungen im eigenen
Dachverband unternimmt, die Rechtsextremisten decken oder gar
aktiv unterstuetzen, dann sollte mensch sich IMO nicht darueber
wundern und aufregen, wenn mensch irgendwann mal mit eben diesen
Rechtsextremisten in einen Topf geworfen wird.

>Ich kenne aber B! Arkadia und weiß, daß sie es nicht tun würde.

Du hast "Was nicht sein darf, dass ist auch nicht" schon fast
richtig geschrieben.

Verena Stryk

unread,
Feb 25, 1998, 3:00:00 AM2/25/98
to

Matthias Muehlich wrote:
>. Man hört immer wieder, daß er in Verbindungshäusern spricht.
> Wie macht er sich denn so bei seinen Vorträgen? Vielleicht hat ja der
> eine oder andere der Leser dieser NG ihn schon einmal live erlebt und
> kann etwas hier berichten.

Ich hatte das echte Vergnuegen, Herrn Bubis 1994 in Bad Hersfeld als
Festredener auf dem Kommers der Schwarzburgbund-Tagung zu erleben.

Er redete frei, ohne Notizen und hat es geschafft, die Zuhoerer fuer
ueber eine Stunde mit seinen Ausfuehrungen zu fesseln.
Mein Kommentar: faszinierend gute Rede, in der ernste Themen
angesprochen wurden, ohne pathetisch zu sein und die auch mal
auflockernd rueberkam, ohne dadurch die Serioesitaet von Redner oder
Thema zu gefaehrden.

Fazit: empfehlenswert, wer seine Vortraege noch vor sich hat: viel
Vergnuegen, ihr werdet Euch sicher nicht langweilen oder vom Niveau
enttauscht sein!

Verena Stryk Z!
Burschenschaft Westmark im Schwarzburgbund zu Aachen

Martin Schmidt

unread,
Feb 25, 1998, 3:00:00 AM2/25/98
to

Moin Moin,

In article <34f30578...@news.rwth-aachen.de>,

Jens....@post.rwth-aachen.de (Jens Bolten) wrote:
>Halloechen!
>
>Rainer Schulz <sch...@cadlab.tu-berlin.de> hat geschrieben:
[...]

>>Die Hälfte der hier Anwesenden hat sicher noch nichts von B! Arkadia gehört,
>>schreien aber, als seien sie von einem guten Bekannten arg enttäuscht worden.
>Och, ich fuer meinen Teil bin nicht enttaeuscht - eher trifft das
>Gegenteil zu: Der Vorfall - so er den wie in der Presse
>geschildert stattgefunden hat - passt ziemlich gut zu meinem Bild
>der Verbindungslandschaft.
>
Aber genau das ist ja der Kritikpunkt: Nur weil die Leute sich in ihren
Vorurteilen bestätigt sehen machen sie sich keine Mühe, die Geschehnisse
genauer zu betrachten (sei es durch eigene "`in Augenscheinnahme"' oder
Anhören der "`Beschuldigten"'), da die Schilderungen ganau ihren
"`Erwartungen"' entspricht.

Nur weil ich glaube zu wissen, daß die Fußballmannschaft der Städte, in
denen viele Autos gebaut werden, in der ersten Bundesliga spielen (und ich
habe schon 'mal von Vfl Wolfsburg gehört), muß eine entsprechende Meldung
über den 1. FC Rüsselsheim nicht automatisch richtig sein (auch wenn es
"`ziemlich gut zu meinem Bild passt"').
Wenn ich jetzt Zqeifel über die Richtigkeit dieser Meldung wegwische, da
es ja in Köln, Stuttgart und München auch so ist, dann hieltet Ihr mich für
recht für ziemlich kurzsichtig...


[...]


>>Ich kenne aber B! Arkadia und weiß, daß sie es nicht tun würde.
>Du hast "Was nicht sein darf, dass ist auch nicht" schon fast
>richtig geschrieben.
>

Wenn ich Rainer richtig verstanden habe, kennt er (als Außenstehender) die
B! Arkardia persönlich und kann aus dieser Sicht bestätigen, daß diese eben
_nicht_ zu den Verbindungen gehört, die extremes Gedankengut pflegen. Einer
solchen Aussage polemisch zu unterstellen die Augen zu verschließen ist
ziemlich unseriös.

