das neue Jahr hat angefangen, und es wird ein komplettes Jahr Akten
vernichtet.
Das sind schon so einige. Da wir in der Firma normalerweise kaum
Papiermüll haben, haben wir nur einen einzigen grünen Papiercontainer.
Dieser wäre jeden Tag einmal voll.
Die Akten werden zu Konfetti gemacht (also nicht Streifen, sondern
ganz kleine Punkte) und in gelbe Säcke gefüllt.
So habe ich alle 2-3 Tage die Aufgabe zwischen 25 und 35 gelbe Säcke
zu entsorgen.
Diese werden dann in den Vito geschmissen und ab nach Kassel gefahren.
Da suche ich mir in den Wohnvierteln, welche sehr stark von türkischen
Mitbürgern frequentiert sind, diese grünen Müllcontainer für
Papiermüll und entsorge diese gelben Säcke dadrin.
35 Säcke füllen einen komplett leeren Container so aus, dass sich die
Klappe nur noch mit Drücken schließen lässt. Ich hatte die letzten
Tage das Glück frisch geleerte Container zu finden.
Jetzt ungeachtet von dem, dass ich die Säcke alle aufmachen muss:
Ist dies nach dem Gesetz in Ordnung?
Ich wohne 25 km von Kassel entfernt, gehöre jedoch zum Landkreis
Kassel (oder Altkreis?). Diese Müllcontainer stehen auf öffentlichen
Gelände - es ist kein Hinweisschild angebracht.
Daher sehe ich es doch richtig, dass auch ich diese nutzen darf?
Warum suchst du dir explizit Siedlungen aus, die von türkischen
Mitmenschen bewohnt werden? Hast du Vorurteile gegenüber den sonstigen
Nationalitäten?
Gruß Ingo
>Warum suchst du dir explizit Siedlungen aus, die von türkischen
>Mitmenschen bewohnt werden? Hast du Vorurteile gegenüber den sonstigen
>Nationalitäten?
Um gottes Willen!
Ich suche die nicht explizit auf.
Bein noch mal durchlesen dachte ich auch erst, dass man das so
verstehen könnte. Beim noch mal lesen habe ich mir jedoch gedacht,
dass dies nur ein einfacher Einwand ist.
Es ist mir eben aufgefallen, weil ich sonst nie in solchen
Wohngegenden zu tun habe, dass dort sehr sehr viele türkische
Mitbürger wohnen - man möge als Laie fast behaupten: Ausschließlich.
[Gewerbemüll in öffentliche Container]
>
>Ich wohne 25 km von Kassel entfernt, gehöre jedoch zum Landkreis
>Kassel (oder Altkreis?). Diese Müllcontainer stehen auf öffentlichen
>Gelände - es ist kein Hinweisschild angebracht.
>
>Daher sehe ich es doch richtig, dass auch ich diese nutzen darf?
Ich fürchte, das siehst du falsch.
Genaueres sagt man dir sicher gerne hier:
http://www.stadtreiniger.de/kontakt/kontakt.asp
Gruß
Thomas
a) Es sind keine öffentliche Papierkörbe- Du darfst ja cuh nicht
in Bushaltestellenmülleimern deinen Hausmüllreinschmeißen
b) Kasseland <> KasselStadt
c) Gewerbemüll gehört sowie gesondert entsorgt. Falls Du ne reale person
sein solltest und die Firma tatsächlich existieren würde, wäre mal ne
Anzeige wegen illegaler Müllentsorgung sicher mal ganz lustig.
Verstöße gegen das Datenschutzgesetz könnten auch greifen,
da IMHO auch Aktenvernichtung ein Werk für Profis ist-ich bin
mir aber nicht gant sicher- frage mich aber, warum wir für teuer Geld
so einen Aktenvernichter beauftragen und wir das Zeuchnicht selber Häckseln.
mein Chef ist n ziemliches Sparbrötchen- der hätte sicherlich so ne alternative Idee
längst verwirklicht.
