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Frauen in Studentenverbindungen

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Scheuerer Markus

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

Gibt es hier Meinungen zu Frauen in Verbindungen??

Wenn ja, sollten Frauen in den alten Männerverbindungen aufgenommen werden?
Gibt es andere Modelle, um Frauen am corporationsstudentischen Leben
teilhaben zu lassen?

Bin neugierig auf Eure Meinungen....

Markus

Rainer Schulz

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

Scheuerer Markus wrote:

> Gibt es hier Meinungen zu Frauen in Verbindungen??
>
> Wenn ja, sollten Frauen in den alten Männerverbindungen aufgenommen werden?
> Gibt es andere Modelle, um Frauen am corporationsstudentischen Leben
> teilhaben zu lassen?
>

Schoenen guten Tag!!Ja, dazu muss ich was sagen. Also wenn sich schon Frauen
ein Band umhaengen wollen, dann moechten sie das in einer reinen
Frauenverbindung tun. Ich kenne eine Frauenverbindung recht gut, die
Lysistrata Berlin. Es sind nette Maedels mit denen man sich gut unterhalten
und feiern kann. Vom eigentlichen koorporativen Leben sind sie allerdings
ausgenommen. Ich meine da im speziellen die Kneipen und die Mensurboeden.
Das ist auch gut so. Ich halte nichts von einer gemischten Verbindung. Aber
das sind eben alles rein subjektive Standpunkte.
Ach ja , und die Idee in einer alten Verbindung mit einem Male Frauen
aufzunehmen, um ggf. ueberleben zu koennen, da sollte man wirklich lieber in
Ehren sterben. Dafuer haben die Gruendungsmitglieder wahrhaftig nicht
gekaempft, da wird man der Tradition nicht gerecht.
Was mich noch interessiert , wie geht man an anderen Hochschulorten mit den
dortigen Frauenverbindungen um?

Mit koorporationsstudentischen Gruessen

Rainer Schulz Z! xxx


Ulrich Wittenberg

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

Hallo zusammen,

also, das will ich jetzt soo nicht stehen lassen.
1. Als die meisten unserer Verbindungen gegruendet wurden, gab's gar
keine Studentinnen. Das "Problem" stellte sich also gar nicht.
2. Wofuer unsere Grundungsburschen "gekaempft" haben, ist mir jetzt
nicht 100% bekannt. Wenn sie aber dagegen waren, Frauen an den Unis
zuzulassen, dann waren sie m.E. nach schwer auf dem Holzweg.
3. In Deinem Posting fehlt m.E. nach oefters das "m.E.". Du hast die
Weisheit nicht gepachtet und fuer eine Reihe von Verbindungen klappt
das gemischte Zusammenleben ja wohl ganz gut. Ob sich eine Verbindung
nun auch Frauen oeffnet, muss jede Verbindung selbst am besten wissen.
4. Meiner Meinung nach bringt es nichts. Ich hab's auch schon bei
Verbindungen gesehen, die das Fechten aufgaben, "weil wir dann viiiel
mehr Nachwuchs kriegen". Das hat gar nichts gebracht (m.E.)
5. Korporierte Frauen sind bei unseren (T! Berlin) Kneipen so weit ich
weiss, genauso willkommen wie die anderen Korporierten Herren.

Ulrich Wittenberg
T! Berlin + T! Merovingia-Zittavia
--
Ulrich Wittenberg, Jetzt NEU: witte...@tzd.telekom.de
10587 Berlin, Germany, Europe, Terra, Sol System, Milky Way, Universe (Backyard)
International Phone: xx49 30 314 25985 (Germany Berlin TU Office) Z!Z!
Email: ulr...@cs.tu-berlin.de WWW: HTTP://www.cs.tu-berlin.de/~ulrich

Victor Brandt

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

Scheuerer Markus schrieb:

> Gibt es hier Meinungen zu Frauen in Verbindungen??
>
> Wenn ja, sollten Frauen in den alten Männerverbindungen aufgenommen
> werden?
> Gibt es andere Modelle, um Frauen am corporationsstudentischen Leben
> teilhaben zu lassen?
>

> Bin neugierig auf Eure Meinungen....
>
> Markus

Frauen machen den Bund kaputt!!

Victor Brandt
Trierer Burschenschaft Germania

Karsten Ockenfels

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Prost Markus!
Hier Ocki.

> Gibt es hier Meinungen zu Frauen in Verbindungen??

Mein Lieblingsthema... ;-) o~
Meine Verbindung ist ein gemischter Bund (mit allen Konsequenzen),
und ich wiederhole mich und langweile viele, wenn ich sage, dass
das hervorragend funktioniert.

> Wenn ja, sollten Frauen in den alten Männerverbindungen aufgenommen
> werden?

Tja, diese Frage wird ja schon seit mindestens wenn nicht noch laenger
diskuttiert.
Ich kann dazu nur sagen, dass mich bisher kein Argument gegen
Gemischtbund fuer Maennerbund ueberzeugen konnte, im Gemischtbund
Nachteile zu sehen beziehungsweise die Vorteile nicht zu sehen.
Was heisst Vorteil? Ich finde einfach, es sollte gleiches
Recht fuer alle (Maenner und Frauen) sein, in die Verbindung
einzutreten, die ihm oder ihr zusagt.
Das ist aber wie gesagt meine persoenliche Meinung. Wer anderer
Meinung ist, tritt halt in einen Maennerbund ein. Das muss jeder
selbst wissen.

> Gibt es andere Modelle, um Frauen am corporationsstudentischen Leben
> teilhaben zu lassen?

AFAIK gibt es drei Modelle:
1. Gemischtbund ohne wenn und aber.
2. Ein Maennerbund und ein Frauenbund gleicher Art unter einem Dach
(z.B. zwei UV-Buende wie in Marburg)
3. Frauenverbindungen, die so wie alle anderen Verbindungen in das
Verbindungsgeschehen am Ort eingebungen sind.

Wobei ich als Gemischtbuendler natuerlich Moeglichkeit 3 auch
mit einer gewissen Skepsis gegenueber stehen muss.
Ich hatte leider bislang nicht die Gelegenheit, dahingehend
direkte Infos und Meinungen zu erhalten, um mir ein
diskussionsfaehiges Bild zu machen.

Mit farbengeschwisterlichen Gruessen

Karsten Ockenfels Z! MW (x)
AMV Fridericiana Marburg im SV

Martin Schmidt

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Moin Moin,
In article <3472E1EA...@cadlab.tu-berlin.de>,
Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:
>Wie werden Frauenverbindungen, von den anderen Verbindungen, mich interessieren
> besonders B!, L! ,
>C! , aufgenommen ?
>
als reiner Männerbund freut sich meine liebe Germania-Charlottenburg über
korporierten Damenbesuch -- auch bei Kneipen. Dabei hatte ich fast den
Eindrock, dies wirke sich recht _positiv_ auf den Verlauf eines solchen
Abends aus..

BTW: [X] HTML gehört nicht ins Usenet.


Mit grün-silber-hellblauem Gruße,

Maretin Schmidt v. Pythagoras Z!

---
Martin Schmidt /v. Pythagoras Z! B! Germania-Charlottenburg zu Giessen
mailto:martin....@tu-bs.de
Web-Adresse jetzt neu und ohne "sz" (\szlig;) :
http://privat.schlund.de/Germania-Charlottenburg_Giessen/
PGP public key on request (subject: PGP public key request)
fingerprint: 24 ff 2a c6 6d b1 52 0f d8 17 ac 72 4e c0 48 26

Rainer Schulz

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Verena Rolle wrote:

> Rainer Schulz wrote:
> >
> > Verena Rolle wrote:
> >
> > Mit blau-silber-gruenen Gruessen aus Aachen,
> >
> > Verena Z!
> > Burschenschaft Westmark im Schwarzburgbund zu Aachen
> > (nichtschlagend.farbentragend.gemischt)
> >
> > Hallo Verena!!
> > Also das gibt mir doch zu denken. Wie kannst Du Dich mit den Idealen
> > und der Tradition einer BURSCHENSCHAFT identifizieren, ja wie kannst
> > Du danach leben.
> Genauso wie Du! ;-)
> Wenn Du mit Burschenschaft allein die Buende in der DB bezeichnest, dann
> haben wir - da ja dem SB angeschlossen - damit sicher weniger gemein.
> Nachdem, was bis jetzt hier von Dir zu lesen war, schien Deine
> Definition von Burschenschaft daraufhinauszulaufen, dass es sich dabei
> um einen schlagenden Maennerbund handelt, der den politischen Idealen
> der DB folgt. (Bitte berichtige mich, falls ich Dich falsch verstanden
> haben sollte).

Liebe Verena, beim besten Willen aber das wir das selbe unter
Burschenschaft verstehen ist offensichtlich nicht der Fall.Die Ideale einer
Burschenschaft, ob DB oder NDB...., sind immer nochg Ehre, Freiheit,
Vaterland. Der Anspruch einer Burschenschaft ist die Wehrhaftigkeit.
Und das koennen Frauen nun wirklich nicht behaupten, dass sie wehrhaft
seien.
Seid ihr alle in eurem Bunde bereit euer Vaterland mit der Waffe in der
Hand zu verteidigen???
Versteh mich nicht falsch aber das ist eine essentielle Frage fuer mich.
Ach ja, wann und wieso hat sich der Bund entschieden Frauen aufzunehmen?

> Wenn Du auf den scheinbar geschlechtsspezifischen Sinn des Wortes
> "Bursche" in "Burschenschaft" abzielst: Soweit ich weiss, leitet sich
> dieser Begriff von der mittelalterlichen Burse, der damaligen
> Schlafstaette der Studenten ab.Daher kann auch eine Frau durchaus ein
> Bursche sein bzw. eine gemischte Verbindung durchaus Burschenschaft
> heissen.

Durchaus nicht. Den Bursen waren die Zusammenschluesse von Studenten, in
einer Zeit wo Frauen noch gar nicht studieren durften. Was seinen wurde
wenn es Bursen zu heutiger Zeit gaebe....Bitte nicht diese Diskussion.

> Scheinbar sind unsere Auffassungen von den Charakteristika von
> Burschenschaften doch sehr verschieden:
> > Welche Beziehung hat euer Bund zu den Urburschenschaften, rein ideell
> > gesehen.
> Dazu muss ich nun doch etwas weiter ausholen: Mein Bund wurde 1920 als
> reiner Maennerbund und bewusst als Burschenschft und nicht als Corps,
> Landsmannschaft etc. gegruendet. Und das heisst auch, unsere
> Gruendungsburschen fuehlten sich den Idealen der Urburschenschaften
> verbunden. IMHO sind Ideale geschlechtsunspezifisch (darum geht es ja
> hier), deshalb kann ich nichts unvereinbares daran finden, wenn auch ein
> inzwischen gemischter Bund weiter nach diesen Idealen strebt und lebt.
> Noch eine Frage am Rande: was stoert Dich nun an der Sache? Unser Name
> "Burschenschaft", dass wir gemischt oder nichtschlagend sind? In meinem
> Dachverband, dem SB, gibt es auch Burschenschaften, die reine
> Maennerbuernde sind. Siehst Du bei ihnen weniger Unvereinbarkeiten?

Ich sehe das Problem, dass dieser Bund sich wirklich nicht zu seinen
Wurzeln und seine Vergangenheit bekennt. Und das ihr den Idealen der
Urburschenschaft verbunden fuehlt kann ich beim besten Willen nicht
nachvollziehen. Ja, damit habe ich ein grosses Problem.


> > Beim bestem willen, aber das ist so eine Sache, da faellt die
> > Anerkennung sehr schwer.
> > Toleranz ist kein Thema.
> Wo ist der Unterschied zwischen Anerkennung und Toleranz? _Wenn meine
> Verbindung nun z.B. Studentische Vereinigung hiesse, wuerdest Du mich
> anerkennen, da wir Burschenschaft heissen aber nicht? Das finde ich
> nicht direkt tolerant...

Ich kann es nicht tolerieren, dass mit dem Begriff und den Idealen
Burschenschaft gemacht wird was einem passt. Ich kann mit Dir darueber
diskutieren, offensichtlich. Ich wuerde Dich auch gruessen wenn Du in
Colour waerest. Aber ich wuerde euch nicht als korporativen Partner
anerkennen, weil ich der Meinung bin, dass wir grosse Differenzen haben.

> P.S. Eigentlich waere das doch eher eine Diskussion fuer die IKML...

Fuer wenn bitte??

--
Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html


Rainer Schulz

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

--------------AB47CA371CFF8FF85EA9F817
Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

Hallo Verena,
Verena Rolle wrote:

> Rainer Schulz wrote:
> > Also wenn sich schon Frauen
> > ein Band umhaengen wollen, dann moechten sie das in einer reinen
> > Frauenverbindung tun.

In Ordnung, das nehme ich zurueck!!

> > Vom eigentlichen koorporativen Leben sind sie allerdings
> > ausgenommen. Ich meine da im speziellen die Kneipen und die Mensurboeden.Das ist auch gut so.

> Du hast ja betont dass dies deine persoenliche Meinung ist, warum
> allerdings sind die Frauen dieser Verbindung vom korporativen Leben
> ausgeschlossen? Von Euren Veranstaltungen? Also bei uns gibts auch
> Kneipen und das finde ich gut so!

Diese Frauenverbindung kommt oft auf unser Haus zu Tanzveranstaltungen etc.Sie sind auch oft auf
anderen Haeusern, wollen also dazugehoeren! Bei den meiner Meinung nach wichtigen Dingen sind sie
aber, und das soll auch meiner Meinung so sein, aussen vor. Sie koennen also nie richtig
integriert werden. Das prangere ich nicht an oder bedauere dies. ich stelle dies nur fest.

> > Was mich noch interessiert , wie geht man an anderen Hochschulorten mit den
> > dortigen Frauenverbindungen um?

> Wie meinst Du das?

Wie werden Frauenverbindungen, von den anderen Verbindungen, mich interessieren besonders B!, L! ,
C! , aufgenommen ?

Mit korporationsstudentischen Gruessen


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html

--------------AB47CA371CFF8FF85EA9F817
Content-Type: text/html; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

<HTML>
Hallo Verena,
<BR>Verena Rolle wrote:
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>Rainer Schulz wrote:
<BR>> Also wenn sich schon Frauen
<BR>> ein Band umhaengen wollen, dann moechten sie das in einer reinen
<BR>> Frauenverbindung tun.</BLOCKQUOTE>
In Ordnung, das nehme ich zurueck!!
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>

<P>>&nbsp; Vom eigentlichen koorporativen Leben sind sie allerdings
<BR>> ausgenommen. Ich meine da im speziellen die Kneipen und die Mensurboeden.Das
ist auch gut so.
<BR>Du hast ja betont dass dies deine persoenliche Meinung ist, warum
<BR>allerdings sind die Frauen dieser Verbindung vom korporativen Leben
<BR>ausgeschlossen? Von Euren Veranstaltungen? Also bei uns gibts auch
<BR>Kneipen und das finde ich gut so!</BLOCKQUOTE>
Diese Frauenverbindung kommt oft auf unser Haus zu Tanzveranstaltungen
etc.Sie sind auch oft auf anderen Haeusern, wollen also dazugehoeren! Bei
den meiner Meinung nach wichtigen Dingen sind sie aber, und das soll auch
meiner Meinung so sein, aussen vor. Sie koennen also nie richtig integriert
werden. Das prangere ich nicht an oder bedauere dies. ich stelle dies nur
fest.
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>

<P>> Was mich noch interessiert , wie geht man an anderen Hochschulorten
mit den
<BR>> dortigen Frauenverbindungen um?
<BR>Wie meinst Du das?</BLOCKQUOTE>


Wie werden Frauenverbindungen, von den anderen Verbindungen, mich interessieren

besonders B!, L! , C! , aufgenommen ?&nbsp;
<PRE>Mit korporationsstudentischen Gruessen


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker

www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
&nbsp;</HTML>

--------------AB47CA371CFF8FF85EA9F817--


Rainer Schulz

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

--------------ABA4FAE5044EF6F701CDC9C6


Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

Verena Rolle wrote:

> Mit blau-silber-gruenen Gruessen aus Aachen,
>
> Verena Z!
> Burschenschaft Westmark im Schwarzburgbund zu Aachen
> (nichtschlagend.farbentragend.gemischt)

Hallo Verena!!
Also das gibt mir doch zu denken. Wie kannst Du Dich mit den Idealen und der
Tradition einer BURSCHENSCHAFT identifizieren, ja wie kannst Du danach leben.

Welche Beziehung hat euer Bund zu den Urburschenschaften, rein ideell gesehen.

Beim bestem willen, aber das ist so eine Sache, da faellt die Anerkennung sehr
schwer.
Toleranz ist kein Thema.

--


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html

--------------ABA4FAE5044EF6F701CDC9C6


Content-Type: text/html; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

<HTML>
Verena Rolle wrote:
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>Mit blau-silber-gruenen Gruessen aus Aachen,

<P>Verena Z!
<BR>Burschenschaft Westmark im Schwarzburgbund zu Aachen
<BR>(nichtschlagend.farbentragend.gemischt)</BLOCKQUOTE>
Hallo Verena!!
<BR>Also das gibt mir doch zu denken. Wie kannst Du Dich mit den Idealen


und der Tradition einer BURSCHENSCHAFT identifizieren, ja wie kannst Du
danach leben.

<BR>Welche Beziehung hat euer Bund zu den Urburschenschaften, rein ideell
gesehen.
<BR>Beim bestem willen, aber&nbsp; das ist so eine Sache, da faellt die
Anerkennung sehr schwer.
<BR>Toleranz ist kein Thema.
<PRE>--&nbsp;


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
&nbsp;</HTML>

--------------ABA4FAE5044EF6F701CDC9C6--


Karsten Ockenfels

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Prost Rainer!
Hier Ocki.

Rainer Schulz wrote:

> Ich halte nichts von einer gemischten Verbindung. Aber
> das sind eben alles rein subjektive Standpunkte.

Warum denn nicht? Mich wuerden Deine Argumente mal interessieren.
Oder kommt das einfach aus Gewohnheit des Maennerbundes?

> Ach ja , und die Idee in einer alten Verbindung mit einem Male Frauen
> aufzunehmen, um ggf. ueberleben zu koennen, da sollte man wirklich
> lieber in Ehren sterben.

Also ich weiss nicht, wie das andere sehen, aber die gemischten
SV-Buende nehmen nicht deshalb Frauen auf, um ueberleben zu koennen,
sondern aus Ueberzeugung, dass Frauen dazugehoeren.

> Dafuer haben die Gruendungsmitglieder wahrhaftig nicht
> gekaempft, da wird man der Tradition nicht gerecht.

Traditionen sind gut und wichtig, trotzdem sollte man sie
regelmaessig neu hinterfragen, denn die Zeiten aendern sich.
Traditionen sollte man nicht allein deshalb bewahren, weil es
Traditionen sind, sondern weil sie sinnvoll sind.
Und das Prinzip des Maennerbundes hat sich IMHO ueberlebt
und sollte von jedem gruendlichst hinterfragt werden, IMHO
hat dieses naemlich seinen Sinn verloren (wenn es denn jemals
einen anderen Sinn gehabt hat als die Tatsache, dass die
Verbindungen in einer Zeit geboren und gewachsen sind, als es
eben keine Frauen an den Unis gab). Man beachte die IMHOs.
Ich unterstelle den Gruendungsvaetern, dass sie sich damals
ueberhaupt nicht vorstellen konnten, dass jemals Frauen
an den Unis sein koennten und sich die Frage dann stellen koennte.
Sie haben halt einfach nicht darueber nachgedacht.

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W.

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:

: > Unsere Frauen, Freundinnen und Familien sind ein sehr wichtiger
: > Bestandteil in unserem Bundesleben, sehr viele Veranstaltungen finden

[...]

: Im gewissen Rahmen sicherlich, da kann ich Dir nur recht geben. Aber Dinge,
: z.B. das wohnen einer Frau oder Freundin auf dem Haus, macht den Bund recht
: schnell kaputt.

Warum soll da was kaputtgehen ?
Wir haben auch schon an Frauen vermietet. Da ist nix kaputtgegangen,
im Gegenteil, deer Freund einer Haubewohnerin wurde sogar aktiv. ;-)

--
Kai-Uwe Clauswitz
<clau...@mailer.uni-marburg.de>
* http://staff-www.uni-marburg.de/~clauswik/ *
"PC-Anwender zeigen ernste Symptome von Workstation-Neid:
http://www.sun.de/Marketing/Werbeanzeigen/workstationneid.html"

Rainer Schulz

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

--------------02AAA5480655AE64F2DA94EF


Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

> Unsere Frauen, Freundinnen und Familien sind ein sehr wichtiger


> Bestandteil in unserem Bundesleben, sehr viele Veranstaltungen finden

> mit ihnen gemeinsam statt. Nur wenige Veranstaltungen sind noch exklusiv
> fuer die Maenner (Kneipe, Kommers, Pauktag), ansonsten sind unsere
> Frauen, Freundinnen und Familien oft mit dabei und ein unverzichtbarer,
> bereichenderer Teil unserer Aktivitaeten.

Im gewissen Rahmen sicherlich, da kann ich Dir nur recht geben. Aber Dinge,
z.B. das wohnen einer Frau oder Freundin auf dem Haus, macht den Bund recht
schnell kaputt.

Rainer Schulz Z!xxx

Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html

--------------02AAA5480655AE64F2DA94EF


Content-Type: text/html; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

<HTML>
&nbsp;
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>Unsere Frauen, Freundinnen und Familien sind ein
sehr wichtiger
<BR>Bestandteil in unserem Bundesleben, sehr viele Veranstaltungen finden
<BR>mit ihnen gemeinsam statt. Nur wenige Veranstaltungen sind noch exklusiv
<BR>fuer die Maenner (Kneipe, Kommers, Pauktag), ansonsten sind unsere
<BR>Frauen, Freundinnen und Familien oft mit dabei und ein unverzichtbarer,
<BR>bereichenderer Teil unserer Aktivitaeten.</BLOCKQUOTE>


Im gewissen Rahmen sicherlich, da kann ich Dir nur recht geben. Aber Dinge,
z.B. das wohnen einer Frau oder Freundin auf dem Haus, macht den Bund recht
schnell kaputt.

