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Bauträger Gewährleistung: Heizungsventil defekt - Wer zahlt die Rechnung?

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Sebastian H.

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Dec 19, 2012, 7:32:59 AM12/19/12
to
Hallo,

mir ist absolut klar, dass hier keine Rechtsberatung erfolgen kann. Es geht mich auch nicht um eine wasserdichte juristische Einschätzung sondern einfach um eure persönliche Meinung.

Also:
Vor 2.5 Jahren haben wir unseren Neubau vom Bauträger übernommen. Laut Bauvertrag beträgt die "Gewährleistung des Bauträgers auf alle Leistungen einheitlich 5 Jahre".

Wir haben nun Nachwuchs bekommen und ein vorher kaum benutztes Zimmer in ein Kinderzimmer verwandelt. Dabei haben wir festgestellt, dass der Raum nicht richtig warm wir. Da der Raum vorher nicht benutzt wurde, haben wir diesen auch nicht voll geheizt, daher ist das Problem erst jetzt aufgefallen.

Wie bei allen Problemen zuvor haben wir uns direkt an den Heizungsmonteur gewendet, der damals für den Bauträger die Heizung montiert und in Betrieb genommen hat. Dieser hat dann immer direkt mit dem Bauträger abgerechnet. Der Techniker kam und schaute sich den Heizkreisverteiler an. Ergebnis: Das Ventil für den Raum klemmte was durch ein wenig Gewackel behoben wurde.

Laut Monteur und Bauträger fällt dies nun nicht unter die Gewährleistung sondern ist normaler Verschleiß für den wir selber verantwortlich sind. Ich sehe das anders: Ich habe die Ventil gekauft mit der Gewähr, dass dieses 5 Jahre einwandfrei funktioniert.

Wer hat recht? Wenn Bauträger und Monteur recht haben ist das für mich kein Weltuntergang. Die Rechnung beläuft sich auf rund 40 EUR und wird mich somit nicht in den Bankrott stürzen. Aber ich wüsste schon gerne, ob ich mit meiner Einschätzung daneben liege.

Weiterer Frage wenn wir schon mal beim Thema sind:
In der Rechnung wird neben der Anfahrt eine halbe Stunde Arbeitszeit berechnet. Wenn es hoch kommt war der Monteuer 5 Minuten bei uns. Das keine Minuten genaue Abrechnung erfolgt ist auch klar. Aber für 5 Minuten den 6 fachen Betrag anzusetzen finde ich etwas viel. Ist diese pauschale Abrechnung richtig?

Vielen Dank für eure Meinungen!

Harald Hengel

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Dec 19, 2012, 9:01:06 AM12/19/12
to
Sebastian H. wrote:

> Laut Monteur und Bautr�ger f�llt dies nun nicht unter die
> Gew�hrleistung sondern ist normaler Verschlei�

Das bezweifle ich.

> f�r den wir selber verantwortlich sind. Ich sehe das anders:
> Ich habe die
> Ventil gekauft mit der Gew�hr, dass dieses 5 Jahre einwandfrei
> funktioniert.

Du hast eine Gew�hrleistung, keine Garantie!

Niemand hat die 5 Jahre Funktion zugesichert.

Gew�hrleistung bedeutet, dass M�ngel die bei der �bergabe
vorhanden oder angelegt waren abgesichert sind.

> Wer hat recht? Wenn Bautr�ger und Monteur recht haben ist das
> f�r mich kein Weltuntergang. Die Rechnung bel�uft sich auf
> rund 40 EUR und wird mich somit nicht in den Bankrott st�rzen.
> Aber ich w�sste schon gerne, ob ich mit meiner Einsch�tzung
> daneben liege.

Ich denke nicht, dass du daneben liegst, ein Heizungsventil,
welches nach 2 1/2 Jahren klemmt ist nicht normal.

Die Lebenddauer liegt mind, um ein 10faches h�her.

Was man allerdings schwer beurteilen kann, ob der Schaden nicht
doch durch dich entstanden ist, z.B. mal kr�fig dagegen gekommen
und das k�nnte den Klemmer verursacht haben.

