Innenstadt gesperrt für Stadtfest, es wird Eintritt verlangt. Ist das
rechtlich wirklich einwandfrei? Was ist, wenn ich einen Anwohner besuchen
will?
Andere Sache: Stadtfest, in der Innenstadt, veranstaltet von einem
Zusammenschluss der Einzelhändler und Gewerbetreibenden der Stadt. Nicht
abgesperrt. Auf Flugblättern wird das Mitbringen von eigenen Getränken
verboten und es werden Taschenkontrollen angekündigt.
Wie ist das alles rechtlich zu bewerten? Erinnert mich irgendwie an 3. Reich
oder DDR.
Bye
Sven
>Wie ist das alles rechtlich zu bewerten? Erinnert mich irgendwie an 3. Reich
>oder DDR.
Wow! Instant Lose. Hatten wir lange nicht mehr. Gratulation an den
Gewinner.
--
mit freundlichen Grüßen BUllSHit
Holgi, +49-531-3497854
"Sven Bötcher" <svenn...@yahoo.de> schrieb:
>
> Innenstadt gesperrt für Stadtfest, es wird Eintritt verlangt. Ist das
> rechtlich wirklich einwandfrei? Was ist, wenn ich einen Anwohner besuchen
> will?
Ich habe keine Ahnung von der Gesetzeslage. Also nur meine
Amateurmeinung.
Die Geschichte halte ich fuer wenig problematisch. Natuerlich ist
das im Zweifelsfall eine Erschwernis. Auf der anderen Seite waere
es fuer die Organisatoren der zweifellos erwuenchten Stadtfeste
eine Zumutung, jeden Einzelfall dahingehend zu pruefen, ob denn
ein Besucher wirklich nur zu einem Verwandten will.
Solche Feste sind lange vorher bekannt, einen eventuellen Besuch
kann man also ohne wesentliche Einschraenkung eine Woche
nach vorn oder hinten verschieben.
Bleiben die unplanbaren Ereignisse. Wieviel moegen das sein?
0,5 pro Stadtfest?
In Analogie muessten ja auch Garagenbetreiber unterscheiden, ob
ein Parkplatznutzer nun einkaufen oder einen Bekannten besuchen
moechte.
Rainer Haessner
Genau: Wer sich mal nur halbwegs mal mit der Geschichte dieser beiden
Systeme beschäftigt hat, sollte wissen, dass auch der gedankliche Vergleich
Bullshit ist.
Peter
> [Sperrung öffentlichen Raumes]
>
> In Analogie muessten ja auch Garagenbetreiber unterscheiden, ob
> ein Parkplatznutzer nun einkaufen oder einen Bekannten besuchen
> moechte.
Die Garage ist öffentlicher Raum?
Gruß, Walle
--
[ http://walle.net ]
> Die Geschichte halte ich fuer wenig problematisch. Natuerlich ist
> das im Zweifelsfall eine Erschwernis. Auf der anderen Seite waere
> es fuer die Organisatoren der zweifellos erwuenchten Stadtfeste
> eine Zumutung, jeden Einzelfall dahingehend zu pruefen, ob denn
> ein Besucher wirklich nur zu einem Verwandten will.
Das ist ja wohl das Problem der Betreiber, nicht meines oder das meiner
Besucher. Wer auf so eine stupide Idee kommt, Eintritt für die
Innenstadt zu verlangen, muß sich eben über die daraus entstehenden
Probleme Gedanken machen.
> Solche Feste sind lange vorher bekannt, einen eventuellen Besuch
> kann man also ohne wesentliche Einschraenkung eine Woche
> nach vorn oder hinten verschieben.
Mit Verlaub, aber das ist doch Schwachsinn.
Weder mich, noch meinen Besuch, noch evtl Kunden, die mich geschäftlich
sprechen wollen, interessiert es, wann so ein Stadtfest statt findet.
Ich habe eine Wohnung und muß zu selbiger jederzeit Zugang haben, egal
ob irgendjemand irgendwo irgendein Fest veranstaltet. Sonst stelle ich
mal schnell ein paar Gemälde auf dem Bürgersteig aus, und verlange von
jedem Fußgänger, der vorbei will, Eintritt.
> Bleiben die unplanbaren Ereignisse. Wieviel moegen das sein?
> 0,5 pro Stadtfest?
Kein Argument.
Es kann auch ein geplantes Ereignis sein, daß ich nunmal an diesem Tag
Besuch empfang(n muß).
> In Analogie muessten ja auch Garagenbetreiber unterscheiden, ob
> ein Parkplatznutzer nun einkaufen oder einen Bekannten besuchen
> moechte.
Nö. Parkplätze werden an Anwohner "vermietet". Seit wann werden
Gehsteige der Innenstadt vermietet? Wenn hier die Stadt etwas sperrt,
muß sie dafür Sorge tragen, daß der Zugang zu den Wohnungen auf anderem
Wege möglich ist, und das betrifft bestimmt nicht nur die Anwohner,
sondern auch evtl Gäste derselben.
Ich habe aber (trotz Stadtfesterfahrung) noch nie Probleme gehabt,
selbst wenn für eine Veranstaltung mal Geld verlangt wurde. Entweder
wurden für Anwohner spezielle Karten ausgegeben, die sie zum
unentgeltlichen passieren der Wege bereichtigten, oder es reichte die
Aussage, man sei Anwohner.
Wenn sie mich dennoch nicht reinlassen, würde mich das auch nicht
interessieren. Denn wenn ich nachweislich jemanden Besuchen möchte, darf
mich keiner daran hindern. Wenn die Veranstalter mich anzeigen wollten,
fehlte IMHO eine Begründung. Sonst könnten sie ja auch gleich von allen
Anwohnern für die gesamte Zeit Dauereintritt verlangen, da man die Musik
wohl auch in den eigenen vier Wänden noch hört.
Taschenkontrollen sind AFAIK auch nicht gestattet. Das darf höchstens
die Polizei, und ohne Durchsuchungsbefehl vermutlich auch nur dann, wenn
Du Dich weigerst, Dich zu identifizieren.
Mensch, laßt Euch nicht alles gefallen.
Viele Grüße,
Andreas
> Auf der anderen Seite waere es fuer die Organisatoren der
> zweifellos erwuenchten Stadtfeste eine Zumutung, jeden
> Einzelfall dahingehend zu pruefen,
Wenn Organisatoren Profit machen wollen, sollen sie sich einen
geschlossen Raum aussuchen, aber nicht einen öffentlichen Stadtteil.
Ich denke, die Stadt/Gemeinde, welche für ein Stadtteilfest Eintritt
gehnehmigt, ist nicht ganz dicht.
>Solche Feste sind lange vorher bekannt, einen eventuellen Besuch
>kann man also ohne wesentliche Einschraenkung eine Woche
>nach vorn oder hinten verschieben.
Wer gibt den Organisatoren das Recht, darüber zu befinden, wann ich
jemanden zu besuchen wünsche?
...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben Sie
nicht in der DDR gelebt
...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat die DDR
mit dem 3.Reich und dem Umgang desselbigen der BRD einiges voraus
...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind gerade
solcher Äußerungen und Zusammenhänge nicht nur sachlich falsch und
gesellschaftlich gefährlich, sondern zeugen ganz einfach von Dummheit und
deswegen entschuldige ich Ihre Äußerungen und bedaure zutiefst, das man noch
kein Gegenmittel gegen Ihre Krankheit gefunden hat
René Lang
> Solche Feste sind lange vorher bekannt, einen eventuellen Besuch
> kann man also ohne wesentliche Einschraenkung eine Woche
> nach vorn oder hinten verschieben.
> Bleiben die unplanbaren Ereignisse. Wieviel moegen das sein?
> 0,5 pro Stadtfest?
Mal locker 1000 Teilnehmer und Betreuer einer Süddeutschen
Meisterschaft die Eintritt wegen so einem dämlichen (weil
Eintritt kostenden) Stadtfest zahlen sollten um in die
Innenstadt zu kommen um was zu Essen zu bekommen.
Ist 'ne Unverschämtheit sowas finde ich.
Grüße - Uli -
Geh' doch einfach hin und feier mit, als für diese kurze Zeit dir so große
Sorgen zu machen!
"René Lang" wrote:
> > Wie ist das alles rechtlich zu bewerten? Erinnert mich irgendwie an 3.
> Reich
> > oder DDR.
>
> ...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben Sie
> nicht in der DDR gelebt
> ...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat die DDR
> mit dem 3.Reich und dem Umgang desselbigen der BRD einiges voraus
...hat?....halloooo! - diese drittklassige Persiflage eines Systems hat seit
geraumer Zeit Konkurs angemeldet
> ...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind gerade
> solcher Äußerungen und Zusammenhänge nicht nur sachlich falsch und
> gesellschaftlich gefährlich, sondern zeugen ganz einfach von Dummheit und
> deswegen entschuldige ich Ihre Äußerungen und bedaure zutiefst, das man noch
> kein Gegenmittel gegen Ihre Krankheit gefunden hat
Aber sonst ist noch alles im grünen Bereich?
mein Lieber Herr Gesangsverein - sowas bei klarem Verstand unter sich zu lassen
- Respekt.
Frank
der gesamte Newsbeitrag und auch ihre Antwort darauf spiegelt wunderbar
wieder, was ich im tagtäglichen Umgang mit Nicht-Neufünfländlern erlebe -
die Altbundesländler haben ein Problem, ordentlich Geschichte ab dem Jahr
1949 zu lehren und zu lernen - woran ich das merke? ein Neufünfländler weiß
unter Garantie mehr über die Altbundesländer, als ein Altbundesländler über
Neufünfland und selbst wenn ein Neufünfländler einmal etwas über
Altbundesländer nicht weiß, dann stürzt er sich wenigstens nicht auf
Vorurteile, um wenigstens so den Anschein zu erwecken, er wüsste etwas...
will damit sagen, das ein Vergleich des 3. Reiches und der DDR - auch in
Bezug auf Stadtfeste - ungefähr so passend ist, wie ein Vergleich zwischen
Lada und Rolls Royce, aber vielleicht können Sie oder der Verfasser des
Disskussionsbeitrages uns Ihre Erfahrungen mit -> Stadtfesten <- in der DDR
darlegen
ein weiterer Beweis für Ihr Geschichtsdefizit ist wohl auch die Aussage,
dass das DDR-System Konkurs angemeldet hätte - wenn ich mich recht erinnere,
sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen, weil sie das System
stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus ;-)) und in einer
besseren DDR leben wollten - das erste haben Sie geschafft, beim zweiten
wurden Sie von Landsmännern verraten und äußerst preiswert verkauft - bitte,
bitte nicht wieder die Diskussion, das die Altbundesländer Neufünfland
stützen, denn ein Neufünfländer zahlt selbst genug für den Wiederaufbau -
Beispiele? Der Durchschnittsverdienst in Neufünfland beträgt weniger als 80%
des eines Altbundesländers, obwohl er für Alles 100% bezahlen und leisten
muss - zumindest habe ich noch nichts davon gehört, das ein Neufünfländer
nur 80% Steuern bezahlen muss, oder im Supermarkt einen Ossi-Bonus bekommt
oderauf Arbeit nur 80% leisten muss (zumeist muss er 1xx +x leisten, damit
er seinen Job behalten darf)... und ich könnte noch tausend weitere
Beispiele der gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Altbundesländlern und
Neufünfländlern nennen.
> Aber sonst ist noch alles im grünen Bereich?