<PRE>Rainer Schulz Z!xxx</PRE>

<PRE>Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
&nbsp;</HTML>

--------------02AAA5480655AE64F2DA94EF--


Karsten Ockenfels

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Prost Victor!
Hier Ocki.

Viktor Brandt schrieb:

> Frauen machen den Bund kaputt!!

Klare Aussage, aber ohne Begruendung, Argumente und
ueberhaupt eine Erklaerung, wie das genau gemeint ist
(sprichst Du von korporierten Frauen oder generell
von Frauen, z.B. Freundin, Verlobte, etc.?),
kann ich mit der Aussage (diskussionstechnisch)
gar nichts anfangen.
Ich habe lediglich die Befuerchtung, dass eine solche
Aussage wieder zu Pauschalvorwuerfen der Frauenfeindlichkeit
gegenueber allen Verbindungsstudenten fuehrt.

Karl Wolfgang Voelger

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to Verena Rolle

Servus Verena !


> Wenn Du mit Burschenschaft allein die Buende in der DB bezeichnest,
> dann
> haben wir - da ja dem SB angeschlossen - damit sicher weniger gemein.
> Nachdem, was bis jetzt hier von Dir zu lesen war, schien Deine
> Definition von Burschenschaft daraufhinauszulaufen, dass es sich dabei
>
> um einen schlagenden Maennerbund handelt, der den politischen Idealen
> der DB folgt. (Bitte berichtige mich, falls ich Dich falsch verstanden
>
> haben sollte).

Ich nehme an, Vbr. Schulz wollte nicht auf die politische Ausrichtung
einerBurschenschaft hinaus, sondern auf ihren Bezug zur Tradition der
Urburschenschaft von 1815. Nicht nur B!B! in der DB! beziehen sich auf
die
Jenaische Urburschenschaft, sondern auch solche außerhalb. Inwieweit
alle Verbindungen, die sich Burschenschaft nennen, auch heute noch in
der Tradition der Urburschenschaft leben, steht auf einem anderen Blatt.

> Wenn Du auf den scheinbar geschlechtsspezifischen Sinn des Wortes
> "Bursche" in "Burschenschaft" abzielst: Soweit ich weiss, leitet sich
> dieser Begriff von der mittelalterlichen Burse, der damaligen
> Schlafstaette der Studenten ab.Daher kann auch eine Frau durchaus ein
> Bursche sein bzw. eine gemischte Verbindung durchaus Burschenschaft
> heissen.

Ja, Bursch leitet sich von bursa ab. Die mittelalterliche
Wohngemeinschaft hieß "die Bursch" und die Gemeinschaft der Studierenden
einer Universität wurde mit Burschenschaft bezeichnet. Eine
verbindungsspezifische Begriffszuweisung wurde erst am Ende des 18.
Jahrhunderts vorgenommen,bevor die Urburschenschaft in Jena gegründet
wurde.

> ... Und das heisst auch, unsere


> Gruendungsburschen fuehlten sich den Idealen der Urburschenschaften
> verbunden. IMHO sind Ideale geschlechtsunspezifisch (darum geht es ja
> hier), deshalb kann ich nichts unvereinbares daran finden, wenn auch
> ein
> inzwischen gemischter Bund weiter nach diesen Idealen strebt und lebt.
>
> Noch eine Frage am Rande: was stoert Dich nun an der Sache? Unser Name
>
> "Burschenschaft", dass wir gemischt oder nichtschlagend sind? In
> meinem
> Dachverband, dem SB, gibt es auch Burschenschaften, die reine
> Maennerbuernde sind. Siehst Du bei ihnen weniger Unvereinbarkeiten?

Unter den Idealen der Urbruschenschaft Ehre, Freiheit, Vaterland können
natürlich
auch Frauen leben - im Gegenteil: jeder Mensch sollte seine Ehre
bewahren, die Freiheit verteidigen und sein Vaterland lieben. Meine
Burschenschaften (Frankfurt-Leipziger B! Arminia und B! Arminia zu
Leipzig) fordern von uns Mitgliedern jedoch nicht nur ein Leben nach dem
o.g. Wahlspruch sondern aktive Umsetzung, bei deren Erfüllung ich mir
das weibliche Geschlecht nicht vorstellen kann. Dies sind der Einsatz
für das Vaterland im Notfalle mit der Waffe und das Fechten zweier
Mensuren, um nur zwei Punkte zu nennen.

Ich hoffe, Du verstehst mich richtig: ich sage nichts gegen
Frauenverbindungen oder Frauen in Verbindungen - im Gegenteil! Ich sehe
nur bei vielen Verbindungen (so auch bei meinen) den Spielraum zur
Aufnahme von Frauen nicht. Und warum soll denn bei den Verbindungen
immer jede allen offenstehen? Warum werden Verbindungen nicht als
besondere Art von Vereinen betrachtet, die man sich nach ihrem Inhalt
aussucht? Wenn ich nur Tischtennis spielen kann, habe ich in einem
Handballverein auch nichts zu suchen - um einen banalen Vregleich zu
bringen.

Mit burschenschaftlichen Grüßen

Wolfgang Z!Z!Z!

***********************************************
Karl Wolfgang Völger

Technische Universität Darmstadt, FB Materialwissenschaft, FG Disperse
Feststoffe

voe...@hrzpub.tu-darmstadt.de


Verena Rolle

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Scheuerer Markus wrote:
>
> Gibt es hier Meinungen zu Frauen in Verbindungen??
Ja! Find ich gut! Bei uns klappt das seit ueber 20 Jahren prima. Ich
komme aus einer Familie mit einigen Korporierten (historisch bedingt nur
Maenner) und denke nicht, dass mein Geschlecht mich daran hindern darf,
diese Tradition fortzusetzen. Ausserdem gibt es eine Menge anderer
Gruende in einer Verbindung aktiv zu sein, die IMHO nicht vom
Geschlecht abhaengig sind.In einer Zeit, in der Frauen in grosser Zahl
studieren, muss es auch neue Formen des Verbindungsesens geben, die
Frauen die Teilnahme am Korporationswesen erlaubt. Das heisst jedoch
nicht, dass jeder Maennerbund jetzt gemischt werden sollte (s.u.)
Entgegen anderslautender Meinungen denke ich nicht, dass das
Verbindungswesen an sich so maennlich gepraegt ist, dass Frauen damit
nichts anfangen koennen. Tugenden wie Freundschaft
(Bundesgeschwisterlichkeit), Ehre, Treue zum Bund sind IMHO von beiden
Geschlechtern erfuellbar. Un dass es Freunschaft ohne Eros zwischen
Mennern und Frauen in einer Verbindung nicht geben kann, halte ich fuer
falsch. In unserer Verbindung funktioniert es!

> Wenn ja, sollten Frauen in den alten Männerverbindungen aufgenommen werden?
Nur, wenn die reine MAennerverbindung dies wuenscht! Ansonsten soll doch
jeder nach seiner Fasson gluecklich werden! Ich kenne genug Korporierte
aus reinen Maennerbuenden, die gegen korporierte Frauen nichts haben,
sie moegen halt lieber unter sich sein. Sollen sie doch, es gibt ja auch
gemischte und reine Frauenverbindungen.

> Gibt es andere Modelle, um Frauen am corporationsstudentischen Leben
> teilhaben zu lassen?
Ich sehe da 3 Moeglichkeiten:
1. Reine Frauenverbindung
2. Gemischte Verbindung
3. Couleurudamen
Ich persoenlich neige eindeutig zu #2, in welchem Unfang Coulerudamen am
coroporationsstudentischen Leben teilhaben, das muesste man noch
diskutieren.

>
> Bin neugierig auf Eure Meinungen....
>
> Markus
Und deine Meinung zum Thema? Da waere ich auch sehr neugierig drauf!

Verena Rolle

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Lieber Rainer,

> Der Anspruch einer Burschenschaft ist die Wehrhaftigkeit.
> Und das koennen Frauen nun wirklich nicht behaupten, dass sie wehrhaft
> seien.
Wieso nicht?

> Seid ihr alle in eurem Bunde bereit euer Vaterland mit der Waffe in der
> Hand zu verteidigen???
Ihr in Eurem Bunde aber auch nicht! Wenn ich mich recht entsinne, nehmen
sowohl inzwischen DB als auch die NDB Zivildienstleistende auf....

> Versteh mich nicht falsch aber das ist eine essentielle Frage fuer mich.
> Ach ja, wann und wieso hat sich der Bund entschieden Frauen aufzunehmen?

Meine Verbindung nimmt seit Mitte der 70er Jahre auch Studentinnen auf
und zwar nicht, wie du vielleicht glaubst, um der drohenden Vertagung zu
entgehen, sondern weil man der veraenderten Situation, dass auch Frauen
studieren und am Korporationswesen teilnehmen wollten und konnten,
Rechnung trug.
>

> Durchaus nicht. Den Bursen waren die Zusammenschluesse von Studenten, in
> einer Zeit wo Frauen noch gar nicht studieren durften. Was seinen wurde
> wenn es Bursen zu heutiger Zeit gaebe....Bitte nicht diese Diskussion.

Aber wir leben HEUTE! Nicht im Mittelalter! Traditionen ohne
Sinnhinterfragung zu uebernehmen ist nicht meine Auffassung. Ich stehe
zu den Traditionen meiner Verbindung weil sie fuer mich nicht als leere
Huelse existieren, sondern noch sinvollen Inhalt haben.

> > Noch eine Frage am Rande: was stoert Dich nun an der Sache? Unser Name
> > "Burschenschaft", dass wir gemischt oder nichtschlagend sind? In meinem
> > Dachverband, dem SB, gibt es auch Burschenschaften, die reine
> > Maennerbuernde sind. Siehst Du bei ihnen weniger Unvereinbarkeiten?
>

> Ich sehe das Problem, dass dieser Bund sich wirklich nicht zu seinen
> Wurzeln und seine Vergangenheit bekennt.

Das kannst Du beurteilen? Die Wurzeln des SB sind Maessigkeit, Ablehnung
der Mensur und das Christianum.


> Und das ihr den Idealen der
> Urburschenschaft verbunden fuehlt kann ich beim besten Willen nicht
> nachvollziehen. Ja, damit habe ich ein grosses Problem.

Das koennen wir beide scheinbar auch nicht loesen...

>
> Ich kann es nicht tolerieren, dass mit dem Begriff und den Idealen
> Burschenschaft gemacht wird was einem passt.

Und was tust Du? Burschenschaft ist nur das, was Du darunter verstehst?

> Ich wuerde Dich auch gruessen wenn Du in
> Colour waerest.

Na danke!

> Aber ich wuerde euch nicht als korporativen Partner
> anerkennen, weil ich der Meinung bin, dass wir grosse Differenzen haben.

Damit koennen wir leben. Umgekehrt faellt uns das bei solchen
Aeusserungen sicher auch schwer...

> > P.S. Eigentlich waere das doch eher eine Diskussion fuer die IKML...
> Fuer wenn bitte??

Die Interkorporative Mailingliste (IKML)


Burschenschaftlliche Westmaerkergruesse,

Verena We!

Hannes Gnad

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Victor Brandt <bran...@uni-trier.de> wrote:

Hallole !

: > Gibt es andere Modelle, um Frauen am corporationsstudentischen Leben
: > teilhaben zu lassen?
: >
: > Bin neugierig auf Eure Meinungen....

: Frauen machen den Bund kaputt!!

Also, da bin ich ganz anderer Ansicht.

Wir sind zwar ein Maennerbund und stehen auch dazu, allerdings nicht
wegen dieser oft kaputten soziologischen Erklaerungsversuche, die
einem in diversen Buechern und Reader immer mal wieder untergeschoben
werden.

Unsere Frauen, Freundinnen und Familien sind ein sehr wichtiger
Bestandteil in unserem Bundesleben, sehr viele Veranstaltungen finden
mit ihnen gemeinsam statt. Nur wenige Veranstaltungen sind noch exklusiv
fuer die Maenner (Kneipe, Kommers, Pauktag), ansonsten sind unsere
Frauen, Freundinnen und Familien oft mit dabei und ein unverzichtbarer,
bereichenderer Teil unserer Aktivitaeten.

--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@space.apl.s.shuttle.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
* "Wo Burschenschaften verboten sind, kann keine Freiheit sein!" *
* (Dr. Bernhard Vogel, Ministerpraesident des Freistaates Thueringen) *

Verena Rolle

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Rainer Schulz wrote:
> Also wenn sich schon Frauen
> ein Band umhaengen wollen, dann moechten sie das in einer reinen
> Frauenverbindung tun.
(...)

> Vom eigentlichen koorporativen Leben sind sie allerdings
> ausgenommen. Ich meine da im speziellen die Kneipen und die Mensurboeden.Das ist auch gut so.
Du hast ja betont dass dies deine persoenliche Meinung ist, warum
allerdings sind die Frauen dieser Verbindung vom korporativen Leben
ausgeschlossen? Von Euren Veranstaltungen? Also bei uns gibts auch
Kneipen und das finde ich gut so!

> Was mich noch interessiert , wie geht man an anderen Hochschulorten mit den


> dortigen Frauenverbindungen um?
Wie meinst Du das?

Mit farbensgeschwisterlichen Gruessen,

Verena Rolle We!

Rainer Schulz

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to


> Prost Rainer!
> Hier Ocki.

Mahlzeit!!

> > Ich halte nichts von einer gemischten Verbindung. Aber
> > das sind eben alles rein subjektive Standpunkte.
>
> Warum denn nicht? Mich wuerden Deine Argumente mal interessieren.
> Oder kommt das einfach aus Gewohnheit des Maennerbundes

Zum einen die Gewohnheit, selbstverstaendlich. Aber die Anlage, das Leben
und Auspraegung ist wirklich nur in reiner Maennergessellschaft moeglich.

> > Ach ja , und die Idee in einer alten Verbindung mit einem Male Frauen
> > aufzunehmen, um ggf. ueberleben zu koennen, da sollte man wirklich
> > lieber in Ehren sterben.
>
> Also ich weiss nicht, wie das andere sehen, aber die gemischten
> SV-Buende nehmen nicht deshalb Frauen auf, um ueberleben zu koennen,
> sondern aus Ueberzeugung, dass Frauen dazugehoeren.

Ich kenne die SV- Buende nicht. Wenn hier als gemischte Verbindung
gegruendet wurdet steht das hier ueberhaupt nicht zur Debatte.

> > Dafuer haben die Gruendungsmitglieder wahrhaftig nicht
> > gekaempft, da wird man der Tradition nicht gerecht.
>
> Traditionen sind gut und wichtig, trotzdem sollte man sie
> regelmaessig neu hinterfragen, denn die Zeiten aendern sich.
> Traditionen sollte man nicht allein deshalb bewahren, weil es
> Traditionen sind, sondern weil sie sinnvoll sind.

Man sollte die Tradition nicht hinterfragen, sondern die Ziele die sich
draus ergeben. Diese sollte man der Zeit anpassen. Aber die Ideale eines
Bundes sind zeitlos, und die Aktivitas hat die Aufgabe den Bund im Rahmen
der Tradition und der Ideale weiterzufuehren.

> Und das Prinzip des Maennerbundes hat sich IMHO ueberlebt
> und sollte von jedem gruendlichst hinterfragt werden, IMHO
> hat dieses naemlich seinen Sinn verloren (wenn es denn jemals
> einen anderen Sinn gehabt hat als die Tatsache, dass die
> Verbindungen in einer Zeit geboren und gewachsen sind, als es
> eben keine Frauen an den Unis gab).

Das Prinzip des Mannerbundes kann sich nicht ueberlebt haben. Schau dich
um in der Gessellschaft..Skatrunde, Fussballmannschaft. das Orte an dem
Maenner unter sich sind. Und wenn Studenten der Meinung sind in einen Bund
einzutreten, dann muss man sich bewusst sein im Rahmen der Tradition und
Geschichte des Bundes diesen zu gestalten und nicht voellig zu veraendern
und den Alten Herren, die den Bund in schwierigen Zeiten ueber Wasser
gehalten haben, die den ganzen Laden finanzieren ihre Arbeit zunichte zu
machen.

> Man beachte die IMHOs.

Was heisst das bitte??

> Ich unterstelle den Gruendungsvaetern, dass sie sich damals
> ueberhaupt nicht vorstellen konnten, dass jemals Frauen
> an den Unis sein koennten und sich die Frage dann stellen koennte.
> Sie haben halt einfach nicht darueber nachgedacht.

Und wenn sich Verbindungen gruenden als gemischte, oder als
Frauenverbindung, dann ist das annzuerkennen und man sollte mit diesen
Buenden einen Kontakt pflegen.

Rainer Schulz Z! xxx
Berliner B! der Maerker

Verena Rolle

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Rainer Schulz wrote:
>
> Verena Rolle wrote:
>
> Mit blau-silber-gruenen Gruessen aus Aachen,
>
> Verena Z!
> Burschenschaft Westmark im Schwarzburgbund zu Aachen
> (nichtschlagend.farbentragend.gemischt)
>
> Hallo Verena!!
> Also das gibt mir doch zu denken. Wie kannst Du Dich mit den Idealen
> und der Tradition einer BURSCHENSCHAFT identifizieren, ja wie kannst
> Du danach leben.
Genauso wie Du! ;-)

Wenn Du mit Burschenschaft allein die Buende in der DB bezeichnest, dann
haben wir - da ja dem SB angeschlossen - damit sicher weniger gemein.
Nachdem, was bis jetzt hier von Dir zu lesen war, schien Deine
Definition von Burschenschaft daraufhinauszulaufen, dass es sich dabei
um einen schlagenden Maennerbund handelt, der den politischen Idealen
der DB folgt. (Bitte berichtige mich, falls ich Dich falsch verstanden
haben sollte).
Wenn Du auf den scheinbar geschlechtsspezifischen Sinn des Wortes
"Bursche" in "Burschenschaft" abzielst: Soweit ich weiss, leitet sich
dieser Begriff von der mittelalterlichen Burse, der damaligen
Schlafstaette der Studenten ab.Daher kann auch eine Frau durchaus ein
Bursche sein bzw. eine gemischte Verbindung durchaus Burschenschaft
heissen.
Scheinbar sind unsere Auffassungen von den Charakteristika von
Burschenschaften doch sehr verschieden:
> Welche Beziehung hat euer Bund zu den Urburschenschaften, rein ideell
> gesehen.
Dazu muss ich nun doch etwas weiter ausholen: Mein Bund wurde 1920 als
reiner Maennerbund und bewusst als Burschenschft und nicht als Corps,
Landsmannschaft etc. gegruendet. Und das heisst auch, unsere

Gruendungsburschen fuehlten sich den Idealen der Urburschenschaften
verbunden. IMHO sind Ideale geschlechtsunspezifisch (darum geht es ja
hier), deshalb kann ich nichts unvereinbares daran finden, wenn auch ein
inzwischen gemischter Bund weiter nach diesen Idealen strebt und lebt.
Noch eine Frage am Rande: was stoert Dich nun an der Sache? Unser Name
"Burschenschaft", dass wir gemischt oder nichtschlagend sind? In meinem
Dachverband, dem SB, gibt es auch Burschenschaften, die reine
Maennerbuernde sind. Siehst Du bei ihnen weniger Unvereinbarkeiten?
> Beim bestem willen, aber das ist so eine Sache, da faellt die
> Anerkennung sehr schwer.
> Toleranz ist kein Thema.
Wo ist der Unterschied zwischen Anerkennung und Toleranz? _Wenn meine
Verbindung nun z.B. Studentische Vereinigung hiesse, wuerdest Du mich
anerkennen, da wir Burschenschaft heissen aber nicht? Das finde ich
nicht direkt tolerant...

Mit burschenschafltichen Gruessen aus Aachen!

Verena We!

Rainer Schulz

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

Ulrich Wittenberg wrote:


> 1. Als die meisten unserer Verbindungen gegruendet wurden, gab's gar
> keine Studentinnen. Das "Problem" stellte sich also gar nicht.

Also ich meinte, dass man diese alten Verbindungen fuer Frauen nicht oeffnen. Und
nicht das sich Korporationen als gemischte Verbindungen gruenden. Das ist
natuerlich legitim und jeder neu zu gruendenden Verbindung freigestellt.

> 2. Wofuer unsere Grundungsburschen "gekaempft" haben, ist mir jetzt
> nicht 100% bekannt. Wenn sie aber dagegen waren, Frauen an den Unis
> zuzulassen, dann waren sie m.E. nach schwer auf dem Holzweg.

Also ich kann Dir genau sagen wofuer meine Gruendungsburschen gekaempft haben.Und
ich fuehle mich verpflichtet im Sinne dieser Tradition das Leben meines Bundes so
zu gestalten. Selbstverstaendlich haben sich unsere Ziele im Laufe der Zeit
geandert.
Und jetzt zum Thema, mein Bund hat sich als Maennerbund gegruendet, alle B!, L!, C!
waren und sind reine Maennerverbindungen in ihrer Ausrichtung und in ihrem Inhalt.
Und diese Buende koennen sich nicht Frauen oeffnen.

> 3. In Deinem Posting fehlt m.E. nach oefters das "m.E.". Du hast die
> Weisheit nicht gepachtet und fuer eine Reihe von Verbindungen klappt
> das gemischte Zusammenleben ja wohl ganz gut. Ob sich eine Verbindung
> nun auch Frauen oeffnet, muss jede Verbindung selbst am besten wissen.

Ich glaube darueber brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Hier werden Meinungen
diskutiert und Meinungen sind wie A....loecher, jeder hat eins. Wenn ich hier etwas
beitrage, dann ist das MEINE Meinung und ich bin hier um eben diese auszutauschen
und durch ggf. starke Argumente auch zu aendern. Es gibt Fakten und diese werde ich
dann auch als solche kennzeichnen.

> 4. Meiner Meinung nach bringt es nichts. Ich hab's auch schon bei
> Verbindungen gesehen, die das Fechten aufgaben, "weil wir dann viiiel
> mehr Nachwuchs kriegen". Das hat gar nichts gebracht (m.E.)

Das ist auch Bloedsinn, m.E. nach !!! Es gibt gute Gegenbeispiel, z.B. B! Teutonnia
Jena hat von einer auf zwie Pflichtpartien erhoeht und bekam jede Menge Nachwuchs.

> 5. Korporierte Frauen sind bei unseren (T! Berlin) Kneipen so weit ich
> weiss, genauso willkommen wie die anderen Korporierten Herren.

