Zu Analysezwecken habe ich eine Datenbank zu Verbindungen der großen
deutschen/österrechischen Verbände erstellt. Leider ist cousin zur Zeit
offline, so dass ich dort nichts abfragen konnte. Bei der Nutzung sind auch
die Anmerkungen der Datenbankbeschreibung zu beachten (s.u.).
Die Datenbank/Tabelle habe ich in drei Formaten ins Netz gestellt. Unter
http://www.netzschmidt.de/downloads/downloads.php3?Category=8
werden die drei Formate PDF (Adobe Acrobat, 97kb), SDC (StarOffice, 179kb)
und XLS (MS Excel,183kb) angeboten.
(Alternativ: Meine HP -> Downloads -> Datenbanken & Statistiken)
Vielleicht hat ja jemand Verwendung für das Material. Ich freue mich ggf. um
Korrekturen und Ergänzungen.
Mit den besten Wünschen
Dirk Schmidt
Corps Neoborussia-Berlin zu Bochum
Corps Normannia-Halle zu Gießen
Beschreibung:
Diese mit StarOffice 5.0 erstellte Tabelle umfasst Studentenverbindungen in
Österreich und Deutschland. Die Spalte Verband wurde zu Analysezwecken auf
DB, VVDSt, CC, CV, KV, KSCV verkürzt. Insgesamt gingen in die Tabelle
Verbindungen ein, die sich in DB, DBÖ, VVDSt, CC, ÖLTC, CV, ÖCV, ÖKV, KSCV
(mit AGÖC) und die Burschenschaften, die auch in der ARGE Graz und dem WKR
sind. Zusammen mit der Rubrik Verband wurden Name, Sitz, Land und URL (Link)
erfasst, sofern einer vorhanden war.
Die Arbeitsmappe umfasst weiterhin einige Statistiken zur Tabelle und
Kreuztabelle mit Sortierungen nach Verband und Sitz bezogen auf die
Verbindungen und separat auf die, die eine Internetseite haben. Achtung!
Einige Verbindungen haben mehr als eine Seite.
Diese Datei habe ich aus StarOffice 5.0 exportiert und reformatiert.
Die Daten gehen auf die Linklisten der Dachverbände und eigene
Internetrecherche auf Verbindungsseiten und mit Google zurück.
#--
ggf. mit freundlichen Grüßen
Dirk Schmidt
P.S.: Auf der Suche nach mir? Auf meiner Homepage http://www.netzschmidt.de
steht, wie ich zu erreichen bin.
> Vielleicht hat ja jemand Verwendung für das Material. Ich freue mich ggf.
um
> Korrekturen und Ergänzungen.
für die "Datenbank" danke ich Dir meinersteits recht herzlich und so komme
ich Deiner Bitte um Eränzung sofort nach.. ;-)
B! Cimbria Nürnberg --> http://www.cimbria-nuernberg.de
Gruß,
Frank Kimmerle
B! Cimbria Nürnberg
Mit fliegerschaftlichem Gruße Meinhard Wessiak
> Ich habe ebenso eine Ergänzung für Sie, nämlich die Akad. Fliegerschaft
> Wieland-Staufen zu Graz, die allerletzte noch bestehende Fliegerschaft.
>
> www.fliegerschaft.at
Die HP ist kaputt, sie funktioniert nicht ohne Flash.
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Verband der Vereine Deutscher Studenten
<http://www.VDSt.net>
> Zu Analysezwecken habe ich eine Datenbank zu Verbindungen der großen
> deutschen/österrechischen Verbände erstellt.
Was für eine Analyse war das denn? Wissenschaftliche Arbeit?
Markus
alsatia.de
--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
------------------------------------------------------------------------
"Webforen sind für mich so ziemlich die dümmste Kommunikationsform
seit Abschaffung der Buschtrommel." Wolfgang Krietsch in drmm
Ich habe die Datenbank aufgrund eines bestimmten Forschungsinteresses
meinerseits gestellt.
Verbandsfreie, nicht-schlagende Burschenschaften (ebenso RDKB, SB
etc.) fehlen in der Übersicht. Ich wollte nur DB und daran hängende,
daher habe ich auch die NDB herausgelassen.
Was mir besonders fehlt, wären Burschenschaften in Österreich, die in
den letzten Jahren eventuell aus DB oder DBÖ ausgeschieden sind. Falls
es die gibt.
Grüße
Dirk
"Frank Kimmerle" <sp...@uni.de> wrote in message news:<a38md5$uhk$01$1...@news.t-online.com>...
Dass es noch eine Fliegerschaft gibt, nehme ich mit Interesse war. Da
ich aber meine Datenbank für Analysezwecke von Verbindungstypen
brauche, die sowohl in Österreich und Deutschland vertreten sind,
schliesst sich die www.fliegerschaft.de leider selbst definiert aus.
Aber dank! Ich kenn da ein Corps, dass mal eine Fliegerschaft gewesen
sein soll. Daher verfolge ich das mal unter andere Gesichtspunkten.
Mit corpsstudentischen Grüßen
Dirk Schmidt
Wessiak Meinhard <mein...@sbox.tu-graz.ac.at> wrote in message news:<3C57FA5D...@sbox.tu-graz.ac.at>...
Ich bin gefragt worden, warum dieser und jener Verband fehlt. Das hat
etwas mit dem Zweck der Datenbank zu tun.
Ich habe die Datenbank NICHT zusammengestellt, um eine Übersicht über
alle Verbindungen im Netz zu geben.
Ich arbeite gerade (politikwissenschaftlich) an einer Problemstellung,
wo ich Verbände anhand des Nationsbegriffs (siehe Thread zum Thema
"Deutsch", der Lurker verrät sich) untersuche. Daher gibt es nur
Verbände bzw. solche die ich zu einem zusammenfasse, wo ich
gleichartiges in entsprechender Anzahl in Deutschland und Österrreich
entdecke. Daher die Paarungen CV-ÖCV, KV-ÖKV, DB/DBÖ +
Arbeitsgemeinschaft Grazer Burschenschaften + Burschenschaften des
WKR, KSCV inkl. Arbeitsgemeinschaft Österreicher Corps (AGÖC, alle im
KSCV) und VDSt.
