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Wiederholte Angriffe von Hunden

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Tom Berger

unread,
Jun 29, 2001, 5:55:36 PM6/29/01
to
Juergen Gerkens schrieb:

> scharfe Wachhunde so in den Griff, daß die einem freundlich das Gesicht
> lecken ...

Igitt!

In meiner Jugend hab' ich die "Josephine Mutzenbacher" gelesen, die hat
sich extra die besonders sensitiven Körperteile mit Honig beschmiert, um
damit ihren Pudel zum Lecken zu animieren ...

Tom Berger

Lars Friedrich

unread,
Jun 29, 2001, 6:01:01 PM6/29/01
to
"Juergen Gerkens" <no-spa...@gmx.de> schrieb:
>Du scheinst das beste Beispiel zu sein. Deine Einstellung gegenüber
>Hunden, die Du als Sache zu betrachten scheinst, wirkt auf mich unendlich
>dumm.

Ich muss dir leider mitteilen, dass du überhaupt keine Ahnung von meiner
Einstellung gegenüber Tieren hast. Glaub mir, wenn ich wählen müsste, dich
zu erschiessen [^1] oder deinen Hund, solltest du beten, dass du schneller
laufen kannst, als dein Hund.

>Es wäre sehr viel schlauer, wenn Du Tiere als Individuen ansehen
>würdest, die nicht einfach im Weg liegen und auf dein Komando weg
>geschoben werden müssen, sondern auch in Frieden gelassen werden wollen
>und ihren Halter genau so verteidigen werden, wie Du deine Familie!

Wenn der Hund einen Jogger als Bedrohung ansieht, gehört er angeleint.

>Tiere sind vor dem Gesetz nur Sachen. Aber es ist dennoch reichlich dumm,
>sie auch sonst so zu betrachtet, auch vom etischen Standpunkt.
[viel gesabbel gelöscht]

Und?

[^1] Das ist jetzt nicht persönlich gemeint, sondern generell.
--
"Eine Frage im Usenet stellen heißt nicht, die Antwort zu bekommen, die man
hören will."
Kathinka Diehl, de.soc.recht.misc, <9deq6too06ia8o833lt0ak3bsumb3d2u75@
4ax.com>

Tom Berger

unread,
Jun 29, 2001, 6:02:54 PM6/29/01
to
Ute Heilig schrieb:

> Von Natur aus gibt es keinen Hund, der auf einen Menschen bösartig reagiert.

Von "Natur" aus flüchtet ein Wolf zunächst, gelingt ihm das nicht, oder
hat er übergeordnete Interessen (Hunger) und fühlt sich mit seinem Rudel
stark genug, dann greift er auch Menschen an.

Einen "natürlichen" Hund gibt es definitionsgemäß nicht, es sei denn, es
wäre ein reinrassiger, in der Wildnis groß gewordener Wolf.

Mehr oder weniger zeigen *ausnahmslos* alle Hunde immer noch
Wolfsverhalten. Durch die zivilisatorische Überdeckung und v.a.
Überzüchtung kommt es zu mehr oder weniger berechenbarem Verhalten der
verschiedenen Rassen - vollkommen berechenbar wird ein Hund
grundsätzlich nicht.

> Das Hauptproblem ist jedoch meiner Meinung, dass in unserer technisch
> orientierten Welt, viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie mit Tieren
> umzugehen haben.

... und das müssen sie ja auch nicht. Das Problem ist, Hundehalter
wollen dem Rest der Bevölkerung diesen Umgang aufzwingen.

> Ich möchte euch hier ein Beispiel nennen, das ich selbst mit meinem Hund
> erlebt habe:

Einzelerfahrungen sind absolut irrelevant.

Tom Berger

Christian E. Naundorf

unread,
Jun 29, 2001, 6:40:11 PM6/29/01
to

Ute Heilig schrieb:
>
> "Tom Berger" <ber...@archtools.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3B3CADA6...@archtools.de...
> > Ingo Eichenseher schrieb:
> >
> > > Wie kann man gegen diese Art von Belästigung vorgehen.
> >
> > <unter der Hand getuschelt>: einige kleine Häppchen Gulaschfleisch mit
> > Strychnin gespickt wirken dauerhafter als Pfefferspray
>
> Ich habe keine Probleme damit, dass du Strychnin in Fleischstücken auslegst,
> da mein Hund so ausgebildet ist, dass er keine Lebensmittel, die er nicht
> aus meiner Hand bekommt, frisst.
>
> Aber hast du dir schon mal überlegt, dass solche Fleischstückchen durchaus
> auch von Kindern

*Popcorn!*

*Popcorn, anyone?*

SCNR

--
Dr. Christian E. Naundorf alias CEN
"Go not to DE.SOC.RECHT.MISC for counsel,
for it is subtle and quick to anger."
(With apologies to Frodo, Gildor, and JRRT)


Juergen Gerkens

unread,
Jun 29, 2001, 6:38:58 PM6/29/01
to
Tom Berger schrieb,

>Ja wo leben wir denn? Seit wann innerhalb der letzten 10.000 Jahre
>müssen denn Kinder wieder die Grenzen eines Hundes respektieren?

Tja, alles eine Frage der Intelligenz der Eltern:

Eltern, die in Erwartung, "Der wird schon bremsen weil er das muß!" stets
samt Kind quer über die Straße rennen, sind dazu natürlich zu dämlich.
Aber Menschen, die ihrem Nachwuchs den richtigen Umgang mit solchen
Gefahren beibringen, damit sie dann damit umgehen können, sind da klar im
Vorteil.

Meine Eltern haben das zum Beispiel geschafft. Wir schauten nach links
und rechts, wurden nicht überfahren, ich konnte mich zweimal rechtzeitig
vor besoffenen PKW-Fahrern in Sicherheit retten und Hunde haben noch
keinen in der Familie gebissen. An jeden gehe ich aber ganz sicher nicht
unnötig ran. Respekt habe ich vor denen, Angst sicher erst dann, wenn es
ohnehin egal wäre, d.h. eine zu einer kopfkranken Kampfmaschine
verzogen/versüchtete Töle nach mir schnappt.

Dann hätte ich wohl auch Angst, was dann aber keinen Unterschied mehr
machen würde. Allerdings würde ich an Hunden, die ich so einschätze,
nicht blauäugig im Park vorbei joggen. An anderen schon, wüßte dann aber
auch damit umzugehen.

Schwieriger ist es wirklich auf Skatern, da die Hunde mit den für sie
unnatürlichen Bewegungen nicht wirklich umgehen können und schwerer
auszurechnen sind, vor allem wenn man aus Angst fast über sie fällt.

>Hundehalter haben erst mal zu lernen, die Bedürfnisse des Rests der
>Bevölkerung nach körperlicher Unversehrt und nach minenfreien
>Bürgersteigen und Parkanlagen zu respektieren.

Richtig, aber viele Halter sind dazu in der Tat zu dämlich und daher
sollte man vorsichtig sein. Oder fährst Du vor einen Laster der nicht
mehr bremsen kann, bloß weil Du grün hattest?

>Wenn das mal so weit ist, dann können wir weiter reden.

Schön blöd. Unnötige Verletzungen oder Schäden kann man mit etwas
Durchblick nämlich auch dann vermeiden, wenn man im Recht ist.

>Tiere? Individuen? Diese Viecher gehören jemandem, der dafür
>verantwortlich ist,

Trotzdem beißen sie meistens nur, wenn man falsch reagiert, weil man
nicht im Mindesten mit Tieren umgehen kann. Normale Hunde könnte der
Halter sogar versuchen auf einen Menschen zu hetzen, ohne daß mehr
passieren wird, als daß der Hund schnuppert oder in die Gegend schaut, ob
hoffentlich bald jemand 'nen Stock wirft.

>daß sie mir im Wege herumliegen, oder hinter mir
>herschnappen, wenn ich durch den Park rennen will ... Die Viecher sind
>mir absolut egal, meine Wut richtet sich gegen diejenigen, die man auch
>nach allgemeiner Auffassung als intellektbegabte "Individuen" auffassen
>muß: die Hundehalter.

Jau und dann brüllst Du den Halter aggressiv an, machst dich für den Hund
zum Angreifer und wunderst dich über dessen Reaktion. Richtig schlau ist
das aber nicht wirklich! (nett gesagt)

Bei Bund hatten wir einen StUffz, der mit einem Tennisschläger ausholte,
weil er vor einem angeleinten Wachhund Angst hatte. Der Hund war kaum an
der Leine zu halten.

Als der Angsthase im Gebäude war, hatte er sich über meine nasse Brille
gewundert. Kaum war der Typ drin, hatte der Wachmann den Hund von der
Leine genommen und der Hund kam zu mir auf die Treppe schmusen, wobei er
mir quer durch's Gesicht leckte. Die Zunge fand ich auch nicht schön,
mußte aber tierisch lachen, da der Wachmann über seinen "scharfen" Hund
sehr verwundert war. Der wußte, daß er sich von mir streicheln läßt, aber
da klappte dann doch die Kinnlade.

Und nun rate mal, wie es sich angehört hatte, wenn der StUffz vor den
vier Zwingern den Gartenschlach zum Autowaschplatz gerollt hat und wie es
sich anhört, wenn ich (oder natürlich die Wachleute) vor dem Zwinger
gestanden hat. An einen wäre ich auch nie ran gegangen. Einen hätte ich
aus Vorsicht nicht angefaßt, weil ich den in der Hinsicht nicht
einschätzen konnte.

Mein StUffz meinte, es läge an seiner Uniform. Ich empfahl ihm sie mal zu
waschen, damit der Angstschweiß raus geht. Für den sind das Bestien, für
mich drai ganz normale Hunde und eine tatsächlich kopfkranke Bestie, die
sogar Igel zerfleischt, obwohl sie danach aussieht, als hätte sie
Rasierklingen gefressen.


>... und über die Länge Deiner Hundeleine hinaus!


Ich habe keinen Hund mehr. Ich mag Hunde sehr, finde deren Haltung in
meinem kleinen Garten oder Haus aber unangebracht und hätte nicht die
nötige Zeit für das Tier.

Aber trotzdem weiß ich, daß das Problem meistens am anderen Ende der
Leine hängt und die meisten Hunde selbst dann kein Problem sind.

Bis denne
Jürgen

Juergen Gerkens

unread,
Jun 29, 2001, 6:41:07 PM6/29/01
to

Christian Ehmann schrieb,

>Fallen "geprüfte Rettungshunde, kenntlich durch Plakette am Halsband"
>Jogger an?

Problemlos möglich. Jogge dicht an einem Rettungshund samt Hundeführer
vorbei und schreie den Menschen plötzlich und unvermittelt an. Deine
Chance auf eine Taetanustspitze steigt drastisch!


>Als mein Vater es mal wagte, eine Dame zur
>Rede zu stellen, deren Hund gerade gemütlich in unseren Vorgarten
>kackte, erntete er einen mitleidigen Blick und den Kommentar "Sie armer
>Mensch!".

Jau, so einen hatten wir hier auch mal. Der hat seinen Hund an der Leine
mitten in die Eingänge kacken lassen. Aber ich habe in der Garage den
Streueimer mit Granulat für den Winter stehen, prompt die Schaufel dafür
zur Hand gehabt, dem Halter das Resultat hinterher getragen und mit den
Worten "Fang!" zugeworfen.

Hat er geschafft! ;-)

Regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung und führt umgehend zum
Umdenken!

bis
Jürgen Gerkens

Juergen Gerkens

unread,
Jun 29, 2001, 6:50:35 PM6/29/01
to

Lars Friedrich schrieb,

>Ich muss dir leider mitteilen, dass du überhaupt keine Ahnung von meiner
>Einstellung gegenüber Tieren hast. Glaub mir, wenn ich wählen müsste,
dich
>zu erschiessen [^1] oder deinen Hund, solltest du beten, dass du
schneller
>laufen kannst, als dein Hund.


Das ist nun wirklich reichlich zu dümmlich, um darauf zu antworten.

>Wenn der Hund einen Jogger als Bedrohung ansieht, gehört er angeleint.

Klar. Trotdem ist es schlauer, sich andernfalls halbwegs richtig zu
verhalten. Deine ganzen Paragraphen kannst Du dir vor dem Hund in den
Hintern schieben. Der wird höchstens gegen das Regal pinkeln, in dem sie
stehen!

>Und?

... noch immer begreift die Menschheit nicht, daß sie mit ihren
Paragraphen keine höheren Rechte hat hier zu leben, als alles andere was
hier kreucht, fleucht und wächst!

Bis denne
Jürgen

Juergen Gerkens

unread,
Jun 29, 2001, 6:52:51 PM6/29/01
to

Lars Friedrich schrieb,

>Ich muss dir leider mitteilen, dass du überhaupt keine Ahnung von meiner
>Einstellung gegenüber Tieren hast.

Habe ich je behauptet, den für derartige Traumata zuständigen Arztberuf
erlernt zu haben?

>Glaub mir, wenn ich wählen müsste,
>dich zu erschiessen [^1] oder deinen Hund, solltest du beten, dass du
>schneller laufen kannst, als dein Hund.

Das ist nun wirklich reichlich zu dümmlich, um darauf zu antworten.

>Wenn der Hund einen Jogger als Bedrohung ansieht, gehört er angeleint.

Klar. Trotdem ist es schlauer, sich andernfalls halbwegs richtig zu

Lars Friedrich

unread,
Jun 29, 2001, 6:55:19 PM6/29/01
to
Tom Berger <ber...@archtools.de> schrieb:

Was ist denn deine "Jugend"? ;)
Das richtige Buch hat man nur erhalten, wenn man a) 21 Jahre alt war und b)
zusätzlich unterschrieben hat, dass man das nur an Personen über 21
weitergibt...sollte da jemand nicht gesetzeskonform gehandelt haben? ,)

Andreas Steiner

unread,
Jun 29, 2001, 6:54:08 PM6/29/01
to
Tom Berger wrote:

stfu
--

Renata Kussack

unread,
Jun 29, 2001, 6:58:37 PM6/29/01
to
In article <3B3CFB0E...@archtools.de>, Tom Berger
<ber...@archtools.de> wrote:

> Ute Heilig schrieb:
>
> > Von Natur aus gibt es keinen Hund, der auf einen Menschen bösartig reagiert.
>
> Von "Natur" aus flüchtet ein Wolf zunächst, gelingt ihm das nicht, oder
> hat er übergeordnete Interessen (Hunger) und fühlt sich mit seinem Rudel
> stark genug, dann greift er auch Menschen an.
>

> Einzelerfahrungen sind absolut irrelevant.

Und Vorschläge wie "gib ihm doch Strychnin" auch.

--
ren...@berlin.snafu.de
"Hat sich die Katze an ihrer Hand festgebissen, läßt sie sich unter fließend
Wasser leicht entfernen."

Andreas Steiner

unread,
Jun 29, 2001, 7:01:52 PM6/29/01
to
Ingo Eichenseher wrote:

> Hallo Leute,
>
> ich habe das Problem, daß sowohl ich als auch meine Frau beim
> Joggen schon des öfteren von Hunden, na sagen wir ruhig angefallen
> wurden. Es gab zwar zum Glück nie ernsthafte Verletzungen aber
> die Vorfälle sind durchaus so, daß wir von den Hunden regelrecht
> gestellt werden und erstmal mit dem Weiterlaufen warten müssen
> bis sich die Besitzer bequemen etwas zu unternehmen, wenn sie
> das überhaupt tun.
> Ich persönlich bin inzwischen dazu übergegangen, solche Situationen
> mit Pfefferspray zu beenden, meine Frau meidet den Spazierweg
> und nimmt mit der Staße vorlieb.
>
> Ich möchte auch betonen, daß es sich bei den Besitzern nicht um normale
> Spaziergänger handelt, sondern eher um Assoziale, die sich den ganzen
> Tag auf den Spazierwegen herumtreiben meist total besoffen sind und
> sich einen Spaß daraus machen, wenn ihre Hunde Jogger ärgern.
> Mit normal erzogenen Hunden und Haltern hatte ich bisher nie Probleme.


>
> Wie kann man gegen diese Art von Belästigung vorgehen.

> Auskunft des Ordnungsamtes: Freilaufende Hunde sind erlaubt.
> Auskunft der Polizei: Man kann erst was tun, wenn was passiert ist.
>
> bin gespannt auf eure Meinungen
>
> Ingo
>
>
>

Meinen Hund würdest du nur einmal mit Pfefferspray besprühen, danach
hättest du das Spray im Gesicht damit du mal siehst was man damit anrichten
kann.

--

Andreas Steiner

unread,
Jun 29, 2001, 7:04:40 PM6/29/01
to
Tom Berger wrote:

> Ingo Eichenseher schrieb:


>
>> Wie kann man gegen diese Art von Belästigung vorgehen.
>

> <unter der Hand getuschelt>: einige kleine Häppchen Gulaschfleisch mit
> Strychnin gespickt wirken dauerhafter als Pfefferspray
>

>> Auskunft des Ordnungsamtes: Freilaufende Hunde sind erlaubt.
>

> Kommt 'drauf an - hier in Kassel: nicht erlaubt. Ich kenne aber auch
> keinen einzigen Fall, in dem ein Bußgeld verhängt wurde.


>
>> Auskunft der Polizei: Man kann erst was tun, wenn was passiert ist.
>

> Die Antwort hab' ich auch schon mal gekriegt. Namen des Polizisten geben
> lassen, und ihn fragen, ob man ihn mit dieser Antwort in der
> Lokalzeitung zitieren darf.
>
> Tom Berger
>

Wenn ich dich erwischen würde wenn du sowas auslegst , würdest du die
nächsten 4 Wochen im Krankenhaus verbringen !
--

Juergen Gerkens

unread,
Jun 29, 2001, 7:09:11 PM6/29/01
to

Tom Berger schrieb,

>Einen "natürlichen" Hund gibt es definitionsgemäß nicht, es sei denn, es
>wäre ein reinrassiger, in der Wildnis groß gewordener Wolf.