Gr��e Harald

Wolfgang Jäth

unread,
Dec 19, 2012, 3:41:25 PM12/19/12
to
Am 19.12.2012 13:32, schrieb Sebastian H.:
>
> mir ist absolut klar, dass hier keine Rechtsberatung erfolgen kann. Es geht mich auch nicht um eine wasserdichte juristische Einschᅵtzung sondern einfach um eure persᅵnliche Meinung.
>
> Also:
> Vor 2.5 Jahren haben wir unseren Neubau vom Bautrᅵger ᅵbernommen. Laut Bauvertrag betrᅵgt die "Gewᅵhrleistung des Bautrᅵgers auf alle Leistungen einheitlich 5 Jahre".
>
> Wir haben nun Nachwuchs bekommen und ein vorher kaum benutztes Zimmer in ein Kinderzimmer verwandelt. Dabei haben wir festgestellt, dass der Raum nicht richtig warm wir. Da der Raum vorher nicht benutzt wurde, haben wir diesen auch nicht voll geheizt, daher ist das Problem erst jetzt aufgefallen.
>
> Wie bei allen Problemen zuvor haben wir uns direkt an den Heizungsmonteur gewendet, der damals fᅵr den Bautrᅵger die Heizung montiert und in Betrieb genommen hat. Dieser hat dann immer direkt mit dem Bautrᅵger abgerechnet. Der Techniker kam und schaute sich den Heizkreisverteiler an. Ergebnis: Das Ventil fᅵr den Raum klemmte was durch ein wenig Gewackel behoben wurde.
>
> Laut Monteur und Bautrᅵger fᅵllt dies nun nicht unter die Gewᅵhrleistung sondern ist normaler Verschleiᅵ

Verschleiᅵ ist hier IMHO der falsche Ausdruck. Nach lᅵngerer
Nichtbenutzung ist es ganz normal, daᅵ so ein Ventil hᅵufig anfangs
ein bisschen 'klebt'. Aber das ist kein Defekt, sondern wenn
ᅵberhaupt unsachgemᅵᅵe Behandlung. Dafᅵr sind Ventile einfach nicht
ausgelegt. Und i. d. R. kann man sie durch ein paar leichte
Erschᅵtterungen auch problemlos wieder gᅵngig machen (genau wie
es Euer Monteur ja auch gemacht hat).

Du musst Dir das so vorstellen, daᅵ in der Heizungsanlage im Prinzip
stinknormales Leitungswasser zirkuliert (je nach Gegend u. U. vielleicht
ein bisschen entkalkt, aber mehr auch nicht). D. h. in diesem Wasser
sind auch jede Menge mikroskopischer Schwebstoffe wie z. B. gelᅵster
Kalk o. ᅵ. enthalten. Diese Schwebstoffe schwimmen normalerweise
schadlos in der Flᅵssigkeit. Aber in Abschnitten, in denen das Wasser
lᅵngere Zeit steht, lagern sie sich langsam ab. Ber keine Angst, das
ist keine (festsitzende) Verkalkung o. ᅵ., sondern eher eine
schlammaartige Ablagerung. Und die fᅵhrt dann eben dazu, daᅵ bewegliche
Teile wie z. B. ein Ventil schwergᅵngig werden kᅵnnen. Aber sobald die
Flᅵssigkeit wieder in Bewegung gerᅵt, werden diese Ablagerungen durch
die Strᅵmung normalerweise wieder aufgewirbelt und weggeschwemmt. Nur
muss dazu halt eben das Ventil ᅵberhaupt erst mal ᅵberredet werden,
sich wieder zu ᅵffnen, damit das Wasser strᅵmen kann. Nur wenn die
Ablagerung /zu/ stark verkrustet (das kann btw. auch bei normalen
Betrieb passieren; aber da reden wir von Jahrzehnten), kann es sein,
daᅵ das Ventil gewechselt werden muss. Aber auch dann wᅵre das kein
Defekt, sondern dann tatsᅵchlich Verschleiᅵ.

> fᅵr den wir selber verantwortlich sind.

Seh ich auch so.

>Ich sehe das anders: Ich habe die Ventil gekauft mit der Gewᅵhr, dass dieses 5 Jahre einwandfrei funktioniert.

Wie gesagt, das ist kein Defekt o. ᅵ.

