Am 29.04.2016 um 17:55 schrieb
petrama...@gmail.com:
>> Hast Du es denn schon mal mit Reden versucht? Viele Menschen sind
>> höflichen Hinweisen gegenüber durchaus aufgeschlossen, und oft helfen
>> auch kleine Änderungen, wie z. B. das Bett an eine andere Wand oder in
>> ein anderes Zimmer stellen, o. ä.
>
> Irgendwie ist es mir peinlich jemand anzusprechen mit "ihr sollt nicht so laut
> rummachen"...
Nun ja, "ihr sollt nicht ..." ist ein bisschen arg aggressiv; ich habe
die Erfahrung gemacht, dass man mit diplomatischem Geschick (ich nenne
das defensive Höflichkeit) weiter kommt. D. h. nicht vom Anderen etwas
/verlangen/, sondern ihm versuchen die /eigene/ Situation zu erklären.
Und gerade unter ansonsten sowieso eher unter Intoleranz leidenden
Gruppen wie z. B. Homosexuellen kann man gut auf Toleranz und
Verständnis bauen, insbesondere wenn man auch selber Verständnis und
Toleranz signalisiert.
Manchmal kann man es auch durch die Blume sagen, also z. B. bei
Gelegenheit (aka wenn Du einen der Nachbarn im Treppenhaus o. ä.
triffst) einfach mal ein bisschen heimlichtuerisch fragen "Sag(en Sie)
mal, seit einiger Zeit treibts ja irgend jemand im Haus recht heftig.
Das ist ja oft recht nett an zu hören, und ich gönne es ihnen auch, aber
manchmal möchte ich doch auch meine Ruhe haben. Und da fühle ich mich
durch die Lautstärke doch etwas gestört. Das Haus ist ja auch recht
hellhörig. Wisst Ihr zufällig, wo das her kommt? Ich würde die Nachbarn
gerne bitten, etwas leiser zu sein." o. ä.
Btw., Als Frau kann man auch immer gut Migräne und eine damit verbundene
Geräuschempfindlichkeit ins Spiel bringen.
> Das mit dem Bett wird wohl auch nicht viel bringen, deren Wohnung ist recht klein.
Trotzdem ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sie so vorsichtig
geschätzt mindestens 3-4 Wände hat.
Wolfgang
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