Re: Kaum Missbrauch beim Arbeitslosengeld II

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Wolfgang Gerber

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Jun 2, 2006, 1:33:42 PM6/2/06
to

Berthold Bronisz schrieb:

> Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die zu Unrecht Arbeitslosengeld II
> beziehen, ist niedrig. Zudem dürfe man nicht davon ausgehen, dass alle
> von ihnen «getrickst» hätten, meint die Bundesagentur für Arbeit.[1]

nicht nur die. Ich bewege mich, da auch selbst betroffen, seit etwa 2
jahren im Kreis vieler Arbeitsloser. 9 von 10 wollen arbeiten - und
zwar sofort - und ziemlich egal was - Hauptsache Arbeit!

Zugegeben - es gibt auch schwarze Schafe die sehr "wählerisch" sind
oder gar keine Lust zum Arbeiten haben. Nur diese Wenigen dauernd in
den Vordergrund und als allgemin so zustellen ist schmutzige Politik!

verdammt schmutzig!

> [Zitat]
>
> Während Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Freitag klarstellte,
> dass es keine Kostenexplosion gibt, wies die Bundesagentur für Arbeit
> (BA) darauf hin, dass lediglich sechs Prozent der Hartz-IV-Betroffenen
> zu Unrecht Arbeitslosengeld (ALG) II bezögen.
>
> [/Zitat]

> Und von diesen 6% haben auch nicht alle getrickst.

Warum steht in der Statistik nicht die viel höhere Prozentzahl der
eigentlich ALG-Berechtigten, die aber in grundgesetzwidrigerweise
_kein_ ALG bekommen?

Z.B. Ehe- und Lebenspartner.

Es ist immer wieder typisch. An Negativbeispielen ziehen sich die
Medien und einige dumme Schwätzer hier hoch. Die anderen vielen Fälle
der Benachteiligten werden totgeschwiegen oder verharmlost.

> Ich mache mal wegen des möglichen Interesses ein Crossposting. Das nun
> bei einigen Hetzerinnen und Hetzern in den Gruppen ein Weltbild, dass
> sie z.B. auch durch Lektüre der Bildzeitung und Clements Hasspredigten
> erhalten haben, zusammenbricht, stört mich dabei herzlich wenig, denn
> sie sind ohnehin schlicht zu blöd auch die einfachsten Zusammenhänge zu
> verstehen.

ACK

Gruss Wolfgang
--
No reply to "From"! - Keine Antworten an das "From"
Keine privaten Mails! Ich lese die NGs, in denen ich schreibe.
Und wenn es doch sein muss, dann muss das Subjekt das Wort NGANTWORT enthalten.

Bodo Mysliwietz

unread,
Jun 2, 2006, 3:20:05 PM6/2/06
to
Wolfgang Gerber schrieb:

> Zugegeben - es gibt auch schwarze Schafe die sehr "wählerisch" sind
> oder gar keine Lust zum Arbeiten haben. Nur diese Wenigen dauernd in
> den Vordergrund und als allgemin so zustellen ist schmutzige Politik!
>
> verdammt schmutzig!

Ich würde es als Verdrängungs- oder Scheuklappenpolitik bezeichnen.

--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/

Uwe Schmitz

unread,
Jun 2, 2006, 3:51:24 PM6/2/06
to
Wolfgang Gerber wrote:
>
> Zugegeben - es gibt auch schwarze Schafe die sehr "wählerisch" sind
> oder gar keine Lust zum Arbeiten haben. Nur diese Wenigen dauernd in
> den Vordergrund und als allgemin so zustellen ist schmutzige Politik!
>
Jedes schwarze Schaf ist eines zu viel. Dieser nimmt nämlich den wirklich
Betroffenen nur das geld weg.
Wer also ein schwarzes Schaf kennt: anzeigen.

Uwe


Uwe Schmitz

unread,
Jun 2, 2006, 3:52:29 PM6/2/06
to
Berthold Bronisz wrote:

>
> Während Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Freitag
> klarstellte, dass es keine Kostenexplosion gibt, wies die
> Bundesagentur für Arbeit (BA) darauf hin, dass lediglich sechs
> Prozent der Hartz-IV-Betroffenen zu Unrecht Arbeitslosengeld (ALG) II
> bezögen.
>
> [/Zitat]
>
> Und von diesen 6% haben auch nicht alle getrickst.

Das sind genau 6% zu viel.

