Am Flughafen Frankfurt wird _vor_ den Countern stichprobenartig das
Gepäck der Passagiere geöffnet und "kontrolliert", also durchwühlt. Dies
geschieht wohl durch den BGS. Was mich allerdings an dieser Praxis
nachdenklich stimmt ist die Tatsache daß dieser "Wühlvorgang" auf einem
Tisch inmitten der Wartenden stattfindet die dann äußerst interessiert
den jeweiligen Kofferinhalt beäugen.
Ich bin der Ansicht daß diese Vorgehensweise einen Eingriff in die
Persönlichkeits/Grundrechte der "gefiltzten" Kandidaten darstellt und
rechtlich verfolgt werden müßte. Zumindest müßte die kontrollierende
Instanz einen Sichtschutz verwenden der jedoch zur Zeit nicht vorhanden
ist.
Wie kann man diesem Mißstand abhelfen bzw. gegen welche Instanz müßte
Anzeige erstattet werden und welche Tatbestände wären relevant?
Gruß, Bernd
fup nach de.rec.reisen.misc gesetzt
> Wie kann man diesem Mißstand abhelfen bzw. gegen welche Instanz müßte
> Anzeige erstattet werden und welche Tatbestände wären relevant?
Warum sagst Du dem Kontrolleur nicht einfach, daß Du die Kontrolle
Deines Gepäck lieber vertraulich gehandhabt haben willst. Erst wenn Dir
das verweigert wird, hast Du eine juristische Streitfrage.
Gruß
Tom Berger
--
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In Shanghai ist das so gelöst, daß man in einen speziellen Raum gehen
muß, in den auch der Koffer per Förderband transportiert wird. Dort wird
dann ausgepackt. Hab ich bereits erlebt. Sehr diskrete Lösung - und das
in China!
Grüße,
Heiko
--
*** http://www.daea.de ***
Offizielle Homepage von de.alt.etc.auktionshaeuser
Lachen bis zum Umfallen: In der Rubrik "Dummfug" findet
man die witzigsten und sinnlosesten ebay Auktionen!
> In Shanghai ist das so gelöst, daß man in einen speziellen Raum gehen
> muß, in den auch der Koffer per Förderband transportiert wird. Dort wird
> dann ausgepackt. Hab ich bereits erlebt. Sehr diskrete Lösung - und das
> in China!
Kommt immer drauf an :-)
Habe in China auch shcon ganz "offene" Kontrollen mitgemacht. Wobei die nie
unfreundlich wurden. Eher professionell-neutral.
gruß, enno
--
http://www.handverbrennung.de
> Ich wurde in FRA kontroliert, aber nicht von BGS, von einer
> Privatsicherheitsdienst.
Aha? Aufgrund welcher Rechtsgrundlage sollen die befugt sein, Dein
Gepäck zu kontrollieren?
--
Sometimes I wake up grumpy. Other times I just let her sleep.
> Am Flughafen Frankfurt wird _vor_ den Countern stichprobenartig das
> Gepäck der Passagiere geöffnet und "kontrolliert", also durchwühlt.
Man könnte sicher darum bitten, das in einem diskreten Raum zu machen.
Ich habe in London-Gatwick mal erlebt daß ein kolumbianischer Student
komplett gefilzt wurde, vor allen Mitreisenden. Das ging soweit, daß man ihm
die Zahnpastatuben aufgedreht hat (man suchte nach Drogen). Der Gipfel war,
daß die Beamten in Ermangelung spanischer Sprachkenntnisse eine Mitreisende
(die den Studenten aber nicht kannte) gebeten haben, für sie zu übersetzen.
Die durfte dann Fragen wie: "You are not allowed to bring any Cocaine. Where
do you have drugs?" vor versammelter Mannschaft übersetzen (im
Transit-Wartebereich)...
Da halte ich Sachen wie in Frankfurt noch für vergleichsweise harmlos.
Grüße,
Frank
> Und? Ich wurde auch schon am JFK Flughafen von der Paßkontorolle gebeten
mal
> auf ungarisch übersetzen. Dies war mir dann auch sehr peinlich, weil ich
dem
> Ungarn dann erklären mußte, dass Ihm wegen eines Drogenvergehens vor 2
> Jahren die Einreise verweigert wird.
