Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Fahrzeuge auf die Überholspur lassen?

46 views
Skip to first unread message

Roland Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 2:31:05 AM8/10/10
to
Hallo Allerseits,

heute Morgen auf einer zweispurigen Autobahn. Ein Brummirennen, hinter dem
überholenden Brummi ein PKW, dahinter ich. Auf der rechten Seite der LKW der
überholt wird sowie ein LKW dahinter. Ich halte einen Abstand von ca. der
LKW-Länge des zweiten Lasters auf der rechten Spur. Der setzt den Blinker,
will ebenfalls den vorausfahrenden LKW überholen und geht davon aus, daß ich
ihn rein lasse. Er hat nach dem Ausscheren nämlich hinter mir aufgeblendet.
Habe ihn also nicht reingelassen. Hinter mir war eh nichts los.

Gibt es inzwischen eine Regel die besagt, daß ich blinkende Fahrzeuge die
überholen wollen und ihren Blinker setzen auf die Überholspur lassen muß
obwohl ich mich in einem Überholvorgang befinde - sei er auch noch so
langsam? Man kann immer öfter beobachten, daß Fahrzeuge von der rechten
Spur, ohne Rücksicht auf den überholenden Verkehr, auf die linke Spur
wechseln. Das Ganze ohne die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Hat sich da was in den letzten 28 Jahren meines Führerscheinbesitzes
geändert?

Gruß
Roland


Jörg Pauly

unread,
Aug 10, 2010, 2:51:07 AM8/10/10
to
Roland Schmidt schrieb:

> Hallo Allerseits,
>
> heute Morgen auf einer zweispurigen Autobahn. Ein Brummirennen, hinter dem
> überholenden Brummi ein PKW, dahinter ich. Auf der rechten Seite der LKW der
> überholt wird sowie ein LKW dahinter. Ich halte einen Abstand von ca. der
> LKW-Länge des zweiten Lasters auf der rechten Spur. Der setzt den Blinker,
> will ebenfalls den vorausfahrenden LKW überholen und geht davon aus, daß ich
> ihn rein lasse. Er hat nach dem Ausscheren nämlich hinter mir aufgeblendet.
> Habe ihn also nicht reingelassen.

Rechtlich zwar ok, aber ein bisschen unfein.
Du hast, während er geblinkt hat, wahrscheinlich ein ganze Zeit lang
neben ihm gehangen, kamst eh nicht schneller voran, und er musste
deswegen Gase rausnehmen. Das ist insofern ärgerlich, weil ein Lkw dann
recht lange braucht, bis er wieder beschleunigt hat, von dem dadurch
verursachten Mehrverbrauch (der beträchtlich ist) ganz zu schweigen.

Dass er seinem Ärger darüber mit der "Sonne" Luft macht, ist zwar auch
nicht die feine Art, aber irgendwo verständlich.

Kurz etwas zum Hintergrund:
Durch den Kostendruck im Transportgewerbe werden Lkw-Fahrer heutzutage
sehr auf wirtschaftliche Fahrweise eingeschworen. Unterstützt wird dies
durch Telematik-Systeme wie z.B. "Fleetboard" von Mercedes, die u.a. den
Fahrstil im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit ständig protokollieren und
"nach Hause telefonieren".

Kann ein Fahrer bestimmte Werte dieser Beurteilung nicht einhalten,
findet er sich über kurz oder lang im Büro des Chefs wieder; und das mag
eben keiner.
--
Viele Grüsse
Jörg Pauly

Uwe Kotyczka

unread,
Aug 10, 2010, 2:58:35 AM8/10/10
to
On 10 Aug., 08:31, "Roland Schmidt" <milford...@web.de> wrote:
> Gibt es inzwischen eine Regel die besagt, daß ich blinkende Fahrzeuge die
> überholen wollen und ihren Blinker setzen auf die Überholspur lassen muß
> obwohl ich mich in einem Überholvorgang befinde - sei er auch noch so
> langsam?

§5 (2) StVO ... Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich
höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt.

Du hättest also eigentlich gar nicht überholen dürfen.

§5 (2) StVO Wer zum Überholen ausscheren will, muß sich so
verhalten, daß eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs
ausgeschlossen ist. Beim Überholen muß ein ausreichender
Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, ..., eingehalten
werden. ...

Der LKW rechts neben Dir darf also nicht zum Überholen
ansetzen. Ansonsten $1 StVO.

Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 10, 2010, 3:19:03 AM8/10/10
to
Jörg Pauly schrieb:
> [Kostendruck]]

Ist das eine gute Ausrede, um Gesetze und Verordnungen missachten zu
können? Solche Typen gehören auf dem Rastplatz von der Polizei
zurechtgestutzt, Fahrzeug und Papiere gewissenhaft überprüft, das mag
Fahrer und Halter gerne einige Stunden und Scheine kosten, das
Punktekonto darf gerne wegen Windpockenverdacht in Quarantäne.
Eventuelle Mängel müssen natürlich vor der Weiterfahrt beseitigt werden,
der Kostendruck zeigt dann auch in die richtige Richtung.

Haibe
--
Offizielles Mitglied der Killfiles von:
Wolfgang Gerber, Ralf Gunkel, Walter Sparbier

Johann Mayerwieser

unread,
Aug 10, 2010, 3:21:22 AM8/10/10
to
Jörg Pauly schrieb:

> Roland Schmidt schrieb:
>> Hallo Allerseits,
>>
>> heute Morgen auf einer zweispurigen Autobahn. Ein Brummirennen, hinter
>> dem überholenden Brummi ein PKW, dahinter ich. Auf der rechten Seite
>> der LKW der überholt wird sowie ein LKW dahinter. Ich halte einen
>> Abstand von ca. der LKW-Länge des zweiten Lasters auf der rechten Spur.
>> Der setzt den Blinker, will ebenfalls den vorausfahrenden LKW überholen
>> und geht davon aus, daß ich ihn rein lasse. Er hat nach dem Ausscheren
>> nämlich hinter mir aufgeblendet. Habe ihn also nicht reingelassen.
>
> Rechtlich zwar ok, aber ein bisschen unfein. Du hast, während er
> geblinkt hat, wahrscheinlich ein ganze Zeit lang neben ihm gehangen,
> kamst eh nicht schneller voran, und er musste deswegen Gase rausnehmen.
> Das ist insofern ärgerlich, weil ein Lkw dann recht lange braucht, bis
> er wieder beschleunigt hat, von dem dadurch verursachten Mehrverbrauch
> (der beträchtlich ist) ganz zu schweigen.

Unfein finde ich nicht in der StVO


>
> Kurz etwas zum Hintergrund:
> Durch den Kostendruck im Transportgewerbe werden Lkw-Fahrer heutzutage
> sehr auf wirtschaftliche Fahrweise eingeschworen. Unterstützt wird dies
> durch Telematik-Systeme wie z.B. "Fleetboard" von Mercedes, die u.a. den
> Fahrstil im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit ständig protokollieren und
> "nach Hause telefonieren".
>
> Kann ein Fahrer bestimmte Werte dieser Beurteilung nicht einhalten,
> findet er sich über kurz oder lang im Büro des Chefs wieder; und das mag
> eben keiner.


Wenn er wirtschaftlich fahren will, dann sollte er nicht überholen, durch
die um ca. 3 km/h niedrigere Geschwindigkeit (das ist die bei LKW übliche
Geschwindigkeitsdifferenz beim Überholen) hat er gleich einen niedrigeren
Verbrauch.

Hannes


--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.

Jörg Pauly

unread,
Aug 10, 2010, 3:44:11 AM8/10/10
to
Haibe Sonja Schlosser schrieb:

> Jörg Pauly schrieb:
>> [Kostendruck]]
>
> Ist das eine gute Ausrede, um Gesetze und Verordnungen missachten zu
> können? Solche Typen gehören auf dem Rastplatz von der Polizei
> zurechtgestutzt, Fahrzeug und Papiere gewissenhaft überprüft, das mag
> Fahrer und Halter gerne einige Stunden und Scheine kosten, das
> Punktekonto darf gerne wegen Windpockenverdacht in Quarantäne.
> Eventuelle Mängel müssen natürlich vor der Weiterfahrt beseitigt werden,
> der Kostendruck zeigt dann auch in die richtige Richtung.

Manchmal würde ich mir wünschen, die deutschen Spediteure würde einfach
mal eine Woche lang alle Lkw stehen lassen. So wie die Franzosen.

Dann würde sich mancher überlegen, welche zusätzliche Pest er dem
Kollegen auf dem Bock noch an den Hals wünscht.

