Frage an die Mitleser - sollte man so ein Verhalten tolerieren ?
Ich fuehlte mich als Mann natuerlich nicht mit "Fotze" angesprochen.
Aber im Grunde genommen haette ich dem schon gerne eine aufs Maul gegeben.
Aber zivilisierte Leute dtun das ja nicht. Also was stattdessen tun ?
Ignorieren ? Diese Typen versuchen es doch immer wieder, wie weit sie
gehen koennen, ohne dass jemand sie zurecht weisst.
Oder soll man ihnen den Gefallen tun und die Polizei rufen, damit sie
eine Platzverweis bekommen ? Dann fuehlen sie sich ja nur noch bestaetigt,
dass deren Beleidigungen angekommen sind und Passanten davon betroffen
waren. Alkso doch eingfach ins Leere laufen lassen ?
Was ist am Besten ?
Martin
|Muss man sich so etwas Gefallen lassen ?
Nein
|"Was hier doch alles vorbeilaeuft - Arsch, Fotze, Schlampen etc..
Zuerst mal den Punker bei seiner Freundin wegen Frauenfeindlichkeit "melden";
das wirkt meistens.
|Oder soll man ihnen den Gefallen tun und die Polizei rufen, damit sie
Nein, da wir dann wieder zum Volk der Denunzianten werden.
| ...auf's Maul hauen
Punker sind in der Regel betrunken und damit ist Dein Notwehrrecht
eingeschränkt!
|Was ist am Besten ?
Ein schönes selbstsicheres Auftreten, das allerdings in gewisser Weise auch
vom eigenen Körperbau abhängt.
Ich hab' selbst jahrelang in besetzten Häusern gelebt. Wie man sich vorstellen
kann, gibt es in solchen Gegenden auch viele "Lungerpunks" die, wie von Dir
beschrieben, den ganzen Tag dumm Leute anmachen. Nach meiner Erfahrung sind
sie meistens nicht gewalttätig und gehen Handgreiflichkeiten lieber aus dem
Weg. Also wenn Du mal einen hübsch anschreist, wird er kaum auf Dich losgehen
und es bei wüsten Beschimpfungen lassen. (Ausnahmen betätigen natürlich die
Regel). Ich hab mal einem (Gruppe von 3 Mann) eine geknallt, weil er mich nach
einer Zigarette genervt hat und als er sie nicht bekam, zog er eine nagelneue
Schachtel aus der Tasche. Die anderen haben nichts gemacht und er auch nicht.
(O.K. so sollte man es nicht machen und ich werde es auch nicht wieder tun;
ist nur als Beispiel für die relative Harmlosigkeit gedacht:)
Aber es bei weitem nicht so gefährlich, sich mit einer Horde Punks anzulegen,
wie mit einem Haufen Faschoskins.
Paul Stein
Die weiß doch gar nicht, was das (Frauenfeindlichkeit) ist.
Andy
Ich hab dich zu den Punks geschoben, da werden sie vielleicht geholfen ;-)
Letztendlich sind wir Deutschen mit unserer fascettenreichen Kultur doch immer
bemueht, Konflikte friedlich zu loesen.
Tschau,
Vava
--
Buddha puo soltanto mostrarci la via. Sta a noi seguirla.
du mußt ja ein ganz kluger sein - kennst dich sogar bei punk-frauen aus. ich
bin beeindruckt.
xxx anja
www.pixelhexe.de/punk
so ein verhalten ist vielleicht nicht sonderlich angenehm für passanten,
aber ich frage mich trotzdem, warum du dich so darüber aufregst, dass du es
hier zum thema machen musst.
gibt es nicht tausend andere sachen, bei denen man viel mehr grund hätte,
sich zu ärgern und sich nicht direkt wehren kann? als fussgänger z.b. der
viele auto-verkehr in einer stadt, die verpestete luft, der motoren-lärm,
die glitzer-schaufenster, die unheimlich nerven können, wenn man kein geld
hat, die gewalt, die tagtäglich durch kalte architektur auf uns ausgeübt
wird?
was sind dagegen ein paar straßen-punx, die dich durch ihr verhalten mal
kurz daran erinnern, dass nicht alle so schön im arbeits-konsum-deutschland
funktionieren wie vater staat das gerne hätte? die dich vielleicht daran
erinnern, dass es noch ein leben jenseits dieser fassade gibt. die du
vielleicht sogar ein bißchen um ihre vermeintliche freiheit beneidest - wer
weiß?
> Ich fuehlte mich als Mann natuerlich nicht mit "Fotze" angesprochen.
> Aber im Grunde genommen haette ich dem schon gerne eine aufs Maul gegeben.
warum? weil du auf einmal den feminist in dir entdeckt hast? die wörter
fotze und schlampe sind doch hier überhaupt nicht der punkt, oder. weil du
dich verbal angegriffen gefühlt hast, hast du dich geärgert. und gemerkt,
dass auf einmal ein ungleichgewicht eingetreten ist - sie in der mehrheit,
du als einzelner in der minderheit.
> Aber zivilisierte Leute dtun das ja nicht. Also was stattdessen tun ?
auf jeden fall keine aufs maul geben, weil man angepöbelt wird - wär doch
wohl ein bißchen überreagiert. wie wär's ganz einfach mit zurückpöbeln?
> ren ? Diese Typen versuchen es doch immer wieder, wie weit sie
> gehen koennen, ohne dass jemand sie zurecht weisst.
quatsch. "diese typen" finden's vielleicht ganz lustig, wenn sich jemand wie
du über sie aufregt. außerdem hindert dich ja niemand daran, sie
zurechtzuweisen (was für ein tolles wort), wenn du das für nötig hältst.
> Oder soll man ihnen den Gefallen tun und die Polizei rufen, damit sie
> eine Platzverweis bekommen ? Dann fuehlen sie sich ja nur noch bestaetigt,
> dass deren Beleidigungen angekommen sind und Passanten davon betroffen
> waren. Alkso doch eingfach ins Leere laufen lassen ?
zum beispiel. und sich über dinge aufregen, die die mühe lohnen - siehe
oben.
> Was ist am Besten ?
der bürgerinitiative PgPp beitreten (Passanten gegen Punkpöbeleien),
gemeinsam einen anwalt nehmen und dann ganz viele pöbelnde punx anklagen. an
den pranger mit ihnen! damit man endlich mal schön draufspucken kann ohne
angst vor denen haben zu müssen <!--wie kennzeichnet man ironie im
usenet???-->
oder aber: schweigen und sich wichtigeren dingen zuwenden.
xxx ANJA
www.pixelhexe.de/punk
pixelhexe wrote:
>
> was sind dagegen ein paar straßen-punx, die dich durch ihr verhalten mal
> kurz daran erinnern, dass nicht alle so schön im arbeits-konsum-deutschland
> funktionieren wie vater staat das gerne hätte? die dich vielleicht daran
> erinnern, dass es noch ein leben jenseits dieser fassade gibt. die du
> vielleicht sogar ein bißchen um ihre vermeintliche freiheit beneidest - wer
> weiß?
Mal abgesehen davon, dass ich die oberen (gelöschten)
Probleme nicht habe, sehe ich _nicht_ ein, mich von einem
anderen Menschen auf offener Strasse beschimpfen lassen zu
müssen. Und: nein - ich beneide diese Menschen nicht um ihre
"Freiheit" - ich habe dienstlich schon einige Strassenpunx
kennengelernt und ich habe sie auch schon auf dem untersten
Punkt ihrer "Strassenkarriere" gesehen - und ich kann darauf
liebend gerne verzichten.
> Ich fuehlte mich als Mann natuerlich nicht mit "Fotze"
angesprochen.
> > Aber im Grunde genommen haette ich dem schon gerne eine aufs Maul gegeben.
>
> warum? weil du auf einmal den feminist in dir entdeckt hast? die wörter
> fotze und schlampe sind doch hier überhaupt nicht der punkt, oder. weil du
> dich verbal angegriffen gefühlt hast, hast du dich geärgert. und gemerkt,
> dass auf einmal ein ungleichgewicht eingetreten ist - sie in der mehrheit,
> du als einzelner in der minderheit.
Es ist eine Frechheit von den Punkern (die wahrheitsgemässe
Aussage vom Poster angenommen), andere Menschen anzubetteln
und wenn sie nichts geben wollen, diese zu beschimpfen. Dazu
noch mit Wörtern aus der untersten Schublade. Und ich als
Passant würde in dem Fall _erst recht_ nichts geben und
gegebenenfalls die Polizei rufen. Denn es kann nicht
angehen, dass sich Passanten einfach beleidigen lassen
müssen.
> > Aber zivilisierte Leute dtun das ja nicht. Also was stattdessen tun ?
>
> auf jeden fall keine aufs maul geben, weil man angepöbelt wird - wär doch
> wohl ein bißchen überreagiert. wie wär's ganz einfach mit zurückpöbeln?
Es _soll_ ja Menschen geben, die sich nicht auf ein solches
Niveau herunter lassen wollen. Schon mal daran gedacht?
--
Regards Ellen / Talena (-SP2-)
---------------------------------------------------
Der Millennium-Bug: Der Irrglaube, daß das neue
Jahrtausend am 01.01.2000 begonnen hat.
|was sind dagegen ein paar straßen-punx, die dich durch ihr verhalten mal
|kurz daran erinnern, dass nicht alle so schön im arbeits-konsum-deutschland
|funktionieren wie vater staat das gerne hätte?
Naja, Punk zu sein, um seinen Protest auszudrücken, das ist ja nun sicher mal
schon seit eingigen Jahren Geschichte. Die, die ich kenne, sind unpolitischer
als Oma Müller von nebenan. Ich mein, da gehört ja nun mal ein bißchen mehr
dazu, als irgendwelche "Gegen ..."-Sticker auf der Jacke zu haben.
|erinnern, dass es noch ein leben jenseits dieser fassade gibt. die du
|vielleicht sogar ein bißchen um ihre vermeintliche freiheit beneidest - wer
|weiß?
Aber ihre "vermeintliche Freiheit" gibt ihnen kein Recht, andere Leute zu
beschimpfen. Sie verlangen doch auch, toleriert zu werden.
|wie wär's ganz einfach mit zurückpöbeln?
..ist wie gesagt nicht allen Leuten möglich, (Selbstvertrauen,
Konstitution...)
| "diese typen" finden's vielleicht ganz lustig, wenn sich jemand wie
|du über sie aufregt.
Ich glaube, auch das war einmal.
|oder aber: schweigen und sich wichtigeren dingen zuwenden.
Warum soll er. Wenn Du meinst, daß es toleriert werden sollte, daß Punkers,
warum auch immer, andere Leute vollmachen dürfen mußt Du auch tolerieren, daß
es jemanden nicht gefällt. Das ist das, was mir alles Alternative in den
letzten Jahren so vergällt hat! Am Tag dreimal nach Toleranz und Verständnis
schreien, aber selbst intolerant hoch 3 sein. Alle, die nicht 100% auf der
Linie schwimmen sind entweder Faschisten, Sexisten, dumm oder bürgerlich.
Stell Dir mal vor, da sitzen 10 punkers und es laufen 10 Schlipsträger vorbei.
Hast Du? Gut. Also, wer wird wohl wen vollnölen??? Und, wer hat damit gezeigt,
wieviel Verständnis er für seine Mitmenschen hat? Und wer ist damit dem
gelobten anderen, freien, selbstbestimmten Leben näher?
