Bei Überladung ist allein der Fahrer verantwortlich, da er sich vor
Fahrtantritt vom ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeuges überzeugen muß.
Und 'Überladung' ist etwas, was kaum während der Fahrt eintreten kann...
Grüßle
Frank Klatte
--
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Reiten: das Zwiegespräch zweier Körper und zweier
Seelen, das dahin zielt, den vollkommenen Einklang
zwischen ihnen herzustellen.
(Waldemar Seunig)
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> Hallo, wer kann mir Informationen zu folgenden Fragen geben:
> Ein Mitarbeiter hat seinen PKW (MB A-Klasse) sehr stark überladen
> und überfährt ein Kind. Er konnte wegen der Überladung nicht früh
> genug anhalten. Wer hat jetzt die A*-Karte gezogen?
Sorry wegen möglicher Polemik..
In diesem Fall eindeutig: Das Kind.
Schönen Freitag Morgen,
Joe
> Bei Überladung ist allein der Fahrer verantwortlich,
^^^^^^
Wieso?
"Frank K." schrieb:
> Bei Überladung ist allein der Fahrer verantwortlich
Genau das trifft nicht zu. Überladung ist ein Zustand, zu dem im
Güterverkehr angestellte Fahrer oft durch den Fahrzeughalter (Spedition)
gezwungen werden, wenn sie ihren Job nicht verlieren möchten. Wenn
ersichtlich ist, daß die Überladung durch den Fahrzeughalter angeordnet
wurde, bekommt der Fahrzeughalter die gleiche Strafe aufgebrummt wie der
Fahrer (bei Fahrzeugen mit einem zGG. über 7,5t oder Anhängern mit einem
zGG. über 2t ist das Bußgeld für den Halter sogar höher als für den
Fahrer). Lies hierzu bitte die Lfd.Nrn. 198...199.2 (Achslast,
Gesamtgewicht, Anhängelast hinter Kraftfahrzeugen) sowie die Tabelle 3
im Bußgeldkatalog.
Gruß, Garfield
--
/\./\
/ o u \ Ich bin hier nur der Kater...
\<=Y=>/
---oOO-/ " \-OOo---------------------------------------------------
Hi!
Er schrieb von MB-A Klasse. Das ist nicht unbedingt ein gängiges
Speditionsfahrzeug, oder?! :-)
Und im Gegensatz zu einem LKW, wo der Fahrer u.U. gar nicht weiß wie viele
Tonnen man ihm aufgeladen hat, muß man so eine Kiste schon ordentlich voll
packen um sie zu überladen und das dürfte der Fahrer schon mitbekommen.
IMHO ist in so einem Fall der Fahrer verantwortlich wenn er mit dem
überladenen Wagen losfährt. Daß er von seinem Chef u.U. Druck bekommt ist
eine andere Frage, aber wenn z.B. ein Kurierfahrer Punkte kassiert weil er
zu schnell gefahren ist dann bekommt auch ER die Punkte und nicht sein Chef.
Ob das jetzt gerecht ist, kann man mal dahingestellt sein lassen...
Grüße,
Frank
> IMHO ist in so einem Fall der Fahrer verantwortlich wenn er mit dem
> überladenen Wagen losfährt.
Das bezweifelt auch keiner.
>Daß er von seinem Chef u.U. Druck bekommt ist
> eine andere Frage, aber wenn z.B. ein Kurierfahrer Punkte kassiert weil er
> zu schnell gefahren ist dann bekommt auch ER die Punkte und nicht sein Chef.
Er und sein Chef AUCH.
> >Daß er von seinem Chef u.U. Druck bekommt ist
> > eine andere Frage, aber wenn z.B. ein Kurierfahrer Punkte kassiert weil
er
> > zu schnell gefahren ist dann bekommt auch ER die Punkte und nicht sein
Chef.
>
> Er und sein Chef AUCH.
>
Der Chef bekommt Punkte wenn der Angestellte im Firmenwagen zu schnell
fährt? Unsinn. Wie soll der Chef denn verhindern daß einer Bleifuß fährt?
