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Management verhaftet - Ermittlungsrichter notorischer Rechtsbrecher

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OSW

unread,
Jun 29, 1998, 3:00:00 AM6/29/98
to

Ermittlungsverfahren gegen die Fa. Heberger Bau GmbH, Schifferstadt

"Als ich dieser Tage aus dem Urlaub gekommen bin, mußte ich
feststellen, daß vier unserer Geschäftsführer festgenommen wurden
wegen Verdachts auf Nichtabführung von Steuern. Ich arbeite seit 35
Jahren in diesem Unternehmen und bin seit 30 Jahren
Betriebsratsvorsitzender.
Heberger Bau GmbH ist seit 50 Jahren ein mittelständisches
Bauunternehmen mit mehreren Niederlassungen und Tochterunternehmen.
Die Firma führt als Generalunternehmen für viele Auftraggeber
Bauvorhaben in der ganzen Bundesrepublik aus. In diesem Bereich werden
etwa 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Dazu kommen viele Handwerksbetriebe
als Nachunternehmen sowie Lieferfirmen mit vielen Arbeitsplätzen,
welche von unserem Unternehmen leben und abhängig sind.
Die Firma Heberger Bau GmbH hat schon immer ihre Steuern und
Sozialversicherungsbeiträge pünktlich und korrekt abgeführt. Dies gilt
auch für deren Tochterunternehmen und somit auch für die Heberger
Portuguesa. Darum ist es für mich vollkommen unverständlich, daß es
sich ein Richter leisten kann, eine ganze Geschäftsleitung zu
verhaften, nur auf Grund eines Verdachtes!
Fakt ist, und davon habe ich mich auch persönlich überzeugt, daß bei
Heberger Portuguesa angefallene Lohnsteuer im Zeitraum von 1993 bis
30.6.1997 in Portugal und seit der Errichtung einer Betriebsstätte
hier auf deutschem Boden, also ab 1.7.1997 in Deutschland an das
zuständige Finanzamt in Speyer abgeführt wurde. Die Sozialabgaben
wurden jeweils an die örtlich zuständigen Sozialkassen in Portugal
entrichtet. Die Firma Heberger Portuguesa hat für den genannten
Zeitraum vom 1.7.1997 bis 30.5.1998 insgesamt 2,8 Millionen Mark an
Lohn-, Umsatz- und Körperschaftssteuer an das Finanzamt Speyer
bezahlt.
Es geht eigentlich nur darum, ob die im Zeitraum davor tatsächlich
entrichteten Steuern in Portugal oder Deutschland hätten bezahlt
werden müssen! Diese Klärung hätte das Finanzamt Speyer bei den
stattgefundenen Überprüfungen ganz einfach vornehmen können. Reicht
dies aus, um auf einen Schlag vier Geschäftsführer zu verhaften?
Stellt es sich heraus, daß die Abgaben zu Unrecht nach Portugal
bezahlt worden sind, müßten diese nach dem deutsch-portugiesischen
Doppelbesteuerungsabkommen halt eben von Portugal an das zuständige
Finanzamt zurück überwiesen werden.
Uns und allen Mitarbeitern ist sehr viel daran gelegen, die
Angelegenheit schnellstens zu klären. Deshalb ist Herr Egon Heberger
direkt nach Garmisch-Partenkirchen gefahren und hat sich dem Richter
gestellt, um die Angelegenheit aufzuklären. Allem Anschein nach hat
die Justiz aber daran kein Interesse. Allein die Verbringung von den
Untersuchtungsgefängnissen in Frankenthal und Leipzig nach
Garmisch-Partenkirchen dauert etwa 10 bis 14 Tage. Arbeitet die Justiz
hier auf Zeit? Braucht sie diese Zeit, um krampfhaft nach den bisher
fehlenden Beweisen zu suchen, die ein soch hartes Vorgehen gegen alle
vier Geschäftsführer rechtfertigen?
Eine Festnahme wegen Fluchtgefahr ist ganz absurd. Wäre sonst Herr
Egon Heberger nach Garmisch-Partenkirchen gefahren und hätte sich dem
dortigen Richter gestellt, wenn er flüchten wollte? Hier werden auf
reine Vermutung hin eine Geschäftsleitung als kriminell hingestellt
und Tausende von Arbeitsplätzen in Gefahr gebracht. Der Betriebsrat
und alle Firmenangehörigen sind fassungslos und verstehen nicht, daß
sowas in einem Rechtsstaat überhaupt möglich ist!
Die Staatsanwaltschaft hat die Höhe der angeblichen
Steuerhinterziehung angegeben mit etwa 650.000 Mark. Im Hinblick auf
die im Verhältnis zum Gesamtumsatz der Firma Heberger Bau GmbH nicht
erheblich ins Gewicht fallenden Lohnsteuerbeträge und
Sozialversicherungsabgaben, um die es in diesem Verfahren geht, müßte
kurzfristig eine Haftverschonung, gegebenfalls gegen Stellung einer
angemessenen Kaution, erfolgen. Damit könnte mit absoluter Sicherheit
der Haftgrund der Fluchtgefahr ausgeräumt und die dringend
erfoderliche uneingeschränkte Handlungsfährigkeit der Geschäftsführung
wieder hergestellt werden. Nur so kann ein weiterer, nicht mehr
gutzumachender Schaden abgewendet werden.
Die Aufgabe der Justiz ist es, uns vor Kriminellen zu schützen. Doch
wer schützt uns vor solchen Richtern?"
Paul Grabau, 1. Vorsitzender des Betriebsrates der Firma Heberger Bau

Nachbemerkung:

Bei Heberger Bau handelt es sich um das größte rheinland-pfälzische
Bauunternehmen.

Ermittlungsrichter Gernot Körner vom AG Garmisch-Partenkirchen/Bayern
gilt als notorischer Rechtsbrecher. Kein Wunder, daß sein Name schon
seit geraumer Zeit auf unserer Schwarzen Liste steht.

Wie lange kann eine kriminelle Justiz noch ihr Unwesen treiben und
Bürger und Geschäftsleute tyrannisieren und kriminalisieren?

Opfer staatlicher Willkür
http://www2.gol.com/users/arc

Thomas Hochstein

unread,
Jun 29, 1998, 3:00:00 AM6/29/98
to

victi...@hotmail.com (OSW) schrieb:

> Ermittlungsrichter Gernot Körner vom AG Garmisch-Partenkirchen/Bayern
> gilt als notorischer Rechtsbrecher. Kein Wunder, daß sein Name schon
> seit geraumer Zeit auf unserer Schwarzen Liste steht.

Bei solch verleumderischen Äußerungen ist es allerdings kein Wunder, daß
niemand mit seinem Namen dazu stehen möchte.

Gruß
Thomas

--
Thomas Hochstein ---> http://home.pages.de/~ThomasH/ | ICQ: 9166080
Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft herangezogen,
pfeilschnell verfliegt das Jetzt, ewig still steht die Vergangenheit.

Michael Hilpuesch

unread,
Jun 29, 1998, 3:00:00 AM6/29/98
to

OSW schrieb

(...)
>Ermittlungsrichter Gxxxxx Kxxxxx vom AG Garmisch-Partenkirchen/Bayern


>gilt als notorischer Rechtsbrecher. Kein Wunder, daß sein Name schon
>seit geraumer Zeit auf unserer Schwarzen Liste steht.

Der Denunziant, der Denunziant
bleibt gerne unbekannt.