>
> mein Lieber Herr Gesangsverein - sowas bei klarem Verstand unter sich zu
lassen
> - Respekt.
In diesem Punkt schließe mich Ihrer Meinung an und bin versucht, dasselbe
über Sie zu äußern
René Lang
...wären die Westdeutschen DDR-Bürger gewesen -> es hätte kein 1989 gegeben
"René Lang" wrote:
>
> der gesamte Newsbeitrag und auch ihre Antwort darauf spiegelt wunderbar
> wieder, was ich im tagtäglichen Umgang mit Nicht-Neufünfländlern erlebe -
Danke - erst gestern wieder gehabt, im Biergarten...piefige vermotzte alte
Säcke, unschwer an ihrem Dialekt eindeutig zuzuordnen.
> die Altbundesländler haben ein Problem, ordentlich Geschichte ab dem Jahr
> 1949 zu lehren und zu lernen - woran ich das merke? ein Neufünfländler weiß
> unter Garantie mehr über die Altbundesländer, als ein Altbundesländler über
> Neufünfland
eufünflanmds Geschichte interessiert- mit Verlaub - keine alte Sau.
> und selbst wenn ein Neufünfländler einmal etwas über
> Altbundesländer nicht weiß, dann stürzt er sich wenigstens nicht auf
> Vorurteile,
Nöö ,dänn modzda rümm üüba de praisä...de Wässis unn unn unn
> um wenigstens so den Anschein zu erwecken, er wüsste etwas...
Da haben nwir was vergessen - die Weiterführung des gewesenen Habitus vor 45 und
nach 45 gell?
Der ungebildete Deutsche (west - und nur west) erkennt und erkannte mühelos,
dass sich die Uniformafarben änderten und der Rest in weiten Teilen
blieb.....diese wunderschönen Paraden...die gut-germanischen FDJ Jungs und
Mädel....der ganze verschissen-lächerliche Wortschatz mit Kampf und Sieg....
>
>
> will damit sagen, das ein Vergleich des 3. Reiches und der DDR - auch in
> Bezug auf Stadtfeste
nicht von mir
> - ungefähr so passend ist, wie ein Vergleich zwischen
> Lada und Rolls Royce, aber vielleicht können Sie oder der Verfasser des
> Disskussionsbeitrages uns Ihre Erfahrungen mit -> Stadtfesten <- in der DDR
> darlegen
Nein danke - sie brauchen auch icht unbedingt.
> ein weiterer Beweis für Ihr Geschichtsdefizit ist wohl auch die Aussage,
> dass das DDR-System Konkurs angemeldet hätte - wenn ich mich recht erinnere,
> sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen, weil sie das System
> stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus ;-)) und in einer
> besseren DDR leben wollten -
sie erinern fast richtig - der Staat war wohl pleite - der Ostblock konnte in
finanziell nicht halten und deshalb wurde den zugegben mutigen Aufständischen
erlaubt, ihren Aufruhr zu überleben....Beispiele zuvor hats in euren
Drecks-Systemen zuvor ja reichlich in dieser Richtung gegeben, gell?
> das erste haben Sie geschafft, beim zweiten
> wurden Sie von Landsmännern
Diese Wortwahl schon wieder - pfui deibel
> verraten und äußerst preiswert verkauft - bitte,
> bitte nicht wieder die Diskussion, das die Altbundesländer Neufünfland
> stützen,
Hören wir das nicht gerne?...Die Dinge sehen wie sie sind.
> denn ein Neufünfländer zahlt selbst genug für den Wiederaufbau -
> Beispiele? Der Durchschnittsverdienst in Neufünfland beträgt weniger als 80%
angemessener weise immer noch zu viel - viel zu viel
> des eines Altbundesländers, obwohl er für Alles 100% bezahlen und leisten
> muss - zumindest habe ich noch nichts davon gehört, das ein Neufünfländer
> nur 80% Steuern bezahlen muss, oder im Supermarkt einen Ossi-Bonus bekommt
> oderauf Arbeit nur 80% leisten muss (zumeist muss er 1xx +x leisten,
der war gut :-) - so wie früher - in diesem Hochleistungsstaat ?
> damit
> er seinen Job behalten darf)... und ich könnte noch tausend weitere
> Beispiele der gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Altbundesländlern und
> Neufünfländlern nennen.
Der wichtigste ist schnell gefinden - die fehlende Mauer.
Samuel Thomas wrote:
> >wenn ich mich recht erinnere,
> >sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen, weil sie das System
> >stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus ;-)) und in einer
> >besseren DDR leben wollten
>
> ein Teil ja, ein anderer Teil wollte sofort die Vereinigung
> einschließlich der
> D-Mark.
genau diese wollten sie, weil selbst dem verbohrtesten drüben klar war, dass
sie sonst (isoliert als eigener Staat )noch um den
den Status eines schwellenlandes hättten kämpfen dürfen.
> Diese waren ab Anfang November auf der Straße
> klar die Mehrheit.
>
Wieso? Es gibt doch genügend Parallelen.
Gruß,
Robert
> ich das merke? ein Neufünfländler weiß unter Garantie mehr über die
> Altbundesländer, als ein Altbundesländler über Neufünfland und selbst
> wenn ein Neufünfländler einmal etwas über Altbundesländer nicht weiß,
> dann stürzt er sich wenigstens nicht auf Vorurteile, um wenigstens so
> den Anschein zu erwecken, er wüsste etwas...
Jo, ein wohlgepflegter Satz an Vorurteilen und Selbstbeweihräucherung
erleichtert das Leben ungemein, nicht wahr?
> will damit sagen, das ein Vergleich des 3. Reiches und der DDR - auch
> in Bezug auf Stadtfeste - ungefähr so passend ist, wie ein Vergleich
> zwischen Lada und Rolls Royce,
Nachdem das Personal der beiden Diktaturen sich nicht unterschied,
jedenfalls insoweit, als es die "Arbeit" vor Ort betraf, können gewisse
Parallelen durchaus gesehen werden. Da für den Unterdrückungsapparat
bereits ausgebildetes Personal von Vorteil war, waren in der
Staatssicherheit recht schnell diejenigen zu finden, welche die erste
Welle der Hinrichtungen von Gestapo-Angehörigen unbeschadet überstanden
hatten.
>
> ein weiterer Beweis für Ihr Geschichtsdefizit ist wohl auch die
> Aussage, dass das DDR-System Konkurs angemeldet hätte - wenn ich mich
> recht erinnere, sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen,
> weil sie das System stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus
> ;-)) und in einer besseren DDR leben wollten - das erste haben Sie
> geschafft, beim zweiten wurden Sie von Landsmännern verraten und
> äußerst preiswert verkauft -
Dein Geschichtsbild hat wohl auch die gar nicht so seltene Verklärung
der DDR erleiden müssen? Mit etwas mehr Sinn für die Realität wäre es
unschwer zu erkennen, daß die weitaus überwiegende Mehrheit der Leute
ganz einfach besser leben wollte. Die DDR war pleite, konkursreif! Da
kam es dann wie ein warmer Regen über einen Teil Deutschlands, daß der
Umtausch der Mark in die D-Mark im Verhältnis 1:1 erfolgte, obwohl das
Wertverhältnis real allenfalls 1:7 betragen hat. Die Folgen waren in
der Tat verheerend.
> bitte, bitte nicht wieder die Diskussion,
> das die Altbundesländer Neufünfland stützen, denn ein Neufünfländer
> zahlt selbst genug für den Wiederaufbau -
Warum halten dann deren Ministerpräsidenten ständig die Hand auf? Warum
wollen sie "noch wenigstens 20 Jahre" den Geldtransfer aus dem Westen?
> Durchschnittsverdienst in Neufünfland beträgt weniger als 80% des
> eines Altbundesländers, obwohl er für Alles 100% bezahlen und leisten
> muss - zumindest habe ich noch nichts davon gehört, das ein
> Neufünfländer nur 80% Steuern bezahlen muss,
Er zahlt sogar noch deutlich weniger, da bei höheren Einkommen der
Steuersatz steigt.
> Ossi-Bonus bekommt oderauf Arbeit nur 80% leisten muss (zumeist muss
> er 1xx +x leisten, damit er seinen Job behalten darf)...
Die Produktivität liegt nach wie vor deutlich niedriger als in anderen
Teilen Deutschlands
> und ich
> könnte noch tausend weitere Beispiele der gesellschaftlichen
> Unterschiede zwischen Altbundesländlern und Neufünfländlern nennen.
Bitte versuche deine Wahrnehmung etwas mehr der Realität anzunähern.
Ideologische Verklärung eines vergangenen maroden Systems ist wenig
hilfreich
> ...wären die Westdeutschen DDR-Bürger gewesen -> es hätte kein 1989
> gegeben
Das hätte es dann ja nicht gebraucht - und es ginge uns _allen_ schon
jahrzehntelang besser...
MfG
Rupert
fup2p da OT
"René Lang" schrieb:
> > > > Wie ist das alles rechtlich zu bewerten? Erinnert mich irgendwie an 3.
> > > > Reich
> > > > oder DDR.
> > >
> > > ...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben Sie
> > > nicht in der DDR gelebt
> > > ...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat die
> > > DDR
> > > mit dem 3.Reich und dem Umgang desselbigen der BRD einiges voraus
> >
> > ...hat?....halloooo! - diese drittklassige Persiflage eines Systems hat
> > seit
> > geraumer Zeit Konkurs angemeldet
>
> der gesamte Newsbeitrag und auch ihre Antwort darauf spiegelt wunderbar
> wieder, was ich im tagtäglichen Umgang mit Nicht-Neufünfländlern erlebe -
> die Altbundesländler haben ein Problem, ordentlich Geschichte ab dem Jahr
> 1949 zu lehren und zu lernen - woran ich das merke? ein Neufünfländler weiß
> unter Garantie mehr über die Altbundesländer, als ein Altbundesländler über
> Neufünfland
Die Frage ist nur, was damals alles so gelehrt wurde und ob das auch
alles der Wahrheit entsprach.
> und selbst wenn ein Neufünfländler einmal etwas über
> Altbundesländer nicht weiß, dann stürzt er sich wenigstens nicht auf
> Vorurteile, um wenigstens so den Anschein zu erwecken, er wüsste etwas...
Das stimmt natürlich. Neufünfländler (ein blödes Wort BTW) haben nie
Vorurteile und ganz besonders berufen sie sich nicht darauf, wenn sie
etwas mal nicht genau wissen. Bei den Altbundesländlern ist das genau
umgekehrt.
> ein weiterer Beweis für Ihr Geschichtsdefizit ist wohl auch die Aussage,
> dass das DDR-System Konkurs angemeldet hätte - wenn ich mich recht erinnere,
> sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen, weil sie das System
> stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus ;-)) und in einer
> besseren DDR leben wollten -
Dann war es also ein Gläubigerantrag. Das geht ja schließlich auch.
> das erste haben Sie geschafft, beim zweiten
> wurden Sie von Landsmännern verraten und äußerst preiswert verkauft - bitte,
> bitte nicht wieder die Diskussion, das die Altbundesländer Neufünfland
> stützen, denn ein Neufünfländer zahlt selbst genug für den Wiederaufbau -
> Beispiele? Der Durchschnittsverdienst in Neufünfland beträgt weniger als 80%
> des eines Altbundesländers, obwohl er für Alles 100% bezahlen und leisten
> muss - zumindest habe ich noch nichts davon gehört, das ein Neufünfländer
> nur 80% Steuern bezahlen muss,
Dir ist aber schon bewußt, daß sich viele Steuern gerade nach dem
Einkommen richten?!
