Beim Einfahren Gehweg blockieren

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Stefan Schmitz

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Dec 20, 2019, 2:49:42 PM12/20/19
to
§ 11 StVO verbietet das Einfahren in eine Kreuzung, wenn auf ihr gewartet
werden muss.

Gibt es keine entsprechende Regelung für das Queren eines Gehwegs bei Ausfahrt
aus einem Grundstück? § 10 verbietet dabei nur eine Gefährdung anderer (also
etwa der Fußgänger), nicht aber eine Behinderung durch längere Blockade des
Gehwegs.

Dieser Tage habe ich mich über ein Auto geärgert, das von einem Hotelparkplatz
auf eine Hauptstraße einfahren wollte und dabei die gesamte Breite des
kombinierten Geh- und Radwegs versperrte. Heute morgen blockierte einer
minutenlang den Gehweg an einer anderen Hauptstraße, um gemütlich auf dem Handy
rumzutippen.

Ulf.K...@web.de

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Dec 21, 2019, 10:47:50 AM12/21/19
to
Am Freitag, 20. Dezember 2019 20:49:42 UTC+1 schrieb Stefan Schmitz:

> Dieser Tage habe ich mich über ein Auto geärgert, das von einem Hotelparkplatz
> auf eine Hauptstraße einfahren wollte und dabei die gesamte Breite des
> kombinierten Geh- und Radwegs versperrte. Heute morgen blockierte einer
> minutenlang den Gehweg an einer anderen Hauptstraße, um gemütlich auf dem Handy
> rumzutippen.

Hm. Lief der Motor?

Stefan Schmitz

unread,
Dec 21, 2019, 12:50:54 PM12/21/19
to
Ja. Was spielt das für eine Rolle?

Wenn du auf § 30 I 2 StVO hinauswillst: Der Motor lief ja nicht unnötig,
sondern wurde benötigt, um an diese Stelle zu kommen und um nach Erledigung
der Tipperei weiterzufahren.

Zum Warten auf die Einfahrt in die Hauptstraße weißt du nichts zu sagen?

Oliver Schwickert

unread,
Dec 21, 2019, 1:06:19 PM12/21/19
to
Stefan Schmitz schrieb:
> Am Samstag, 21. Dezember 2019 16:47:50 UTC+1 schrieb Ulf.K...@web.de:
>> Am Freitag, 20. Dezember 2019 20:49:42 UTC+1 schrieb Stefan Schmitz:
>>> [...] Heute morgen blockierte einer
>>> minutenlang den Gehweg an einer anderen Hauptstraße, um gemütlich auf dem Handy
>>> rumzutippen.
>>
>> Hm. Lief der Motor?
>
> Ja. Was spielt das für eine Rolle?
>
> Wenn du auf § 30 I 2 StVO hinauswillst

Vermutlich eher was mit § 23. Ob der Motor vollständig ausgeschaltet
ist, kann man allerdings nicht immer daran erkennen, daß er nicht "läuft".


Thomas Hochstein

unread,
Dec 21, 2019, 1:45:02 PM12/21/19
to
Stefan Schmitz schrieb:

> Am Samstag, 21. Dezember 2019 16:47:50 UTC+1 schrieb Ulf.K...@web.de:
>> Am Freitag, 20. Dezember 2019 20:49:42 UTC+1 schrieb Stefan Schmitz:
>>> Heute morgen blockierte einer minutenlang den Gehweg an einer anderen
>>> Hauptstraße, um gemütlich auf dem Handy rumzutippen.
>> Hm. Lief der Motor?
>
> Ja. Was spielt das für eine Rolle?

§ 23 Abs. 1a, 1b StVO.

Rupert Haselbeck

unread,
Dec 21, 2019, 1:46:58 PM12/21/19
to
Stefan Schmitz schrieb:

> :
>> Stefan Schmitz:
>> > Dieser Tage habe ich mich über ein Auto geärgert, das von einem
>> > Hotelparkplatz auf eine Hauptstraße einfahren wollte und dabei die
>> > gesamte Breite des kombinierten Geh- und Radwegs versperrte. Heute
>> > morgen blockierte einer minutenlang den Gehweg an einer anderen
>> > Hauptstraße, um gemütlich auf dem Handy rumzutippen.
>>
>> Hm. Lief der Motor?
>
> Ja. Was spielt das für eine Rolle?

Da fällt jemandem nichts zu deiner Frage ein und er weicht daher auf ein
völlig anderes Terrain aus. Das bedienen des Handys ist bei laufendem Motor
verboten...

> Zum Warten auf die Einfahrt in die Hauptstraße weißt du nichts zu sagen?

Wie anders als über den Gehweg soll er die Fahrbahn erreichen?
Er sollte allerdings den Gehweg nicht zum halten oder parken verwenden...

MfG
Rupert

Stefan Schmitz

unread,
Dec 21, 2019, 1:58:17 PM12/21/19
to
Am Samstag, 21. Dezember 2019 19:46:58 UTC+1 schrieb Rupert Haselbeck:
> Stefan Schmitz schrieb:
> > Zum Warten auf die Einfahrt in die Hauptstraße weißt du nichts zu sagen?
>
> Wie anders als über den Gehweg soll er die Fahrbahn erreichen?
> Er sollte allerdings den Gehweg nicht zum halten oder parken verwenden...

Der Gesetzgeber könnte ihn verpflichten, erst gar nicht auf den Gehweg zu fahren,
wenn eine längere Wartezeit absehbar ist. Oder wieder zurückzusetzen, wenn die
Einfahrt nicht möglich ist.

Ulf.K...@web.de

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Dec 21, 2019, 2:04:35 PM12/21/19
to
Am Samstag, 21. Dezember 2019 19:46:58 UTC+1 schrieb Rupert Haselbeck:
> Stefan Schmitz schrieb:
>
> > :
> >> Stefan Schmitz:
> >> > Dieser Tage habe ich mich über ein Auto geärgert, das von einem
> >> > Hotelparkplatz auf eine Hauptstraße einfahren wollte und dabei die
> >> > gesamte Breite des kombinierten Geh- und Radwegs versperrte. Heute
> >> > morgen blockierte einer minutenlang den Gehweg an einer anderen
> >> > Hauptstraße, um gemütlich auf dem Handy rumzutippen.
> >>
> >> Hm. Lief der Motor?
> >
> > Ja. Was spielt das für eine Rolle?
>
> Da fällt jemandem

Hasliot, Du sollst die Kette der Vorposter
nicht entstellend manipulieren.

Diedrich Ehlerding

unread,
Dec 21, 2019, 2:23:22 PM12/21/19
to
Stefan Schmitz meinte:

>> Hm. Lief der Motor?
>
> Ja. Was spielt das für eine Rolle?

Wenn der Moptor läuft, darf er nicht das Handy bedienen.
>
--
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fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
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Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 21, 2019, 3:56:00 PM12/21/19
to
Und was soll das bringen?

Ich hatte auch mal so eine Wohnsituation, da war der Parkplatz hinterm Haus
und vor dem Haus eine vielbefahrene Straße. Mit parallelem Rad- und Fußweg.
Um da in die Straße einzufahren, musste man zwangsläufig Rad- und Fußweg
blockieren, denn nur so konnte man die Hauptstraße einsehen, um eine freie
Lücke im Verkehr zu finden.

Was hätte es da gebracht, zurückzusetzen? In der zurückgesetzten Position
konnte man den Querverkehr nicht sehen.

Also hat man da eben die blöde Situation, daß man evtl. den Radweg für eine
zeitlang blockiert. Wobei die im Zweifel ja auch hinter einem vorbei radeln
können, so groß ist ein Auto ja nicht, und hinter dem wartenden Auto ist
genug Platz.

Insofern kein echtes Problem.

