hat zufaellig jemand auch die Sendung "Campus und Karriere" im
Deutschlandfunk am 26.10. ca 14:40 Uhr gehoert?
Im Beitrag"Ausländerfeindlichkeit versus weltoffene Universität"
wurde von einer Podiumsdiskussion an der Uni Magdeburg berichtet und der
Sprecher des StuRa kam unter anderem mit folgender Meinung zu Wort:
sinngemaess: Der VDSt Magdeburg ist rechtsextrem/radikal weil er eine
schwarz-weiss-rote Fahne vor dem Haus hat und der Praesident der
Hochschule sollte aus diesem Grund dem VDSt doch einen Stand auf dem
Unigelände verweigern.
Die Redaktion von "Campus und Karriere" fuehlt sich fuer eine
Richtigstellung dieses Betrages laut Moderator Juergen Wiebecke nicht
verantwortlich, da der Beitrag von der Magdeburger Mitarbeiterin
Petermann stammt und es sich um einen O-Ton handelt.
Kennt jemand diese Frau Petermann?
Fuer einen Sender, der von sich sagt, Sender fuer Meinungsmuliplikatoren
zu sein, halte ich diesen Beitrag fuer aeusserst einseitig und sehe
ihn insgesamt als Armutszeugnis.
Viele Gruesse
Juergen Drees Z!
Landsmannschaft im CC Makaria Braunschweig, http://www.makaria.de
Anbei einige Adressen zum Deutschlandfunk:
Ansprechpartner der Redaktion "Campus und Karriere":
Web-Seite der Redaktionmitglieder (Achtung Zeilenumbruch!):
http://www.dradio.de/cgi-bin/user/fm1004/es/neu-radiomenschen/redaktion/
campus/
Redakteurin: Kate Maleike, Tel: 0221 345-1510
Moderator der Sendung: Juergen Wiebecke
Autorin des Beitrages: Frau Petermann, Magdeburg
Web-Seite fuer Kritik: http://www.dradio.de/kontakt/kritik.html
e-Mail: hoerer...@dradio.de
Anschrift des Deutschlandfunks:
Deutschlandfunk
Raderberggürtel 40
50968 Köln
Telefon: 0221 345-0
Fax: 0221 345-4802
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
> Hallo zusammen, hat zufaellig jemand auch die Sendung "Campus und
> Karriere" im Deutschlandfunk am 26.10. ca 14:40 Uhr gehoert?
Nein, ich kann leider nicht den ganzen Tag DLF hören ;-)
> Im Beitrag"Ausländerfeindlichkeit versus weltoffene Universität"
> wurde von einer Podiumsdiskussion an der Uni Magdeburg berichtet und
> der Sprecher des StuRa kam unter anderem mit folgender Meinung zu
°°°°°
> Wort:
Darin liegt wohl das Problem.
> sinngemaess: Der VDSt Magdeburg ist rechtsextrem/radikal weil er
> eine schwarz-weiss-rote Fahne vor dem Haus hat und der Praesident
Soweit mir bekannt ist, verfügt der VDSt Magdeburg leider nur über
eine Etage. Und natürlich haben sie wie (fast) alle VVDSt eine
schwarz-weiß-rote Fahne. Daraus auf irgendwelche merkwürdige
politischen Neigungen zu schließen ist jedoch fehl am Platze.
Nebenbei: Aufgrund des in Neufünfland grassierenden Problems von
rechter und linker Gewalt, sehen sich die meisten VVDSt dort dazu
veranlaßt, die Fahne nur noch zum Stiftungsfest herauszuhängen.
> der Hochschule sollte aus diesem Grund dem VDSt doch einen Stand auf
> dem Unigelände verweigern.
Das hätte der StuRa sicher gerne. Auf den Seiten des StuRa Halle
findet sich eine ähnlich abstruse Begründung dafür, daß der VDSt
dortselbst keinen Raum an der Uni zur Verfügung gestellt bekommen
darf. Angesichts solcher Äußerungen von eingeschriebenen Studenten
kommt man nicht umhin, Zugangsprüfungen für ungestörte
Umgebungswahrnehmung an den Unis zu fordern.
> Die Redaktion von "Campus und Karriere" fuehlt sich fuer eine
> Richtigstellung dieses Betrages laut Moderator Juergen Wiebecke
> nicht verantwortlich, da der Beitrag von der Magdeburger
> Mitarbeiterin Petermann stammt und es sich um einen O-Ton handelt.
> Kennt jemand diese Frau Petermann?
Nein, aber wen hast Du denn da gefragt? An einer Richtigstellung wäre
mir _sehr_ gelegen. Ich kenne eine hinreichend große Anzahl der
Magdeburger Bundesbrüder, um ohne jedwede Bedenken versichern zu
können, daß dies ganz sicher nicht rechtsextrem/radikal sind.
> Fuer einen Sender, der von sich sagt, Sender fuer
> Meinungsmuliplikatoren zu sein, halte ich diesen Beitrag fuer
> aeusserst einseitig und sehe ihn insgesamt als Armutszeugnis.
ACK. Mein Lieblingssender :-(
> Anbei einige Adressen zum Deutschlandfunk:
Merci!
Gruß,
Gerhard
VDSt Karlsruhe
> Gruß,
> Gerhard
> VDSt Karlsruhe
Puh, hab die Unterseite der "ag antifaschismus-antirassismus im
StudentInnenrat"
(http://www.uni-halle.de/stura/referate/agantifa/html-seiten/burschi.html)
doch noch gefunden.
Tja, ich muß ja sagen - ich kann Eure Kritik an den Äußerungen dieser AG
nicht zu 100% verstehen. Klar, die Zitate sind einseitig gewählt - aber der
selbstherrliche Ton des zitierten Artikels aus den AK-Blättern provoziert
geradezu Widerstand. Unreflektierte Äußerungen gibt es scheinbar auf beiden
Seiten. Zudem: auch die linken Studentenvertretungen erbringen ja durchaus
Leistungen, die Lob verdienen. (Mal von grundsätzlichen
Meinungsverschiedenheiten abgesehen).
Zustimmen kann ich Dir dagegen vollständig bei der Kritik an den übrigen
Äußerungen gegenüber dem VDSt. Ich finde es schon seltsam, wenn ein Verband,
der stetigem Wandel unterlegen hat, nach 120 Jahren noch an den Äußerungen
von Gründungsmitgliedern gemessen wird. Abgesehen davon: mir sind durchaus
auch antisemitische Äußerungen z.B. von SPD-Anhängern aus vor- und
nach-WW2-Zeit bekannt. Das war und ist leider durchaus kein Problem allein
der "Rechten" oder "Konservativen".
Abgesehen davon, daß ich persönlich durchaus die Meinungen einiger früherer
Bbrbbr kenne (und nicht teile), sehe ich durchaus trotzdem keinen Grund für
den VDSt, Selbstkasteiung zu betreiben.
Allerdings sollte der VDSt - gerade an Brennpunkten wie Halle - durchaus den
Bedenken des StuRa Rechnung tragen und durch Taten und Worte deutlich
machen, wo er politisch *nicht* steht. Daß in
http://www.uni-halle.de/stura/aktuell/archiv/croni.htm auch rechte
Burschenschaften genannt werden, kommt ja nicht von ungefähr.
Mit bundesbrüderlichen Grüßen,
Kai Beermann Z! xx
VDSt zu Bremen
> Puh, hab die Unterseite der "ag antifaschismus-antirassismus im
> StudentInnenrat"
> (http://www.uni-halle.de/stura/referate/agantifa/html-seiten/burschi.html)
> doch noch gefunden.
Ich war zu faul zum Suchen ;-)
> Tja, ich muß ja sagen - ich kann Eure Kritik an den Äußerungen
> dieser AG nicht zu 100% verstehen. Klar, die Zitate sind einseitig
> gewählt - aber der selbstherrliche Ton des zitierten Artikels aus
> den AK-Blättern provoziert geradezu Widerstand. Unreflektierte
Welcher? Dieser?
,----
| "Akademische Blätter" (Heft 4/ 1998): "Kein deutscher Stand hat sich
| um die deutsche Nation und um den modernen deutschen Staat mehr
| Verdienste erworben als korporierte Studenten. Allein das sollte schon
| ein Grund sein, dem AStA in die Parade zu fahren.(...) Übernehmen Sie
| persönlich Verantwortung für die Verteidigung der freiheitlichen und
| demokratischen Grundordnung gegen die rechts- und verfassungswidrigen
| Umtriebe an den Universitäten: 30 Jahre "68" sind genug ! Machen Sie
| Jagd auf die verfassungswidrigen Aktivitäten und erledigen Sie einen
| AStA nach dem anderen vor den Gerichten."