>Opfer staatlicher Willkür

Ja, ja.


mihi
--
xpost + fup2 wo´s hingehört

A. J. Wosch

unread,
Jun 30, 1998, 3:00:00 AM6/30/98
to

Thomas Hochstein schrieb in Nachricht
<35a7fe0e....@ancalagon.rhein-neckar.de>...
>victi...@hotmail.com (OSW) schrieb:
>
>> Ermittlungsrichter Gernot Körner vom AG


Garmisch-Partenkirchen/Bayern
>> gilt als notorischer Rechtsbrecher. Kein Wunder, daß sein Name
schon
>> seit geraumer Zeit auf unserer Schwarzen Liste steht.
>

>Bei solch verleumderischen Äußerungen ist es allerdings kein Wunder,
daß
>niemand mit seinem Namen dazu stehen möchte.


Es gibt Justizirrtümer, es gibt miese Richter, es gibt staatliche
Dummheit (sprich Beamte mit Gehirnschwund)...
Aber so langsam werden die "Mitteilingen lästig; wem gehört denn
eigentlich die Domain http://www2.gol.com/users/arc ? Es ist das eine
über einen solchen Vorfall zu berichten, vielleicht auch sich zu
beklagen, es ist etwas anderes, anonym Beledidungen in der Gegend zu
verteilen; im Übrigen frage ich mich so ganz nebenbei, seit wann in D
denn wieder Richter die Ermittlungen leiten...aber naja...


Marquis

unread,
Jul 2, 1998, 3:00:00 AM7/2/98
to

Ich habe den Eindruck, das diese OSW mit ihren subversiven Hetzparolen
gegen Justizbedienstete den Rechtsstaat - der bei uns so ausgeprägt ist,
wie nirgendwo auf der Welt ("Rechtsmittelstaat") untergraben will. Aus den
geschilderten Fällen ergibt sich praktisch nie ein Anhaltspunkt für
Fehlverhalten der Justiz, wohl aber für solches der sogenannten Opfer.
Gegen den Haftbefehl gibt es folgende Rechtsmittel:
a) Antrag auf Haftprüfung
b) Haftbeschwerde zum Landgericht
c) weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht

Wenn alle der Meinung sind, daß ein Haftgrund besteht, dann geht das in
99,999 % der Fälle auch in Ordnung. Oder haben sich wieder mal alle Richter
und Staatsanwälte gegen die armen Opfer verschworen?


OSW

unread,
Jul 3, 1998, 3:00:00 AM7/3/98
to

On 2 Jul 1998 16:52:17 GMT, "Marquis" <ha...@vossnet.de> wrote:

>subversiven Hetzparolen
Wo haben Sie sich eigentlich Ihr entlarvendes Vokabular geborgt?


>Rechtsstaat - der bei uns so ausgeprägt ist,
>wie nirgendwo auf der Welt

Verwechseln Sie das jetzt nicht mit Juristenstaat? Juristen nämlich
gibt es in D. mehr als anderswo. Die Justiz gilt dennoch - oder gerade
deshalb - als obrigkeitsstaatlich und ineffizient. Das ist eigentlich
längst hinlänglich bekannt. Der Rechtsstaat muß erst noch realisiert
werden. Im Moment ist nicht viel von ihm zu sehen.


>Aus den geschilderten Fällen ergibt sich praktisch nie ein Anhaltspunkt für
>Fehlverhalten der Justiz, wohl aber für solches der sogenannten Opfer.

Für wen SIE arbeiten, ist ja bekannt. Daß Sie aus Opfern noch Täter
machen und die Täter - oft windige Kriminelle im schwarzen Rock -
freisprechen, empfinden wir als Beleidigung der Opfer.
Wer zieht denn kriminelle Richter zur Verantwortung? Die Opfer werden
abgezockt und/oder verschwinden hinter Gittern. Die Täter genießen
Ansehen (allerdings nur noch unter ihresgleichen).


>Gegen den Haftbefehl gibt es folgende Rechtsmittel:
>a) Antrag auf Haftprüfung
>b) Haftbeschwerde zum Landgericht
>c) weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht

Ihre Empfehlung ist so schön wie das Grundgesetz. Leider auch ebenso
wertlos. In Bayern zumal, wo die Amigos in der Justiz noch schalten
und walten wie in alten Zeiten.


>Wenn alle der Meinung sind, daß ein Haftgrund besteht, dann geht das in
>99,999 % der Fälle auch in Ordnung. Oder haben sich wieder mal alle Richter
>und Staatsanwälte gegen die armen Opfer verschworen?

Entweder Sie sind ein Traumtänzer, der nicht weiß, daß Urteile
ausgekungelt werden oder aber Sie sind ein Realist, der einfach
möchte, daß die bestehenden Verhältnisse bleiben, weil er zuviel
verlieren könnte.
Übrigens paßt die Verschwörungstheorie am allerbesten in die Gehirne
von Juristen. Da entsteht sie nämlich immer wieder neu - nicht zuletzt
als Ideologie zum Selbstschutz.

A. J. Wosch

unread,
Jul 4, 1998, 3:00:00 AM7/4/98
to

OSW schrieb in Nachricht <359ce6f...@nnrp2.gol.com>...


>On 2 Jul 1998 16:52:17 GMT, "Marquis" <ha...@vossnet.de> wrote:
>


Wenn sich jemand auf die Verfassung beruft, dann sollte er das nicht
anonym tun...
Aber wenn schon jemand in einer NG seine Diskussionspartner siezt,
dann traue ich ihm alles zu... ;-(


Marquis

unread,
Jul 4, 1998, 3:00:00 AM7/4/98
to

Ich möchte diese "Opfer" mal hören, falls eines ihrer Kinder vergewaltigt
wird. Dann schreien sie lauthals nach der Justiz, und die Verfolgung kann
gar nicht hart genug sein. Es ist immer dasselbe mit diesen Pharisäern.


OSW

unread,
Jul 4, 1998, 3:00:00 AM7/4/98
to

On Sat, 4 Jul 1998 02:53:30 +0200, "A. J. Wosch" <aj.w...@d.kamp.net>
wrote:

>Wenn sich jemand auf die Verfassung beruft, dann sollte er das nicht
>anonym tun...

Finden wir auch, cher Marquis ...

>Aber wenn schon jemand in einer NG seine Diskussionspartner siezt,
>dann traue ich ihm alles zu...

Dann gibt es ja keine Überraschungen mehr, wie schön!
Übrigens ist das "du" in den meisten europäischen Sprachen entweder
vulgär oder revolutionär. Scheint ja gerade beim durchschnittlichen
Bewußtsein von Juristen nicht naheliegend. Die denken doch, sie
scheißen einen besseren Dreck (Verzeihung, aber das Deutsche ist nun
mal mehr als andere Sprachen analfixiert ...)

OSW

unread,
Jul 4, 1998, 3:00:00 AM7/4/98
to

On 4 Jul 1998 09:29:51 GMT, "Marquis" <ha...@vossnet.de> wrote:


>Es ist immer dasselbe mit diesen Pharisäern.

Finden wir auch!!! Deshalb brauchen wir eine wirksame Kontrolle der
Justiz. Sonst machen die doch, was sie wollen (können tun die meisten
ja sowieso nichts, mit Verlaub gesagt. Die wenigsten beherrschen ja
die Sprache, in der Schriftsätze hierzulande abgefaßt sein müssen. Von
den Gesetzen der Logik wollen wir mal gar nicht reden).