Na das hättest Du dem doch auch sicher etwas netter formulieren können ;-)
Nach dem Motto: "Glückwunsch, Sie sind der 100.000 Fluggast diese Woche und
haben einen Gratisrückflug gewonnen. Da steht Ihr Flugzeug, auf geht's".
Immerhin hätte von den Beamten keiner ein Wort verstanden...
SCNR,
Frank
> Na das hättest Du dem doch auch sicher etwas netter formulieren können ;-)
> Nach dem Motto: "Glückwunsch, Sie sind der 100.000 Fluggast diese Woche
und
> haben einen Gratisrückflug gewonnen. Da steht Ihr Flugzeug, auf geht's".
Nein - weil vielleicht hätte er mir seinen "PREIS" abgetreten. :-)
Hi,
>Was mich allerdings an dieser Praxis
>nachdenklich stimmt ist die Tatsache daß dieser "Wühlvorgang" auf einem
>Tisch inmitten der Wartenden stattfindet die dann äußerst interessiert
>den jeweiligen Kofferinhalt beäugen.
meinst Du wirklich das sich ernsthaft jemand für Deinen Krimskrams
interessiert?
>Ich bin der Ansicht daß diese Vorgehensweise einen Eingriff in die
>Persönlichkeits/Grundrechte der "gefiltzten" Kandidaten darstellt und
>rechtlich verfolgt werden müßte. Zumindest müßte die kontrollierende
>Instanz einen Sichtschutz verwenden der jedoch zur Zeit nicht vorhanden
>ist.
Ich denke wenn Du darauf bestehst wird die Kontrolle sicher in einem
seperaten Raum möglich sein. Hast Du danach gefragt und was hast Du
für eine Antwort bekommen? Solche Räume gibt es auf jedem
Grenzübergang und Flughafen - schließlich sind manchmal ja auch
Leibesvisitationen nötig. Allerdings macht man sich ja selber
lächerlich wenn man wegen dem Blick auf ein paar Butterbrote, eine
Kamera und sonstwas für Banalitäten auf die Wahrung der Privatsphäre
pocht.
>Wie kann man diesem Mißstand abhelfen bzw. gegen welche Instanz müßte
>Anzeige erstattet werden und welche Tatbestände wären relevant?
Nun wenn Du nichtmal gefragt hast und nicht gegen diese Vorgehensweise
protestiert hast wird sicher von Deinem stillschweigendem
Einverständnis ausgegangen und man kann keine Anzeige erstatten. Ich
glaube solche seltsamen Probleme sind ein Grund dafür warum bei uns
alles so kleinkariert und schwerfällig ist - der Blick in eine Tasche
kommt einem Eingriff in die Grundrechte gleich und wirkliche
Grundrechte, wie das auf Informationsfreiheit werden mit Kräften
bekämpft, indem man z.B. das Aufstellen von Satellitenschüsseln
verbietet weil sie angeblich die Häuser verschandeln...
--
Sascha - DOS-vidanija eMail: news...@schlaudi.de
http://www.schlaudi.de - Kanaren, Balearen, Bulgarien,
Türkei, Ägypten, Bärenfels, Mountainbikerevier Osterzgebirge
>>>> Bilder vom Hochwasser im Osterzgebirge <<<<
>Aha? Aufgrund welcher Rechtsgrundlage sollen die befugt sein, Dein
>Gepäck zu kontrollieren?
Weshalb braucht es zur Kontrolle eine Rechtsgrundlage?
--
mit freundlichen Grüßen
Holgi, +49-531-3497854
> meinst Du wirklich das sich ernsthaft jemand für Deinen Krimskrams
> interessiert?
Nö, die zwei 10er-Packs Condome trage ich auch in der durchsichtigen
Tragetasche mit mir rum. Was mich störte war die Reaktion der mit der
"Durchsuchung" befaßten "Dame". Diese meinte ihre Sicht über den
Kofferinhalt durch ausdruckstarke Mimik der Allgemeinheit mitteilen zu
müssen. Dies wiederum ging der "besten Ehefrau von allen" gehörig auf
den Kecks.
Betrifft mich zwar nicht, aber was wäre wenn in einem durchsuchten
Koffer kompromitierende Dinge wie Dildos, Lederwäsche, Onaniervorlagen
für den engagierten Single oder auch "spezialbehandelte" Unterwäsche dem
geneigten Publikum zur Schau gestellt werden? Hier setzt meine ich eine
Fürsorgepflicht der durchsuchenden Institution ein die jedoch völlig
ignoriert wird. Wenn Du dieses nun für dich als hinnehmbar betrachtest
trifft diese Ansicht sicherlich nicht auf die Allgemeinheit zu.
schnipp
Lieben Gruß, Bernd
(Und vielen Dank auch noch für das konstruktive Posting).
