Und prompt gab's Tags zuvor ein medienwirksames Geschehen in Form
liebevoller kleiner Hundies, die sich in Hamburg völlig unerwartet von
ihren sorgsamen Besitzer entfernten und einen kleinen Jungen artgerecht
(?) er- und zerlegten.
Was machen wir mit den Tölen, ihren Herrchen und Frauchen? Neue Gesetze
oder schlicht bessere Umsetzung (mE war die hauptsächlich beißende
Kampfmaschine mit einem Leinen- und Maulkorbzwang von seiten der Stadt
HH belegt)?
Gruß Philipp
P.S.: Heute morgen auf dem Weg zum Bäcker traf ich -wie stets- eine
unangeleinte, wohlerzogene, liebevoll sabbernde Bordeauxdoggendame (per
definitionem: Kampfhund). Während ich sie kraulte klagte mir der
Besitzer sein Leid über die zu erwarteneden Haßtiraden gegen ihn und
'Cindy'...
Genau das ist der wunde Punkt in all der Diskussion. Auch arg verrufene
Kampfhundrassen sind, wenn wohlerzogen, Schmusetiere, andererseits kann man
auch einen Schäferhund zur Bestie scharfmachen.
"Strengere Gesetzte" an einer Liste von Hunderassen festzumachen ist daher
wohl Unfung.
Martin
- Bestandschutz nach Prüfung (recht ja ne ganz einfache). Dann
sterilisation - alle. Damit können die armen Lieblinge
noch lange leben.
Wer die Prüfung nicht besteht wird getötet oder darf nicht (nie und nimmer)
auf die Straße. Keine Zirkusbesitzer würde mit seinem Löwen gassi gehen und
sagen der tut doch niemandem was.
- Zuchtverbot bei hohen Strafen (Führerscheinentzug, das ist eh die Strafe
die am meisten trifft) . Denn die Tiere wurden genau so gezüchtet wie sie
sind. Das ist keine Natur, das ist Zucht.
- Einfuhrverbote bei hohen Strafen und Ausweisung illegal eingeführter
Tiere. Ich denke was wir mir Menschem machen können wir auch bedenkenlos den
Hundenanbieten
Bei kleinen Biss der Tiere (aller Hunde) , weg damit. Oder mind.
Straßenverbot.
Wenn man das ganze sofort macht ist das Problem in ein paar Jahren gelöst.
Klaus
Martin Bohm <marti...@freenet.de> schrieb in im Newsbeitrag:
395842ED...@freenet.de...
>> P.S.: Heute morgen auf dem Weg zum Bäcker traf ich -wie stets- eine
>> unangeleinte, wohlerzogene, liebevoll sabbernde Bordeauxdoggendame (per
>> definitionem: Kampfhund). Während ich sie kraulte klagte mir der
>> Besitzer sein Leid über die zu erwarteneden Haßtiraden gegen ihn und
>> 'Cindy'...
> Genau das ist der wunde Punkt in all der Diskussion. Auch arg verrufene
> Kampfhundrassen sind, wenn wohlerzogen, Schmusetiere, andererseits kann man
> auch einen Schäferhund zur Bestie scharfmachen.
> "Strengere Gesetzte" an einer Liste von Hunderassen festzumachen ist daher
> wohl Unfung.
Strengere Gesetze braucht man ja nicht, es würde sicher reichen,
die bestehenden durchzusetzen.
Leinenzwang für Hunde im öffentlichen Raum,
Maulkorbzwang zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebáuden
sind IIRC immer noch gültige Vorschriften.
Würden sie durchgesetzt (von mir aus auch auf die französische Art),
hatte das sicher auch eine positive Auswirkung auf die
'mir-doch-egal-wenn-das-Kind-Angst-hat'-Hundehalter
--
Dirk Moebius
"Deutschland weint" BILD, 18.06.2000
Warum darf jemand ein lebensgefähliches Tier auf die Straße mitnehmen ?
Ich denke wenn ich einen Löwen mit rausnehme wird sofort reagiert.
> 'mir-doch-egal-wenn-das-Kind-Angst-hat'-Hundehalter
Ich denke das Kind hat vor dem Hund Angst und wird den Maulkorb nicht sehen.
Klaus
Weg mit den Raubtieren in den Zoo
Dirk Moebius <Dirk.M...@pudel.in-berlin.de> schrieb in im Newsbeitrag:
jjsntzy...@slbh85.bln.sel.alcatel.de...
Philipp Marioth schrieb:
[...]
> Was machen wir mit den Tölen, ihren Herrchen und Frauchen? Neue Gesetze
> oder schlicht bessere Umsetzung (mE war die hauptsächlich beißende
> Kampfmaschine mit einem Leinen- und Maulkorbzwang von seiten der Stadt
> HH belegt)?
Alles was nötig ist, um solche Zwischenfälle zu verhindern.
Vor allem auch die zuständigen Beamten dazu bewegen, die jetzt schon
möglichen Massnahmen nicht nur anzuordnen, sondern auch zu überwachen
und durchzusetzen.
BTW:
Hat jemand eine Ahnung, wieviele Kinder gestern im Strassenverkehr zu
Tode gekommen sind?
Verschrottet alle Autos!
Friedrich
>Schei... Leinenzwang.
>
>Warum darf jemand ein lebensgefähliches Tier auf die Straße mitnehmen ?
Was ist ein lebensgefährliches Tier? Jedes Tier kann verletzen. Warum
dürfen Menschen auf die Strasse?
Got the Point?
>Ich denke wenn ich einen Löwen mit rausnehme wird sofort reagiert.
Klar. Ein Hund ist ja auch keine Raubkatze. Nimm doch mal einen Löwen
raus. Ich würde eher sagen, das du dann der am ehesten gefährdetse
bist.
>> 'mir-doch-egal-wenn-das-Kind-Angst-hat'-Hundehalter
>Ich denke das Kind hat vor dem Hund Angst und wird den Maulkorb nicht sehen.
Das macht das Tier aber immer noch nicht zur tödlichen Bedrohung. Die
Eltern sind da auch gefordert um den Kindern die Angst zu nehmen.
>Weg mit den Raubtieren in den Zoo
Die Gefängnisse sind doch schon voll.
Rainer
P.S.: Bitte keine unnötigen Vollquotes.
--
Einige nennen Dich Vollquottel? Andere nennen Dich TOFU-Poster?
Man mag Deinen Zitierstil nicht!
Dem kann abgeholfen werden: http://learn.to/quote
> "Klaus Seeberger" <Klaus.S...@gmx.de> schrieb folgendes:
>> Schei... Leinenzwang.
>>
>> Warum darf jemand ein lebensgefähliches Tier auf die Straße mitnehmen ?
> Was ist ein lebensgefährliches Tier? Jedes Tier kann verletzen. Warum
> dürfen Menschen auf die Strasse?
> Got the Point?
>> Ich denke wenn ich einen Löwen mit rausnehme wird sofort reagiert.
> Klar. Ein Hund ist ja auch keine Raubkatze.
Du slltest vielleicht nach Hamburg fahren und das den Eltern des
toten Jungen sagen. Die freuen sich bestimmt darüber.
>>> 'mir-doch-egal-wenn-das-Kind-Angst-hat'-Hundehalter
>> Ich denke das Kind hat vor dem Hund Angst und wird den Maulkorb nicht sehen.
> Das macht das Tier aber immer noch nicht zur tödlichen Bedrohung. Die
> Eltern sind da auch gefordert um den Kindern die Angst zu nehmen.
Nein. primär gefordert sind die Hundehalter.
Wenn ein Kind vor Angst wegrennt und der Hund es dann jagt, hat der
Halter versagt - und gehört dafür IMHO auch zur Verantwortung gezogen,
beim ersten Mal.
Vielleicht lernt er ja dann, daß Tiere in der Stadt an die Leine gehören.
[...]
>>> Ich denke wenn ich einen Löwen mit rausnehme wird sofort reagiert.
>
>> Klar. Ein Hund ist ja auch keine Raubkatze.
>Du slltest vielleicht nach Hamburg fahren und das den Eltern des
>toten Jungen sagen. Die freuen sich bestimmt darüber.
Danke. Das war jetzt wirklich nett. Wenn ich einen Dackel auf die
Strasse nehme, dann wird wohl kaum so ein Auflauf passieren wie bei
einem Löwen. Was anderes war nicht gemeint. Man kann doch nicht jeden
Hund in Sippenhaft nehmen.
Mir geht die Sache genauso an die Knochen wie dir. Ich kann die ganzen
Dealer an unserem HBF mit den ganzen Riesenhunden auch nicht ab.
>>>> 'mir-doch-egal-wenn-das-Kind-Angst-hat'-Hundehalter
>>> Ich denke das Kind hat vor dem Hund Angst und wird den Maulkorb nicht sehen.
>
>> Das macht das Tier aber immer noch nicht zur tödlichen Bedrohung. Die
>> Eltern sind da auch gefordert um den Kindern die Angst zu nehmen.
>
>Nein. primär gefordert sind die Hundehalter.
Klar. Damit gebe ich dir voll Recht. Es war auch nicht nach dem Motto
gemeint, das der Vater dem Kind die Hunde als Schmusetiere nahebringen
soll. Nur sollte man dem Kind nicht jedes Tier als Bestie vorführen.
>Wenn ein Kind vor Angst wegrennt und der Hund es dann jagt, hat der
>Halter versagt - und gehört dafür IMHO auch zur Verantwortung gezogen,
>beim ersten Mal.
Der Halter hat dann sowieso versagt. Er hätte das Tier nämlich an der
Leine führen müssen. Wenn ich die netten Leute sehe, die ein
Riesentier oder auch nur einen Schosshund auf einer belebten Strasse
ohne Leine spazieren führen kann ich das auch nicht nachvollziehen.
Hunde sind eben Instinkttiere und reagieren auf Reize und fliehende
Personen lösen den Jagdtrieb aus. Da wird ein Training kaum helfen.
>Vielleicht lernt er ja dann, daß Tiere in der Stadt an die Leine gehören.
Das habe ich nie bestritten. Ich sehe nur die radikalen Ansichten
etwas anders. Einen Lehrgang für den Hundebesitzer würde ich aber auch
befürworten. Was ich nicht tolerieren kann sind solche Forderungen wie
>!Bei kleinen Biss der Tiere (aller Hunde) , weg damit. Oder mind.
>!Straßenverbot.
>!
>!Wenn man das ganze sofort macht ist das Problem in ein paar Jahren gelöst
Das ist mir dann doch etwas radikal, da es keine Grauzone gibt. Texas
für Hunde finde ich jedenfalls nicht ganz so gut.
Rainer
Michael 'Mithi' Cordes schrieb:
> >Was machen wir mit den Tölen, ihren Herrchen und Frauchen?
>
> Abknallen, und die Hunde einschläfern!
Ist das ein Aufruf?
Friedrich
> Wo ist das Problem.
Trotz Snippens Deines Lösungsvorschlags: Entspricht in etwa dem, was ich
vorgeschlagen hätte.
Ergänzung: Wo in Wien schon Pferde mit Kackebeuteln durch die Gegend
rennen müßten, wäre es doch mal an der Zeit, die Scheißentsorgungspflicht
auch für Hunde endlich durchzusetzen (bestehen tut sie ja, da aber leider
die höhere Rechtsprechung der Ansicht ist, daß das keine Straftat, sondern
nur eine Ordnungswidrigkeit ist, muß ja niemand einschreiten).
Vielleicht sollten wir einen Exkreminator auch in Wirklichkeit einführen
(siehe die entsprechenden Werke des mit dem Max-und-Moritz-Preis
ausgezeichneten (c)TOM).
Spitti
--
Verschickst Du Deine Liebes- und Geschäftsbriefe immer als
maschinenlesbare Postkarte? Nur Verschlüsseln hilft!
PGP: Elektronischer Briefumschlag und Unterschrift. Public Key anfordern!
Diese verdammten Dreckskampfhunde sollten allesamt auf der Stelle erschossen
und ohne große Diskussion eingeäschert werden. Völlig gleichgültig, ob die
für "harmlos" gelten oder nicht. Die haben das im Blut.
Ich habe vier Schlittenhunde. Schlittenhunde laufen und ziehen. Das liegt
ihnen im Blut, und das kriegt man aus ihnen und ihren Nachkommen nicht
heraus...
Diejenigen, die so lässig daher reden von: "Jaaa, man müsse erst mal ....
und dann ... blablabla", von wegen Hundeleine, Maulkorb, man könne nicht so
einfach ... Doch man kann! Diese Tiere töten!! Jeder, der ein eigenes Kind
hat, kann sich das vorstellen. Ich habe ein Kind, eine kleine Tochter. Und
wenn ich mir vorstelle, daß so ein verdammter Asi-Köter meinem Kind das
Gesicht für den Rest seines Lebens zerfetzt oder gar zerfleischt hat, dann
zerreiße ich den Eigentümer des Hundes ohne Zögern in tausend Bestandteile.
Leute, die das nicht verstehen, haben entweder Luft im Hirn oder keine
eigenen Kinder.
Und von wegen: "weg mit den Autos": zur Info: das ist ein Transportmittel,
das von einem Menschen bedient wird! Und kein Hund, der einen eigenen
Willen, bisweilen einen sehr blutrünstigen Willen hat.
Mein Gott, wie kann man so daher reden???...
Nein, und ich bezweifele, daß es einer ist. Der wesentlich Unterschied
zwischen Mensch und Tier ist die Einsichtsfähigkeit (ich könnte ja
polemisieren, und auf Ausnahmen (bei Menschen, nicht bei Tieren)
hinweisen, aber das ist eine andere Baustelle).
Ein Mensch kann durchaus absehen, was es für Folgen hat, wenn er einen
anderen umbringt.
Ein Tier kann das nicht, weder der strapazierte Löwe, noch der Mensch.
Daher gelten für beide auch unterschiedlich Regeln.
In sofern: No, I did not get the point. There is no point.
GreetinX,
Sven
--
Sven Niedner, Institut für Experimentelle und Angewandte Physik
Physics of Toroidal Plasmas, http://www.psychologie.uni-kiel.de/~niedner
Linux is like a wigwam: no windows, no gates, apache inside.
Du hast Dich mit Deinem Beitrag sicher sehr unbeliebt gemacht.
Aber ich möchte Dir aus meinem Gefühl heraus vollkommen recht
geben. Auch ich habe eine kleine Tochter und bekomme es mit der
Angst zu tun, wenn der Dobermann des Herrn vom Nachbarhaus frei
auf der Strasse läuft.
Viele scheinen meiner Meinung nach aus falschem Liberalismus
und Tierliebe nicht zu verstehen, dass zuerst die Sicherheit des
Menschen kommt. Ich sehe auch nicht ein, dass sich ein Mensch
in seiner Freiheit einschränken soll (z.B. das Wechseln der Strassenseite
wenn wieder mal ein Hund, den man für gefährlich hält, ohne Leine
frei laufen gelassen wird), nur um einem Hund die grösstmöglichste
Freiheit zu gewähren.
Deshalb genereller Leinenzwang in der Öffentlichkeit - und zwar für alle
Hunderassen! Maulkorbzwang für gefährlich einzustufende Hunderassen.
Merkliche Erhöhung der Hundesteuer für Kampfhundrassen.
Wenn ein Hund ohne Grund einen Menschen angreift oder generell ein
agressives Verhalten zeigt, einschläfern.
Und dieses muss in allen Punkten rigeros durchgesetzt werden.
Und kein Schadenersatz für getötete Tiere!
Wer ersetzt der Hamburger Familie ihr getötetes Kind?
Gruss
Bernhard
Ralf Ohlendorf <DR_Ohl...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8jaajh$uc9$12$1...@news.t-online.com...
warum ist es so schwer per Gesetz alle Hunde, egal ob Putzi, Cindi, oder
Rambo, anleinen zu lassen, d.h. JEDEN Hundebesitzer zu verpflichten sein
Vieh stets an der Leine zu nehmen, und "besonderen" Rassen, egal ob
wohlerzogen oder nicht, einen Maulkorb zu verpassen und bei Vergehen mit
saftigen Geld- u. Haftstrafen zu drohen?