Uwe


Paul, Werner

unread,
Jun 2, 2006, 4:56:05 PM6/2/06
to
Wolfgang Gerber schrieb:

>
> Berthold Bronisz schrieb:
>
>> Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die zu Unrecht Arbeitslosengeld II
>> beziehen, ist niedrig. Zudem dürfe man nicht davon ausgehen, dass alle
>> von ihnen «getrickst» hätten, meint die Bundesagentur für Arbeit.[1]
>
> nicht nur die. Ich bewege mich, da auch selbst betroffen, seit etwa 2
> jahren im Kreis vieler Arbeitsloser. 9 von 10 wollen arbeiten - und
> zwar sofort - und ziemlich egal was - Hauptsache Arbeit!
>

Bei einem Verhältnis von 9 von 10 wären das dann ja schon mal 10% die,
sagen wir es mal diplomatisch, ein gespanntes Verhältnis zur Solidarität
haben. Mann könnte also allen anderen die Bezüge sofort um 10% erhöhen,
ohne die Sozialkassen auch nur um 1 Euro zusätzlich zu belasten.

Nur möchte ich mal das Geschrei mal erleben, das dann in diesem Lande
anheben wird.

Und ich kann dir auch jetzt schon sagen welcher saarländische Demagoge
dann wieder gaaaanz weit vorne stehen wird.

Das wir uns jetzt nicht falsch verstehen. Ich bin der Meinung, wir als
Gesellschaft müssen uns einer Tatsache ganz deutlich stellen.

Automobile können Chinesen, (Nord)Koreaner und Rumänen in ihren
Heimatländern auf Grund der dort herrschenden Verhältnisse deutlich
günstiger zusammenschrauben als die Kollegen in Wolfsaburg und/oder
Rüsselsheim. Und gekauft werden die Teile bei uns dann ja auch, weil sie
so schön "günstig" sind.

Deutschland punktet im globalen Wettbewerb seit nunmehr 50 Jahren allein
damit, dass "wir" innovativ sind. Dieses Niveau können die Unternehmer
aber nur halten, wenn sie Mitarbeiter einsetzen können, die durch ihre
Aus- und auch Weiterbildung sich am oberen Rand der globalen
Wettbewerber bewegen.

Und jetzt schau dir mal an, was da zur Zeit aus den Schulen an Menschen
auf den Ausbildungsmarkt entlassen werden. Ein nicht unerheblicher Teil
davon wird durch einen durschnittlich begabten, motivierten 6.-Klässler
in Bezug auf Allgemeinwissen locker in die Tasche gesteckt.

Jetzt können wir uns auch noch gerne über die Motivation der Lehrkräfte
unterhalten, aber zu allererst ist auch hier jeder für seine eigene
Leistung verantwortlich.

Die Einfordeung von Solidarität sollte in unserer Gesellschaft immer
erst ganz am Ende aller Anstrengungen stehen.

Ja, ich bin mir sicher, dass dies auf die meisten hier lebenden
zutrifft, auf den Rest sollten wir dann allerdings gemeinsam und
unnachgiebig einwirken ihr Verhalten und ihre Einstellung zur
Gesellschaft und zu dem Mitmenschen zu ändern.

Und zwar PRONTO...........

Grütze

Arnold Schiller

unread,
Jun 2, 2006, 5:17:59 PM6/2/06
to
Paul, Werner:

> Deutschland punktet im globalen Wettbewerb seit nunmehr 50 Jahren allein
> damit, dass "wir" innovativ sind. Dieses Niveau können die Unternehmer
> aber nur halten, wenn sie Mitarbeiter einsetzen können, die durch ihre
> Aus- und auch Weiterbildung sich am oberen Rand der globalen
> Wettbewerber bewegen.

Früher war es aber auch mal normal, dass man sein Humankapital nicht
einfach auf die Strasse setzte und für seine Fortbildung sorgte. Da war
dann auch viel Erfahrung dabei, die ein zwanzig bis dreissigjähriger gar
nicht haben kann. Die Innovation entstand dann aus der Mischung zwischen
jungen und erfahrenen Kräften. Heutzutage legen die Firmen wert darauf
jung und dynamisch zu sein und ein Durchschnittsalter von 28 Jahren in der
Belegschaft zu haben.

Grüße,
Arnold

Gerrit Brodmann

unread,
Jun 2, 2006, 8:39:15 PM6/2/06
to
"Berthold Bronisz" <sparks667...@yahoo.de> wrote:

>Ich mache mal wegen des möglichen Interesses ein Crossposting. Das nun
>bei einigen Hetzerinnen und Hetzern in den Gruppen ein Weltbild, dass
>sie z.B. auch durch Lektüre der Bildzeitung und Clements Hasspredigten
>erhalten haben, zusammenbricht,

Der einzige, der hier immer wieder so ein Weltbild heraufbeschwört,
bist Du.

