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Danubia droht Rauswurf aus der DB

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Frhr. Günter v. Gravenreuth

unread,
Jun 24, 2001, 2:52:13 PM6/24/01
to


SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Samstag, 23. Juni 2001; Bayern Seite 54 / Deutschland
Seite 54 / München Seite 54

Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband

Mehrere Münchner Burschenschaften haben sich am Freitag entschlossen, das
Verhalten der umstrittenen Burschenschaft Danubia nicht auf sich beruhen zu
lassen und die Vorwürfe vor dem Hauptausschuss ihres Dachverbandes, der
Deutschen Burschenschaften, klären zu lassen. Das könnte im Endeffekt zu
einem Ausschluss der Danubia aus dem Dachverband der deutschen
Burschenschaften führen. Bereits am Dienstag hatte ein Krisengespräch der
örtlichen Münchner Verbindungen stattgefunden, auch am Donnerstag waren
Aktive und Alte Herren wieder zusammengekommen. Dabei war die Danubia
kritisch befragt worden, warum sie den von der Polizei gesuchten
Skinhead-Schläger Christoph Schulte in ihrem Haus übernachten hatte lassen -
und warum niemand die Polizei darüber informiert hatte. Einige
Burschenschaftler appellierten an die Danuben, sich von allen Mitgliedern
mit rechtsradikalem Gedankengut zu trennen. Nun wollen mehrere
Burschenschaften beantragen, eine offizielle Untersuchung gegen die Danubia
zu starten.


Mit freundlichen Grüßen

Günter Frhr.v.Gravenreuth
(einfacher Philster der
KBStV Rhaetia)
http://www.rhaetia.de
http://www.gravenreuth.de

Klaus Samtleben

unread,
Jun 24, 2001, 5:00:08 PM6/24/01
to
Moin!

> Mehrere Münchner Burschenschaften haben sich am Freitag entschlossen, das
> Verhalten der umstrittenen Burschenschaft Danubia nicht auf sich beruhen
zu
> lassen und die Vorwürfe vor dem Hauptausschuss ihres Dachverbandes, der
> Deutschen Burschenschaften, klären zu lassen. Das könnte im Endeffekt zu
> einem Ausschluss der Danubia aus dem Dachverband der deutschen
> Burschenschaften führen. Bereits am Dienstag hatte ein Krisengespräch der
> örtlichen Münchner Verbindungen stattgefunden, auch am Donnerstag waren
> Aktive und Alte Herren wieder zusammengekommen. Dabei war die Danubia
> kritisch befragt worden, warum sie den von der Polizei gesuchten
> Skinhead-Schläger Christoph Schulte in ihrem Haus übernachten hatte
lassen -
> und warum niemand die Polizei darüber informiert hatte. Einige
> Burschenschaftler appellierten an die Danuben, sich von allen Mitgliedern
> mit rechtsradikalem Gedankengut zu trennen. Nun wollen mehrere
> Burschenschaften beantragen, eine offizielle Untersuchung gegen die
Danubia
> zu starten.

Genau! Wenn man die Polizei darüber informiert hätte, daß der Schläger bei
den Danuben informiert, dann hätte dieser nicht extra zur Polizei gemußt, um
dort das Polizeirevier ungehindert verlassen zu können.

Anschließend an das Hauptausschußverfahren, was übrigens seitens der
Deutschen Burschenschaft schon vor Freitag angedacht wurde, wird man dann
jeden Bund zur Verantwortung ziehen, der kurzfristig Hausgäste beherbergt,
welche den Gastgeber über ihr eventuelles kriminelles Tun im Unklaren
lassen. Denn jede
weitere Annahme wäre im Falle der Danubia Spekulation, egal durch welche wie
auch sonst begründete Meinung sie gestützt wird.

Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!

B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald


Heinrich Sickl

unread,
Jun 25, 2001, 7:33:27 AM6/25/01
to

"Frhr. Günter v. Gravenreuth" schrieb:

> SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Samstag, 23. Juni 2001; Bayern Seite 54 / Deutschland
> Seite 54 / München Seite 54
>
> Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband

So ein Blödsinn!!!!!!!! Findet sicher nicht statt.....Vor allem weil die
Vorwürfe gegen Danubia wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Auch wenn es schwer
fällt, dass man es nicht geschafft hat in diesem Forum Danubia unmöglich zu
machen, muss jeder einsehen Unrecht gehabt zu haben mit seinen vorschnellen
Äußerungen und Vernaderungen einer Burschenschaft. Die in den letzten Tagen
geäußerten Wortmeldungen haben alle keinen Bestand mehr. Jetzt wird angefangen
irgendwelche lächerlichen Sachen an den Haaren herbeizuziehen um ja nicht
zugeben zu müssen Unrecht gehabt zu haben. Mahnwachen müssen gerechtfertigt
werden, oder????????

mbG

Heinrich Sickl


Frank Drefahl

unread,
Jun 25, 2001, 9:26:17 AM6/25/01
to
"Frhr. Günter v. Gravenreuth" schrieb:
>
> SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Samstag, 23. Juni 2001; Bayern Seite 54 / Deutschland
> Seite 54 / München Seite 54
>
> Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband
>
> Mehrere Münchner Burschenschaften haben sich am Freitag entschlossen, das
> Verhalten der umstrittenen Burschenschaft Danubia nicht auf sich beruhen zu
> lassen und die Vorwürfe vor dem Hauptausschuss ihres Dachverbandes, der
> Deutschen Burschenschaften, klären zu lassen. Das könnte im Endeffekt zu
> einem Ausschluss der Danubia aus dem Dachverband der deutschen
> Burschenschaften führen.

Wer´s glaubt.


Gruß

Frank

Simon Parviz

unread,
Jun 25, 2001, 10:15:40 AM6/25/01
to
Wenns denn wirklich stimmt: Respekt, endlich tut sich mal was!
Parviz


Bastian Behrens

unread,
Jun 25, 2001, 12:04:59 PM6/25/01
to

"Heinrich Sickl" <hsi...@xarch.tu-graz.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3B372187...@xarch.tu-graz.ac.at...

> > Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband

> zugeben zu müssen Unrecht gehabt zu haben. Mahnwachen müssen
gerechtfertigt
> werden, oder????????

Seit wann braucht Betroffenheit Rechtfertigung. Hier erleben wir emotionale
Reaktionen, keine rationalen.
Und darauf zielt die Berichterstattung ja auch: Entsetzen und Aufsehen
generieren Auflage. Fakten sind
da zweitrangig.

Cya, bb


Frhr. Günter v. Gravenreuth

unread,
Jun 25, 2001, 11:31:19 AM6/25/01
to

Frank Drefahl <dre...@vdst-ka.inka.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3B373BF9...@vdst-ka.inka.de...

"Frhr. Günter v. Gravenreuth" schrieb:
Das könnte im Endeffekt zu
> einem Ausschluss der Danubia aus dem Dachverband der deutschen
> Burschenschaften führen.

Wer´s glaubt.


Ich nicht!
Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....

Matthias Mühlich

unread,
Jun 25, 2001, 2:07:41 PM6/25/01
to
Hallo!

> > Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband
>
> So ein Blödsinn!!!!!!!! Findet sicher nicht statt.....

Ja, weil ihnen kein Verschulden an irgendwas nachzuweisen sein wird. Der
Vorwurf lautet ja schließlich nicht "Danuben verprügeln Ausländer",
sondern "Schlagender Skinhead war eine Nacht bei Danubia".

Das Problem ist jedoch, daß gewisse Burschenschaften (ich möchte mal von
der einen in München weg) eine unverhohlene Akzeptanz für
rechtextremistisches oder nationalsozialistisches Gedankengut pflegen
(vgl. z.B. die Links auf der alten Danubenseite). DANN erscheinen solche
Vorwürfe auf einmal plausibel. Und nur DANN kommt es überhaupt zu
solchen reißerischen Schlagzeilen.

> Die in den letzten Tagen
> geäußerten Wortmeldungen haben alle keinen Bestand mehr.

Mach mal langsam. Der Vorwurf war nie "Danuben sind Skinheads". Fragen
wie "warum dient Danubia als Anlaufstelle für Skinheads" sind noch nicht
hinreichend geklärt. Wohlgemerkt: das hat mit strafrechtlicher
Verantwortlichkeit oder Maßnahmen gegen Danubia im Dachverband nichts zu
tun; dafür reicht's hinten und vorne nicht. Aber die oben genannte Frage
hätte ich doch gerne beantwortet!

Gruß,
MM

PS: Laß bitte die mehrfachen Ausrufe- und Fragezeichen sein. (Gruß an
Jens B.: hier ist eine Ausnahme :-)

--
=========================================================================
Dipl.-Phys. Matthias Mühlich mueh...@iap.uni-frankfurt.de
Institut für Angewandte Physik J.W.Goethe-Universität Frankfurt
=========================================================================

Matthias Mühlich

unread,
Jun 25, 2001, 2:08:53 PM6/25/01
to
Hallo!

> Ich nicht!
> Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....

Bitte den Satz zu Ende führen.

Gruß,
MM

Gerhard Killesreiter

unread,
Jun 25, 2001, 2:29:28 PM6/25/01
to
Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> writes:

N'Abend!

> Mach mal langsam. Der Vorwurf war nie "Danuben sind Skinheads". Fragen
> wie "warum dient Danubia als Anlaufstelle für Skinheads" sind noch nicht
> hinreichend geklärt.

»Nicht hinreichend« ist ein Euphemismus. Es gab noch nicht irgendeine
Äußerung seitens der Danuben dazu. Müssen sie natürlich auch nicht
bringen. Aber dann werden sich viele Leute halt ihren Teil denken.

> Wohlgemerkt: das hat mit strafrechtlicher Verantwortlichkeit oder
> Maßnahmen gegen Danubia im Dachverband nichts zu tun; dafür reicht's
> hinten und vorne nicht. Aber die oben genannte Frage hätte ich doch
> gerne beantwortet!

*aol*

> PS: Laß bitte die mehrfachen Ausrufe- und Fragezeichen sein. (Gruß
> an Jens B.: hier ist eine Ausnahme :-)

Danke. :-)

Gruß,
Gerhard

--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Wer morgens um halb acht schon auf ist, dem ist aber eigentlich
alles zuzutrauen.
Andreas Kabel in: <871z0gz...@penguin.slac.stanford.edu>

Klaus Samtleben

unread,
Jun 25, 2001, 2:59:43 PM6/25/01
to
Moin!

> »Nicht hinreichend« ist ein Euphemismus. Es gab noch nicht irgendeine
> Äußerung seitens der Danuben dazu. Müssen sie natürlich auch nicht
> bringen. Aber dann werden sich viele Leute halt ihren Teil denken.

Stimmt nicht! Sie bringen es nur nicht hier im Forum zumindest nicht als
direkte Antwort auf hysterische und spekulative Beiträge. Wenn Du allerdings
ihre zweite Stellungnahme "Was nochmals klarzustellen ist - Danubia" liest,
dann siehst Du dort ihre Antwort. Sie sind kein Hort für Rechtsradikale und
auch für die Anwesenheit des Schlägers Schulte geben sie eine Erklärung ab.

Arnd Reinhardt

unread,
Jun 25, 2001, 3:04:00 PM6/25/01
to
Am Mon, 25 Jun 2001 17:31:19 +0200, schrieb "Frhr. Günter v.
Gravenreuth" <Grave...@gravenreuth.de> :

>
>Ich nicht!
>Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
>

Bitte sende das doch mal als Durchschlag an die B! Marchia zu Bonn und
die B! der Norddeutschen und Niedersachen zu Bonn, ich habe das
Gefühl, daß sich diese - sehr liberalen Bünde - doch recht herzlich
bei Dir bedanken werden, für Deine völlig undifferenzierte und
vorverurteilende Aussage. Solche Äußerungen lassen eigentlich nur
Menschen los, die ihre Vorurteile bestätigen wollen. Nur durch
Wiederholungen wird das auch nicht wahrer und besser!
>
>Mit freundlichen Grüßen
>
Arnd Reinhardt Z!
L! Salia zu Bonn im CC


>
>Günter Frhr.v.Gravenreuth
>(einfacher Philster der
>KBStV Rhaetia)

Nochmal die Nachfrage, was ist denn die Steigerung eines einfachen
Philisters?

Klaus Samtleben

unread,
Jun 25, 2001, 3:24:19 PM6/25/01
to
Moin!

> Das könnte im Endeffekt zu
> > einem Ausschluss der Danubia aus dem Dachverband der deutschen
> > Burschenschaften führen.
>
> Wer´s glaubt.
>
>
> Ich nicht!
> Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....

Von Dir die ganze Zeit nur heiße Luft - sonst nichts!

Naja, die einen argumentieren ernsthaft und sachlich und die anderen sind
einfach nur ...

Wolfram Hutsteiner

unread,
Jun 25, 2001, 4:00:39 PM6/25/01
to

Frhr. Günter v. Gravenreuth schrieb in Nachricht
<9h7pim$7lq$02$1...@news.t-online.com>...

>
>Wer´s glaubt.
>
>
>Ich nicht!
>Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
>
>

Die einen versuchen zu differenzieren und die anderen...
...scheren alles und jeden über einen möglichst groben Kamm.

MfG,
Wolfram


Frhr. Günter v. Gravenreuth

unread,
Jun 25, 2001, 4:30:54 PM6/25/01
to

Wolfram Hutsteiner <wolfram.h...@12move.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9h862c$cio$1...@wrath.news.nacamar.de...


Stimmt - ich unterscheide schon zwischen der DB und er neuen DB.

Frhr. Günter v. Gravenreuth

unread,
Jun 25, 2001, 4:29:31 PM6/25/01
to

Klaus Samtleben <K.Sam...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9h81r8$r4c$1...@passat.ndh.net...

> Sie sind kein Hort für Rechtsradikale

... sie verweisen nur Corps-Studenten aus rassistischen Gründen hinaus!

Frhr. Günter v. Gravenreuth

unread,
Jun 25, 2001, 4:27:35 PM6/25/01
to

Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3B377DEC...@iap.uni-frankfurt.de...

> Hallo!
>
> > > Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband
> >
> > So ein Blödsinn!!!!!!!! Findet sicher nicht statt.....
>
> Ja, weil ihnen kein Verschulden an irgendwas nachzuweisen sein wird. Der
> Vorwurf lautet ja schließlich nicht "Danuben verprügeln Ausländer",
> sondern "Schlagender Skinhead war eine Nacht bei Danubia".
>

oder Danuben verweisen aus rassistischen Gründen Corpstunden hinaus!

Gerhard Killesreiter

unread,
Jun 25, 2001, 3:29:26 PM6/25/01
to
"Klaus Samtleben" <K.Sam...@web.de> writes:

N'Abend!

> > »Nicht hinreichend« ist ein Euphemismus. Es gab noch nicht irgendeine
> > Äußerung seitens der Danuben dazu. Müssen sie natürlich auch nicht
> > bringen. Aber dann werden sich viele Leute halt ihren Teil denken.
>
> Stimmt nicht! Sie bringen es nur nicht hier im Forum zumindest nicht als
> direkte Antwort auf hysterische und spekulative Beiträge. Wenn Du allerdings

Sie schreiben hier überhaupt keine Antworten, sondern schicken nur
gelegentlich ihre Pressemitteilungen (auch) hierhin.

> ihre zweite Stellungnahme "Was nochmals klarzustellen ist - Danubia" liest,
> dann siehst Du dort ihre Antwort. Sie sind kein Hort für Rechtsradikale und
> auch für die Anwesenheit des Schlägers Schulte geben sie eine Erklärung ab.

Ja, die daß er aus einem Auto stieg und von einem Gast reingelassen
wurde. Die Frage ist aber doch: /Warum/ fuhr er zu den Danuben? War
das eine Idee seines Begleiters, da der sowieso da pennen wollte? Oder
was sonst?

Gruß,
Gerhard

--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>

Wenn man seinem Hirn nur recht regelmäßig Müll zuführt, wird man
matschig in der Birne. So ist das. (Markus Gail in desd)

Klaus Samtleben

unread,
Jun 25, 2001, 4:51:24 PM6/25/01
to
Moin!

Frhr. Günter v. Gravenreuth <Grave...@gravenreuth.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 9h87am$7i5$03$2...@news.t-online.com...


>
> Klaus Samtleben <K.Sam...@web.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> 9h81r8$r4c$1...@passat.ndh.net...
>
> > Sie sind kein Hort für Rechtsradikale
>
> ... sie verweisen nur Corps-Studenten aus rassistischen Gründen hinaus!

Verfolge die Beiträge und Du weißt, daß das bislang überhaupt nicht sicher
ist. Die verweisende Äußerung kam von einem Nicht-Danuben als
Unparteiischem. Diese Anmerkung kam gleichzeitig mit der Bemerkung, daß die
Verwicklung der Danuben in diese Sache nur gemutmaßt werden kann.

Klaus Samtleben

unread,
Jun 25, 2001, 4:55:23 PM6/25/01
to
Moin!