Glaubst Du, daß Du definitionsgemäß natürlich groß geworden bist. Bildest
Du dir ein, daß hier auf der Erde auch nur annähernd so viele Menschen
leben könnten, wenn wir in natürlicher Umgebung leben würden?

>Mehr oder weniger zeigen *ausnahmslos* alle Hunde immer noch
>Wolfsverhalten.

Mehr oder weniger kommt bei manchen Menschen bei manchen Themen
Neandertaldenkensmuster zum Vorschein.

>Durch die zivilisatorische Überdeckung und v.a.
>Überzüchtung kommt es zu mehr oder weniger berechenbarem
>Verhalten der verschiedenen Rassen

Mit dem die meisten Menschen in den meisten Ländern umgehen können,
solange sie die Tiere kennen.

>- vollkommen berechenbar wird ein Hund
>grundsätzlich nicht.

Ganz im Gegensatz zur Menschenheit. Die ist berechenbar egoistisch und
erwartet stets, daß sich die ganze Welt nach ihr richtet

>... und das müssen sie ja auch nicht. Das Problem ist, Hundehalter
>wollen dem Rest der Bevölkerung diesen Umgang aufzwingen.


Und einige davon meinen, daß automatisch alle Nichthundebesitzer auf
ihrer Seite sind, wenn sie ihre egoistische Ideologie auskotzen und zum
Maß aller Dinge machen wollen. Pustekuchen!

>Einzelerfahrungen sind absolut irrelevant.

Ach, neuerdings bestimmst Du also, wessen Erfahrungen irrische Maßstäbe
setzen?

<staun>

bis denne
Jürgen


Lars Friedrich

unread,
Jun 29, 2001, 7:10:09 PM6/29/01
to
"Juergen Gerkens" <no-spa...@gmx.de> schrieb:

>>Tiere? Individuen? Diese Viecher gehören jemandem, der dafür
>>verantwortlich ist,
>Trotzdem beißen sie meistens nur, wenn man falsch reagiert, weil man
>nicht im Mindesten mit Tieren umgehen kann.

Als nächstes pack ich ein paar Alligatoren auf den Bürgersteig. Die sind
auch ungefährlich, wenn man sich richtig verhält.

Es ist meine Aufgabe, dass ich und mein Eigentum keine Gefahrenquelle für
andere sind. Sowohl rechtlich als auch moralisch. Punkt aus. Ich stelle
keine Kanister mit der Aufschrift HCl auf den Bürgersteig und verlange von
meinen Mitbürgern Allgemeinkenntnisse in Chemie und beschwer mich, wenn sie
diese nicht haben und versuchen, das Zeug zu saufen. Und ich lasse keine
Hunde frei in einem Park herumlaufen wo Leute joggen, wenn ich weiß, dass
die Hunde die Jogger belästigen oder anfallen.

Juergen Gerkens

unread,
Jun 29, 2001, 7:12:24 PM6/29/01
to

Andreas Steiner schrieb,

>Meinen Hund würdest du nur einmal mit Pfefferspray besprühen, danach
>hättest du das Spray im Gesicht damit du mal siehst was man damit
anrichten
>kann.

Darf ich dir das Spray dafür ausgeben? ;-)))

Bis denne
Jürgen

Lars Friedrich

unread,
Jun 29, 2001, 7:15:19 PM6/29/01
to
"Juergen Gerkens" <no-spa...@gmx.de> schrieb:

>>Ich muss dir leider mitteilen, dass du überhaupt keine Ahnung von meiner
>>Einstellung gegenüber Tieren hast.
>Habe ich je behauptet, den für derartige Traumata zuständigen Arztberuf
>erlernt zu haben?

Keine Sorge, ich hab keine Traumata bzgl. Hunden oder Tieren allgemein.
Außer Spinnen. Aber nur diese langbeinigen, dünnen. Große, fette, haarige
mag ich.

>>Glaub mir, wenn ich wählen müsste,
>>dich zu erschiessen [^1] oder deinen Hund, solltest du beten, dass du
>>schneller laufen kannst, als dein Hund.
>Das ist nun wirklich reichlich zu dümmlich, um darauf zu antworten.

Warum? Bei einem Hund besteht die Möglichkeit, dass er es nicht verdient
hat.

>>Wenn der Hund einen Jogger als Bedrohung ansieht, gehört er angeleint.
>Klar. Trotdem ist es schlauer, sich andernfalls halbwegs richtig zu
>verhalten.

Tut er doch -> Pfefferspray
Wenn der Halter dem Hund nicht beibringt, hinter Joggern nicht herzurennen,
dann halt der Jogger.

>>Und?
>... noch immer begreift die Menschheit nicht, daß sie mit ihren
>Paragraphen keine höheren Rechte hat hier zu leben, als alles andere was
>hier kreucht, fleucht und wächst!

DU beschwerst dich doch, wenn der Mensch entsprechend der Natur das Recht
des Stärkeren und Intelligenteren durchsetzt, in dem er Pfefferspray bastelt
und gegen potentielle Angreifer einsetzt. Wo siehst du den Unterschied zu
einem Affen, der einen Stock benutzt? Nimmst du dem Affen den Stock weg,
weil das ein 'unfairer Vorteil' ist?

Lars Friedrich

unread,
Jun 29, 2001, 7:15:26 PM6/29/01
to
Andreas Steiner <tu...@gmx.de> schrieb:

>Wenn ich dich erwischen würde wenn du sowas auslegst , würdest du die
>nächsten 4 Wochen im Krankenhaus verbringen !

http://learn.to/quote

--

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 29, 2001, 7:53:22 PM6/29/01
to
Andreas Steiner <tu...@gmx.de> writes:

>Meinen Hund würdest du nur einmal mit Pfefferspray besprühen, danach
>hättest du das Spray im Gesicht damit du mal siehst was man damit
>anrichten kann.

Halt Deinen Wuff an der Leine, dann passiert ihm nichts. Solltest Du
das nicht tun und jemand fühlt sich bedroht, hast Du schon genug Ärger
am Hals. Wenn Du noch ne Körperverletzung dazu brauchst...

Dietmar

Horst Renner

unread,
Jun 29, 2001, 8:08:55 PM6/29/01
to
"Günther Rothenbücher" <e-m...@pro-makler.de> wrote:

>Was ich jedoch nicht korrekt finde, ist, dass jemand in dieser NG Rettungs-
>und Kampfhunde in einen Topf wirft, ordentlich umrührt und mit Pfefferspray
>bzw. Rattengift auf alles losgeht was sich bewegt (oder bellt).

Das tut doch niemand, aber ...

>Man sollte, wie bei den Menschen, Unterschiede machen.

... wenn mich ein Hund anfällt, ist es mir egal, ob es sich dabei um
einen Rettungshund oder einen Kampfhund handelt.

Gruß

Horst

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 29, 2001, 8:02:27 PM6/29/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 00:40:11 +0200, "Christian E. Naundorf"
<cnau...@t-online.de> wrote:
>
>*Popcorn, anyone?*

Hier! Willsunbier?

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 29, 2001, 8:01:41 PM6/29/01
to
On Fri, 29 Jun 2001 18:32:38 +0200, Tom Berger <ber...@archtools.de> wrote:

>
><unter der Hand getuschelt>: einige kleine Häppchen Gulaschfleisch mit
>Strychnin gespickt wirken dauerhafter als Pfefferspray

Warum sollte man die HUnde für die Fehler der Besitzer bestrafen?


Bye

woffi

--
Science may be described as the art of
systematic oversimplification.
- Karl Popper

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 29, 2001, 8:22:33 PM6/29/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 01:01:52 +0200, Andreas Steiner <tu...@gmx.de> wrote:
>
>Meinen Hund würdest du nur einmal mit Pfefferspray besprühen, danach
>hättest du das Spray im Gesicht damit du mal siehst was man damit anrichten
>kann.

Ich wundere mich, wie sich hier die Gemüter bei solchen Themen erhitzen.
Ich habe selbst einen Hund und achte sehr genau darauf, daß er keine
Menschen belästigt - wo ich das nicht garantieren kann (der Hund ist noch
nicht so toll erzogen), muß er an die Leine. Es wäre unverschämt von mir,
andere Menschen unter meinem Hobby leiden zu lassen!

Aus anderer Perspektive: wenn mir im Wald oder im Park ein Hund
entgegenkommt, dessen Besitzer nicht in sicht ist, finde ich das zum Kotzen
und unverantwortlich. Wenn ich *keinen* Hund besitze kann auch niemand von
mir verlangen, mich mit dem Verhalten von Hunden auseinanderzusetzen. Und
wenn der Hund dann noch groß ist und mich stellt, bekomme ich vielleicht
angst - was weiß denn ich, wie der Hund erzogen ist? Und wenn dann jemand
meint, sich mit Pfefferspray verteidigen zu müssen, finde ich es zwar
ziemlich traurig, daß der Hund ausbaden muß was sein schwachköpfiger
Besitzer ihm eingebrockt hat - aber nachvollziehbar finde ich aus Sicht des
Bedrängten so eine Reaktion schon.

Andreas Steiner

unread,
Jun 29, 2001, 8:17:44 PM6/29/01
to
Dietmar Hoelscher wrote:

In so einem Fall nehm ich die Anzeige wegen Körperverletzung gerne in kauf.

--

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 29, 2001, 11:31:42 PM6/29/01
to
Andreas Steiner <tu...@gmx.de> writes:

>> Halt Deinen Wuff an der Leine, dann passiert ihm nichts. Solltest
>> Du das nicht tun und jemand fühlt sich bedroht, hast Du schon genug
>> Ärger am Hals. Wenn Du noch ne Körperverletzung dazu brauchst...

>In so einem Fall nehm ich die Anzeige wegen Körperverletzung gerne in
>kauf.

Und da wunder sich noch einer, daß man immer wieder was von
"genereller Maulkorb- und Leinenzwang" hört.

Nochmal ganz langsam für Dich, zum Mitdenken: Wenn sich jemand von
Deinem Hund bedroht fühlt, dann hast *Du* Mist gebaut. Auch wenn
derjenige nicht auf die sensiblen Eigenarten Deines Hundes eingegangen
ist. Jeder hat das Recht sich frei zu bewegen und auch durch die
Gegend zu joggen. Wenn Dein Hund mit dem Verhalten von Menschen
Probleme hat, erzieh ihn. Wenn Du das nicht schaffst, nimm ihn an die
Leine. Wenn Du beides nicht auf die Reihe kriegst, leg Dir keinen
Hund zu.

Und wenn sich jemand gegen die Bedrohung durch Deinen Hund verteidigt,
wirst Du hübsch brav ruhig sein und ihm danken wenn er Dich dafür
nicht anzeigt.

Dietmar

Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 1:07:23 AM6/30/01
to
> was glaubst Du was (Dir) passiert, wenn Du unseren Schäferhund
> (geprüfter Rettungshund, kenntlich an einer Rotkreuzplakette am
> Halsband) mit Deinem Pfefferspray außer Gefecht setzt und ihm
> womöglich das Augenlicht oder den Geruchsinn nimmst?

Ich glaube nicht, daß dieser Fall wirklich eintreten würde, weil
ich nämlich nie probleme mit vernünftig erzogenen Hunden habe.
Ich dachte das hätte ich deutlich genug geschrieben.

> "Es gibt bei den Hunden, wie bei den Menschen,
> Solche und Solche."

Richtig und ich bespraye nur die solchen

Ingo


Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 1:11:05 AM6/30/01
to
> Im Endeffekt würden Jogger sicher liebend gern auf das Mitführen von
> Pfefferspray o. ä. verzichten ...

Da hast du allerdings recht, aber in diesem Bereich geht
es leider nicht mehr anders und das wirklich nur wegen
einiger weniger Idioten.

Ingo


Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 2:03:04 AM6/30/01
to
> Problemlos möglich. Jogge dicht an einem Rettungshund samt Hundeführer
> vorbei und schreie den Menschen plötzlich und unvermittelt an. Deine
> Chance auf eine Taetanustspitze steigt drastisch!

So verhalten sich nur Hunde, ich als Jogger mache auch einen Bogen
um angeleinte Hunde. Du siehst an deinem eigenen Beispiel worauf es
mir ankommt. Ich brülle nämlich beim Joggen gar niemanden an, aber
manche (und ich betone MANCHE) Viecher machen das und zwar auch
dann wenn ich in 10m Abstand vorbeilaufe. Das sind dann die
deren Chance auf eine Sprayspritze steigt.

Ingo


Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 2:21:42 AM6/30/01
to
> Das ist das denkbar dümmste, was Du machen kannst! Wenn Du das einmal
> benutzt hast, hast Du nahezu jeden Hund, der dir sonst gar nichts tun
> würde, bei der nächsten Gelegenheit garantiert an der Jogginghose Hose.

Stimmt nicht. Die behandelten Viecher gehen mir aus dem Weg,
das passt schon.


> Wenn Du nicht flüchtest (joggen wirkt auf die Hunde instinktiv aus
> entsprechender Perspektive leider genau so), keine Angst zeigst und dich
> dem Hund zuwendest, ohne zu versuchen bedrohlich zu wirken oder direkt in
> die Augen zu sehen, passiert bei fast jedem Hund gar nichts. Nur Angst
> darfst Du nicht zeigen.

Hör mir auf mit diesen Scheiß Verhaltensregeln. Ich habe mich als
Kind nämlich einmal genau so verhalten und bin zum Dank von
zwei Schäferhunden niedergerissen und ordentlich gebissen worden.
Seit dem weiß ich, daß nur eines hilft. Im zweifel muß man einfach
der Stärkere sein, d.h. so traurig es ist, die besseren Waffen haben.

Wer glaubt ein Hund verhalte sich immer nach vorprogrammierten
Regeln, der hat meiner meinung nach wirklich keine Ahnung von Hunden.

> Das Problem ist die Angst, d.h. das ganze ein Kreislauf. Hast Du Angst,
> zeigst Du sie auch. Das merkt jeder Hund und damit hast Du dann auch
> Grund dazu, wenn der nicht gerade vom Format "Ratte am Band" ist.

Ich habe absolut keine Angst vor Hunden.

> Wenn jemand frech und pfiffig ist, dazu auch keine Angst von Hunden hat,
> lockt der die einfach mit 'nem Hundekuchen und Stöckchen mit und nimmt
> sie mit auf Joggingtour.

Ich glaube du hast nicht nur keine Ahnung von Hunden,
sondern vom Joggen auch nicht. Dennoch kenne ich diesen
Trick, er gelingt aber nur bei harmlosen Tieren.

> Wenn man mit Hunden gut umgehen kann, bekommt man sogar ausgebildete


> scharfe Wachhunde so in den Griff, daß die einem freundlich das Gesicht

> lecken oder den Hundeführer blöde angucken, wenn er sie zum Gag oder bei
> der Ausbildung auf einen hetzen will. Beim Bund habe ich mal einige
> Wachleute und Hundeführer mächtig doof aus der Wäsche gucken sehen.

Ich will doch nicht um ein 20m langes Wegstück unbelästigt entlangzulaufen
zum Hundeausbilder werden.

> Ist leider so. Wenn Du Pfefferspray gegen Hunde einsetzt, wird das
> vermutlich aber nicht mehr lange dauern. Verwende das Zeug um Himmels
> willen nur im absoluten Notfall, nur gegen einen einzelnen Hund und
> ändere danach unbedingt deine Joggingtour. Sonst hat das Ordnungsamt bald
> in der Tat Grund genug, etwas zu tun. Aber dann haben sie dich gebissen.

Das stimmt so nicht. Ich habe das Zeug innerhalb von 5 Jahren an dieser
Strecke
nur 2 mal einsetzen müssen und ich werde seit dem von den betreffenden
Hunden
nicht mehr belästigt. Und ich verwende es garantiert nur im absoluten
Notfall.

> Manche Tierheime suchen Leute, die mit Hunden mal 'ne Tour laufen.
> Vielleicht wäre das was für dich, um mal mit fremden verschiedenen Hunden
> die eigene Angst zu verlieren.

Nochmal. Ich habe Null Angst. Ich will nur nicht belästigt werden.

> Solange Du nicht unvorsichtig in "seinem Revier" landest oder seine(m/n)
> Halter / Bezugspersonen gegenüber bedrohlich wirkst, tut dir fast kain
> Hund was.

Stimmt einfach nicht. Es sei denn du betrachtest ein ganzes Flußufer
samt Spielplätzen und Spazierwegen als Revier.

> Je unfreundlicher und bestimmter Du den Halter wegen seines Hundes
> ermahnst, desto eher und heftiger hast Du auch mit seinem Fellknäul zu
> rechnen. Kommt ein anderer an, lockt den Hund mit Pfiffen an und schmeißt
> Stöckchen, ist wahrscheinlich alles im grünen Bereich.

Mit Haltern dieser Sorte wechsle ich garantiert kein Wort.

> Tip: Laß dir die Angst vor Hunden nehmen. Mach dich auch mal über die
> Verhaltensweise von Hunden schlau und versuche dich vorher in die Hunde
> hinein zu versetzen. Das macht es dir in solchen Situationen viel
> leichter.

Nochmal, ich habe keine Angst und ich komme mit den allermeisten
Hunden bestens klar, weil ich eben schon weiß wie sie reagieren.
Deshalb weiß ich auch, daß bei bestimmten Exemplaren einfach etwas
nicht stimmt und dieses ganze Gerede nichts nützt.