Warum ist es nicht möglich, dass unsere gewählten Volksvertretern so ein
Gesetz genau so schnell über die Bühne bringen, wie die jährliche
Diätenerhöhung?
Wieviele Schwerverletzte, lebenslang entstellte und Tote muss es noch
geben, bis die entsprechenden Herren mal ihre dicken Ä***** bewegen?
Wie lange noch wird so ein Tod, wie des 6jährigen Schülers, als
naturgegebenes Schiksal abgetan???
mfG.
Franz
Wie wär's mit einer Versicherungspflicht für alle Hunde mit Rückenhöhe
größer Dackel? Bei besonders gefährlichen Hunden kann die Höhe der
Prämien dann ruhig prohibitiv wirken.
Aber Vorsicht: Entgegen der spektakulären Berichterstattung, die sich
bei Vorfällen wie im Hamburg überschlägt, sind es nicht irgendwelche
"Kampfhunderassen", die die höchsten Risikowerte (Schadenshäufigkeit x
Schadenhöhe) erreichen, sondern die ach so lieben Familienhunde insb.
Schäferhunde.
Der Vorteil einer solchen Versicherungspflicht wäre, dass nicht der
Gesetzgeber die Risikoabschätzung für Rassen und einzelne Hunde
vornehmen müsste, sondern dass das marktwirtschaftlich durch die
Versicherungsmathematiker erledigt würde.
Ciao Henning
PS: der einzige Hund, der mich je gebissen hat, war ein Chihuahua und
ich war mit runden fünf Jahren nicht wesentlich größer als er.
> Wie lange noch wird so ein Tod, wie des 6jährigen Schülers, als
> naturgegebenes Schiksal abgetan???
Wahrscheinlich so lange, wie es jedes Jahr 8000 Verkehrstote gibt
und der "Mobilität" geopfert werden?
Oder so lange, wie es noch jedes Jahr xxx Tote aufgrund von Tabak-
und Alkoholkonsum gibt?
Gruß
Michael
--
Mögen Sie Kinder mit Senf?
>>>>Was machen wir mit den Tölen, ihren Herrchen und Frauchen?
>>> Abknallen, und die Hunde einschläfern!
>>Ist das ein Aufruf?
>Nein, ein Lösungsvorschlag
Hört sich aber mehr nach Blähungen an.
--
Ciao, Heiko...
>>Was machen wir mit den Tölen, ihren Herrchen und Frauchen?
>
>Abknallen, und die Hunde einschläfern!
Oh, Du gewährst den Tieren einen weniger schmerzhaften Tod als den Menschen?
Sehr bedenklich...
>>definitionem: Kampfhund). Während ich sie kraulte klagte mir der
>>Besitzer sein Leid über die zu erwarteneden Haßtiraden gegen ihn und
>>'Cindy'...
>
>Dann soll der Depp sie halt anleinen und sich somit schonmal dem größten
>Beschwerdepotential entziehen.
Ach was: Bei uns plärren die Wei*** schon in den Hof hinein, wenn der Hund
*im* *Hof* rumläuft: "Der Hund braucht einen Maulkorb!". Tststs...
Gruß
Christian
>Mir wird so dermaßen kotzübel, daß es mir wahrlich schwer fällt einigermaßen
>sachlich zu bleiben bei dem, was hier einige von sich geben. Das ist
>wirklich das allerletzte!!
Diese Diskussion hatten wir doch schon mal ?!? Wolfgang?
>Diese verdammten Dreckskampfhunde sollten allesamt auf der Stelle erschossen
>und ohne große Diskussion eingeäschert werden. Völlig gleichgültig, ob die
>für "harmlos" gelten oder nicht. Die haben das im Blut.
Die Inemotionalität ist dahin. Ich sag nur so viel: Das wird bei uns in D
noch so weit gehen, daß *alle* größeren Hunde als Bestien gelten.
>Ich habe vier Schlittenhunde. Schlittenhunde laufen und ziehen. Das liegt
>ihnen im Blut, und das kriegt man aus ihnen und ihren Nachkommen nicht
>heraus...
Ich habe einen Jäger zuhause. Wahrscheinlich wird dieser jetzt dann als
"laufwütiger" Teufel bezeichnet, und der erstbeste Jäger wird ihn abknallen,
denn "der hätte ja einen Hasen wildern können"...
>[snip] Ich habe ein Kind, eine kleine Tochter. Und
>wenn ich mir vorstelle, daß so ein verdammter Asi-Köter meinem Kind das
>Gesicht für den Rest seines Lebens zerfetzt oder gar zerfleischt hat, dann
>zerreiße ich den Eigentümer des Hundes ohne Zögern in tausend Bestandteile.
>Leute, die das nicht verstehen, haben entweder Luft im Hirn oder keine
>eigenen Kinder.
Du hast allerdings etwas erwähnt: Den Halter. Der ist nämlich auch nicht
ganz unschuldig.
Gruß
Christian
> > Wieviele Schwerverletzte, lebenslang entstellte und Tote muss es noch
> > geben, bis die entsprechenden Herren mal ihre dicken Ä***** bewegen?
>
> > Wie lange noch wird so ein Tod, wie des 6jährigen Schülers, als
> > naturgegebenes Schiksal abgetan???
>
> Wahrscheinlich so lange, wie es jedes Jahr 8000 Verkehrstote gibt
> und der "Mobilität" geopfert werden?
>
> Oder so lange, wie es noch jedes Jahr xxx Tote aufgrund von Tabak-
> und Alkoholkonsum gibt?.
bla bla bal...
Solch blödes Gelaber kommt vielleicht dort noch an, wo man die Lufthoheit
über den Stammtischen noch besitzt (stoiber)....
Was tut das zur Sache, reine Polemik, fordert nur den Politikverdruss. Kann
ich auch: Wenn starke Raucher schneller sterben, dann schont das die
Sozialkassen! Aber man muss nicht hinnehmen, dass Menschen ohne eigenes
"verschulden" von gefährlichen Hunden angegriffen werden, wo doch auch mit
wenig einschneidenden Mitteln (Leinenzwang) die Gefahr im Griff gehalten
werden kann. Dass dann immer noch Kinder (und auch Erwachsene) Angst vor
einigen Hunden haben, ist doch völlig normal und kein Argument für oder
gegen Hunde! Das liegt einfach in der Natur der Sache und ist eher ein
Erziehungsproblem.
mfg
Markus
>Leinenzwang für Hunde im öffentlichen Raum,
Du verallgemeinerst, und _das_ ist das Schlimme, was durch die Kampfhunde-
Diskussion rauskommt: Hunde ab einer bestimmten Größe sind für manche Leute
zu Bestien geworden.
>Maulkorbzwang zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebáuden
>sind IIRC immer noch gültige Vorschriften.
Man erinnere sich bitte an das Kampfhundeverbot, das die DB AG heute
ausgesprochen hat. Bald darf /kein/ Hund über 50 cm Schulterhöhe mehr
mitfahren (so sehe ich das zumindest kommen, als Schwarzmaler).
>Würden sie durchgesetzt (von mir aus auch auf die französische Art),
>hatte das sicher auch eine positive Auswirkung auf die
>'mir-doch-egal-wenn-das-Kind-Angst-hat'-Hundehalter
Die Anst wird doch den Kindern heute schon *erzogen*! Das habe ich erst am
Sonntag wieder beobachten können: Manche Eltern scheren sich einen Dreck
darum, ob ihr Kind zu meinem Hund kommt und ihn streichelt (denn sie können
sich denken, daß ein *verantwortungsbewußter* Hundehalter, wie bei meiner
Beobachtung, ein Kleinkind gar nicht erst so nahe an den Hund herankommen
hätte lassen) oder den Hund von der Seite her schief anschaut und dann
ausweicht.
Ich betone nochmals: Ein *verantwortungsbewußter* Hundehalter kennt seinen
Hund (außer, er oder der Hund ist gestört) und weiß, _wie weit_ er und sein
Hund gehen können.
Verantwortungsbewußte Eltern setzen ihre Kinder auch einem Kinder-Hund-
Verhältnis (unter Beobachtung und Kontrolle) aus, um so eine Basis zu
schaffen, um Kindern einen vernünftigen Umgang mit Hunden (oder Tieren
allgemein) zu verschaffen. Ein ewiges "Pfui, is böser Hund" bringt bei
anständigen Tieren und Haltern nichts.
Nur die Meinung eines Hundeliebhabers, total verschmust (der Hund).
Gruß
Christian
>Du slltest vielleicht nach Hamburg fahren und das den Eltern des
>toten Jungen sagen. Die freuen sich bestimmt darüber.
Polemik ist hier *wirklich* nicht angebracht, wirklich.
>Nein. primär gefordert sind die Hundehalter.
Sorry, aber das ist FALSCH!
Ein Kind muß den Umgang mit Hunden ebenso lernen wie mit anderen Tieren. Daß
man dem Hund nicht in die Augen schaut. Daß man zuerst den Tierhalter fragen
soll, ob man das Tier denn wirklich streicheln darf - und auch die Mutter
oder den Vater, der bei den ersten Kontakten dabei ist.
>Wenn ein Kind vor Angst wegrennt und der Hund es dann jagt, hat der
>Halter versagt - und gehört dafür IMHO auch zur Verantwortung gezogen,
>beim ersten Mal.
Ebenso falsch, allerdings jetzt nicht geplärrt. Ich hatte auch eine zeitlang
Angst vor Hunden, als ich einmal vor einem weggelaufen bin als Kind. Der hat
mich umgeschmissen und mich im Gesicht abgeleckt. Sonst nix!
Wäre er an der Leine gewesen, hätte er mich angebellt - und ich hätte
wahrscheinlich vor ihm noch mehr Angst gehabt. Durch dieses Erlebnis
allerdings war er dann ein ganz netter Kerl.
Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
Gruß
Christian
Henning Schlottmann wrote:
>
> PS: der einzige Hund, der mich je gebissen hat, war ein Chihuahua und
> ich war mit runden fünf Jahren nicht wesentlich größer als er.
Hmm - der einzige Hund, der mich mal gebissen hat (relativ
harmlos ins Bein, die Narben sind so gut wie nicht zu
sehen), hat meine geballte Faust ziemlich kräftig auf die
Schnauze bekommen. Danach war´s gut (wohl mehr ein Gerangel
um die Rudelhierarchie, weil ich mit dem Hund "arbeiten" (SH
Klasse 1) sollte - sein Herr konnte das nicht, weil er keine
Beine mehr hat). Das war übrigens ein deutscher Schäferhund,
wobei ich _einmal_ im Dienst fast einen "Kampfhund"
erschossen hätte, als der mit gefletschten Zähnen auf mich
zukam und sein Herr ihn nur in allerletzter Sekunde
zurückrief. Das wäre aber dann das Verschulden des Herrn
gewesen.
Ich bin eigentlich - um mal bei dem Thema hier zu bleiben -
der Meinung, dass Hunde (und zwar alle) regelmässig einem
Test unterzogen werden sollten. In unserer Regionalzeitung
fand ich heute einen Bericht aus einem Tierheim in HH, in
dem Hunde mit Verhaltensstörungen Tests unterzogen werden,
um herauszufinden, ob sie vermittelbar oder nicht sind.
Dabei wird getestet, wie sie reagieren, wenn sie anderen
Hunden begegnen, zusammen mit Fremden auf engen Raum (z.B.
Fahrstuhl) eingepfercht sind und auf weglaufende Wesen
(Tiere wie Menschen) reagieren. Wenn die Hunde bei diesen
Tests durchfallen, so sind sie nicht vermittelbar. Würden
solche Tests regelmässig bei allen Hunden durchgeführt, so
wäre grösstenteils die Gefahr der "Scharfmachung", bei denen
die Hunde ja auf andere Hunde und fliehende "Beute"
reagieren, eingedämmt. Fallen die Hunde bei den Tests durch,
so könnten sie ihren Herren für weitere Tests vorläufig
(oder sogar ganz) weggenommen werden.
--
Regards Ellen / Talena (-SP2-)
---------------------------------------------------
Der Millennium-Bug: Der Irrglaube, daß das neue
Jahrtausend am 01.01.2000 begonnen hat.
>>Ach was: Bei uns plärren die Wei*** schon in den Hof hinein, wenn der Hund
>>*im* *Hof* rumläuft: "Der Hund braucht einen Maulkorb!". Tststs...
>
>Definiere "im Hof"
>
>Hof = eigenes, umzäuntes Grundstück ohne dem Tier unbekannte Menschen?
Genau so ist es.
>Dann sollen die Wei*** ruhig sein.
ACK.
>Ansonsten ist das Verhalten nunmal inakzeptabel.
Des Hundes oder der Wei***?
BTW: Story aus der Lokalzeitung, nur mal so kurz rezitiert:
Eine dorfbekannte Dame mit einem Pudel geht mit demselbigen spazieren. Sie
trifft einen Hundehalter mit einem Golden Retriever, worauf sie um Anleinung
/bittet/, da der fremde Hund ihrem Hund ja etwas tun könnte. Natürlich wird
der gegnerische Hund etwas laut, als die Dame ihren Fiffi auf den Arm nimmt,
um ihn vor dem bösen Wauwau zu schützen.
Es schien eine längere Diskussion zu geben, einem Wortwechsel folgte der
andere, bis es schließlich dem Herrchen des Golden Retrievers zu bunt wurde
und mit der Hundeleine der Dame eine zischte...
Auch wenn sich dies jetzt böse und nach Selbstjustiz, gar nach
Körperverletzung i.V.m. Beileidigung anhört: Nach einhelliger Meinung der
Ortsansässigen hätte die Dame es längst verdient *g*.
Vielleicht findet man es ja noch auf dem Server: www.donaukurier.de
War irgendwann vor zwei Wochen unter Regionales. Viel Spaß beim Lesen!
Gruß
Christian
Warum denn? Werden alle größeren Hunde zum Abdecker gebracht, dann
braucht es dieses Spezialwissen nicht mehr.
> Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
Hoffentlich! Hoffentlich in ganz D, besser noch in ganz EU
Ich selbst wurde als 5jähriger von einem ganzen Rudel Doggen, die sich
aus einer Hundezuchtanstalt befreien konnten, angefallen, und fast zu
Tode gebissen. Ich hatte Glück, daß das keine Kampfhunde waren, und daß
die nur mit mir spielen wollten - ich war nur einige Monate im
Krankenhaus! Bei mir haben alle Hunde über 30 cm Schulterhöhe auf immer
verschissen.
Erst vor einigen Tagen hat mich nächtens auf dem Heimweg von einer
Kneipe wieder so ein Riesenvieh von Rottweiler gestellt. Der Hundehalter
kam einige zig Meter hinterhergetrottet: Der tut nix!
Ich bin ziemlich kurz davor, alle Stadthunde demnächst mit
arsengespicktem Gulasch zu füttern!
Tom Berger
Danke, Du sprichst mir aus dem Herzen. Bleibt nur noch die Frage der
Reihenfolge ... :-))
... ziemlich halbgarer Quatsch. Unsere Regeln sind für Menschen
gemacht, nicht für Tiere. Bei uns werden Tiere weder vor Gericht
gestellt, noch werden Ihnen Bürgerrechte zugestanden.
Wenn sich ein Tier nicht reibungslos in die menschliche Gemeinschaft
einfügen kann und auch sonst keinen Nutzen für die Gemeinschaft
erbringt, dann wird es entweder gejagt und erlegt (Wildbahn), oder
sonstwie unschädlich gemacht (Stadt). Dabei ist erstmal zweitrangig, ob
dem Halter des Tieres irgendeine Schuld zugewiesen werden kann.
Tom Berger
Wie Michael 'Mithi' Cordes ganz richtig als Lösung verschlug:
Hundehalter "abknallen, und die Hunde einschläfern"!