`----
Schon aus der Anrede ist klar, daß dies kein Bundesbruder geschrieben
hat. WIMRE war es René Schneider vom »Institut für Hochschulrecht«.
Und das einArtikel in den aka-bl nicht die »Meinung des Verbandes«
wiedergibt, ist wohl klar.
Im krassen Gegensatz zu der Behauptung:
,----
| Wenn wir im folgenden weitere Gründe für unsere Ablehnung der Arbeit
| des VDSt anführen, beziehen wir uns größtenteils auf Äußerungen des
| Dachverbandes, da wir davon ausgehen, daß ein Mitglied in den
| wesentlichen Aussagen diese Äußerungen gutheißt bzw. vertritt.
`----
Das ist implizit natürlich richtig, aber die angeführten Äußerungen
sind alle von anno dunnemals und nicht mehr relevant. Und Artikel in
den aka-bl sind keine Äußerungen des VVDSt.
Den ganzen Artikel gibt es unter
<http://www.institut-fuer-hochschulrecht.de/14131.htm>.
Ich bin etwas überrascht, ausgerechnet aus Bremen solche Kritik zu
lesen. ;-)
> Äußerungen gibt es scheinbar auf beiden Seiten. Zudem: auch die
> linken Studentenvertretungen erbringen ja durchaus Leistungen, die
> Lob verdienen. (Mal von grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten
> abgesehen).
Natürlich tun sie das. Mir wäre es nur lieb, wenn sie nichts über
Sachen aussagen würden, von denen sie nichts verstehen. Wenn der
Vertreter des Magdeburger StuRa sich über den dortigen VDSt informiert
hätte, wäre das nicht passiert.
> teile), sehe ich durchaus trotzdem keinen Grund für den VDSt,
> Selbstkasteiung zu betreiben.
Selbstkasteiung ist sicher zuweitgehend, zu früheren Fehlern sollte
man aber stehen.
Im Gegensatz zu:
,----
| Weiterhin gehen wir davon aus, daß sich die Mitglieder des VDSt
| positiv auf die Geschichte des Verbandes beziehen, da uns keine
| kritische Äußerung oder gar Ablehnung der eigenen Verbandstradition
| bekannt ist.
`----
Gibt es durchaus einschlägige Publikationen. Man muß diese nur finden
wollen. Das Wollen fehlt hier ganz klar.
> Allerdings sollte der VDSt - gerade an Brennpunkten wie Halle -
> durchaus den Bedenken des StuRa Rechnung tragen und durch Taten und
> Worte deutlich machen, wo er politisch *nicht* steht. Daß in
Natürlich, aber glaubst Du, daß jemand, der solche Artikel schreibt,
am Dialog interessiert ist? Ich nicht.
Ich zitier hier mal:
,----
| Der VDSt verstößt durch die Tatsache, daß dies ein reiner Männerbund
| ist, gegen das vom StuRa vertretenen Gleichheitsprinzip. Die in der
| Organisation des Vereins festgelegte Hierarchie ( Fux, Bursche etc.)
| steht im Gegensatz zu unseren Vorstellungen einer Demokratie. In der
`----
Im Klartext: Wer nicht so ist wie wir ist doof und wir spielen nicht
mit ihm. Meinungspluralität könnte ja den eigenen Horizont sprengen.
> http://www.uni-halle.de/stura/aktuell/archiv/croni.htm auch rechte
> Burschenschaften genannt werden, kommt ja nicht von ungefähr.
Das ist evtl ein Problem der dortigen Burschenschaften, bzw. ggf. der
DB. Den Stiefel zieh ich mir nicht an.
Mit bundesbrüderlichen Grüßen,
Gerhard
P.S.: Sieht man sich auf der Chargentagung?
Gerhard Killesreiter schrieb:
>
> > Äußerungen gibt es scheinbar auf beiden Seiten. Zudem: auch die
> > linken Studentenvertretungen erbringen ja durchaus Leistungen, die
> > Lob verdienen. (Mal von grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten
> > abgesehen).
>
> Natürlich tun sie das. Mir wäre es nur lieb, wenn sie nichts über
> Sachen aussagen würden, von denen sie nichts verstehen. Wenn der
> Vertreter des Magdeburger StuRa sich über den dortigen VDSt informiert
> hätte, wäre das nicht passiert.
Mein Kommentar dazu:
1. Die übliche linke Kritik - wenig fundiert, teilweise sachlich falsch.
2. Welche Leistungen linker Studentenvertretungen verdienen Lob?
>
> > Allerdings sollte der VDSt - gerade an Brennpunkten wie Halle -
> > durchaus den Bedenken des StuRa Rechnung tragen und durch Taten und
> > Worte deutlich machen, wo er politisch *nicht* steht. Daß in
>
> Natürlich, aber glaubst Du, daß jemand, der solche Artikel schreibt,
> am Dialog interessiert ist? Ich nicht.
Nein und Nein !
1. Nein: Wenn wir anfangen auf deren unsachliche Kritik einzugehen, begeben wir
uns tatsächlich in die "Reaktion". Mein Tipp: Die Hobbyrevoluzzer links liegen
lassen und vorwärts gehen. "Die Karawane zieht weiter..."
2. Nein: Nein, diese Leute sind definitiv nicht an einem sachlichen Dialog
interessiert. Nur an Propaganda.
Wir haben in Bremen ja mittlerweile so einige Erfahrung mit diesen
"Studentenvertretern". Diskussionen haben da absolut keinen Sinn.
Da hilft wirklich nur ignorieren oder verklagen. Leider.
Zum Trost nach Magdeburg: Die Angriffe auf uns haben keinerlei negativen Effekt
auf unsere Mitgliedersituation gehabt. Im Gegenteil ist es vielfach zu
Solidaritätsbekundungen ganz normaler Studis gekommen. Die stehen in ihrer
Mehrzal dem AStA oder StuRa heute nämlich nicht mehr positiv gegenüber. Die
lächerlichen Wahlbeteiligungen sind da nur ein Indikator.
>
> P.S.: Sieht man sich auf der Chargentagung?
Klar! Auf der Burch!
Bundesbrüderlichst, Bastian
>
> Wir haben in Bremen ja mittlerweile so einige Erfahrung mit diesen
> "Studentenvertretern".
Bist Du aus Bremen?
Gruss,
Timur
Timur Cetin schrieb:
Klar!
Warum?
Gruss, Bastian
> Soweit mir bekannt ist, verfügt der VDSt Magdeburg leider nur über
> eine Etage. Und natürlich haben sie wie (fast) alle VVDSt eine
> schwarz-weiß-rote Fahne.
Da Gerhard und ich am Wochenende die Gelegenheit hatten, einen
Magdeburger Bundesbruder direkt dazu zu befragen, hier noch eine
Ergänzung. Die Fahne wird dort niemals aus dem Fenster gehängt, aus
verschiedenen Gründen. Der am meisten einleuchtende Grund dürfte der
sein, daß eine Fahne, die bei einer Erdgeschoßetage aus dem Fenster
gehängt wird, von außen allzuleicht zugänglich ist. :-)
> Daraus auf irgendwelche merkwürdige politischen Neigungen zu
> schließen ist jedoch fehl am Platze.
Man könnte ja mal versuchsweise auf den schwarzen und den weißen
Anteil der Fahne verzichten ;-)
> Nebenbei: Aufgrund des in Neufünfland grassierenden Problems von
> rechter und linker Gewalt, sehen sich die meisten VVDSt dort dazu
> veranlaßt, die Fahne nur noch zum Stiftungsfest herauszuhängen.
...oder nur zu offiziellen Veranstaltungen, wohingegen an politisch
"vorbelasteten" Daten (z.B. Beginn des 2. Weltkrieges,
Reichs-"Kristall"-Nacht, Hitlers Geburtstag, etc.) tunlichst darauf
geachtet wird, daß keine Fahne draußen hängt.
-Hilko
Guten Morgen Hilko!
> Da Gerhard und ich am Wochenende die Gelegenheit hatten, einen
> Magdeburger Bundesbruder direkt dazu zu befragen, hier noch eine
> Ergänzung. Die Fahne wird dort niemals aus dem Fenster gehängt, aus
> verschiedenen Gründen. Der am meisten einleuchtende Grund dürfte der
> sein, daß eine Fahne, die bei einer Erdgeschoßetage aus dem Fenster
> gehängt wird, von außen allzuleicht zugänglich ist. :-)
Hatte ich ein spontane Amnesie, oder hat Falk Dir mehr erzählt als
mir? Vom Erdgeschoßetage war nicht die Rede, das größte Problem ist
wohl, daß die Fahne Subjekte anziehen würde, auf die man nur zu gerne
verzichtet.