Wir haben in unserer Firma auch einige Fahrzeuge, und auch da wird schon mal
jemand geblitzt. Dann wird der Fahrer angegeben und der bekommt u.U. Punkte.
Halter ist übrigens eine GmbH & Co. KG, würde mich mal interessieren wie Du
der Punkte geben willst... Und wenn man viele Fahrzeuge hat dann hätte die
"Firma" ja schnell ihr Punktekonto voll.
Anders sieht es möglicherweise aus wenn das Fahrzeug z.B. nicht
verkehrssicher ist und der Fahrer kann beweisen, nichts davon gewußt zu
haben. Dann kann evtl. der Chef in Regreß genommen werden. Bei
Geschwindigkeitsübertretungen aber nicht, da ist jeder Fahrer selbst für
verantwortlich. Wär ja noch schöner... (jeder heizt so schnell er will und
wenn er erwischt wird sagt er: "Sorry, mein Chef macht mir Druck, ich muß so
schnell sein. Geben sie dem Chef die Punkte").
Grüße,
Frank
Ja, bei sowas kann ich mir das schon vorstellen. Da ist ja auch
nachzuvollziehen, daß der Fahrer sich den Wagen evtl. nicht selbst beladen
hat.
Ich sprach hier halt eher von der Geschwindigkeitsüberschreitung, und die
kann man keinem Chef in die Schuhe schieben, da ist jeder selbst für
verantwortlich.
> Das ganze soll wohl verhindern, dass bei Speditionen permanent
> überladen wird und auch die Vorgesetzten 'für diese Problematik
> sensibilisiert' werden.
>
Ja, für solche Vergehen kann ich mir das schon denken.
Nur war halt beim Original-Poster von einer überladenen A-Klasse die Rede
und A-Klasse und "Spedition" paßt für mich irgendwie nicht ganz zusammen :-)
Sieht für mich dann eben eher wie ein normaler "Dienstwagen" für einen
Angestellten aus, und da ist imho der Fahrer für sein Fahrzeug selbst
verantwortlich.
Viele Grüße,
Frank
Frank Hucklenbroich schrieb:
> Nur war halt beim Original-Poster von einer überladenen A-Klasse die Rede
> und A-Klasse und "Spedition" paßt für mich irgendwie nicht ganz zusammen :-)
>
> Sieht für mich dann eben eher wie ein normaler "Dienstwagen" für einen
> Angestellten aus, und da ist imho der Fahrer für sein Fahrzeug selbst
> verantwortlich.
Das geht doch aus dem Bußgeldkatalog ganz klar hervor: Hat der Fahrer
aus eigenen Motiven sein Fahrzeug überladen, zahlt er das entsprechende
Bußgeld. Wurde der Fahrer von seinem Dienstherrn angewiesen, überladen
zu fahren, zahlen beide. Der Unterschied zu schwereren Fahrzeugen liegt
nur darin, daß die Beträge anders gestaffelt sind. Such einfach mal nach
dem Bußgeldkatalog (es gibt ihn mehrfach im www) und lies darin, statt
hier einen sinnlosen Thread loszutreten.
Nur zum Verständniß: Es werden dann 2 Strafen verhängt, und nicht die
eine geteilt?
Grüße
Enrico
Enrico Dörre schrieb:
> Nur zum Verständniß: Es werden dann 2 Strafen verhängt
Ja.
> Bei Überladung ist allein der Fahrer verantwortlich, da er sich vor
> Fahrtantritt vom ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeuges überzeugen muß.
Und wie soll er das machen? Mal eben eine Waage fuer ein KFZ aus der
Hoesentasche holen?
> Das geht doch aus dem Bußgeldkatalog ganz klar hervor: Hat der Fahrer
> aus eigenen Motiven sein Fahrzeug überladen, zahlt er das entsprechende
> Bußgeld.
ACK.