> stört mich dabei herzlich wenig, denn
>sie sind ohnehin schlicht zu blöd auch die einfachsten Zusammenhänge zu
>verstehen.

Das wiederum passt auch prima auf Dich.


--
Fotografie und Foto - Kunst aus Braunschweig
photography - art - sketches: http://gerrit.brodmann.com
LARP, Mittelalter und Fantasy: http://derLARPfotograf.de
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info

Peter Voelpel

unread,
Jun 2, 2006, 9:11:55 PM6/2/06
to

"Berthold Bronisz" <sparks667...@yahoo.de>

>Das nun bei einigen Hetzerinnen und Hetzern in den Gruppen ein Weltbild,
>dass
> sie z.B. auch durch Lektüre der Bildzeitung und Clements Hasspredigten

> erhalten haben, zusammenbricht, stört mich dabei herzlich wenig

der Einzige, der hier ständig hetzt bist doch Du

> denn sie sind ohnehin schlicht zu blöd auch die einfachsten Zusammenhänge
> zu
> verstehen

ja,
Du bist der Oberschlaue um den sich sicher jede Firma oder Partei reissen
würde,
wenn Sie nur wüsste das es Dich gibt ;-)

Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 4:36:14 AM6/3/06
to
In article <e5q9u7$4op$1...@news2.open-news-network.org>, Arnold Schiller wrote:
> Heutzutage legen die Firmen wert darauf
> jung und dynamisch zu sein und ein Durchschnittsalter von 28 Jahren in der
> Belegschaft zu haben.

Hier kann ich erfreulicherweise berichten, dass sich das bereits deutlich
erkennbar verändert. Ich führe das zwar nicht auf eine wundersame Wandlung in
den Unternehmen zurück, sondern schlicht auf die demoskopische Entwicklung in
de, aber die 50 als "magische Grenze" bröckelt zumindest in unserem
Kundenkreis mittlerweile heftigst. Wowereit.

Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 4:39:35 AM6/3/06
to
In article <e5q4sl$jfg$1...@online.de>, Uwe Schmitz wrote:
> Wer also ein schwarzes Schaf kennt: anzeigen.

Leute zu denunzieren halte ich für die schlechteste aller
Möglichkeiten.

Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 4:42:59 AM6/3/06
to
In article <e5pmdb$qaj$00$1...@news.t-online.com>, Berthold Bronisz wrote:

> bei einigen Hetzerinnen und Hetzern
>

Wenn du dir diese IMO völlig überflüssigen Seitenhiebe verkneifen
könntest, würden deine Beiträge erheblich an Qualität gewinnen.

Uwe Schmitz

unread,
Jun 3, 2006, 5:03:05 AM6/3/06
to

Definition:
Denunziation

[lateinisch] die, die (aus unehrenhaften Beweggründen erfolgende) Anzeige,
durch die jemand einer strafbaren Handlung beschuldigt wird.

*****

Einen Betrüger anzuzeigen, geschieht nicht aus unehrenhaften Gründen.

Eher das Gegenteil ist unehrenhaft-

Uwe


Volker Neurath

unread,
Jun 2, 2006, 2:27:02 PM6/2/06
to
Wolfgang Gerber wrote:

> Zugegeben - es gibt auch schwarze Schafe die sehr "wählerisch" sind
> oder gar keine Lust zum Arbeiten haben. Nur diese Wenigen dauernd in
> den Vordergrund und als allgemin so zustellen ist schmutzige Politik!
>
> verdammt schmutzig!

Politik? Das ist *Propaganda* der schmutzigsten Art.

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, das TCPA verhindert werden muss

Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 7:03:04 AM6/3/06
to
In article <e5rj92$m7o$1...@online.de>, Uwe Schmitz wrote:
> Einen Betrüger anzuzeigen, geschieht nicht aus unehrenhaften Gründen.
>
> Eher das Gegenteil ist unehrenhaft-

Denunziation ist per se unehrenhaft.

Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 7:05:39 AM6/3/06
to
In article <e5rj92$m7o$1...@online.de>, Uwe Schmitz wrote:
> > Leute zu denunzieren halte ich für die schlechteste aller
> > Möglichkeiten.
>
> Definition:
> Denunziation
>
> [lateinisch] die, die (aus unehrenhaften Beweggründen erfolgende) Anzeige,
> durch die jemand einer strafbaren Handlung beschuldigt wird.
>
> *****
>
> Einen Betrüger anzuzeigen, geschieht nicht aus unehrenhaften Gründen.
>
> Eher das Gegenteil ist unehrenhaft-

So lange du die Hintergründe nicht kennst, und das ist in nahezu allen dieser
Fälle so, bleibe ich dabei, dass es sich um Denunziation handelt. Ich halte
übrigens auch die selbsternannten Hilfssherrifs, die nichts besseres zu tun
haben als Falschparker aufzuschreiben (und alle ähnlichen Dinge mehr) für
nichts anderes als armselige Denunzianten.

Henning Weede

unread,
Jun 3, 2006, 9:15:12 AM6/3/06
to
Wolfgang Gerber <nichtf...@gmx.de> writes:

>
>Berthold Bronisz schrieb:
>
>> Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die zu Unrecht Arbeitslosengeld II
>> beziehen, ist niedrig. Zudem dürfe man nicht davon ausgehen, dass alle
>> von ihnen «getrickst» hätten, meint die Bundesagentur für Arbeit.[1]
>
>nicht nur die. Ich bewege mich, da auch selbst betroffen, seit etwa 2
>jahren im Kreis vieler Arbeitsloser. 9 von 10 wollen arbeiten - und
>zwar sofort - und ziemlich egal was - Hauptsache Arbeit!
>
>Zugegeben - es gibt auch schwarze Schafe die sehr "wählerisch"

Kommt drauf an, wieviel Arbeit der einzelne in seine Qualifikation
gesteckt hat und wieviel Geld wir alle in ihn investiert haben. Ein
promovierter Natur- oder Ingenieurwissenschaftler, der die Ergebnisse
seiner Forschungsprojekte gerne zu unser aller Nutzen anwenden möchte und
es mangels Arbeitsvertrag nicht kann, macht sich nicht zum schwarzen
Schaf, wenn er an der Wiederherstellung seiner Karriere arbeitet, sondern
er macht sich zum schwarzen Schaf, wenn er's aufgibt und anfängt Pizzas,
Versicherungspolicen oder Freenet-Accounts zu verkaufen.

Dadurch, dass restlos jeder der sich weigert restlos jede Arbeit
anzufangen als "schwarzes Schaf" angepöbelt wird entstehen
neue Arbeitsplätze höchstens in China und Korea, aber nicht hier.

Henning

Bodo Mysliwietz

unread,
Jun 3, 2006, 9:41:50 AM6/3/06
to
Thomas Grüske schrieb:

> Hier kann ich erfreulicherweise berichten, dass sich das bereits deutlich
> erkennbar verändert. Ich führe das zwar nicht auf eine wundersame Wandlung in
> den Unternehmen zurück, sondern schlicht auf die demoskopische Entwicklung in
> de, aber die 50 als "magische Grenze" bröckelt zumindest in unserem
> Kundenkreis mittlerweile heftigst. Wowereit.

Hört sich gut an - Du machst Hoffnung. Bist Du (Ihr) eigentlich
branchenspezifisch tätig?

Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 12:29:10 PM6/3/06
to
In article <4edhsmF...@individual.net>, Bodo Mysliwietz wrote:
> Bist Du (Ihr) eigentlich
> branchenspezifisch tätig?

Nein, nicht grundsätzlich. Allerdings gibt es, ich sag mal,
bedarfsspezifische Schwerpunkte im Bereich IT und Ingenieurwesen. Hängt
aber unter anderem einfach auch von der persönlichen Qualifikation der
jeweiligen Kollegen ab.
Schwer gesucht aktuell sind z.B. Ingenieure für Schifffahrt sowie Luft-
und Raumfahrtechnik.

Frank Bormann

unread,
Jun 3, 2006, 2:34:28 PM6/3/06
to
Henning Weede meinte:

Richtig, das geistige Potential,welches hier in D verschleudert bzw. brach
liegen gelassen, um nicht zu sagen, systematisch durch Leerlauf vernichtet
wird - das spottet jeder Beschreibung.

Ich glaube, das ist einmalig auf dieser Welt.


FB

Frank Bormann

unread,
Jun 3, 2006, 2:30:29 PM6/3/06
to
Thomas Grüske meinte:

Ach, du grüne Neune, ich wußte doch, daß da irgend ein Haken dabei ist.

Von diesen beiden _Mini_Branchen kannst Du ein „...Bröckeln der
50er-Grenze...“ erkennen?

Schifffahrt in D - ich lach mich kaputt, wo kaum noch ein Schiff unter
deutscher Flagge fährt.

