heute hab ich "Der Feind im Haus gesehen" eine ARD-Dokumentation über
sogenannte Mietnomaden, Leute, die Mietverträge für Wohnraum
abschließen, ohne ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In einem
Fall musste eine Vermieterfamilie Privatinsolvenz anmelden, sie waren
nicht vermögend und auf den Ertrag ihres alten Häuschens existentiell
angewiesen. Als der Betrüger dann nach über einem Jahr endlich
ausgezogen war, fingen die Vermieter an zu weinen bei der Besichtigung
des Hauses. Alles war unvorstellbar verschmutzt inkl. Kot und Urin auf
dem Holzboden, das Meiste mutwillig zerstört. Man muss es gesehen
haben, um es zu glauben. Das Haus wurde zwangsversteigert. Eine im
Film befragte Psychiaterin war der Meinung, diese Mietnomaden seien
Leute, bei denen die Entwicklung von Moral und sozialem Miteinander
irgendwo abgebrochen wurde. Dass die Gesetzeslage es Ihnen ermöglicht,
Ihre Handlungen ungestört fortzuführen, interpretieren sie als ein
"Mir kann keiner was" und fühlen sich noch bestärkt.
Grundsätzlich haben die Mieterschutzgesetze ihre Daseinsberechtigung,
dass Mieter, im speziellen Familien mit Kindern, vor Vermieterwillkür
geschützt sind, finde ich absolut in Ordnung und notwendig. Ich finde
es jedoch empörend, dass es, bei offensichtlichem Missbrauch dieser
Gesetze durch die "Mietnomaden", keine Handhabe gibt, solche Leute
kurzfristig aus einer Wohnung zu entfernen. Das kann, laut Aussage im
Film, bis zu 2 Jahre dauern, bis es zu einer Zwangsräumung kommt, und
der private Kleinvermieter ist ruiniert, finanziell und oft auch
psychisch. Das finde ich skandalös, bei jeder Bild-Kampagne (Bsp.:
Florida-Rolf) wird innerhalb von Tagen ein Gesetz geändert, und hier
lässt man die Kleinvermieter im Regen stehen.
Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
Phänomen mit den Mietnomaden? Oder wird das medial aufgebauscht weil
solche Fälle Zuschauer ziehen? Belastbare Zahlen gibt es wohl nicht.
gruss
christoph
>Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
>Phänomen mit den Mietnomaden? Oder wird das medial aufgebauscht weil
>solche Fälle Zuschauer ziehen? Belastbare Zahlen gibt es wohl nicht.
Ich kenne eine Privatvermieterfamilie, die zwei Objekte vermietet und 3x
derartige Vorfälle hatten. Einmal das Haus ohne Zustimmung massiv
umgebaut (Und dabei keine Miete bezahlt), 1x im Wohnzimmer gegrillt usw,
auch keine Miete mehr bezahlt.
Am lustigsten waren diejenigen, die zunächst beim Vermieter
(schriftlich!) darum baten, um Heizöl zu sparen, die Kesseltemperatur
abzusenken und daraufhin die Miete (u.a. auch im Juli und August) wegen
angeblicher Unbeheizbarkeit der Wohnung um 1/3 kürzten. :-)
Recherchen ergaben dann bei 2 der 3 Fälle, dass es bei den Vorvermietern
ganz ähnliche Vorfälle gegeben hatte...
Ja, diese Vermieter haben kein glückliches Händchen bei der Auswahl (und
auch komische Kriterien), aber es sind aus meiner Sicht zumindest
gehäufte Einzelfälle.
Viele Grüße
Andreas
--
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- Use Rot13 on my address
- Enter "abfcnz" after the "@"
- Use Rot13 again and delete the "nospam"
> Grundsätzlich haben die Mieterschutzgesetze ihre Daseinsberechtigung,
> dass Mieter, im speziellen Familien mit Kindern, vor Vermieterwillkür
> geschützt sind, finde ich absolut in Ordnung und notwendig. Ich finde
> es jedoch empörend, dass es, bei offensichtlichem Missbrauch dieser
> Gesetze durch die "Mietnomaden", keine Handhabe gibt, solche Leute
> kurzfristig aus einer Wohnung zu entfernen.
Tja, aber wer will wie feststellen, ob ein "offensichtlicher"
Mißbrauch vorliegt?
> Das kann, laut Aussage im
> Film, bis zu 2 Jahre dauern, bis es zu einer Zwangsräumung kommt, und
> der private Kleinvermieter ist ruiniert, finanziell und oft auch
> psychisch. Das finde ich skandalös, bei jeder Bild-Kampagne (Bsp.:
> Florida-Rolf) wird innerhalb von Tagen ein Gesetz geändert, und hier
> lässt man die Kleinvermieter im Regen stehen.
Würde sagen, das ist Berufsrisiko. Als Mieter wirst du ja auch im
Regen stehen gelassen, wenn dich der Vermieter (fahrlässig oder
bewußt) täuscht, z.B. als Verwandter des Eigentümers einen MV mit dir
abschließt und dich NICHT darüber informiert, daß er nicht der
Eigentümer ist. Dann stehst du nämlich bei Eigentümerwechsel auch im
Regen, die gesetzl. Regelungen über gewerbliche Untervermietung
greifen dann nicht!
Im übrigen kann man in dieser NG oft genug nachlesen, wie sich
Kleinvermieter (nicht alle,aber viele) gegenüber ihren Mietern
verhalten. Nur hat man als Mieter überhaupt keine Möglichkeit, bei
"offensichtlichem Mißbrauch" der Vermieterrechte kurzfristig etwas zu
ändern.
Im übrigen ist selbst bei dem (engen) Kalkulationsspielraum für
preisgebundenen Wohnraum ein gewisser Satz für Mietausfälle
vorgesehen. Es sollte bei nicht preisgebundenem Wohnraum genauso
möglich sein, für diesen Fall vorzusorgen.
> Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
> Phänomen mit den Mietnomaden? Oder wird das medial aufgebauscht weil
> solche Fälle Zuschauer ziehen?
Ist sicher ein noch nicht total abgelutschtes Thema der beliebten Doku-
Soaps. Wird sich irgendwann wieder legen, genauso wie die Rettungsteam-
Dokus.
Winfried Büchsenschütz
>Grundsätzlich haben die Mieterschutzgesetze ihre Daseinsberechtigung,
>dass Mieter, im speziellen Familien mit Kindern, vor Vermieterwillkür
>geschützt sind, finde ich absolut in Ordnung und notwendig. Ich finde
>es jedoch empörend, dass es, bei offensichtlichem Missbrauch dieser
>Gesetze durch die "Mietnomaden", keine Handhabe gibt, solche Leute
>kurzfristig aus einer Wohnung zu entfernen. Das kann, laut Aussage im
>Film, bis zu 2 Jahre dauern, bis es zu einer Zwangsräumung kommt, und
>der private Kleinvermieter ist ruiniert, finanziell und oft auch
>psychisch. Das finde ich skandalös, bei jeder Bild-Kampagne (Bsp.:
>Florida-Rolf) wird innerhalb von Tagen ein Gesetz geändert, und hier
>lässt man die Kleinvermieter im Regen stehen.
Man kann als V sich im Vorfeld in gewisser Weise absichern:
Selbstauskunft Schufa, Einkommensbescheinigung, Bescheinigung über
fehlende Mistschulden beim Vorvermieter, Mietkaution.
Im übrigen gilt "no risk - no fun".
Genau - macht die Auswahl des Vermieters leichter. ;)
Wer soetwas bzw. so viel sehen will, ist für mich schon gestorben.
Gruß,
Torsten
>>
>> Man kann als V sich im Vorfeld in gewisser Weise absichern:
>> Selbstauskunft Schufa, Einkommensbescheinigung, Bescheinigung über
>> fehlende Mistschulden beim Vorvermieter, Mietkaution.
>
> Genau - macht die Auswahl des Vermieters leichter. ;)
> Wer soetwas bzw. so viel sehen will, ist für mich schon gestorben.
Das wird keinen Vermieter schrecken, der schonmal an so einen "Nomaden"
vermietet hatte. Lieber lass ich die Wohnung 5 Jahre leer stehen und
dreh in der Zeit die Heizung auf "volle Pulle" als an so einen zu
geraten. Da bin ich unterm Strich noch im Plus.
Gruß
Markus
Verallgemeinerung ist böse. Mein Onkel hat es nicht davon abgehalten,
die wiederhergestellte Wohnung ohne all diese Nachweise neu zu vermieten.