Roland Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 3:55:11 AM8/10/10
to

Jörg Pauly wrote:

> Rechtlich zwar ok, aber ein bisschen unfein.
> Du hast, während er geblinkt hat, wahrscheinlich ein ganze Zeit lang
> neben ihm gehangen, kamst eh nicht schneller voran, und er musste
> deswegen Gase rausnehmen. Das ist insofern ärgerlich, weil ein Lkw
> dann recht lange braucht, bis er wieder beschleunigt hat, von dem
> dadurch verursachten Mehrverbrauch (der beträchtlich ist) ganz zu
> schweigen.

Er fängt während ich neben ihm fahre an zu blinken und meint wirklich, daß
ich mich zurückfallen lasse um ihn rein zu lassen? Das kann es nicht sein.
Kostendruck hin oder her.

Roland


Siegfried Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 4:43:25 AM8/10/10
to
Roland Schmidt schrieb:

> Er fängt während ich neben ihm fahre an zu blinken

Du hast die Lage also erkannt.

und meint wirklich,
> daß ich mich zurückfallen lasse um ihn rein zu lassen? Das kann es
> nicht sein. Kostendruck hin oder her.

Was wäre dir für ein Nachteil entstanden, wenn du Platz gemacht hättest?

Siegfried

Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 10, 2010, 5:09:45 AM8/10/10
to
Siegfried Schmidt schrieb:

> Was wäre dir für ein Nachteil entstanden, wenn du Platz gemacht hättest?

Derselbe Nachteil, den der LKW-Fahrer hat wenn er erst später ausscheren
kann.

Martin Schoenbeck

unread,
Aug 10, 2010, 5:15:59 AM8/10/10
to
Hallo Siegfried,

Siegfried Schmidt schrieb:

> Was wäre dir für ein Nachteil entstanden, wenn du Platz gemacht hättest?

Nun, er hätte während des (sehr wahrscheinlich ohnehin verbotenen)
Überholvorgangs auch dieses LKW hinter ihm gehangen.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Wolfgang May

unread,
Aug 10, 2010, 5:27:04 AM8/10/10
to
Uwe Kotyczka <uwe.ko...@web.de> wrote:
> On 10 Aug., 08:31, "Roland Schmidt" <milford...@web.de> wrote:
> > Gibt es inzwischen eine Regel die besagt, daß ich blinkende Fahrzeuge die
> > überholen wollen und ihren Blinker setzen auf die Überholspur lassen muß
> > obwohl ich mich in einem Überholvorgang befinde - sei er auch noch so
> > langsam?
>
> §5 (2) StVO ... Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich
> höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt.
>
> Du hättest also eigentlich gar nicht überholen dürfen.

Diesen Vorwurf muss man wohl im wesentlichen dem LKW vor ihm machen.
Dasselbe gilt jedoch auch fuer das Ueberholmanoever, das der LKW neben
ihm gerade beginnen wollte.

Wolfgang

Roland Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 5:57:01 AM8/10/10
to
Siegfried Schmidt wrote:

> Was wäre dir für ein Nachteil entstanden, wenn du Platz gemacht
> hättest?

Weitere X km hinter einem LKW der einen anderen LKW mit 2km/h mehr überholt.
Später am Arbeitsplatz. Erhöhter Spritverbrauch um die verlorene Zeit wieder
einzuholen.

Roland


Rupert Haselbeck

unread,
Aug 10, 2010, 6:50:01 AM8/10/10
to
Jörg Pauly schrieb:

> Dann würde sich mancher überlegen, welche zusätzliche Pest er dem
> Kollegen auf dem Bock noch an den Hals wünscht.

Solange die Fahrer sich wie Kollegen benehmen, sollte man sie auch als
solche behandeln. Wer sich aber erdreistet, zwecks eines ohnehin
unzulässigen Überholmanövers andere Fahrzeuge verscheuchen zu wollen, dem
fehlt mit Sicherheit jegliche Rechtfertigung, sich über das rechtlich
einwandfreie Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu beklagen.
Noch was: Im Gegensatz zu deiner Behauptung ist von sinkendem
Treibstoffverbrauch auszugehen, wenn der Fahrer am sofortigen Überholen
gehindert ist, weil das Fahren im für überholbegierige Lkw-Fahrer offenbar
angemessenen Sicherheitsabstand von 5 Metern hinter dem Vordermann den
Luftwiderstand reduziert.
Würden nicht etliche Lkw-Fahrer ein derart unsägliches Fahrverhalten
praktizieren, so wäre deren Ruf, der leider auch auf die gesetzmäßig
fahrenden Lkw-Führer fällt, ein deutlich weniger schlechter. Die bei weitem
meisten Lkw-Fahrer wissen nämlich, wie man zu fahren hat.

MfG
Rupert

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Andreas Portz

unread,
Aug 10, 2010, 8:03:28 AM8/10/10
to
Ralf . K u s m i e r z wrote:

> Überhaupt: Was macht das Gesindel da? Güter gehören auf die Bahn.

Dein Supermarkt hat einen eigenen Gleisanschluss?
Nobel geht die Welt zugrunde ...


-Andreas

--
Disclaimer - These opiini^H^H damn! ^H^H ^Q ^[ .. :w :q :wq :wq! ^d X^?
exit X Q ^C ^c ^? :quitbye CtrlAltDel ~~q :~q logout save/quit :!QUIT
^[zz ^[ZZZZZZ ^H man vi ^@ ^L ^[c ^# ^E ^X ^I ^T ? help helpquit ^D ^d
man help ^C exit ?Quit ?q CtrlShftDel "Hey, what does this button d..."

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 8:07:37 AM8/10/10
to
Roland Schmidt schrieb:

> Weitere X km hinter einem LKW der einen anderen LKW mit 2km/h mehr
> überholt. Später am Arbeitsplatz. Erhöhter Spritverbrauch um die
> verlorene Zeit wieder einzuholen.

Drei einhellige Anworten ergeben ein schönes Bespiel, warum es auf den
Autobahnen so dicht ist wie es immer beklagt wird.

Wenn zwei LKWs auf einen dritten auflaufen, dann werden sie in jedem Fall
überholen. Die Belegungsdauer der Überholspur ist dabei maximal, wenn sie
das einzeln tun müssen und minimal wenn sie das im Pulk tun.

Einen zweiten auflaufenden LKW durch Nebenherfahren am ohnehin
stattfindenden Ausscheren zu hindern, bringt also einen minimalen
Zeitgewinn in der Phase, in der der 2. LKW später die Spur alleine belegen
wird. *) Da sich aber alle so verhalten, wartet man bei nächster
Gelegenheit hinten dran dafür umso länger.


Siegfried

*) sofern es überhaupt nötig ist, die Lücke vor sich zu schaffen.

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 10, 2010, 8:49:25 AM8/10/10
to
Roland Schmidt schrieb:

> Er fängt während ich neben ihm fahre an zu blinken und meint wirklich, daß
> ich mich zurückfallen lasse um ihn rein zu lassen? Das kann es nicht sein.

Das ist mir in dem Moment piepegal, wo ich auch nicht schneller
wegkomme, wenn ich ihn nicht vorlasse, weil der Verkehr auf der linken
Spur sowieso kaum schneller rollt als ein überholender LKW. Ob ich ihn
vor oder nach seinem Überholvorgang überhole, macht für mich keinen
praktischen Unterschied. Darum sehe ich das in solchen Situationen
völlig unverkniffen und nehme auch mal Gas weg, damit jemand rausziehen
kann.

Anders sieht es aber aus, wenn die Strecke davor frei ist. Dann macht es
für mich einen gewaltigen Unterschied aus, für den LKW rechts aber nur
die paar Sekunden, die ich brauche, um ihn zu überholen, wenn sein
Kollege endlich Platz macht. Dann kann es das tatsächlich nicht sein.

Tschüß

Dietmar
--
Lesbar quoten kann so einfach sein:
http://www.learn.to/quote
http://www.volker-gringmuth.de/usenet/zitier.htm

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 10, 2010, 8:40:02 AM8/10/10
to
Jörg Pauly schrieb:

> Rechtlich zwar ok, aber ein bisschen unfein.

Den Schnelleren abzuklemmen und ihn *noch* länger darauf warten lassen,
daß er endlich den LKW rechts überholen kann, ist weniger unfein?

Soviel Verständnis ich sonst für die Probleme der Brummis habe: Für
manche Dreistigkeiten habe ich keins. Es ist nun mal Fakt, daß so gut
wie jedes andere Fahrzeug zügig überholen kann, wenn der vorausfahrende
überholende LKW endlich wieder einschert. Klemmt sich der nächste LKW
einfach davor, wartet der Schnellere noch mal so lange.