> > Stimmt nicht! Sie bringen es nur nicht hier im Forum zumindest nicht als
> > direkte Antwort auf hysterische und spekulative Beiträge. Wenn Du
allerdings
>
> Sie schreiben hier überhaupt keine Antworten, sondern schicken nur
> gelegentlich ihre Pressemitteilungen (auch) hierhin.

Sag ich doch.

> > ihre zweite Stellungnahme "Was nochmals klarzustellen ist - Danubia"
liest,
> > dann siehst Du dort ihre Antwort. Sie sind kein Hort für Rechtsradikale
und
> > auch für die Anwesenheit des Schlägers Schulte geben sie eine Erklärung
ab.
>
> Ja, die daß er aus einem Auto stieg und von einem Gast reingelassen
> wurde. Die Frage ist aber doch: /Warum/ fuhr er zu den Danuben? War
> das eine Idee seines Begleiters, da der sowieso da pennen wollte? Oder
> was sonst?

Nach Darstellung der Danubia sind sie wohl kaum in der Lage diese Frage für
zwei nicht-eingeladene Gäste zu beantworten. Der Rest ist Spekulation;
ebenso die Mutmaßung, Danubia hätte doch ein engeres Verhältnis zu dem
SChläger bzw. dieser zur ihr.

Klaus Samtleben

unread,
Jun 25, 2001, 5:00:08 PM6/25/01
to
Moin!

> > Ja, weil ihnen kein Verschulden an irgendwas nachzuweisen sein wird. Der
> > Vorwurf lautet ja schließlich nicht "Danuben verprügeln Ausländer",
> > sondern "Schlagender Skinhead war eine Nacht bei Danubia".
> >
>
> oder Danuben verweisen aus rassistischen Gründen Corpstunden hinaus!

Wie gesagt: nach Aussage eines anwesenden Corpsstudenten haben sie das nicht
gemacht und ihre Beteiligung an dem Vorfall kann er (der Corpsstudent) nur
mutmaßen. Bleibt die Tatsache, daß der Vorfall sich während eines Pauktages
wohl mit mehreren Bünden auf dem Haus der Danubia ereignet hat.

Ich sehe die Sache erst dann anders, wenn jemanand definitiv sagt, er hat
die ganze Geschichte mitgekriegt und kann mit Betsimmheit sagen, daß die
Danuben den Unparteiischen, der den farbigen Verbinder des Hauses verwiesen
hat, überredet/erpreßt/ ... haben, das zu tun.

Frhr. Günter v. Gravenreuth

unread,
Jun 25, 2001, 5:12:03 PM6/25/01
to

Gerhard Killesreiter <nutz...@killesreiter.de> schrieb in im Newsbeitrag:
4a8zig9...@athena.physik.uni-freiburg.de...

> "Klaus Samtleben" <K.Sam...@web.de> writes:
> Ja, die daß er aus einem Auto stieg und von einem Gast reingelassen
> wurde. Die Frage ist aber doch: /Warum/ fuhr er zu den Danuben? War
> das eine Idee seines Begleiters, da der sowieso da pennen wollte? Oder
> was sonst?
>

Wenn(!) die Gerüchte stimmen, dann war er auch in einer auffälligen
Skin-Aufmachung dort angekommen - und keiner hat es gemerkt?

Heinrich Sickl

unread,
Jun 25, 2001, 5:26:47 PM6/25/01
to

"Frhr. Günter v. Gravenreuth" schrieb:

> Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> schrieb in im Newsbeitrag:


> 3B377DEC...@iap.uni-frankfurt.de...
> > Hallo!
> >
> > > > Danubia droht Rauswurf aus dem Dachverband
> > >
> > > So ein Blödsinn!!!!!!!! Findet sicher nicht statt.....
> >
> > Ja, weil ihnen kein Verschulden an irgendwas nachzuweisen sein wird. Der
> > Vorwurf lautet ja schließlich nicht "Danuben verprügeln Ausländer",
> > sondern "Schlagender Skinhead war eine Nacht bei Danubia".
> >
>
> oder Danuben verweisen aus rassistischen Gründen Corpstunden hinaus!

undifferenziertes Gequatsche! Leider reitest du noch immer auf längst
widerlegten Gerüchten rum - siehe oben! Na ja bist halt nur ein einfacher
Philister(=Spießer)! Und anscheinend hast du mit den Danuben ein persönliches
Problem, daß tiefer liegt als diese ganze vorgeschobene Geschichte. Ist mir
aber egal mach was du willst, aber verspritze dein Gift woanders.

mit wenig freundlichen Grüßen
Heinrich Sickl Z!

Heinrich Sickl

unread,
Jun 25, 2001, 5:28:38 PM6/25/01
to

"Frhr. Günter v. Gravenreuth" schrieb:

> Gerhard Killesreiter <nutz...@killesreiter.de> schrieb in im Newsbeitrag:


> 4a8zig9...@athena.physik.uni-freiburg.de...
>
> > "Klaus Samtleben" <K.Sam...@web.de> writes:
> > Ja, die daß er aus einem Auto stieg und von einem Gast reingelassen
> > wurde. Die Frage ist aber doch: /Warum/ fuhr er zu den Danuben? War
> > das eine Idee seines Begleiters, da der sowieso da pennen wollte? Oder
> > was sonst?
> >
>
> Wenn(!) die Gerüchte stimmen, dann war er auch in einer auffälligen
> Skin-Aufmachung dort angekommen - und keiner hat es gemerkt?

Wie immer Gerüchte ----stille Post! Hier sollte man wissen, dass hier selten
die Wahrheit ans tageslicht kommt. Ist dir aber egal -- Ich weiß!!

Gruß
heinrich

Jens Bolten

unread,
Jun 25, 2001, 7:12:37 PM6/25/01
to
Hallöchen!

Heinrich Sickl wrote:

> So ein Blödsinn!!!!!!!! Findet sicher nicht statt.....[...]


> Mahnwachen müssen gerechtfertigt
> werden, oder????????

Schau mal Gerhard, gaaannnz viele Satzzeichen auf einem Haufen. ;-)

(SCNR)

Ciao
Jens

--
Jens 'Jurassic' Bolten //// email: Jens....@post.rwth-aachen.de
Maxstr. 8, 52070 Aachen (@,@) Am Haus Luetz 38, 41066 Moenchengladbach
(0241)542186------------o---o-----------------------------(02161)630918
WWW: http://www.jensbolten.de

Hilko Bengen

unread,
Jun 25, 2001, 8:32:25 PM6/25/01
to
Jens Bolten <Jens....@post.rwth-aachen.de> writes:

> Hallöchen!
>
> Heinrich Sickl wrote:
>
> > So ein Blödsinn!!!!!!!! Findet sicher nicht statt.....[...]
> > Mahnwachen müssen gerechtfertigt
> > werden, oder????????
> Schau mal Gerhard, gaaannnz viele Satzzeichen auf einem Haufen. ;-)

In dag° sind sie immer zu verschwenderisch damit. Heinrich könnte mal
welche spenden, wenn er doch so viele hat.

-Hilko

Hannes Gnad

unread,
Jun 26, 2001, 4:57:39 AM6/26/01
to
"Frhr. Günter v. Gravenreuth" <Grave...@gravenreuth.de> wrote:

Hallole !

> Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....

Haengt doppelt.


--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
** Ich bin umgezogen - neue Adresse auf meiner Homepage oder auf Anfrage **

Matthias Mühlich

unread,
Jun 26, 2001, 5:57:18 AM6/26/01
to
Hallo!

> oder Danuben verweisen aus rassistischen Gründen Corpstunden hinaus!

Kannst Du nicht lesen? Hier wurde mehrfach gesagt, daß der Unparteische,
der ihn verwiesen hat /nicht/ von Danubia war. Was Du hier betreibst,
ist Rufmord.

Gruß,
MM

Hans-Joachim Grüßner

unread,
Jun 26, 2001, 6:02:58 AM6/26/01
to
On Tue, 26 Jun 2001 11:57:18 +0200, Matthias
=?iso-8859-1?Q?M=FChlich?= <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> wrote:

>Hallo!
>
>> oder Danuben verweisen aus rassistischen Gründen Corpstunden hinaus!
>
>Kannst Du nicht lesen? Hier wurde mehrfach gesagt, daß der Unparteische,
>der ihn verwiesen hat /nicht/ von Danubia war. Was Du hier betreibst,
>ist Rufmord.

In diesem Falle nicht, Matthias.
in der offiziellen Stellungnahme des Münchener SC-Seniors (unter der
Rubrik "Mit Mütze und Band gegen die B! Danubia" habe ich den Artikel
voll reingestellt) heißt es:
"überbrachte der Unparteiische ... die Aufforderung des BC der
Danubia".

Gruß von der Ostsee

Hanjo

Simon Parviz

unread,
Jun 26, 2001, 6:31:11 AM6/26/01
to
> >> oder Danuben verweisen aus rassistischen Gründen Corpstunden hinaus!
> >
> >Kannst Du nicht lesen? Hier wurde mehrfach gesagt, daß der Unparteische,
> >der ihn verwiesen hat /nicht/ von Danubia war. Was Du hier betreibst,
> >ist Rufmord.
>
> In diesem Falle nicht, Matthias.
> in der offiziellen Stellungnahme des Münchener SC-Seniors (unter der
> Rubrik "Mit Mütze und Band gegen die B! Danubia" habe ich den Artikel
> voll reingestellt) heißt es:
> "überbrachte der Unparteiische ... die Aufforderung des BC der
> Danubia".

ENDLICH! das hat mir gefehlt!
Das ganze war und bleibt von Danubia motiviert und ich finde erschreckend,
daß selbst die lieben anwesenden Burschenschafter, die ja sonst so ach
"differenzierend" tun nicht differenzieren wollen.

Gruß, Parviz


Heinrich Sickl

unread,
Jun 26, 2001, 6:37:22 AM6/26/01
to

Simon Parviz schrieb:

Dass ist ja wohl lächerlich. War der SC-Sprecher oder ein anderer Corpsstudent
beim BC der Danubia dabei war. Die ganze Geschichte ist wohl nicht ganz rund.
Ich vermute hier eine Attacke der Corps auf Danubia, aus welchen Gründen auch
immer!

Gruß
Heinrich Sickl

>
>
> Gruß, Parviz

Markus Gail

unread,
Jun 26, 2001, 6:51:54 AM6/26/01
to
Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> wrote:

> > Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
>
> Bitte den Satz zu Ende führen.

... will aus historischen Gründen in der DB bleiben und ist bereit,
dafür jede Kröte zu schlucken;
... hat im Hinblick auf die DB bereits innerlich gekündigt, weiß aber
nicht, wohin;
... findet die DB heute bereits viel zu angepaßt und politisch korrekt
und will das ändern.

Ergänzungen? Kommentare?

Markus
alsatia.de

--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
»Die Position der Kassandra ist nicht populär. Es bedarf schon einer
gewaltigen Anstrenung, der Freiheit in Zukunft noch eine Chance offen-
zulassen.« Karl-Hermann Flach

Markus Gail

unread,
Jun 26, 2001, 6:51:57 AM6/26/01
to
Simon Parviz <par...@t-online.de> wrote:

> Wenns denn wirklich stimmt: Respekt, endlich tut sich mal was!

Ich wette ein Snickers, daß daraus nichts wird.

Markus
alsatia.de

--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
--------------------- Freiheit ist eine Zumutung. Aber sie ist zumutbar.
Melusine. Krawehl, krawehl! Taubtrüber Ginst am Musenhain.
Trübtauber Hain am Musenginst ...

Hans-Joachim Grüßner

unread,
Jun 26, 2001, 6:52:40 AM6/26/01
to
On Tue, 26 Jun 2001 12:31:11 +0200, "Simon Parviz"
<par...@t-online.de> wrote:


>ENDLICH! das hat mir gefehlt!
>Das ganze war und bleibt von Danubia motiviert und ich finde erschreckend,
>daß selbst die lieben anwesenden Burschenschafter, die ja sonst so ach
>"differenzierend" tun nicht differenzieren wollen.

Ich rate doch sehr zur Mäßigung.

Vielleicht wäre es eher an Ihnen als jungen Aktiven und - ach ja -
demnächst Vorortoberindianer - die auch Ihnen zur Verfügung stehenden
Artikel vorzukramen und abzutippen.

Daß niemand ohne ausreichende Information 'differenziert' ist -
zumindest - mir klar. Denn das wäre intellektuell unredlich.

Gruß von der Ostsee

Hans-Joachim Grüßner C! Saxonia zu Kiel

Klaus Samtleben

unread,
Jun 26, 2001, 7:02:02 AM6/26/01
to
Moin!


>> In diesem Falle nicht, Matthias.
>> in der offiziellen Stellungnahme des Münchener SC-Seniors (unter der
>> Rubrik "Mit Mütze und Band gegen die B! Danubia" habe ich den Artikel
>> voll reingestellt) heißt es:
>> "überbrachte der Unparteiische ... die Aufforderung des BC der
>> Danubia".
>
>ENDLICH! das hat mir gefehlt!
>Das ganze war und bleibt von Danubia motiviert und ich finde erschreckend,
>daß selbst die lieben anwesenden Burschenschafter, die ja sonst so ach
>"differenzierend" tun nicht differenzieren wollen.


Diese Diskussion hat mit "nicht differenzieren wollen" eigentlich nichts zu tun.
Wenn jemand den Vorgang miterlebt und ihn anschließend schildert, dann ist das
etwas anderes, als wenn andere im Nachhinein ohne genaue Kenntnis der Tatsachen
spekulativ ihren "Senf" dazu geben. Ohne dieses Argument war die ganze Diskussion
auf reiner Spekulation aufgebaut und genau das war der störende Punkt! Wenn für
den einen Bund die Diskussion nicht mit nachvollziehbaren und belegbaren
Argumenten geführt wird, dann kann das jedem (!) anderem Bund ebenfalls passieren.


Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!


B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald

--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Matthias Mühlich

unread,
Jun 26, 2001, 8:17:47 AM6/26/01
to
Hallo!

> >Kannst Du nicht lesen? Hier wurde mehrfach gesagt, daß der Unparteische,
> >der ihn verwiesen hat /nicht/ von Danubia war. Was Du hier betreibst,
> >ist Rufmord.
>
> In diesem Falle nicht, Matthias.
> in der offiziellen Stellungnahme des Münchener SC-Seniors (unter der
> Rubrik "Mit Mütze und Band gegen die B! Danubia" habe ich den Artikel
> voll reingestellt) heißt es:
> "überbrachte der Unparteiische ... die Aufforderung des BC der
> Danubia".

Du weißt, daß ich den Vorfall an sich eindeutig verurteile. Egal, ob es
von Danubia ausging oder von einem anderen (was ja noch ein weiteres
schwarzes Schaf bedeuten würde). Aber wenn Cornelius hier schreibt, daß
er selbst an dem gewissen Tag dabei war und die Urheberschaft von
Danubia nur mutmaßen könne, dann stelle ich erst einmal in Frage, ob der
Autor des Artikels in der Corps-Zeitschrift wirklich mehr Informationen
hatte. Auch hier in dssv merkt man doch regelmäßig, daß beide Seiten
gerne Mutmaßungen treffen ohne dies explizit dazu zu sagen (weniger
freundlich formuliert: Spekulationen als Realität verkaufen).

Nur so als Beispiel aus meiner Aktivenzeit. Nach einer Kneipe (längst
unter den Tisch getrunken, etwa 1:30 Uhr) schlugen bei uns einmal drei
Wingolfiten in Chargenwichs auf (einer davon hatte Pekesche und Jeans
an!). In etwas alkoholisiertem Zustand haben sich die meisten Anwesenden
über die drei komischen Gestalten eher etwas lustig gemacht. Die drei
zogen eine Viertelstunde später etwas beleidigt ab, weil niemand mit
ihnen spielen wollte. Später hören wir, daß wir rechtsradikales Liedgut
gesungen hätten und die drei herausgeworfen hätten und das ganze fand
sich auch im Dachverbandsblättchen des Wingolf wieder (unter dem Motto:
die bösen Burschenschaften, wo wir dann mit Germania Hamburg & Co auf
eine Stufe gestellt wurden). Selbst ein Artikel in einer
Dachverbandszeitschrift muß nicht unbedingt neutral und objektiv sein.

Fazit: durch übermäßige Distanziererei wird ein geistiges Klima
geschaffen, in dem jeder geäußerter Verdacht (selbst wenn er aus
erklärtermaßen korporationsfeindlicher Ecke kommt) als Bestätigung für
die eigenen Vorwürfe gesehen wird und junge Corpsstudenten (oder andere
Nicht-Burschenschafter) sich kategorisch von allem Burschenschaftlichen
distanzieren. Das kann ich nicht gut finden.

Matthias Mühlich

unread,
Jun 26, 2001, 8:21:05 AM6/26/01
to
Hallo!

> > > Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
> >
> > Bitte den Satz zu Ende führen.
>
> ... will aus historischen Gründen in der DB bleiben und ist bereit,
> dafür jede Kröte zu schlucken;

[...]
> Ergänzungen? Kommentare?