Das sollte erklären, warum die Liste mit über 600 Verbindungen endete.
Ich hätte so auch Corps allgemein fassen können. Dass die Weinheimer
fehlen liegt nicht an Kösener Überheblichkeit, sondern vielmehr daran,
dass sie mir nur die Gesamtheit deutscher Corps erhöht hätten, ohne
dass ich weitere Erkenntnisse über Pendants in Österreich gewonnen
hätte. Dem Verband WSC kann ich ja kein einziges österreichisches
WSC-Corps gegenüberstellen.
MdbW
Dirk Schmidt
> Verbandsfreie, nicht-schlagende Burschenschaften (ebenso RDKB, SB
> etc.) fehlen in der Übersicht. Ich wollte nur DB und daran hängende,
> daher habe ich auch die NDB herausgelassen.
Dann bitte ich doch darum die VVDSt aus dieser Liste zu streichen.
Und was macht dann der CC in der Liste?
Nebenbei: http://got.to/quote bzw.
http://www.volker-gringmuth.de/usenet/zitier.htm
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Physiker gehören zu einer bedrohten Art.
Dirk Maxeiner, Wissenschaftspublizist, in der Welt, 6.4.2000
In dem Falle sei auf die Darmstädter Burschenschaft [1][2] verwiesen,
die regelmäßig ihre Mitglieder zum Segelfliegen schickt. Fliegerschaft
sind die zwar nicht gewesen, aber wer weiß ob's nicht doch interessiert.
Philipp Schwartz
[1] <http://www.germania-darmstadt.de/>
[2] übrigens bitte nicht zu verwechseln mit der Alten Darmstädter
Burschenschaft Germania
--
L! im CC Slesvico-Holsatia v.m. L! Cheruscia zu Kiel et
T! im CC Merovingia zu Darmstadt
Ich werde wohl mal ein >>abstract<< meines Projektes hier posten
müssen. Bei der Beschreibung des Datenbestandes habe ich bereits
beschrieben, das ich Studentenverbindungen in Deutschland und
Österreich vergleichen will. Um den Unterschied herauszuarbeiten
sollte möglichst wenig an sonstigen Variablen verändert werden. Daraus
ergibt sich, dass ich "Verbände/Bewegungen" konstruiere, die sowohl in
Deutschland als auch in Österreich vertreten sind.
Ich vergleich fünf Gruppen, die ich nach den größeren deutschen
Dachverbänden bezeichen - daher die Verwirrung mit der Spalte Verband
-: DB (DB+DBÖ+ARGE Graz+WKR-Bruschenschaften), CC (Coburger Convent +
ÖLTC), CV (CV+ÖCV), KV (KVüÖKV), KSCV
Austritte, Vertagungen der letzten Zeit sind dabei nicht so wichtig
...
Ich will anhand der Dachverbandgruppen die Verbindungen einsortieren
können.
Burschenschaften sind nur eine Gruppe im Datenbestand. Alles, was
Burschenschaft heisst, will ich gar nich aufnehmen, da die Spannweite
zu groß ist. Als Kriterium werd ich wohl die Zugehörigkeit zu einem
der Verbände DB,DBÖ, WKR oder ARGE Graz und die Selbstbezeichnung als
Burschenschaft nehmen. Verbandsfreie deutsche Burschenschaften fallen
so auch heraus ...
Sollte jetzt klar geworden sein und meinen Datenbestand in Bezug auf
eine "vollständige Liste aller Verbindungen im Netz" relativieren.
MdbW
Dirk Schmidt
In meiner Arbeit präsentiere ich ein Modell, dass die "politische
Einstellung"/"Identität" von Studentenverbindungen anhand eines
Modells erklären will. Dazu verwende ich den Ansatz des
akteurzentrierten Institutionalismus von Scharpf, ums mir einfach zu
machen.
Das Modell kennt eine abhängige und zwei unabhängige Variablen.
Abhängige Variable ist der durch die Studentenverbindung
vertretene/verwandte Nationsbegriff, wofür ich eine Skala mit den
Extremen Kultur- und Staatsnation konstruiere. Die unabhängigen
Variabelen sind dann die zugehörige Soziale Bewegung, im Ideallfall
der Dachverband, und der gesellschaftliche Kontext, genauer der Sitz
in Österreich oder der BRD als dichotomes Merkmal.
Okay, soweit das Modell, dass ich dann empirisch belegen will.
Zur empirischen Prüfung des Modells will ich es mit einer
quantitativen Inhaltsanalyse (content analysis) versuchen. Da
unterscheidet sich dann mein Untersuchungsfeld. Ich will die Analyse
anhand von WWW-Seiten vornehmen. Statt exemplarisch ggf. die Zeitungen
von einigen typischen Studentenverbindungen über einen bestimmten
Zeitraum zu untersuchen, will ich lieber in die Fläche gehen.
Insgesamt werden so mehr Studentenverbindungen untersucht, aber
natürlich immer nur ein Exemplar einer Webseite pro Studentverbindung.
Abgesehen von all den methodischen Fragen, da die quantitative
Inhaltsanalyse von WWW-Seiten gerade erst entwickelt wird...
MdbW
Dirk Schmidt
http://www.netzschmidt./
> > Dann bitte ich doch darum die VVDSt aus dieser Liste zu streichen.
> > Und was macht dann der CC in der Liste?
> >
>
> Ich werde wohl mal ein >>abstract<< meines Projektes hier posten
> müssen. Bei der Beschreibung des Datenbestandes habe ich bereits
> beschrieben, das ich Studentenverbindungen in Deutschland und
> Österreich vergleichen will. Um den Unterschied herauszuarbeiten
> sollte möglichst wenig an sonstigen Variablen verändert werden. Daraus
> ergibt sich, dass ich "Verbände/Bewegungen" konstruiere, die sowohl in
> Deutschland als auch in Österreich vertreten sind.