Grüße,

Frank

Sepp Ruf

unread,
Dec 22, 2019, 4:48:49 AM12/22/19
to
Am 22.12.2019 um 00:03 schrieb Martin Gerdes:
> Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> schrieb:
>
>>>> Zum Warten auf die Einfahrt in die Hauptstraße weißt du nichts zu sagen?
>
>>> Wie anders als über den Gehweg soll er die Fahrbahn erreichen?
>>> Er sollte allerdings den Gehweg nicht zum halten oder parken verwenden...
>
>> Der Gesetzgeber könnte ihn verpflichten, erst gar nicht auf den Gehweg zu fahren,
>> wenn eine längere Wartezeit absehbar ist. Oder wieder zurückzusetzen, wenn die
>> Einfahrt nicht möglich ist.
>
> Besteht diese Pflicht auf dem Papier nicht bereits jetzt?
Erstere besteht in Bezug auf Radverkehr; letztere nicht.

> Spielt aber in der Praxis keine Rolle.

Wer zu unaufmerksam ist, nahende Fussgehende vor Erreichen der
Fahrbahnsichtlinie wahrzunehmen, sollte das Zuruecksetzen erst recht bleiben
lassen.

Stefan Schmitz

unread,
Dec 22, 2019, 10:53:29 AM12/22/19
to
Am Sonntag, 22. Dezember 2019 10:48:49 UTC+1 schrieb Sepp Ruf:

> Wer zu unaufmerksam ist, nahende Fussgehende vor Erreichen der
> Fahrbahnsichtlinie wahrzunehmen, sollte das Zuruecksetzen erst recht bleiben
> lassen.

Ich erlebe es regelmäßig, dass die Fahrzeugführer höchst aufmerksam den
Verkehr von links beobachten, dass sich da eine Lücke auftut, aber nicht den
geringsten Gedanken daran verschwenden, dass in der Zwischenzeit von rechts
ein Fußgänger aufgetaucht sein könnte. So wäre ich schon mehrfach fast
überfahren worden, weil die völlig blind losfahren.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 22, 2019, 1:48:49 PM12/22/19
to
Am Sun, 22 Dec 2019 13:24:33 +0100 schrieb Udo Steinbach:

> Am 2019-12-21 um 21:56 Uhr schrieb Frank Hucklenbroich:

> Ich weiß schon, warum ich keine "Radwege" benutze. Nur dann besteht
>> Insofern kein echtes Problem.

In dem Fall völlig richtig, Radfahrer auf der Fahrbahn wären nicht
blockiert worden. Wohingegen ein Radweg in zweiter Riehe hinter parkenden
Fahrzeugen einfach blöd geplant ist, und zu solchen Situationen führt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 22, 2019, 2:07:17 PM12/22/19
to
Am Sun, 22 Dec 2019 12:58:19 +0100 schrieb Martin Gerdes:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:
>
>>Ich hatte auch mal so eine Wohnsituation, da war der Parkplatz hinterm Haus
>>und vor dem Haus eine vielbefahrene Straße. Mit parallelem Rad- und Fußweg.
>>Um da in die Straße einzufahren, musste man zwangsläufig Rad- und Fußweg
>>blockieren, denn nur so konnte man die Hauptstraße einsehen, um eine freie
>>Lücke im Verkehr zu finden.
>
> Du meinst vermutlich "eine Lücke im Autoverkehr".

Straßenbahnen fuhren dort auch. Und im Prinzip hätten da auch Radfahrer
fahren können, anstatt den dort unpraktisch angelegten Radweg zu benutzen.

>>Was hätte es da gebracht, zurückzusetzen?
>
> Du hättest dann den Fußgänger- und Radverkehr mit Deiner Blechkiste
> nicht blockiert.

Und dann wäre ich da stehen geblieben bis zum St. Nimmerleinstag? Oder
hätte mit beherztem Vollgas gehofft, niemanden zu erwischen? Das war beides
keine Option, man konnte sich da nur langsam vortasten, bis man den Verkehr
einsehen konnte. Und stand dabei Radfahrern und Fußgängern ganz bklöd im
Weg herum.

> Aber das ist für den durchschnittlichen Autofahrer kein
> Thema. Sollen die Verkehrs-Untermenschen doch selbst sehen, wo sie
> bleiben, wenn ein Herrenfahrer kommt!

Was soll der Beißreflex? Ich schrieb doch selbst, daß mir diese Situation
unangenehm war, und ich fuhr da täglich weg. Übrigens nicht mit einem
großen SUV, sondern mit einem kleinen MX-5 Cabrio, meistens mit offenen
Dach und auf Augenhöhe mit den Radlern. Da gab es auch selten böses Blut,
sondern oft eher ein "Sorry, ich kann sonst den Querverkehr nicht sehen und
kann mich jetzt gerade auch nicht in Luft auflösen". Das war blöd geplant,
von den Radwegplanern.

>>In der zurückgesetzten Position konnte man den Querverkehr nicht sehen.
>
> Doch, natürlich.

Nein. Das war eine schmale Einfahrt, dann kam der Radweg, dann kamen
nochmale rund zwei Meter Gehweg bzw. seitliche Parkplätze, bis man auf der
Hauptstraße war. Das konnte man unmöglich einsehen, ohne sich bis an die
Hauptstraße vorzutasten.

>>Also hat man da eben die blöde Situation, daß man evtl. den Radweg für eine
>>Zeitlang blockiert.
>
> Das macht nichts. Autofahrerrechte zählen in dieser Republik schließlich
> mehr als Fußgänger- und Radfahrerrechte.

Fußgänger hätten problemlos vor oder hinter dem Wagen vorbeigehen können.

Aber der Radweg war dort schlichtweg unpassend geplant.

>>Wobei die im Zweifel ja auch hinter einem vorbeiradeln können,
>
> Eben, eben.
> Oder anhalten, bis der Herrenfahrer weg ist.

Krampfradler?

>>so groß ist ein Auto ja nicht, und hinter dem wartenden Auto ist
>>genug Platz.
>
>>Insofern kein echtes Problem.
>
> Eben.
>
> Österreich, du hast es da besser! Der ÖAMTC (österreichisches Äquivalent
> des deutschen "Autofahrer-dürfen-alles-Club") hat in die österreichische
> StVO hineinlobbyiert, daß Radfahrer auch auf Vorfahrtsstraßen immer nur
> so schnell fahren dürfen, daß sie jederzeit sofort anhalten können, auch
> wenn ihnen ein Autofahrer in die Quere kommt.
>
> Das wäre auch für die von Dir geschilderte Verkehrssituation eine
> probate Lösung.

Warum sollte das ein Problem sein, wenn man sich als Autofahrer langsam (=
mit echter Schrittgeschwindigkeit) an die Hauptstraße herantastet?
Natürlich schaut man da doch vorher, ob ein Radfahrer angefahren kommt, und
lässt den selbstverständlich vorher durch! Nur kann es dann eben sein, daß
man vor der Hauptstraße dann mitten auf dem Radweg warten muss, weil z.B.
gerade eine Straßenbahn mit Doppelzug angefahren kommt. Und wenn dann ein
Radler kommt, muss der auch warten bzw. vor oder hinter meinem Auto
vorbeifahren.

Was man sich alles hätte sparen könne, wenn es dort keinen Radweg parallel
zur Straße gäbe, und die Radler normal die Fahrbahn benutzen dürften. Aber
das wollte man da wohl auch nicht, schon wegen der Straßenbahn. Wenn ein
Radler vor der Bahn in die Schienen gerät und vor der Bahn stürzt, endet
das häßlich.

Grüße,

Frank

Rupert Haselbeck

unread,
Dec 22, 2019, 3:26:59 PM12/22/19
to
Stefan Schmitz schrieb:
Tja, die Intelligenteren unter den Fußgängern gehen in solch Situation
hinter den Fahrzeugen vorbei...

MfG
Rupert

Oliver Schwickert

unread,
Dec 22, 2019, 3:40:45 PM12/22/19
to
Rupert Haselbeck schrieb:
Victim blaming.

Es soll übrigens auch Fußgänger geben, die eine solche Situation nicht
richtig einschätzen können. Fußgänger-Führerschein jetzt!