Ich lasse jederzeit fünf gerade sein, wenn ich nur einen kleinen Vorteil
hätte und ein anderer, der eigentlich warten müßte, einen großen. Dann
lasse ich ihn vor, auch wenn ich nicht dazu verpflichtet bin. Aber wenn
ich schon 2km Vorsprung haben kann, wenn der andere endlich seinen
Überholvorgang abgeschlossen hat, sehe ich nicht ein, daß fünf gerade
sein sollen. Dann paßt die Relation einfach nicht und er hat die paar
Sekunden zu warten, bis ich vorbei bin.

Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 10, 2010, 8:57:17 AM8/10/10
to
Siegfried Schmidt schrieb:

> Wenn zwei LKWs auf einen dritten auflaufen, dann werden sie in jedem Fall
> überholen.

Also das Fehlverhalten des LKW-Fahrers damit zu rechtfertigen dass er
sowieso nicht StVO-konform handelt ist auch eine nette Methode.

> Die Belegungsdauer der Überholspur ist dabei maximal, wenn sie
> das einzeln tun müssen und minimal wenn sie das im Pulk tun.

'Müssen' schon mal garnicht, meistens ist es nicht einmal erlaubt.

> Einen zweiten auflaufenden LKW durch Nebenherfahren am ohnehin
> stattfindenden Ausscheren zu hindern, bringt also einen minimalen
> Zeitgewinn in der Phase, in der der 2. LKW später die Spur alleine belegen
> wird. *) Da sich aber alle so verhalten, wartet man bei nächster
> Gelegenheit hinten dran dafür umso länger.

Eben darum gehören solche LKW-Fahrer aus dem Verkehr gezogen.

Andreas Portz

unread,
Aug 10, 2010, 9:01:22 AM8/10/10
to
Dietmar Hollenberg wrote:

[Wartezeiten]

Dabei muss man aber eines relativieren:
wenn der LKW wirklich 'aus dem Stand raus' ohne Differenzgeschwindigkeit
zum zu überholenden LKW den Überholvorgang starten will, dann machte es
für ihn wirklich keinen Unterschied, nochmals 3 sec zu warten, bis der
PKW links an ihm vorbei ist.
Wenn er aber mit 'ordentlicher' delta_V selbst auf den LKW aufläuft und
dann, weil er wegen dem PKW nicht rausziehen kann und wieder delta_V = 0
abbremsen muss, dann verliert er deutlich mehr Zeit. Und die geblockten
PKW, die während seines dann deutlich längeren Überholmanövers von
hinten ankommen, nochmals deutlich mehr.

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 10, 2010, 8:52:06 AM8/10/10
to
Haibe Sonja Schlosser schrieb:

> Siegfried Schmidt schrieb:
>> Was wäre dir für ein Nachteil entstanden, wenn du Platz gemacht hättest?
>
> Derselbe Nachteil, den der LKW-Fahrer hat wenn er erst später ausscheren
> kann.

Nein, für einen durchschnittlichen PKW ein wesentlich größerer. Der
überholt keinen LKW mit 3-5km/h Differenz.

Roland Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 9:13:24 AM8/10/10
to

Siegfried Schmidt wrote:

> Einen zweiten auflaufenden LKW durch Nebenherfahren am ohnehin
> stattfindenden Ausscheren zu hindern, bringt also einen minimalen
> Zeitgewinn in der Phase, in der der 2. LKW später die Spur alleine
> belegen wird. *) Da sich aber alle so verhalten, wartet man bei
> nächster Gelegenheit hinten dran dafür umso länger.

Nochmal, ich war nicht hinter dem Laster der ausscheren wollte, sondern
bereits daneben als es ihm einfiel den Blinker zu setzen. Zudem war hinter
mir frei. Er hätte sich also ewig Zeit mit dem Überholen lassen können ohne
jemanden zu behindern.


Siegfried Schmidt

unread,
Aug 10, 2010, 9:41:20 AM8/10/10
to
Haibe Sonja Schlosser schrieb:

> Also das Fehlverhalten des LKW-Fahrers damit zu rechtfertigen dass er
> sowieso nicht StVO-konform handelt ist auch eine nette Methode.

StVO-Konformität festzustellen ist nicht Aufgabe anderer
Verkehrsteilnehmer.

> 'Müssen' schon mal garnicht, meistens ist es nicht einmal erlaubt.

Dass im gegenwärtigen Verkehr LKWs jedes Hinderniss mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit bei der ersten sich bietenden Gelegenheit überholen wird
nicht dadurch aus der Welt geschafft, indem sich andere Verkehrsteilnehmer
Gedanken darum machen ob dies erlaubt ist oder nicht.


Siegfried


Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 10, 2010, 10:14:07 AM8/10/10
to
Siegfried Schmidt schrieb:

> StVO-Konformität festzustellen ist nicht Aufgabe anderer
> Verkehrsteilnehmer.

Und warum sollten sie dann Beihilfe leisten?

> Dass im gegenwärtigen Verkehr LKWs jedes Hinderniss mit sehr hoher
> Wahrscheinlichkeit bei der ersten sich bietenden Gelegenheit überholen wird
> nicht dadurch aus der Welt geschafft, indem sich andere Verkehrsteilnehmer
> Gedanken darum machen ob dies erlaubt ist oder nicht.

Nein, aber wenn sie keine Beihilfe dazu leisten und deswegen später noch
durch den anderen bedrängt werden suchst Du weiter irgendwelche
Begründungen für das Verhalten. Du hast es ja so schön zusammengefasst
indem Du 'warum es auf den Autobahnen so dicht ist wie es immer beklagt
wird. Wenn zwei LKWs auf einen dritten auflaufen, dann werden sie in
jedem Fall überholen' schriebst, denn in dem verkehrswidrigen Verhalten
der LKW-Fahrer liegt das Problem. Und genau da gehört massiv angesetzt.

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 10, 2010, 10:59:53 AM8/10/10
to
Andreas Portz schrieb:

> Wenn er aber mit 'ordentlicher' delta_V selbst auf den LKW aufläuft und
> dann, weil er wegen dem PKW nicht rausziehen kann und wieder delta_V = 0
> abbremsen muss, dann verliert er deutlich mehr Zeit. Und die geblockten
> PKW, die während seines dann deutlich längeren Überholmanövers von
> hinten ankommen, nochmals deutlich mehr.

Wenn er nicht sieht, daß ein PKW bereits neben ihm ist und ihn nur wegen
des überholenden Kollegen nicht überholen kann, und er nicht seine
Geschwindigkeit darauf anpaßt, zum frühestmöglichen Zeitpunkt
auszuscheren und bis dahin so wenig Geschwindigkeit zu verlieren wie
möglich, soll er aus dem Fahrerhaus von LKW wegbleiben und stattdessen
Tretroller fahren.

Einfach bis zu dem Punkt voll auf dem Gas zu bleiben, ab dem man in die
Eisen muß und ein Maximum an Geschwindigkeit verliert, ist *kein*
Zeichen professioneller und vorausschauender Fahrweise.

Ich war jahrelang mit Fahrzeugen unterwegs, mit denen ich genau
dieselben Probleme hatte, nur auf etwas höherem Geschwindigkeitsniveau:
VW T3 mit 70PS, MB100D mit 72PS, jeweils bis zum zGG beladen. Wenn man
damit einmal voll ausgebremst wurde, dauerte die nächste Beschleunigung
auf 130 bis Sonnenuntergang. Deshalb war es für mich ständig
selbstverständlich, so weit vorausschauend zu fahren, daß ich bis zu dem
Punkt, an dem ich wieder beschleunigen konnte, nur ein Minimum an
Geschwindigkeit verlor. Dazu gehörte auch, schon mal 1000m hinter einem
LKW den Gasfuß leicht anzuheben, damit der gerade überholende LKW Zeit
hat, seinen Überholvorgang zu beenden und ich nur auf 125km/h verzögern
muß statt auf 90.

Dasselbe erwarte ich von einem Profi. Wenn er das nicht kann oder nicht
will, ist er keiner und soll gefälligst vom Bock eine LKW wegbleiben.

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 10, 2010, 11:27:56 AM8/10/10
to
Haibe Sonja Schlosser schrieb:

> Wenn zwei LKWs auf einen dritten auflaufen, dann werden sie in
> jedem Fall überholen' schriebst, denn in dem verkehrswidrigen Verhalten
> der LKW-Fahrer liegt das Problem. Und genau da gehört massiv angesetzt.