Abgesehen davon: Wie hoch ist gleich noch mal die Wahrscheinlichkeit,
2mal hinter einander an einen Mietnomaden zu geraten?
Und was willst du ausgerechnet mit den Daten? Nichts davon ein Indiz,
dass ich kein Mietnomade bin oder aber werde. Die Daten sind daher für
dich nutzlos, oder?
Gruß,
Torsten
> Abgesehen davon: Wie hoch ist gleich noch mal die Wahrscheinlichkeit,
> 2mal hinter einander an einen Mietnomaden zu geraten?
Wenn man es schafft, einmal an einen zu geraten, dürfte sie so gering
nicht sein. Das liegt aber weniger an der Häufigkeit von "Mietnomaden",
sondern vielmehr daran, daß überteuerte, übergroße, heruntergekommene
Objekte weder an zahlungskräftige Mieter noch an Wohngeldberechtigte
vermietbar sind - da bleibt dann nur der gesellschaftliche Bodensatz als
Mieter...
Gruß Sevo
Wenn du dein Auswahlverfahren nicht anpasst: Genau so hoch wie beim
ersten mal :)
Grus
Tobias
>> Man kann als V sich im Vorfeld in gewisser Weise absichern:
>> Selbstauskunft Schufa, Einkommensbescheinigung, Bescheinigung über
>> fehlende Mistschulden beim Vorvermieter, Mietkaution.
>
>
> Genau - macht die Auswahl des Vermieters leichter. ;)
> Wer soetwas bzw. so viel sehen will, ist für mich schon gestorben.
Ich bin kürzlich von einer Genossenschaft zu einem privaten Vermieter
gewechselt und war bei der Wohnungssuche (wir haben uns ca. zehn
Wohnungen angesehen) wirklich erstaunt, wie wenig die potentiellen
Vermieter wissen wollten.
Nach dem Beruf wurde natürlich gefragt, aber keiner wollte einen
Einkommensnachweis, eine Schufa-Auskunft, einen Impfpass oder ein
Gesundheitszeugnis sehen. Kurz: Bei jeder einzelnen Wohnung hätten wir
nur "ja" sagen müssen.
Wir wohnen übrigens weder im Osten noch in einer strukturschwachen
Gegend. Und wir haben nach einer Vier-Zimmer-Wohnung gesucht, was wohl
die gefragteste Größe sein dürfte.
Scheinen also wirklich schlechte Zeiten für Vermieter zu sein.
Gruß
Martin
NACK. Ich kenne hier einen Fall einer sehr teuren, großen, luxuriösen
Wohnanlage eines Versicherungskonzerns. Die hatten auch jemanden da wohnen
der monatelang keine Miete gezahlt hat. Und da ging es um so ca. 2000
EUR/warm im Monat, also sicher kein Fall für "Bodensatz".
Gerade bei Luxusobjekten gibt es diese Art von Mietnomaden, die über
großspuriges Auftreten Solvenz vorgaukeln (nach dem Motto "leitender
Angestellter eines großen Konzerns, gerne mit Dr. Titel, sucht ganz
kurzfristig eine Wohnung" - bei Nachfrage in seiner Firma kennt den Knaben
dann niemand).
Grüße,
Frank
> Und was willst du ausgerechnet mit den Daten? Nichts davon ein Indiz,
> dass ich kein Mietnomade bin oder aber werde. Die Daten sind daher für
> dich nutzlos, oder?
Naja, kommt darauf an. Wenn jemand beispielsweise einen Einkommensnachweis
fälscht um eine Wohnung zu mieten dann ist das immerhin eine Straftat, das
dürfte den einen oder anderen schon abschrecken.
Schufa ist natürlich immer nur auf die Vergangenheit gerichtet, aber kann
schon helfen, ganz krasse Fälle vorab auszufiltern.
Grüße,
Frank
> Verallgemeinerung ist böse.
Böse ist gar kein Ausdruck für das was ich gewesen bin.....
> Mein Onkel hat es nicht davon abgehalten,
> die wiederhergestellte Wohnung ohne all diese Nachweise neu zu vermieten.
Nun, das kann jeder halten wie er will. Lernresistenz muss nicht
zwingend negative Folgen haben.
> Abgesehen davon: Wie hoch ist gleich noch mal die Wahrscheinlichkeit,
> 2mal hinter einander an einen Mietnomaden zu geraten?
Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit überhaupt an einen zu geraten?
> Und was willst du ausgerechnet mit den Daten?
Verifizieren. Zumindest die Auskunft des letzten Vermieters und eine
entsprechende persönliche Nachfrage schlagen schon schwer zu buche. Über
die Höhe der Mietkaution kann man nach meinen Erfahrungen auch ein paar
schwarze Schafe aussieben.
> Nichts davon ein Indiz,
> dass ich kein Mietnomade bin oder aber werde. Die Daten sind daher für
> dich nutzlos, oder?
Nope. Siehe oben.
Gruß
Markus
> Man kann als V sich im Vorfeld in gewisser Weise absichern:
> Selbstauskunft Schufa, Einkommensbescheinigung, Bescheinigung über
> fehlende Mistschulden beim Vorvermieter, Mietkaution.
> Im übrigen gilt "no risk - no fun".
Die Schufaauskunft und Einkommensbescheinigung könnten einwandfrei sein,
wenn der Mietnomade Geld hat.
Wie schließt Du aus, daß er nicht seinen Kumpel als Vorvermieter angibt,
der dann die Bescheinigung ausstellt und sich am Telephon als
Vorvermieter ausgibt?
Philipp
>Tja, aber wer will wie feststellen, ob ein "offensichtlicher"
>Mißbrauch vorliegt?
Das ist ein Problem, stimmt. Aber das, wie im geschilderten Fall, eine
Familie durch das kriminelle Verhalten solcher Menschen in den Ruin
getrieben werden kann, das ist nicht in Ordnung. Ich habe keine Lösung
parat, aber man müßte irgendwie das Verfahren verkürzen.
gruss
christoph
>> Mein Onkel hat es nicht davon abgehalten, die wiederhergestellte
>> Wohnung ohne all diese Nachweise neu zu vermieten.
>
> Nun, das kann jeder halten wie er will. Lernresistenz muss nicht
> zwingend negative Folgen haben.
>
>> Abgesehen davon: Wie hoch ist gleich noch mal die Wahrscheinlichkeit,
>> 2mal hinter einander an einen Mietnomaden zu geraten?
>
> Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit überhaupt an einen zu geraten?
Nicht sehr groß? Ohne Material darüber ist es natürlich nicht zu
bestimmen. Aber selbst wenn man die Behauptung aufstellt, das die Anahl
nicht die durchschnittliche Anzahl der Kriminellen in Deutschland
übersteigt, ist es immer noch sehr gering.
Und das ganze gemäß Wahrscheinlichkeitsrechnung zweimal hintereinander -
verschwindend gering. Möglich klar. Das es irgendjemanden passiert, sehr
wahrscheinlich. Das es DIR zweimal HINTEReinander passiert -
verschwindend gering.
>> Und was willst du ausgerechnet mit den Daten?
>
> Verifizieren. Zumindest die Auskunft des letzten Vermieters und eine
> entsprechende persönliche Nachfrage schlagen schon schwer zu buche. Über
> die Höhe der Mietkaution kann man nach meinen Erfahrungen auch ein paar
> schwarze Schafe aussieben.
>
>
>> Nichts davon ein Indiz, dass ich kein Mietnomade bin oder aber werde.
>> Die Daten sind daher für dich nutzlos, oder?
>
> Nope. Siehe oben.
Aja. Mein Freund ist der letzte Vermieter und die Mietkaution ist auf
maximal 3 Monats-Kaltmieten begrenzt. Nutze ich halt die 2te Miete aka
Warmmiete ordentlich und verwüste "ein wenig" - und das hast du jetzt
gleich noch mal wie verhindert?
Gruß,
Torsten
Nein - gemäß Stochastik nicht. Es sei denn man bezieht den alten
Mietnomaden wieder vollfertig in die Auswahl mit ein.
Gruß,
Torsten
Jein. Vielleicht ist schon wieder ein neuer "entstanden", der bei der
ersten Vergabe der Wohnung noch nicht am Markt war.
Grüsse
Matthias
Nimmt man den raus, ist das ja eine Anpassung des Auswahlverfahren...
Grus
Tobias
Stimmt - daran habe ich nicht gedacht. Doch selbst wenn man 1/100
Wahrscheinlichkeit hat, einen zu bekommen - zweimal hintereinander wären
immer noch 1/10000, oder?