Rupert Haselbeck

unread,
Dec 22, 2019, 3:56:58 PM12/22/19
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Und dann wäre ich da stehen geblieben bis zum St. Nimmerleinstag? Oder
> hätte mit beherztem Vollgas gehofft, niemanden zu erwischen? Das war
> beides keine Option, man konnte sich da nur langsam vortasten, bis man den
> Verkehr einsehen konnte. Und stand dabei Radfahrern und Fußgängern ganz
> bklöd im Weg herum.
>
>> Aber das ist für den durchschnittlichen Autofahrer kein
>> Thema. Sollen die Verkehrs-Untermenschen doch selbst sehen, wo sie
>> bleiben, wenn ein Herrenfahrer kommt!
>
> Was soll der Beißreflex? Ich schrieb doch selbst, daß mir diese Situation
> unangenehm war, und ich fuhr da täglich weg. Übrigens nicht mit einem
> großen SUV, sondern mit einem kleinen MX-5 Cabrio, meistens mit offenen
> Dach und auf Augenhöhe mit den Radlern. Da gab es auch selten böses Blut,
> sondern oft eher ein "Sorry, ich kann sonst den Querverkehr nicht sehen
> und kann mich jetzt gerade auch nicht in Luft auflösen". Das war blöd
> geplant, von den Radwegplanern.

Manche Leute kapieren halt trotz aller Versuche von Fahrschulen,
Kindergarten und sonstiger Verkehrserziehung nicht so recht, dass
Straßenverkehr ein Miteinander _aller_ Verkehrsteilnehmer erfordert. Beim
Ausfahren aus einem Grundstück muss sowohl ein Radfahrer als auch Autofahrer
notgedrungen die für Fußgänger und ggfls. auch Radfahrer angelegten
Sonderwege kreuzen. Vernünftige Verkehrsteilnehmer nehmen daran keinen
Anstoß sondern gehen bzw. fahren falls möglich dann eben dahinter vorbei
oder warten ggfls. eben ein paar Sekunden. Es geht ja auch nicht nicht
anders.
Ein Problem ist das aber nur für einige wenige in besonderer Weise begabte
Mitmenschen

MfG
Rupert

Oliver Schwickert

unread,
Dec 22, 2019, 4:10:14 PM12/22/19
to
Frank Hucklenbroich schrieb:
> Aber der Radweg war dort schlichtweg unpassend geplant.

Kommt vor. Ist oft unvermeidlich.

Rupert Haselbeck

unread,
Dec 22, 2019, 4:17:08 PM12/22/19
to
Oliver Schwickert schrieb:

> Rupert Haselbeck schrieb:
>> Stefan Schmitz schrieb:
>>
>>> Sepp Ruf:
>>>> Wer zu unaufmerksam ist, nahende Fussgehende vor Erreichen der
>>>> Fahrbahnsichtlinie wahrzunehmen, sollte das Zuruecksetzen erst recht
>>>> bleiben lassen.
>>>
>>> Ich erlebe es regelmäßig, dass die Fahrzeugführer höchst aufmerksam den
>>> Verkehr von links beobachten, dass sich da eine Lücke auftut, aber nicht
>>> den geringsten Gedanken daran verschwenden, dass in der Zwischenzeit von
>>> rechts ein Fußgänger aufgetaucht sein könnte. So wäre ich schon mehrfach
>>> fast überfahren worden, weil die völlig blind losfahren.
>>
>> Tja, die Intelligenteren unter den Fußgängern gehen in solch Situation
>> hinter den Fahrzeugen vorbei...
>
> Victim blaming.

Keineswegs. Lediglich ein Hinweis auf das korrekte, auf Miteinander statt
Gegeneinander ausgerichtete Ziel der (Straßen-)Verkehrsregeln. Und auch der
gute Stefan wird in der Realität nicht dämlich genug sein, sich so zu
verhalten, wie er hier behauptet :->

> Es soll übrigens auch Fußgänger geben, die eine solche Situation nicht
> richtig einschätzen können. Fußgänger-Führerschein jetzt!

Wer das wirklich nicht schaffen sollte, dem hilft kein Fußgänger-
Führerschein sondern allenfalls eine geschlossene Unterbringung zum eigenen
Schutz. In der Realität ist es bloßes, meist bewusstes(!),
Misssverstehen(wollen) nicht nur der Verkehrsregeln sondern einfach nur
Ausserachtlassen der Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens. Warum
sollte man andere mahr als unvermeidbar behindern wollen? Gar dann, wenn man
sich dabei sogar selbst gefährden könnte (falls denn der Autofahrer nicht
auf Fußgänger von rechts achten sollte obgleich er das natürlich müsste)

MfG
Rupert

Oliver Schwickert

unread,
Dec 22, 2019, 4:22:06 PM12/22/19
to
Rupert Haselbeck schrieb:
> Wer das wirklich nicht schaffen sollte, dem hilft kein Fußgänger-
> Führerschein sondern allenfalls eine geschlossene Unterbringung zum eigenen
> Schutz.

Früher war mehr Lametta.

Stefan Froehlich

unread,
Dec 23, 2019, 2:32:21 AM12/23/19
to
On Sun, 22 Dec 2019 20:07:37 Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Sun, 22 Dec 2019 12:58:19 +0100 schrieb Martin Gerdes:
> Und dann wäre ich da stehen geblieben bis zum St. Nimmerleinstag?
> Oder hätte mit beherztem Vollgas gehofft, niemanden zu erwischen?
> Das war beides keine Option, man konnte sich da nur langsam
> vortasten, bis man den Verkehr einsehen konnte.

In der Fahrschule haben sie uns - zwar in anderem Zusammenhang, aber
letztendlich in der gleichen Zwickmühle - beigebracht, man müsse
sich in disem Fall halt einweisen lassen, notfalls von einem
Passanten, der sich netterweise dazu bereiterklärt. Geht also schon.

Dass das wenig praxisrelevant ist, steht auf einem anderen Blatt.

Servus,
Stefan

--
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Entzücken, mehr als man denkt. Stefan: edel und preisbewusst.
(Sloganizer)

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 23, 2019, 3:36:57 AM12/23/19
to
Am 23 Dec 2019 07:32:19 GMT schrieb Stefan Froehlich:

> On Sun, 22 Dec 2019 20:07:37 Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am Sun, 22 Dec 2019 12:58:19 +0100 schrieb Martin Gerdes:
>> Und dann wäre ich da stehen geblieben bis zum St. Nimmerleinstag?
>> Oder hätte mit beherztem Vollgas gehofft, niemanden zu erwischen?
>> Das war beides keine Option, man konnte sich da nur langsam
>> vortasten, bis man den Verkehr einsehen konnte.
>
> In der Fahrschule haben sie uns - zwar in anderem Zusammenhang, aber
> letztendlich in der gleichen Zwickmühle - beigebracht, man müsse
> sich in disem Fall halt einweisen lassen, notfalls von einem
> Passanten, der sich netterweise dazu bereiterklärt. Geht also schon.

Das kann man natürlich auch machen, es ändert aber nichts an der Tatsache,
daß dann Fußgänger und Radfahrer evtl. einen Moment warten müssen. Und den
Querverkehr anhalten darf ein Einweiser eigentlich auch nicht, er muss da
schon darauf hoffen, daß die anderen Verkehrsteilnehmer netterweise
anhalten.

Grüße,

Frank

Stefan Froehlich

unread,
Dec 23, 2019, 6:47:38 AM12/23/19
to
Oder eben warten, bis freie Fahrt ist. Das mag dauern, aber
irgendwann gibt es idR upstream eine Ampel oder ein anderes
Ereignis, das für eine entsprechende Lücke sorgt.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Grün? Grüner als Stefan!? Was zu beweisen wäre!
(Sloganizer)

Oliver Schwickert

unread,
Dec 23, 2019, 1:24:40 PM12/23/19
to
Stefan Froehlich schrieb:
> In der Fahrschule haben sie uns - zwar in anderem Zusammenhang, aber
> letztendlich in der gleichen Zwickmühle - beigebracht, man müsse
> sich in disem Fall halt einweisen lassen

Das steht schließlich auch in § 10 der (deutschten) StVO.