Ingo

Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 3:22:18 AM6/30/01
to
> Das entspricht meinem - juristisch naiven - Begriff von
> "Freiheitsberaubung"/"Nötigung".

Das empfinde ich genauso und letztlich will ich auch darauf hinaus.
Ich fühle mich letztlich auch dazu genötigt mit Pfeffersrpay herumzulaufen,
denn das tue ich nicht gerne und noch viel weniger gern setzte ich
es ein.

Nur, wie bekommt man das juristisch in den Griff.

Ingo


Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 3:30:26 AM6/30/01
to
> Meinen Hund würdest du nur einmal mit Pfefferspray besprühen, danach
> hättest du das Spray im Gesicht damit du mal siehst was man damit
anrichten
> kann.

Glaub ich nicht. Hat sich bei mir noch keiner getraut.

Ingo Eichenseher

unread,
Jun 30, 2001, 3:33:16 AM6/30/01
to
> meint, sich mit Pfefferspray verteidigen zu müssen, finde ich es zwar
> ziemlich traurig, daß der Hund ausbaden muß was sein schwachköpfiger
> Besitzer ihm eingebrockt hat - aber nachvollziehbar finde ich aus Sicht
des
> Bedrängten so eine Reaktion schon.

Du sprichst mir aus der Seele, ich finde es auch traurig daß es soweit
kommt. Aber dem Besitzer darf ich ja nichts machen, außer er würde
mich daraufhin angreifen, aber wie gesagt, das traut sich leider keiner.

Ingo

Toralf Zemlin

unread,
Jun 30, 2001, 4:31:49 AM6/30/01
to
Günther Rothenbücher wrote:

> Weisst Du was die Ausbildung zum Rettungshund kostet?

Gings hier nicht gerade noch um versiffte Hunde von assozialen
Parkstreichern?
Außerdem: Welcher Rettungshund zieht von Busch zu Busch und fällt bei
schlechter Laune Jogger an? Unsinn!
Natürlich bin auch ich gegen Gift im Fleisch für böse Hunde! Kann man nicht
einfach das Gift aus dem Fleisch lassen? Hunde essen auch ohne Gift diverse
Fleischsorten mit Vorliebe und sind dankbar für jeden Happen.
Natürlich nicht, wenn sie gut erzogen sind. Aber sind sie dass denn, wenn
sie Jogger probieren?

<verrückte these>
Ein Hund ist auch nur ein Mensch.
</verrückte These>

SCNR

Grüße,
Toralf.
--
http://www.tu-chemnitz.de/~toze

Peter Teichmann

unread,
Jun 30, 2001, 6:15:15 AM6/30/01
to

"Günther Rothenbücher" wrote:

> "Ingo Eichenseher" <in...@oaky.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:9hi83h$e66r2$1...@ID-67122.news.dfncis.de...


> > Hallo Leute,
> >
> > ich habe das Problem, daß sowohl ich als auch meine Frau beim
> > Joggen schon des öfteren von Hunden, na sagen wir ruhig angefallen
> > wurden. Es gab zwar zum Glück nie ernsthafte Verletzungen aber
> > die Vorfälle sind durchaus so, daß wir von den Hunden regelrecht
> > gestellt werden und erstmal mit dem Weiterlaufen warten müssen
> > bis sich die Besitzer bequemen etwas zu unternehmen, wenn sie
> > das überhaupt tun.
> > Ich persönlich bin inzwischen dazu übergegangen, solche Situationen
> > mit Pfefferspray zu beenden,
>

> Hallo Ingo,


>
> was glaubst Du was (Dir) passiert, wenn Du unseren Schäferhund
> (geprüfter Rettungshund, kenntlich an einer Rotkreuzplakette am
> Halsband) mit Deinem Pfefferspray außer Gefecht setzt und ihm
> womöglich das Augenlicht oder den Geruchsinn nimmst?

> Übrigens: Diensthunde unterliegen (zumindest bei uns) *nicht*
> der Anlein- und/oder Maulkorbpflicht.
> Ich verstehe ja die Angst gewisser [wertneutral] Menschen vor
> großen Hunden. Ich kenne aber auch die Freude gewisser
> Menschen, wenn ein solcher Hund einen seiner Verwandten
> nach einem Erdbeben (wie z.B. in der Türkei) unter den
> Trümmern findet. und ihm dadurch das Leben rettet.
> Es sei Dir ins Stammbuch geschrieben:


> "Es gibt bei den Hunden, wie bei den Menschen,
> Solche und Solche."
>

> Gruss Günther

Wenn er eurem Hund das antun muss, dann weiß ich nicht, was mit dir
passiert,
denn ein so gut ausgebildeter Hund fällt keinen Jogger an, ausser sein
Frauchen/Herrchen
hat ihm das befohlen, oder?

Ciao, Peter


Tom Berger

unread,
Jun 30, 2001, 6:27:06 AM6/30/01
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

>
> On Fri, 29 Jun 2001 18:32:38 +0200, Tom Berger <ber...@archtools.de> wrote:
>
> >
> ><unter der Hand getuschelt>: einige kleine Häppchen Gulaschfleisch mit
> >Strychnin gespickt wirken dauerhafter als Pfefferspray
>
> Warum sollte man die HUnde für die Fehler der Besitzer bestrafen?

Die Strychnin-Dosis müßte für die Hundehalter natürlich angepaßt werden.
Aber ob die so einfach nach 'nem Stück rohes Fleisch schnappen würden?

T:-)m Berger

Tom Berger

unread,
Jun 30, 2001, 6:25:47 AM6/30/01
to
Andreas Steiner schrieb:

> > Die Antwort hab' ich auch schon mal gekriegt. Namen des Polizisten geben
> > lassen, und ihn fragen, ob man ihn mit dieser Antwort in der
> > Lokalzeitung zitieren darf.
>

> Wenn ich dich erwischen würde wenn du sowas auslegst , würdest du die
> nächsten 4 Wochen im Krankenhaus verbringen !

Bist Du der Bulle, den ich zitieren würde? Und warum willst Du mich fürs
Auslegen der Tageszeitung verprügeln?

Tom Berger

Kurt Guenter

unread,
Jun 30, 2001, 7:21:22 AM6/30/01
to
"Andreas Steiner" <tu...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hj1c4$1ic$01$1...@news.t-online.com...

> Meinen Hund würdest du nur einmal mit Pfefferspray
> besprühen,

oh, ist der nicht erzogen und eine angriffslustige Bestie?

Kurt Guenter

unread,
Jun 30, 2001, 7:20:00 AM6/30/01
to
"Juergen Gerkens" <no-spa...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hit68$999$1...@news.online.de...

> Was kann der Hund dafür?

nix. Da ist der Halter gefragt und DER hat es zu unterbinden.

> Der Hund hatte dann die Angewohnheit jeden
> anzuspringen, was sie ihm nicht abgewöhnen
> konnten.

Wenn ich es als Halter weiss, dann habe ich ihn nicht dort freilaufen
zu lassen, wo andere Menschen sind.

Ich selbst mache manchmal Hundesitting und halte es für meine Aufgabe,
ihn am Mann zu halten, wenn ein Jogger naht, so dass er gar nicht erst
in Versuchung kommt, den Jogger anzuspringen.

Kurt Guenter

unread,
Jun 30, 2001, 6:26:18 AM6/30/01
to
"Günther Rothenbücher" <e-m...@pro-makler.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3b3ce85b$0$404$7d5a...@news.compuserve.de...

> Was ich jedoch nicht korrekt finde, ist, dass jemand in

> dieser NG Rettungs und Kampfhunde in einen Topf wirft,

Sie gehören in einen Topf, wenn sie sich so verhalten, wie in dem Fall
des Fragestellers. Aber ich glaube nicht, dass sich Rettungshunde UND
deren Halter sich so verhalten.

> ordentlich umrührt und mit Pfefferspray
> bzw. Rattengift auf alles losgeht was sich bewegt (oder bellt).

Es war mehr als bellen und bewegen!

Kurt Guenter

unread,
Jun 30, 2001, 6:11:25 AM6/30/01
to
"Günther Rothenbücher" <e-m...@pro-makler.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3b3cdfb5$0$404$7d5a...@news.compuserve.de...

> Weisst Du was die Ausbildung zum Rettungshund kostet?

das muss ich nicht wissen, wenn ich Gefahr auf meine Gesundheit
erkenne.

Aber was regst Du Dich auf? Ich glaube nicht, dass ein gut
ausgebildeter Rettungshund fremde Menschen 'anfällt' und nicht auf die
Kommandos vom Hundeführer hört.


Lars Friedrich

unread,
Jun 30, 2001, 8:35:08 AM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> schrieb:
>> Ich? Du wirfst doch alle in einen Topf.
>> Man sollte nicht Hunde mit Pfefferspray belästigen, sie könnten ja in
>> einem Notfall gebraucht werden...
>Solche Hunde erlauben sich üblicherweise nicht viel mehr (ausser, dass
>sie auch in Gegenden mit Leinenzwang ohne laufen dürfen.
>Diese Tiere erkennt man, da sie üblicherweise eine entsprechende
>Kennmarke (relativ gut erkennbar auch auf Entfernung) tragen, wie
>Günther bereits schrieb.

Was erkennt man? Das sie eine rote Marke tragen? Das sie ausgebildete
Rettungshunde sind? Das sie ungefährlich sind?

Lars Friedrich

unread,
Jun 30, 2001, 8:37:12 AM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> schrieb:
>Wer keinen Kontakt haben will, der meide ihn. Wer sich nicht sicher ist,
>wie er zu verfahren hat, der gehe aus dem Weg oder bitte den Tierhalter
>darum. Nur ist das eigene Ausweichen meist einfacher zu bewerkstelligen,
>denn für jemanden, der ein Tier beaufsichtigt. Oder erwartest Du auch,
>dass ein Mutter mit spielenden Kindern Dir aus dem Weg geht? Die hat es
>im Endeffekt auch schwerer, da sie ihre laufenden Meter beaufsichtigen
>muss / an die Hand nehmen muss oder so - nur, damit Du geradeaus
>weitergehen kannst statt einen Bogen zu schlagen.

Ich weiss nicht in welcher Gegend du lebst, aber hier beissen Kinder keine
Jogger.

Silvia Seyfarth

unread,
Jun 30, 2001, 9:06:55 AM6/30/01
to
Hallo,

Tom Berger schrieb:
>
> Ingo Eichenseher schrieb:
>
> > Wie kann man gegen diese Art von Belästigung vorgehen.


>
> <unter der Hand getuschelt>: einige kleine Häppchen Gulaschfleisch mit
> Strychnin gespickt wirken dauerhafter als Pfefferspray

... aber wie kriegst Du diese Sorte Hundehalter dazu, die
Gulaschhäppchen zu essen?

Gruß

Silvia

Marcus Troester

unread,
Jun 30, 2001, 9:48:55 AM6/30/01
to
"Tom Berger" <ber...@archtools.de> schrieb:

*gg*

Ähm mal so ne Frage nebenbei...
Ist das nicht relativ gut nachweisbares anrohen eines Übels?
oder wie nennt man einen solchen tatbestand?

Gruß Marcus

Tom Berger

unread,
Jun 30, 2001, 10:16:23 AM6/30/01
to
Marcus Troester schrieb:

> Ähm mal so ne Frage nebenbei...
> Ist das nicht relativ gut nachweisbares anrohen eines Übels?
> oder wie nennt man einen solchen tatbestand?

man könnte die Frage noch etwas weiter fassen:

Ist das Halten eines Hundes nicht gleichzusetzen mit der Androhung eines
empfindlichen Übels?

T:-)m Berger

Reinhard Zwirner

unread,
Jun 30, 2001, 10:37:44 AM6/30/01
to
Guido Busch schrieb:
>
...

>
> Wer keinen Kontakt haben will, der meide ihn. Wer sich nicht sicher ist,
> wie er zu verfahren hat, der gehe aus dem Weg oder bitte den Tierhalter
> darum.

Hallo Guido,

Du kannst Dir sicher sein: _ich_ will keinen Kontakt! Ich will einfach
in
Ruhe auf dem Weg joggen. Der Kontakt wird mir durch den Hund
aufgezwungen,
der sich mir in den Weg stellt.

> Nur ist das eigene Ausweichen meist einfacher zu bewerkstelligen,
> denn für jemanden, der ein Tier beaufsichtigt. Oder erwartest Du auch,
> dass ein Mutter mit spielenden Kindern Dir aus dem Weg geht? Die hat es
> im Endeffekt auch schwerer, da sie ihre laufenden Meter beaufsichtigen
> muss / an die Hand nehmen muss oder so - nur, damit Du geradeaus
> weitergehen kannst statt einen Bogen zu schlagen.

Erstens habe ich, wie auch Lars, noch von keinem Fall gehört, wo ein
Jogger
von einem Kind gebissen wurde. Zweitens wird, wie ich es selbst schon
erlebt habe, der Hund nicht stehenbleiben, wenn der Jogger ausweicht,
sondern
wird sich auch auf dem Ausweichweg in den Weg stellen:

Jogger kommt angelaufen, Hund stellt sich in den Weg. Jogger hält an,
macht
einen Schritt zur Seite, will weiterlaufen. Geht nicht, weil Hund
ebenfalls
einen "Schritt" zur Seite macht und weiterhin den Weg versperrt ...
(selbst erlebt, Hundehalter stand tatenlos daneben und sah zu!).

Im übrigen hat Ingo in seinem Posting geschrieben, daß es sich offenbar
um
Hunde von Nichtseßhaften handelt, die sich über solche Situationen noch
amüsieren.

> Der Mensch ist doch angeblich ein kommunikatives Wesen - also was
> hindert ihn daran mit dem anderen Kontakt aufzunehmen?

Der Kontakt mit solchen Personen wird dann sehr erfolgreich sein ...

> Warum wird
> geschwiegen und hinterher gesagt, die anderen wollen einem seine
> Verhaltensweisen aufzwingen?

Wer zwingt hier wem was auf?

Kopfschüttelnd,

Reinhard

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 10:34:36 AM6/30/01
to
lars.fr...@generalmail.net (Lars Friedrich) writes:

>Was erkennt man? Das sie eine rote Marke tragen? Das sie ausgebildete
>Rettungshunde sind? Das sie ungefährlich sind?

Dass sie eine rote Marke tragen. So man es denn erkennt.

Ich werde auf jeden Fall nicht erst das Halsband untersuchen, wenn
mich ein Hund anfällt.

Ansonsten bin ich der Meinung, dass der Spruch "Der will nur spielen"
generell mit 50 DM Bussgeld belegt werden sollte.

Dietmar

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 10:41:07 AM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> writes:

>Tja, "regelrecht gestellt werden" - ist für mich keine
>Definition. Das kann er genau so gut darauf anwenden, wenn er
>irgendwo langläuft, ein Hund vom Rand auf den Weg geht und ihn
>ansieht ... dann muss er anhalten, ist also gestellt und verpasst dem
>Tier eine Ladung Pfefferspray -

"Regelrecht gestellt", ich würde sagen der Hund behindert ihn am
weiterlaufen.

Nachdem niemand so recht sagen kann was der Hund als nächstes macht,
würde ich schon sagen dass er bedroht wird.

Dietmar

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 10:57:03 AM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> writes:

>Veröffentlicht doch "Tom Berger" folgendes:

>> Ja wo leben wir denn? Seit wann innerhalb der letzten 10.000 Jahre
>> müssen denn Kinder wieder die Grenzen eines Hundes respektieren?

>Das ist richtig - und nicht nur in Bezug auf Hunde; eher schon im
>Bezug auf alle Tiere! Oder bist Du evtl. auch für den Maulkorb für
>Pferde, weil öfter mal ein Kind, dass nicht weiß wie man ein Pferd
>streichelt/füttert oder wann man es in Ruhe lassen sollte - gebissen
>wurde?

Hier gehts um Bedrohung durch Hunde. Und nicht um Leute die in
gesicherte Bereiche (Koppel) eindringen und sich da idiotisch
aufführen.

>> Die Viecher sind mir absolut egal, meine Wut richtet sich gegen
>> diejenigen, die man auch nach allgemeiner Auffassung als
>> intellektbegabte "Individuen" auffassen muß: die Hundehalter.

>Das ist genau das, was manche nicht verstehen oder nicht verstehen
>wollen! Den Hund zum Haustier entwickelt hat der Mensch - aus dem
>friedlichen Tier wieder eine Gefahr entwickelt hat der Mensch - die
>Rücksichtnahme den anderen gegenüber verloren hat der Mensch - usw
>usf

Ich hab keinen Hund zu gar nix entwickelt. Du mögest mir also Dein
Tierchen vom Leib halten, oder ich übernehm das für Dich.

>Die Hunde können in den meisten Fällen gar nichts dafür; ausser sie
>werden in ihren Instinkten getroffen (Missachtung ihrer Warnsignal,
>wenn genervt sozusagen - ein Mensch würde dann auch anfangen zu
>streiten oder gar eine Schlägerei anfangen).

Es ist mir herzlich egal, wer hier für was was kann. Wenn mich ein
Hund anfällt, geht es um meinen Arsch. Und da wird *jeder*, Hund
incl. Halter, den Kürzeren ziehen.

Wenn ein Hundehalter sein Tier nicht ordentlich erzieht ist das
traurig. Aber garantiert nicht mein Problem und schon gar nicht meine
Schuld.

Und wenn der Hund mit dem Verhalten von Menschen nicht klarkommt: An
die Leine.

