in einem verkehrsberuhigten Bereich haben sich mehrere Anwohner (15)
dafür eingesetzt, dass Pflanzkübel zur Senkung der gefahrenen
Geschwindigkeit aufgestellt werden. Dieses wurde durch die
Stadtverwaltung genehmigt, aber die Kosten der Anschaffung und Pflege
mussten von den o.a. Anwohnern getragen werden.
Nach der Aufstellung haben sich andere Anwohner gegen die Aufstellung
ausgesprochen und aufgrund des Misserfolges bei der Stadtverwaltung eine
Unterschriftenaktion durchgeführt. Dabei sind ca. 70 Unterschriften
gesammelt worden. Richtige Gründe wurden nach meinem Wissen bisher nicht
genannt, sondern man ist halt nicht gefragt worden. Nur wenn genau diese
sich meistens nicht an die Regeln in einem verkehrsberuhigten Bereich
halten, hätte auch eine Befragung im Vorfeld nichts gebracht.
Z. Zt. ist noch keine Reaktion durch die Verwaltung erfolgt. Einer der
Gegner muss dafür gesorgt haben, dass dieses in dem zuständigen Ausschuss
auf die Tagesordnung kommt. Dieser hat den Vorgang an die Verwaltung
zurück verwiesen.
Meine Frage ist:
Hat eine solche Unterschriftenaktion überhaupt Aussicht auf Erfolg? Es
handelt sich hier doch zweifelsfrei um ein Anordnung des zuständigen
Straßenträgers bzw. der Straßenverkehrsbehörde. Und diese hat doch bei
der Prüfung alle Behinderungen und Gefährdungen ausgeschlossen.
Sollte die Zustimmung jetzt zurück genommen werden, welche Möglichkeiten
hat man dann noch?
PS. Ich bin ein Befürworter der Kübel.
Danke
Michael Kruse
> Und ich bin Gegner von permanenter Verbieterei wegen jederlei
> Kleinscheiß. Beim nächsten Mal würde ich an Deiner Stelle mal die
> Verkehrswacht anrufen und an der Aufklärung arbeiten und nicht
> Fahrzeugführer mit (teilweise) unnötigen Verboten und
> Zwangshindernissen belästigen. Ja, Du hast richtig gelesen,
> belästigen!
Und ich bin ein Gegner von Idioten, die _nur_ auf Bremsmatten und Kübel
reagieren und selbst dann versuchen, die maximale Geschwindigkeit
herauszuholen. Es gibt nämlich immer wieder geistige Tiefflieger, die
sich nicht 'gängeln lassen' wollen.
Ich habe es übrigens noch nicht geschafft,in unserer 30er Straße eine
Blitzaktion zu beschaffen. Zu wenig Verkehr und daher unrentabel. Fazit:
slebst der Satdtbus rast da durch.
Gruß
Thomas
"Andy Glaser" <Andy....@glaser-ruder.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D12E2D3...@glaser-ruder.de...
> Häh? Verkehrsberuhigter Bereich (also Schrittgescwhindigkeit) und dann
> extra noch Kübel?
ja, warum nicht? Wenn eine Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit partout
nicht erreicht werden kann, dann erscheint das doch als probates Mittel.
Allein ein Verbot/Gebot bewegt Autofahrer nicht immer, sich daran zu halten.
> Wurde mal Aufklärung veranstaltet? Wurden mal kostenfreie
> Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt?
Wofür Aufklärung? Es gibt eine Straßenverkehrsordnung, jeder Autofahrer hat
eine Fahrausbildung mit theoretischem Teil durchlaufen, der auch
verkehrsberuhigte Bereiche zum Inhalt hatte.
> Na anscheinend nicht. Oder sind Kübel mitten auf der Straße keine
> Behinderungen? Ich jedenfalls bilde mir sofort meine Meinung zu
> "Spießbürgern", wenn ich im Slalom oder auf Bremsmatten fahren darf.
Wenn schon ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet wurde, dann ist wohl
von einer erhöhten Gefährdung in der näheren Umgebung, z.B. durch Kinder
oder viele Fußgänger zu erwarten. Mag sein, daß Du anders denkst, aber der
Schutz von Menschen geht meiner Ansicht nach immernoch vor.
> Und ich bin Gegner von permanenter Verbieterei wegen jederlei
> Kleinscheiß. Beim nächsten Mal würde ich an Deiner Stelle mal die
> Verkehrswacht anrufen und an der Aufklärung arbeiten und nicht
> Fahrzeugführer mit (teilweise) unnötigen Verboten und Zwangshindernissen
> belästigen. Ja, Du hast richtig gelesen, belästigen!