> oder im Supermarkt einen Ossi-Bonus bekommt
> oderauf Arbeit nur 80% leisten muss (zumeist muss er 1xx +x leisten, damit
> er seinen Job behalten darf)...
Genau, und auch wieder nur der Neufünfländler. Das läuft analog zu den
Vorurteilen.
Gruß
Bastian
--
"Norddeutsche, die die Mainlinie überschreiten, haben eine in Nord-
deutschland entwickelte Empfindlichkeit gegenüber Ausdrücken aus
einer bilderreichen Sprache abzulegen und sich den Landesgepflogen-
heiten anzupassen." - SG Reutlingen v. 14.5.1985, 6 Ar 2130/84
>> ein weiterer Beweis für Ihr Geschichtsdefizit ist wohl auch die
>> Aussage, dass das DDR-System Konkurs angemeldet hätte - wenn ich mich
>> recht erinnere, sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen,
>> weil sie das System stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus
>> ;-)) und in einer besseren DDR leben wollten - das erste haben Sie
>> geschafft, beim zweiten wurden Sie von Landsmännern verraten und
>> äußerst preiswert verkauft -
>
>Dein Geschichtsbild hat wohl auch die gar nicht so seltene Verklärung
>der DDR erleiden müssen? Mit etwas mehr Sinn für die Realität wäre es
>unschwer zu erkennen, daß die weitaus überwiegende Mehrheit der Leute
>ganz einfach besser leben wollte. Die DDR war pleite, konkursreif!
Das ist fast noch ein wohlwollender Ausdruck. Schon Ewigkeiten vorher
gab es die vielbejubelten "sozialpolitischen Massnahmen", die aber letztlich
nichts weiter waren als eine Verstaerkung des Lebens von der Substanz.
Zum Teil waren bis 1989 noch Anlagen von 1915 (zum Beispiel Teile der
Methanolsynthese in Leuna) in Betrieb. In den Produktionsbetrieben
herrschte eine weitreichende Gleichgueltikeit gegenueber den Anlagen und
der Produktqualitaet. Hier vielleicht ein Extrembeispiel.
Ort: Filmfabrik Wolfen
naeherer Ort: Begiesserei VI
zu ueberwachendes Werkzeug: Schlitzgiesser
Durch dieses Werkzeug gelangt die verfluessigte Gelatine auf den Film.
Dieser Giesser hatte de unangenehme Eigenschaft, sich gelegentlich
(etwa alle 2 Monate) zu verkanten. Das zieht schwere Schaeden am
Giesser nach sich, wenn die Maschine nicht sofort gestoppt wird.
Maschinell war das damals schlecht erkennbar, weshalb immer eine
Aufsicht das empfindliche Werkzeug zu ueberwachen hatte.
Zweifellos keine geistig sehr aufregende Arbeit. Weshalb sich die
Aufsicht regelmaessig zu ausgedehnten Spaziergaengen im Werksgelaende
davonmachte. Ging ja auch fast immer gut. Aber nur fast.
Und wenn's schief ging? Klar, der Schichtleiter war schuld.
Zu "fast immer gut gehen" fallen mir auch spontan die groesseren Unfaelle in
den diversen Chemiefabriken ein. In den Zeitungen las sich
das dann so: "Gluecklicherweise ist kein Personenschaden
zu beklagen". Ist doch nett. Der Schuh wird aber andersherum
draus. Das Personal war schon abgerueckt, um zum Ausgleich
fuer den 30 Minuten spaeteren Schichtbeginn eine halbe Stunde
frueher aufzuhoeren. Und die naechste Schicht kam natuerlich
auch 30 Minuten spaeter, wodurch die Anlagen regelmaessig etwa
eine Stunde voellig unbeaufsichtigt liefen.
Ich habe in genuegend Produktionsbetrieben der DDR gearbeitet
(das nannte sich "sozialistische Hilfe"), um hier noch seitenweise
Beispiele fuer abenteuerliche Schlampereien zu liefern. Aber
lassen wir das fuer heute.
Rainer Haessner
>> ein weiterer Beweis für Ihr Geschichtsdefizit ist wohl auch die
>> Aussage, dass das DDR-System Konkurs angemeldet hätte - wenn ich mich
>> recht erinnere, sind 1989 die DDR-Bürger auf die Strasse gegangen,
>> weil sie das System stürzen (das haben wir den Altbundesländern voraus
>> ;-)) und in einer besseren DDR leben wollten - das erste haben Sie
>> geschafft, beim zweiten wurden Sie von Landsmännern verraten und
>> äußerst preiswert verkauft -
>
>Dein Geschichtsbild hat wohl auch die gar nicht so seltene Verklärung
>der DDR erleiden müssen? Mit etwas mehr Sinn für die Realität wäre es
>unschwer zu erkennen, daß die weitaus überwiegende Mehrheit der Leute
>ganz einfach besser leben wollte. Die DDR war pleite, konkursreif!
Das ist fast noch ein wohlwollender Ausdruck. Schon Ewigkeiten vorher
[blasierten unangemessenen Mist]
vielleicht sollten wir einfach auch nur aufhören , diesen Ossi-Troll zu füttern -
sie mästen sich doch schon im RL genug an uns.
Frank
Doch, es gibt Unterschiede:
- Die Gerichtskosten und Rechtsanwaltsgebühren sind geringer
- Die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung sind
geringer, wodurch "Besserverdiener" weniger Sozialabgaben zahlen.
- Die Vermögenswirksamen Leistungen sind höher (25 statt 20 Prozent)
- Der Mindestunterhalt für Kinder ist geringer
So, mehr habe ich jetzt beim googeln nicht gefunden, aber es gibt sicher
noch mehr.
Wobei ich es ehrlich gesagt auch ungerecht finde, daß die Ossis für
gleiche Arbeit weniger kriegen. Aber im Prinzip ist dies ja frei
verhandeltbar zwischen den Arbeitgeber und Gewerkschaften.
Andreas
> Solche Feste sind lange vorher bekannt, einen eventuellen Besuch
> kann man also ohne wesentliche Einschraenkung eine Woche
> nach vorn oder hinten verschieben.
Würdest du wirklich wegen einem solchen Fest die wochenlang geplante Feier
zu deinem 50. Geburtstag verschieben wollen?
--
Letztens schreit einer beim Karten spielen als ihm ein anderer ins
Blatt schaut: scheiss Wallhacker, alles Cheater!
(ich glaub wir zocken zu viel CS)
--Torben in ger.ct
"Moritz Augsburger" <spl...@raphware.de> schrieb:
> > Solche Feste sind lange vorher bekannt, einen eventuellen Besuch
> > kann man also ohne wesentliche Einschraenkung eine Woche
> > nach vorn oder hinten verschieben.
>
> Würdest du wirklich wegen einem solchen Fest die wochenlang geplante Feier
> zu deinem 50. Geburtstag verschieben wollen?
Leute, machts doch halblang! Ist das jetzt ein echtes Beispiel
oder nur nur an den Haaren hebeigezogen, um die Benachteiligung
einer einzelnen Person durch ein Ereignis fuer viele zu demonstrieren?
Was ist das ueberhaupt fuer eine traurige 50-Jahr-Feier, die
in der privaten Wohnung stattfindet (der Wirt haette fuer solche
Faelle naemlich schon Vorsorge getroffen)?
Diese ganze Herumreiten auf minimalen persoenlichen
Einschraenkungen erinnert leider sehr an das Geschrei, das
beim Bau eines jeder neuen Kinder... (...garten, ....spielplatz)
auftaucht. Selbstverstaendlich nur, weil der Spielplatz das
letzte Biotop der gruengefleckten Trockengrasmuecke zerstoert.
Rainer Haessner
"Andreas Froehlich" <anfr...@gmx.de> schrieb:
> Wobei ich es ehrlich gesagt auch ungerecht finde, daß die Ossis für
> gleiche Arbeit weniger kriegen. Aber im Prinzip ist dies ja frei
> verhandeltbar zwischen den Arbeitgeber und Gewerkschaften.
Das waere soweit auch in Ordnung, wenn nicht die Lohnstueckkosten
in den neuen Bundeslaendern immer noch erheblich uber denen der
alten Bundeslaender liegen wuerden. Auf gut Deutsch: fuer die gleiche
Leistung gibt es in den neuen Bundeslaendern mehr Geld als in den
alten.
Natuerlich gilt das nur fuer den statistischen Durchschnitt. In
Musterbetrieben, meinethalben dem Opelwerk in Eisenach,
der Quelle-Zentrale in Leipzig oder dem Methylzellulosewerk
von Bayer in Bitterfeld gelten andere Werte (und andere Bezahlungen).
Ansonsten sind die Lebenshaltungskosten in den neuen Bundeslaendern
schon noch deutlich niedriger als in den alten Laendern. Ganz
dramatisch ist das nach wie vor bei den Mieten (wobei manchmal
speziell die Abwasserkosten einen deutlichen Ausreisser nach
oben ergeben). Der Besuch beim Friseur (oder aehnlichen
Dienstleistungsbetreben) schlaegt auch noch ganz anders in
die Geldboerse, ebenso kann man einen Obst- und Gemuese-
markt noch ohne die Einkunefte aus der eigenen Oelquelle besuchen.
Rainer Haessner
> Andere Sache: Stadtfest, in der Innenstadt, veranstaltet von einem
> Zusammenschluss der Einzelhändler und Gewerbetreibenden der Stadt. Nicht
> abgesperrt. Auf Flugblättern wird das Mitbringen von eigenen Getränken
> verboten und es werden Taschenkontrollen angekündigt.
Flugblätter von wem? Taschenkontrollen durch wen? Ich würde mal
Amtsanmaßung prüfen.
--
"Don't contradict a woman -- wait until she does herself"
> Diese ganze Herumreiten auf minimalen persoenlichen
> Einschraenkungen
Eine Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit im öffentlichen
Raum bezeichnest Du als "minimal"?
Für mich wirft das einige grundsätzliche Fragen auf und hat auch einen
starken Grundrechtsbezug. Und nein, ich meine nicht die
Berufsausübungsfreiheit der Schausteller.
--
"Hast Du ein Gewächshaus, dass Du im April frische Möhren zum Ernten hast?" -
"Mein Gewächshaus ist leider voll mit Hanf, daher weiss ich nicht, ob ich
jetzt schon Karotten Ernten könnte :-)" - Hartmut 'Hardy' Schiszler und
Michael Hermes in <a9uinh...@ich.michaelhermes.de> in de.alt.fan.aldi
> Innenstadt gesperrt für Stadtfest, es wird Eintritt verlangt. Ist das
> rechtlich wirklich einwandfrei? Was ist, wenn ich einen Anwohner besuchen
> will?
Wie ist denn das rechtlich gestaltet? Allgemeinverfügung, die das
Betreten verbietet?
--
The follies which a man regrets most, in his life, are those which he didn't
commit when he had the opportunity. [Helen Rowland]
wie schon einmal beim Stadtfest erwähnt (und im Übrigen auch da nicht
beachtet), würde ich für so eine These gern den Beweis (von zwei
unabhängigen Seiten) sehen - das dürfte Ihnen sicherlich nicht schwer
fallen, das Sie so überzeugt davon sind
> Natuerlich gilt das nur fuer den statistischen Durchschnitt. In
> Musterbetrieben, meinethalben dem Opelwerk in Eisenach,
> der Quelle-Zentrale in Leipzig oder dem Methylzellulosewerk
> von Bayer in Bitterfeld gelten andere Werte (und andere Bezahlungen).