Ok, klar.
> Ich vergleich fünf Gruppen, die ich nach den größeren deutschen
> Dachverbänden bezeichen - daher die Verwirrung mit der Spalte Verband
> -: DB (DB+DBÖ+ARGE Graz+WKR-Bruschenschaften), CC (Coburger Convent +
> ÖLTC), CV (CV+ÖCV), KV (KVüÖKV), KSCV
>
> Austritte, Vertagungen der letzten Zeit sind dabei nicht so wichtig
> ...
Nunja, inwiefern man zB beim VDSt Linz von »letzter Zeit« sprechen
kann, ist mir selber nicht ganz klar.
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Wer morgens um halb acht schon auf ist, dem ist aber eigentlich
alles zuzutrauen.
Andreas Kabel in: <871z0gz...@penguin.slac.stanford.edu>
> > > Zu Analysezwecken habe ich eine Datenbank zu Verbindungen der
> > > großen deutschen/österrechischen Verbände erstellt.
> >
> > Was für eine Analyse war das denn? Wissenschaftliche Arbeit?
> >
> Folgendes Projekt habe ich mir vorgenommen:
> (Auszug aus einer Mail an jemand anderen.)
>
> In meiner Arbeit präsentiere ich ein Modell, dass die "politische
> Einstellung"/"Identität" von Studentenverbindungen anhand eines
> Modells erklären will. Dazu verwende ich den Ansatz des
> akteurzentrierten Institutionalismus von Scharpf, ums mir einfach zu
> machen.
Sagt mir nichts. Bastian?
> Das Modell kennt eine abhängige und zwei unabhängige Variablen.
> Abhängige Variable ist der durch die Studentenverbindung
> vertretene/verwandte Nationsbegriff, wofür ich eine Skala mit den
> Extremen Kultur- und Staatsnation konstruiere. Die unabhängigen
Ich nehme an, daß alle Dachverbände, die sowohl in D als auch in A
vertreten sind, eher zur Kulturnation neigen.
> Variabelen sind dann die zugehörige Soziale Bewegung, im Ideallfall
> der Dachverband, und der gesellschaftliche Kontext, genauer der Sitz
> in Österreich oder der BRD als dichotomes Merkmal.
>
> Okay, soweit das Modell, dass ich dann empirisch belegen will.
>
> Zur empirischen Prüfung des Modells will ich es mit einer
> quantitativen Inhaltsanalyse (content analysis) versuchen. Da
> unterscheidet sich dann mein Untersuchungsfeld. Ich will die Analyse
> anhand von WWW-Seiten vornehmen. Statt exemplarisch ggf. die
> Zeitungen von einigen typischen Studentenverbindungen über einen
> bestimmten Zeitraum zu untersuchen, will ich lieber in die Fläche
> gehen.
Und Du meinst, das geht gut? Für Verbandszeitschriften interessiert
sich doch schon kaum wer, für www-Seiten sehe ich da völlig schwarz.
> Insgesamt werden so mehr Studentenverbindungen untersucht, aber
> natürlich immer nur ein Exemplar einer Webseite pro
> Studentverbindung. Abgesehen von all den methodischen Fragen, da die
> quantitative Inhaltsanalyse von WWW-Seiten gerade erst entwickelt
> wird...
Ich wünsche viel Spaß bin aber skeptisch, ob der Ansatz was taugt.
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Ich halte "Nur um mal eine Gruppe zu loeschen [die mir gerade nicht passt
[weil ich dann fuer 5 Minuten cool bin]]" ebenfalls nicht fuer einen
sinnvollen Grund, dcg loeschen zu wollen. (Daniel Fischer in dan.groups)
> Abhängige Variable ist der durch die Studentenverbindung
> vertretene/verwandte Nationsbegriff, wofür ich eine Skala mit den
> Extremen Kultur- und Staatsnation konstruiere.
Verstehe ich das richtig: Du willst den Nationsbegriff in einer
EINDIMENSIONALEN Skala messen, sozusagen mit einem Wert zwischen -10
("Deutschland ist Kulturnation, Staatsgrenzen sind unwichtig") und +10
("Deutschland endet an den Staatsgrenzen; was jenseits davon ist, hat
mit Deutschland nichts zu tun").
Das kann doch kaum gutgehen. Man kann doch sowohl der Kultur- als auch
der Staatsnation eine Bedeutung zumessen oder auch (wie die Freunde von
Links-Außen) beides als überflüssig (wenn nicht gar schädlich weil
inherent nationalistisch) ablehnen.
Gruß,
MM
--
===================================================================
Matthias Mühlich mueh...@iap.uni-frankfurt.de
Institut für Angewandte Physik J.W.Goethe-Universität Frankfurt
===================================================================
Gerhard Killesreiter schrieb:
> Dirk.A....@t-online.de (Dirk Schmidt) writes:
>
> > > > Zu Analysezwecken habe ich eine Datenbank zu Verbindungen der
> > > > großen deutschen/österrechischen Verbände erstellt.
> > >
> > > Was für eine Analyse war das denn? Wissenschaftliche Arbeit?
> > >
> > Folgendes Projekt habe ich mir vorgenommen:
> > (Auszug aus einer Mail an jemand anderen.)
> >
> > In meiner Arbeit präsentiere ich ein Modell, dass die "politische
> > Einstellung"/"Identität" von Studentenverbindungen anhand eines
> > Modells erklären will. Dazu verwende ich den Ansatz des
> > akteurzentrierten Institutionalismus von Scharpf, ums mir einfach zu
> > machen.
>
> Sagt mir nichts. Bastian?
Sorry - kein soziologischer Ansatz. Vermutlich Politikwissenschaft. Bei
"Akteurzentrierung" hätte ich einen Ansatz mit qualitativem
Erkenntnisinteresse erwartet - seine Variablen sind aber deskriptiv
(vermutlich dem "Institutionalismus" geschuldet). "Identität" (!) anhand
eines "Modells" (!) beschreibend (!) "erklären" (!) zu wollen halte ich für
problematisch.