Dietmar

Frank Weitz

unread,
Jun 30, 2001, 1:34:38 AM6/30/01
to
On Fri, 29 Jun 2001 21:09:07 +0200, "Günther Rothenbücher"
<e-m...@pro-makler.de> wrote:


>> Ich persönlich bin inzwischen dazu übergegangen, solche Situationen
>> mit Pfefferspray zu beenden,
>
>Hallo Ingo,
>
>was glaubst Du was (Dir) passiert, wenn Du unseren Schäferhund
>(geprüfter Rettungshund, kenntlich an einer Rotkreuzplakette am
>Halsband) mit Deinem Pfefferspray außer Gefecht setzt und ihm
>womöglich das Augenlicht oder den Geruchsinn nimmst?
>Übrigens: Diensthunde unterliegen (zumindest bei uns) *nicht*
>der Anlein- und/oder Maulkorbpflicht.

mannomann Günther...

Du schreibst hier so einen Schei**, das kann nicht sein.
INgi schribe von Hunden, deren Besitzer, nennen wir es mal so,
Penner sind und das ganze scheinbar zum Spass machen.
Mit Normalen Hunden normaler Besitzer hatte er keine Probleme.

Und ich glaube kaum, dass Dein ausgebildeter Hund einen Jogger
stellt wie irgendeine Beute!?

Frank


Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 11:09:38 AM6/30/01
to
"Ingo Eichenseher" <in...@oaky.de> writes:

Anzeige, bevorzugt von mehreren Personen, dann sollte sich schon was
tun.

Wenn das nichts wirkt: Die Hunde habe doch sicher keine Steuermarke,
oder?

Dietmar

Lars Friedrich

unread,
Jun 30, 2001, 11:20:04 AM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> schrieb:

>> Was erkennt man? Das sie eine rote Marke tragen? Das sie ausgebildete
>> Rettungshunde sind? Das sie ungefährlich sind?
>Also wenn man diese Marken sieht, erkennt man sie;

Gut. Und?

>sich stark von den üblichen Steuer-/Impfmarken. Bei solchen Hunden kann
>man davon ausgehen, dass sie friedlich sind und bleiben.

Das einzige wovon ich ausgehen kann, ist dass der Hund eine rote Marke
trägt.

Andreas Steiner

unread,
Jun 30, 2001, 11:29:45 AM6/30/01
to
Guido Busch wrote:

> Veröffentlicht doch "Tom Berger" folgendes:
>

>> ... und das müssen sie ja auch nicht. Das Problem ist, Hundehalter
>> wollen dem Rest der Bevölkerung diesen Umgang aufzwingen.
>
> Und der Rest der Bevölkerung den Hundehaltern ihren Willen ... wo lebst
> Du bitte?
> Es ist ja nun mal so, dass der Mensch in seiner Gesamtheit alle
> möglichen Tierarten domestiziert hat und sich dann (so ist der Mensch
> nun mal) in Lager gespalten hat. Schlicht gesagt "Jedem das sein".
> Nur ist es für mich unverständlich, warum hier der (angeblich) gesunde
> Menschenverstand - also das Verhalten jedwegem Tier gegenüber - einem
> durch Hundehalter aufgezwungen werden sollte.


>
> Wer keinen Kontakt haben will, der meide ihn. Wer sich nicht sicher ist,
> wie er zu verfahren hat, der gehe aus dem Weg oder bitte den Tierhalter

> darum. Nur ist das eigene Ausweichen meist einfacher zu bewerkstelligen,


> denn für jemanden, der ein Tier beaufsichtigt. Oder erwartest Du auch,
> dass ein Mutter mit spielenden Kindern Dir aus dem Weg geht? Die hat es
> im Endeffekt auch schwerer, da sie ihre laufenden Meter beaufsichtigen
> muss / an die Hand nehmen muss oder so - nur, damit Du geradeaus
> weitergehen kannst statt einen Bogen zu schlagen.
>

> Der Mensch ist doch angeblich ein kommunikatives Wesen - also was

> hindert ihn daran mit dem anderen Kontakt aufzunehmen? Warum wird


> geschwiegen und hinterher gesagt, die anderen wollen einem seine
> Verhaltensweisen aufzwingen?
>

> Guy B.
>

Dem stimme ich voll zu !
--

Eric Wick

unread,
Jun 30, 2001, 9:28:46 AM6/30/01
to
Ingo Eichenseher wrote:

> Seit dem weiß ich, daß nur eines hilft. Im zweifel muß man einfach
> der Stärkere sein, d.h. so traurig es ist, die besseren Waffen
> haben.

Zumal in Deutschland jeder Hundeführer das Recht in die eigene Hand
nimmt, selbst wo es vorgeschrieben ist, wird keine Leine benutzt.
Ebenso wird die Kampfhundeverordnung in keinster Weise ernst
genommen. Die "Lieblinge" dürfen alles, auch ohne Beaufsichtigung
herumtollen und Menschen attackieren. Naja und dann gibts noch
Hundehalter die Minderjährige Steppkes mit dem Tier gehen lassen, der
Nachwuchs spielt dann auch mal "Faß" bei Fußgängern.

> Regeln, der hat meiner meinung nach wirklich keine Ahnung von
> Hunden.

Kann ich nur unterstreichen, der Abkömmling des Wolf kennt nur Beute,
Rudelführer und Untergebene. Dazwischen schaltet er schneller um als
man denken kann.

> Ich will doch nicht um ein 20m langes Wegstück unbelästigt
> entlangzulaufen zum Hundeausbilder werden.

Blättere etwas zurück, vor ein paar Wochen habe ich hier das Thema
freilaufender Hunde gehabt. Die blockieren einen öffentlichen Weg und
lassen niemanden passieren. Aufsichtspersonen nicht erreichbar, da
kann sonstwas passieren wenn Kleinkinder vorbeikommen......

> nicht mehr belästigt. Und ich verwende es garantiert nur im
> absoluten Notfall.

Ich wette die merken sich das, beim nächstenmal wirst Du aus dem
Hinterhalt angefallen:-(

> Stimmt einfach nicht. Es sei denn du betrachtest ein ganzes Flußufer
> samt Spielplätzen und Spazierwegen als Revier.

Ein Hund ohne Aufsichtsperson tut das, alles in seinem Sicht- und
Riechbereich ist das Revier.

> Deshalb weiß ich auch, daß bei bestimmten Exemplaren einfach etwas
> nicht stimmt und dieses ganze Gerede nichts nützt.

Vor allem weil die Halter uneinsichtig sind. Ein Hund kann jeder
haben, die Verantwortung dafür übernehmen tun aber die wenigsten....

Gruß
Eric
--
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SN-Newsserver, Netzwerk, Digi-Fotografie, Speeddragon, LCD
http://ew-tech.bei.t-online.de : Maillimit 2.5MB

Christian Ehmann

unread,
Jun 30, 2001, 11:00:56 AM6/30/01
to
Juergen Gerkens wrote:
>
> Christian Ehmann schrieb,
>
>
> >Als mein Vater es mal wagte, eine Dame zur
> >Rede zu stellen, deren Hund gerade gemütlich in unseren Vorgarten
> >kackte, erntete er einen mitleidigen Blick und den Kommentar "Sie armer
> >Mensch!".
>
> Jau, so einen hatten wir hier auch mal. Der hat seinen Hund an der Leine
> mitten in die Eingänge kacken lassen. Aber ich habe in der Garage den
> Streueimer mit Granulat für den Winter stehen, prompt die Schaufel dafür
> zur Hand gehabt, dem Halter das Resultat hinterher getragen und mit den
> Worten "Fang!" zugeworfen.
>
> Hat er geschafft! ;-)
>
> Regt den Kreislauf an, fördert die Durchblutung und führt umgehend zum
> Umdenken!
>

LOL, auch ne Möglichkeit...naja, die Nachbarin kannte die Dame. Wir
haben Ihr ihr vergessenes / verlorenes Eigentum dann vorbeigebracht und
ordnungsgemäß in den Briefkasten deponiert. Hat aber, so fürchte ich,
nicht wirklich zum Umdenken geführt - _unser_ Vorgarten blieb halt
seither _von diesem_ Hund verschont. Ein leidiges Thema, eigentlich ist
bei dieser Hundekiste jedes Wort zuviel.
Aber was will man in einem Land machen, in dem der Tierschutz
(emotional, in der Öffentlichkeit) deutlich höher bewertet wird als der
Menschen-/Kinderschutz...

Gruß
Christian

Günther Rothenbücher

unread,
Jun 30, 2001, 11:47:45 AM6/30/01
to

"Peter Teichmann" <Peter.T...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B3DA6B3...@gmx.de...
Im Prinzip hast Du recht. Nur eben nicht bei einem Rettungshund, der
übrigens
alle Jahre seine Prüfung wiederholen muss.
Ein *ausgebildeter* Rettungshund würde sein Herrchen/Frauchen nur anschauen
und sich fragen was das soll. Er kennt keinen derartigen Befehl und darf ihn
auch
nicht kennen. Was will ich denn mit einem beissenden Rettungshund? Wir
wollen
doch helfen, nicht verletzen.
Übrigens schau dir mal heute die Nachrichten an. In der Nähe von Bremen sind
Kollegen (mit ach so bösen Hunden) wieder einmal auf der Suche nach einem
vermissten 9-jährigen Mädchen.

Gruss Günther


Tom Berger

unread,
Jun 30, 2001, 11:53:30 AM6/30/01
to
Andreas Steiner schrieb:

> > Der Mensch ist doch angeblich ein kommunikatives Wesen - also was
> > hindert ihn daran mit dem anderen Kontakt aufzunehmen? Warum wird
> > geschwiegen und hinterher gesagt, die anderen wollen einem seine
> > Verhaltensweisen aufzwingen?
>

> Dem stimme ich voll zu !

Hab' ich schon versucht! Was hab' ich auf den Hundehaufen eingeredet, er
solle sich doch nicht so übers ganze Trottoir verschmieren, und mir doch
ein bißchen Platz zum Vorbeilaufen lassen. Aber nein, er hat sich keinen
Millimeter fortbewegt - erst als ich in ihn reingetreten war und er an
meinen Schuhen klebte, da gings dann plötzlich!

Tom Berger

Andreas Steiner

unread,
Jun 30, 2001, 11:58:41 AM6/30/01
to
Tom Berger wrote:

Sont hast du keine Probleme oder ?
--

Tom Berger

unread,
Jun 30, 2001, 11:59:04 AM6/30/01
to
Andreas Steiner schrieb:

> Sont hast du keine Probleme oder ?

Doch, die wären hier aber OT.

Tom Berger

Michael Kallweitt

unread,
Jun 30, 2001, 12:27:25 PM6/30/01
to
Andreas Steiner <tu...@gmx.de> writes:

> In so einem Fall nehm ich die Anzeige wegen Körperverletzung gerne
> in kauf.

Du hast "das Recht meines Hundes auf freie Entfaltung seiner
'Persönlichkeit' ist mir wichtiger als die körperliche Unversehrtheit
meiner Mitmenschen" etwas umständlich ausgedrückt.

FOAD.

--
http://home.pages.de/~M.Kallweitt/

Christian Berger

unread,
Jun 30, 2001, 12:21:52 PM6/30/01
to
><verrückte these>
>Ein Hund ist auch nur ein Mensch.
></verrückte These>


<Noch verrücktere These>
Hunde sind die besseren Menschen
</Noch verrücktere These>

Sollen manche Menschen anscheinend ernst meinen.

Grüße, Chris


--
no logo

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 30, 2001, 1:46:51 PM6/30/01
to
On 30 Jun 2001 16:34:36 +0200, Dietmar Hoelscher <nutz...@dhoelscher.de>
wrote:

>
>Ansonsten bin ich der Meinung, dass der Spruch "Der will nur spielen"
>generell mit 50 DM Bussgeld belegt werden sollte.

ACK. Niemand muß tolerieren, von meinem Hund belästigt zu werden. Wenn mein
HUnd dazu nicht gut genug erzogen ist, muß er an die Leine.


Bye

woffi

--
Science may be described as the art of
systematic oversimplification.
- Karl Popper

Lars Friedrich

unread,
Jun 30, 2001, 2:09:04 PM6/30/01
to
"Günther Rothenbücher" <e-m...@pro-makler.de> schrieb:

>Übrigens schau dir mal heute die Nachrichten an. In der Nähe von Bremen
>sind Kollegen (mit ach so bösen Hunden) wieder einmal auf der Suche nach
>einem vermissten 9-jährigen Mädchen.

Du bist wirklich zu beschränkt es zu schnallen, oder?

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 2:15:03 PM6/30/01
to
Wolfgang Krietsch <wkri...@gmx.de> writes:

>>Ansonsten bin ich der Meinung, dass der Spruch "Der will nur
>>spielen" generell mit 50 DM Bussgeld belegt werden sollte.

>ACK. Niemand muß tolerieren, von meinem Hund belästigt zu
>werden. Wenn mein HUnd dazu nicht gut genug erzogen ist, muß er an
>die Leine.

Eben. Nix gegen Hunde, aber ein verantwortungsbewusster Umgang ist
angesagt. Und wenn ich mir den durchschnittlichen Hundebesitzer
ansehe, bin ich doch für einen Hundeführerschein. Bei kleinen Hunden
zum Wohl des Tieres, bei großen zum Schutz der Umgebung.

Dietmar

Kurt Guenter

unread,
Jun 30, 2001, 3:50:01 PM6/30/01
to
"Dietmar Hoelscher" <nutz...@dhoelscher.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9hl14...@dhoelscher.de...

> Wenn das nichts wirkt: Die Hunde habe doch sicher keine
> Steuermarke, oder?

Aber klar doch. Gibt's für bestimmte Personengruppen kostenlos bei der
Stadt/Gemeinde.


Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 4:17:42 PM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> writes:

>Es muss nicht gleich das eindringen sein; die Pferde können über die
>Einzäunung weg ihren Kopf hinhalten und was ist mit freilaufenden
>Katzen, die einen kratzen.

Du hast beissende Ratten und kackende Möwen vergessen.

Weder von kratzenden (Haus)Katzen, noch von über die Koppel
schnappenden Pferden geht eine nennenswerte Gefahr aus. Zumindest
keine, vor der man sich nicht in kürzester Zeit in Sicherheit bringen
kann.

>> Ich hab keinen Hund zu gar nix entwickelt.

>Du bist kein menschliches Wesen? Wo liegt dann Deine Abstammung? Es
>war wie gesagt fast die Gesamtheit der homo-s-Gruppe, die mit dem
>Domestizieren angefangen hat - also sollten sich die entwickelten
>pro/contra-Lager doch wohl besser als mit solchen Pauschalierungen
>begegnen können, oder?

Die Argumentation ist Quatsch. Hunde sind Hunde und Halter sind
Halter. Wodurch sie was geworden sind intressiert in dem Zusammenhang
niemand. Es intressiert hier lediglich was ist und wann eine
Bedrohung besteht.

>> Du mögest mir also Dein Tierchen vom Leib halten, oder ich übernehm
>> das für Dich.

>Ist bei entsprechender Situation ja auch das Recht eines jeden - habe
>ich das bestritten? Ich bin nur vehement gegen die
>Verallgemeinerungen hier!

Welche Verallgemeinerung? Dass die menschliche Unversehrtheit über dem
natürlichen Verhalten der Hunde steht? Ja, auf der bestehe ich.

>> Wenn ein Hundehalter sein Tier nicht ordentlich erzieht ist das
>> traurig. Aber garantiert nicht mein Problem und schon gar nicht
>> meine Schuld. Und wenn der Hund mit dem Verhalten von Menschen
>> nicht klarkommt: An die Leine.

>Und, setzt Du Dich für ordentliche Vorschriften ein? Machst Du
>Eingaben? Beteiligst Du Dich aktiv in der örtlichen Legislative?

Weil, wenn man das nicht macht hat man ja kein Recht auf ne Meinung,
oder wie darf ich das lesen?

>Wenn genug Leute das machen würden oder sich zumindest öffentlich,
>nachdrücklich und auf Dauer dafür einsetzen würden, dann hätte diese
>und die Halter umgänglicher Tiere weniger Probleme - die hätten dann
>eher jene, von denen es auch "zu erwarten war" (bzw die heutzutage
>für Ärger verantworlich sind).

>Nein, wahrscheinlich beschränkst Du Dich auf die Kommentare hier -
>oder?

Aber nicht doch. Ich bete auch noch täglich für den Frieden und denke
zu Weihnachten an die Caritas.

Dietmar

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 4:33:02 PM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> writes:

>Veröffentlicht doch "Dietmar Hoelscher" folgendes:

>> "Regelrecht gestellt", ich würde sagen der Hund behindert ihn am
>> weiterlaufen.

>Ja, und dann? Dann legt der Hund sich hin und ignoriert den Menschen
>- aber der geht halt präventiv auf den "agressiven Hund" mit
>Pfefferspray los.

Wie kommst Du jetzt auf einen friedlich rumliegenden Hund? Wen
behindert der?

Auch wenn der Hund nur um den Jogger rumspringt, woher soll der Wissen
dass das Tier "nur spielen" will? Der Hundehalter ist verpflichetet
dafür zu sorgen dass sich niemand bedroht fühlen muss.

>Es ist wie üblich eine Situation, die man leider nur vor Ort nach
>eigenem Wissensstand wirklich (bestmöglich) beurteilen kann - aber
>hier, da zwingen alle Hundehalter einem ihren Willen auf, Tiere, die
>auch nur ein wenig auf einen zukommen bedrohen etc ... das stört mich
>an der Sache hier!

Die Situation wurde ausreichend geschildert und wirkt bedrohlich.
Wenn der Halter auf die Aufforderung die Situation zu entschärfen
nicht reagiert, oder nicht anwesend ist braucht sich niemand über den
"Präventivschlag" zu wundern.