> Verstöße gegen das Datenschutzgesetz könnten auch greifen,
> da IMHO auch Aktenvernichtung ein Werk für Profis ist-ich bin
> mir aber nicht gant sicher- frage mich aber, warum wir für teuer Geld
> so einen Aktenvernichter beauftragen und wir das Zeuchnicht selber Häckseln.
Ich wüßte nicht, wo vorgeschrieben ist, daß man "gewerbliche" Papierabfälle
nicht selber hächseln darf. Mal davon abgesehen, daß schätzungsweise 90%
des in einer Firma anfallenden Papiermülls sicherlich keine schützenswerten
Daten erhält (also Werbung, Lieferscheine, Kataloge und sowas).
Das mag in sehr speziellen Branchen (meinetwegen in Labors die
Blutuntersuchungen machen oder bei Banken) vielleicht anders sein, aber bei
ganz "normalen" Firmen wüßte ich nicht, wo da der Datenschutz greift, wenn
man z.B. ein selbst erstelltes Angebot, für das man keinen Zuschlag
bekommen hat, nach einer gewissen Frist selbst ins Altpapier entsorgt.
Okay, manche Chefs könnten Angst haben, daß die Konkurrenz das aus dem
Altpapier fischt, aber das würde ich schon für ziemlich unwhrscheinlich
halten ;-)
Ich denke mal die Datenschutzgesetze greifen eher bei Behörden oder
ähnlichen Institutionen. Wenn die Müller GmbH & Co. KG nach 10 Jahren ihre
alten Kontoauszüge und Rechnungen ungeschreddert ins Altpapier schmeißt
wüßte ich nicht, warum daß gegen den Datunschutz verstößt?!
IIRC greift der Datenschutz nur bei personenbezogenen Daten (also z.B. die
Personalkartei), aber nicht bei so allgemeinen Dingen wie Angeboten,
Rechnungen oder auch Geschäftspapieren.
Grüße,
Frank
> IIRC greift der Datenschutz nur bei personenbezogenen Daten (also z.B. die
> Personalkartei), aber nicht bei so allgemeinen Dingen wie Angeboten,
> Rechnungen oder auch Geschäftspapieren
Das SIND personenbezogene Daten.
--
http://blog.tessarakt.de/archiv/2005/01/06/schwarz-buch-lidl/
http://blog.tessarakt.de/archiv/2005/01/08/mondpreise-bei-amazonde/
http://blog.tessarakt.de/archiv/2005/01/08/bildblog/
>Am Fri, 14 Jan 2005 15:44:48 +0100 schrieb Gregor Schmitt:
>
[Papiermüll]
>
>Ich denke mal die Datenschutzgesetze greifen eher bei Behörden oder
>ähnlichen Institutionen. Wenn die Müller GmbH & Co. KG nach 10 Jahren ihre
>alten Kontoauszüge und Rechnungen ungeschreddert ins Altpapier schmeißt
>wüßte ich nicht, warum daß gegen den Datunschutz verstößt?!
Naja, wenn auf den Kontoauszügen z.B. steht, dass Max Mustermann
monatlich 4.000 Lewonzen als Gehalt überwiesen wurden oder Fritz
Führungskraft der Abschied mit einem goldenen Handschlag in
sechsstelliger Höhe versüsst wurde, dann wird es schon eng.
>
>IIRC greift der Datenschutz nur bei personenbezogenen Daten (also z.B. die
>Personalkartei), aber nicht bei so allgemeinen Dingen wie Angeboten,
>Rechnungen oder auch Geschäftspapieren.
Ich stelle mir gerade den Container vor, in dem Beate Uhse die alten
Rechnungskopien entsorgt. *grins
Gruß
Thomas
>Verstöße gegen das Datenschutzgesetz könnten auch greifen,
>da IMHO auch Aktenvernichtung ein Werk für Profis ist-ich bin
Seit wann das denn?
>mir aber nicht gant sicher- frage mich aber, warum wir für teuer Geld
>so einen Aktenvernichter beauftragen und wir das Zeuchnicht selber Häckseln.
> mein Chef ist n ziemliches Sparbrötchen- der hätte sicherlich so ne alternative Idee
Weil es vermutlich auf die anfallende Menge ankommt.