Volker Westedt

unread,
Jul 5, 1998, 3:00:00 AM7/5/98
to

Michael Hilpuesch schrieb in Nachricht <359fc4a5...@news.advis.de>...
>Es ist wirklich am besten den Schwachkopf zu ignorieren oder zumindest
>ein fup2 nach d.a.g. zu setzen.
^^^^^^^^^^^^^^^^
Was issen das?


Viele Grüsse!

Volker


A. J. Wosch

unread,
Jul 6, 1998, 3:00:00 AM7/6/98
to

OSW schrieb in Nachricht <359e357...@nnrp2.gol.com>...


Ich weiß ja nicht, in welcher Entwicklungsphase Du steckengeblieben
bist, aber meine anale Phase ist schon seit einer Weile vorbei...
BTW Dies ist eine NG im Internet, hier herrschen andere Regeln als im
RealLife, aber wie man an Dir sieht, gibt es überall Leute, die nichts
Besseres zu tun haben, als andere mit dummen Sprüchen zu nerven...
Oder stellst Du Dir so konstruktive Gesellschaftskritik vor?


Volker Westedt

unread,
Jul 6, 1998, 3:00:00 AM7/6/98
to

Oliver Kirchner schrieb in Nachricht
<35a0b...@juno.wiesbaden.netsurf.de>...
>Leute, hört doch endlich auf den Unsinn von OSW zu quoten oder gar zu
>beantworten, denn das wertet diese Figur(en) doch nur unnötig auf,
>ermuntert sich zu weiteren Nervereien und pauschalen Beleidigungen.
>Ignorieren und somit kaltstellen.
>Oliver

Dennoch ist es aber immer wieder interessant, was die für seltsame
Anwandlungen haben.
Ich freu mich jedesmal, wenn "OSW" wieder Schwachsinn aus dem Ärmel zieht
:)


Viele Grüsse!

Volker


Marquis

unread,
Jul 6, 1998, 3:00:00 AM7/6/98
to

Wieder nur gequirlte Scheiße gelabert....
Na, was ist denn nun ein Prädikatsexamen?

Marquis

unread,
Jul 6, 1998, 3:00:00 AM7/6/98
to

ich auch :-)))

A. J. Wosch

unread,
Jul 6, 1998, 3:00:00 AM7/6/98
to

Hallo Oliver!

Du hast ja recht...
Der Typ hat es tatsächlich geschafft, daß ich meinen Newsfilter
bemühe...
Dachte nicht, daß der Tag mal kommen würde...


Oliver Kirchner schrieb in Nachricht
<35a0b...@juno.wiesbaden.netsurf.de>...

>On Mon, 6 Jul 1998 00:38:19 +0200, "A. J. Wosch"
<aj.w...@d.kamp.net>
><6novjg$han$3...@news2.kamp.net> wrote:
>
>>Ich weiß ja nicht, in welcher Entwicklungsphase....

Michael Hilpuesch

unread,
Jul 6, 1998, 3:00:00 AM7/6/98
to

Volker Westedt schrieb

>Michael Hilpuesch schrieb in Nachricht <359fc4a5...@news.advis.de>...
>>Es ist wirklich am besten den Schwachkopf zu ignorieren oder zumindest
>>ein fup2 nach d.a.g. zu setzen.
> ^^^^^^^^^^^^^^^^
>Was issen das?

Äh, das soll ein followup-to de.alt.gruppenkasper sein, d.h. die Antwort
auf den Artikel erscheint dort.

mihi

OSW

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to

On 6 Jul 1998 17:49:19 GMT, "Marquis" <ha...@vossnet.de> wrote:

> gequirlte Scheiße

Was muß einer im Kopf haben, der soviel braune Soße rührt?

Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
Marquis wrote:
>
> Ich möchte diese "Opfer" mal hören, falls eines ihrer Kinder vergewaltigt
> wird.

Das kannst Du haben:

Eine Bekannte wurde vor etwas mehr als einem
Jahr hier in meiner Heimatstadt brutal vergewaltigt. Sie
erstattete Anzeige. Etwas später wurde sie vor Zeugen von
demselben Täter auf offener Straße niedergeschlagen und mit
Ermordung bedroht, falls sie ihre Anzeige nicht zurückziehe.
Darauf kam der Täter in Haft. Soweit ist IMHO noch alles in
Ordnung.

Etwa 5 Monate später wurde ein Mitglied von OSW wegen
Beleidigung verhaftet. Es hatte einen Polizisten, welcher
ihm anläßlich einer "verdachtsunabhängigen Personenkontrolle"
die Unterhose heruntergezogen und ihm dabei u.a. eine Rippe
gebrochen hatte, als Schläger bezeichnet.

Einen Tag später wurde der Vergewaltiger meiner Bekannten
freigelassen. Begründung: Platzmangel in den bayerischen
Gefängnissen.

Es versteht sich von selbst, daß sich meine Bekannte nicht
mehr auf die Straße wagte.

> Es ist immer dasselbe mit diesen Pharisäern.

Richtig! Und es war auch schon immer dasselbe mit diesen
Pharisäern, ob zur Zeit der Hexenverfolgung, während
der Weimarer Republik (Hitlers Luxushaft mit eigenem
Sekretär), während der NAZI-Zeit oder im real existierenden
Sozialismus in den neuen Bundesländern. Wie sollte es
auch anders sein - eine Entnazifizierung oder
Entstasifizierung fand ja nie statt.

--
MfG Karl-Heinz
http://home.t-online.de/home/KH.Zeller/willkommen.html

Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
Marquis wrote:
>
> Na, was ist denn nun ein Prädikatsexamen?

Das ist wohl noch etwas besser als Note 1.
Im juristischen Bereich sagt das aber nicht viel.
Es ist ja nur Katalogwissen, das abgefragt wird.

Während meines Studiums setzte ich mich in der
freien Zeit zwischen zwei Vorlesungen manchmal in
einen leeren Hörsaal.

Einmal geschah es, daß sich kurz nach meinem
Erscheinen der Vorlesungssaal füllte. Es wurden
Fragebogen ausgeteilt - ein juristisches Examen.
Auf jede Frage gab es zwei bis drei Antwortmöglichkeiten
zum ankreuzen. Das war vielleicht ein Spaß!
Leider habe ich meine Note nie erfahren ;-)

Michael Keller

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
Moin moin!

Karl-Heinz Zeller schrieb:

> > Na, was ist denn nun ein Prädikatsexamen?
>
> Das ist wohl noch etwas besser als Note 1.

<g> nö: auf einer Notenskala von 0 bis 18 Punkten heißt das >= 9
Punkte (= Vollbefriedigend). Das in manchen Uni-Städten existierende
"kleine" Prädikat beginnt mW bei 7 Punkten.
N.B.: erst ab Erreichen von 60 % des Erwartungshorizonts werden 4
Punkte vergeben (gerade bestanden). Von 4 bis 18 Punkten erhöht sich
der Grenzerwartungshorizont pro zusätzlichem Punkt exponentiell
(kapiert?), demzufolge 18 Punkte als Gesamtnote zumindest in Bay und
BW mW noch nie erreicht wurden.

> Im juristischen Bereich sagt das aber nicht viel.
> Es ist ja nur Katalogwissen, das abgefragt wird.