Falk Willberg

unread,
Dec 23, 2019, 2:29:29 PM12/23/19
to
On 22.12.19 22:00, Rupert Haselbeck wrote:

> Manche Leute kapieren halt trotz aller Versuche von Fahrschulen,
> Kindergarten und sonstiger Verkehrserziehung nicht so recht, dass
> Straßenverkehr ein Miteinander _aller_ Verkehrsteilnehmer erfordert. Beim
> Ausfahren aus einem Grundstück muss sowohl ein Radfahrer als auch Autofahrer
> notgedrungen die für Fußgänger und ggfls. auch Radfahrer angelegten
> Sonderwege kreuzen. Vernünftige Verkehrsteilnehmer nehmen daran keinen
> Anstoß sondern gehen bzw. fahren falls möglich dann eben dahinter vorbei
> oder warten ggfls. eben ein paar Sekunden. Es geht ja auch nicht nicht
> anders.

Dass ich Dir noch mal Recht geben würde ;-)

Ich sehe aber noch das Problem, dass dem motorisierten Verkehr
selbstverständlich regelmäßig der Vorrang gewährt wird.
Wenn ich an einer Fußgängerampel den Knopf drücke, muß ich solange
warten, bis ein Rot für den übrigen Verkehr möglichst wenig störend ist.

Selbstverständlich lasse ich an einer Strasse erstmal sämtliche
Fahrzeuge vorbei, bevor ich diese so kreuze, so dass kein einziges
Fahrzeug seine Geschwindigkeit verringern muss. "Nötigt" man nämlich
jemanden, etwas langsamer zu fahren, um den Fußgänger nicht umzufahren,
erntet man mindestens Unverständnis.

Ich meine, zum "Miteinander" müsste auch gehören, daß der motorisierte
Verkehr Rücksicht auf die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer nimmt.

Aber dazu wird es mehr als eine Generation brauchen.

Gruß,
Falk, Fußgänger, ÖPNV-Nutzer, Autofahrer, Radfahrer...
--
Ich frage mich, warum es eigentlich normal ist, daß ein Fußgänger
solange in Regen, Kälte und Wind warten muss, bis alle, die bequem,
warm und trocken in ihren Autos sitzen, vorbeigefahren sind, statt
dass die Autos den Fußgänger vorlassen müssen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 23, 2019, 4:36:50 PM12/23/19
to
Am 23 Dec 2019 11:47:37 GMT schrieb Stefan Froehlich:

> On Mon, 23 Dec 2019 09:36:56 Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am 23 Dec 2019 07:32:19 GMT schrieb Stefan Froehlich:
>>> On Sun, 22 Dec 2019 20:07:37 Frank Hucklenbroich wrote:
>>>> Am Sun, 22 Dec 2019 12:58:19 +0100 schrieb Martin Gerdes:
>>>> Und dann wäre ich da stehen geblieben bis zum St. Nimmerleinstag?
>>>> Oder hätte mit beherztem Vollgas gehofft, niemanden zu erwischen?
>>>> Das war beides keine Option, man konnte sich da nur langsam
>>>> vortasten, bis man den Verkehr einsehen konnte.
>>>
>>> In der Fahrschule haben sie uns - zwar in anderem Zusammenhang, aber
>>> letztendlich in der gleichen Zwickmühle - beigebracht, man müsse
>>> sich in disem Fall halt einweisen lassen, notfalls von einem
>>> Passanten, der sich netterweise dazu bereiterklärt. Geht also schon.
>>
>> Das kann man natürlich auch machen, es ändert aber nichts an der
>> Tatsache, daß dann Fußgänger und Radfahrer evtl. einen Moment
>> warten müssen. Und den Querverkehr anhalten darf ein Einweiser
>> eigentlich auch nicht, er muss da schon darauf hoffen, daß die
>> anderen Verkehrsteilnehmer netterweise anhalten.
>
> Oder eben warten, bis freie Fahrt ist. Das mag dauern, aber
> irgendwann gibt es idR upstream eine Ampel oder ein anderes
> Ereignis, das für eine entsprechende Lücke sorgt.

Das wäre in der Tat optimal, dann muss man allerdings auch einen Einweiser
finden, der so viel Geduld hat, da zwei oder drei Minuten zu stehen. Ob der
nette Passant dafür Lust hat? Jeden Morgen, wenn man da raus muss?

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 23, 2019, 4:46:00 PM12/23/19
to
Am Sun, 22 Dec 2019 21:40:50 +0100 schrieb Oliver Schwickert:

> Rupert Haselbeck schrieb:
>> Stefan Schmitz schrieb:
>>
>>> Sepp Ruf:
>>>> Wer zu unaufmerksam ist, nahende Fussgehende vor Erreichen der
>>>> Fahrbahnsichtlinie wahrzunehmen, sollte das Zuruecksetzen erst recht
>>>> bleiben lassen.
>>>
>>> Ich erlebe es regelmäßig, dass die Fahrzeugführer höchst aufmerksam den
>>> Verkehr von links beobachten, dass sich da eine Lücke auftut, aber nicht
>>> den geringsten Gedanken daran verschwenden, dass in der Zwischenzeit von
>>> rechts ein Fußgänger aufgetaucht sein könnte. So wäre ich schon mehrfach
>>> fast überfahren worden, weil die völlig blind losfahren.
>>
>> Tja, die Intelligenteren unter den Fußgängern gehen in solch Situation
>> hinter den Fahrzeugen vorbei...
>
> Victim blaming.

Oder einfach Überlebens-Strategie?

Der Fußgänger hätte zumindest in "meinem" Fall eine kleine Stich-Straße
überquert. Da hätte er eigentlich keine "Vorfahrt", im Gegensatz zu den
Radfahrern, und muss genauso aufpassen, als wenn er anderswo eine Fahrbahn
überquert. Bevor der also blind vor ein wartendes Auto latscht sollte er
zumindest Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen, ob der ihn gesehen hat und
wartet. So lernt man es schon in der Verkehrserziehung im Kindergarten,
wenn man eine Straße überqueren will.

Ist also die Frage, wer hier "völlig blind" ist. Sind beide gleich ignorant
dann gibt es Aua, und das dann eher beim Fußgänger, von daher ist das für
den Überlebens-Strategie, ob einem das nun gefällt oder nicht.

> Es soll übrigens auch Fußgänger geben, die eine solche Situation nicht
> richtig einschätzen können. Fußgänger-Führerschein jetzt!

Wie gesagt, bei der Verkehrserziehung im Kindergarten lernt man das. Also,
nach links und rechts zu schauen bevor man die Fahrbahn betritt. Und falls
da ein Auto naht, warten oder Blickkontakt suchen, ob der Fahrer einen
vorbei lässt.

Kindergarten-Pflicht jetzt!

Grüße,

Frank

Rupert Haselbeck

unread,
Dec 23, 2019, 4:46:58 PM12/23/19
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Das wäre in der Tat optimal, dann muss man allerdings auch einen Einweiser
> finden, der so viel Geduld hat, da zwei oder drei Minuten zu stehen. Ob
> der nette Passant dafür Lust hat? Jeden Morgen, wenn man da raus muss?

Angesichts der verbreiteten Ängste vor der Haftung bei, auch im Rahmen einer
Gefälligkeit und lediglich leicht fahrlässig, verursachten Schäden ist es
möglicherweise ohnehin nicht ganz einfach, hilfreiche Passanten als
Einweiser zu requirieren

MfG
Rupert

Oliver Schwickert

unread,
Dec 23, 2019, 4:53:02 PM12/23/19
to
Frank Hucklenbroich schrieb:
> Wie gesagt, bei der Verkehrserziehung im Kindergarten lernt man das. Also,
> nach links und rechts zu schauen bevor man die Fahrbahn betritt.