Gruß,
Torsten
Ja. Aber: Wenn man gerade einen Mietnomaden rausgeschmissen hat, ist die
Chance weiterhin 1/100, dass man wieder einen bekommt. (Alles unter der
Voraussetzung, dass die Mietnomaden unabhängig von einander umherziehen
und man seine Kriterien nicht ändert)
>Wie schließt Du aus, daß er nicht seinen Kumpel als Vorvermieter angibt,
>der dann die Bescheinigung ausstellt und sich am Telephon als
>Vorvermieter ausgibt?
Eben, der Gedanke kam mir auch sofort, das ist eine Kleinigkeit, und
ich habe null Möglichkeiten das zu erkennen. Die Frage, die sich
stellt, was sollte man potenziellen Mietern an Überprüfungen zumuten,
ohne sie zu brüskieren? Wenn man ein Sahnestückchen zu vermieten hat
wohl kein Problem wg. großem Andrang. Anders sieht es aus wenn eine
Wohnung z.B. bestimmte Nachteile hat und sich die Bewerber in Grenzen
halten. Ich meine aber, um eine Gehaltsbescheinigung zu bitten, dafür
müsste ein Mieter Verständnis haben. Schufa-Selbstauskunft ist da IMO
schon kritischer. Welche Meinung herrscht hier vor?
gruss
christoph
Torsten Zühlsdorff schrieb:
> Stimmt - daran habe ich nicht gedacht. Doch selbst wenn man 1/100
> Wahrscheinlichkeit hat, einen zu bekommen - zweimal hintereinander wären
> immer noch 1/10000, oder?
Das ist richtig. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, einen zu bekommen,
auch beim zweiten Mal 1/100. Die 1/10000 ist nur interessant, bevor Du den
ersten bekommst. Wenn Du den hast, ist auch die Wahrscheinlichkeit, zweimal
hintereinander einen zu bekommen, auf 1/100 abgesunken, weil der eine
Faktor in Deinem Produkt der Wahrscheinlichkeiten jetzt nicht mehr 1/100
sondern 1 ist.
Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
> Zumindest die Auskunft des letzten Vermieters und eine
> entsprechende persönliche Nachfrage schlagen schon schwer zu buche.
Wenn der Mieter noch in der Wohnung des letzten Vermieters wohnt und der
Vermieter den unliebsamen Mieter loswerden will, kann er ihn auch
"wegloben". Würde er den nächsten potentiellen Vermieter warnen, hätte
er seinen unerwünschten Mieter noch länger in seiner Wohnung
Gruß,
Alexander
> Torsten Zühlsdorff schrieb:
> > Nein - gemäß Stochastik nicht. Es sei denn man bezieht den alten
> > Mietnomaden wieder vollfertig in die Auswahl mit ein.
>
> Nimmt man den raus, ist das ja eine Anpassung des Auswahlverfahren...
Nein.
Die Wahrscheinlichkeit, an einen Mieter zu geraten, den man dann
möglichst schnell wieder loswerden will, ist mit Sicherheit erheblich
größer als 1/100. Das liegt eher im Bereich 1/10, den diese Leute suchen
auch häufiger eine neue Wohnung, als "normale" Mieter. D.h., wenn 1%
derjenigen, die zur Miete wohnen zu der unangenehmen Kategorie gehören,
dann sind vermutlich ca. 10% der Wohnungssuchenden dieser Kategorie
zuzuordnen.
Wobei nicht jeder schlechte Mieter gleich ein so krasser Fall ist.
Entschuldigung, aber was bitte ist daran "lustig"?
> Recherchen ergaben dann bei 2 der 3 Fälle, dass es bei den Vorvermietern
> ganz ähnliche Vorfälle gegeben hatte...
> Ja, diese Vermieter haben kein glückliches Händchen bei der Auswahl (und
> auch komische Kriterien), aber es sind aus meiner Sicht zumindest
> gehäufte Einzelfälle.
So so, "gehäufte Einzelfälle(?)"??? 3 Vermieter haben sich also schon
mit 2 'Mietern' herumschlagen müssen...
Und alle hatten "kein glückliches Händchen"??? Besser gesagt hatten
wohl keine Wahl, da sie laufende Mietverträge übernehmen mussten.
Ausserdem sagen weder positive Schufaauskunft (Erlaubnis?, Aufwand),
noch Gehaltsnachweis oder sonstige "seriöse" Nachweise irgendetwas
über die Person und ihre Einstellung / ihr (zukunftiges) Verhalten
aus.
Entsprechende Argumente nun "das trifft auch auf Vermieter zu" werden
dadurch (teilweise) entkräftet, dass Mieter viel mehr Rechte haben und
schneller mit meist weniger Aufwand (re)agieren können. (Kurze eigene
Kündigungsfrist, Mietminderung, quasi unendlicher Kündigungsschutz
(selbst Eigenbedarf ist heute extrem schwierg durchzusetzen), etc.)
Oder wie genau meinst du können sich Vermieter (der Seriösität der
Mieter) "versichern"?
>
> Viele Grüße
>
> Andreas...
Schönen Gruß
Niko
"Wer einseitig Richtlinien und Gesetze ändert , um vermeintlich
Gerechtigkeit oder wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen,
verursacht damit nachhaltig ökonomischen, sozialen und v.a.
menschlichen Schaden."
> Abgesehen davon: Wie hoch ist gleich noch mal die Wahrscheinlichkeit,
> 2mal hinter einander an einen Mietnomaden zu geraten?
Die Wahrscheinlichkeit beim zweiten Mal ist genauso groß wie beim ersten
Mal.
robert
Die Wahrscheinlichkeit zweimal HINTEREINANDNER an solche Leute zu geraten
ist allerdings das Produkt der Wahrscheinlichkeiten. Da für jede
Wahrscheinlichkeit p =< 1 gilt also geringer.
Allerdings stellt man sich die Frage meistens erst, wenn das erste mal schon
passiert ist und beim zweiten Mal ist sie natürlich genauso groß.
Grüße,
Florian
>>>> Wenn du dein Auswahlverfahren nicht anpasst: Genau so hoch wie beim
>>>> ersten mal :)
>>>
>>> Nein - gemäß Stochastik nicht. Es sei denn man bezieht den alten
>>> Mietnomaden wieder vollfertig in die Auswahl mit ein.
>>
>> Jein. Vielleicht ist schon wieder ein neuer "entstanden", der bei der
>> ersten Vergabe der Wohnung noch nicht am Markt war.
>
> Stimmt - daran habe ich nicht gedacht. Doch selbst wenn man 1/100
> Wahrscheinlichkeit hat, einen zu bekommen - zweimal hintereinander wären
> immer noch 1/10000, oder?
Ich sehe da eher unabhängige Ereignisse und keine abhängigen oder wie
auch immer verknüpften Wahrscheinlichkeiten.
--
Gruß
Andreas
Der Vermieter hat halt ein Anlagerisiko, ähnlich wie der Aktionär. Eine
sichere Rendite gibts nunmal nur beim Sparbuch. Wer mehr haben will muss
mehr riskieren.
Helmut
Vermieter wollen nur eins: Rendite
Andere Anlageformen sind ihnen ... entweder ... oder ...
a) nicht sicher genug
b) nicht profitabel genug
Also wählen sie die Vermietung. Dabei gibt es Risiken wie bei jeder
anderen Anlageform auch:
- Aktien können fallen oder steigen
- Zinsen können fallen oder steigen
- Mietnomaden können kommen oder gehen
Pech. So ist das hat wenn man zu geldgierig ist.
>Die Schufaauskunft und Einkommensbescheinigung könnten einwandfrei sein,
>wenn der Mietnomade Geld hat.
Wenn er Geld hat, ist doch alles ok. Das holt man sich als V dann eben
ein bißchen später übers Gericht.
>Wie schließt Du aus, daß er nicht seinen Kumpel als Vorvermieter angibt,
>der dann die Bescheinigung ausstellt und sich am Telephon als
>Vorvermieter ausgibt?
Weil das u.U. ein Eingehungsbetrug wäre, für den Kumpel Beihilfe dazu.
>
>Vermieter wollen nur eins: Rendite
>
>Andere Anlageformen sind ihnen ... entweder ... oder ...
> a) nicht sicher genug
> b) nicht profitabel genug
>
>
>Also wählen sie die Vermietung. Dabei gibt es Risiken wie bei jeder
>anderen Anlageform auch:
>
> - Aktien können fallen oder steigen
> - Zinsen können fallen oder steigen
> - Mietnomaden können kommen oder gehen
>
>Pech. So ist das hat wenn man zu geldgierig ist.