<g> <BG>



> Während meines Studiums setzte ich mich in der
> freien Zeit zwischen zwei Vorlesungen manchmal in
> einen leeren Hörsaal.
>
> Einmal geschah es, daß sich kurz nach meinem
> Erscheinen der Vorlesungssaal füllte. Es wurden
> Fragebogen ausgeteilt - ein juristisches Examen.
> Auf jede Frage gab es zwei bis drei Antwortmöglichkeiten
> zum ankreuzen. Das war vielleicht ein Spaß!
> Leider habe ich meine Note nie erfahren ;-)

Tätschel. Du bist wohl wirklich ein Ignorant, der's einfach nicht
besser wissen _will_.

1.) Zumindest in Baden-Württemberg finden die Examensklausuren in
Gerichten und nicht in Hörsälen statt.

2.) Mitschreiben bei einem Examen ohne Anmeldung mit dem Nachweis
eines ordentlichen Studiums und ohne Platzzuweisung und
Identitätskontrolle gibt's vielleicht in Deiner Phantasie, aber nicht
heute in Deutschland.

3.) Das "1. Staatsexamen" setzt sich je nach Bundesland zusammen aus
bis zu neun 5-stündigen Examensklausuren und bis zu 4 (?)
umfangreichen Hausarbeiten aus den Rechtsgebieten Zivilrecht,
Strafrecht und öffentlichem Recht. Klausuren und Hausarbeiten sind
keine "Ankreuzaufgaben", sondern sind Fälle, die gutachtenmäßig zu
lösen sind. Sehr selten werden auch Aufsatzthemen gestellt.
Abschließend gibt es eine mündliche Prüfung von ca. 1 Stunde pro
Prüfling.

Aber das reicht ja noch lange nicht, um als Anwalt oder Richter auf
die Menschheit losgelassen zu werden: es ist das "2. Staatsexamen" mit
entsprechend gesteigertem Schwierigkeitsgrad erforderlich.

4.) Das alles unter der Voraussetzung, daß Du das in
(West-)Deutschland irgendwann in den vergangenen, sagen wir 35, Jahren
erlebt haben möchtest und Du das juristische Staatsexamen nicht mit
dem deutschen Mediziner-Physikum (!) verwechselst.


Cheers
Michael Keller

BTW: Karl-Heinz Zeller = OSW??
--
-------------------------------------------------------------------
Michael Keller University of Freiburg, Germany
kel...@uni-freiburg.de mp_k...@hotmail.com


A. J. Wosch

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to

Karl-Heinz Zeller schrieb in Nachricht <35A22953...@dlr.de>...

>Marquis wrote:
>>
>> Na, was ist denn nun ein Prädikatsexamen?
>
>Das ist wohl noch etwas besser als Note 1.


Das ist definitiv falsch, Du hast null Ahnung...

>Einmal geschah es, daß sich kurz nach meinem
>Erscheinen der Vorlesungssaal füllte. Es wurden
>Fragebogen ausgeteilt - ein juristisches Examen.
>Auf jede Frage gab es zwei bis drei Antwortmöglichkeiten
>zum ankreuzen. Das war vielleicht ein Spaß!
>Leider habe ich meine Note nie erfahren ;-)


Das ist doch solch ein grober Schwachsinn, daß ich schon wieder nicht
weiß, ob ich lachen oder weinen soll...
Dumme Gerüchte zu verbreiten, ist wohl das einzige, zu was Leute wie
Du im Stande sind...
Es gibt und gab nie ein juristisches Staatsexamen in D, dessen
Bestandteil Multiple-Choise-Tests waren, im übrigen werden Klausuren
und mündliche Prüfungen im StE in allen mir bekannten OLG-Bezirken
nicht in Räumen einer Universität durchgeführt...
Das 1. jur. StE besteht in NRW aus einer 4-wöchigen Hausarbeit, 5
Klausuren a 5 Stunden und einer (ebenfalls 5-stündigen) mündlichen
Prüfung, nachzulesen in § 10 JAG NW...
Aus Deinen Schilderungen kann aber schon geschlossen werden, auf
welchem Niveau sich Dein Studium bewegt hat...


OSW

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
On Tue, 7 Jul 1998 17:40:37 +0200, "A. J. Wosch" <aj.w...@d.kamp.net>
wrote:

>Aus Deinen Schilderungen kann aber schon geschlossen werden, auf
>welchem Niveau sich Dein Studium bewegt hat...

Typischer "Schluß" eines Juristen? Scheint so. Die wissen und wußten
doch immer schon alles besser. Solange sie genug Leute finden, die
ihnen ihre Steißgeburten für der Weisheit letzten Schluß abnehmen ...
Wie sagte doch gleich jemand zu einem, der nicht wußte, was er
studieren sollte? "Studier einfach Jura, das ist ein Studium für
Dumme". Ausnahmen bestätigen die Regel.

Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to
Marquis wrote:
>
> Wenn es nicht solche Ignoranten wären, wüßten sie, daß primäre
> Voraussetzung für den Justizdienst Prädikatsexamina sind (was das ist,
^^^^^^^^^^^^^^^^

Sag mal, kann es sein, daß Du "dicke Parteibücher" leicht
falsch geschrieben hast?

Ich habe jetzt alle Gesetzestexte, die ich im Rechner habe,
ohne Erfolg auf die Wörter "Prädikatsexamen" und
"Prädikatsexamina" durchgegrept.

Könntest Du mir bitte eine Quelle nennen, die Deine Behauptung
belegt?

--
MfG Karl-Heinz
http://home.t-online.de/home/kh.zeller/willkommen.html
Pack den Pinguin auf die Platte !


Christian Braunwarth

unread,
Jul 7, 1998, 3:00:00 AM7/7/98
to

OSW schrieb in Nachricht <359f8f63...@nnrp2.gol.com>...

>Dann muß man sich aber fragen, warum gerade in der Justiz so viele
>offenkundigen Schwachköpfe angeschwemmt werden wie Treibholz, das
>niemand braucht.

Und ich frage mich, warum in dieser newsgroup immer wieder der selbe
Schwachkopf wie ein mittlerweile schon ziemlich fauliges Stück Treibholz
angeschwemmt wird

Immerhin ist doch erstaunlich, wie mäßig das logische
>Denken und wie übermäßig das Vorurteil dort beheimatet ist.
>Natürlich würde auch eine psychologische Studie über die
>charakterliche Disposition von Richtern und Staatsanwälten in D.
>Ekelerregendes ans Licht befördern.


Was eine Studie über Deinen Geisteszustand ans Licht fördern würde wage ich
nicht zu prognostizieren

Laß es doch damit bewenden, Deine Alptraumphantasien im Internet zu
produzieren, dort mag sie jeder ansehen der Spaß daran hat. Aber nötige
nicht andere sich diesen Schwachsinn ungefragt auf die Platte saugen zu
müssen.


Christian

Volker Westedt

unread,
Jul 8, 1998, 3:00:00 AM7/8/98
to

Karl-Heinz Zeller schrieb in Nachricht <6nts3f$6kb$1...@news01.btx.dtag.de>...

>Marquis wrote:
>> Wenn es nicht solche Ignoranten wären, wüßten sie, daß primäre
>> Voraussetzung für den Justizdienst Prädikatsexamina sind (was das ist,
> ^^^^^^^^^^^^^^^^
>Sag mal, kann es sein, daß Du "dicke Parteibücher" leicht
>falsch geschrieben hast?
>Ich habe jetzt alle Gesetzestexte, die ich im Rechner habe,
>ohne Erfolg auf die Wörter "Prädikatsexamen" und
>"Prädikatsexamina" durchgegrept.
>Könntest Du mir bitte eine Quelle nennen, die Deine Behauptung
>belegt?