> Wurde der Fahrer von seinem Dienstherrn angewiesen, überladen
> zu fahren, zahlen beide. Der Unterschied zu schwereren Fahrzeugen liegt
> nur darin, daß die Beträge anders gestaffelt sind.
Ja, ich wollte nur darauf hinaus, daß die "Anweisung durch den Dienstherrn"
bei einem LKW wohl eher zu beweisen ist (durch Frachtpapiere o.ä.) als bei
einem PKW. Wer soll dem Chef tatsächlich beweisen, daß er den Angestellten
angewiesen hat sein Auto zu überladen? Wird imho recht schwierig und scheint
mir unrealistisch.
Davon abgesehen noch mal meine Frage - wer ist der "Dienstherr", wenn es
sich um eine größere Firma handelt? Der nächste Vorgesetzte (der ja
vermutlich für die Ladung verantwortlich ist) oder der "oberste Chef"
(Halter ist ja meist eine GmbH und keine Einzelperson)?
Im Klartext (bewußt überspitzt ausgedrückt): Wenn ein Fahrer von ALDI seinen
LKW überläd, bekommt dann auch Herr Albrecht Punkte in Flensburg? Oder "nur"
derjenige, der die Ladung angeordnet hat?
Gerade wenn man z.B. an Gefahrguttransporte o.ä. denkt eigentlich eine recht
spannende Frage und imho kein "sinnloser Thread" :-)
Viele Grüße,
Frank
>>Und wie soll er das machen? Mal eben eine Waage fuer ein KFZ aus der
>>Hoesentasche holen?
>
> Schätzen.
>
> Wenn die Räder schon ganz krumm sind, die Karosserie bereits auf dem
> Asphalt kratzt ist er garantiert überladen.
Wenn der Wagen so aussieht, dann hast Du ihn aber mindestens um das 3fache
ueberladen ;)
Wie bitte soll ich schaetzen koennen, ob mein vollbeladener 3,5tonner nun
3,5t oder 4,0t Gesammtmasse hat?
> Genauso wie Fahrzeugführer ohne Tacho, wie bei zeitlich eingeschränkten
> Verboten oder Geboten ohne Uhr, wie bei der Beachtung von Zeichen 262
> bis 266, beim Sicherheitsabstand ohne Entfernungsradar, ...
Das ist IMHO nicht vergleichbar.
a) ein KFZ ohne Tacho halte ich fuer ziemlich unwahrscheinlich.
b) eine Uhr laesst sich einfach mittragen (Armbanduhr/Taschenuhr) bzw. viele
Kraftfahrzeuge haben auch eine eingebaut. Selbst ohne Uhr kann ich gut
abschaetzen, dass es in der Mittagszeit nicht zwischen 22-8 Uhr ist.
c) Wie breit und hoch mein Fahrzeug ist, ist mir bekannt, bzw. kann ich
nachlesen oder auch einfach nachmessen.
d) Der Sicherheitsabstand betraegt 2sek oder man orientiert sich an den
Leitpfosten (50m Abstand) oder nach seinem Tacho. In der Regel laesst man
halt groesseren Sicherheitsabstand.
Aber wenn ich mal was transportieren/umziehen/eingekaufen will, kann ich
persoenlich ueberhaupt nicht abschaetzen, ob der Wagen nun schon ueberladen
oder ob der ueberhaupt schon bis zur Grenze beladen ist. Sich dabei zu
verschaetzen ist IMHO viel wahrscheinlicher als sich in den anderen Faellen
zu verschaetzen.
Das werden eher Fahrzeuge wie Traktoren sein die kaum zu schnell fahren
können.
> b) eine Uhr laesst sich einfach mittragen (Armbanduhr/Taschenuhr) bzw. viele
> Kraftfahrzeuge haben auch eine eingebaut. Selbst ohne Uhr kann ich gut
> abschaetzen, dass es in der Mittagszeit nicht zwischen 22-8 Uhr ist.
> c) Wie breit und hoch mein Fahrzeug ist, ist mir bekannt, bzw. kann ich
> nachlesen oder auch einfach nachmessen.