Cya, BB
> Verstehe ich das richtig: Du willst den Nationsbegriff in einer
> EINDIMENSIONALEN Skala messen, sozusagen mit einem Wert zwischen -10
> ("Deutschland ist Kulturnation, Staatsgrenzen sind unwichtig") und +10
> ("Deutschland endet an den Staatsgrenzen; was jenseits davon ist, hat
> mit Deutschland nichts zu tun").
>
Ja, genauso - bis so ähnlich. Die beiden Extremprole der Skala bilden
Kultur- und Staatsnation. Dazwischen liegen Konzepte, die zwischen
beiden Positionen vermitteln à la gleichzeitigem Benntnis zum
unabhängigen, österreichischen Staat und zur deutschen Kulturnation.
Inwieweit sich die Identitäten überlagern, wird dann entsprechend
einen Ausschlag auf der Skala ausmachen. Ich denke, es wird
unterschiedliche Zusammensetzungen dieser Identitäten geben, das will
ich a) messen und b) erklären anhand eines Modells. (Kenn ich also
zwei unabhängige Variablen, kann ich auf die Identität schließen.
Vielleicht wäre Präferenz allgemeiner und passender für Identität.
Meinen Indikator hab ich, aber ich habe Probleme mit der exakten
Bezeichnung. Insgesamt hab da einige Konzepte, die mir im Kopf
schwirren.)
Die Untersuchung soll a) anhand einer quanitativen Inhaltsanalyse -
Frequenzanalyse - erfolgen und b) auch eine Bewertung der Verkoder
einschließen. Diese müssen dann erst mal im Konzept der Skala geschult
werden.
> Das kann doch kaum gutgehen. Man kann doch sowohl der Kultur- als auch
> der Staatsnation eine Bedeutung zumessen oder auch (wie die Freunde von
> Links-Au?n) beides als ?erfl?sig (wenn nicht gar sch?lich weil
> inherent nationalistisch) ablehnen.
Genau das. Aber ich denke, wenn es eine neutrale Position gibt, die
beide Bedeutungen kombiniert, dann gibt es auch Ausschläge zu den
beiden Extremen; je nach dem, welche Bedeutung Staats- bzw.
Kulturnation beigemessen wird.
MdbW
Dirk Schmidt
> --
>
> =========================
> =========================
> =================
> Matthias M?lich mueh...@iap.uni-frankfurt.de
> Institut f? Angewandte Physik J.W.Goethe-Universit? Frankfurt
> =========================
> =========================
> =================
> Gerhard Killesreiter schrieb:
> > > Dazu verwende ich den Ansatz des
> > > akteurzentrierten Institutionalismus von Scharpf, ums mir einfach zu
> > > machen.
> >
> > Sagt mir nichts. Bastian?
>
> Sorry - kein soziologischer Ansatz. Vermutlich Politikwissenschaft.
Richtig.
> Bei
> "Akteurzentrierung" hätte ich einen Ansatz mit qualitativem
> Erkenntnisinteresse erwartet - seine Variablen sind aber deskriptiv
> (vermutlich dem "Institutionalismus" geschuldet).
Stimme zu.
> "Identität" (!) anhand
> eines "Modells" (!) beschreibend (!) "erklären" (!) zu wollen halte ich für
> problematisch.
Ich könnte natürlich die Identität jeweils qualitativ herausarbeiten,
schauen, was und wer typisch ist etc. Ich hab mich aber für
quantitative Inhaltsanalyse entschlossen, da ich so auch die
unterschiedliche Relevanz zeigen kann, aber will ggf. auch die
Unterschiede in Graden messen können.
Akteurzentrierten Institutionalismus daher, da ich dann a) keine
eigene Typologie brauche und vor allem, weil ich b)mir erhoffe, falls
mein Modell stimmmt, Akteurverhalten spieltheoretisch erklären zu
können - zumindest ....
Keine Sorge! Wenn ich fertig bin, werd ich die Arbeit hier sicher
bekanntgeben.
Schluss für heute.
Grüße
Dirk Schmidt
> Die HP ist kaputt, sie funktioniert nicht ohne Flash.
Paßt zum Quoting ... ;-)
--
++ Henrik Becker ++ Henrik...@web.de ++ www.HenrikBecker.de ++
> > Das Modell kennt eine abhängige und zwei unabhängige Variablen.
> > Abhängige Variable ist der durch die Studentenverbindung
> > vertretene/verwandte Nationsbegriff, wofür ich eine Skala mit den
> > Extremen Kultur- und Staatsnation konstruiere. Die unabhängigen
>
> Ich nehme an, daß alle Dachverbände, die sowohl in D als auch in A
> vertreten sind, eher zur Kulturnation neigen.
Da müßte man erst mal die Begrifflichkeiten klären, daß es da nur ja mal
keine Verwechslungen gibt.
Der ausschlaggebende Punkt dürfte dabei sein, ob der *Wille* besteht,
miteinander eine Nation zu bilden.
Man kann ohne weiteres anerkennen (und m. E. kaum sinnvoll bestreiten),
daß Österreich und Deutschland einem gemeinsamen Kulturraum angehören,
ohne den Begriff der Kulturnation heute noch für anwendbar zu halten.
Markus
alsatia.de
--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
------------------------------------------------------------------------
So notwendig wie Freundschaft ist nichts im Leben:
<http://www.coburger-convent.de/faq/>
> > Ich nehme an, daß alle Dachverbände, die sowohl in D als auch in A
> > vertreten sind, eher zur Kulturnation neigen.
>
> Da müßte man erst mal die Begrifflichkeiten klären, daß es da nur ja
> mal keine Verwechslungen gibt.
>
> Der ausschlaggebende Punkt dürfte dabei sein, ob der *Wille*
> besteht, miteinander eine Nation zu bilden.
Der Gesamtgesellschaft, oder der Verbandsmitglieder?