> Man könnte ja mal versuchsweise auf den schwarzen und den weißen
> Anteil der Fahne verzichten ;-)
Nääää. Aber die Fahne verfügt auch noch über einen Zirkel, sodaß sie
recht eindeutig als Verbindungsfahne zu erkennen ist. Nur: Das setzt
wieder Wissen voraus, das man vielleicht nicht hat wenn man es hätte,
könnte man ja nicht mehr so schön verleumden.
Jedenfalls hat besagter Bundesbruder sich der Sache angenommen. Mal
schauen, was passiert.
Gruß,
Gerhard
Bastian Behrens wrote:
> 2. Welche Leistungen linker Studentenvertretungen verdienen Lob?
Wo soll ich anfangen und wo wieder aufhören?
Wie wär's ganz grob mit:
- Vertretung der Interessen der Studierenden in den akademischen Gremien
der
jeweiligen Hochschule?
- Seriveleistungen - von Einführungsveranstaltungen für
Erstsemesterinnen und
-erstsemester bis hin zur Beratung in Prüfungsangelegenheiten - für
Studierende?
- Vertretung der Interessen der Studierenden über die Grenzen der
Hochschule(n) hinaus, beispielsweise in Form von Stellungnahmen zu
Gesetzesvorhaben mit Hochschulbezug?
Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie Mitglieder
irgendwelcher Studierendenverbindungen, die einen differenziert(er)en
und sachlicheren Umgang mit dem Thema "Studierendenverbindungen" fordern
mit der gleichen Pauschälität, die sie - oftmals durchaus zurecht -
Verbindungskritikerinnen und -kritikern vorwerfen über gewählte Organe
der Studierendenvertretungen herziehen. Mehr Differenziertheit und
Sachlichkeit wäre auch da durchaus angebracht.
Ciao
Jens
--
Jens 'Jurassic' Bolten //// email: Jens....@post.rwth-aachen.de
Maxstr. 8, 52070 Aachen (@,@) Am Haus Luetz 38, 41066 Moenchengladbach
(0241)542186------------o---o-----------------------------(02161)630918
WWW: http://www.jensbolten.de
Gruß
Frank
[schwarz-weiß-rote VDSt-Fahne und Rechtsradikalismus]
> Aber die Fahne verfügt auch noch über einen Zirkel, sodaß sie
> recht eindeutig als Verbindungsfahne zu erkennen ist. Nur: Das setzt
> wieder Wissen voraus, das man vielleicht nicht hat wenn man es hätte,
> könnte man ja nicht mehr so schön verleumden.
Ach was, das eignet sich doch hervorragend als exemplarischer Beweis
dafür, daß alle Verbindungen rechtsradikal sind...
(zumindest für diejenigen, die nur nach Gelegenheiten suchen, die
Verbindungen niederzumachen) :-|
Gruß,
MM Z!Z!
--
=========================================================================
Dipl.-Phys. Matthias Mühlich mueh...@iap.uni-frankfurt.de
Institut für Angewandte Physik J.W.Goethe-Universität Frankfurt
=========================================================================
[Leistungen linker Studentenvertretungen]
Selbstverständlich leisten studentische Gremien eine ganze Menge. Umso
mehr, je mehr Gewicht sie auf das "Studentenvertretung" legen und nicht
auf das "links", denn nach meiner Erfahrung ist konkrete Arbeit für
Erstsemester-Einführungsveranstaltungen oder neue
Diplomprüfungsordnungen (nur so als Beispiele) völlig unabhängig von
politischer Couleur des einzelnen. Und ohne studentische Mitbestimmung
(die natürlich entsprechendes Engagement voraussetzt!) wäre das Leben
der Studenten wesentlich unangenehmer, weil dann ein notwendiges
Korrektiv gegen andere Interessen fehlen würde.
Die Notwendigkeit von Studentenvertretungen macht diese jedoch nicht zum
Tabu für Kritik. Und da gibt es ohne Frage auch massive Kritikpunkte.
Schon die Tatsache, daß sich manche Fachschaft als "explizit links"
versteht, gehört für mich dazu. Die verfaßte Studentenschaft ist als
öffentliche Zwangskörperschaft verpflichtet, ALLE Studenten zu
vertreten, und hat auch gesetzlich klar vorgegebene Aufgaben und
Kompetenzen. Ich habe unter den (teilweise selbsternannten)
Studentenvertretern deutlich mehr Personen mit bedenklichem
Demokratieverständnis getroffen als in der Korporiertenszene... (ups,
gerade noch die Kurve gekriegt, um nicht OT zu werden) ;-)
> (35 Semester Sozial- oder irgendeine andere Pseudowissenschaft).
1.) Wir wollen doch auch nicht, daß Korporationskritiker bestimmte
Korporierte als repräsentativ für alle hinstellen. Also sollte man als
Kritiker von Auswüchsen bei linken Studentenvertretern auch nicht mit
diesen Methoden argumentieren, oder?
2.) Ich traue mir kein fundiertes Urteil zu über Wissenschaften
außerhalb der naturwissenschaftlichen Disziplinen. Wenn
Sozialwissenschaften nicht gewisse Spielregeln des menschlichen
Zusammenlebens erforschen oder formen würden (im Sinne eines
meinungsbildenden Wirkens), dann wäre ein zivilisiertes Zusammenleben
zumindest schwieriger. Merke: keine Wissenschaft ist per se sinnlos oder minderwertig.
> Streiten ließe sich sicherlich auch, ob sie
> überhaupt eine Legitimation haben die Studenten zu vertreten
Steiten kann man sicher. Aber hast Du einen besseren Vorschlag als
Wahlen, selbst
wenn nur 15% die Chance nutzen? Einsetzung der Studentenvertretung durch
den Unipräsidenten? Ein Vertreter pro Partei im Bundestag? Neee, dann
lieber Wahlen.
Gruß,
Matthias Mühlich Z!Z! (Frankfurt-Leipziger B! Arminia)
PS: Wenn die Studentenvertretung überwiegend "links" dominiert ist, dann
sollte man das als "Rechter" nicht denen zum Vorwurf machen, sondern
sich engagieren und eine bessere politische Alternative anbieten, auch
wenn einige exponierte Vertreter des linken Lagers natürlich einen
gewissen Vorteil haben, wenn sie sich relativ wenig um ein zügiges
Studium kümmern und auch meist aus gewissen Fachbereichen stammen, die
nicht unbedingt für ein zeitintensives Studium bekannt sind.
Frank Drefahl wrote:
> Also ich habe mich bis jetzt nur unzureichend von den Studentengremien
> vertreten gefühlt.
Du bist nicht durch Deine Fachschaft in Form einer
Erstsemestereinführung an Deiner Hochschul begrüßt worden? Du hast noch
nie ein Script in Deiner Fachschaft gekauft? Du bist noch nie durch
Mitglieder Deiner Fachschaft in Prüfungsangelegenheiten beraten worden?
Du hast Dir noch nie in Deiner Fachschaft einen Studenplanvordruck
abgeholt? Du bist noch nie bei einer von Deiner Fachschaft organisierten
Betriebsbesichtigung oder auf einer von Deiner Fachschaft koordinierten
Institutsbesichtigung gewesen? Du hast noch nie die Termin der
Prüfungsanmeldung aus dem Flugblatt Deiner Fachschaft erfahren? Du
studierst nicht nach einer Prüfungsordnung, die nicht zuletzt deshalb
halbwegs studierbar ist, weil studentische Mitglieder der entsprechenden
Germien an ihnen Mitgearbeitet haben? An Deiner Hochschule gibt's keinen
AStA, der gute Sozialberatung anbietet? Das für Dich zuständige
Studentenwerk arbeitet ganz ohne Durck Deines AStA so wie Du es Dir
wünschst? Du hast Deinen Führerschein nicht bei der AStA-Fahrschule
gemacht? Du hast Dein Fahrrad noch nie in der AStA-Fahrradwerkstatt
repariert? Die Möglichkeit einer kostenlosen Rechtsberatung durch eine
Anwältin oder einen Anwalt Deines AStA hast Du noch nie benötigt?
Usw.usf - wie gesagt, ich weiß gar nicht so recht, mit welchen löblichen
Aktivitäten der Studierendenschaften ich eine solche Aufzählungen
beginnen und mit welchen ich sie enden lassen soll...