Ich hätte gerne von dem Freiherrn eine Fortführung. Aber anscheinend ist
er nur in der Lage, gegen Burschenschaften zu hetzen und zieht sonst den
Schwanz ein. Schade.

Holger H. Macht

unread,
Jun 26, 2001, 11:47:05 AM6/26/01
to

"Frhr. Günter v. Gravenreuth" <Grave...@gravenreuth.de> schrieb im
Newsbeitrag news:9h7pim$7lq$02$1...@news.t-online.com...

> Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
>
>
Neue DB - was denn das? Die liberalen Burschenschaften, so auch wir, sind
natürlich immer noch in der DB! Und der Rest ....

Gruß

Holger H. Macht
MB! Franco-Bavaria


Simon Parviz

unread,
Jun 26, 2001, 8:22:39 PM6/26/01
to
> Ich rate doch sehr zur Mäßigung.

Warum denn?

>
> Vielleicht wäre es eher an Ihnen als jungen Aktiven und - ach ja -
> demnächst Vorortoberindianer - die auch Ihnen zur Verfügung stehenden
> Artikel vorzukramen und abzutippen.

Oberindianer nicht, weil Vorortsprecher ist ja ein anderer. Aber um das
Feuer tanze darf ich auch! Wenigstens stellen wir uns der Aufgabe des
Vorortes und lassen nicht nur Holsatia um PM alles erledigen (upps, einer
war glaub ich dabei...)
Aber gerade als "Indianer" habe ich gerade andere Dinge zu tun, als Artikel
abzutippen, von denen ich weiß, was drin steht ;-)

Gruß, Parviz

Klaus Samtleben

unread,
Jun 26, 2001, 8:11:01 PM6/26/01
to
Moin!

> > > Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
> >
> > Bitte den Satz zu Ende führen.
>
> ... will aus historischen Gründen in der DB bleiben und ist bereit,
> dafür jede Kröte zu schlucken;

Nein ...

> ... hat im Hinblick auf die DB bereits innerlich gekündigt, weiß aber
> nicht, wohin;

Nein ...

> ... findet die DB heute bereits viel zu angepaßt und politisch korrekt
> und will das ändern.

Nein ...


Und?

Was ein nettes Quiz?

Cornelius Engelhardt

unread,
Jun 27, 2001, 2:29:25 AM6/27/01
to
übrigens ist die reaktion der danubia auf den vorfall sehr interessant:
in ihrer stellungname behaupteten sie, der unparteiische hätte herrn
Ghebregziabher deshalb des paukbodes verweisen wollen, weil dieser nicht
als verbindungsstudent erkennbar gewesen wäre.
komisch, er trug band, welches gut sichtbar war und erklärte, daß er
angehöriger des corps budissa sei.

kleiner widerspruch?

ich weiß jedenfalls, was ich gesehen und gehört habe.

Arnd Reinhardt

unread,
Jun 27, 2001, 2:40:16 AM6/27/01
to
Am Wed, 27 Jun 2001 02:22:39 +0200, schrieb "Simon Parviz"
<par...@t-online.de> :

>Aber gerade als "Indianer" habe ich gerade andere Dinge zu tun, als Artikel
>abzutippen, von denen ich weiß, was drin steht ;-)

Davon andere Mitglieder dieses Diskussionsforums an Deinem Wissen
teilhaben zu lassen, hälst Du wohl nicht viel.
Da ich nun recht selten auf Corpshäusern verkehre, und wenn ich da bin
meistens auch nicht zum Lesen komme, kann ich wohl kaum wissen, was im
"Corps" geschrieben steht. Also wäre es ganz nett, ab und an uns dumme
Buxen und Regionalbuxen, die Turnbeutel und andere in dieser Newsgroup
an Deinem elitären Corpsstudentischen Wissen teilnehmen zu lassen. Es
macht doch immer wieder Freude etwas Handfestes zu haben, über das man
diskutieren kann, und nicht nur allgemeine Vorurteile und "das ist
halt so, das habe ich von einem Kumpel des Freundes meiner Cousine
dritten Grades...."
>
>Gruß, Parviz
>
Arnd Reinhardt Z!
L! Salia zu Bonn im CC
Arnd.Re...@gmx.net

Hans-Joachim Grüßner

unread,
Jun 27, 2001, 3:40:29 AM6/27/01
to
On Wed, 27 Jun 2001 02:22:39 +0200, "Simon Parviz"
<par...@t-online.de> wrote:

> Wenigstens stellen wir uns der Aufgabe des
>Vorortes und lassen nicht nur Holsatia um PM alles erledigen (upps, einer
>war glaub ich dabei...)

Komisch, daß meine Cbr. Kock und Franke vom damaligen Vorortsprecher
Hein Holsatiae auf einer offiziellen Veranstaltung für die
Vorortsarbeit besonders geehrt wurden.

Aber wir Sachsen mögen das Understatment.....

>Aber gerade als "Indianer" habe ich gerade andere Dinge zu tun, als Artikel
>abzutippen, von denen ich weiß, was drin steht ;-)

Der VAC und der AHSC wird diese Aussage zu würdigen wissen ;-))

Gruß von der Ostsee

Hanjo Grüßner C! Saxonia zu Kiel

Matthias Mühlich

unread,
Jun 27, 2001, 4:36:09 AM6/27/01
to
Hallo!

> übrigens ist die reaktion der danubia auf den vorfall sehr interessant:
> in ihrer stellungname behaupteten sie, der unparteiische hätte herrn
> Ghebregziabher deshalb des paukbodes verweisen wollen, weil dieser nicht
> als verbindungsstudent erkennbar gewesen wäre.
> komisch, er trug band, welches gut sichtbar war und erklärte, daß er
> angehöriger des corps budissa sei.
>
> kleiner widerspruch?

Mach Dir keine Sorgen: Ich weiß auch, was von einigen Burschenschaften
bzw. -schaftern zu halten ist (ich will den Focus mal wieder von Danubia
wegnehmen und das Ganze etwas allgemeiner sehen). Wenn man die eigenen
Erfahrungen nimmt und dann noch hochrechnet, was in gewissen Kreisen
vermutlich läuft, wenn die unter sich sind, dann bin ich der letzte, der
leugnen würde, daß die DB ein Problem hat. Aber das muß und kann die DB
lösen. Schwarz-Weiß-Malerei und Fundamental-Distanzierungen anderer
Verbände halte ich nun mal nicht unbedingt für hilfreich.

Simon Parviz

unread,
Jun 27, 2001, 5:24:38 AM6/27/01
to
> Davon andere Mitglieder dieses Diskussionsforums an Deinem Wissen
> teilhaben zu lassen, hälst Du wohl nicht viel.

Wo ich meine, daß es nötig ist: schon!

> Da ich nun recht selten auf Corpshäusern verkehre, und wenn ich da bin
> meistens auch nicht zum Lesen komme,

wie, was machst Du denn da ?!?!

> kann ich wohl kaum wissen, was im
> "Corps" geschrieben steht.

alslo wir zumindest bekommen die Verbandszeitschrift vom CC zugeschickt. und
manchmal schaue ich da sogar rein. Aber wahrscheinlich bist Du nicht mehr in
Bonn, oder ?

> Also wäre es ganz nett, ab und an uns dumme
> Buxen und Regionalbuxen, die Turnbeutel und andere in dieser Newsgroup
> an Deinem elitären Corpsstudentischen Wissen teilnehmen zu lassen.

Gerne ;-)

> Es
> macht doch immer wieder Freude etwas Handfestes zu haben, über das man
> diskutieren kann, und nicht nur allgemeine Vorurteile und "das ist
> halt so, das habe ich von einem Kumpel des Freundes meiner Cousine
> dritten Grades...."

Aber wenn der das doch gehört hat...

Gruß Parviz


Arnd Reinhardt

unread,
Jun 27, 2001, 7:21:33 AM6/27/01
to
Am Wed, 27 Jun 2001 11:24:38 +0200, schrieb "Simon Parviz"
<par...@t-online.de> :

>> Da ich nun recht selten auf Corpshäusern verkehre, und wenn ich da bin


>> meistens auch nicht zum Lesen komme,
>
>wie, was machst Du denn da ?!?!

Hmmm, in der Regel rede ich mit den Corpsstudenten darüber, wie man
den besten Tee zubereitet. Niemand kann das so gut, wie Curries ;-))
Und ab und an setzen wir uns auch noch auf ein Gläschen
Zitronenlimonade zusammen.
Ach ja, und wenn die das Bier auch warmgestellt haben (ja, richtig,
kaltes Bier schnell trinken ist unangenehm, deshalb gibt es Corps, wo
Bier auf der Heizung aufbewahrt wird), dann trinken wir vielleicht
noch das eine oder andere Bier aus Gotha ;-))


>
>alslo wir zumindest bekommen die Verbandszeitschrift vom CC zugeschickt. und
>manchmal schaue ich da sogar rein. Aber wahrscheinlich bist Du nicht mehr in
>Bonn, oder ?

Ich bin zwar ortsabwesend, aber noch oft auf dem Haus (übermorgen zum
Stiftungsfest und GC). Das einzige, was wir mal dort im Briefkasten
hatten, waren die "Burschenschaftlichen Blätter". Das "Corps" habe ich
nur mal einer Übernachtung bei den Münsteraner Grünen (anläßlich eines
runden Stiftungsfest unseres Freundschaftsbundes L! Rhenania) lesen
können. Ich finde es recht gut und interessant aufgemacht. Wenn ich
als externer aber die Corpszeitschrift zugeschickt bekommen könnte,
dann würde mich das durchaus interessieren. Ist ja immer nett zu
wissen, was woanders los ist....


>
>> Also wäre es ganz nett, ab und an uns dumme
>> Buxen und Regionalbuxen, die Turnbeutel und andere in dieser Newsgroup
>> an Deinem elitären Corpsstudentischen Wissen teilnehmen zu lassen.
>
>Gerne ;-)

Ob dieser Gnade, Herr Komilitone, möchte ich mich recht ergebens bei
Ihnen bedanken. ;-)


>
>> diskutieren kann, und nicht nur allgemeine Vorurteile und "das ist
>> halt so, das habe ich von einem Kumpel des Freundes meiner Cousine
>> dritten Grades...."
>
>Aber wenn der das doch gehört hat...
>

Damals, als ich jung war, (hier kann man auch alternativ das von AHAH
und iaBiaB vielzitierte "Früher" einsetzten), gab es so ein nettes
Büchlein, "Die Spinne in der Yuca-Palme" (mit mehreren
Nachfolgebänden), darin erfuhr man dann, daß Geschichten nach dem
Motto "Das hat der Bruder meiner Freundin wirklich erlebt! Sie hat es
mir selber gesagt!" meistens einen nicht allzuhohen Wahrheitsgehalt
aufweisen. Jeder dichtet dazu, was er kann, und was er für
wahrscheinlich hält. Bei solchen Aussagen bin ich also sehr
vorsichtig, ein schriftlicher Artikel im "Corps" scheint mir da doch
zuverlässiger zu sein...

>Gruß Parviz

Matthias Mühlich

unread,
Jun 27, 2001, 8:02:04 AM6/27/01
to
Hallo!

> Es
> macht doch immer wieder Freude etwas Handfestes zu haben, über das man
> diskutieren kann, und nicht nur allgemeine Vorurteile und "das ist
> halt so, das habe ich von einem Kumpel des Freundes meiner Cousine
> dritten Grades...."

ACK.

Besonders interessant natürlich in den Fälle, wo es um andere
Verbindungen geht. Wenn (nur so als Gedankenexperiment :-) Dachverband A
gegen Dachverband B mit schwerem Geschütz in seiner Zeitschrift vorgeht,
es aber praktisch niemand aus B mitbekommt und dazu STellung nehmen
kann, dann ist das womöglich eine effektive Meinungsmache, aber m.E. ein
wenig unfair.

Der alte Grundsatz "audiatur et altera pars" (frei: auch die Gegenseite
muß angehört werden) wird so ziemlich gut ausgeschaltet. Stattdessen
wird schnell unterstellt "wer schweigt, stimmt zu" (wie war das nochmal
auf Latein? CVer an die Front! ;-))

Martin Ulrich Fischer

unread,
Jun 27, 2001, 8:09:57 AM6/27/01
to
Matthias Mühlich schrieb:

> Der alte Grundsatz "audiatur et altera pars" (frei: auch die Gegenseite
> muß angehört werden) wird so ziemlich gut ausgeschaltet. Stattdessen
> wird schnell unterstellt "wer schweigt, stimmt zu" (wie war das nochmal
> auf Latein? CVer an die Front! ;-))
Ich lege zwar Wert darauf, kein CVer, sondern ÖKVer und MKVer zu sein,
kann mich aber doch noch dunkel an "qui tacet, consentire videtur"
erinnern; aufgrund des obzitierten audiatur et... darf dies allerdings
nur zur schweigenden zustimmung unter Anwesenden gelten; ein
schweigender Abwesender (etwa als reaktion auf einen brief) muß damit
nicht unbedingt seine zustimmung kund tun, sondern kann aus allen
möglichen anderen gründen schweigen.
problematisch wird bereits die frage nach dem Schweigen auf eine Aussage
am telefon; ist der gesprächspartner noch anwesend genug, oder doch wie
ein abwesender zu behandeln...?
Gruß und segen
Catilina TTI Tir
__________________________________________________
Dr.Iur. Martin Ulrich Fischer, M.A.S., Univ.-Ass.
Institut fuer Zivilgerichtliches Verfahren/
Department for Civil Procedure Law
Universitaet Innsbruck/University of Innsbruck
Innrain 52, A-6020 Innsbruck, Austria/Europe
Phone: ..43/512/507-8158, Fx 507-2827
e-mail: Martin.U...@uibk.ac.at
URL: http://info.uibk.ac.at/c/c3/c306/
__________________________________________________
"Tony Blair is the only credible conservative
currently available." (The Economist)

S. Wenninger

unread,
Jun 27, 2001, 1:30:11 PM6/27/01
to

Frhr. Günter v. Gravenreuth <Grave...@gravenreuth.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 9h7pim$7lq$02$1...@news.t-online.com...
>
> Wer´s glaubt.
>
>
> Ich nicht!

> Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....

Muss amn seit neuestem einem bestimmten Dachverband angehoehren, nur um als
Burschenschaft liberal zu sein? Kann man das nicht einfach auch so?

Gruss

Siegfried Wenninger
Clausthaler B! "Schlaegel & Eisen"


Lothar Kimmeringer

unread,
Jun 27, 2001, 6:28:36 PM6/27/01
to
Cornelius Engelhardt schrieb:

>
> übrigens ist die reaktion der danubia auf den vorfall sehr interessant:
> in ihrer stellungname behaupteten sie, der unparteiische hätte herrn
> Ghebregziabher deshalb des paukbodes verweisen wollen, weil dieser nicht
> als verbindungsstudent erkennbar gewesen wäre.
> komisch, er trug band, welches gut sichtbar war und erklärte, daß er
> angehöriger des corps budissa sei.

Soweit ich mich an die entsprechenden SC-Sitzungen erinnere,
wurde dort gesagt, dass er ohne Band bei der PP war (Grund dafuer
weiss ich allerdings nicht mehr, sofern er ueberhaupt genannt
wurde).


Mit den besten Wuenschen

Lothar Kimmeringer

BTW: Deine SHIFT-Taste ist kaputt.
--
Lothar Kimmeringer E-Mail: kimm...@online.de
PGP-encrypted mails preferred (Key-ID: 0x8BC3CD81)

Always remember: The answer is forty-two, there can only be wrong
questions!

Lothar Kimmeringer

unread,
Jun 27, 2001, 6:30:06 PM6/27/01
to
Matthias Mühlich schrieb:

>
> Aber wenn Cornelius hier schreibt, daß
> er selbst an dem gewissen Tag dabei war und die Urheberschaft von
> Danubia nur mutmaßen könne, dann stelle ich erst einmal in Frage, ob der
> Autor des Artikels in der Corps-Zeitschrift wirklich mehr Informationen
> hatte.

Der Autor des Artikels war der SC-Senior und hatte damit die
gleichen Informationen, wie der SC, der die Entscheidung
getroffen hat, den Kontakt zu Danubia abzubrechen.


Mit den besten Wuenschen

Lothar Kimmeringer

Sascha Strasser

unread,
Jun 28, 2001, 2:26:05 AM6/28/01
to

"Frhr. Günter v. Gravenreuth" <Grave...@gravenreuth.de> schrieb im
Newsbeitrag news:9h7pim$7lq$02$1...@news.t-online.com...

> Wer´s glaubt.
>
>
> Ich nicht!
> Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
>
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
>
>
> Günter Frhr.v.Gravenreuth
> (einfacher Philster der
> KBStV Rhaetia)
> http://www.rhaetia.de
> http://www.gravenreuth.de


<ironie>
ich bin ja so froh dass hier nicht alle Burschenschaften, der
Deutschen Burschenschaft, ueber einen Kamm geschoren werden.
</ironie>

Selbst die NDB waere fuer uns keine Alternative. Nur fakultativ
schlagende Buender (die meisten haben das Fechten schon aufgegeben)
und dazu noch eine Stimmenzuteilung, die fuer Burschenschaften mit
einer geringeren Anzahl von Mitgliedern sehr nachteilig ist.