Dietmar

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 30, 2001, 4:34:21 PM6/30/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 17:01:23 +0200, Guido Busch <Gu...@eadrax.de> wrote:

>Aber wenn Du wieder auf Jogger kommst; Kinder laufen einen sehr gerne
>unvermittelt in den Weg (ob ich nun zu Fuß, mit Rad oder sonst wie
>unterwegs bin), schmeissen oft mit Dingen um sich (und treffen auch
>schon), sind in grösseren Zahlen anzutreffen in den Parks und
>"belästigen" mich nicht alleine schon der Überzahl wegen _erheblich_
>öfter als Hunde.

Und D kennst Leute, die in Gegenwart von Kindern wirklich Angst um Ihre
Gesundheit haben? Und Du kennst Kinder, die wirklich Leute angreifen? Und
Du willst wirklich Kinder und Hunde gleichsetzen?

Deine Einstellung ist einder der Gründe, daß Hundebesitzer einen schlechten
Ruf haben.

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 30, 2001, 4:30:35 PM6/30/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 15:28:46 +0200, Eric Wick <eric...@gmx.de> wrote:


>Ebenso wird die Kampfhundeverordnung in keinster Weise ernst
>genommen.

Wenn man ein funktionierendes Hirn hat, kann man diese Verordnung auch
nicht ernst nehmen - selbet wenn man sich gezwungenermaßen daran hält.

>Ein Hund ohne Aufsichtsperson tut das, alles in seinem Sicht- und
>Riechbereich ist das Revier.

Unsinn.

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 30, 2001, 4:37:06 PM6/30/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 16:37:44 +0200, Reinhard Zwirner
<reinhard...@t-online.de> wrote:

>Jogger kommt angelaufen, Hund stellt sich in den Weg. Jogger hält an,
>macht
>einen Schritt zur Seite, will weiterlaufen. Geht nicht, weil Hund
>ebenfalls
>einen "Schritt" zur Seite macht und weiterhin den Weg versperrt ...

Wobei noch hinzukommt: Hunde haben einen mehr oder weniger stark
ausgeprägten Jagdsinn, und bei einem Hund, der so schlecht erzogen ist,
würde ich mich nicht darauf verlassen, daß dessen Jagdtrieb sich nicht auch
auf JOgger bezieht. Und fast jeder Hund ist schneller als fast jeder
Jogger.

>(selbst erlebt, Hundehalter stand tatenlos daneben und sah zu!).

Was eine Unverschämtheit ist.

Wolfgang Krietsch

unread,
Jun 30, 2001, 4:39:55 PM6/30/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 14:23:40 +0200, Guido Busch <Gu...@eadrax.de> wrote:

>Veröffentlicht doch "Ingo Eichenseher" folgendes:
>
>
>> Auskunft des Ordnungsamtes: Freilaufende Hunde sind erlaubt.
>
>Ich will weder dem Ordnungsamt Unwissenheit, noch Dir eine fehlerhafte
>Fragestellung unterstellen, aber ich kann es mir wirklich kaum
>vorstellen.

Warum nicht? Das Problem sind nicht freilaufende, sondern schlecht erzogene
Hunde. Möglicherweise sind nicht in allen Ordnungsämtern die
Verantwortlichen zu dumm das zu erkennen.

Dietmar Hoelscher

unread,
Jun 30, 2001, 4:40:27 PM6/30/01
to
"Kurt Guenter" <KeineW...@epost.de> writes:

>> Wenn das nichts wirkt: Die Hunde habe doch sicher keine
>> Steuermarke, oder?

>Aber klar doch. Gibt's für bestimmte Personengruppen kostenlos bei
>der Stadt/Gemeinde.

"Bestimmte Personengruppen" kümmern sich da auch mal nicht so intensiv
drum. Ist schonmal ne Möglichkeit.

Dietmar

Tom Berger

unread,
Jun 30, 2001, 4:53:16 PM6/30/01
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Warum nicht? Das Problem sind nicht freilaufende, sondern schlecht erzogene
> Hunde.

Da bin ich anderer Ansicht, und die verteidige ich nicht nur in
Diskussionen, sondern auch gegenüber freilaufenden Hunden im Park. Nicht
jedermann kann das Gefährdungspotential durch einen freilaufenden Hund
einschätzen, vermutlich nicht einmal immer und unter allen Umständen der
Halter selbst. Zu allerletzt kann man dies von Joggern oder
beispielsweise spielenden Kindern erwarten. Und weil das nun mal so ist,
und weil der vernünftige Umgang von Menschen untereinander auch mit
einschließt, daß man sich gegenseitig nicht nur nicht gefährdet, sondern
sich auch nicht unnötig in Angst versetzt, haben Hunde überall dort, wo
sie mit einiger Wahrscheinlichkeit fremden Menschen begegnen könnten,
angeleint zu sein.

Tom Berger

Lars Friedrich

unread,
Jun 30, 2001, 6:06:02 PM6/30/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> schrieb:

>> Das einzige wovon ich ausgehen kann, ist dass der Hund eine rote Marke
>> trägt.
>Solche Hunde sind bestens "erzogen"

Hunde, die rote Marken tragen?
Das sind Hunde die rote Marken tragen.

Juergen Gerkens

unread,
Jun 30, 2001, 6:49:06 PM6/30/01
to

Eric Wick schrieb,

>Zumal in Deutschland jeder Hundeführer das Recht in die eigene Hand
>nimmt, selbst wo es vorgeschrieben ist, wird keine Leine benutzt.
>Ebenso wird die Kampfhundeverordnung in keinster Weise ernst
>genommen. Die "Lieblinge" dürfen alles, auch ohne Beaufsichtigung
>herumtollen und Menschen attackieren.

... jeder ..., ... keine ..., ... keinster ...., ... alles ...

Was man von so einer anmaßend vorurteilbehafteten paschalen und definitiv
falschen Aussage zu halten hat, müßte in der Tat *jeder* wissen.

>Ich wette die merken sich das, beim nächstenmal wirst Du aus dem
>Hinterhalt angefallen:-(

Blödsinn, allerdings beißen sie dann sehr wahrscheinlich sofort zu, wenn
sie sich bedroht fühlen.

>Ein Hund ohne Aufsichtsperson tut das, alles in seinem Sicht-
>und Riechbereich ist das Revier.

[ ] Hier kennt sich aber einer aus!


Das ist so, wie auch pauschal riesengroßer Blödsinn!

> Deshalb weiß ich auch, daß bei bestimmten Exemplaren einfach etwas
> nicht stimmt und dieses ganze Gerede nichts nützt.


Stimmt und wenn der Halter das selbst nicht einzuschätzen weiß - das
Verhalten seines Hundes gegenüber anderen Menschen sollte jeder kennen -
hat der in der Tat auch so einige Probleme. Dennoch gibt es aber genug
Hunde, auch große, die man mit gutem Gewissen frei laufen lassen kann.
Das größte Problem ist dort, wenn sie nicht auf's Wort hören und Unfälle
verursachen könnten. Das Risiko ist viel größer, als daß so ein Hund mal
jemanden beißt.

Und mal ein paar Fakten: Viele Eltern dramatisieren das Problem sehr. Ist
sicher auch pervers, wenn ein Tier ein Kind zerfleischt, weil der Halter
sich 'ne Kampfmaschine als Waffe hält.

Dennoch sollte man Kindern Respekt vor Hunden beibringen. Dazu gehört
aber auch, daß sie friedliche Hunde nicht als Stofftier betrachten. Wenn
sie mit fremden Hunden genau so respektlos umgehen, wie es der eigene
Hund noch zuläßt, kann das mächtig ins Auge gehen.

Nur Kinder, die Tiere und deren Grenzen respektieren, können damit
umgehen.

>Vor allem weil die Halter uneinsichtig sind. Ein Hund kann jeder
>haben, die Verantwortung dafür übernehmen tun aber die wenigsten....

Das ist in der Tat wirklich ein Problem. Bei auffälligem Verhalten von
Hund und Halter sollte da in der Tat schneller reagiert und gehandelt
werden. Aber nicht nur, weil mal ein cholerischer Hundehasser übereifrig
petzt. Dazu sollten schon Anzeigen verschiedener Personen vorliegen oder
durch mehrere unabhängige Zeugen bestätigt werden.

Ansonsten kann jeder Idiot durch einer simple Anzeige jemand anderem
seinen netten Familienhund abnehmen lassen, weil im dessen Nase nicht
paßt. Auch das ist nicht ok.

Bis denne
Jürgen

Juergen Gerkens

unread,
Jun 30, 2001, 7:36:10 PM6/30/01
to

Christian Ehmann schrieb,

>LOL, auch ne Möglichkeit...naja, die Nachbarin kannte die Dame. Wir
>haben Ihr ihr vergessenes / verlorenes Eigentum dann vorbeigebracht und
>ordnungsgemäß in den Briefkasten deponiert. Hat aber, so fürchte ich,
>nicht wirklich zum Umdenken geführt - _unser_ Vorgarten blieb halt
>seither _von diesem_ Hund verschont. Ein leidiges Thema, eigentlich ist
>bei dieser Hundekiste jedes Wort zuviel.

Elektrozäune arbeiten nach einen bestimmten Prinzip. Über einen
begrenzten Strom wird ein Kondensator langsam bis auf eine bestimmte
Spannung aufgeladen. Auch dessen Kapazität ist vorgeschrieben, d.h. der
Stromstoß, den man sich bei Berührung einfängt, effektiv von dessen
Kapazität abhängig. Fachleute wissen auch, wo sie diese Werte / Normen
finden und wie einfach sie so eine Schaltung so herstellen können, daß
sie keine Gefahr darstellt. Ein Zelthering als Erdung, ein Trenntrafo,
ein gut versteckter und gegen sonstige Berührung geschützer hauchdünner
Draht als Pisselektrode, ...

Viel mehr möchte ich nicht verraten, bei unsachgemäßen Basteleien kann es
Tote geben.

Nur so viel: Die Kapazität von zwei parallel geschalteten Kondensatoren
addiert sich. Rate mal, was passiert, wenn man einen Kondensator aus
einer alten Waschmaschine, eine Stück Draht und böse Gedanken hat und ...
;-)

>Aber was will man in einem Land machen, in dem der Tierschutz
>(emotional, in der Öffentlichkeit) deutlich höher bewertet wird als der
>Menschen-/Kinderschutz...

Die Verhältnisse müssen natürlich stimmen. Nebenan wird auch die Straße
blockiert, bis die beiden Lieblinge mit ihren Schleifchen im Fell 10
Meter vom Auto ins Haus getragen (!) wurden und Frauchen wieder "Zeit
hat", ihre Kiste gegenüber, d.h. 3 Meter weiter in Gegenrichtung auf der
anderen Straßenseite zu parken.

Die Plüschtiere lagen schon bis auf meinem Rasen. Inzwischen mähe ich da
auch schon mal drüber. Vorletztes Jahr haben die 8noch zu dritt) jeden
Wochentag zwischen 10 und 17 Uhr durch gebellt, wenn "Mama" weg war, d.h.
ihre "Lieblinge" nicht mit zur Arbeit nehmen konnte. Da konntest Du dir
auch den Mund fusselig sabbeln. Alle vier Woche bin ich in der
Nachschicht auf dem Zahnfleisch gegangen und einmal war ich so weit, daß
fast eingebrochen wäre und die Tiere trotz aller tierliebe fast
erschlagen hätte. Nach Terminen tagsüber, Nachtschicht, tagsüber
Hundegebell, wieder Nachtschicht, wieder Hundegebell, war ich so am Ende,
daß ich dann aber doch unrasiert und nur mit Jacke über und Wunt im Bauch
unter dem Schlafanzug zum Ordnungsamt bin.

Die reagierten verständnisvoll und prompt, das half aber trotzdem nur
kurz. Aber seitdem "ihre Mama" früh um 3 los muß und mal erfahren hat,
daß auch andere Leute ihr den Schlaf rauben können, bis sie ihren Hintern
nicht mehr um drei aus den Federn bekommt, hat sich das erledigt. Geht
doch! Manche Leute schnallend solche Dinge erst, wenn es für sie
entsprechend unangenehm wird.

Schade, wenn man Rücksichtnahme erst erzwingen muß. Auch von Hundehaltern
in der Öffentlichkeit.

Aber nicht jeder Hund ist gleich als Bedrohung anzusehen. Wenn ich auf
Skatern unterwegs bin, muß ich mich auch ganz anders verhalten, als wenn
ich an unangeleinten Hunden vorbei gehe, d.h. da wirklich aufpassen.

Auch Jogger sollten Halter freundlich nach dem Namen des Hundes fragen
und den Hund einfach ruhig ansprechen. Knurrt der gleich los, nicht
direkt in die Augen sehen, d.h. etwas am Hund vorbei sehen, nicht direkt
auf ihn zu und normal schräge am Hund vorbei gehen.

Bei einer amoklaufenden Kampfmaschine, die auch auf Rufe des Halters
nicht reagiert, bringt das nichts. Aber kaum ein anderer Hund dürfte dann
noch beißen. Brüllt man den Halter aber gleich aggressiv an, deutet der
Hund das als Angriff und beißt sehr viel schneller. Das kann sogar bei
Hunden passieren, die man sonst ohne Probleme streicheln könnte.

Sicher gehören Hunde an die Leine, wenn Jogger, Skater oder Radler
genervt werden. Angriffe gehören auch geahndet. Aber nur wirkliche
Angriffe. Daß kann man aber von Hunden, die neugierig schnupper und
freundlich Kontakt suchen sehr wohl unterscheiden. Das zu lernen, kann
ich jedem nur raten. Das richtige Verhalten Hunden gegenüber verhindert
nämlich sehr viel mehr Hundebisse als Paragraphen, die einem erst bei der
Klage helfen und keinen Hund tangieren.

Einfach mal lernen. Das erhöht das Sicherheitsgefühl und hilft nahezu
immer. In sehr viele Urlaubsländern, wo die Hundehasser keine Lobby
haben, kann das keineswegs schaden. Komischerweise sind das meist die
Länder, in denen mann auch viel kinderfreundlicher ist als hier.

Das ist meiner Meinung nach alles andere als ein Zufall!

bis denne
Jürgen Gerkens

Andreas H. Zappel

unread,
Jun 30, 2001, 1:17:51 AM6/30/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 00:40:11 +0200, "Christian E. Naundorf"
<cnau...@t-online.de> wrote:

>*Popcorn, anyone?*

Yes, please.

Atschuess

Andreas
--
Hans-Hasso Stamer in de.comp.sys.mac.soc:

F'ups sind die kränkeste Erfindung seit Einführung des
Telegraphen-Winkalphabets duch die französische Post...

Ellen Fink

unread,
Jul 1, 2001, 2:48:14 AM7/1/01
to

Juergen Gerkens wrote:
>
> Lars Friedrich schrieb,
>
> >Gar nichts. Sachbeschädigung ist zur Gefahrenabwehr erlaubt.
>
> Aber Pfefferspray zu nehmen mit Abstand das dümmste. Das sollten nur
> Zusteller machen, die von gefährlichen Hunden in ihrem Revier überrascht
> werden und garantiert nicht ablassen werden.

Also wenn es nicht ein Recht auf die Zustellung geben würde,
würde ich mich als Zusteller schlicht _weigern_, ein
Grundstück zu betreten, auf dem ich mich durch einen Hund in
Gefahr begebe, verletzt zu werden. Was denken sich die
Hundehalter in dem Fall eigentlich? Wenn die ihre Post
bekommen wollen, dann sollen sie doch dafür sorgen, dass der
Zusteller nicht von ihrem Tier angegriffen werden. Alleine
schon die Tatsache, dass ein Zusteller mit Pfefferspray für
den Notfall rumrennen muss, ist für mich schon ein
Armutszeugnis für manche Hundehalter.

> In solchen Fällen sollte man lieber die Zustellung verweigern. Wer seinen
> vierbeinigen Freund als Hindernis für die Post hält, der kann damit
> gleich zum, Postamt Gassi gehen und seinen Krempel selbst holen.

Ja - aber das wollen so manche Halter auch nicht. Genau so,
wie sich manche weigern, trotz der bestehenden Verordnungen,
zumindest in Menschenmengen ihre Hunde anzuleinen oder ihnen
im Fall "Kampfhunde" einen Maulkorb zu verpassen...

> >Ich kenne auch die Freude von Eltern, wenn ihr Kind von einem Hund vor
> ihren
> >Augen zerfleischt wird. Und nu?
>
> Richtig, scheiß Sache. Und wenn hier niemand mehr lernt, mit Hunden
> umzugehen und schon Kinder große Hunde nicht mehr respektieren, weil die
> nur mit Maulkorb und Leine ausgestattet sind, wird das Problem auch nur
> verlagert.

Du verdrehst hier scheinbar die Tatsachen: nicht mein Kind
hat einen fremden Hund zu respektieren - der Hund hat mein
Kind zu respektieren. Nicht, dass ich es zulassen würde,
dass mein Kind ein anderes Lebewesen schlecht behandelt -
aber zuerst kommt das Kind und dann das Tier. Und wenn es
hart auf hart kommt, dann hat der Hundehalter seinen Hund
zurückzunehmen.

> Dann werden die Kinder im Urlaub auf der dänischen Insel oder vom immer
> so lieben Hund gebissen oder gar zerfleischt, weil sie nicht gelernt
> haben damit umzugehen oder seine Grenzen nicht zu respektieren gelernt
> haben.

Der Hund hat gar nicht erst die Möglichkeit zu haben, an
mein Kind heranzukommen. Ob nun Respekt oder nicht. Es darf
gar nicht erst möglich sein, dass ein Hund ein Kind
verletzt. Für einen Hundeliebhaber (ich bin eher ein
Hunderespektierer - ich spiele mit ihnen, würde mir aber nie
einen anschaffen) mag es zwar schwer sein - aber zuerst
kommt der Mensch und dann der Hund/Katze/Vogel....