Tom Berger
Christian Tauer schrieb:
> Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
>
Nee, zumindest den, der das hier angeschoben hat, hast du im Dunstkreis. Aber
die Sache ist ja wirklcih nicht unproblematisch. Ich habe erstmal vor keinem
Hund Angst, aber vor jedem Hund (egal ob Chihuahua, Dogge oder Pitbull) Respekt.
Und bei der zunehmenden Verdichtung der Städte, wo die Vierbeiner keinen
ausreichenden AUslauf bekommen können (auch ein Pitbull braucht ansich täglich
seine 6-8 Kilometer), müssen die ja irgendwann abdrehen.
> >Nein. primär gefordert sind die Hundehalter.
>
> Sorry, aber das ist FALSCH!
> Ein Kind muß den Umgang mit Hunden ebenso lernen wie mit anderen Tieren. Daß
> man dem Hund nicht in die Augen schaut. Daß man zuerst den Tierhalter fragen
> soll, ob man das Tier denn wirklich streicheln darf - und auch die Mutter
> oder den Vater, der bei den ersten Kontakten dabei ist.
Wie? Ein (potentiell) gefaehrlicher Hund darf frei herum laufen, die Kinder
muessen dabei aber lernen, wie man mit dieser Gefahr umgeht?
Das kann's ja wohl nicht sein!
Bei einem frei herum laufenden Hund sollte man sicher sein koennen, dass
er keinem Kind etwas tut, selbst wenn sich das Kind falsch verhaelt darf
der Hund ihm nichts ernstliches tun (Schnappen ohne zu verletzen faellt
IMHO nicht darunter).
Kennst Du die Nummer von Gerhard Polt, wie er mit dem geliebten Schaeferhund
auf den Kinderspielplatz geht?
> Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
Nein, aber offensichtlich stellst Du die niedrigsten Ansprueche an die
Hunde und bist der einzige Kampfhund-Freund.
Warum liest man nie: "Kind von Labrador zu Tode gebissen"? Oder: "Alter
Mann von Dackel zerfleischt"? Hunde haben nunmal je nach Rasse eine
gewisse vom Zuechter gewollte charakterliche Veranlagung. Deswegen sind
diese "Kampfhunde" ja fuer so einige ihrer Halter so attraktiv.
Und jetzt waegen wir doch mal die gefaehrdeten Rechtsgueter gegeneinander
ab: Da ist auf der einen Seite die Gefahr fuer Leib und Leben, auf der
anderen Seite... tja, wie soll man das nennen? Eine Einschraenkung der
Wahlfreiheit bezueglich Rasse des Hundes, den man sich anschaffen will.
Wo bitte liegt das grosse Problem, wenn diese Wahlfreiheit eingeschraenkt
wird?
Jens
Christian Tauer wrote:
>
> Dirk Moebius <Dirk.M...@pudel.in-berlin.de> wrote:
>
>
> >Nein. primär gefordert sind die Hundehalter.
>
> Sorry, aber das ist FALSCH!
> Ein Kind muß den Umgang mit Hunden ebenso lernen wie mit anderen Tieren. Daß
> man dem Hund nicht in die Augen schaut. Daß man zuerst den Tierhalter fragen
> soll, ob man das Tier denn wirklich streicheln darf - und auch die Mutter
> oder den Vater, der bei den ersten Kontakten dabei ist.
Du bist also wirklich der Meinung, dass das Kind in diesem
Fall noch zumindest die Chance hatte, jemanden zu fragen??
Diese Hunde sind nach Augenzeugenberichten auf den Schulhof
gerannt und haben das Kind angefallen. Einer der Hunde wurde
mit 18 Schuss getötet (wobei bei solch "kleinen" und
wendigen Tieren insbesondere bei der wahrscheinlichen
Erregung der Polizeibeamten ein Teil der Geschosse ins Leere
ging). Wer solche Hunde hält, der nimmt auch den Tod anderer
Wesen (ob nun Menschen oder Tiere ist egal) in Kauf. Der
Halter dieser Tiere war Polizeibekannt. Die Tiere hatten
schon andere Tiere vorher angefallen. Da nützt es _nichts_,
wenn ein Kind Verhaltensregeln von den Eltern mitbekommt.
Mein Sohn weiss, dass er an kein Tier ohne Erlaubnis
ranzugehen hat. Und er ist gerade 2 1/2. Trotzdem würde er
wohl in so einer Situation sein Leben verlieren, weil nicht
das Kind, sondern der Hundehalter die Ursache gesetzt hat.
Man erzieht einfach keinen Hund dazu, dass er andere Wesen
tötet! Punkt Aus Feierabend. Wer ein Tier zu solch einem
Verhalten erzieht, der muss entweder einen guten Grund haben
(siehe Waffenschein) oder dem muss jegliches Tier auf
Lebenszeit entzogen werden!
> >Wenn ein Kind vor Angst wegrennt und der Hund es dann jagt, hat der
> >Halter versagt - und gehört dafür IMHO auch zur Verantwortung gezogen,
> >beim ersten Mal.
>
> Ebenso falsch, allerdings jetzt nicht geplärrt. Ich hatte auch eine zeitlang
> Angst vor Hunden, als ich einmal vor einem weggelaufen bin als Kind. Der hat
> mich umgeschmissen und mich im Gesicht abgeleckt. Sonst nix!
Tjhaha - da hast Du aber mal Glück gehabt - _Du_ hast keinen
auf Beute trainierten Hund erwischt. Beute rennt weg. Und
Beute ist zu fangen. Auf Töten trainierte Kampfhunde von
heute machen keinen Unterschied zwischen menschlicher und
tierischer Beute. Denn sonst würden solche Vorfälle nicht
passieren. Schon vor Monaten wurde im TV bei solchen
Vorfällen davor gewarnt, vor Hunden weg zu laufen, weil dies
als Schwäche anerkannt wird und das Gegenüber somit als
"Beute" identifiziert wird.
> Wäre er an der Leine gewesen, hätte er mich angebellt - und ich hätte
> wahrscheinlich vor ihm noch mehr Angst gehabt. Durch dieses Erlebnis
> allerdings war er dann ein ganz netter Kerl.
Wie gesagt: es war kein trainierter Hund - denn sonst
würdest Du Dein Spiegelbild zumindest mit Disneys "Die
Schöne und das Biest" vergleichen können - wenn du denn noch
lebtest...
> Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
Jeder soll seinen Hund halten, wie er will. Aber es gibt
gewisse Regeln, an die man sich halten sollte. Das ist wie
im Strassenverkehr... da kannst Du auch nicht überall die
PS-Zahl Deines Boliden austesten. Und so sollte es auch mit
Hunden sein. Sind die Tiere nachgewiesenermassen
ungefährlich, so ist die Haltung frei. Sind die Tiere
gefährlich (für jegliche Wesen), so ist die Haltung wie beim
Waffenschein begrenzt.
> > Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
>
> Hoffentlich! Hoffentlich in ganz D, besser noch in ganz EU
>
> Ich selbst wurde als 5jähriger von einem ganzen Rudel Doggen, die sich
> aus einer Hundezuchtanstalt befreien konnten, angefallen, und fast zu
> Tode gebissen. Ich hatte Glück, daß das keine Kampfhunde waren, und daß
> die nur mit mir spielen wollten - ich war nur einige Monate im
> Krankenhaus! Bei mir haben alle Hunde über 30 cm Schulterhöhe auf immer
> verschissen.
Ein Kindheitstrauma ist keine vernuenftige Grundlage fuer eine
differenzierte Meinung.
> Ich bin ziemlich kurz davor, alle Stadthunde demnächst mit
> arsengespicktem Gulasch zu füttern!
Dann darft Du Dich halt auch nicht ueber Arsen in *Deinem* Gulasch
wundern. Oder ueber einen Kampfhund in Deinem Garten.
Zur Abwechslung mal wieder sachlich:
Hund ist nunmal nicht gleich Hund. Ich kenne Retriever, denen kann ein
fremdes kleines Kind im Maul herumstochern, der Retriever zieht seine
Schnauze dann *sehr* vorsichtig aus der Gefahrenzone. Ich kenne andererseits
Doberman-Mischlinge, die sind Kindern gegenueber aggressiv (und werden
deshalb hinter hohen Mauern bzw. bei Kinderbesuch im Zwinger gehalten).
Und weil bestimmte Verhaltensmuster bei bestimmten Hunderassen typisch
(sogar vom Zuechter gewollt) sind, halte ich eine Unterscheidung nach
Rasse fuer sinnvoll. Die Groesse dagegen ist relativ egal.
Jens
> Ein völliger Verzicht auf eine Ausbildung, wie es neuerdings recht oft
> von Extremtierfreunden praktiziert wird, ist ein Ritt auf der
> Rasierklinge. Jeder Hund ist zunächst einmal ein Raubtier, sowas würde
> ich als unkontrollierbares Scharfmachen bezeichnen.
Moechte mal sehen, wie Du einen Retriever durch Unterlassung scharf machst.
Scharf darauf, jeden Passanten abzuschlecken, das wird er vielleicht. :-)
Jens
> Da gibt's einen Koeter in unserer Nachbarschaft, der hat eine gewisse
> Schulterhoehe und die Besitzer sind zu faul, mit ihm Gassi zu gehen - die
> lassen den einfach rumlaufen (momentan nicht mehr)
Kenne ich auch, so einen Fall. Allerdings sehe ich je nach Hund gar kein
Problem darin. Der laeuft die linke Strassenseite bis zu Wiese, pinkelt,
frisst ein paar Schnecken und kommt wieder zurueck. Es sei denn, jemand
haelt ihn durch Streicheln oder Spielen auf, und selbst dann muss man ihm
nur pfeifen.
> BTW: in meinem Verwandschaftskreis hat eine aeltere Dame vor zwei Jahren einen
> Herzstillstand vor Schreck bekommen, als sie ihren Hund (an der Leine)
> ausfuehrte und ein nicht angeleinter Riesenkoeter auf diesen zustuermte, um
> ihn anzugreifen. Nur weil *zufaellig* ein Krankenwagen vorbeifuhr, hat sie das
> ueberlebt. Nein, gebissen wurde sie nicht, weil doch tatsaechlich der Besitzer
> dazukam
>
> - Kein Kommentar -
Von mir schon: Wer bei einer harmlosen Situation eine voellig unnoetige
Schreck- oder Panikreaktion zeigt, kann die anderen nicht dafuer
verantwortlich machen.
Vielleicht bekommt die alte Dame auch einen Herzstillstand, wenn ich
in schwarzes Leder bekleidet nachts um die Ecke biege. Tut mir leid fuer
sie, ist aber nicht mein Problem.
> - in Muenchen kostet der Hund nichts im OEPNV, aber die Kinder loehnen!
> was steht hierzulande eigentlich an erster Stelle? Mensch oder Hund?
Na und? Soll ich auch fuer meine Filzlaeuse zahlen, weil der Mensch an
erster Stelle kommt, die Filzlaeuse folglich mehr kosten muessen?
Wenn ein Hund auf den Arm/Schoss passt, finde ich es voellig korrekt,
dass man nicht zahlen muss. Kleinkinder kosten sicher auch nichts, oder?
Jens
> Hunde gehoeren IMHO ab einer bestimmten Groesse in der Oeffentlichkeit
> an die Leine oder verboten, basta. Und auf sensibel aggressiv
> gezuechtete Arten kann man ganz verzichten. Wer sowas moechte, darf sie
> im privaten Grundstueck ja gerne halten, mit aehnlichen Auflagen wie das
> Halten von anderen gefaehrlichen Tieren ja auch erlaubt sein kann.
Die Groesse ist IMHO ein ungeeignetes Kriterium, weil die Gefahr nicht
von der Groesse ausgeht. Siehe Windhund. Der bricht sich wahrscheinlich
den Kiefer, wenn er mir ins Bein beissen will. Und wenn er mich umwerfen
will, prallt er einfach ab. :-)
Jens
> >Du verallgemeinerst, und _das_ ist das Schlimme, was durch die Kampfhunde-
> >Diskussion rauskommt: Hunde ab einer bestimmten Größe sind für manche Leute
> >zu Bestien geworden.
>
> die sind es nicht dadurch geworden, die sind es von Natur bzw. so
> angezüchtet!
Aber doch nicht "ab einer bestimmten Groesse"!
Es gibt kleine Fieslinge und grosse Schmusetiere.
Jens
Bernhard Klemisch schrieb:
> Du hast Dich mit Deinem Beitrag sicher sehr unbeliebt gemacht.
Nö.
> Deshalb genereller Leinenzwang in der Öffentlichkeit - und zwar für alle
> Hunderassen! Maulkorbzwang für gefährlich einzustufende Hunderassen.
> Merkliche Erhöhung der Hundesteuer für Kampfhundrassen.
> Wenn ein Hund ohne Grund einen Menschen angreift oder generell ein
> agressives Verhalten zeigt, einschläfern.
Hach, wär' das schön.
> Und dieses muss in allen Punkten rigeros durchgesetzt werden.
Tja, hier hat es gehapert, hapert es und wird es immer
weiter hapern. Da fehlt eben der Biß. </schwarzhumor>
> Und kein Schadenersatz für getötete Tiere!
Sowieso nicht. Wieso denn auch?
Der rechtmäßig in Anspruch genommene Störer ist doch
noch nie entschädigt worden.
--
Dr. Christian E. Naundorf alias CEN
>Wie wär's mit einer Versicherungspflicht für alle Hunde mit Rückenhöhe
>größer Dackel? Bei besonders gefährlichen Hunden kann die Höhe der
>Prämien dann ruhig prohibitiv wirken.
Warum keine fuer _alle_ Hunde?
Gestaffelt.
>Aber Vorsicht: Entgegen der spektakulären Berichterstattung, die sich
>bei Vorfällen wie im Hamburg überschlägt, sind es nicht irgendwelche
>"Kampfhunderassen", die die höchsten Risikowerte (Schadenshäufigkeit x
>Schadenhöhe) erreichen, sondern die ach so lieben Familienhunde insb.
>Schäferhunde.
Exakt. Nur dass bei den Schaeferhunden die "Schadenshoehe" meist
deutlich niedriger ist (bei hoeherer Haeufigkeit).
>PS: der einzige Hund, der mich je gebissen hat, war ein Chihuahua und
>ich war mit runden fünf Jahren nicht wesentlich größer als er.
Zwerg (scnr)
mfg
+ogs
--
O.G. Schwenk -> http://www.home.pages.de/~ogs/
> > > Da gibt's einen Koeter in unserer Nachbarschaft, der hat eine gewisse
> > > Schulterhoehe und die Besitzer sind zu faul, mit ihm Gassi zu gehen - die
> > > lassen den einfach rumlaufen (momentan nicht mehr)
> >
> > Kenne ich auch, so einen Fall. Allerdings sehe ich je nach Hund gar kein
> > Problem darin. Der laeuft die linke Strassenseite bis zu Wiese, pinkelt,
> > frisst ein paar Schnecken und kommt wieder zurueck.
>
> _Dieser_ Hund geht in fremde Gaerten, sch**** alles voll und nichts ist i.O.
ACK.
> Muss ich meine Kinder anleinen, damit der Koeter seinen freien Auslauf hat?
Scheisst der Koeter auch auf Kinder? ;-)
> > [Herzinfarkt bei Hundeangriff]
> >
> > Wer bei einer harmlosen Situation eine voellig unnoetige
> > Schreck- oder Panikreaktion zeigt, kann die anderen nicht dafuer
> > verantwortlich machen.
>
> Lies richtig: der Fremdhund hat den eigenen angegriffen - keine harmlose Situation
> Du erschrickst also nicht, wenn ein _grosser_ Hund bellend und knurrend auf Dich zustuermt?
Wie geht bellen, knurren und stuermen gleichzeitig?
Nein, ich erschrecke nicht unbedingt, wenn ein Hund bellend in meine
Richtung rennt.
> Wie unterscheidest Du, ob der Angriff Dir oder Deinem Hund gilt?
Der gilt praktisch immer dem Hund. Ausserdem wird mich "mein" Hund
verteidigen, spaetestens dann gilt es "meinem" Hund.