> Liegt wahrscheinlich auch daran, daß die Leute in den
> Gremien vordergründig für ihre Interessen arbeiten und nicht für die der
> gesamten Studentenschaft (35 Semester Sozial- oder irgendeine andere
> Pseudowissenschaft).
Eigentlich kann mensch über diese nette Mär von den vielen ewigen
Studierenden in den Studierendenschaften nur milde lächeln.
Bei uns in Aachen bin ich mit meinen inzwischen 15 Semestern schon einer
der Dienstältesten, und in vielen anderen mir ein wenig näher bekannten
Studierendenschaften wär's nicht wesentlich anders.
> (oder nur 15 - 20%, angesichts der Wahlbeteiligungen, die eine deutliche
> Sprache sprechen wie sinnig der überwiegende Teil der Studentenschaft die
> studentische Mitbestimmung hält).
IMHO wird andersherum eher ein Schuh daraus: Wenn nur 15-20% sich an die
Wahlurnen bequemen, dann sind mindestens 80% zumindest so zufireden mit
ihrer Interessenvertretung, daß sie nicht aktiv - beispielsweise durch
eine Wahlteilnahme oder gar durch die eigene Kandidatur - gegen sie
vorgehen.
Stimmt alles haargenau !!!
Gruß
Frank
> > Bist Du aus Bremen?
> >
> > Gruss,
> > Timur
>
> Klar!
>
> Warum?
Eigentlich nix, ich hab' nun grade an der Uni angefangen und, wie alle
Erstsemester, dieses "Erstie-Info" von der Asta bekommen, wo ein Artikel
über einen Rechtsstreit zwischen der Asta und dem VDSt steht (ich wusste
bis dahin nicht mal, dass es in Bremen überhaupt Burschenschaften gibt),
aber irgendwie kommt in dem Artikel, ausser dem Tenor, dass die
Kommilitonen im VDSt alle rechtes "Pack" (steht da so...) sind, keine Info
über den VDSt oder den Rechtsstreit rüber.
Worum ging es denn da? Wie rechts ist der VDSt wirklich? (klingt villeicht
blöd, aber micht würde mal die Sicht von der "anderen Seite"
interssieren).
Welche Studentenverbindungen gibt es in Bremen eigentlich noch, ausser dem
VDSt?
Würde mich einfach mal interessieren, ich will ja auch ein bisschen was
über die Uni wissen, an der ich studiere.
Gruss,
Timur
> (ich wusste
> bis dahin nicht mal, dass es in Bremen überhaupt Burschenschaften gibt),
Gibt's (leider) auch nicht. Nur andere Verbindungsarten.
Gruß,
MM Z!Z!
Auch Du wirst alt und damit weniger belastbar;-)
SCNR,
Franz R-S! Nm!
--
Dipl.-Chem. Franz S. Borgerding | Glück heißt Wasser bei 4°C.
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH | (Ken-Dominic Flechtner)
fr...@borgerding.de |
Hi Timur,
> Eigentlich nix, ich hab' nun grade an der Uni angefangen und, wie alle
> Erstsemester, dieses "Erstie-Info" von der Asta bekommen, wo ein Artikel
> über einen Rechtsstreit zwischen der Asta und dem VDSt steht (ich wusste
> bis dahin nicht mal, dass es in Bremen überhaupt Burschenschaften gibt),
paß' auf, gleich schreien Gerhard und Hilko los... Die Vereine Deutscher
Studenten verstehen sich weiß Gott nicht als Burschenschaft. Da Du das
als Neuanfänger (noch) nicht wissen kannst: Die große, weite Welt der
Studentenverbindungen läßt sich in etwa so klassifizieren:
a b
1 schlagend nichtschlagend
2 farbentragend nicht farbentragend
3 überkonfessionell konfessionell gebunden
Auf die Burschenschaften, die der DB angehören (auch das sind längst
nicht alle), trifft grob folgendes zu: 1a/2a/3a. Auf den VVDSt (Verband
der Vereine...) folgendes: 1b/2b/3a, auf z.B. meinen Verband, den CV:
1b/2a/3b. Insgesamt gibt es innerhalb dieser Matrix so an die 30
verschiedene Dachverbände und einen ganzen Rattenschwanz freier, nicht
verbandsgebundener, Verbindungen.
> aber irgendwie kommt in dem Artikel, ausser dem Tenor, dass die
> Kommilitonen im VDSt alle rechtes "Pack" (steht da so...) sind, keine Info
> über den VDSt oder den Rechtsstreit rüber.
Hattest Du bei der textlichen Qualität dieses Artikels wirklich
erwartet, dort Informationen zu finden? Aber dafür sind wir ja da.
> Worum ging es denn da? Wie rechts ist der VDSt wirklich? (klingt villeicht
> blöd, aber micht würde mal die Sicht von der "anderen Seite"
> interssieren).
> Welche Studentenverbindungen gibt es in Bremen eigentlich noch, ausser dem
> VDSt?
http://cousin.stud.uni-karlsruhe.de wirft folgende aus:
K.T.V. Visurgis im Technischen Cartellverband (1b/2a/(3 a oder b)
(einige TCV-Verbindungen bestehen nicht mehr ausschließlich aus
Katholiken)
Burschenschaft Alemannia im Bund Deutscher Ingenieur Corporationen
(1a/2a/3a)
(der Verband ist fakultativ schlagend, ob der Bremer Bund ficht, weiß
ich nicht)
V.D.St. Bremen im Verband der Vereine...(s.o.)
Bremer Wingolf im Wingolfsbund (1b/2a/3a)
Ob es in Bremen noch mehr Verbindungen gibt, kann ich Dir leider nicht
sagen, genausowenig, wie ich eine Aussage über die Stärke der
Aktivitates machen kann.
> Würde mich einfach mal interessieren, ich will ja auch ein bisschen was
> über die Uni wissen, an der ich studiere.
*So* sollten alle denken!
Mit Farbengruß,
Franz S. Borgerding R-S! Nm!
[KDStV Rheno-Saxonia zu Halle im CV]
[KDStV Normannia zu Karlsruhe im CV]
Erst einmal vielen dank für die Infos.
> paß' auf, gleich schreien Gerhard und Hilko los... Die Vereine Deutscher
> Studenten verstehen sich weiß Gott nicht als Burschenschaft.
Hm, in dem Artikel ist die Rede von der "Burschenschaft VDSt" darum dachte ich,
der VDSt wäre eine Burschenschaft - das es auch andere Verbindungsarten ausser
den Burschenschaften gibt, wusste ich schon, nur die Unterschiede waren mir
bisher nicht klar.
> > aber irgendwie kommt in dem Artikel, ausser dem Tenor, dass die
> > Kommilitonen im VDSt alle rechtes "Pack" (steht da so...) sind, keine Info
> > über den VDSt oder den Rechtsstreit rüber.
>
> Hattest Du bei der textlichen Qualität dieses Artikels wirklich
> erwartet, dort Informationen zu finden? Aber dafür sind wir ja da.
Bis ich dieses Heft im Briefkasten hatte, wusste ich nichts über den Asta, ich
dachte nur immer, dass der Asta eine Vertretung aller Studenten sei, und darum
hatte ich schon "neutrale" informationen erwartet.
> Ob es in Bremen noch mehr Verbindungen gibt, kann ich Dir leider nicht
> sagen, genausowenig, wie ich eine Aussage über die Stärke der
> Aktivitates machen kann.
Ist ja eigentlich auch egal, ich wusste nur bisher überhaupt nicht, dass es in
Bremen Studentenverbindungen (egal, welcher Art) gibt.
> > Würde mich einfach mal interessieren, ich will ja auch ein bisschen was
> > über die Uni wissen, an der ich studiere.
>
> *So* sollten alle denken!
Für mich eigentlich selbstverständlich, schließlich will man ja wissen, woran
man ist....und ausserdem lasse ich mir meine Meinung nicht gerne vorkauen, egal
ob von der Asta oder sonstwem...
Gruss,
Timur
Hallole !
> Hm, in dem Artikel ist die Rede von der "Burschenschaft VDSt" darum dachte ich,
> der VDSt wäre eine Burschenschaft - das es auch andere Verbindungsarten ausser
> den Burschenschaften gibt, wusste ich schon, nur die Unterschiede waren mir
> bisher nicht klar.
=:)
> Bis ich dieses Heft im Briefkasten hatte, wusste ich nichts über den Asta, ich
> dachte nur immer, dass der Asta eine Vertretung aller Studenten sei, und darum
> hatte ich schon "neutrale" informationen erwartet.