Gruss

Sascha Strasser Z!

B! Adelphia Wuerzburg


Cornelius Engelhardt

unread,
Jun 28, 2001, 2:44:47 AM6/28/01
to

Sascha Strasser wrote:
>
> "Frhr. Günter v. Gravenreuth" <Grave...@gravenreuth.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:9h7pim$7lq$02$1...@news.t-online.com...
> > Wer´s glaubt.
> >
> >
> > Ich nicht!
> > Die liberalen B! sind ja schon in der Neuen DB und der Rest ....
> >
> >
> > Mit freundlichen Grüßen
> >
> >
> >
> > Günter Frhr.v.Gravenreuth
> > (einfacher Philster der
> > KBStV Rhaetia)
> > http://www.rhaetia.de
> > http://www.gravenreuth.de
>
> <ironie>
> ich bin ja so froh dass hier nicht alle Burschenschaften, der
> Deutschen Burschenschaft, ueber einen Kamm geschoren werden.
> </ironie>
>
> Selbst die NDB waere fuer uns keine Alternative. Nur fakultativ
> schlagende Buender


wie? hat die DB auf einmal das fechtprinzip eingeführt? :))

Sascha Strasser

unread,
Jun 28, 2001, 4:32:42 AM6/28/01
to

"Cornelius Engelhardt" <cornelius....@stud.uni-muenchen.de>
schrieb im Newsbeitrag news:3B3AD25F...@stud.uni-muenchen.de...

>wie? hat die DB auf einmal das fechtprinzip eingeführt? :))

Das "Mensurprinzip" wurde 1971 durch den historischen Kompromiss
abgeschafft. Somit gibt es wie auch fakultativ wie auch
pflichtschlagende Burschenschaften.

Davon war keinesfalls die Rede. Ich habe lediglich geschrieben, das es
in der NDB meines Wissens keine pflichtschlagenden Burschenschaften
gibt.

Wir sind ein pflichtschlagender Bund und legen entsprechend Wert auf
das akademische Fechten.

Gruß

Cornelius Engelhardt

unread,
Jun 28, 2001, 4:55:21 AM6/28/01
to


finde ich klasse! dann bist du bei dem thema auf einer lline mit ALLEN
corps des kscv (allgemeines fechtprinzip). jetzt mal eine ernstgemeinte
frage: warum wurde das fechtprinzip abgeschafft und gab es auch
burschenschaften, die deshalb austraten? (ich glaube, wenn der kscv das
fechtprinzip abschaffen würde, würden eine menge corps austreten)

Klaus Samtleben

unread,
Jun 28, 2001, 5:08:28 AM6/28/01
to
Moin!


>finde ich klasse! dann bist du bei dem thema auf einer lline mit ALLEN
>corps des kscv (allgemeines fechtprinzip). jetzt mal eine ernstgemeinte
>frage: warum wurde das fechtprinzip abgeschafft und gab es auch
>burschenschaften, die deshalb austraten? (ich glaube, wenn der kscv das
>fechtprinzip abschaffen würde, würden eine menge corps austreten)


Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, dieser "historische Kompromiß"
beinhaltet eben die Aufgabe des Fechtprinzips (dahingehend, daß das fakultative
Fechten und ein entsprechender Paukbetrieb bei jedem Bund immer noch ein Minimum
ist) und der Aufnahme der österreichischen Bünde in die DB.
Ausgetreten sind deswegen sicherlich auch einige Bünde. Ich denke da z.B. an
einige Burschenschaften des Süddeutschen Kartells, welches ja pflichtschlagend
ist. Ich kann das allerdings auch nicht mit Bestimmtheit sagen, die genaue
Motivation ist mir ebenfalls nicht bekannt.


Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!


B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald

Matthias Mühlich

unread,
Jun 28, 2001, 6:01:45 AM6/28/01
to
Hallo!

> > >wie? hat die DB auf einmal das fechtprinzip eingeführt? :))

Hinsichtlich des Fechtens gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen
DB und NDB. In der DB ist die Mehrzahl der Bünde pflichtschlagend; auch
die fakultativ schlagenden Bünde sind satzungsgemäß verpflichtet, alle
ihre Mitglieder bis zur Mensurreife einzupauken.

Das läßt sich zwar nicht kontrollieren, unterscheidet sich - rein formal
gesehen - noch deutlich von dem NDB-Ansatz, der es auch toleriert, wenn
in einem Bund noch niemals jemand einen Schläger überhaupt angefaßt hat.

Die Realität entspricht diesem auch: in der NDB gibt es m.W. nur einen
pflichtschlagenden Bund und die Fechterei hat bei vielen Bünden einen
sehr geringen Stellenwert.

(Zu meiner persönlichen Haltung: ich lege auf das pflichtschlagende
Prinzip im eigenen Bund großen Wert, habe selbst auch mehr als notwendig
gefochten, kann aber ganz gut damit leben, daß es im Dachverband auch
fakultativ schlagende Bünde gibt, denn der Burschenschafter definiert
sich mMn in erster Linie über sein Bekenntnis zu und Einsatz für
"Ehre-Freiheit-Vaterland" und nicht über die Fechterei. Anders
formuliert: jemand, der z.B. (hochschul)politisch aktiv ist und
anständig studiert, ist mir lieber als jemand mit 10 Partien).

> jetzt mal eine ernstgemeinte
> frage: warum wurde das fechtprinzip abgeschafft

In den nach-68er-Jahren gab es allgemein große Diskussionen in
sämtlichen schlagenden Verbindungen, u.a. über die Fechterei. In manchen
Dachverbände gab es Absplitterungen (z.B. bei den Turnern), bei der DB
bot es sich jedoch an, einen Ausgleich zwischen den Interessen der
beiden Flügel zu finden (man kann evtl. auch sagen Kuhhandel):
Möglichkeit zum Eintritt österreichischer Bünde (bis zu einen gewissen
Stichtag durch einfache Erklärung) gegen Aufgabe des pflichtschlagenden
Prinzips auf Dachverbandsebene.

> und gab es auch
> burschenschaften, die deshalb austraten?

Ja, Süddeutsches Kartell (SK). Wer sonst noch, weiß ich nicht. War nicht
dabei und kenne die Geschichten nur aus Erzählungen und Chroniken.

> (ich glaube, wenn der kscv das
> fechtprinzip abschaffen würde, würden eine menge corps austreten)

Klar, aber man muß dies alles im zeitlichen Kontext sehen. Hier: 68er-Bewegung.

Hoffe, geholfen zu haben.
MM.

Cornelius Engelhardt

unread,
Jun 28, 2001, 5:59:36 AM6/28/01
to
danke für die info!

Christian Köppl

unread,
Jun 28, 2001, 9:16:22 AM6/28/01
to
"Sascha Strasser" <saschas...@web.de> schrieb:
>Nur fakultativ schlagende Buender


Frankonia Gießen bildet eine Ausnahme, die haben eine Pflichtpartie.


Christian Köppl
Akad. B! Markomannia Wien zu Passau

Paul Dziurzyk

unread,
Jun 28, 2001, 9:51:12 AM6/28/01
to
Moin

Matthias Mühlich schrieb:

> Hallo!
>
> > > >wie? hat die DB auf einmal das fechtprinzip eingeführt? :))
>
> Hinsichtlich des Fechtens gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen
> DB und NDB. In der DB ist die Mehrzahl der Bünde pflichtschlagend; auch
> die fakultativ schlagenden Bünde sind satzungsgemäß verpflichtet, alle
> ihre Mitglieder bis zur Mensurreife einzupauken.
>
> Das läßt sich zwar nicht kontrollieren, unterscheidet sich - rein formal
> gesehen - noch deutlich von dem NDB-Ansatz, der es auch toleriert, wenn
> in einem Bund noch niemals jemand einen Schläger überhaupt angefaßt hat.

Also langsam wirds lächerlich...
Aus der Satzung der NDB:
(2) Hinsichtlich des studentischen Fechtens ist jede Mitgliedsburschenschaft
verpflichtet, einen geregelten Paukbetrieb zu unterhalten und ihre künftigen
Mitglieder zu verpflichten, das studentische Fechten bis zur Mensurreife zu
erlernen.

> Die Realität entspricht diesem auch: in der NDB gibt es m.W. nur einen
> pflichtschlagenden Bund und die Fechterei hat bei vielen Bünden einen
> sehr geringen Stellenwert.

Das glaube ich nicht, und falls doch, dann kann es für die DB genauso zutreffen,
auch wenn sie mehr pflichtschlagende Bünde hat.

Cya Paul A! xx

Matthias Mühlich

unread,
Jun 28, 2001, 11:34:50 AM6/28/01
to
Hallo!

> Aus der Satzung der NDB:
> (2) Hinsichtlich des studentischen Fechtens ist jede Mitgliedsburschenschaft
> verpflichtet, einen geregelten Paukbetrieb zu unterhalten und ihre künftigen
> Mitglieder zu verpflichten, das studentische Fechten bis zur Mensurreife zu
> erlernen.

Und wie sieht die Realität aus? Ich habe immer wieder übereinstimmend
von DB-Burschenschaftern [1], die vor Ort auch NDB-"Konkurrenz" hatten,
gehört, daß die ortsansässigen NDB-Burschenschaften etwa alle Jubeljahre
mal eine Partie stellen. Dies gilt u.a. für Darmstadt, mit drei
NDB-Bünden ja NDB-Hochburg.

Gruß,
MM

Anmerkung [1]: Klar, aus DB-Munde muß das nicht objektiv sein, ich lasse
mich gerne eines besseren belehren, aber angesichts der
übereinstimmenden Schilderungen bin ich mir doch recht sicher. Außerdem
spricht es doch für sich, daß in der DB die deutliche Mehrzahl der Bünde
pflichtschlagend ist und in der NDB nur ein Bund (stimmt da meine
Information, Paul?). Das ist doch ein ganz deutliches Zeichen für einen
anderen Stellenwert.

Paul Dziurzyk

unread,
Jun 28, 2001, 12:08:11 PM6/28/01
to
Hi,

Matthias Mühlich schrieb:

>
> Und wie sieht die Realität aus? Ich habe immer wieder übereinstimmend
> von DB-Burschenschaftern [1], die vor Ort auch NDB-"Konkurrenz" hatten,
> gehört, daß die ortsansässigen NDB-Burschenschaften etwa alle Jubeljahre
> mal eine Partie stellen.

Naja, wenn man fakultativ schlagend ist, hat man ja keinen "Zwang" eine Partie zu
schlagen, so dass es nicht ganz so einfach ist, Bdbr² dazu zu bewegen.

> Anmerkung [1]: Klar, aus DB-Munde muß das nicht objektiv sein, ich lasse
> mich gerne eines besseren belehren, aber angesichts der
> übereinstimmenden Schilderungen bin ich mir doch recht sicher. Außerdem
> spricht es doch für sich, daß in der DB die deutliche Mehrzahl der Bünde
> pflichtschlagend ist und in der NDB nur ein Bund (stimmt da meine
> Information, Paul?). Das ist doch ein ganz deutliches Zeichen für einen
> anderen Stellenwert.

Wieviele Bünder hat die DB jetzt eigentlich noch? Viele gibt es ja nur noch auf
dem Papier, auf der DB-Homepage ist die Rede noch von 119, stimmt diese Zahl denn
noch? Wenn wirklich einr deutliche Mehrheit pflichtschlagend ist, dann müßtet ihr
doch eigentlich das Pflichtschlagen wiedereinführen können, oder?
Zurück zur NDB, es gibt tatsächlich nur eine pflichtschlagende(Alemannia Bonn),
jedoch weiß ich von anderen Bündern, dass die doch regelmäßig eine Partie stellen.

Der Zwang eine Mensur zu fechten, hat für mich nicht viel mit dem Stellenwert des
Fechtens zu tun.

Grüsse
Paul A! xx

Gerhard Killesreiter

unread,
Jun 28, 2001, 11:48:33 AM6/28/01
to
"Klaus Samtleben" <K.Sam...@web.de> writes:

Hallo!

> > Ja, die daß er aus einem Auto stieg und von einem Gast reingelassen
> > wurde. Die Frage ist aber doch: /Warum/ fuhr er zu den Danuben? War
> > das eine Idee seines Begleiters, da der sowieso da pennen wollte? Oder
> > was sonst?
>
> Nach Darstellung der Danubia sind sie wohl kaum in der Lage diese Frage für
> zwei nicht-eingeladene Gäste zu beantworten. Der Rest ist Spekulation;

Waren wirklich /beide/ nicht eingeladen? Würdest Du als Burschenschafter
einfach adH einer anderen B! gehen, um dort zu übernachten, ohne Dich
und Deine Gäste vorzustellen?

> ebenso die Mutmaßung, Danubia hätte doch ein engeres Verhältnis zu dem
> SChläger bzw. dieser zur ihr.

Es bleibt halt ein ungutes Gefühl was auch in solchen Superaktionen
wie dieser dämlichen www-Seite begründet liegt. Wer sich sowas
leistet, darf sich eigentlich auch schon fast nicht mehr beschweren.

Gruß,
Gerhard


--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>

Matthias Mühlich

unread,
Jun 28, 2001, 1:22:59 PM6/28/01
to
Hallo!

> Naja, wenn man fakultativ schlagend ist, hat man ja keinen "Zwang" eine Partie zu

> schlagen, so dass es nicht ganz so einfach ist, Bdbr2 dazu zu bewegen.

Naja, wenn das "Einpauken bis zur Mensurreife" ernstgenommen wird, dann
hat beim Erreichen dieses Zieles jeder schon etliche Stunden Training
investiert. Ich hielte es für normal, daß dann auch ein hoher Anteil die
Partie schlägt; einmal damit die ganze Plagerei nicht unsonst war und um
sich selbst zu beweisen, daß man es kann und der Anforderung einer
Mensur gewachsen ist.

Ich will gerne anerkennen, daß es besondere Schwierigkeiten für einen
mensurwilligen Bundesbruder in einem fakultativ schlagenden Bund geben
kann (weniger gute und erfahrene Fechter zum Kontrapauken, wenig
erfahrene Sekundanten, evtl gegen den Gruppenzwang neue Wege gehen
usw.), aber wenn effektiv nur alle Jubeljahre mal eine Partie
herauskommt, dann frage ich mich, wieviel das Bekenntnis zum
akademischen Fechten wert ist, das ja anscheinend auch in der
NDB-Satzung noch in einer Form vorhanden ist, die ich so nicht erwartet
hätte. Nicht erwartet, weil das Bild, das die NDB vermittelt, ein
anderes ist. Kann man den Wert der Mensur als charakterfestigendes
Element (Bewährung in einer Situation höchster physischer und
psychischer Belastung) schätzen und fördern wollen, wenn es niemand
gemacht hat?

> Wieviele Bünder hat die DB jetzt eigentlich noch?

Auf der DB-Homepage ist eine Mitgliederliste; auswendig weiß ich die
Zahl auch nicht. In letzter Zeit ist die Mitgliederzahl jedoch eher
gestiegen, u.a. wegen der Aufnahme von FH-Burschenschaften.

> Viele gibt es ja nur noch auf dem Papier,

Eine gute Handvoll Bünde dürfte vertagt sein; sooo viele sind das auch
wieder nicht.

> Wenn wirklich einr deutliche Mehrheit pflichtschlagend ist, dann müßtet ihr
> doch eigentlich das Pflichtschlagen wiedereinführen können, oder?

Denkfehler. Zum einen braucht man eine Dreiviertelmehrheit (wg.
satzungsändernd; das wurde bisher immer knapp verfehlt) und zum anderen
sind "eigener Bund pflichtschlagend" und "Dachverband pflichtschlagend"
zwei verschiedene Dinge. Ich würde mich z.B. intensiv dagegen wehren
wollen, wenn jemand in meiner Burschenschaft das pflichtschlagende
Prinzip abschaffen wollte. Aber mit einem fakultativ schlagenden
Dachverband kann ich recht gut leben; auch unter den fakultativ
schlagenden Bünden gibt es sehr ordentliche. Ein Bekenntnis zu
"Ehre-Freiheit-Vaterland" setzt mMn das Fechten nicht zwingend voraus.
Ich muß ja nicht jedem meinen Weg zum Glück als das einzig Wahre
aufzwingen wollen - ich bin doch nicht in der BG. ;-)

> Der Zwang eine Mensur zu fechten, hat für mich nicht viel mit dem Stellenwert des
> Fechtens zu tun.

Theoretisch ja, aber in der Praxis wird man nur dann das Fechten
schätzen und bewahren können, wenn man es aus eigener Erfahrung kennt.
Und zwar nicht das Training, sondern die Mensur selbst.

Gruß,
MM

Klaus Samtleben

unread,
Jun 28, 2001, 1:38:33 PM6/28/01
to
Moin!

