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Hissen der Preußen-Fahne erlaubt?

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Wolfgang Grunewald

unread,
Apr 12, 2007, 6:10:04 PM4/12/07
to
Hallo,

ist das öffentliche Hissen der Preußen-Fahne (z.B. für
jedermann sichtbar auf dem Balkon) erlaubt?

Ciao,
Wolfgang

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Wolfgang Fieg

unread,
Apr 13, 2007, 4:59:07 AM4/13/07
to

"Ralf Kusmierz" <m...@privacy.invalid> schrieb im Newsbeitrag
news:evmd0d$t8a$1...@online.de...
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Wolfgang Grunewald schrieb:

>
>> ist das öffentliche Hissen der Preußen-Fahne (z.B. für
>> jedermann sichtbar auf dem Balkon) erlaubt?
>
> Vermutlich schon - was genau meinst Du mit "Preußen-Fahne"?
>
>

Er könnte die preußische Falgge aus der Zeit der Deutschen Republik meinen:

http://www.fahnenversand.de/fotw/flags/de-pr919.html

oder die des Königreiches - hier:

http://www.fahnenversand.de/fotw/flags/de-pr701.html

Das Hissen der Letzteren würde ich, auch wenn wohl nicht strafbar, dennoch
als gegen die Deutsche Republik gerichtete, also antidemokratische,
Kundgebung ansehen und auf polizeirechtlicher Grundlage unterbinden.

Wolfgang


Thomas Hühn

unread,
Apr 13, 2007, 5:04:16 AM4/13/07
to
"Wolfgang Fieg" <wolfga...@t-online.de> writes:

> oder die des Königreiches - hier:
>
> http://www.fahnenversand.de/fotw/flags/de-pr701.html
>
> Das Hissen der Letzteren würde ich, auch wenn wohl nicht strafbar, dennoch
> als gegen die Deutsche Republik gerichtete, also antidemokratische,
> Kundgebung ansehen und auf polizeirechtlicher Grundlage unterbinden.

Machst du das "antidemokratisch" einfach an "Monarchie" fest?

Falls ja: Darf ich dann auch keine schwedische Flagge hissen? Oder eine
dänische?

Thomas

Wolfgang Fieg

unread,
Apr 13, 2007, 5:32:57 AM4/13/07
to

"Thomas Hühn" <newsg...@thomas-huehn.de> schrieb im Newsbeitrag
news:874pnks...@mid.thomas-huehn.de...

> "Wolfgang Fieg" <wolfga...@t-online.de> writes:
>
>> oder die des Königreiches - hier:
>>
>> http://www.fahnenversand.de/fotw/flags/de-pr701.html
>>
>> Das Hissen der Letzteren würde ich, auch wenn wohl nicht strafbar,
>> dennoch
>> als gegen die Deutsche Republik gerichtete, also antidemokratische,
>> Kundgebung ansehen und auf polizeirechtlicher Grundlage unterbinden.
>
> Machst du das "antidemokratisch" einfach an "Monarchie" fest?
>

Nein, aber an der spezifischen Ausprägung der preußischen und am
anti-monarchistischen ordre public des republikanischen Deustchland seit
1918/19. Ich gebe aber zu, daß ich da sehr streng denke; ich sehe z.B. auch
im öffentlichen Führen der Kriegsflagge der Südstaaten eine rassistische
Kundgebung, und ich halte die, die mir weismachen wollen, daß sei doch nur
Spielerei und habe damit gar nichts zu tun, für reichlich naiv.

Wolfgang


Wolfgang Grunewald

unread,
Apr 13, 2007, 5:36:13 AM4/13/07
to
Wolfgang Fieg schrieb:

> Er könnte die preußische Falgge aus der Zeit der Deutschen Republik meinen:
>
> http://www.fahnenversand.de/fotw/flags/de-pr919.html

Nein.

> oder die des Königreiches - hier:
>
> http://www.fahnenversand.de/fotw/flags/de-pr701.html

Ja. Genau die.

Ciao,
Wolfgang

Tom Berger

unread,
Apr 13, 2007, 5:52:02 AM4/13/07
to

Das ist nicht Naivität, sondern gemeingefährliche bornierte Dummheit.

Aber andererseits ist es doch auch nicht schlecht, wenn die Deppen mit
Reichskriegsflaggen usw. die Stellen anzeigen, an denen man seine faulen
Eier entsorgen kann ...