Gruß,

Martin Schmidt Z!

---
Martin Schmidt /v. Pythagoras Z! B! Germania-Charlottenburg zu Giessen
mailto:martin....@tu-bs.de
Web-Adresse jetzt neu und ohne "sz" (\szlig;) :
http://privat.schlund.de/Germania-Charlottenburg_Giessen/
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Jens Bolten

unread,
Feb 26, 1998, 3:00:00 AM2/26/98
to

Halloechen!

martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:


>>Och, ich fuer meinen Teil bin nicht enttaeuscht - eher trifft das
>>Gegenteil zu: Der Vorfall - so er den wie in der Presse
>>geschildert stattgefunden hat - passt ziemlich gut zu meinem Bild
>>der Verbindungslandschaft.
>Aber genau das ist ja der Kritikpunkt: Nur weil die Leute sich in ihren
>Vorurteilen bestätigt sehen machen sie sich keine Mühe, die Geschehnisse
>genauer zu betrachten (sei es durch eigene "`in Augenscheinnahme"' oder
>Anhören der "`Beschuldigten"'), da die Schilderungen ganau ihren
>"`Erwartungen"' entspricht.

Dir ist der in den Spiegelstrichen stehende Vorbehalt
aufgefallen?
Ich werfe niemandem etwas vor.
Ich sage nur: /Wenn/ der Vorfall so wie er in der Presse
geschildert wurde stattgefunden hat, /dann/ passt er in mein Bild
der Verbindungslandschaft.

>Wenn ich jetzt Zqeifel über die Richtigkeit dieser Meldung wegwische, da
>es ja in Köln, Stuttgart und München auch so ist, dann hieltet Ihr mich für
>recht für ziemlich kurzsichtig...

Erst lesen, dann posten.
Ich habe die an der Presseschilderung bestehenden Zweifel nicht
"weggewischt", ich habe sie im Gegenteil in jedem meiner Postings
(siehe hierzu auch obiges Zitat) explizit erwaehnt.

>Wenn ich Rainer richtig verstanden habe, kennt er (als Außenstehender) die
>B! Arkardia persönlich und kann aus dieser Sicht bestätigen, daß diese eben
>_nicht_ zu den Verbindungen gehört, die extremes Gedankengut pflegen.

Es ging nicht darum, dass diese Verbindung als Verbindung braunes
Gedankengut pflegt.
Es ging darum, dass angeblich anlaesslich einer Feier auf dem
Haus der Verbindung braunes Liedgut gesungen wurde, ohne dass
sich die Hausherren zum Einschreiten genoetigt sahen.
Wie jemand diesen Vorfall kategorisch bestreiten kann, ohne
anwesend gewesen zu sein ist mir raetselhaft.

>Einer solchen Aussage polemisch zu unterstellen die Augen zu verschließen ist
>ziemlich unseriös.

Was den polemischen Unterton meiner Aussage angeht: Der war
vielleicht unnoetig - wenngleich ich nicht wuesste, wie ich diese
Aussage ohne jede Polemik genauso kurz, deutlich und praezis
haette formulieren koennen.
Inhaltlich jedoch halte ich sie nach wie vor fuer richtig.

BTW: Schon seltsam, dass mir bei ein wenig Polemik gleich
mangelnde Serioesitaet unterstellt wird, der ueberheblich
Unterton in Rainers Bildzeitungs-Akademiker-Spruch offenbar aber
ausser mir wohl niemandem uebel aufgestossen ist...