>
Also wenn ich mir eine sichere Variante der Geldanlage wähle,
dann bin ich automatisch geldgierig? Wann ist man denn dann
nicht geldgierig? Bei Aktien?
Gruss
Stefan
>
> Pech. So ist das hat wenn man zu geldgierig ist.
Kleiner Schwätzer, hm ?
Meine Miethausbesitzer - Kunden haben mir öfters ihr Leid geklagt.
(Der Handwerker hört ja gerne zu).
-Da kommen die zum Besichtigen mit nem tollen Auto (vom Freund
geliehen) und Anzug und Krawatte.
Nach Einzug altes Fahrrad und geflickte Hosen - .
Auf meine Frage, ob er denn nicht die Vor-Vermieter anrufe :
-Hab ich öfter gemacht, hat nichts gebracht-die logen wie gedruckt,
weil sie den Typ loshaben wollten-.
Ja, manchmal bin ich wohl etwas naiv.
MfG
bastian
Doch.
> Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, einen zu bekommen,
> auch beim zweiten Mal 1/100. Die 1/10000 ist nur interessant, bevor Du den
> ersten bekommst. Wenn Du den hast, ist auch die Wahrscheinlichkeit, zweimal
> hintereinander einen zu bekommen, auf 1/100 abgesunken, weil der eine
> Faktor in Deinem Produkt der Wahrscheinlichkeiten jetzt nicht mehr 1/100
> sondern 1 ist.
Wunderhübsch erklärt. Wenn das nämlich nicht zuträfe, könnte man ja auch
eine Bombe im Flugzeug mitführen, um die Wahrscheinlichkeit zu sehen,
Opfer einer Bombe zu werden...
Servus,
Konni
--
debs-meet 2007 am 07.-09. September
"Berufsrisiko"!? Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Dein Beispiel, denke ich, ist äußerst selten (rein schon statistisch
vom Verhältnis Vermieter/Mieter her). Ausserdem, warum macht das ein
Vermieter überhaupt? Vielleicht, weil er (auf der Basis der geltenden
Gesetze und Rechtsprechung) darin die einzige Möglichkeit sieht, im
Falle von Problemen mit dem Mieter z. B. beim Verkauf der Immobilie
noch einen angemessenen Preis zu erzielen. Im übrigen geht es hier nur
um Wohnraummiete, gewerblich sieht es völlig anders aus.
Viel wichtiger, der Eigentümer macht sich - auch im Nachhinein noch -
arglistischer Täuschung (vielleicht sogar Betrug) schuldig mit allen
Konsequenzen.
> Im übrigen kann man in dieser NG oft genug nachlesen, wie sich
> Kleinvermieter (nicht alle,aber viele) gegenüber ihren Mietern
> verhalten.
So? Wieviele? Wie verhalten die sich denn? Und wie verhalten sich die
Großvermieter? Und nicht zu vergessen die große Schar Mieter?
> Nur hat man als Mieter überhaupt keine Möglichkeit, bei
> "offensichtlichem Mißbrauch" der Vermieterrechte kurzfristig etwas zu
> ändern.
Welche "Rechte" sind das denn überhaupt? Im übrigen gilt das umgekehrt
- speziell bezogen auf das 'kurzfristig' - noch viel mehr.
> Im übrigen ist selbst bei dem (engen) Kalkulationsspielraum für
> preisgebundenen Wohnraum ein gewisser Satz für Mietausfälle
> vorgesehen. Es sollte bei nicht preisgebundenem Wohnraum genauso
> möglich sein, für diesen Fall vorzusorgen.
Falsch! Speziell der KLEIN-Vermieter - und das ist in D die große
Mehrheit - hat sehr selten mehrere Vergleichswohnungen im Besitz. Ist
deshalb an die Mietrichtwerttabellen der Komunen gebunden bei der
Festsetzung der Miethöhe. Grundsätzlich nicht schlecht, jedoch ist
potentieller Mietausfall dort nirgends berücksichtigt. Mietausfall ist
definitiv KEIN KRITERIUM, nach denen diese Tabellen erstellt wurden.
Darauf bleibt der V letztendlich sitzen, denn mit dem Argument kann er
nie eine höhere "Durchschnitts-/Vergleichsmiete" durchsetzen.
Auch ein Gutachten (als letzte theortische Option für den V) führt
praktisch nie zu einer von den Richtwerttabellen (weit) abweichenden
Preisfindung, mit dem zusätzlichen Nachteil der Kosten dafür, die
ebenfalls hinein gerechnet werden müssen. Sprich - kein Vorteil.
> > Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
> > Phänomen mit den Mietnomaden? Oder wird das medial aufgebauscht weil
> > solche Fälle Zuschauer ziehen?
>
> Ist sicher ein noch nicht total abgelutschtes Thema der beliebten Doku-
> Soaps. Wird sich irgendwann wieder legen, genauso wie die Rettungsteam-
> Dokus.
Die Dokus sind gestellte Situationen, bei denen die Mitwirkenden in
irgendeiner Form wissen, was sie erwartet.
Ausserdem wäre es wirklich höchst interessant, wenn eine Doku (mit
versteckter Kamara) gedreht würde, bei der sich alles um das Thema
Mietrecht dreht. Die Teilnehmer unwissend(!) "wahllos" aus dem
täglichen Leben genommen mit ziemlich allen rechtlichen Situationen
konfrontiert würden. Einschließlich folgenreicher
Gerichtsverhandlungen.
Ich glaube, nur das würde den verantwortlichen Leuten die Augen öffnen
und das Elend vor dieselbigen führen.
> Winfried Büchsenschütz
Schönen Gruß
Niko
"Wer einseitig Richtlinien und Gesetze ändert, um vermeintlich
Gerechtigkeit oder wirtschaftlichen Vorteil/Aufschwung zu erreichen,
> [bullshit gesnipt]
> Also wählen sie die Vermietung. Dabei gibt es Risiken wie bei jeder
> anderen Anlageform auch:
>
> - Aktien können fallen oder steigen
> - Zinsen können fallen oder steigen
> - Mietnomaden können kommen oder gehen
Die mutwillige Zerstörung fremden Eigentums ist etwas völlig anderes als
das Zins- oder Spekulationsrisiko am Geldmarkt. Nämlich unter anderem ne
Straftat.
> Pech. So ist das hat wenn man zu geldgierig ist.
Weißt Du, da wir in einer Demokratie leben, darfst Du natürlich auch zu
diesem Thema Deine Meinung äußern. Du *musst* aber nicht. Und um bei
Dieter Nuhr zu bleiben - Wenn Du mal wieder keine Ahnung hast - einfach
mal die Fre**e halten.
*PLONK*
Markus
Wissend das man nicht zahlen kann und wird, eine Wohnung zu mieten ist
bereits eine Straftat. Da muss man nichts extra für fälschen.
Grüße,
Lars Friedrich
> Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
> Phänomen mit den Mietnomaden?
Häufiger wird es mit Sicherheit auftreten, dank der Trittbrettfahrer
durch die Berichterstattung. Aber schon vor hmm.. 10? 12? Jahren hatte
ich das Vergnügen, mit den Hinterlassenschaften solcher Personen. Der
"zügige" Abtransport des innerhäuslichen Müllbergs war nur mittels
Schaufel, Schubkarre, Bauschutt-Container und 4 Manntagen Aufwand möglich.
Grüße,
Lars Friedrich
>
> Die mutwillige Zerstörung fremden Eigentums ist [...] ne Straftat.
Das ist die mutwillige Beeinflussung von Aktienkursen z.B. durch
Insider-Geschäfte auch. Und darum ebenso eine Straftat.
Also wieder kein Unterschied.
Also wieder nur Geldgier.
q.e.d.
>
> *PLONK*
Du tust mich eh' nicht in den Filter, weil Du viel zu gespannt auf
meine Antwort bist.
*GRINS*
Der Benrd
Ich sehe keinen Grund warum gerade Kleinvermieter nicht mit Gnade
rechnen können sollten, wenn sie Opfer von Straftaten werden.
Wo ziehst Du die Grenze? Zwischen dem Kleinvermieter und allen anderen
oder gehst Du bis zum "Keine Gnade mit niemand, was ihnen auch
geschieht. Pech. So ist das halt"?
Philipp
Bitte erst denken, dann posten.
Fußgänger als solche versuchen nicht durch das "zu Fuß gehen" ihr Geld
zu vermehren.
Vermieter durch Vermieten schon.
Dann soll also der, der versucht, irgendwie sein Geld zu vermehren nicht
mit Gnade rechnen, wenn er es dabei nicht vermehrt oder es dabei verliert?