Die Fahrbahn, achso. Ich hatte wohl fälschlich angenommen, es gehe um
einen anderen Teil einer Straße.

Rupert Haselbeck

unread,
Dec 23, 2019, 4:56:59 PM12/23/19
to
Falk Willberg schrieb:

> Rupert Haselbeck wrote:
>
>> Manche Leute kapieren halt trotz aller Versuche von Fahrschulen,
>> Kindergarten und sonstiger Verkehrserziehung nicht so recht, dass
>> Straßenverkehr ein Miteinander _aller_ Verkehrsteilnehmer erfordert. Beim
>> Ausfahren aus einem Grundstück muss sowohl ein Radfahrer als auch
>> Autofahrer notgedrungen die für Fußgänger und ggfls. auch Radfahrer
>> angelegten Sonderwege kreuzen. Vernünftige Verkehrsteilnehmer nehmen
>> daran keinen Anstoß sondern gehen bzw. fahren falls möglich dann eben
>> dahinter vorbei oder warten ggfls. eben ein paar Sekunden. Es geht ja
>> auch nicht nicht anders.
>
> Dass ich Dir noch mal Recht geben würde ;-)

Ist doch fein!

> Ich sehe aber noch das Problem, dass dem motorisierten Verkehr
> selbstverständlich regelmäßig der Vorrang gewährt wird.

Das sehe ich nicht. Ich erlebe auch regelmäßig, dass der motorisierte
Verkehr /mir/ als Fußgänger Vorrang gewährt. Zuletzt geschah das übrigends
heute abend

> Wenn ich an einer Fußgängerampel den Knopf drücke, muß ich solange
> warten, bis ein Rot für den übrigen Verkehr möglichst wenig störend ist.

Richtig, das kommt nicht selten vor

> Selbstverständlich lasse ich an einer Strasse erstmal sämtliche
> Fahrzeuge vorbei, bevor ich diese so kreuze, so dass kein einziges
> Fahrzeug seine Geschwindigkeit verringern muss. "Nötigt" man nämlich
> jemanden, etwas langsamer zu fahren, um den Fußgänger nicht umzufahren,
> erntet man mindestens Unverständnis.

Das stimmt nicht. Ich würde mir zwar auch gelegentlich wünschen, es würden
mehr Autolenker (oder auch mal Radfahrer) auf Fußgänger achten und ihnen
zuliebe einfach nur die Geschwindigkeit verringern oder kurz anhalten, um
das überqueren der Straße zu ermöglichen, aber es sind aus meiner Sicht
genügend "nette" Menschen unterwegs, die mich über die Straße lassen.

> Ich meine, zum "Miteinander" müsste auch gehören, daß der motorisierte
> Verkehr Rücksicht auf die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer nimmt.

Nun ja, ich erlaube mir natürlich auch, gelegentlich meinen Hintermann zu
behindern, wenn ich als Autofahrer bremse, um einen Fußgänger über die
Straße zu lassen. Und ich muss zugeben, dass ich mich als Radfahrer das
nicht so oft getraue, weil ich Angst hätte, dass mich der Hintermann auf dem
Radweg einfach umfährt...

> Aber dazu wird es mehr als eine Generation brauchen.

Wieso? Es ist Realität.
Sollte da eventuell auch ein Wahrnehmungs- oder sogar ein Verhaltensproblem
die unterschiedliche Wahrnehmung beeinflussen?
Ich versuche mir allerdings mein (gelegentlich wohl eher vermeintliches)
Recht nicht zu erzwingen

> Falk, Fußgänger, ÖPNV-Nutzer, Autofahrer, Radfahrer...

dito.

MfG
Rupert

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 23, 2019, 5:09:23 PM12/23/19
to
Genau, solange das nicht der eigene Beifahrer ist, macht das im Zweifel
keiner.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 23, 2019, 5:18:17 PM12/23/19
to
Die Fahrbahn kommt von der Stichstraße aus auf die Hauptstraße, und quert
dabei einen Radweg und Fußweg. Der wird dort aber nicht weitergeführt,
sondern die Fahrbahn ist durchasphaltiert und baulich vom Fuß- und Radweg
getrennt, wobei für den Radweg unterbrochene weiße Streifen auf dem Asphalt
kennzeichnen, daß die Fahrräder hier Vorfahrt haben.

Die Fußgänger hingegen überqueren hier aber ganz normal eine Fahrbahn, und
müssen warten, wenn dort Autos fahren.

Es ist also kein durchgezogener Fußweg, auf dem die Autos warten, sondern
in der Tat eine Fahrbahn, die den Fußweg hier unterbricht. Die Fußgänger
müssen also sowieso warten, nur die Radfahrer haben Vorfahrt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 23, 2019, 5:27:54 PM12/23/19
to
Am Mon, 23 Dec 2019 22:55:55 +0100 schrieb Rupert Haselbeck:

> Falk Willberg schrieb:

>> Ich meine, zum "Miteinander" müsste auch gehören, daß der motorisierte
>> Verkehr Rücksicht auf die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer nimmt.
>
> Nun ja, ich erlaube mir natürlich auch, gelegentlich meinen Hintermann zu
> behindern, wenn ich als Autofahrer bremse, um einen Fußgänger über die
> Straße zu lassen.

Ich fahre hier auf der Fahrt zur Arbeit an einem Wochenmarkt vorbei, der
viel von älteren Menschen frequentiert wird, die gerne ohne den Blick zu
heben einfach auf die Fahrbahn latschen, zwischen den geparkten LKW der
Marktbeschicker durch. Da müsste es eigentlich zweimal die Woche mindestens
einen schweren Unfall geben. Da gilt zwar Tempo 30, aber das ist da auch
noch viel zu schnell. Da tastet man sich dann wirklich im Schritttempo
vorbei. Da lasse ich mich dann auch nicht vom Hintermann bedrängen, weil
ich weiß, daß da irgendwo eine Omi mit den Einkaufstaschen mir blind vors
Auto latscht. Übrigens gefolgt von jungen Kindergartenmuttis (KiTa um die
Ecke), die den Blick aus Samrtphone gerichtet haben.

> Und ich muss zugeben, dass ich mich als Radfahrer das
> nicht so oft getraue, weil ich Angst hätte, dass mich der Hintermann auf dem
> Radweg einfach umfährt...

Besser ist das.

>> Aber dazu wird es mehr als eine Generation brauchen.

Das vererbt sich, so glaube ich.

> Wieso? Es ist Realität.
> Sollte da eventuell auch ein Wahrnehmungs- oder sogar ein Verhaltensproblem
> die unterschiedliche Wahrnehmung beeinflussen?
> Ich versuche mir allerdings mein (gelegentlich wohl eher vermeintliches)
> Recht nicht zu erzwingen

Damit lebt es sich immer enspannter, nicht nur im Straßenverkehr.

Grüße,

Frank

Stefan Froehlich

unread,
Dec 24, 2019, 3:02:07 AM12/24/19
to
Ich schrieb ja, dass das nicht unbedingt realitätsnahe ist.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Das sollten wir vielleicht einmal vertiefen!
(Sloganizer)

Stefan Froehlich

unread,
Dec 24, 2019, 3:04:48 AM12/24/19
to
On Mon, 23 Dec 2019 22:46:20 Frank Hucklenbroich wrote:
> Der Fußgänger hätte zumindest in "meinem" Fall eine kleine Stich-Straße
> überquert.

Ok, das macht durchaus einen Unterschied, im OP ging es um den Fall,
dass der Autofahrer *am* Gehsteig steht.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan, mit dem seidigen Duft der Eleganz.
(Sloganizer)

Stefan Froehlich

unread,
Dec 24, 2019, 3:07:24 AM12/24/19
to
On Mon, 23 Dec 2019 22:55:55 Rupert Haselbeck wrote:
> Ich erlebe auch regelmäßig, dass der motorisierte Verkehr /mir/
> als Fußgänger Vorrang gewährt.