Ich moechte euch erleben, wenn Lysistrata beim Stiftungsfestkommers teilnehmen
will.
Kneipen sind reine Herren- bzw. Dameninstitute.

Rainer Schulz Z!xxx
Berliner B! der Maerker


Verena Rolle

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to Rainer Schulz

Hallo Zusammen!
Rainer Schulz wrote:

> > Was mich noch interessiert , wie geht man an anderen
> Hochschulorten mit den
> > dortigen Frauenverbindungen um?
> Wie meinst Du das?
>

> Wie werden Frauenverbindungen, von den anderen Verbindungen, mich
> interessieren besonders B!, L! , C! , aufgenommen ?

Kommt ganz darauf an. Eine allgemeine Aussage dazu kann man schwer
machen, es kommt auf die einzelne Verbindung an. Mit einigen Buenden,
hier in Aachen z.B. VdSt, Schlaegel und Eisen, eine L!, einige C! und B!
u.a., pflegen wir sehr gute Beziehungen, was sich durchaus auch in
gemeinsamen Veranstaltungen aeussern kann. Man muss schon unterscheiden
zwischen Veranstaltungen wie Fruehschoppen, Vortraege, Coulerubummel auf
der einen Seite und Kneipen auf der anderen. Bei dem ersten
Veranstalungstyp ist es kein Problem, man kennt sich inzwischen gut
genug. Hin und wieder gibt es bei einem Couleurbummel mal ein staunendes
Gesicht "was, es gibt Frauen mit Band?", aber nach ein paar gemeinsamen
Bierchen ist das auch kein Problem mehr. Bei Kneipen ist es etwas
anders, einige Buende lassen korporierte Frauen zu, viele nicht. Dafuer
wird man dann zu Vertreterkneipen explizit eingeladen, oder Vertreter
der betreffenden Buende feiern mit uns eine Kneipe mit. Wobei uns oft
berichtet wird,dass es eher die AH sind, die gegen die Anwesenheit
korporierter Frauen Bedenken haben, als die Aktiven.

Gruss aus Aachen,

Verena Z!
B! Westmark im SB

Hannes Gnad

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > > Was mich noch interessiert , wie geht man an anderen Hochschulorten mit den


: > > dortigen Frauenverbindungen um?
: > Wie meinst Du das?

: Wie werden Frauenverbindungen, von den anderen Verbindungen,
: mich interessieren besonders B!, L! , C! , aufgenommen ?

Wir haben uns nach einiger Diskussion darauf geeinigt, Frauenverbindungen
(in Stuttgart gibt es keine) nicht *speziell* zu Kneipen und Kommersen
einzuladen. Da aber sowohl gemischte als auch reine Frauenverbindungen
unser Semesteranschreiben samt Programm erhalten, sind sie auch allgemein
eingeladen, wie alle anderen Buende auch. Einen moeglichen extra Hinweis,
der Art "Aber Frauenverbindungen duerfen nicht zu xxx und abc kommen"
haben wir schon nach dem ersten Denkansatz fallen lassen, besonders
gegenueber gemischten Verbindungen ist das unserer Ansicht nach gar nicht
machbar.

Somit muss man mitmachen lassen, wen man einlaedt. Wenn also korporierte
Damen zu uns kommen, duerfen sie selbstverstaendlich an Kneipe und
Kommers in der Corona teilnehmen. Ist auch schon mehrfach passiert.

Die einzige noch existierende Vollsperre ist der Pauktag, was allerdings
auch fuer maennliche Nicht-Waffenstudenten gilt. Waere sicher eine
interessante Diskussion, was passieren wuerde, wenn die ersten Frauen-
oder gemischten Verbindungen das Fechten anfangen wuerden.

Rainer Schulz

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

--------------2BABF997371704C52882D27E


Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W. wrote:

> Warum soll da was kaputtgehen ?
> Wir haben auch schon an Frauen vermietet. Da ist nix kaputtgegangen,
> im Gegenteil, deer Freund einer Haubewohnerin wurde sogar aktiv. ;-)
>

Also wir hatten auch den Fall ,dass zwei Frauen auf dem Haus wohnten. Soviel
Zank und Streit unter den BbrBbr. habe ich noch nie erlebt. Die Buhlerei nahm
kein Ende.Auch war mit der allabendliche Filuzitaet Schluss.
Frauen auf dem Haus, als Gaeste gern. Aber alles was drueber hinausgeht sollte
man sehr gut ueberlegen.

--


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html

--------------2BABF997371704C52882D27E


Content-Type: text/html; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

<HTML>
Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W. wrote:
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>

<P>Warum soll da was kaputtgehen ?
<BR>Wir haben auch schon an Frauen vermietet. Da ist nix kaputtgegangen,
<BR>im Gegenteil, deer Freund einer Haubewohnerin wurde sogar aktiv. ;-)
<BR>&nbsp;</BLOCKQUOTE>
Also wir hatten auch den Fall ,dass zwei Frauen auf dem Haus wohnten. Soviel
Zank und Streit unter den BbrBbr. habe ich noch nie erlebt. Die Buhlerei
nahm kein Ende.Auch war mit der allabendliche Filuzitaet Schluss.
<BR>Frauen auf dem Haus, als Gaeste gern. Aber alles was drueber hinausgeht
sollte man sehr gut ueberlegen.
<PRE>--&nbsp;


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker

www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
&nbsp;</HTML>

--------------2BABF997371704C52882D27E--


Hannes Gnad

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Verena Rolle <Reol...@reze-1.rz.rwth-aachen.de> wrote:

Hallole !

: > Wenn also korporierte


: > Damen zu uns kommen, duerfen sie selbstverstaendlich an Kneipe und
: > Kommers in der Corona teilnehmen. Ist auch schon mehrfach passiert.

: Finde ich sehr lobenswert! Wer als korporierte Frau an einer
: Kneipe/einem Kommers teilnimmt unterwirft sich ja auch - wie alle
: anderen in der Corona - dem Kneipcomment. Ich glaube, Deine Verbindung
: waere mal einen Couleurbummel wert....

Aber sicher doch. Empfehlenswert ist unsere Gruendungskneipe am
10. Januar 1998, da tanzt der Baer. :)


: > Waere sicher eine


: > interessante Diskussion, was passieren wuerde, wenn die ersten Frauen-
: > oder gemischten Verbindungen das Fechten anfangen wuerden.

: Ich habe schon mal gehoert (ein Geruecht?), dass es durchaus auch
: schlagende Frauenverbindungen geben soll (in Berlin?). Weiss jemand
: mehr?

Das war ein Geruecht, dass eine Berliner Frauenverbindung (Lysistrata?)
gezielt gestreut hatte, um die korporierte Maennerwelt etwas in Auf-
regung zu versetzen. Soweit kenne ich die Story, oder weiss da jemand
mehr?

Martin Schmidt

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Moin Moin,

In article <651ceq$t...@info4.rus.uni-stuttgart.de>,
rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de (Hannes Gnad) wrote:
>Verena Rolle <Reol...@reze-1.rz.rwth-aachen.de> wrote:
[...]

>: > Waere sicher eine
>: > interessante Diskussion, was passieren wuerde, wenn die ersten Frauen-
>: > oder gemischten Verbindungen das Fechten anfangen wuerden.
>: Ich habe schon mal gehoert (ein Geruecht?), dass es durchaus auch
>: schlagende Frauenverbindungen geben soll (in Berlin?). Weiss jemand
>: mehr?
>
>Das war ein Geruecht, dass eine Berliner Frauenverbindung (Lysistrata?)
>gezielt gestreut hatte, um die korporierte Maennerwelt etwas in Auf-
>regung zu versetzen. Soweit kenne ich die Story, oder weiss da jemand
>mehr?
>
mir ist nur die folgende Geschichte bekannt, zu deren Authenzität ich
nichts beitragen kann...

Während irgendeiner Veranstaltung mit korporierten Damen ging wohl ein
Streit so weit, daß einer Dame eine zerrissene Visitenkarte überreicht
wurde. Die Dame bat angeblich im Folgenden eine andere Verbindung um
Paukuntericht und Waffenschutz. Als die dann den Grund dafür erfuhren,
soll der "`Verursacher"' eine so große Anzahl von Forderungen (Liste?) für
den Fall, daß er auf seine Forderung bestehen sollte, bekommen haben, daß
der ursprüngliche Streit sehr schnell mit einer Entschuldigung des
Übereifrigen bei der Dame beigelegt wurde.

Es kann natürlich sein, daß dies inzwischen eine Art "`Modernes
korporiertes Märchen"' geworden ist, da ich mich selbst nicht mehr erinnern
kann, wer mir dies wann erzählt hat...


Farbigst,

Martin

Hannes Gnad

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > Jaja. Aber der Burschentag der DB hat beschlossen, dass die NDB
: > kein burschenschaftlicher Verband im Sinne der DB ist und moeglichst
: > jeden Kontakt verboten.

: Was ich persoenlich auch nicht fuer besonders sinnvoll halte. Man sollte sich
: mit diesen Verbindungen auseinandersetzen. Schon allein, um die Fragwuerdigkeit
: ihrer Argumentation zum Ausdruck zu bringen. Bestes Beispiel: Tulla Karlsruhe .

Ja, danke, mit denen durfte ich mich auch schon mal unterhalšten, im
Rahmen eines Stiftis bei unserem Kartellbund Arminia Karlsruhe. :(

Den BT-Beschluss halte ich persoenlich uebrigens auch fuer ziemlich
unsinnig. Das erleichtert die Arbeit kein bisschen und macht nur Aerger.


: > Abgesehen davon lautet es bei der NDB: "Freiheit, Ehre, Vaterland"
: > Die Umstellung der Reihenfolge war dabei Absicht.

: Ich kenne nicht die Praeambel der NDB..aber bezieht sie sich auf die Tradition
: der Jenaischen Urburschenschaft?

Klar doch.


: > Die Frage des Wehrdienstes fuer Frauen ist in vielen Laendern, vermutlich
: > auch Deutschland, nur noch eine Frage der Zeit. In Israel, den USA und
: > Norwegen ist es schon lange realitaet.

: Wenn es soweit ist, kann man darueber diskutieren inweit es akzeptabel ist
: Frauen in Burschenschaften aufzunehmen.

Die gibt es schon, siehe die Diskussion mit Verena und die gemischten B!s
im SB und anderen Verbaenden.


: Meiner Meinung nach sollte das nie
: geschehen.Wie gesagt ich habe nichts gegen gemischte Verbindungen wenn sie als
: solche gegruendet wurden. Diese koennen aus der Geschichte heraus keine B!, L!
: oder C! sein.

Da sich diese Bezeichnungen nur auf bestimmte Prinzipien beziehen, kann
das schon passieren. Passiert auch, und wird weiter passieren.
Das Maennerbundprinzip wurde erst reichlich nach diesen Verbindungs-
urformen erfunden, war vorher nicht notwendig, weil es ja keine
Frauen an den Hochschulen gab.


: > Sind das alle Mitglieder der DB, samt den Ungedienten und den nun auch
: > aufnehmbaren Zivis?

: Dank des Einsatzes der liberalen Fraktion ist das ja nun vollzogen. Ich kann das
: nicht vereinbaren. Aber ich kaempfe dagegen an, wie wir auch gegen die extremen
: Vorstellungen der BG.

Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
Wogegen kaempfst Du an?


: Unser Bund tritt nicht einfach aus, wie so viele andere.
: Unter reichlich fragwuerdigen Gruenden.

Wir ja auch nicht. :)


: > Wehrhaftigkeit heute sollte sich festmachen an Zivilcourage,
: > persoenlichen Engagement und Widerstand gegen die, die unseren Staat
: > und unsere Gesellschaft zerstoeren wollen. So eine Einstellung ist
: > durchaus geschlechtsunabhaengig.

: Selbstverstaendlich!! Aber nicht ausreichen um den Wehrhaftigkeitsbegriff der
: Burschenschaft zu erfuellen.

Ja, aber definiert sich dieser Begriff denn wirklich noch an dem
romantischen Bild, dass wenn es das Vaterland mit der Waffe zu
verteidigen gilt, alle Burschenschafter mutig zu Helm und Gewehr
greifen und singend an die Front ziehen?!

Das hat schon 1914 (Langemarck) in ein komplettes Desaster gefuehrt,
und wuerde im 21. Jahrhundert nicht mal mehr im Ansatz klappen.


: > Die DB sollte sich nicht einbilden, hier die wahre und einzige
: > Tradition und Interpretation gepachtet zu haben. Denn so wie einige
: > werte Vbr. und ganze Buende agieren, habe ich da so meine leisen
: > Zweifel, ob die das meiner Meinung nach richtig verstanden haben.

: So. B! Hilaritas Stuttgart ist auch in der DB. Dann rede gefaelligst auch so und
: nicht als ein Aussenstehender.

Ich bin bei der DB mehr Insider, als Du vielleicht glaubst. ;)
Unter anderen auch daher kommen hin und wieder mal leichte Zweifel.


: Ich rede hier nicht von der DB. Ich rede von
: meiner Einstellung zur Burschenschaft.

Ich vertrete hier auch nur meine private Meinung.
Und zu der gehoert, keinen Anspruch auf den Besitz der alleinigen
und absoluten Wahrheit zu haben - das muss schiefgehen.


: > Willst Du nun auch noch definieren, was eine Verbindung bzw. Korporation
: > ist oder nicht, und ob diese anerkannt wird oder nicht?! :(

: Fuer mich persoenlich darf ich das. Das moechte ich hier ein fuer alle Mal klar
: stellen. In wie weit ich zu Verbindungen wie B! Olympia Wien stehe oder zu
: Teutonnia Karlsruhe ist allein meine Sache.Du hast eben ,oder dein Bund, etwas
: liberalere Ansichten. Das sei euch unbenommen. Versuche Du aber nicht meine
: Meinung, weil sie eben konservativer ist als boese und intolerant darzustellen.
: Sei's drum. Ich bin hier um zu diskutieren und Meinungen auszutauschen. Nicht um
: die absolute Wahrheit zu verkuenden. So wie ich Meinungen anerkenne oder wenn
: eben Barrieren bestehen , wie zwischen Frl. Verena Rolle und mir, werde ich
: nicht ausffallend werden.

Es geht mir nicht darum, Deine persoenliche Meinung zu kontrollieren oder
zu sanktionieren, weil sie mir nicht passen koennte.
Klar hat jeder von uns seine Meinung, was denn eine "richtige Verbindung"
ist oder nicht, welchen Bund oder einzelnen Korporierten man ernst nimmt
oder nicht, etc.

Aber es ist einfach ziemlich herb, sich in einer oeffentlichen Newsgruppe
hinzustellen und sagen: "Deinen Bund kann ich nicht anerkennen."
Sowas hat hier vor wenigen Monaten mal ein Corpsstudent gemacht gegenueber
Akademischen Vereinen. Der Krach darueber zog sich bis in die IKML, ueber
laengere Zeit. Im Rahmen der interkorporativen Zusammenarbeit und der
Wuerde des anderen sollte man deshalb Abstand nehmen davon, anderen
oeffentlich irgendwas in Abrede zu stellen.


P.S.
Bitte die Zeilen <75 Zeichen.

Hannes Gnad

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: Was waere das fuer ein Inoffiz wenn alle BbrBbr im angetrunkenen Zustand den Roecken
: nachgieren. Oder bei der einen oder anderen Biermimik staendig Entschuldigungen
: gemacht werden muessen.

Erstens benehmen wir uns vor allem auf Kneipen immer anstaendig (haha),
und zweitens ahnen korporierte Frauen wohl, was auf sie zukommt, wenn
sie zu so einer Veranstaltung gehen.


: Also unser Pauklokal ist allen Korporierten Herren geoeffnet. Selbst das Pauken
: findet bei uns unter Ausschluss von Frauen statt.

Och, warum. Manche finden das interessant.
Meistens aber nicht ...

Verena Rolle

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Hannes Gnad wrote:
> Da aber sowohl gemischte als auch reine Frauenverbindungen
> Wenn also korporierte
> Damen zu uns kommen, duerfen sie selbstverstaendlich an Kneipe und
> Kommers in der Corona teilnehmen. Ist auch schon mehrfach passiert.
Finde ich sehr lobenswert! Wer als korporierte Frau an einer
Kneipe/einem Kommers teilnimmt unterwirft sich ja auch - wie alle
anderen in der Corona - dem Kneipcomment. Ich glaube, Deine Verbindung
waere mal einen Couleurbummel wert....

> Waere sicher eine


> interessante Diskussion, was passieren wuerde, wenn die ersten Frauen-
> oder gemischten Verbindungen das Fechten anfangen wuerden.
Ich habe schon mal gehoert (ein Geruecht?), dass es durchaus auch
schlagende Frauenverbindungen geben soll (in Berlin?). Weiss jemand
mehr?

Gruesse aus Aachen,

Verena
B! Westmark im SB zu Aachen

Fabian A Krüger

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

<schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:


>Und jetzt zum Thema, mein Bund hat sich als Maennerbund gegruendet, alle B!, L!, C!
>waren und sind reine Maennerverbindungen in ihrer Ausrichtung und in ihrem Inhalt.
>Und diese Buende koennen sich nicht Frauen oeffnen.

was ja wohl noch zu begründen wäre....

>Ich moechte euch erleben, wenn Lysistrata beim Stiftungsfestkommers teilnehmen
>will.
>Kneipen sind reine Herren- bzw. Dameninstitute.


So'n Blödsinn!

Fabian Krüger

Thilo Schmelcher

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:
> Ich weiss die schlimmen 70-er Jahre . Unser Bund musste damals mit 4-5
> Aktiven den Bund fuehren und sich gegen die liberale 68-er Generation zur Wehr
Wieviel liberale gab es denn damals ? Ich wuerde das eher so charakerisiern,
dass eine allseits aufgeheizte Stimmung nur noch Extreme zuliess, die aber
eindeutig auf der linken Seite ein UEbergewicht hatte.
> setzen.Das da der eine oder andere umgekippt ist, dass ist zu verstehen. Aber
> fuer mich, nicht zu akzeptieren.

Fuer mich auch nicht ...

Tschoe mit oe

Thilo Z!

----------------------------------------------------------------------------
cand.el. Thilo Schmelcher
Mail: uj...@rz.uni-karlsruhe.de

Rainer Schulz

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

> Den BT-Beschluss halte ich persoenlich uebrigens auch fuer ziemlich
> unsinnig. Das erleichtert die Arbeit kein bisschen und macht nur Aerger.

Richtig. Ich bin der Meinung wenn wir uns mit denen auseinandersetzen, koennen wir
sie vielleicht wieder fuer uns gewinnen. Mit wir, meine ich die Buende die sich mit
den wortfuehrenden BG's auseinandersetzen und nicht austreten.

> : > Abgesehen davon lautet es bei der NDB: "Freiheit, Ehre, Vaterland"
> : > Die Umstellung der Reihenfolge war dabei Absicht.
>
> : Ich kenne nicht die Praeambel der NDB..aber bezieht sie sich auf die Tradition
> : der Jenaischen Urburschenschaft?
>
> Klar doch.

Na dann kann man auf keinen Fall die Reihenfolge umstellen.

> : Wenn es soweit ist, kann man darueber diskutieren inweit es akzeptabel ist
> : Frauen in Burschenschaften aufzunehmen.
>
> Die gibt es schon, siehe die Diskussion mit Verena und die gemischten B!s
> im SB und anderen Verbaenden.

Ich meinte, meiner Meinung nach, mit ernst zunehmenden burschenschaftlichen Partnern.

> : Meiner Meinung nach sollte das nie
> : geschehen.Wie gesagt ich habe nichts gegen gemischte Verbindungen wenn sie als
> : solche gegruendet wurden. Diese koennen aus der Geschichte heraus keine B!, L!
> : oder C! sein.
>
> Da sich diese Bezeichnungen nur auf bestimmte Prinzipien beziehen, kann
> das schon passieren. Passiert auch, und wird weiter passieren.

Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung?? Doch wohl
bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L! vorstellen?? Also
wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

> Das Maennerbundprinzip wurde erst reichlich nach diesen Verbindungs-
> urformen erfunden, war vorher nicht notwendig, weil es ja keine
> Frauen an den Hochschulen gab.
>

Was heisst hier erfunden, es waren reine Maennerverbindungen.

> : Dank des Einsatzes der liberalen Fraktion ist das ja nun vollzogen. Ich kann das
> : nicht vereinbaren. Aber ich kaempfe dagegen an, wie wir auch gegen die extremen
> : Vorstellungen der BG.
>
> Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
> Wogegen kaempfst Du an?

Gegen die liberalen Tendenzen aus der Richtung Hambacher Kreis, wie auch gegen die
rechtsextremistischen Zuege der BG.

> : Selbstverstaendlich!! Aber nicht ausreichen um den Wehrhaftigkeitsbegriff der
> : Burschenschaft zu erfuellen.
>
> Ja, aber definiert sich dieser Begriff denn wirklich noch an dem
> romantischen Bild, dass wenn es das Vaterland mit der Waffe zu
> verteidigen gilt, alle Burschenschafter mutig zu Helm und Gewehr
> greifen und singend an die Front ziehen?!
>
> Das hat schon 1914 (Langemarck) in ein komplettes Desaster gefuehrt,
> und wuerde im 21. Jahrhundert nicht mal mehr im Ansatz klappen.

In einer Zeit in der es modern ist weder Wehrdienst oder Zivildienst zu leisten, muss
es einem Burschenschafter eine Selbstverstaendlichkeit sein, sein Vaterland mit der
Waffe in der Hand zu verteidigen.

> : So. B! Hilaritas Stuttgart ist auch in der DB. Dann rede gefaelligst auch so und
> : nicht als ein Aussenstehender.
>
> Ich bin bei der DB mehr Insider, als Du vielleicht glaubst. ;)
> Unter anderen auch daher kommen hin und wieder mal leichte Zweifel.

Du hattest doch mal ein Amt in der DB, oder??

> : Ich rede hier nicht von der DB. Ich rede von
> : meiner Einstellung zur Burschenschaft.
>
> Ich vertrete hier auch nur meine private Meinung.
> Und zu der gehoert, keinen Anspruch auf den Besitz der alleinigen
> und absoluten Wahrheit zu haben - das muss schiefgehen.

Wenn das von mir so rueberkam, dann hast Du es falsch verstanden. hier werden
Meinungen und nicht Wahrheiten ausgetauscht.