>> Ich wurde in FRA kontroliert, aber nicht von BGS, von einer
>> Privatsicherheitsdienst.
>
> Aha? Aufgrund welcher Rechtsgrundlage sollen die befugt sein, Dein
> Gepäck zu kontrollieren?
Rechtsgrundlage? Dein Einverständnis!
Schöne Grüße, Egon
--
Egon Vellusig - D-93309 Kelheim, Donaustr. 11
Tel: +49 171 2081535 - http://www.vellusig.de
*************** Abgeordnete sind bestechlich ***************
> Betrifft mich zwar nicht, aber was wäre wenn in einem durchsuchten
> Koffer kompromitierende Dinge wie Dildos, Lederwäsche, Onaniervorlagen
> für den engagierten Single oder auch "spezialbehandelte" Unterwäsche dem
> geneigten Publikum zur Schau gestellt werden?
...hihi, eine dert ältestens "Urban-Legends", wo Frau auf dem Flughafen zu
ihrem Koffer gerufen wird weil drinnen was brummt und es ist der Vibrator
der sich von selbst eingeschaltet hat :-)
Also: Batterien raus!
Und pornographische Artikel sind in nicht wenigen Ländern dieser Welt
illegal (bzw. deren Einfuhr), wenn man Dich z.B. bei Einreise in die USA mit
so Kram erwischt mußt Du Dir zumindest sehr peinliche Fragen gefallen lassen
(wurde in anderen Foren zumindest schon berichtet, ich spreche hier NICHT
aus eigener Erfahrung, grins).
Grüße,
Frank
Genauer gesagt: Vor dem Economy Check-In der Lufthansa. Passagiere der
Business und First Class bleiben unbehelligt.
Was das eigentlich soll, habe ich mich auch schon gefragt. Angeblich
werden doch alle Koffer in den Tiefen des Gepaecktransportsystems
nochmal durchleuchtet und dann sollten doch verdaechtige Dinge auffallen
(falls das nicht der Fall sein sollte, sind Stichproben wohl auch kein
geeignetes Mittel, um groesstmoegliche Sicherheit zu gewaehrleisten).
Das Handgepaeck wird ohnehin beim Eintritt in den Sicherheitsbereich
gecheckt. Fuer mich ist das Ganze also eine Massnahme, die den
Passagieren ein Gefuehl von Sicherheit vorgaukeln soll: Seht her, wie
wir auf Sicherheit achten. Vielleicht will man so auch nur die 8 Dollar
Sicherheitsgebuehr rechtfertigen, die die LH von Ihren Kunden pro
Flugstrecke erhebt.
Dein Urteil, dass dieses Procedere einen ungerechtfertigten Eingriff in
die persoenliche Privatsphaere darstellt, teile ich voll und ganz. Wenn
dann nicht mal der Sinn der Aktion klar ist, ist es umso unverstaendlicher.
Thomas
> Was das eigentlich soll, habe ich mich auch schon gefragt. Angeblich
> werden doch alle Koffer in den Tiefen des Gepaecktransportsystems
> nochmal durchleuchtet und dann sollten doch verdaechtige Dinge auffallen
> (falls das nicht der Fall sein sollte, sind Stichproben wohl auch kein
> geeignetes Mittel, um groesstmoegliche Sicherheit zu gewaehrleisten).
> Das Handgepaeck wird ohnehin beim Eintritt in den Sicherheitsbereich
> gecheckt. Fuer mich ist das Ganze also eine Massnahme, die den
> Passagieren ein Gefuehl von Sicherheit vorgaukeln soll: Seht her, wie
> wir auf Sicherheit achten. Vielleicht will man so auch nur die 8 Dollar
> Sicherheitsgebuehr rechtfertigen, die die LH von Ihren Kunden pro
> Flugstrecke erhebt.