Tom Berger

--
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Thomas Hochstein

unread,
Apr 13, 2007, 1:39:31 PM4/13/07
to
Dirk Moebius schrieb:

>> Das Hissen der Letzteren würde ich, auch wenn wohl nicht strafbar, dennoch
>> als gegen die Deutsche Republik gerichtete, also antidemokratische,
>> Kundgebung ansehen und auf polizeirechtlicher Grundlage unterbinden.
>

> Auf welcher Grundlage genau?

Gemeint sein dürfte die polizeirechtliche Generalklausel.

Stefan Mahler

unread,
Apr 13, 2007, 4:25:10 PM4/13/07
to
Am Fri, 13 Apr 2007 11:32:57 +0200 schrieb Wolfgang Fieg:

> Nein, aber an der spezifischen Ausprägung der preußischen und am
> anti-monarchistischen ordre public des republikanischen Deustchland seit
> 1918/19.

Das ist ungerecht. Preußen war weit mehr als nur der Militarismus. Die
Glaubensfreiheit beispielsweise war in Preußen bereits nahezu vollständig
gesichert, als in Frankreich und im heutigen Österreich noch Protestanten
vertrieben wurden. Preußen war immerhin einige Jahre Republik, und diese
Republik konnte an rechtsstaatliche Traditionen des alten Königreichs
anknüpfen, die älter waren als die rechtsstaatlichen Traditionen vieler
anderer europäischer Staaten.

Ich halte es für falsch, den Rechten das preußische Erbe preiszugeben.
Einige Teile des preußischen Erbes sind nämlich völlig unvereinbar mit
rechtem Gedankengut.

> Ich gebe aber zu, daß ich da sehr streng denke; ich sehe z.B.
> auch im öffentlichen Führen der Kriegsflagge der Südstaaten eine
> rassistische Kundgebung,

Ich halte es für nicht zielführend, vorschnell mit der Rassismus-Keule
zuzuschlagen. Mir konnte beispielsweise noch niemand plausibel erklären,
was an dem Wort "Negerkuß" rassistisch sein soll: Für mich ist das ein
mit Schokolade überzogener, auf einer Waffel liegender gesüßter Haufen
Eiweißschaum.

Gerrit Brodmann

unread,
Apr 14, 2007, 6:47:18 AM4/14/07
to
Stefan Mahler <logisch...@vollbio.de> wrote:

>Das ist ungerecht. Preußen war weit mehr als nur der Militarismus. Die
>Glaubensfreiheit beispielsweise war in Preußen bereits nahezu vollständig
>gesichert, als in Frankreich und im heutigen Österreich noch Protestanten
>vertrieben wurden.

Die Preussen haben das nur akzeptiert, weil sie scharf auf die zu
großen Teilen gut ausgebildeten Flüchtlinge waren.


--
Fotografie und Foto - Kunst aus Braunschweig
photography - art - sketches: http://gerrit.brodmann.com
LARP, Mittelalter und Fantasy: http://derLARPfotograf.de
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info

Konni Scheller

unread,
Apr 14, 2007, 7:53:32 AM4/14/07
to
Gerrit Brodmann <gerrit....@gmx.de> wrote:

> Die Preussen haben das nur akzeptiert, weil sie scharf auf die zu
> großen Teilen gut ausgebildeten Flüchtlinge waren.

Nein, es entsprach einfach der Philosophie ihres Königs. Für uns klingt
das allerdings heute etwas seltsam, dass ein Regierungschef eine
Philosophie hat, zugegeben.

Servus,
Konni
--
Leute, die "das Mail" sagen, zitieren auch für gewöhnlich die
gesamte Mail nach ihrer Antwort.

Gerrit Brodmann

unread,
Apr 14, 2007, 10:24:56 AM4/14/07
to
ksch...@ochs.franken.de (Konni Scheller) wrote:

>Gerrit Brodmann <gerrit....@gmx.de> wrote:
>
>> Die Preussen haben das nur akzeptiert, weil sie scharf auf die zu
>> großen Teilen gut ausgebildeten Flüchtlinge waren.
>
>Nein, es entsprach einfach der Philosophie ihres Königs. Für uns klingt
>das allerdings heute etwas seltsam, dass ein Regierungschef eine
>Philosophie hat, zugegeben.

Wenn dich "die Preussen" schreibe, meine ich den Herrscher. 8-)

Der war nämlich scharf auf die gut ausgebildeten Flüchtlinge, um sein
Land wirtschaftlich vorwärts zu bringen.

Wärend in anderen Ländern die Herrschenden dem Papst hörig waren, sah
der Preussenkönig das Ganze lockerer und den Nutzen für sein Land (und
seine Staatskasse).