Wenn es tatsaechlich ein Angriff auf die Dame war, dann ist die
Schreckreaktion natuerlich eine echte Folge dieses Angriffs. Aber ich
kenne das eben auch, dass Leute in eigentlich harmlosen Situationen einen
Schreck bekommen (weil sie nicht faehig sind, eine Situation zu erfassen,
weil lange gepflegte Vorurteile und Feindbilder ein Gegenueber als Feind
erscheinen lassen) und dann einen Schuldigen suchen.
> Bist Du der Ansicht, ein Kleinkind, welches ebenfalls eine Schreckreaktion (Wegrennen) zeigt, ist
> ebenfalls selbst verantwortlich?
Fuer die Folgen des Wegrennens: Ja. Wobei ich das Ausloesen eines Angriffs
nicht als Folge des Wegrennens sehen wuerde, sondern im Wesen des Hundes
begruendet.
> gelesen und kenne selbst Gerhard Polt, aber ich verstehe dann Deine Aussage nicht. Es kann doch
> nicht egal sein, in welchem Alter man eine Schreckreaktion zeigt. Natuerlich vertraegt ein junger
> gesunder Mensch eine Schreckreaktion ohne Todesfolge - trotzdem ist der Hundehalter bei so einem
> aggressiven Vieh gefaelligst dazu verpflichtet, es an der Leine zu fuehren
ACK. Bei einem aggressiven Vieh schon. Bei einem, das gerne andere Hunde nur
verbellt, nicht unbedingt. Und schon gar nicht ist er verantwortlich fuer
Ueberreaktionen anderer Personen.
Wuerden die Halter gefaehrlicher Hunde sich an die Regeln halten, gaebe es
natuerlich auch kaum solche Ueberreaktionen. Die Welt koennte so schoen sein!
> > > - in Muenchen kostet der Hund nichts im OEPNV, aber die Kinder loehnen!
> > > was steht hierzulande eigentlich an erster Stelle? Mensch oder Hund?
> >
> > Na und? Soll ich auch fuer meine Filzlaeuse zahlen, weil der Mensch an
> > erster Stelle kommt, die Filzlaeuse folglich mehr kosten muessen?
>
> was ist denn das fuern Kaese?
Genau: Es ist ein Kaese, die Rangfolge "erst Mensch dann Hund" mit den
Fahrpreisen des OePNV in Verbindung zu bringen. Genauso Kaese wie bei
"erst Mensch, dann Filzlaeuse". Es herrscht (weitgehend) Vertragsfreiheit.
Man koennte hoechstens verlangen, dass die Kosten in etwa dem Aufwand
entsprechen. Und nicht jeder Hund braucht einen Sitzplatz. ;-)
> > Wenn ein Hund auf den Arm/Schoss passt, finde ich es voellig korrekt,
> > dass man nicht zahlen muss. Kleinkinder kosten sicher auch nichts, oder?
>
> ich habe geschrieben dass jeder Hund nichts zahlen muss(, egal wie gross)
> und das ist eben nicht korrekt, bzw. dann sollen Sie eben die Kinder auch freistellen
Hunde brauchen keinen Sitzplatz. Kleinkinder (die wohl freigestellt sind)
auch nicht. Traglasten auch nicht. Groessere Kinder brauchen den selben
Platz wie Erwachsene und zahlen immer noch weniger. Sozial genug.
Bei grossen Hunden wie bei grossen Gepaeckstuecken (Fahrrad) kann man
darueber nachdenken, ob man ebenfalls etwas verlangt. Aber diese Entscheidung
liegt eben voll beim Anbieter.
Jens
> > Aber doch nicht "ab einer bestimmten Groesse"!
> > Es gibt kleine Fieslinge und grosse Schmusetiere.
>
> und woran erkenne ich die?
An ihren Taten aber sollt Ihr sie erkennen.
Du kannst es einem Hund ansehen, wenn es Dich interessiert und Du nicht nur
Vorurteile (grosser Hund = Gefahr) pflegen moechtest.
Ausserdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Rassen. Genau deswegen
wird ja derzeit der Ansatz mit der Unterscheidung nach Rasse diskutiert. Das
Kriterium ist IMHO brauchbarer (wenn auch immer noch ziemlich grob) als das
der Groesse.
> wenn ein kleiner Fiesling auf mich zustuermt und mich beisst, werde ich damit fertig, nicht aber
> bei einem grossen Fiesling.
Da waere ich bei dem kleinen Fiesling mal nicht so sicher.
> Wenn Du mit Deinem grossen Schmusetier in der Wohnung bist, ist mir das wurscht, auf der Strasse
> leine ihn doch bitte an, damit meine Kinder und ich keine Angst haben muessen, ist er nun
> gefaehrlich oder nicht?
Du musst sowieso keine Angst haben, wenn ich mit einem Hund unterwegs bin.
Auch ohne Leine nicht. Wenn Du Dich nicht fuer Hunde und ihre Charaktere
interessierst, sondern lieber Vorurteile pflegst, dann muss das Dein Problem
sein und nicht meines. Es ist leicht, z.B. einen Golden Retriever zu
erkennen. Es ist verdammt schwer, ihn aggressiv zu machen (den Aufwand wird
keiner treiben, der einen aggressiven Hund moechte). Es ist ausserdem sehr
leicht, seine Stimmung zu erkennen (im allgemeinen gelangweilt oder freudig
interessiert). Wenn Du trotzdem Angst hast, dann ist es Pech fuer Dich. Wenn
ein Kind Angst vor mir hat, weil ich schwarzes Leder trage, dann werde ich
deswegen auch nicht angeleint.
Ich finde, ungefaehrliche Hunde sollten ihre Freiheit behalten koennen, und
deswegen ist es auch wichtig, die gefaehrlichen Hunde effektiv auszuschalten.
> Keine Mails an mich direkt!
Eh klar.
Schreib' sowas doch bitte in die Sig.
Jens
Thomas Berger schrieb:
> Wenn sich ein Tier nicht reibungslos in die menschliche Gemeinschaft
> einfügen kann und auch sonst keinen Nutzen für die Gemeinschaft
> erbringt, dann wird es entweder gejagt und erlegt (Wildbahn), oder
> sonstwie unschädlich gemacht (Stadt).
Schön wär's. Derzeit erlebe ich live und in Farbe, wie
unsagbar mühselig die Gemeinschaft (sprich: das Ordnungsamt
einer Gemeinde) diesen sich nicht reibungslos einfügenden
Tierchen (nebst Haltern) beizukommen versucht. Es geht
praktisch nicht. Und mit dieser dusseligen GefHuVO NW
hat der Verordnungsgeber sich wirklich den Rest gegeben.
Weil, der Rückgriff auf die gute alte Generalklausel
ist damit, soweit die VO reicht, mausetot. Du kannst
also nicht mehr mal eben eine Ordnungsverfügung raushauen
("Maulkorb und Leine auf allen öffentlichen Wegen, sonst
10 000 DM Zwangsgeld für jede Zuwiderhandlung"
oder gar "Hundehaltung wird Ihnen untersagt, Sie haben
Ihre Köter da und dort abzuliefern weil die
haben zum dritten Mal jemand angefallen"), sondern
darfst nach strengster Verhältnismäßigkeit die Leute
auffordern, einen Hundeführerschein zu machen. Und
derweil laufen die fröhlich weiter rum und terrorisieren
die Nachbarschaft. Es ist zum Kotzen.
Michael Konietzka schrieb:
>
> Franz Hornung <franz....@gmx.de> schrieb:
> > Wieviele Schwerverletzte, lebenslang entstellte und Tote muss es noch
> > geben, bis die entsprechenden Herren mal ihre dicken Ä***** bewegen?
>
> > Wie lange noch wird so ein Tod, wie des 6jährigen Schülers, als
> > naturgegebenes Schiksal abgetan???
>
> Wahrscheinlich so lange, wie es jedes Jahr 8000 Verkehrstote gibt
> und der "Mobilität" geopfert werden?
Nun; als bündnisgrünes VCD-Vorstandsmitglied bin ich der
unkritischen Mobilitätsliebe wohl unverdächtig, --- aber:
die Mobilität ist wenigstens ein allgemein anerkanntes
gesellschaftliches Gut. Die Verkehrstoten sind tatsächlich
ein (wenn auch in meinen Augen _viel_ zu hoher) Preis,
der für ein gesellschaftliches _Gut_ gezahlt wird. Zuge-
spitzt, wir haben wenigstens was davon.
Welchen gesellschaftlichen oder sonstigen Sinn allerdings
Hundehaltung, zumal in der Stadt, hat, habe ich noch nie
verstanden, mit der Ausnahme der Tröstehündchen für
Verwitwete vielleicht. Blindenführhunde etc. selbst-
verständlich ebenfalls ausgeklammert; aber das ist ja
wohl nicht die Zahl. Will sagen, den Hundetoten steht
anders als den Verkehrstoten kein Gegenwert gegenüber.
Also: wech damit.
Christian Tauer schrieb:
> Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
Jedenfalls der einzige, der mit so (entschuldige, normal schätze
ich Deine Äußerungen durchaus) hanebüchenem Unsinn kommt wie
"Jeder, der einem Hund in die Augen schaut, ist selbst schuld
wenn er totgebissen wird." Polemisch, ich weiß. Aber das kann's
ja wohl echt nicht sein.
Wer auf dem Lande wohnt und sich mit Tieren auskennt, der mag
das so tradieren. Ich bin bekennendes Stadtkind und sehe nicht
ein, warum ich da neben den Gesetzen des Großstadtdschungels
noch die des botanischen berücksichtigen soll.
Alle Hundehalter nach Texas oder Utah ;-)
> Christian
Eben.
Christian Tauer schrieb:
> Die Inemotionalität ist dahin. Ich sag nur so viel: Das wird bei uns in D
> noch so weit gehen, daß *alle* größeren Hunde als Bestien gelten.
Ist doch schon so ;-)
Chri'Der Vater ist der natürliche Feind des Hundehalter'stian
Ellen Fink schrieb:
> Ich bin eigentlich - um mal bei dem Thema hier zu bleiben -
> der Meinung, dass Hunde (und zwar alle) regelmässig einem
> Test unterzogen werden sollten. [...]
> Dabei wird getestet, wie sie reagieren, wenn sie anderen
> Hunden begegnen, zusammen mit Fremden auf engen Raum (z.B.
> Fahrstuhl) eingepfercht sind und auf weglaufende Wesen
> (Tiere wie Menschen) reagieren. Wenn die Hunde bei diesen
> Tests durchfallen, so sind sie nicht vermittelbar. Würden
> solche Tests regelmässig bei allen Hunden durchgeführt, so
> wäre grösstenteils die Gefahr der "Scharfmachung", bei denen
> die Hunde ja auf andere Hunde und fliehende "Beute"
> reagieren, eingedämmt. Fallen die Hunde bei den Tests durch,
> so könnten sie ihren Herren für weitere Tests vorläufig
> (oder sogar ganz) weggenommen werden.
Klingt sinnvoll; und ihr Armen müsst dann die einsammeln
gehen, die nicht freiwillig kommen ...
Das Problem ist doch immer, dass lauter nette Normen
gegeben werden, ohne die entsprechenden Durchsetzungsmittel
dazuzupacken.
Peter Fronteddu schrieb:
> Die Hunde haben ihren Zweck auf den Feldern und dort sollen sie auch
> bleiben. Einen Hund in einer Wohnung zu halten und dann auf der Strasse
> neben Autos Gassi zu gehen gibts dort nicht. Schliesslich nimmt man
> seine Schafe, Esel und Kuehe auch nicht mit ins Bett. Finde ich eine
> gesunde Einstellung - auch fuer den Hund.
Das erste vernünftige Wort ;-)
Zurück zur Natur, liebe Hunde ...
> Michael Konietzka schrieb:
[]
>> Wahrscheinlich so lange, wie es jedes Jahr 8000 Verkehrstote gibt
>> und der "Mobilität" geopfert werden?
[]
> gesellschaftliches Gut. Die Verkehrstoten sind tatsächlich
> ein (wenn auch in meinen Augen _viel_ zu hoher) Preis,
> der für ein gesellschaftliches _Gut_ gezahlt wird. Zuge-
> spitzt, wir haben wenigstens was davon.
Ja, natürlich sind 8000 Tote im Jahr zu viele. Und natürlich
gibt es Möglichkeiten, die Zahl der Verkehrstoten zu senken.
> Welchen gesellschaftlichen oder sonstigen Sinn allerdings
> Hundehaltung, zumal in der Stadt, hat, habe ich noch nie
> verstanden, mit der Ausnahme der Tröstehündchen für
> Verwitwete vielleicht. Blindenführhunde etc. selbst-
> verständlich ebenfalls ausgeklammert; aber das ist ja
> wohl nicht die Zahl. Will sagen, den Hundetoten steht
> anders als den Verkehrstoten kein Gegenwert gegenüber.
Hunde bzw. allgemein Hasutiere sind in den meisten Fällen zu
allererst Familienmitglied, Partnerersatz. Menschen halten
sich schon seit Ewigkeiten Haustiere aus verschiedensten Gründen.
Hunde bringen zudem jede Menge Spass.
Wieviele Getöte und Verletzte gibt es denn durch Hundeangriffe?
Wieviele Menschen sterben in D durch im Bett einschlafende Raucher?
Warum wird Rauchen dann nicht verboten, bzw wann werden in D Rauch-
melder in Wohnungen Pflicht, wie in vielen anderen Ländern auch?
> Also: wech damit.
Ein bewährtes Prinzip: "Ich erkenne in etwas keinen Sinn oder
es kommt mir Suspekt vor, dann lass ich es verbieten".
Mit der gleichen Denkweise kann ich fordern, nur noch Fahrzeuge
mit einer maximalen Geschwindigkeit von z.B. 60 km/h zuzulassen.
Gruß
Michael
--
"I'm really glad the guy who invented the Ray Gun was named Ray. Being
shot with a Fred gun just wouldn't sound as cool."
Thomas Berger schrieb:
> Hundehalter "abknallen, und die Hunde einschläfern"!
Ich bin Hundehalter.
Du rufst dazu auf, mich abzuknallen?
Friedrich
"Christian E. Naundorf" schrieb:
> wohl nicht die Zahl. Will sagen, den Hundetoten steht
> anders als den Verkehrstoten kein Gegenwert gegenüber.
Hört, hört.
Die Verkehrstoten haben gesellschaftlichen Nutzen.
Erzählst Du das den Eltern der Kinder, die am gleichen Tag durch
Verkehrsunfälle ums Leben gekommen sind und nach denen offensichtlich
kein Hahn kräht?
Merkt eigentlich noch jemand, was für ein Scheiss dahergelabert wird?
Friedrich
Nein, haben sie nicht. Oder alle Hunde haben es "im Blut". Der Pitbull
z.B. darf Menschen gegenüber normalerweise keine Aggression zeigen,
sonst könnte in einen Hundekampf nicht von Seiten des Menschen einge-
griffen werden. Noch vor wenigen Jahren (man sehe sich S/W-Fernsehse-
rien wie "Die kleinen Strolche" an) gab es kein negatives Image dieser
Rasse. Das Image erst hat eine heutige Besitzerklientel auf den Plan
gerufen, die am Besten gar keine Hunde halten sollte, Du schreibst
ganz richtig vom
>Asi-Köter
und beschreibst damit, um welche Hunde welcher Halter es eigentlich ge-
hen *sollte*. Aber im aktuellen Fall wurden nicht einmal Leine und
Maulkorb durchgesetzt, ein Haltungsverbot für Hunde gegen Ibrahim K.
wurde trotz mehrerer ähnlicher Vorfälle (ohne Todesfolge) ebenfalls
nicht erlassen - und Asoziale melden ihre Hunde auch nicht steuerlich
an. Angeblich gäbe es in Bayern praktisch keine Kampfhunde mehr? In
drth wurde aus eigener Anschauung das Gegenteil beschrieben, ver-
mutlich greifen Hunde, die es mangels Steuermarke nicht gibt, nach
bayrischer Lesart keine Menschen an.