> Wer hat recht? Wenn Bautrᅵger und Monteur recht haben ist das fᅵr mich kein Weltuntergang. Die Rechnung belᅵuft sich auf rund 40 EUR und wird mich somit nicht in den Bankrott stᅵrzen. Aber ich wᅵsste schon gerne, ob ich mit meiner Einschᅵtzung daneben liege.
>
> Weiterer Frage wenn wir schon mal beim Thema sind:
> In der Rechnung wird neben der Anfahrt eine halbe Stunde Arbeitszeit berechnet. Wenn es hoch kommt war der Monteuer 5 Minuten bei uns. Das keine Minuten genaue Abrechnung erfolgt ist auch klar.

Laut
http://www.heimwerker.de/heimwerker/heimwerker-beratung/bauen-und-renovieren/handwerkerrechnung.html
ist nur ein Aufrunden bis zu max. 10 Min. auf die nᅵchste Viertelstunde
zulᅵssig. Allerdings sind gefᅵhlte Zeiten ('wenn es hoch kommt')
hᅵufig[tm] etwas[tm] ungenau; Loriot hat das in seinem Sketch ᅵber das
Drei-Minuten-Ei wunderbar dargestellt.

Und der weiter oben von Dir erwᅵhnte Rechnungsbetrag von 40 Euro sieht
mir auch gar nicht danach aus, daᅵ der Monteur wirklich eine halbe
Stunde Arbeitszeit berechnet hat. AFAIK ist fᅵr die Anfahrt allein schon
ein Betrag in der Grᅵᅵenordnung von 30 - 50 Euro nicht ganz unᅵblich.
Ich kann mir nicht vorstellen, wo da noch Platz fᅵr einen Stundenlohn
sein soll.

Wolfgang
--

Matthias Frank

unread,
Dec 20, 2012, 5:19:21 AM12/20/12
to
Am 19.12.2012 15:01, schrieb Harald Hengel:

> Ich denke nicht, dass du daneben liegst, ein Heizungsventil, welches
> nach 2 1/2 Jahren klemmt ist nicht normal.


Also du würdest z.b. ein Auto 2.5 Jahre in die Ecke stellen und dich
dann wundern wenn es nicht mehr anspringt oder sonstige Macken zeigt?

MfG
Matthias

Martin Schoenbeck

unread,
Dec 20, 2012, 5:46:19 AM12/20/12
to
Hallo Sebastian,

Sebastian H. schrieb:

> Laut Monteur und Bauträger fällt dies nun nicht unter die Gewährleistung sondern ist normaler Verschleiß für den wir selber verantwortlich sind. Ich sehe das anders: Ich habe die Ventil gekauft mit der Gewähr, dass dieses 5 Jahre einwandfrei funktioniert.

Wenn Du Dir mal die Aufsätze ansiehst, mit denen man die Ventile
elektronisch regeln kann, dann wirst Du feststellen, daß die in
regelmäßigen Abständen, auch wenn sonst nichts anliegt, das Ventil einmal
komplett schließen und öffnen. Das täten die sicher nicht, wenn das nicht
einen Sinn hätte. Da reichen ja winzige Mengen Kalk, um das zu verklemmen.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.

Bernd J. Kaup

unread,
Dec 20, 2012, 6:31:46 AM12/20/12
to
Am 19.12.2012 13:32, schrieb Sebastian H.:
Ein Heizungsventil incl. Wasserpumpenzange für Leute mit 2 linken Händen
kostet 25€.
Wer so hilflos ist, muß halt zahlen, nach dem Motto: Teil eingebaut 5€,
gewußt wo:50€.
mfg
bjk

Harald Hengel

unread,
Dec 20, 2012, 7:42:27 AM12/20/12
to
Matthias Frank wrote:
> Am 19.12.2012 15:01, schrieb Harald Hengel:
>
>> Ich denke nicht, dass du daneben liegst, ein Heizungsventil,
>> welches nach 2 1/2 Jahren klemmt ist nicht normal.
>
>
> Also du w�rdest z.b. ein Auto 2.5 Jahre in die Ecke stellen
> und dich dann wundern wenn es nicht mehr anspringt oder
> sonstige Macken zeigt?

�pfel, Birnen....

Von einem Heizungsventil erwarte ich tats�chlich, dass es auch
nach 2 1/2 Jahren nicht klemmt.
Zumal anzunehmen ist, dass es jeden Winter zumindest geringf�gig
�ffnet.