Tom Berger

unread,
Apr 14, 2007, 11:10:36 AM4/14/07
to
Am Sat, 14 Apr 2007 14:24:56 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

> Wenn dich "die Preussen" schreibe, meine ich den Herrscher. 8-)

Ja, aber gerade der darf als einer der wenigen "aufgeklärten" Herrscher
gelten.

> Der war nämlich scharf auf die gut ausgebildeten Flüchtlinge, um sein
> Land wirtschaftlich vorwärts zu bringen.
>
> Wärend in anderen Ländern die Herrschenden dem Papst hörig waren, sah
> der Preussenkönig das Ganze lockerer und den Nutzen für sein Land (und
> seine Staatskasse).

Sicher, und auch ohne einen aufgeklärten Feudalherrn beschönigen zu wollen:
Friedrich war auch an der Philosophie der Aufklärung interessiert. Insofern
tust Du ihm Unrecht, wenn Du ihm in der Frage der Religionsfreiheit alleine
wirtschaftliche Motive unterstellst ...

Gerrit Brodmann

unread,
Apr 14, 2007, 12:16:38 PM4/14/07
to
Tom Berger <use...@archtools.de> wrote:

>Am Sat, 14 Apr 2007 14:24:56 GMT schrieb Gerrit Brodmann:
>
>> Wenn dich "die Preussen" schreibe, meine ich den Herrscher. 8-)
>
>Ja, aber gerade der darf als einer der wenigen "aufgeklärten" Herrscher
>gelten.
>
>> Der war nämlich scharf auf die gut ausgebildeten Flüchtlinge, um sein
>> Land wirtschaftlich vorwärts zu bringen.
>>
>> Wärend in anderen Ländern die Herrschenden dem Papst hörig waren, sah
>> der Preussenkönig das Ganze lockerer und den Nutzen für sein Land (und
>> seine Staatskasse).
>
>Sicher, und auch ohne einen aufgeklärten Feudalherrn beschönigen zu wollen:
>Friedrich war auch an der Philosophie der Aufklärung interessiert. Insofern
>tust Du ihm Unrecht, wenn Du ihm in der Frage der Religionsfreiheit alleine
>wirtschaftliche Motive unterstellst ...

Etwa so, wie man den Ammis nicht nur wirtschafltiche Interessen
unsterstellen darf, wenn sie in Nahen Osten.... 8-)

Tom Berger

unread,
Apr 14, 2007, 12:43:21 PM4/14/07
to
Am Sat, 14 Apr 2007 16:16:38 GMT schrieb Gerrit Brodmann:

>>Sicher, und auch ohne einen aufgeklärten Feudalherrn beschönigen zu wollen:
>>Friedrich war auch an der Philosophie der Aufklärung interessiert. Insofern
>>tust Du ihm Unrecht, wenn Du ihm in der Frage der Religionsfreiheit alleine
>>wirtschaftliche Motive unterstellst ...
>
> Etwa so, wie man den Ammis nicht nur wirtschafltiche Interessen
> unsterstellen darf, wenn sie in Nahen Osten.... 8-)

Nöö, da musst Du was falsch verstanden haben.

Jetzt mal ernst: Friedrich II. hat beispielsweise auch eine recht
umfangreiche Korrespondenz mit Voltaire gepflegt, und nicht zuletzt hat er
den "Anti-Machiavell" verfasst. Um ihm gerecht zu werden, solltest Du Dein
Wissen über ihn vielleicht doch ein wenig aufpolieren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preu%C3%9Fen)

Dein Vergleich träfe also ungefähr zu, wenn George Bush II. plötzlich die
Werke von Marx und Engels durcharbeiten würde, eine intensive Korrespondenz
darüber mit Nelson Mandela führte, in den USA die Todesstrafe abschaffte,
die allgemeine gesetzliche Krankenversicherung einführte und einen durch
Zwangsgebühren finanzierten, staatsfernen öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Message has been deleted

Florian Weimer

unread,
Apr 15, 2007, 6:11:35 AM4/15/07
to
* Tom Berger:

> Jetzt mal ernst: Friedrich II. hat beispielsweise auch eine recht
> umfangreiche Korrespondenz mit Voltaire gepflegt, und nicht zuletzt hat er
> den "Anti-Machiavell" verfasst. Um ihm gerecht zu werden, solltest Du Dein
> Wissen über ihn vielleicht doch ein wenig aufpolieren:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preu%C3%9Fen)

Gehandelt hat er danach aber nicht, sobald er die Möglichkeit dazu
hatte. Der Angriffskrieg gegen Schlesien (unter der Ausnutzung der
Schwäche Maria Theresias) orientiert sich doch sehr an den von ihm
einst kritisierten Grundsätzen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 16, 2007, 8:53:36 AM4/16/07
to
Am 12 Apr 2007 15:10:04 -0700 schrieb Wolfgang Grunewald:

> ist das öffentliche Hissen der Preußen-Fahne (z.B. für
> jedermann sichtbar auf dem Balkon) erlaubt?