=:))
> Für mich eigentlich selbstverständlich, schließlich will man ja wissen, woran
> man ist....und ausserdem lasse ich mir meine Meinung nicht gerne vorkauen, egal
> ob von der Asta oder sonstwem...
Willkommen in der Realitaet(tm).
--
Beste Gruesse, Trekking onward hanne...@rus.uni-stuttgart.de
Hannes Gnad Hv! B! Hilaritas han...@studserv.uni-stuttgart.de
http://helpdesk.rus.uni-stuttgart.de/~rusamiga/
*** "He, die zielen mit Kanonen auf uns, die Schweine!" ***
*** (Neulich, gegen Ende des AC/DC-Konzerts) ***
in der letzten Nacht ist es zu massiven Farbbeutelangriffen (mit
Lackfarbe gefüllte Luftballons) auf ca. 9 Göttinger Verbindungshäuser
(DBs, NDB, Corps, VDSt,... soweit mir bekannt) gekommen.
Höhe des Schadens ist noch nicht abzusehen.
Polizei ermittelt.
Leider habe ich dieses WE nicht die Zeit, mehr zu berichten.
Anfang der Woche wieder.
Grüße!
Alex Voigt
VDSt zu Göttingen
N'abend Alex!
> Moin zusammen, in der letzten Nacht ist es zu massiven
> Farbbeutelangriffen (mit Lackfarbe gefüllte Luftballons) auf ca. 9
> Göttinger Verbindungshäuser (DBs, NDB, Corps, VDSt,... soweit mir
> bekannt) gekommen. Höhe des Schadens ist noch nicht abzusehen.
Waren wenigstens die Farben passend gewählt? ;o)
> Polizei ermittelt.
Hmmmm. Die wird es wohl schwer haben, da was rauszufinden. Weiß jemand
anders, wie da die Statistik bei ähnlichen Vorkommnissen in der
Vergangenheit aussieht?
Gruß,
Gerhard
N'abend Franz!
> paß' auf, gleich schreien Gerhard und Hilko los... Die Vereine
Aber, aber, garniemalsnicht würde ich einen Erstsemester anschreien
und Hilko ist noch viiiiel harmloser als ich. Meistens jedenfalls.
> Deutscher Studenten verstehen sich weiß Gott nicht als
> Burschenschaft.
Nicht unbedingt. Obwohl wir mit denen wahrscheinlich mehr gemeinsam
haben als mit Euch, von Äußerlichkeiten mal abgesehen.
> kannst: Die große, weite Welt der Studentenverbindungen läßt sich in
> etwa so klassifizieren:
Hübsches Schema!
> *So* sollten alle denken!
Das unterschreibe ich auch.
Gruß,
Gerhard
N'Abend!
> Eigentlich nix, ich hab' nun grade an der Uni angefangen und, wie
> alle Erstsemester, dieses "Erstie-Info" von der Asta bekommen, wo
> ein Artikel über einen Rechtsstreit zwischen der Asta und dem VDSt
> steht
Ich bin mir nicht sicher, aber es würde mich überraschen, wenn der
VDSt geklagt hätte. Vermutlich haben einzelne VDSter (so nennen sich
die Mitglieder) geklagt.
> (ich wusste bis dahin nicht mal, dass es in Bremen überhaupt
> Burschenschaften gibt),
Den Teil hat Franz ja schon geklärt ;-)
> aber irgendwie kommt in dem Artikel, ausser
> dem Tenor, dass die Kommilitonen im VDSt alle rechtes "Pack" (steht
> da so...) sind, keine Info über den VDSt oder den Rechtsstreit
> rüber.
Steht das da _so_ drin? Das ist wirklich dreist. Gerade in der
jetzigen politischen Situation ist das schon Rufmord. Wenn ich
Mitglied des VDSt Bremen wäre, würde ich dagegen klagen.
Leider finde ich den Artikel nicht im Netz (oder bin zu blöd zum
suchen). Oder vielleicht doch? Ist das dieser
(http://www-user.uni-bremen.de/%7Ew30s/erstie/burschis.htm) Artikel
(»Die Grenzen der Wahrheit«)?
Falls ja, dann haben sie ihn offenbar vom letzten Jahr wieder
aufgewärmt. Davon wird er nun leider auch nicht besser.
Insbesondere ist das Zitat »Völlig außer Acht gelassen hat das OVG
zudem, daß der VDSt ein reicher Verband ist« leider nicht richtig ;-)
> Worum ging es denn da?
Den Bremer VDStern hat es wohl nicht gefallen, daß der AStA sie in die
rechte Ecke stellen will und sein Mandat (das zur Vertretung der
Studentenschaft) benutzt, Allgemeinpolitik zu treiben. Aber das läßt
Du Dir besser von Bastian erklären. Der müßte am Montag wieder da
sein.
> Wie rechts ist der VDSt wirklich? (klingt
> villeicht blöd, aber micht würde mal die Sicht von der "anderen
> Seite" interssieren).
Ein VDSt ist weder links noch rechts, da er seinen Mitgliedern keine
politische Gesinnung vorschreibt.
Wenn man mal den Querschnitt der politischen Meinungen der Mitglieder
betrachtet (und hier spekuliere ich wild, da solche Betrachtungen
nicht angestellt werden) dürfte der sich über das gesamte Spektrum der
im Bundestag vertretenen Parteien erstrecken. Leider nichts sonderlich
aufregendes ;-) Wo das Maximum der Verteilung liegt, wage ich nicht
zu schätzen.
Wenn Du mehr über den VDSt Bremen erfahren willst, kannst Du das unter
http://www.vdst.net/bremen/ tun. Vielleicht spricht der Server ja mit
Dir :-/
> Würde mich einfach mal interessieren, ich will ja auch ein bisschen
> was über die Uni wissen, an der ich studiere.
Gute Einstellung!
Gruß,
Gerhard
Frank Drefahl wrote:
> Stimmt alles haargenau !!!
Keine Erstsemestereinführung, keine Flugblätter mit Terminen, keine
Vertretung studentischer Interessen im Prüfungsausschuß oder in
Ausschüssen für die Erstellung neuer Prüfungs- und Studienordnungen?
Keine vernünftige Sozialberatung und auch sonst nichts bauchbares?
Angesichts des UStA-Sozialinfos und des Eindrucks, den der gute Lutz
Frommberger bisher so vermittelt hat mag ich daran nicht so recht
glauben.
> In diesem Kontext haben die Jungs und Mädels natürlich nur noch rot gesehen,
> als sich eine aktive Studentenverbindung an "ihrer" Uni erfolgreich etabliert
> hat. Und das auch noch mit Unterstützung des Senats und Rektorats.
Wie "etabliert" und aktiv ist denn der VDSt in Bremen und in welcher Form werdet
Ihr von Senat und Rekorat unterstützt?
Gruss,
Timur
Bastian Behrens wrote:
> Der Bremer AStA befindet sich - wie übrigens fast alle
> Studentenvertretungen - in der finalen Existenzkrise.
Belege?
Ich kenne eine Menge ASten und andere Organe von Studierendenschaften,
die weit von einer Existenzkrise entfernt sind.
> Die Studenten sind heute weder an AStA-Arbeit noch an einer Vertretung durch
> AStA und Co interessiert.
Belege?
Ich kenne eine Menge Leute, die sich durchaus für die Arbeit ihrer
Studierendenschaften und die Vertretung ihrer Interessen durch diese
interessieren. Zwar kann und/oder will nicht jede und jeder die Zeit und
das Engagement aufbringen um "richtig" mitzuarbeiten, viele sind jedoch
gerne bereit ein Erstsemestertutorium als Tutorin bzw. Tutor zu
übernehmen, ein paar Scripte für die Fachschaftwebseiten zu schreiben
oder einen Klausurenumdruck zu akualisieren, wenn mensch für eine solche
konkrete Aufgabe um Mithilfe bittet.
Es ist schon lustig zubeobachten, daß falsche Pauschalurteile an der Uni
Bremen irgendwie recht weit verbreitet sind - das scheint kein Problem
einer bestimmten politischen Heimat oder der Zugehörigkeit zu einem
bestimmten Verein oder einer Insititution zu sein, sondern ist ganz
offenbar Ausdruck eines eklatanten Mangels an Steit- und
Diskussionskultur in Teilen der Gruppe der Studierenden der Uni Bremen.
