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Schwule Nachbarn veranstalten nicht jugendfreien Lärm

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petrama...@gmail.com

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Apr 28, 2016, 3:30:22 PM4/28/16
to
Ich habe hier ein recht peinliches Problem. Eigentlich sind ich und mein Mann sehr tolerant und haben auch unsere Kinder entsprechend erzogen.
Seit einiger Zeit haben wir allerdings neue Nachbarn: Ein junges schwules Paar, das offensichtlich extrem oft und vor allem sehr lauten Sex hat. Ich möchte nicht auf Einzelheiten eingehen, aber da außer Stöhnen auch viele Wörter geschrien werden, braucht man nicht viel Fantasie um sich auszumalen, was vor sich geht...
Besonders laut wird es aber, wenn noch "Freunde" eingeladen werden, was alle paar Tage passiert. Dann wackeln buchstäblich die Bilder an den Wänden.

Jetzt klingt ja das Ganze recht lustig und man kann vielleicht sogar von der Lärmbelästigung absehen. Aber wenn wir mit der kompletten Familie mit unseren beiden Söhnen (11 und 9) im Wohnzimmer sitzen, wollen wir doch am Abend auch Anderes hören als lautes Stöhnen, und "JAAA".

Kann man da juristisch irgend etwas machen? Auch wenn der Lärm nicht so laut ist und noch vor 22:00 vorkommt? Gilt hier auch der Jugendschutz?

Wolfgang Jäth

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Apr 29, 2016, 12:21:05 AM4/29/16
to
Hast Du es denn schon mal mit Reden versucht? Viele Menschen sind
höflichen Hinweisen gegenüber durchaus aufgeschlossen, und oft helfen
auch kleine Änderungen, wie z. B. das Bett an eine andere Wand oder in
ein anderes Zimmer stellen, o. ä.

Wolfgang
--

Armin Wolf

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Apr 29, 2016, 1:41:32 AM4/29/16
to
<petrama...@gmail.com> schrieb

> Kann man da juristisch irgend etwas machen?

Interessant wäre die Wohnsituation:

- Mietwohnungen mit dünnen Wänden
- Eigentumswohnung
- andere Nachbarn, mit denen man sich zusammen schließen könnte
- Lokation (Berlin, oder katholisches Oberammergau)

Helmut Wabnig

unread,
Apr 29, 2016, 3:12:15 AM4/29/16
to
Wie blöd bist denn du eigentlich.

w.

petrama...@gmail.com

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Apr 29, 2016, 11:55:13 AM4/29/16
to
> Hast Du es denn schon mal mit Reden versucht? Viele Menschen sind
> höflichen Hinweisen gegenüber durchaus aufgeschlossen, und oft helfen
> auch kleine Änderungen, wie z. B. das Bett an eine andere Wand oder in
> ein anderes Zimmer stellen, o. ä.

Irgendwie ist es mir peinlich jemand anzusprechen mit "ihr sollt nicht so laut
rummachen"...

Das mit dem Bett wird wohl auch nicht viel bringen, deren Wohnung ist recht klein.

petrama...@gmail.com

unread,
Apr 29, 2016, 12:00:25 PM4/29/16
to
> Interessant wäre die Wohnsituation:
>
> - Mietwohnungen mit dünnen Wänden

Ja, eine recht hellhörige Mietwohnung. Die Wohnungen gehören einer größeren Gesellschaft.

> - Eigentumswohnung

Nein

> - andere Nachbarn, mit denen man sich zusammen schließen könnte

Vielleicht. Allerdings finden wir es halt auch irgendwie blöd so ein Gesprächsthema aufzumachen.

> - Lokation (Berlin, oder katholisches Oberammergau)

Eher Letzteres.

Peter Schneider

unread,
Apr 29, 2016, 2:03:57 PM4/29/16
to
>> - andere Nachbarn, mit denen man sich zusammen schließen könnte
>Vielleicht. Allerdings finden wir es halt auch irgendwie blöd so ein
>Gesprächsthema aufzumachen.

Ein WLAN mit entsprechender SSID könnte helfen:
http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Netzwelt/Erdbeerkaese-und-Hasenparadies-Hannovers-lustigste-WLAN-Namen



Diedrich Ehlerding

unread,
Apr 29, 2016, 3:30:04 PM4/29/16
to
petrama...@gmail.com schrieb am 29.04.2016 um 17:55:

> Irgendwie ist es mir peinlich jemand anzusprechen mit "ihr sollt nicht so laut
> rummachen"...

Ach, und du glaubst, wenn du jemand anders zu Hilfe rufst (Polizei,
Gericht o.Ä.), erfahren deine Nachbarn nicht, wer sie angeschwärzt hat?
Das wird doch dann noch peinlicher für dich.

Diedrich

Wolfgang Jäth

unread,
Apr 30, 2016, 12:41:15 AM4/30/16
to
Am 29.04.2016 um 17:55 schrieb petrama...@gmail.com:
>> Hast Du es denn schon mal mit Reden versucht? Viele Menschen sind
>> höflichen Hinweisen gegenüber durchaus aufgeschlossen, und oft helfen
>> auch kleine Änderungen, wie z. B. das Bett an eine andere Wand oder in
>> ein anderes Zimmer stellen, o. ä.
>
> Irgendwie ist es mir peinlich jemand anzusprechen mit "ihr sollt nicht so laut
> rummachen"...

Nun ja, "ihr sollt nicht ..." ist ein bisschen arg aggressiv; ich habe
die Erfahrung gemacht, dass man mit diplomatischem Geschick (ich nenne
das defensive Höflichkeit) weiter kommt. D. h. nicht vom Anderen etwas
/verlangen/, sondern ihm versuchen die /eigene/ Situation zu erklären.
Und gerade unter ansonsten sowieso eher unter Intoleranz leidenden
Gruppen wie z. B. Homosexuellen kann man gut auf Toleranz und
Verständnis bauen, insbesondere wenn man auch selber Verständnis und
Toleranz signalisiert.

Manchmal kann man es auch durch die Blume sagen, also z. B. bei
Gelegenheit (aka wenn Du einen der Nachbarn im Treppenhaus o. ä.
triffst) einfach mal ein bisschen heimlichtuerisch fragen "Sag(en Sie)
mal, seit einiger Zeit treibts ja irgend jemand im Haus recht heftig.
Das ist ja oft recht nett an zu hören, und ich gönne es ihnen auch, aber
manchmal möchte ich doch auch meine Ruhe haben. Und da fühle ich mich
durch die Lautstärke doch etwas gestört. Das Haus ist ja auch recht
hellhörig. Wisst Ihr zufällig, wo das her kommt? Ich würde die Nachbarn
gerne bitten, etwas leiser zu sein." o. ä.

Btw., Als Frau kann man auch immer gut Migräne und eine damit verbundene
Geräuschempfindlichkeit ins Spiel bringen.

> Das mit dem Bett wird wohl auch nicht viel bringen, deren Wohnung ist recht klein.

Trotzdem ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sie so vorsichtig
geschätzt mindestens 3-4 Wände hat.

Wolfgang
--

Marion Scheffels

unread,
Apr 30, 2016, 11:06:50 AM4/30/16
to
On Thu, 28 Apr 2016 12:30:20 -0700 (PDT), petrama...@gmail.com
wrote:

>Kann man da juristisch irgend etwas machen?

Kann jemand von euch auf den Fingern pfeifen?
Versucht mal ein Echo. Und nach dem Höhepunkt einen Tusch.

MarionS
--
einwega...@marions.de

"Darf ich Ihnen unseren Zehnerpack anbieten?"
"Wieviel sind denn da drin?"
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