In Bayern steht vermutlich noch die Todesstrafe drauf ;-)

SCNR,

Frank

Rupert Haselbeck

unread,
Apr 16, 2007, 4:16:36 PM4/16/07
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

Ach was. Über die Preußen und deren Symbole hat man in Bayern doch schon
immer gelacht

MfG
Rupert

Martin Bienwald

unread,
Apr 17, 2007, 10:18:15 AM4/17/07
to
Stefan Mahler schrieb:

Mir auch nicht, und ich kann mich auch noch daran erinnern, daß in meiner
Kindheit das Wort "Neger" ohne rassistischen Unterton benutzt wurde.

Allerdings weiß ich jetzt nicht, was ein Negerkuß mit der Kriegsflagge
der Südstaaten zu tun hat. Die hat nun mal eindeutig mit Rassismus zu
tun, historisch gesehen.

> Für mich ist das ein
> mit Schokolade überzogener, auf einer Waffel liegender gesüßter Haufen
> Eiweißschaum.

Ich mag die Dinger nicht, aber das hat nicht mit ihrem Namen zu tun ...

... Martin

Harald Hengel

unread,
Apr 18, 2007, 6:17:20 PM4/18/07
to
Martin Bienwald schrieb:

>> Ich halte es für nicht zielführend, vorschnell mit der
>> Rassismus-Keule zuzuschlagen. Mir konnte beispielsweise noch niemand
>> plausibel erklären, was an dem Wort "Negerkuß" rassistisch sein soll
>
> Mir auch nicht, und ich kann mich auch noch daran erinnern, daß in
> meiner Kindheit das Wort "Neger" ohne rassistischen Unterton benutzt
> wurde.

Es geht mir ebenso.
Ich wüsste auch bis heute nicht, dass hier in D der Begriff Neger jemals
einen tatsächlich rassisitischen Unterton hatte.
Allerdings gab es plötzlich Leute die das ohne jeden Grund behaupteten, als
Argument wurde dann gebracht, dass es angeblich die deutsche Variante von
Nigger wäre, weil es eine Ähnlichkeit hat.
Krank waren wohl die Hirne, die Rassisimus in den Begriff
hineininterpretiert haben, obwohl es dazu nicht geringsten Anlass gab.

Harald


Martin Bienwald

unread,
Apr 23, 2007, 9:27:14 AM4/23/07
to
Harald Hengel schrieb:
> Martin Bienwald schrieb:

>>> Ich halte es für nicht zielführend, vorschnell mit der
>>> Rassismus-Keule zuzuschlagen. Mir konnte beispielsweise noch niemand
>>> plausibel erklären, was an dem Wort "Negerkuß" rassistisch sein soll
>>
>> Mir auch nicht, und ich kann mich auch noch daran erinnern, daß in
>> meiner Kindheit das Wort "Neger" ohne rassistischen Unterton benutzt
>> wurde.
>
> Es geht mir ebenso.
> Ich wüsste auch bis heute nicht, dass hier in D der Begriff Neger jemals
> einen tatsächlich rassisitischen Unterton hatte.

Es gab wohl durchaus Leute, die ihn mit rassistischem Unterton benutzt
haben. Genauso wie es auch Leute gibt, die "Türken" mit fremdenfeind-
lichem Unterton sagen. Das wäre allerdings noch kein Grund, den Begriff
nicht mehr zu benutzen.

... Martin

Lothar Frings

unread,
Apr 23, 2007, 10:02:35 AM4/23/07
to
Martin Bienwald tat kund:

Wie man "Negerkuß" rassistisch benutzen könnte, kann ich
mir nicht mal vorstellen. Beim Türken fallen mir gerade noch
"etwas türken" und "einen Türken bauen" ein, beide Wendungen
mit demselben, vollkommen unrassistischen Ursprung.
Aber zum Wesen der Political Correctness gehört es leider,
daß völlig Unbeteiligte einer Gruppierung etwas Gutes
tun wollen, die sie überhaupt nicht kennen.

