Am Wed, 07 Nov 2012 12:39:27 +0100 schrieb Ludger Averborg:
> On Wed, 7 Nov 2012 08:29:28 +0000 (UTC), Wolfgang May
>>IMHO waere es im Sinne der Kostendaempfung wirklich sinnvoll, sowohl bei
>>im Bereich der gesetzlich Versicherten als auch der Privatversicherten
>>(die nach den massiven Kostendaempfungsmassnahmen im GKV-Bereich noch
>>staerker als Melkkuehe gesehen werden) kritischer zu pruefen.
>
> Im Bereich der GKV wird doch gar nicht mehr pro Leistung abgerechnet.
Beim Arzt schon. Was der eine mehr bekommt, bekommt der andere weniger.
> Da werden Pauschalbeträge ausgekungelt zwischen Kassenärztlicher
> Vereinigung und KK.
Das stimmt dann wieder.
> Und das ist letztlich auch gut so, denn den Verwaltungsaufwand, die
> ärztlichen Leistungen von ca. 80 Mio versicherten nachzuhalten, wäre
> wohl sehr hoch.
Es geht dabei nicht um Verwaltungsaufwand (der sowieso zu hoch ist), denn
dessen Höhe hängt ja nicht primär davon ab, ob er bei Krankenkasse oder
Kassenärztlicher Vereinigung entsteht. Nein, es geht um Verstetigung der
Zahlungen für beide Seiten und ein wenig um das gute, antiken Prinzip,
den Arzt für Gesundheit und nicht Krankheit zu bezahlen.
Aber natürlich ist das alles längst pervertiert, wie in jeder
Organisation, die viele Jahrzehnte existiert und zunehmend am Wohlergehen
ihre Funktionäre interessiert ist. Ich halte es auch für überholt, die
Krankenkasse, deren Aufgabe ein Ausgleich zwischen gesund und krank ist,
zusätzlich noch mit dem Ausgleich von arm und reich zu überfrachten, denn
letzteres ist im Steuersystem einfacher und gerechter zu machen.
Das Fazit lautet, die GKV entweder ersatzlos abzuschaffen oder nach dem
Vorbild der PKV zu reformieren. Lediglich der alters- und
gesundheitsunabhängige Beitrag der GKV erscheint mir erhaltenswert.
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Gruß Werner