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Bilanzsoftware für Einsteiger

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Frank Vellner

unread,
Dec 30, 2010, 4:19:34 AM12/30/10
to
Liebe NG,
meine kleine Firma ist gewachsen und ich habe mittlerweile 2
Angestellte und 2 Freie. Mit steigendem Umsatz und Gewinn kann ich nun
nicht mehr weiter EÜR machen. Obwohl ich wohl erst ab 2012
Bilanzierungspflichtig bin, würde ich gerne jetzt schon einmal nach
geeigneter Software dafür Ausschau halten.

Was würdet Ihr für einen blutigen Bilanz-Anfänger empfehlen?

Es sollte möglichst einfach und übersichtlich sein und auf jeden Fall
"Excel-Kompatibel". Derzeit bearbeite ich die elektronischen
Kontoauszüge per Excel und kopiere die Tabellen dann in die
Steuer-Software, um die monatliche Umsatsteuererklärung etc. damit zu
machen. Mit dem Lexware Buchhalter plus 2011 kann ich wohl für 2011
noch die EÜR machen und dann auf Bilanzierung wechseln... Den kann man
ja nicht übersehen - aber vielleicht gibt es ja etwas unbekannteres und
Geeigneteres?

Vielen Dank für jeden Tipp!
Frank

Lutz Schulze

unread,
Dec 30, 2010, 4:43:38 AM12/30/10
to
Am Thu, 30 Dec 2010 10:19:34 +0100 schrieb Frank Vellner:

> Liebe NG,
> meine kleine Firma ist gewachsen und ich habe mittlerweile 2
> Angestellte und 2 Freie.

Glückwunsch.

> Mit steigendem Umsatz und Gewinn kann ich nun
> nicht mehr weiter EÜR machen. Obwohl ich wohl erst ab 2012
> Bilanzierungspflichtig bin, würde ich gerne jetzt schon einmal nach
> geeigneter Software dafür Ausschau halten.
>
> Was würdet Ihr für einen blutigen Bilanz-Anfänger empfehlen?

Diesen Link für viele Detailfragen

http://www.collmex.de/einfuehrung_buchhaltung.html



> Es sollte möglichst einfach und übersichtlich sein und auf jeden Fall
> "Excel-Kompatibel". Derzeit bearbeite ich die elektronischen
> Kontoauszüge per Excel und kopiere die Tabellen dann in die
> Steuer-Software, um die monatliche Umsatsteuererklärung etc. damit zu
> machen. Mit dem Lexware Buchhalter plus 2011 kann ich wohl für 2011
> noch die EÜR machen und dann auf Bilanzierung wechseln... Den kann man
> ja nicht übersehen - aber vielleicht gibt es ja etwas unbekannteres und
> Geeigneteres?

> Vielen Dank für jeden Tipp!

Den habe ich auch benutzt, habe das dann aber später an einen externen
Dienstleister abgegeben. Wenn man damit nicht so vertraut ist kostet das
alles eine Menge Zeit die man wohl besser ins eigentliche Geschäft
investiert.

So kostet laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung und Jahresabschluss zusammen
im Monat weniger als eine 400-Euro Kraft und man muss sich auch nicht darum
kümmern dass die Software und die Technik funktioniert.


Lutz

--
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Matthias Hanft

unread,
Dec 30, 2010, 5:10:50 AM12/30/10
to
Frank Vellner schrieb:

>
> Was würdet Ihr für einen blutigen Bilanz-Anfänger empfehlen?

Ein Buch "Wie funktioniert eine Bilanz", z.B.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3448101079/matthiashanft
und dann eine Software, die das auch macht. Lexware hast Du ja selber
schon angesprochen, Collmex ist eine Online-Lösung, ich verwende
http://www.sage.de/sb/prodloes/buchhaltung/uebersicht.asp - da gibts
dann auch die passende Lohnsoftware dazu,
http://www.sage.de/sb/prodloes/lohn_und_gehalt/uebersicht.asp

Lutz' Idee, das *nicht* selber zu machen, ist durchaus eine Über-
legung wert. Die Qualität wird halt nie so gut sein als wenn man
es selber macht - kommt drauf an, was einem das wert ist. Ich mag
gar nicht darüber nachdenken, welchen Mist diverse Steuerberater-
büros in den letzten zwanzig Jahren bei mir zusammengebucht haben
(weil die grundsätzlich nach "raten statt fragen" arbeiten), so
daß ich das inzwischen komplett selber mache. Allerdings muß ich
dazu sagen, daß mir Mathe schon in der Schule Spaß gemacht hat
und ich eine stimmige Bilanz richtig ästhetisch finde und mir
das Erstellen einer Steuererklärung fast so viel Spaß macht
wie Datenbanksoftware programmieren :-) Wem sowas absolut
nicht liegt, der sollte dann vielleicht auch lieber die Finger
davon lassen...