Harald Hengel

unread,
Apr 23, 2007, 12:41:58 PM4/23/07
to
Martin Bienwald schrieb:

>> Es geht mir ebenso.
>> Ich wüsste auch bis heute nicht, dass hier in D der Begriff Neger
>> jemals einen tatsächlich rassisitischen Unterton hatte.
>
> Es gab wohl durchaus Leute, die ihn mit rassistischem Unterton benutzt
> haben.

Ich habe niemanden erlebt.
Allerdings erlebe ich Leute, die das unbewiesen in den Raum stellen.

> Genauso wie es auch Leute gibt, die "Türken" mit fremdenfeind-
> lichem Unterton sagen. Das wäre allerdings noch kein Grund, den
> Begriff nicht mehr zu benutzen.

Das gilt generell für jeden Begriff, was den Begriff Neger betrifft, kam
plötzlich die Behauptung auf, der Begriff würde negativ verwendet, was er
nach meiner Erfahrung und der Erfahrung vieler anderer nie wurde.

Harald


Mark Obrembalski

unread,
Apr 23, 2007, 6:57:47 PM4/23/07
to
Lothar Frings wrote:

>> > Ich wüsste auch bis heute nicht, dass hier in D der Begriff Neger
>> > jemals einen tatsächlich rassisitischen Unterton hatte.
>>
>> Es gab wohl durchaus Leute, die ihn mit rassistischem Unterton
>> benutzt haben.
>

> Wie man "Negerkuß" rassistisch benutzen könnte, kann ich
> mir nicht mal vorstellen.

In diesem Teil des Threads geht es ja nun nicht um das Wort "Negerkuss",
sondern um das Wort "Neger". Leute, die diesen Begriff in deutlich
abfälliger Weise benutzt haben, sind mir jedenfalls schon
untergekommen. Leute, die es neutral gebraucht haben, freilich auch.
Persönlich sehe ich einfach keinen Grund, Leute mit sehr dunkler, eben
annähernd schwarzer Hautfarbe als "Neger" zu bezeichnen, wenn es
mit "Schwarzer" auch ein schönes Wort gibt, das den optischen Eindruck
unmittelbar treffend wiedergibt. Bei den Amis wundere ich mich
allerdings immer wieder, wen die so alles als "black" titulieren,
obwohl man schon zweimal hinschauen muss, um auf einem Foto überhaupt
eine dunklere Hautfarbe als bei John Doe zu erkennen.

Gruß,
Mark

--
Deutsche Gesetze im WWW
http://www.rechtliches.de

Harald Hengel

unread,
Apr 23, 2007, 9:15:34 PM4/23/07
to
Mark Obrembalski schrieb:

> In diesem Teil des Threads geht es ja nun nicht um das Wort
> "Negerkuss", sondern um das Wort "Neger". Leute, die diesen Begriff
> in deutlich abfälliger Weise benutzt haben, sind mir jedenfalls schon
> untergekommen.

Da sind mir Leute untergekommen, die Jude oder Türke in abfälliger Weise
gebraucht haben, ja sogar den Degriff Deutscher habe ich in abfälliger Wiese
erfahren, Schwein ist ein Schimpfwort, Rindviech auch, trotzdem werde ich
nicht dum angesehen wenn ich Rind- oder Schweinfleisch bestelle oder
jemanden als deutschen oder anders bezeichne.

> Leute, die es neutral gebraucht haben, freilich auch.

Das war die Regel.

> Persönlich sehe ich einfach keinen Grund, Leute mit sehr dunkler, eben
> annähernd schwarzer Hautfarbe als "Neger" zu bezeichnen, wenn es
> mit "Schwarzer" auch ein schönes Wort gibt, das den optischen Eindruck
> unmittelbar treffend wiedergibt.

Neger ist nur die latainische Variante.
Ich finde eher einen anderen als den gebräuchlichen Ausdruck als
Schimpfwort, also den Ausdruck Schwarzer.
Zumindest war im größtenteil meines Lebens die latainische Variante von
schwarz gebräuchlich, ohne jeden Unterton des Rassismus.
Der wurde erst später hineininterpretiert, ohne dass er je wirklich Bestand
hatte.

Harald


Gerrit Brodmann

unread,
Apr 24, 2007, 10:44:36 AM4/24/07
to
Mark Obrembalski <mar...@web.de> wrote:

[SNIP]

Komisch, daß Ihr Euch hier aufregt, daß das Wort "Neger" benutzt wird,
wenn aber der Kleine Fascho und Rassist Ralf Kusmierz von "Bimbos"
oder "Nigger" benutzt, ist Schweigen im Walde.

Habt Ihr den Braunen Ralf schon alle im Killfile oder ist hier wieder
nur Quotenbetroffenheit angesagt?

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