> d) Der Sicherheitsabstand betraegt 2sek oder man orientiert sich an den
> Leitpfosten (50m Abstand) oder nach seinem Tacho. In der Regel laesst man
> halt groesseren Sicherheitsabstand.
>
> Aber wenn ich mal was transportieren/umziehen/eingekaufen will, kann ich
> persoenlich ueberhaupt nicht abschaetzen, ob der Wagen nun schon ueberladen
> oder ob der ueberhaupt schon bis zur Grenze beladen ist. Sich dabei zu
> verschaetzen ist IMHO viel wahrscheinlicher als sich in den anderen Faellen
> zu verschaetzen.
Ist sicherlich nicht immer leicht. Aber wie Du das machst ist Dein
Problem, da es ja z.B. durch den Kauf einer Waage (egal ob Personenwaage
für die Ladung oder eine Größere für ein Rad) zu lösen ist. Und auch
hier gilt: im Zweifelsfall lieber zuwenig als zuviel.
Wer besitzt denn überhaupt eine PKW Waage, ich würde gerne mal etwas
genauer als im Fahrzeugschein mein tatsächliches Leergewicht wissen. Im
Schein steht 1294 bis 1433kg, was ja ein nicht unerheblicher Unterschied
ist. Außerdem weiß ich nicht mit welcher Tankfüllung das angegeben ist.
Sehe ich das richtig das ich das zulässige Gesamtgewicht keinesfalls
überschreiten darf, also der Einbau einer Anhängerkupplung oder
Standheizung bedeutet das ich entsprechend weniger zuladen darf?
Grüße
Enrico
>
Egal wie, der Fahrer hängt immer mit drin.
> 3. Welche Strafen sind zu erwarten, wenn Punkt 2 nicht möglich ist.
> Beispiel:
> Ein Mitarbeiter hat seinen PKW (MB A-Klasse) sehr stark überladen
> und überfährt ein Kind. Er konnte wegen der Überladung nicht früh
> genug anhalten. Wer hat jetzt die A*-Karte gezogen? Der Lagerist,
> der beim Einladen geholfen hat? Der Fahrer, weil er selber die
> Ladung zusammengestellt hat? Der KFZ-Halter (GmbH-Geschäftsführer)?
> Dies ist glücklicherweise nur ein Beispiel, ich möchte mich in
> Zukunft aber doch gegen alle Möglichkeiten absichern, bzw.
> Fehlverhalten vermeiden.
Mit einem Überladenem Auto zu fahren ist ganz klar ein Fehlverhalten,
selbst wenn Du keine Strafe zu erwarten hättest.
Außerdem solltest Du mal überlegen was ist wenn Du mit dem Auto auf ein
größeres Hinderniß auffährst. Dann hast Du die Ladung im Rücken, was
sehr unangenehm sein dürfte. Im Fernsehen war mal so ein Crashtest zu
sehen bei dem nur zwei 18kg Holzklötze im Kofferraum waren. Es war schon
beeindruckend zu sehen wie stark die die Rückbanklehne nach vorn
gedrückt haben, und das bei nur 50Km/h. Ich möchte da nicht zwischen
Sitz und Gurt klemmen.
Wenn Du also eine A-Klasse überladen "möchtest" dann würde ich mal davon
ausgehen das bei einem Unfall die Sitze vor der Ladung einfach
plattgemacht werden. Dann kann es Dir wahrscheinlich egal sein ob Du
Schuld hast oder nicht.
Grüße
Enrico
Enrico Dörre schrieb:
> Wer besitzt denn überhaupt eine PKW Waage,
Im Campingzubehör gibt es eine recht günstige Waage für Fahrzeuge. Die
Bedienung ist etwas umständlich (man überfährt die Waage nacheinander
mit jedem Rad einzeln, das Programm der Waage rechnet dann die
Achslasten und das Gesamtgewicht aus), wenn man aber öfters bis an die
Beladungsgrenze gehen will, rentiert sich die Anschaffung. Immerhin ist
sie günstiger als das Bußgeld für eine saftige Überladung.