(Also, daß Du mich jetzt nicht als Außenstehenden, Unwissenden bla bla
abkanzelst: Ich war Hausbesetzer, einige meiner besten Freunde waren punks,
die aber mit den punks von heute auch nichts mehr anfangen können und ich
denke, daß ich genug Jährchen habe, um hier mitzureden.)
Paul Stein
>On 5 Sep 2000 17:34:08 GMT, "Martin Weihrich" <wei...@gmx.de> wrote:
>| ...auf's Maul hauen
>Punker sind in der Regel betrunken und damit ist Dein Notwehrrecht
>eingeschränkt!
Moment mal. Wegen einer Beleidigung auf's Maul hauen ist ja sowieso
nicht drin. Aber Darf man sich bei einem tätlichen Angriff eines
Betrunkenen nicht verteidigen oder wie?
ciao
Kai
|Moment mal. Wegen einer Beleidigung auf's Maul hauen ist ja sowieso
|nicht drin.
Doch, die Ehre ist ein notwehrfähiges Rechtsgut.
Eine tätliche Notwehr gegen eine Beleidigung setzt aber u. A. deren
Erforderlichkeit aus, d.h. die Tätlichkeit muß das mildeste Mittel sein, um
den Angriff auf die Ehre sofort und ohne Risiko abzuwenden.
Insofern ist es durchaus legitim (bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen
der Notwehr) einer Beleidigung mit einer Ohrfeige zu begegnen.
|Aber Darf man sich bei einem tätlichen Angriff eines Betrunkenen nicht verteidigen oder wie?
Doch, man darf. Im Rahmen der Notwehr kommt es aber neben den
Grundvoraussetzungen der Notwehr und der Erforderlichkeit des Notwehrmittels
auch auf die Gebotenheit an. Gebotenheit meint: die Notwehrhandlung muß
rechtlich geboten, d.h. darf nicht rechtsmißbräuchlich sein.
Aufgrund dieses Grundsatzes ist das Notwehrrecht zB gegenüber schuldlos
Handelnden, wie Kindern, Betrunkenen, Geisteskranken, eingeschränkt. Es wird
also das Interesse des Angegriffenen gegenüber der Rechtsverletzung durch
einen vermindert schuldfähigen/schuldunfähigen Angreifer etwas zurückgestellt.
Konkret bedeutet das, daß Du gegen den rechtswidrigen Angriff eines
Betrunkenen durchaus in Notwehr handeln darfst, Deine Notwehrhandlung muß aber
eben noch geboten sein. Bei einem betrunkenen, Dich böswillig Vollpöbelnden
ist daher die Schwelle der Rechtsmißbräuchlichkeit der Abwehrhandlung tiefer
anzusetzen (damit ist die Abwehrhandlung also noch geboten), als bei einem,
der sich zB in einem Depressivzustand betrunken hat und dann in seinem Kummer
etwas rumstänkert.
Paul Stein
>was sind dagegen ein paar straßen-punx, die dich durch ihr verhalten
>mal kurz daran erinnern, dass nicht alle so schön im
>arbeits-konsum-deutschland funktionieren wie vater staat das gerne
>hätte?
Ach, hör doch mit dem Gesülze auf. Von der echten Punk-Bewegung
Anfang/Mitte der 80'er ist doch weiß Gott nur das Outfit und die
"Exploited"-Plattensammlung übriggeblieben. Das, was da heute durch die
Fußgängerzonen schlurft, ist bestenfalls eine schlechte Karikatur der
damaligen Punkbewegung, die 3/4 der pseudo-trotzigen Jüngelchen sowieso
nur noch vom hörensagen kennt. Da könnt ihr noch so verklärt eure Ratte
befummeln und "Punk`s not dead" als Endlosschleife hören.
really amused,
Stephan
Stimmt. Früher war alles besser. Und weil die Welt böse ist, und die
Menschen schlecht (viel schlechter als früher übrigens), hat es auch
gar keinen Sinn, irgend was ändern zu wollen. Immerhin war früher alles
besser, und man hat alles gegeben. Jetzt ist man weiser (und älter, und
ruhiger, und bequemer, und die Gedanken sind ein bischen bürgerlicher
geworden und der Bierbauch ein bischen fetter), und überhaupt ist
es im Lehnstuhl auch viel gemütlicher ...
... wenn da bloss nicht ab und zu irgendwas pieksen würde, ganz innen
drin ...
>really amused,
>Stephan
Oh yes, here too,
Boris
PS: Sorry wenn ich mit meiner Schenllanalyse danebenlag, aber
es hätte so gewesen sein können ...
oha! bist wohl ganz schön enttäuscht worden von der "echten punk-bewegung"
und den eigenen träumen damals.... ich bin bestimmt keine
"szene-verteidigerin", aber ganz so schlimm, wie du es dir denkst, ist es
bei den kids heute nicht.
deshalb: geh doch mal wieder auf ein konzert! lies doch mal wieder ein
fanzine! trau dich doch mal wieder an die wirklichkeit, bevor du mit
großväterlicher stimme den vergangenen "besseren zeiten"
hinterhertrauerst. - ich darf das sagen, bin nämlich selbst schon steinalt
(und trotzdem noch nicht völlig resigniert :-)
> really amused,
> Stephan
really? na, das läßt doch hoffen,
xxx ANJA
www.pixelhexe.de
|www.pixelhexe.de
hab ich mir mal angeschaut, also ein bißchen mehr ist Punk schon (gewesen) als
"Konzerttips, Rockstars gucken und Termine" :-))
und das war mein letztes posting hier, immerhin sind wir bei de.soc.recht
Paul Stein
Ich möchte Dich mal erleben, wenn man Dich so
bezeichnen würde.
Tschüss
Dietmar
>>| ...auf's Maul hauen
>>Punker sind in der Regel betrunken und damit ist Dein Notwehrrecht
>>eingeschränkt!
>Moment mal. Wegen einer Beleidigung auf's Maul hauen ist ja sowieso
>nicht drin.
Wenn man nicht davon ausgehen kann, daß man auch weiter beleidigt
werden wird, nein.
>Aber Darf man sich bei einem tätlichen Angriff eines
>Betrunkenen nicht verteidigen oder wie?
Ja, aber nur mit Schutzwehr.
--
Ciao, Heiko...
>
>Muss man sich so etwas Gefallen lassen ?
>Laufe ich heute doch in der Fussgaengezone und sitzt so ein
<gesnippt>
Hallo,
sowas aehnliches ist mir heute auch passiert. Nicht mit Punks oder
aehnlichen. Es handelte sich um einige Jugendliche, die die Tuer der
S-Bahn beim Aussteigen blockierten (siestanden einfach da und bewegten
sich nicht.) Ich bin also dann halt mit etwas Druck durchgekommen und
hoerte daraufhin hinter mir "Arschloch".
Ich halte nix davon dann darauf mit aehnlichen Beschimpfungen zu
reagieren, das nuetzt nix und erhoeht nur den Blutdruck.
Ich hab mich nur kurz umgedreht und freundlich gesagt:" Angenehm, ich
bin der Wolfgang".
Der Gesichtsausdruck der jungen Dame war sehenswert ;-)
Gruss Wolfgang
--
vy 73 de DC9FO, Wolfgang
url: http://people.freenet.de/dc9fo/
[Snip]
> Ich hab mich nur kurz umgedreht und freundlich gesagt:" Angenehm, ich
> bin der Wolfgang".
*BG*
Dominik
--
Meine Uhrzeit hatte sich irgendwie verstellt... 8-((
Nepal? Been there... Mt. Everest? 3.305 M lower, but as close as
you can get without climbing... Pics? Lots of them
http://buerger.metropolis.de/dominikboecker/
[Richtiges]
>
> Es ist eine Frechheit von den Punkern (die wahrheitsgemässe
> Aussage vom Poster angenommen), andere Menschen anzubetteln
> und wenn sie nichts geben wollen, diese zu beschimpfen. Dazu
> noch mit Wörtern aus der untersten Schublade. Und ich als
> Passant würde in dem Fall _erst recht_ nichts geben und
> gegebenenfalls die Polizei rufen. Denn es kann nicht
> angehen, dass sich Passanten einfach beleidigen lassen
> müssen.
ACK
Es ist bemerkenswert, wieviel hier dafür plädieren, einfach wegzusehen
oder "sich wichtigeren Dingen" zuzuwenden! Fehlende Zivilcourage ist
das, sonst nichts!
--
Jürgen Schlüter
Westphalia, Germany
PGP: 0x5658AE4C
ICQ: 6274154
Da Du mit Gewalt -trotz Aufforderung-, keinen realname führst, verpasse
ich Dir einen:
Klaus-Baerbel Pixelhexe
lt. dag° bekommen alle pseudos zwangsweise einen Vornamen.
Und zwar alle den einen: Klaus-Baerbel :-)
So, nachdem das nun erledigt ist, auf Deine besonderen Wunsch:
>wie wär's ganz einfach mit zurückpöbeln?
Kommt sofort:
1. wie wärs denn, wenn Du mal die Popel aus Deiner Shift-Taste
rausfummelst und den Sabber davon abwischt, so daß Du die demnächst
wieder benutzen kannst, ohne daß Du Gefahr läufst, daran festzukleben?
2. besser noch, jeh wech! fupped to dag°
3. ich spiele Dir das Lied von TicTacToe: Verpiß Dich!
Tschüß Wolf[pöbel]gang
--
FORTHing @ work | *Cheap* ...pick any
Dipl.-Ing. Wolfgang Allinger | *Fast* *Good* ... *two* of them
Germany ------------------------------------
## KreuzPunkt v3.12d R ## | reply address set
>Andy Glaser(Andy....@glaser-ruder.de) schrieb:
>> ... das ist aber kein Grund, keinen Realnamen hier zu benutzen. Dir
>> als T-Online-Kunde würde ich das aber sehr empfehlen.
[...]
>Wenn man schon jemand aus dem handgelenk heraus anpoebelt, sollte man
>es etwas fundierter machen.
Hä? Anpöbelt? Verstehe ich nicht. Vermutlich ist da eine versch(r)obene
Optik im Spiel.
Kopfschüttel Wolfgang
Ah, mal wieder eine Netzpolitesse unterwegs.
Wenn du die Diskussionen in dsnu verfolgen und auch noch die netiquette
gelesen hättets, wüßtest du daß ein Realname nicht Pflicht ist, und die
wiederholte Aufforderung einen zu verwenden nicht erwünscht ist.
> lt. dag° bekommen alle pseudos zwangsweise einen Vornamen.
> Und zwar alle den einen: Klaus-Baerbel :-)
Dann poste bitte gleich in dag°, und nicht erst hier.
[...restliche unflätigkeiten entfernt...]
Gruss
Alois
[schnipp]
>... wenn da bloss nicht ab und zu irgendwas pieksen würde, ganz innen
>drin ...
>
...aber nur, wenn ich aus Versehen eine Fischgräte verschluckt habe.
cheers,
Stephan
>oha! bist wohl ganz schön enttäuscht worden von der "echten
>punk-bewegung" und den eigenen träumen damals....
Huch - kam das so rüber? :-)
Good heavens, mit Punk hatte ich persönlich - abgesehen von ein paar
IMO wirklich gelungenen LP's wie z.B. von der Anti-Nowhere-League - nun
aber auch gar nix am Hut. Aber einige gute Freunde von mir waren damals
der Szene zuzurechnen, insofern hab' ich die Zeiten schon recht
"hautnah" mitbekommen.