Hi, Thomas
Daß die Geschichte mit den Kontrollen eigentlich Makulatur ist konnte
ich im Frühjahr vor einem Flug in die Türkei feststellen. Bei der
Handgepäckkontrolle wurde jede klitzekleine Nagelfeile eingezogen. Der
Pax direkt vor mir, ganz offensichtlich ein absoluter Volldepp ging
dabei eines Hirschfängers mit ca. 15 cm Klingenlänge der sich in seinem
Handgepäck befand verlustig. Was mich aber eigentlich erstaunte war die
Tatsache daß eben jener Pax nachher während des Fluges sein "Chicken"
mittels eines Schweizer Offiziersmessers zerteilte. Ist übrigens einer
mir sehr bekannten Person vor kurzem auch passiert. Sie hatte aus
Versehen ihr Offiziersmesser in der Handtasche und dieses wurde _nicht_
entdeckt. Soviel zur Zuverlässigkeit der Kontrollen auf deutschen
Flughäfen.
Gruß, Bernd
Bin zwar kein Jurist - durfte aber meine juristischen Scheine im Zuge meines
BWL Studiums machen.
Art. 2 GG [Freiheit der Person] und Art. 1 GG [Menschenwürde] sind
Jedermanngrundrechte und somit für jeden Menschen in Deutschland anwendbar.
Jedoch sind beide Artikel des Grundgesetzes subsidiär - das bedeutet, dass
diese Artikel gesperrt sind, falls ein anderes Grundrecht betroffen ist bzw.
"In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden"
(Art. 2 Abs. 2 Satz 3 GG)
In diesem Falle ist natürlich der Schutz der Allgemeinheit vorangestellt ->
das bedeutet, dass PolizeiR bzw. Rechte des Bundesgrenzschutzes
vorangestellt. Somit ist das Personlichkeitsrecht vor der
Schutzbedürftigkeit der Allgemeinheit ausgeklammert.
Somit hast Du wenig Chancen das "Filzen" zu vermeiden. Solltest Du es
verweigern, dann drohen wohl noch weitere Sanktionen, da Du ja vorsätzlich
die Sicherheit gefährdet hast.
> Somit hast Du wenig Chancen das "Filzen" zu vermeiden. Solltest Du es
> verweigern, dann drohen wohl noch weitere Sanktionen, da Du ja vorsätzlich
> die Sicherheit gefährdet hast.
Das scheint mir etwas schnell geschossen.
Denn das von dir ausgefuehrte gilt doch wohl nur dann, wenn die
Massnahmen die Sicherheit auch tatsaechlich erhoehen. Werden sie nur
veranstaltet, um den Passagieren ein subjektives Gefuehl der Sicherheit
zu vermitteln (was bei derartigen Massnahmen naheliegt), stehen die
Persoenlichkeitsrechte eindeutig im Vordergrund.
Thomas
Hi,
>> meinst Du wirklich das sich ernsthaft jemand für Deinen Krimskrams
>> interessiert?
>
>Nö, die zwei 10er-Packs Condome trage ich auch in der durchsichtigen
>Tragetasche mit mir rum. Was mich störte war die Reaktion der mit der
>"Durchsuchung" befaßten "Dame". Diese meinte ihre Sicht über den
>Kofferinhalt durch ausdruckstarke Mimik der Allgemeinheit mitteilen zu
>müssen. Dies wiederum ging der "besten Ehefrau von allen" gehörig auf
>den Kecks.
mh, dann hättest Du vielleicht den Namen und die Dienstnummer der Dame
notieren sollen und eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen können? Mir
persönlich ist allerdings völlig schnurz was derartige "Beamte" für
Grimassen ziehen genauso wüßte ich nicht wo das Problem liegt "zwei
10er-Packs Condome in der durchsichtigen Tragetasche rumzutragen". Ist
doch nicht verboten?!
>Betrifft mich zwar nicht, aber was wäre wenn in einem durchsuchten
>Koffer kompromitierende Dinge wie Dildos, Lederwäsche, Onaniervorlagen
>für den engagierten Single oder auch "spezialbehandelte" Unterwäsche dem
>geneigten Publikum zur Schau gestellt werden? Hier setzt meine ich eine
>Fürsorgepflicht der durchsuchenden Institution ein die jedoch völlig
>ignoriert wird. Wenn Du dieses nun für dich als hinnehmbar betrachtest
>trifft diese Ansicht sicherlich nicht auf die Allgemeinheit zu.
Nun Du der Wunsch den Inhalt der Gepäckstücke nicht in der
Öffentlichkeit präsentieren zu wollen wird sicher respektiert wenn er
geäußert wird. Alles andere würde mich doch stark wundern. Natürlich
wird man das nicht jedem Fluggast anbieten, aber wer dannach fragt...