> Man kann ohne weiteres anerkennen (und m. E. kaum sinnvoll
> bestreiten), daß Österreich und Deutschland einem gemeinsamen
> Kulturraum angehören, ohne den Begriff der Kulturnation heute noch
> für anwendbar zu halten.
Man kann alles mögliche tun und lassen. :o)
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Das habe ich, keine Sorge. Zwar ist meine Meinung ein wenig polemisch
ausgedrückt, aber dass man trotzdem mit mir diskutieren kann, siehst Du
ja. (Mathias Elsner in dssv)
> Markus
> alsatia.de
> > > Ich nehme an, daß alle Dachverbände, die sowohl in D als auch in A
> > > vertreten sind, eher zur Kulturnation neigen.
> >
> > Der ausschlaggebende Punkt dürfte dabei sein, ob der *Wille*
> > besteht, miteinander eine Nation zu bilden.
>
> Der Gesamtgesellschaft, oder der Verbandsmitglieder?
An sich der Gesamtgesellschaft; bei der hier angestellten Untersuchung
der Verbandsmitglieder.
Markus
alsatia.de
--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
Rau und voller Missstimmung schnäuzte sich der viel versprechende Recht-
schreibreformer Aufsehen erregend gräulich-laut und zündete sich behänd-
en Schrittes einen Glimmstängel an. Der 60-Jährige tat uns Kindern Leid.
> > Man kann ohne weiteres anerkennen (und m. E. kaum sinnvoll bestreiten),
> > daß Österreich und Deutschland einem gemeinsamen Kulturraum angehören,
> > ohne den Begriff der Kulturnation heute noch für anwendbar zu halten.
>
> gemeinsamer Kulturraum Europa oder ein deutscher Kulturraum ?
Hrgs. Selbstverständlich ist der deutsche Kulturraum eine Untermenge des
europäischen Kulturraums, aber diese Frage hättest Du Dir bestimmt
selbst beantworten können.
Markus
alsatia.de
PS: Du plenkst.
--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
»Die Position der Kassandra ist nicht populär. Es bedarf schon einer
gewaltigen Anstrenung, der Freiheit in Zukunft noch eine Chance offen-
zulassen.« Karl-Hermann Flach
Tim Eichenhofer schrieb:
> Sie haben leider meine Frage nicht ganz verstanden, aber dennoch
> beantwortet :
> Sie sehen also Österreich zugehörig zum dt. Kulturraum, wenn ich das
> ihrer Antwort richtig entnehmen kann. Nun gut. Ich würde das verwandt
> nennen, aber nicht zugehörig.
Deine Verwandten sind Dir nicht zugehörig?
> Österreich bildet für mich einen eigenen
> Kulturraum, der aber dem dt. Kulturraum entspringt.
Dieser Regionalkulturpatriotismus ist zwar verständlich - aber auch etwas
albern ;-)
Cya, BB
Vorweg: Nullquotes sind auch nicht das wahre.
http://got.to/quote
Vielleicht mal einen richtigen Newsreader(WZ) verwenden.
Ja, genau wie der bairische, der fränkische der sächsische und der
friesische Kulturraum.
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
argumente ??
liebe ? familie ??
mach was du willst ! (Simon Parviz in de.soc.studium.verbindungen)
> Sie haben leider meine Frage nicht ganz verstanden, aber dennoch
> beantwortet :
> Sie sehen also Österreich zugehörig zum dt. Kulturraum, wenn ich das
> ihrer Antwort richtig entnehmen kann.
Nicht ganz. Ich sehe Deutschland und Österreich als einem *gemeinsamem*
Kulturraum zugehörig an, das ist richtig. (Man kann sich seine
Verwandtschaft leider nicht aussuchen ... ;)
Jetzt könnte man sich noch darüber Gedanken machen, ob es der deutsche
oder der deutsch*sprachige* Kulturraum ist.
Ohne mir dazu eingehend Gedanken gemacht zu haben, erscheint es mir auf
den ersten Blick plausibel, wenn man sagt, daß Deutschland und
Österreich vormals einem gemeinsamem deutschen Kulturraum angehört haben
und nunmehr lediglich einem gemeinsamem deutschsprachigen Kulturraum
angehören.
> Österreich bildet für mich einen eigenen Kulturraum, der aber dem dt.
> Kulturraum entspringt.
Von mir aus.
Markus Gail
alsatia.de
--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
------------------------------------------------------------------------
Wird "Fondue" von "Fleischfondue" oder von "Käsefondue" abgleitet?
----> www.rechtschreibreform.com/Seiten2/Wissenschaft/964IcklerLaie.html
Bastian Behrens wrote:
> Deine Verwandten sind Dir nicht zugehörig?
>>Österreich bildet für mich einen eigenen
>>Kulturraum, der aber dem dt. Kulturraum entspringt.
> Dieser Regionalkulturpatriotismus ist zwar verständlich - aber auch etwas
> albern ;-)
Also, wenn man schon von einem deutschen und einem österreichischen
Kulturraum spricht, was ich persönlich als richtig ansehe, dann wird man
beide sicher als verwandt ansehen müssen, ebenso wie der skandinavische
Kulturraum dem deutschen sicher verwandt ist, und ebenso der romanische
beziehungen zum deutschen hat.
Der österreichische Kulturraum unterscheidet sich mE inhaltlich vom
deutschen durch sehr starke Elemente aus dem süd-, mittel- und
osteuropäischen Raum, es sind sehr starke slawische elemente
eingeflossen, sowohl im urslawischen Carantanien (heute Kärnten,
Steiermark) und weiter Richtung Süden, wie im Norden durch tschechische,
polnische, ruthenische (...) Einflüsse, im osten durch starke ungarische
Einflüsse, und im Süden und Westen die Nähe zum italienischen
Kulturraum, die gerade Tirol sehr stark geprägt hat.
Diese Mischkultur hat es in Deutschland nie in diesem Ausmaß gegeben,
dort waren es immer "deutsche" Stämme die sich vermischgelt haben.