Mensch ... ich finde Euch vom OSW (und Konsorten) ja ganz lustig, aber wenn
ihr schon die Leute schwach von der Seite anredet, dann doch wenigstens mit
(einigermaßen) intelligenten Behauptungen.
Das ist ja wunderbar, daß Du so eine tolle Suchfunktion für Gesetzestexte
hast. Aber manchmal steht in Deutschland eben nicht alles im Gesetz. So ist
es z.B. auch Voraussetzung für einen Job in einer großen Kanzlei/Unternehmen
etc., daß man Prädikatsexamina hat. Das funktioniert nach dem simplen
Prinzip, daß dem gesamten Arbeitsmarkt zugrundeliegt: Der Arbeitgeber sucht
sich nun mal zuerst die aus, die die besten Noten haben, weil das bei
Berufsanfängern eben die einzige vergleichbare Größe ist.
Und weil die Justiz eben auch mehr Bewerber als Stellen hat, machen die das
dort genauso.
Ist ja auch wirklich schwierig zu verstehen ...

Viele Grüsse!

Volker


René Triebel

unread,
Jul 8, 1998, 3:00:00 AM7/8/98
to

Karl-Heinz Zeller schrieb

>Nein. Auch kein Mitglied. Aber eigene Justizerfahrung!


Wieviel? Ich meine Justiz_erfahrung_...

Gruß
René


Achim Jansen

unread,
Jul 8, 1998, 3:00:00 AM7/8/98
to

Karl-Heinz Zeller schrieb in Nachricht <35A37EF2...@dlr.de>...
>Michael Keller wrote:
>
>ROTFL !
>
>In meinem Hochschulabschlußzeugnis steht bei einem Fach statt
>einer Note "Mit Prädikat" oder "mit Auszeichnung", ich weiß das
>nicht mehr so genau, aber es bedeutet schlicht besser als 1,0. .


das hängt wohl vom Fach ab. In einigen naturwissenschaften kann man
mit "2" und schlechter gleich Taxifahrer werden, bei Jura ist das
anders. Da gibt es traditionell "schlechte" Noten. In 1. Staatsexamen
fallen 20-35 % durch, die breite Masse kriegt 'ne 4. Wenn also nur
10-15% "befriedigend" oder besser erhalten, ist das eben das
"Prädikatsexamen".

>> > Einmal geschah es, daß sich kurz nach meinem
>> > Erscheinen der Vorlesungssaal füllte. Es wurden
>> > Fragebogen ausgeteilt - ein juristisches Examen.
>> > Auf jede Frage gab es zwei bis drei Antwortmöglichkeiten
>> > zum ankreuzen. Das war vielleicht ein Spaß!
>> > Leider habe ich meine Note nie erfahren ;-)
>

>Das glaubt mir jetzt keiner, stimmt aber. Es war vor 25 Jahren an
>der LMU München. Keine Ausweiskontrolle. Ich habe meinen
>Fragebogen abgegeben, aber glatt vergessen, meinen Namen
>draufzuschreiben - sowas dummes.


In 25 Jahren ändert sich so einiges, ich denke aber trotzdem, dass es
wohl kein (Staats-)Examen war, sonder eine Anfängerklausur o.ä.

>> 1.) Zumindest in Baden-Württemberg finden die Examensklausuren in
>> Gerichten und nicht in Hörsälen statt.
>

>Ahh - verstehe: der Name des Gebäudes birgt die Qualität des Examens
>in sich.


Der Name nicht, aber das Gebäude. Die Unis haben nämlich meistens nur
Hörsäle mit Stufen (Abschreibmöglichkeiten) und viel zu kleinen
Tischen. Und extra Turnhallen anzumieten ist wohl zu teuer...


>Ist vielleicht auch eine Untergrenze zu erfahren? Wie viele
>Klausuren müssen es mindestens sein und wie lange müssen sie
>mindestens dauern?


Beispiel Hamburg: eine Hausarbeit, 4 Wochen, je nach Fach 50 bis 200
Seiten; 3 Klausuren, je 5 Stunden; Mündliche Prüfung, ca.4 Stunden.
Die Länge der Prüfung ist kein Indiz für deren Schwierigkeit. Wer z.B.
am Tag der mündlichen Prüfung schlecht drauf ist, hat 40% der Note
verbockt und keine Chance, das auszugleichen.

>Also ein ordentlich abgeschlossenes Hochschulstudium wie in anderen
>Fachbereichen auch.


Nein, eine praktische Ausbildung in verschiedenen Abschnitten mit
Einzelnoten und abschließender Prüfung (Klausuren). Wie bei den
Lehrern. (Bitte kein neuer Thread über Lehrer!).

Gruß, Achim

--
Achim Jansen
achim....@gmx.de
Bei Antworten bitte nicht posten _und_ mailen!


Achim Jansen

unread,
Jul 8, 1998, 3:00:00 AM7/8/98
to

Volker Westedt schrieb in Nachricht <6o0240$ejq$2...@goof.de.uu.net>...

>
>>Ich habe jetzt alle Gesetzestexte, die ich im Rechner habe,
>>ohne Erfolg auf die Wörter "Prädikatsexamen" und
>
>Das ist ja wunderbar, daß Du so eine tolle Suchfunktion für
Gesetzestexte
>hast. Aber manchmal steht in Deutschland eben nicht alles im Gesetz.

Diesmal aber doch: Art. 33 Abs. 2 Grundgesetz. Vergabe öffentlicher
Ämter nach Eignung, Befähigung und Leistung. Für den Justizdienst
zählt zur "Befähigung" auch juristische Qualifikation, die durch die
Noten insbesondere des 2. StEx zumindest indiziert wird. Bei Qouten
von teilweise über 50 Bewerbern auf eine Stelle schadet es dann wohl
nicht, alle Bewerbungen mit "Note<X" ungelesen zurückzuschicken. Bei
den Restlichen kann man dann immer noch nach anderen Qualifikationen,
die evtl. auch eine schlechtere Note ausgleichen, suchen.

Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 9, 1998, 3:00:00 AM7/9/98
to
René Triebel wrote:
>
> Karl-Heinz Zeller schrieb
>
> >Nein. Auch kein Mitglied. Aber eigene Justizerfahrung!

Übrigens auch nicht verwandt und nicht verschwägert.

> Wieviel? Ich meine Justiz_erfahrung_...

Schau doch einfach mal auf meine Homepage.

Außerdem habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie sich ein
Richter beim Sachvortrag einer Partei beide Handballen auf
die Ohren gepreßt hat - weil hier in der Gruppe mal einer
geschrieben hat, der Richter müsse zuhören.

Mein eigenes Verfahren wurde verschleppt (wenn man in die
Presse schaut, durchaus nicht ungewöhnlich, obwohl wir
uns eine 5 mal so hohe Richterdichte leisten wie die
USA und eine 4 mal so hohe wie Frankreich), d.h.
5 mal wurden die Akten "wegen einer
Änderung im Geschäftsverteilungsplan" zu einer anderen
Kammer transportiert. Ferner habe ich als Zuschauer
miterlebt, wie ein Sozialrichter einen knapp 40-jährigen
Beamtenkollegen wegen eines steifen Daumens links als
"irreversibel dienstunfähig" einstufte. Nach Presseberichten
sollen auch "steife Ringfinger" und "anhaltende Heiserkeit"
beliebte Frühverrentungsgründe in diesen Kreisen sein.