Ich vermute eher einen Einbaufehler, der OP schrieb ja, dass er
dort gering geheizt hat und das funktionierte.

Gr��e Harald


Sebastian H.

unread,
Dec 21, 2012, 7:25:55 AM12/21/12
to
Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Das habe ich vielleicht falsch formuliert: Natürlich wurde das Ventil NICHT 2,5 Jahre gar nicht verwendet. Schon um Probleme mit den Nachbarräumen zu vermeiden und den Raum nicht total auskühlen zu lassen haben wir den Raum natürlich beheizt. Anders als in den genutzten Räumen haben wir aber nicht die volle Raumtemperatur gefahren sondern einfach eine etwas kühlere. Daher ist nicht aufgefallen, dass der Raum nicht besonders warm wurde (sollte er ja auch nicht).

Wir haben das Ventil also schon normal benutzt, nur eben am unteren Ende des "normalen Temparaturbereiches".

Das Teile einem Verschleiß unterliegen und dieser nicht zur Gewährleistung gehört ist mir klar. Um bei dem Beispiel mit dem Auto zu bleiben: Das die Reifen nach 2 Jahren normaler Nutzung nicht aussehen wie neu ist normal und gehört nicht zur Gewährleistung. Wenn diese aber nach 2 Jahren normaler Nutzung total heruntergefahren sind, gehört das für mich sehr wohl zur Gewährleistung.

Ebenso sehe ich das bei dem Ventil: Dessen normale Nutzungsdauer ist deutlich größer ausgelegt als 2,5 Jahre. Wenn dieses also schon nach einer relativ kurzen Zeit normaler Benutzung Störungen zeigt, gehört das für mich nicht zu normalen Verschleiß sondern ist ein Mangel sprich ein Fall für die Gewährleistung.


Nein, hier geht es nicht darum euch von meiner Meinung zu überzeugen, ich will nur für mich selbst einen möglichst sachlichen Blick auf die Dinge bekommen. Und dafür ist eine Diskussion verschiedener Sichtweisen immer der beste Weg. Der Unterschiede von Garantie und Gewährleistung ist mir durchaus bekannt, dennoch sehe ich in diesem Fall die Gewährleistung am Zug. Wenn es hierzu noch weitere Meinungen gibt würde ich mich hierüber sehr freuen.

Maria Bin

unread,
Dec 21, 2012, 8:21:52 AM12/21/12
to
Sebastian H. schrieb:

> Wenn es hierzu noch weitere Meinungen gibt würde ich mich hierüber sehr freuen.

Kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass ein nicht funktionierendes
Bauteil, das über einen längeren Zeitraum nicht bestimmungsgemäß
eingesetzt wurde, nicht mehr der Gewährleistung unterliegt.

Maria

Wolfgang Jäth

unread,
Dec 21, 2012, 12:01:37 PM12/21/12
to
Am 21.12.2012 13:25, schrieb Sebastian H.:
> Hallo,
>
> vielen Dank für die Antworten. Das habe ich vielleicht falsch formuliert: Natürlich wurde das Ventil NICHT 2,5 Jahre gar nicht verwendet. Schon um Probleme mit den Nachbarräumen zu vermeiden und den Raum nicht total auskühlen zu lassen haben wir den Raum natürlich beheizt. Anders als in den genutzten Räumen haben wir aber nicht die volle Raumtemperatur gefahren sondern einfach eine etwas kühlere. Daher ist nicht aufgefallen, dass der Raum nicht besonders warm wurde (sollte er ja auch nicht).

Trotzdem bewegte sich das Ventil wesentlich weniger als die in anderen
Räumen. Sprich das Wasser stand in diesen Leitungen sehr viel länger,
und /wenn/ was floss, floss es weniger, und langsamer, usw.

Hint: Daß kein Defekt vorlag, kannst Du auch ganz einfach daran erkenne,
daß der Handwerker überhaupt nix ausgewechselt hat; kein Handwerker
würde freiwillig darauf verzichten, etwas zu verdienen.