Dito, und da hat sich in den letzten 20, 30 Jahren doch einiges
getan. In den 80ern musste man sich (in Wien) an den
Fußgängerübergängen noch warten, bis sich endlich jemand
StVO-konform erbarmte, einen die Straße queren zu lassen. Heute
bleiben (auf Nebenstraßen) PKW-Lenker auch schon einmal "einfach so"
stehen, um mich queren zu lassen, selbst wenn das überhaupt nichts
bringt (weil sie schneller vorbei wären, als ich auf der Fahrbahn).

Es gibt also Hoffnung.

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan, so vertraut wie der Glauben. Glaube das Unglaubliche!!
(Sloganizer)

Ulf.K...@web.de

unread,
Dec 25, 2019, 6:10:35 AM12/25/19
to
Am Sonntag, 22. Dezember 2019 21:40:45 UTC+1 schrieb Oliver Schwickert:

> Es soll übrigens auch Fußgänger geben, die eine solche Situation nicht
> richtig einschätzen können. Fußgänger-Führerschein jetzt!

Entzug läuft auf Hausarrest hinaus.

Bernd Ullrich

unread,
Dec 25, 2019, 12:50:49 PM12/25/19
to
Ausserhalb des Öffentlichen Verkehersraumes}Straße darf das noch rumlaufen.

BU

Ulf.K...@web.de

unread,
Dec 26, 2019, 5:23:38 AM12/26/19
to
Am Sonntag, 22. Dezember 2019 21:56:58 UTC+1 schrieb Rupert Haselbeck:
> Frank Hucklenbroich schrieb:
>
> > Und dann wäre ich da stehen geblieben bis zum St. Nimmerleinstag? Oder
> > hätte mit beherztem Vollgas gehofft, niemanden zu erwischen? Das war
> > beides keine Option, man konnte sich da nur langsam vortasten, bis man den
> > Verkehr einsehen konnte. Und stand dabei Radfahrern und Fußgängern ganz
> > bklöd im Weg herum.
> >
> >> Aber das ist für den durchschnittlichen Autofahrer kein
> >> Thema. Sollen die Verkehrs-Untermenschen doch selbst sehen, wo sie
> >> bleiben, wenn ein Herrenfahrer kommt!
> >
> > Was soll der Beißreflex? Ich schrieb doch selbst, daß mir diese Situation
> > unangenehm war, und ich fuhr da täglich weg. Übrigens nicht mit einem
> > großen SUV, sondern mit einem kleinen MX-5 Cabrio, meistens mit offenen
> > Dach und auf Augenhöhe mit den Radlern. Da gab es auch selten böses Blut,
> > sondern oft eher ein "Sorry, ich kann sonst den Querverkehr nicht sehen
> > und kann mich jetzt gerade auch nicht in Luft auflösen". Das war blöd
> > geplant, von den Radwegplanern.
>
> Manche Leute kapieren halt trotz aller Versuche von Fahrschulen,
> Kindergarten und sonstiger Verkehrserziehung nicht so recht, dass
> Straßenverkehr ein Miteinander _aller_ Verkehrsteilnehmer erfordert. Beim
> Ausfahren aus einem Grundstück muss sowohl ein Radfahrer als auch Autofahrer
> notgedrungen die für Fußgänger und ggfls. auch Radfahrer angelegten
> Sonderwege kreuzen. Vernünftige Verkehrsteilnehmer nehmen daran keinen
> Anstoß sondern gehen bzw. fahren falls möglich dann eben dahinter vorbei

Darf ein Radler einen verkehrsbedingt wartenden Pkw auf dem
Fußgängerweg umrunden?

Bernd Ullrich

unread,
Dec 26, 2019, 8:39:43 AM12/26/19
to
Am 23.12.2019 um 23:28 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 23 Dec 2019 22:55:55 +0100 schrieb Rupert Haselbeck:
>
>> Falk Willberg schrieb:
>
>>> Ich meine, zum "Miteinander" müsste auch gehören, daß der motorisierte
>>> Verkehr Rücksicht auf die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer nimmt.
>>
>> Nun ja, ich erlaube mir natürlich auch, gelegentlich meinen Hintermann zu
>> behindern, wenn ich als Autofahrer bremse, um einen Fußgänger über die
>> Straße zu lassen.
>
> Ich fahre hier auf der Fahrt zur Arbeit an einem Wochenmarkt vorbei, der
> viel von älteren Menschen frequentiert wird, die gerne ohne den Blick zu
> heben einfach auf die Fahrbahn latschen, zwischen den geparkten LKW der
> Marktbeschicker durch. Da müsste es eigentlich zweimal die Woche mindestens
> einen schweren Unfall geben. Da gilt zwar Tempo 30, aber das ist da auch
> noch viel zu schnell. Da tastet man sich dann wirklich im Schritttempo
> vorbei. Da lasse ich mich dann auch nicht vom Hintermann bedrängen, weil
> ich weiß, daß da irgendwo eine Omi mit den Einkaufstaschen mir blind vors
> Auto latscht. Übrigens gefolgt von jungen Kindergartenmuttis (KiTa um die
> Ecke), die den Blick aus Samrtphone gerichtet haben.
-----------------------------
>> Und ich muss zugeben, dass ich mich als Radfahrer das
>> nicht so oft getraue, weil ich Angst hätte, dass mich der Hintermann auf dem
>> Radweg einfach umfährt...

> Besser ist das.

Deswegen sind Radwege Scheisse...


BU

Gerald Oppen

unread,
Dec 28, 2019, 7:08:00 AM12/28/19
to
Am 23.12.19 um 09:51 schrieb Christian @Soemtron:

> Das machen vielleicht 50% der Autofahrer. Die anderen blockieren lieber
> den Gehweg, statt z.B. die freie Busspur zum Einfädeln zu benutzen.

Wenn er nicht reingelassen wird bzw. der Stau keine ausreichende Lücke
aufweist blockiert er die Busspur - keineswegs besser als die Radspur zu
blockieren.

Gerald

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 4, 2020, 4:37:58 PM1/4/20
to
Am Tue, 24 Dec 2019 01:17:06 +0100 schrieb Martin Gerdes:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:
>
>>Es ist also kein durchgezogener Fußweg, auf dem die Autos warten, sondern
>>in der Tat eine Fahrbahn, die den Fußweg hier unterbricht. Die Fußgänger
>>müssen also sowieso warten, nur die Radfahrer haben Vorfahrt.
>
> Regel 1, wenn man als Radfahrer überleben will: Ein Radfahrer hat
> niemals Vorfahrt.
>
> Regel 2: Für Radfahrer gibt es keine grünen Ampeln. Und sollte doch mal
> eine Radfahrerampel Grün zeigen, tritt automatisch Regel 1 in Kraft.

Ich habe eher manchmal den Eindruck, daß es für Radfahrer auch keine roten
Ampeln gibt.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 4, 2020, 4:57:33 PM1/4/20
to
Am Tue, 24 Dec 2019 01:17:06 +0100 schrieb Martin Gerdes:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:
>
>>Der Fußgänger hätte zumindest in "meinem" Fall eine kleine Stich-Straße
>>überquert. Da hätte er eigentlich keine "Vorfahrt"
>
> Als Fußgänger hat man ohnehin keine Vor-"fahrt", da man als Fußgänger
> nicht fährt. Rechtlich spricht man von Vorrang.

Deshalb die Gänsefüßchen.

>>Bevor der also blind vor ein wartendes Auto latscht sollte er zumindest
>>Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen
>
> Das wird vielfach geraten, aber noch niemand hat mir erklären können,
> was das denn bringen soll.

Man verständigt sich. Mit Blicken oder Handzeichen. Ja, das geht!

>>ob der ihn gesehen hat und wartet.
>
> Wenn ein Autofahrer einen Fußgänger oder Radfahrer gesehen hat, heißt
> das ja noch lange nicht, daß er ihn auch den Vortritt läßt.

