Hallo.
Ich habe da mal eine Frage.
Leider läßt sie sich wohl nur nach Betrachtung mehrerer Fotos beantworten.
Es geht um eine Kreuzung in der Gartenstadt von Bad Neustadt/Saale.
Dort steht nicht ganz mittig auf einer Kreuzung gleichberechtigter
Straßen ein Baum. Zu jeder der vier Seiten befindet sich vor dem Baum
ein Verkehrszeichen 222-20 (Vorgeschriebene Vorbeifahrt rechts vorbei).
Es ist kein Kreisverkehr.
Mir ist natürlich klar, daß ich _rechts_ am Baum vorbeifahren muß, wenn
ich geradeaus über diese Kreuzung fahren will - egal aus welcher
Richtung. Insbesondere, wenn man von Norden kommt und nach Osten
weiterfahren möchte, empfindet man es jedoch als Quatsch, um diesen Baum
herumzufahren. Die Ansicht bei Google-Maps täuscht da etwas, weil der
Schatten des Baumes die Straße verdeckt. Es ergibt bei der Umfahrung
eine recht unangenehme scharfe Linkskurve, die zumindest mir nicht so
recht einleuchten will...
Meine Frage: Kann man sich (erfolgreich) auf den Standpunkt stellen, daß
das Rechts-Vorbeifahr-Gebot nur für Geradeausfahrer gilt, weil der Baum
(aus Richtung Norden) deutlich _hinter_ der Kreuzungsmitte steht, somit
für den Abbiegevorgang schon wieder ohne Bedeutung ist, also eher so
etwas wie eine Verkehrsinsel im weiteren Verlauf der Rhönstraße ?
Platz ist dort locker für einen Begegnungsverkehr _vor_ dem Baum.
Offenbar wurde sogar das eine Grundstück etwas verkleinert und der
Verkehrsraum dadurch verbreitert.
Hier ist der Link auf die Ansicht von oben:
https://www.google.de/maps/place/Nelkenweg,+97616+Bad+Neustadt+an+der+Saale/@50.3280202,10.1917836,38m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47a30462ae9b060d:0x5484b514091e3aa1!8m2!3d50.3256183!4d10.1961824
Hier liegen die vier Blickrichtungen auf die Kreuzung und den Baum.
https://www.magentacloud.de/share/tp9e-i7rri
Übrigens bin ich oft _vor_ dem Baum abgebogen und wurde von
Einheimischen einige Male angehupt. Ich habe das Verhalten dann
umgestellt, um Ärger zu vermeiden.
Würde mich interessieren, was ihr so meint, besonders für die Strecke
aus Norden nach Osten.
Ciao.
M.Franzke