Für den dortigen AStA scheinen alle Verbindungen "Burschenschaften" und
"rechtes Pack" zu sein, und einige dortige Verbindungsstudierende sind
offenbar durchaus in der Lage, mit ihren Urteilen bzgl. der Gesamtheit
der deutschen Studierendenvertretungen das Niveau der Äusserungen ihres
AStA zu erreichen und zum Teil noch zu unterbieten.
Der letzte Verbindungsstudent aus Bremen, der hier dementsprechend
auffiel, Erhard Rüßmann, ist bis heute die in
<379B7A36...@post.rwth-aachen.de> erbetenen und dann nochmal in
<37B371A1...@post.rwth-aachen.de> eingeforderten Belege für seine
Vorwürfe - er hatte damals die Mitglieder des AStA der Uni Göttingen als
"ganz gewöhnliche kleine Kriminelle" bezeichnet - schuldig geblieben.
Bastian Behrens wrote:
> Das glauben Euch doch nicht mal mehr die TAZ-Redakteure
Dabei geht's auch nicht um's "glauben", sondern um einfaches logisches
Denken.
Es ist ganz einfach: Wenn die Zustände innerhalb einer größeren Anzahl
deutscher Studierendenschaften wirklich so schlimm sind wie Du und
andere immer wieder glauben machen wollen, warum schicken die
Studierenden dieser Hochschulen ihre Vertretungen dann nicht einfach in
die Wüste? Es wäre bei Wahlbeteiligungen von z.T. noch unter 10% ein
leichtes, eine satte Mehrheit im entsprechenden Studierendenparlament zu
bekommen und entweder per Satzungsänderung die Studierendenvertretung
faktisch abzuschaffen oder aber eine neue, bessere
Studierendenvertretung aufzuziehen.
Wenn's unter 10.000+ Studierenden niemanden gibt, die oder der das
ernsthaft probiert, dann ist das IMHO ein sehr sicheres Zeichen dafür,
daß der dafür notwendige Leidensdruck bei einer großen Mehrheit der
Studierenden der betreffenden Hochschulen entweder gar nicht vorhanden
oder noch nicht groß genug ist. Wenn 80% der Studierenden nicht zu Wahl
gehen, dann sehen diese 80% auch keinen besonderen Grund, irgendetwas an
ihrer Studierendenschaft grundlegend zu ändern, oder kurz: Wer nicht
wählt, wählt die, die gewählt werden.
> Aber, aber, garniemalsnicht würde ich einen Erstsemester anschreien
hatte ich auch nicht wirklich erwartet.
> und Hilko ist noch viiiiel harmloser als ich. Meistens jedenfalls.
Sicher? ;-)
> > Deutscher Studenten verstehen sich weiß Gott nicht als
> > Burschenschaft.
>
> Nicht unbedingt. Obwohl wir mit denen wahrscheinlich mehr gemeinsam
> haben als mit Euch, von Äußerlichkeiten mal abgesehen.
Wußte ich's doch.
> > kannst: Die große, weite Welt der Studentenverbindungen läßt sich in
> > etwa so klassifizieren:
>
> Hübsches Schema!
Ja, danach habe ich damals in der Fuxenzeit gelernt, welcher Verband wo
steht. Die richtige Version unterscheidet noch zwischen farbentragend
und farbenführend, das war mir aber für hier erstmal zu kompliziert.
Habt Ihr eigentlich die Bavarenfahne? Die leiden schon fürchterlich und
rufen täglich mehrmals bei *uns* an;-)
MfbrG,
Franz S. Borgerding R-S! Nm!
p.s.: Für diejenigen, die meine Mailadresse bei sich verwahren: Bitte
nehmt die neue, ich habe gerade gekündigt.
Jens Bolten schrieb:
>
> IMHO wird andersherum eher ein Schuh daraus: Wenn nur 15-20% sich an die
> Wahlurnen bequemen, dann sind mindestens 80% zumindest so zufireden mit
> ihrer Interessenvertretung, daß sie nicht aktiv - beispielsweise durch
> eine Wahlteilnahme oder gar durch die eigene Kandidatur - gegen sie
> vorgehen.
:-)))))))))))))))))))
Das glauben Euch doch nicht mal mehr die TAZ-Redakteure
Bastian
Timur Cetin schrieb:
>
> Worum ging es denn da? Wie rechts ist der VDSt wirklich? (klingt villeicht
> blöd, aber micht würde mal die Sicht von der "anderen Seite"
> interssieren).
Der AStA hat in den vergangenen Jahren diverse Artikel über den VDSt zu Bremen
in seinem 30S-Magazin veröffentlicht.Wobei es sich eigentlich nur um einen -
immer etwas modifizierten - Beitrag handelte. Dieser war so offensichtlich
falsch und beleidigend, dass wir dagegen geklagt haben. Ergebnis: Das
Oberverwaltungsgericht (OVG) hat es dem AStA bei hoher Strafe verboten
zukünftig diesen Unsinn weiter zu verbreiten.
Hintergrund: Der Bremer AStA befindet sich - wie übrigens fast alle
Studentenvertretungen - in der finalen Existenzkrise. Die Studenten sind heute
weder an AStA-Arbeit noch an einer Vertretung durch AStA und Co interessiert.
Entsprechend ist die Wahlbeteiligung auf ca. 10% gesunken und der AStA hat
extreme Nachwuchsprobleme.
In diesem Kontext haben die Jungs und Mädels natürlich nur noch rot gesehen,
als sich eine aktive Studentenverbindung an "ihrer" Uni erfolgreich etabliert
hat. Und das auch noch mit Unterstützung des Senats und Rektorats. Da sind so
einige kleine Sozialistenwelten zusammengebrochen ;-)
>
> Würde mich einfach mal interessieren, ich will ja auch ein bisschen was
> über die Uni wissen, an der ich studiere.
Du bist gerne eingeladen mal bei uns reinzuschauen und Dir selbst ein Bild zu
machen...
bis bald,
bastian
Zum Beitrag von Batian folgende Anmerkung:
>Wobei es sich eigentlich nur um einen -
>immer etwas modifizierten - Beitrag handelte. Dieser war so offensichtlich
>falsch und beleidigend, dass wir dagegen geklagt haben.
"Ihr" könnt nicht geklagt haben, da der VDSt keine juristische Person ist. Ein
Einzelner von Euch hat vielleicht geklagt.>
Ergebnis: Das
>Oberverwaltungsgericht (OVG) hat es dem AStA bei hoher Strafe verboten
>zukünftig diesen Unsinn weiter zu verbreiten.
Den Deiner Meinung nach geschriebenen "Unsinn" hat das OVG nicht abgeurteilt,
sondern die nach Auffassung des OVG unzulässige Meinungsäußerung seitens des
Bremer AStA als Körperschaft öffentlichen Rechtes.
>Die Studenten sind heute
>weder an AStA-Arbeit noch an einer Vertretung durch AStA und Co interessiert.
>Entsprechend ist die Wahlbeteiligung auf ca. 10% gesunken und der AStA hat
>extreme Nachwuchsprobleme.
Das ist Bastians Meinung, sonst nichts.
>Du bist gerne eingeladen mal bei uns reinzuschauen und Dir selbst ein Bild zu
>machen...
Erzählt Ihr dem Interessierten auch über Eure antisemitische Vergangenheit oder
leidet der Bremer VDSt diesbezüglich wie andereKorporationen auch unter
Gedächtnisverlust?
Gruß
Stephan
Hallole !
>>Die Studenten sind heute
>>weder an AStA-Arbeit noch an einer Vertretung durch AStA und Co interessiert.
>>Entsprechend ist die Wahlbeteiligung auf ca. 10% gesunken und der AStA hat
>>extreme Nachwuchsprobleme.
> Das ist Bastians Meinung, sonst nichts.
Wie steht dazu schon in der Bibel:
"Ihr seit aus nichts, und Euer Tun ist auch aus nichts,
und Euch zu waehlen ist mir ein Greuel."
=;-P
> Erzählt Ihr dem Interessierten auch über Eure antisemitische Vergangenheit oder
> leidet der Bremer VDSt diesbezüglich wie andere Korporationen auch unter
> Gedächtnisverlust?
Dieser Vorwurf an die Korporationen kommt ja regelmaessig.
Um es aus der Sicht meines Bundes mal darzustellen: Wir
verschweigen und vergessen gar nichts. Wer uns fragt,
bekommt zu allem eine offene und ehrliche Antwort.
