"Ralf . K u s m i e r z" <m...@privacy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:c12v87...@mid.uni-berlin.de...
> Nein, das gilt f�r Fahrr�der (und einige andere Dinge) eben nicht: Die
> sind zwar kommerziell schnell (ca. 5-10 Jahre) "abgeschrieben" in dem
> Sinn, da� man niemandem daf�r noch etwas �ber ein paar Zehner hinaus
> gibt und also auch nicht erwarten kann, aber sie behalten eben ihren
> Nutzwert weitgehend, d. h. man kann damit praktisch noch "unendlich
> lange" fahren und mu� nur den normalen Verschlei� ersetzen (Reifen,
> Kette, Bremsen, Beleuchtung). Ab und und zu geht auch was kaputt, dann
> kommt eben ein Ersatzteil dran.
Hi,
leider wissen viele nicht, da� auch der Rahmen altert. So nach 10 Jahren ist
der "abgefahren" und sollte besser getauscht werden. Nicht da� der unbedingt
auseinanderfallen mu�, aber es kann eben sein, da� er beim n�chsten
Schlagloch oder Unfall bricht oder durch seine leichte Verwindung zum Unfall
f�hrt.
>
> Manche bringen die R�der auch j�hrlich oder so in die Werkstatt "zur
> Inspektion" und lassen dann jeweils 10-20 % des Neuwerts da, andere
> schrauben eben selbst.
Ist irgendwann nicht mehr lohnend. Alle leichtmetallteile wechselt der
erfahrene Radler eh alle paar Jahre.
> Der materiell Schaden besteht darin, da� das Rad vorher vorhanden und
> nutzbar war und es hinterher nicht ist. Mithin w�rde der gerechte SE
> darin bestehen, da� der Sch�diger daf�r sorgt, da� es nach
> angemessener kurzer Frist wieder in Ordnung ist und zur Verf�gung
> steht und er bis dahin ein gleichwertiges Ersatzrad leihweise zur
> Verf�gung stellt. Was das dann alles kostet, ist doch das Problem des
> Schuldners bzw. seiner Versicherung, bzw. sollte es sein.
Die schickt also nen Fuffi und gut. Daf�r kriegt man problemlos ein "Rad",
gebraucht. Mit "Inspektion".
Allerdings kann das auch schon 20 Jahre alt sein und damit vielleicht schon
kurz vor der Katastrophe.
>
> Stattdessen hat sich die Rechtsprechung auf die merkantile
> Wertminderung eingeschossen, die nat�rlich nicht vorhanden ist, wenn
> der Wert schon vorher gegen Null ging. Da� das Unfug ist, erkennt man
> aber an einem einfachen Gedankenexperiment: Man m�ge (z. B.) Opa
> Kusmierz mit seinem ollen Drahtesel auf der Stra�e sehen, der nach
> Juristenlogik nur noch 50 Euro wert ist. Den spreche man an und sage
> ihm: Ich kaufe Ihnen den Schrott da f�r 100 Euro ab. Sagt der doch
> glatt: Nee, danke, mache ich nicht.
>
> Und warum ist der "so bl�d"? Na, weil /ihm/ die M�hre eben mehr wert
> ist als das Preisangebot. Und damit hat er recht: So ein Rad ist
> n�mlich nur im Neuzustand ein fungibles Produkt. Im Laufe der Zeit
> gewinnt es hingegen Individualit�t und Charakter und wird zu einem
> Kunstwerk. Und sowas gibt man doch nicht einfach her, genau das kriegt
> man doch nicht wieder. Da steckt doch ein halbes Leben drin...
Man kann Opa auch runterschubsen und damit wegfahren. Opa hat Vollkasko und
kriegt den Rollator von der Kasse...
--
mfg,
gUnther