Luft- und Raumfahrttechnik - oje, das Häppchen deutscher Beitrag zu
Airbus und ESA...

FB

Peter Voelpel

unread,
Jun 3, 2006, 3:48:04 PM6/3/06
to

"Frank Bormann" <for.sp...@gmx.net> schrieb

>> Schwer gesucht aktuell sind z.B. Ingenieure für Schifffahrt sowie Luft-
>> und Raumfahrtechnik.
>
> Ach, du grüne Neune, ich wußte doch, daß da irgend ein Haken dabei ist.
>
> Von diesen beiden _Mini_Branchen kannst Du ein "...Bröckeln der
> 50er-Grenze..." erkennen?

manche sind zu doof zum lesen, da steht "schwer gesucht z.B."

>
> Schifffahrt in D - ich lach mich kaputt, wo kaum noch ein Schiff unter
> deutscher Flagge fährt.

von Matrosen oder Stewarts war keine Rede

>
> Luft- und Raumfahrttechnik - oje, das Häppchen deutscher Beitrag zu
> Airbus und ESA...

hoch lebe die Einfalt...

der Mitarbeiterzuwachs der Branche in 2005 lag bei 8,6%


Leif Saxx

unread,
Jun 3, 2006, 3:50:56 PM6/3/06
to
Paul, Werner wrote:

> Deutschland punktet im globalen Wettbewerb seit nunmehr 50 Jahren allein
> damit, dass "wir" innovativ sind. Dieses Niveau können die Unternehmer
> aber nur halten, wenn sie Mitarbeiter einsetzen können, die durch ihre
> Aus- und auch Weiterbildung sich am oberen Rand der globalen
> Wettbewerber bewegen.

Das Problem sind die Unternehmer, die nicht kapieren wollen dass
Personal nicht nur unnützes Wegwerfmaterial ist, sondern durchaus
wertvolles Humankapital sein kann wenn man es denn ließe.

Standard ist, dass Personal immer mehr schikaniert ist, weil
der deutsche Unternehmer der Meinung ist, dass eine Firma umso
besser läuft je schlechter man das Personal behandelt, und dass
ein Mitarbeiter de rnoch lächeln kann nicht optimal ausgenutzt
wird.

Fortbildung ist eh unerwünscht, denn in der Zeit, in der der
Mitarbeiter sich fortbildet steht er nicht "flexibel" für Überstunden
zur Verfügung, und man will ja auch nicht, dass er nach erfolgreicher
Fortbildung sich einen anderen Arbeitsplatz sucht wo er nicht wie der
letzte Dreck behandelt wird. Wenn man sich aber irgenwo bewirbt sollte
man natürlioch trotzdem schon mindestens 3 Diplome und 50 Jahre
Berufserfahrung haben, aber während des Verbleibs im eigenen Unternehmen
weiterbilden? Nicht wenn "Unternehmer" das verhindern kann.

Harald Horn

unread,
Jun 3, 2006, 4:20:13 PM6/3/06
to
Man bemerkt wieder, wie weltfremd unsere Politiker bereits sind.

> Während Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Freitag klarstellte,
> dass es keine Kostenexplosion gibt, wies die Bundesagentur für Arbeit
> (BA) darauf hin, dass lediglich sechs Prozent der Hartz-IV-Betroffenen
> zu Unrecht Arbeitslosengeld (ALG) II bezögen.

Ein System mit einer Effizienz von 94% ist ein traumhafter Wert und legt
die Vermutung nahe, daß ein Optimalpunkt, bei dem der Aufwand, der
getrieben wird minimiert und die Effizienz maximiert ist, bereits
überschritten
ist. Weitere Versuche, die Effizienz zu steigern führen auf jeden Fall zu
einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand, der sich nicht rechnen
wird.

Gruß,
Harald


Harald Horn

unread,
Jun 3, 2006, 4:21:09 PM6/3/06
to
Nachtrag:

Um es einfacher zu formulieren:

"Wir sparen mit jedem Cent, koste es, was es wolle!"

Gruß,
Harald


Thomas Grüske

unread,
Jun 3, 2006, 4:22:06 PM6/3/06
to
In article <pan.2006.06.03....@gmx.net>, Frank Bormann wrote:
> Ach, du grüne Neune, ich wußte doch, daß da irgend ein Haken dabei ist.

Stimmt. Der Haken ist, dass du meinen Beitrag nicht mal ansatzweise
verstanden hast.