Wenn es viel ist, koennten die entstehenden Kosten (Maschine /
Personal) hausintern hoeher sein als eine externe Loesung. Vor allem
wenn mal wieder der Papierkram der aus der Aufbewahrungspflicht
herausgefallen ist vernichtet werden muss.
Immerhin schmeisst der Profi gleich den ganzen Aktenordner in die
Maschine und solche Geraete kosten viel Geld.
Atschuess
Andreas
> Jetzt ungeachtet von dem, dass ich die Säcke alle aufmachen muss:
> Ist dies nach dem Gesetz in Ordnung?
...
> Ich wohne 25 km von Kassel entfernt, gehöre jedoch zum Landkreis
> Kassel (oder Altkreis?). Diese Müllcontainer stehen auf öffentlichen
> Gelände - es ist kein Hinweisschild angebracht.
...
> Daher sehe ich es doch richtig, dass auch ich diese nutzen darf?
Hallo,
vorab : das ist Ortsrecht. Also von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Aber es
wird eine Ortssatzung sein. Und die braucht keine Schilder.
Für Übliche Abfallsatzungen fällt mir dazu folgendes ein :
- In "Gelbe Säcke" gehört der Müll des DSD (Duales System Deutschland) ,
also was mit "grünem Punkt". Da die Säcke üblicherweise dem DSD (oder dem
verpflichteten Entsorger) gehören, könnte das eine Ordnungswidrigkeit sein.
- Je nach Satzung dienen die Altpapiercontainern den Bürgern der Gemeinde.
Du bist keiner, sondern ein Mülltourist. Wieder (möglicherweise) eine
Ordnungswidrigkeit.
- Euer Geschnipsel ist gewerblicher Abfall. Für den gelten üblicherweise
besondere Entsorgunsvorschriften ... zB wegen der anfallenden Mengen....
Z.B. wird er ganz gern von genau den Containern ausgenommen, die Du benutzt.
Wieder eine Owi.
- Die Sauerei, die Du ggf. anrichtest, wenn was von euerm Großmüll daneben
geht, ist wieder eine Owi...(der Gelbe Sack im Container auch...)
- Ist er wirklich genügend klein geschnipselt, um keine geschäftsrelevanten
oder persönliche Inhalte Dritter preiszugeben? Falls es besondere
Entsorgungsvorschriften gibt, die die zertifizierte Vernichtung vorschreiben
und das schief geht, nähert Ihr Euch dem §203 StGB, dem §333 HGB bzw. einer
Unterlassungs- und Schadenersatzklage.
Wenigstens weiss ich jetzt, dass der Müll rund um diese Container selbst in
sozialen Brennpunkten tatsächlich von Inländern stammt, warum die Dinger
ständig voll sind und warum es dem deutschem Mittelstand schlecht geht : er
ist zu doof, Altpapier direkt zum Entsorger zu bringen (hier - zentrales
Ruhrgebiet - wird er kostenfrei abgeholt...)
Chris
>Diese werden dann in den Vito geschmissen und ab nach Kassel gefahren.
>Da suche ich mir in den Wohnvierteln, welche sehr stark von türkischen
>Mitbürgern frequentiert sind, diese grünen Müllcontainer für
>Papiermüll und entsorge diese gelben Säcke dadrin.
Wenn du schon kilometerweit fährst, kannst du doch auch gleich eine
Müllkippe oder Sammelstelle anfahren. Da wird man den Kram komplett
ohne irgendwelche Probleme auf einen Schlag los....Privtawagen ist
aber empfehlenswert - Firmenwagen mit Privatmüll kostete mich immer
Überzeugungsarbeit.
Aber tröste dich, selbst hier im Umkreis von wenigen Kilometern um die
Kippe - ja sogar nur wenige 100m entfernt, findet man solche Müll
zuhauf an den Containerplätzen.
Andreas
> Jetzt ungeachtet von dem, dass ich die Säcke alle aufmachen muss:
> Ist dies nach dem Gesetz in Ordnung?
Das Posting wurde in die vorgesehene Gruppe weitergeleitet.