Das ist doch längst Geschichte. Die Streckenüberholverbote für LKW auf
den meisten zweispurigen Autobahnabschnitten seit gut 15 Jahren kommen
genau daher. Und wer damals regelmäßig die ca. 200km Hamburg-Osnabrück
mit nicht mehr als 90km/h zurückgelegt hatte, weil auf dieser gesamten
Strecke *immer* irgendein LKW in Sichtweite voraus überholte, begrüßt
solche Beschränkungen absolut. Diese rücksichtslosen Fahrer haben für
ihren eigenen winzigen Vorteil von 3-5km/h = ca. 30km während einer
kompletten Schicht hunderte von anderen Fahrern um ein Vielfaches
ausgebremst.

Man kann also nicht behaupten, daß nichts dagegen unternommen würde.
Aber es scheint trotzdem bei den LKW-Fahrern keinen Denkprozess an den
Stellen anzuregen, an denen das Überholen noch erlaubt ist. Da wird so
rücksichtslos weiter überholt wie eh und je.

Message has been deleted

Jörg Pauly

unread,
Aug 10, 2010, 12:38:31 PM8/10/10
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

> Überhaupt: Was macht das Gesindel da? Güter gehören auf die Bahn.

Ich habe selten ein größeres affektiertes Arschloch gelesen!

*PLONK*

A n d r e a s A r n o l d

unread,
Aug 10, 2010, 12:58:44 PM8/10/10
to
On 10.08.2010 08:58, Uwe Kotyczka wrote:
> On 10 Aug., 08:31, "Roland Schmidt" <milford...@web.de> wrote:
>> Gibt es inzwischen eine Regel die besagt, daß ich blinkende Fahrzeuge die
>> überholen wollen und ihren Blinker setzen auf die Überholspur lassen muß
>> obwohl ich mich in einem Überholvorgang befinde - sei er auch noch so
>> langsam?
>
> §5 (2) StVO ... Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich
> höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt.
>
> Du hättest also eigentlich gar nicht überholen dürfen.

Damit hätte v.a. mal der erste LKW, der den OP "aufgehalten" hat, gar
nicht überholen dürfen, weil durch die Begrenzung auf 80 km/h keine
"wesentlich höhere Geschwindigkeit" möglich ist.

Sven Bötcher

unread,
Aug 10, 2010, 1:10:01 PM8/10/10
to

War da nicht einmal ein Gesetzentwurf in der Schwebe, der
Elefantenrennen dadurch unterbinden sollte, dass für LKW ein generelles
Überholverbot gilt und dann die Ausnahmen durch Schilder gekennzeichnet
werden? Gäbe zwar wieder mehr Schilderwald aber anders kommt man diesem
Pack ja leider nicht bei. Jaja, es soll angeblich auch anständige
Brummifahrer geben ...

Bye
Sven

A n d r e a s A r n o l d

unread,
Aug 10, 2010, 1:11:59 PM8/10/10
to
On 10.08.2010 09:44, Jörg Pauly wrote:
> Haibe Sonja Schlosser schrieb:
>> Jörg Pauly schrieb:
>>> [Kostendruck]]
>>
>> Ist das eine gute Ausrede, um Gesetze und Verordnungen missachten zu
>> können? Solche Typen gehören auf dem Rastplatz von der Polizei
>> zurechtgestutzt, Fahrzeug und Papiere gewissenhaft überprüft, das mag
>> Fahrer und Halter gerne einige Stunden und Scheine kosten, das
>> Punktekonto darf gerne wegen Windpockenverdacht in Quarantäne.
>> Eventuelle Mängel müssen natürlich vor der Weiterfahrt beseitigt
>> werden, der Kostendruck zeigt dann auch in die richtige Richtung.
>
> Manchmal würde ich mir wünschen, die deutschen Spediteure würde einfach
> mal eine Woche lang alle Lkw stehen lassen. So wie die Franzosen.

>
> Dann würde sich mancher überlegen, welche zusätzliche Pest er dem
> Kollegen auf dem Bock noch an den Hals wünscht.
>
Ich kann dir nicht folgen.

In Deutschland dürfen LKW max. 80 km/h fahren. Wenn ich mit dem PKW
hinterher fahre, sind das vielleicht 85-90 auf dem Tacho, aber sicher
keine 95-100 km/h.

Möchtest du nochmal erläutern, warum ein LKW mit 80 km/h einen anderen
LKW mit ebenfalls 80 km/h überholen muss? Ok, vielleicht ging es bergauf
und der vordere hat nur 79,5 km/h geschafft. Dennoch ist in diesem Fall
das Überholen nicht gestattet, weil dafür ein wesentlicher
Geschwindigkeitsunterschied vorhanden sein muss.

Und wenn die Spedition schon damit kalkuliert, dass der Fahrer 95-100
km/h fahren muss, um sein Soll zu erfüllen, dann muss vielleicht die
Aufsichtsbehörde mal das Geschäftsgebahren ganz allgemein unter die Lupe
nehmen.

Ich sehe keinen(!) Sinn darin, mit Kosten zu argumentieren, wenn es
darum geht, dass der LKW-Fahrer über 1 Tag vielleicht einen Vorteil von
20 km erreicht, dagegen aber zig PKW-Fahrer durch Bremsen und
Beschleunigen einen exorbitanten Materialverschleiß haben, vom
Zeitverlust gar nicht zu sprechen.

Argumentierst du auch mit Kostendruck, wenn der LKW-Fahrer einfach den
Blinker setzt und nach links zieht, egal ob da gerade frei ist oder
nicht und den nachfolgenden PKW-Fahrer zur Vollbremsung nötigt?

Ist es auch dem Kostendruck geschuldet, wenn LKW in einer zweispurigen
und auf 60 begrenzten Autobahnbaustelle in der Mitte der beiden Spuren
mit 80-90 km/h fahren (nein, kein Einzelfall, auf der A61 leider der
Normalzustand)?

Sven Bötcher

unread,
Aug 10, 2010, 1:21:37 PM8/10/10
to
Am 10.08.2010 16:59, schrieb Dietmar Hollenberg:

> Dasselbe erwarte ich von einem Profi. Wenn er das nicht kann oder nicht
> will, ist er keiner und soll gefälligst vom Bock eine LKW wegbleiben.

Richtig, denn er ist *Berufs*kraftfahrer. Manche glauben, damit
besondere Rechte zuhaben aber dem ist nicht so; eigentlich haben sie nur
zusätzliche Pflichten.

Bye
Sven

Robert Bar

unread,
Aug 10, 2010, 3:09:20 PM8/10/10
to
A n d r e a s A r n o l d <angst-v...@web.de> wrote:

> [...]


> Ich sehe keinen(!) Sinn darin, mit Kosten zu argumentieren, wenn es
> darum geht, dass der LKW-Fahrer über 1 Tag vielleicht einen Vorteil von
> 20 km erreicht, dagegen aber zig PKW-Fahrer durch Bremsen und
> Beschleunigen einen exorbitanten Materialverschleiß haben, vom
> Zeitverlust gar nicht zu sprechen.

Geht's - jetzt - mal wieder 'Pkw vs. Lkw'? Immerhin eine 'gewisse
Abwechslung' ...

Straßenverkehr sollte eigentlich als 'soziale Interaktion' begriffen und
gehandhabt werden (ist/wird sie ja auch ... meistens/manchmal ...).

Der drängelnde, lichtwütige LKW-Fahrer - aller Wahrscheinlichkeit nach
'sich hetzen lassender mehr oder minder 'abhängig'
[Beschäftigter|Geschäftiger] - liegt dabei genauso daneben wie wohl eine
Vielzahl *deiner*

> zig PKW-Fahrer, die (s.o.)

Leute, denen 'miteinander flott voran- und allesamt sicher ankommen'
wichtig sind, würden wahrscheinlich anders agieren/argumentieren.

... auch *anders* als der OP und sein Bezugssubjekt, aber jeweils anders
'anders' ...
--
"Raucher sterben früher"
... oder später.
Nichtraucher auch.

Robert Bar

unread,
Aug 10, 2010, 3:09:21 PM8/10/10
to
Roland Schmidt <milfo...@web.de> wrote:

Wer *so* kalkuliert, hat wohl weit vorher schon
$IRGENDWAS(_ZUMEIST_GRUNDLEGENDES) grandios versiebt ...

Robert Bar

unread,
Aug 10, 2010, 3:29:57 PM8/10/10
to
Haibe Sonja Schlosser <april.zwei...@newsgroups.02368.net>
wrote:

> Siegfried Schmidt schrieb:
> > StVO-Konformität festzustellen ist nicht Aufgabe anderer
> > Verkehrsteilnehmer.