Wenn man Hunderassen verbietet, verschiebt man übrigens damit das Pro-
blem nur auf andere Hunderassen - die schnelle Generationsfolge erlaubt
eine Zuchtselektion auf Aggression innerhalb weniger Jahre bei jeder
körperlich potentiell gefährlichen Rasse (und dazu zählen auch Deine
Schlittenhunde, die vermutlich sogar größer sind als Pitbulls).
Thorsten
>"Christian E. Naundorf" schrieb:
>> wohl nicht die Zahl. Will sagen, den Hundetoten steht
>> anders als den Verkehrstoten kein Gegenwert gegenüber.
>Hört, hört.
>Die Verkehrstoten haben gesellschaftlichen Nutzen.
Die Toten nicht, aber der Verkehr.
>Erzählst Du das den Eltern der Kinder, die am gleichen Tag durch
>Verkehrsunfälle ums Leben gekommen sind und nach denen offensichtlich
>kein Hahn kräht?
>Merkt eigentlich noch jemand, was für ein Scheiss dahergelabert wird?
Das Verkehrsbeispiel ist gar nicht so abwegig, wie ich zuerst dachte.
Um überhaupt Straßenverkehr zu ermöglichen, muss eine Anzahl Unfälle
in Kauf genommen werden - natürlich nicht tatenlos und achselzuckend,
sondern durchaus im ernsten Kampf gegen die Gefahren, aber doch
wissend, dass die Zahl der Opfer nicht auf Null zu bringen ist. Ebenso
wird man in der Hundehaltung damit rechnen, dass es immer eine Anzahl
verletzter, gelegentlich sogar getöteter Opfer gibt, unvermeidlicherweise.
Dem Kampfhundbesitzer entspricht aber ein Autofahrer, der sein Auto
vorne mit rasiermesserscharfen Spitzen verziert hat, um bei den
Fußgängern einen stärkeren Eindruck zu machen, natürlich ohne dass er
vorhat, sie damit aufzuspießen. Ein Unfall mit so einem Auto geht sehr
viel wahrscheinlicher mit schweren Verletzungen einher; deswegen sind
solche Autos nicht zugelassen, trotz der Beschränkung der
Gestaltungsfreiheit des Autohalters.
Helmut Richter
Eine Straftat ist das zurecht nicht.
Das Ordnungsamt muß einschreiten, wenn es darauf aufmerksam gemacht wird.
mfg
--
Christian Prochaska
06749 Bitterfeld
http://www.bitterfeld-online.de
>> Wieviele Schwerverletzte, lebenslang entstellte und Tote muss es noch
>> geben, bis die entsprechenden Herren mal ihre dicken Ä***** bewegen?
>> Wie lange noch wird so ein Tod, wie des 6jährigen Schülers, als
>> naturgegebenes Schiksal abgetan???
>Wahrscheinlich so lange, wie es jedes Jahr 8000 Verkehrstote gibt
>und der "Mobilität" geopfert werden?
>Oder so lange, wie es noch jedes Jahr xxx Tote aufgrund von Tabak-
>und Alkoholkonsum gibt?
Was ist los ? Waren alle Stammtische belegt ?
Mir war jedenfalls nicht bewußt, daß Hunde von Menschen zum Anfallen von
anderen Menschen gesteuert werden bzw. daß sich Menschen durch Hunde bewußt
selbst
schädigen.
Im übrigen sind Kraftfahrzeuge wirtschaftlich notwendig,
Hunde sind reiner
Luxus.
--
Ciao, Heiko...
>Ich betone nochmals: Ein *verantwortungsbewußter* Hundehalter kennt seinen
>Hund (außer, er oder der Hund ist gestört) und weiß, _wie weit_ er und sein
>Hund gehen können.
Genau! Deswegen bin ich dafür, daß man endlich handliche und gut
sichtbare Pappschilder an die verantwortungsbewußten Hundehalter
ausgibt, die sich diese an die Stirn pappen können.
So kann jedes Kind im voraus erkennen, ob man sich einem Hund ohne Furcht
nähern kann oder nicht.
SCNR
--
Ciao, Heiko...
>> und woran erkenne ich die?
>An ihren Taten aber sollt Ihr sie erkennen.
>Du kannst es einem Hund ansehen, wenn es Dich interessiert und Du nicht nur
>Vorurteile (grosser Hund = Gefahr) pflegen moechtest.
Ach so. Wenn man das einem Hund ansehen kann, frage ich mich, warum man
so große Probleme mit der Festellung der Gefährlichkeit eines Hundes
hat.
>Ausserdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Rassen. Genau
>deswegen wird ja derzeit der Ansatz mit der Unterscheidung nach Rasse
>diskutiert.
Es gibt keine Rassen mit angeborener Aggressivität. Das Merkmal ist
völlig ungeeignet.
>Das Kriterium ist IMHO brauchbarer (wenn auch immer noch ziemlich grob) als
>das der Groesse.
Je größer, desto gefährlicher. Das ist ein sehr brauchbares Kriterium.
>Ich finde, ungefaehrliche Hunde sollten ihre Freiheit behalten koennen, und
>deswegen ist es auch wichtig, die gefaehrlichen Hunde effektiv auszuschalten.
Brilliant! <mit der Hand vor die Stirn klatsch>
Also daß da vor dir noch keiner draufgekommen ist...
--
Ciao, Heiko...
> >Moechte mal sehen, wie Du einen Retriever durch Unterlassung scharf machst.
>
> Ich kann Dir sagen, was meine Schwägerin für das Einschläfern ihres
> 5-jährigen Retrievers bezahlt hat, nach dem dieser ihrer ältesten
> Tochter (damals 11 Jahre alt) in Hals und Unterkiefer gebissen hat.
Weia! Ich nehme an, Du meinst ernstlich gebissen (d.h. mit Verletzung).
Sonstige Vorgeschichte?
Verwundert,
Jens
Christian Tauer wrote:
>
> Michael 'Mithi' Cordes <mithr...@mail.netwave.de> wrote:
>
> >Hof = eigenes, umzäuntes Grundstück ohne dem Tier unbekannte Menschen?
>
> Genau so ist es.
>
> >Dann sollen die Wei*** ruhig sein.
>
> ACK.
Aber auch nur dann. Was ist denn so schlimm daran, wenn man
Hunde ausserhalb des eigenen Grundstücks (wo der Hund
natürlich nicht einfach raus können darf) an der Leine und
mit einem Maulkorb führt??
> >Ansonsten ist das Verhalten nunmal inakzeptabel.
>
> Des Hundes oder der Wei***?
Des Hundes. Wenn von einem Hund auch nur eine potentielle
Gefahr ausgeht, so hat der Halter die Gefahr zu minimieren.
> BTW: Story aus der Lokalzeitung, nur mal so kurz rezitiert:
>
> Eine dorfbekannte Dame mit einem Pudel geht mit demselbigen spazieren. Sie
> trifft einen Hundehalter mit einem Golden Retriever, worauf sie um Anleinung
> /bittet/, da der fremde Hund ihrem Hund ja etwas tun könnte. Natürlich wird
> der gegnerische Hund etwas laut, als die Dame ihren Fiffi auf den Arm nimmt,
> um ihn vor dem bösen Wauwau zu schützen.
Tja - vielleicht hatte die Dame Angst um ihren Hund. Und die
Bitte, den Hund anzuleinen, ist sehr wohl berechtigt und
sollte vom Hundehalter ausgeführt werden.
> Es schien eine längere Diskussion zu geben, einem Wortwechsel folgte der
> andere, bis es schließlich dem Herrchen des Golden Retrievers zu bunt wurde
> und mit der Hundeleine der Dame eine zischte...
Wow - daran sieht man ja, wie "geeignet" dieser Mensch im
Umgang mit anderen Menschen ist. Ein vernünftiger
Hundehalter hätte seinen Hund angeleint und wäre
weitergegangen. Vielleicht sollte man mal überprüfen, in
wieweit dieser Mensch geeignet ist, einen Hund zu führen.
> Auch wenn sich dies jetzt böse und nach Selbstjustiz, gar nach
> Körperverletzung i.V.m. Beileidigung anhört: Nach einhelliger Meinung der
> Ortsansässigen hätte die Dame es längst verdient *g*.
Schick.. eine Entschuldigung für Körperverletzung. Und das
nur, weil eine Dame Angst um ihren Hund hatte. Was verstehst
Du btw unter "verdient" - verdient es ein Mensch, von einem
anderen Menschen verletzt zu werden?
> Vielleicht findet man es ja noch auf dem Server: www.donaukurier.de
> War irgendwann vor zwei Wochen unter Regionales. Viel Spaß beim Lesen!
Danke - Spass habe ich wirklich nicht dabei, wenn ein Mensch
auf Grund eines Tieres dermassen ausrastet. Das ist nur
widerlich - egal, wie sich die Frau vorher verhalten hat.
--
Regards Ellen / Talena (-SP2-)
---------------------------------------------------
Der Millennium-Bug: Der Irrglaube, daß das neue
Jahrtausend am 01.01.2000 begonnen hat.
Das war schon immer so, was wegrennt, wird gejagt. Sogar kleine Katzenkinder
ringen meinen Dobermännern einen Respektabstand ab, wenn sie nur
sitzenbleiben.
Der Unterschied beim gezüchteten Kampfhund ist die unumkehrbarkeit, einmal
etwas als Beute identifiziert, wird i.d.R. gefaßt und getötet.
> Den meisten "normalen" Hunde, die an sich im Laufschritt bewegende
> Menschen gewohnt sind, sind völlig uninteressiert, bin Läufer und hab'
> keine Probleme mit Hunden, obwohl ich in die Kategorie der schnelleren
> Läufer gehöre, also eher den Jagdtrieb auslöse.
Stimmt ebenfalls. Auch meine nehmen nur die Menschen zur Kenntnis, die sich
ängstlich verhalten. Wer die Hunde wie Luft behandelt, wird nichtmal
angesehen. Allerdings überträgt sich die Einstellung des Herrchens über
mehrere Meter direkt auf den Hund.
> Gestern abend allerdings ist ein Joggerin hier in Hamburg-Bergedorf am
> Wanderweg von einem Staffordshire angefallen und mehrfach gebissen
> worden. Zwanzig Minuten vorher bin ich an dem Tier vorbeigelaufen,
> Herrchen war zwar besoffen, aber die Hündin war völlig normal und
> würdigte mich keines Blickes.
Da reicht schon ein wenig "Angstschweiß" der Joggerin und der Hund fühlt
sich bedroht und greift an.
Deshalb gehören diese Rassen auch aus dem Verkehr gezogen.
> Irgendwas muß zum Ausrasten geführt haben. Das ist die Gefahr bei diesen
> Hunden, die Unberechenbarkeit und daß sie nicht nur einmal zuschnappen,
> sondern immer wieder.
> Für mich heißt das, daß solche Tiere an die Leine gehören und in
> sachkundige Hände, denn ich sehe nicht ein, daß _ich_ mein Verhalten
> wegen eines Hundes ändern soll, denn es ist _nicht_ meine Aufgabe,
> Obacht zu geben, sondern die verdammte Pflicht des Halters.
>
> Naja, gerade kam's im Radio, daß ruckzuck per sofort die Hundeverordnung
> nochmals verschärft wurde, jetzt heißt's wohl Leinenzwang für bestimmte
> Rassen.
Das ist im Moment sicher der richtige Weg. Jedoch wird es in ein paar Jahren
neue Kampfhunderassen geben.
Dagegen ist nur die Reglementierung der Zucht eine wirksame Waffe.
Der große Fehler ist, das jeder heute Hunde züchten darf. Ein
verantwortungsbewußter Züchter wird seine Hunde auch gar nicht an Glatzen
mit Springerstiefeln abgeben. Und wenn wir damit vom Überangebot der Hunde
wegkommen und auch die Preise wieder angemessen sind, wird sich das Problem
auch erledigen.
So allein ist er nicht.
> Ich selbst wurde als 5jähriger von einem ganzen Rudel Doggen, die sich
> aus einer Hundezuchtanstalt befreien konnten, angefallen, und fast zu
> Tode gebissen. Ich hatte Glück, daß das keine Kampfhunde waren, und daß
> Ich bin ziemlich kurz davor, alle Stadthunde demnächst mit
> arsengespicktem Gulasch zu füttern!
>
> Tom Berger
Mit Verlaub, Du bist ein Arschloch.
Wenn Dich damals ein Auto überfahren hätte, hättest Du sicher die
Einstellung des Verkehrs gefordert.
Das sind zwei Arten von "gefaehrlich". Was ich meinte, ist: Fuer den
Passanten akut gefaehrlich. Was Du meinst, ist: Im Laufe seines Hundelebens
irgendwann fuer irgendwen ggf. gefaehrlich.
Ich sehe einem Hund an, ob er auf mich zukommt, um mich kennen zu lernen,
oder ob er mich vertreiben/angreifen will. Das sagt er mir naemlich deutlich.
> >Ausserdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Rassen. Genau
> >deswegen wird ja derzeit der Ansatz mit der Unterscheidung nach Rasse
> >diskutiert.
>
> Es gibt keine Rassen mit angeborener Aggressivität. Das Merkmal ist
> völlig ungeeignet.
Da habe ich aber ganz anderes gehoert und gelesen. Nein, nicht in der
BLIND-Zeitung, u.a. in Buechern ueber Rassehunde fuer Hundehalter.
> >Das Kriterium ist IMHO brauchbarer (wenn auch immer noch ziemlich grob) als
> >das der Groesse.
>
> Je größer, desto gefährlicher. Das ist ein sehr brauchbares Kriterium.
Was zu belegen waere.
Wie ist die Schulterhoehe eines afghanischen Windhundes? Wie gefaehrlich
sind die gewoehnlich?
> >Ich finde, ungefaehrliche Hunde sollten ihre Freiheit behalten koennen, und
> >deswegen ist es auch wichtig, die gefaehrlichen Hunde effektiv auszuschalten.
>
> Brilliant! <mit der Hand vor die Stirn klatsch>
>
> Also daß da vor dir noch keiner draufgekommen ist...
Tja, Dir ist es vielleicht noch nicht aufgefallen, aber es gibt hier in
der NG Teilnehmer, die sehen das anders.
Und Du kannst mir einfach nicht weismachen, Nachbars Retriever sei
gefaehrlich, nur weil er gross ist. Von dem halbhohen Koeter des andere
Nachbarn *weiss* ich dagegen, dass er aggressiv ist, und er ist sicher
gross genug, um ernstlich zu verletzen.
Jens
> Zur Abwechslung mal wieder sachlich:
> Hund ist nunmal nicht gleich Hund. Ich kenne Retriever, denen kann ein
> fremdes kleines Kind im Maul herumstochern, der Retriever zieht seine
> Schnauze dann *sehr* vorsichtig aus der Gefahrenzone.
Das machen meine reinrassigen Dobermänner auch. Denen kann unser 3-jähriger
während der Freßzeit die Knochen aus dem Maul nehmen. Und jedes andere Kind
auch.
Und ich würde das nicht als Ergebnis besonderer Erziehungsmaßnahmen
bezeichnen, sondern als Folge des liebevollen Umgangs mit den Tieren.
> Ich kenne andererseits
> Doberman-Mischlinge, die sind Kindern gegenueber aggressiv (und werden
> deshalb hinter hohen Mauern bzw. bei Kinderbesuch im Zwinger gehalten).
> Und weil bestimmte Verhaltensmuster bei bestimmten Hunderassen typisch
> (sogar vom Zuechter gewollt) sind, halte ich eine Unterscheidung nach
> Rasse fuer sinnvoll. Die Groesse dagegen ist relativ egal.
Was nötig ist, sind strenge Zuchtbestimmungen, höhere Preise für Welpen
(mind. 1.500,- DM) und ein Hundetauglichkeitsnachweis für den Halter.