> Das Teile einem Verschleiß unterliegen und dieser nicht zur Gewährleistung gehört ist mir klar. Um bei dem Beispiel mit dem Auto zu bleiben: Das die Reifen nach 2 Jahren normaler Nutzung nicht aussehen wie neu ist normal und gehört nicht zur Gewährleistung. Wenn diese aber nach 2 Jahren normaler Nutzung total heruntergefahren sind, gehört das für mich sehr wohl zur Gewährleistung.

Ja; aber Dein Ventil entspricht eher einem Standplatten, oder einer
leeren Batterie durch lange Standzeit o. ä.; und das ist alles kein
Gewährleistungsfall.

Wolfgang
--

Kurt Guenter

unread,
Dec 21, 2012, 12:46:54 PM12/21/12
to
Martin Schoenbeck <ms.usene...@schoenbeck.de> schrieb:


>Wenn Du Dir mal die Aufsätze ansiehst, mit denen man die Ventile
>elektronisch regeln kann, dann wirst Du feststellen, daß die in
>regelmäßigen Abständen, auch wenn sonst nichts anliegt, das Ventil einmal
>komplett schließen und öffnen. Das täten die sicher nicht, wenn das nicht
>einen Sinn hätte. Da reichen ja winzige Mengen Kalk, um das zu verklemmen.

und wenn sie ganz böse sind, dann öffnen sie auf VOLL und schliessen
danach nicht wieder. Kommt sehr gut, wenn man in Urlaub ist.

Hatte schon einige Freitage, wo nachmittags 27° C im Bad waren.

Bernd Kohlhaas

unread,
Dec 21, 2012, 3:02:27 PM12/21/12
to
Hallo,

"Bernd J. Kaup" schrieb

> Ein Heizungsventil incl. Wasserpumpenzange

Wasserpumpenzange?
Murks.
Und wer beseitigt den Wasserschaden? [1]
Und wer sorgt wieder f�r den richtigen Wasserdruck im
Heizungskreislauf?
Oder wird hier das Ventil mit dem Heizk�rper-Thermostat verwechselt?

Ich bin kein Heizungsmonteur, aber
mit etwas Gef�hl und vielleicht auch etwas Kriech�l rund um den Stift
l�sst sich das Problem meist ohne gro�en Aufwand beseitigen. Danach
evtl. mit dem Hammerstiel ganz vorsichtig dr�cken.
Auf keinen Fall mit der Kombizange rumfummeln oder mit dem Hammer
draufklopfen. Damit wird das Ventil mit hoher Wahrscheinlichkeit
wirklich ruiniert.

Mindestens vor jeder Frostperiode sollte man die G�ngigkeit der
Ventile �berpr�fen, was eine der leichtesten �bungen ist.

[1] Wenn die Anschlussmuttern gel�st werden, ist der Wasserkreislauf
offen! Besonders sch�n wird es, wenn dar�ber auch noch Etagen liegen!

--
Bernd Kohlhaas
B.Koh...@gmx.de

Harald Hengel

unread,
Dec 21, 2012, 8:56:05 PM12/21/12
to
Wolfgang Jᅵth wrote:

> Ja; aber Dein Ventil entspricht eher einem Standplatten, oder
> einer leeren Batterie durch lange Standzeit o. ᅵ.; und das ist
> alles kein Gewᅵhrleistungsfall.

Du meinst, ein Ventil darf nach so kurzer Zeit einfach mal
versagen?

Grᅵᅵe Harald

Bernd Kohlhaas

unread,
Dec 22, 2012, 3:18:11 AM12/22/12
to
Hallo,

"Harald Hengel" schrieb

> Du meinst, ein Ventil darf nach so kurzer Zeit einfach mal versagen?

Lass doch das Ventil von einem Gutachter untersuchen :)
Es ist eher nicht ein Versagen des Ventils.
Die Beschaffenheit des Heizungswassers kann eine Rolle spielen;
evtl. wurden auch irgendwelche Zusᅵtze eingegeben;

Es spielt auch eine Rolle, ob das Ventil ᅵber eine lᅵngere Zeit (z.B.
ein Jahr oder mehr) ᅵberhaupt nicht betᅵtigt wurde.
In einem Raum, der von anderen Rᅵumen auch im Winter genᅵgend Wᅵrme
mitbekommt, wird sich am Ventil vielleicht ᅵberhaupt nix tun.