So langsam wird's aber völlig OT, deshalb f'up2.
cheers,
Stephan
>Da Du mit Gewalt -trotz Aufforderung-, keinen realname fuhrst, verpasse
>ich Dir einen:
>
>Klaus-Baerbel Pixelhexe
>
>lt. dag? bekommen alle pseudos zwangsweise einen Vornamen.
>Und zwar alle den einen: Klaus-Baerbel :-)
[klaeglichen flamewar versuch entsorgt]
Ich finde es immer wieder lustig das die Leute die am lautesten nach der
Netiquette schreien nix davon verstanden haben.
pogoanarchistische Gruesse
TerrorMike
--
Abt mit der Peitsche TerrorMike OFM
Traeger der heiligen Kettensaege, Saeufer fuer den Friedensterror!
Rausschmeisser des OFM und Kaempfer wider die satanischen Spammer
Gruppenbeschuetzer (TM) von dssg
>Paul Stein schrieb:
>>
>> |"Was hier doch alles vorbeilaeuft - Arsch, Fotze, Schlampen etc..
>> Zuerst mal den Punker bei seiner Freundin wegen Frauenfeindlichkeit "melden";
>> das wirkt meistens.
>
>Die wei? doch gar nicht, was das (Frauenfeindlichkeit) ist.
Bloedsinn woher willst du das wissen!
Hallo Ellen
>> was sind dagegen ein paar stra?en-punx, die dich durch ihr verhalten mal
>> kurz daran erinnern, dass nicht alle so schon im arbeits-konsum-deutschland
>> funktionieren wie vater staat das gerne hatte? die dich vielleicht daran
>> erinnern, dass es noch ein leben jenseits dieser fassade gibt. die du
>> vielleicht sogar ein bi?chen um ihre vermeintliche freiheit beneidest - wer
>> wei??
>Mal abgesehen davon, dass ich die oberen (geloschten)
>Probleme nicht habe, sehe ich _nicht_ ein, mich von einem
>anderen Menschen auf offener Strasse beschimpfen lassen zu
>mussen. Und: nein - ich beneide diese Menschen nicht um ihre
>"Freiheit" - ich habe dienstlich schon einige Strassenpunx
>kennengelernt und ich habe sie auch schon auf dem untersten
>Punkt ihrer "Strassenkarriere" gesehen - und ich kann darauf
>liebend gerne verzichten.
Wenn du das ursprungsposting richtig gelesen haettest waere dir
aufgefallen das der poebelnde Punk keine Menschen direkt anpsrach
sondern im allgemeinen sich auf die Masse der Leute bezog die dort
rumlief, und wenn sich das eineR dann zu herzen nimmt selbst schuld.
>> warum? weil du auf einmal den feminist in dir entdeckt hast? die worter
>> fotze und schlampe sind doch hier uberhaupt nicht der punkt, oder. weil du
>> dich verbal angegriffen gefuhlt hast, hast du dich geargert. und gemerkt,
>> dass auf einmal ein ungleichgewicht eingetreten ist - sie in der mehrheit,
>> du als einzelner in der minderheit.
>Es ist eine Frechheit von den Punkern (die wahrheitsgemasse
>Aussage vom Poster angenommen), andere Menschen anzubetteln
>und wenn sie nichts geben wollen, diese zu beschimpfen. Dazu
>noch mit Wortern aus der untersten Schublade. Und ich als
>Passant wurde in dem Fall _erst recht_ nichts geben und
>gegebenenfalls die Polizei rufen. Denn es kann nicht
>angehen, dass sich Passanten einfach beleidigen lassen
>mussen.
Es einfach zu ignorieren waere der Beste Weg mehr bringt nix und auch
nur unnoetige Arbeit fuer die Beamten. Das wuerde an dem Verhalten nix
aendern.
Mal andre Frage wenn die Punks nach einer Frage ala "haste mal ne maak"
von den Passanten angepoebelt und beleidigt werden sollten die dann auch
die Polizei rufen?
>> > Aber zivilisierte Leute dtun das ja nicht. Also was stattdessen tun ?
>> auf jeden fall keine aufs maul geben, weil man angepobelt wird - war doch
>> wohl ein bi?chen uberreagiert. wie war's ganz einfach mit zuruckpobeln?
>Es _soll_ ja Menschen geben, die sich nicht auf ein solches
>Niveau herunter lassen wollen. Schon mal daran gedacht?
Aufs Maul geben waere aber ja grade noch weiter unten vom Niveau her und
darum ging es.
>>was sind dagegen ein paar stra?en-punx, die dich durch ihr verhalten
>>mal kurz daran erinnern, dass nicht alle so schon im
>>arbeits-konsum-deutschland funktionieren wie vater staat das gerne
>>hatte?
>Ach, hor doch mit dem Gesulze auf. Von der echten Punk-Bewegung
>Anfang/Mitte der 80'er ist doch wei? Gott nur das Outfit und die
>"Exploited"-Plattensammlung ubriggeblieben. Das, was da heute durch die
>Fu?gangerzonen schlurft, ist bestenfalls eine schlechte Karikatur der
>damaligen Punkbewegung, die 3/4 der pseudo-trotzigen Jungelchen sowieso
>nur noch vom horensagen kennt. Da konnt ihr noch so verklart eure Ratte
>befummeln und "Punk`s not dead" als Endlosschleife horen.
Nope das ist nicht so sicher hat sich auch einiges veraendert und der
Anteil von Spinner und Pseudos ist hoeher. Aber es gibt massig neue
Zines Bands Konzertorte und nicht zuletzt Chaostage und APPD wo vieles
Junges Punkerpack dabei ist. Das Problem ist eher die Wahrnehmung der
Punks die sich geaendert hat dadurch das sie seid 20 Jahren existieren
werden sie nicht mehr so aktiv wargenommen.
|Inwieweit wendet die Ohrfeige einen rechtswidrigen Angriff ab, wenn die
|Beleidigung schon ausgesprochen wurde.
|Da ist der Angriff ja schon
|vorbei.
nein
andauernder angriff:
zwischen den oben zitierten schimpfworten des threadstarters wird ja wohl kaum
jeweils eine deutliche pause gewesen sein
Paul Stein
Mit dem, der sich dazu entscheiden musste Punk zu sein, möchte ich nicht
tauschen. Schliesslich scheinen die Attribute "Arsch - Penner - Fotze -
Schlampe" bestimmte Leute in die Lage zu versetzen, zum Lebensunterhalt
("Haste ma' 'n Euro") des Punks beizutragen. Oder ist das eher ein
symbolischer Akt, um den Nicht-Punks den Spiegel über ihr trostloses,
vom Monetären geprägtes Leben vorzuhalten?
> pogoanarchistische Gruesse
>
> TerrorMike
Sambademokratischer Gruss,
Thomas Neumann
PS. Warum muss Dein Name so furchterregend sein?
Es gibt immer mehr Heinis, kannste zugucken wie die immer mehr werden.
Irgendwann gibt das sowieso Buergerkriegf. Punks sind die himmlischen Vorboten
fuer unrechtmaessige Zustaende.
Tschau,
Vava
--
Buddha puo soltanto mostrarci la via. Sta a noi seguirla.
Logisch sollten die Punks mit`m Handy die Polizei rufen, schliesslich bezahlen
die auch Steuern, das die geholfen kriegen.
>>Ich finde es immer wieder lustig das die Leute die am lautesten nach der
>>Netiquette schreien nix davon verstanden haben.
>>
>
>Es gibt immer mehr Heinis, kannste zugucken wie die immer mehr werden.
>Irgendwann gibt das sowieso Buergerkriegf. Punks sind die himmlischen Vorboten
>fuer unrechtmaessige Zustaende.
Jep dabei ist das Ding doch gar nicht schlecht gedacht.
>> >Stell Dir mal vor, da sitzen 10 punkers und es laufen 10 Schlipstrager vorbei.
>> >Hast Du? Gut. Also, wer wird wohl wen vollnolen??? Und, wer hat damit gezeigt,
>> >wieviel Verstandnis er fur seine Mitmenschen hat? Und wer ist damit dem
>> >gelobten anderen, freien, selbstbestimmten Leben naher?
>> Klar muessen die das nicht tolerieren aber gleich aufs Maul hauen ist
>> schwachsinn.
>Mit dem, der sich dazu entscheiden musste Punk zu sein, mochte ich nicht
>tauschen. Schliesslich scheinen die Attribute "Arsch - Penner - Fotze -
>Schlampe" bestimmte Leute in die Lage zu versetzen, zum Lebensunterhalt
>("Haste ma' 'n Euro") des Punks beizutragen. Oder ist das eher ein
>symbolischer Akt, um den Nicht-Punks den Spiegel uber ihr trostloses,
>vom Monetaren gepragtes Leben vorzuhalten?
Ne die tragen ja grade nix direkt dazu bei (inderekt vielleicht wenn der
punk sozi kriegt oder aehnliches) sonst wuerde der Punk ja nicht poebeln
;-)
>> pogoanarchistische Gruesse
>>
>> TerrorMike
>
>Sambademokratischer Gruss,
>Thomas Neumann
Sambademokraten klingt interessant gibt da auch ne Partei und ein
Programm?
>PS. Warum muss Dein Name so furchterregend sein?
Wieso furchterregend so heisse ich halt.
>>Mal andre Frage wenn die Punks nach einer Frage ala "haste mal ne maak"
>>von den Passanten angepoebelt und beleidigt werden sollten die dann auch
>>die Polizei rufen?
>
>Logisch sollten die Punks mit`m Handy die Polizei rufen, schliesslich bezahlen
>die auch Steuern, das die geholfen kriegen.
Jep die muessen sich ja auch beim verdienen fuer die Steuern auch nicht
anmachen lassen.
>> Klar muessen die das nicht tolerieren aber gleich aufs Maul hauen ist
>> schwachsinn.
>Mit dem, der sich dazu entscheiden musste Punk zu sein, möchte ich nicht
>tauschen.
Ui, ist man schon dazu gezwungen, Punk zu werden ?
--
Ciao, Heiko...
> >Mit dem, der sich dazu entscheiden musste Punk zu sein, möchte ich nicht
> >tauschen.
>
> Ui, ist man schon dazu gezwungen, Punk zu werden ?
Ja, das ist so ähnlich, wie Katholik zu werden - da hat mich auch keiner
gefragt. ;-)
Aber im Ernst: Ich denke, der Grundstein für die 'Entscheidung' Punk zu
sein, wird in einer sehr (zu) frühen Phase der Persönlichkeitsentwicklung
gelegt. Insofern ist 'gezwungen' gar nicht so schlecht getroffen, weil es
die Zwänge sind, in denen man in dieser Zeit lebt und es hinterher ist, wie
mit dem Dick-Sein: Abnehmen ist nun mal schwerer, als zunehmen. Man wird
auch leichter vom Schlipsträger zum Punk, als umgekehrt.
Gruss,
Thomas Neumann
>> lt. dag° bekommen alle pseudos zwangsweise einen Vornamen.
>> Und zwar alle den einen: Klaus-Baerbel :-)
>
>Dann poste bitte gleich in dag°, und nicht erst hier.
Das hättest Du schon machen können, fup war und ist bei mir gesetzt.
Wurde von Dir missachtet und außerdem ein unangekündigter fup gesetzt.
Daher von mir nicht beachtet.