ACK.

> Und warum sollten sie dann Beihilfe leisten?

Beihilfe *wozu*?

> > Dass im gegenwärtigen Verkehr LKWs jedes Hindernis mit sehr hoher
> > Wahrscheinlichkeit bei der ersten sich bietenden Gelegenheit überholen,


> > wird nicht dadurch aus der Welt geschafft, indem sich andere
> > Verkehrsteilnehmer Gedanken darum machen ob dies erlaubt ist oder nicht.
>
> Nein, aber wenn sie keine Beihilfe dazu leisten und deswegen später noch
> durch den anderen bedrängt werden suchst Du weiter irgendwelche
> Begründungen für das Verhalten.

Das mag ja sein ...

> Du hast es ja so schön zusammengefasst indem Du 'warum es auf den
> Autobahnen so dicht ist wie es immer beklagt wird. Wenn zwei LKWs auf
> einen dritten auflaufen, dann werden sie in jedem Fall überholen'
> schriebst, denn in dem verkehrswidrigen Verhalten der LKW-Fahrer liegt das
> Problem.

Das mag uU gegeben sein. Gut (oder 'nicht gut' ...) - egal.

> Und genau da gehört massiv angesetzt.

Von welcher Seite? Seitens anderer Verkehrsteilnehmer (so 'klingt' das
aus deiner Antwort via 'Beihilfe' heraus ...).

Wer da was vor Ort zu regeln hat, ist - maximal - die 'Rennleitung',
später[TM] ggf. - noch maximaler - ein Gericht.

Wowereit.

Robert Bar

unread,
Aug 10, 2010, 4:33:11 PM8/10/10
to
Roland Schmidt <milfo...@web.de> wrote:

zunächst (zitiert aus dem OP)

> Gibt es inzwischen eine Regel die besagt, daß ich blinkende Fahrzeuge die
> überholen wollen und ihren Blinker setzen auf die Überholspur lassen muß
> obwohl ich mich in einem Überholvorgang befinde - sei er auch noch so
> langsam?

Nein.

Alsdann scheint es nix wirklich StVO-widriges an deinem Verhalten zu
geben, andererseits muß die Situation ja auch $IRGENDWIE
zustandegekommen sein ... & manchmal macht $JEMAND $ETWAS 'falsch', ohne
dabei gegen $VERORDNUNG_FORMAL zu verstoßen.

Fuhren die beiden 'Laster' (der 'mittlerweile überholende' und der 'nun
drängelnde') vorher schon - irgendwie erkennbar - eine (ziemlich)
gleiche, gegenüber dem Überholten aber höhere Geschwindigkeit?

Sieh's mir bitte nach, weil ich mittlerweile nicht mehr so oft
Autobahnen benutze wie früher:

aber wenn hinter dir NIX ist und vor dir außer dem dir vorausfahrenden
PKW auf 'eurer Spur' (ich nehme an: links) auch erstmal nix, dann da 1
überholender LKW ist, dann wird *der* nicht euretwegen von $HIMMEL
gefallen sein: die drei Lkw werden sich wahrscheinlich bzw. hoffentlich
'im Blickfeld' bewegt haben.

Man kann das ja abschätzen: waren die beiden hinteren etwa
gleichschnell, aber beide schneller als der vordere?

Du merkst wohl, worauf ich hinaus will ...

BTW._1: Dennoch halte ich das geschilderte Verhalten des '$LKW-FAHRERS
aus dem OP' für 'daneben': man sollte es nicht darauf anlegen (dürfen),
daß $MASSE 'Recht' verschafft.

BTW._2: als die A7 in den frühen 80ern schonmal Baustelle war, erzwang
sich bei Soltau ein 'auffahrender' Leo-II die Einfahrt; ich saß damals
am Steuer eines ausgewachsenen LKW - die 'Kräfteverhältnisse' dürften
'ähnlich' gewesen sein: ich hab' ihn 'vor'-gelassen ...

Ralf Bosselmann

unread,
Aug 10, 2010, 5:08:15 PM8/10/10
to
Jörg Pauly schrieb:

> Kurz etwas zum Hintergrund:
> Durch den Kostendruck im Transportgewerbe werden Lkw-Fahrer heutzutage
> sehr auf wirtschaftliche Fahrweise eingeschworen. Unterstützt wird dies
> durch Telematik-Systeme wie z.B. "Fleetboard" von Mercedes, die u.a. den
> Fahrstil im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit ständig protokollieren und
> "nach Hause telefonieren".
>
> Kann ein Fahrer bestimmte Werte dieser Beurteilung nicht einhalten,
> findet er sich über kurz oder lang im Büro des Chefs wieder; und das mag
> eben keiner.


Halt einach auch die LKW mit Fahrverboten belegen wenn sie zu oft
auffallen. Wenn es denn beim Fahrer nicht wirkt. Ein Fahrer mit
Fahrverbot fliegt halt raus. Der LKW aber steht und kostet Geld. Liesse
sich auch mit mit Ausländischen Fahrzeugen machen.
Zb spätestens bei 4 addierten Punkten bleibt der LKW einen Monat an Ort
und Stelle oder einem nahegelegenen Stellplatz -natürlich gegen Gebühr-
stehen. Was glaubst du wie schnell die Telematiksysteme und Chefs ihre
Prioritäten ändern werden? Dazu noch den südlichen Hang zur intensiveren
Kontrolle der nicht heimischen Fahrzeuge, nicht damit die Spediteure
einen Nachteil haben.

Übrigens müssten die Elefantenrennen eigentlich mit 80 Euro und 2
Punkten geandet werden. (Überholen mit Behinderung des Nachfolgenden
Verkehrs).

Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe einige Fahrer im direkten
Umfeld. Da sorgt die subjektive Sichtweise auf "kleinere
Kavaliersdelikte" regelmäßig für interessante Diskussionen.

Ralf

Roman Schütz

unread,
Aug 10, 2010, 5:36:16 PM8/10/10
to
Dietmar Hollenberg schrieb:

>
> Haibe Sonja Schlosser schrieb:
>
> > Siegfried Schmidt schrieb:
> >> Was wäre dir für ein Nachteil entstanden, wenn du Platz gemacht hättest?
> >
> > Derselbe Nachteil, den der LKW-Fahrer hat wenn er erst später ausscheren
> > kann.
>
> Nein, für einen durchschnittlichen PKW ein wesentlich größerer. Der
> überholt keinen LKW mit 3-5km/h Differenz.
>
Tja, und mit der geringen Differenz darf der LKW auch gar nicht erst zum
Überholen ansetzen.
Zitat §5 Abs. 2 Satz 2 StVO:

"Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit
als der zu Überholende fährt."

Und 3-5 km/h ist keine "wesentlich höhere Geschwindigkeit".

Grüsse
Roman

Gerald Gruner

unread,
Aug 10, 2010, 6:36:22 PM8/10/10
to
A n d r e a s A r n o l d schrieb am Tue, 10 Aug 2010:

> Argumentierst du auch mit Kostendruck, wenn der LKW-Fahrer
> einfach den Blinker setzt und nach links zieht, egal ob da
> gerade frei ist oder nicht und den nachfolgenden PKW-Fahrer
> zur Vollbremsung nötigt?

Jede Medaille hat zwei Seiten.
Es mag für einige der mitlesenden ungewöhnlich erscheinen, aber
manchmal, ganz selten, lassen nette Autofahrer wirklich einen anderen
in ihre Spur, auch wenn sie nicht gesetzlich dazu verpflichtet sind.

Vielleicht hat der OP, der ja einen Abstand von einer LKW-Länge
gehalten hat, diesen (unbewußt) sogar noch etwas vergrößert und es für
den LKW-Fahrer wirklich so *ausgesehen*, als ob er ihn reinlassen
wollte. (Er konnte ja nicht wissen, dass da ein dsrs-ler fährt...)
OK, das ist eher unwahrscheinlich. Viel eher hat sich der LWK-Fahrer
wirklich einfach nur reingedrängelt. Aber es ist nicht unmöglich.