> Es geht mir nicht darum, Deine persoenliche Meinung zu kontrollieren oder
> zu sanktionieren, weil sie mir nicht passen koennte.
> Klar hat jeder von uns seine Meinung, was denn eine "richtige Verbindung"
> ist oder nicht, welchen Bund oder einzelnen Korporierten man ernst nimmt
> oder nicht, etc.
>
> Aber es ist einfach ziemlich herb, sich in einer oeffentlichen Newsgruppe
> hinzustellen und sagen: "Deinen Bund kann ich nicht anerkennen."

Und dazu stehe ich immer noch. Ich kann eine gemischte B! nicht als Partner auf
burschenschaftlicher Ebene anerkennen. Ich kann mir keine Zusammenarbeit in einem
Kartell oder anderen Zusammenschluss vorstellen.

Rainer Schulz

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to


Das Problem ist, dass auch Buende wie meiner langsam aber sicher

> muede werden. Seit Jahren sagt man: "Leute, maessigt Euch, das bringt
> so alles nix, bringt nur schlechte Presse und gefaehrdet der Verband."
> Bisher hat das leider nur sehr wenig gewirkt, im Gegenteil, einige
> zeigen sich froh darueber, dass "endlich so ein paar Weicheier draussen
> sind". Dieser Kurs wird zum Teil immer noch gefahren, was der aktuelle
> Versuch zeigt, die Pflichtmensur wieder zum Verbandsprinzip zu machen.
> Wir sind pflichtschlagend, sehen aber diese Entwicklung mit grosser
> Sorge. Einigen sind da moegliche Folgen nicht bewusst.

Wir sind durchaus fuer die Pflichtpartie. aber die politische Richtung die z.Z. aktuell
ist , ist nicht unsere Linie.

> So geht es aber nicht weiter - spaetestens der Schatzmeister wird
> Dir erklaeren koennen, dass sich die DB bei einem weiteren Mitglieder-
> verlust wegen politischer Straffung ihre ganzen teuren Spielzeuge
> und auch die BBl einfach nicht mehr leisten kann.

Ich hatte nicht den Eindruck, dass die DB allzu schnell in finanzielle Noete kommen
wird.So leichtfertig wie teilweise die Kredite vergeben werden, da war ich der Meinung die
DB hat' s schon.

> : Na dann kann man auf keinen Fall die Reihenfolge umstellen.
>
> Die NDB kann das schon.

Dann kann man sich ja seinen Teil zu diesem Verband denken.

> : > Das Maennerbundprinzip wurde erst reichlich nach diesen Verbindungs-


> : > urformen erfunden, war vorher nicht notwendig, weil es ja keine
> : > Frauen an den Hochschulen gab.
>

> : Was heisst hier erfunden, es waren reine Maennerverbindungen.
>
> Ich meine, dass die Verbindungen, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts
> gegruendet haben, eben deshalb Maennerbuende wurden, weil es keine
> Frauen an den Unis gab, und nicht deshalb, weil sie mit aller Gewalt
> einen reinen Maennerbund haben wollten. Erklaerungen dafuer wurden erst
> notwendig und auch erdacht, als auch Frauen an die Unis draengten.

Ich verstehe immer nicht die Notwendigkeit der Rechtfertigung !!

> : In einer Zeit in der es modern ist weder Wehrdienst oder Zivildienst zu leisten, muss


> : es einem Burschenschafter eine Selbstverstaendlichkeit sein, sein Vaterland mit der
> : Waffe in der Hand zu verteidigen.
>

> Ich betrachte meine Aktivitas mal realistisch:
> Eine Handvoll Wehrpflichtige, zwei, drei RO, jede Menge Ungediente und
> nun auch ein Zivi. Die Einstellung zum Vaterland stimmt bei allen, aber
> meinst Du ernsthaft, mit denen sei ein Krieg nach Art "Ende des 20.
> Jahrunderts" zu fuehren?
>
> Wie meinte mein StUffz dazu (ich war W12): "Das hier bei der Bundeswehr
> ist so eine Art Abenteuer-Urlaub fuer militante Jugendliche. In der Zeit
> Eurer Ausbildung lernt ihr gerade mal das Ueberleben im Krieg, ver-
> mutlich nicht mal das."

Sei's drum die Bereitschaft muss da sein.

> : Du hattest doch mal ein Amt in der DB, oder??
>
> "hattest" ist die falsche Zeitform. :)

Welches Amt hast Du denn?

Das hoert sich schon etwas anders an. Zuerst kam es so rueber, als

> wolltest Du Verenas B! in Abrede stellen, keine B! zu sein oder gar keine
> Verbindung zu sein. Und sowas macht man einfach nicht, egal was man
> denkt.

Moment, also ich bin noch nicht der Meinung, dass Frauen in eine Burschenschaft
gehoeren!!

Hannes Gnad

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > sind". Dieser Kurs wird zum Teil immer noch gefahren, was der aktuelle


: > Versuch zeigt, die Pflichtmensur wieder zum Verbandsprinzip zu machen.
: > Wir sind pflichtschlagend, sehen aber diese Entwicklung mit grosser
: > Sorge. Einigen sind da moegliche Folgen nicht bewusst.

: Wir sind durchaus fuer die Pflichtpartie. aber die politische Richtung
: die z.Z. aktuell ist , ist nicht unsere Linie.

Der Punkt ist, dass es nicht besser wird, wenn die fakultativen "liberalen"
oder manche Buende der Mitte wegen der Pflichtpartie herausgedraengt
werden. Dann kippt es eher weiter. Es koennte ein Dominoeffekt kommen,
den sich so vorher niemand hat vorstellen koennen.


: Ich hatte nicht den Eindruck, dass die DB allzu schnell in finanzielle Noete kommen


: wird.So leichtfertig wie teilweise die Kredite vergeben werden, da war ich der Meinung die
: DB hat' s schon.

Ich kenne die Zahlen - es wird langsam enger.


: > : Na dann kann man auf keinen Fall die Reihenfolge umstellen.


: >
: > Die NDB kann das schon.

: Dann kann man sich ja seinen Teil zu diesem Verband denken.

Das ist nur ein aeusserer Haken. Im Hintergrund ist da noch viel
mehr schiefgelaufen.


: > Ich meine, dass die Verbindungen, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts


: > gegruendet haben, eben deshalb Maennerbuende wurden, weil es keine
: > Frauen an den Unis gab, und nicht deshalb, weil sie mit aller Gewalt
: > einen reinen Maennerbund haben wollten. Erklaerungen dafuer wurden erst
: > notwendig und auch erdacht, als auch Frauen an die Unis draengten.

: Ich verstehe immer nicht die Notwendigkeit der Rechtfertigung !!

Klar muss man das nicht staendig, tun wir ja auch nicht. Aber ich meine
eben deshalb, dass es uns als (mangels Alternative) traditionellen Maenner-
buenden nicht zusteht, gemischte oder Frauenverbindungen zu kritisieren ob
ihrer Position zu dieser Frage.


: > Wie meinte mein StUffz dazu (ich war W12): "Das hier bei der Bundeswehr


: > ist so eine Art Abenteuer-Urlaub fuer militante Jugendliche. In der Zeit
: > Eurer Ausbildung lernt ihr gerade mal das Ueberleben im Krieg, ver-
: > mutlich nicht mal das."

: Sei's drum die Bereitschaft muss da sein.

Davon allein kann man sich aber nix kaufen. Das ist so etwas eine
gemuetliche Clubzimmer-Runde-Einstellung, bei der sich alle furchtbar
einig und sicher sind, weil jeder weiss, dass er es niemals unter
Beweis stellen muss. Also muessen wir uns den Moeglichkeiten zur
Wehrhaftigkeit bedienen, die sich uns im normalen Alltag bieten.
Also Engagement, konsequentes Eintreten fuer Ziele und keinerlei
Zurueckweichen vor den Gegnern von Freiheit und Demokratie.


: Welches Amt hast Du denn?

Beisitzer im Hauptausschuss.


: > Das hoert sich schon etwas anders an. Zuerst kam es so rueber, als


: > wolltest Du Verenas B! in Abrede stellen, keine B! zu sein oder gar keine
: > Verbindung zu sein. Und sowas macht man einfach nicht, egal was man
: > denkt.

: Moment, also ich bin noch nicht der Meinung, dass Frauen in eine Burschenschaft
: gehoeren!!

Sicher, die Meinung steht Dir zu.
Aber ich wiederhole mich: Das ist kein Grund, Verena oder ihrem
Bund irgendwas abzusprechen.

P.S.
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Hannes Gnad

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > Den BT-Beschluss halte ich persoenlich uebrigens auch fuer ziemlich


: > unsinnig. Das erleichtert die Arbeit kein bisschen und macht nur Aerger.

: Richtig. Ich bin der Meinung wenn wir uns mit denen auseinandersetzen, koennen wir


: sie vielleicht wieder fuer uns gewinnen. Mit wir, meine ich die Buende die sich mit
: den wortfuehrenden BG's auseinandersetzen und nicht austreten.

Das Problem ist, dass auch Buende wie meiner langsam aber sicher

muede werden. Seit Jahren sagt man: "Leute, maessigt Euch, das bringt
so alles nix, bringt nur schlechte Presse und gefaehrdet der Verband."
Bisher hat das leider nur sehr wenig gewirkt, im Gegenteil, einige
zeigen sich froh darueber, dass "endlich so ein paar Weicheier draussen

sind". Dieser Kurs wird zum Teil immer noch gefahren, was der aktuelle
Versuch zeigt, die Pflichtmensur wieder zum Verbandsprinzip zu machen.
Wir sind pflichtschlagend, sehen aber diese Entwicklung mit grosser
Sorge. Einigen sind da moegliche Folgen nicht bewusst.

So geht es aber nicht weiter - spaetestens der Schatzmeister wird


Dir erklaeren koennen, dass sich die DB bei einem weiteren Mitglieder-
verlust wegen politischer Straffung ihre ganzen teuren Spielzeuge
und auch die BBl einfach nicht mehr leisten kann.


: > : Ich kenne nicht die Praeambel der NDB..aber bezieht sie sich auf die Tradition


: > : der Jenaischen Urburschenschaft?
: >
: > Klar doch.

: Na dann kann man auf keinen Fall die Reihenfolge umstellen.

Die NDB kann das schon.


: > Da sich diese Bezeichnungen nur auf bestimmte Prinzipien beziehen, kann


: > das schon passieren. Passiert auch, und wird weiter passieren.

: Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung?? Doch wohl


: bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L! vorstellen?? Also
: wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

Sowas gibt es auch, wenn auch nur sehr, sehr selten.


: > Das Maennerbundprinzip wurde erst reichlich nach diesen Verbindungs-


: > urformen erfunden, war vorher nicht notwendig, weil es ja keine
: > Frauen an den Hochschulen gab.

: Was heisst hier erfunden, es waren reine Maennerverbindungen.

Ich meine, dass die Verbindungen, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts


gegruendet haben, eben deshalb Maennerbuende wurden, weil es keine
Frauen an den Unis gab, und nicht deshalb, weil sie mit aller Gewalt
einen reinen Maennerbund haben wollten. Erklaerungen dafuer wurden erst
notwendig und auch erdacht, als auch Frauen an die Unis draengten.


: > Wogegen kaempfst Du an?

: Gegen die liberalen Tendenzen aus der Richtung Hambacher Kreis, wie auch gegen die
: rechtsextremistischen Zuege der BG.

Da kann ich Dir weitgehend zustimmen. :)


: > Das hat schon 1914 (Langemarck) in ein komplettes Desaster gefuehrt,


: > und wuerde im 21. Jahrhundert nicht mal mehr im Ansatz klappen.

: In einer Zeit in der es modern ist weder Wehrdienst oder Zivildienst zu leisten, muss


: es einem Burschenschafter eine Selbstverstaendlichkeit sein, sein Vaterland mit der
: Waffe in der Hand zu verteidigen.

Ich betrachte meine Aktivitas mal realistisch:
Eine Handvoll Wehrpflichtige, zwei, drei RO, jede Menge Ungediente und
nun auch ein Zivi. Die Einstellung zum Vaterland stimmt bei allen, aber
meinst Du ernsthaft, mit denen sei ein Krieg nach Art "Ende des 20.
Jahrunderts" zu fuehren?

Wie meinte mein StUffz dazu (ich war W12): "Das hier bei der Bundeswehr


ist so eine Art Abenteuer-Urlaub fuer militante Jugendliche. In der Zeit
Eurer Ausbildung lernt ihr gerade mal das Ueberleben im Krieg, ver-
mutlich nicht mal das."


: > Ich bin bei der DB mehr Insider, als Du vielleicht glaubst. ;)


: > Unter anderen auch daher kommen hin und wieder mal leichte Zweifel.

: Du hattest doch mal ein Amt in der DB, oder??

"hattest" ist die falsche Zeitform. :)


: > Ich vertrete hier auch nur meine private Meinung.


: > Und zu der gehoert, keinen Anspruch auf den Besitz der alleinigen
: > und absoluten Wahrheit zu haben - das muss schiefgehen.

: Wenn das von mir so rueberkam, dann hast Du es falsch verstanden. hier werden


: Meinungen und nicht Wahrheiten ausgetauscht.

:)


: > Aber es ist einfach ziemlich herb, sich in einer oeffentlichen Newsgruppe


: > hinzustellen und sagen: "Deinen Bund kann ich nicht anerkennen."

: Und dazu stehe ich immer noch. Ich kann eine gemischte B! nicht als Partner auf


: burschenschaftlicher Ebene anerkennen. Ich kann mir keine Zusammenarbeit in einem
: Kartell oder anderen Zusammenschluss vorstellen.

Das hoert sich schon etwas anders an. Zuerst kam es so rueber, als


wolltest Du Verenas B! in Abrede stellen, keine B! zu sein oder gar keine
Verbindung zu sein. Und sowas macht man einfach nicht, egal was man
denkt.

--

Wulf Richartz

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb:

[...]


> Ich meinte, meiner Meinung nach, mit ernst zunehmenden burschenschaftlichen Partnern.

[...]



> Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung?? Doch wohl
> bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L! vorstellen?? Also
> wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

[...]

Sehr geehrter Herr Schulz,

der grosse korporative Rest, wird wohl damit leben koennen, von Ihnen
nicht als ernstzunehmend bezeichnet zu werden.

Gerade bei einem Mitglied eines DB-Verein faellt mir das um so
leichter.

mit freundlichen Gruessen

Wulf Richartz, Mu!

W.k.St.V UNITAS Muenchen im UV

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W.

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:

: Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung??


: Doch wohl bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder
: L! vorstellen?? Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

Soso... es ist also bei Euch ueblich zu implizieren dass befreundete
Verbindungen keine ernstzunehmenden Verbindungen sind !?
Wo bleibt denn da der interkorporative Gedanke ?
Sei´s drum, ein Grund mehr ueber das Heidelberger Abkommen nachzudenken.
Wenn ich solchce Aeusserungen lese muss ich immer an Joerg Knappens
Ausserunge denken, die groessten Verbindungsgegner saessen in unseren
eigenen Reihen.

Kai-Uwe Clauswitz (VDSt Marburg)

--
Kai-Uwe Clauswitz
<clau...@mailer.uni-marburg.de>
* http://staff-www.uni-marburg.de/~clauswik/ *
"PC-Anwender zeigen ernste Symptome von Workstation-Neid:
http://www.sun.de/Marketing/Werbeanzeigen/workstationneid.html"

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W.

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:

: Also wir hatten auch den Fall ,dass zwei Frauen auf dem Haus wohnten. Soviel


: Zank und Streit unter den BbrBbr. habe ich noch nie erlebt. Die Buhlerei nahm
: kein Ende.Auch war mit der allabendliche Filuzitaet Schluss.
: Frauen auf dem Haus, als Gaeste gern. Aber alles was drueber hinausgeht sollte
: man sehr gut ueberlegen.

Naja, bei solchen Bundesbruedern muss man sich wirklich gut
ueberlegen ob man an Frauen vermietet... ;-)
Dann sollte man aber nicht so tun als ob die
Frauen das Problem sind.
Bei einem derartigen Verhalten liegt das Problem an den
MAENNERN die offensichtlich ihre Hormone nicht hinreichend
unter Kontrolle haben.

Karl Wolfgang Voelger

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to Rainer Schulz

Servus Hannes, servus Rainer,

sehr interessante Diskussion führt Ihr da!

> Wir sind durchaus fuer die Pflichtpartie. aber die politische Richtung
> die z.Z. aktuell
> ist , ist nicht unsere Linie.

...

> Ich hatte nicht den Eindruck, dass die DB allzu schnell in finanzielle
> Noete kommen
> wird.So leichtfertig wie teilweise die Kredite vergeben werden, da war
> ich der Meinung die
> DB hat' s schon.

Am vorletzten Wochenende haben sich einige Bünde, vor allem fakultativ
schlagende, in Braunschweig getroffen, um sich genau über dieses Thema
"Pflichtmensur und verbleib in der DB" zu unterhalten. Ich war mit einem
Bbr. als design VorsDB dort zu Gast, obwohl wir ein pflichtschlagender
Bund sind. Alle die anwesenden Bünde wollen in der DB bleiben, wollen
aber für sich die Pflichtmensur als Verbandsprinzip nicht. Gerade die
dort anwesenden Bünde haben große AH-Schaften und bringen das meiste
Geld in die Kassen des Vbr. Maier. Prügeln aber einige Bünde die
Pflichtmensur als Verbandsprinzip jetzt durch, geht der Aderlaß der DB
weiter und wir versinken in der Bedeutungslosigkeit. Dieses Durchprügeln
der Pflichtmensur hängt auch zu einem Teil mit der politischen Linie
zusammen, von der Du, Rainer, selbst sagst, daß sie Dir nicht paßt.
Einige Bünde in der DB sollten folglich ihr Abstimmungsverhalten zur
Pflichtmensur vielleicht überdenken. Der Verband wird sonst nicht
gesundgeschrumpft sondern zu Tode gequetscht und verbluten lassen!

Mit herzlichem Burschengruß

Wolfgang Z!Z!Z!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Karl Wolfgang Völger, Frankfurt-Leipziger B! Arminia, B! Arminia zu
Leipzig
Vorsitzender des Hochschulpolitischen Ausschusses der DB, Mitglied des
Hauptausschusses


Karsten Ockenfels

unread,
Nov 24, 1997, 3:00:00 AM11/24/97
to

Prost Rainer!
Hier Ocki.

Rainer Schulz wrote:

> > > Ich halte nichts von einer gemischten Verbindung. Aber
> > > das sind eben alles rein subjektive Standpunkte.

> > Warum denn nicht? Mich wuerden Deine Argumente mal interessieren.
> > Oder kommt das einfach aus Gewohnheit des Maennerbundes

> Zum einen die Gewohnheit, selbstverstaendlich.

Gewohnheiten sind schoen, aber auch sie sollten halbwegs regelmaessig
ueberprueft werden. Naja, dafuer diskuttieren wir ja hier :-) o~

> Aber die Anlage, das Leben und Auspraegung ist wirklich nur in
> reiner Maennergessellschaft moeglich.

???
Du verzeihst mir, wenn ich diesen Satz ueberhaupt nicht nachvollziehen
kann? Meinst Du jetzt die Anlage eines Maennerbundes oder
grundsaetzlich das Leben.
Im zweiten Fall wuerde ich Dir aufs heftigste widersprechen.
Ueber den ersten Fall koennen wir diskuttieren. Da vertrete
ich dann eben eine andere These (wohlgemerkt: These).

> Ich kenne die SV- Buende nicht.

Das kannst Du aendern. ;-) o~

> Wenn hier als gemischte Verbindung
> gegruendet wurdet steht das hier ueberhaupt nicht zur Debatte.

Keine der SV-Verbindungen, die nicht erst in den letzten
Jahren gegruendet wurden, wurden als Gemischtbuende gegruendet.
Das waren alles mal Maennerbuende.
Die (Mehrheit der) SV-Verbindungen, die gemischt geworden
sind, haben eingesehen, dass Frauen das Bundesleben nur bereichern.
Und wie gesagt: Es klappt hervorragend. Ich moechte meine
Bundes- und Verbandsschwestern nicht missen.

Um konkreter diskuttieren zu koennen, wuerde mich mal interessieren,
WAS KONKRET Deiner Meinung nach nur in einer Maennergesellschaft geht.



> Man sollte die Tradition nicht hinterfragen, sondern die Ziele die
> sich draus ergeben. Diese sollte man der Zeit anpassen.

Nun gut, so kann man es auch formulieren. Ich gebe aber zu
bedenken, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt, auch wenn
ein beruehmtes Sprichwort das behauptet.

> Aber die Ideale eines Bundes sind zeitlos, und die Aktivitas hat die
> Aufgabe den Bund im Rahmen der Tradition und der Ideale
> weiterzufuehren.

Kommt darauf an, wie man Ideale definiert.
Ideale koennen grundsaetzlich gleich bleiben, und trotzdem dem
Zeitgeist folgen.

> Das Prinzip des Mannerbundes kann sich nicht ueberlebt haben. Schau
> dich um in der Gessellschaft..Skatrunde, Fussballmannschaft. das Orte
> an dem Maenner unter sich sind.

Zweifle ich an. Ich kenne hervorragende Skatspielerinnen und
ich kenne keinen Sportverein, der ohne Frauenunterstuetzung
laeuft, und das kommt auch im sportlichen Bereich des Vereins
immer mehr, getrennte Teams hin oder her. Man koennte weitere
Beispiele diskuttieren, das taete aber nichts zur Sache, denn
es geht hier nicht um andere Organisationen, sondern um
Studentenverbindungen. Eine Verbindung ist kein Verein oder
Stammtisch.

> Und wenn Studenten der Meinung sind in einen Bund
> einzutreten, dann muss man sich bewusst sein im Rahmen der Tradition
> und Geschichte des Bundes diesen zu gestalten und nicht voellig zu
> veraendern

Wer hat denn etwas von voellig gesagt?
Nochmal im Klartext: Meine These ist, dass die Oeffnung gegenueber
Frauen bei den meisten Verbindungen nichts an uebrigen Traditionen
und Prinzipien aendern wuerde. Jedenfalls nicht mehr, als das
auch so im Laufe der Zeit der Fall ist.
Ausserdem sage ich ja immer wieder: Es ist meine Meinung,
ich will nicht missionieren.

