Am 02.02.2012 16:29, schrieb Lars Gebauer:
> * claudia reinhardt:
>> Am 02.02.2012 09:14, schrieb Tobias Claren:
>>> Die Nummer mit LetsBuyIt? Pffft, finde ich völlig in Ordnung, bzw.
>>> nicht illegitim.
>>
>> Was du findest, ist unerheblich,
>
> Was Du findest ist allerdings genauso unerheblich. :)
Da hast du wahr, aber da ich keine Befindlichkeitsäußerung von mir
gegeben habe ...
>> er hat mit seinen Urheberrechtsverletzungen erneut geltendes Recht
>> gebrochen, dafür gehört er bestraft.
>
> Deswegen meine Frage: Die Rechte welchen Urhebers hat _Schmitz_ denn
> verletzt?
Stell dir ein Fußballstadion vor, an dessen Zaun Bäume stehen. Findige
Leutchen klettern auf die Bäume und haben so ein kostenloses Vergnügen.
So weit, so schlecht, aber schon das ist ein Bruch geltenden Rechtes.
Aber der Schaden ist verschmerzbar, die Spieler können weiter bezahlt
werden, der Platzwart und die Stadioninstandhaltung auch.
Dann kommt jemand auf die Idee, Leitern zu vermieten. Er verdient an dem
Rechtsbruch Geld, kommerzialisiert ihn und das ist nunmal verboten. Wird
der Verleiher erwischt, wird er bestraft.
So kompliziert ist das jetzt doch nicht gewesen, oder?
Schmitz hat eine Plattform für Urheberrechtsverletzungen angeboten und
Geld damit verdient => er hat Leitern vermietet. Das wirft man ihm vor,
dafür sitzt er in U-Haft und dafür soll er bestraft werden.
Da er das mit der Gesetzestreue schon häufiger nicht ganz so eng gesehen
hat, schaut man ihn sich halt etwas genauer an.
Ich bin keine Rechtsanwältin, Kundige finden da aber bestimmt die
entsprechenden Gesetze.
Es kommt bei Urheberrechtsverletzungen ja immer wieder die Frage auf,
wer denn da geschädigt worden sei, wo Schaden entstanden sei.
Bleiben wir beim Stadion: Am Zaun steht jetzt eine Leiter neben der
anderen, die Bäume sind blattlos gesessen, es bezahlen nur noch ein paar
"Dumme" Eintritt. Irgendwann können die Spieler nicht mehr bezahlt
werden, dem Platzwart muss gekündigt werden, weil unbezahlbar und das
Stadion zerfällt, weil kein Geld mehr für Reparaturen da ist. Und dann
gibts keinen Fußball mehr.
Letztendlich schadet der Nutzer also auch sich selbst, er wollte für die
dargebotene Unterhaltung nichts bezahlen, jetzt bekommt er gar keine
Unterhaltung mehr.