Abgesehen davon war Österreich bis 1918 immer ein Multikultistaat mit
gegenseitiger Beeinflussung der Kulturen und die versuche, ab etwa Mitte
des 19. Jhdt, das alles unter "deutsch" zu pressen war der Anfang vom Ende.
Gruß und Segen
Catilina TTI Tir F!A-T
--
__________________________________________________
Dr.Iur. Martin Ulrich Fischer, M.A.S., Univ.-Ass.
Institut fuer Zivilgerichtliches Verfahren
Innrain 52, A-6020 Innsbruck, Austria/Europe
URL: http://info.uibk.ac.at/c/c3/c306/
__________________________________________________
1867 erfolgte die Wiedervereinigung Österreichs und Deutschlands unter
Bundeskanzler Adolf Hitler (aus einer Rechtsgeschichteprüfung 2001).
Martin Ulrich Fischer schrieb:
>
> Moin Kinners!
>
> Abgesehen davon war Österreich bis 1918 immer ein Multikultistaat mit
> gegenseitiger Beeinflussung der Kulturen und die versuche, ab etwa Mitte
> des 19. Jhdt, das alles unter "deutsch" zu pressen war der Anfang vom Ende.
Wer wollte denn in Ö-U ab 1866 alles unter "deutsch" pressen?
Es gab nur ein Problem und das war die kleindeutsche Lösung, welche
einfach eine ganze Menge Deutsche vergessen hat.
Verschärft wurde dieses Problem, indem man vielen Völkern Ö-U nicht die
gleichen Rechte wie den Ungarn einräumte.
_Das_ war IMHO der Anfang vom Ende des Vielvölkerstaates Ö-U.
> 1867 erfolgte die Wiedervereinigung Österreichs und Deutschlands unter
> Bundeskanzler Adolf Hitler (aus einer Rechtsgeschichteprüfung 2001).
*LOL*
Schön, auch in PISA-Belangen kann man von einem deutschen Kulturraum
sprechen... *g*
MfG!
AV
P.S.: Wenn "Österreich" jetzt anfängt, auf eine absolut eigenständige
Kultur zu pochen, hätte ich ganz gerne die Reichsinsignien zurück...
;-)))
Wenn Trennung der Kulturen, dann richtig! ;-)
Da bin ich mir nicht so sicher. Klar dürfte das auch nicht herauszufinden
sein.
Ich denke, der Irrglaube besteht darin, dass es nur die eine oder die andere
Konzeption gebe. Vielmehr überlagern sich verschiedene Identitäten. Zum
Beispiel eine Zugehörigkeit als deutschsprachiger, österreichischer
Staatsbürger, als Europäer und Tiroler. Aber warum immer nach Österreich
schauen. Ist Stoiber Deutscher oder Bayer?
> > > Der ausschlaggebende Punkt dürfte dabei sein, ob der *Wille*
> > > besteht, miteinander eine Nation zu bilden.
> >
> > Der Gesamtgesellschaft, oder der Verbandsmitglieder?
>
> An sich der Gesamtgesellschaft; bei der hier angestellten Untersuchung
> der Verbandsmitglieder.
Richtig. Aber mal anders: Wer ist denn bitte die Gesamtgesellschaft? Die
Menger aller Teilgesellschaften? Die einen sind für die Nation so, die
anderen für so. Okay, da ist dann wohl Politik im Spiel. Gesamtgesellschaft
dürfte dann die Mehrheit der Bürger bedeuten. (Bürger eines Staats = Bürger
der selben Nation? Mehrerer Nationen? Eines Teils der Nation?)
Dirk Schmidt
#--
http://www.netzschmidt.de/
"Markus Gail" <ga...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1f77hjb.ym05m96autcaN%ga...@gmx.de...
> Tim Eichenhofer <tim.eic...@web.de> wrote:
>
> > Sie haben leider meine Frage nicht ganz verstanden, aber dennoch
> > beantwortet :
> > Sie sehen also Österreich zugehörig zum dt. Kulturraum, wenn ich das
> > ihrer Antwort richtig entnehmen kann.
>
> Nicht ganz. Ich sehe Deutschland und Österreich als einem *gemeinsamem*
> Kulturraum zugehörig an, das ist richtig. (Man kann sich seine
> Verwandtschaft leider nicht aussuchen ... ;)
>
> Jetzt könnte man sich noch darüber Gedanken machen, ob es der deutsche
> oder der deutsch*sprachige* Kulturraum ist.
Das sind ja schon verschiedene Konzepte bis hier. Die Entscheidung zwischen
deutscher und deutschsprachiger Kuturraum sit ja schon ein Unterschied in
der Betonung. Ich denke zwischen den Extremen Kultur- und Statsnation
dürften die einen andern Ausschlag geben.
> Ohne mir dazu eingehend Gedanken gemacht zu haben, erscheint es mir auf
> den ersten Blick plausibel, wenn man sagt, daß Deutschland und
> Österreich vormals einem gemeinsamem deutschen Kulturraum angehört haben
> und nunmehr lediglich einem gemeinsamem deutschsprachigen Kulturraum
> angehören.
Auch dieses Konzeption hab ich schon mal gelesen: 1. Österreich gehörte zur
Deutschen Nation. 2. Seit wann gehört Österreich nicht mehr zur deutschen
Nation. Tja, da kann sich dann gestritten werden, ob Österreich sich schon
im Mittelalter oder erst 1945 getrennt hat. Geschieht ja auch in der
Literatur.
>
> > Österreich bildet für mich einen eigenen Kulturraum, der aber dem dt.
> > Kulturraum entspringt.
Auch ein schönes Konzept.
Und all das will ich mal versuchen in eine einheitliche Skala zu pressen.
MdbW
Dirk Schmidt
#--
http://www.netzschmidt.de/Dirk Schmidt
> > Abgesehen davon war Österreich bis 1918 immer ein Multikultistaat mit
> > gegenseitiger Beeinflussung der Kulturen und die versuche, ab etwa Mitte
> > des 19. Jhdt, das alles unter "deutsch" zu pressen war der Anfang vom
Ende.