Allerdings ist es nach meinem Eindruck seit einiger Zeit ohnehin
ungewöhnlich geworden, überhaupt noch zu blinken, und wenn, dann
nicht, um seine Überholabsicht anzukündigen, sondern eher im Sinne von
"Bin schon da, macht Platz, du ***." :-(

BTW: Mich hat ein Mercedes (PKW) vor ein paar Wochen beim
"Lückenspringen" auf der A3 fast abgeschossen, als er sich bei dichtem
Verkehr bewußt in eine nicht vorhandene Lücke reingedrängelt und mich
zu einer heftigen Bremsung genötigt hat, sonst hätte es geknallt. Das
"Problem" haben also nicht nur LKW... :-(


MfG
Gerald

--
Justitia hat die Binde vor den Augen nicht weil "die Gerechtigkeit blind sein sollte", sondern damit man ihre bitteren Tränen über die Handlungen ihrer "irdischen Vertreter" nicht sieht.
- aus einem Webforum mit Bezug auf Urteile zu Serienabmahnungen

Message has been deleted

Robert Bar

unread,
Aug 11, 2010, 1:23:15 AM8/11/10
to
Ralf . K u s m i e r z <m...@privacy.invalid> wrote:

> Es wird Zeit für ... eine Durchsetzung der vorgeschriebenen
> Höchstgeschwindigkeit von

$[Betrag]

> ..., bei

[Überschreitung]

> Führerschein weg (technisch kein Problem, das mit hinreichender
> Genauigkeit vollautomtisch und beweissicher direkt im Fahrzeug zu
> messen und vollautomatisch ans Flenskonto weiterzureichen).

Meinetwegen, aber warum nur für LKW?

Roland Schmidt

unread,
Aug 11, 2010, 2:02:15 AM8/11/10
to

Gerald Gruner wrote:
> Vielleicht hat der OP, der ja einen Abstand von einer LKW-Länge
> gehalten hat, diesen (unbewußt) sogar noch etwas vergrößert und es für
> den LKW-Fahrer wirklich so *ausgesehen*, als ob er ihn reinlassen
> wollte. (Er konnte ja nicht wissen, dass da ein dsrs-ler fährt...)
> OK, das ist eher unwahrscheinlich. Viel eher hat sich der LWK-Fahrer
> wirklich einfach nur reingedrängelt. Aber es ist nicht unmöglich.

Nein, habe ich nicht. Wobei ich damit auch meinen Sicherheitsabstand nicht
eingehalten habe, aber der wäre ja dann vom einscherenden LKW auch wieder
zunichte gemacht worden. Das ist aber wieder ein anderes Thema.


>
> Allerdings ist es nach meinem Eindruck seit einiger Zeit ohnehin
> ungewöhnlich geworden, überhaupt noch zu blinken, und wenn, dann
> nicht, um seine Überholabsicht anzukündigen, sondern eher im Sinne von
> "Bin schon da, macht Platz, du ***." :-(

Da kann ich Dir einfach nur zustimmen.

> BTW: Mich hat ein Mercedes (PKW) vor ein paar Wochen beim
> "Lückenspringen" auf der A3 fast abgeschossen, als er sich bei dichtem
> Verkehr bewußt in eine nicht vorhandene Lücke reingedrängelt und mich
> zu einer heftigen Bremsung genötigt hat, sonst hätte es geknallt. Das
> "Problem" haben also nicht nur LKW... :-(

Mit Sicherheit ist das so. Meine Frage zielte nur auf eine Situation die ich
gestern Morgen erlebt habe.

Gruß
Roland


Roland Schmidt

unread,
Aug 11, 2010, 2:27:21 AM8/11/10
to

Robert Bar wrote:

> Fuhren die beiden 'Laster' (der 'mittlerweile überholende' und der
> 'nun drängelnde') vorher schon - irgendwie erkennbar - eine (ziemlich)
> gleiche, gegenüber dem Überholten aber höhere Geschwindigkeit?

Wenn ich die Geschwindigkeitsdifferenz des überholenden LKW zum überholten
LKW zugrunde lege, dann war das nicht erkennbar. Der Überholvorgang war mal
wieder dieses typische +3km/h schneller.

> aber wenn hinter dir NIX ist und vor dir außer dem dir vorausfahrenden
> PKW auf 'eurer Spur' (ich nehme an: links) auch erstmal nix, dann da 1
> überholender LKW ist, dann wird *der* nicht euretwegen von $HIMMEL
> gefallen sein: die drei Lkw werden sich wahrscheinlich bzw.
> hoffentlich 'im Blickfeld' bewegt haben.

Klar ist da niemand vom Himmel gefallen und ich hatte auch kein Problem mit
dem überholenden LKW. Mir geht es eigentlich nur darum ob es inzwischen eine
Regel gibt die besagt, daß ich den LKW auf der rechten Spur neben mir, bloß
weil er plötzlich den Blinker setzt und ebenfallls überholen möchte, rein
lassen muß.

Gruß
Roland


Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 11, 2010, 2:44:06 AM8/11/10
to
Robert Bar schrieb:

> Meinetwegen, aber warum nur für LKW?

Weil dort die nötige Technik bereits verbaut ist.

Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 11, 2010, 2:46:08 AM8/11/10
to
Dietmar Hollenberg schrieb:

> Man kann also nicht behaupten, daß nichts dagegen unternommen würde.

Verbote sind das eine, Überwachung und Ahndung das andere.

> Aber es scheint trotzdem bei den LKW-Fahrern keinen Denkprozess an den
> Stellen anzuregen, an denen das Überholen noch erlaubt ist. Da wird so
> rücksichtslos weiter überholt wie eh und je.

Quecksilberschalter statt Gehirn. Wenns >0,5% bergauf geht, macht es
klick und der Modus 'Überholvorgang' wird eingeleitet.

Haibe Sonja Schlosser

unread,
Aug 11, 2010, 2:48:20 AM8/11/10
to
Robert Bar schrieb:
> Beihilfe *wozu*?

Ordnungswidrigkeit/Straftat im Straßenverkehr.

[Ich:]


>> Und genau da gehört massiv angesetzt.
> Von welcher Seite? Seitens anderer Verkehrsteilnehmer (so 'klingt' das
> aus deiner Antwort via 'Beihilfe' heraus ...).

Nein, die Polizei/Ordnungsbehörden sollen entsprechend überwachen und
ahnden. Wenns nicht so ein Datenschutzproblem wäre, könnte man auch die
Mautbrücken auswerten, die Antennen sind Fahrspursensitiv.

> Wer da was vor Ort zu regeln hat, ist - maximal - die 'Rennleitung',
> später[TM] ggf. - noch maximaler - ein Gericht.
> Wowereit.

Ich meinte, das wäre auch aus meinen Postings klar geworden.

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 11, 2010, 3:10:38 AM8/11/10
to
Sven Bötcher schrieb:

> War da nicht einmal ein Gesetzentwurf in der Schwebe, der
> Elefantenrennen dadurch unterbinden sollte, dass für LKW ein
> generelles Überholverbot gilt und dann die Ausnahmen durch Schilder
> gekennzeichnet werden? Gäbe zwar wieder mehr Schilderwald aber anders
> kommt man diesem Pack ja leider nicht bei. Jaja, es soll angeblich
> auch anständige Brummifahrer geben ...

Ist doch komisch, dass auf den geschwindigkeitsbegrenzten Autobahnen
unserer Nachbarländer auch PKW-Fahrer keineswegs brav mit einem
einheitlichen Tempo in einem grossen Pulk hintereinanderfahren, sondern
auch da jeder seine individuelle Geschwindigkeit mit 0,5km/h Unterschied
zur Umgebung fahren will. Und entsprechend viele und lange Überholvorgänge
stattfinden - deren Dauer lediglich durch die fehlende harte Begrenzung und
etwas Nachhilfe durch Nachfolgende gemildert wird.

Scheint also auch wenig anständige PKW-Fahrer unter diesem Pack zu geben.

Siegfried


Ervin Peters

unread,
Aug 11, 2010, 3:23:12 AM8/11/10
to
Siegfried Schmidt am Wed, 11 Aug 2010 07:10:38 +0000:

> Ist doch komisch, dass auf den geschwindigkeitsbegrenzten Autobahnen
> unserer Nachbarländer auch PKW-Fahrer keineswegs brav mit einem
> einheitlichen Tempo in einem grossen Pulk hintereinanderfahren, sondern
> auch da jeder seine individuelle Geschwindigkeit mit 0,5km/h Unterschied
> zur Umgebung fahren will. Und entsprechend viele und lange
> Überholvorgänge stattfinden - deren Dauer lediglich durch die fehlende
> harte Begrenzung und etwas Nachhilfe durch Nachfolgende gemildert wird.
>
> Scheint also auch wenig anständige PKW-Fahrer unter diesem Pack zu
> geben.

jaja. Auch hier scheint das Problem darin zu bestehen, dass das übliche
Vorgehen - wer zuerst kommt malt zuerst - gern versucht wird mittels
territorialer Anspruchsbekundungen - mein ist die linke Spur, bleib
gefälligst rechts - zu sabotieren.

ervin

--
"Hätte er einen Helm aufgehabt, wäre er ohne jetzt tot!"