S.o. Mir scheint, Dir ist nicht ganz klar, welche Gefahren im
verkehrsberuhigten Bereich drohen. Lieber - nach Deiner Argumentation und
Terminologie - belästigt werden, als einen schweren Unfall heraufbeschwören.
Sicher wäre es wünschenswert, ohne Überreglementierung auszukommen, aber das
scheint wohl nicht wirksam, weswegen ich solche Verkehrsbeeinflussungen -
auch als Autofahrer - voll befürworte.
Es grüßt
Christian
"Andy Glaser" <Andy....@glaser-ruder.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D12F01B...@glaser-ruder.de...
> Und, weil ein Blödmann unter 1.000 ist, muss man alle anderen behindern?
ja, damit hätte ich kein Problem - wenn dadurch nur ein Unfall verhindert
werden kann, halte ich das keineswegs für überdimensioniert. Abgesehen davon
passen für mich die Begriffe "Sicherheit" und "Behinderung" in diesem
Kontext nicht zusammen - will heißen: Wenn es der Sicherheit dienlich ist,
ist das keine Behinderung.
> Und ich kann nicht selber langsam fahren, ich muss Deiner Meinung nach
> zwangsgebremst werden? Im Übrigen sind Bremsmatten nachts schön laut!
Es geht hier ja nicht um Bremsmatten sondern vielmehr um Kübel. Meine Güte,
dann wirst Du halt mal für ein paar Meter gebremst und musst Dich auch noch
bequemen, am Lenkrad zu drehen, na und? Sieh' drüber hinweg und gut ist.
> Die gleichen wie in jeder anderen Straße mit vielen Anwohnern oder
> Fußgängern!
Falsch: Im verkehrsberuhigten Bereich ist das Kinderspiel überall (!)
erlaubt. Das ist eine ungleich höhere Gefahr im Vergleich zu
nicht-beruhigten Straßen.
> Also auch Tempo 30 auf Autobahnen, dann passieren dort auch keine
> schweren Unfälle mehr mit Massenkarambolagen und mehreren Toten?
Du vergleichst Birnen und Äpfel! Auf Autobahnen gibt es keine Fußgänger,
auch kein Kinderspiel, ebensowenig gibt es dort in aller Regel direkte
Anwohner.
> Wenn 15 Anwohner für die Behinderungen und 70 dagegen sind (siehe OP),
> dann würde ich mir mal überlegen, ob das "die Anwohner" befürworten!
Das habe ich nicht behauptet, zumal das eine andere Geschichte ist.
Es grüßt
Christian
> Und weil unter 1.000 Autofahrern ein Idiot ist, müssen die
> restlichen 999 drastisch behindert werden? Wie wäre es denn mit 30
> auf der Autobahn und automatischen Elektroschocks im Autositz, wenn
> diese Geschwindigkeit überschritten wird? Hauptsache man kann mal
> wieder was verbieten und bei Verstoß ordentlich bestrafen!
Nein.
Weil unter 1.000 Autofahrern 999 Idioten sind. Nicht überall, zugegeben.
Aber oft gesehen. In einem Satdtteil in der Nähe hatten _alle_ Anwohner
für Zone 30 unterschrieben. Die wenigsten halten sich daran. Soviel zur
Reglementierung und deren Nützlichkeit.
Ich hasse die Kübel auch. Aber lieber die wie dämliche Raser.
Gruß
Thomas
> Häh? Verkehrsberuhigter Bereich (also Schrittgescwhindigkeit) und
> dann extra noch Kübel?
>
> [...]
>
> Und ich bin Gegner von permanenter Verbieterei wegen jederlei
> Kleinscheiß.
Weißt du, Andy... wenn du bei 7 km/h noch irgend welche Probleme mit
Kübeln hast... dann hast du WIRKLICH Probleme.
Wenn du dagegen in verkehrsberuhigten Bereichen schneller fährst...
...dann bist du zu schnell und die Kübel sind genau richtig, um dich zu
stoppen.
--
ROT-13 my email address if you want to email me directly:
uv...@ervzjrexre.qr
The address in the mail header is a spam-catching account
> Falsch: Im verkehrsberuhigten Bereich ist das Kinderspiel
> überall (!) erlaubt.
Du scheinst Zone 30 mit Spielstrasse zu verwechseln.
>> Falsch: Im verkehrsberuhigten Bereich ist das Kinderspiel überall
>> (!) erlaubt.
>
> Du scheinst Zone 30 mit Spielstrasse zu verwechseln.
Du scheinst eine Zone mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h
mit einem verkehrsberuhigten Bereich zu verwechseln.
"Spielstraße" ist der umganssprachliche Ausdruck für
"verkehrsberuhigter Bereich".