> Du scheinst das beste Beispiel zu sein. Deine Einstellung gegenüber
> Hunden, die Du als Sache zu betrachten scheinst, wirkt auf mich unendlich
> dumm. Es wäre sehr viel schlauer, wenn Du Tiere als Individuen ansehen
> würdest, die nicht einfach im Weg liegen und auf dein Komando weg
> geschoben werden müssen, sondern auch in Frieden gelassen werden wollen
> und ihren Halter genau so verteidigen werden, wie Du deine Familie!

Aber diese Haltung finde ich unfair. Sollen jetzt alle
Jogger - Spaziergänger - Kinder auf die Hunde Rücksicht
nehmen, wo sie teilweise nichts dafür können? Wenn ich mein
Joggingpensum absolviere, muss _ich_ mich dann zurücknehmen,
weil ein Hundehalter meinen Weg kreuzt? Wenn ich mit meinem
Kind spazieren gehe, muss ich wirklich meinen Kurzen auf den
Arm nehmen, damit ich ohne Anspringen an dem Hund
vorbeikomme? Oder sollte nicht der Hundehalter da
involvieren und von sich aus den Hund zurücknehmen? Ich
denke, doch. Und das ist leider nicht die Erfahrung, die ich
gemacht habe.

> Tiere sind vor dem Gesetz nur Sachen. Aber es ist dennoch reichlich dumm,
> sie auch sonst so zu betrachtet, auch vom etischen Standpunkt. Die
> Quittung bekommst Du dann, wenn Du nicht mehr mit ihnen umgehen kannst,
> weil Du verlangst, daß sie sich nach unseren Normen verhalten. Ob das
> Gesetze sind oder die ökonomischen Spielregeln bei der Fleischproduktion.

Aber es ist genau so dumm, einen Hund über den Menschen zu
stellen. Denn dann hätten sich die Menschen nicht einen Hund
als "Haustier" anschaffen sollen. Weisst Du, in der
Vergangenheit konnte sich jeder ?§%"§§$% mit einem
Minderwertigkeitskomplex einen "Kampfhund" anschaffen und
damit in der Freizeit protzen gehen. Und ich habe schon
Probleme damit, wenn eine großer Hund auch nur
freundschaftlich auf meinen Junior zuspringt, in anspringt
und damit rückwärts umwirft. Denn mein Sohn hat dann die
Beule und die Kratzer und die _Angst_ vor Hunden. Und _ich_
muss dem Kind dann ausreden, dass alle Hunde ihm Böses
wollen. Das noch nicht einmal _dieser_ Hund ihm was wollte..
denn das Kind sieht in seinen Augen ein Äquivalent zu einer
Kuh (in unseren Augen) auf ihn zurennen und hat danach
Schmerzen. Wie willst Du einem Kind erklären, dass das
eigentlich sogar lieb gemeint war?

--

Regards Ellen / Talena (-SP2-)
---------------------------------------------------
Remo, wenn Du so dermassen schuldig bist, solltest Du Dich
schnellstens den Behörden stellen und ihnen Deine Overts
beichten, denn sonst könnte man Dein Verhalten als
Strafvereitelung auslegen (Jörg Tippmann in dsws)

Wolfgang Krietsch

unread,
Jul 1, 2001, 5:36:07 AM7/1/01
to
On Sat, 30 Jun 2001 22:53:16 +0200, Tom Berger <ber...@archtools.de> wrote:


>Und weil das nun mal so ist,
>und weil der vernünftige Umgang von Menschen untereinander auch mit
>einschließt, daß man sich gegenseitig nicht nur nicht gefährdet, sondern
>sich auch nicht unnötig in Angst versetzt, haben Hunde überall dort, wo
>sie mit einiger Wahrscheinlichkeit fremden Menschen begegnen könnten,
>angeleint zu sein.

Ich kenne *etliche* Hunde, die ohne Leine ruhig und brav neben ihrem
Herrchen/Frauchen herlaufen und sich für die Umwelt
(Jogger/Kinder/Radfahrer/andere Hunde/Enten im Park) einen Scheiß
interessieren. Warum sollten die angeleint werden?

Andererseits: ich kenne auch Hunde, die ziemlich ungestüm (wenn auch nicht
in böser Absicht) aufalles losgehen, was da sonst noch rumläuft. Was ist
Dir lieber: ein Rottweiler, der an der Lien an Dir hochspringt, oder einer,
der Dich nicht-angeleint ignoriert? Und nochmal: ist jetzt der unangeleinte
Hund das Problem oder der schlecht erzogene?

volker schmidt

unread,
Jul 1, 2001, 5:50:08 AM7/1/01
to
> >Solche Hunde sind bestens "erzogen"
>
> Hunde, die rote Marken tragen?
> Das sind Hunde die rote Marken tragen.

Unser Nachbarshund hat auch ne rote Marke und beisst am liebsten den
Briefträger :-)


Dietmar Hoelscher

unread,
Jul 1, 2001, 6:54:28 AM7/1/01
to
Wolfgang Krietsch <wkri...@gmx.de> writes:

>Andererseits: ich kenne auch Hunde, die ziemlich ungestüm (wenn auch
>nicht in böser Absicht) aufalles losgehen, was da sonst noch
>rumläuft. Was ist Dir lieber: ein Rottweiler, der an der Lien an Dir
>hochspringt, oder einer, der Dich nicht-angeleint ignoriert? Und
>nochmal: ist jetzt der unangeleinte Hund das Problem oder der
>schlecht erzogene?

Na was wohl, der schlecht erzogene natürlich. Ob es sich um so einen
handelt sieht man eh meist 100m im Vorraus.

Ärgerlicherweise sind allerdings die gut erzogenen im Park oder in
Menschenmengen trotzdem an der Leine, während die schlecht erzogenen
frei rumlaufen. :-(

Mit den Hunden hat das nur wenig zu tun, mehr mit Haltern die einem
lieber gute Ratschläge geben, statt dafür zu sorgen dass ihr Hund
niemand belästigt.

Dietmar

Wolfgang Krietsch

unread,
Jul 1, 2001, 8:38:25 AM7/1/01
to
On Sun, 01 Jul 2001 08:48:14 +0200, Ellen Fink <tal...@talena.de> wrote:


>Alleine
>schon die Tatsache, dass ein Zusteller mit Pfefferspray für
>den Notfall rumrennen muss, ist für mich schon ein
>Armutszeugnis für manche Hundehalter.

ACK.


>
>Ja - aber das wollen so manche Halter auch nicht. Genau so,
>wie sich manche weigern, trotz der bestehenden Verordnungen,
>zumindest in Menschenmengen ihre Hunde anzuleinen oder ihnen
>im Fall "Kampfhunde" einen Maulkorb zu verpassen...

Aber warum soll ein guterzogener Hund auf einmal durch einen Maulkorb
gequeält werden, nur weil irgendwelche Leute, die keine Ahnung von Hunden
habe, ihn auf einmal als "Kampfhund" bezeichnen?

>
>Du verdrehst hier scheinbar die Tatsachen: nicht mein Kind
>hat einen fremden Hund zu respektieren - der Hund hat mein
>Kind zu respektieren.

Völlig richtig. Niemand darf durch einen Hund belästigt oder geängstigt
werden. Und kein Hundehalter kann verlangen, daß andere sich mit Hunden so
weite beschäftigen, daß sie wissen, wie man sich zu verhalten hat.

Allerdings: einer Bekannten ist es mal passiert, daß jemand mit dem Ruf
"Scheißköter" einen Stock nach ihrem Dobermann geworfen hat, der an der
Leine vorbildlich bei Fuß ging. Der Hund war so gut erzogen, daß er außer
einem Bellen nichts gemacht hat... aber wenn der sich hätte wehren wollen
weiß ich nicht, ob man dem Halter einen Vorwurf hätte machen können.

Wolfgang Krietsch

unread,
Jul 1, 2001, 8:39:50 AM7/1/01
to
On 01 Jul 2001 12:54:28 +0200, Dietmar Hoelscher <nutz...@dhoelscher.de>
wrote:
>

>Ärgerlicherweise sind allerdings die gut erzogenen im Park oder in
>Menschenmengen trotzdem an der Leine, während die schlecht erzogenen
>frei rumlaufen. :-(

Klar - Leute die zu doof sind ihren Hund richtig z erziehen sind halt auch
zu doof einzusehen, daß er dann an die Leine gehört.

>Mit den Hunden hat das nur wenig zu tun, mehr mit Haltern die einem
>lieber gute Ratschläge geben, statt dafür zu sorgen dass ihr Hund
>niemand belästigt.

Mein Reden.

Oliver Jennrich

unread,
Jul 1, 2001, 10:45:10 AM7/1/01
to
* Guido Busch writes:

> Veröffentlicht doch "Lars Friedrich" folgendes:
>> Ich? Du wirfst doch alle in einen Topf.
>> Man sollte nicht Hunde mit Pfefferspray belästigen, sie könnten ja in einem
>> Notfall gebraucht werden...

> Solche Hunde erlauben sich üblicherweise nicht viel mehr (ausser, dass
> sie auch in Gegenden mit Leinenzwang ohne laufen dürfen.
> Diese Tiere erkennt man, da sie üblicherweise eine entsprechende
> Kennmarke (relativ gut erkennbar auch auf Entfernung) tragen, wie
> Günther bereits schrieb.

Solche Hunde erkennt man in erster Linie daran, daß sie nicht wild
bellend auf einen Jogger zugesprintet kommen um ihm dann liebevoll die
Pfoten auf die Schultern zu legen. Ebenso verzichten sie darauf, die
Antrittsgeschwindigkeit eines vorbeikommenden Fahrradfahrers zu
überprüfen.

Zeigen sie Fehlverhalten, so sind sie /per definitionem/ nicht
ausreichnd ausgebildet.

--
Bagpiping is an outdoor sport!

Oliver Jennrich

unread,
Jul 1, 2001, 11:00:48 AM7/1/01
to
* Ute Heilig writes:

> Hallo NG,
> 1. ich verstehe jeden, der Angst vor Hunden hat.

> 2. auch ich möchte nicht ständig von irgendwelchen, mir unbekannten und
> angstmachenden, Hunden belästigt werden.

> 3. obwohl ich "auf dem Land" :-)) wohne, haben wir hier auch dieses Problem.

> doch trotzdem finde ich, dass viele der hier vorgebrachten Argumente gegen
> die Hunde überzogen sind.
> Von Natur aus gibt es keinen Hund, der auf einen Menschen bösartig
> reagiert.

Es gibt auch keinen Menschen, der von Natur aus bösartig auf andere
Menschen reagiert. Trotzdem werden jede Menge Leute wegen
Körperverletzung verurteilt.

Es schlicht und einfach *egal*, welche Wertvorstellungen Hund oder
Herrchen haben, ob die Gesellschaft versagt hat oder der Züchter oder
das Opfer den Angriff provoziert hat.

Ein. Hund. Hat. Einen. Menschen. Nicht. Anzugreifen.

[...]

> Das Hauptproblem ist jedoch meiner Meinung, dass in unserer technisch
> orientierten Welt, viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie mit Tieren
> umzugehen haben.

Wenn dem so ist, dann besteht für Tierhalter die *Pflicht* sich diesem
mehrheitlichen Unwissen anzupassen und entsprechende Sorgfalt walten zu
lassen.

Es will mir nicht in den Kopf, warum es so schwierig zu sein scheint
zu verstehen, daß der *Tierhalter* für das Tier verantwortlich
ist. Niemand sonst.

Silvia Seyfarth

unread,
Jul 1, 2001, 12:24:27 PM7/1/01
to
Hallo,

Peter Teichmann schrieb:

> denn ein so gut ausgebildeter Hund fällt keinen Jogger an, ausser sein
> Frauchen/Herrchen
> hat ihm das befohlen, oder?

ich möchte zwischendurch nur mal verschämt anmerken, daß sich im
Moment hier alle um ein Tier streiten, dessen Gehirn je nach Rasse die
Größe einer halben Walnuss bis einer halben Mandarine hat. Wie sollen
die Viecher denn Recht und Unrecht unterscheiden, wenn das schon die
meisten Menschen nicht auf die Reihe kriegen?

Gruß

Silvia

Juergen Gerkens

unread,
Jul 1, 2001, 12:56:20 PM7/1/01
to

Ellen Fink schrieb,

>Also wenn es nicht ein Recht auf die Zustellung geben würde,
>würde ich mich als Zusteller schlicht _weigern_, ein
>Grundstück zu betreten, auf dem ich mich durch einen Hund in
>Gefahr begebe, verletzt zu werden. Was denken sich die
>Hundehalter in dem Fall eigentlich? Wenn die ihre Post
>bekommen wollen, dann sollen sie doch dafür sorgen, dass der
>Zusteller nicht von ihrem Tier angegriffen werden.

Volle Zustimmung. Unser Hund, mit dem ich als Kind groß gewordenn bin,
hätte die meisten Zusteller auch nicht auf's Grundstück gelassen.
Allerdings waren die Grundstücke von Hecken, Zäunen und Wettern
(Entwesserungsgräben) umgeben, d.h. der Hund hätte nur durch das Tor zum
Briefträger gekonnt. Das war geschlossen, ein Warnschild hing am Tor und
der Briefkasten war vorn auf der Brücke.

Für Unterschrift und Einschreiben wären wir dann raus gekommen oder
hätten den Hund eingesperrt.

>Alleine
>schon die Tatsache, dass ein Zusteller mit Pfefferspray für
>den Notfall rumrennen muss, ist für mich schon ein
>Armutszeugnis für manche Hundehalter.

Allerdings. Wer erwartet, daß seine Post im täglich in den
Gefahrenbereich gebracht wird, den sein Hund in seinem Revier dann
wirklich ausmacht, den müßte man meiner Ansicht nach die Post in jedem
Fall selbst abholen lassen. Wenn der Zusteller dem Hund traut oder ihn
kennt, ist das kein Problem, d.h. auch für den Zusteller kein Thema. Aber
das sollte man ihm wirklich freiwillig überlassen.

Benachrichtigung an den Zaun oder das Tort stecken und wen der Hund die
dort packt und zerfetzt oder sie im Regen aufweicht, hat der eHalter ben
Pech gehabt. Er kann ja seinen Postkasten entsprechend aufhängen, seinen
Wuffi wegsperren oder seine Post selbst abholen.

>> In solchen Fällen sollte man lieber die Zustellung verweigern. Wer
seinen
>> vierbeinigen Freund als Hindernis für die Post hält, der kann damit
>> gleich zum, Postamt Gassi gehen und seinen Krempel selbst holen.
>
>Ja - aber das wollen so manche Halter auch nicht. Genau so,
>wie sich manche weigern, trotz der bestehenden Verordnungen,
>zumindest in Menschenmengen ihre Hunde anzuleinen oder ihnen
>im Fall "Kampfhunde" einen Maulkorb zu verpassen...


Jau und die sollen sich dann ihre Post selbst abholen. Die haben sich die
Zustellungspflicht dann eben mit ihren Uneinsichtigkeit, was ihren
Liebling betrifft, selbst verdummt. Daß die Zusteller dort nicht einfach
selbst abwägen dürfen, ist für mich tatsächlich ein Skandal

>Du verdrehst hier scheinbar die Tatsachen: nicht mein Kind
>hat einen fremden Hund zu respektieren - der Hund hat mein
>Kind zu respektieren.

Tut er normalerweise(!) auch. Aber auch Kinder, die mit ihrem
Familienhund alles anstellen müssen, sollten lernen, daß andere Hunde
nicht einfach angefaßt werden dürfen. Die haben in ihrem Revier ganz
andere Spielregeln als der Familienhund zu Hause.

Wenn Kinder 5 oder 6 sind, können sie das lernen, natürlich nur, wenn die
Eltern das auch beibringen und selbst mit Hunden umgehen können. Bei
kleineren Kindern hilft nur aufpassen, auf den sog. Welpenschutz würde
ich mich auch nicht verlassen. Wenn wir bei mir feiern, sind kleine
Kinder und Hunde hier. Die größeren Kinder werden aber instruiert, der
große Hund von kleinen Kindern konsquent fern gehalten, was auch ohne
Leine geht, solange die Kinder bei den Eltern sind. Beim großen
Labrador/Retriever tut sich da nichts, der ist die Kinder in der Familie
von Klein auf gewohnt und ließe sich notfalls viel gefallen, sogar in
seinem Revier. Hier gelten für ihn andere Regeln.

Einem kleineren sehr alten und schwierigen Mischling, müssen die Halter
auch hier einen Maulkorb verpassen. Dem traue ich bei Kindern nicht über
den Weg, weil ich weiß, daß er sehr gern nach Leuten schnappt, wenn ihm
deren Nase nicht paßt. Wollte er bei mir anfangs auch, hat aber gemerkt,
daß ich ihn (wegen seiner Größe) nicht für voll nehme. Aber einem Kind
könnte der schnell üble Bißwunden zufügen und das wird mit Maukorb
verhindert. Dafür muß er nicht an die Leine, kann sich frei bewegen und m
it dem anderen Hund spielen.

>Nicht, dass ich es zulassen würde,
>dass mein Kind ein anderes Lebewesen schlecht behandelt -
>aber zuerst kommt das Kind und dann das Tier.

Absolut. Deswegen bekommt "Bobby" (siehe oben) auch seinen Maulkorb, wenn
er in der Nähe der Kinder ist. Vermutlich würde der auch nur mal
schnappen und auch nur dann, wenn ihn ein Kind foppen würde. Die Halter
wissen das nun und haben zuerst auch gemault, weil die große Bonny keinen
Korb braucht.