Philipp
Wie verhält es sich denn mit dem Arbeitnehmer, der einen Arbeitsunfall
hat? Auch selbst schuld, er will ja nur sein Geld vermehren?
Bis denne
Andreas
Mieter wollen nur eins: Abzocken.
Und die Erde ist eine Scheibe.
Falk
Hi,
ich (als Laie) hab da ne Idee: gestaffelte Miete, abhängig von gewissen
Zugeständnissen, etwa wegen "Unverletztlichkeit der Wohnung". Der Vermieter
kriegt ein Inspektionsrecht (mit Voranmeldung, mit Zeugenbegleitung), um
zeitnah auf notwendige Veränderungen eingehen zu können. Solches gibts etwa
in Wohnheimen auch. Die Sache mit der Kaution ist ja keine Lösung, wenn
schon ein bißchen Wasserschaden oder Schimmelbefall eine Grundsanierung des
ganzen Hauses erforderlich machen kann. Wer mietet schon eine Wohnung, deren
Kaution im 100.000-Euro-Bereich liegt? Dafür kann man mancherorts auch
gleich kaufen.
--
mfg,
gUnther
Hi,
leider gibts Ausnahmen, etwa wenn sich bei längerem Leerstand die Zulassung
eines Objektes als Gewerbebetrieb erledigt...
--
mfg,
gUnther
> Leo Oeler schrieb:
>> Man kann als V sich im Vorfeld in gewisser Weise absichern:
>> Selbstauskunft Schufa, Einkommensbescheinigung, Bescheinigung
>> über fehlende Mistschulden beim Vorvermieter, Mietkaution.
>
> Genau - macht die Auswahl des Vermieters leichter. ;)
> Wer soetwas bzw. so viel sehen will, ist für mich schon
> gestorben.
Ich habe auch schon Vermieter erlebt, die zumindest Schufa-Selbstauskunft
und Bescheinigung des Vorvermieters sehen wollten. Im Gegenzug boten sie
dann großzügigen, gepflegten Wohnraum in bevorzugter Ruhiglage zu
vergleichsweise moderaten Mieten. Da fiel mir die Entscheidung nicht
sonderlich schwer ;-) Im Nachhinein stellte sich auch heraus, dass sich das
Mietverhältnis äußerst angenehm gestaltete. So wurde z. B. ohne besondere
Aufforderung die Miete für die Tiefgarage für einen ganzen Monat erstattet,
nur weil mal eine Woche lang das elektrische Garagentor nicht funktionierte.
Mit freundlichem Dank für das Verständnis, das man als Mieter trotz dieser
"Beeinträchtigung" hatte. Oder es wurde die Nachbarschaftsparty zum
20-jährigen Bestehen der Wohnanlage vom Vermieter mit einem nicht
unerheblichen Betrag bezuschusst.
Merke: Prinzipien sind dazu da, dass man auch mal nicht permanent auf ihnen
rumreitet.
Gruß
Michael
> Grundsätzlich haben die Mieterschutzgesetze ihre Daseinsberechtigung,
> dass Mieter, im speziellen Familien mit Kindern, vor Vermieterwillkür
> geschützt sind, finde ich absolut in Ordnung und notwendig. Ich finde
> es jedoch empörend, dass es, bei offensichtlichem Missbrauch dieser
> Gesetze durch die "Mietnomaden", keine Handhabe gibt, solche Leute
> kurzfristig aus einer Wohnung zu entfernen. Das kann, laut Aussage im
> Film, bis zu 2 Jahre dauern, bis es zu einer Zwangsräumung kommt, und
> der private Kleinvermieter ist ruiniert, finanziell und oft auch
> psychisch.
Natürlich. Das ist eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers, der
das Interesse des Mieters an seiner Wohnung aufgrund von dessen hohen
Wert höher bewertet als die Interessen des Vermieters.
Die logische Folge ist dann der Rückgang des Angebots an
Mietwohnungen; man kann eigentlich niemandem mit gutem Gewissen zur
Vermietung raten, es sei denn, er kann sich auch größere Ausfälle
leisten oder arbeitet in einer Größenordnung, in der sich solche Fälle
statistisch ausmitteln.
> Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
> Phänomen mit den Mietnomaden?
Das nehme ich eher nicht an. "Mietnomaden" stellen allerdings nur die
besonders krass auffallende Spitze des Eisbergs dar; es sieht nicht
besser aus, wenn es den Mietern "nur" finanziell schlecht geht. Auch
dann laufen nämlich monatelange Rückstände plus Anwalts-, Gerichts-
und Räumungskosten usw. usf. auf; das ist immer vierstellig und kann
auch einmal fünfstellig werden, ohne jede Böswilligkeit auf Seiten der
Mieter.
Das ist halt so, das muß als Vermieter - wie im übrigen auch als
Arbeitgeber, da ist die Rechtslage ähnlich ungleichgewichtig - einfach
wissen.
-thh
--
Deutsches Bundesrecht: <http://www.gesetze-im-internet.de/>
Juristische Informationstexte: <http://th-h.de/infos/jura/>
Linkverzeichnis von Gesetzestexten: <http://rechtliches.de/>
Verbreitete Gesetzestexte im Volltext: <http://dejure.org/>
ACK, aber das mußt Du erstmal nachweisen. Also das er vorab 100%ig weiß,
daß er nicht zahlen kann. Der wird sich darauf rausreden, daß er einen Job
ganz sicher in Aussicht hatte, was sich dann ganz kurzfristig zerschlagen
hat. Oder das er das Geld eigentlich hatte und dann plötzlich ging das Auto
kaputt und die Reparatur war so teuer.
Insolvent zu gehen ist erst mal keine Straftat. Insolvenzbetrug schon, aber
da bleibt zumindest bei Privatpersonen das Beweisproblem.
Hat er hingegen eine Lohnabrechnung gefälscht ist er in jedem Fall wegen
Betrug und Urkundenfälschung dran - was er sich dreimal überlegen wird.
Denn "nur Miete nicht zahlen" ist eben noch keine Straftat sondern erst mal
eine rein zivilrechtliche Sache. Gerade deshalb haben es diese Leute ja
auch relativ leicht, diese Masche immer wieder durchzuziehen, ohne
irgendwann hinter Gittern zu landen.
Grüße,
Frank
> Wird alles locker gefälscht, inkl. Kontoauszüge und
> Arbeitgeberbescheinigungen.
> Ich rufe stest beim Arbeitnehmer an und lasse mich zum
> Mietinteressenten verbinden. Hatte auch schon den Fall dass der
> Einkommensnachweis auf scheinbar Originalbriefbogen kam und die Person
> dort unbekannt war.
Und, hast du Anzeige wegen Urkundenfälschung und/oder Betrugs gestellt?
Wenn nein, warum nicht?
> Merke: Lügen, betrügen und Dokumente fälschen ist nach heutiger
> Rechtsprechung kein Anfechtungsgrund für einen Mietvertrag. Das darf
> jeder Mietinteressent nach Lust und Laune, gedeckt durch deutsche
> Richter.
Soso. Kannst du diese gewagte These auch mit Fakten untermauern?
Gruß
Thorsten
--
"Ich vermute in Deutschland hätte Edison für seine Glühbirne erstmal
ein Technologiefolge-Abschätzungsgutachten über verlorene
Arbeitsplätze in der Petroleum-Industrie vorlegen müssen, bevor
ihm die Einführung elektrischer Beleuchtung erlaubt worden wäre."
Rafael Deliano in News:de.sci.electronics zum Thema Innovation in DE
> Vermieter wollen nur eins: Rendite
Also ich erziele, Aufgrund eines scheinbar weit verbreitete
Deppenhaftigkeit des ducrhschnitssmieters, kaum Rendite.
> Andere Anlageformen sind ihnen ... entweder ... oder ...
> a) nicht sicher genug
Wegen der vllig Mieterlastigen Gesetzgebung in deutschland ist
Vermietung von ienzelobjekte mitunetrdas schlechteste Anlageform,d en
man wählen könnte. Ich würde deutlich mehr rebndite erzieln, wenn ich
mein geld beo mder DiBa auf ein Sparkonto legen würde. Und ich musste
mich dann nicht mit Idioten wie du herumschlagen, die meinen nur
Rechte zu besitzen ohne die entspechneden Pflichten dabei beachten zu
müssen.
> b) nicht profitabel genug
Vermietung von Einzelobjekten ist oft kaum Profitabel.
> Pech. So ist das hat wenn man zu geldgierig ist.