Btw. ist mir sowas noch nie vorgekommen. Lediglich beim Zoll mußte ich
schon mal Gepäckstücke öffnen und wurde dazu aber auch in einen
seperaten Raum geführt.
> Daß die Geschichte mit den Kontrollen eigentlich Makulatur ist konnte
> ich im Frühjahr vor einem Flug in die Türkei feststellen.
Ich sehe durchaus eine Berechtigung fuer das Kontrollieren des Gepaecks
sowie der Reisenden nach Dingen, die die Sicherheit an Bord gefaehrden
koennen. Dass dabei nicht immer alles glatt laeuft und nicht alles
gefunden wird, ist auch klar und noch kein Argument gegen Kontrollen.
Aber im stichprobenartigen Durchwuehlen des Gepaecks noch vor dem
Check-In ausschliesslich bei Economy-Passagieren der Lufthansa vermag
ich keine relevante Sicherheitsvorkehrung erkennen - wenn anschliessend
sowieso alles gruendlich untersucht wird.
Auf den Webseiten des Frankfurter Flughafens ist von derartigen
Kontrollen mit keinem Ton die Rede...
Thomas
Darüber lässt sich natürlich streiten (freut die Gerichte)....
Bei Sicherheitskontrollen wird die Sicherheit natürlich erhöht. Über die
Qualität und die Durchführung lässt sich streiten.
Jedoch reicht die Tatsache aus, dass de BGS der Recht hat, zufällige
Gepäckkontrollen durchzuführen. Sollte es zu einer Verweigerung kommen, kann
natürlich mit der Gefährdung der Sicherheit argumentiert werden, da man sich
einer "gestzlichen Anordnung" entzieht.
Aber das ist Juristerei und man könnte nun eine lange Zeit über die Qualität
der Kontrollen streiten.
(bin übrigens auch nicht von den momentanen Sicherhetskontrollen überzeugt).
--Und was sagst Du dazu, dass eine OMA im Rollstuhl eine
Leibesvititation erfährt (vor den Touristen) in Teheran
Gruss Hanna
Hi,
>--Und was sagst Du dazu, dass eine OMA im Rollstuhl eine
>Leibesvititation erfährt (vor den Touristen) in Teheran
Nun Frankfurt ist ja zum Glück nicht Teheran, aber bei uns an der
Grenze haben die vor einiger Zeit eine "Oma" erwischt, die weit über
80 war und regelmäßig zusammen mit einer Komplizin an etwas
undelikaten Stellen am/im Körper Rauschgift geschmuggelt hat...
> Was das eigentlich soll, habe ich mich auch schon gefragt. Angeblich
> werden doch alle Koffer in den Tiefen des Gepaecktransportsystems
> nochmal durchleuchtet und dann sollten doch verdaechtige Dinge auffallen
Glaub ich nicht.
Als ich im Sommer ab Frankfurt mit Condor geflogen bin wurden VOR dem Check
in alle Koffer durchleuchtet und dann mit einem Aufkleber "Security Checked"
versehen. Dort wären sie evtl. auch geöffnet worden, wenn auf dem Bildschirm
etwas verdächtiges erscheint.
Welchen Sinn macht es, NACH dem Check in noch mal zu durchleuchten? Dann
müßte man doch erst mal die Passagiere wieder finden, denen die Koffer
gehören. Wäre reichlich unpraktisch und Verspätungen kaum zu vermeiden (denn
dem Passagier kannst Du ja keinen Vorwurf machen, wenn der einen Fön im
Koffer hat den die Securities für eine Bombe halten).
Natürlich kann man die Passagiere ausrufen lassen aber bei einem Flughafen
wie Frankfurt kämen die aus dem ausrufen ja gar nicht mehr raus. Von daher
macht es schon Sinn, vorher zu durchleuchten, wenn die Besitzer der Koffer
greifbar sind.
Grüße,
Frank (sich an Alitalia Flüge in den 80ern erinnernd wo ein Koffer zu viel
an Bord war und alle Passagiere auf dem Rollfeld wieder aussteigen und sich
neben ihren Koffer stellen mußten)
> Somit hast Du wenig Chancen das "Filzen" zu vermeiden. Solltest Du es
> verweigern, dann drohen wohl noch weitere Sanktionen, da Du ja vorsätzlich
> die Sicherheit gefährdet hast.