Bernd Kohlhaas

unread,
Jun 4, 2006, 1:28:55 AM6/4/06
to
Hallo,

"Leif Saxx" schrieb

> Das Problem sind die Unternehmer, die nicht kapieren wollen dass
> Personal nicht nur unnützes Wegwerfmaterial ist, sondern durchaus
> wertvolles Humankapital sein kann wenn man es denn ließe.
>
> Standard ist, dass Personal immer mehr schikaniert ist, weil
> der deutsche Unternehmer der Meinung ist, dass eine Firma umso
> besser läuft je schlechter man das Personal behandelt, und dass
> ein Mitarbeiter de rnoch lächeln kann nicht optimal ausgenutzt
> wird.

ACK.
Das ist m.E. eben der leichteste Führungsstil für Führungskräfte, die
eigentlich zum Führen ungeeignet sind. Mit diesem Stil kann man wohl
auf einer Galeere aus einer Mannschaft Rudersklaven das Optimum
rausholen.

Kreativität und selbstlosen Einsatz unterdrückt man damit aber eher.
Kein Stil, der Deutschland wieder auf die Beine bringt, denke ich. Ist
ja eh nicht wichtig. Kurzfristig Kohle scheffeln ist angesagt.

--
Bernd Kohlhaas
B.Koh...@gmx.de

Uwe Schmitz

unread,
Jun 4, 2006, 6:39:36 AM6/4/06
to
Thomas Grüske wrote:

> So lange du die Hintergründe nicht kennst, und das ist in nahezu
> allen dieser Fälle so, bleibe ich dabei, dass es sich um Denunziation
> handelt. Ich halte übrigens auch die selbsternannten Hilfssherrifs,
> die nichts besseres zu tun haben als Falschparker aufzuschreiben (und
> alle ähnlichen Dinge mehr) für nichts anderes als armselige
> Denunzianten.

Mit dieser Einstellung geht jeder Staat zu Grunde.

Uwe


Thomas Grüske

unread,
Jun 4, 2006, 6:53:44 AM6/4/06
to
In article <e5uda2$jg2$1...@online.de>, Uwe Schmitz wrote:
> Mit dieser Einstellung geht jeder Staat zu Grunde.

Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Wowereit.

Message has been deleted

Uwe Schmitz

unread,
Jun 4, 2006, 10:18:46 AM6/4/06
to

Verstehe ich nicht und bitte um stichwortartige Aufklärung.

Uwe


Uwe Schmitz

unread,
Jun 4, 2006, 10:21:30 AM6/4/06
to
Harald Horn wrote:

> Weitere Versuche, die Effizienz zu steigern führen auf jeden
> Fall zu einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand, der sich nicht
> rechnen wird.

Du vergisst die Propyhlaxe.
Wenn 6% sich bewußt nicht an Gesetze halten dann sind es morgen 10% und in 3
Jahren 50%.
Kannst Du jeden Tag beim Parken im absoluten Halteverbot beobachten.
Würde das Verbot mit brachialer Gewalt durchgesetzt (Abschleppen innerhalb
von 3 Minuten) durchgesetzt: Die Straßen der Innenstadt wären ohne Stau
befahrbar.
Uwe


Frank Bormann

unread,
Jun 4, 2006, 2:07:29 PM6/4/06
to
Thomas Grüske meinte:

Der Haken ist, daß Du ein „...Bröckeln der 50er-Grenze“
verallgemeinernd an zwei Randsparten prophezeien willst.

Und genau in diesen beiden Sparten wird kein Fünfziger mehr eingestellt,
höchstens vielleicht mal ab und zu einer _abgeworben_.
Genau _da_ werden die Top-Absolventen gesucht.


FB

Frank Bormann

unread,
Jun 4, 2006, 2:00:55 PM6/4/06
to
Peter Voelpel meinte:

>
> "Frank Bormann" <for.sp...@gmx.net> schrieb
>
>>> Schwer gesucht aktuell sind z.B. Ingenieure für Schifffahrt sowie
>>> Luft- und Raumfahrtechnik.
>>
>> Ach, du grüne Neune, ich wußte doch, daß da irgend ein Haken dabei
>> ist.
>>
>> Von diesen beiden _Mini_Branchen kannst Du ein "...Bröckeln der
>> 50er-Grenze..." erkennen?
>
> manche sind zu doof zum lesen, da steht "schwer gesucht z.B."

In der Tat - da steht „...Bröckeln der 50er-Grenze...“.