Du schienst auch noch Freude an deine eigene Ignoranz zu empfinden.
Geh sterben. Oder woanders trollen.
andy M
Das Anlagerisiko ist auch im zuständigen Gericht. Wenn es Monate dauert, bis
es überhaupt zu einer Verhandlung kommt und der Richter trotz heftiger
Hinweise auf Mietnomadentum eine sechsmonatige Räumungsfrist festlegt,
stimmt etwas nicht.
Fehlende Planstellen bei Gericht und allzu großzügige Möglichkeiten zur
Verfahrensverzögerung ließen sich von der Politik beheben, gegen Fehlurteile
nützt ein Gesetz allerdings auch nichts.
>
>>-Da kommen die zum Besichtigen mit nem tollen Auto (vom Freund
>>geliehen) und Anzug und Krawatte.
>> Nach Einzug altes Fahrrad und geflickte Hosen - .
>
> Das ist die Mitschuld von Menschen, die Leute anhand von an sich
> irrelevanten Äußerlichkeiten beurteilen.
>
Hmm, man ist also böse, wenn man sich bestimmte Unterlagen zeigen
lässt und darf auch nicht nach Äußerlichkeiten beurteilen. Darf ich denn
dann mit dem potenziellen Mieter einen kurzen Besuch beim
Psychologen meines Vertrauens machen um hier alles abchecken zu
lassen?
Das wäre dann ja mal eine Marktlücke. Sowas wie die Gebraucht-
wagenbewertung beim TÜV.
Gruss
Stefan
>
> Außerdem frage ich mich, ist das wirklich ein häufiger auftretenes
> Phänomen mit den Mietnomaden? Oder wird das medial aufgebauscht weil
> solche Fälle Zuschauer ziehen? Belastbare Zahlen gibt es wohl nicht.
Ich denke, durch die zunehmende Verarmung der Bevölkerung wird dieses
Phänomen noch weiter ansteigen.
Früher hatte ich nie von so etwas gehört.
Da glaube ich, dass der Gesetzgeber gefordert ist, der bei erwiesener
Mietnomaderei
angemessene Strafen verhängt.
Das Schlimme ist ja, dass sich Vermieter dagegen kaum wehren können.
Ja gut, nach ewigen Zeiten rausklagen geht, aber den Schaden an
Mietausfall und
die Beschädigung der Mietsache muss er selber tragen, da bei den Nomaden
normalerweise nichts zu holen ist.
Klaus
>Pech. So ist das hat wenn man zu geldgierig ist.
Das ist wohl eher eine Projektion Deiner eigenen Philosophie. Ganz
sicher gibt es solche Vermieter, aber auch andere, die fair und
angemessen mit den Mietern umgehen und bei jeder notwendigen
Mieterhöhung überlegen, ob man sie dem Mieter zumuten kann.
gruss
christoph
>On 4 Sep., 19:50, Christoph Weber <cwnew...@arcor.de> wrote:
>>
>> Mietnomaden
>
>Vermieter wollen nur eins: Rendite
Manche Immobilie rentiert sich erst nach sehr langer Zeit. Ich sehe in
dem Bestreben nach Rentabilität nichts verwerfliches. Es muß ja auch
niemand zur Miete wohnen.
>
>Andere Anlageformen sind ihnen ... entweder ... oder ...
> a) nicht sicher genug
> b) nicht profitabel genug
In Deutschland kann man mit seinem Geld fast alles machen. Manche
kaufen sich Zigaretten, andere eine Wohnung.
Wo ist eigentlich dein Problem? Sozialneid?
Ich naehere mich der Sache mal so: wieviele Alkoholiker kenne ich? Davon gibt
es offenbar einige. Wieviele Kinder mit Down-Syndrom? Deutlich weniger als
Alkohliker. Wieviele Mietnomaden? Keine. Vieviele Vermieter? Mehr als
Alkoholiker. Hat davon mir mal einer was von Mietnomaden erzaehlt? Keiner. Es
scheint sich also um ein zumindest seltenes, eher sogar um ein sehr seltenes
Phaenomen zu handeln. Von Mietnomaden vernahm ich bis dato nur im Fernsehen
etwas. Allerdings scheint die Mehrheit derer eher von der Truppe der
Nichtzahler aber nicht von der Truppe Wohnungsramponierer zu sein. Es sieht
also so aus, als haette man da in bekannter Manier ein moeglichst effektvolles
Beispiel gesucht. Wieviele arme Vermieter kenne ich? Keinen. Insofern wurde
hier die Ausnahme mit der Ausnahme der Ausnahme kombiniert.
Und noch was: Leute, die ihre Wohnung hofflungslos ramponieren kenne bzw.
kannte ich bis dato zwei. Die haben aber ihre Miete immer gezahlt. Insofern ist
die Wahrscheinlichkeit, dass ich als armer Vermieter auch trotz regelmaessiger
Mieteinnahmen ganz mietnomandenfrei pleite gehe, deutlich groesser. Wogegen
machen wir also zuerst ein Gesetz ;-)
Viele Gruesse
Christoph Gartmann
--
Max-Planck-Institut fuer Phone : +49-761-5108-464 Fax: -452
Immunbiologie
Postfach 1169 Internet: gartmann@immunbio dot mpg dot de
D-79011 Freiburg, Germany
http://www.immunbio.mpg.de/home/menue.html
Ich ging schon von einer Wohnung aus...
--
Gruß
Andreas
> Manche Immobilie rentiert sich erst nach sehr langer Zeit. Ich sehe in
> dem Bestreben nach Rentabilität nichts verwerfliches. Es muß ja auch
> niemand zur Miete wohnen.
Wieso nicht? Es ist ja schön, dass du in der Lage bist, dir jederzeit
Wohneigentum käuflich zu erwerben, aber das ist doch eher die Ausnahmen.
--
Helmut Richter
> Allerdings scheint die Mehrheit derer eher von der Truppe der
> Nichtzahler aber nicht von der Truppe Wohnungsramponierer zu sein.
Das ist wohl nicht allzu selten.
> Wieviele arme Vermieter kenne ich? Keinen.
Ich kenne einen. Hatte eine Eigentumswohnung an einem früheren Arbeitsplatz,
wo er mit der eigenen Familie (drei kleine Kinder) wohnte. Dann
Arbeitsplatzwechsel zurück an den früheren Wohnort, wo er aus der
Verwandtschaft ein Haus übernehmen konnte, das auch gepasst hätte. Jetzt
der entscheidende Fehler: die Eigentumswohnung erstmal vermietet (weil die
Immopreise gerade besonders niedrig waren und er sonst mit sehr viel Verlust
rausgekommen wäre). Kosten für das neue Haus, keine Einnahmen von der alten
Wohnung, keine Chance mehr, sie zu verkaufen mit den Mietern drin. Weitere
Kosten: nach der Räumung zwei drei Jahre später (Anwalts- und Gerichtskosten
selber zahlen!) die Möbel des Mieters einlagern (Lagerraum auf eigene Kosten
anmieten!). Irgendwann hat er die so mühsam und teuer geräumte Wohnung
verkaufen können und ist den Rest auch los. Aber die Jahre bis dahin waren
echt hart. Ist so jemand arm? Direkt arm nicht, aber wenns Auto kaputt ist,
kann man sich keine Reparatur leisten, trotz Eigentum an zwei Immobilien.
--
Helmut Richter
Wenn er es schafft deswegen den Tatbestand der Urkundenfälschung zu
erfüllen, hat er sich schon außergewöhnlich dämlich angestellt.
Wegen Betrug ist er unabhängig von der Fälschung dran. Die Fälschung ist
auch kein Beweis für den Betrug. Wenn er am Ende aussagt, dass er die
Fälschung vorgenommen hat, weil er dachte, demnächst den Job zu
bekommen, ist man hinsichtlich des Betrugs tatbestandsmässig
genausoweit, wie wenn er das Ganze ohne Fälschung aussagt. Nur die
Vorspiegelung einer falschen Tatsache ist beweisbarer, die reicht aber
noch nicht aus.
Grüße,
Lars Friedrich
>Natürlich. Das ist eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers, der
>das Interesse des Mieters an seiner Wohnung aufgrund von dessen hohen
>Wert höher bewertet als die Interessen des Vermieters.
Das ist die bewusste Entscheidung des Gesetzgebers, die Risiken auf
den VM zu verlagern. Müsste der Mietbetrüger eher ausziehen, muss u.U.
der Staat für die Unterkunf(skosten) aufkommen.