Dann kommt eben die nonverbale Kommunikation dazu. Ein Kopfnicken, ein
Handzeichen. Das ist doch wirklich nicht so schwer. Kein Autofahrer hat
Lust darauf, einen Radfahrer oder Fußgänger zu überfahren. Auch wenn manche
Krampfradler das zu unterstellen scheinen.

Ich für mich persönlich möchte keinen Menschen verletzen, egal wie der sich
fortbewegt. In den 30 Jahren, die ich Auto fahre, habe ich das erfolgreich
vermeiden können, und ich hoffe, daß das so bleibt.

>>So lernt man es schon in der Verkehrserziehung im Kindergarten,
>>wenn man eine Straße überqueren will.
>
> Da lernt man sinnvollerweise, daß man 1. schaut, ob ein Auto kommt und
> 2. schaut, ob dieses langsamer wird und zum Stehen kommt.

Genau.

> Ob man dabei "Blickkontakt" mit dem Fahrer hat, ist eigentlich
> unbedeutend.

Wenn ich auf den Boden gucke, bevor ich den Zebrastreifen überquere, ist
das wenig hilfreich.

>>Kindergarten-Pflicht jetzt!
>
> Hilft das denn?
>
> Wesentlich wichtiger als "Kindergartenpflicht" wäre, den Autofahrer zu
> vermitteln, daß sie den §1 der StVO nicht immer überschlagen sollen,
> wenn sie nach "den Verkehrsregeln" schauen.

Da bin ich ganz Deiner Meinung. Das gilt dann aber nicht nur für die
Autofahrer, sondern auch für die Radfahrer. Ich bin schon mehrfach knapp
von Radlern auf dem Gehweg übergebügelt worden, als ich bei unserem
Steuerberater aus dem Haus auf den Gehweg trat. Die Fahrbahn ist da eng und
uneben, da fährt so mancher Radler lieber auf dem Gehweg. Und die fahren da
mitunter schnell.

Grüße,

Frank

Bernd Ullrich

unread,
Jan 5, 2020, 11:01:33 AM1/5/20
to
Am 04.01.2020 um 22:58 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Tue, 24 Dec 2019 01:17:06 +0100 schrieb Martin Gerdes:
>
>> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:
>>
>>> Der Fußgänger hätte zumindest in "meinem" Fall eine kleine Stich-Straße
>>> überquert. Da hätte er eigentlich keine "Vorfahrt"
>>
>> Als Fußgänger hat man ohnehin keine Vor-"fahrt", da man als Fußgänger
>> nicht fährt. Rechtlich spricht man von Vorrang.
>
> Deshalb die Gänsefüßchen.
>
>>> Bevor der also blind vor ein wartendes Auto latscht sollte er zumindest
>>> Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen
>>
>> Das wird vielfach geraten, aber noch niemand hat mir erklären können,
>> was das denn bringen soll.

> Man verständigt sich. Mit Blicken oder Handzeichen. Ja, das geht!

"Mit Blicken..."
http://mwohlauer.christof-b.de/fahrrad/radbullshit.html#blickkontakt

BU

Rupert Haselbeck

unread,
Jan 5, 2020, 11:37:03 AM1/5/20
to
Bernd Ullrich schrieb:

> "Mit Blicken..."
> http://mwohlauer.christof-b.de/fahrrad/radbullshit.html#blickkontakt
>

Dort findet sich lediglich der sattsam bekannte, völlig realitätsferne
Blödsinn

MfG
Rupert

Bernd Ullrich

unread,
Jan 5, 2020, 1:18:34 PM1/5/20
to
Der Blödsinn "Blickkontakt" überfordert dich noch immer, dein Problem.

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 5, 2020, 3:15:01 PM1/5/20
to
Zitat:

c) er ignoriert die Anwesenheit des Radfahrers absichtlich. Gerne gemacht:
Beim Abbiegen trotzdem durch ziehen, ganz egal ob der Radfahrer gerade
Vorfahrt/Vorrang hat, oder nicht. Passiert in der Form auch Fußgängern sehr
gerne, dass es der Doseninsasse ganz bewusst drauf anlegt. Er weiß ja, dass
ihm nicht viel passieren kann, höchstens seinem heiligen Blechle. Der
Blickkontakt bringt auch hier herzlich wenig. Im Gegenteil, auch hier wiegt
man sich schlimmstenfalls in falscher Sicherheit, was der eigenen
Gesundheit eher abträglich ist. Letzter Fall:

Ich weiß ja nicht, wer das "gerne gemacht" hat, oder welcher "Doseninsasse"
(danke für den Krampfradlerjargon!) es bewusst darauf anlegt, einen
Fußgänger oder Radler überzumangeln. Und was heißt denn, ihm passiert nicht
viel? - im Zweifel ist das dann Körperverletzung, also eine Straftat. Das
steht dann u.U. im polizeilichen Führungszeugnis, und wenn man für die
Jobsuche so eines braucht, möchte man nicht so einen Eintrag haben (ja, ich
weiß, ab 3 Monaten Tagessätzen).

Ich persönlich möchte weder einen Fußgänger, noch einen Radfahrer im
Straßenverkehr verletzen, deshalb bemühe ich mich, auf schwächere (sic!)
Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen. Das hat in den letzten 30 Jahren
auch recht gut funktioniert, und ich hoffe, daß es für mich so bleibt.

Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
wer wann wohin fahren darf. Und keine hinterfotzige Veranstaltung, nach dem
Moto "Ich sehe Dich und jetzt fahr ich Dich platt".

Grüße,

Frank

Arne Johannessen

unread,
Jan 5, 2020, 4:37:28 PM1/5/20
to
Frank Hucklenbroich said:
>
> im Zweifel ist das dann [...] eine Straftat.

Im Zweifel ist nichts eine Straftat. Eine Verurteilung kann erst
erfolgen, nachdem alle vernünftigen Zweifel ausgeräumt sind.


> Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
> wer wann wohin fahren darf.

Man sollte sich halt klarmachen: Auch Blicke können missverstanden
werden. Schon deshalb /kann/ Blickkontakt gefährlich sein.

Der verlinkte Text schlussfolgert, dass eine Verhaltensweise, die ohne
Blickkontakt auskommt, sicherer sei.


--
Arne Johannessen

Bernd Ullrich

unread,
Jan 6, 2020, 1:47:49 PM1/6/20
to
Am 05.01.2020 um 21:15 schrieb Frank Hucklenbroich:
[...]
> Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
> wer wann wohin fahren darf. Und keine hinterfotzige Veranstaltung, nach dem
> Moto "Ich sehe Dich und jetzt fahr ich Dich platt".

DEr Glaube an die Wirksamkeit von Blickkontakten im Bereich des
öffentlichen Straßenverkehres ist genauso wie die Lobpreisung von
Radwegen\Randverkehrtanlagen neben der Fahrbohn nur eine Fiktion.

BU

Bernd Ullrich

unread,
Jan 6, 2020, 1:53:54 PM1/6/20
to
Am 05.01.2020 um 21:15 schrieb Frank Hucklenbroich:
[...]

> Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
> wer wann wohin fahren darf.
[...]

Bei Blickkontakt im _Straßenverkehr_ findet kein Austausch von
Informationen statt, also auch keine Verständigung über was auch immer.

BU

Rupert Haselbeck

unread,
Jan 6, 2020, 2:37:05 PM1/6/20
to
Bernd Ullrich schrieb:

> Frank Hucklenbroich:
>> Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
>> wer wann wohin fahren darf. Und keine hinterfotzige Veranstaltung, nach
>> dem Moto "Ich sehe Dich und jetzt fahr ich Dich platt".
>
> DEr Glaube an die Wirksamkeit von Blickkontakten im Bereich des
> öffentlichen Straßenverkehres ist genauso wie die Lobpreisung von
> Radwegen\Randverkehrtanlagen neben der Fahrbohn nur eine Fiktion.

In der seltsamen Welt mancher K(r)ampfradler mag das so sein. In der
wirklichen Welt sieht das ganz anders aus.