> Waren wirklich /beide/ nicht eingeladen? Würdest Du als Burschenschafter
> einfach adH einer anderen B! gehen, um dort zu übernachten, ohne Dich
> und Deine Gäste vorzustellen?

Wenn ich irgendwann auf einmal ein echtes Unterkunftsproblem hätte? Ja!

Ansonsten habe ich jetzt genug der Spekulationen wie "Waren wirklich ...?"
oder "Würdest Du ...?". Es dreht sich hier nicht um Meinungen oder
Auffassungen, sondern es dreht sich konkret darum, ob die Danubia einen
Schläger versteckt hat oder nicht! Und das ist bislang nicht zu belegen bzw.
bisher hat es niemand getan oder geschafft!

Klaus Samtleben

unread,
Jun 28, 2001, 2:28:44 PM6/28/01
to
Moin!

> Also langsam wirds lächerlich...
> Aus der Satzung der NDB:
> (2) Hinsichtlich des studentischen Fechtens ist jede
Mitgliedsburschenschaft
> verpflichtet, einen geregelten Paukbetrieb zu unterhalten und ihre
künftigen
> Mitglieder zu verpflichten, das studentische Fechten bis zur Mensurreife
zu
> erlernen.

Und wie ist es mit der Geschichte um den Auschluß der Berliner
Burschenschaft Obotritia? Diese hat doch ihr Paukzeug abgegeben mit dem
Hinweis, sie bräuchte es nicht mehr?!

Auch weiß ich nicht, ob man es überhaupt noch als "studentisches Fechten"
ansehen kann, wenn eine Burschenschaft feststellt: "Das Schlagen von
Mensuren lehnt die Burschenschaft Markomannia ab.". Das ist dann maximal
Sportfechten, wenn auch mit etwas anderen Regeln, aber kein akademisches
Fechten mehr!

Insofern sehe ich den Terminus "bis zur Mensurreife" als eine sehr starke
Einschränkung des akademischen Fechtens, als dessen Konsequenz man den
einzelnen Mitgliedsbünden auch eine andere Sportart auferlegen könnte.

Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!

B! Teutonia Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald


Paul Dziurzyk

unread,
Jun 28, 2001, 5:03:54 PM6/28/01
to
Hi,

Matthias Mühlich schrieb:

> Hallo!
>
> > Naja, wenn man fakultativ schlagend ist, hat man ja keinen "Zwang" eine Partie zu
> > schlagen, so dass es nicht ganz so einfach ist, Bdbr2 dazu zu bewegen.
>
> Naja, wenn das "Einpauken bis zur Mensurreife" ernstgenommen wird, dann
> hat beim Erreichen dieses Zieles jeder schon etliche Stunden Training
> investiert. Ich hielte es für normal, daß dann auch ein hoher Anteil die
> Partie schlägt; einmal damit die ganze Plagerei nicht unsonst war und um
> sich selbst zu beweisen, daß man es kann und der Anforderung einer
> Mensur gewachsen ist.

Tja, ich weiß nicht, ich könnte mir vorstellen, dass wenn du in einem fakultativ
schlagendem Bund wärst, es dir vielleicht paar mal überlegen würdest, bevor du eine
Mensur schlägst.

> Ich will gerne anerkennen, daß es besondere Schwierigkeiten für einen
> mensurwilligen Bundesbruder in einem fakultativ schlagenden Bund geben
> kann (weniger gute und erfahrene Fechter zum Kontrapauken, wenig
> erfahrene Sekundanten, evtl gegen den Gruppenzwang neue Wege gehen
> usw.),

Das dürfte zumindest in meinem Bund kein Problem sein, wir haben noch paar
waffenehrliche Bdbr.², einpauken kann man sich auch bei befreundeten Korporationen, und
der Fechtmeister ist gerade bei fak.schl. Bünden bereit öfters mal ne Stunde
einzulegen.

> aber wenn effektiv nur alle Jubeljahre mal eine Partie
> herauskommt, dann frage ich mich, wieviel das Bekenntnis zum
> akademischen Fechten wert ist, das ja anscheinend auch in der
> NDB-Satzung noch in einer Form vorhanden ist, die ich so nicht erwartet
> hätte. Nicht erwartet, weil das Bild, das die NDB vermittelt, ein
> anderes ist.

Welches Bild vermittelt denn die NDB?

> Kann man den Wert der Mensur als charakterfestigendes
> Element (Bewährung in einer Situation höchster physischer und
> psychischer Belastung) schätzen und fördern wollen, wenn es niemand
> gemacht hat?

Charkterfestigend? In welcher Hinsicht, kannst du es bitte mal erklären?

> > Wenn wirklich einr deutliche Mehrheit pflichtschlagend ist, dann müßtet ihr
> > doch eigentlich das Pflichtschlagen wiedereinführen können, oder?
>
> Denkfehler. Zum einen braucht man eine Dreiviertelmehrheit (wg.
> satzungsändernd; das wurde bisher immer knapp verfehlt) und zum anderen
> sind "eigener Bund pflichtschlagend" und "Dachverband pflichtschlagend"
> zwei verschiedene Dinge. Ich würde mich z.B. intensiv dagegen wehren
> wollen, wenn jemand in meiner Burschenschaft das pflichtschlagende
> Prinzip abschaffen wollte. Aber mit einem fakultativ schlagenden
> Dachverband kann ich recht gut leben; auch unter den fakultativ
> schlagenden Bünden gibt es sehr ordentliche. Ein Bekenntnis zu
> "Ehre-Freiheit-Vaterland" setzt mMn das Fechten nicht zwingend voraus.
> Ich muß ja nicht jedem meinen Weg zum Glück als das einzig Wahre
> aufzwingen wollen - ich bin doch nicht in der BG. ;-)

Ok, gebe ich dir recht.

> > Der Zwang eine Mensur zu fechten, hat für mich nicht viel mit dem Stellenwert des
> > Fechtens zu tun.
>
> Theoretisch ja, aber in der Praxis wird man nur dann das Fechten
> schätzen und bewahren können, wenn man es aus eigener Erfahrung kennt.
> Und zwar nicht das Training, sondern die Mensur selbst.

Das könnte auch stimmen.

Cya Paul A! xx

Paul Dziurzyk

unread,
Jun 28, 2001, 5:08:39 PM6/28/01
to
Hi,

Klaus Samtleben schrieb:

> Und wie ist es mit der Geschichte um den Auschluß der Berliner
> Burschenschaft Obotritia? Diese hat doch ihr Paukzeug abgegeben mit dem
> Hinweis, sie bräuchte es nicht mehr?!

Ausschluß?!?!, das ist mir allerdings neu, beim BT in Berlin, waren sie noch
da...

> Auch weiß ich nicht, ob man es überhaupt noch als "studentisches Fechten"
> ansehen kann, wenn eine Burschenschaft feststellt: "Das Schlagen von
> Mensuren lehnt die Burschenschaft Markomannia ab.". Das ist dann maximal
> Sportfechten, wenn auch mit etwas anderen Regeln, aber kein akademisches
> Fechten mehr!

Naja, find ich so auch nicht in Ordnung, ich weiß allerdings nicht, ob die es
jetzt generell verbieten oder es, wenn es jemand möchte, zulassen. Wäre mal
interessant zu wissen.

> Insofern sehe ich den Terminus "bis zur Mensurreife" als eine sehr starke
> Einschränkung des akademischen Fechtens, als dessen Konsequenz man den
> einzelnen Mitgliedsbünden auch eine andere Sportart auferlegen könnte.

Bei manchen Bünden könnte das durchaus stimmen, allerdings nicht bei allen.

Gruß
Paul A! xx
DB! Alemannia zu Aachen

Sascha Strasser

unread,
Jun 29, 2001, 3:34:44 AM6/29/01
to

"Christian Köppl" <chri...@koeppl.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3b3b2e26$1...@netnews.web.de...

>
> Frankonia Gießen bildet eine Ausnahme, die haben eine Pflichtpartie.
>

Ich lasse mich gern berichtigen. Aber wenn man sich die Mitgliederzahl
betrachtet, so ueberwiegen die fakultativ schlagenden B!B! deutlich.
Von denen haben einige, wie schon von anderen Korporierten berichtet,
dass fechten aufgegeben bzw.stellen sehr selten mal eine Partie.

Klaus Samtleben

unread,
Jun 29, 2001, 4:31:45 AM6/29/01
to
Moin!


>> Und wie ist es mit der Geschichte um den Auschluß der Berliner
>> Burschenschaft Obotritia? Diese hat doch ihr Paukzeug abgegeben mit dem
>> Hinweis, sie bräuchte es nicht mehr?!
>
>Ausschluß?!?!, das ist mir allerdings neu, beim BT in Berlin, waren sie noch
>da...


Entschuldigung, ich meinte natürlich die Geschichte um den damaligen Ausschluß
aus der DB. Aber eigentlich wollte ich vielmehr wissen, ob sich ihre Einstellung
mittlerweile eventuell geändert hat?


>Naja, find ich so auch nicht in Ordnung, ich weiß allerdings nicht, ob die es
>jetzt generell verbieten oder es, wenn es jemand möchte, zulassen. Wäre mal
>interessant zu wissen.


Wenn eine Burschenschaft sagt, sie lehnt die Austragung der Mensur ab, dann
braucht es wohl kaum noch Verbote. Wenn jemand "richtig" fechten will, dann wird
er wohl kaum in einem solchen Bund aktiv.


>> Insofern sehe ich den Terminus "bis zur Mensurreife" als eine sehr starke
>> Einschränkung des akademischen Fechtens, als dessen Konsequenz man den
>> einzelnen Mitgliedsbünden auch eine andere Sportart auferlegen könnte.
>
>Bei manchen Bünden könnte das durchaus stimmen, allerdings nicht bei allen.


Bei denen liegt es aber am freien Willen; der Dachverband bewirkt da wenig, wie
man an den genannten Beispielen sieht.


Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!


B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald

Matthias Mühlich

unread,
Jun 29, 2001, 5:16:03 AM6/29/01
to
Hallo!

> > Waren wirklich /beide/ nicht eingeladen? Würdest Du als Burschenschafter
> > einfach adH einer anderen B! gehen, um dort zu übernachten, ohne Dich
> > und Deine Gäste vorzustellen?
>
> Wenn ich irgendwann auf einmal ein echtes Unterkunftsproblem hätte? Ja!

zum Übernachten vorbeischauen auch ohne Anmeldung: im /Notfall/ ja.
zum Vorstellen meiner Person und ggf. Gäste: /das/ ist doch
selbstverständlich! Außerdem werden die Gastgeber doch sicher
nachfragen, bevor sie jemanden übernachten lassen. Falls der Skinhead
wirklich unbekannt war, muß zumindest die zweite Person, offensichtlich
(leider) Burschenschafter, für ihn gebürgt haben. :-( (gibt es auch ein
Emotikon für: ich finde die Sache zum K*tz*n?)

> Ansonsten habe ich jetzt genug der Spekulationen wie "Waren wirklich ...?"
> oder "Würdest Du ...?". Es dreht sich hier nicht um Meinungen oder
> Auffassungen, sondern es dreht sich konkret darum, ob die Danubia einen
> Schläger versteckt hat oder nicht! Und das ist bislang nicht zu belegen bzw.
> bisher hat es niemand getan oder geschafft!

Tut mir leid, Dich hier korrigieren zu müssen, aber mir geht es wirklich
nicht darum zu belegen, daß Danubia einen Schläger versteckt hat (für
Gerhard dürfte das selbe gelten). Ich weiß nicht, wieviel sie über den
Kerl wußten. Ich weiß aber, daß /ich/ ihnen bestimmt nichts werde
nachweisen können und vermutlich auch sonst niemand. Folglich gilt, daß
man Danubia /deshalb/ nicht belangen kann, weder strafrechtlich noch
dachverbandsintern. In dubio pro reo.

Aaaaber: folgende Fragen haben mir bisher weder Danubia, Du oder die
Herren Sickl und Rosenau beantworten können:

* wie kann es sein, daß jemand von Teutonia Prag direkt nach einem
Skinhead-Überfall mit dem Haupttäter zusammen irgendwo auftaucht.
Wieviel Kontakt besteht zwischen Burschenschaften des rechten Flügels
und gewalttätigen Skinheads? /Das/ hätte ich mir nämlich - im Gegensatz
zur NPD-Nähe mancher Burschenschafter - nie vorstellen können.

* warum dient das Haus der Danubia als Anlaufstelle für Personen des
rechtsextremistischen Umfelds? "Sind halt als Gäste bei einer
Veranstaltung aufgetaucht" ist mir zumindest dann nicht ausreichend,
wenn sie dort auch übernachtet haben. Aus eigener Erfahrung weiß ich,
daß man bei größeren Veranstaltungen mit Gästen (vor allem Partys),
unbedingt /vorher/ einen Schlafplatz reservieren muß und diese i.a.R.
Mangelware sind.

* warum die plötzliche radikale Änderung bei den Internet-Heimatseiten
der Burschenschaften Teutonia Regensburg und Danubia München? Die neue
Darstellung erscheint vielfach nicht glaubwürdig und wichtige Details
werden verschwiegen. Wenn z.B. Danubia in der Pressemitteilung betont,
daß derjenige, der den Skinhead mitgebracht hatte, kein Bundesbruder
war; es tatsächlich, wie man hört, ein Regensburger Teutone (d.h.
VERBANDSbruder) war, dann macht das die Sache keineswegs besser. Formal
richtig, aber den kleinen Unterschied kennt die Presse nicht. Falls der
radikalen Wandlung auch ein radikaler Schnitt in den beteiligten Bünde
zugrunde liegt -- ok. Aber so erinnert das eher an die "brutalstmögliche
Aufklärung" (d.h. Vertuschung) eines gewissen Ministerpräsidenten meines
Bundeslandes (der ansonsten jedoch gar nicht mal schlechte Politik macht).

Gruß,
MM Z!Z! (Frankfurt-Leipziger B! Arminia)

Matthias Mühlich

unread,
Jun 29, 2001, 5:39:35 AM6/29/01
to
Hallo!

[fechterisches Erscheinungsbild der NDB]


> Welches Bild vermittelt denn die NDB?

Eben dieses, daß das Fechten bei vielen NDB-Verbindungen praktisch nur
noch auf dem Papier steht. So z.B. für die Darmstädter NDB-Bünde. Mir
ist nicht bekannt, daß von der Aktivitas oder den jüngeren AH (d.h.
meine Generation) unseres Darmstädter Freundschaftsbundes (Alte
Darmstädter B! Germania) jemand in den letzten Jahren gegen einen der
drei (!) Darmstädter NDB-Bünde gefochten hat.

> > Kann man den Wert der Mensur als charakterfestigendes
> > Element (Bewährung in einer Situation höchster physischer und
> > psychischer Belastung) schätzen und fördern wollen, wenn es niemand
> > gemacht hat?
>
> Charkterfestigend? In welcher Hinsicht, kannst du es bitte mal erklären?

wie geschrieben: Lernen, eine Situation höchster physischer und
psychischer Belastung zu meistern. Wenn bei irgendwelchen
Outdoor-Seminaren irgendwelche Abteilungen großer Firmen für viel Geld
angeleint über 6 Meter hohe Baumstämme balancieren und das als tolle
Erfahrung der eigenen Grenzen und Leistungsfähigkeit verkaufen, dann
kann ich innerlich nur grinsen. Wer angeleint in ein paar Metern Höhe
herumturnt, der kann vielleicht eine Anspannung empfinden, aber wenn
einem bei der Mensur jemand mit einen langen, scharfen Klinge
gegenübersteht, dann sind eigener Einsatz, Risiko und Anspannung doch
weit höher.

Matthias Mühlich

unread,
Jun 29, 2001, 5:50:45 AM6/29/01
to
Hallo!

> > "Das Schlagen von Mensuren lehnt die Burschenschaft Markomannia ab.".

Wie paßt das mit dem von Dir zitierten

<ZITAT>


Aus der Satzung der NDB:
(2) Hinsichtlich des studentischen Fechtens ist jede Mitgliedsburschenschaft
verpflichtet, einen geregelten Paukbetrieb zu unterhalten und ihre künftigen
Mitglieder zu verpflichten, das studentische Fechten bis zur Mensurreife zu
erlernen.

</ZITAT>

zusammen? Klar, formal schon: es kann /jeder/ bis zur Mensurreife pauken
und dennoch /niemand/ eine Mensur schlagen. Aber sei mal ehrlich:
Glaubst Du das? Wer die Mensur ablehnt, wird auch das Pauken als
unnützen Zeitaufwand betrachten.

Eine Burschenschaft, die das Schlagen von Mensuren /ablehnt/
(wohlgemerkt: ablehnt und nicht etwa freistellt), ist nach meiner
Einschätzung nichtschlagend und nicht etwa fakultativ schlagend.

Das ganze scheint mir eine Bestätigung der These zu sein, daß derjenige,
der die Mensur nicht selbst durchgestanden hat, ihren Wert nicht wird
schätzen können.

