Am 17.10.2011 20:52, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Wolfgang May schrieb:
> Die Frage ist, wie bescheißen die Ölscheichs. Und die Antwort ist:
> Gerne.
>
> Die Methoden sind in "Fachkreisen" auch durchaus bekannt.
>
> Um mal drei zu nennen:
>
> Der Begriff "temperaturkompensierte Messung" ist schon gefallen. Die
> setzt das Vorhandensein eines elektronischen Thermometers und dessen
> Funktionsfähigkeit voraus. Letztere ist aber oft (und keineswegs
> zufällig) nicht gegeben. Da geht nämlich gerne mal eine Leitung ab
> bzw. ist kurzgeschlossen, und schon erzeugt die
> "Temperaturkompensation" völlig utopische Korrekturfaktoren.
Dazu muss man laut Eichamt die Verplombung am Gerät aufbrechen!
>
> Auch immer gerne genommen: Der Ölfrachter fährt im Sommer
> unnötigerweise mit eingeschalteter Tankheizung vor - Ergebnis: das
> nicht kompensierte Volumenmeßgerät zählt warm für kalt und damit mehr
> Öl, als geliefert wird.
Siehe oben, funzt nicht wenn Gerät nur manipuliert werden kann wenn die
Verplombung gebrochen wird!
>
> Aber am häufigsten ist, dem Kunden einfach Luft anstatt Öl zu
> verkaufen. In die lange Leitung vom Lastwagen zum Einfüllstutzen am
> Haus paßt nämlich ganz nett Volumen hinein - wenn die komplette
> Luftmenge darin durch die Uhr läuft, bevor das kostbare Schwarze
> kommt, rentiert sich das sehr.
Du weisst schon das die Uhr vor dem Schlauch sitzt?!^^
> (Der gewiefte Kunde kontrolliert das alles (Schauglas für blasenfreies
> Zapfen, Handauflegen am Tank für Temperaturkontrolle) und tritt dem
> Fahrer, der solche Tricks versucht, mit Anlauf in den Allerwertesten.
> Aber es steht schließlich jeden Morgen ein Dummer auf.)
>
> Die bloße zivilrechtliche Reklamation bringt nichts. Man muß Anzeige
> erstatten, und dann wird die Kripo dem A... eine Falle stellen -
> solche machen das nämlich routinemäßig immer wieder, altbekanntes
> Spielchen. (Der Fachmann von der Kripo wird sich übrigens die eigenen
> "Laienmessungen" ganz genau demonstrieren und erklären lassen und um
> Zweifelsfall einem entsprechenden "Experten" auch mal die Ohren
> langziehen bzw. Meßtechnik erklären.)
>
> Wir machen das übrigens etwas anders: Als die Öltanks (Plastik)
> funkelnagelneu erstmalig installiert waren, wurden sie von einem
> zuverlässigen Lieferanten erstbefüllt und kriegten dabei mit dem
> dicken Filzstift Füllstandsmarkierungen verpaßt - das ist erstens
> nützlich, um im Betrieb die restliche Füllmenge ablesen zu können, und
> zweitens zeigt man den späteren Lieferanten diese Markierungen und
> erklärt: "Da ist *soviel* drin, und es soll bis *dahin* gefülltr
> werden, dahen also genau ... rein." Dann probieren die die Tricks erst
> gar nicht.
Du bist ein Held! theo