Die Erklärung, daß z,B. Bonny sich so verhalten hat, daß sie auch in
Grenzfällen meiner Ansicht nach keinen Korb braucht, ich dem kleinen
Bobby aber was Kinder betrifft nicht traue, mußten die akzeptieren.
Inzwischen haben sie selbst Nachwuchs und rate mal, wer plötzlich einen
Maukorb bekommen hat, seitdem deren Tochterherz selbst das Kinderzimmer
(für Hund tabu, was der beachtet) unerwartet verläßt und zum Hund
krabbelt.

>Und wenn es
>hart auf hart kommt, dann hat der Hundehalter seinen Hund
>zurückzunehmen.


Völlig klar. Trotzdem wäre es mir viel lieber, wenn mein Kind ab einem
gewissen Alter dennoch für den Fall der Fälle mit Hunden umzugehen.
Kinder spielen, Hunde sind schnell, werden oft falsch erzogen und nicht
an der Leine geführt, so schnell kann man gerade im Park oder auf
Spielplätzen gar nichts unternehmen. Wenn Du dann hinterher klagst,
bleiben die Narben, ob Du 10x Recht hast.

Das Risiko kann man aber vermindern, wenn Kinder nicht neugierig an Hunde
heran gehen, aber mit freundlichen Hunden auch umzugehen wissen und nicht
gleich in Panik weglaufen, weil man ihnen übertriebene Angst beibringt,
die nur zu Reaktionen führt, die garantiert keinem Kind helfen können.

Soll ein Kind vor einem Hund weglaufen? Fast jede noch so kleine Ratte am
Band wäre schneller.

>> Dann werden die Kinder im Urlaub auf der dänischen Insel oder vom
immer
>> so lieben Hund gebissen oder gar zerfleischt, weil sie nicht gelernt
>> haben damit umzugehen oder seine Grenzen nicht zu respektieren gelernt
>> haben.
>
>Der Hund hat gar nicht erst die Möglichkeit zu haben, an
>mein Kind heranzukommen.

Aber was machst Du, wenn dein Kind dort hin geht, wo es nichts zu suchen
hat und der Hund frei auf dem Grundstück läuft. Wir haben das regelmäßig
gemacht, d.h. haben mit anderen Kindern immer wieder Abkürzugen durch das
Wohngebiet genommen und sind dabei über manche Gräben gesprungen, selten
auch mal zu kurz hinein.

Mein Großneffe lebt nur noch, weil dabei ein Hund Alarm geschlagen hat!

>Ob nun Respekt oder nicht. Es darf
>gar nicht erst möglich sein, dass ein Hund ein Kind
>verletzt. Für einen Hundeliebhaber (ich bin eher ein
>Hunderespektierer - ich spiele mit ihnen, würde mir aber nie
>einen anschaffen) mag es zwar schwer sein - aber zuerst
>kommt der Mensch und dann der Hund/Katze/Vogel....


Ist richtig. Aber nun sehe ich die Tochter des Großneffen (siehe oben),
die mit 12/13 einen Hamster in die Mütze gesteckt und erschlagen hat. Da
würde ich als Elternteil sogar ein Kind über das Knie legen. Sonst
niemals, aber wenn es andere Kinder abzockt und verprügelt oder Tiere
quält oder tötet, darf es definitiv am eigenen Leib erfahren, was
schmerzen sind. Sonst wie gesagt nie, aber dann garantiert, wenn auch in
angemessener Weise.

>Aber diese Haltung finde ich unfair. Sollen jetzt alle
>Jogger - Spaziergänger - Kinder auf die Hunde Rücksicht
>nehmen, wo sie teilweise nichts dafür können?

Nein, aber warum soll ich in so einem Moment nicht selbst die Situation
entschärfen, wenn ich dann fast jeden Hund sogar streicheln kann, anstatt
gebissen zu werden, bloß weil ich mal ein paar Meter nicht laufe.
Natürlich darf man das nicht als Hundehalter erwarten, aber es ist doch
wohl schon aus eigener Sicht unendlich schlauer, als wie ein Hase 'nen
Haken zu schlagen, oder ohne wirkliche Bedrohung durchden Hund pauschal
loszubrüllen oder hysterisch zu schreien, vom erschreckten Hund dann
tatsächlich gebissen zu werden und dann zu klagen.

> Wenn ich mein
>Joggingpensum absolviere, muss _ich_ mich dann zurücknehmen,
>weil ein Hundehalter meinen Weg kreuzt?

Nein, aber es Du darfst es. Joggen ist Freizeitbeschäftigung und wer
dabei nicht die Zeit hat, eine Konfliktsituation, die meist wirklich
harmlos ist, zu vermeiden, der hat auch nicht die richtige Einstellung.
Hat man wirklich panische Angst, ist das natürlich ein anders Problem.
Aber gerade dann würde ich daran arbeiten, schon für mich selbst.

>Wenn ich mit meinem
>Kind spazieren gehe, muss ich wirklich meinen Kurzen auf den
>Arm nehmen, damit ich ohne Anspringen an dem Hund
>vorbeikomme?

Klar!

>Oder sollte nicht der Hundehalter da
>involvieren und von sich aus den Hund zurücknehmen?

Nein, er sollte schon dafür sorgen, daß sein Hund dich gar nicht erst so
weit bringt, daß Du dein Kind aus Angst auf den Arm nimmst.

Fremde Kinder würde ich auch nur dann an einen eigenen Hund lassen, wenn
ich dem vertraue. Zudem würde ich in unterwegs dann auch an der Leine
lassen und Kinder auch ganz schön zur Sau machen, wenn die trotz Warnung
trotzem an den Hund gehen.

>> Tiere sind vor dem Gesetz nur Sachen. Aber es ist dennoch reichlich
dumm,
>> sie auch sonst so zu betrachtet, auch vom etischen Standpunkt. Die
>> Quittung bekommst Du dann, wenn Du nicht mehr mit ihnen umgehen
kannst,
>> weil Du verlangst, daß sie sich nach unseren Normen verhalten. Ob das
>> Gesetze sind oder die ökonomischen Spielregeln bei der
Fleischproduktion.
>
>Aber es ist genau so dumm, einen Hund über den Menschen zu
>stellen.

Jau, wenn ich sehe, wie die Pudel nebenan vom Auto ins Haus getragen
werden und dafür die Straße zugeparkt wird, damit "Mama ihre Lieblinge"
hinein tragen kann, falle ich auch vom Glauben ab. Aber das ist für mich
kein Maßstab.


>Denn dann hätten sich die Menschen nicht einen Hund
>als "Haustier" anschaffen sollen.

Ich mag Tiere sehr, halte mir aber aus Rücksicht keine, weil ich mich
durch den Job nicht richtig drum kümmern könnte. Verhätscheln wäre aber
sicher nicht die Regel! Umzugehen wüßte ich mit einem Hund aber und einen
kopfkraken Kampfund würe ich mir ohnehin nicht zulegen.

>Weisst Du, in der
>Vergangenheit konnte sich jeder ?§%"§§$% mit einem
>Minderwertigkeitskomplex einen "Kampfhund" anschaffen und
>damit in der Freizeit protzen gehen.

Das sind auch genau die Halter, die ich "liebe". Da sollte bei
nichteignung genau so gehandelt werden, wie bei Führerscheininhabern. Wer
zur Gefahr wird, der muß es halt durch Entzug dieser Möglichkeit erklärt
bekommen.

>Und ich habe schon
>Probleme damit, wenn eine großer Hund auch nur
>freundschaftlich auf meinen Junior zuspringt, in anspringt
>und damit rückwärts umwirft.

Mein Beispiel, wo der wirklich freundliche eigene Hund die Kinder fast zu
Waisen gemacht hätte, hast Du gelesen. Wäre schrecklich genug und deshalb
habe ich der Bonny so lange die Pfoten festgehalten, stehen lassen und
erst dann rückwärts an ihren Platz gebracht, als sie es nicht mehr
ausgehalten hat, d.h. sie schon gewinselt hat. Das ist fies, aber sie hat
es danach sofort gelassen. Da muß der Hund dann in der Tat auch mal
durch, auch wenn es ihm weh tut.

>Denn mein Sohn hat dann die
>Beule und die Kratzer und die _Angst_ vor Hunden.

Oder liegt bewußtlos im Krankenhaus, wie die Hundehalterin in meinem Fall
selbst. Wie ich schon schrieb. Das Risiko, daß von freundlichen Hunden
ausgeht, d.h. simple Unfallfolgen, schätze ich höher ein, als das Risiko
durch biß.

>Und _ich_
>muss dem Kind dann ausreden, dass alle Hunde ihm Böses
>wollen. Das noch nicht einmal _dieser_ Hund ihm was wollte..
>denn das Kind sieht in seinen Augen ein Äquivalent zu einer
>Kuh (in unseren Augen) auf ihn zurennen und hat danach
>Schmerzen.

Jau, aber das zeigt auch, daß Du deinem Kind die richtige Einstellung
vermitteln möchtest und es nicht pauschal zu panikartiger Flucht erziehen
willst. Das ist doch auch ok.

Der Hund anderer ist immer der Böse. Aber wird das eigene Kind nicht
erzogen, auch Gefahren zu erkennen und damit umzugenen. Der Hundehalter,
Autofahrer oder Poolbesitzer ist dann automatisch der Böse, auch wenn die
Eltern selbst den Unglücksfall durch mangelnde Aufsicht ermöglicht haben.
Immer einfach, anderen die Schuld zu geben.

Aber das kann schon schwieriger werden, wenn die Finger in Käfige
gesteckt werden, das Kind über Zäune klettert, an der Autobahn spielt
oder irgendwo zu Nah ans Ufer geht.

>Wie willst Du einem Kind erklären, dass das
>eigentlich sogar lieb gemeint war?

Geht alles nur im geeigneten Alter! Nach deiner Schilderung mache ich bei
dir da auch keine Gedanken. Aber Eltern, bei denen sofort die Alarmsirene
geht, weil ein Hund zu sehen ist, traue ich das nicht zu. Die Schlagzeile
in der Bild und anschließende automatische Flucht nützt da gar nichts.

Wie viele Kinder sterben im Verkehr? Vergiß auch nicht, daß etwa genau so
viele Kinder ertrinken. Davon die wenigsten im Schwimmbad, sondern
meistens aufgrund mangelnder Aufsicht / Vorsicht der eigenen Eltern beim
Spielen ihn Gräben, Seen, Flüssen oder Pools!

Wollen wir wetten, daß jedes Jahr sogar mehr Kinder von ihren eigenen
Eltern getötet werden, als durch Hunde. Weltweit ganz sicher, hier
schätze ich aber auch, daß die Zahlen sehr schlimm sind. Diese Relationen
sollte man nicht vergessen.

Wem nützt es daher, wenn das Kind den zweiten Vornamen "ach laß ihn/sie
doch" bekommt, der Hund als böse Gefahr immer weggeräumt wird und das
Kind von der nächsten überfahren wird oder drin ertrinkt, was extrem
wahrscheinlicher ist.

Wer also jeden Hund am liebsten im feinmaschigen Stahlkäfig sieht, durch
das kein Kinerfinger mehr paßt, der müßte automatisch auch jeden Ozean,
Graben, See oder Fluß einzäunen und jeden Pool zuschütten.

Klar muß jeder Halter auf seinen Hund achten. Bis zu einem gewissen Alter
kann man Kinder aber auch nie unbeaufsichtigt lassen, danach müssen aber
auch sie mit gewissen Gefahren umgehen können. Ein Hund ist da noch ein
vergleichsweise sehr geringes Risiko, auch wenn die Vorstellung, daß ein
Kind von einem Tier getötet oder entstellt wird, sicher sehr furchtbar
ist. Trotzdem muß man die Relation sehen und es darauf vorbereiten, daß
es selbst das Risiko sehr wohl minimieren kann, wenn es Gefahrenquellen
erkennt und damit unzugehen weiß. Beim Hund beschränkt sich das auf viele
Eltern auch darauf, diese Bedrohung zu erkennen. Aber sie richtig
einzuschätzen oder damit unzugehen ist dann schon 'ne andere Sache, das
weiter zu vermitteln erst recht und die Bild Zeitung öffnet in der
Hinsicht auch nicht gerade Horizonte!

Das Thema ist bei der Erkennung eines Hundes als Gefahr noch lange nicht
zuende. Auch eine Schwimmweste oder knallig bunter Fahrradhelm hilft
nicht gegen alles.

Und nun kommt Papi mit Pfefferspray. Cool Papi, dem bösen schnell
herankommenden Hund hast Du es aber gegeben. Das Vorbild ist dann
natürlich nicht so ein Held, als wenn er den Hund als harmlos enttarnt
hätte, ihn streichelt und Stöckchen wirft. Macht "Papa" dann gleich den
heldenhaften Sprayer - mein Gott was hätte alles passieren können - prägt
das schnell völlig falsch. Gar nicht erst versuchen die Gefahr zu
meistern, einfach die Spraydose als Waffe greifen und zack, dem habe
ich's gegeben. Ob das auch gegen den bösen Mitschüler hilft, der ab und
zu mit Prügel droht, wenn er da Taschengeld nicht bekommt, was auch nicht
ok ist? Oder braucht Junior dann gar eine Gaspistole oder greift zum
Klappmesser?

Ich schreibe das jetzt bewußt Dur als Antwort, da Du dich aufgrund deiner
Antworten ganz anders einschätze und nicht in diese Schublade stecke.
Ganz im Gegenteil, aber bei dir bin ich sicher, daß Du es nicht in den
falschen Hals bekommst und viel besser zu zeigen ist, was ich von diesem
Thema halte.

Schau dir die Nachrichten an. Suchpatrouillen mit der Wasserschutz,
Heliflüge über dem Rhein, Schlagzeilen in Bild und Nachrichten,
Badeverbote. Als damals dieser Minikayman ausgebüchst ist, also so ein
Taschenkrokodil war genau so viel Panik. Wie hieß der noch gleich? Sammy!
Badeverbot, alles zitterte vor Sammy, der bestenfalls für ein paar
Kratzer gut gewesen wäre.

Allein die phantasiereiche Vorstellung, daß jemand von einem Krokodil
zerfleischt wird, sorgt dafür, daß das zum bundesweiten Thema wird. Ach
ja, Sommerloch. Und die Zahl der Leute, die in Deutschland in 5000 Jahren
vom Krokodil zerfleischt wird, wird sich bis zum Jahresende
wahrscheinlich dennoch nicht weiter erhöhen!

Ach ja: Da gab es doch auch die Polizisten und Tierpfleger, die
tatsächlich empfehlen, so ein Kokodil notfalls einfach in Ruhe zu lassen,
d.h. weg*gehen* ohne es zu reitzen oder zu erschrecken. Sicher die
schlaueste Idee, aber nicht nur dann, wenn einem hierzulande tatsächlich
mit einer Chance von werweißwas : 1 mal ein Krokodil begegnet, sondern
warum eigentlich nicht auch dann, wenn man jemandem sein Hund ausgebüchst
ist, auch wenn man das nicht in den Abendnachrichten empfiehlt?

Bis denne
Jürgen

Juergen Gerkens

unread,
Jul 1, 2001, 1:06:57 PM7/1/01
to

Silvia Seyfarth schrieb,


>ich möchte zwischendurch nur mal verschämt anmerken, daß sich im
>Moment hier alle um ein Tier streiten, dessen Gehirn je nach Rasse die
>Größe einer halben Walnuss bis einer halben Mandarine hat. Wie sollen
>die Viecher denn Recht und Unrecht unterscheiden, wenn das schon die
>meisten Menschen nicht auf die Reihe kriegen?


Erschrecken hinzu kommt noch, daß viele Tiere, sogar mit noch weniger
Gramm Mus in der Hirnschale, deutlich besser einschätzen können, wer
ihnen als Leder will und wer nicht, als die meisten auch so intelligenten
Menschen, die auch dann gleich nach ihrem Recht schreien, ohne daß ihnen
überhaupt eine Gefahr gedroht hätte, wenn sich für das Tier nicht erst
selbst zur Bedrohung gemacht hätten.

Bis denne
Jürgen

Tom Berger

unread,
Jul 1, 2001, 1:56:38 PM7/1/01
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Aber warum soll ein guterzogener Hund auf einmal durch einen Maulkorb
> gequeält werden, nur weil irgendwelche Leute, die keine Ahnung von Hunden
> habe, ihn auf einmal als "Kampfhund" bezeichnen?

Die Antwort gibst Du selbst ein paar Sätze weiter:

> Völlig richtig. Niemand darf durch einen Hund belästigt oder geängstigt
> werden. Und kein Hundehalter kann verlangen, daß andere sich mit Hunden so
> weite beschäftigen, daß sie wissen, wie man sich zu verhalten hat.

Reicht eigentlich völlig aus, auch einem vielleicht nach Ansicht seines
Halters wohlerzogenem Hund ab einer bestimmten Größe einen Maulkorb zu
verpassen.

Tom Berger

Lars Friedrich

unread,
Jul 1, 2001, 2:51:18 PM7/1/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> schrieb:

>> Hunde, die rote Marken tragen?
>> Das sind Hunde die rote Marken tragen.
>Wenn Du mehr im Zusammenhang lesen würdest, dann würde Dir evtl.
>auffallen, das es in diesem Teilthread um ausgebildete Rettungshunde
>geht, die eine besondere Kennmarke tragen und von denen keine Gefährdung
>für Jogger o.ä. ausgeht.

Und?
Ich machs ganz simpel für dich:

Orangenlimo ist gelb.
Also enthält das Glas vor mir Orangenlimo.

Und mit dieser Logik willst du das alle Leute das trinken.