Ozan
[Unauffälliges Getrolle]
Egon Mang ist ein aus dsrs entlaufener Troll, der mit abstrusen Themen, in
die er zumeist ein paar provokante Aufhänger einfließen läßt (in dsrs
zumeist Geschwindigkeitsübertretungen, hier das Türkenviertel), versucht zu
provozieren, oder wenigstens die Zeit der Antwortenden zu verschwenden.
fup passend gesetzt
> Diese Müllcontainer stehen auf
> öffentlichen Gelände - es ist kein Hinweisschild angebracht.
>
> Daher sehe ich es doch richtig, dass auch ich diese nutzen darf?
Da steht ein Auto vor meiner Tür auf öffentlichem Grund, kein Hinweisschild
angebracht, ich sehe doch richtig, dass ich e nutzen darf.
Ach, dein Auto? Da hättest du ein Schild anbringen müssen.
Und ich vermute, dass die Container nicht auf öffentlichem Grund stehen.
Harald
Wenn man alle 2-3 Tagen mit 35 Säcken
vorbeikommt, dürfte das kaum helfen ,)
ciao
Olaf
> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> writes:
>
>> IIRC greift der Datenschutz nur bei personenbezogenen Daten (also z.B. die
>> Personalkartei), aber nicht bei so allgemeinen Dingen wie Angeboten,
>> Rechnungen oder auch Geschäftspapieren
>
> Das SIND personenbezogene Daten.
Wenn in einer Rechnung steht, daß ich vor 10 Jahren bei "Büro-Großhandel
Meier" einen 10er Pack Aktenordner gekauft habe, was ist daran bitte
personenbezogen? Das interessiert doch höchstens das Finanzamt (und nach 10
Jahren auch nicht mehr).
Ähnlich würde ich es sehen bei eingehenden Leistungsverzeichnissen, für
Projekte, deren Zuschlag ich nicht erhalten habe - auch das ist kaum
personenbezogen.
Ebenso interne Kalkulationen (gesetzt den Fall da sind jetzt keine
Mitarbeiter drin aufgeführt) - auch das dürfte nicht unter den Datenschutz
fallen.
Okay, Rechnungen an Kunden sind schon irgendwie personenbezogen, die müßten
dann wohl vernichtet werden. Wie sieht es eigentlich aus, wenn der Kunde
keine natürliche Person ist, sondern selbst ein Unternehmen? Greift da
auch der Datenschutz?
Grüße,
Frank
> Naja, wenn auf den Kontoauszügen z.B. steht, dass Max Mustermann
> monatlich 4.000 Lewonzen als Gehalt überwiesen wurden oder Fritz
> Führungskraft der Abschied mit einem goldenen Handschlag in
> sechsstelliger Höhe versüsst wurde, dann wird es schon eng.
ACK, sowas gehört natürlich vernichtet.
>>IIRC greift der Datenschutz nur bei personenbezogenen Daten (also z.B. die
>>Personalkartei), aber nicht bei so allgemeinen Dingen wie Angeboten,
>>Rechnungen oder auch Geschäftspapieren.
>
> Ich stelle mir gerade den Container vor, in dem Beate Uhse die alten
> Rechnungskopien entsorgt. *grins
*LOL*
Grüße,
Frank
>> Das SIND personenbezogene Daten.
>
> Wenn in einer Rechnung steht, daß ich vor 10 Jahren bei
> "Büro-Großhandel Meier" einen 10er Pack Aktenordner gekauft habe,
> was ist daran bitte personenbezogen?
Da ist drin enthalten, dßa du vor zehn Jahren was bestimmtes gekauft
hast.
> Das interessiert doch höchstens das Finanzamt (und nach 10 Jahren
> auch nicht mehr).
Das ("interessiert doch eh keinen") ist Gott sei Dank kein Kriterium.
--
( ROT-13 if you want to email me directly: uv...@ervzjrexre.qr )
"Sie tragen Trauer? Der Untergang der DDR?" - "Nein, Leni Riefenstahl.
Der Führer hat sie zu sich genommen." -- Abschiedsshow Scheibenwischer,
02.10.2003