Carl-Christian Köppl

unread,
Feb 27, 1998, 3:00:00 AM2/27/98
to

Jens Bolten wrote:
>

> martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:
> >>Och, ich fuer meinen Teil bin nicht enttaeuscht - eher trifft das
> >>Gegenteil zu: Der Vorfall - so er den wie in der Presse
> >>geschildert stattgefunden hat - passt ziemlich gut zu meinem Bild
> >>der Verbindungslandschaft.
> >Aber genau das ist ja der Kritikpunkt: Nur weil die Leute sich in ihren
> >Vorurteilen bestätigt sehen machen sie sich keine Mühe, die Geschehnisse
> >genauer zu betrachten (sei es durch eigene "`in Augenscheinnahme"' oder
> >Anhören der "`Beschuldigten"'), da die Schilderungen ganau ihren
> >"`Erwartungen"' entspricht.
> Dir ist der in den Spiegelstrichen stehende Vorbehalt
> aufgefallen?
> Ich werfe niemandem etwas vor.
> Ich sage nur: /Wenn/ der Vorfall so wie er in der Presse
> geschildert wurde stattgefunden hat, /dann/ passt er in mein Bild
> der Verbindungslandschaft.

Und wenn der Vorbehalt nicht erfüllt ist, dann passt es nicht mehr in
dein Bild der Verbindungslandschaft. Du bist aber im Besitz der
absoluten Wahrheit, wie du uns ja vor kurzem mitgeteilt hast, also ist
dein Bild der Verbindungslandschaft zwangsläufig richtig. Folglich kann
es gar nicht anders gewesen sein, als die Presse sagt (in deinen Augen),
denn sonst würde es ja nicht mehr in dein absolut richtiges Bild
hineinpassen. Daher trifft auch dich der Vorwurf der Voreingenommenheit
zumindest teilweise. Schade, daß du immer noch kein differenzierteres
Bild der Verbindungslandschaft gewonnen hast.

Christian
B! Hanseatia zu Passau in der DB

Jens Bolten

unread,
Mar 1, 1998, 3:00:00 AM3/1/98
to

Halloechen!

Carl-Christian Köppl <KOEP...@FSRZ1.rz.uni-passau.de> hat
geschrieben:


>Und wenn der Vorbehalt nicht erfüllt ist, dann passt es nicht mehr in
>dein Bild der Verbindungslandschaft.

Nun ja, wenn der Vorfall nicht wie in der Presse geschildert
stattgefunden haben sollte, dann stuerzt dadurch zwar noch nicht
mein Weltbild ein, aber vielleicht muesste ich mein Bild der
Verbindungslandschaft geringfuegig korrigieren.

>Du bist aber im Besitz der absoluten Wahrheit, wie du uns ja vor kurzem
>mitgeteilt hast, also ist dein Bild der Verbindungslandschaft zwangsläufig
>richtig.

Offenbar hast Du mein damaliges Posting nicht so ganz verstanden.
Fuer /mich/ ist mein Bild natuerlich richtig, sonst haette ich es
ja nicht,...

>Folglich kann es gar nicht anders gewesen sein, als die Presse sagt (in deinen
>Augen), denn sonst würde es ja nicht mehr in dein absolut richtiges Bild
>hineinpassen.

...erweisst es sich jedoch als objektiv falsch, so waere ich
hoffentlich in der Lage, dies zu erkennen und die richtigen
Schluesse daraus zu ziehen.

>Daher trifft auch dich der Vorwurf der Voreingenommenheit zumindest teilweise.

Unvoreingenommen duerfte hier wohl niemand die Schilderungen des
Vorfalls entgegengenommen haben.
Die einen nicht, weil in ihren Augen mal wieder die boese Presse
zugeschlagen hatte.
Die anderen nicht, weil der Vorfall geeignet waere zum
Musterbeispiel fuer die Ergebnisse einer fehlenden Distanzierung
von braunem Gedankengut zu werden.

>Schade, daß du immer noch kein differenzierteres Bild der Verbindungslandschaft
>gewonnen hast.

Mein Bild ist in gewissen Punkten durchaus differenziert genug.
Deshalb ja auch meine Frage nach der Verbindung des Gastes auch
Aachen...