Nur, natuerlich druecken wir das Gespraech ueber unsere Ver-
gangenheit und besonders deren problematischen Stellen nicht
als erstes jedem Interessierten rein, der sich mal bei uns
umschaut - denn die allermeisten interessiert das ueberhaupt
nicht, was der Bund vor (x)xx Jahren gemacht hat. Die interes-
siert, was wir heute sind und machen.
>denn die allermeisten interessiert das ueberhaupt
>nicht, was der Bund vor (x)xx Jahren gemacht hat. Die interes-
>siert, was wir heute sind und machen.
Nun ja, so einfach ist es nicht. Denn die Erstsemester sind ja oftmals nicht
einmal im Bilde, dass es überhaupt eine "Vergangenheit" der Korporationen gibt,
und sicherlich kennen sie nicht die doch sehr spezifische Vergangeheit des
jeweiligen Verbandes/Verbindung.
Dass ihr - angesichts der doch eher unrühmlichen Vergangenheit - nicht daran
interessiert seid, den Interessierten diese zu erzählen, ist naheliegend,
gelle!
Gruß
Stephan
Hallole !
>>denn die allermeisten interessiert das ueberhaupt
>>nicht, was der Bund vor (x)xx Jahren gemacht hat. Die interes-
>>siert, was wir heute sind und machen.
> Nun ja, so einfach ist es nicht. Denn die Erstsemester sind ja oftmals nicht
> einmal im Bilde, dass es überhaupt eine "Vergangenheit" der Korporationen gibt,
> und sicherlich kennen sie nicht die doch sehr spezifische Vergangeheit des
> jeweiligen Verbandes/Verbindung.
Ja.
> Dass ihr - angesichts der doch eher unrühmlichen Vergangenheit - nicht daran
> interessiert seid, den Interessierten diese zu erzählen, ist naheliegend,
> gelle!
So what?
Kang1702 schrieb:
> >Du bist gerne eingeladen mal bei uns reinzuschauen und Dir selbst ein Bild zu
> >machen...
>
> Erzählt Ihr dem Interessierten auch über Eure antisemitische Vergangenheit oder
> leidet der Bremer VDSt diesbezüglich wie andereKorporationen auch unter
> Gedächtnisverlust?
Der VDSt zu Bremen wurde 1993 gegründet. Wir haben keine antisemitische
Vergangenheit.
Beste Grüße, Bastian
Timur Cetin schrieb:
> Wie "etabliert" und aktiv ist denn der VDSt in Bremen und in welcher Form werdet
> Ihr von Senat und Rekorat unterstützt?
;-)
Bastian
> >denn die allermeisten interessiert das ueberhaupt nicht, was der
> >Bund vor (x)xx Jahren gemacht hat. Die interes- siert, was wir
> >heute sind und machen.
>
> Nun ja, so einfach ist es nicht. Denn die Erstsemester sind ja
> oftmals nicht einmal im Bilde, dass es überhaupt eine
> "Vergangenheit" der Korporationen gibt,
Doch, es ist so einfach.
Ich erzähle einem Interessenten über den VVDSt, der ja seit deutlich
mehr als 100 Jahren besteht und sicherlich auch eine nationalistische
Vergangenheit hat.
Ich erzähle also vielleicht von der jahrzehntelangen Tradition, davon,
daß die Idee einer studentischen Verbindung ja nicht so veraltet sein
kann, da sie offenbar heute auch noch funktioniert, etc..
Von einem Studenten kann man doch erwarten, daß er mitdenken kann.
Wenn ihm also auffällt, daß es uns ja vielleicht auch in den 30er und
40er Jahren gegeben haben könnte, dann steht es ihm frei, mir Fragen
dazu zu stellen und zu erwarten, daß er eine ehrliche Antwort bekommt.
Zu meiner Antwort gehört dann im konkreten Falle (Karlsruhe) auch, daß
wir erst 1957 gegründet worden sind und _als einzelner Bund_ keine
nationalistische oder antisemitsche Vergangenheit haben.
Kurz: Ich versuche, gute Werbung für den VDSt zu machen, mit dem Ziel
neue Mitglieder keilen zu können. Ich bin damit vielleicht nicht über
alle Maßen offen -- das muß ich auch nicht -- aber ehrlich bin ich
doch. Unehrlich wäre, Vergangenheit zu leugnen.
> und sicherlich kennen sie nicht die doch sehr spezifische
> Vergangeheit des jeweiligen Verbandes/Verbindung.
Natürlich nicht. Die Beschäftigung damit findet aber in den
Fuxenstunden statt.
> Dass ihr - angesichts der doch eher unrühmlichen Vergangenheit -
> nicht daran interessiert seid, den Interessierten diese zu erzählen,
> ist naheliegend, gelle!
Ersetze "zu erzählen" durch "bei erster Gelegenheit auf die Nase zu
binden", und Du bist der wirklichen Situation ein gutes Stück näher.
Eine Analogie, ich hoffe, daß sie Dir nicht allzusehr hinkt:
Die PDS weist doch auch nicht jedes Neumitglied extra darauf hin, aus
welcher Partei sie hervorgegangen ist. Sie bezieht für ihre
Vergangenheit aber immer noch jede Menge politische Prügel, vielfach
ohne daß die anderen Parteien mit dem aktuellen politischen
Mitstreiter PDS auseinandersetzen würden. Traurig, aber wahr. Wenn in
dieser Partei aber eine Gefahr für den Staat zu sehen ist, wie
offenbar einige meinen, dann liegt sie ganz bestimmt nicht in ihrer
Vergangenheit.
-Hilko
Vielen Dank für Deine Antwort. Du stellst sicherlich eher eine Ausnahme für
Deinen VDSt dar.
Zum Vergleich PDS und Korporationen: Der hinkt in der Tat, da allein der Zweck
und die Institition unterschiedlich sind.
Gruß
Stephan
Kang1702 schrieb:
>
> Vielen Dank für Deine Antwort. Du stellst sicherlich eher eine Ausnahme für
> Deinen VDSt dar.
Das glaube ich kaum. In den letzten 3 Jahren sind entsprechende
Veröffentlichungen (schonungslose Darstellung der Gündungsgeschichte des
VVDSt bis hin zu 1938) erschienen. In diesen zwei Büchern kommen zu
einem großen Teil auch verbandsfremde Autoren zu Wort.
Die Bücher sind öffentlich zugänglich.
Sie werden von Seiten des Verbandes den Bünden empfohlen, gerade um auch
damit die Mitglieder über die Verbandsgeschichte "auszubilden".
Detailfragen interessieren aber die Interessenten bei den ersten
Gesprächen i.d.R. nicht. Wenn sie fragen bekommen sie Antwort.
Entscheidend ist aber die Veränderung des VVDSt nach 1945. Unsere
heutigen Mitglieder treten mit dem Wissen um die Vergangenheit für
andere Ziele ein.
Und wenn Du an denen etwas auszusetzen hast, können wir uns gerne über
das heutige Bild des VVDSt unterhalten.
Die Inhalte der Veröffentlichungen werden mit Sicherheit auch in die
Neuauflage des Verbandshandbuches einfließen.
Und wenn Du uns jetzt vorhalten willst, warum erst jetzt, dann nur mal
so zum Vergleich: Selbst ein Konzern wie VW veröffentlicht erst seit ca.
2 Jahren seine Konzerngeschichte schonungslos ohne entsprechende
Verharmlosungen der Jahre 1933-1945. Besser spät, als gar nicht!
Grüße!
Alex
> Vielen Dank für Deine Antwort. Du stellst sicherlich eher eine Ausnahme für
> Deinen VDSt dar.
Typische Argumentation: wenn ein Korporationskritiker auf einen
Korporierten trifft, der nicht in Bild der Vorurteile paßt, dann ist er
eine Ausnahme. Wann begreifst Du, daß das bekannte Zerrbild
"frauenfeindlich und rechtsradikal" die Ausnahme ist?
Gruß,
MM Z!Z!
PS: Du stellst in dieser NG eher eine Ausnahme da, denn die Netikette
verlangt das Posten unter Realname.
> Vielen Dank für Deine Antwort. Du stellst sicherlich eher eine
> Ausnahme für Deinen VDSt dar.
Das klingt ja fast wie eine Ehrung!
Inwiefern könnte ich eine Ausnahme sein?
Meine politische Meinung kann das nicht betreffen, da politischer
Pluralismus bei uns kein Fremdwort ist. Im Gegenteil, politische
Diskussion wäre doch uninteressant, wenn wir alle die gleiche Meinung
vertreten würden.
Meine Art des Umgangs mit der Geschichte des VVDSt kann das auch nicht
betreffen, daran ist soviel besonderes nicht.