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 11, 2010, 3:28:06 AM8/11/10
to
Roland Schmidt schrieb:

> Mir geht es eigentlich nur darum ob es inzwischen eine
> Regel gibt die besagt, daß ich den LKW auf der rechten Spur neben mir, bloß
> weil er plötzlich den Blinker setzt und ebenfallls überholen möchte, rein
> lassen muß.

Nein, die gibt es nicht, weder für LKW noch für andere Fahrzeuge. Es ist
eine reine Frage der Höflichkeit, ob man jemandem den Spurwechsel
ermöglicht, wenn man selbst gerade keine Möglichkeit hat, ihn zu
überholen.

Lediglich bei einem Rückstau vor Engstellen ist eindeutig geregelt, wer
wen wechseln lassen muß. In allen anderen Fällen ist derjenige, der die
Spur nicht wechselt, zu genau gar nichts verpflichtet, und der
Spurwechsler trägt die volle Verantwortung für den gesamten Vorgang.
Wenn es auch nur den kleinsten Hinderungsgrund für ihn gibt, darf er
nicht wechseln.

Da das aber in unserem oft dichten Verkehr de facto zu einem
Spurwechselverbot führen würde und man selbst schließlich auch mal
irgendwann wechseln möchte (selbst die notorischen Linksfahrer müssen an
ihrer Ausfahrt nach rechts wechseln), tut man gut daran, nicht nur
ständig stumpf die StVO runterzubeten, sondern auch mal das Gehirn zu
benutzen und Kooperation zu zeigen.

Andreas Portz

unread,
Aug 11, 2010, 3:45:50 AM8/11/10
to
Dietmar Hollenberg wrote:

> Einfach bis zu dem Punkt voll auf dem Gas zu bleiben, ab dem man in die
> Eisen muß und ein Maximum an Geschwindigkeit verliert, ist *kein*
> Zeichen professioneller und vorausschauender Fahrweise.

Bei deinen Kisten mit ihrer höheren Geschwindigkeit, als bei einem voll
beladenen LKW, war die Differenz zu den urplötzlich von hinten
zusätzlich anfliegenden PKW aber nicht so hoch. Wenn du 125 fährst,
dabei einen 90er überholen willst und es taucht jemand mit 180 400m weit
entfernt im Rückspiegel auf, dann reicht es dir mal eben so noch.
Mit 95 zu 90 (jaja, da darf man eigentlich gar nicht mehr überholen und
so schnell ist kein legaler LKW ...), dann sieht das völlig anders aus.


-Andreas

--
Disclaimer - These opiini^H^H damn! ^H^H ^Q ^[ .. :w :q :wq :wq! ^d X^?
exit X Q ^C ^c ^? :quitbye CtrlAltDel ~~q :~q logout save/quit :!QUIT
^[zz ^[ZZZZZZ ^H man vi ^@ ^L ^[c ^# ^E ^X ^I ^T ? help helpquit ^D ^d
man help ^C exit ?Quit ?q CtrlShftDel "Hey, what does this button d..."

Jörg Pauly

unread,
Aug 11, 2010, 4:26:32 AM8/11/10
to
Haibe Sonja Schlosser schrieb:

> Quecksilberschalter statt Gehirn. Wenns >0,5% bergauf geht, macht es
> klick und der Modus 'Überholvorgang' wird eingeleitet.

Wieviele Kilometer hast du denn schon auf einem Lkw hinter dir, dass du
solche Aussagen tätigen kannst?

Jörg Pauly

unread,
Aug 11, 2010, 4:34:45 AM8/11/10
to
Sven Bötcher schrieb:

> Gäbe zwar wieder mehr Schilderwald aber anders kommt man diesem
> Pack ja leider nicht bei.
^^^^

Diese sau-dumme Arroganz hierzugroup ist einfach nur zum Kotzen!

Ich weiss ja nicht, für was ihr euch hier haltet, aber wer solchen
Synapsen-Müll absondert, ist abgrundtiefstes, asoziales Gesocks, nicht mehr!

Jörg Pauly

unread,
Aug 11, 2010, 4:37:03 AM8/11/10
to
Sven Bötcher schrieb:

> Gäbe zwar wieder mehr Schilderwald aber anders kommt man diesem
> Pack ja leider nicht bei.

Wer ist hier "Pack"?

Solcher arroganter Mist kommt nur von ignorantem asozialen Gesocks!

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 11, 2010, 4:29:55 AM8/11/10
to
Andreas Portz schrieb:

> Wenn du 125 fährst,
> dabei einen 90er überholen willst und es taucht jemand mit 180 400m weit
> entfernt im Rückspiegel auf, dann reicht es dir mal eben so noch.

Ich habe mit dem Tempo auch andere überholt, die 110 und 115 fuhren. Und
wenn ich bereits im Sicherheitsabstand war, war mir völlig wurscht, wenn
in dem Moment ein Schnellerer von hinten angeflogen kam. Dann gehe ich
nicht vom Gas, um wieder einscheren zu können.

Der Schnellere kann genau wie ich bei überholenden LKW abschätzen, wann
ich vorbei bin und wieder einschere und genau dazu passend seine
Geschwindigkeit verringern. Wenn er das nicht will, lieber mit vollem
Tempo aufschließt und dann auf mein Tempo abbremst, ist das allein sein
Bier.

Ankotzen können mich immer die Vollspacken, bei denen ich auf den Punkt
genau in dem Moment aufschließe, wenn sie ihren Sicherheitsabstand nach
dem Überholen erreicht haben und eigentlich einscheren müßten, weil es
nichts mehr zu überholen gibt, aber trotzdem einfach links bleiben und
mich zum unnötigen Bremsen zwingen. Das sind genau die, die auch noch
"Nötigung" schreien und erst recht links bleiben, wenn man ihnen mit
ausreichendem Abstand mit der Lichthupe mitteilt, daß man gern an ihnen
vorbei möchte und sie nichts mehr auf der Überholspur zu suchen haben.

Johann Mayerwieser

unread,
Aug 11, 2010, 7:23:50 AM8/11/10
to
Dietmar Hollenberg schrieb:


>
> Da das aber in unserem oft dichten Verkehr de facto zu einem
> Spurwechselverbot führen würde und man selbst schließlich auch mal
> irgendwann wechseln möchte (selbst die notorischen Linksfahrer müssen an
> ihrer Ausfahrt nach rechts wechseln), tut man gut daran, nicht nur
> ständig stumpf die StVO runterzubeten, sondern auch mal das Gehirn zu
> benutzen und Kooperation zu zeigen.

Genau das ist das mit dem Gehirn einschalten: Wenn ich sehe, dass das
Fahrzeug neben mir das letzte in der Kolonne ist, brauch ich mich nicht
hineinzudrängen, sondern kann mich hinter ihm anstellen, verlangt
allerdings mindestens Brain 1.0

Wenn ich in der linken Spur bin und dort in einer Kolonne, dann lass ich
der von rechts rein, bin ich der letzte, dann nicht. Detto wenn mich
einer noch knapp vor der Ausfahrt überholen will, um dann in die Ausfahrt
zu wechseln und hinter mir ist alles leer, dann darf er in der 2. Spur
verhungern und eventuell die nächste ABfahrt nehmen.

Hannes

--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff
einfügen.

Dietmar Hollenberg

unread,
Aug 11, 2010, 7:52:25 AM8/11/10
to
Jörg Pauly schrieb:

> Wieviele Kilometer hast du denn schon auf einem Lkw hinter dir, dass du
> solche Aussagen tätigen kannst?

Wieso auf? Dahinter reicht völlig, um zu dieser Aussage zu kommen.

Es ist zwar nur eine Minderheit, aber die ist derart penetrant, daß sie
wirklich jedem auffällt. Besonders witzig sind die Exemplare, die die
halbe Steigung benötigen, um die halbe Zuglänge des anderen zu
überholen, und den Rest der Steigung, um aufzugeben und wieder
einzuscheren.

Das hartnäckigste Exemplar, das mir bisher untergekommen ist, hat auf
der A1 von Neustadt-Nord bis zum Dreieck Bad Schwartau gebraucht, um mit
dem Heck der Zugmaschine bis zum Fahrerhaus des Überholten zu kommen,
also runde 25km. Ich bin dann abgefahren und konnte nicht mehr erleben,
ob er es bis Hamburg geschafft hat oder erst kurz vor Hannover.