Martin Schmidt

unread,
Mar 3, 1998, 3:00:00 AM3/3/98
to

Moin Moin,

In article <34f5f172...@news.rwth-aachen.de>,

Jens....@post.rwth-aachen.de (Jens Bolten) wrote:
>Halloechen!
>
>martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:
>>>Och, ich fuer meinen Teil bin nicht enttaeuscht - eher trifft das
>>>Gegenteil zu: Der Vorfall - so er den wie in der Presse
>>>geschildert stattgefunden hat - passt ziemlich gut zu meinem Bild
>>>der Verbindungslandschaft.
>>Aber genau das ist ja der Kritikpunkt: Nur weil die Leute sich in ihren
>>Vorurteilen bestätigt sehen machen sie sich keine Mühe, die Geschehnisse
>>genauer zu betrachten (sei es durch eigene "`in Augenscheinnahme"' oder
>>Anhören der "`Beschuldigten"'), da die Schilderungen ganau ihren
>>"`Erwartungen"' entspricht.
>Dir ist der in den Spiegelstrichen stehende Vorbehalt
>aufgefallen?
>Ich werfe niemandem etwas vor.
>Ich sage nur: /Wenn/ der Vorfall so wie er in der Presse
>geschildert wurde stattgefunden hat, /dann/ passt er in mein Bild
>der Verbindungslandschaft.
>
Vielen Dank für die Verdeutlichung.
Obiger Formulierung konnte ich das nicht ganz klar entnehmen, "`Bin nicht
enttäuscht - eher im Gegenteil"' liest sich, als ob Du Dich über die
Vorgänge freust, da sie in Dein Bild "`passten"'.
Aber ein "`Joh, joh, des passt scho"' weist nicht darauf hin, daß man sich
noch die Mühe macht, die "`Erwartungen"' erst noch durch Fakten belegen zu
lassen.


[...]


>>Wenn ich Rainer richtig verstanden habe, kennt er (als Außenstehender) die
>>B! Arkardia persönlich und kann aus dieser Sicht bestätigen, daß diese eben
>>_nicht_ zu den Verbindungen gehört, die extremes Gedankengut pflegen.
>Es ging nicht darum, dass diese Verbindung als Verbindung braunes
>Gedankengut pflegt.
>Es ging darum, dass angeblich anlaesslich einer Feier auf dem
>Haus der Verbindung braunes Liedgut gesungen wurde, ohne dass
>sich die Hausherren zum Einschreiten genoetigt sahen.
>Wie jemand diesen Vorfall kategorisch bestreiten kann, ohne
>anwesend gewesen zu sein ist mir raetselhaft.
>

Nicht weniger rätselhaft als gegenteilige Aussagen von ebenfalls
Abwesenden.
Ein klares "`Die Vorwürfe sind komplett falsch"' fehlt mir allerdings auch.


>>Einer solchen Aussage polemisch zu unterstellen die Augen zu verschließen ist
>>ziemlich unseriös.
>Was den polemischen Unterton meiner Aussage angeht: Der war
>vielleicht unnoetig - wenngleich ich nicht wuesste, wie ich diese
>Aussage ohne jede Polemik genauso kurz, deutlich und praezis
>haette formulieren koennen.

Auch leichte Schläge auf den Hinterkopf können verbal nicht genauso "`kurz,
deutlich und präzise"' artikuliert werden. Trotzdem sind sie keine
Lösung... :-)


>Inhaltlich jedoch halte ich sie nach wie vor fuer richtig.
>

Du hast Rainer vorgeworfen, er streite die Vorwürfe einzig deshalb ab, weil
sie (in Rainers Augen) einfach nicht wahr sein _dürfen_ (er also quasi die
Augen vor etwas verschließe). Seine persönliche Kenntnis von
"`Beteiligten"' etc. läßt Du dabei außer Acht.
Den Beleg dafür bleibst Du allerdings schuldig. Das scheint mir doch ein
wenig zu einfach zu sein.


>BTW: Schon seltsam, dass mir bei ein wenig Polemik gleich
>mangelnde Serioesitaet unterstellt wird, der ueberheblich
>Unterton in Rainers Bildzeitungs-Akademiker-Spruch offenbar aber
>ausser mir wohl niemandem uebel aufgestossen ist...
>

Mich störte weniger die Formulierung als der Inhalt (s.o.).


Gruß,

Martin Z!