Thomas Grüske

unread,
Jun 4, 2006, 4:01:09 PM6/4/06
to
In article <pan.2006.06.04...@gmx.net>, Frank Bormann
wrote:
> Der Haken ist, daß Du ein „...Bröckeln der 50er-Grenze“
> verallgemeinernd an zwei Randsparten prophezeien willst.

Nein, nicht im Entferntesten. Und genau das ist es auch, was du nicht
verstanden hast.

Leif Saxx

unread,
Jun 4, 2006, 8:33:24 PM6/4/06
to
Bernd Kohlhaas wrote:

> ACK.
> Das ist m.E. eben der leichteste Führungsstil für Führungskräfte, die
> eigentlich zum Führen ungeeignet sind. Mit diesem Stil kann man wohl
> auf einer Galeere aus einer Mannschaft Rudersklaven das Optimum
> rausholen.

Die Frage ist, wieso vorwiegend solch "ungeeigneten" Leute in
Führungspositionen geraten?

> Kreativität und selbstlosen Einsatz unterdrückt man damit aber eher.
> Kein Stil, der Deutschland wieder auf die Beine bringt, denke ich. Ist
> ja eh nicht wichtig. Kurzfristig Kohle scheffeln ist angesagt.

Wie wahr, wie wahr. Vielleicht hat D es nicht anders verdient,
wenn es in 20 Jahren auf dem Niveau der 3. Welt steht. Man kann
fähigen Leuten eigentlich nur anraten auszwandern. D hat IMHO
keine Zukunft mehr.

Arnold Schiller

unread,
Jun 4, 2006, 8:43:28 PM6/4/06
to
Leif Saxx:

> Die Frage ist, wieso vorwiegend solch "ungeeigneten" Leute in
> Führungspositionen geraten?

Das ist ganz einfach. Da gibt es so ein Spruch. A-people hire A-people,
B-people hire C-people oder so ähnlich, es braucht also nur ein B ganz
nach oben schaffen und schon ist die Malaise da und der Virus grassiert.

Grüße,
Arnold


Rupert Haselbeck

unread,
Jun 5, 2006, 5:22:58 AM6/5/06
to
Leif Saxx schrieb:

> Die Frage ist, wieso vorwiegend solch "ungeeigneten" Leute in
> Führungspositionen geraten?

Das ist doch ganz einfach. Die Führungskräfte sind aus der Sicht mancher
Nicht-Führungskräfte grundsätzlich ungeeignet.
Gerade der ein oder andere der ganz besonders fähigen und ganz besonders
klugen Leute hier verstehen ja alles (zumindest alles besser) und
könnten alle Probleme dieses Landes viel besser lösen als diejenigen,
welche aus völlig unverständlichen Gründen an der Spitze von Wirtschaft
und Politik stehen, während man all diesen überragenden Könnern hier
leider ein Übermaß an Freizeit zumutet

MfG
Rupert

Arnold Schiller

unread,
Jun 5, 2006, 6:13:40 AM6/5/06
to
Rupert Haselbeck:

Vielleicht bräuchte es aber weniger "Führung" in der Politik sondern
einfach mehr Austausch und Kommunikation. Wenn Riester darüber jammert,
was er sich von der Presse alles anhören durfte, dann kommt er nicht
einmal auf den Gedanken, dass der demokratische Austauschprozess nicht
geklappt hat, und er einfach seine Ideen durchgesetzt hat. Diese Kritik
nimmt er nicht einmal an, sondern glaubt, dass er nur das richtige gemacht
hat - bis zum heutigen Tag. Jetzt jammert in den Talkshows darüber. Und
er ist nicht die einzige "Führungskraft", die so reagiert.

Ja es wird ja noch darüber gejammert, dass man dies dem Volk halt nicht
richtig kommuniziert hätte und das es mehr Kommunikation bräuchte um die
richtigen Ideen nur zu vermitteln.

Wenn das Vertrauen da ist, und das macht ein gute Führungskraft auch,
dann muss es eventuell noch nicht einmal kommuniziert werden. Nur dann hat
die Führungskraft auch vorher kommuniziert.

Wenn etwas nicht kommunizierbar ist, dann kann man sich auch hinstellen
und das klar und deutlich sagen, vorausgesetzt es ist bei einem Geführten
das Vertrauen da.

Da aber seit 40 Jahren Schulden abgebaut werden und jeder Finanzminister
dies behauptet, ist der Vertrauensvorschuss halt in der Zwischenzeit
gänzlich aufgebraucht.