Wenn du's nicht glaubst, dann schau doch mal in § 42 Abs. 4a StVO.
"Kurt Guenter" <kgNO...@epost.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aevsts$dhb$00$4...@news.t-online.com...
> Du scheinst Zone 30 mit Spielstrasse zu verwechseln.
nein, sicher nicht.
Vielmehr neigen viele dazu, den im Volksmund als "Spielstraße" bezeichneten
verkehrsberuhigten Bereich mit der Spielstraße zu verwechseln.
Ein Blick in die StVO, § 42, Abs. 4a (Verkehrsberuhigte Bereiche) hilft.
Dort heißt es:
"Innerhalb dieses Bereichs gilt:
1. Fußgänger dürfen die Fahrbahn in ihrer ganzen Breite benutzen;
Kinderspiele sind überall erlaubt. [...]"
Es grüßt
Christian
> Und weil unter 1.000 Autofahrern ein Idiot ist, müssen die restlichen
> 999 drastisch behindert werden? Wie wäre es denn mit 30 auf der Autobahn
30 km/h auf der Autobahn wären ja nicht sinnvoll. Allerdings wäre es
wünschenswert wenn die Höchstgeschwindigkeit maximal 100 km/h betragen
würde.
> Hauptsache man kann mal wieder was verbieten und bei
> Verstoß ordentlich bestrafen!
es passieren leider viel zu viele Unfälle auf Grund "überhöhter" Geschwindigkeit.
Von daher sollte der Staat mal reagieren und auch die zu erwartenden
Strafen weitaus höher setzen. 1 Monat Fahrverbot ist doch eher
lächerlich. Da sollten direkt 5 Jahre Fahrverbot verhängt werden, wenn
jemand meint, der müsse mit 80 durch die Stadt heizen. Ferner sollte
auch die Geldbuße mal ebend 5.000 EUR betragen..
Gruss
Ralf
> Ich habe es übrigens noch nicht geschafft,in unserer 30er Straße eine
> Blitzaktion zu beschaffen. Zu wenig Verkehr und daher unrentabel. Fazit:
> slebst der Satdtbus rast da durch.
ich wäre dafür, grundsätzlich die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30
km/h in Städten festzulegen. Da würden mit Sicherheit auch weniger
Unfälle passieren.
Kübel und anderes Zeugs bringen uns da nicht weiter, das sind nur
sinnlose Kosten die verursacht werden.
Genauso wäre z.B. eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen sehr
sehr sinnvoll, z.b. 100 km/h.
Gruss
Ralf
KÜBEL als Verkehrsberuhigung sind IMHO Blödsinn! Es ist eine Frage der Zeit,
wann ein spielendes Kind plötzlich dahinter für einen Autofahrer "unsichtbar
und überraschend" auftaucht.
Volker
>> Häh? Verkehrsberuhigter Bereich (also Schrittgescwhindigkeit) und
>> dann extra noch Kübel?
>
> KÜBEL als Verkehrsberuhigung sind IMHO Blödsinn! Es ist eine Frage
> der Zeit, wann ein spielendes Kind plötzlich dahinter für einen
> Autofahrer "unsichtbar und überraschend" auftaucht.
Will heißen?
Wenn du dich darauf beziehst, daß dadurch die Gefahr für die Kinder
angeblich größer wird: plötzlich auf die Straße laufende Kinder hat man
auf Spielstraßen immer, ob Kübel oder nicht. Mit den Kübeln fahren die
Autofahrer wenigstens langsamer. Wenn tatsächlich die Autofahrer 7 km/h
fahren würden, dann wäre die Gefahr für Kinder fast nicht existent.
Wenn du dich mit der Formulierung auf die Möglichkeit der Enthaftung
nach StVG beziehst: vergiß es. Ab dem 1.8.2002 kann man sich nur noch
von der Haftung befreien, indem man "höhere Gewalt" gelten macht, was
logischerweise mehr als ein blßes "unabwendbares Ereignis" sein muß -
Kinder werden da also in Zukunft nicht mehr drunterfallen. Und
Mitverschulden bei kleinen Kindern wird man idR sowieso verneinen
müssen.
Insofern entsteht durch Kübel also kein Nachteil - da kann man die
Vorteile ruhig mitnehmen.
...hmm, wer verantwortsbewusst handelt fährt in Wohngebieten sowieso
langsam. Die Praxis bei Blumenkübeln zeigt aber auch:
"Da steht ein Blumenkübel und von vorne kommt ein Auto - schnell nochmal Gas
geben, damit ich vor dem anderen am Kübel vorbei bin."
