Re: FS-Umtausch Klasse T

8 views
Skip to first unread message

Henning Koch

unread,
Mar 16, 2021, 4:56:44 PMMar 16
to
On Tue, 16 Mar 2021 20:27:17 +0100, Michael Zink wrote:

>kennt sich hier jemand näher mit dem Umtausch in Karten-Führerscheine,
>speziell mit Klasse T aus?

es geht also um die alte Klasse 3?

>§ 6 Abs. 5 FeV sagt, was "unter land- oder forstwirtschaftliche Zwecke
>... fällt".
>U.A. "1. Betrieb von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ..."
>
>Benötigt man dazu einen eingetr. land- o. forstwirtsch. Betrieb?
>Oder reicht es, wenn man z.B. etwas Wald im Privatbesitz hat und dort
>ab und zu einen Baum in Brennholz verwandelt?

Das reicht nicht aus, um Fahrzeuge bzw. Kombinationen zu führen, für
die sonst die Klasse CE erforderlich wäre...

Aber das hat eher etwas mit dem Geltungsbreich der einzelnen Klassen
zu tun als damit, wie man sie bekommt.

>Hintergrund der Frage: Auf der Seite der Führerscheinbehörde gibt es
>ein Formular, mit dem man sich bestätigen lassen soll, daß man einen
>eingetr. Betrieb hat oder in einem solchen mitarbeitet. Andere Gründe
>stehen darauf nicht zur Auswahl.

Dann geht es eher um die Anlage 3 und dort die Anmerkung Nummer 1:
"Erfolgt die Zuteilung der Klasse T nur auf Antrag, wird diese nur in
der Land- oder Forstwirtschaft tätigen Personen zugeteilt."

Da das die unterschiedlichen Fahrerlaubnisbehörden unterschiedlich
handhaben, wird es schwer sein eine pauschale Antwort zu finden.

Bastian Blank

unread,
Mar 16, 2021, 5:13:34 PMMar 16
to
Michael Zink wrote:
> kennt sich hier jemand näher mit dem Umtausch in Karten-Führerscheine,
> speziell mit Klasse T aus?

Die Klasse T wird nur auf Antrag zugeteilt. Siehe Anlage 3 zur FeV.

Auch:
https://community.beck.de/2016/12/02/fuehrerschein-umgetauschtklasse-t-ist-wegklage-erfolglos

> Benötigt man dazu einen eingetr. land- o. forstwirtsch. Betrieb?
> Oder reicht es, wenn man z.B. etwas Wald im Privatbesitz hat und dort
> ab und zu einen Baum in Brennholz verwandelt?

Und für diesen Zweck besitzt man ein Fahrzeug das in die Klasse L oder T
fällt? Oder leiht er sich das dann von einem Bauern aus?

> Hintergrund der Frage: Auf der Seite der Führerscheinbehörde gibt es
> ein Formular, mit dem man sich bestätigen lassen soll, daß man einen
> eingetr. Betrieb hat oder in einem solchen mitarbeitet. Andere Gründe
> stehen darauf nicht zur Auswahl.

Down the rabbit hole. Was damit mit dem "eingetragenen Betrieb" sein
soll verstehe ich noch nicht. Überall, FeV, Urteile, wird von Tätigkeit
oder Betrieb gesprochen.

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2018-05-18-Besteuerung-Forstwirtschaft-Kleinflaechen-Betriebsvermoegen.html

Bastian

Martin Eckel

unread,
Mar 22, 2021, 9:22:07 AMMar 22
to
Am 16.03.2021 um 20:27 schrieb Michael Zink:
> kennt sich hier jemand näher mit dem Umtausch in Karten-Führerscheine,
> speziell mit Klasse T aus?

Vor vielen Jahren hat hier gereicht ein Kreuzchen bei "Ich beantrage die
Klasse T, da ich in der Landwirtschaft tätig bin". Oder so ähnlich.

Nachweise brauchte man damals nicht.

Gruß,
Martin

Stefan Schmitz

unread,
Mar 22, 2021, 9:59:38 AMMar 22
to
Am 16.03.2021 um 20:27 schrieb Michael Zink:
> Hallo,
>
> kennt sich hier jemand näher mit dem Umtausch in Karten-Führerscheine,
> speziell mit Klasse T aus?
>
> § 6 Abs. 5 FeV sagt, was "unter land- oder forstwirtschaftliche Zwecke
> ... fällt".
> U.A. "1. Betrieb von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, ..."
>
> Benötigt man dazu einen eingetr. land- o. forstwirtsch. Betrieb?
> Oder reicht es, wenn man z.B. etwas Wald im Privatbesitz hat und dort
> ab und zu einen Baum in Brennholz verwandelt?
>
> Hintergrund der Frage: Auf der Seite der Führerscheinbehörde gibt es
> ein Formular, mit dem man sich bestätigen lassen soll, daß man einen
> eingetr. Betrieb hat oder in einem solchen mitarbeitet. Andere Gründe
> stehen darauf nicht zur Auswahl.

In der Anlage 3 steht
"1 Amtliche Anmerkung: Erfolgt die Zuteilung der Klasse T nur auf
Antrag, wird diese nur in der Land- oder Forstwirtschaft tätigen
Personen zugeteilt."

Das klingt schon nach eigenem Betrieb oder fester Beschäftigung.

Bastian Blank

unread,
Mar 22, 2021, 10:14:16 AMMar 22
to
Stefan Schmitz wrote:
> Das klingt schon nach eigenem Betrieb oder fester Beschäftigung.