Auch fand eine Konkurrenz der Völker untereinander statt. Beispielsweise sei
das deutsche Beamtentum erwähnt. Deutsch war dann ja auch lingua franca von
Ö-U.
> Es gab nur ein Problem und das war die kleindeutsche Lösung, welche
> einfach eine ganze Menge Deutsche vergessen hat.
Das wiederholte sich dann noch anders, als nach dem ersten Weltkrieg die
Alliierten verboten, dass 1. sich Deutsch-Österreich - ggf. mit dem
Sudetenland - an Deutschland anschloss und das 2. sich der Staat
Deutsch-Österreich nannte.
> > Nicht ganz. Ich sehe Deutschland und Österreich als einem *gemeinsamem*
> > Kulturraum zugehörig an, das ist richtig. (Man kann sich seine
> > Verwandtschaft leider nicht aussuchen ... ;)
> >
> > Jetzt könnte man sich noch darüber Gedanken machen, ob es der deutsche
> > oder der deutsch*sprachige* Kulturraum ist.
>
> Das sind ja schon verschiedene Konzepte bis hier. Die Entscheidung zwischen
> deutscher und deutschsprachiger Kuturraum sit ja schon ein Unterschied in
> der Betonung. Ich denke zwischen den Extremen Kultur- und Statsnation
> dürften die einen andern Ausschlag geben.
Das ist wohl richtig.
Man könnte allerdings einwenden, daß "deutschsprachig" ein Pleonasmus
ist.
> > Ohne mir dazu eingehend Gedanken gemacht zu haben, erscheint es mir auf
> > den ersten Blick plausibel, wenn man sagt, daß Deutschland und
> > Österreich vormals einem gemeinsamem deutschen Kulturraum angehört haben
> > und nunmehr lediglich einem gemeinsamem deutschsprachigen Kulturraum
> > angehören.
>
> Auch dieses Konzeption hab ich schon mal gelesen: 1. Österreich gehörte zur
> Deutschen Nation. 2. Seit wann gehört Österreich nicht mehr zur deutschen
> Nation. Tja, da kann sich dann gestritten werden, ob Österreich sich schon
> im Mittelalter oder erst 1945 getrennt hat. Geschieht ja auch in der
> Literatur.
Ist mir nicht bekannt. Was 1945 -- oder 1949? -- betrifft, besteht,
glaube ich, kein Klärungsbedarf. Aber welche Anhaltspunkte deuten darauf
hin, daß diese Trennung bereits im Mittelalter geschehen sein soll?
> > > Österreich bildet für mich einen eigenen Kulturraum, der aber dem dt.
> > > Kulturraum entspringt.
>
> Auch ein schönes Konzept.
>
> Und all das will ich mal versuchen in eine einheitliche Skala zu pressen.
Ins Unreine gedacht: Wie wäre es mit einem mehrdimensionalen
Koordinatensystem, in dem die Begriffe Staatsnation, Kulturnation,
biologisch, kulturell und sprachlich untergebracht werden?
Markus
alsatia.de
--
Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail>
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Grundlagen-Informationen über das Usenet: <news:de.newusers.infos>
Weitergehende Fragen zum Usenet?: <news:de.newusers.questions>
> Das wiederholte sich dann noch anders, als nach dem ersten Weltkrieg die
> Alliierten verboten, dass 1. sich Deutsch-Österreich - ggf. mit dem
> Sudetenland - an Deutschland anschloss und das 2. sich der Staat
> Deutsch-Österreich nannte.
Das Ganze fing aber schon 1815 mit der Wiener Konferenz an.
1945 ?! 1949 ?! Österreich gehörte mehr 75 Jahre lang nicht zum Dt.
Reich bis es "heimgeholt" wurde. Wie soll sich da bitte wieder etwas
zusammengefügt haben. Österreich und Deutschland waren eigentlich
schon im 19. Jahrhundert getrennt.
Guido Jurock wrote:
> |.at ist, ein Blick auf die Landkarte genügt, alles andere als ein Kreis
> |und hat mit Kultur ebensoviel zu tun wie das Leit in Leitkultur. Die Ur-
> |einwohner sind der Übergang vom Balkanesen über den Bayern und Neander-
> |taler zum Menschen. Werner Icking(+) in drf
>
> ;-)
>
> Jetzt aber schnell weg...
> ganz vergessen:
> da gibt es noch ein Zitat, das wir dann ja an einer Donaubrücke
> anbringen können:
> "Von hier sind wir aufgebrochen, den Völkern des Nordens die Kultur zu
> bringen!"
und die Brücke sollen wir Burschenschafter dann wegsprengen, oder was?
:-)
Gruß,
MM Z!Z!
>>da gibt es noch ein Zitat, das wir dann ja an einer Donaubrücke
>>anbringen können:
>>"Von hier sind wir aufgebrochen, den Völkern des Nordens die Kultur zu
>>bringen!"
> und die Brücke sollen wir Burschenschafter dann wegsprengen, oder was?
> :-)
Das tut Ihr doch mit dieser Aufschrift sonst auch immer, oder?
[disclaimer: mit dieser Aussage ist kein wie auch immer gearteter
Vorwurf einer strafbaren Handlung verbunden!]
mBuH
Catilina TTI Tir F!A-T
P.S.: Nicht daß noch jemand meint, ich würde Burschenschafter und das
faschistische Bozner Siegesdenkmal irgendwie miteinander in Verbindung
bringen...
> 1945 ?! 1949 ?! Österreich gehörte mehr 75 Jahre lang nicht zum Dt.
> Reich bis es "heimgeholt" wurde. Wie soll sich da bitte wieder etwas
> zusammengefügt haben. Österreich und Deutschland waren eigentlich
> schon im 19. Jahrhundert getrennt.
Ich meine mich jedenfalls an Äußerungen nach dem 1. Weltkrieg erinnern
zu können, daß Österreich gerne "Deutsch-Österreich" gehießen hätte,
sich alleine nicht für lebensfähig hielt und sich seinerzeit bereits den
Anschluß gewünscht hätte.