Stimmt, in diesen Vorzeigebetrieben bekommen die Arbeiter wahrscheinlich das
Geld, was sie verdienen - der Großteil der anderen Arbeiter ist einfach
unterbezahlt - wie immer, Gegenbeispiele erwünscht - von der Generation der
armen Rentner, die da erst noch kommt einmal ganz zu schweigen (diejenigen,
die in der DDR zu jung waren, um Geld zu verdienen) - aufgrund der
wunderbaren westdeutschen Politik (wieviele Ostdeutsche sind und waren mit
Regierungsaufgaben betraut) arbeitslos wurden und, selbst wenn sie Arbeit
haben, zuwenig Lohn in der Tüte, um sich privat abzusichern und in 15 oder
20 Jahren mit abgespeckten Renten froh sein können, sich die Kugel und die
Pistole leisten zu können, weil Sterbehilfe immer noch verboten ist
> Ansonsten sind die Lebenshaltungskosten in den neuen Bundeslaendern
> schon noch deutlich niedriger als in den alten Laendern. Ganz
> dramatisch ist das nach wie vor bei den Mieten (wobei manchmal
> speziell die Abwasserkosten einen deutlichen Ausreisser nach
> oben ergeben).
Die Mieten sind preiswert - das stimmt, allerdings sind die nebenkosten
mittlerweile so hoch, das wir uns durchaus mit Westdeutschen Mieten messen
können, oder halten Sie einen Beton-Plattenbau mit 68m² Wohnraum für 370EUR
zzgl. Strom, Wasser, Heizung etwa preiswert???
> Der Besuch beim Friseur (oder aehnlichen
> Dienstleistungsbetreben) schlaegt auch noch ganz anders in
> die Geldboerse
Wenn der Arbeitgeber seine Angestellten nur halbtags beschäftigt und das zu
diesen ostedeutschen Vorzeige-Konditionen - dann kann ich den Schnitt
natürlich auch paar EUR preiswerter machen -> in dieser Hinsicht können die
westdeutschen Arbeitgeber also noch viel von uns lernen ;-)
> ebenso kann man einen Obst- und Gemuese-
> markt noch ohne die Einkunefte aus der eigenen Oelquelle besuchen.
www.aldi.de www.norma-discount.de www.kaufland.de www.marktkauf.de
www.netto-online.de www.plus.de meine Erfahrung hat gezeigt, das an Ihrer
Aussage nicht viel dran ist und sollte der Apfel 3cent billiger sein, liegt
es sicher daran, das dieser Gemüsehändler entweder günstiger einkauft oder
einfach nochmal das Beispiel mit dem friseur durchlesen... - wie schon so
oft gesagt: gegensätzliche Beweise sind gern erwünscht, ich lerne gern dazu
René Lang
"Jens Müller" <jens.m...@ira.uka.de> schrieb im Newsbeitrag
news:dsrm.1053...@debian.jens.unfaehig.de...
> "Rainer Haessner" <n...@haessner.net> writes:
>
> > Diese ganze Herumreiten auf minimalen persoenlichen
> > Einschraenkungen
>
> Eine Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit im öffentlichen
> Raum bezeichnest Du als "minimal"?
Es ist ja niemand eingeschraenkt! In einigen wenigen unguenstigen
Konstellationen koennten einige Buerger um 5 Euro aermer
werden.
Deshalb einen Riesenaufwand zur Verwaltung dieser Sonderfaelle
einfuehren? Der ja auch Kosten verursacht und zwar deutlich mehr
als die erwaehnten 5 Euro fuer ganz Wenige? Das ware dann
ja wieder so etwas Aehnliches wie die erst kuerzlich diskutierte
Sippenhaft beim Fussball.
Mir geht es aber mehr um die generelle Seite. Wir tendieren leider
dazu wegen banalen Kleinigkeiten auf unserem guten Recht
herumzureiten. Auf diese Weise wirds natuerlich nix mit unserem
Land. Das hatte seine Staerke in einem Denken, das ueber banale
persoenliche Dinge ein wenig hinausging. Wenn heutzutage jeder
kompromisslos auf "seinem Recht" besteht, kommt dabei nichts
weiter als kleinlichstes Gezaenk heraus. Es gibt wahrlich echte
Problemfaelle, bei denen wir dann in der Tat auf unserem Recht
bestehen sollten, meinethalben beim Datenschutz.
>
> Für mich wirft das einige grundsätzliche Fragen auf und hat auch einen
> starken Grundrechtsbezug.
Ich kann zur rechtlichen Seite reineweg gar nichts sagen. Aber welches
"Grund"recht wuerde denn verletzt werden. Das Grundrecht, jegliche
mir gerade nicht passende Aktivitaet zu untersagen? Na dann,
auf ins Leichenschauhaus mit der Attraktivitaet unserer Staedte.
Rainer Haessner
"René Lang" <news...@rene-lang.de> schrieb:
>
> wie schon einmal beim Stadtfest erwähnt (und im Übrigen auch da nicht
> beachtet),
??
> würde ich für so eine These gern den Beweis (von zwei
> unabhängigen Seiten) sehen - das dürfte Ihnen sicherlich nicht schwer
> fallen, das Sie so überzeugt davon sind
Fuer so was gibt es Statistiken und google liefert die auf Anhieb:
http://www.bundesregierung.de/Anlage436549/Anlage+Wirtschaftsdaten.pdf
> > Ansonsten sind die Lebenshaltungskosten in den neuen Bundeslaendern
> > schon noch deutlich niedriger als in den alten Laendern. Ganz
> > dramatisch ist das nach wie vor bei den Mieten (wobei manchmal
> > speziell die Abwasserkosten einen deutlichen Ausreisser nach
> > oben ergeben).
>
> Die Mieten sind preiswert - das stimmt, allerdings sind die nebenkosten
> mittlerweile so hoch, das wir uns durchaus mit Westdeutschen Mieten messen
> können, oder halten Sie einen Beton-Plattenbau mit 68m² Wohnraum für
370EUR
> zzgl. Strom, Wasser, Heizung etwa preiswert???
Ja! Gleiche Groesse, gleiche Qualitaet (Neuperlach) kostet in etwa
das Dreifache. Und auf die Abwasserkosten hatte ich doch irgendwie
hingewiesen. Da liegt allerdings ein Planungsfehler vieler Kommunen vor.
> > Der Besuch beim Friseur (oder aehnlichen
> > Dienstleistungsbetreben) schlaegt auch noch ganz anders in
> > die Geldboerse
>
> Wenn der Arbeitgeber seine Angestellten nur halbtags beschäftigt und das
zu
> diesen ostedeutschen Vorzeige-Konditionen - dann kann ich den Schnitt
> natürlich auch paar EUR preiswerter machen -> in dieser Hinsicht können
die
> westdeutschen Arbeitgeber also noch viel von uns lernen ;-)
Mag sein, aber billger ist billiger. Uebrigens ganz konkret die Friseure.
Da sind in den alten Bundeslaendern fast nur geringfuegig Verdienende
(was ist eigentlich die aktuelle Grenze?) am Werke.
>
> > ebenso kann man einen Obst- und Gemuese-
> > markt noch ohne die Einkunefte aus der eigenen Oelquelle besuchen.
>
> www.aldi.de www.norma-discount.de www.kaufland.de www.marktkauf.de
> www.netto-online.de www.plus.de meine Erfahrung hat gezeigt, das an Ihrer
Gut, gut. -)
Ich meinte eine andere Definiton von "Markt". So einen unter
freiem Himmel. In Supermaerkten ist in der Tat keinerlei Unterschied
feststellbar.
Rainer Haessner
"René Lang" wrote:
> gegensätzliche Beweise sind gern erwünscht, ich lerne gern dazu
Dann google Dir einen....habt ihr Bande das imer noch nicht kapiert? - selber
machen.
Wenn wir schon dabei sind -geh sterben - selber, allein
Frank
"Frank Grummich" <allgoo...@t-online.de> schrieb:
>
> > gegensätzliche Beweise sind gern erwünscht, ich lerne gern dazu
>
> Dann google Dir einen....habt ihr Bande das imer noch nicht kapiert? -
selber
> machen.
Dem konkreten Absender gegenuber ist das sicher nicht die korrekte
Aufforderung. An einer Newsgruppendiskussion teilzunehmen, erfordert
schon eine gewisse Initiative, die mit einiger Sicherheit auch fuer
andere Bereiche gilt.
Aber natuerlich ist an einer deutlichen Lethargie in den neuen Bundes-
laendern viel dran. Ganz schlimm ist dieser Zustand "Es gibt viel zu
tun, warten wir's ab" in Halle/Saale zu spueren. Im benachbarten
Leipzig geht es dagegen schon sehr viel agiler zu.
Ich erklaere mir das so, dass der bereits zu DDR-Zeiten aktive Kern
an Buergern mittlerweile nicht mehr in der DDR lebt, sondern in
den neuen Laendern - oder auch noch weiter - sein Glueck
versucht. Eine neue Geneation waechst natuerlich heran, aber
die wird erst in 5 ... 10 Jahren so richtig eine Rolle spielen.
Bei der alten Generaton war halt Eigeninitiative nie so richtig
gefragt, manchmal eher schaedlich.
Rainer Haessner
Rainer Haessner wrote:
> "Andreas Froehlich" <anfr...@gmx.de> schrieb:
>
> > Wobei ich es ehrlich gesagt auch ungerecht finde, daß die Ossis für
> > gleiche Arbeit weniger kriegen. Aber im Prinzip ist dies ja frei
> > verhandeltbar zwischen den Arbeitgeber und Gewerkschaften.
>
> Das waere soweit auch in Ordnung, wenn nicht die Lohnstueckkosten
> in den neuen Bundeslaendern immer noch erheblich uber denen der
> alten Bundeslaender liegen wuerden. Auf gut Deutsch: fuer die gleiche
> Leistung gibt es in den neuen Bundeslaendern mehr Geld als in den
> alten.
Diese Aussage ist falsch. Die Lohnstückkosten im verarbeitenden Gewerbe
in Ostdeutschland liegen mittlerweile unter denen im Westen.
Lohnzurückhaltung und Produktivitätsfortschritte haben dies bereits
letztes Jahr erreicht.
Quelle:
"Fortschritte beim Aufbau Ost – Fortschrittsbericht
wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute über die
wirtschaftliche
Entwicklung in Ostdeutschland" - vom Juni 2002
http://www.iwh-halle.de/d/start/News/pdf/Endbericht.pdf
Achtung: Die Datei hat über 500 Seiten und ist rund 6 MB groß, die von
mir zitierte Information steht auf Seite 17 Mitte.
> Ansonsten sind die Lebenshaltungskosten in den neuen Bundeslaendern
> schon noch deutlich niedriger als in den alten Laendern.
Interessant ist noch die Tatsache, dass trotz höherer Arbeitslosigkeit
die Quote der Erwerbsbevölkerung in Ostdeutschland nicht geringer ist
als im Westen. Es sind aber Bevölkerungsteile als arbeitssuchend
gemeldet, die im Westen gar nicht arbeiten wollen.
Ciao Henning
> In einigen wenigen unguenstigen
> Konstellationen koennten einige Buerger um 5 Euro aermer
> werden.
Ach, da gehen nur wenige Leute hin? Warum dann so ein Aufwand?
--
"Ganz einfach: Ich habe selten viel mehr als 50 EUR in Bar bei mir." - "???