Die Aufmerksamkeit des Autofahrers wird eher auf die "Hindernisse" als auf
das sonstige Umfeld gelenkt. Wie schnell da z.B. ein Kind hinter diesen
übersehen wird, kann sich jeder vorstellen. Darin besteht eben eine Gefahr,
die IMHO von vielen unterschätzt wird!
Volker
> "Da steht ein Blumenkübel und von vorne kommt ein Auto - schnell
> nochmal Gas geben, damit ich vor dem anderen am Kübel vorbei bin."
>
> Die Aufmerksamkeit des Autofahrers wird eher auf die "Hindernisse"
> als auf das sonstige Umfeld gelenkt.
Wie gesagt: das gleiche Problem gibt's auch, wenn keine Kübel da
stehen. Insbesondere, wenn man die Spielstraße schon breit baut und
dann keinerlei Fahrhindernisse einbaut - gerade DANN fühlen sich
Autofahrer immer berufen, da mti mindestens 50 Sachen durchzurasen (ist
ja alles frei) - mit Kübeln und erzwungenem Slalom ist wenigstens die
Höchstgeschwindigkeit beschränkbar.
Trotzdem finde ich Fahrbahnerhöhungen (selbst die agressiven) die bessere
Lösung, da MUSS der Fahrer mit der Geschwindigkeit runter wenn er seine
Kiste nicht beschädigen will.
Die Blumenkübel machen eine Strasse eher unsicherer (eigene Beobachtung).
Volker
Volker Marquardt schrieb:
> > > Die Aufmerksamkeit des Autofahrers wird eher auf die "Hindernisse"
> > > als auf das sonstige Umfeld gelenkt.
> >
> > Wie gesagt: das gleiche Problem gibt's auch, wenn keine Kübel da
> > stehen. Insbesondere, wenn man die Spielstraße schon breit baut und
> > dann keinerlei Fahrhindernisse einbaut
>
> Trotzdem finde ich Fahrbahnerhöhungen (selbst die agressiven) die bessere
> Lösung, da MUSS der Fahrer mit der Geschwindigkeit runter wenn er seine
> Kiste nicht beschädigen will.
In einer Spielstraße mag das Sinn machen. Ich kenne solche Erhöhungen
aber auch aus 30er-Zonen, und da ist's nicht so klasse. Bei fiesen
Erhöhungen muß man auf weit unter 30 runterbremsen. Ich kenne eine Str.
in Bremen, in der betongefüllte Rohre über die Straße gelegt wurden. Die
Anwohner sind dagegen aber wegen der Behinderung von Rettungskräften
erfolgreich vorgegangen.
> Die Blumenkübel machen eine Strasse eher unsicherer (eigene Beobachtung).
Besonders klasse (und vor allem sinnvoll) finde ich teure
Fahrbahnverengungen, in denen sich immer noch zwei Fahrzeuge bequem
begegnen können ;-)
Gruß
Bastian
--
> Ich kann doch auch dieses Testament wieder ändern, oder
> liege ich da falsch?
Nicht wenn Du tot bist.
CEN in d.s.r.m.
> > Wie gesagt: das gleiche Problem gibt's auch, wenn keine Kübel da
> > stehen. Insbesondere, wenn man die Spielstraße schon breit baut und
> > dann keinerlei Fahrhindernisse einbaut
>
> Trotzdem finde ich Fahrbahnerhöhungen (selbst die agressiven) die bessere
> Lösung, da MUSS der Fahrer mit der Geschwindigkeit runter wenn er seine
> Kiste nicht beschädigen will.
> Die Blumenkübel machen eine Strasse eher unsicherer (eigene Beobachtung).
Bauliche Veränderungen sind aber unverhältnismäßig teurer als Kübel oder
Poller.
Außerdem seid ihr in dieser Newsgroup falsch mit dem Thema: F'up2
dsr.strassenverkehr gesetzt. Ich bitte um EOD[1] in dsr.misc.
Ciao Henning
[1] EOD (End of Discussion): Dringende Bitte, ein Thema nicht mehr oder
an anderer Stelle weiterzudiskutieren.
> Trotzdem finde ich Fahrbahnerhöhungen (selbst die agressiven) die bessere
> Lösung, da MUSS der Fahrer mit der Geschwindigkeit runter wenn er seine
> Kiste nicht beschädigen will.
das würde doch auch nicht allzu viel bringen, da der Autofahrer
"dazwischen" wieder genügend GAS geben wird und auch kann.
Die Verantwortlichen sollten in den Städten generell 30 km/h einführen.
Ferner würden Fahrbahnerhöhungen (sofern sie sogar den Wagen beschädigen
könnten) nur Ärger mit der Stadt und div. Klagen einbringen.
Gruss
Ralf