Gruß,
MM

Lothar Müller

unread,
Jun 29, 2001, 6:13:08 AM6/29/01
to
Auch der Kösener hat damals einige Corps verloren !! (Palatia Bonn, Suevia
Tübingen)

Lothar Müller

Cornelius Engelhardt schrieb:

Wolfram Hutsteiner

unread,
Jun 29, 2001, 6:48:54 AM6/29/01
to

Paul Dziurzyk schrieb in Nachricht
<3B3B566A...@kawo2.rwth-aachen.de>...

>Zurück zur NDB, es gibt tatsächlich nur eine >pflichtschlagende(Alemannia
Bonn),
>jedoch weiß ich von anderen Bündern, dass die doch >regelmäßig eine Partie
stellen.

Alemannia Bonn ist nicht pflichtschlagend, jedoch hat die weit überwiegende
Zahl der Alemannen zumindest eine Partie geschlagen.

MfG,
Wolfram


Wolfram Hutsteiner

unread,
Jun 29, 2001, 6:52:54 AM6/29/01
to

Lothar Müller schrieb in Nachricht <3B3C54B4...@darmstadt.gmd.de>...

>Auch der Kösener hat damals einige Corps verloren !! (Palatia Bonn, Suevia
>Tübingen)
>

um die Bonner Pfälzer ist es nicht wirklich schade, die sind nun lediglich
pflichtdegenerierend;-)


Matthias Mühlich

unread,
Jun 29, 2001, 7:04:23 AM6/29/01
to
Hallo!

> >Auch der Kösener hat damals einige Corps verloren !! (Palatia Bonn, Suevia
> >Tübingen)
> >
>
> um die Bonner Pfälzer ist es nicht wirklich schade, die sind nun lediglich
> pflichtdegenerierend;-)

Kann man so einfach zum weißen Corps werden? ;-)

Christian Köppl

unread,
Jun 29, 2001, 7:31:14 AM6/29/01
to
"Sascha Strasser" <saschas...@web.de> schrieb:

>Aber wenn man sich die Mitgliederzahl
>betrachtet, so ueberwiegen die fakultativ schlagenden B!B! >deutlich.


20:1


>Von denen haben einige, wie schon von anderen Korporierten >berichtet,das

Fechten aufgegeben bzw.stellen sehr selten mal >eine Partie.


Das zog ich nicht in Zweifel, dem ist so. Ich versuche bestimmt nicht die NDB in
Schutz zu nehmen und waffenstudentisch in einem besseren Licht stehen zu lassen.
Ich bin doch ein böser BG-Burschenschafter (mit anderer Vergangenheit allerdings).
d;)//


Christian Köppl
akad. B! Markomannia Wien zu Passau

Gerhard Killesreiter

unread,
Jun 29, 2001, 6:47:46 AM6/29/01
to
Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> writes:

Hallo!

> zugrunde liegt -- ok. Aber so erinnert das eher an die "brutalstmögliche
> Aufklärung" (d.h. Vertuschung) eines gewissen Ministerpräsidenten meines
> Bundeslandes (der ansonsten jedoch gar nicht mal schlechte Politik macht).

Danke, daß Du das noch mal so schön zusammengefaßt hast.

Gruß,
Gerhard

--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>

Ich bin solidarisiert mit denen, zum Zeichen meiner Solidarität zu
Afrika, den schwarzen allgemein habe ich schon seit meinem 14.
Lebensjahr Dreadlocks. (Nils Ritter in das.antifa)

Christian Köppl

unread,
Jun 29, 2001, 8:46:38 AM6/29/01
to
Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> schrieb:


>Naja, wenn das "Einpauken bis zur Mensurreife" ernstgenommen
>wird


Tja, wenn...


>dann hat beim Erreichen dieses Zieles jeder schon etliche >Stunden Training
investiert. Ich hielte es für normal, daß >dann auch ein hoher Anteil die

>Partie schlägt; einmal damit die ganze Plagerei nicht >umsonst war und um


>sich selbst zu beweisen, daß man es kann und der Anforderung >einer Mensur
gewachsen ist.


Es gibt immer Leute, die zwar nicht faul genug zum Nichtschlagen sind und
fleißig pauken, um ihre Fechtprüfung o.Ä. zu bestehen, wohl aber zu feige.


>Ich will gerne anerkennen, daß es besondere Schwierigkeiten >für einen
mensurwilligen Bundesbruder in einem fakultativ >schlagenden Bund geben kann
(weniger gute und erfahrene >Fechter zum Kontrapauken, wenig erfahrene

Sekundanten, evtl.
>gegen den Gruppenzwang neue Wege gehen usw.).


Genauso kann es sein, denn ist die Seuche erst ´mal drin, wird man sie so
schnell nicht wieder los.


>Aber wenn effektiv nur alle Jubeljahre mal eine Partie


>herauskommt, dann frage ich mich, wieviel das Bekenntnis zum

>akademischen Fechten wert ist.


Eigentlich ist es dann nur ein lästiger Klotz am Bein, der einen, der nicht
gefochten hat, an seine verbindungsstudentische Zweitklassigkeit (aus
waffenstudentischer Sicht) erinnert.


>auch unter den fakultativ
>schlagenden Bünden gibt es sehr ordentliche.


Das stimmt, aber wenn es sehr ordentliche darunter gibt, dann gibt es auch jede
Menge nicht sehr ordentliche darunter und einige Popelbünde auch, die was von
Ersatzmensuren mit der Paukklinge gegen den Fechtmeister erzählen. Wobei das
eigentlich ja schon wirklich steil ist, im Gegensatz zu Bünden wo der Keller voll
besten Paukzeugs ist, das aber schon seit Jahren keine Gebrauchsspuren davonträgt.
..


> Ein Bekenntnis zu "Ehre-Freiheit-Vaterland" setzt mMn
> das Fechten nicht zwingend voraus.


Die Burschenschaft sagt immer, daß sie zwar auch eine Verbindung ist, aber eben
mehr als das. Daher stimmt es, daß das Bekenntnis zu "Ehre-Freiheit-Vaterland"
das Fechten nicht zwingend voraussetzt. Das Bekenntnis setzt aber auch nicht die
Mitgliedschaft in einer Verbindung voraus; es setzt ja noch nicht einmal voraus,
daß man Student ist oder war. Ebensowenig wie etwa ein Leben nach christlichen
Werten zwangsläufig eine Zugehörigkeit zu einer Kirche verlangt.
Daher kann ich doch wenn ich Mitglied einer Verbindung sein will, die unter
Waffenstudenten ernstgenommen wird, und von solchen als Gleicher unter Gleichen
akzeptiert sein will, nicht nur ein bißchen Waffenstudent spielen. Und in dieser
Hinsicht muß es auf Dachverbandsebene einen Grundkonsens Aller geben.


>Ich muß ja nicht jedem meinen Weg zum Glück als das einzig >Wahre aufzwingen
wollen - ich bin doch nicht in der BG. ;-)


Andere Bünde, die sich zu sehr von pseudoliberalem Gedankengut haben
vereinnahmen lassen, sind mir egal. Keiner will sie zu ihrem Glück zwingen. Aber
der Dachverband könnte gewinnen.
Das gemeinsame konsequente Bekenntnis zum Waffenstudententum kann wie auch im
eigenen Bunde verbindend wirken. Ich bin auch der Überzeugung, daß die DB, wäre
sie in der Frage der Pflichtpartie hart geblieben, weit weniger Bünde als die ca.
30 Ausgetretenen verloren hätte.
Auch ich bin kein großer Fan des Fechtens, aber die Burschenschaft ist durchweg
liberal im eigentlichen Wortsinne. Dabei befindet sie sich aber schnell auf einer
Gratwanderung zwischen Liberalität und Beliebigkeit. Und beliebig sein, will wohl
keiner. Also gilt es gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und ich habe
bislang kein besseres als die Mensur kennengelernt.

Christian Köppl
Akad. B! Markomannia Wien zu Passau

Christian Köppl

unread,
Jun 29, 2001, 9:12:09 AM6/29/01
to
Klaus Samtleben <K.Sam...@web.de> schrieb:


>Bei denen liegt es aber am freien Willen; der Dachverband >bewirkt da wenig,
wie man an den genannten Beispielen sieht.


Um einen ehemaligen Bundesbruder und Freund zu zitieren:
"Es gibt nur zwei Grund keine Mansur zu schlagen, entweder man ist zu faul oder
man ist zu feige."


Und dies ist, abgesehen von den seltenen Fällen, daß ein Gebrechen die Mensur
verhindert, wohl wahr. Jetzt wird wahrscheinlich Widerspruch von den ganzen
Leuten kommen, die das Fechten (angeblich) nicht mit ihrem christlichen Glauben
vereinbaren können. Einzig, derjenige, der die Mensur nicht selbst erlebt hat,
kann sie nicht verstehen, ihren Wert nicht schätzen. Wer die Dimensionen einer
Sache nicht erfasst hat, kann etwas nicht an moralischen, ethischen und sonstigen
Maßstäben messen.


Chritian Köppl


Akad. B! Markomannia Wien zu Passau

Wolfram Hutsteiner

unread,
Jun 29, 2001, 9:45:27 AM6/29/01
to

Matthias Mühlich schrieb in Nachricht
<3B3C60B6...@iap.uni-frankfurt.de>...

>
>Kann man so einfach zum weißen Corps werden? ;-)

naja, weiß-grün...
...und das Fechten finden die Jungs (wenn man denn bei ihnen hineingelassen
wird und auch mal zwischen Sektkübel- und Gießkannenjungen Luft holen darf
und mit ihnen redet) ganz furchtbar dumm.
Bei C! Palatia Bonn kann man also mit Fug und Recht laut singen : "Ihr seid
nur ein Karnevalsverein, Karnevalsverein,..."

MfG,
Wolfram


Cornelius Engelhardt

unread,
Jun 29, 2001, 10:48:42 AM6/29/01
to

Lothar Müller wrote:
>
> Auch der Kösener hat damals einige Corps verloren !! (Palatia Bonn, Suevia
> Tübingen)
>
> Lothar Müller
>

aber doch, weil sie NICHT fechten wollten? irr ich ich da?

Frank Drefahl

unread,
Jun 29, 2001, 10:42:57 AM6/29/01
to
Matthias Mühlich schrieb:

>
> Hallo!
>
> [fechterisches Erscheinungsbild der NDB]
> > Welches Bild vermittelt denn die NDB?
>
> Eben dieses, daß das Fechten bei vielen NDB-Verbindungen praktisch nur
> noch auf dem Papier steht. So z.B. für die Darmstädter NDB-Bünde. Mir
> ist nicht bekannt, daß von der Aktivitas oder den jüngeren AH (d.h.
> meine Generation) unseres Darmstädter Freundschaftsbundes (Alte
> Darmstädter B! Germania) jemand in den letzten Jahren gegen einen der
> drei (!) Darmstädter NDB-Bünde gefochten hat.
>
> > > Kann man den Wert der Mensur als charakterfestigendes
> > > Element (Bewährung in einer Situation höchster physischer und
> > > psychischer Belastung) schätzen und fördern wollen, wenn es niemand
> > > gemacht hat?
> >
> > Charkterfestigend? In welcher Hinsicht, kannst du es bitte mal erklären?
>
> wie geschrieben: Lernen, eine Situation höchster physischer und
> psychischer Belastung zu meistern. Wenn bei irgendwelchen
> Outdoor-Seminaren irgendwelche Abteilungen großer Firmen für viel Geld
> angeleint über 6 Meter hohe Baumstämme balancieren und das als tolle
> Erfahrung der eigenen Grenzen und Leistungsfähigkeit verkaufen, dann
> kann ich innerlich nur grinsen. Wer angeleint in ein paar Metern Höhe
> herumturnt, der kann vielleicht eine Anspannung empfinden, aber wenn
> einem bei der Mensur jemand mit einen langen, scharfen Klinge
> gegenübersteht, dann sind eigener Einsatz, Risiko und Anspannung doch
> weit höher.
>
Ich kann auch Fallschirmspringen, wobei zu 50% der Fallschirm nicht
auslöst. Hier ist der Einsatz, Risiko und Anspannung noch weit höher,
aber würde ich es deswegen tun?
Genauso könnte man noch Pistolenduelle veranstalten, oder mit schwerem
Säbel aufeinander einhauen.
Machen wir uns doch nichts vor, bei der heutigen Mensur kann doch
überhaupt nichts ernsthafteres mehr passieren, wäre dies nicht so, so
würde, so denke ich, der überwiegende Teil den Schwanz einziehen.
Seit dem das Duell mit Pistole und schweren Säbel verboten wurde, werden
sich halt Alibimäßig kleine bis mittelschwere Kratzer zugefügt, um die
Tradition des Fechtens zu bewahren.

Gruß

Frank

Frank Drefahl

unread,
Jun 29, 2001, 10:45:22 AM6/29/01
to
Christian Köppl schrieb:


> Um einen ehemaligen Bundesbruder und Freund zu zitieren:
> "Es gibt nur zwei Grund keine Mansur zu schlagen, entweder man ist zu faul > oder man ist zu feige."

Oder man ist erwachsen genug, um einzusehen, daß vorpubertierende
Mutproben nichts für einen erwachsenen Mann sind.

Gruß

Frank

Cornelius Engelhardt

unread,
Jun 29, 2001, 11:21:57 AM6/29/01
to


dumme (?) frage: wieso eigentlich nicht? ein wenig aufregung im leben
schadet doch nicht.

Christian Mühlich

unread,
Jun 29, 2001, 1:07:02 PM6/29/01
to

Matthias Mühlich schrieb:

> Eben dieses, daß das Fechten bei vielen NDB-Verbindungen praktisch nur
> noch auf dem Papier steht. So z.B. für die Darmstädter NDB-Bünde. Mir
> ist nicht bekannt, daß von der Aktivitas oder den jüngeren AH (d.h.
> meine Generation) unseres Darmstädter Freundschaftsbundes (Alte
> Darmstädter B! Germania) jemand in den letzten Jahren gegen einen der
> drei (!) Darmstädter NDB-Bünde gefochten hat.

Hallo Matthias,

dem kann ich nur bedingt zustimmen. Richtig ist, daß die drei Darmstädter NDB
Bünde recht selten mit der ADB! Germania fechten, aber in meiner Aktivenzeit
haben wir schon Partien gegen alle drei gestellt. Da die B! Rugia mit uns im
Darmstädter Waffenring ist, weiß ich daß dort nur sehr selten Mensuren
gefochten werden. Über die Frisia und die Markomannia kann ich leider keine
genauen Angaben machen.

mit burschenschaftlichen Grüße,

Christian Mühlich Z!
ADB! Germania

Christian Mühlich

unread,
Jun 29, 2001, 1:16:47 PM6/29/01
to

Frank Drefahl schrieb:

> Ich kann auch Fallschirmspringen, wobei zu 50% der Fallschirm nicht
> auslöst. Hier ist der Einsatz, Risiko und Anspannung noch weit höher,
> aber würde ich es deswegen tun?

Der entscheidende Unterschied ist, daß ich beim Fallschirmspringen mit defektem
Schirm keinen Einfluß auf das Ergebnis habe. Es ist reine Glückssache. Bei der
Mensur ist es ganz allein meine Sache, ob ich getroffen werde oder nicht
(zumindest bei der ersten Mensur)

> Genauso könnte man noch Pistolenduelle veranstalten, oder mit schwerem
> Säbel aufeinander einhauen.
> Machen wir uns doch nichts vor, bei der heutigen Mensur kann doch
> überhaupt nichts ernsthafteres mehr passieren, wäre dies nicht so, so
> würde, so denke ich, der überwiegende Teil den Schwanz einziehen.
> Seit dem das Duell mit Pistole und schweren Säbel verboten wurde, werden
> sich halt Alibimäßig kleine bis mittelschwere Kratzer zugefügt, um die
> Tradition des Fechtens zu bewahren.

Schon mal eine Partie gesehen oder gefochten ?! Ein Treffer der Temporalis hat
ja wohl nichts mit kleinen Kratzern zu tun, und wenn wirklich "überhaupt nichts
ernsthaftes" passiert, würden die fakultativen Bünde doch alle Mensuren
fechten. Fechten ist im Gegensatz zu solchen "Weichei" Extremsportarten wie
Bungeespringen oder Sportklettern objektiv gefährlich!


Grüße,

Christian Z!
ADB! Germania

Klaus Samtleben

unread,
Jun 29, 2001, 3:24:10 PM6/29/01
to
Mon!

> Aaaaber: folgende Fragen haben mir bisher weder Danubia, Du oder die
> Herren Sickl und Rosenau beantworten können:

Ich stehe ganz sicher nicht mit der Danubia in der Reihe, die hier sehr
unangenehme Fragen zu beantworten hat. Ich bin auch ganz bestimmt nicht
derVerteidiger, wenn die Vorwürfe gegen die Danubia oder die Teutonia der
Wahrheit entsprechen. Ich kann nur Eure Art der Diskussion nicht
nachvollziehen bzw. bei einigen Fragen bezweifele ich Euer Recht, sie derart
bzw. derzeit zu stellen!