Wieso? Bist du noch minderjährig und bekommst so wenig Taschengeld? Oder hast
du Angst, die Islamisten könnten dich ausrauben?" Andreas Mauerer und Konrad
Wilhelm in <3saubukbi99vu94nh...@4ax.com> in de.alt.fan.aldi
>> Eine Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit im
>> öffentlichen Raum bezeichnest Du als "minimal"?
>
> Es ist ja niemand eingeschraenkt!
Eben doch!
> In einigen wenigen unguenstigen Konstellationen koennten einige
> Buerger um 5 Euro aermer werden.
Nein, das sind die GÜNSTIGEN Konstellationen.
Bei ungünstiger Konstellation müssen ein paar TAUSEND Bürger 5 EUR
berappen - udn wofür? Dafür, daß sie
a) in ihre Wohnung
b) in ihre Stammkneipe
c) zu ihrer Mutter
d) ins Krankenhaus
e) zu einer öffentlichen Telefonzelle gelangen dürfen oder
f) im Stadtpark spazierengehen
g) ihren Hund ausführen
h) eine Zeitung kaufen dürfen.
Usw.
> Deshalb einen Riesenaufwand zur Verwaltung dieser Sonderfaelle
> einfuehren? Der ja auch Kosten verursacht und zwar deutlich mehr
> als die erwaehnten 5 Euro fuer ganz Wenige? Das ware dann
> ja wieder so etwas Aehnliches wie die erst kuerzlich diskutierte
> Sippenhaft beim Fussball.
Nein, das ist der falsche Ansatzpunkt.
Eine solche Beitragserhebung zum Betreten der Innenstadt ist wenn
überhaupt dann nur rechtmäßig, wenn tatsächlich nur Besucher der
Festivität zur Kasse gebeten werden. Daß eine solche Sache wie die
Beitragserhebun sowieso nur durch öffentlich-rechtliches Handeln
seitens der Stadt o.ä. möglich ist, ist ja offensichtlich;
privatrechtlich kann niemand verpflichtet werden Geld zu zahlen, um zu
seiner Wohnung zu kommen.
Wenn die Stadt das also machen will, muß sie notgedrungen
unterscheiden. Das kann sie mit viel Verwaltungsaufwand tun, indem sie
lange Listen führt und jedem Bürger einen
"Anwohnerberechtigungsschein" o.ä. ausstellt (aber dann wird sie
Schwierigkeiten haben zu kontrollieren, wer von denen denn DOCH das
Fest besucht und daher zahlen müßte) - oder sie wählt den vernünftigen
Weg und errichtet eine Absperrung um das Gebiet des eigentlichen Festes
herum und läßt Zugangsmöglichkeiten zu allen Geschäften und privaten
Wohnungen.
Oder sie tut das vernünftigste un dläßt den Quatsch mit dem Eintritt
gleich komplett sein.
Alles andere wäre problemlos eine unverhältnismäßige Einscränkung der
Bürgergrundrechte und im übrigen allein schon deshalb rechtswidrig,
weil es offensichtlich an einer Ermächtigungsgrundlage dafür fehlt, von
den Bürgern Geld u verlangen, daß diese in ihre eigenen Wohnungen
dürfen oder sonst den Gemeingebrauch an den öffentlichen Straßen etc.
nutzen, der per definitionem kostenlos ist/sein muß.
> Mir geht es aber mehr um die generelle Seite. Wir tendieren leider
> dazu wegen banalen Kleinigkeiten auf unserem guten Recht
> herumzureiten.
Möglicherweise hältst DU das für eine banale Kleinigkeit. Wenn es z.B.
darum geht, wer jetzt die Kosten fpr das Abschneiden des 10 cm
überhängenden Astes auf dem Nachbargrundstück zahlt, bin ich gerne
bereit, dir zuzustimmen.
Wenn es aber darum geht, daß der Staat mir ohne Berechtigung verbietet,
ohne Entgeltzahlung meine Wohnung zu betreten, dann halte ich das nicht
für eine Kleinigkeit, sondern für eine bodenlose Frechheit und
obendrein einen eklatanten Grundrechtsverstoß.
> Auf diese Weise wirds natuerlich nix mit unserem Land.
Wenn man so denkt wie du? Vollkommen richtig, denn dann sind wird
ruckzuck wieder... ach ne, ich will hier kein Law erfüllen :-) Ist
vielleicht auch ein bißchen weit hergeholt. Auf jeden Fall begeben wir
uns aber eines Haufens wichtiger Errungenschaften seit Bismarck.
> Wenn heutzutage jeder kompromisslos auf "seinem Recht" besteht,
> kommt dabei nichts weiter als kleinlichstes Gezaenk heraus. Es
> gibt wahrlich echte Problemfaelle, bei denen wir dann in der Tat
> auf unserem Recht bestehen sollten, meinethalben beim
> Datenschutz.
Soso. Ob die Müller GmbH & Co. KG meine Adresse, die in jedem
Telefonbuch steht (na ja, in fast jedem), weitergibt/-geben darf,
findest du schlimmer, als wenn mir das Betreten meiner Wohnung verboten
wird, wenn ich nicht bereit bin, dafür Geld zu zahlen?
Du hast SEHR interessante Prioritäten. Realitätsjustierung?
>> Für mich wirft das einige grundsätzliche Fragen auf und hat auch
>> einen starken Grundrechtsbezug.
>
> Ich kann zur rechtlichen Seite reineweg gar nichts sagen.
Das merkt man.
> Aber welches "Grund"recht wuerde denn verletzt werden. Das
> Grundrecht, jegliche mir gerade nicht passende Aktivitaet zu
> untersagen?
Nein, das Grundrecht auf Eigentum (Art. 14 I GG), das auch für Mieter
etc. gilt; das allgemeine Recht, zu tun und zu lassen, was man will
(Art. 2 II GG), das nicht ohne gesetzliche Grundlage und nur
verhältnismäßig eingeschränkt werden darf; für alle Gewerbetreibenden
bei Geschäften, die zu dem Zeitpunkt des Festes offen haben, die
Berufsfreiheit (Art. 12 GG), die ebenfalls nicht ohnegesetzliche
Grundlage eingeschränkt werden darf (diese Einschränkung gilt nämlich
bei ALLEN Grundrechten).
Mindestens 3 Grundrechte sind hier betroffen, und du fragst, welches
(Zitat) >> "Grund"recht << hier betroffen ist?
> Na dann, auf ins Leichenschauhaus mit der Attraktivitaet unserer
> Staedte.
Schön, daß du wenigstens vorher gesagt hast, daß du keine Ahnugn von
der rechtlichen Seite hast. Ob du's glaubst oder nicht: die allgemeine
Handlungsfreiheit (Art. 2 I GG) umfaßt tatsächlich auch das Recht, im
Leichenschauhaus Leichen zu betrachten. Allerdings wurde dieses Recht
durch Gesetz recht,äßigerweise eingeschränkt.
Für die oben erwähnte Beeinträchtigung der Bürger gibt es allerdings
kein solches Gesetz, und wenn es eins gäbe, wäre es m.E.
unproblematisch verfassungswidrig und damit nichtig.
--
( ROT-13 if you want to email me directly: uv...@ervzjrexre.qr )
"Im Krieg trifft es immer die falschen - die Militärs nennen sowas
'Schade'. Sozusagen 'Kollateralschade'." -- Thomas Pommer, n-tv
Nachschlag, 07.03.2003
"Jens Müller" <jens.m...@ira.uka.de> schrieb:
>
> > In einigen wenigen unguenstigen
> > Konstellationen koennten einige Buerger um 5 Euro aermer
> > werden.
>
> Ach, da gehen nur wenige Leute hin? Warum dann so ein Aufwand?
Hallo, ist da ein wenig der Kontext verloren gegangen? -))
Es ging nicht um den Eintritt, sondern um moegliche Benachteiligungen
fuer Anwohner.
Rainer Haessner
>>> In einigen wenigen unguenstigen
>>> Konstellationen koennten einige Buerger um 5 Euro aermer werden.
>>
>> Ach, da gehen nur wenige Leute hin? Warum dann so ein Aufwand?
>
> Hallo, ist da ein wenig der Kontext verloren gegangen? -))
> Es ging nicht um den Eintritt, sondern um moegliche Benachteiligungen
> fuer Anwohner.
Nö, wieso? M.E. meinte er: wenn das Fest eh nu ein paar Leute besuchen,
braucht man auch nich so einen Riesenbohei zu machen und kann den
Eintrittskram eh vergessen - kann sich ja gar nicht lohnen...
> ... Ist das jetzt ein echtes Beispiel ...
siehe news:baoge1$1ulhu$1...@ID-10727.news.dfncis.de
das ist echt ...
> oder nur nur an den Haaren hebeigezogen, um die Benachteiligung
> einer einzelnen Person durch ein Ereignis fuer viele zu
> demonstrieren?
Da gings um zig hundert Leute ...
Grüße - uli -
> können, oder halten Sie einen Beton-Plattenbau mit 68m² Wohnraum für 370EUR
> zzgl. Strom, Wasser, Heizung etwa preiswert???
Ja. In Tübingen bekommt man für diesen Preis nur eine kleine
1-Zimmer-Wohnung zzgl. sehr hoher Nebenkosten. Für 68 qm müßte man so
ungefähr das Doppelte hinlegen.
Gruß
Rahel
--
Frühling läßt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, / Wollen balde kommen. -
Horch, von fern ein leiser Harfenton! / Frühling, ja du bists!
Dich hab ich vernommen. ("Er ists" v. E. Mörike) * www.SophiasWelt.net
René Lang
"Rahel Maria Liu" <Muelltonne_von_...@mountainarea.de> schrieb
im Newsbeitrag news:3ED0F229...@mountainarea.de...
"René Lang" wrote:
GEH WEG !
> "René Lang" wrote:
>
> GEH WEG !
Wann schrieb er das?
Gruß, Walle
--
[ http://walle.net ]
>> Andere Sache: Stadtfest, in der Innenstadt, veranstaltet von einem
>> Zusammenschluss der Einzelhändler und Gewerbetreibenden der Stadt.
>> Nicht abgesperrt. Auf Flugblättern wird das Mitbringen von eigenen
>> Getränken verboten und es werden Taschenkontrollen angekündigt.
>
> Flugblätter von wem? Taschenkontrollen durch wen? Ich würde mal
> Amtsanmaßung prüfen.
Flugblätter von diesem komischen Verband der ortsansässigen Einzelhändler.
Im Übrigen scheint die gebührenpflichtige Innenstandt hier in der Gegend
gang und gäbe zu sein. Sehusa-Fest in Seesen: Innenstadt abgesperrt und
Eintritt, kassiert von der Feuerwehr. Walpurgis in Bad Grund: Innenstadt
abgesperrt und Eintritt, kassiert von (sag ich einfach mal so) Zivilisten.
Osterode am Harz: Innenstadt abgesperrt und Verbot des Verzehrs
mitgebrachter Speisen und Getränke.
Für mich sind das einfach ziemliche Einschnitte in das Grundrecht, sich in
diesem Land frei bewegen zu dürfen.
Bye
Sven
>> Wie ist das alles rechtlich zu bewerten? Erinnert mich irgendwie an
>> 3. Reich oder DDR.
>
> Wow! Instant Lose. Hatten wir lange nicht mehr. Gratulation an den
> Gewinner.
[_] Du kennst Godwin's Law und hast es verstanden.