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Johann Mayerwieser

unread,
Aug 11, 2010, 10:22:32 AM8/11/10
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:


>
> (Welchen Anteil am gesamten Güterverkehr der Fernverkehr hat, weiß ich
> nicht: Den Nahverkehr (Verteilung) kriegt man so natürlich nicht weg.)
>

Wobei bei der Verteilung (vor allem Feinverteilung) Optimierung möglich
wäre. Z.B. kleinere Lieferungen in Städten zentralisieren, sodass ein LKW
immer nur ein kleines Gebiet anfährt und nicht jeder LKW quer durch die
Stadt eine Adresse nach der anderen anfährt.

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 11, 2010, 11:41:00 AM8/11/10
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

> (Es soll eine Land geben, in dem auch an den PKW..

Wozu der Aufwand? Es reicht doch völlig aus, Bremer mit einem Farbstreifen
zu markieren.


Siegfried

A n d r e a s A r n o l d

unread,
Aug 11, 2010, 12:45:21 PM8/11/10
to
On 11.08.2010 00:36, Gerald Gruner wrote:
> A n d r e a s A r n o l d schrieb am Tue, 10 Aug 2010:
>
>> Argumentierst du auch mit Kostendruck, wenn der LKW-Fahrer
>> einfach den Blinker setzt und nach links zieht, egal ob da
>> gerade frei ist oder nicht und den nachfolgenden PKW-Fahrer
>> zur Vollbremsung nötigt?
>
> Jede Medaille hat zwei Seiten.
> Es mag für einige der mitlesenden ungewöhnlich erscheinen, aber
> manchmal, ganz selten, lassen nette Autofahrer wirklich einen anderen
> in ihre Spur, auch wenn sie nicht gesetzlich dazu verpflichtet sind.
>
> Vielleicht hat der OP, der ja einen Abstand von einer LKW-Länge
> gehalten hat, diesen (unbewußt) sogar noch etwas vergrößert und es für
> den LKW-Fahrer wirklich so *ausgesehen*, als ob er ihn reinlassen
> wollte. (Er konnte ja nicht wissen, dass da ein dsrs-ler fährt...)
> OK, das ist eher unwahrscheinlich. Viel eher hat sich der LWK-Fahrer
> wirklich einfach nur reingedrängelt. Aber es ist nicht unmöglich.
>
> Allerdings ist es nach meinem Eindruck seit einiger Zeit ohnehin
> ungewöhnlich geworden, überhaupt noch zu blinken, und wenn, dann
> nicht, um seine Überholabsicht anzukündigen, sondern eher im Sinne von
> "Bin schon da, macht Platz, du ***." :-(

Ich bin mir nicht sicher, was Ursache und was Wirkung ist. Häufig werden
Lücken, die man nach angemessen langem Blinken nutzen will, einfach
zugeblockt (durch bewusstes Beschleunigen). So kann man schon auf die
Idee kommen, die Lücke einfach zu nehmen und dem Hintermann einfach
nicht anzuzeigen, dass man rüberzieht.

Message has been deleted

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 11, 2010, 1:45:17 PM8/11/10
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

> Die haben extra ein eigenes Kennzeichen, Du Dummerle.

Das ist möglicherweise diskriminierend, aber der Farbstreifen ist auch
nicht zur Kennzeichnung eines Kfz vorgesehen.

Streifen schon beantragt?


Siegfried

A n d r e a s A r n o l d

unread,
Aug 11, 2010, 1:46:27 PM8/11/10
to
On 10.08.2010 21:09, Robert Bar wrote:
> A n d r e a s A r n o l d <angst-v...@web.de> wrote:
>
>> [...]
>> Ich sehe keinen(!) Sinn darin, mit Kosten zu argumentieren, wenn es
>> darum geht, dass der LKW-Fahrer über 1 Tag vielleicht einen Vorteil von
>> 20 km erreicht, dagegen aber zig PKW-Fahrer durch Bremsen und
>> Beschleunigen einen exorbitanten Materialverschleiß haben, vom
>> Zeitverlust gar nicht zu sprechen.
>
> Geht's - jetzt - mal wieder 'Pkw vs. Lkw'? Immerhin eine 'gewisse
> Abwechslung' ...

Naja, das blöde ist halt, dass die idiotischen LKW-Fahrer genauso wie
die idiotischen PKW-Fahrer einen Großteil des Bildes ausmachen.

Wenn man hier fragen würde, welche PKW-Marken am idiotischsten gefahren
werden, dann wird man sich schnell auf 2-3 einig. Blöd nur, dass die mit
die höchsten Zulassungszahlen haben und bereinigt vermutlich keine
höhere "Idiotendichte" haben als andere Marken.

Gerald Gruner

unread,
Aug 11, 2010, 3:07:46 PM8/11/10
to
A n d r e a s A r n o l d schrieb am Wed, 11 Aug 2010:

> > Allerdings ist es nach meinem Eindruck seit einiger Zeit ohnehin
> > ungewöhnlich geworden, überhaupt noch zu blinken, und wenn, dann
> > nicht, um seine Überholabsicht anzukündigen, sondern eher im
> > Sinne von "Bin schon da, macht Platz, du ***." :-(
>
> Ich bin mir nicht sicher, was Ursache und was Wirkung ist. Häufig
> werden Lücken, die man nach angemessen langem Blinken nutzen will,
> einfach zugeblockt (durch bewusstes Beschleunigen). So kann man
> schon auf die Idee kommen, die Lücke einfach zu nehmen und dem
> Hintermann einfach nicht anzuzeigen, dass man rüberzieht.

Unbenommen. Ar***l*cher gibt es auf beiden Seiten.
Das ist eine ähnliche Situation wie Drängler vs. Oberlehrer.
Jeder alleine nervt nur, aber wenn beide aufeinander treffen, wird es
gefährlich.


MfG
Gerald

--
Justitia hat die Binde vor den Augen nicht weil "die Gerechtigkeit blind sein sollte", sondern damit man ihre bitteren Tränen über die Handlungen ihrer "irdischen Vertreter" nicht sieht.
- aus einem Webforum mit Bezug auf Urteile zu Serienabmahnungen

Message has been deleted

Siegfried Schmidt

unread,
Aug 11, 2010, 3:47:34 PM8/11/10
to
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

>> Streifen schon beantragt?
> Ich werde auch in absehbarer Zeit nicht so aussehen wie Du, nein.

Die Kennzeichnung von Finken mit einem optischen Hier! ist doch deine Idee,
nicht meine. Da sind Gimpel, die sowas vorschlagen, nunmal mit erfasst und
das ist auch gut so.


Siegfried

Andreas Portz

unread,
Aug 12, 2010, 9:51:24 AM8/12/10
to
Roman Schütz wrote:

> Zitat §5 Abs. 2 Satz 2 StVO:
> "Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit
> als der zu Überholende fährt."
>
> Und 3-5 km/h ist keine "wesentlich höhere Geschwindigkeit".

Zitat aus §7 Abs. 3:
"Wenn auf der Fahrbahn für eine Richtung eine Fahrzeugschlange auf dem
jeweils linken Fahrstreifen steht oder langsam fährt, dürfen Fahrzeuge
diese mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht
rechts überholen."

Dessen "geringfügig höherer Geschwindigkeit" ist laut Konsens der
Rechtsprechung bis zu 20km/h. Wenn "geringfügig" schon so schnell ist,
möchte ich nicht wissen, wie viel schneller man zum mit "wesentlich
höhere Geschwindigkeit" überholen sein muss. :->

Norbert Lack

unread,
Aug 14, 2010, 1:46:41 PM8/14/10
to
Johann Mayerwieser schrieb:

> Ralf . K u s m i e r z schrieb:
>> (Welchen Anteil am gesamten Güterverkehr der Fernverkehr hat, weiß
>> ich nicht: Den Nahverkehr (Verteilung) kriegt man so natürlich
>> nicht weg.)
>
> Wobei bei der Verteilung (vor allem Feinverteilung) Optimierung
> möglich wäre. Z.B. kleinere Lieferungen in Städten zentralisieren,
> sodass ein LKW immer nur ein kleines Gebiet anfährt und nicht jeder
> LKW quer durch die Stadt eine Adresse nach der anderen anfährt.

Gibt's schon, z.B. "CLaix" (City-Logistik-Aix-la-Chapelle) in und um
Aachen [1], aber sicher auch anderswo.

Gruß
Norbert

[1] http://www.aachen.de/de/stadt_buerger/verkehr_strasse/clevermobil/claix/

0 new messages