> ich würde gerne mal etwas
> genauer als im Fahrzeugschein mein tatsächliches Leergewicht wissen. Im
> Schein steht 1294 bis 1433kg, was ja ein nicht unerheblicher Unterschied
> ist. Außerdem weiß ich nicht mit welcher Tankfüllung das angegeben ist.
Wenn Du es nur einmal wissen willst: so ziemlich jede größere
TÜV-Prüfstelle und viele Speditionen haben eine LKW-Waage, die auf 10kg
genau anzeigt. Das reicht als Basis für eine Schätzung der
Beladungskapazität aus.
> Sehe ich das richtig das ich das zulässige Gesamtgewicht keinesfalls
> überschreiten darf, also der Einbau einer Anhängerkupplung oder
> Standheizung bedeutet das ich entsprechend weniger zuladen darf?
Genau.
> Wie bitte soll ich schaetzen koennen, ob mein vollbeladener 3,5tonner nun
> 3,5t oder 4,0t Gesammtmasse hat?
Da bleibt Dir nichts anderes übrig als aufzupassen, was da reingeladen iwrd.
In aller Regel bekommen zumindest gewerbliche Fahrer doch Frachtpapiere /
Lieferscheine / etc. mit, und da steht auch meistens das Gewicht der
einzelnen Kisten / Paletten drauf.
Selbst wenn Du z.B. im Möbelcenter für dich privat einen Schrank kaufst,
sollte in Erfahrung zu bringen sein, was das Teil wiegt.
Oder wenn Du im Baumarkt Zementsäcke kaufst, ja, da steht auch das Gewicht
drauf.
Oder wenn Du z.B. Getränkekisten transportierst, dann mußt Du Dir eben
einmal (!) die Mühe machen, so eine Kiste zu wiegen. Dann kannst Du zählen
wie viele Kisten Du geladen hast und der Rest ist Kopfrechnen :-)
Da kann man sich vielleicht immer noch um 50 kg verschätzen, aber doch kaum
um 500 kg wie in Deinem Beispiel.
Zumindest grob kann man doch abschätzen, was der Kram wiegt, den man geladen
hat. Zumindest auf 50 - 100 kg genau sollte das eigentlich immer "drin" sein
und ich bezweifle, daß Dir einer wegen 50 kg zu viel einen Strick drehen
wird (sonst müßte man ja auch das Gewicht des Fahrers mit einbeziehen).
Viele Grüße,
Frank
> > IMHO ist in so einem Fall der Fahrer verantwortlich wenn er mit dem
> > überladenen Wagen losfährt.
>
> ... sowie der Halter, wenn er den Fahrer gewähren läßt oder es gar
> anordnet.
Und wenn der Halter juristische Person ist, wird es trotzdem jemanden
geben, der Halter im Sinne dieser Vorschrift ist.
--
"Wieso? Willst du womöglich reden?" - "Das wäre eine Möglichkeit." -
"Wir könnten natürlich gemeinsam News lesen." - "Das eine andere. Wir
könnten uns aber z.B. auch vor einen Oracle-Rechner knieen und beten."
Kathinka Diehl und Michael Hermes in de.alt.fan.aldi
>> Wer besitzt denn überhaupt eine PKW Waage, ich würde gerne mal etwas
>> genauer als im Fahrzeugschein mein tatsächliches Leergewicht wissen.
>
> Es gibt viele öffentliche Waagen. Wenn Du keine findest, fahr doch
> einfach mal zur nächsten Müllabgabestelle und laß das Fahrzeug kurz mal
> (gegen Trinkgeld) wiegen.
Interessant: Wo gibt es 'oeffentliche Waagen' (kostenlos?)? Wuerde mich sehr
interessieren
>>> Aber wenn ich mal was transportieren/umziehen/eingekaufen will, kann ich
>>> persoenlich ueberhaupt nicht abschaetzen, ob der Wagen nun schon
>>> ueberladen oder ob der ueberhaupt schon bis zur Grenze beladen ist. Sich
>>> dabei zu verschaetzen ist IMHO viel wahrscheinlicher als sich in den
>>> anderen Faellen zu verschaetzen.