Bye
Sven
>, sondern zeugen ganz einfach von
> Dummheit und deswegen entschuldige ich Ihre Äußerungen und bedaure
> zutiefst, das man noch kein Gegenmittel gegen Ihre Krankheit gefunden
> hat
Dummer Zoni. Wobei gesagt sein muss, dass nicht jeder Einwohner der
ehemaligen DDR ein Zoni und blöd ist. Hier aber trifft der Ausdruck zu.
Bye
Sven
> Taschenkontrollen sind AFAIK auch nicht gestattet. Das darf höchstens
> die Polizei, und ohne Durchsuchungsbefehl vermutlich auch nur dann,
> wenn Du Dich weigerst, Dich zu identifizieren.
>
> Mensch, laßt Euch nicht alles gefallen.
Darum geht es ja. Ich finde einfach, dass das ziemlich weitreichende
Einschnitte in die Bewegungsfreiheit sind. Eine Innenstadt ist doch
öffentlicher Raum oder nicht?
Bye
Sven
> ...mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat die
> DDR mit dem 3.Reich und dem Umgang desselbigen der BRD einiges voraus
Was denn? Das man einfach stumpf behauptet: "Wir sind kein Nachfolgestaat
und gut". Da hat man sich aber peinlich um eine Vergangenheitsbewältigung
herum gedrückt, die in der BRD (manchmal schmerzhaft) immer stattgefunden
hat und stattfindet.
Bye
Sven
> Wenn Organisatoren Profit machen wollen, sollen sie sich einen
> geschlossen Raum aussuchen, aber nicht einen öffentlichen Stadtteil.
>
> Ich denke, die Stadt/Gemeinde, welche für ein Stadtteilfest Eintritt
> gehnehmigt, ist nicht ganz dicht.
Osterode am Harz, Seesen, Bad Grund.
> Wer gibt den Organisatoren das Recht, darüber zu befinden, wann ich
> jemanden zu besuchen wünsche?
Es ging ausserdem mehr um die grundsätzliche rechtliche Frage.
Bye
Sven
Tübingen ist eine Studihochburg mit 21212 Studierenden (im WS 2003/03)
bei ca. 70000 Einwohnern .... da die Stadt Tübingen sich einen Trick
überlegt hat, daß Studierende ihren Hauptwohnsitz in Tübingen anmelden
(ein Semesterticket gratis dafür), wird ein sehr hoher Prozentsatz der
Studis auch seinen Hauptwohnsitz in Tübingen haben. Das
durchschnittliche monatliche Einkommen eines Studis ... na ja ;-)
Aber Tübingen ist auch seinen hohen Preis wert *bg* .
René Lang
"Rahel Maria Liu" <Muelltonne_von_...@mountainarea.de> schrieb
im Newsbeitrag news:3ED14EAB...@mountainarea.de...
"Sven Bötcher" <svenn...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bar4bs$2kam2$1...@ID-159755.news.dfncis.de...
ich kenne es sehr gut aus SH, dort werden an der Nordseeküste viele
Innenstädte abgeriegelt und es wird (happig) kassiert.
Beispiel Tönning, Friedrichstadt usw. Wer nicht zahlt, hat keine Chance
reinzukommen, die haben teilweise Wächter.
Aus Niedersachsen kenn ichs von Peine, die hatten live Musik in der
Innenstadt und alles dicht und kostenpflichtig gemacht.
Rechtlich läuft es wohl so, dass die Stadt einem privaten Veranstalter oder
einem Verein (Feuerwehr) das Areal vermietet, meist mit gewissen Auflagen
(Eintritt erst ab Nachmittag usw.).
Diese haben dann das Hausrecht, d.h. wenn Du nicht das tust, was die wollen,
könne sie Dir Hausverbot geben, d.h. Du darfst dann nicht einmal mehr nach
Bezahlung das Gelände betreten.
Mir persönlich ist ein Fall aus Niedersachen bekannt, wo eine Mutter ihr
Kind aus der KiTa abholte (500m von wohnung), ihren kleinsten ließ sie
zuhause. Sie hatte wohl an der Sperre bescheid gesagt, als sie zurückkam
wurde sie nicht hindurchgelassen, sie hatte auch nicht genügend (wegen
Livemusik DM10.-) Geld dabei.
Kurzum, nach einer unfreundlichen Auseinandersetzung bekam sie auch noch
_hausverbot, bei der Polizei sagte man ihr, das sei jetzt Privatgelände und
da dürfen sie ohne Gerichtsbeschluss nichts machen, nunja, sie lieh sich
geld und ging durch einen anderen Eingang rein (DM 15.-). Dabei wurde sie
gesehen und vom Veranstalten wegen Hausfriedensbruch angezeigt.
Weis leider nicht, ob sie verurteilt wurde.
Aber so ist das in deutshcen LAnden (manchmal). Zumindest die Menschen in
Feriengebieten müssen so etwas häufig erdulden.
Sch.
...kennst Du höchstselbst die Mutter höchstpersönlich oder ist noch ein
Freund/Bekannter/Verwandter/Kollege zwischen?
Dann ists mit Sicherheit ne Urban Legend IMHO
Frank
> > > ...und wie hoch ist der Durchschnittsverdienst in Tübingen?
> > Tübingen ist eine Studihochburg mit 21212 Studierenden (im WS 2003/03)
> meine Frage wurde aber nicht beantwortet *bg*
Der durchschnittliche westdeutsche(sic!) und
verstaendnis/ruecksichts/[beliebigephraseeinsetz]/lose Student hat etwa
monatlich das Jahreseinkommen eines armen, verfolgten, unverstanden
Arbeiters zur Verfuegung.
Zufrieden?
Florian
> Nachdem das Personal der beiden Diktaturen sich nicht unterschied,
> jedenfalls insoweit, als es die "Arbeit" vor Ort betraf, können gewisse
> Parallelen durchaus gesehen werden. Da für den Unterdrückungsapparat
> bereits ausgebildetes Personal von Vorteil war, waren in der
> Staatssicherheit recht schnell diejenigen zu finden, welche die erste
> Welle der Hinrichtungen von Gestapo-Angehörigen unbeschadet überstanden
> hatten.
Hm, soweit ich mich erinnere, waren die NS-Richter und NS-Offiziere in
Westdeutschland in Amt und Würden. Trügt mich meine Erinnerung.
Schöne Grüße, Egon
--
Egon Vellusig - D-93309 Kelheim, Donaustr. 11
Tel: +49 171 2081535 - http://www.vellusig.de
Kelheimer Nachrichten: http://www.kelheimer-nachrichten.de
*************** Abgeordnete sind bestechlich ***************
> Rechtlich läuft es wohl so, dass die Stadt einem privaten Veranstalter oder
> einem Verein (Feuerwehr) das Areal vermietet, meist mit gewissen Auflagen
> (Eintritt erst ab Nachmittag usw.).
> Diese haben dann das Hausrecht,
Sicher? Mir scheint diese rechtliche Konstruktion dann doch etwas sehr
kreativ zu sein.
Durch eine Vermietung kann öffentlicher Raum nicht plötzlich
nicht-öffentlich werden.
Wie ist das, wenn eine Straße formell gewidmet ist?
--
"Vielleicht werden die Business-Frauen für modebewußter, als ihre
männlichen Pendants gehalten. <vermut>" - Winfried Gottschalk in de.alt.fan.aldi
(<k36bcu0au9cm5kc6r...@4ax.com>) auf die Frage, warum es keine
Business-Schuhe für Frauen gab.
> Sie hatte wohl an der Sperre bescheid gesagt, als sie zurückkam
> wurde sie nicht hindurchgelassen, sie hatte auch nicht genügend (wegen
> Livemusik DM10.-) Geld dabei.
Was ist mit Wegerecht?
--
Manchmal hab' ich den Eindruck, hier poste der eine oder andere
Fuenfjaehrige unter Drogen.
-- Jens Dittmar in de.newusers.questions
Florian Anwander schrieb:
> Der durchschnittliche westdeutsche(sic!) und
> verstaendnis/ruecksichts/[beliebigephraseeinsetz]/lose Student hat etwa
> monatlich das Jahreseinkommen eines armen, verfolgten, unverstanden
> Arbeiters zur Verfuegung.
So viel? Das nehm ich Dir noch nicht ab ... ;-)
Grüßle
Rahel
--
"- nicht umsonst heißt es in den Geboten:
du sollst dir kein Bildnis machen! Jedes Bildnis ist eine Sünde.
Es ist genau das Gegenteil von Liebe"
(Julika in "Stiller" v. Max Frisch) * www.SophiasWelt.net *
> Hm, soweit ich mich erinnere, waren die NS-Richter und NS-Offiziere in
> Westdeutschland in Amt und Würden. Trügt mich meine Erinnerung.
Sie trügt dich wohl nicht, deine Erinnerung. Allerdings ist es schon
etwas gar stark vereinfacht, wenn man Gestapo und SD einerseits und
Wehrmacht und Justiz andererseits gleichsetzen möchte...
MfG
Rupert
Nein, das ist nicht preiswert.
Das ist praktisch geschenkt.
Klaus
René Lang
PS. Ich weiß, klein Geschriebenes könnt Ihr schlecht lesen, allerdings hat
die Großschreibung zuvor auch nicht gerade geholfen...
"Rahel Maria Liu" <Muelltonne_von_...@mountainarea.de> schrieb
im Newsbeitrag news:3ED23652...@mountainarea.de...
Dann lies Dich doch selbst durch die folgende Seite durch:
"René Lang" wrote:
> wer lesen kann, ist klar im, vorteil... ich frage deshalb nochmal nach: wie
> hoch ist das durchnittseinkommen eines westdeutschen (und speziell eines
> tübinger) bürgers - mich interessiert nur das durchschnittseinkommen, weder
> ob sie studenten sind oder rentner, ob sie schwul sind oder transsexuell und
> mich interessiert auch nicht, von wem die oma gestorben ist - mich
> interessiert nur das durchschnittseinkommen eines westdeutschen (speziell
> tübinger) bürgers - comprende?
Will der Ossi wissen? - Statistisches Bundesamt guckstu-findstu-hastu
und mit "comprende" und anderen Uralt-Sprüchen....bitte nur zuhause bei
deinesgleichen, gell?
Frank
René Lang
"Klaus Hoeppner" <klaus.h...@bigfoot.de> schrieb im Newsbeitrag
news:59ftab...@lbdb01.gsi.de...
Dann erst recht.
> Sehusa-Fest in Seesen: Innenstadt abgesperrt und
> Eintritt, kassiert von der Feuerwehr. Walpurgis in Bad Grund: Innenstadt
> abgesperrt und Eintritt, kassiert von (sag ich einfach mal so) Zivilisten.
> Osterode am Harz: Innenstadt abgesperrt und Verbot des Verzehrs
> mitgebrachter Speisen und Getränke.
Mich würd ejetzt wirklich mal interessieren, auf welcher Rechtsgrundlage
mir jemadn verbieten möchte, auf einer öffentlichen Straße (bzw. dem
dazugehörigen Geheweg) eigene Getränke und Nahrung zu verzehren.
Desweiteren möchgte ich gerne sehen, auf welcher rechtlichen Grundlage
man von mir Eintritt verlagnen möchte.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Andreas.B...@gmx.de V+49-162-9850173
Xot...@T-Online.de xot...@gmx.de
>> ...und wie hoch ist der Durchschnittsverdienst in Tübingen?
>
> Tübingen ist eine Studihochburg mit 21212 Studierenden (im WS
> 2003/03) bei ca. 70000 Einwohnern .... da die Stadt Tübingen sich
> einen Trick überlegt hat, daß Studierende ihren Hauptwohnsitz in
> Tübingen anmelden (ein Semesterticket gratis dafür), wird ein sehr
> hoher Prozentsatz der Studis auch seinen Hauptwohnsitz in Tübingen
> haben.