Davon abgesehen - es zwingt Dich ja keiner dazu, mit der Maschine zu
fliegen. Du wirst ja nicht einfach aufgegriffen und gefilzt, sondern willst
an Bord eines Flugzeuges und mußt Dich nur deshalb den
Sicherheitsvorkehrungen unterwerfen. Greift da nicht schon das Hausrecht des
Flugzeugführers?
Der Pilot muß Dich ja auch nicht an Bord lassen wenn Du z.B. stark betrunken
bist.
Er kann Dir an Bord das Rauchen und das Telefonieren verbieten.
Indem Moment wo Du das Ticket erwirbst, stimmst Du dem zu. Im Ticket gibt es
eine Auflistung von "gefährlichen Gegenständen", die Du nicht mit an Bord
nehmen darfst. Das ist vorab bekannt. Und die Checks dienen dazu, diese
Anordnung sicherzustellen.
Natürlich kann man die Durchsuchung verweigern - dann wird die
fluggesellschaft eben die Beförderung verweigern.
Grüße,
Frank
> Davon abgesehen - es zwingt Dich ja keiner dazu, mit der Maschine zu
> fliegen. Du wirst ja nicht einfach aufgegriffen und gefilzt, sondern willst
> an Bord eines Flugzeuges und mußt Dich nur deshalb den
> Sicherheitsvorkehrungen unterwerfen.
Inwiefern erhoeht das Filzen die Sicherheit? Im Laufe der Diskussion,
die du hoffentlich verfolgt hast, ist noch kein Argument genannt worden,
das diese Annahme rechtfertigt.
Thomas
> Inwiefern erhoeht das Filzen die Sicherheit? Im Laufe der Diskussion,
> die du hoffentlich verfolgt hast, ist noch kein Argument genannt worden,
> das diese Annahme rechtfertigt.
ACK, wenn wir uns darauf einigen können "filzen" durch "Durchleuchten der
Koffer" zu ersetzen gebe ich Dir recht.
Letzteres fördert unbestritten die Sicherheit, und sei es nur, weil
vielleicht der eine oder andere Hobby-Terrorist abgeschreckt werden dürfte.
Übrigens wird bei der Einreise am Zoll ja auch "gefilzt", teilweise sogar
mit Hunden.
Zumindest in Frankfurt und wenn man aus bestimmten Regionen anreist.
Grüße,
Frank (der diesen Sommer auch in FRA von einem freundlichen Vierbeiner
abgeschnüffelt wurde - wie alle der rund 300 Einreisenden mit Condor aus
Jamaika)
also auf meiner letzten Reise (im Oktober (STR-LHR-Chicago-ROC und
zurück)) gab es vor dem Check-in in STR ein Durchleuchten allen
Gepäcks,- und außerdem wurden während des Boardens in allen Segmenten
Paxe herausgezogen und wirklich alles durchwühlt und die Personen selbst
auch.
Nur in einem Fall war da ne spanische Wand, alle anderen Checks waren an
der Seite, einfach so.
Wenn die am 24.12. (STR-CDG-IAH und zurück) oder auf dem Rückflug am
7.1. mich so rauspicken, dann werden sie im Reisegepäck ne Menge
Peitschen, einige Rohrstöcke und ne Gerte finden,- hihi...
Heinz
> Wenn die am 24.12. (STR-CDG-IAH und zurück) oder auf dem Rückflug
> am 7.1. mich so rauspicken, dann werden sie im Reisegepäck ne
> Menge Peitschen, einige Rohrstöcke und ne Gerte finden,- hihi...
Bist du's, Knecht Ruprecht? :-)
--
( ROT-13 if you want to email me directly: uv...@ervzjrexre.qr )
"Wieder einmal steht den Grünen das Wasser bis zum Hals. Aber: ein
Fischer wird kommen, um sie zu retten." -- Thomas Pommer in n-tv:
Nachschlag, am 14.12.2002
> > Ungarn dann erklären mußte, dass Ihm wegen eines Drogenvergehens vor 2
> > Jahren die Einreise verweigert wird.
>
> Na das hättest Du dem doch auch sicher etwas netter formulieren können ;-)
> Nach dem Motto: "Glückwunsch, Sie sind der 100.000 Fluggast diese Woche und
> haben einen Gratisrückflug gewonnen. Da steht Ihr Flugzeug, auf geht's".
Gratisrückflug? Nun ja...