Und meine Überzeugung, daß man von jemandem, der es in seinem Leben
immerhin bis zur Allgemeinen Hochschulreife gebracht hat, ein
rudimentäres Mitdenken erwarten kann, wird ja so außerordentlich auch
nicht sein.
Oder sollte der Satz etwa schlicht plumpe Pöbelei gegen die Vereine
Deutscher Studenten gewesen sein? Darauf kann ich gut verzichten,
danke.
> Zum Vergleich PDS und Korporationen: Der hinkt in der Tat, da allein
> der Zweck und die Institition unterschiedlich sind.
Das ist mir noch zuwenig Grund zum Hinken.
Die Parallele jedenfalls sehe ich wie folgt:
Sowohl einige Verbindungen als auch die PDS haben eine unrühmliche
Vergangenheit (vor 1945 bzw. vor 1989), zu der sie wohl oder übel
stehen müssen.
Entweder weil es für ihr heutiges Wirken keine Ansatzpunkte zur Kritik
gibt oder weil ein platter Angriff eben so viel einfacher ist
("Vertreter der Reaktion" vs. "Rote Socken"), beschäftigt sich ein
Großteil der Kritik ausschließlich mit der Geschichte.
-Hil *Honig aus dem Bart wisch* ko
>In diesen zwei Büchern kommen zu
>einem großen Teil auch verbandsfremde Autoren zu Wort.
>Die Bücher sind öffentlich zugänglich.
Wäre über ISBN oder Herausgeber dankbar. Euer neues Verbandshandbuch
interessiert mich natürlich auch. Ist es auch öffentlich zugänglich?
>Selbst ein Konzern wie VW veröffentlicht erst seit ca.
>2 Jahren seine Konzerngeschichte schonungslos ohne entsprechende
>Verharmlosungen der Jahre 1933-1945. Besser spät, als gar nicht!
>
Man muß sich ja nicht gerade an den Schlechtesten der "Geschichtsaufarbeiter"
messen, oder?
Gruß
Stephan
>Wann begreifst Du, daß das bekannte Zerrbild
>"frauenfeindlich und rechtsradikal" die Ausnahme ist?
Wann begreifst Du, dass "rechtsradikal und frauenfeindlich" unter Korporierten
weiter verbreitet ist, als Du annimmst?
Stephan
N'Abend Alex!
> Bünden empfohlen, gerade um auch damit die Mitglieder über die
> Verbandsgeschichte "auszubilden".
Ist das Buch von Roos-Schumacher wieder auf Lager?
> Detailfragen interessieren aber die Interessenten bei den ersten
> Gesprächen i.d.R. nicht. Wenn sie fragen bekommen sie Antwort.
Ebend. Ich kann micht nicht an jemanden erinnern, den diese so
gewonnenen Erkenntnisse davon abgehalten hätten, aktiv zu werden.
> Entscheidend ist aber die Veränderung des VVDSt nach 1945. Unsere
> heutigen Mitglieder treten mit dem Wissen um die Vergangenheit für
> andere Ziele ein. Und wenn Du an denen etwas auszusetzen hast,
> können wir uns gerne über das heutige Bild des VVDSt unterhalten.
Wie sagte mir ein Bundesbruder neulich beim Betrachten einer Reihe
alter Bilder:
Er glaube nicht, daß er mit seiner heutigen Erziehung in einen
damaligen VDSt eingetreten wäre.
Dem kann man wenig hinzufügen.
Und bevor jetzt jemand mir die Mitglieder vorhält, die damals aktiv
geworden sind und heute noch Mitglied sind: Auch diese sind lernfähig.
Gruß,
Gerhard
> Hallo Hilko! Vielen Dank für Deine Antwort. Du stellst sicherlich
> eher eine Ausnahme für Deinen VDSt dar.
Alle meine Bundesbrüder sind Ausnahmen in unserem VDSt. Den
Einheitsbundesbruder brauchen wir nicht.
Blösinnige Pöbeleien auch nicht.
Ich würde ja wieder nach dag° umleiten, aber das verstehst Du ja doch
nicht.
N'Abend Franz!
>> und Hilko ist noch viiiiel harmloser als ich. Meistens jedenfalls.
> Sicher? ;-)
Ziemlich, aber man weiß ja nie ;-)
>> haben als mit Euch, von Äußerlichkeiten mal abgesehen.
> Wußte ich's doch.
Es gibt da sogar ein Abkommen zwischen DB und VVDSt.
> Ja, danach habe ich damals in der Fuxenzeit gelernt, welcher Verband
> wo steht. Die richtige Version unterscheidet noch zwischen
> farbentragend und farbenführend, das war mir aber für hier erstmal
> zu kompliziert.
Ja, mit dem Unterschied könnte man wohl auch viele Korporierte auf's
Glatteis führen.
> Habt Ihr eigentlich die Bavarenfahne? Die leiden schon fürchterlich
> und rufen täglich mehrmals bei *uns* an;-)
Nee, glaube ich nicht. Andererseits war ich länger nicht mehr adH.
> p.s.: Für diejenigen, die meine Mailadresse bei sich verwahren:
> Bitte nehmt die neue, ich habe gerade gekündigt.
Ist das eine gute oder ein schlechte Nachricht?
Gruß,
Gerhard
> Wäre über ISBN oder Herausgeber dankbar. Euer neues Verbandshandbuch
> interessiert mich natürlich auch. Ist es auch öffentlich zugänglich?
Ich habe heute meinen großzügigen Tag:
<http://www.sh-verlag.de/cgi-bin/webshop.cgi?f=NR&c=389498077X&t=temartic>
<http://www.sh-verlag.de/cgi-bin/webshop.cgi?f=NR&c=3894980575&t=temartic>
Ferner gibt es noch das Buch von Frau Dr. Roos-Schumacher über den
KVVDSt im Kaiserreich, das evtl. aber vergriffen ist. Zumindest konnte
uns die Verbandsbücherstelle nicht weiterhelfen.
Die neueste Ausgabe des Verbandshandbuchs ist ca. 10 Jahre alt. Einige
Unibibliotheken haben es.
> Man muß sich ja nicht gerade an den Schlechtesten der
> "Geschichtsaufarbeiter" messen, oder?
Nur wenige Institutionen waren früher bereit, sich mit ihrer
Vergangenheit kritisch zu beschäftigen. Warum sollten
Studentenverbindungen da eine Ausnahme sein?
Gruß,
Gerhard
Gerhard Killesreiter schrieb:
>
> > Bünden empfohlen, gerade um auch damit die Mitglieder über die
> > Verbandsgeschichte "auszubilden".
>
> Ist das Buch von Roos-Schumacher wieder auf Lager?
Nein, leider nicht, aber es dürfte in ziemlich allen Unibibliotheken
vorhanden sein. Ich habe es selbst leider nicht. Für den ersten Einstieg
sollte aber ihr Beitrag in "Kaisertreue-Führergedanke-Demokratie"
reichen.
Gute Nacht!
Alex
Hi Gerhard,
> > Habt Ihr eigentlich die Bavarenfahne? Die leiden schon fürchterlich
> > und rufen täglich mehrmals bei *uns* an;-)
>
> Nee, glaube ich nicht. Andererseits war ich länger nicht mehr adH.
war vielleicht auch ein Fehler meinerseits. Ich meinte "Dich in
Karlsruhe", nicht "Dich in Freiburg".
> > p.s.: Für diejenigen, die meine Mailadresse bei sich verwahren:
> > Bitte nehmt die neue, ich habe gerade gekündigt.
>
> Ist das eine gute oder ein schlechte Nachricht?
Eine sehr gute!
MfbrG,
Franz S. Borgerding v/o Cai R-S! Nm!
Deine Mühen in allen Ehren, aber ich befürchte, daß es in diesem Fall wenig
Sinn hat...
Allerdings würde mich sehr interessieren, woher der Herr Kritiker sein
Informationen bezieht bzw. sich solch ein deutliches Bild machen konnte.
Grüße
André Bach
B! Alemannia Leipzig-Erlangen zu Bambergim CCB im SB
http://www.uni-bamberg.de/stud/alemannia
<schl...@mail.uni-mainz.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3A0D17B8...@mail.uni-mainz.de...
>
>
> Kang1702 schrieb:
> ...Und die Erde ist eine Scheibe (scnr).
> Klaus Schlupp Os94
> Osnabrücker Wingolf
Natürlich sind Rechtsradikalismus und Frauenfeindlichkeit in Korporationen
weiter verbreitet...
...als in linksradikalen Frauengruppen!
Alex Dinhobl, Wien