Das liegt nicht an der Vergünstigungen (WENN das der Fall ist).
In Gießen ist es genauso, 20 000 Studenten (Uni + FH), 70 000
Einwohner, und die Stadt bietet Semesterticketerstattung an (immerhin
68 EUR oder so), und trotzdem macht es fast keiner.
Muß also an der Stadt selbst liegen ;-)
--
( ROT-13 if you want to email me directly: uv...@ervzjrexre.qr )
"Im Krieg trifft es immer die falschen - die Militärs nennen sowas
'Schade'. Sozusagen 'Kollateralschade'." -- Thomas Pommer, n-tv
Nachschlag, 07.03.2003
> In Gießen ist es genauso, 20 000 Studenten (Uni + FH), 70 000
> Einwohner, und die Stadt bietet Semesterticketerstattung an (immerhin
> 68 EUR oder so), und trotzdem macht es fast keiner.
>
> Muß also an der Stadt selbst liegen ;-)
... wie kannst Du nur Gießen mit Tübingen .... *duck und wech* ;-)
>> In Gießen ist es genauso, 20 000 Studenten (Uni + FH), 70 000
>> Einwohner, und die Stadt bietet Semesterticketerstattung an
>> (immerhin 68 EUR oder so), und trotzdem macht es fast keiner.
>>
>> Muß also an der Stadt selbst liegen ;-)
>
> ... wie kannst Du nur Gießen mit Tübingen .... *duck und wech* ;-)
Hehe... ob du's glaubst oder nicht, aber the point I tried to make war
exat das :-)
> Hehe... ob du's glaubst oder nicht, aber the point I tried to make war
> exat das :-)
Weiß ich doch :-) .... konnte trotzdem nicht resisten ....
soooorrrryyy ;-)
> auf einer öffentlichen Straße (bzw. dem
> dazugehörigen Geheweg)
Der zur Straße gehört.
--
Das "Spar-Pils" vom SPAR ist auch ganz annehmbar. Liegt wohl daran, das man
bei der Aufmachung bestenfalls Bullenpisse erwartet. Falls Bullenpisse so
schmeckt, hab ich ne Marktlücke entdeckt.
- Marc Mittendorf in <aguq0e$d8h$05$1...@news.t-online.com> in de.alt.fan.aldi
Was ich sagen wollte ist, daß in Ostdeutschland, im Gegensatz zu
Westdeutschland, derartige Relikte aus der NS-Vergangenheit gnadenlos,
teilweise wirklich gnadenlos, ausgemerzt wurden. Dem Osten daher
vorzuwerfen, die NS-Leute weiterbeschäftigt zu haben, finde ich für
vermessen.
Daß, mit preußischer Gründlichkeit, danach ähnliche repressive Systeme
aufgebaut wurden, steht auf einem anderen Blatt.
Dies hat für die Frage, ob die von dir genannte Miete wie von dir
behauptet auf West-Niveau liegt, genau welche Relevanz?
Klaus
PS: Schau dir mal http://www.learn.to/quote an.
>
> Was ich sagen wollte ist, daß in Ostdeutschland, im Gegensatz zu
> Westdeutschland, derartige Relikte aus der NS-Vergangenheit gnadenlos,
> teilweise wirklich gnadenlos, ausgemerzt wurden.
Schöne Wortwahl. Und Paradeschritt a la 3. Reich hat es in Berlin,
Hauptstadt der DDr bestimmt auch nicht gegegeben, oder?
> Dem Osten daher vorzuwerfen, die NS-Leute weiterbeschäftigt zu
> haben, finde ich für vermessen.
Die Probleme des Ostens sind an der Stelle andere. Hochrangige
Mitarbeiter des 3. Reichs sind geflohen oder tatsächlich abgeurteilt
worden, danach hat man sich aber für nazifrei erklärt.
> Daß, mit preußischer Gründlichkeit, danach ähnliche repressive
> Systeme aufgebaut wurden, steht auf einem anderen Blatt.
Nö. Das Know How dazu wurde nämlich im 3. Reich erworben und durch die
unteren und mittleren Schichten des Regimes weitergegeben.
Die Fackelzüge nich vergessen, das Parteiensystem, die Blockwarte , die
Agitationshierarchien , die Jugenorganisationen mit ihren Veranstaltungen,
Sprüchen, Uniformen,....
Frank
Jens Müller schrieb:
>
> "Hans Schnapper" <webm...@megacool.de> writes:
>
> > Rechtlich läuft es wohl so, dass die Stadt einem privaten Veranstalter oder
> > einem Verein (Feuerwehr) das Areal vermietet, meist mit gewissen Auflagen
> > (Eintritt erst ab Nachmittag usw.).
> > Diese haben dann das Hausrecht,
>
> Sicher? Mir scheint diese rechtliche Konstruktion dann doch etwas sehr
> kreativ zu sein.
>
> Durch eine Vermietung kann öffentlicher Raum nicht plötzlich
> nicht-öffentlich werden.
>
> Wie ist das, wenn eine Straße formell gewidmet ist?
... dann kann (kann, theoretisch) gleichwohl eine
Sondernutzungserlaubnis erteilt werden.
Übrigens sehe ich die Problematik als solche genau wie
Du. Der Ausverkauf öffentlicher Räume zur Nutzung durch
Privat _ist_ bedenklich in mehr als einer Hinsicht.
Was aber nicht heißt, dass das Ganze von A bis Z
rechtswidrig wäre; wie gesagt: es _möchte_ ja sein,
dass der Veranstalter eine gebührenpflichtige
Sondernutzungserlaubnis sich ermessensfehlerfrei
hat erteilen lassen. (Nicht dass die durchschnittlichen
Security-Fuzzies wüssten, was eine Sondernutzungs-
erlaubnis ist, wenn man sie danach früge. <G>)
Dass es allerdings ermessensfehlerhaft ist,
dabei nicht Mütter gebührenfrei ihr Kind aus
dem Kindergarten abholen zu lassen - egal wie
man das konstruiert -, drängt sich auf.
--
Dr. Christian E"in Gast auf Erden" Naundorf (aka: CEN)
"Je deutlicher ein OP macht, welche Antwort man gerne hätte, um so
wahrscheinlicher wird es, dass es gegenteilige, an der Sache vorbei-
gehende oder nicht ernstgemeinte Antworten hagelt." (CENs Korollar 1)
>eufünflanmds Geschichte interessiert- mit Verlaub - keine alte Sau.
Wissensdefizite und Lernresistenz - eine gute Kombination!
>Da haben nwir was vergessen - die Weiterführung des gewesenen Habitus vor 45 und
>nach 45 gell?
>Der ungebildete Deutsche (west - und nur west) erkennt und erkannte mühelos,
>dass sich die Uniformafarben änderten und der Rest in weiten Teilen
>blieb.....
man Filbinger
man Glashaus-Steine
>> denn ein Neufünfländer zahlt selbst genug für den Wiederaufbau -
>> Beispiele? Der Durchschnittsverdienst in Neufünfland beträgt weniger als 80%
>
>angemessener weise immer noch zu viel - viel zu viel
Nicht Deine Entscheidung
>Der wichtigste ist schnell gefinden - die fehlende Mauer.
Ich hätte jetzt auf BRAIN 1.0 getippt. Aber Du scheinst ja auch mit
pre-0.5-Beta-Releases noch den Mozilla bedienen zu können. Spricht für
Mozilla.
Roy
--
Ich missbillige, was Ihr sagt,aber Euer Recht, es zu sagen,
werde ich bis an mein Ende verteidigen. (Voltaire)
> ... dann kann (kann, theoretisch) gleichwohl eine
> Sondernutzungserlaubnis erteilt werden.
Also doch nicht nur Vermietung, wie es bei meinem Vorposter anklang.
--
Gerhard Schröder erklärt den Transrapid: "Es hat wohl etwas damit zu tun, daß
dieser Zug schwebt, und zwar mit Magnettechnik."
> Was ich sagen wollte ist, daß in Ostdeutschland, im Gegensatz zu
> Westdeutschland, derartige Relikte aus der NS-Vergangenheit gnadenlos,
> teilweise wirklich gnadenlos, ausgemerzt wurden.
Das gilt aber im Wesentlichen nur für die hochrangigeren Leute aus der
NS-Ära. Die wurden in der Tat entweder noch vor Ort (besonders in den
ersten Monaten nach Kriegsende) kurzerhand erschossen oder gehenkt oder
aber (später, auch noch in den 50er und 60er Jahren) nach Moskau
geschickt und verschwanden damit spurlos.
> Dem Osten daher vorzuwerfen, die NS-Leute weiterbeschäftigt zu haben,
> finde ich für vermessen.
Das eher einfache Personal des Nazi-Repressionsmechanismus wurde
durchaus gerne weiterverwendet nach dem Motto "Einmal Blockwart, immer
Blockwart". Zumindest wurde mir das so erzählt, aus eigener Kenntnis
weiß ich davon allerdings (glücklicherweise) nichts.
MfG
Rupert
Rainer Haessner schrieb:
> Leute, machts doch halblang! Ist das jetzt ein echtes Beispiel
> oder nur nur an den Haaren hebeigezogen, um die Benachteiligung
> einer einzelnen Person durch ein Ereignis fuer viele zu demonstrieren?
Du verdrehst m. E. etwas die Wertungen.
Es handelt sich um eine Benachteiligung Vieler zu Gunsten
Weniger, nämlich des Veranstalters, der mit der "Weiter-
vermietung" öffentlichen Raumes Gewinne erzielt.
Ich habe nichts dagegen, Steuern, Gebühren und Abgaben
in Kassen zu zahlen, die - wenigstens theoretisch -
demokratischer Kontrolle unterliegen und über deren
Verwendung für die Gemeinschaft der Steuer-, Gebühren-
und Abgabenzahler die entsprechende Einrichtung
rechenschaftspflichtig ist (so lückenhaft das
alles "in echt" sein mag). Dass ich aber für die
Bürgersteigbenutzung eines Weges, der aus öffentlichen
Mitteln erbaut und im übrigen von den Anliegern
durch Erschließungsbeiträge finanziert wurde, an
irgendeinen Entrepreneur was berappen soll, das
leuchtet mir - bei allem Respekt vor Geschäfts-
tüchtigkeit, die muss es geben - überhaupt nicht
ein.
> Was ist das ueberhaupt fuer eine traurige 50-Jahr-Feier, die
> in der privaten Wohnung stattfindet (der Wirt haette fuer solche
> Faelle naemlich schon Vorsorge getroffen)?
>
> Diese ganze Herumreiten auf minimalen persoenlichen
> Einschraenkungen erinnert leider sehr an das Geschrei, das
> beim Bau eines jeder neuen Kinder... (...garten, ....spielplatz)
> auftaucht. Selbstverstaendlich nur, weil der Spielplatz das
> letzte Biotop der gruengefleckten Trockengrasmuecke zerstoert.
Genau, 365 Tage Love Parade in allen deutschen Örtern und
schon ist die Depression überwunden, die Vollbeschäftigung
erreicht und ... ja, und wer macht die Wertschöpfung?
*scherz*
--
Dr. Christian E"in Gast auf Erden" Naundorf (aka: CEN)
"Fordert ein OP ersichtlich die Bestätigung einer vorgefassten Meinung,
ist die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine Antwort entweder das
Gegenteil sagt oder sich über OP lustig macht, exakt Eins." (2.