So dokumentierst Du, daß Du Dich von Klaus-Baerbel vermutlich nur durch
Angabe eines realname unterscheidest.
>Ah, mal wieder eine Netzpolitesse unterwegs.
Also aus Deinem Munde ist Netzpolitesse glatt eine Ehrenbezeichnung.
Danke für die Blumen.
>[...Rest entfernt...]
Wol[fg]ang
On 06 Sep 00 at group /de/soc/recht/misc in article
<39b69735...@News.CIS.DFN.DE>
<dc...@freenet.de> (Wolfgang Hampe) wrote:
>Es handelte sich um einige Jugendliche, die die Tuer der
>S-Bahn beim Aussteigen blockierten (siestanden einfach da und bewegten
>sich nicht.) Ich bin also dann halt mit etwas Druck durchgekommen und
>hoerte daraufhin hinter mir "Arschloch".
[...]
>Ich hab mich nur kurz umgedreht und freundlich gesagt:" Angenehm, ich
>bin der Wolfgang".
>Der Gesichtsausdruck der jungen Dame war sehenswert ;-)
Hey, prima, kann den Spruch Original recyclen, werd das demnächst
ausprobieren, hoffentlich denke ich dran :-)
Tschüß Wolfgang
[...]
>Es ist bemerkenswert, wieviel hier dafür plädieren, einfach wegzusehen
>oder "sich wichtigeren Dingen" zuzuwenden! Fehlende Zivilcourage ist
>das, sonst nichts!
Ganz DICK unterschreib.
Und weil ich auch bei realname nicht wegkucke, setze bitte Deinen
Nachnamen dahin, wo jetzt S. steht.
Wenn Du Troll flamen willst, meinetwegen...
...aber nicht hier.
Fup2 de.alt.flame gesetzt.
Gruss
Alois
>> Ui, ist man schon dazu gezwungen, Punk zu werden ?
>Ja, das ist so ahnlich, wie Katholik zu werden - da hat mich auch keiner
>gefragt. ;-)
Ne Punk werden ist eher eine bewusste Entscheidung und vor allem ein
laengerer Prozess das wird mensch nicht durch eine biertaufe.
>Aber im Ernst: Ich denke, der Grundstein fur die 'Entscheidung' Punk zu
>sein, wird in einer sehr (zu) fruhen Phase der Personlichkeitsentwicklung
>gelegt. Insofern ist 'gezwungen' gar nicht so schlecht getroffen, weil es
>die Zwange sind, in denen man in dieser Zeit lebt und es hinterher ist, wie
>mit dem Dick-Sein: Abnehmen ist nun mal schwerer, als zunehmen. Man wird
>auch leichter vom Schlipstrager zum Punk, als umgekehrt.
Nope. Leider kenne ich mehr Punks die langsam zu Schlipstraegern wurden
als umgekehrt. Und auch die maer von der schlimmen Jugend ist einfach
nur Bloedsinn bei den Punks die ich kenne koennten die unterschiedlicher
gar nicht sein.
>>Es ist bemerkenswert, wieviel hier dafur pladieren, einfach wegzusehen
>>oder "sich wichtigeren Dingen" zuzuwenden! Fehlende Zivilcourage ist
>>das, sonst nichts!
>Ganz DICK unterschreib.
Wenn das fehlende Zivilcourage ist muesste jedes Schuetzenfest oder so
in einer Massenschlaegerei enden.
>>> Klar muessen die das nicht tolerieren aber gleich aufs Maul hauen ist
>>> schwachsinn.
>>Mit dem, der sich dazu entscheiden musste Punk zu sein, mochte ich nicht
>>tauschen.
>Ui, ist man schon dazu gezwungen, Punk zu werden ?
irgendwie schon wenn mensch diese Gesellschaft sieht ;-)
On Tue, 05 Sep 2000 23:36:11 +0200, Ellen Fink <Tal...@gmx.net> wrote:
[...]
>Es ist eine Frechheit von den Punkern (die wahrheitsgemässe
>Aussage vom Poster angenommen), andere Menschen anzubetteln
>und wenn sie nichts geben wollen, diese zu beschimpfen. Dazu
Hab mir den Ursprungstext extra noch mal genau angeguckt, und kann
den ursprünglichen Zusammenhang zwischen Betteln und Pöbeln, wie du
ihn hier beschreibst, nicht feststellen. So wie das da stand,
passierten die Sachen einfach parallel.
Die Verknüpfung muss wohl in deinem Kopf passiert sein als (ohne
das jetzt böswillig zu meinen) Resultat von Vorurteilen.
>noch mit Wörtern aus der untersten Schublade. Und ich als
>Passant würde in dem Fall _erst recht_ nichts geben und
>gegebenenfalls die Polizei rufen. Denn es kann nicht
>angehen, dass sich Passanten einfach beleidigen lassen
>müssen.
Wie gesagt, Verknüpfung von zwei unabhängigen Geschehnissen.
Und unabhängig betrachtet, verliert das Ganze dann ziemlich an
Brisanz ...
Mich stimmt dann bloss ein bischen nachdenklich, dass _dir_ das
nicht aufgefallen ist ... sollte mensch als Polizistin (bist du
doch noch, oder ?) da nicht ein besonderes Auge für entwickeln ?
[...]
Gruss, Boris
Martin Weihrich schrieb:
> Was ist am Besten ?
Vielleicht darüber nachdenken, warum unsere Gesellschaft so vilen
jungen Leuten keine Perspektive bietet - und wo man vielleicht selbst
ein kleins bißchen etwas dagegen tun kann.
Unabhängig davon und als "gegenwehr" für den Augenblick: Ein paar
flotte Sprüche auf Lager haben, die den Pöbler dumm dastehen lassen
und die Lacher auf Deine Seite bringen.
Grüßle
Volker
--
"Und im übrigen bin ich der Ansicht, daß die Härtsfeldbahn wieder
aufgebaut werden sollte."http://www.ibwollny.de/haertsfeldbahn/
IBW - Dipl. Ing. (fh) Volker Wollny - Schumannstr. 16, D-73430 Aalen
+49-7361-45 813, +49-172-73 27 257 email: v.wo...@ibwollny.de
Wie schon in einem anderen Posting gesagt, Pöbelei und Bettelei sind
parallel passiert, nicht abhängig voneinander. Insofern halte ich den
Ruf nach Zivilcourage im allgemeinen zwar für sinnvoll und richtig,
in diesem konkreten Fall aber für verfehlt. Da teile ich Anja's
Meinung, daß die Sache einfach zu unwichtig ist - immerhin geht es
hier lediglich um Pöbeleien eines (wahrscheinlichen betrunkenen) Punks,
während wir auf der anderen Seite in einem Land leben, wo in einiger
Regelmässigkeit Ausländer (bzw. Leute, die so aussehen) und auch Punks
Opfer brutalster Gewalt werden. Nicht dass deswegen die Pöbeleien besser
werden, aber IMHO erscheinen sie doch relativ belanglos.
In diesem Zusammenhang erinnert mich der Aufruf zu Zivilcourage dann
auch ein bischen an blinden Aktionismus, an "Volkes Stimme", die
vorzugsweise gegen Schwache wettert. Wenn schon Zivilcourage, dann
doch bitte _für_ Schwache und nicht _gegen_ sie.
Gruss, Boris
Boris Wirtz wrote:
>
> Hi !
>
> On Tue, 05 Sep 2000 23:36:11 +0200, Ellen Fink <Tal...@gmx.net> wrote:
>
> [...]
>
> >Es ist eine Frechheit von den Punkern (die wahrheitsgemässe
> >Aussage vom Poster angenommen), andere Menschen anzubetteln
> >und wenn sie nichts geben wollen, diese zu beschimpfen. Dazu
>
> Hab mir den Ursprungstext extra noch mal genau angeguckt, und kann
> den ursprünglichen Zusammenhang zwischen Betteln und Pöbeln, wie du
> ihn hier beschreibst, nicht feststellen. So wie das da stand,
> passierten die Sachen einfach parallel.
Selbst wenn - dann streiche das anbetteln und setze nur
beschimpfen - und das bin ich auch nicht bereit zu
akzeptieren. Es ist mir jedoch schon viele Male auch so wie
beschrieben passiert. Erst angebettelt und dann, wenn ich
nichts gegeben habe, beschimpft. Das hat mich dazu gebracht,
Punkern kein Geld mehr zu geben. Damit leiden zwar auch die
lieben Typen, aber so ist das Leben nun mal.
> Die Verknüpfung muss wohl in deinem Kopf passiert sein als (ohne
> das jetzt böswillig zu meinen) Resultat von Vorurteilen.
Eher Erfahrungen. In den Jahren in Köln auf der Drogenszene
habe ich mehr als genug jeden Tag mit Punkern zu tun gehabt
(damit möchte ich den Punkern allgemein jetzt keinen
Drogenkonsum unterstellen, aber die beiden Gruppen halten
sich örtlich gesehen meist recht nah beieinander auf). Und
da habe ich auch mehr als genug in diesem Bereich erlebt.
Dies ging sogar bis zur Körperverletzung gegenüber von
Passanten, die nichts geben wollten. Und ehe da jetzt
Rückfragen kamen, die Sache lief so (mit eigenen Augen
beobachtet): Ein Punker, ca. 25 Jahre alt, steht auf der
Kölner Bahnhofstreppe (die vom Bahnhof rauf zum Dom führt -
etwa in mittlerer Höhe) und schnorrt. Ein Passant, um die
50, geht an ihm vorbei. Der Punker geht auf den Mann zu, das
übliche "Hast Du mal ´n paar Pfennige" - der Mann sagt nein,
will weiter gehen. Der Punker hält den Mann am Ärmel fest
und ruft "Eh Mann, komm schon. Nur ´n paar Pfennige", worauf
der Mann wirklich ruhig die Hand des Punkers von seinem Arm
löst und sagt: "Lass mich in Ruhe". Darauf schubst der
Punker den Mann dermassen stark, dass dieser gegen die
Treppen taumelt (die Treppen haben Absätze), dort stolpert
und mit dem Kopf auf die Treppen knallt. Resultat:
Platzwunde. Selber beobachtet und aufgenommen. Alles ist
jetzt ca. 4 Jahre her.
> >noch mit Wörtern aus der untersten Schublade. Und ich als
> >Passant würde in dem Fall _erst recht_ nichts geben und
> >gegebenenfalls die Polizei rufen. Denn es kann nicht
> >angehen, dass sich Passanten einfach beleidigen lassen
> >müssen.
>
> Wie gesagt, Verknüpfung von zwei unabhängigen Geschehnissen.
> Und unabhängig betrachtet, verliert das Ganze dann ziemlich an
> Brisanz ...
Wenn Du meinst. Aber selber wenn das betteln und die
Beleidigungen unabhängig voneinander geschehen sind, finde
ich es trotzdem nicht harmlos, wenn Passanten auf solche Art
betitelt werden. Man sollte den Ursprungsposter noch einmal
fragen, wie er die Situation gesehen hat.
> Mich stimmt dann bloss ein bischen nachdenklich, dass _dir_ das
> nicht aufgefallen ist ... sollte mensch als Polizistin (bist du
> doch noch, oder ?) da nicht ein besonderes Auge für entwickeln ?
Was manche nicht immer alles nachdenklich stimmt.. ich habe
die Situation nicht selber erlebt, sonst könnte ich sie
bestimmt besser beurteilen als aus einem Posting. Trotzdem:
würde ich als Polizist in diese Situation kommen und würde
hören, wie die Punker mit solchen Kraftausdrücken um sich
schmeissen (ob nun beim betteln oder nicht), bekämen sie
bestimmt was passendes von mir zu hören.