Nimm dir einen beliebigen Hund und steck ihn 12 Monate in einen Zwinger, nur
mit Nahrung.
Wenn der rauskommt, hast Du nach ein paar "Trainingseinheiten" Deine
Kampfmaschine.
Ein Hund, der täglich genug Liebe, Auslauf und Nahrung bekommt, wird nie zu
einem Kampfhund.
Wenn er aber täglich beim besoffenen Herrchen in der Wohnung hockt und dann
abends für 20 min. zum "joggen" freigelassen wird, muß das schiefgehen.
Die angezüchteten Charakterfehler tun dann das übrige.
Mich auch.
Dann komm mal, wo bleibt die Antwort, Herr Berger.
Oder ist das nur geistesschwaches Verwirrgehabe.
Du hast wohl noch keinen Greyhound gesehen. Oder Whippet. Die zerlegen
Nachbars Katze schnell und fachmännisch.
> BTW: Story aus der Lokalzeitung, nur mal so kurz rezitiert:
Oh fein, eine Geschiuchte aus der guten alten Zeit, als Menschen noch
geusnden Menschenverstand hatten und Neger in ihrem Urwald blieben...
> Eine dorfbekannte Dame mit einem Pudel geht mit demselbigen spazieren. Sie
> trifft einen Hundehalter mit einem Golden Retriever, worauf sie um Anleinung
> /bittet/, da der fremde Hund ihrem Hund ja etwas tun könnte. Natürlich wird
> der gegnerische Hund etwas laut, als die Dame ihren Fiffi auf den Arm nimmt,
> um ihn vor dem bösen Wauwau zu schützen.
Was ist daran natürlich, wenn der Retriever rumbellt, obwohl niemand
ihn bedroht?
> Es schien eine längere Diskussion zu geben, einem Wortwechsel folgte
> der andere, bis es schließlich dem Herrchen des Golden Retrievers zu
> bunt wurde und mit der Hundeleine der Dame eine zischte...
... und demonstriert damit hervorragend, daß es ihm an Reife mangelt,
ein potentiell gefährliches Tier in der Öffentlichkeit zu führen.
> Auch wenn sich dies jetzt böse und nach Selbstjustiz, gar nach
> Körperverletzung i.V.m. Beileidigung anhört:
Das hört sich nicht nur so an....
> Nach einhelliger Meinung der Ortsansässigen hätte die Dame es längst
> verdient *g*.
Gottseidank entscheiden Ortsansässige nicht darüber, ob es
gerechtfertigt ist.
Nach "Selbstjustiz" hört es sich nicht an. "Selbstjustiz" tritt dann
ein, wenn das leinenschwingende "Herrchen" plötzlich auf besagter Leine
kaute -- sofern es noch Zähne hatte.
Es gibt zu Eseln und Kühen auch keine Beziehungen, wie zum Hund.
Meine schlafen auch schon mal im Bett, die haben aber auch genug Auslauf im
grünen und müssen nicht an Autoreifen pissen.
Einen Hund in der Stadt zu halten, wo´s nur Beton und Asphalt gibt, ist doch
das allerletzte.
Sofern Nachbars kein Puma ist, ist das reichlich uninteressant, wenn
es darum geht, wie gefährlich der Hund einem ausgewachsenen
Mennschemännchen werden kann.
> Was ist los ? Waren alle Stammtische belegt ?
Ich weiss ja nicht welche Stammtische du besuchst.
> Mir war jedenfalls nicht bewußt, daß Hunde von Menschen zum Anfallen von
> anderen Menschen gesteuert werden
Genau das ist bei sog "Kampfhunden" der Fall, wobei ich Kampfhunde nicht
an der Rasse fest mache.
> Im übrigen sind Kraftfahrzeuge wirtschaftlich notwendig,
Hunde sind reiner
> Luxus.
Das ist _deine_ Meinung.
Michael
--
Mögen Sie Kinder mit Senf?
> > Du hast wohl noch keinen Greyhound gesehen. Oder Whippet. Die zerlegen
> > Nachbars Katze schnell und fachmännisch.
>
> Sofern Nachbars kein Puma ist, ist das reichlich uninteressant, wenn
> es darum geht, wie gefährlich der Hund einem ausgewachsenen
> Mennschemännchen werden kann.
So ziemlich jeder Hund kann einem Menschen gefährlich werden.
Das Problem ist nicht der Hund, der ist berechenbar.
Und hätte das Hamburger Ordnungsamt nicht geschlafen, wäre die Joggerin auch
nicht verletzt worden.
Die haben jetzt schon genug Möglichkeiten, solchen Assis Ihre Köter
wegzunehmen.
Die sind sich nur zu bequem und sitzen lieber im Amt beim Kaffee.
Das haben wir hier auch zur genüge durch. Da ist erst letztes Jahr ein Hund
in unserer Nachbarschaft verhungert, und der Amtstierarzt hat auch nichts
getan, obwohl er zweimal darauf hingewiesen wurde. Und die selben
Schwachköpfe haben jetzt wieder einen Hund.
Übertreib mal nicht gleich so. Das ein Hund auch mal beißt, ist völlig
normal.
Entweder hat er Angst oder er verteidigt sein Futter bzw. Revier.
Was hier so hochgespielt wird, sind Kampfhunde.
Und die haben mit dem normalen Hund soviel gemein wie Deine Hauskatze mit
dem Puma im Zoo.
Ein normaler Hund läßt ab, nachdem er gebissen hat, evtl. beißt er auch
mehrfach. Er ist jedoch fast auszuschließen, das er beißt, um zu töten.
Die Kampfhunde haben eine niedrige Toleranzgrenze und nach dem Überschreiten
sind sie i.d.R. nur schwer aufzuhalten.
> Wuerden Halter entsprechend haftbar gemacht, saehe es schon anders
> aus.IIRC ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Halter des Hundes,
> der das Kind totgebissen hat, wegen Totschlags. Hat das Aussicht auf
> Erfolg? Wie weit muss der Halter seinen Hund beaufsichtigen? Inwieweit
> geht von einem Hund eine natuerliche Gefahr aus, die die Allgemeinheit
> zu tolerieren hat?
Der Halter eines Hundes ist in jedem Fall haftbar. Die Aufsichtspflicht hat
damit nichts zu tun.
Hunde unterliegen der Gefährdungshaftung.
Aber wenn ein bescheuerter Amtsrichter einen Hundehalter, dessen Hund einen
anderen zum Krüppel gebissen hat, zu 14 Tagen auf Bewährung verurteilt,
dann ist die Justiz das Problem.
Und für den armen Jungen, der getötet wurde, kann die Anklage durchaus auf
Totschlag bzw. fahrlässige Tötung lauten. Dafür sollte es mindestens 5 Jahre
geben. Ohne Bewährung. Der Halter sitzt übrigens schon in U-Haft und soll
dort auch bis zur Verhandlung bleiben.
Ich will zustimmen, das Kfz wirtschaftlich notwendig sind. Aber wozu braucht
letztlich ein Arbeitsloser, Rentner, Schüler, Student, Zivi, Wehrpflichtiger
ein Auto ?
Die brauchen das Auto genauso dringend wie einen Hund, eigentlich gar nicht,
aber man will sich halt was leisten.
Und außerdem schädigen sich die Menschen durch den Verkehr genauso
vorsätzlich wie durch Hunde.
Nur haben die Hundehalter die kleinere Lobby. Da hängt nämlich wesentlich
weniger Geld dran.
Unser Autokanzler wird sicher nicht zum Hundekanzler mutieren, jetzt schon
gar nicht.
Aber wenn er damit die nächste Wahl gewinnt, dann ist der ganz schnell
Pitbullbesitzer.
> "Peter Bruells" <p...@ecce-terram.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:m3d7l2e...@rogue.ecce-terram.de...
>> "Christian Prochaska" <christian...@t-online.de> writes:
>> Sofern Nachbars kein Puma ist, ist das reichlich uninteressant,
>> wenn es darum geht, wie gefährlich der Hund einem ausgewachsenen
>> Mennschemännchen werden kann.
> So ziemlich jeder Hund kann einem Menschen gefährlich werden.
Pardon: Das ist ziemlich Unsinn. Es sei denn, du bezeichnest eine
leiche Fleischwunde als "gefährlich."
> Das Problem ist nicht der Hund, der ist berechenbar.
Wenn sie das mal wären. Sind sie aber leider ohne Kenntnisse über das
konkrete Tier nicht.
Was ich hiermit stark bezweifeln will.
"Christian E. Naundorf" wrote:
>
> Ellen Fink schrieb:
>
> > reagieren, eingedämmt. Fallen die Hunde bei den Tests durch,
> > so könnten sie ihren Herren für weitere Tests vorläufig
> > (oder sogar ganz) weggenommen werden.
>
> Klingt sinnvoll; und ihr Armen müsst dann die einsammeln
> gehen, die nicht freiwillig kommen ...
> Das Problem ist doch immer, dass lauter nette Normen
> gegeben werden, ohne die entsprechenden Durchsetzungsmittel
> dazuzupacken.
Ich kenne mich jetzt nicht so genau mit den Hundemarken aus.
Das sind ja Marken, die "beweisen", dass Steuer für den Hund
bezahlt wurde. Vielleicht könnte man alle paar Jahre (den
genauen Zeitraum müsste man natürlich festlegen) die Marke
nur erteilen, wenn zusätzlich zu der Steuer auch ein Beleg
über eine erfolgreiche Prüfung erbracht wurde. Wie beim TÜV
halt. Hat ein Hund keine Marke (die ja ausserhalb des
befriedeten Grundbesitzes sichtbar getragen werden müsste),
so ist ein Verstoss eh gegeben. Kann der Besitzer keinen
Nachweis über den Test bringen - oder hat der Hund gar keine
Marke, weil er nicht angemeldet wurde, so kann der Halter
zumindest eine Art "Mängelkarte" wie im Strassenverkehr
bekommen. Kommt er trotzdem seiner Pflicht nicht nach, wird
ihm der Hund amtlich entzogen (die Mängelkarte würde ja von
Seiten der eingesetzten Beamten an das zuständige Amt
geschickt). Wer das jetzt kontrolliert (eventuell Politessen
_und_ Polizei), müsste natürlich auch geregelt werden.
Ist halt nur so ein Tip - aber ich würde lieber die Hunde
auf der Strasse kontrollieren als noch mehr Tote und
Verletzte zu riskieren...
Thomas Bartels wrote:
>
> Ellen Fink wrote:
>
> > Ich bin eigentlich - um mal bei dem Thema hier zu bleiben -
> > der Meinung, dass Hunde (und zwar alle) regelmässig einem
> > Test unterzogen werden sollten. In unserer Regionalzeitung
> > fand ich heute einen Bericht aus einem Tierheim in HH, in
> > dem Hunde mit Verhaltensstörungen Tests unterzogen werden,
> > um herauszufinden, ob sie vermittelbar oder nicht sind.
>
> weisst Du genaueres?
Ich habe den Artikel im Netz gesucht, aber unsere Zeitung
hat leider auf ihrer Seite keine Suchfunktion :-((
Naja - den kurzen Text tippe ich Dir mal schnell ab:
"Immer wieder zeigt sich, das der beste Freund des Menschen
auch sein schlimmster Feind sein kann, wenn Kampfhunde
ausrasten. Viele von ihnen landen deshalb in den Tierheimen
- in Hamburg sind es rund 500 im Jahr, die kaum vermittelt
werden können, wie Tierheim-Chef Wolfgang Poggendorf klagt.
Deshalb gibt es in dem Heim einen neuen Psycho-Test,
entwickelt von Tierärzten und Heimtierexperten, der zeigen
soll, "welches Tier nur einen Knacks hat, und welches
wirklich durchgeknallt ist". Die Regeln sind streng: Fällt
ein Hund durch, wird er eingeschläfert. "Wir sind hier in
einer fiesen Zwickmühle", beschreibt der Tierschützer
Poggendorf sein Problem. Dabei stehe "das Wohl der Tiere im
Vordergrund", dürfe "nicht wahllos jeder verhaltensgestörte
Hund gekillt werden".
"Schon im ersten Durchgang scheiden viele Tiere aus", sagt
der Heimleiter. Der erste Durchgang ist der "einfachste" in
einer Folge lebensecht nachgestellter Situationen. Die
Kampfhunde begegnen, an der Leine und mit Maulkorb, anderen
Hunden. Rastet der Proband aus, zeigen die Pfleger ihm
andere Hunde. "Es gibt sehr viele Tiere, die schon die
kleinste Prüfung nicht bestehen", bedauert Poggendorf. Doch
auch wenn die erste Begegnung mit anderen Hunden "im Rahmen"
verläuft, "der Hund nicht regelmässig aggressiv" ist, gibt
es noch viele Teize und Situationen, die von den Pflegern so
nachgestellt werden, "dass der Hund den Unterschied zum
freien Leben nicht erkennen kann". Zum Beispiel müssen die
Tiere in einem Fahrstuhl-Nachbau eingeengt zwischen
unbekannten Menschen sitzen. Auf Spaziergängen machen
Passanten plötzlich Regenschirme auf, Radfahrer rasen am
Hund vorbei oder Jogger. Oder speziell geschulte Pfleger
reiben sich mit Alkohol ein, schwanken auf den Hund zu. Und
schließlich wird die Welt der Gerüche und Geräusche
komplettiert, indem ein Kinderwagen mit Windeln und
Kinderweinen vom Band am Hund vorbei geschoben wird. Rastet
das Tier aus, ist das sein Todesurteil"
____
(Eifeler Nachrichten, 27.06.2000, Panorama)
> Ich kenne den Bericht nur vom Hoerensagen (der lief wohl im TV), da wurden
> u.a. Kinderwagen mit bruellenden Kindern an angeleinten und mit Maulkorb
> versehenen Pitbulls vorbeigeschoben.
> Ich hoffe doch sehr, dass in dem Kinderwagen ein Tonband lag...
Ja (siehe Bericht).
> Was ich nicht verstehe ist, das Kampfhunde auch noch vermittelt werden
> duerfen.
So lange es keine Gesetze dagegen gibt - ein Tierheim ist
nun mal darauf angewiesen, Tiere an private Personen zu
vermitteln - bei den vielen Tieren, die Jahr für Jahr im
Heim landen, geht nur das oder einschläfern...
> > [Regelmaessige Tests]
>
> waeren sehr sinnvoll
Eben - einen solchen Test wie oben beschrieben könnte man
doch als eine Art "Hunde-TÜV" einführen..
Jens Haug wrote:
>
> Du musst sowieso keine Angst haben, wenn ich mit einem Hund unterwegs bin.
Ah ja..
> Auch ohne Leine nicht. Wenn Du Dich nicht fuer Hunde und ihre Charaktere
> interessierst, sondern lieber Vorurteile pflegst, dann muss das Dein Problem
> sein und nicht meines. Es ist leicht, z.B. einen Golden Retriever zu
> erkennen. Es ist verdammt schwer, ihn aggressiv zu machen (den Aufwand wird
> keiner treiben, der einen aggressiven Hund moechte). Es ist ausserdem sehr
> leicht, seine Stimmung zu erkennen (im allgemeinen gelangweilt oder freudig
> interessiert). Wenn Du trotzdem Angst hast, dann ist es Pech fuer Dich. Wenn
> ein Kind Angst vor mir hat, weil ich schwarzes Leder trage, dann werde ich
> deswegen auch nicht angeleint.
Du bist ein Mensch - Dein Hund ist ein Tier. Das ist der
Unterschied. Meine Güte. Diese Diskussion über anleinen oder
nicht ist so sinnlos, als wenn man einem Raucher sagt, er
möge bitte nicht rauchen und der dann seinem Gegenüber den
Qualm direkt ins Gesicht pustet: Es ist einfach
uneinsichtig. Wenn Menschen Angst vor Hunden haben, dann
sollen Hunde angeleint werden. Und zwar _alle_ Hunde. Und
nicht die, die vom Halter selber als "harmlos" eingestuft
werden, auslassen. Und wenn der Hundehalter die "Freiheit"
des Tieres höher einschätzt als die Angst seiner
Mitmenschen, so ist er intolerant und uneinsichtig.