---
Dipl.phys. Martin Schmidt Martin....@tu-bs.de


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"`All science is either physics or stamp collecting."´ -- E. Rutherford

Jens Bolten

unread,
Mar 3, 1998, 3:00:00 AM3/3/98
to

Halloechen!

martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:

>Nicht weniger rätselhaft als gegenteilige Aussagen von ebenfalls
>Abwesenden.

Ich hatte mir noch ueberlegt, ob so ein Zusatz noch noetig ist
und die Frage fuer mich mit einem "Nein" beantwortet...

>Auch leichte Schläge auf den Hinterkopf können verbal nicht genauso "`kurz,
>deutlich und präzise"' artikuliert werden. Trotzdem sind sie keine
>Lösung... :-)

Nun, leichte rhetorische Schlaege, die den Nagel auf dem Kopf
treffen wirken manchmal besser als tausend Zeilen hoeflicher
Floskeln, die nur um den heissen Brei herumreden.
Die eine oder andere gut plazierte polemische Bemerkung macht
durchaus Sinn und bringt manchmal Diskussionen sogar inhaltlich
weiter...

>Du hast Rainer vorgeworfen, er streite die Vorwürfe einzig deshalb ab, weil
>sie (in Rainers Augen) einfach nicht wahr sein _dürfen_ (er also quasi die
>Augen vor etwas verschließe).

So ist es. Genau diesen Vorwurf mache ich Rainer.

>Seine persönliche Kenntnis von "`Beteiligten"' etc. läßt Du dabei außer Acht.

Nein.
Aber wer fuer eine groessere Gruppe von Menschen in Zusammenhang
mit einem Vorfall, der sich offenbar zu vorgerueckter Stunde und
nach einer netten und wahrscheinlich auch feucht-froehlichen
Feier zugetragen haben soll pauschal die Hand ins Feuer legt, der
sollte schon mal die Brandsalbe bereitlegen.
Rainer mag die vermeintlich betroffene Verbindung ganz gut
kennen, aber ob das ausreicht, um mit Sicherheit ausschliessen zu
koennen, dass irgendein Mitglied an einem derartigen Vorfall
beteiligt war, dass moechte ich doch stark bezweifeln.

Martin Schmidt

unread,
Mar 4, 1998, 3:00:00 AM3/4/98
to

Moin Moin,

In article <34fc8002...@news.rwth-aachen.de>,

Jens....@post.rwth-aachen.de (Jens Bolten) wrote:
>martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:
[...]

>>Seine persönliche Kenntnis von "`Beteiligten"' etc. läßt Du dabei außer Acht.
>Nein.
>Aber wer fuer eine groessere Gruppe von Menschen in Zusammenhang
>mit einem Vorfall, der sich offenbar zu vorgerueckter Stunde und
>nach einer netten und wahrscheinlich auch feucht-froehlichen
>Feier zugetragen haben soll pauschal die Hand ins Feuer legt, der
>sollte schon mal die Brandsalbe bereitlegen.
>Rainer mag die vermeintlich betroffene Verbindung ganz gut
>kennen, aber ob das ausreicht, um mit Sicherheit ausschliessen zu
>koennen, dass irgendein Mitglied an einem derartigen Vorfall
>beteiligt war, dass moechte ich doch stark bezweifeln.
>
Wer sonst außer den Beteiligten selbst (deren Aussage man sicher noch eher
als "`voreingenommen"' bezeichnen könnte) könnte denn besser die allgemeine
Einstellung einschätzen als jemand, der die Leute nuneinmal persönlich
kennt? Der Gefahr "`Brandsalbe zu benötigen"' muß nun aber Rainer
abschätzen.

Allerdings frage ich mich, wer denn in Deinen Augen überhaupt etwas zur
Sache beitragen "`darf"'? Die Beschuldigten haben (wie hier schon gepostet)
Stellung genommen; die Meinung derer, die die Vorwürfe in die Welt gesetzt
haben, kennen wir aus ählichen Beiträgen hier. Dritten empfiehlst Du, keine
tendenziell entlastenden Aussagen zu machen (widrigenfalls Du ihnen "`Augen
verschließen"' vorwerfen möchtest). Da bleiben nur noch die Leute übrig,
die -- nur weil's"`in's Bild passt"' -- auch ohne Kenntnis der Details die
Vorwürfe als glaubhaft bezeichnen... :-)

Selbst wenn ich mich wiederhole:
Ein _klares_ "`Die Vorwürfe sind komplett falsch"' der Beteiligten fehlt
mir allerdings auch.