--
Regards Ellen / Talena (-SP2-)
---------------------------------------------------
Der Millennium-Bug: Der Irrglaube, daß das neue
Jahrtausend am 01.01.2000 begonnen hat.
> daß die Sache einfach zu unwichtig ist - immerhin geht es hier
> lediglich um Pöbeleien eines (wahrscheinlichen betrunkenen) Punks,
> während wir auf der anderen Seite in einem Land leben, wo in einiger
> Regelmässigkeit Ausländer (bzw. Leute, die so aussehen) und auch Punks
> Opfer brutalster Gewalt werden. Nicht dass deswegen die Pöbeleien
> besser werden, aber IMHO erscheinen sie doch relativ belanglos.
Naja... So extreme Beispiele brauchts doch gar nicht... Wenn ich mir so
meine Umgebung (Berlin) ansehe, sind die Pöbler eigentlich wesentlich
öfter die "guten, integrierten, ordentlichen Bürger", die jeden Punk /
sonstwie "unnormal" aussehenden Menschen auf der Straße anmotzen, oder
(wer traut sich schon das Maul aufzumachen :->) hinter deren Rücken
loslästern...
Wenn Punk schnorrt, heißts: "Geh doch arbeiten, Du [Sau, Assel, Arsch]",
wenn nicht heißts: "Iieeh! Wie sieht die/der dnn aus"... Von
Nettigkeiten wie _miesester_ - wenn überhaupt - Bedienung in Läden, die
nicht explizit "alternativ" oder "billig" sind mal abgesehen. Besonders
"aufmerksame" Behandlung seitens der äääh... Ordnungshüter spar' ich
hier erstmal aus.
Tilman
--
+------------+-------------------------------------------+
|Tilman Ahr | Email: rio...@gmx.net |
| | tilma...@student.hu-berlin.de |
+------------+-------------PGP-Key available by request--+
Hihi, kommt besonders krass, wenn das Arbeitslose sagen.
Tschau,
Vava
--
Jedem wurde ein geschlachtetes Lamm um den Hals gehaengt, dessen Hinterbeine im
Nacken des Verurteilten zusammengebunden waren. War das Lamm abgefault, so dass
nur noch das Skelett uebrig war, dann hatten sie ihre Verbrechen gesuehnt.
> On Wed, 06 Sep 2000 22:36:16 +0200, Jürgen S. <schl...@mail.com> wrote:
[..]
> >Es ist bemerkenswert, wieviel hier dafür plädieren, einfach wegzusehen
> >oder "sich wichtigeren Dingen" zuzuwenden! Fehlende Zivilcourage ist
> >das, sonst nichts!
>
> Wie schon in einem anderen Posting gesagt, Pöbelei und Bettelei sind
> parallel passiert, nicht abhängig voneinander.
Was ist das für eine Unterstellung? Im übrigen: Erfolglose Bettelei
des einen, wird den Pöbelnden nicht besänftigen.
> Insofern halte ich den Ruf nach Zivilcourage im allgemeinen zwar für
> sinnvoll und richtig, in diesem konkreten Fall aber für verfehlt.
> Da teile ich Anja's Meinung, daß die Sache einfach zu unwichtig ist
> - immerhin geht es hier lediglich um Pöbeleien eines
> (wahrscheinlichen betrunkenen) Punks, während wir auf der anderen Seite
> in einem Land leben, wo in einiger Regelmässigkeit Ausländer (bzw. Leute,
> die so aussehen) und auch Punks Opfer brutalster Gewalt werden.
> Nicht dass deswegen die Pöbeleien besser werden, aber IMHO erscheinen
> sie doch relativ belanglos.
Was ist denn wichtig? Schön, wenn sich jeder hinter seiner eigenen
Definition verstecken kann, oder?!
Selbst bei wohl unstreitig "wichtigen" Vorkommnissen, wie
Körperverletzung und Sachbeschädigung suchen selbst handy-bewehrte
Zeitgenossen desinteressiert schnell das Weite.
Ich sah gerade vor ein paar Tagen noch den Test eines Fernsehsenders
an mehreren sehr belebten Orten einer deutschen Großstadt. Dort trat
die Testperson des Senders Beulen in die Karosserie eines Kleinwagens.
Der Prozentsatz der das beobachtenden Passanten, die den "Täter" zur
Rede stellten oder die Polizei riefen, lag im niedrigen einstelligen
Bereich.
Solche Tests gab es in letzter Zeit mehrfach - Pöbeleien in der U-Bahn
und Körperverletzung sind mir in Erinnerung. Die "Drei Affen" hätten
ein Stadion mit ihren Anhängern füllen können.
> In diesem Zusammenhang erinnert mich der Aufruf zu Zivilcourage dann
> auch ein bischen an blinden Aktionismus, an "Volkes Stimme", die
> vorzugsweise gegen Schwache wettert. Wenn schon Zivilcourage, dann
> doch bitte _für_ Schwache und nicht _gegen_ sie.
Rechtsbrecher ist Rechtsbrecher. Was hat das mit "schwach" zu tun?
Persilschein für Schwache?
--
Jürgen Schlüter
Westphalia, Germany
PGP: 0x5658AE4C
ICQ: 6274154
Dito.
> Und weil ich auch bei realname nicht wegkucke, setze bitte Deinen
> Nachnamen dahin, wo jetzt S. steht.
<Watson-Modus>
da steht doch:
> <schl...@mail.com > (Jürgen S.) wrote:
ergo heisst der Verdächtige wohl Jürgen Schlüter
</Watson-Modus>
Ahoi, Dietmar J. Harms
--
Leckere C35-Gehäuse soeben fangfrisch eingetroffen!
VIER 3210-Vibramotoren im Set für schlappe 99,-
ZWEI Datenkabel AOTDB, Nokia, C/Sx5, GD90 je 95,-
und vieles mehr bei http://www.TachHarms.de
Das mag auch daran liegen, wie stiefmütterlich "zivilcouragierte"
Nothelfer von Staat, Justiz und Gesellschaft behandelt werden,
insbesondere wenn sie sich bei der Hilfe verletzen.
Überspitzt formuliert: Die Täter werden von der Justiz möglichst weich
in Watte gepackt, das Opfer als der eigentliche Täter betrachtet und
der Helfer bekommt einen Tritt in die Weichteile. Wenn er Pech hat,
verklagt ihn auch noch der Täter auf Schmerzensgeld... :-(
Zivilcourage muß nicht nur vollmundig gefordert werden, sondern auch
unterstützt werden.
Gruß Gerd
><Watson-Modus>
>da steht doch:
>> <schl...@mail.com > (Jürgen S.) wrote:
>
>ergo heisst der Verdächtige wohl Jürgen Schlüter
></Watson-Modus>
Kann schon sein, aber dann wäre der korrekte realname (Jürgen Schlüter),
noch besser (Juergen Schlueter).
Ich habe nicht unterstellt, sondern eine (imho falsche) Unterstellung
richtiggestellt.
<Zitat Originalposting>
Laufe ich heute doch in der Fussgaengezone und sitzt so ein
Punk nebendrea^H^Han. Ein Stueck weiter vorne hatten schon seine
Kollegen und Zechkumpelsa^H etwa 90 Prozent des Gehweges blockiert,
sodass Passanten nur schlecht vorbeikamen. Natuerlich kam es auch
zu Bettelei um eimne Mark - aber wie ! Ein einziges Gegroele.
Nun ja. Und dieser andere Punk geifertte die Passanten an:
"Was hier doch alles vorbeilaeuft - Arsch, Fotze, Schlampen etc..
<\Zitat>
Ich kann keinen Zusammenhang zwischen Pöbeln und Betteln entdecken ...
wenn du einen siehst, erklaer ihn mir doch bitte.
>> Insofern halte ich den Ruf nach Zivilcourage im allgemeinen zwar für
>> sinnvoll und richtig, in diesem konkreten Fall aber für verfehlt.
>> Da teile ich Anja's Meinung, daß die Sache einfach zu unwichtig ist
>> - immerhin geht es hier lediglich um Pöbeleien eines
>> (wahrscheinlichen betrunkenen) Punks, während wir auf der anderen Seite
>> in einem Land leben, wo in einiger Regelmässigkeit Ausländer (bzw. Leute,
>> die so aussehen) und auch Punks Opfer brutalster Gewalt werden.
>> Nicht dass deswegen die Pöbeleien besser werden, aber IMHO erscheinen
>> sie doch relativ belanglos.
>
>Was ist denn wichtig? Schön, wenn sich jeder hinter seiner eigenen
>Definition verstecken kann, oder?!
Je gravierender die Beeinträchtigung des "Opfers" durch eine Handlung,
desto schwerwiegender die Tat und desto wichtiger Vermeidung/Verhinderung.
zB. konkret :
Mord > Körperverletzung > Pöbelei
Das Prinzip gilt IMHO auch für anscheinend gleichen "Taten" - zB. ist
es für mich gravierender, wenn ein Deutscher zu einem Asylanten
"Scheißasylant" sagt, als wenn ein Asylant zu einem Deutschen
"Scheißdeutscher" sagt.
>Selbst bei wohl unstreitig "wichtigen" Vorkommnissen, wie
>Körperverletzung und Sachbeschädigung suchen selbst handy-bewehrte
>Zeitgenossen desinteressiert schnell das Weite.
>Ich sah gerade vor ein paar Tagen noch den Test eines Fernsehsenders
>an mehreren sehr belebten Orten einer deutschen Großstadt. Dort trat
>die Testperson des Senders Beulen in die Karosserie eines Kleinwagens.
>Der Prozentsatz der das beobachtenden Passanten, die den "Täter" zur
>Rede stellten oder die Polizei riefen, lag im niedrigen einstelligen
>Bereich.
>Solche Tests gab es in letzter Zeit mehrfach - Pöbeleien in der U-Bahn
>und Körperverletzung sind mir in Erinnerung. Die "Drei Affen" hätten
>ein Stadion mit ihren Anhängern füllen können.
*nod* Bloss handelte es sich _hier_ nicht um Körperverletzung und
Sachbeschädigung. Ich find's ja gut, dass man sich wegen Fehlen
von Zivilcourage aufregt, aber man sollte sich schon überlegen,
woran man dann die Empörung festmacht. Die Gefahr besteht, dass
man sich einen einfachen Fall aussucht, bei dem einem die
gesellschaftliche Unterstützung sicher ist (zB. gegen gesellschaftliche
Aussenseiter), wo man dann relativ gefahrlos sein Unwohlsein
loswerden kann. Hat man sich einmal derart verausgabt, kann man sich
dann innerlich zur Ruhe setzen - immerhin (so glaubt man) hat man ja
schon unternommen, was in den eigenen Kräften steht.
Nur um das noch mal klarzustellen, ich sag nicht, dass das bei dir
zutrifft, ich sag nur, daß das relativ häufig in relativ ähnlichen
Situationen der Fall ist.
>> In diesem Zusammenhang erinnert mich der Aufruf zu Zivilcourage dann
>> auch ein bischen an blinden Aktionismus, an "Volkes Stimme", die
>> vorzugsweise gegen Schwache wettert. Wenn schon Zivilcourage, dann
>> doch bitte _für_ Schwache und nicht _gegen_ sie.