Gruß, ULF
schnipp
> Somit hast Du wenig Chancen das "Filzen" zu vermeiden. Solltest Du es
> verweigern, dann drohen wohl noch weitere Sanktionen, da Du ja vorsätzlich
> die Sicherheit gefährdet hast.
Ich habe mit _keinem_ Wort erwähnt daß ich _gegen_ das "filzen" bin, mir
stinkt lediglich die Vorgehensweise gewaltig!
Bernd
> Weshalb braucht es zur Kontrolle eine Rechtsgrundlage?
Ein rechtmäßiger staatlicher Eingriff _ohne_ Rechtsgrundlage- daran will
ich nicht einmal denken.
Gruß,
Nicole
--
ultreia e suseia
Ich habe mit _keinem_ Wort erwähnt daß ich _gegen_ das "filzen" bin, mir
stinkt lediglich die Vorgehensweise gewaltig!
Hallo Bernd,
leider ging genau dieser Aspekt in der ganzen Diskussion verloren.
Sicherlich sollte man was dagegen sagen dürfen, bevor vor allen anderen
Passagieren das Gepäck "durchwühlt" wird (ganz egal was da drin ist und wenn
es nur Schmutzwäsche ist).
Im August auf dem Flug München - Dubai (Emirates) wurden ebenfalls vor dem
Check In das Gepäck durchleuchetet und einzelne Gepäckstücke danach noch mal
per Hand durchsucht. Allerdings hatte der "Untersuchungstisch" aus an einer
Längsseite eine hohe Wand zur Abschirmung. Zwei Tische und das
Durchleuchtungsgerät zusammengestellt, bildeten eine gute Art neugierige
Blicke abzuhalten und trotzdem eine Durchsuchung zuzulassen.
Geht doch auch so.
Matthias
Meinst Du er mußte den zahlen? Ich denke doch mal daß Uncle Sam die
Ausweisung spendiert hat, oder? Wenn die ihn nicht reinlassen wollen...
Aber Du hast schon recht, wahrscheinlich hat man ihm die Flugkosten auch
noch aufs Auge gedrückt.
Grüße,
Frank
>> Weshalb braucht es zur Kontrolle eine Rechtsgrundlage?
>
>Ein rechtmäßiger staatlicher Eingriff _ohne_ Rechtsgrundlage- daran will
>ich nicht einmal denken.
Dann denk' doch bitte mal an freiwillige Einwilligung.
Staatlich?
Grüße
Florian
--
European Law Students' Association Bremen -- http://www.elsa-bremen.de/
Bremisches Landesrecht -- http://www.elsa-bremen.de/gesetze/
Florian Kleinmanns schrieb:
>
> Nicole Choynowski <Mails_an_die_R...@gmx.de> schrieb:
> >> Weshalb braucht es zur Kontrolle eine Rechtsgrundlage?
> >
> >Ein rechtmäßiger staatlicher Eingriff _ohne_ Rechtsgrundlage- daran will
> >ich nicht einmal denken.
>
> Staatlich?
Ich habe den Thread jetzt nicht gebacktrackt, aber
ging es nicht um den BGS? Der ist schon irgendwie
staatlich.
--
Dr. Christian E"in Gast auf Erden" Naundorf (aka: CEN)
CEN's Law: "Wem es ums Prinzip geht, der verliert."
Wie schätzt Du Deine Chancen ein das Flugzeug zu besteigen, wenn Du
diese "freiwillige" Einwilligung nicht gibst?
Man könnte vielleicht sagen, dass man mit dem Kauf des Tickets bereits
in die spätere Kontrolle einwilligt- weil man ja i.d.R. davon weiß, aber
das halte ich persönlich für gewagt. Auch zu sagen, dass man ja die Wahl
hat sich kontrollieren zu lassen, oder zu fliegen mag mir nicht so recht
behagen.Letztlich geht ja (fast) jedem Verwaltungshandeln ein Handeln
des Bürgers voraus. Dann immer zu behaupten, die Sanktion sei
vorhersehbar und seinem Handeln daher eine Einwilligung immanent, geht
zu weit.
Das Rechtsstaatsprinzip verlangt nunmal für jeden Eingriff eine
Ermächtigungsgrundlage. Einwilligungen herbeizudeuten würde dem wohl
widersprechen.
>>> Ich wurde in FRA kontroliert, aber nicht von BGS, von einer
>>> Privatsicherheitsdienst.