Ich könnte jetzt ewig weiter schreiben (die erste CD
meiner Materialsammlung ist fast voll, aber es werden
mehrere), aber ich halte lieber die Netzbelastung
klein und bringe eine kleine Literaturliste:

BÜCHER ÜBER DIE DEUTSCHE JUSTIZ

AUTOR TITEL VERLAG

Anders Michel Die Sippe der Krähen. Frankfurt 1981
Die heimliche Macht
der Juristen.

Arndt Adolf Gesammelte C.H.Beck,
juristische Schriften München 1976

Bäuerle, Siegfried Das Vormundschaftsgericht Nomos, Baden-Baden,
Pawlowski, Martin als Erzieher ISBN: 3-7890-4415-6

Ballhaus Edmund Die Paragraphenreiter. C.H.Beck,
Haarsträubende Erlebnisse München 1997
mit dem Amtsschimmel

Behrendt Ethel Rechtsstaat im Verzug Metha A. Leonore
Behrendt, München

Berra Xaver Im Paragraphenturm Luchterhand 1966

Bitter Wilhelm Verbrechen - Schuld Ernst Klett
oder Schicksal? Stuttgart 1969

Bräuninger Die Abzocker. Econ Verlag 1994
Hasenbeck Selbstbedienung in ISBN:3-430-11484-5
Politik und Wirtschaft

Dingfelder Parteiverrat und C.F.Müller
Friedrich Standesrecht Heidelberg 1987

Fehn Karl-Helmut Glücklicher Rechtsstaat Prometheus
Nieheim 1992

Fraenkel Ernst Zur Soziologie der
Klassenjustiz

Frank Maria Franz Josef Strauß und Frank-Verlag
die Seilschaften der München 1992
Justiz und eine Frau (Direktbestellung:
gegen die Macht der Forstenrieder
Justiz Allee 87, München

Freimund Bettina Vollzugslockerungen. Verlag Peter Lang
Ausfluß des Ffm 1990
Vollzugsgedankens

Gössner Rolf Im Schatten des Rechts Kiepenheuer & Witsch
Herzog Uwe 1984

Gritschneder Otto Bewährungsfrist für den C.H. Beck
Terroristen Adolf H. München 1987
Der Hitlerputsch und die
bayrische Justiz

Güde Max Justiz im Schatten von Hamburg 1959
gestern

Herbort Bernd Bis zur letzten Instanz Bastei-Lübbe

Hillermeier H. Im Namen des Deutschen Luchterhand
Volkes. Todesurteile des
Volksgerichtshofs.
3. Auflage 1983

Hirschberg Max Das Fehlurteil im Strafprozeß

Kaupen Wolfgang Die Hüter von Recht und Ordnung

Kaupen Wolfgang Die Justiz zwischen Obrigkeitsstaat
Rasehorn Theo und Demokratie

Kohlhaas Max Stellung der Staatsanwaltschaft als
Teil der rechtsprechenden Gewalt

Kraschutzki Heinz Die Untaten der Gerechtigkeit

Kroll Siegfried Maloche für den Staat. Verlag Peter Erd.
Wir zahlen alle München 1995.
Steuern zweimal! ISBN: 3-8138-0373-2

Kühnert Hanno Die Rechthabenden

Kusserow Raimund Richter in Deutschland

Lautmann Rüdiger Justiz - Die stille Gewalt 1972

Marcus Hermann Wer je vor einem Richter Droste Verlag
steht Düsseldorf 1976

Mauz Gerhard Die Justiz vor Gericht Goldmann
München 1993
Bertelsmann-Verlag

Messerschmidt Manfred Die Wehrmachtsjustiz im Nomos-Verlag
Wüllner Fritz Dienste des Baden-B. 1987
Nationalsozialismus

Meyer Hans Dieter Das Versicherungs- Wilhelm Heyne Verlag
(un)wesen. Eine Branche München 1990
jenseits von Recht und ISBN: 3-453-03982-3
Wettbewerb

Müller Ingo Furchtbare Juristen Th.Knaur Nachf
München 1989

Peters Carl Fehlerquellen im Strafprozeß

Rasehorn Im Namen des Volkes? Luchterhand
Ostermeyer Neuwied 1968
Huhn
Hase

Richthaler Henri Recht ohne Gerechtigkeit C-Verlag Geisenheim

Ringacker Heidelinde Vom Recht getreten Pfiff-Verlag
Eitorf 1992

Rüping Hinrich Staatsanwälte und Nomos 1994
Parteigenossen

Ruppel Wolfgang Standeswidriges Verhalten Dissertation
des Anwalts im Zivilprozeß Gießen 1984
und seine prozessualen und Dt. Bibliothek
materiell-rechtlichen H8514674
Folgen

Rüthers Bernd Die unbegrenzte Auslegung Tübingen 1968

Schmid Richard Das Unbehagen an der München 1975
Justiz

Schmid Richard Justizalltage Münchner Merkur
Nr. 403,1982

Schmid Richard Unser aller Grundgesetz? S.Fischer, Ffm 1971
Praxis und Kritik

Schmid Richard Letzter Unwille edition cordelius
Stuttg.1984

Schmidt-Hieber Werner Verständigung im C.H.Beck 1986
Strafverfahren

Schmidt-Speicher U. Hauptprobleme der Duncker
Rechtsbeugung Berlin 1982

Schneider Egon Recht und Gesetz - Die Verl. f. Rechts- und
Welt der Juristen Anwaltspraxis
Herne 1992

Scholderer Frank Rechtsbeugung im Nomos
demokratischen Rechtsstaat Verlagsgesellschaft
1993

Schöne Klaus Menschenfalle Krankenhaus: ORAC-Verlag
Dr.jur. Dr.med. die erschütternde WIEN 1989
Dokumentation über die ISBN 3-7015-0174-2
täglichen Kunstfehler
unserer Ärzte, über ein 445 Seiten
krankes System und dessen
Nutznießer, über die
rechtlichen Chancen der
Geschädigten

Spendel Günter Rechtsbeugung durch de Gruyter
Rechtsprechung Berlin 1984

Stader Heinrich Kurze Einführung in den Lengwil (Schweiz)
Juristenhumor 1996

Stock Jürgen Drogen und Polizei 1996

Wahsner Roderich Der folgenlose Rechtsbruch

Wassermann Rudolf Ist Bonn doch Weimar? Neuwied & Darmstadt
Zur Entwicklung der 1983
Justiz nach 1945

Wassermann Rudolf Die richterliche Gewalt Heidelberg 1985

Weinkauff Herrmann Die deutsche Justiz Stuttgart 1968
und der
Nationalsozialismus

Wesel Uwe Juristische Weltkunde Suhrkamp
Ffm 1992

Wesel Uwe Fast alles, was Recht Eichborn Verlag
ist. Jura für Ffm 1991
Nichtjuristen

Wickert Ulrich Der mißhandelte Kiepenheuer &
Rechtsstaat Witsch 1977

Wiesner Joachim Vom Rechtsstaat zum steht im
Faustrechtsstaat Internet

Wüllner Frik Die NS-Militärjustiz Nomos-Verlag Baden-B.
und das Elend der Baden-B. 1991
Geschichtsschreibung

Wüllner Frik Was tun bei einer Dreisam-Verlag
Hausdurchsuchung? Freiburg 1988
Achtung Polizei ISBN 3-89125-276-5

Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 9, 1998, 3:00:00 AM7/9/98
to
Achim Jansen wrote:
>
> das hängt wohl vom Fach ab. In einigen naturwissenschaften kann man
> mit "2" und schlechter gleich Taxifahrer werden, bei Jura ist das
> anders. Da gibt es traditionell "schlechte" Noten. In 1. Staatsexamen
> fallen 20-35 % durch, die breite Masse kriegt 'ne 4. Wenn also nur
> 10-15% "befriedigend" oder besser erhalten, ist das eben das
> "Prädikatsexamen".