MfG
Rupert

Rupert Haselbeck

unread,
Jan 6, 2020, 2:37:05 PM1/6/20
to
Bernd Ullrich schrieb:

> Frank Hucklenbroich:
>> Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
>> wer wann wohin fahren darf.
> [...]
>
> Bei Blickkontakt im _Straßenverkehr_ findet kein Austausch von
> Informationen statt, also auch keine Verständigung über was auch immer.

Das ist - natürlich - blanker Unfug. Gerade der Informationsaustausch, die
Kommunikation zwischen den Verkehrsteilnehmern, ist der Zweck und das
täglich millionenfach praktizierte Ergebnis des "Blickkontakts".

MfG
Rupert

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 7, 2020, 2:32:47 AM1/7/20
to
Da müssen natürlich beide Seiten mitspielen. Wenn einer sich stur stellen
will, dann geht das eben nicht.

Grüße,

Frank

Andreas Portz

unread,
Jan 8, 2020, 5:19:00 PM1/8/20
to
Martin Gerdes schrieb:

> Die Hamburger Polizei wollte dieses Vorurteil mal bestätigen und legte
> sich an einer Lichtzeichenanlage auf die Lauer. Ergebnis: Deutlich mehr
> automobile Rotsünder als Radfahrer, die bei rot fuhren.
Anzahl oder Anteil? Es ist ja nicht schwer, dass bei x mal so vielen KFZ
wie Radlern auch deren Anteil etwas größer ist.


-Andreas

Andreas Portz

unread,
Jan 8, 2020, 5:22:44 PM1/8/20
to
Martin Gerdes schrieb:

> Angenommen, ein Radfahrerhasser sähe mich auf dem Fahrrad kommen und ich
> nähme mit ihm "Blickkontakt" auf -- der würde mich doch daraufhin
> absichtlich aufs Korn nehmen.
Sag', darfst du mit diesen krankhaften Paranoia eigentlich unbegleitet
hinaus in die echte, wahre Welt außerhalb der Therapieklinik? Ist ja
schon schlimm genug, dass du unbeobachtet an den Internetanschluss ran
kommst ...


-Andreas

Stefan Schmitz

unread,
Jan 9, 2020, 5:19:32 AM1/9/20
to
Meinen Beobachtungen nach fährt der überwiegende Teil der Autofahrer noch
schnell rüber, wenn es gerade auf Rot springt.
Radfahrer fallen als Rotsünder vielleicht mehr auf, weil sie auch dann noch
passieren, wenn schon länger Rot ist.

Marc Haber

unread,
Jan 9, 2020, 9:13:31 AM1/9/20
to
Stefan Schmitz <ss...@gmx.de> wrote:
>Am Mittwoch, 8. Januar 2020 23:19:00 UTC+1 schrieb Andreas Portz:
>> Martin Gerdes schrieb:
>>
>> > Die Hamburger Polizei wollte dieses Vorurteil mal bestätigen und legte
>> > sich an einer Lichtzeichenanlage auf die Lauer. Ergebnis: Deutlich mehr
>> > automobile Rotsünder als Radfahrer, die bei rot fuhren.
>> Anzahl oder Anteil? Es ist ja nicht schwer, dass bei x mal so vielen KFZ
>> wie Radlern auch deren Anteil etwas größer ist.
>
>Meinen Beobachtungen nach fährt der überwiegende Teil der Autofahrer noch
>schnell rüber, wenn es gerade auf Rot springt.

Im Auto: Egal, wie dunkel das Taxigrün beim eigenen Drüberfahren war,
der Hintermann fährt IMMER auch noch.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Andreas Portz

unread,
Jan 9, 2020, 9:19:34 AM1/9/20
to
Marc Haber schrieb:

> Im Auto: Egal, wie dunkel das Taxigrün beim eigenen Drüberfahren war,
> der Hintermann fährt IMMER auch noch.
"Ich gebe doch nicht den tollen Windschatten auf!" ;-)


-Andreas

Ulf.K...@web.de

unread,
Jan 9, 2020, 10:37:07 AM1/9/20
to
Am Donnerstag, 9. Januar 2020 15:13:31 UTC+1 schrieb Marc Haber:

> >> > Die Hamburger Polizei wollte dieses Vorurteil mal bestätigen und legte
> >> > sich an einer Lichtzeichenanlage auf die Lauer. Ergebnis: Deutlich mehr
> >> > automobile Rotsünder als Radfahrer, die bei rot fuhren.
> >> Anzahl oder Anteil? Es ist ja nicht schwer, dass bei x mal so vielen KFZ
> >> wie Radlern auch deren Anteil etwas größer ist.
> >
> >Meinen Beobachtungen nach fährt der überwiegende Teil der Autofahrer noch
> >schnell rüber, wenn es gerade auf Rot springt.
>
> Im Auto: Egal, wie dunkel das Taxigrün beim eigenen Drüberfahren war,
> der Hintermann fährt IMMER auch noch.

Du solltest den Magnet an Deiner hinteren Stoßstange
abschalten oder abbauen.

Rupert Haselbeck

unread,
Jan 9, 2020, 5:47:04 PM1/9/20
to
Arne Johannessen schrieb:

> Frank Hucklenbroich said:
>>
>> im Zweifel ist das dann [...] eine Straftat.
>
> Im Zweifel ist nichts eine Straftat. Eine Verurteilung kann erst
> erfolgen, nachdem alle vernünftigen Zweifel ausgeräumt sind.

Allein dein Quoting ist es, welches diese Aussage erlaubt :-(
In seinem Kontext ist die Angabe Franks völlig zutreffend! Wenn jemand einen
anderen bewusst zu überfahren versucht, dann ist es recht schwierig, nicht
von einer Straftat auszugehen. In der geschilderten Situation von Zweifeln
zu reden, wäre einfach nur falsch

>> Für mich ist daher der Blickkontakt ganau das, eine faire Verständigung,
>> wer wann wohin fahren darf.
>
> Man sollte sich halt klarmachen: Auch Blicke können missverstanden
> werden. Schon deshalb /kann/ Blickkontakt gefährlich sein.

Acha was

> Der verlinkte Text schlussfolgert, dass eine Verhaltensweise, die ohne
> Blickkontakt auskommt, sicherer sei.

Ja, richtig. Es besteht unter verständigen Menschen ja auch weitgehend
Einigkeit, dass der verlinkte Text völliger Unfug ist, realitätsfremd und
falsch.

MfG
Rupert

Frank Hucklenbroich

unread,
Jan 10, 2020, 3:25:29 PM1/10/20
to
Am Wed, 08 Jan 2020 23:15:18 +0100 schrieb Martin Gerdes:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:
>
>>>> Bevor der also blind vor ein wartendes Auto latscht, sollte er zumindest
>>>> Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen
>
>>> Das wird vielfach geraten, aber noch niemand hat mir erklären können,
>>> was das denn bringen soll.
>
>> Man verständigt sich. Mit Blicken oder Handzeichen. Ja, das geht!
>
> Diese Argumentationstechnik nennt der Kenner "Zirkelschluß".
>
> "Der Blickkontakt hilft, weil er hilft."

Ist die Alternative "Jeder fährt mit Tunnelblick stur seinen Stiefel
runter" denn besser?

Grüße,

Frank

Klaus K

unread,
Jan 13, 2020, 5:45:37 AM1/13/20
to
Am 08.01.2020 um 23:15 schrieb Martin Gerdes:
> Die Hamburger Polizei wollte dieses Vorurteil mal bestätigen und legte
> sich an einer Lichtzeichenanlage auf die Lauer. Ergebnis: Deutlich mehr
> automobile Rotsünder als Radfahrer, die bei rot fuhren.

Absolut oder %ual?


K.
--

Klaus K

unread,
Jan 13, 2020, 5:45:57 AM1/13/20
to
Du warst schneller!



K.
--

Rupert Haselbeck

unread,
Mar 5, 2020, 5:10:10 PM3/5/20