Gruß Matthias.

Radbert Grimmig

unread,
Dec 30, 2010, 5:33:16 AM12/30/10
to
Frank Vellner schrieb:

>Es sollte möglichst einfach und übersichtlich sein und auf jeden Fall
>"Excel-Kompatibel".

Mal ganz blöd gefragt:

Was kann eine Bilanzierungs-Software, was mit Excel nicht geht?

--

Gruß
Radbert

Wolf Stringhammer

unread,
Dec 30, 2010, 5:36:45 AM12/30/10
to

"Matthias Hanft" schrieb:

> Ein Buch "Wie funktioniert eine Bilanz", z.B.
> http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3448101079/matthiashanft

Kannst Du mal den Link erklären? Wieso das "matthiashanft" am Ende?

> Wem sowas absolut nicht liegt, der sollte dann vielleicht auch
> lieber die Finger davon lassen...

Vielleicht auch der, der die Zeit lieber für produktive (bezahlte) Arbeit
nutzt und das delegiert, was sich delegieren lässt ;-)

W.

Matthias Hanft

unread,
Dec 30, 2010, 5:54:21 AM12/30/10
to
Radbert Grimmig schrieb:

>
> Was kann eine Bilanzierungs-Software, was mit Excel nicht geht?

Die Umsatzsteuer (und ab 2012 auch die Bilanz) selber ELSTERn,
ohne sie erst von Hand in ein Steuerprogramm übertragen zu müssen :-)

Aber im Ernst, alleine die doppelte Buchführung und die ganzen
Umsatzsteuerautomatiken stelle ich mir schwierig vor in Excel
nachzubilden. Allerdings bin ich auch kein Excel-Freak. Noch
allerdingser kostet fertige Fibu-Software heutzutage auch nicht
mehr die Welt, also warum sich die Arbeit machen...

Gruß Matthias.

Matthias Koehler

unread,
Dec 30, 2010, 6:33:02 AM12/30/10
to
[Radbert:]

> Was kann eine Bilanzierungs-Software, was mit Excel nicht geht?

Excel entspr�che niemals den Grunds�tzen ordnungsgem��er Buchf�hrung, weil
jederzeit nachtr�gliche �nderungen m�glich sind, ohne dass diese
dokumentiert werden.

Matthias


--
Matthias K�hler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de


Matthias Koehler

unread,
Dec 30, 2010, 6:39:36 AM12/30/10
to
[Hanft:]

> Ich mag gar nicht darüber nachdenken, welchen Mist diverse Steuerberater-
> büros in den letzten zwanzig Jahren bei mir zusammengebucht haben (weil die
> grundsätzlich nach "raten statt fragen" arbeiten), so daß ich das inzwischen
> komplett selber mache. Allerdings muß ich dazu sagen, daß mir Mathe schon in
> der Schule Spaß gemacht hat und ich eine stimmige Bilanz richtig ästhetisch
> finde und mir das Erstellen einer Steuererklärung fast so viel Spaß macht
> wie Datenbanksoftware programmieren :-)

Masochist... :-)

Aber mal im Ernst: Mir hat Mathematik in der Schule überhaupt keinen Spaß
gemacht, aber trotzdem erledige ich Buchhaltung samt Jahresabschluss seit
vielen Jahren ganz alleine. Wir haben hier ja schon oft darüber diskutiert,
ich halte es immer noch für eine ganz wichtige Aufgabe des Unternehmers,
jederzeit einen Überblick über seine Zahlen zu haben. Nun kommt es sicher
auch darauf an, ob man eher viele oder nicht ganz so viele Buchungssätze zu
machen hat, aber bei mir dauert das pro Monat vielleicht eine halbe Stunde
und ich brauche für den Jahresabschluss etwa einen halben Tag. Und dafür
weiß ich dann auch, dass alles in Ordnung ist und ich muss keine
Kommunikation mit externen Leuten führen.

Ob man sich das also selbst aneignet, oder als Auftrag vergibt, sollte man
anhand der Umstände des Einzelfalles entscheiden.

An dieser Stelle Euch allen einen guten Start ins Jahr 2011!