Zu meiner Zeit gab es eine Übereinkunft in der Fakultät, daß der
Schwerpunkt der gaußförmigen Notenverteilung in der Mitte der
Notenskala, also bei 3,5, zu liegen hat. Und so war es dann
auch. Eine Durchrasselquote von 20-40% war damals normal und
sie ist, wenn ich meine jungen Kollegen frage, auch heute
noch üblich. Die Benotung in der juristischen Fakultät
entspricht also durchaus der in anderen Fakultäten und fällt
nicht aus dem Rahmen. Eine juristische Spezialität scheint
lediglich das "Prädikatsexamen" zu sein.

Daß man in einigen Naturwissenschaften nur mit exzellenten
Zensuren einen Job findet, ist eine Sache der derzeitigen
Arbeitsmarktsituation. Der Arbeitsmarkt schert sich einen
Dreck um die Zensurgewohnheiten der Unis und das wissen
auch die Professoren, die letztlich über die Zensuren
entscheiden. Wenn es hundert mal so viele Absolventen
gibt wie freie Stellen, dann findet nur 1% einen Job.
Eine "milde" Zensur schafft keine einzige freie Stelle,
kann aber eine Fakultät und evtl. sogar eine ganze Uni
in Verruf bringen.

> Der Name nicht, aber das Gebäude. Die Unis haben nämlich meistens nur
> Hörsäle mit Stufen (Abschreibmöglichkeiten) und viel zu kleinen
> Tischen.

Ich dachte immer, die Juristen schreiben aus dem Palandt ab und
nicht vom Nachbarn ;-)

> Beispiel Hamburg: eine Hausarbeit, 4 Wochen, je nach Fach 50 bis 200
> Seiten;

Kenne ich: viele der Aufgabenstellungen werden ja in dieser
Gruppe pepostet ...

Es wird Zeit, daß es den Palandt und ähnliche Werke in elektronischer
Form gibt. Dann entfällt endlich das Abtippen und per drag & drop
ist die Hausarbeit in einem Tag fertig ;-)

200 Seiten in 4 Wochen sind schließlich 10 Seiten pro Tag -
ein klarer Vorteil für Studenten mit reichem Papi, die sich
eine Tippse leisten können. Die Assistenten des Prof's werden
schließlich auch nur abhaken, ob die richtigen Stellen
zitiert sind, anders ist das doch gar nicht zu bewältigen.
Und diese Arbeit kann dann - unbestechlich und objektiv -
ein kleines Script erledigen.

> Nein, eine praktische Ausbildung in verschiedenen Abschnitten mit
> Einzelnoten und abschließender Prüfung (Klausuren). Wie bei den
> Lehrern. (Bitte kein neuer Thread über Lehrer!).

In den Naturwissenschaften geht leider der Trend zu immer mehr
Praxisferne :-(

Bernhard Muenzer

unread,
Jul 9, 1998, 3:00:00 AM7/9/98
to
Karl-Heinz Zeller <KH.Z...@dlr.de> wrote:
[ angeblich ueber juristische Staatsexamen ]

>Zu meiner Zeit gab es eine Übereinkunft in der Fakultät, daß der
>Schwerpunkt der gaußförmigen Notenverteilung in der Mitte der
>Notenskala, also bei 3,5, zu liegen hat. Und so war es dann
>auch.

Die Fakultaet kann solche Uebereinkuenfte vielleicht fuer Pruefungen
festlegen, die auch von der Fakultaet durchgefuehrt und benotet werden,
also fuer Klausuren, Diplompruefungen, Doktorarbeiten etc.

Fuer ein Staatsexamen gilt das aus offensichtlichen Gruenden nicht.

--
int m,u,e=0;float l,_,I;main(){for(;1840-e;putchar((++e>907&&942>e?
61-m:u)["\n)moc.isc@rezneumb(rezneuM drahnreB"]))for(u=_=l=0;79-(m=
e%80)&&I*l+_*_<6&&26-++u;_=2*l*_+e/80*.09-1,l=I)I=l*l-_*_-2+m/27.;}

OSW

unread,
Jul 9, 1998, 3:00:00 AM7/9/98
to
On Thu, 09 Jul 1998 11:39:26 GMT, bmue...@compuserve.com (Bernhard
Muenzer) wrote:

>Fuer ein Staatsexamen gilt das aus offensichtlichen Gruenden nicht.

Na klar, das war bei der kommunistischen Kaderschule aus
offensichtlichen Gründen auch so.

A. J. Wosch

unread,
Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to

Karl-Heinz Zeller schrieb in Nachricht <35A4B2D1...@dlr.de>...

>Ich dachte immer, die Juristen schreiben aus dem Palandt ab und
>nicht vom Nachbarn ;-)


Selten so gelacht...


>> Beispiel Hamburg: eine Hausarbeit, 4 Wochen, je nach Fach 50 bis
200
>> Seiten;

>Es wird Zeit, daß es den Palandt und ähnliche Werke in elektronischer
>Form gibt. Dann entfällt endlich das Abtippen und per drag & drop
>ist die Hausarbeit in einem Tag fertig ;-)


Wenn Du meinst, daß es so einfach ist, wundere ich mich nur, warum
nicht schon längst Jurist geworden bist und die Justiz von innen
heraus grundlegend reformiert hast...


>200 Seiten in 4 Wochen sind schließlich 10 Seiten pro Tag -

200/28=7,14... Aber naja...

>ein klarer Vorteil für Studenten mit reichem Papi, die sich
>eine Tippse leisten können.

Allenfalls der Vorteil, daß sich diese Studenten mehr (teure)
Literatur kaufen können und weniger Zeit mit der Sucherei in der Bib
verbringen müssen...


>Die Assistenten des Prof's werden
>schließlich auch nur abhaken, ob die richtigen Stellen
>zitiert sind, anders ist das doch gar nicht zu bewältigen.


Examenshausarbeiten und -klausuren werden nicht von
Korrekturassistenten korrigiert...


Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to
A. J. Wosch wrote:
>
> Karl-Heinz Zeller schrieb in Nachricht <35A4B2D1...@dlr.de>...
>
> >200 Seiten in 4 Wochen sind schließlich 10 Seiten pro Tag -
>
> 200/28=7,14... Aber naja...

Vorher hat einer gepostet, das Jurastudium sei praxisnah.
Und später in der Praxis als Richter, arbeitet er doch auch
nicht am Wochenende, und er schreibt nur vom Palandt ab ;-)

> >ein klarer Vorteil für Studenten mit reichem Papi, die sich
> >eine Tippse leisten können.
>
> Allenfalls der Vorteil, daß sich diese Studenten mehr (teure)
> Literatur kaufen können und weniger Zeit mit der Sucherei in der Bib
> verbringen müssen...

Wenn er 10 Seiten pro Tag im 2-Finger-Suchsystem tippt, wird er
nicht mehr viel Zeit zum suchen in der Bibliothek haben - es sei
denn er will seine Freundin loswerden und tippt nachts und am
Wochenende ...