Gruß,

Martin

Jens Bolten

unread,
Mar 4, 1998, 3:00:00 AM3/4/98
to

Halloechen!

martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:

>Allerdings frage ich mich, wer denn in Deinen Augen überhaupt etwas zur
>Sache beitragen "`darf"'?

Jede und jeder "darf" etwas beitragen - wie und vor allem warum
sollte ich sie oder ihn auch daran hindern etwas zu dieser
Diskussion beizutragen?
Wie ich diesen Beitrag dann bewerte, dass ist eine andere
Sache...

>Dritten empfiehlst Du, keine tendenziell entlastenden Aussagen zu machen
>(widrigenfalls Du ihnen "`Augen verschließen"' vorwerfen möchtest).

Zur Klarheit hier noch mal die von mir kritisierte Aussage von
Rainer aus der Nachricht <34F2AE1A...@cadlab.tu-berlin.de>:


>>Ich kenne aber B! Arkadia und weiß, daß sie es nicht tun würde.

Das ist keine tendenziell entlastende Aussage.

Gegen ein "Ich kenne die Leute und glaube nicht, dass soetwas auf
ihrem Haus vorgefallen ist" (/das/ waere IMO eine tendenziell
entlastende Aussage) haette ich nicht viel gesagt.
"Ich kenne die und weiss, dass die soetwas nicht tun wuerden" ist
jedoch lediglich eine andere Schreibweise von "Was nicht sein
darf, das ist auch nicht.".

Martin Schmidt

unread,
Mar 10, 1998, 3:00:00 AM3/10/98
to

Moin Moin,

In article <34fd9dbd...@news.rwth-aachen.de>,

Jens....@post.rwth-aachen.de (Jens Bolten) wrote:
>Halloechen!
>
>martin....@tu-bs.de (Martin Schmidt) hat geschrieben:
>>Allerdings frage ich mich, wer denn in Deinen Augen überhaupt etwas zur
>>Sache beitragen "`darf"'?
>Jede und jeder "darf" etwas beitragen - wie und vor allem warum
>sollte ich sie oder ihn auch daran hindern etwas zu dieser
>Diskussion beizutragen?
>Wie ich diesen Beitrag dann bewerte, dass ist eine andere
>Sache...
>
Versteh' bitte das "`darf"' nicht als "`überhaupt erlaubt sein"', sondern
als "`Wer darf etwas zur Sache beitragen, damit Du es als glaubwürdig
ansiehst"'.


>>Dritten empfiehlst Du, keine tendenziell entlastenden Aussagen zu machen
>>(widrigenfalls Du ihnen "`Augen verschließen"' vorwerfen möchtest).
>Zur Klarheit hier noch mal die von mir kritisierte Aussage von
>Rainer aus der Nachricht <34F2AE1A...@cadlab.tu-berlin.de>:
>>>Ich kenne aber B! Arkadia und weiß, daß sie es nicht tun würde.
>Das ist keine tendenziell entlastende Aussage.
>
>Gegen ein "Ich kenne die Leute und glaube nicht, dass soetwas auf
>ihrem Haus vorgefallen ist" (/das/ waere IMO eine tendenziell
>entlastende Aussage) haette ich nicht viel gesagt.
>"Ich kenne die und weiss, dass die soetwas nicht tun wuerden" ist
>jedoch lediglich eine andere Schreibweise von "Was nicht sein
>darf, das ist auch nicht.".
>

"`ich kenne die und weiß, die machen soetwas nicht."' nicht OK?
"`ich kenne die und glaube nicht, daß die soetwas machen."' OK?
_Der_ Unterschied scheint mir sehr marginal zu sein. Daß alle Aussagen
immer ein wenig subjektiv sind sollte jedem Zuhörer klar sein. Aber
vielleicht kann ja Rainer seine Aussage nochmals in der Dir genehmen Form
wiederholen...


Gruß,

Martin Schmidt Z!

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