Matthias


--
Matthias Köhler

Lutz Schulze

unread,
Dec 30, 2010, 6:42:10 AM12/30/10
to
Am Thu, 30 Dec 2010 11:10:50 +0100 schrieb Matthias Hanft:

> Lutz' Idee, das *nicht* selber zu machen, ist durchaus eine Über-
> legung wert. Die Qualität wird halt nie so gut sein als wenn man
> es selber macht - kommt drauf an, was einem das wert ist. Ich mag
> gar nicht darüber nachdenken, welchen Mist diverse Steuerberater-
> büros in den letzten zwanzig Jahren bei mir zusammengebucht haben
> (weil die grundsätzlich nach "raten statt fragen" arbeiten), so
> daß ich das inzwischen komplett selber mache. Allerdings muß ich
> dazu sagen, daß mir Mathe schon in der Schule Spaß gemacht hat
> und ich eine stimmige Bilanz richtig ästhetisch finde und mir
> das Erstellen einer Steuererklärung fast so viel Spaß macht
> wie Datenbanksoftware programmieren :-) Wem sowas absolut
> nicht liegt, der sollte dann vielleicht auch lieber die Finger
> davon lassen...

Ich möchte noch ergänzen dass man sich auch bei Delegation der Aufgabe die
Mühe machen sollte zu verstehen wie eine Bilanz funktioniert, was da wie
gebucht wird und wie sich der Gewinn des Unternehmens errechnet. Für die
Steuerung desselben ist das unerlässlich.

Bernd J. Kaup

unread,
Dec 30, 2010, 9:55:43 AM12/30/10
to

so wie ich das sehe, besteht bei dir ein grundsätzliches Problem, deine
selbstgestrickte Buchführung, das kann nur in die Hose gehen.

Jede FiBu-Software, auch der Lexware Buchhalter, macht dir richtig
bedient auch einen Jahresabschluss.

Allerdings musst du dann buchen und nicht Excel Tabellen kopieren. Falls
du den Unterschied nicht verstehst und auch keinen Buchführungskursus
machen möchtest, wäre es besser einfach alles außer Haus zu geben.

mfg
bjk
früher Vereidigter Buchprüfer und als solcher für die Testierung von
Jahresabschlüssen mittlerer Unternehmen lizensiert.

Matthias Hanft

unread,
Dec 30, 2010, 11:29:03 AM12/30/10
to
Wolf Stringhammer schrieb:
>
> Kannst Du mal den Link erkl�ren? Wieso das "matthiashanft" am Ende?

Ich kriege, falls jemand das Buch �ber diesen Link kauft, ein paar
Cent Provision f�r die M�he, das Buch herausgesucht und verlinkt
zu haben. (Ich finds wirklich gut - ich habs auch selber.) Ich
hoffe, diese Art der "Werbung" findet niemand verwerflich, zumal
ich hier die letzten zwanzig Jahre manch (hoffentlich) produktiven
- und kostenlosen - Ratschlag gegeben habe...

> Vielleicht auch der, der die Zeit lieber f�r produktive (bezahlte) Arbeit
> nutzt und das delegiert, was sich delegieren l�sst ;-)

Ja, wenns denn funktioniert. Wie sowohl mein Namensvetter als auch
Lutz ja schruben, sollte man seine eigene Bilanz zumindest im Grunde
verstehen. Wer nur delegiert und keine Ahnung hat, ob der Delegierte
gute Arbeit leistet, sitzt IMHO auf einem Pulverfa�. (Ja, Steuer-
berater haften im Prinzip f�r ihre Arbeit, aber zeig mir mal *einen*
Proze�, den ein Mandant gegen seinen Steuerberater gewonnen h�tte -
und wer klagt da �berhaupt schon erst mal...)

Gru� Matthias.

Matthias Hanft

unread,
Dec 30, 2010, 11:30:11 AM12/30/10
to
Matthias Koehler schrieb:
>
> Excel entspräche niemals den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, weil
> jederzeit nachträgliche Änderungen möglich sind, ohne dass diese
> dokumentiert werden.

Das geht mit GoB-zertifizierter Fibu-Software allerdings auch :-)

(Merke: Der Sysadmin kann immer alles, auch mit dem Schraubenzieher
in den Datenbanken herumkratzen!)

Gruß Matthias.

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frank paulsen

unread,
Dec 30, 2010, 12:00:45 PM12/30/10
to
Matthias Hanft <m...@hanft.de> writes:

> Matthias Koehler schrieb:
>>
>> Excel entspräche niemals den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, weil
>> jederzeit nachträgliche Änderungen möglich sind, ohne dass diese
>> dokumentiert werden.
>
> Das geht mit GoB-zertifizierter Fibu-Software allerdings auch :-)

zumindest, wenn die software was taugt :)

> (Merke: Der Sysadmin kann immer alles, auch mit dem Schraubenzieher
> in den Datenbanken herumkratzen!)

es waere nicht wirklich aufwendig, eine Fibu so zu programmieren, dass
das fuer personen ohne insiderkenntnisse unmoeglich waere. aber ich gehe
davon aus, dass solch eine software zumindest in der masse nicht
verkaufbar waere, weil da ein wichtiges feature fehlte...

--
frobnicate foo

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