> und den Alten Herren, die den Bund in schwierigen Zeiten ueber Wasser
> gehalten haben, die den ganzen Laden finanzieren ihre Arbeit zunichte
> zu machen.

Das ist die naechste Frage. Waeren wirklich die AHAH dermassen
dagegen? Wenn es in der Activitas Absichten bezueglich Gemischtbund
gibt, dann werden diese eh irgendwann in die AH-schaft vordringen.
Ich bin auch nicht dafuer, etwas ueber das Knie zu brechen.
Aber man kann es doch kontrolliert und in Ruhe ueber die Buehne
bringen, so dass alle damit leben koennen.

> > Man beachte die IMHOs.
> Was heisst das bitte??

IMHO = In my humable opinion (also: Meiner bescheidenen
Meinung nach)



> > Ich unterstelle den Gruendungsvaetern, dass sie sich damals
> > ueberhaupt nicht vorstellen konnten, dass jemals Frauen
> > an den Unis sein koennten und sich die Frage dann stellen koennte.
> > Sie haben halt einfach nicht darueber nachgedacht.

> Und wenn sich Verbindungen gruenden als gemischte, oder als
> Frauenverbindung, dann ist das annzuerkennen und man sollte mit diesen
> Buenden einen Kontakt pflegen.

Das habe ich nicht gemeint. Aber viele Verbindungen wurden im 19.Jh
gegruendet und hatten ueberhaupt keine Chance, sich ueber
Gemischtbund Gedanken zu machen. Ich finde, das sollten Verbindungen
korrigieren duerfen, ohne dass ihnen vorgeworfen wird, sie
haetten eine schlechte Einstellung zur Tradition.

Mit farbengeschwisterlichen Gruessen

Karsten Ockenfels Z! MW (x)
AMV Fridericiana Marburg im SV

Karsten Ockenfels

unread,
Nov 24, 1997, 3:00:00 AM11/24/97
to

Prost Hannes!
Hier Ocki.

Hannes Gnad wrote:

> > : Frauen machen den Bund kaputt!!

> Also, da bin ich ganz anderer Ansicht.

> Wir sind zwar ein Maennerbund und stehen auch dazu, [...]


> Unsere Frauen, Freundinnen und Familien sind ein sehr wichtiger
> Bestandteil in unserem Bundesleben, sehr viele Veranstaltungen finden
> mit ihnen gemeinsam statt. Nur wenige Veranstaltungen sind noch > exklusiv
> fuer die Maenner (Kneipe, Kommers, Pauktag), ansonsten sind unsere
> Frauen, Freundinnen und Familien oft mit dabei und ein > unverzichtbarer,
> bereichenderer Teil unserer Aktivitaeten.

Ist eine klare Aussage, fuer mich in Ordnung.
Erlaubst Du mir, dass ich trotzdem mal kurz den advocatus diaboli
spiele (das gibt der Diskussion Schwung)?

Was wuerdet Ihr sagen oder tun, wenn Eure Frauen (Freundinnen, etc.)
ploetzlich sagen wuerde, "wir waeren aber auch gerne echte
Mitglieder und Bundesgeschwister"? Nur aus Interesse.

Karsten Ockenfels

unread,
Nov 24, 1997, 3:00:00 AM11/24/97
to

Prost Verena!
Hier Ocki.

Verena Rolle wrote:

> Tugenden wie Freundschaft
> (Bundesgeschwisterlichkeit), Ehre, Treue zum Bund sind IMHO von beiden
> Geschlechtern erfuellbar. Un dass es Freunschaft ohne Eros zwischen
> Mennern und Frauen in einer Verbindung nicht geben kann, halte ich
> fuer falsch. In unserer Verbindung funktioniert es!

> > Wenn ja, sollten Frauen in den alten Männerverbindungen aufgenommen
> > werden?

> Nur, wenn die reine MAennerverbindung dies wuenscht! Ansonsten soll
> doch jeder nach seiner Fasson gluecklich werden!

Besser haette ich es nicht ausdruecken koennen.

Ich schlage vor, dies als Gesamttenor der Diskussion
festzuhalten (was nicht heisst, dass die Diskussion
beendet sein sollte).

Hannes Gnad

unread,
Nov 24, 1997, 3:00:00 AM11/24/97
to

Karsten Ockenfels <oc...@informatik.uni-marburg.de> wrote:

Hallole !

: > fuer die Maenner (Kneipe, Kommers, Pauktag), ansonsten sind unsere


: > Frauen, Freundinnen und Familien oft mit dabei und ein unverzichtbarer,
: > bereichenderer Teil unserer Aktivitaeten.

: Ist eine klare Aussage, fuer mich in Ordnung.
: Erlaubst Du mir, dass ich trotzdem mal kurz den advocatus diaboli
: spiele (das gibt der Diskussion Schwung)?

Klar doch. :)


: Was wuerdet Ihr sagen oder tun, wenn Eure Frauen (Freundinnen, etc.)


: ploetzlich sagen wuerde, "wir waeren aber auch gerne echte
: Mitglieder und Bundesgeschwister"? Nur aus Interesse.

Sowas wurde bisher noch nicht ernsthaft an uns herangetragen. Aus einem
relativ profanen Grund: Wir sind ein pflichtschlagender Bund, eine
Einstellung, die bei uns nicht zur Diskussion steht. Bisher hat sich
noch keine Frau ernsthaft bereitgefunden, eine scharfe Partie mit
dem Risiko eines Kratzers im Gesicht fechten zu wollen. Wenn es die
geaebe, muesste es doch schlagende gemischte oder Frauenbuende geben,
gibt es aber nicht, nicht mal einen.
Also gab es mangels ernsthafter Anfrage auch noch keine ernsthafte
bundesinterne Diskussion zu dem Thema, ich koennte nur spekulieren.

Dabei ist die Bezeichnung "Bundesschwester" fuer die Frauen von
maennlichen Korporierten sogar moeglich, unsere Freunde von der B! Germania
Braunschweig (DB) nennen ihre Frauen so. Die Integration der Frauen
wurde frueher sogar noch formeller gemacht, da bekamen auch die Frauen
das Burschenband, wir haben da eindeutige alte Fotos. Dieser Brauch
wurde aber (leider?!) nach dem Krieg wieder abgeschafft.

Florian Vogel

unread,
Nov 25, 1997, 3:00:00 AM11/25/97
to

Hannes Gnad <rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de> wrote:
Servus!

[...]

>: Was wuerdet Ihr sagen oder tun, wenn Eure Frauen (Freundinnen, etc.)
>: ploetzlich sagen wuerde, "wir waeren aber auch gerne echte
>: Mitglieder und Bundesgeschwister"? Nur aus Interesse.

>Sowas wurde bisher noch nicht ernsthaft an uns herangetragen. Aus einem
>relativ profanen Grund: Wir sind ein pflichtschlagender Bund, eine
>Einstellung, die bei uns nicht zur Diskussion steht. Bisher hat sich
>noch keine Frau ernsthaft bereitgefunden, eine scharfe Partie mit
>dem Risiko eines Kratzers im Gesicht fechten zu wollen. Wenn es die
>geaebe, muesste es doch schlagende gemischte oder Frauenbuende geben,
>gibt es aber nicht, nicht mal einen.

Die Legende berichtet von einer schlagenden Frauenverbindung in Berlin(?)
(Quelle ist wohl ein Fernsehbericht)

>Dabei ist die Bezeichnung "Bundesschwester" fuer die Frauen von
>maennlichen Korporierten sogar moeglich, unsere Freunde von der B! Germania
>Braunschweig (DB) nennen ihre Frauen so. Die Integration der Frauen
>wurde frueher sogar noch formeller gemacht, da bekamen auch die Frauen
>das Burschenband, wir haben da eindeutige alte Fotos. Dieser Brauch
>wurde aber (leider?!) nach dem Krieg wieder abgeschafft.

Der Begriff der Corpsschwester ist fuer (Ehe-)Frauen nicht unueblich.
Im Koesener ist das AFAIK auch geregelt. Das verleihen des Bandes an die
Corpsschwestern war wohl bei den meisten Corps ueblich, heute bekommen
nur noch in einigen Corps die Ehefrauen eine Schleife verliehen.

Meines Erachtens nach ist das auch kein schlechtes Mittel die Frauen auch
an den Bund zu binden. Immerhin muessen sie schon einiges an Toleranz
fuer Ihre Maenner aufbringen, die ein oder oftmals durch ganz Deutschland
fahren, "nur um sich zu besaufen". Die Verleihung des Burschenbandes
finde dahingegen schn etwas uebers Ziel hinausgeschossen, das sie somit,
jedenfalls bei uns, auch dem inneren Corpsverband angehoeren muessten.
Und ein Fuchsenband zu verleihen waere wohl eher ein Faux-Pas.

Glueck auf!
Florian

--
Corps Saxo-Borussia Freiberg // Pfadfinder Stamm Kondor PSD im DPV
------------------------------------------------------------------
Ich denke, also bin ich, ist der Satz eines Intelektuellen, der
Zahnschmerzen unterschaetzt. (M. Kundera)

Hannes Gnad

unread,
Nov 26, 1997, 3:00:00 AM11/26/97
to

Florian Vogel <fvo...@camail.sax.de> wrote:

Hallole !

: >Einstellung, die bei uns nicht zur Diskussion steht. Bisher hat sich


: >noch keine Frau ernsthaft bereitgefunden, eine scharfe Partie mit
: >dem Risiko eines Kratzers im Gesicht fechten zu wollen. Wenn es die
: >geaebe, muesste es doch schlagende gemischte oder Frauenbuende geben,
: >gibt es aber nicht, nicht mal einen.

: Die Legende berichtet von einer schlagenden Frauenverbindung in Berlin(?)
: (Quelle ist wohl ein Fernsehbericht)

Hatten wir hier schon mal. Meine Kenntnis der Sage berichtet, dass das
Geruecht von einer Berliner Frauenverbindung (Lysistrata?) gezielt in
die Welt gesetzt wurde, um die korporierte Maennerwelt etwas aufzu-
scheuchen. Weitere Versionen der Legende sind herzlich willkommen.


: Der Begriff der Corpsschwester ist fuer (Ehe-)Frauen nicht unueblich.

: Im Koesener ist das AFAIK auch geregelt. Das verleihen des Bandes an die
: Corpsschwestern war wohl bei den meisten Corps ueblich, heute bekommen
: nur noch in einigen Corps die Ehefrauen eine Schleife verliehen.

Bei uns werden heutzutage entweder Schleifen oder Sektzipfel vergeben.

* "Die Unterwelt ist ein furchtbar langweiliger Ort - nur ein paar Milli- *
* onen Tote, und um keinen Preis der Welt kommt der Pizza-Service vobei." *
* (James Woods, US-Sprecher von Boesewicht "Hades" in Disneys "Hercules") *

Verena Rolle

unread,
Nov 26, 1997, 3:00:00 AM11/26/97
to

Hannes Gnad wrote:

> : Die Legende berichtet von einer schlagenden Frauenverbindung in Berlin(?)

> (...)


Weitere Versionen der Legende sind herzlich willkommen.

Hallo zusammen,
ja, ich haette da noch eine Version anzubieten, wo sich diese Verbindung
aber genau lokalisieren laesst, bleibt leider weiter offen..:

Es soll sich in Coburg auf der CC-Tagung abgespielt haben. Inmitten der
zahlreichen korporierten Maenner wird einer von ihnen ploetzlich einiger
Frauen mit Band ansichtig. Worauf er folgendes von sich gibt: "Ey, was
seid ihr denn? Pflichtf....?" Antwort einer der Frauen: "Nein,
pflichtschlagend!" Und ueberreicht ihm eine eingerissene
Visitenkarte....

Wenn ich ich recht entsinne, wurde mir diese Legende sogar auf dem HAus
einer L! im CC erzaehlt...

Gruesse,

Verena We!

azi

unread,
Nov 26, 1997, 3:00:00 AM11/26/97
to

Verena Rolle <Roll...@reze-1.rz.rwth-aachen.de> schrieb im Beitrag
<347C96...@reze-1.rz.rwth-aachen.de>...

> Es soll sich in Coburg auf der CC-Tagung abgespielt haben. Inmitten der
> zahlreichen korporierten Maenner wird einer von ihnen ploetzlich einiger
> Frauen mit Band ansichtig. Worauf er folgendes von sich gibt: "Ey, was
> seid ihr denn? Pflichtf....?" Antwort einer der Frauen: "Nein,
> pflichtschlagend!" Und ueberreicht ihm eine eingerissene
> Visitenkarte....
>
> Wenn ich ich recht entsinne, wurde mir diese Legende sogar auf dem HAus
> einer L! im CC erzaehlt...

Das ist ja wohl die abgefahrenste Geschichte die ich seit Jahren gehoert
habe..
Wenn jemals so eine Contrahage gefochten wird, garantiere ich innerhalb
eines Jahres
schwanger zu werden !


Gruss
Alexander Zink Z!Z!
Aachener B! Teutonia
Grazer B! Allemannia

Karsten Ockenfels

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Prost Hannes!
Hier Ocki.

Hannes Gnad wrote:

> Die einzige noch existierende Vollsperre ist der Pauktag, was
> allerdings

> auch fuer maennliche Nicht-Waffenstudenten gilt. Waere sicher eine


> interessante Diskussion, was passieren wuerde, wenn die ersten Frauen-
> oder gemischten Verbindungen das Fechten anfangen wuerden.

Ich habe mal das (unbestaetigte) Geruecht gehoert, es gebe
in Berlin eine schlagende Frauenverbindungen, alle Mitglieder
seien eingepaukt, sie faenden nur keinen Bund, mit dem sie
fechten koennten, da die Maennerbuende nicht mit Frauen
fechten wollten.
Wie gesagt, ich weiss nicht, was da dran ist.

Karsten Ockenfels

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Prost Verena!
Hier Ocki.

Verena Rolle wrote:

> Ich habe schon mal gehoert (ein Geruecht?), dass es durchaus auch
> schlagende Frauenverbindungen geben soll (in Berlin?). Weiss jemand
> mehr?

Da sind wir schon zwei, angeblich finden sie keine PartnerInnen
zum Fechten, mehr als das Gerucht weiss ich aber auch
nicht.

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Hallo Ocki !!

Karsten Ockenfels wrote:
> Aber die Anlage, das Leben und Auspraegung ist wirklich nur in

> > reiner Maennergessellschaft moeglich.
>
> ???
> Du verzeihst mir, wenn ich diesen Satz ueberhaupt nicht nachvollziehen
> kann? Meinst Du jetzt die Anlage eines Maennerbundes oder
> grundsaetzlich das Leben.
> Im zweiten Fall wuerde ich Dir aufs heftigste widersprechen.
> Ueber den ersten Fall koennen wir diskuttieren. Da vertrete
> ich dann eben eine andere These (wohlgemerkt: These).

Das Leben kann ich ja wohl nicht meinen. Wie heisst es so schoen, es geht
nicht mit und auch nicht ohne..

> > Ich kenne die SV- Buende nicht.
>
> Das kannst Du aendern. ;-) o~

Gibt es welche in Berlin, oder in Mitteldeutschland ??

> > Wenn hier als gemischte Verbindung
> > gegruendet wurdet steht das hier ueberhaupt nicht zur Debatte.
>
> Keine der SV-Verbindungen, die nicht erst in den letzten
> Jahren gegruendet wurden, wurden als Gemischtbuende gegruendet.
> Das waren alles mal Maennerbuende.
> Die (Mehrheit der) SV-Verbindungen, die gemischt geworden
> sind, haben eingesehen, dass Frauen das Bundesleben nur bereichern.
> Und wie gesagt: Es klappt hervorragend. Ich moechte meine
> Bundes- und Verbandsschwestern nicht missen.

Nun, das es klappt steht hier nicht zur Debatte. Das mag der Fall sein.Aber
alle Maennerbuende umzuformen in Gemischtverbindungen halte ich fuer
falsch.
Es gibt andere Mittel und Wege ,um Frauen naeher an den Bund zu bringen.
Man muss nicht den Charakter des Bundes, des alten Bundes, voellig
zerstoeren.
Wie soll sich eine Frau mit der waffenstudentischen Geschichte eines Bundes
auseinanderaetzen koennen??

> Um konkreter diskuttieren zu koennen, wuerde mich mal interessieren,
> WAS KONKRET Deiner Meinung nach nur in einer Maennergesellschaft geht.

Ich sehe wie alte Herren auf den Kneipen aufbluehen, die Gemeinschaft
geniessen.Das Biertrinken, die Colliquien sind einfach anders als ein
Gessellschaftsabend oder ein Ball.
Das Leben auf dem Haus wird nicht gestoert durch, meistenteils, nicht zu
erklaerende weibliche Einfluesse.
Es mag so etwas geben, dass es gemischte Haeuser gibt, aber das hat fuer
mich den Anschein einer Kommune.

> > Man sollte die Tradition nicht hinterfragen, sondern die Ziele die
> > sich draus ergeben. Diese sollte man der Zeit anpassen.
>
> Nun gut, so kann man es auch formulieren. Ich gebe aber zu
> bedenken, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt, auch wenn
> ein beruehmtes Sprichwort das behauptet.

Da brauche ich Details...

> > Aber die Ideale eines Bundes sind zeitlos, und die Aktivitas hat die
> > Aufgabe den Bund im Rahmen der Tradition und der Ideale
> > weiterzufuehren.
>
> Kommt darauf an, wie man Ideale definiert.
> Ideale koennen grundsaetzlich gleich bleiben, und trotzdem dem
> Zeitgeist folgen.

Im gewissen Rahmen muessen sie das sogar.

> > Das Prinzip des Mannerbundes kann sich nicht ueberlebt haben. Schau
> > dich um in der Gessellschaft..Skatrunde, Fussballmannschaft. das Orte
> > an dem Maenner unter sich sind.
>
> Zweifle ich an. Ich kenne hervorragende Skatspielerinnen und
> ich kenne keinen Sportverein, der ohne Frauenunterstuetzung
> laeuft, und das kommt auch im sportlichen Bereich des Vereins
> immer mehr, getrennte Teams hin oder her. Man koennte weitere
> Beispiele diskuttieren, das taete aber nichts zur Sache, denn
> es geht hier nicht um andere Organisationen, sondern um
> Studentenverbindungen. Eine Verbindung ist kein Verein oder
> Stammtisch.

Genau, an einem Stammtisch koennen Frauen dabei sein oder im Verein. Aber
da sind sie auch nur "Beiwerk", der Kern ist eine Maennergemeinschaft. So
sollte es auch in alten Verbindungen gehandhabt werden.

> > Und wenn Studenten der Meinung sind in einen Bund
> > einzutreten, dann muss man sich bewusst sein im Rahmen der Tradition
> > und Geschichte des Bundes diesen zu gestalten und nicht voellig zu
> > veraendern
>
> Wer hat denn etwas von voellig gesagt?
> Nochmal im Klartext: Meine These ist, dass die Oeffnung gegenueber
> Frauen bei den meisten Verbindungen nichts an uebrigen Traditionen
> und Prinzipien aendern wuerde. Jedenfalls nicht mehr, als das
> auch so im Laufe der Zeit der Fall ist.

Es hat den Anschein, dass dies mit Macht verbrochen wurde.

> > und den Alten Herren, die den Bund in schwierigen Zeiten ueber Wasser
> > gehalten haben, die den ganzen Laden finanzieren ihre Arbeit zunichte
> > zu machen.
>
> Das ist die naechste Frage. Waeren wirklich die AHAH dermassen
> dagegen? Wenn es in der Activitas Absichten bezueglich Gemischtbund
> gibt, dann werden diese eh irgendwann in die AH-schaft vordringen.
> Ich bin auch nicht dafuer, etwas ueber das Knie zu brechen.
> Aber man kann es doch kontrolliert und in Ruhe ueber die Buehne
> bringen, so dass alle damit leben koennen.

Also alle mir bekannten AHAH denken nicjt mal im Traum daran ihren Bund
aufzugeben und Frauen aufzunehmen.

> > > Ich unterstelle den Gruendungsvaetern, dass sie sich damals
> > > ueberhaupt nicht vorstellen konnten, dass jemals Frauen
> > > an den Unis sein koennten und sich die Frage dann stellen koennte.
> > > Sie haben halt einfach nicht darueber nachgedacht.
>
> > Und wenn sich Verbindungen gruenden als gemischte, oder als
> > Frauenverbindung, dann ist das annzuerkennen und man sollte mit diesen
> > Buenden einen Kontakt pflegen.
>
> Das habe ich nicht gemeint. Aber viele Verbindungen wurden im 19.Jh
> gegruendet und hatten ueberhaupt keine Chance, sich ueber
> Gemischtbund Gedanken zu machen. Ich finde, das sollten Verbindungen
> korrigieren duerfen, ohne dass ihnen vorgeworfen wird, sie
> haetten eine schlechte Einstellung zur Tradition.

Eben nicht!! Gruendet eine neue Verbindung. Aber benutzt nicht Namen und
Vermoegen der alten Verbindung.

Noch eine Frage! Welches Verhaeltnis haben die waffenstudentischen
Verbindungen am eurem Ort zu euch??

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

> Verena Rolle wrote:
>
> > Ich habe schon mal gehoert (ein Geruecht?), dass es durchaus auch
> > schlagende Frauenverbindungen geben soll (in Berlin?). Weiss jemand
> > mehr?

Also in Berlin definitiv nicht!!

--

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W. wrote:

Naja, bei solchen Bundesbruedern muss man sich wirklich gut

> ueberlegen ob man an Frauen vermietet... ;-)
> Dann sollte man aber nicht so tun als ob die
> Frauen das Problem sind.
> Bei einem derartigen Verhalten liegt das Problem an den
> MAENNERN die offensichtlich ihre Hormone nicht hinreichend
> unter Kontrolle haben.

Wie schoen, das dies bei anderen Verbindungen anders ist!!Was ich persoenlich stark
anzweifeln darf!!

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Hannes Gnad wrote:

> : Wir sind durchaus fuer die Pflichtpartie. aber die politische Richtung


> : die z.Z. aktuell ist , ist nicht unsere Linie.
>

> Der Punkt ist, dass es nicht besser wird, wenn die fakultativen "liberalen"
> oder manche Buende der Mitte wegen der Pflichtpartie herausgedraengt
> werden. Dann kippt es eher weiter. Es koennte ein Dominoeffekt kommen,
> den sich so vorher niemand hat vorstellen koennen.