> * wie kann es sein, daß jemand von Teutonia Prag direkt nach einem
> Skinhead-Überfall mit dem Haupttäter zusammen irgendwo auftaucht.

Ist diese Frage in diesem Forum schon mal der Teutonia direkt gestellt
worden? Meines Erachtens ist dieser Bund in diesem Forum noch nicht in
Erscheinung getreten. Teutonia muß sich diese Frage sehr wohl gefallen
lassen, Danubia aber hat mit dieser Frage wohl kaum etwas zu tun! Vielmehr
hat sie nach ihrer letzten Aussage selber vor nachzufragen oder es bereits
getan, wie es sein kann, daß ein Mitglied der Teutonia einen derartigen Gast
mit auf ihr Haus bringt. Somit hat Danubia deutlich gesagt, daß Teutonia die
Anwesenheit des "Gastes" auf dem Danubenhaus verursacht hat.

> Wieviel Kontakt besteht zwischen Burschenschaften des rechten Flügels
> und gewalttätigen Skinheads? /Das/ hätte ich mir nämlich - im Gegensatz
> zur NPD-Nähe mancher Burschenschafter - nie vorstellen können.

Ich ebenso nicht. Auch sehe ich diesen Kontakt noch als völlig ungeklärt an.
Selbiges tut übrigens auch die DB, die am 21. Juni die Brisanz dieses
Vorganges feststellte und die Informierung des Hauptausschusses ankündigte.
Bislang glaube ich allerdings immer noch nicht ganz, daß ein direkter
Kontakt zwischen gewalttätigen Skinheads und Burschenschaften des rechten
Flügels besteht; allerdings stelle ich mir sehr wohl die Frage, wie ein
Teutone mit einem solchen Skinhead zusammen kommt!

> * warum dient das Haus der Danubia als Anlaufstelle für Personen des
> rechtsextremistischen Umfelds? "Sind halt als Gäste bei einer
> Veranstaltung aufgetaucht" ist mir zumindest dann nicht ausreichend,
> wenn sie dort auch übernachtet haben. Aus eigener Erfahrung weiß ich,
> daß man bei größeren Veranstaltungen mit Gästen (vor allem Partys),
> unbedingt /vorher/ einen Schlafplatz reservieren muß und diese i.a.R.
> Mangelware sind.

In diesem Fall war es allerdings nach Aussage der Danubia keine
Veranstaltung, vielmehr hielt ihr Haus als Quartier für zahlreiche Besucher
des Münchener Burschenschafterballs her. Abgesehen davon hält eine
Verbindung, die statt eines Tresens einen Bierautomat pflegt, es vielleicht
auch mit der Aufnahme von Gästen ein wenig anders, zumal wenn diese am
frühen Morgen auftauchen?! Bleibt also weiter die oben genannte zu stellende
Frage an die Teutonia!

> * warum die plötzliche radikale Änderung bei den Internet-Heimatseiten
> der Burschenschaften Teutonia Regensburg und Danubia München? Die neue
> Darstellung erscheint vielfach nicht glaubwürdig und wichtige Details
> werden verschwiegen. Wenn z.B. Danubia in der Pressemitteilung betont,
> daß derjenige, der den Skinhead mitgebracht hatte, kein Bundesbruder
> war; es tatsächlich, wie man hört, ein Regensburger Teutone (d.h.
> VERBANDSbruder) war, dann macht das die Sache keineswegs besser. Formal
> richtig, aber den kleinen Unterschied kennt die Presse nicht. Falls der
> radikalen Wandlung auch ein radikaler Schnitt in den beteiligten Bünde
> zugrunde liegt -- ok. Aber so erinnert das eher an die "brutalstmögliche
> Aufklärung" (d.h. Vertuschung) eines gewissen Ministerpräsidenten meines
> Bundeslandes (der ansonsten jedoch gar nicht mal schlechte Politik macht).

Die radikale Änderung der Seite deutet vielleicht schon auf einen solchen
Wandel hin?! Aber letztlich war diese Seite vielleicht sehr rechts, die Nähe
zu gewalttätigen Skinheads ist aus ihr schwerlich zu ersehen. Das wäre ein
deutlicher Schritt zu weit, den ich so noch nicht sehe.

Ich bin sehr wohl der Meinung, daß dieser Vorgang geklärt werden muß. Aber
zur Zeit sehe ich nicht, daß die Danubia in diesem Fall sehr viel bewirken
bzw. beantworten kann. Mittlerweile ist es kein Mediengerücht mehr, daß ein
Teutone den Schläger mit auf das Danubenhaus gebracht hat. Somit ist jetzt
für mich zuerst die Teutonia gefordert, diesen Vorfall zu erklären. Passiert
dies nicht zu meiner und aller Verbandsbrüder Zufriedenheit, dann erwarte
ich die entsprechen folgende Reaktion des Hauptausschusses. Sollten im Zuge
der Aufklärung weitere Fragen an die Danubia auftauchen, so sind diese dann
zu beantworten, aber nicht jetzt aufgrund von Spekulationen!

Matthias Mühlich

unread,
Jul 2, 2001, 4:13:32 AM7/2/01
to
Hallo!

> Ich stehe ganz sicher nicht mit der Danubia in der Reihe, die hier sehr
> unangenehme Fragen zu beantworten hat.

Ich wollte Dich bestimmt nicht mit denen in eine Reihe stellen; ich
hoffe, das ist nicht so angekommen. Ich weise nur darauf hin, daß
Danubia "sehr unangenehme Fragen zu beantworten hat" (um Dich zu
zitieren). Das ist bisher nicht geschehen und ein "Ihr verdächtigt nur
und könnt ihnen nichts strafrechtlich relevantes nachweisen! Ätsch!" von
Seiten einiger Verbandsbrüder geht an /diesen/ Fragen konsequent vorbei.

> Ich kann nur Eure Art der Diskussion nicht
> nachvollziehen bzw. bei einigen Fragen bezweifele ich Euer Recht, sie derart
> bzw. derzeit zu stellen!

Gehöre ich zu den "Eure"? Ich bin weder Ankläger noch Verteidiger und
haue beiden Seiten ggf. verbal auf die Finger, wenn sie unsachlich werden.

> Ich bin sehr wohl der Meinung, daß dieser Vorgang geklärt werden muß.

ACK. Wollen wir mal sehen, wie es sich entwickelt.

Gruß,
MM

Matthias Mühlich

unread,
Jul 2, 2001, 4:58:54 AM7/2/01
to
Hallo!

> >Naja, wenn das "Einpauken bis zur Mensurreife" ernstgenommen
> >wird
>
> Tja, wenn...

Ich denke, die Luschi-Bünde, bei denen es nicht ernst genommen wurde,
sind längst nicht mehr in der DB. Anders ausgedrückt: mir ist kein
DB-Bund bekannt, bei dem dieses Ziel grob mißachtet würde.

Anders scheint es bei der NDB zu sein, um die es ja eigentlich ging
(Paul brachte ja die Textstelle aus der NDB-Satzung auf). In Bezug auf
die NDB scheint mir durch diesen Thread hinreichend belegt, daß viele
Bünde das Ziel der Mensurreife nicht allzu ernst nehmen (was keinesfalls
dies auf sämtliche NDB-Bünde verallgemeinert soll).

[wenn Nichtschlagen zur Regel wird...]


> Genauso kann es sein, denn ist die Seuche erst ´mal drin, wird man sie so
> schnell nicht wieder los.

So isses. Allerdings wird es wohl auch so sein, daß - wie von Paul
berichtet - ein Fechtmeister gerne hilft oder, wie ich mir vorstellen
könnte, auch eine schlagende Verbindung Unterstützung leistet, um andere
wieder "auf den rechten Weg zu führen".

> >Aber wenn effektiv nur alle Jubeljahre mal eine Partie
> >herauskommt, dann frage ich mich, wieviel das Bekenntnis zum
> >akademischen Fechten wert ist.
>
> Eigentlich ist es dann nur ein lästiger Klotz am Bein, der einen, der nicht
> gefochten hat, an seine verbindungsstudentische Zweitklassigkeit (aus
> waffenstudentischer Sicht) erinnert.

Smiley fehlt. Sonst: ach komm, das ist das korporationsstudentische
Gegenseitig-Ans-Bein-Pinkeln, das keinem weiterhilft. Diverse
Korporierte leben recht gut als nichtschlagende (es gibt deutlich mehr
nichtschlagende als schlagende). Ich weiß, warum ich selbst gefochten
habe und warum ich in einem pflichtschlagenden Bund sein möchte, aber
ich würde nicht grundsätzlich alle CVer, KVer, Wingolfiten, VDSter,
ATVer, AMVer usw. als zweitklassig bezeichnen (auch nicht nur "aus
waffenstudentischer Sicht"). Die haben ihre Prinzipien, wir haben
unsere. Leben und leben lassen.

> >auch unter den fakultativ
> >schlagenden Bünden gibt es sehr ordentliche.
>
> Das stimmt, aber wenn es sehr ordentliche darunter gibt, dann gibt es auch jede
> Menge nicht sehr ordentliche darunter und einige Popelbünde auch, die was von
> Ersatzmensuren mit der Paukklinge gegen den Fechtmeister erzählen.

Mir ist kein Bund in der DB bekannt, dem ich das Recht absprechen
wollte, sich unter dem Dach "Ehre-Freiheit-Vaterland" zu sammeln.
Sicher, diverse Bünde haben eine andere Interpretation davon, aber das
ist nun mal das Wesen eines /Dachverbandes/. Wenn die BG das stört, dann
soll sie doch gemeinsam austreten und einen eigenen burschenschaftlichen
Dachverband gründen. Dann können sie sich wunderbar gegenseitig auf die
Schulter klopfen, wie wunderbar homogen ihr Kreis ist. Nur halt so
klein, daß ihn nun wirklich niemand mehr ernst nimmt.

Nein, gemeinsam ist man stark. Man muß wissen, wo das definierende
Gemeinsame ist (Ehre-Freiheit-Vaterland) und dies offensiv vertreten. Da
gibt's genug zu tun: wenn ich z.B. die Berichte über die
hochschulpolitischen Aktivitäten der B!B! lese, dann ist das kaum
vorhandene Engagement absolut peinlich, gemessen an den eigenen Zielen.

> Wobei das
> eigentlich ja schon wirklich steil ist, im Gegensatz zu Bünden wo der Keller voll
> besten Paukzeugs ist, das aber schon seit Jahren keine Gebrauchsspuren
> davonträgt...

Das sind die altbekannten Kampfreden voller Polemik. Nenne mir mal drei
DB-Bünde, auf die das zutreffen soll (gerne auch per mail).

> > Ein Bekenntnis zu "Ehre-Freiheit-Vaterland" setzt mMn
> > das Fechten nicht zwingend voraus.
>
> Die Burschenschaft sagt immer, daß sie zwar auch eine Verbindung ist, aber eben
> mehr als das.

100% Zustimmung.

> Daher stimmt es, daß das Bekenntnis zu "Ehre-Freiheit-Vaterland"
> das Fechten nicht zwingend voraussetzt. Das Bekenntnis setzt aber auch nicht die
> Mitgliedschaft in einer Verbindung voraus; es setzt ja noch nicht einmal voraus,
> daß man Student ist oder war. Ebensowenig wie etwa ein Leben nach christlichen
> Werten zwangsläufig eine Zugehörigkeit zu einer Kirche verlangt.

Und genauso setzt das Betreiben des akademischen Hiebfechtens nicht
voraus, daß man Burschenschafter ist. Nicht mal Student müßte man
theoretisch sein. Nein, das ist nicht der Punkt. Beim KSCV ist des
wesentliche Element (schon bei der Gründung) das Fechten gewesen. Bei
der DB ist das wesentliche das, was sich hinter
"Ehre-Freiheit-Vaterland" verbirgt. /Das/ muß das gemeinsame Ziel sein,
nicht die Fechterei.

> Daher kann ich doch wenn ich Mitglied einer Verbindung sein will, die unter
> Waffenstudenten ernstgenommen wird, und von solchen als Gleicher unter Gleichen
> akzeptiert sein will, nicht nur ein bißchen Waffenstudent spielen.

Mein Bund ist pflichtschlagend, Deiner auch. Ich werde ernstgenommen, Du
sicher auch. Wo ist das Problem?

> Und in dieser
> Hinsicht muß es auf Dachverbandsebene einen Grundkonsens Aller geben.

Siehe oben. Dachverband ungleich Interessengemeinschaft wie BG.

[Kampfvokabular wie "pseudoliberal" gelöscht]

> Aber der Dachverband könnte gewinnen.

Wenn alle z.B. die Verpflichtung ernster nehmen würden, sich gemäß ihrer
Möglichkeiten hochschulpolitisch zu betätigen: ja. Indem die Mehrheit
der Minderheit in empfindlichen Fragen der Autonomie der Einzelbünde
ihren Willen aufzwängt: sicher nein. Es ist völliger Quatsch, sich
intern zu bekämpfen. Es gibt genügend bessere Ziele, auf die man seine
Energien lenken kann!

> Gratwanderung zwischen Liberalität und Beliebigkeit. Und beliebig sein, will wohl
> keiner. Also gilt es gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und ich habe
> bislang kein besseres als die Mensur kennengelernt.

Da gebe ich Dir für den /eigenen Bund/ völlig recht. Jedoch will ich das
nicht auf den Dachverband übertragen, denn da muß ich naturgemäß mehr
andere Interpretationen zulassen. Starke, aktive und erfolgreiche Bünde
auch unter den fakultativ schlagenden zeigen, daß dieser Weg auch
zulässig sein muß.

Matthias Mühlich

unread,
Jul 2, 2001, 5:06:23 AM7/2/01
to
Hallo!

Lothar wollte Dir aufzeigen, daß die nach 68er-Wirren, die dazu geführt
haben, daß die DB als /Dachverband/ fakultativ schlagend wurde, ganz
genauso auch über den KSCV hinweggefegt sind. Im Gegensatz zur anderen
Verbänden (wie KSCV, CC) bot sich halt in der DB ein Kompromiß an,
während es in allen anderen Verbände Absplitterungen gab. Die Fechterei
spielte damals bei den Corps keine wesentlich größere Rolle als bei den
Burschenschaften. Und auch heute noch sind 3/4 der DB-Burschenschaften pflichtschlagend.

Klaus Samtleben

unread,
Jul 2, 2001, 5:25:21 AM7/2/01
to
Moin!


>> Ich kann nur Eure Art der Diskussion nicht
>> nachvollziehen bzw. bei einigen Fragen bezweifele ich Euer Recht, sie derart
>> bzw. derzeit zu stellen!
>
>Gehöre ich zu den "Eure"? Ich bin weder Ankläger noch Verteidiger und
>haue beiden Seiten ggf. verbal auf die Finger, wenn sie unsachlich werden.


Ich streiche "Eure" und "Euer" und ersetze sie durch etwas Allgemeines.


Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!


B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald

S. Wenninger

unread,
Jul 2, 2001, 5:55:13 AM7/2/01
to

Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3B40398C...@iap.uni-frankfurt.de...

> Lothar wollte Dir aufzeigen, daß die nach 68er-Wirren, die dazu geführt
> haben, daß die DB als /Dachverband/ fakultativ schlagend wurde, ganz
> genauso auch über den KSCV hinweggefegt sind. Im Gegensatz zur anderen
> Verbänden (wie KSCV, CC) bot sich halt in der DB ein Kompromiß an,
> während es in allen anderen Verbände Absplitterungen gab. Die Fechterei
> spielte damals bei den Corps keine wesentlich größere Rolle als bei den
> Burschenschaften. Und auch heute noch sind 3/4 der DB-Burschenschaften
pflichtschlagend.

Was sicherlich auch daher kommt, dass die Diskussion in der Burschenschaft
schon oefter gefuehrt wurde. Siehe die Progressbewegung im 19. Jahrhundert.

Gruss

Sieghfried Wenninger Z!
Clausthaler B! "Schlaegel & Eisen"


Frank Drefahl

unread,
Jul 2, 2001, 7:17:45 AM7/2/01
to
Matthias Mühlich schrieb:

>
> Hallo!
>
> > >Naja, wenn das "Einpauken bis zur Mensurreife" ernstgenommen
> > >wird
> >
> > Tja, wenn...
>
> Ich denke, die Luschi-Bünde, bei denen es nicht ernst genommen wurde,
> sind längst nicht mehr in der DB.

Soviel zum Thema Toleranz einzelner Mitglieder der DB. Alle die nicht so
sind wie wir, muß man nicht ernst nehmen und kann über sie herziehen wie
einem beliebt.
Mich würde Interessieren, wie die DB zur NDB steht? Wird sie ernst
genommen, oder herscht auch die Meinung, daß die einzelnen Bünde die aus
der DB ausgetreten sind, "Luschi" Bünde sind und folglich keinen Verlust
darstellen?

Gruß

Frank

Klaus Samtleben

unread,
Jul 2, 2001, 7:50:42 AM7/2/01
to
Moin!