--
Bernd Kohlhaas
B.Koh...@gmx.de

Bernd J. Kaup

unread,
Dec 22, 2012, 10:55:08 AM12/22/12
to
Am 21.12.2012 21:02, schrieb Bernd Kohlhaas:
> Hallo,
>
> "Bernd J. Kaup" schrieb
>
>> Ein Heizungsventil incl. Wasserpumpenzange
>
> Wasserpumpenzange?
> Murks.
> Und wer beseitigt den Wasserschaden? [1]
> Und wer sorgt wieder f�r den richtigen Wasserdruck im
> Heizungskreislauf?
> Oder wird hier das Ventil mit dem Heizk�rper-Thermostat verwechselt?

Gemeinhin wird die gesamte Aparatur als "Ventil" bezeichnet.

>
> Ich bin kein Heizungsmonteur,

das merkt man, dann w�rdest du das Ventil n�mlich nicht mit einer
Wasserpumpenzange abdrehen. Die braucht man nur um den Thermostaten von
dem wasserf�hrenden Teil des Ventils zu l�sen.

aber
> mit etwas Gef�hl und vielleicht auch etwas Kriech�l rund um den Stift

das soll wohl das Messingteil sein, das aus dem Ventil herausragt.
Karamba hilft immer, nur nicht gegen Kalk.

> l�sst sich das Problem meist ohne gro�en Aufwand beseitigen. Danach
> evtl. mit dem Hammerstiel ganz vorsichtig dr�cken.
> Auf keinen Fall mit der Kombizange rumfummeln oder mit dem Hammer
> draufklopfen. Damit wird das Ventil mit hoher Wahrscheinlichkeit
> wirklich ruiniert.

na, ja: wenn das Ventil tats�chlich verkalkt war, wird gutes Zureden
nicht helfen.

>
> Mindestens vor jeder Frostperiode sollte man die G�ngigkeit der
> Ventile �berpr�fen, was eine der leichtesten �bungen ist.


so?

>
> [1] Wenn die Anschlussmuttern gel�st werden, ist der Wasserkreislauf
> offen! Besonders sch�n wird es, wenn dar�ber auch noch Etagen liegen!
>

Der OP sprach von einem Neubau. Ich habe allerdings den Inbusschl�ssel
f�r die am Zulauf und Ablauf befindlichen Ventile zu erw�hnen vergessen.
Wenn die nicht da w�ren, h�tte der Bautr�ger allerdings mit Zitronen
gehandelt.

Bernd Kohlhaas

unread,
Dec 22, 2012, 1:20:36 PM12/22/12
to
Hallo,

"Bernd J. Kaup" schrieb

> Gemeinhin wird die gesamte Aparatur als "Ventil" bezeichnet.

Das eigentliche Ventil sitzt aber im Wasserkreislauf!
Und dies ist auch gew�hnlich das Teil, welches nach langer Unt�tigkeit
Probleme bereiten kann.

>> Ich bin kein Heizungsmonteur,
>
> das merkt man, dann w�rdest du das Ventil n�mlich nicht mit einer
> Wasserpumpenzange abdrehen.

Sorry, kann ja mal passieren:
ICH habe nicht die Wasserpumpenzange vorgeschlagen, sondern mein
Vorposter!
Ich habe das als Murks bezeichnet.

> Die braucht man nur um den Thermostaten von dem wasserf�hrenden Teil
> des Ventils zu l�sen.

Ich w�rde - wenn es nicht ohne Werkzeug zu l�sen w�re - einen dicken
Lappen zwischenlegen.

> das soll wohl das Messingteil sein, das aus dem Ventil herausragt.
> Karamba hilft immer, nur nicht gegen Kalk.

Da magst Du wohl recht haben. Dennoch habe ich schon gute Erfolge mit
Kriech�l (nach einer gewissen Einwirkungszeit) erzielt.

> na, ja: wenn das Ventil tats�chlich verkalkt war, wird gutes Zureden
> nicht helfen.

Was wirklich letzten Endes die Funktion beeintr�chtigt hat, ist wohl
kaum f�r den Hobby-Handwerker zu erforschen. Bestenfalls der
Heizungsmonteur k�nnte das nach dem Ausbau untersuchen, sofern es ihn
dann noch interessiert.

--
Bernd Kohlhaas
B.Koh...@gmx.de

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