> >Die Assistenten des Prof's werden
> >schließlich auch nur abhaken, ob die richtigen Stellen
> >zitiert sind, anders ist das doch gar nicht zu bewältigen.
>
> Examenshausarbeiten und -klausuren werden nicht von
> Korrekturassistenten korrigiert...

Und das von einem Juristen! Ein Ordinarius ist schließlich
delegationsberechtigt. Das glaubst Du doch selber nicht, daß
der Prof. 200 x (sagen wir) 300 = 60'000 Seiten von dem Unsinn
liest, den seine Studiosi verzapfen. Und wann - bitte
schön, soll er dann die (teuren <g>) Fachbücher schreiben?

Ausgerechnet Juristen! Die lesen doch selbst von Gutachten
grundsätzlich nur den letzten Absatz!

Karl-Heinz Zeller

unread,
Jul 10, 1998, 3:00:00 AM7/10/98
to
A. J. Wosch wrote:
>
> Wenn sich jemand auf die Verfassung beruft, dann sollte er das nicht
> anonym tun...

Ja wo bin ich denn hier?

Da beruft sich einer auf die Verfassung und gleich schreit ein
anderer: _WER_ war das?

Da kannst Du ja gleich schreiben: Hallo STASI oder ist hier noch jemand
von der SS? Hier hat sich doch glatt jemand auf die Verfassung berufen!
Stellt doch mal fest, wer das war!

Heiko Nock

unread,
Jul 11, 1998, 3:00:00 AM7/11/98
to
In article <35A66361...@dlr.de>,

Karl-Heinz Zeller <KH.Z...@dlr.de> wrote:
>> Wenn sich jemand auf die Verfassung beruft, dann sollte er das nicht
>> anonym tun...
>Ja wo bin ich denn hier?
>Da beruft sich einer auf die Verfassung und gleich schreit ein
>anderer: _WER_ war das?

Das nennt man Höflichkeit. Daß du davon noch nicht gehört hast, ist
allerdings nicht verwunderlich.

>Da kannst Du ja gleich schreiben: Hallo STASI oder ist hier noch jemand
>von der SS?

Godwin's Law strikes again. Thread termination sequence initiated.....

--
Ciao/2, Heiko.....

Tilman Hausherr

unread,
Jul 12, 1998, 3:00:00 AM7/12/98
to
In <35A2267D...@dlr.de>, Karl-Heinz Zeller <KH.Z...@dlr.de>
wrote:

>Etwa 5 Monate später wurde ein Mitglied von OSW wegen

>Beleidigung verhaftet. Es hatte einen Polizisten, welcher
>ihm anläßlich einer "verdachtsunabhängigen Personenkontrolle"
>die Unterhose heruntergezogen und ihm dabei u.a. eine Rippe
>gebrochen hatte, als Schläger bezeichnet.

Moment mal - "OSW" ist doch nix anderes als die Familie Lerch. Ein
entsprechender Verein existiert nicht, sonst wäre es ja "OSW e.V.". Und
den Vorgang den Du meinst - ist das nicht wo Roman Lerch aus dem Fenster
sprang?


OSW

unread,
Jul 13, 1998, 3:00:00 AM7/13/98
to
On Sun, 12 Jul 1998 11:26:13 GMT, til...@berlin.snafu.de (Tilman
Hausherr) wrote:

>Moment mal - "OSW" ist doch nix anderes als die Familie Lerch.

Ehre, wem Ehre gebührt, aber das ist zuviel Ehre ...

>Ein entsprechender Verein existiert nicht, sonst wäre es ja "OSW e.V.".

Aber, aber! Wer wird denn so formaljuristisch sein im Zeitalter
globaler Information?
Und außerdem: wen interessiert schon die deutsche Vereinsmeierei?!

Andreas Harz

unread,
Jul 13, 1998, 3:00:00 AM7/13/98
to

Karl-Heinz Zeller schrieb


>Und das von einem Juristen! Ein Ordinarius ist schließlich
>delegationsberechtigt. Das glaubst Du doch selber nicht, daß
>der Prof. 200 x (sagen wir) 300 = 60'000 Seiten von dem Unsinn
>liest, den seine Studiosi verzapfen. Und wann - bitte
>schön, soll er dann die (teuren <g>) Fachbücher schreiben?


Die Korrektur von Examensarbeiten und -hausarbeiten ist nicht
delegierbar. In Bayern (1. Staatsexamen zu meiner Zeit: 8 5-stündige
Klausuren in 10 Tagen plus rund 4-stündige mündliche Prüfung, 2.
Staatsexamen: 11 5-stündige Klausuren in 15 Tagen, eine weitere
5-stündige Klausur 1/2 Jahr später, rund 4-stündige mündliche Prüfung)
kann man nach jedem Prüfungstermin die Prüfer "beglückt" mit rund
150-200 Arbeiten von dannen ziehen sehen. Daran sitzen sie dann
mehrere Monate, dann geht alles zum Zweitkorrektor, der ebenfalls
alles nochmals durchsieht. Bei größeren Abweichungen zwischen Erst-
und Zweitkorrektor geht es dann zum sog. "Stichentscheid" zu einem
Drittkorrektor.
Da gerade Juristen auch in eigener Sache durchaus streitbar sind, kann
man davon ausgehen, daß die Korrekturen einigermaßen gründlich sein
müssen, denn jeder Examensteilnehmer hat das Recht, die Korrektur
seiner Arbeiten einzusehen.

Zur Frage des Noteniveaus in den verschiedenen Studienzweigen zitiere
ich eine etwas ältere Untersuchung der Studienstiftung des Deutschen
Volkes (aus dem Jahresbericht 1990), neueres dazu liegt mir nicht vor:

Examensergebnisse 1948-1990 (von Stipendiaten der Studienstiftung,
nicht das durchschnittliche Niveau des Studienfelds, Anm. des
Wiedergebenden), Ergebnisse des ersten berufsbefähigenden Examens nach
Studienfeldern
(jeweils: Studienfeld, Anteil "Ausgezeichnet", Anteil "Sehr gut",
Anteil "Gut/Vollbefriedigend", Anteil "Befriedigend", Anteil
"Ausreichend", Angaben zum Anteil jeweils in %)

Naturwissenschaften: 17,9; 70,1; 11,5; 0,5; 0
Mathematik/Informatik: 39,3; 54,7; 6,1; 0; 0;
Kultur- und Sprachwissenschaften: 22,0; 48,4; 25,8; 3,8; 0
Rechtswissenschaften: 0,7; 10,7; 68,3; 18,3; 2,0
Ingenieurwissenschaften: 27,8; 46,3; 25,0; 0,9; 0
Wirtschaftswissenschaften: 15,0; 38,6; 43,9; 2,5; 0
Politische Wissenschaft/Soziologie: 23,0; 39,6; 33,9; 3,5; 0

Aus dem gerade genannten Zahlenmaterial lassen sich zunächst zwei
verschiedene Schlüsse ziehen: Entweder die von der Studienstiftung
geförderten Studenten im Fach Rechtswissenschaft sind im Verhältnis zu
ihren Mitgeförderten außergewöhnlich schlecht oder das
durchschnittliche Notenniveau in Rechtswissenschaft liegt einfach
tiefer als in anderen Fächern.
Die Studienstiftung selbst zieht den zweiten Schluß, dies erscheint
mir in Anbetracht des einheitlichen Auswahlverfahrens, das für
Stipendiaten aller Fachrichtungen gleich ist, auch der näherliegende
Schluß zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Harz


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