>> Ich denke, die Luschi-Bünde, bei denen es nicht ernst genommen wurde,=


>
>> sind längst nicht mehr in der DB.
>
>Soviel zum Thema Toleranz einzelner Mitglieder der DB. Alle die nicht so

>sind wie wir, muß man nicht ernst nehmen und kann über sie herziehen =
>wie
>einem beliebt. =


Über die Formulierung kann man sicherlich streiten, aber im Prinzip stimmt es.
Es dreht sich nämlich um genau die Bünde, die nicht mal das fakultative Prinzip
ernst genommen haben und trotzdem nicht aus dem Dachverband ausgetreten sind. Das
ist somit sicherlich nicht prinzipientreu und eben darum "luschi"-haft.
Sicherlich kann man aber nicht einfach einen Bund, der das Fechten "anders"
betreibt, als Luschi-Bund abqualifizieren.


>Mich würde Interessieren, wie die DB zur NDB steht? Wird sie ernst

>genommen, oder herscht auch die Meinung, daß die einzelnen Bünde die =
>aus
>der DB ausgetreten sind, "Luschi" Bünde sind und folglich keinen Verlus=
>t
>darstellen?


Vielleicht solltest Du diese Frage eher den Bünden der NDB stellen. Immerhin
sind sie ja aus der DB ausgetreten, ohne von der DB dazu aufgefordert zu sein.
Dabei war die Art des Austritts eher klammheimlich und die NDB wurde vorbereitet,
als die initiierenden Bünde noch in der DB waren.
Aber letztlich kann man auch hier wieder keine pauschale Antwort geben. Gucke ich
mir jedoch die Internetseiten der einzelnen Bünde an, dann stellen einige
sicherlich keinen Verlust dar, wenngleich es trotzdem schade um die Aufgabe des
burschenschaftlichen Gedankens ist. Aber wenn einige Bünde auf ihrer
Internetseite neben Zusammenhalt (immerhin!) nur noch Geselligkeit propagieren
und kein Stück auf das Burschenschaftliche eingehen (auf das Waffenstudentische
schon gar nicht!), dann frage ich mich, warum sie nicht den Namen
"BUrschenschaft" auch gleich abgelegt haben. Aber wie gesagt, auch das will ich
nicht generalisieren und auf alle Bünde der NDB anwenden.


Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!


B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald

Frank Drefahl

unread,
Jul 2, 2001, 8:14:56 AM7/2/01
to
Klaus Samtleben schrieb:

>
> Moin!
>
> >> Ich denke, die Luschi-Bünde, bei denen es nicht ernst genommen wurde,=
> >
> >> sind längst nicht mehr in der DB.
> >
> >Soviel zum Thema Toleranz einzelner Mitglieder der DB. Alle die nicht so
> >sind wie wir, muß man nicht ernst nehmen und kann über sie herziehen =
> >wie
> >einem beliebt. =
>
> Über die Formulierung kann man sicherlich streiten, aber im Prinzip stimmt es.
> Es dreht sich nämlich um genau die Bünde, die nicht mal das fakultative Prinzip
> ernst genommen haben und trotzdem nicht aus dem Dachverband ausgetreten sind. Das
> ist somit sicherlich nicht prinzipientreu und eben darum "luschi"-haft.
> Sicherlich kann man aber nicht einfach einen Bund, der das Fechten "anders"
> betreibt, als Luschi-Bund abqualifizieren.
>

Vielleicht waren die Bünde die nun in der NDB sind auch einfach nur
konsequent in Bezug auf Bünde wie die Liberten aus Aachen, die Danuben
aus München oder den Olympen aus Wien.

Gruß

Frank

Christian Köppl

unread,
Jul 2, 2001, 9:18:34 AM7/2/01
to
Matthias Mühlich <mueh...@iap.uni-frankfurt.de> schrieb:


>Ich denke, die Luschi-Bünde, bei denen es nicht ernst genommen wurde,
>sind längst nicht mehr in der DB. Anders ausgedrückt: mir ist kein
>DB-Bund bekannt, bei dem dieses Ziel grob mißachtet würde.


Man hört Anderes...


>So isses. Allerdings wird es wohl auch so sein, daß - wie von Paul
>berichtet - ein Fechtmeister gerne hilft oder, wie ich mir vorstellen
>könnte, auch eine schlagende Verbindung Unterstützung leistet, um andere
>wieder "auf den rechten Weg zu führen".


Schon, aber nur weil ´mal einer ficht, ändert sich der Bund nicht groß.

>Smiley fehlt.


Nein, er fehlt nicht.


>Sonst: ach komm, das ist das korporationsstudentische
>Gegenseitig-Ans-Bein-Pinkeln, das keinem weiterhilft.


Ich beleidige niemand und mache mich über niemenden lustig. Meine Aussage beruht
auf persönlichen Erfahrungen. Ich habe zu viele Pseudoburschenschafter, deren
Weltbild von FAZ und Grundgesetz beschränkt wurde, kennengelernt. Ein Merkmal war
ihnen gemein, keiner hatte sich mit der Klinge hingestellt. Und diese
Beobachtungen werden mir in jedem Gespräch, daß ich mit einem nahem Anverwandten
führe, bestätigt.


>Diverse Korporierte leben recht gut als nichtschlagende
>(es gibt deutlich mehr
>nichtschlagende als schlagende). Ich weiß, warum ich selbst gefochten
>habe und warum ich in einem pflichtschlagenden Bund sein möchte, aber
>ich würde nicht grundsätzlich alle CVer, KVer, Wingolfiten, VDSter,
>ATVer, AMVer usw. als zweitklassig bezeichnen (auch nicht nur "aus
>waffenstudentischer Sicht").


Ich schon, aber nur aus waffenstudentischer Sicht. Die Güte einer Verbindung
mißt sich nicht objektiv nach dem Fechten. Aus waffenstudentischer Sicht gibt es
nur schwarz oder weiß, daß heißt aber nicht, das der Nichtschlagende ein
schlechter Verbindungsstudent oder gar ein schlechter Mensch ist. Nur hat er eben
nicht gefochten. Und wer sich bewußt dafür entscheidet, der darf nicht jaulen,
wenn ihm das vorgehalten wird- es war doch seine Entscheidung, die er aus seinen
Gründen getroffen hat.


>Die haben ihre Prinzipien, wir haben
>unsere. Leben und leben lassen.


Ja ganz genau. Aber wenn wir unsere Verbindungen nach persönlichen Kriterien
ausgesucht haben, so sind uns diese Merkmale wichtig. Und wenn ich diese Merkmale
nicht antreffe, so werde ich die verbindung nicht ganz oben in meiner
persönlichen Wertschätzung einstufen, auch wenn ich sagen kann, daß das
eigentlich eine gute Verbindung ist. Und insoweit klassifiziere ich Verbindungen.


>Man muß wissen, wo das definierende
>Gemeinsame ist (Ehre-Freiheit-Vaterland) und dies offensiv vertreten. Da
>gibt's genug zu tun: wenn ich z.B. die Berichte über die
>hochschulpolitischen Aktivitäten der B!B! lese, dann ist das kaum
>vorhandene Engagement absolut peinlich, gemessen an den eigenen Zielen.


Das ist vollkommen richtig, aber Einigkeit in Grundsatzfragen erleichtert dieses
Engagement.


>Und genauso setzt das Betreiben des akademischen Hiebfechtens nicht
>voraus, daß man Burschenschafter ist. Nicht mal Student müßte man
>theoretisch sein. Nein, das ist nicht der Punkt. Beim KSCV ist des
>wesentliche Element (schon bei der Gründung) das Fechten gewesen. Bei
>der DB ist das wesentliche das, was sich hinter
>"Ehre-Freiheit-Vaterland" verbirgt. /Das/ muß das gemeinsame Ziel sein,
>nicht die Fechterei.


Das ist richtig, das soll es auch nicht sein. Aber wir sind uns ja einig, daß
die Burschenschaft auch Studentenverbindung ist. Und wen jeder Landser und jeder
Curry fechten kann, warum kann das dann nicht auch jeder Burschenschafter, bloß
eine Fuxenpartie? Einerseits ist ein Burschenschafter "mehr" als ein Corpsstudent
oder Landsmannschafter, (Das soll nicht arrogant klingen, das Mehr ist nur der
politische Auftrag den letztere nicht haben.) andererseits kann er nicht die
Grundvorausetzungen dieser erfüllen. Er will für die Wehrhaftigkeit eintreten,
hat aber Angst davor einen Schnitt in der Kopfhaut zu haben? Das soll er mal
seinem Großvater, der an der Ostfront war erzählen, der wird ihn auslachen.


>> Und in dieser
>> Hinsicht muß es auf Dachverbandsebene einen Grundkonsens Aller geben.
>
>Siehe oben. Dachverband ungleich Interessengemeinschaft wie BG.


Wie gesagt, es muß auch im Dachverband einen Grundkonsens geben. Je größer
dieser ist, desto leichter wird die Arbeit. Es geht nicht darum eine einheitliche
Masse zu schaffen, aber manche Leute kann ich als Burschenschafter nicht ernst
nehmen und diese haben zumeist auch nicht gefochten.


>Indem die Mehrheit
>der Minderheit in empfindlichen Fragen der Autonomie der Einzelbünde
>ihren Willen aufzwängt: sicher nein. Es ist völliger Quatsch, sich
>intern zu bekämpfen.


Die Frage des Schlagens von Mensuren ist erst seit 1971 Teil der autonomen
Entscheidungsgewalt der einzelnen Bünde. Es ist also immer ein Abwägen, was der
Entscheidung der einzelnen Mitglieder obliegt. Gleiches könnte man bezüglich der
Aufnahme von Ausländern oder vielleicht auch Nichtakademikern sagen. Warum sollte
das zu entscheiden nicht auch den einzelnen Bünden überlassen sein? Vielleicht
weil das zu weit geht und den Dachverband schwächen würde wegen einer zu großen
Inhomogenität der Mitglieder. Und ich denke, daß sich der Dachverband durch den
historischen Kompromiß entscheidend geschwächt und damit den größten Fehler
seiner Geschichte begangen hat. Außerdem sind die lautesten Rufer heute auch
nicht mehr in der DB. Hat sich dann der Unmut über die DB nicht zunächst nur an
formalen Kriterien der DB festgemacht und ist 20-25 Jahre später, als die
Generation der Nichtfechter entscheidende Stellen in den Altherrenschaften
besetzt hat und alte AHAH wegestorben waren, an grundsätzliche Fragen gestoßen,
was letztlich zum Austritt geführt hat? Der bei manchen Bünden dann möglich war,
wenn die Saat dieser Generation in der Aktivitas dauerhaft aufgegangen ist. Dies
war ja nicht bei allen so, so daß einige Bünde Pflichtpartien wieder eingeführt
haben. Ein Vergleih mit den Turnerschaften bestätigt meine Einsicht. Die Spalter
im MK sind heute bedeutungslos geworden. Es ist ein größerer Verlust an
traditionellen Umgangsformen passiert, so daß einige der mitausgetretenen T!T!
den Kontakt zu ihren Verbündeten von damals abgebrochen haben. Jene sind der
Beweis, daß es funktionieren kann, die Pflichtpartien aufzugeben, aber auch daß
es in der Mehrzahl der Fälle nicht funktioniert.


>Es gibt genügend bessere Ziele, auf die man seine
>Energien lenken kann!


Vielleicht wird man sich damit dann einfacher tun!

>Da gebe ich Dir für den /eigenen Bund/ völlig recht. Jedoch will ich das
>nicht auf den Dachverband übertragen, denn da muß ich naturgemäß mehr
>andere Interpretationen zulassen.


Jeder soll Ehre, Freiheit, Vaterland nach seiner Weise interpretieren, da will
ich nemand etwas vorschreiben. Das ist aber auch innerhalb des eigenen Bundes so
und die Mensur soll nicht alle auf einen Kurs bringen. Die Mensur ist wie erwähnt
auf einer anderen Ebene angesiedelt. Und auch der Dachverband hat einen Weg
zwischen Liberalität und Beliebigkeit zu finden.


>Starke, aktive und erfolgreiche Bünde
>auch unter den fakultativ schlagenden zeigen, daß dieser Weg auch
>zulässig sein muß.


Für den einzelnen Bund gerne, jeder nach seiner Facon. (s.o.) Aber Erwägungen
der Leistungsfähigkeit des Dachverbandes sprechen wie gesagt dafür, daß dieser
Weg außerhalb des Dachverbandes zu beschreiten sein sollte. Außerdem, was heißt
stark, aktiv, erfolgreich? Hohe Mitgliederzahl? Quantität ist ja wohl nicht
gleich Qualität.


MfG


Christian Köppl

Klaus Samtleben

unread,
Jul 2, 2001, 10:10:23 AM7/2/01
to
Moin!


>Vielleicht waren die Bünde die nun in der NDB sind auch einfach nur
>konsequent in Bezug auf Bünde wie die Liberten aus Aachen, die Danuben
>aus München oder den Olympen aus Wien.


In der Art der Initiierung waren sie einfach klammheimlich und nicht offen. In
Hinblick auf die anderen genannten Bünde gestehe ich ihnen ihren Austritt zu,
jetzt sollten sie noch aus Deutschland auswandern oder zumindest die deutsche
Staatsbürgerschaft ablegen, um in deutsch-gesellschaftlicher Hinsicht ebenso
konsequent zu sein.
Aber das werden einige der NDB-Bünde wohl nicht machen, sie haben einen besseren
bzw. einfacheren Weg gefunden: Als Beispiel seien mal die Darmstädter NDB-Bünde
genannt, die zumindest nach ihrer Präsentation im Internet zwar noch den Titel
"Burschenschaft" führen, auf deren Seiten man sich aber schwer tut, wenn man
einen wie auch immer gearteten (gesellschafts-)politischen Anspruch finden will.
Dies Konsequenz ist fast absolut; als Folge des bösen Verhaltens einiger Bünde
des alten Dachverbandes gibt man den politischen Anspruch an den eigenen Bund und
die Aktiven, der dem Wesen einer Burschenschaft nun mal zugehörig ist, einfach
auf auf. Fehlt eben nur noch, wie schon gesagt, das Ablegen des Titels
"Burschenschaft"!


Gruß, Klaus Samtleben T!G!Mm!


B! Teutonia-Germania Marburg
B! Markomannia Aachen Greifswald

--

Gerhard Killesreiter

unread,
Jul 2, 2001, 10:35:26 AM7/2/01
to
Klaus Samtleben <K.Sam...@web.de> writes:

Hallo!

> In der Art der Initiierung waren sie einfach klammheimlich und nicht
> offen. In Hinblick auf die anderen genannten Bünde gestehe ich ihnen
> ihren Austritt zu,

Interessant.

> jetzt sollten sie noch aus Deutschland auswandern oder zumindest die
> deutsche Staatsbürgerschaft ablegen, um in
> deutsch-gesellschaftlicher Hinsicht ebenso konsequent zu sein.

Jetzt wirst Du albern. Eine Mitgliedschaft bei einer
Studentenverbindung ist eine freiwillige Angelegenheit. Genauso
verhält es sich mit der Mitgliedschaft dieser Studentenverbindung in
einem Dachverband. Es ist ohne weiteres möglich, daß es mehrere
Dachverbände mit ähnlichem Selbstverständnis gibt. Wenn mir also der
Umgang des gegenwärtigen Dachverbandes mit seinen Mitgliedern nicht
paßt, such ich mir halt einen anderen.

> Aber das werden einige der NDB-Bünde wohl nicht machen, sie haben
> einen besseren bzw. einfacheren Weg gefunden: Als Beispiel seien mal
> die Darmstädter NDB-Bünde genannt, die zumindest nach ihrer
> Präsentation im Internet zwar noch den Titel "Burschenschaft"
> führen, auf deren Seiten man sich aber schwer tut, wenn man einen
> wie auch immer gearteten (gesellschafts-)politischen Anspruch finden

Darmstadt scheint ein merkwürdiges Pflaster zu sein.

> will. Dies Konsequenz ist fast absolut; als Folge des bösen
> Verhaltens einiger Bünde des alten Dachverbandes gibt man den
> politischen Anspruch an den eigenen Bund und die Aktiven, der dem
> Wesen einer Burschenschaft nun mal zugehörig ist, einfach auf auf.
> Fehlt eben nur noch, wie schon gesagt, das Ablegen des Titels
> "Burschenschaft"!

Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und die www-Seiten der drei
Darmstädter NDB-Burschanschaften angeschaut. Ich gebe zu, daß die dort
aufgeführten Vorträge eher wissenschaftlicher als explizit politischer
Natur waren, will mir aber aus einem Semesterprogramm noch kein Urteil
erlauben.

Die Gegenfrage ist aber: Was für Aktivitäten würdest Du erwarten,
damit sich eine Studentenverbindung Deiner Meinung nach als
Burschenschaft bezeichnen darf?

Gruß,
Gerhard

--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>

Wenn man seinem Hirn nur recht regelmäßig Müll zuführt, wird man
matschig in der Birne. So ist das. (Markus Gail in desd)

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