>Wissend das man nicht zahlen kann und wird, eine Wohnung zu mieten ist
>bereits eine Straftat. Da muss man nichts extra für fälschen.
Jeder Ladendieb bekommt *sofort* Hausverbot, damit er nicht noch mehr
Schaden anrichten kann. Ein Mietbetrüger darf einige Monate mietfrei
wohnen bleiben UND noch vorsätzliche weitere Schäden anrichten!
Da nützt dem geprellten VM die Aussage "Mitbetrug ist eine Straftat"
recht wenig, wenn er danach Privatkonkurs anmelden muss. Die Bank, die
die Zinsen sehen möchte, interessiert das auch nicht.
Das liegt wahrscheinlich daran das der Aufenthalt in Verkaufsräumen
nicht genauso vom Grundgesetz gedeckt ist wie die Unverletzlichkeit der
eigenen Wohnung.
> Ein Mietbetrüger darf einige Monate mietfrei
> wohnen bleiben UND noch vorsätzliche weitere Schäden anrichten!
Wie bereits festgestellt wurde, darf er das nicht. Aber um die
juristischen Aspekte geht es dir ja wahrscheinlich eh nicht bei deinem
Posting.
Grüße,
Lars Friedrich
Auf dem Rücken von 4 Elefanten.
Oh, ich schweife ab..
Grüße,
Lars Friedrich
> Als Mieter wirst du ja auch im
> Regen stehen gelassen, wenn dich der Vermieter (fahrlässig oder
> bewußt) täuscht, z.B. als Verwandter des Eigentümers einen MV mit dir
> abschließt und dich NICHT darüber informiert, daß er nicht der
> Eigentümer ist. Dann stehst du nämlich bei Eigentümerwechsel auch im
> Regen, die gesetzl. Regelungen über gewerbliche Untervermietung
> greifen dann nicht!
>
> Im übrigen kann man in dieser NG oft genug nachlesen, wie sich
> Kleinvermieter (nicht alle,aber viele) gegenüber ihren Mietern
> verhalten. Nur hat man als Mieter überhaupt keine Möglichkeit, bei
> "offensichtlichem Mißbrauch" der Vermieterrechte kurzfristig etwas zu
> ändern.
Und wie oft liest man über "böse" Mieter? Das dürfte sich kaum was
nehmen. Auf beiden Seiten gibt es Fälle die nicht ok sind. Das
Rechtfertigt aber nicht, das Du hier einen Kriminellen - und das sind
Mietnomaden - in Schutz nimmst.
>
> Im übrigen ist selbst bei dem (engen) Kalkulationsspielraum für
> preisgebundenen Wohnraum ein gewisser Satz für Mietausfälle
> vorgesehen. Es sollte bei nicht preisgebundenem Wohnraum genauso
> möglich sein, für diesen Fall vorzusorgen.
Mietausfälle? Bei einer Totalsanierung die -zehntausende kostet kann
wohl kaum von "Mietausfällen" die Rede sein...
>
Ich wünsche Dir eine Wohnung die Du von Deinem sauer verdienten Geld
erworben hast die von einem Mietnormaden heimgesucht wird...
Hans-Jürgen
> Manche Immobilie rentiert sich erst nach sehr langer Zeit. Ich sehe in
> dem Bestreben nach Rentabilität nichts verwerfliches. Es muß ja auch
> niemand zur Miete wohnen.
Es muß auch niemand vermieten.
Wenn man das aber macht, dann muß man im Rahmen seiner geschäftlichen
Tätigkeit halt auch das Risiko tragen können. Das kann man im Vorfeld
durch geeignet Mittel senken, aber es eben nicht auf Null reduzieren.
Aber jeder geht das Risiko der Pleite ein wenn er Geschäfte betreibt.
Alternativ kann man ja auch versuchen die Wohnung zu verkaufen. Dann ist
man jedes Risiko los.
Volker aka darkon
--
(. .) "Weißt du, es gibt soviele verschiedene
( Y ) Lebewesen auf dieser Welt, und sie alle
(:)x(:) sind auf ihre Art wichtig und wertvoll."
(O)-(O) - Kermit der Frosch
>> Tja, aber wer will wie feststellen, ob ein "offensichtlicher"
>> Mißbrauch vorliegt?
>>
>Kot an der Wand, Urin im Teppichrest, zerkrazte Fenster, zerstörte
>Vertäfelungen, demolierte Bäder usw. - wie willst Du das den sonst
>nennen? Oder gehört das neuerdings zur normalen Nutzung einer Mietwohnung?
Das war der Endpunkt, so haben sich diese speziellen Mietnomaden zum
Abschied "bedankt", die offensichtlich psychisch stark gestört waren.
Nicht alle Fälle sind in puncto Zerstörung so drastisch, aber 2 Jahre
für lau wohnen schädigt einen Eigentümer ja auch schon genug. Mit dem
Beweis das ist tatsächlich ein Problem, der selbe Mietpreller, der Dir
ins Gesicht lacht und verkündet, er hat keine Lust zu zahlen, mimt
gegenüber amtlichen Stellen "auf soziale Notlage" und
bemitleidenswert. Trotzdem finde ich, dass da eine Lösung gefunden
werden muss, die die Belange speziell der Kleinvermieter stärker
berücksichtigt. Eine Idee: Man macht im Bezug auf die Dauer des
Verfahrens der Wohnungsräumung einen Unterschied, ob ein Vermieter nur
ein oder zwei Objekte vermietet, er durch die Mietprellung in seiner
wirtschaftlichen Existenz gefährdet ist, oder ob es sich um einen
größeren Vermieter handelt. Das wäre eine Ungleichbehandlung, ob das
haltbar ist weiss ich nicht.
gruss
christoph
Was nützt das dem Vermieter?
Man muss keine neuen Gesetz machen. Man muss nur das ein oder andere
Gesetz abschaffen oder entmurksen.
Na ja, da laeuft man aber Gefahr, wegen drei Faellen pro Jahr 5000 Faellen in
anderem Zusammenhang Unrecht zu tun. Oder anders ausgedrueckt: man kann nicht
jeden Einzelfalls gesetzlich regeln. Wenn diese Mietnomaden wirklich so haeufig
waeren, waere das bei Vereinigungen wie "Haus und Grund" laengst ein Thema. Ist
es aber nicht. Es werden hierzulande taeglich viele Mietvertraege geschlossen
ohne dass Vermieter da tierisch viele Bescheinigungen verlangen. Die
ueberwiegende Mehrheit der Mieter und Vermieter faehrt also mit der momentanen
Regelung ganz gut. Da kann ich nicht unbedingt Aenderungsbedarf erkennen.
>On Sep 5, 10:38 am, Andreas Mauerer
>> Am lustigsten waren diejenigen, die zunächst beim Vermieter
>> (schriftlich!) darum baten, um Heizöl zu sparen, die Kesseltemperatur
>> abzusenken und daraufhin die Miete (u.a. auch im Juli und August) wegen
>> angeblicher Unbeheizbarkeit der Wohnung um 1/3 kürzten. :-)
>
>Entschuldigung, aber was bitte ist daran "lustig"?
Galgenhumor der Vermieter. Ist doch mal eine kreative Begründung für
eine Mietkürzung, oder?
>Und alle hatten "kein glückliches Händchen"???
Zu den anderen Vermietern kann ich nichts sagen, aber die jenigen, die
ich kenne, hatten etwas sonderbare Kriterien...
>Oder wie genau meinst du können sich Vermieter (der Seriösität der
>Mieter) "versichern"?
Gar nicht, das ist ja das Problem...
Gruß
Andreas
--
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- Enter "abfcnz" after the "@"
- Use Rot13 again and delete the "nospam"
Stimmt, du kannst den Mietvertrag anfechten. Und nach einem Jahr oder
so kriegst du auch deinen Räumungstitel, zweifellos.
Und dann kannst du gucken in welchem Zustand du die Wohnung zurück
bekommst.
Das ist der Unterschied zwischen Rechtstaat und Realität.
> >Und das wurde durch Vater Staat und seine Richter erfolgreich abgewürgt.
>
> Wurde es das?
Die Entwicklung bei den zur Vermietung auf den Markt kommenden frei
finanzierten Neubauwohnungen beantwortet diese Frage wohl ziemlich
eindeutig. Die Zahlen gibts an beliebig vielen Fundstellen.
Walter
>Natürlich. Das ist eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers, der
>das Interesse des Mieters an seiner Wohnung aufgrund von dessen hohen
>Wert höher bewertet als die Interessen des Vermieters.