> Ich finde, ungefaehrliche Hunde sollten ihre Freiheit behalten koennen, und
> deswegen ist es auch wichtig, die gefaehrlichen Hunde effektiv auszuschalten.
Warum nicht ein Kompromiss - so wie es Spielplätze gibt,
werden abgeschlossene Bereiche zur Verfügung gestellt, in
denen die Hunde nach Herzenslust ohne Leine laufen können.
Dann gehen die Herrchen mit den angeleinten Hunden zu diesem
Platz, lassen den Hund austoben, leinen ihn wieder an und
gehen nach Hause. Damit wäre jedem gedient. Nicht angeleinte
Hunde im öffentlichen Bereich müssten dann natürlich
sanktioniert werden.
"Christian E. Naundorf" wrote:
>
> Christian Tauer schrieb:
>
> > Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
>
> Jedenfalls der einzige, der mit so (entschuldige, normal schätze
> ich Deine Äußerungen durchaus) hanebüchenem Unsinn kommt wie
> "Jeder, der einem Hund in die Augen schaut, ist selbst schuld
> wenn er totgebissen wird." Polemisch, ich weiß. Aber das kann's
> ja wohl echt nicht sein.
Eben - der Hund ist hier das Haustier und hat sich - so blöd
es sich anhört - dem Menschen in sofern unterzuordnen, dass
er keinen Menschen verletzt.
> Wer auf dem Lande wohnt und sich mit Tieren auskennt, der mag
> das so tradieren. Ich bin bekennendes Stadtkind und sehe nicht
> ein, warum ich da neben den Gesetzen des Großstadtdschungels
> noch die des botanischen berücksichtigen soll.
;-)) Was ich z.B. überhaupt nicht verstehen kann, sind
160cm-55kg Hänflinge, die mit so einem muskelbepackten Tier
durch die Gegend schleifen. Mehr als einmal habe ich
gesehen, dass solche Tiere alleine schon aus Übermut oder zu
viel Bewegungsdrang ihre Herrchen quer durch die Strassen
zogen, so dass man an eine waagerecht fliegende Rakete
erinnert wurde. Was würde nun passieren, wenn das Tier
wirklich mal aggressiv wird/ausrastet und _dann_ loszischt?
Der Halter hat doch _keinerlei_ Chance... das kann es
wirklich nicht sein.
Hundehaltung in der Stadt? Nun ja - ich bin der Meinung,
dass jedes Tier einen notwendigen Lebensraum braucht - und
das nicht nur 2x täglich eine halbe bis 1 Stunde. Wenn man,
wie z.B. hier bei uns auf dem Land, einen Garten sein eigen
nennt, so kann der Hund zumindest im Garten _und_ im Haus
laufen. Aber sie gehören IMHO nicht in eine Stadtwohnung.
Die sind - egal wie gross sie sind - als Lebensraum viel zu
klein. Von der ewigen elendigen Hundescheisse auf der
Strasse gar nicht zu reden :-(( Wenn die Hundehalter
wenigstens _das_ einsehen würden :-(((
Jens Haug wrote:
>
> In article <3959906C...@tenovis.com>, Thomas Bartels <Thomas....@Tenovis.com> writes:
>
> > BTW: in meinem Verwandschaftskreis hat eine aeltere Dame vor zwei Jahren einen
> > Herzstillstand vor Schreck bekommen, als sie ihren Hund (an der Leine)
> > ausfuehrte und ein nicht angeleinter Riesenkoeter auf diesen zustuermte, um
> > ihn anzugreifen. Nur weil *zufaellig* ein Krankenwagen vorbeifuhr, hat sie das
> > ueberlebt. Nein, gebissen wurde sie nicht, weil doch tatsaechlich der Besitzer
> > dazukam
>
> Von mir schon: Wer bei einer harmlosen Situation eine voellig unnoetige
> Schreck- oder Panikreaktion zeigt, kann die anderen nicht dafuer
> verantwortlich machen.
Der große Hund hat versucht, den kleinen "anzugreifen"! Hast
Du das Wort vielleicht überlesen? Was ist daran eine
harmlose Situation?
> > - in Muenchen kostet der Hund nichts im OEPNV, aber die Kinder loehnen!
> > was steht hierzulande eigentlich an erster Stelle? Mensch oder Hund?
>
> Na und? Soll ich auch fuer meine Filzlaeuse zahlen, weil der Mensch an
> erster Stelle kommt, die Filzlaeuse folglich mehr kosten muessen?
Deine Filzläuse solltest Du vielleicht mal behandeln lassen.
Ich persönlich sehe jedoch auch nicht ein, warum ich für ein
Kind bezahlen soll, wenn ein Hund umsonst mitfahren darf.
> Wenn ein Hund auf den Arm/Schoss passt, finde ich es voellig korrekt,
> dass man nicht zahlen muss. Kleinkinder kosten sicher auch nichts, oder?
Doch. Bei uns schon. Und selbst wenn das Kind schon 10 Jahre
alt ist, so kann ich es immer noch auf den Schoss nehmen.
Kann also kein Kriterium für zahlen/nicht zahlen sein. Aber
ich würde gerne mal sehen, wie Du eine Bernhardiner auf dem
Schoss im ÖPNV transportierst ;-))
Ist das nicht eine ganze Menge administrativer Aufwand?
Was wäre denn, wenn man die ganze Problematik ähnlich aufzieht wie bei
Autos (durch die, ich kann es mir nicht verkneifen, deutlich mehr Menschen
ums Leben kommen als durch Kampfunde)
- zwingende Haftpflicht für Hunde. Die Versicherungen werden dann
schon dafür sorgen, daß 'aggressive' Rassen *sehr* teuer
werden. Ich kann mir dabei auch vorstellen, daß die Versicherungen
Vergünstigungen für Hunde gewähren, die eine Gehormsamkeitsprüfung
absolviert haben oder bei denen sich der Besitzer verpflichtet,
den Maulkorb anzulegen. Unversicherte Hunde werden eingezogen und
nach einer kurzen Frist (in der der Besitzer die Versicherung
nachweisen kann) eingeschläfert. Egal ob Dackel oder Dogge.
- 'Hundebegleitpapiere'. Jeder der einen Hund spazierenführt, muß
(ähnlich wie bei Fahrzeugpapieren), 'Begleitpapiere' mit sich
führen, in denen die Versicherung, die Rasse,
evtl. Maulkorbverpflichtung und ähnliches festgehalten
wird. Kontrollen übernehmen evtl. kommunale Angestellte
('Politessen'), Bußgelder sollten erhoben werden.
Und zu guter Letzt eine verschärfte Strafdrohung für Hundehalter:
Jedes 'Delikt' gegen die körperliche Unversehrtheit, das durch einen
Hund begangen wird, der nicht an der Leine oder mit Maulkorb geführt
wird, wird eine Stufe 'höher' bestraft. Aus fahrlässiger Tötung würde
Totschlag, aus Totschlag Mord, aus KV schwere/gefährliche KV
Just my 2cents...
--
Oliver Jennrich JILA, University of Colorado at Boulder
Gravity. It's not just a good idea, it's the law!
Arbeitsloser: um einen Job zu bekommen, den er ohne Auto nicht annehmen
könnte?
Rentner: Weil er / seine Frau / sein/ihr Mann schlecht laufen kann?
Schüler: Weil er sonst auf dem Land keinen Nebenjob erledigen kann, um sein
baldiges Studium zu finanzieren?
Student: siehe Schüler
Zivi: Um vom Spätdienst nach Hause zu kommen, wenn kein Bus mehr fährt?
Wehrpflichtiger: um am WE überhaupt nach Hause zu kommen?
Bitte nicht verallgemeinern. Danke.
> Und außerdem schädigen sich die Menschen durch den Verkehr genauso
> vorsätzlich wie durch Hunde.
Stimmt. Ich lasse auch immer mein Auto mit eingelegtem Gang und nem Stein aufm
Gas auf nen Schulhof rollen. Es soll ja schließlich seine Freiheit
geniessen... ;-)
> Nur haben die Hundehalter die kleinere Lobby. Da hängt nämlich wesentlich
> weniger Geld dran.
Klar - wer zahlt schon Hundesteuern?
> Aber wenn er damit die nächste Wahl gewinnt, dann ist der ganz schnell
> Pitbullbesitzer.
Nä, klar... X-/
--
Gruss,
Piet
> Du musst sowieso keine Angst haben, wenn ich mit einem Hund unterwegs bin.
> Auch ohne Leine nicht. Wenn Du Dich nicht fuer Hunde und ihre Charaktere
> interessierst, sondern lieber Vorurteile pflegst, dann muss das Dein Problem
> sein und nicht meines.
Du lebst in einem dichtbesiedelten Land, nicht irgendwo in den Bergen
mit einer Dichte von 1 Einwohner/Quadratkilometer. Deine Freiheit
endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Es ist nicht das
Problem anderer, daß sie vor dieinem Hund Angst haben, so wie es auch
nicht das Problem anderer ist, vor einem Sturmgewehr Angst zu haben,
daß ein anderer möglicherweise gerne mit sich herumträgt, obwohl jeder
der sich für Waffen interessiert und nicht nur Vorurteilen anhängt
sowohl den Sicherungshebel als auch das fehlende Magazin erkennt.
Du kannst ihnen die Angst nehmen, indem Du deinen Hund an der Leine
ausführst.
> Es ist leicht, z.B. einen Golden Retriever zu
> erkennen. Es ist verdammt schwer, ihn aggressiv zu machen (den Aufwand wird
> keiner treiben, der einen aggressiven Hund moechte). Es ist ausserdem sehr
> leicht, seine Stimmung zu erkennen (im allgemeinen gelangweilt oder freudig
> interessiert).
Warum muß die Allgemeinheit eine Leistung bringen um sich vor einer
Minderheit (Hundehalter *sind* in der Minderheit) zu schützen?
> Wenn Du trotzdem Angst hast, dann ist es Pech fuer Dich. Wenn
> ein Kind Angst vor mir hat, weil ich schwarzes Leder trage, dann werde ich
> deswegen auch nicht angeleint.
Du wirst schneller angelient als Du glaubst, wenn das schwarze Leder
sich in einem langen Mantel, Schaftstiefeln und einer Uniformmütze und
den entsprechenden Rangabzeichen manifestiert. Genau wie bei einigen
Hunderassen zeigt die Erfahrung, daß von solchen Menschen eine nicht
zu vernachlässigende Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.
Wer seinen Hund frei laufen lassen will, soll sich in entsprechenden
Gegenden bewegen, nicht auf Kinderspielplätzen oder Boltzplatzen. Wer
meint, einem Hund sei eine Leine nicht zuzumuten, der soll sich keinen
anschaffen.
Von Dir nehm' ich das als Kompliment!
Da wage ich doch zu widersprechen: in bestimmten Situationen sind die
Randbedingungen halt so, daß so ein Vieh dann doch zuschnappt.
Beispiel 1:
Ein Mitarbeiter hat seinen über 12 Jahre alten Retriever täglich mit ins
Büro gebracht, weil er ihn nicht mehr alleine zu Hause lassen wollte.
Der Hund blieb den ganzen Tag still unter dem Schreibtisch liegen und
war wahrscheinlich froh, daß er seine Ruhe hatte. Nach seinem Urlaub kam
dann der Mitarbeiter plötzlich ohne diesen selbst nach meiner
Einschätzung absolut harmlosen Hund - er hatte in Italien völlig ohne
Anlass nach einem Kind geschnappt und dieses ziemlich böse verletzt. Er
hat den Hund dann einschläfern lassen.
Beispiel 2:
Erst kürzlich in der Kneipe: ich komme zur Tür rein, und schon hängt mir
so ein Köter an der Wade. Zum Glück war die Jeans fest genug. Was war
passiert? Ich hatte den zu Füßen seines Frauchens kauernden Hund völlig
übersehen, trat ihm deshalb unmittelbar vor die Schnauze. Seine
Schreckreaktion ist zwar verständlich, aber trotzdem nicht akzeptierbar.
Jeder noch so zahme Hund würde sich in der gleichen Situation identisch
verhalten, wenn der Hund groß genug ist und daß Opfer klein genug, dann
kann auch das mit schweren Verletzungen oder tödlich enden.
... und was hamm 'se mit Dir gemacht, daß Du so verkorkst bist?
Du weißt, daß Sodomie strafbar ist !?
Um nichts anderes geht's hier doch. Eben weil auch wir das für völlig
normal halten, wollen wir die Viecher lieber gleich zu Seife und
Katzenfutter verarbeiten.
>> >> und woran erkenne ich die?
>> >An ihren Taten aber sollt Ihr sie erkennen.
>> >Du kannst es einem Hund ansehen, wenn es Dich interessiert und Du nicht nur
>> >Vorurteile (grosser Hund = Gefahr) pflegen moechtest.
>> Ach so. Wenn man das einem Hund ansehen kann, frage ich mich, warum man
>> so große Probleme mit der Festellung der Gefährlichkeit eines Hundes
>> hat.
>Das sind zwei Arten von "gefaehrlich". Was ich meinte, ist: Fuer den
>Passanten akut gefaehrlich. Was Du meinst, ist: Im Laufe seines Hundelebens
>irgendwann fuer irgendwen ggf. gefaehrlich.
Ob ein Hund im konkreten Fall gefährlich ist, ist für eine gesetzliche
Regelung herzlich uninteressant und für das Opfer ziemlich unpraktisch.
>Ich sehe einem Hund an, ob er auf mich zukommt, um mich kennen zu lernen,
>oder ob er mich vertreiben/angreifen will.
Das ist toll, nur sollen solche Situationen ja gerade verhindert
werden.
>Das sagt er mir naemlich deutlich.
Aha. Und sogar deutlich.
>> >Ausserdem gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Rassen. Genau
>> >deswegen wird ja derzeit der Ansatz mit der Unterscheidung nach Rasse
>> >diskutiert.
>> Es gibt keine Rassen mit angeborener Aggressivität. Das Merkmal ist
>> völlig ungeeignet.
>Da habe ich aber ganz anderes gehoert und gelesen.
Ich habe zwar ein schlechtes Gedächtnis, kann mich aber an einen
Uni-Professor erinnern, der genau das heute im Radio gesagt hat.
>> >Das Kriterium ist IMHO brauchbarer (wenn auch immer noch ziemlich grob) als
>> >das der Groesse.
>> Je größer, desto gefährlicher. Das ist ein sehr brauchbares Kriterium.
>Was zu belegen waere.
Wo ist das Problem ? Je größer, desto stärker das Gebiß, desto höher
das Gewicht, desto ausgebildeter die Muskeln. Jedenfalls ungefähr.
>Wie ist die Schulterhoehe eines afghanischen Windhundes? Wie gefaehrlich
>sind die gewoehnlich?
Keine Ahnung.
>> >Ich finde, ungefaehrliche Hunde sollten ihre Freiheit behalten koennen,
>> >und deswegen ist es auch wichtig, die gefaehrlichen Hunde effektiv
>> >auszuschalten.
>> Brilliant! <mit der Hand vor die Stirn klatsch>
>> Also daß da vor dir noch keiner draufgekommen ist...
>Tja, Dir ist es vielleicht noch nicht aufgefallen, aber es gibt hier in
>der NG Teilnehmer, die sehen das anders.
Ich habe keinen gesehen, der nicht der Meinung ist, daß gefährliche
Hunde effektiv auszuschalten sind.
>Und Du kannst mir einfach nicht weismachen, Nachbars Retriever sei
>gefaehrlich, nur weil er gross ist.
Von der Masse und dem Gebiß dürfte er potentiell gefährlicher sein. Und
nur das zählt.
>Von dem halbhohen Koeter des andere Nachbarn *weiss* ich dagegen, dass er
>aggressiv ist, und er ist sicher gross genug, um ernstlich zu verletzen.
Das kann schon sein. Ob sein Verletzungspotential größer ist, als das
eines größeren Hundes, bezweifle ich aber.