Korollar)
> Aber so ist das in deutshcen LAnden (manchmal). Zumindest die Menschen in
> Feriengebieten müssen so etwas häufig erdulden.
Und da hilft eben nur: Sich nichts gefallen lassen!
Gruß
Ingo
--
Neuentwurf für Art. 1 (1) GG: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie
zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Die
Würde des Menschen schließt das unbedingte Recht auf Leben jedes Einzelnen
mit ein."
>> Was ich sagen wollte ist, daß in Ostdeutschland, im Gegensatz zu
>> Westdeutschland, derartige Relikte aus der NS-Vergangenheit gnadenlos,
>> teilweise wirklich gnadenlos, ausgemerzt wurden.
>
> Schöne Wortwahl.
Na klar doch! :-) Allerdings, bin ich mir fast sicher, daß dabei,
neben wirklichen NS-Tätern auch sonstwie unerwünschte Personen mit
"entsorgt" wurden.
> Und Paradeschritt a la 3. Reich hat es in Berlin,
> Hauptstadt der DDr bestimmt auch nicht gegegeben, oder?
Ich bin kein Militärhistoriker, aber bei der Vorliebe der Nazi für
alte Traditionen, glaube ich doch annehmen zu dürfen, daß dieser
Paradeschritt älter ist.
>> Dem Osten daher vorzuwerfen, die NS-Leute weiterbeschäftigt zu
>> haben, finde ich für vermessen.
>
> Die Probleme des Ostens sind an der Stelle andere. Hochrangige
> Mitarbeiter des 3. Reichs sind geflohen oder tatsächlich abgeurteilt
> worden, danach hat man sich aber für nazifrei erklärt.
Dieses Problem hat der Westen auch. Minderbelastete wurden global
"entnazifiziert" und damit hatte es sich.
>> Daß, mit preußischer Gründlichkeit, danach ähnliche repressive
>> Systeme aufgebaut wurden, steht auf einem anderen Blatt.
>
> Nö. Das Know How dazu wurde nämlich im 3. Reich erworben und durch die
> unteren und mittleren Schichten des Regimes weitergegeben.
Dieses Know How stammt sicher nicht aus der NS-Zeit. Weder in
Deutschland, noch in Rußland, noch in einem sonstigen europäischen
Land. Und dieses Know How wird auch heute noch gepflegt.
>> Schöne Wortwahl. Und Paradeschritt a la 3. Reich hat es in Berlin,
>> Hauptstadt der DDr bestimmt auch nicht gegegeben, oder?
>
> Die Fackelzüge nich vergessen,
Wie könnte ich? Fronleichnamsumzüge, der Einzug der Wiesenwirte,
Trachtenumzüge etc. sind doch immer wieder ein herhebender
Anblick. :-)
> das Parteiensystem,
Die große Koalition.
> die Blockwarte,
Ist nicht wegen diesen gerade ein Verbotsverfahren geplatzt?
> die Agitationshierarchien,
Die hat es im Westen nie gegeben? Und gibt es sie nicht noch heute?
> die Jugenorganisationen mit ihren Veranstaltungen,
Rote Falken, Pfandfinder etc.
> Sprüchen,
Du solltest mal politische Veranstaltungen besuchen. :-)
> Uniformen,....
Öffentliches Gelöbnis. :-)
> Das gilt aber im Wesentlichen nur für die hochrangigeren Leute aus der
> NS-Ära. Die wurden in der Tat entweder noch vor Ort (besonders in den
> ersten Monaten nach Kriegsende) kurzerhand erschossen oder gehenkt oder
> aber (später, auch noch in den 50er und 60er Jahren) nach Moskau
> geschickt und verschwanden damit spurlos.
Richtig, und mit ihnen vermutlich noch so Mancher, der zu
unzuverlässig war.
>> Dem Osten daher vorzuwerfen, die NS-Leute weiterbeschäftigt zu haben,
>> finde ich für vermessen.
>
> Das eher einfache Personal des Nazi-Repressionsmechanismus wurde
> durchaus gerne weiterverwendet nach dem Motto "Einmal Blockwart, immer
> Blockwart". Zumindest wurde mir das so erzählt, aus eigener Kenntnis
> weiß ich davon allerdings (glücklicherweise) nichts.
Das war im Westen nicht anders. Der BND rekrutierte sich anfangs fast
zu Gänze aus Mitarbeitern der Abwehr, unter Beibehaltung der
Führungsstrukturen. Ähnliches gilt für die Polizei.
ich denke Du versuchst nur zu trollen, sonst würdest Du (mal abgesehen von
vierlleicht NPD, DVU undein paar Exoten) solche Vergleiche nicht ernstlich
anstrengen.
ein Vergleich der Jungen Pioniere mit Pfadfindern ist doch wohl
nich_mal_lächerlich, gelle.
Frank
--
Sehe ich anders: Wenn sich jemand genervt fühlt, kann der ihn filtern.
ich sehe es eher als Maskottchen. So eine Art Hofnarr oder aber: ein
Kreuz hat jede NG zu tragen.(Klaus Müller über Harald Hengel in daea)
> ich denke Du versuchst nur zu trollen, sonst würdest Du (mal abgesehen von
> vierlleicht NPD, DVU undein paar Exoten) solche Vergleiche nicht ernstlich
> anstrengen.
Du willst die Unterschiede an der weltanschaulichen Ausrichtung festmachen?
> ein Vergleich der Jungen Pioniere mit Pfadfindern ist doch wohl
> nich_mal_lächerlich, gelle.
Die Struktur der Hitlerjugend war von den Pfadfindern abgekupfert. Ich
kenne beides, ich war bei der HJ, meine Söhne bei den Pfadfindern. Und
letztere haben eine durchaus straff, militärisch organisierte
Struktur. Dafür hat schon deren "Ziehvater" gesorgt.
Das soll keine Wertung sein, ich möchte nur Ähnlichkeiten
aufzeigen. Und die sind immer gegeben, denn alle Jugendorganisationen
verfolgen den Zweck Kinder und Jugendliche möglichst früh an eine
bestimmte Weltanschauung zu binden, was auch durchaus legitim ist. Nur
darf man den Vergleich nicht durch ideologische Scheuklappen sehen und
dem Einen absprechen was dem Anderen recht ist.
Wir entfernen uns aber weit vom Thema der Gruppe. Daher würde ich
vorschlagen die Diskussion in einer anderen passenden Gruppe
fortzusetzen oder zu beenden. Vorschläge?
Egon Vellusig wrote:
> Frank Grummich <frank.g...@siemens.com> wrote:
>
> > ein Vergleich der Jungen Pioniere mit Pfadfindern ist doch wohl
> > nich_mal_lächerlich, gelle.
>
> Das soll keine Wertung sein, ich möchte nur Ähnlichkeiten
> aufzeigen. Und die sind immer gegeben, denn alle Jugendorganisationen
> verfolgen den Zweck Kinder und Jugendliche möglichst früh an eine
> bestimmte Weltanschauung zu binden, was auch durchaus legitim ist. Nur
> darf man den Vergleich nicht durch ideologische Scheuklappen sehen und
> dem Einen absprechen was dem Anderen recht ist.
Das gilt nur für die weltanschaulich gebundenen Jugendverbände. Oder
kannst du mir erklären, an welche Weltanschauung die Mitglieder einer
Jugendfeuerwehr, des Jugend-Roten-Kreuzes oder der Sportjugend
herangeführt und gebunden werden sollen?
Auch bei Pfadfindern (soweit nicht konfessionell gebunden), der
Naturschutzjugend im NABU oder der Jugend des Deutschen Alpenvereins ist
der Weltanschauungsaspekt auf einen sehr engen Bereich beschränkt, in
allen drei Beispielen geht es um Naturschutz und Respekt vor den
natürlichen Lebensgrundlagen.
Ciao Henning
Dem kann ich nur widersprechen; beim Alpenverein ist dies definitiv nicht
der Fall. Die Kinder lernen dort zwar viel über Umwelt- und Naturschutz,
aber dies würde ich noch nicht als Weltanschauung ansehen.
--
#!/usr/bin/perl -- -* Nie wieder Nachtschicht! *- -- lrep\nib\rsu\!#
use Inline C=>'void C(){int m,u,e=0;float l,_,I;for(;1840-e;putchar((++e>905
&&942>e?61-m:u)["\t*nl`-llkbzCqfymfvna+qfymfvN#gqbkmqfA"]^3))for(u=_=l=0;79-
(m=e%80)&&I*l+_*_<6&&28-++u;_=2*l*_+e/80*.09-1,l=I)I=l*l-_*_-2+m/27.;}';&C
Dito, wobei ich den DAV auch nicht als Jugendorganisation bezeichnen
würde, sondern als einen (Sport-)Verein für alle Menschen, der für
Minderjährige spezielle Programme anbietet, die z.T. noch nicht einmal
etwas mit Umwelt- und Naturschutz, sondern einfach nur mit Sport zu
tun haben. Insofern würde ich den Alpenverein eher mit Sportvereinen
vergleichen, die ebenfalls spezielle Programme für Jugendliche haben,
die aber ebenso wenig Jugendorganisationen sind, die bestimmte
weltanschauliche Ziele verfolgen.
Gruß
Rahel
--
"Der organisierte Wahnsinn ist die größte Macht der Welt."
(Gerhart Hauptmann, Dramatiker; Naturalist; gesellschaftskritisches
Drama »Die Weber« 1892; Literaturnobelpreis 1912; +6.6.1946)
* www.SophiasWelt.net * www.MountainArea.com * Rahel Maria Liu *
Dito, wobei ich den DAV auch nicht als Jugendorganisation bezeichnen
würde, sondern als einen (Sport-)Verein für alle Menschen, der für
Minderjährige spezielle Programme anbietet, die z.T. noch nicht einmal
etwas mit Umwelt- und Naturschutz, sondern einfach nur mit Sport zu
tun haben. Insofern würde ich den Alpenverein eher mit Sportvereinen
vergleichen, die ebenfalls spezielle Programme für Jugendliche haben,
die aber ebenso wenig bestimmte weltanschauliche Ziele verfolgen.
Damit behauptet ich aber jetzt nicht, daß ich Egons These
unterschreibe. Ich weiß einfach nicht so genau, was es alles für
Vereine gibt, die man speziell als "Jugendorganisationen" bezeichnen
könnte.
Dito, wobei ich den DAV auch nicht als Jugendorganisation bezeichnen
würde, sondern als einen (Sport-)Verein für alle Menschen, der für
Minderjährige spezielle Programme anbietet, die z.T. noch nicht einmal
etwas mit Umwelt- und Naturschutz, sondern einfach nur mit Sport zu
tun haben. Insofern würde ich den Alpenverein eher mit Sportvereinen
vergleichen, die ebenfalls spezielle Programme für Jugendliche haben,
die aber ebenso wenig bestimmte weltanschauliche Ziele verfolgen.
Damit behauptet ich aber jetzt nicht, daß ich Egons These
unterschreibe. Ich weiß einfach nicht so genau, was es alles für
Vereine gibt, die man speziell als "Jugendorganisationen" bezeichnen
könnte.
Zudem behaupte ich auch nicht, daß solche Sportvereine immer "neutral"
sind, sondern manchmal bildet sich schon eine gewisse "Grundstimmung"
- oder auch nicht, weil sich irgendwelche Hauptfunktionäre mehr oder
weniger aus weltanschaulichen Gründen bis zur Bewußtlosigkeit zoffen
.... ;-)