Trotzdem werden wir fuer die Pflichtpartie sein. Es hat Muehe gekostet dies im Bund
durchzusetzen, weil wir der Meinung sind, dass fechtende Buende lebende Buende sind.Bringt doch
bitte Argumente und nicht die Drohung, dass die fakultativen Buende austreten.

> : Ich hatte nicht den Eindruck, dass die DB allzu schnell in finanzielle Noete kommen


> : wird.So leichtfertig wie teilweise die Kredite vergeben werden, da war ich der Meinung die
> : DB hat' s schon.
>

> Ich kenne die Zahlen - es wird langsam enger.

Es ist aber kein Grund, deshalb alle Buende zu halten.

> : Ich verstehe immer nicht die Notwendigkeit der Rechtfertigung !!
>
> Klar muss man das nicht staendig, tun wir ja auch nicht. Aber ich meine
> eben deshalb, dass es uns als (mangels Alternative) traditionellen Maenner-
> buenden nicht zusteht, gemischte oder Frauenverbindungen zu kritisieren ob
> ihrer Position zu dieser Frage.

Wenn sie alte Verbindungen, aus welchen Gruenden auch immer, zerstoert haben doch.

> : Sei's drum die Bereitschaft muss da sein.
>
> Davon allein kann man sich aber nix kaufen. Das ist so etwas eine
> gemuetliche Clubzimmer-Runde-Einstellung, bei der sich alle furchtbar
> einig und sicher sind, weil jeder weiss, dass er es niemals unter
> Beweis stellen muss. Also muessen wir uns den Moeglichkeiten zur
> Wehrhaftigkeit bedienen, die sich uns im normalen Alltag bieten.
> Also Engagement, konsequentes Eintreten fuer Ziele und keinerlei
> Zurueckweichen vor den Gegnern von Freiheit und Demokratie.

Das kommt dazu. Aber Zivis haben meiner Meinung keinen Anspruch auf Wehrhaftigkeit.

> : Moment, also ich bin noch nicht der Meinung, dass Frauen in eine Burschenschaft
> : gehoeren!!
>
> Sicher, die Meinung steht Dir zu.
> Aber ich wiederhole mich: Das ist kein Grund, Verena oder ihrem
> Bund irgendwas abzusprechen.

Ich spreche dem Bund ab eine Burschenschaft zu sein.

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Karl Wolfgang Voelger wrote:

> Am vorletzten Wochenende haben sich einige Bünde, vor allem fakultativ
> schlagende, in Braunschweig getroffen, um sich genau über dieses Thema
> "Pflichtmensur und verbleib in der DB" zu unterhalten. Ich war mit einem
> Bbr. als design VorsDB dort zu Gast, obwohl wir ein pflichtschlagender
> Bund sind. Alle die anwesenden Bünde wollen in der DB bleiben, wollen
> aber für sich die Pflichtmensur als Verbandsprinzip nicht. Gerade die
> dort anwesenden Bünde haben große AH-Schaften und bringen das meiste
> Geld in die Kassen des Vbr. Maier. Prügeln aber einige Bünde die
> Pflichtmensur als Verbandsprinzip jetzt durch, geht der Aderlaß der DB
> weiter und wir versinken in der Bedeutungslosigkeit. Dieses Durchprügeln
> der Pflichtmensur hängt auch zu einem Teil mit der politischen Linie
> zusammen, von der Du, Rainer, selbst sagst, daß sie Dir nicht paßt.

Also wir koennen politische Linie und Fechten trennen. Was machen C! und L!
???

> Einige Bünde in der DB sollten folglich ihr Abstimmungsverhalten zur
> Pflichtmensur vielleicht überdenken. Der Verband wird sonst nicht
> gesundgeschrumpft sondern zu Tode gequetscht und verbluten lassen!

Ich rate nur zur Pflichtpartie. Sie hat alle Buende die ich kenne voran
gebracht.

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Wulf Richartz wrote:

> > Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung?? Doch wohl
> > bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L! vorstellen?? Also
> > wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.
>

> [...]
>
> Sehr geehrter Herr Schulz,
>
> der grosse korporative Rest, wird wohl damit leben koennen, von Ihnen
> nicht als ernstzunehmend bezeichnet zu werden.
>
> Gerade bei einem Mitglied eines DB-Verein faellt mir das um so
> leichter.

Herr Richartz,

ich habe nie behauptet das meine Meinung das Nonplusultra darstellt. Lesen Sie Dazu bitte
alle anderen Beitraege. Weiterhin handelt es sich bei meinem "Verein" um eine Verbindung.
Wie das bei Ihnen aussieht, weiss ich nicht.
Ich kann mit, wie sagten Sie so schoen, dem korporativen Rest auch leben. Ich bin hier zum
Meinungsaustausch und nicht, wie Sie offensichtlich, da um ein paar Worte in die Runde zu
werfen.

Rainer Schulz

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W. wrote:

> Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:
>
> : Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung??
> : Doch wohl bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder
> : L! vorstellen?? Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

Ich meine, der Charakter einer L! und eines C! wird definiert ueber das
Fechten. Ich kenne keine dieser Verbindungsarten, die nichtschlagend sind.

> Soso... es ist also bei Euch ueblich zu implizieren dass befreundete
> Verbindungen keine ernstzunehmenden Verbindungen sind !?

Das haette ich bitte genauer spezifiziert, von Deiner Seite!

> Wo bleibt denn da der interkorporative Gedanke ?
> Sei´s drum, ein Grund mehr ueber das Heidelberger Abkommen nachzudenken.
> Wenn ich solchce Aeusserungen lese muss ich immer an Joerg Knappens
> Ausserunge denken, die groessten Verbindungsgegner saessen in unseren
> eigenen Reihen.

Diese Unterstellung, weise ich von mir. Offensichtlich hast Du ein paar
Sachen nicht richtig verstanden. Da frage ich lieber nach und steigere mich
nicht irgendwelche absurden Theorien!!

Hannes Gnad

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: > Der Punkt ist, dass es nicht besser wird, wenn die fakultativen "liberalen"


: > oder manche Buende der Mitte wegen der Pflichtpartie herausgedraengt
: > werden. Dann kippt es eher weiter. Es koennte ein Dominoeffekt kommen,
: > den sich so vorher niemand hat vorstellen koennen.

: Trotzdem werden wir fuer die Pflichtpartie sein. Es hat Muehe gekostet dies im Bund
: durchzusetzen, weil wir der Meinung sind, dass fechtende Buende lebende Buende sind.Bringt doch
: bitte Argumente und nicht die Drohung, dass die fakultativen Buende austreten.

Es geht nicht um Drohungen. Nochmal: Es gibt in der DB sehr grosse und
serioese Burschenschaften, die sehr an ihrem fakultativen Prinzip
haengen (z. B. Germania Braunschweig, Franconia Heidelberg). Diese Buende
werden im Zweifelsfall trotz aller Ueberredungskuenste lieber austreten
als die Pflichtmensur wieder einfuehren. Das ist zwar auch aus der Sicht
meines Bundes sehr schade, aber nicht zu aendern.
Dieser Konsequenz muss man sich erstmal bewusst werden, wenn man
die Pflichtmensur als Verbandsprinzip wieder einfuehren will.

Eine entsprechende Erklaerung der betroffenen Buende als Ergebnis
des Gespraechs in Braunschweig bei der B! Germania wird gerade noch
rundgeschliffen, von etlichen Buenden unterzeichnet (nicht gerade
nur von namenlosen, und auch von pflichtschlagenden wie meinem) und
bald in der ganzen DB verteilt.


: > Ich kenne die Zahlen - es wird langsam enger.

: Es ist aber kein Grund, deshalb alle Buende zu halten.

Aber ein sehr gewichtiger Grund, solche Buende wie die oben aufgefuehrten
und deren Freunde wie z. B. uns zu halten. Sonst bekommst Du bald keine
BBl mehr.

Du scheinst Dir des Ernstes der Lage nicht ganz bewusst zu sein:
Es droht nicht nur der schleichende Abbruch des "linken Randes", der
ja schon seit einigen Jahren stattfindet. Es droht der Abbruch der
gesamten Mitte, egal ob pflicht- oder fakultativschlagend, samt
Verlust ganzer Hochschulstandorte. Wenn der groesstmoegliche Kalte
eintritt, unterhalten wir uns noch vor 2000 ueber die Frage:
"Alte DB kaputt - was nun?!"


: > Klar muss man das nicht staendig, tun wir ja auch nicht. Aber ich meine


: > eben deshalb, dass es uns als (mangels Alternative) traditionellen Maenner-
: > buenden nicht zusteht, gemischte oder Frauenverbindungen zu kritisieren ob
: > ihrer Position zu dieser Frage.

: Wenn sie alte Verbindungen, aus welchen Gruenden auch immer, zerstoert haben doch.

Lass' das doch deren Problem sein. Solange deren Laden noch laeuft,
kann ja von "zerstoeren" nicht die Rede sein.


: > Beweis stellen muss. Also muessen wir uns den Moeglichkeiten zur


: > Wehrhaftigkeit bedienen, die sich uns im normalen Alltag bieten.
: > Also Engagement, konsequentes Eintreten fuer Ziele und keinerlei
: > Zurueckweichen vor den Gegnern von Freiheit und Demokratie.

: Das kommt dazu. Aber Zivis haben meiner Meinung keinen Anspruch auf Wehrhaftigkeit.

Wie sieht es mit den Ungedienten aus?
Die hat ja bisher niemand gefragt ...


: > Sicher, die Meinung steht Dir zu.


: > Aber ich wiederhole mich: Das ist kein Grund, Verena oder ihrem
: > Bund irgendwas abzusprechen.

: Ich spreche dem Bund ab eine Burschenschaft zu sein.

Sowas kannst Du zwar denken, wirst Dir aber durch das oeffentliche
Aussprechen keine neuen Freunde schaffen. Etwas Diplomatie und
Zurueckhaltung schaden selten ... :)

Verena Rolle

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Rainer Schulz wrote:

> Ich sehe wie alte Herren auf den Kneipen aufbluehen, die Gemeinschaft
> geniessen.Das Biertrinken, die Colliquien sind einfach anders als ein
> Gessellschaftsabend oder ein Ball.
> Das Leben auf dem Haus wird nicht gestoert durch, meistenteils, nicht zu
> erklaerende weibliche Einfluesse.

Was bitte sind "meistenteils nicht zu erklaerende weibliche Einfluesse"?
Selbstverstaendlich ist auch in meiner gemischten Westmark eine Kneipe
anders als ein Ball und das liegt ja wohl auch am Charakter der
Veranstaltung.Gemischt sein heisst nicht, keine ordentlichen Kneipen zu
schlagen! Unsere AHAH fuehlen sich auf unseren Kneipen sichtlich wohl,
den Fidulitaeten tut die Anwesenheit der Bundesschwestern keinen
Abbruch.
BTW, warst Du schon mal auf einer Kneipe mit korporierten Frauen?

> Es mag so etwas geben, dass es gemischte Haeuser gibt, aber das hat fuer
> mich den Anschein einer Kommune.

???nach dem Motto jeder mit jedem??? Ein seltsames, sehr falsches
Vorurteil! Ueber das ich nur verwundert den Kopf schuetteln kann...


> Genau, an einem Stammtisch koennen Frauen dabei sein oder im Verein. Aber
> da sind sie auch nur "Beiwerk", der Kern ist eine Maennergemeinschaft. So
> sollte es auch in alten Verbindungen gehandhabt werden.

> > Nochmal im Klartext: Meine These ist, dass die Oeffnung gegenueber


> > Frauen bei den meisten Verbindungen nichts an uebrigen Traditionen
> > und Prinzipien aendern wuerde. Jedenfalls nicht mehr, als das
> > auch so im Laufe der Zeit der Fall ist.
>
> Es hat den Anschein, dass dies mit Macht verbrochen wurde.

Was bitte wurde mit MAcht verbrochen? Von wem gegen wen?


>
> Also alle mir bekannten AHAH denken nicjt mal im Traum daran ihren Bund
> aufzugeben und Frauen aufzunehmen.

Sollen sie doch auch nicht! Wenn sich aber andere Buende mit AHAH und
Aktivitas dafuer entschliessen, auch Frauen aufzunehmen, ist das genauso
deren Sache.

> >
> >Ich finde, das sollten Verbindungen
> > korrigieren duerfen, ohne dass ihnen vorgeworfen wird, sie
> > haetten eine schlechte Einstellung zur Tradition.
>
> Eben nicht!! Gruendet eine neue Verbindung. Aber benutzt nicht Namen und
> Vermoegen der alten Verbindung.

Warum nicht? Wenn die Burschen-Convent und AHV der "alten" Verbindung
die Aufnahme von Frauen beschliessen, dann sehe ich da kein Problem.
Ich glaube hier kommen wir allmaehlich zum Knackpunkt der Diskussion und
zum Grund, warum diese nicht weiterfuehrt: wir gehen von verschiedenen
Voraussetzungen aus. Fuer dich ist DAS Hauptmerkmal einer Verbindung der
reine Maennerbund, erst danach kommen die Ideale. Bei mir ist es
umgekehrt, fuer mich stehen die Ideale im Vordergrund und diese sind von
allen Menschen zu erstreben (sonst waehren sie in meinen Augen keine
Ideale). Traditionen sind schoen und gut, aber sie muessen fuer die
Mitglieder einer Verbindung auch noch Sinn machen. Der reine Maennerbund
wurde fuer meine Verbindung als sinnleer empfunden. Ich moechte nochmals
betonen, dass ich hier NICHT missionieren will, jeder reine Maenner-
oder Frauenbund solle doch um gottes Willen gemischt werden! Jedem das
seine, Dir dein reiner Maennerbund, mir meine gemischte Westmark.

In diesem Sinne:
mit Farbengruss

Verena We!

Verena Rolle

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Hallo,
> > Klar muss man das nicht staendig, tun wir ja auch nicht. Aber ich meine
> > eben deshalb, dass es uns als (mangels Alternative) traditionellen Maenner-
> > buenden nicht zusteht, gemischte oder Frauenverbindungen zu kritisieren ob
> > ihrer Position zu dieser Frage.
>
> Wenn sie alte Verbindungen, aus welchen Gruenden auch immer, zerstoert haben doch.
Dann duerftest du an meiner Westmark nicht weiter rumkritisieren: unsere
Verbindung lebt! Von Zerstoerung kann wohl keine Rede sein! Frag mal
unsere AHAH, ob Frauen irgendetwas in diesem Bund zerstoert haetten..
>

> > Aber ich wiederhole mich: Das ist kein Grund, Verena oder ihrem
> > Bund irgendwas abzusprechen.
>
> Ich spreche dem Bund ab eine Burschenschaft zu sein.

Dann tu das weiter...Burschenschaft fuer dich und Burschenschaft fuer
mich sind - wie wir vor diversen postings ja schon mal festgestellt
hatten - sowieso zwei verschiedene Dinge. Und fast moechte ich sagen:
gottseidank, denn weder Du noch ich wuerden wohl dem Bund des anderen
beitreten wollen und koennen....

Gruss,

Verena

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W.

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:
: > : Kannst Du dir nichtschlagende C! oder

: > : L! vorstellen?? Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.
:
: > Soso... es ist also bei Euch ueblich zu implizieren dass befreundete

: > Verbindungen keine ernstzunehmenden Verbindungen sind !?
:
: Das haette ich bitte genauer spezifiziert, von Deiner Seite!

Ser Nachsatz "Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich."
impliziert das doch recht eindeutig- C! und L! sind ernstzunehmen,
andere nicht. Wenn Du das nicht so gemeint hast, gut, Schwamm drueber,
aber dann schreib bitte naechstes Mal etwas eindeutiger. Denn das war
Deine vorige Aussage nicht (und ich bin ja auch nicht der einzige
der das so gesehen hat).

: Diese Unterstellung, weise ich von mir. Offensichtlich hast Du ein paar
: Sachen nicht richtig verstanden.

Verstanden habe ich sehr wohl richtig, aber vielleicht war Dein
Statement nicht eindeutig genug formuliert.

Alles Gute,
Kai-Uwe Clauswitz.

Dipl.-Chem. Clauswitz Kai-Uwe W.

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Rainer Schulz (schu...@cadlab.tu-berlin.de) wrote:

: > Bei einem derartigen Verhalten liegt das Problem an den


: > MAENNERN die offensichtlich ihre Hormone nicht hinreichend
: > unter Kontrolle haben.
:
: Wie schoen, das dies bei anderen Verbindungen anders ist!!Was ich
: persoenlich stark anzweifeln darf!!

Du darfst ! ;-)

Aber ich wundere mich doch ob Deiner Erfahrungen wenn Du Dir nicht
vorstellen kannst dass es maennliche Korporierte gibt die
nicht anfangen zu sabbern und jedem Rock hinterherzulaufen
sowie sie eine Frau zu sehen bekommen... oder eine Frau auf deren Haus
wohnt. ;-)

Kai-Uwe Clauswitz

HoetzelK

unread,
Nov 27, 1997, 3:00:00 AM11/27/97
to

Hallo,

leider komme ich erst jetzt dazu die durchaus lebhafte Diskussion zu verfolgen
und stelle daher erst jetzt fest: es ist doch immer wieder interessant, was
andere ueber Frauenverbindungen und ueber meine Verbindung wissen. Vor allem
finde ich immer wieder _schoen_, zu lesen, dass meine Verbindung (VBSt
Lysistrata) schlagend ist.

Tatsache ist, dass wir NICHT schlagend sind. Alle anderen Behauptungen sind
Geruechte, die irgendjemand in die Welt gesetzt hat, auch in der Presse
kursieren derartige Geruechte. Wir sind an derartigen Behauptungen jedenjfalls
nicht beteiligt.

Wer sich ueber die VBSt Lysistrata informieren moechte, sollte einmal unsere
Homepage besuchen: http://members.aol.com/LysiBerlin/

Im uebrigen gibt bzw. gab es tatsaechlich eine fakultativ schlagende
Frauenverbindung, die allerdings keine Aktivitas mehr besitzt und nur wenige
Jahre existierte: Stv. Stella Orienta zu Marburg. Einige der Frauen hatten sich
meines Wissens nach auch eingepaukt, eine angetragene Mensur eines
Corpsstudenten wurde aber angeblich von dessen Bund abgewimmelt.

Kristine Hoetzel Z!
Verbindung Berliner Studentinnen Lysistrata

Wulf Richartz

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb:

Sehr geehrter Herr Schulz,

> ich habe nie behauptet das meine Meinung das Nonplusultra darstellt.

Das hielt ich schon mal fuer einen Fortschritt, sah mich aber leider
getaeuscht.

> Lesen Sie Dazu bitte alle anderen Beitraege.

Das habe ich getan, und kann eigentlich keinen Zusammenhang zum ersten
Satz entdecken.

> Weiterhin handelt es sich bei meinem "Verein" um eine Verbindung.

Das ist wohl zu bezweifeln.

Nachdem sich hier alle anderen als Verbindung anerkennen, muss ich bei
Ihnen weiterhin davon ausgehen, das es sich bei Ihnen um eine nicht
naeher definierte Vereinigung handelt, die weder ein corporatives noch
ein (und das vor allen Dingen) commentmaessiges Element enthaelt.

Sollte ich mich in dieser Hinsicht irren, so ist zumindest Ihr
Verhalten nicht mit o.g. Prinzipien in Uebereinstimmung zu bringen.

Meine Entschuldigung wuerde dann Ihrem Bund gelten mit groesster
Verwunderung ob Ihrer Mitgliedschaft.

AS: Beschaeftigen Sie sich lieber mit Ihrem Editor.


Ciao Wulf v. Dixi

W.k.St.V. UNITAS Muenchen zu Muenchen im UV
--
Wulf Richartz, Reichenbachstr. 47, D-80469 Muenchen, Tel.: +49 89 2010811
EMail: mailto:rw...@eikon.e-technik.tu-muenchen.de
WWW: http://www.eikon.e-technik.tu-muenchen.de/~rwulf/
PGP-Public-Key available on the homepage

Wulf Richartz

unread,
Nov 28, 1997, 3:00:00 AM11/28/97
to

rw...@eikon.e-technik.tu-muenchen.de (Wulf Richartz) schrieb:

> Meine Entschuldigung wuerde dann Ihrem Bund gelten mit groesster
> Verwunderung ob Ihrer Mitgliedschaft.

ach ja, die Bedeutung meiner Worte richtet sich allein nach dem Duden

Thanx Martin.


Ciao Wulf

Johannes Schwenke

unread,
Nov 30, 1997, 3:00:00 AM11/30/97
to

On 27 Nov 1997, Hannes Gnad wrote:

> Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:
>
> : > Der Punkt ist, dass es nicht besser wird, wenn die fakultativen
> : > "liberalen" oder manche Buende der Mitte wegen der Pflichtpartie

> : > herausgedraengt werden. [...]


>
> : Trotzdem werden wir fuer die Pflichtpartie sein. Es hat Muehe

> : gekostet dies im Bund durchzusetzen, [...]
>
> [...] Nochmal: Es gibt in der DB sehr grosse und serioese
> Burschenschaften, die sehr an ihrem fakultativen Prinzip haengen [...]

Wenn ich diesen Wortwechsel lese, dann kann ich nicht anders, als denken,
dass die DB es verdient hat, endlich kaputtzugehen. Warum kommen
diejenigen Buender, die unbedingt nur mit pflichtschlagenden
Burschenschaften zusammen in einem Verband sein wollen, nicht auf die
Idee, ihrerseits die DB zu verlassen? Wenn sie auf ihrem jetzigen Weg
auch ein Zerbrechen der DB in Kauf nehmen, kann ihnen der Verband doch gar
nicht sonderlich viel bedeuten. Wozu also die Quaelerei? Geht's etwa
letztlich nur darum, wer den Namen "Deutsche Burschenschaft" behaelt?

> : > Beweis stellen muss. Also muessen wir uns den Moeglichkeiten zur
> : > Wehrhaftigkeit bedienen, die sich uns im normalen Alltag bieten.
> : > Also Engagement, konsequentes Eintreten fuer Ziele und keinerlei
> : > Zurueckweichen vor den Gegnern von Freiheit und Demokratie.
>
> : Das kommt dazu. Aber Zivis haben meiner Meinung keinen Anspruch auf
> : Wehrhaftigkeit.