Markus Gail
alsatia.de
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Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
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"In den Duden fließt ein, was von uns benutzt wird. Das weiß doch
jede/r IdiotIn." (Soeren Todt in de.admin.news.groups)
> Tim Eichenhofer <tim.eic...@web.de> wrote:
>
>> 1945 ?! 1949 ?! Österreich gehörte mehr 75 Jahre lang nicht zum Dt.
>> Reich bis es "heimgeholt" wurde. Wie soll sich da bitte wieder etwas
>> zusammengefügt haben. Österreich und Deutschland waren eigentlich
>> schon im 19. Jahrhundert getrennt.
>
> Ich meine mich jedenfalls an Äußerungen nach dem 1. Weltkrieg erinnern
> zu können, daß Österreich gerne "Deutsch-Österreich" gehießen hätte,
> sich alleine nicht für lebensfähig hielt und sich seinerzeit bereits den
> Anschluß gewünscht hätte.
>
> Markus Gail
> alsatia.de
>
Ja und Österreich ist auch noch heute eine Großmacht.......
Ich denke die Tendenzen mancher Österreicher sich Deutschland anschließen
zu wollen kann man ähnlich betrachten wie die Unabhängigkeitsbewegung in
Bayern.
Tim Eichenhofer
AV Alania im CV zu Stuttgart
Tim Eichenhofer <tim.eic...@web.de> wrote:
>ga...@gmx.de (Markus Gail) wrote in news:1f7e0xi.s0mb2h2rrxerN%ga...@gmx.de:
>
>> Ich meine mich jedenfalls an Äußerungen nach dem 1. Weltkrieg erinnern
>> zu können, daß Österreich gerne "Deutsch-Österreich" gehießen hätte,
>> sich alleine nicht für lebensfähig hielt und sich seinerzeit bereits den
>> Anschluß gewünscht hätte.
>>
>> Markus Gail
>> alsatia.de
>>
>
>Ja und Österreich ist auch noch heute eine Großmacht.......
>Ich denke die Tendenzen mancher Österreicher sich Deutschland anschließen
>zu wollen kann man ähnlich betrachten wie die Unabhängigkeitsbewegung in
>Bayern.
zur Vertiefung möchte ich anregen, sich mal die sog. Weimarer Verfassung des
Deutschen Reichs vom 11.August 1919 anzusehen, hier besonders den Artikel 61, in
dem es u.a. heißt: "Deutschösterreich erhält nach seinem Anschluß an das Deutsche
Reich das Recht der Teilnahme am Reichsrat mit der seiner Bevölkerung
entsprechenden Stimmenzahl. Bis dahin haben die Vertreter Deutschösterreichs
beratende Stimme."
(Bei der Gelegenheit: Wer Probleme damit hat, daß sich Bayern und andere Länder
Freistaaten nennen, sollte sich Artikel 17 ansehen. Der beginnt mit:"Jedes Land
muß eine freistaatliche Verfassung haben." Mit Separatismus hat das nichts zu tun.
)
Ich habe lange Zeit in Österreich zugebracht und meine es ganz gut zu kennen,
obwohl das schon eine Weile her ist. Meiner Meinung nach gibt es heute wohl kaum
jemanden in Österreich, selbst in national-freiheitlichen Kreisen, der von einem
"Anschluß" träumt. Eine Gefahr wird nur darin gesehen, daß in zunehmenden Maße
die gemeinsame Kultur- und -soll ich sagen- ethnische Nation mit Deutschland
geleugnet wird. Ein Blick in die Siedlungsgeschichte zeigt jedoch, daß die
Österreicher überwiegend Baiern und Alemannen sind, und in der Kulturgeschichte
findet man kaum Trennendes.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Rimann
L! Viruna zu Graz im CC
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Dipl.Ing. Ulrich Rimann - Hans-Sierks-Straße 1 -
D-25746 Heide - Tel. +49 481 5570 Fax. +49 481 5571
http://www.rimann.de
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> > zusammengefügt haben. Österreich und Deutschland waren eigentlich
> > schon im 19. Jahrhundert getrennt.
>
> Ich meine mich jedenfalls an Äußerungen nach dem 1. Weltkrieg
> erinnern zu können, daß Österreich gerne "Deutsch-Österreich"
> gehießen hätte,
Richtig, wurde von den Alliierten verboten.
> sich alleine nicht für lebensfähig hielt und sich seinerzeit bereits
> den Anschluß gewünscht hätte.
Was der Grund war, weiß ich nicht. Aber daß der Hitler die
Anschlußidee nicht erfunden hat, ist klar.
Gruß,
Gerhard
--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>
Hier zählt nur, was auf dem Bildschirm zu lesen ist, und wie das
ankommt. Prima Sache, besonders bei Pickeln. Die schaffen es nur bis
zur Scheibe - nicht bis ins Netz. (hajo. Dreyfuß in dag°)
> zur Vertiefung möchte ich anregen, sich mal die sog. Weimarer Verfassung
> des Deutschen Reichs vom 11.August 1919 anzusehen, hier besonders den
> Artikel 61, in dem es u.a. heißt: "Deutschösterreich erhält nach seinem
> Anschluß an das Deutsche Reich das Recht der Teilnahme am Reichsrat mit
> der seiner Bevölkerung entsprechenden Stimmenzahl. Bis dahin haben die
> Vertreter Deutschösterreichs beratende Stimme."
Das war mir nicht bekannt. Sehr interessant. Vielen Dank!
> (Bei der Gelegenheit: Wer Probleme damit hat, daß sich Bayern und andere
> Länder Freistaaten nennen, sollte sich Artikel 17 ansehen. Der beginnt
> mit:"Jedes Land muß eine freistaatliche Verfassung haben." Mit
> Separatismus hat das nichts zu tun. )
Meines Wissens handelt es sich bei dem Wort "Freistaat" ohnehin um
nichts anderes als um eine Eindeutschung des Wortes "Republik".
Markus
alsatia.de
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Markus Gail ------- <mailto:ga...@gmx.de> - <http://home.pages.de/~gail/>
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