--
Ciao, Heiko...
>> Im übrigen sind Kraftfahrzeuge wirtschaftlich notwendig, Hunde sind reiner
>> Luxus.
>Ich will zustimmen, das Kfz wirtschaftlich notwendig sind. Aber wozu braucht
>letztlich ein Arbeitsloser, Rentner, Schüler, Student, Zivi, Wehrpflichtiger
>ein Auto ?
Zum Beispiel, um an seinen Schulort, Studienplatz oder an die
Zivildienststelle zu kommen, wenn dort keine geeignete öffentliche
Verkehrsverbindung hinfährt bzw. nur zeitlich ungünstig.
Im übrigen kommt es nicht darauf an, ob ein kleiner Teil der
Bevölkerung nicht unbedingt auf ein Kraftfahrzeug angewiesen ist, wenn
es für einen Großteil der Bevölkerung zutrifft. Eine unterschiedliche
Behandlung würde kaum Sinn machen.
>Die brauchen das Auto genauso dringend wie einen Hund, eigentlich gar nicht,
>aber man will sich halt was leisten.
Du kennst also jeden Arbeitslosen, Zivildienstleistenden, Schüler,
Studenten, etc.... persönlich und kannst die persönlichen Bedürfnisse
beurteilen ?
>Und außerdem schädigen sich die Menschen durch den Verkehr genauso
>vorsätzlich wie durch Hunde.
Sind dir solche abstrusen Vergleiche nicht peinlich ?
>Nur haben die Hundehalter die kleinere Lobby. Da hängt nämlich wesentlich
>weniger Geld dran.
Ach so. Und ich dachte schon, es läge an den besseren Argumenten.
>Unser Autokanzler wird sicher nicht zum Hundekanzler mutieren, jetzt schon
>gar nicht.
Interessante Ansicht über einen Kanzler, dessen Ökosteuer die
Benzinpreise angehoben hat.
--
Ciao, Heiko...
>> Was ist los ? Waren alle Stammtische belegt ?
>Ich weiss ja nicht welche Stammtische du besuchst.
Süß.
>> Mir war jedenfalls nicht bewußt, daß Hunde von Menschen zum Anfallen von
>> anderen Menschen gesteuert werden
>Genau das ist bei sog "Kampfhunden" der Fall, wobei ich Kampfhunde nicht
>an der Rasse fest mache.
Kampfhunde werden allenfalls mittelbar dazu gebracht. Im konkreten Fall
entschließen sie sich immer noch selber dazu.
>> Im übrigen sind Kraftfahrzeuge wirtschaftlich notwendig, Hunde sind
>> reiner Luxus.
>Das ist _deine_ Meinung.
Nein, das ist die Meinung des Gesetzgebers und die Mehrheitsmeinung.
--
Ciao, Heiko...
>Ist das nicht eine ganze Menge administrativer Aufwand?
Die Kosten können ja beim Hundebesitzer erhoben werden, evtl. mit
Sozialregelung, damit Opa nicht seinen (eher ungefährlichen) Waldi
abschaffen muss, weil er die Zusatzkosten nicht mehr bezahlen kann.
> - zwingende Haftpflicht für Hunde. Die Versicherungen werden dann
> schon dafür sorgen, daß 'aggressive' Rassen *sehr* teuer
> werden. Ich kann mir dabei auch vorstellen, daß die Versicherungen
> Vergünstigungen für Hunde gewähren, die eine Gehormsamkeitsprüfung
> absolviert haben oder bei denen sich der Besitzer verpflichtet,
> den Maulkorb anzulegen.
Soweit ACK
> Unversicherte Hunde werden eingezogen und
> nach einer kurzen Frist (in der der Besitzer die Versicherung
> nachweisen kann) eingeschläfert. Egal ob Dackel oder Dogge.
Also, so geht's nun auch nicht. Man kann nicht einfach wegen eines
nicht bezahlten Versicherungsbeitrags Tiere umbringen (wäre wohl auch
tierschutzwidrig). Bei zahlungsfähigen Hundebesitzern ist die Lösung
sowieso einfach: Abschluss der Versicherung durch den Staat,
Kosten werden beim Besitzer eingetrieben. Für eher ungefährliche Hunde
wird sich vielleicht ein neuer (zahlungsfähiger und -williger) Besitzer
finden. Bei ernsthaft gefährlichen Hunden ist Einschläfern wohl
angebracht.
>Und zu guter Letzt eine verschärfte Strafdrohung für Hundehalter:
>Jedes 'Delikt' gegen die körperliche Unversehrtheit, das durch einen
>Hund begangen wird, der nicht an der Leine oder mit Maulkorb geführt
>wird, wird eine Stufe 'höher' bestraft. Aus fahrlässiger Tötung würde
>Totschlag, aus Totschlag Mord, aus KV schwere/gefährliche KV
So sollte das jedenfalls nicht durchgeführt werden. Abgesehen davon,
dass "eine Stufe höher" ziemlich unterschiedliche Folgen haben kann
(fahrlässige Tötung zu Totschlag ist _ziemlich_ heftig, einfache zu
gefährlicher KV nicht so besonders) wäre wenn schon, dann ein eigener
Tatbestand sicher eine übersichtlichere Regelung.
Außerdem halte ich davon eh nicht viel - warum sollte eine fahrlässige
Tötung ausgerechnet deshalb schwerer wiegen, weil die Fahrlässigkeit
gerade mit einem Hund zu tun hat? Auch in anderen Lebensbereichen, etwa
dem schon erwähnten Straßenverkehr, kann man sich grob rücksichtslos
oder bodenlos leichtsinnig aufführen. Ob dieser Leichtsinn nun dazu
führt, dass jemand totgefahren oder totgebissen wird, ist doch kein
wesentlicher Unterschied. Bei der vorsätzlichen KV wird in der Regel
ohnehin gefährliche KV vorliegen, weil der Hund als "gefährliches
Werkzeug" eingestuft wird.
Love and Peace,
Mark
--
Aktuelle Gesetzestexte im WWW:
http://www.uni-oldenburg.de/~markobr/Gesetze.html
oder
http://www.rechtliches.de/ (Weiterleitung)
Wo soll das stehen? Solange damit keine Tierquälerei verbunden ist,
finde ich keine Norm, die sexuelle Handlungen zwischen Menschen und
Tieren unter Strafe stellt. Ich meine mich zu erinnern, dass ein
solches Verbot mal existierte, aber schon in den 60'er Jahren aus dem
StGB gestrichen wurde. Welches Rechtsgut sollte dadurch auch verletzt
werden?
Du bist hier in einer Diskussionsgruppe über Rechtsfragen, also
behaupte sowas nicht ohne dich informiert zu haben.
Ciao Henning
'Tschuldigung, dachte das sei immer noch so.
Dann darf der Prochaska also? Naja, solange er mit seinen Kötern in der
Wohnung bleibt, kann's mir auch egal sein.
Hallo Peter,
wir haben uns ja schon bei der letzten Hunde-Diskussion in die Haare
gekriegt ;-)
>Oh fein, eine Geschiuchte aus der guten alten Zeit, als Menschen noch
>geusnden Menschenverstand hatten und Neger in ihrem Urwald blieben...
Nö, gerade mal 14 Tage her.
>Was ist daran natürlich, wenn der Retriever rumbellt, obwohl niemand
>ihn bedroht?
Das Verhalten des Pudels. Der Pudel wird von der Dame "kurz genommen", und
fühlt sich dadurch in einer dominanten Position, die er lauthals auch dem
"niederen" Kollegen mitteilen will. Dieser reagiert dann natürlich auf diese
"Herausforderung".
Aber wer sich nicht mit der Natur des Hundes beschäftigt, für den mag dies
unnatürlich wirken...
>> Es schien eine längere Diskussion zu geben, einem Wortwechsel folgte
>> der andere, bis es schließlich dem Herrchen des Golden Retrievers zu
>> bunt wurde und mit der Hundeleine der Dame eine zischte...
>
>... und demonstriert damit hervorragend, daß es ihm an Reife mangelt,
>ein potentiell gefährliches Tier in der Öffentlichkeit zu führen.
Womit Du dich disqualifiziert hast: Es liegt in der Natur des Hundes, zu
bellen und dadurch - oder auch durch eine kleine Reiberei unter den Hunden,
die in den seltensten Fällen mit Verletzungen einhergeht - die Rangordnung
festzustellen.
Unerfahrenen Hundehaltern (um die es sich offensichtlich bei der besagten
Dame handelte) oder nicht gerade hundeliebenden Dritten wird dieses Ritual
vielleicht aggressiv oder sogar gefährlich vorkommen.
Deine angesprochene potentielle Gefahr des Hundes müsstest Du erst beweisen;
den Reifemangel des Hundehalters ebenfalls. Wie ich bereits sagte: Die Dame
ist bekannt...
>Gottseidank entscheiden Ortsansässige nicht darüber, ob es
>gerechtfertigt ist.
>
>Nach "Selbstjustiz" hört es sich nicht an. "Selbstjustiz" tritt dann
>ein, wenn das leinenschwingende "Herrchen" plötzlich auf besagter Leine
>kaute -- sofern es noch Zähne hatte.
Das soll verstehen wer will. Oder fehlt da ein Smiley?
Gruß
Christian
>> So ziemlich jeder Hund kann einem Menschen gefährlich werden.
>
>Pardon: Das ist ziemlich Unsinn. Es sei denn, du bezeichnest eine
>leiche Fleischwunde als "gefährlich."
Leichte Fleischwunden bringen niemanden um?
Rainer
>> >Hof = eigenes, umzäuntes Grundstück ohne dem Tier unbekannte Menschen?
>> Genau so ist es.
>> >Dann sollen die Wei*** ruhig sein.
>> ACK.
>
>Aber auch nur dann. Was ist denn so schlimm daran, wenn man
>Hunde ausserhalb des eigenen Grundstücks (wo der Hund
>natürlich nicht einfach raus können darf) an der Leine und
>mit einem Maulkorb führt??
Ohne diese Frage beantworten zu wollen (da ich ansonsten festgenagelt werde,
die Bedürfnisse des Hundes über die Sicherheit der Leute zu stellen), möchte
ich erzählen, wie das Gassigehen mit meinem Hund läuft:
In der Ortschaft wird der Hund angehängt. Das ist klar, denn bei uns ist
Leinenzwang innerhalb der Ortschaft. Auf den Feldwegen derf er dann frei
herumlaufen (was er auch tierisch braucht, er ist nämlich ein Jagdhund).
Maulkorb: Nein. Warum? Mein Hund zeigt keine Verhaltens-*Störungen*, sondern
Verhaltens*weisen*. Deshalb versteht ein anderer Hundehalter auch, wieso die
Hunde abgeleint aufeinander zulaufen müssen, um sich nicht gegenseitig zu
verletzen.
>> >Ansonsten ist das Verhalten nunmal inakzeptabel.
>> Des Hundes oder der Wei***?
>
>Des Hundes. Wenn von einem Hund auch nur eine potentielle
>Gefahr ausgeht, so hat der Halter die Gefahr zu minimieren.
ACK.
>Tja - vielleicht hatte die Dame Angst um ihren Hund. Und die
>Bitte, den Hund anzuleinen, ist sehr wohl berechtigt und
>sollte vom Hundehalter ausgeführt werden.
NACK, siehe oben. Die Dame sollte erst mal lernen, wie Hunde miteinander
umgehen. Die Reaktion dieser Dame konnte nur zu dem Ergebnis führen, daß ein
Hund-Hund-Konflikt auftrat.
Wer nur Angst um seinen Hund hat und den erforderlichen Kontakt mit anderen
Hunden ablehnt, sollte sich besser keinen Hund zulegen.
>Wow - daran sieht man ja, wie "geeignet" dieser Mensch im
>Umgang mit anderen Menschen ist. Ein vernünftiger
>Hundehalter hätte seinen Hund angeleint und wäre
>weitergegangen. Vielleicht sollte man mal überprüfen, in
>wieweit dieser Mensch geeignet ist, einen Hund zu führen.
Ich denke, dieser Herr wäre nicht der einzige von beiden, der einen
Hundeführerschein machen sollte.
>Schick.. eine Entschuldigung für Körperverletzung. Und das
>nur, weil eine Dame Angst um ihren Hund hatte. Was verstehst
>Du btw unter "verdient" - verdient es ein Mensch, von einem
>anderen Menschen verletzt zu werden?
Es war nicht *meine* Aussage. Diese Story klingt natürlich makaber, die
Reaktion war auch überzogen, aber: Zumindest "oamal übers Mai fahrn" wie wir
Bayern sagen (und das hat nichts mit Körperverletzung zu tun) wäre
angebracht gewesen.
>Danke - Spass habe ich wirklich nicht dabei, wenn ein Mensch
>auf Grund eines Tieres dermassen ausrastet. Das ist nur
>widerlich - egal, wie sich die Frau vorher verhalten hat.
Egal? Na ja, bei Dir im Dienst würdest Du ja wohl eine Anzeige wegen
Beamtenbeleidigung erstatten, wenn Dich jemand saudumm anredet und Namen
zuwirft.
Gruß
Christian
>> Sollte ich hier der einzige Hunde-Befürworter in diesem Thread sein?
>
>Jedenfalls der einzige, der mit so (entschuldige, normal schätze
>ich Deine Äußerungen durchaus) hanebüchenem Unsinn kommt wie
>"Jeder, der einem Hund in die Augen schaut, ist selbst schuld
>wenn er totgebissen wird." Polemisch, ich weiß. Aber das kann's
>ja wohl echt nicht sein.
Richtig, das habe ich auch nicht gesagt. Ich war zwar etwas schroff in
meinen Aussagen, aber diese "Anti-Kampfhunde-Stimmung" nimmt teilweise
krasse Formen an (z. B. die sofortige Einschläferung aller Kampfhunde). Als
Hundehalter wird man zurzeit doch nur mehr mit diesem "Tu-das-Viech-weg-
Blick" angeschaut.
>Alle Hundehalter nach Texas oder Utah ;-)
Schreibst Du mir eine Green-Card aus? ;-)
Gruß
Christian
>Wozu Bestien? Ein Hund ist nunmal ein mehr oder weniger gezaehmtes Tier
>und je nach Groesse und Art per se mehr oder weniger gefaehrlich. Dafuer
>kann er nichts, das ist nunmal seine Art. Die kann man ihm vielleicht
>mehr oder weniger aberziehen - aber warum? Warum um alles in der Welt
>braucht man einen grossen Hund? Ich halte es fuer nicht besonders
>tierfreundlich, zu versuchen, dem Hund per Zucht oder Erziehung alle
>gegebenen Instinkte und natuerliche Reaktionen nehmen zu wollen, nur
>damit er ueberhaupt auf die Oeffentlichkeit losgelassen werden kann.
Die Frage ist, ob die Öffentlichkeit überhaupt ein Interesse daran hat,
überhaupt noch Hunde einer bestimmten Größe (nicht nur Art) zu sehen. Seit
den letzten Vorfällen werden die Stimmen der Hundegegner immer lauter, ohne
daß die Natur des Hundes berücksichtigt wird.
Kampfhunde nein - ja, recht so, aber Hunde nein - nein!
>Wuerden Halter entsprechend haftbar gemacht, saehe es schon anders
>aus.IIRC ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Halter des Hundes,
>der das Kind totgebissen hat, wegen Totschlags. Hat das Aussicht auf
>Erfolg? Wie weit muss der Halter seinen Hund beaufsichtigen? Inwieweit
>geht von einem Hund eine natuerliche Gefahr aus, die die Allgemeinheit
>zu tolerieren hat?
Mit Sicherheit hat das Aussicht auf Erfolg! Der Hundehalter hat natürlich
dafür zu sorgen, daß sein Hund keine krummen Dinger dreht (wildern, beißen
usw.). Aber ein Hund ist nunmal ein Hund, und man sollte schon von kleinauf
gelernt haben, daß ein Hund nicht immer freundlich sein muß.
Gruß
Christian