>
>Rechtsbrecher ist Rechtsbrecher. Was hat das mit "schwach" zu tun?
>Persilschein für Schwache?
Nein. Aber Zivilcourage dort, wo's eher drauf ankommt.
Gruss, Boris
>> da? die Sache einfach zu unwichtig ist - immerhin geht es hier
>> lediglich um Pobeleien eines (wahrscheinlichen betrunkenen) Punks,
>> wahrend wir auf der anderen Seite in einem Land leben, wo in einiger
>> Regelmassigkeit Auslander (bzw. Leute, die so aussehen) und auch Punks
>> Opfer brutalster Gewalt werden. Nicht dass deswegen die Pobeleien
>> besser werden, aber IMHO erscheinen sie doch relativ belanglos.
>Naja... So extreme Beispiele brauchts doch gar nicht... Wenn ich mir so
>meine Umgebung (Berlin) ansehe, sind die Pobler eigentlich wesentlich
>ofter die "guten, integrierten, ordentlichen Burger", die jeden Punk /
>sonstwie "unnormal" aussehenden Menschen auf der Stra?e anmotzen, oder
>(wer traut sich schon das Maul aufzumachen :->) hinter deren Rucken
>loslastern...
>Wenn Punk schnorrt, hei?ts: "Geh doch arbeiten, Du [Sau, Assel, Arsch]",
>wenn nicht hei?ts: "Iieeh! Wie sieht die/der dnn aus"... Von
>Nettigkeiten wie _miesester_ - wenn uberhaupt - Bedienung in Laden, die
>nicht explizit "alternativ" oder "billig" sind mal abgesehen. Besonders
>"aufmerksame" Behandlung seitens der aaah... Ordnungshuter spar' ich
>hier erstmal aus.
komisch das die dazu schweigen als ich meinte ob die Punks dann auch die
Bullen rufen sollen.
>> Hab mir den Ursprungstext extra noch mal genau angeguckt, und kann
>> den ursprunglichen Zusammenhang zwischen Betteln und Pobeln, wie du
>> ihn hier beschreibst, nicht feststellen. So wie das da stand,
>> passierten die Sachen einfach parallel.
>Selbst wenn - dann streiche das anbetteln und setze nur
>beschimpfen - und das bin ich auch nicht bereit zu
>akzeptieren. Es ist mir jedoch schon viele Male auch so wie
>beschrieben passiert. Erst angebettelt und dann, wenn ich
>nichts gegeben habe, beschimpft. Das hat mich dazu gebracht,
>Punkern kein Geld mehr zu geben. Damit leiden zwar auch die
>lieben Typen, aber so ist das Leben nun mal.
das ist doch auch wieder daneben eine totale Verallgemeinerung.
>> Die Verknupfung muss wohl in deinem Kopf passiert sein als (ohne
>> das jetzt boswillig zu meinen) Resultat von Vorurteilen.
>Eher Erfahrungen. In den Jahren in Koln auf der Drogenszene
>habe ich mehr als genug jeden Tag mit Punkern zu tun gehabt
>(damit mochte ich den Punkern allgemein jetzt keinen
>Drogenkonsum unterstellen, aber die beiden Gruppen halten
>sich ortlich gesehen meist recht nah beieinander auf). Und
ne die halten sich meist halt zentral in den staedten auf. Punk hat mit
Drogen nix zu tun. Alk und Kannabis mal ausgenommen.
>da habe ich auch mehr als genug in diesem Bereich erlebt.
>Dies ging sogar bis zur Korperverletzung gegenuber von
>Passanten, die nichts geben wollten. Und ehe da jetzt
>Ruckfragen kamen, die Sache lief so (mit eigenen Augen
>beobachtet): Ein Punker, ca. 25 Jahre alt, steht auf der
>Kolner Bahnhofstreppe (die vom Bahnhof rauf zum Dom fuhrt -
>etwa in mittlerer Hohe) und schnorrt. Ein Passant, um die
>50, geht an ihm vorbei. Der Punker geht auf den Mann zu, das
>ubliche "Hast Du mal ?n paar Pfennige" - der Mann sagt nein,
>will weiter gehen. Der Punker halt den Mann am Armel fest
>und ruft "Eh Mann, komm schon. Nur ?n paar Pfennige", worauf
>der Mann wirklich ruhig die Hand des Punkers von seinem Arm
>lost und sagt: "Lass mich in Ruhe". Darauf schubst der
>Punker den Mann dermassen stark, dass dieser gegen die
>Treppen taumelt (die Treppen haben Absatze), dort stolpert
>und mit dem Kopf auf die Treppen knallt. Resultat:
>Platzwunde. Selber beobachtet und aufgenommen. Alles ist
>jetzt ca. 4 Jahre her.
Natuerlich ist sowas bestimmt auch passiert genau wie uebergriffe von
"normalen" Passanten auf Punks aber das sind beides nicht die Regel.
>> Wie gesagt, Verknupfung von zwei unabhangigen Geschehnissen.
>> Und unabhangig betrachtet, verliert das Ganze dann ziemlich an
>> Brisanz ...
>Wenn Du meinst. Aber selber wenn das betteln und die
>Beleidigungen unabhangig voneinander geschehen sind, finde
>ich es trotzdem nicht harmlos, wenn Passanten auf solche Art
>betitelt werden. Man sollte den Ursprungsposter noch einmal
>fragen, wie er die Situation gesehen hat.
ich habe es so verstanden das der eine (betrunkene) Punk in der Gegend
rumgeschriehen hat ohne Personen direkt anzusprechen. Ist mir in der Art
ueberigens auch schon passiert das ich voellig genervt rumgeschriehen
habe was fuer hohle ausdruckslose ***** hier rumlaufen.
>> Mich stimmt dann bloss ein bischen nachdenklich, dass _dir_ das
>> nicht aufgefallen ist ... sollte mensch als Polizistin (bist du
>> doch noch, oder ?) da nicht ein besonderes Auge fur entwickeln ?
>Was manche nicht immer alles nachdenklich stimmt.. ich habe
>die Situation nicht selber erlebt, sonst konnte ich sie
>bestimmt besser beurteilen als aus einem Posting. Trotzdem:
>wurde ich als Polizist in diese Situation kommen und wurde
>horen, wie die Punker mit solchen Kraftausdrucken um sich
>schmeissen (ob nun beim betteln oder nicht), bekamen sie
>bestimmt was passendes von mir zu horen.
Wenn du besser die Polizisten im allgemeinen so bei jedem Besoffenen auf
Schuetzen oder sonstigen Festen reagieren wuerden waere die verdammt
schnell ziemlich lehr.
Michael 'TerrorMike' Tilsner wrote:
>
> On Fri, 08 Sep 2000 22:48:04 +0200, "Tilman Ahr" <rio...@gmx.net>
> wrote:
>
> >Wenn Punk schnorrt, hei?ts: "Geh doch arbeiten, Du [Sau, Assel, Arsch]",
> >wenn nicht hei?ts: "Iieeh! Wie sieht die/der dnn aus"... Von
> >Nettigkeiten wie _miesester_ - wenn uberhaupt - Bedienung in Laden, die
> >nicht explizit "alternativ" oder "billig" sind mal abgesehen. Besonders
> >"aufmerksame" Behandlung seitens der aaah... Ordnungshuter spar' ich
> >hier erstmal aus.
>
> komisch das die dazu schweigen als ich meinte ob die Punks dann auch die
> Bullen rufen sollen.
Ich denke, der einzige Grund, davon abzusehen, liegt wohl in
der inneren Einstellung der Punks zur Polizei. Ansonsten bin
ich der Meinung: niemand hat sich beleidigen zu lassen. Kein
"normaler Schlipsträger" und auch kein Punk. Wenn es Dich
stört, dann rufe die Polizei. Es ist immerhin eine
Beleidigung.
Und wenn es Dich nicht stört, dann lass es sein - aber Du
kannst wohl keinen Menschen zwingen, Beleidigungen zu
akzeptieren, wenn er das nicht will.
Michael 'TerrorMike' Tilsner wrote:
>
> On Fri, 08 Sep 2000 19:14:45 +0200, Ellen Fink <Tal...@gmx.net> wrote:
>
> >Punkern kein Geld mehr zu geben. Damit leiden zwar auch die
> >lieben Typen, aber so ist das Leben nun mal.
>
> das ist doch auch wieder daneben eine totale Verallgemeinerung.
Ja - das habe ich ja selber geschrieben.. aber wenn ihr eure
eigenen "Gruppen" nicht unter Kontrolle bekommt - wer dann?
Auf mich hören die Damen und Herren selbst in Uniform ja
wohl selten (was in einigen Fällen damals in Köln mit einer
Ingewahrsamnahme zur Durchsetzung eines Platzverweises
geführt hat - mit Genehmigung und "Kopfnicken" jedes
einzelnen Falles durch die zuständigen Richter). Wenn einige
von euch sich nicht an die grundlegenden Regeln des
Zusammenlebens halten wollen oder können, müsst ihr euch
nicht wundern, wenn Menschen wie ich sich entschlossen
haben, euch im Privatbereich so weit wie möglich zu
ignorieren. Ganz ehrlich: wenn ihr irgendeine Aussage mit
eurem Verhalten und Aussehen darstellen wollt, so habt ihr
das bisher nicht wirklich gut gemacht.
> >> Die Verknupfung muss wohl in deinem Kopf passiert sein als (ohne
> >> das jetzt boswillig zu meinen) Resultat von Vorurteilen.
> >Eher Erfahrungen. In den Jahren in Koln auf der Drogenszene
> >habe ich mehr als genug jeden Tag mit Punkern zu tun gehabt
> >(damit mochte ich den Punkern allgemein jetzt keinen
> >Drogenkonsum unterstellen, aber die beiden Gruppen halten
> >sich ortlich gesehen meist recht nah beieinander auf). Und
>
> ne die halten sich meist halt zentral in den staedten auf. Punk hat mit
> Drogen nix zu tun. Alk und Kannabis mal ausgenommen.
Was auch Drogen sind. In Köln ist z.B. der Hauptbahnhof, der
Neumarkt und quasi halb Kalk der Umschlagplatz von Drogen.
Leider sind diese Bereiche auch die Haupttreffpunkte von den
Punks gewesen (zumindest zu der Zeit, in der ich da war). Da
war eine räumliche Distanz nicht gegeben, womit ich wohl
oder übel genug Geschichten mit Punks miterlebt habe.
> >Treppen taumelt (die Treppen haben Absatze), dort stolpert
> >und mit dem Kopf auf die Treppen knallt. Resultat:
> >Platzwunde. Selber beobachtet und aufgenommen. Alles ist
> >jetzt ca. 4 Jahre her.
>
> Natuerlich ist sowas bestimmt auch passiert genau wie uebergriffe von
> "normalen" Passanten auf Punks aber das sind beides nicht die Regel.
Das hoffe ich wohl. Der Passant hatte das Glück, dass die
Polizei gleich "nebenan" stand. Denn der Punk versuchte
wohl, die Biege zu machen, als er unserer Anwesenheit gewahr
wurde. Dennoch plädiere ich in jedem Fall dafür, die Polizei
zu rufen, wenn die Rechte oder die körperliche
Unversehrtheit eines Menschen verletzt wurde. Egal ob Punk
oder sonstiger.
> >betitelt werden. Man sollte den Ursprungsposter noch einmal
> >fragen, wie er die Situation gesehen hat.