Tom Berger

unread,
Jul 1, 2001, 3:25:44 PM7/1/01
to
Guido Busch schrieb:

>
> Veröffentlicht doch "Lars Friedrich" folgendes:
>
> > Und mit dieser Logik willst du das alle Leute das trinken.
>
> An diese Kennmarken kommt man "weniger leicht" ran als an das Glas ...
>
> Guy B.,
> ist das hier heute schwer.

ja, aber das liegt an Dir! Mir sind friedfertige Hunde absolut egal -
ich nehme die noch nicht mal zur Kenntnis. Wir reden hier von agressiven
und/oder bedrohlich wirkenden Hunden - und zwar ohne besondere
Berücksichtigung irgendwelcher Marken, Buttons, Anstecker oder
Aufkleber. Ob ein Hund, vor dem ich mich ängstige, ein rotes
Blechschmuckstück trägt, interessiert mich in absolut keinster Weise.

Tom Berger

Lars Friedrich

unread,
Jul 1, 2001, 4:08:12 PM7/1/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> schrieb:

>> Und mit dieser Logik willst du das alle Leute das trinken.
>An diese Kennmarken kommt man "weniger leicht" ran als an das Glas ...

Kennmarke? Du meinst ein rotes Stück Metall.

--

Wolfgang Krietsch

unread,
Jul 1, 2001, 4:40:50 PM7/1/01
to
On Sun, 01 Jul 2001 20:01:26 +0200, Guido Busch <Gu...@eadrax.de> wrote:

>Wenn Du mehr im Zusammenhang lesen würdest, dann würde Dir evtl.
>auffallen, das es in diesem Teilthread um ausgebildete Rettungshunde
>geht, die eine besondere Kennmarke tragen und von denen keine Gefährdung
>für Jogger o.ä. ausgeht.

Irgendwie bist Du ziemlich schwer von Begriff.

Wolfgang Krietsch

unread,
Jul 1, 2001, 4:53:04 PM7/1/01
to
On Sun, 01 Jul 2001 19:56:38 +0200, Tom Berger <ber...@archtools.de> wrote:

>Reicht eigentlich völlig aus, auch einem vielleicht nach Ansicht seines
>Halters wohlerzogenem Hund ab einer bestimmten Größe einen Maulkorb zu
>verpassen.

Dann nenn mir bitte einen Grund, warum. Soll der Hund einen Maulkorb tragen
für den Fall, daß ein Schwachkopf auf ihn losgeht? Oder für den Fall, daß
ein Schwachkopf auf *mich* losgeht? Oder für den Fall, daß ein unerzogener,
ferielaufende Hund auf meinen losgeht? Alles Fälle, wo ich froh bin, wenn
mein Hund keinen Maulkorb trägt.

Zum Vertändnis: unter wohlerzogen vesreteh ich einen Hund, der auch ohne
Leine auf Kommando bei Fuß geht und dort bleibt - egal, wie viele Jogger,
Radfahrer, Hunde oder Wurstbuden "auf dem Weg liegen".

Eric Wick

unread,
Jul 1, 2001, 1:27:14 PM7/1/01
to
Juergen Gerkens wrote:

>>Ein Hund ohne Aufsichtsperson tut das, alles in seinem Sicht-
>>und Riechbereich ist das Revier.
>
> [ ] Hier kennt sich aber einer aus!

Die Eltern von Volkan haben vielleicht auch so gedacht wie Du, aber
die Hunde haben das absolut anders gesehen. Vor ein paar Wochen hatte
ich hier selber mein Leid mit Hunden ohne Aufsichtsperson geklagt.
Auch das hast Du nicht gelesen, sobald die Aufsichtsperson fehlt,
bestimmt einzig der Hund was sein Revier ist.
Vielleicht melden sich ja mal ein paar Briefträger, da springt der
Hund auch über den höchsten Zaun um ihn anzugreifen.

> lassen kann. Das größte Problem ist dort, wenn sie nicht auf's Wort
> hören und Unfälle verursachen könnten. Das Risiko ist viel größer,
> als daß so ein Hund mal jemanden beißt.

Wieviel % der Hunde hälst Du für erzogen? Die Zeit hat kein Mensch,
es machen zu lassen schon garnicht wegen des Geldes. Der Hund ist
teuer genug und das Gassi gehen aufwändig genug, da investiert keiner
mehr.

> betrachten. Wenn sie mit fremden Hunden genau so respektlos umgehen,
> wie es der eigene Hund noch zuläßt, kann das mächtig ins Auge gehen.

Die Frage ist nur, ob ein Kind auch die Urinstinkte der Neandertaler
mitbringt die durchschlagen und sein Verhalten umkehren? Der
Agressionstest bei den kritischen Rassen geht genau auf dies hinaus.

> Ansonsten kann jeder Idiot durch einer simple Anzeige jemand anderem
> seinen netten Familienhund abnehmen lassen, weil im dessen Nase
> nicht paßt. Auch das ist nicht ok.

Sicherlich nicht, sowas kommt kaum zur Anzeige. Das Volk ist sehr
tierlieb und auch tödliche Vorfälle werden sehr schnell vergessen. Am
Samstag mußte die Polizei HH auch wieder einen Hund erschiessen......

Patentrezepte kann ich auch keine liefern, abwarten was der Hund
macht. Sollte er doch angreifen, das Recht auf Notwehr anwenden?

Gruß
Eric
--
Linuxgateway, L-Notebook, Drucker, Hardwareentlärmung, Amiga
SN-Newsserver, Netzwerk, Digi-Fotografie, Speeddragon, LCD
http://ew-tech.bei.t-online.de : Maillimit 2.5MB

Florian Kleinmanns

unread,
Jul 1, 2001, 4:45:55 PM7/1/01
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Allerdings: einer Bekannten ist es mal passiert, daß jemand mit dem Ruf
> "Scheißköter" einen Stock nach ihrem Dobermann geworfen hat, der an der
> Leine vorbildlich bei Fuß ging. Der Hund war so gut erzogen, daß er außer
> einem Bellen nichts gemacht hat... aber wenn der sich hätte wehren wollen
> weiß ich nicht, ob man dem Halter einen Vorwurf hätte machen können.

Selbstverständlich. Wer einen Hund hält, der Menschen gefährlich werden
kann, der hat zu haften.

Grüße
Florian

--
Er erkannte nämlich nicht nur den Kutscher, sondern auch die Pferde
wieder, wobei allerdings die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen
ist, dass ihm die Firmenaufschrift auf dem Fuhrwerk der Bekl. bei der
einwandfreien Identifizierung geholfen hat. - AG Köln NJW 1986, 1266


Florian Kleinmanns

unread,
Jul 1, 2001, 4:56:15 PM7/1/01
to
Michael Kallweitt schrieb:
>> In so einem Fall nehm ich die Anzeige wegen Körperverletzung gerne
>> in kauf.
>
> Du hast "das Recht meines Hundes auf freie Entfaltung seiner
> 'Persönlichkeit' ist mir wichtiger als die körperliche Unversehrtheit
> meiner Mitmenschen" etwas umständlich ausgedrückt.

Du meinst "Das Recht meines Hundes auf freie Entfaltung *meiner*
'Persönlichkeit' ist mir wichtiger als die körperliche Unversehrtheit
meiner Mitmenschen".

Grüße
Florian

--
"Wer weiter will als sein Pferd, der sitze ab und gehe zu Fuß."

Dietmar Hoelscher

unread,
Jul 1, 2001, 6:08:31 PM7/1/01
to
Guido Busch <Gu...@eadrax.de> writes:

>Veröffentlicht doch "Dietmar Hoelscher" folgendes:

>> Die Situation wurde ausreichend geschildert und wirkt bedrohlich.

>Von der Situation war (ist) die Diskussion zu dem Zeitpunkt, wo ich
>einstieg bereits weit ab.

Irgendwie sind da, ausser Dir, noch immer alle versammelt.

>Und direkt zur Situation habe ich auch noch einen Kommentar gegeben -
>ich habe sogar in näherer Umgebung noch einmal alle Satzungen
>durchgesucht; in keiner ist den Hunden das laufen ohne Leine erlaubt
>(ausser auf wenigen ausgewiesenen Flächen). Also lebt er entwender in
>(übertrieben ausgedrückt) einer Ausnahmegemeinde in D oder das
>Ordnungsamt/die Polizei dort kennen die entsprechenden Vorschriften
>nicht ganz so genau.

Oder können sie ganz einfach nicht praktisch umsetzen.

Für die genannte Klientel ist ein Bussgeld nur ne Lachnummer. Was
bleibt sind ganz doll ernsthafte Ermanhungen, Knast und den Hund
einzukassieren.

Knast ist normalerweise nicht verhältnissmässig und das Tierheim ist
ohnehin schon voll. Platzverbote müssen über Wochen hinweg aufwendig
durchgesetzt werden.

Wenn wunderts, dass es da schon ne wirklich krasse Bedrohung oder
einen Vorfall braucht?

Dietmar

Juergen Gerkens

unread,
Jul 1, 2001, 6:39:10 PM7/1/01
to

Eric Wick schrieb,

>Die Eltern von Volkan haben vielleicht auch so gedacht wie Du,
>aber die Hunde haben das absolut anders gesehen.

Das ist ein unheimlich tragischer Fall, der überhaupt nur dadurch möglich
war, daß der Hundehalter absolut unverantwortlich gewesen ist. Auch haben
die Behörden dort erhebliche Mitschuld und meiner Ansicht nach bereits
vorher handeln müssen.

Als ich das Geheule der Freundin und Schwester des Hundehalters gesehen
habe, die sich weigen der armen Hunde die Augen ausgeweint haben und
wegen deren Erschießung im TV losjammerten, wurde mir auch anders!

>Vor ein paar Wochen hatte
>ich hier selber mein Leid mit Hunden ohne Aufsichtsperson geklagt.
>Auch das hast Du nicht gelesen, sobald die Aufsichtsperson fehlt,
>bestimmt einzig der Hund was sein Revier ist.

Du siehst zuviel Kommissar Rex. ;-)

>Vielleicht melden sich ja mal ein paar Briefträger, da springt der
>Hund auch über den höchsten Zaun um ihn anzugreifen.

Dann ist der Zaun zu klein oder der Hund zu groß. ;-)

>Wieviel % der Hunde hälst Du für erzogen? Die Zeit hat kein Mensch,
>es machen zu lassen schon garnicht wegen des Geldes. Der Hund ist
>teuer genug und das Gassi gehen aufwändig genug, da investiert keiner
>mehr.

Keiner ist totaler Blödsinn. Außerdem werden viele Diensthunde in der
Familie gehalten.

>Die Frage ist nur, ob ein Kind auch die Urinstinkte der Neandertaler
>mitbringt die durchschlagen und sein Verhalten umkehren?

Hmmm, wenn ich so mitbekomme, was in Schulen oder Newsgruppen manchmal
abgeht, habe ich daran eher wenig Zweifel.

>Der Agressionstest bei den kritischen
>Rassen geht genau auf dies hinaus.

Völlige Sicherheit gibt es auch dann nicht, wenn man seinen Hund wirklich
gut kennt. Und selbst wenn er nie beißt, kann er dich erschrecken,
umstoßen, im auf den Schwanz treten und ein blödes Unglück passieren.
Jedes Unglück läßt sich leider nicht vermeiden, so tragisch das für jeden
Betroffenen dann auch ist.

Um so schlimmer ist es, wenn bei wirklich deutlichen Gefahren nicht
gehandelt wird, weder vom Halter selbst, noch von der Behörde.

>Sicherlich nicht, sowas kommt kaum zur Anzeige.

Wenn jemand die Nachbarn über sich auf dem Kieker hat, braucht nur
irgendwo ein Hund im Haus zu bellen, schon ist der andere automatisch
Grund zur Beschwerde beim Vermieter. Mietervereine können Lieder davon
singen.

>Das Volk ist sehr
>tierlieb und auch tödliche Vorfälle werden sehr schnell vergessen.

Was Tierliebe angeht, habe ich meine Zweifel. Schlimm ist allerdings
wirklich, daß Kinderliebe hier wohl noch weniger anzutreffen ist. Bei der
Wohnungssuche habe ich das früher schon ohne Kinder, d.h. nur der
"Gefahr" am Ende auch noch welche zu (er)zeugen, arg gestört. War der
Hauptgrund ein eigenes Haus anzuschaffen.

>Am
>Samstag mußte die Polizei HH auch wieder einen Hund erschiessen......

>Patentrezepte kann ich auch keine liefern, abwarten was der Hund
>macht. Sollte er doch angreifen, das Recht auf Notwehr anwenden?

Letztendlích ist das tatsächlich der beste Weg. Reagiert man in
gefahrlosen Situationen unnötig arg und vor allem agressiv gegen Halter
oder Hund, fühlen sich normale Hunde erst bedroht und reagieren erst dann
aggressiv.

Am besten ist es tatsächlich erst mal schnellen Gang aufzuhören und auf
keinen Fall vom Hund wegzulaufen oder auf ihn zu zu gehen. Auf keinen
Fall voreilig nach einem Ast greifen und den Hund einschüchter wollen.
Ist dann kein Halter in der Nähe, der den Hund wirklich im Griff hat,
sehe ich echt schwarz, wenn der Hund sich dann wirklich bedroht fühlt.

Ich stand mal als Azubi im Hamburger Stadtpark, wo wir bei Frost ein
Kabel für einen Notfall im alten Freibad legen mußten. Da kam ein
Rottweiler an und meine Kollegen sind unten in den Schacht geflüchtet,
während ich mit der Spitzhacke noch an der Rinne kloppte. Die habe ich
auch gar nicht weit weg gelegt, den Stil in der Hand behalten und sie
erst mal zwischen den Füßen abgesetzt.

Der Halter kam an und als ich den Hund tatsächlich streicheln konnte rief
er "Keine Angst! Sie ist 'ne ganz Liebe!". Da hätte ich notfalls auch
ausgeholt und dem Hund den Schädel eingeschlagen. Hätte ich da die Hacke
nicht runter genommen, als der Hund vom weiten zu sehen war, noch dazu
sofort als Rottweiler erkennbar, hätte ich wohl auch Grund gehabt.

Aber das ist auch kein Grund gewesen, gleich den Hund zu erschlagen, bloß
weil die Kollegen schon vor Angst ins Loch geflüchtet sind. Gleich tot
hauen und wegen der Bißverletzung, die das auch für einen selbst ergibt
den Halter verklagen? Treffe ich den Hund nicht gleich tödlich, beißt der
sowieso. Am Ende haut man sich die Hacke noch selbst ins Schienbein, wenn
man den Hund damit voreilig erschlagen will. Wirkt Spray sofort und
gleich so, daß der Hund nicht mehr beißt?

Daß dann erst Recht etwas passiert, erscheint mir viel wahrscheinlicher.
Dann kann ich mich immer noch drauf einlassen das Tier anzugreifen und
die Gelegenheit dessen Gebiß zu testen wahrnehmen.

Klar haben meine Kollegen dem Halter auch erzählt, daß wir eine
Scheißangst hatten. Ich auch und war wirklich froh, daß auch dieser Hund
friedlich war. Aber wenn man Hunde mag, dann merkt das ein normaler Hund
auch. Es hilft ganz sicher nicht immer und bei jedem Fall ohne Bißwunde
davon zu kommen. Aber einen Hund zu bedrohen erhöht die Gefahr erheblich.
Greift man ihn dann noch an, verbeißt der sich übel und die Verletzung
wird erheblich schlimmer, als wenn ein Hund zur Einschüchterung "nur" mal
schnappt!

Das gillt alles aber nur für einzelne oder vielleicht zwei Hunde oder
meinetwegen auch viele kleine. Bei zwei oder mehr wildgewodenen
"Kampfhunden", Dobermännern, Schäferhunden, Doggen, Wolfshunden, Huskies,
... na dann Prost Malzeit. Aber die lauern nun wirklich nicht rudelweise
im Park auf Jogger, Skater oder am Spielplatz auf kleine Kinder, um sie
zu frühstücken!

Übrigens: Leute, die auf Hundehalter mit artig an der Leine geführten
Kampfhunden Schimpfkanonaden loslassen und sogar vor TV Kameras zu
solchen Themen demonstrieten, mit wie viel Haß und blödsinniger
Aggresivität sie dann mit Spazierstock und Schirm auf solche Leute
losgehen möchten, die haben meiner Ansicht nach selbst Schuld.

Wer Hundebesitzer samt Hund unnötig bedroht, um seine Haßkanonaden
loszuwerden und nach solchen Schlagzeilen Bildzeitungslynchpolitik gegen
jeden Hund machen will, der darf bei solchen unnötigen Ataken auch kein
Recht bekommen, wenn er dann selbst gebissen wird. Das ist auch gar nicht
mal selten, auch überflüssig und manche machen in der Tat nicht mal vor
Kameras oder vielen Leuten halt, bei jedem Hund, den sie nicht mögen
gleich laut und agressiv Politik zu machen und den Halter anzupöbeln.

Ist sicher nicht die Regel, daß ein Hund beißt auch nicht. Aber wenn er
beißt, sind von meinem Empfinden längst nicht immer Hund und Halter
Schuld, auch wenn das vom Gesetz her vielleicht anders beurteilt wird.
Wird ein Hund völlig unnötig bedroht, gäbe es keine Mark Schadensersatz,
wenn es nach mir ginge und der Fall auch klar ist.

Wenn z.B. jemand auf einem in fremde Häuser einbricht und dort vom
Wachhund halb zerlegt wird, ist das seine eigene Doofheit. Will er gesund
bleiben, soll er das eben lassen! Warnschilder* sind nicht da, damit man
nicht über Hunde stolpert.

Bis denne
Jürgen


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