>
>Die logische Folge ist dann der Rückgang des Angebots an
>Mietwohnungen; man kann eigentlich niemandem mit gutem Gewissen zur
>Vermietung raten, es sei denn, er kann sich auch größere Ausfälle
>leisten oder arbeitet in einer Größenordnung, in der sich solche Fälle
>statistisch ausmitteln.
Nun ist ein solcher Rückgang -zumindest in den Regionen, die ich näher
kenne- nicht zu beobachten. Eher das Gegenteil ist der Fall. Daraus
könnte man den Schluss ziehen, daß die Risikoverteilung insgesamt doch
nicht so unverhältnismäßig zu Lasten der Vermieter erfolgt ist. Damit
will ich die Schwierigkeiten, in die insbesondere Vermieter einer
einzelnen oder weniger Wohnungen durch einen einzigen solchen Mieter
geraten können, nicht kleinreden.
>Das nehme ich eher nicht an. "Mietnomaden" stellen allerdings nur die
>besonders krass auffallende Spitze des Eisbergs dar; es sieht nicht
>besser aus, wenn es den Mietern "nur" finanziell schlecht geht. Auch
>dann laufen nämlich monatelange Rückstände plus Anwalts-, Gerichts-
>und Räumungskosten usw. usf. auf; das ist immer vierstellig und kann
>auch einmal fünfstellig werden, ohne jede Böswilligkeit auf Seiten der
>Mieter.
Mietern, die einen wirtschaftlich ins Schlingern geratenen Vermieter
haben, widerfährt u. U. allerdings auch einiges Unerquickliches.
Niels
>> Das allerdings ist dünnes Eis, schließlich sieht das BGB das
>> ausdrücklich anders vor.
>
>Stimmt, du kannst den Mietvertrag anfechten.
Martin bezog sich wohl eher auf die Fälligkeit der Kaution.
>Und nach einem Jahr oder
>so kriegst du auch deinen Räumungstitel, zweifellos.
Das widerum würde ich bei einer Anfechtung durchaus nicht als
zweifellos bezeichnen.
>Und dann kannst du gucken in welchem Zustand du die Wohnung zurück
>bekommst.
>Das ist der Unterschied zwischen Rechtstaat und Realität.
Ein Rechtsstaat ist nicht primär dadurch gekennzeichnet, dass er deine
Auffassung von Recht durchsetzt.
Gruß
Thomas
--
"The opinions expressed herein are subject to change without notice."
Aus einer Studie der Gartner Group
"Helmut Kelb" <spam...@htp-tel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:10bjqds0qwce.1xa7vzlddl4xk$.dlg@40tude.net...
> Christoph Weber <cwne...@arcor.de> schrieb:
>> Das ist ein Problem, stimmt. Aber das, wie im geschilderten Fall,
>> eine
>> Familie durch das kriminelle Verhalten solcher Menschen in den Ruin
>> getrieben werden kann, das ist nicht in Ordnung. Ich habe keine
>> Lösung
>> parat, aber man müßte irgendwie das Verfahren verkürzen.
>
> Der Vermieter hat halt ein Anlagerisiko, ähnlich wie der Aktionär.
> Eine
> sichere Rendite gibts nunmal nur beim Sparbuch. Wer mehr haben will
> muss
> mehr riskieren.
Das ist ja nun Blödsinn.
Du baust dir etwas auf in der Hoffnung, das daraus ein wenig Profit wird
und andere Menschen **zerstören mutwillig** alles.
Eine Wohnung zu vermieten ist nicht wie ein Hedge-Fond!
Also mal ein wenig die Kirche im Dorf lassen.
Klaus
Ja, aber darf man denn das dem V vorhalten, wenn er eine Wohnung
erwirbt?
> >> Manche Immobilie rentiert sich erst nach sehr langer Zeit. Ich sehe in
> >> dem Bestreben nach Rentabilität nichts verwerfliches. Es muß ja auch
> >> niemand zur Miete wohnen.
> >
> >Wieso nicht? Es ist ja schön, dass du in der Lage bist, dir jederzeit
> >Wohneigentum käuflich zu erwerben, aber das ist doch eher die Ausnahmen.
>
> Ja, aber darf man denn das dem V vorhalten, wenn er eine Wohnung
> erwirbt?
Das hatte ich nicht vor. Ich meinte nur den Satz "es muß ja auch niemand
zur Miete wohnen". Wenn man das Wohnen unter der Brücke oder im
Obdachlosenasyl nicht als Alternative ansieht, müssen die meisten Menschen
eben doch zur Miete wohnen.
--
Helmut Richter
Ja, aber wo Menschen zur Miete wohnen, muss es zwangläufig jemanden geben,
der ihnen eine Wohnung vermietet. Da ist es nicht sonderlich hilfreich,
wenn man (wie Herr Graber) alle Vermieter als geldgierig beschimpft und
impliziert es geschähe ihnen gerade Recht, wenn Mietnomaden ihr Eigentum
zerstören.
Grüße,
Florian
>> Und wie oft liest man über "böse" Mieter? Das dürfte sich kaum was
>> nehmen. Auf beiden Seiten gibt es Fälle die nicht ok sind. Das
>> Rechtfertigt aber nicht, das Du hier einen Kriminellen - und das sind
>> Mietnomaden - in Schutz nimmst.
>
> Tut er das? Eigentlich nicht. Das Verhalten eines Mietnomaden ist ohne jede
> Frage nicht in Ordnung, aber der ganze Bereich ist zunächst einmal
> Zivilrecht.
Genau das ist ja das Problem. Wir reden hier von Leuten, die immer
wieder Wohnungen mieten von sie vorher wissen, dass sie sie sich nicht
leisten können, und diese dann auch noch mutwillig zerstören. Das sollte
meiner Meinung nach sehr wohl auch strafrechtlich verfolgt werden.
Ich würde als Vermieter einfach zwei Dinge tun: Verdienstbescheinigung
zeigen lassen, um das Mietausfallrisiko gering zu halten. Und die volle
Kaution bei Vertragsunterschift verlangen. Das ist zwar strenggenommen
nicht zulässig, aber dann gibts eben auch keinen Vertrag. Wer sich schon
die Kaution nicht leisten kann, kann mit der Zahlung der Miete auch
schnell Probeme bekommen. Und damit dürfte man sich die meisten
Mietnomaden schonmal vom Hals halten.
Gruß
Thorsten - bisher leider noch Mieter, aber zum Glück kein Vermieter.
--
"Ich vermute in Deutschland hätte Edison für seine Glühbirne erstmal
ein Technologiefolge-Abschätzungsgutachten über verlorene
Arbeitsplätze in der Petroleum-Industrie vorlegen müssen, bevor
ihm die Einführung elektrischer Beleuchtung erlaubt worden wäre."
Rafael Deliano in News:de.sci.electronics zum Thema Innovation in DE
> Dann soll also der, der versucht, irgendwie sein Geld zu vermehren nicht
> mit Gnade rechnen, wenn er es dabei nicht vermehrt oder es dabei verliert?
>
in Deutschland nicht.
Ein Gipfel ist sogar erreicht, wenn jemand in einen thesaurierenden
Rentenfonds investiert, nach 2 Jahren mit Verlust verkaufen muss -weil
die Zinsen steigen- und noch dazu hypothetische Zinsen als Steuern
abgeführt bekommt. Steuern auf Verluste: sowas gibt's anscheindend nur
im deutschen Steuerdschungel.
Nich jeder, der ein weing Kapital hat (um z.B. noch in Rente überleben
zu können) ist ein Geldgierigen Kapitalist.
Laszlo
>On Fri, 7 Sep 2007, Leo Oeler wrote:
>
>> >> Manche Immobilie rentiert sich erst nach sehr langer Zeit. Ich sehe in
>> >> dem Bestreben nach Rentabilität nichts verwerfliches. Es muß ja auch
>> >> niemand zur Miete wohnen.
>> >
>> >Wieso nicht? Es ist ja schön, dass du in der Lage bist, dir jederzeit
>> >Wohneigentum käuflich zu erwerben, aber das ist doch eher die Ausnahmen.
>>
>> Ja, aber darf man denn das dem V vorhalten, wenn er eine Wohnung
>> erwirbt?
>
>Das hatte ich nicht vor. Ich meinte nur den Satz "es muß ja auch niemand
>zur Miete wohnen". Wenn man das Wohnen unter der Brücke oder im
Ich meinte mit "müssen" externe Zwänge. Wenn man natürlich aus
finanziellen Gründen zur Miete wohnen "muß", ist das ja nichts, wofür
man einen anderen verantwortlich machen könnte.