>
> ich habe es so verstanden das der eine (betrunkene) Punk in der Gegend
> rumgeschriehen hat ohne Personen direkt anzusprechen. Ist mir in der Art
> ueberigens auch schon passiert das ich voellig genervt rumgeschriehen
> habe was fuer hohle ausdruckslose ***** hier rumlaufen.
Dein Problem. Wenn Du Dich nicht unter Kontrolle hast.
> >horen, wie die Punker mit solchen Kraftausdrucken um sich
> >schmeissen (ob nun beim betteln oder nicht), bekamen sie
> >bestimmt was passendes von mir zu horen.
>
> Wenn du besser die Polizisten im allgemeinen so bei jedem Besoffenen auf
> Schuetzen oder sonstigen Festen reagieren wuerden waere die verdammt
> schnell ziemlich lehr.
Habe ich von Betrunkenen geredet? Ich meine Beschimpfungen
und Beleidigungen. Und wenn jemand auf dem Schützenfest
(komisch - in meiner Gegend sind die Schützenfeste bis auf
ein, zwei kleinerer Hauereien immer ruhig) solche Sachen
macht, dann braucht man meist keine Polizei, weil derjenige
wohl an die frische Luft gesetzt wird. Und wenn er Ärger
macht, dann ist immer noch der Weg offen, die Polizei zu
rufen.
> Michael 'TerrorMike' Tilsner wrote:
> >
> > On Fri, 08 Sep 2000 19:14:45 +0200, Ellen Fink <Tal...@gmx.net> wrote:
> >
>
> > >Punkern kein Geld mehr zu geben. Damit leiden zwar auch die
> > >lieben Typen, aber so ist das Leben nun mal.
Nope, ich leide nicht darunter, wenn Du irgendwem kein Geld gibst.
> > das ist doch auch wieder daneben eine totale Verallgemeinerung.
>
> Ja - das habe ich ja selber geschrieben.. aber wenn ihr eure
> eigenen "Gruppen" nicht unter Kontrolle bekommt - wer dann?
*Ich will vielleicht gar nicht meine eigene "Gruppe" unter Kontrolle
bekommen*, werteste Ellen. Ich hab' überhaupt keinen Bock, Polizei zu
spielen - wenn einer ein wenig rumprollt und rumgröhlt dann lass ich
ihn, zumal er sich danach wahrscheinlich sehr viel wohler fühlen wird.
> Auf mich hören die Damen und Herren selbst in Uniform ja wohl selten
> (was in einigen Fällen damals in Köln mit einer Ingewahrsamnahme zur
> Durchsetzung eines Platzverweises geführt hat - mit Genehmigung und
> "Kopfnicken" jedes einzelnen Falles durch die zuständigen
> Richter).
Wie letztens bei den Chaos-Tagen? Als ich als Hannoveraner verhaftet
wurde, weil ich mein Rad durch die Nordstadt geschoben habe? (Ich war
auf dem Nachhauseweg) Trotz vorgezeigtem Presseausweis ("der schützt
dich jetzt auch nicht mehr"), aufgrund eines Befehls des Einsatzleiters
"jetzt alles, was sich bewegt" in Gewahrsam zu nehmen? (Ich stand - dank
Presseausweis - nicht nur hinter den Linien sondern just in dem Moment,
als der Befehl rausging, auch neben dem Einsatzleiter)
> Wenn einige von euch sich nicht an die grundlegenden Regeln des
> Zusammenlebens halten wollen oder können, müsst ihr euch nicht
> wundern, wenn Menschen wie ich sich entschlossen haben, euch im
> Privatbereich so weit wie möglich zu ignorieren. Ganz ehrlich: wenn
> ihr irgendeine Aussage mit eurem Verhalten und Aussehen darstellen
> wollt, so habt ihr das bisher nicht wirklich gut gemacht.
Und beruflich pöbeln Menschen wie Du? Was mußte sich unsereins während
der Chaos-Tage von Seiten der sog. "Ordnungsmacht" alles gefallen
lassen. Nicht nur, daß ich konsequent gedutzt wurde, die Unterbringung
in Freiluftkäfigen auch alles andere als menschenwürdig ist, die
Sprüche, die über uns gemacht wurden ("Ihr seid schlimmer als Hunde")
sind wohl auch von einer Sorte, die man mindestens als faschistoid
bezeichnen muß.
Im übrigen finde ich es interessant, mit welcher Verachtung manche
Kollegen von Dir das Wort "Bürger" auszusprechen in der Lage sind. "Alle
einsperren am besten", scheint das zu sein, was diese Beamten eigentlich
denken.
> > >> Die Verknupfung muss wohl in deinem Kopf passiert sein als (ohne
> > >> das jetzt boswillig zu meinen) Resultat von Vorurteilen.
>> >Eher Erfahrungen. In den Jahren in Koln auf der Drogenszene habe ich
>> >mehr als genug jeden Tag mit Punkern zu tun gehabt (damit mochte ich
>> >den Punkern allgemein jetzt keinen Drogenkonsum unterstellen, aber
>> >die beiden Gruppen halten sich ortlich gesehen meist recht nah
>> >beieinander auf). Und ne die halten sich meist halt zentral in den
>> >staedten auf.
> > Punk hat mit Drogen nix zu tun. Alk und Kannabis mal ausgenommen.
> Was auch Drogen sind.
*lol* Ja, Cannabis und Alkohol sind Drogen. "Alle einsperren am besten"
- schließlich haben das Cannabis und Alk mit Heroin und co. gemeinsam.
[...]
> > >betitelt werden. Man sollte den Ursprungsposter noch einmal
> > >fragen, wie er die Situation gesehen hat.
> >
> > ich habe es so verstanden das der eine (betrunkene) Punk in der Gegend
> > rumgeschriehen hat ohne Personen direkt anzusprechen. Ist mir in der Art
> > ueberigens auch schon passiert das ich voellig genervt rumgeschriehen
> > habe was fuer hohle ausdruckslose ***** hier rumlaufen.
>
> Dein Problem. Wenn Du Dich nicht unter Kontrolle hast.
Dein Glück, das Du ein völlig rationaler Mensch bist, der sich immer
unter Kontrolle hat. Wie schaffst Du das? Merkst Du nicht, das
irgendetwas nicht stimmt in diesem Lande? Gerade in Deinem Job
(Polizistin) bist Du doch tagtäglich mit Kriminalität
konfrontiert. Siehst Du wirklich keinen Unterschied zwischen dem
Kleinkriminellen und Flick? Hast Du Dir nie Gedanken darüber gemacht, ob
man sich nicht eigentlich fragen sollte, warum der Hungernde im
Angesicht des Reichtums *nicht* stiehlt, als warum er stiehlt? Hast Du
Dir nie die Frage gestellt, was ein größeres Verbrechen darstellt: die
Gründung einer Bank oder die Ausraubung einer solchen?
> > >horen, wie die Punker mit solchen Kraftausdrucken um sich
> > >schmeissen (ob nun beim betteln oder nicht), bekamen sie
> > >bestimmt was passendes von mir zu horen.
Jau, das kann ich mir vorstellen.
> > Wenn du besser die Polizisten im allgemeinen so bei jedem Besoffenen
> > auf Schuetzen oder sonstigen Festen reagieren wuerden waere die
> > verdammt schnell ziemlich lehr.
>
> Habe ich von Betrunkenen geredet? Ich meine Beschimpfungen
> und Beleidigungen. Und wenn jemand auf dem Schützenfest
> (komisch - in meiner Gegend sind die Schützenfeste bis auf
> ein, zwei kleinerer Hauereien immer ruhig) solche Sachen
> macht, dann braucht man meist keine Polizei, weil derjenige
> wohl an die frische Luft gesetzt wird. Und wenn er Ärger
> macht, dann ist immer noch der Weg offen, die Polizei zu
> rufen.
Du kennst andere Schützenfeste als ich. Liegt vielleicht daran, daß auf
den Schützenfesten, auf denen ich war, ich immer das Opfer solcher ein,
zwei kleinerer Hauereien gewesen bin, daß zudem noch an die frische Luft
gesetzt wurde. Dann allerdings noch die Polizei zu rufen, hat sich
keiner mehr getraut. Vielleicht war danach dann auch alles ruhig, das
kann ich nicht beurteilen.
olli
--
Wir hätten nicht die Scheiße, die wir haben, wären wir nicht die Scheiße,
die wir sind. --- Herbert Marcuse
> Ich denke, der einzige Grund, davon abzusehen, liegt wohl in
> der inneren Einstellung der Punks zur Polizei. Ansonsten bin
> ich der Meinung: niemand hat sich beleidigen zu lassen. Kein
> "normaler Schlipsträger" und auch kein Punk. Wenn es Dich
> stört, dann rufe die Polizei. Es ist immerhin eine
> Beleidigung.
Was aber, wenn die bereits vor Ort ist und genau das Problem darstellt?
--
Aber wir sind nicht verloren, und wir werden siegen, wenn wir zu lernen nicht
verlernt haben. Und sollte die heutige Führerin des Proletariats, die
Sozialdemokratie, nicht zu lernen verstehen, dann wird sie untergehen, "um den
Menschen Platz zu machen, die einer neuen Welt gewachsen sind" (K. Marx).
-- Rosa Luxemburg
>> komisch das die dazu schweigen als ich meinte ob die Punks dann auch die
>> Bullen rufen sollen.
>Ich denke, der einzige Grund, davon abzusehen, liegt wohl in
>der inneren Einstellung der Punks zur Polizei. Ansonsten bin
>ich der Meinung: niemand hat sich beleidigen zu lassen. Kein
>"normaler Schlipstrager" und auch kein Punk. Wenn es Dich
>stort, dann rufe die Polizei. Es ist immerhin eine
>Beleidigung.
den Polizisten der dem nachgehen wuerde moechte ich sehen. nen versuch
waere es aber durchaus mal wert. Ich weiss leider jetzt schon wer dann
den aerger bekommt aber vielleicht werde ich ja ueberascht.
>> >Punkern kein Geld mehr zu geben. Damit leiden zwar auch die
>> >lieben Typen, aber so ist das Leben nun mal.
>> das ist doch auch wieder daneben eine totale Verallgemeinerung.
>Ja - das habe ich ja selber geschrieben.. aber wenn ihr eure
>eigenen "Gruppen" nicht unter Kontrolle bekommt - wer dann?
Warum sollten Gruppen ueberhaupt unter Kontrolle sein?
>Auf mich horen die Damen und Herren selbst in Uniform ja
>wohl selten (was in einigen Fallen damals in Koln mit einer
>Ingewahrsamnahme zur Durchsetzung eines Platzverweises
>gefuhrt hat - mit Genehmigung und "Kopfnicken" jedes
>einzelnen Falles durch die zustandigen Richter). Wenn einige
>von euch sich nicht an die grundlegenden Regeln des
>Zusammenlebens halten wollen oder konnen, musst ihr euch
>nicht wundern, wenn Menschen wie ich sich entschlossen
>haben, euch im Privatbereich so weit wie moglich zu
>ignorieren. Ganz ehrlich: wenn ihr irgendeine Aussage mit
>eurem Verhalten und Aussehen darstellen wollt, so habt ihr
>das bisher nicht wirklich gut gemacht.
Ich hoere auch nicht mehr auf einen menschen ur weil er oder sie eine
Uniform traegt. Vernuenftig vorgetragene Argumente wirken bei mir egal
ob inna Uniform oder nicht. Leider lassen grade diese viele (nicht alle)
Beamte vermissen.