>>
> Hm...da kann ich mich nicht so richtig anschließen.
>
> Sicher - ein Fahrzueug zu überladen ist eine Ordnungswidrigkeit, die
> geahndet wird, wenn man erwischt wird.
>
> Ja - und auch die Fahreigenschaften und das Bremsverhalten ändern sich
> auch sehr zum negativen.
>
> Aber, wenn man weiß, daß man *vieeel* geladen hat, dann kann man die
> Nachteile der schlechteren Fahreigenschaften sehr gut durch
> entsprechend vorsichtiger Fahrweise einstellen.
Ack. Trotzdem fahr ich auf der Autobahn noch 130. Schwierig wird es nur in
Kurven, beim Beschleunigen oder beim Bremsen. Ich will niemals erleben,
dass mir der Bremskraftverstaerker bei ueberladenen Transit ausfaellt.
> Als Azub hatte ich mal unseren Firmen Kasten R4 zu fahren, der bis
> unter das Dach mit Prospektmaterial gefüllt war. Ich schätze mal, daß
> ich mehr als 3 mal so viel Gewicht drinn hatte als erlaubt und es war
> ein Fahrgefühl wie bei einem Schiff ;-)
Na ja, es muss nicht gerade 3mal soviel sein. Auch an der Grenze beladen,
fuehlt sich der Waagen gleich ganz anders an.
> Aber wie gesagt - wenn man sich auf sowas einstellt, dann ist auch
> sowas zu meistern....man sollte sich dabei nicht erwischen lassen.
Ich fahre beruflich einen 2,8t Ford Transit. Hauptsaechlich hole ich Moebel
und andere Dinge ab und liefere sie aus. Manchmal muss ich 'Lumpen fahren'.
So nennen wir es, wenn wir ausgediente Kleidungsstuecke und Stoffreste in
Saecken verpackt in einem bestimmten grossen LKW-Haenger stapeln wollen.
Dann werfen wir die Kleidersaecke einfach so in den Transit (ohne gut zu
stapeln) und fahren zu benachbarten Muellverwertung, welche eine Waage hat.
Diese stellt mir dann ein Zettel aus, den wir an die Firma, den der Haenger
gehoert, weiterreichen muessen. In der Regel hat der Transit (nicht ganz
voll) mit den Kleidersaecken so 2500kg. Das ist die einzige Situation, wo
ich mal wiegen muss und das kostet jedesmal 5DM, bzw. 2,50 EUR.
Aber manchmal muss ich sehr viele Kleidersaecke von der Caritas oder sonstwo
abholen, wobei ich diese in den Transit dann sehr gut stapel und quetsche.
Wenn dieser dann voll ist, habe ich ihn vermutlich mindestens um 500kg
ueberladen, wenn nicht mehr. Ueberhaupt kann ich, wenn ich viele Moebel,
Kisten mit Buechern und Hausrat, Waschmaschinen, Kohleoefen, etc. abhole
und den Transit vollpacke sehr schlecht abschaetzen, ob er ueberladen ist.
Dann ist ja auch noch die Frage, wie die zulaessige Achsenlast ist. Das
meiste geht ja auf die Hinterachse...
Ottmar Ohlemacher schrieb:
> Stimmt. Und wenn man die Ladung in sehr kleine Teile teilt, so kann
> hierzu sogar eine Briefwage verwenden. ;-)
So extrem wird es wohl kaum nötig sein. Wenn man eine normale
Personenwaage verwendet, braucht man nicht allzuweit aufzuteilen. Bei
meinem Auto wären es maximal zehn Wiegevorgänge, und so viel Zuladung
dürfte kaum ein PKW haben.
Gruß, Garfield
--
/\./\ Ich bin hier nur der Kater...
/ o u \
\<=Y=>/ Surftip: http://www.schroeder-auf-den-mond.de
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