Hihi, Hannes, Dein Wehrhaftigkeitsverstaendnis, das Du vor einiger Zeit
mit grossen Eifer der d.s.s.v-Gemeinde plausibel zu machen versuchtest,
scheint in der DB durchaus nicht zum Allgemeingut zu gehoeren.

> : > Aber ich wiederhole mich: Das ist kein Grund, Verena oder ihrem


> : > Bund irgendwas abzusprechen.
>
> : Ich spreche dem Bund ab eine Burschenschaft zu sein.
>

> Sowas kannst Du zwar denken, [...]

Da scheint wohl jemand zu denken, die DB haette die Bezeichnung
"Burschenschaft" fuer ihre Korporationen gepachtet ;->

(Ich muss zugeben, dass auch ich, wenn ich einem Aussenstehenden die
Korporationslandschaft plastisch und eingaengig zu beschreiben versuche,
Formulierungen benutze wie: "... und dann gibt es noch Verbindungen, die
zwar Burschenschaften heissen, aber keine sind, wie z.B. ..." Sowas hat
dann allerdings nichts mit "absprechen", sondern mit vereinfachter
Kategorisierung zu tun.)

Ciao,
Johannes FcA!

-- Johannes Schwenke

I. Physikalisches Institut der RWTH Aachen, D-52056 Aachen
Tel. (+49-241) 80-7165, email: schw...@physik.rwth-aachen.de

Florian Vogel

unread,
Nov 30, 1997, 3:00:00 AM11/30/97
to

HoetzelK <hoet...@aol.com> wrote:
>Hallo,
Servus!

>finde ich immer wieder _schoen_, zu lesen, dass meine Verbindung (VBSt
>Lysistrata) schlagend ist.

So lernt man eben immer wieder neues ;-)

>Im uebrigen gibt bzw. gab es tatsaechlich eine fakultativ schlagende
>Frauenverbindung, die allerdings keine Aktivitas mehr besitzt und nur wenige
>Jahre existierte: Stv. Stella Orienta zu Marburg. Einige der Frauen hatten sich

Ah. So kommt Licht in das Dunkel der Legende.

>meines Wissens nach auch eingepaukt, eine angetragene Mensur eines
>Corpsstudenten wurde aber angeblich von dessen Bund abgewimmelt.

Weisst Du noch welches Corps das war? Um die Geschichte dann komplett zu
haben.

Glueckauf!
Florian Vogel

Matthias Muehlich

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Hallo Forum!

Johannes Schwenke schrieb:

> On 27 Nov 1997, Hannes Gnad wrote:
>
> > Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:
> >
> > : > Der Punkt ist, dass es nicht besser wird, wenn die fakultativen
> > : > "liberalen" oder manche Buende der Mitte wegen der Pflichtpartie
>
> > : > herausgedraengt werden. [...]
> >
> > : Trotzdem werden wir fuer die Pflichtpartie sein. Es hat Muehe
> > : gekostet dies im Bund durchzusetzen, [...]
> >
> > [...] Nochmal: Es gibt in der DB sehr grosse und serioese
> > Burschenschaften, die sehr an ihrem fakultativen Prinzip haengen
> [...]
>
> Wenn ich diesen Wortwechsel lese, dann kann ich nicht anders, als
> denken,
> dass die DB es verdient hat, endlich kaputtzugehen. Warum kommen
> diejenigen Buender, die unbedingt nur mit pflichtschlagenden
> Burschenschaften zusammen in einem Verband sein wollen, nicht auf die
> Idee, ihrerseits die DB zu verlassen?

Warum sollten sie, wenn sie inzwischen eine Mehrheit stellen? Zum
Verständnis für alle nicht-DB-Mitglieder: Um den Dachverband
pflichtschlagend zu machen, braucht man eine 3/4-Mehrheit, und diese
wurde zuletzt knapp verpaßt. Eine deutliche absolute Mehrheit hat diese
Fraktion aber sicher (klar, wenn der liberale Flügel zum großen Teil
ausgetreten ist und sich Mitglieder der verbliebenen Bünde oft nicht
mehr trauen, ihre Meinung zu sagen oder für Ämter zu kandidieren).

> Wenn sie auf ihrem jetzigen Weg
> auch ein Zerbrechen der DB in Kauf nehmen, kann ihnen der Verband doch
> gar
> nicht sonderlich viel bedeuten.

das ist Deine Interpretation...

> Wozu also die Quaelerei? Geht's etwa
> letztlich nur darum, wer den Namen "Deutsche Burschenschaft" behaelt?

Namen, Tradition, Vermögen.

> > : > Aber ich wiederhole mich: Das ist kein Grund, Verena oder ihrem
> > : > Bund irgendwas abzusprechen.
> >
> > : Ich spreche dem Bund ab eine Burschenschaft zu sein.
> >
> > Sowas kannst Du zwar denken, [...]
>
> Da scheint wohl jemand zu denken, die DB haette die Bezeichnung
> "Burschenschaft" fuer ihre Korporationen gepachtet ;->

Ich persönlich kann auch nur feststellen, daß NDB oder gemischte B!B!
i.d.R. unter dem Namen "burschenschaftlich" etwas anderes verstehen als
ich. Aber niemand kann diesen Bünden verbieten, sich auf die Ideale der
Urburschenschaft zu berufen. Der Begriff "Burschenschaft" ist weder
DIN-genormt noch eingetragenes Warenzeichen der DB.

Als DB haben wir allerdings den großen Vorteil, den weitaus größten
Anteil aller Bünde, die sich B! nennen, in unserem Dachverband mit
unserer Interpretation dieses Begriffs zu vereinen. Umso wichtiger ist
es in meinen Augen, ein weiteres Abbröckeln des liberalen Lagers zu
vermeiden. Ein DACHVERBAND sollte alle Bünde unter EINEM DACH vereinen,
die weitgehend die gleichen Wurzeln, Ideale und Ziele haben. Es ist
nicht notwendig, daß ich in allen Einzelpunkten die gleiche Meinung habe
wie jeder andere Verbandsbruder. Die burschenschaftliche Bewegung kann
nur zusammen stark sein.


Gruß aus dem schönen Hessenland

Matthias Mühlich Z!Z!

--
******************************************************************
Matthias Mühlich
J.W.Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Angewandte Physik
email: mueh...@iap.uni-frankfurt.de
home: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~muehlich/

Grisu (Christoph Gruber)

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Rainer Schulz schrieb:
wie viele andere auch:
Viel über Frauen in Studentenverbindungen.

Dabei ist die Lösung ganz einfach:
Alle Verbindungen sind Vereine, die in sich selbst Demokratisch
entscheiden, welche Mitglieder sie aufnehmen, und welche nicht. Was die
DB und andere Verbände betrifft, gilt für sie das gleiche.
Es gibt genug Beispiele für Vereine, die die Aufnahme an bestimmte
Eigenschaften knüpfen: Longinus Club (nimmt nur Menschen mit
aussergewöhnlicher Körpergröße auf) und andere.
Ich könnte auch einen Verein der Rothaarigen gründen, und würde mir
verbeten, schwarzhaarige oder blonde aufzunehmen.
Es steht frei selbst Vereine zu gründen, und Bedingungen an die
Mitgliedschaft zu knüpfen.

Also, was soll diese Diskussion, habt Ihr keine anderen Probleme?

Grisu

Rainer Schulz

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Wulf Richartz wrote:

> Sehr geehrter Herr Schulz,
>
> > ich habe nie behauptet das meine Meinung das Nonplusultra darstellt.
>
> Das hielt ich schon mal fuer einen Fortschritt, sah mich aber leider
> getaeuscht.

Worin sahen Sie sich getaeuscht?? Zweifeln Sie den Wahrheitsgehalt
meinerAussage an? Sind Sie der Meinung, dass ich vorgebe zu diskutieren und
nur
meine Meinung gelten lasse?

> > Lesen Sie Dazu bitte alle anderen Beitraege.
>
> Das habe ich getan, und kann eigentlich keinen Zusammenhang zum ersten
> Satz entdecken.

Tja, dann tut es mir leid fuer sie.

> > Weiterhin handelt es sich bei meinem "Verein" um eine Verbindung.
>
> Das ist wohl zu bezweifeln.

Ich hoffe Sie ueberdenken dies nochmal.

> Nachdem sich hier alle anderen als Verbindung anerkennen, muss ich bei
> Ihnen weiterhin davon ausgehen, das es sich bei Ihnen um eine nicht
> naeher definierte Vereinigung handelt, die weder ein corporatives noch
> ein (und das vor allen Dingen) commentmaessiges Element enthaelt.

Bringen Sie lieber Fakten als solch allgemeines Gelabber.

> Sollte ich mich in dieser Hinsicht irren, so ist zumindest Ihr
> Verhalten nicht mit o.g. Prinzipien in Uebereinstimmung zu bringen.
>

> Meine Entschuldigung wuerde dann Ihrem Bund gelten mit groesster
> Verwunderung ob Ihrer Mitgliedschaft.

Ich hoffe Sie wissen was Sie dort gerade ausgesagt haben.
Ich werde mich selbstverstaendlich nicht an die gaengigen Rituale halten,
da ihr Bund ja als nichtschlagend gilt.

Friederike Pachl-Kaib

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Hi!

> Dabei ist die Lösung ganz einfach:

> Alle Verbindungen sind Vereine, die in sich selbst demokratisch


> entscheiden, welche Mitglieder sie aufnehmen, und welche nicht.

Theoretisch ist das schon so. Jedenfalls ist das das Argument derjenigen,
die Veraenderungen wuenschen.
Nur leider gibt es in allen Vereinen/Verbindungen/Verbaenden, in denen
irgendwas geaendert werden soll, Mitglieder, die sich in ihrem Widerstand
auch nicht von demokratischen Prinzipien ueberzeugen lassen.

> Also, was soll diese Diskussion, habt Ihr keine anderen Probleme?

Fuer Verbindungen ist das ein grundsaetzliches Hauptproblem. Und wo
Grundprinzipien betroffen sind, ist das eben nicht so einfach, egal ob es
um die Aufnahme von Frauen, Fechten oder Farbentragen geht.

MfG Friederike


-------------------------------------------------------------------------
Friederike Pachl-Kaib Unitas Hassia-Sophia zu Frankfurt !
eMail: frieder...@fulda-online.de
Homepage: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~jritz/hassia.htm
-------------------------------------------------------------------------


Rainer Schulz

unread,
Dec 1, 1997, 3:00:00 AM12/1/97
to

Wulf Richartz wrote:

> rw...@eikon.e-technik.tu-muenchen.de (Wulf Richartz) schrieb:


>
> > Meine Entschuldigung wuerde dann Ihrem Bund gelten mit groesster
> > Verwunderung ob Ihrer Mitgliedschaft.

> ach ja, die Bedeutung meiner Worte richtet sich allein nach dem Duden
>

Soweit zu korporativen und commentgemaessem Ungang.

Wulf Richartz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb:

> > > Meine Entschuldigung wuerde dann Ihrem Bund gelten mit groesster
> > > Verwunderung ob Ihrer Mitgliedschaft.
> > ach ja, die Bedeutung meiner Worte richtet sich allein nach dem Duden
> >
>
> Soweit zu korporativen und commentgemaessem Ungang.

^^^^^^
:-))) Freud laesst gruessen; aber unser Festhalten an der deutschen
Sprache, als nicht "ernstzunehmende Korporation", kann Ihnen ja egal
sein.

jens.ersfeld

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Rainer Schulz wrote:
> Ich werde mich selbstverstaendlich nicht an die gaengigen Rituale
> halten,
> da ihr Bund ja als nichtschlagend gilt.

Eine wirklich beachtenswerte Formulierung!
Gibt es Buende, die nur als Nichtschlagend gelten, es aber heimlich
doch sind? ;-)

Jens Ersfeld v/o Chip, AV Glueckauf-Salia im CV und KV

Grisu (Christoph Gruber)

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Friederike Pachl-Kaib schrieb:

> Fuer Verbindungen ist das ein grundsaetzliches Hauptproblem. Und wo
> Grundprinzipien betroffen sind, ist das eben nicht so einfach, egal ob es
> um die Aufnahme von Frauen, Fechten oder Farbentragen geht.

Dies scheint mir auch so, da sich 50% aller Postings in dieser NG diesem
Thema widmen, kann dies aber nicht nachvollziehen.

Grisu

Johannes Schwenke

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

On Mon, 1 Dec 1997, Rainer Schulz wrote:

> Wulf Richartz wrote:
>
> >> ich habe nie behauptet das meine Meinung das Nonplusultra darstellt.
> >
> > Das hielt ich schon mal fuer einen Fortschritt, sah mich aber leider
> > getaeuscht.
>
> Worin sahen Sie sich getaeuscht?? Zweifeln Sie den Wahrheitsgehalt
> meinerAussage an? Sind Sie der Meinung, dass ich vorgebe zu diskutieren
> und nur meine Meinung gelten lasse?

Es ist noch weitaus schlimmer. Deine Flegeleien und Deine fortwaehrenden
Diffamierungen sind auch unter dem Begriff "Meinung" nicht unterzubringen.

Rainer Schulz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Wulf Richartz wrote:

> > Soweit zu korporativen und commentgemaessem Ungang.
> ^^^^^^
> :-))) Freud laesst gruessen; aber unser Festhalten an der deutschen
> Sprache, als nicht "ernstzunehmende Korporation", kann Ihnen ja egal
> sein.

Reden Sie wirklich von ihrem ganzen Bund??Und da stellt sich mir die Frage
:" Wann habe ich ihrem Bund abgesprochen eine Verbindung zu sein?".
Sie sind doch hier hereingestolpert, liessen irgendwelche Tiraden los, ohne
auch nur einmal Argumente zu bringen. Ich spreche Ihnen ab jegliche
Diskussionskultur zu besitzen.
Bringen sie gefaelligst Argumente oder lassen Sie mich mit Ihren
minderwertigen Anschuldigungen zu Frieden!
Ich meine Sie persoenlich, nicht ihren Bund oder ihren Verband.
Im uebrigen bin ich kein Mensch der sofort zur Visitenkarte greift.

--


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker

www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html


Rainer Schulz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

--------------3C7C59B087E21D47FCE89BAB
Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

Wulf Richartz wrote:

> Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb:
>
> [...]
> Antwort mailed.

Soweit zur deutschen Sprache!!

--
Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html

--------------3C7C59B087E21D47FCE89BAB
Content-Type: text/html; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

<HTML>
Wulf Richartz wrote:
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>Rainer Schulz &lt;schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb:

<P>[...]
<BR>Antwort mailed.</BLOCKQUOTE>
Soweit zur deutschen Sprache!!&nbsp;
<PRE>--&nbsp;


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker

www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
&nbsp;</HTML>

--------------3C7C59B087E21D47FCE89BAB--


Rainer Schulz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

jens.ersfeld wrote:

> Rainer Schulz wrote:
> > Ich werde mich selbstverstaendlich nicht an die gaengigen Rituale
> > halten,
> > da ihr Bund ja als nichtschlagend gilt.
>
> Eine wirklich beachtenswerte Formulierung!
> Gibt es Buende, die nur als Nichtschlagend gelten, es aber heimlich
> doch sind? ;-)


Das interessiert mich doch naeher.

Rainer Schulz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

> Es ist noch weitaus schlimmer. Deine Flegeleien und Deine fortwaehrenden
> Diffamierungen sind auch unter dem Begriff "Meinung" nicht unterzubringen.
>
> Johannes FcA!

Sind hier alle zu faul zum Diskutieren??? Bringt Fakten, sonst
disqualifiziert ihr euch, in meine Augen, nur selber.

Johannes Schwenke

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

On Tue, 2 Dec 1997, Rainer Schulz wrote:

> > Es ist noch weitaus schlimmer. Deine Flegeleien und Deine fortwaehrenden
> > Diffamierungen sind auch unter dem Begriff "Meinung" nicht unterzubringen.
>

> Sind hier alle zu faul zum Diskutieren??? Bringt Fakten, sonst
> disqualifiziert ihr euch, in meine Augen, nur selber.

Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass ich mit einer Person, die
mehrfach saemtliche nichtschlagenden Verbindungen als "nicht
ernstzunehmend" verunglimpft hat und zu feige war, sich dafuer zu
entschuldigen, irgendetwas zu diskutieren haette?

Martin Schmidt

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Moin Moin,

In article <34841B2A...@cadlab.tu-berlin.de>,

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:
>Wulf Richartz wrote:
>
>> > Soweit zu korporativen und commentgemaessem Ungang.
>> ^^^^^^
>> :-))) Freud laesst gruessen; aber unser Festhalten an der deutschen
>> Sprache, als nicht "ernstzunehmende Korporation", kann Ihnen ja egal
>> sein.
>
>Reden Sie wirklich von ihrem ganzen Bund??Und da stellt sich mir die Frage
>:" Wann habe ich ihrem Bund abgesprochen eine Verbindung zu sein?".

IIRC hieß es mal (sinngemäß) "`B!, L!, C!, also richtige Verbindungen"' und
gipfelte in der Anmaßung, Verenas B! das Burschschaftliche abzusprechen.
Als Mitglied einer Verbindung, die eben keine B!/C!/L! ist, fühlte sich
auch Wulf als "`nicht richtig/ernstzunehmend/korrekt"' tituliert...


> Sie sind doch hier hereingestolpert, liessen irgendwelche Tiraden los, ohne
>auch nur einmal Argumente zu bringen. Ich spreche Ihnen ab jegliche
>Diskussionskultur zu besitzen.
>Bringen sie gefaelligst Argumente oder lassen Sie mich mit Ihren
>minderwertigen Anschuldigungen zu Frieden!

Die Wortwahl läßt Selbstbewußtsein vermuten, allerdings die für
Diskussionen nötige Offenheit für Andere vermissen


>Ich meine Sie persoenlich, nicht ihren Bund oder ihren Verband.
>Im uebrigen bin ich kein Mensch der sofort zur Visitenkarte greift.
>

Da hatte Wulf ja gerade noch rechtzeitig die Begriffsbasis seiner
Äußerungen geradegerückt... d:-)// *=|=

Da hatte Wulf ja gerade noch rechtzeitig die Begriffsbasis seiner
Martin Schmidt Z!

---
Martin Schmidt /v. Pythagoras Z! B! Germania-Charlottenburg zu Giessen
mailto:martin....@tu-bs.de
Web-Adresse jetzt neu und ohne "sz" (\szlig;) :
http://privat.schlund.de/Germania-Charlottenburg_Giessen/
PGP public key on request (subject: PGP public key request)
fingerprint: 24 ff 2a c6 6d b1 52 0f d8 17 ac 72 4e c0 48 26

Rainer Schulz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Martin Schmidt wrote:

> IIRC hieß es mal (sinngemäß) "`B!, L!, C!, also richtige Verbindungen"' und
> gipfelte in der Anmaßung, Verenas B! das Burschschaftliche abzusprechen.
> Als Mitglied einer Verbindung, die eben keine B!/C!/L! ist, fühlte sich
> auch Wulf als "`nicht richtig/ernstzunehmend/korrekt"' tituliert...

Vielen Dank! Nun kann ich es graderuecken. Ich meinte der Charakter dieser
Verbindungen legt sich z.T. durch das Fechten fest. Dann fragte ich, gibt es L!
oder C! die nicht schlagend sind, aber denoch in der Korporationsgemeinschaft
bedeutend und angesehen unter den schlagenden Verbindungen.Ich bin der Meinung,
dass dies ein Missverstaendnis ist und jeder der sich immer noch angegriffen
fuehlt moechte sich doch bitte an mich wenden.

> > Sie sind doch hier hereingestolpert, liessen irgendwelche Tiraden los, ohne
> >auch nur einmal Argumente zu bringen. Ich spreche Ihnen ab jegliche
> >Diskussionskultur zu besitzen.
> >Bringen sie gefaelligst Argumente oder lassen Sie mich mit Ihren
> >minderwertigen Anschuldigungen zu Frieden!
>
> Die Wortwahl läßt Selbstbewußtsein vermuten, allerdings die für
> Diskussionen nötige Offenheit für Andere vermissen

Warum kommt dieser Fakt nicht von dem der sich davon betroffen fuehlt?? Dieses
Missverstaendnis meine ich. Das laesst sich doch aus der Welt schaffen.

> >Ich meine Sie persoenlich, nicht ihren Bund oder ihren Verband.
> >Im uebrigen bin ich kein Mensch der sofort zur Visitenkarte greift.
> >
> Da hatte Wulf ja gerade noch rechtzeitig die Begriffsbasis seiner
> Äußerungen geradegerückt... d:-)// *=|=

Ich hatte nicht im entferntesten die Absicht hier eine Visitenkarte zu
virtualisieren. Die Eskalation war sicherlich auch von mir ein wenig forciert
worden.

Rainer Schulz

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

--------------A27D1FBF640918B656074E02


Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

Johannes Schwenke wrote:

Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass ich mit einer Person, die

> mehrfach saemtliche nichtschlagenden Verbindungen als "nicht
> ernstzunehmend" verunglimpft hat und zu feige war, sich dafuer zu
> entschuldigen, irgendetwas zu diskutieren haette?

Ich hoffe dies ist ausgeraeumt worden. Wenn nicht, dann bitte Nachricht an mich.

--
Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker
www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html

--------------A27D1FBF640918B656074E02


Content-Type: text/html; charset=us-ascii
Content-Transfer-Encoding: 7bit

<HTML>
Johannes Schwenke wrote:

<P>Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass ich mit einer Person, die
<BLOCKQUOTE TYPE=CITE>mehrfach saemtliche nichtschlagenden Verbindungen
als "nicht
<BR>ernstzunehmend" verunglimpft hat und zu feige war, sich dafuer zu
<BR>entschuldigen, irgendetwas zu diskutieren haette?</BLOCKQUOTE>
Ich hoffe dies ist ausgeraeumt worden. Wenn nicht, dann bitte Nachricht
an mich.&nbsp;
<PRE>--&nbsp;


Rainer Schulz Z!xxx
Berliner Burschenschaft der Maerker

www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
&nbsp;</HTML>

--------------A27D1FBF640918B656074E02--


Martin Schmidt

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Moin Moin,

In article <34842F9F...@cadlab.tu-berlin.de>,
Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:
>Martin Schmidt wrote:
[...]