Natuerlich halten wir uns auch an grundlegende Regeln vom
zusammenlaeben, nur sind diese teilweise verschieden mit den Euren. Es
gibt da so einen schoenen alten DemoSpruch "fuer eine Welt in der es
viele Welten gibt"
>> >> Die Verknupfung muss wohl in deinem Kopf passiert sein als (ohne
>> >> das jetzt boswillig zu meinen) Resultat von Vorurteilen.
>> >Eher Erfahrungen. In den Jahren in Koln auf der Drogenszene
>> >habe ich mehr als genug jeden Tag mit Punkern zu tun gehabt
>> >(damit mochte ich den Punkern allgemein jetzt keinen
>> >Drogenkonsum unterstellen, aber die beiden Gruppen halten
>> >sich ortlich gesehen meist recht nah beieinander auf). Und
>> ne die halten sich meist halt zentral in den staedten auf. Punk hat mit
>> Drogen nix zu tun. Alk und Kannabis mal ausgenommen.
>Was auch Drogen sind. In Koln ist z.B. der Hauptbahnhof, der
>Neumarkt und quasi halb Kalk der Umschlagplatz von Drogen.
>Leider sind diese Bereiche auch die Haupttreffpunkte von den
>Punks gewesen (zumindest zu der Zeit, in der ich da war). Da
>war eine raumliche Distanz nicht gegeben, womit ich wohl
>oder ubel genug Geschichten mit Punks miterlebt habe.
Klar sind das auch Drogen im weiteren Sinn aber nicht das was im
allgemeinen mit Dorgenszene gemeint ist. Wir haben beide unsere
Erfahrungen mit der "andren" Seite gemacht sollten dabei aber nicht
verallgemeinern oder die Gruende fuer manche Verhaltensweisen ausser
Acht lassen. Sogar waerend der CHaostage gab es ein paar nette
vernuenftige Beamte (leider waren diese in der absoluten Minderheit).
>wurde. Dennoch pladiere ich in jedem Fall dafur, die Polizei
>zu rufen, wenn die Rechte oder die korperliche
>Unversehrtheit eines Menschen verletzt wurde. Egal ob Punk
>oder sonstiger.
da bin ich ganz deiner Meinung, wenn das auch nur fuer die Punks gelten
wuerde, leider habe ich das dieses Jahr mal wieder nicht gesehen.
>> ich habe es so verstanden das der eine (betrunkene) Punk in der Gegend
>> rumgeschriehen hat ohne Personen direkt anzusprechen. Ist mir in der Art
>> ueberigens auch schon passiert das ich voellig genervt rumgeschriehen
>> habe was fuer hohle ausdruckslose ***** hier rumlaufen.
>Dein Problem. Wenn Du Dich nicht unter Kontrolle hast.
ich habe mich ja unter Kontrolle und schreie nur meine Emotionen raus.
Und das finde ich nicht schlimm wenn sich menschen davon angesprochen
fuehlen ist das OK vielleicht denken sie darueber nach.
>> >horen, wie die Punker mit solchen Kraftausdrucken um sich
>> >schmeissen (ob nun beim betteln oder nicht), bekamen sie
>> >bestimmt was passendes von mir zu horen.
>> Wenn du besser die Polizisten im allgemeinen so bei jedem Besoffenen auf
>> Schuetzen oder sonstigen Festen reagieren wuerden waere die verdammt
>> schnell ziemlich lehr.
>Habe ich von Betrunkenen geredet? Ich meine Beschimpfungen
>und Beleidigungen. Und wenn jemand auf dem Schutzenfest
>(komisch - in meiner Gegend sind die Schutzenfeste bis auf
>ein, zwei kleinerer Hauereien immer ruhig) solche Sachen
>macht, dann braucht man meist keine Polizei, weil derjenige
>wohl an die frische Luft gesetzt wird. Und wenn er Arger
>macht, dann ist immer noch der Weg offen, die Polizei zu
>rufen.
In dem Ursprungsposting ging es um Betrunkene deshalb ging ich davon
aus. Es geht ja grade nicht nur um hauerein sondern um das Poebeln und
Beleidigungen. Und diese sind laut meiner Erfahrung da leider die Regel.
Oliver Heins wrote:
>
> Ellen Fink <Tal...@gmx.net> writes:
>
> > Ich denke, der einzige Grund, davon abzusehen, liegt wohl in
> > der inneren Einstellung der Punks zur Polizei. Ansonsten bin
> > ich der Meinung: niemand hat sich beleidigen zu lassen. Kein
> > "normaler Schlipsträger" und auch kein Punk. Wenn es Dich
> > stört, dann rufe die Polizei. Es ist immerhin eine
> > Beleidigung.
>
> Was aber, wenn die bereits vor Ort ist und genau das Problem darstellt?
Beschwerde in geeigneter Form beim zuständigen PP oder OB
vortragen.
>> > Ich denke, der einzige Grund, davon abzusehen, liegt wohl in
>> > der inneren Einstellung der Punks zur Polizei. Ansonsten bin
>> > ich der Meinung: niemand hat sich beleidigen zu lassen. Kein
>> > "normaler Schlipstrager" und auch kein Punk. Wenn es Dich
>> > stort, dann rufe die Polizei. Es ist immerhin eine
>> > Beleidigung.
>> Was aber, wenn die bereits vor Ort ist und genau das Problem darstellt?
>Beschwerde in geeigneter Form beim zustandigen PP oder OB
>vortragen.
Sorry du glaubst doch nicht ernsthaft das Punk da eine CHance hat?
[ konkrete Erfahrung ]
Du hast Erfahrungen gemacht, und eine gewisse Erwartungshaltung
aufgebaut, bzw. du neigst zu Einordnungen gemaess deiner Erfahrungen.
Genauso das _sind_ Vorurteile (Vor-Urteile im eigentlichen Wortsinn).
Was nicht an sich negativ ist (tatsaechlich koennen Menschen nicht
ohne) - bloed wird's erst, wenn man anfaengt, auf die (bzw. gemaess
seiner) eigenen Vorurteile zu reagieren, ohne noch mal extra zu
überprüfen, ob man sich da nicht vorschnell zu irgendwas Falschem
entschieden hat - ob die Realität auch wirklich die ist, die man
(gefärbt durch seine Vorurteile) wahrgenommen hat.
Ist halt eben (fürchte ich) 'ne Berufskrankheit von Polizisten -
sie kommen mit "Randgruppen" meistens nur über schlechte Umstände
in Berührung, machen da ihre Erfahrungen und projizieren sie dann
auf die gesamte Gruppe. Ganz normal, aber imho bei Polizisten
besonders gefährlich, weil sie damit den neutralen Standpunkt
verlieren, den sie haben sollten ...
Deine Interpretation des Ursprungsposting könnte dafür dann ein
Beispiel sein ... was wirklich bei dir passiert ist, kannst
natürlich nur du selber wissen ;)
>> >noch mit Wörtern aus der untersten Schublade. Und ich als
>> >Passant würde in dem Fall _erst recht_ nichts geben und
>> >gegebenenfalls die Polizei rufen. Denn es kann nicht
>> >angehen, dass sich Passanten einfach beleidigen lassen
>> >müssen.
>>
>> Wie gesagt, Verknüpfung von zwei unabhängigen Geschehnissen.
>> Und unabhängig betrachtet, verliert das Ganze dann ziemlich an
>> Brisanz ...
>
>Wenn Du meinst. Aber selber wenn das betteln und die
>Beleidigungen unabhängig voneinander geschehen sind, finde
>ich es trotzdem nicht harmlos, wenn Passanten auf solche Art
>betitelt werden.
Natürlich nicht _ganz_ harmlos ...
>betitelt werden. Man sollte den Ursprungsposter noch einmal
>fragen, wie er die Situation gesehen hat.
In Bezug worauf ?
>> Mich stimmt dann bloss ein bischen nachdenklich, dass _dir_ das
>> nicht aufgefallen ist ... sollte mensch als Polizistin (bist du
>> doch noch, oder ?) da nicht ein besonderes Auge für entwickeln ?
>
>Was manche nicht immer alles nachdenklich stimmt.. ich habe
>die Situation nicht selber erlebt, sonst könnte ich sie
>bestimmt besser beurteilen als aus einem Posting.
Eben. Ich meine, ich stelle mir den Polizisten-Alltag so vor, dass
man recht oft mit Situationen in Berührung kommt, die bereits vorbei
sind - wo man dann nur noch (metaphorisch gesprochen) die Scherben
aufkehrt ... Naja, deswegen hab ich (zugegebenerweise naiv) angenommen,
die Beurteilung von Situationen sei was durchaus Normales für Polizisten,
und daß die sich über Vorurteilsabläufe eher bewußt wären als "normale"
Menschen - eben weil sie häufig damit konfrontiert werden.
Kommt natürlich auch drauf an, was für 'nen Dienst man macht ...
Gibt's eigentlich in der Polizisten-Ausbildung Abschnitte, die sich
mit der Psychologie (auch der eigenen) in Bezug auf Zeugenaussagen
befassen ?
Gruss, Boris
ROFL ! Ob du's glaubst oder nicht, die meisten Punks haben durchaus
Erfahrungen mit der Polizei. Und durchaus nicht immer gute.
Gruss, Boris
Boris Wirtz wrote:
>
> Eben. Ich meine, ich stelle mir den Polizisten-Alltag so vor, dass
> man recht oft mit Situationen in Berührung kommt, die bereits vorbei
> sind - wo man dann nur noch (metaphorisch gesprochen) die Scherben
> aufkehrt ... Naja, deswegen hab ich (zugegebenerweise naiv) angenommen,
> die Beurteilung von Situationen sei was durchaus Normales für Polizisten,
> und daß die sich über Vorurteilsabläufe eher bewußt wären als "normale"
> Menschen - eben weil sie häufig damit konfrontiert werden.
Ich "richte" ja nicht. Ich nehme bei einem Sachverhalt beide
Seiten (direkt, wenn möglich) auf und schreibe neutral beide
Aussagen in die Anzeige. Eine Situation wird normal durch
beide Aussagen beurteilt. Hier fehlt jedoch die zweite
Aussage (ausserdem schreibe ich hier ja keine Anzeige - noch
bin ich im Dienst und darf ja wohl meine Meinung frei
wiedergeben), die im Anzeigenfall ja auch von dem
Beschuldigten eingeholt werden würde (durch eine sofortige
oder spätere Aussage/Vernehmung). Also müsste sich der Punk,
um den es hier geht, selber dazu äussern und seine Sicht der
Dinge darstellen. Ansonsten bleibt ja nur, den Aussagen des
Ursprungsposters Glauben zu schenken und die eigene Meinung
dazu zu schreiben. Würde ich bei diesem Fall z.B. vor Ort
gerufen oder wäre anwesend, dann würde ich die Aussage des
Anzeigenerstatters aufnehmen, die Aussage des
Angeschuldigten Punkers und eventuell noch Zeugen (die
anderen Punks wie auch Passanten) dazu befragen und in der
Anzeige aufnehmen. _So_ kläre ich die Situation vor Ort.
> Kommt natürlich auch drauf an, was für 'nen Dienst man macht ...
Streifendienst.
> Gibt's eigentlich in der Polizisten-Ausbildung Abschnitte, die sich
> mit der Psychologie (auch der eigenen) in Bezug auf Zeugenaussagen
> befassen ?
Ja.