>> Aha? Aufgrund welcher Rechtsgrundlage sollen die befugt sein, Dein
>> Gepäck zu kontrollieren?
> Rechtsgrundlage? Dein Einverständnis!
Welches Einverständnis? Die Duldung der ohnehin nicht zu verhindernden
Durchsuchung?
--
"Erstmal: Nicht nur Azubis, auch Menschen können in ein befristetes
Arbeitsverhältnis genommen werden."
-- Thomas Stoll in dsra+s
> > Somit hast Du wenig Chancen das "Filzen" zu vermeiden. Solltest Du es
> > verweigern, dann drohen wohl noch weitere Sanktionen, da Du ja
vorsätzlich
> > die Sicherheit gefährdet hast.
>
> Davon abgesehen - es zwingt Dich ja keiner dazu, mit der Maschine zu
> fliegen. Du wirst ja nicht einfach aufgegriffen und gefilzt, sondern
willst
> an Bord eines Flugzeuges und mußt Dich nur deshalb den
> Sicherheitsvorkehrungen unterwerfen. Greift da nicht schon das Hausrecht
des
> Flugzeugführers?
> Der Pilot muß Dich ja auch nicht an Bord lassen wenn Du z.B. stark
betrunken
> bist.
> Er kann Dir an Bord das Rauchen und das Telefonieren verbieten.
>
> Indem Moment wo Du das Ticket erwirbst, stimmst Du dem zu. Im Ticket gibt
es
> eine Auflistung von "gefährlichen Gegenständen", die Du nicht mit an Bord
> nehmen darfst. Das ist vorab bekannt. Und die Checks dienen dazu, diese
> Anordnung sicherzustellen.
Meines Wissens nach müssen Vertragsbedingungen immer noch in den Vertrag
einbezogen werden, um wirksam zu werden.
Marco
news:atn6n3$d6d$1...@news1.wdf.sap-ag.de spricht von einem
Privatsicherheitsdienst.
>Wie schätzt Du Deine Chancen ein das Flugzeug zu besteigen, wenn Du
>diese "freiwillige" Einwilligung nicht gibst?
Wie hoch schätzt du deine Chance, im Hallenbad zu schwimmen, wenn du die
freiwillige Einwilligung zur Reduzierung deiner Geldmenge nicht gibst?
>Auch zu sagen, dass man ja die Wahl
>hat sich kontrollieren zu lassen, oder zu fliegen mag mir nicht so recht
>behagen.
Viel schlimmer finde ich die Wahl 'Steuern zahlen' oder 'hässlicher
werdende Briefe lesen'. Behagt mir auch nicht.
>Letztlich geht ja (fast) jedem Verwaltungshandeln ein Handeln
>des Bürgers voraus. Dann immer zu behaupten, die Sanktion sei
>vorhersehbar und seinem Handeln daher eine Einwilligung immanent, geht
>zu weit.
<feierlich>Eindeutig.</feierlich>
>Das Rechtsstaatsprinzip verlangt nunmal für jeden Eingriff eine
>Ermächtigungsgrundlage. Einwilligungen herbeizudeuten würde dem wohl
>widersprechen.
Sich von einer Privatperson freiwillig kontrollieren zu lassen hat jetzt
nochmal was ganz genau mit staatlichen Eingriffen zu tun?
Die Chance auf einen staatlichen Eingriff hat der Bürger gehabt. Es hätte
nur länger gedauert, diese wahrzunehmen.
>>>> Ich wurde in FRA kontroliert, aber nicht von BGS, von einer
>>>> Privatsicherheitsdienst.
>>> Aha? Aufgrund welcher Rechtsgrundlage sollen die befugt sein, Dein
>>> Gepäck zu kontrollieren?
>> Rechtsgrundlage? Dein Einverständnis!
>
> Welches Einverständnis? Die Duldung der ohnehin nicht zu verhindernden
> Durchsuchung?
Wer sagt daß die Durchsuchung von einem /privaten/ Sicherheitsdienst
nicht zu verhindern sei? Bestenfalls wird man nicht mitgenommen oder
der BGS zeigt ein erhöhtes Interesse an einem.
Schöne Grüße, Egon
--
Egon Vellusig - D-93309 Kelheim, Donaustr. 11
Tel: +49 171 2081535 - http://www.vellusig.de
*************** Abgeordnete sind bestechlich ***************