>> Die Wortwahl läßt Selbstbewußtsein vermuten, allerdings die für
>> Diskussionen nötige Offenheit für Andere vermissen
>
>Warum kommt dieser Fakt nicht von dem der sich davon betroffen fuehlt?? Dieses
>Missverstaendnis meine ich. Das laesst sich doch aus der Welt schaffen.
>
Die Fronten schienen mir in diesem Disput so verhärtet, daß ich mir
erlaubte zu glauben, vermitteln eingreifen zu dürfen... d:-)//


[...]


>> Da hatte Wulf ja gerade noch rechtzeitig die Begriffsbasis seiner
>> Äußerungen geradegerückt... d:-)// *=|=
>
>Ich hatte nicht im entferntesten die Absicht hier eine Visitenkarte zu
>virtualisieren. Die Eskalation war sicherlich auch von mir ein wenig forciert
>worden.
>

BTW: der rechte Teil der Korpo-smily ist ein Zipfel -- und keine Karte.


Farbigst,

Thomas Hochstein

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Am Tue, 02 Dec 1997 12:15:22 +0100 schrieb "Grisu (Christoph Gruber)"
<gr...@guru.at.DELETE.ME>:

Wie in jeder Newsgroup: Themen kommen, Themen gehen. Zur Zeit ist
dieser Thread aktuell, also kommen dazu viele Postings. In ein paar
Wochen ist wieder etwas anderes dran.

Wenn Du ein anderes Thema zur Diskussion zu stellen hast, mach doch
einfach. Dann wird sich auch das genannte Prozentverhältnis ändern.

Gruß
Thomas

--
Thomas Hochstein Fd! ---> http://home.pages.de/~ThomasH/
KDStV Ferdinandea-Prag zu Heidelberg im CV
---> http://home.pages.de/~FdPrag/
Hier äußere ich *meine* private Meinung.

Friederike Pachl-Kaib

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Hi!

> > :-))) Freud laesst gruessen; aber unser Festhalten an der deutschen
> > Sprache, als nicht "ernstzunehmende Korporation", kann Ihnen ja egal
> > sein.

> Reden Sie wirklich von ihrem ganzen Bund?? Und da stellt sich mir die
> Frage:
> " Wann habe ich ihrem Bund abgesprochen, eine Verbindung zu sein?".

Auf jedem Fall hast Du dem UV abgesprochen, eine ERNSTZUNEHMENDE Verbindung
zu sein:

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb im Beitrag
<3475ABF4...@cadlab.tu-berlin.de>...
[...]
> Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung??
> Doch wohl bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L!
> vorstellen?? Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.
[...]

Daraus habe auch ich eindeutig herausgelesen, dass nur schlagende C!, L!
und B! wirklich ernstzunehmend sind. Alle nichtschlagenden Sonstigen, unter
die sowohl Verenas B!, um die es da gerade ging, als auch der UV faellt,
nimmst Du demnach nicht ernst.
Und genau das hat Wulf geschrieben.

> Sie sind doch hier hereingestolpert, liessen irgendwelche Tiraden los,
> ohne
> auch nur einmal Argumente zu bringen. Ich spreche Ihnen ab jegliche
> Diskussionskultur zu besitzen.

Ohhhh. Erst mal allen vors Schienbein treten (siehe Deine Aussage von oben)
und dann den Beleidigten spielen.

> Bringen sie gefaelligst Argumente oder lassen Sie mich mit Ihren
> minderwertigen Anschuldigungen zu Frieden!

Hm, wie war das Sprichwort mit dem Splitter im eigenen Auge?

> Ich meine Sie persoenlich, nicht ihren Bund oder ihren Verband.

Es waere ja auch vermessen, von einer Person auf einen ganzen Verband zu
schliessen.

> Im uebrigen bin ich kein Mensch der sofort zur Visitenkarte greift.

Da koenntest Du bei uns auch lange greifen. :-)
Deine Mails hinterlassen bei mir aber genau den gegenteiligen Eindruck.
Ich frage mich nur, warum Du so ausrastest, wenn mal jemand etwas von
Verwunderung schreibt. Bei einem Nichtschlagenden kann das durchaus ohne
Hintergedanken vorkommen.


MfG Friederike


-------------------------------------------------------------------------
Friederike Pachl-Kaib Unitas Hassia-Sophia zu Frankfurt !
eMail: frieder...@fulda-online.de
Homepage: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~jritz/hassia.htm

--------------------------------------------------------------------------


Hannes Gnad

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> wrote:

Hallole !

: Verbindungen legt sich z.T. durch das Fechten fest. Dann fragte ich, gibt es L!


: oder C! die nicht schlagend sind, aber denoch in der Korporationsgemeinschaft
: bedeutend und angesehen unter den schlagenden Verbindungen.Ich bin der Meinung,

Ja, gibt es, im Bereich der FH-Verbindungen, z. B. nicht-schlagende L!s
im BDIC. Waren erst vor kurzem bei uns auf dem Haus zu Gast.

P.S.
Versuch's mal mit etwas Diplomatie und Zurueckhaltung,
das erspart viele Missverstaendnisse und boese Flames.

--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@space.apl.s.shuttle.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
** "Eine schreckliche Zeit. Abiturienten, Kunststudenten und Doktoren **
** hatten den Rock'n'Roll fast kaputt gemacht." **
** (Angus Young ueber 1973, Jahr der Gruendung seiner Band AC/DC) **

Hannes Gnad

unread,
Dec 2, 1997, 3:00:00 AM12/2/97
to

Friederike Pachl-Kaib <frieder...@fulda-online.de> wrote:

Hallole !

: Auf jedem Fall hast Du dem UV abgesprochen, eine ERNSTZUNEHMENDE Verbindung
: zu sein:

: Rainer Schulz <schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb im Beitrag

: [...]


: > Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung??
: > Doch wohl bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L!
: > vorstellen?? Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

: Daraus habe auch ich eindeutig herausgelesen, dass nur schlagende C!, L!


: und B! wirklich ernstzunehmend sind. Alle nichtschlagenden Sonstigen, unter
: die sowohl Verenas B!, um die es da gerade ging, als auch der UV faellt,
: nimmst Du demnach nicht ernst.
: Und genau das hat Wulf geschrieben.

Um einem Vbr. mal etwas zu helfen: Wenn man Rainers Textpassage genau
interpretiert, steht darin, dass er der Ansicht ist, dass es wahrschein-
lich keine ernstzunehmenden L! und C! gaebe, die nicht-schlagend seien.
Von den anderen, prinzipiell nicht-schlagenden Buenden steht da nix.
Seine Ansicht hat er dann auch auf Verenas B! uebertragen, aber nicht
auf den UV, CV oder andere prinzipiell nicht-schlagenden Verbindungen.


Und nun beruhigt Euch mal wieder ...

Wulf Richartz

unread,
Dec 3, 1997, 3:00:00 AM12/3/97
to

rusa...@helpdesk.rus.uni-stuttgart.de (Hannes Gnad) schrieb:

>
> Um einem Vbr. mal etwas zu helfen: Wenn man Rainers Textpassage genau
> interpretiert, steht darin, dass er der Ansicht ist, dass es wahrschein-
> lich keine ernstzunehmenden L! und C! gaebe, die nicht-schlagend seien.
> Von den anderen, prinzipiell nicht-schlagenden Buenden steht da nix.
> Seine Ansicht hat er dann auch auf Verenas B! uebertragen, aber nicht
> auf den UV, CV oder andere prinzipiell nicht-schlagenden Verbindungen.

Wenn man alle seine Textpassagen genau interpretiert, dann hat er
Verenas Burschenschaft herabgewuerdigt, obwohl sie ihm ganz genau die
Prinzipien des SB als prinzipiell nichtschlagenden Bund genau erklaert
hat.
In diesen Prinzipien stand nicht drin, dass Maennerbuendelei und
Schlagen zum Prinzip des SB gehoeren; damit hat er alle
nichtschlagenden und nicht rein-maennlichen Verbindungen die
Ernsthaftigkeit abgesprochen.

Ich wuesste nicht, warum seine "Schlussfolgerungen", besser
Beleidigungen, nicht logisch auch auf uns uebertragbar sein sollten.

Ganz ruhig,

Franz S. Borgerding

unread,
Dec 3, 1997, 3:00:00 AM12/3/97
to

Hi!

In article <34841B7E...@cadlab.tu-berlin.de>,
schu...@cadlab.tu-berlin.de says...

>--------------3C7C59B087E21D47FCE89BAB


>Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
>Content-Transfer-Encoding: 7bit

[snip]

>--------------3C7C59B087E21D47FCE89BAB


>Content-Type: text/html; charset=us-ascii
>Content-Transfer-Encoding: 7bit

><HTML>


>Wulf Richartz wrote:
><BLOCKQUOTE TYPE=CITE>Rainer Schulz &lt;schu...@cadlab.tu-berlin.de> schrieb
>:

><P>[...]
><BR>Antwort mailed.</BLOCKQUOTE>
>Soweit zur deutschen Sprache!!&nbsp;

><PRE>--&nbsp;
>Rainer Schulz Z!xxx
>Berliner Burschenschaft der Maerker
>www.inf.fu-berlin.de/~engel/Maerker.html</PRE>
>&nbsp;</HTML>

>--------------3C7C59B087E21D47FCE89BAB--


Soviel zum Umgang mit einem Newsreader (Neuigkeitenleser). Schalte das bitte
aus!

Gruß,
Franz R-S Nm [CV]

--
Franz S. Borgerding Der Vorteil des Klugen besteht
Forschungszentrum Karlsruhe darin, sich dumm stellen zu können
Institut f. Technische Chemie Anders herum ist es schwieriger.
franz.bo...@itc-cpv.fzk.de (K. Tucholsky)


Verena Rolle

unread,
Dec 3, 1997, 3:00:00 AM12/3/97
to

> > Fuer Verbindungen ist das ein grundsaetzliches Hauptproblem. Und wo
> > Grundprinzipien betroffen sind, ist das eben nicht so einfach, egal ob es
> > um die Aufnahme von Frauen, Fechten oder Farbentragen geht.
> Dies scheint mir auch so, da sich 50% aller Postings in dieser NG diesem
> Thema widmen, kann dies aber nicht nachvollziehen.
>
> Grisu

Aber Homosexualitaet ist deiner Meinung nach ein dringenderes Problem,
dessen sich die Verbindungen, insbes. die Burschenschaften, annehmen
sollten?
Das kann ich nun wieder nicht nachvollziehen, soweit ich weiss, gibt es
mehr Frauen als Homosexuelle...

Gruss,

Verena

Rainer Schulz

unread,
Dec 4, 1997, 3:00:00 AM12/4/97
to

Mahlzeit!!
Friederike Pachl-Kaib wrote:

> Auf jedem Fall hast Du dem UV abgesprochen, eine ERNSTZUNEHMENDE Verbindung
> zu sein:

Wann und wo habe ich das konkret getan??

> > Moment mal. Worauf begruendet sich den der Charakter einer Verbindung??
> > Doch wohl bestimmte Prinzipien. Kannst Du dir nichtschlagende C! oder L!
> > vorstellen?? Also wirklich ernstzunehmende Verbindungen meine ich.

> [...]


>
> Daraus habe auch ich eindeutig herausgelesen, dass nur schlagende C!, L!
> und B! wirklich ernstzunehmend sind. Alle nichtschlagenden Sonstigen, unter
> die sowohl Verenas B!, um die es da gerade ging, als auch der UV faellt,
> nimmst Du demnach nicht ernst.
> Und genau das hat Wulf geschrieben.

Ich glaube aber, dass ich das richtiggestellt habe. Zumindest hatte ich die
absicht dies zu tun.

> > Sie sind doch hier hereingestolpert, liessen irgendwelche Tiraden los,
> > ohne
> > auch nur einmal Argumente zu bringen. Ich spreche Ihnen ab jegliche
> > Diskussionskultur zu besitzen.
>
> Ohhhh. Erst mal allen vors Schienbein treten (siehe Deine Aussage von oben)
> und dann den Beleidigten spielen.

Beleidigt bin ich nun wirklich nicht. Ich bin nur erstaunt wie schnell man von
einer Diskussion Abstand nimmt so bald man etwas konkreter wird.

> > Im uebrigen bin ich kein Mensch der sofort zur Visitenkarte greift.
>
> Da koenntest Du bei uns auch lange greifen. :-)
> Deine Mails hinterlassen bei mir aber genau den gegenteiligen Eindruck.
> Ich frage mich nur, warum Du so ausrastest, wenn mal jemand etwas von
> Verwunderung schreibt. Bei einem Nichtschlagenden kann das durchaus ohne
> Hintergedanken vorkommen.

Die nichtschlagenden Verbindungen sollten aber auch ueber den Gebrauch solcher
Worte Bescheid wissen. Es gibt eben Dinge, die man missverstehen kann.

--

Rainer Schulz

unread,
Dec 4, 1997, 3:00:00 AM12/4/97
to

Mahlzeit!!

Ich bin auch voellig ruhig und entspannt.

Wulf Richartz wrote:

Wenn man alle seine Textpassagen genau interpretiert, dann hat er

> Verenas Burschenschaft herabgewuerdigt, obwohl sie ihm ganz genau die
> Prinzipien des SB als prinzipiell nichtschlagenden Bund genau erklaert
> hat.
> In diesen Prinzipien stand nicht drin, dass Maennerbuendelei und
> Schlagen zum Prinzip des SB gehoeren; damit hat er alle
> nichtschlagenden und nicht rein-maennlichen Verbindungen die
> Ernsthaftigkeit abgesprochen.
>
> Ich wuesste nicht, warum seine "Schlussfolgerungen", besser
> Beleidigungen, nicht logisch auch auf uns uebertragbar sein sollten.

Weil ich speziell auf, die Bezeichnung Burschenschaft Wert legte.
Herr Richartz, ich hatte und habe Ihnen noch nichts abgesprochen. Ich bin der
Meinung, dass Frl. Rolles Verbindung der Name Burschenschaft nicht zusteht.
Aber auch darueber kann ich diskutieren, und will es auch.

Verena Rolle

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

Wulf Richartz wrote:

> In diesen Prinzipien stand nicht drin, dass Maennerbuendelei und

> Schlagen zum Prinzip des SB gehoeren; (...)

Das Nichtschlagende Prinzip ist fuer alle Buende im SB verpflichtend,
die Ablehnung des Maennerbundes jedoch nicht: im Schwarzburgbund gibt es
sowohl gemischte, als auch reine Maenner- und Frauen-Buende!

Gruss,

Verena

Verena Rolle

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

Rainer Schulz wrote:

> Ich bin der
> Meinung, dass Frl. Rolles Verbindung der Name Burschenschaft nicht > zusteht.

Meine Verbindung ist seit nahezu 78 Jahren eine Burschenschaft und wird
ihren Namen wegen Ihrer Meinung sicher nicht aendern!
Ihnen ist sicher bekannt, wie schlagende Verbindungen eine derartige
Verunglimpfung des eigenen Bundes handhaben...haetten sie einer
schlagenden Verbindung aehnliche Beleidigungen entgegengebracht???

Gruss,

Verena Rolle Z!
Burschenschaft Westmark im SB zu Aachen

Karsten Ockenfels

unread,
Dec 5, 1997, 3:00:00 AM12/5/97
to

Prost Rainer!
Hier Ocki.

Rainer Schulz wrote:

> Ich sehe wie alte Herren auf den Kneipen aufbluehen, die Gemeinschaft
> geniessen.Das Biertrinken, die Colliquien sind einfach anders als ein
> Gessellschaftsabend oder ein Ball.

Ich sehe wie Alte Herren und Alte Damen auf unseren Kneipen aufbluehen
und die Gemeinschaft geniessen. Sorry, mein Bund widerlegt Dein
Argument.

> Es mag so etwas geben, dass es gemischte Haeuser gibt, aber das hat
> fuer mich den Anschein einer Kommune.

Also der Begriff ist ja wohl voellig Fehl am Platze.

> > Nun gut, so kann man es auch formulieren. Ich gebe aber zu
> > bedenken, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt, auch wenn
> > ein beruehmtes Sprichwort das behauptet.
> Da brauche ich Details...

Ich meine damit einfach, dass es nichts bringt, an etwas festzuhalten,
was sich selbst ueberlebt hat, wenn es auch andere Wege und Mittel
gibt, die der Zeit angemessener sind.

> > Ideale koennen grundsaetzlich gleich bleiben, und trotzdem dem
> > Zeitgeist folgen.
> Im gewissen Rahmen muessen sie das sogar.

Na also.

> > Das ist die naechste Frage. Waeren wirklich die AHAH dermassen
> > dagegen? Wenn es in der Activitas Absichten bezueglich Gemischtbund
> > gibt, dann werden diese eh irgendwann in die AH-schaft vordringen.
> > Ich bin auch nicht dafuer, etwas ueber das Knie zu brechen.
> > Aber man kann es doch kontrolliert und in Ruhe ueber die Buehne
> > bringen, so dass alle damit leben koennen.
> Also alle mir bekannten AHAH denken nicjt mal im Traum daran ihren
> Bund aufzugeben und Frauen aufzunehmen.

Niemand gibt den Bund auf. Neue Mitglieder heben nicht den Bund
zu den bisherigen auf.
Wie gesagt: Nimm den Fall, die Aktiven wollen, dass ihre Verbindung
gemischt wird. Die AHAH sind dagegen. Schoen, dann wird eben die
entsprechende Zeit gewartet, bis diese Aktiven philistriert sind,
irgendwann hat sich die AHschaft dahingehend veraendert, dass sie
dafuer ist. Wo liegt das Problem?
Ich mache doch nichts gegen meine Ueberzeugung, nur weil mein
Urgrossvater einst vielleicht mal dafuer war.

> > Das habe ich nicht gemeint. Aber viele Verbindungen wurden im 19.Jh
> > gegruendet und hatten ueberhaupt keine Chance, sich ueber
> > Gemischtbund Gedanken zu machen. Ich finde, das sollten Verbindungen
> > korrigieren duerfen, ohne dass ihnen vorgeworfen wird, sie
> > haetten eine schlechte Einstellung zur Tradition.

> Eben nicht!! Gruendet eine neue Verbindung. Aber benutzt nicht Namen
> und Vermoegen der alten Verbindung.

Wieso nicht? Soll die alte Verbindung einfach sterben, der Name
und das Vermoegen verloren gehen?
Falls Du es immer noch nicht begriffen hast: Ich setze den Fall
voraus, dass sowohl Aktivitas als auch AHschaft dafuer waeren,
gemischt zu werden.
Es gibt ein Grundrecht auf freie Entfaltung der Persoenlichkeit.

> Noch eine Frage! Welches Verhaeltnis haben die waffenstudentischen
> Verbindungen am eurem Ort zu euch??

In der Regel ein gutes.

Mit farbengeschwisterlichen Gruessen

Karsten Ockenfels Z! MW (x)
AMV Fridericiana Marburg im SV

MUEL...@uni-trier.de

unread,
Dec 8, 1997, 3:00:00 AM12/8/97
to

Studentenverbindungen im Allgemeinen und Burschenschaften im Besonderen
sind nun einmal Maennerbuende, die auf eine lange Geschichte zurueck
blicken koennen. Es hat in dieser Zeit ganz gut ohne Frauen
funktioniert. Wieso sollte man das denn dann aendern? Nur um dem
Zeitgeist zu folgen?

Nein!

Darueber hinaus stellt sich mir die Frage, ob Frauen ueberhaupt in
bestehende, vielleicht auch antiquierte Maennerbuende eintreten wollen.

Macht doch einen eigenen Laden auf und lasst die Maennerbuende
Maennerbünde sein.

Marc Mueller
Trierer Burschenschaft Germania

Verena Rolle

unread,
Dec 9, 1997, 3:00:00 AM12/9/97
to

MUEL...@uni-trier.de wrote:

Lieber Farbenbruder Marc, liebe newsgroup-Leser,

> Studentenverbindungen im Allgemeinen und Burschenschaften im Besonderen
> sind nun einmal Maennerbuende, die auf eine lange Geschichte zurueck
> blicken koennen.

Falsch: die MEISTEN sind Maennerbuende, aber nicht alle.

> Es hat in dieser Zeit ganz gut ohne Frauen
> funktioniert. Wieso sollte man das denn dann aendern? Nur um dem
> Zeitgeist zu folgen?

Ich glaube, Du hast die Diskussion nicht von Anfang an verfolgt. Ich
sage es jetzt noch mal ganz ausdruecklich: Ich bin NICHT der Meinung
dass jetzt alle Maennerbuende dahingehend missioniert werden sollen,
doch bitte bitte auch Frauen aufzunehmen! Jeder soll nach seiner Fasson
gluecklich werden und in dem Bund aktiv werden, in dem er - oder auch
sie - sich wohlfuehlt und dessen Werten man sich verbunden fuehlt. Jeder
Maennerbund hat meine volle Wertschaetzung und Hochachtung. Nur erwarte
ich eben auch, dass meinem Bund dieselben entgegengebracht werden. In
meinem Bund hat man sich vor 20 Jahren als Ganzes dazu entschlossen,
auch Studentinnen aufzunehmen. Und bei uns funktioniert das
hervorragend. Nicht mehr und nicht weniger habe ich zum Thema Frauen in
Verbindungen zu sagen, vom Anspruch, dieses Modell jetzt auf alle
Maenner und auch Frauenbuende zu uebertragen, kann keine Rede sein.
Alles klar?!

> Darueber hinaus stellt sich mir die Frage, ob Frauen ueberhaupt in
> bestehende, vielleicht auch antiquierte Maennerbuende eintreten > wollen.
>
> Macht doch einen eigenen Laden auf und lasst die Maennerbuende
> Maennerbünde sein.

Offensichtlich haben Frauen Interesse am Verbindungswesen. Mir ist
jedoch kein Fall bekannt, in dem Frauen auf einen bestehenden
Maennerbund zugekommen waeren und die Aufnahme verlangt haben. Meist
haben sich die Maennerbuende dazu entschlossen, sich auch fuer
Studentinnen zu oeffnen. Und da alle Verbindungen das demokratische
Conventsprinziup haben, wird dies eine Entscheidung der
ueberwaeltigenden Mehrheit des Maennerbundes gewesen sein.
Dass Frauen in Massen Aufnahme bei bestehenden reinen Maennerbuenden
verlangen ist doch sehr unrealistisch und wohl eher eine Art
Zwangsneurose.. ;-)

Mit blau-silber-gruenen Gruessen,

Verena Rolle Z!
Burschenschaft Westmark im Schwarzburgbund zu Aachen

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