Wobei halt auch die Einzelperson mit dem Waldstück ein Betrieb ist. Es
ist Gewinnerziehlungsabsicht da, und wenn er den Wald nur arbeiten lässt
und das Holz als Brennmaterial nutzt (welches er sonst wo anders
zukaufen müsste == Gewinn des Betriebs).

Bastian

Henning Koch

unread,
Mar 22, 2021, 5:28:47 PMMar 22
to
On Mon, 22 Mar 2021 14:14:16 -0000 (UTC), Bastian Blank wrote:

>Wobei halt auch die Einzelperson mit dem Waldstück ein Betrieb ist.

Ich würde annehmen, dass die Zulassungsstelle eine Beitragszahlung an
die land- und forstwirtschafltliche Berufsgenossenschaft als
ausreichenden Nachweis akzeptieren würde?

Henning Koch

unread,
Mar 22, 2021, 5:30:10 PMMar 22
to
On Mon, 22 Mar 2021 14:59:36 +0100, Stefan Schmitz wrote:

>Das klingt schon nach eigenem Betrieb oder fester Beschäftigung.

Man braucht halt "einen Zettel" von "einem Bauern"

Mancherorts gab es wohl so viele großzügige Bauern, dass die
Fahrerlaubnisbehörden es irgendwann leid waren Zettel abzuheften und
es dann wie von Martin beschrieben gehandhabt haben ;-)

Henning Koch

unread,
Mar 22, 2021, 5:30:36 PMMar 22
to
On Mon, 22 Mar 2021 22:28:46 +0100, Henning Koch wrote:

>Ich würde annehmen, dass die Zulassungsstelle eine Beitragszahlung an
>die land- und forstwirtschafltliche Berufsgenossenschaft als
>ausreichenden Nachweis akzeptieren würde?

Ingrid meinte natürlich "Fahrerlaubnisbehörde"...

Rupert Haselbeck

unread,
Mar 22, 2021, 5:55:15 PMMar 22
to
Henning Koch schrieb:
> Bastian Blank wrote:
>> Wobei halt auch die Einzelperson mit dem Waldstück ein Betrieb ist.
>
> Ich würde annehmen, dass die Zulassungsstelle eine Beitragszahlung an
> die land- und forstwirtschafltliche Berufsgenossenschaft als
> ausreichenden Nachweis akzeptieren würde?

In diesem Sinne äußerte sich hier auf entsprechende Anfrage die
Fahrerlaubnisbehörde. Man bedürfe einer Mitgliedschaftsbestätigung,
eines Beitragsbescheides oder dergl. der landwirtschaftlichen
Berufsgenossenschaft oder der landwirtschaftlichen Krankenkasse.

MfG
Rupert

Herbert Albrecht

unread,
Mar 23, 2021, 5:00:59 AMMar 23
to
Am 22.03.2021 um 22:30 schrieb Henning Koch:
> On Mon, 22 Mar 2021 14:59:36 +0100, Stefan Schmitz wrote:
>
>> Das klingt schon nach eigenem Betrieb oder fester Beschäftigung.
> Man braucht halt "einen Zettel" von "einem Bauern"
>
> Mancherorts gab es wohl so viele großzügige Bauern,

Die Bauern hatten Grund zur 'Grosszügigkeit', die ließen die
halbwüchsigen Buben aus der Nachbarschaft die Arbeit für ein Taschengeld
machen. Und die Jungs hatten plötzlich richtig große Spielzeuge. Win-win.

Herbert

Henning Koch

unread,
Mar 23, 2021, 1:23:01 PMMar 23
to
On Mon, 22 Mar 2021 22:55:08 +0100, Rupert Haselbeck wrote:

>In diesem Sinne äußerte sich hier auf entsprechende Anfrage die
>Fahrerlaubnisbehörde. Man bedürfe einer Mitgliedschaftsbestätigung,
>eines Beitragsbescheides oder dergl. der landwirtschaftlichen
>Berufsgenossenschaft oder der landwirtschaftlichen Krankenkasse.

und da eigentlich gleich jeder Waldbesitzer Mitglied der
Berufsgenossenschaft sien muss, wird die Sache dann doch wiede relativ
einfach ;-)

(Vor Jahren hatte die BG mal bei einem Waldbesitzer eine
Betriebsbesichtigung angekündigt, der noch nichtmals eine eigene
Motorsäge besitzt. Nachdem er im Vorfeld angeboten hat, dass sie
natürlich gerne sein Arbeitszimmer besichtigen und die Schriebmaschine
prüfen können mit der er die entsprechende Korrespondenz erledigt
waren sie aber doch nicht mehr interessiert *g*)

Henning Koch

unread,
Apr 26, 2021, 10:59:27 AMApr 26
to
On Mon, 26 Apr 2021 13:47:38 +0200, Michael Zink wrote:

>Wobei, kann das wirklich sein, daß das nicht verbindlich festgelegt
>ist?

Natürlich sind die Dinge des Straßenverkehrsrechts (es betrift nicht
nur die FeV sondern auch die StVZO und die FeV) bundesweit einheitlich
festgelegt, und natürlich sind diese Vorschriften verbindlich

Das Problem ist nur, dass diese verbindlichen und bundesweit
einheitlichen Vorschriften örtlich unterschiedlich ausgelegt werden.

Da die Ausführung des Verkehrsrechts Sache der Länder ist, kann das
Bundesmysterium daran auch nichts ändern.
Reply all
Reply to author
Forward
0 new messages