Grüße,
Arnold


Robert Lange

unread,
Jun 5, 2006, 12:14:41 PM6/5/06
to
Uwe Schmitz schrieb:

> Harald Horn wrote:
>
>> Weitere Versuche, die Effizienz zu steigern führen auf jeden
>> Fall zu einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand, der sich nicht
>> rechnen wird.
>
> Du vergisst die Propyhlaxe.
> Wenn 6% sich bewußt nicht an Gesetze halten dann sind es morgen 10% und in 3
> Jahren 50%.

Im Fall von ALG II ist mehr Bürokratie weder notwendig noch
geeignet, Missbrauch zu verringern:

(1) Bei anderen Sozialleistungen wie Wohngeld oder BAföG
zeigt sich, dass es auch mit weniger Bürokratie geht,
ohne dass übermäßiger Missbrauch oder ausufernde Kosten
zu beklagen wären. Der ALG-II-Bürokratismus ist also
*nicht notwendig*.

(2) Bereits jetzt sind die meisten Leistungsträger mit der
Umsetzung des SGB II überfordert. Sie haben gar nicht
die Ressourcen, Missbrauch aufzudecken und zu ahnden.
Der ALG-II-Bürokratismus ist also auch *nicht geeignet*.

Wofür der ALG-II-Bürokratismus allerdings geeignet ist (und
erst recht die jetzt beschlossenen Änderungen), ist,
Fehlverhalten der Leistungsempfänger zu provozieren, das man
dann sanktionieren kann. Dies entspricht aber nicht dem
proklamierten Zweck des Gesetzes.


> Kannst Du jeden Tag beim Parken im absoluten Halteverbot beobachten.
> Würde das Verbot mit brachialer Gewalt durchgesetzt (Abschleppen innerhalb
> von 3 Minuten) durchgesetzt: Die Straßen der Innenstadt wären ohne Stau
> befahrbar.

Ich denke, man hätte sogar mehr Stau, wegen des verstärkten
Parksuchverkehrs; erst recht, wenn man es nach dem
ALG-II-Motto "Fordern statt Fördern" versäumt, ausreichend
Parkplätze oder sonstige Verkehrsinfrastruktur anzubieten.

Benedict Mangelsdorff

unread,
Jun 5, 2006, 12:22:58 PM6/5/06
to
Harald Horn schrieb:

> Man bemerkt wieder, wie weltfremd unsere Politiker bereits sind.
>
> > Während Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Freitag klarstellte,
> > dass es keine Kostenexplosion gibt, wies die Bundesagentur für Arbeit
> > (BA) darauf hin, dass lediglich sechs Prozent der Hartz-IV-Betroffenen
> > zu Unrecht Arbeitslosengeld (ALG) II bezögen.

Und wenn es keine Kostensteigerung gegeben hätte, warum dann der
Aktionismus?

> Ein System mit einer Effizienz von 94% ist ein traumhafter Wert und legt
> die Vermutung nahe, daß ein Optimalpunkt, bei dem der Aufwand, der
> getrieben wird minimiert und die Effizienz maximiert ist, bereits
> überschritten ist.

Offensichtlich kein Grund, nicht mit der Wurst nach der Speckseite zu
werfen.

> Weitere Versuche, die Effizienz zu steigern führen auf jeden Fall zu
> einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand, der sich nicht rechnen
> wird.

Exakt so wird es kommen. Für jeden 'eingesparten' Euro werden viele
ausgegeben werden - auf Kosten des sozialen Friedens.

Interessant ist IMHO auch die Geschwindigkeit, mit der Müntefering seine
politischen Standpunkte wechselt. Gestern waren noch die "Heuschrecken"
an der Misere schuld, heute sind es die "Hartz-IV-Schmarotzer". Welche
Sau wird er wohl als nächstes durch das Dorf treiben, um vom Kernproblem
abzulenken?

Was da getrieben wird, ist Populismus auf BILD-Niveau - zu Lasten Aller
und IMO hart an der Grenze zur Volksverhetzung.


ttyl8er, bm.

--
[E = mc² ± 2dB]

Benedict Mangelsdorff

unread,
Jun 5, 2006, 11:14:05 AM6/5/06
to
Uwe Schmitz schrieb:

> Wenn 6% sich bewußt nicht an Gesetze halten dann sind es morgen 10% und in 3
> Jahren 50%.
> Kannst Du jeden Tag beim Parken im absoluten Halteverbot beobachten.
> Würde das Verbot mit brachialer Gewalt durchgesetzt (Abschleppen innerhalb
> von 3 Minuten) durchgesetzt: Die Straßen der Innenstadt wären ohne Stau
> befahrbar.

Der Verkehr käme eher durch die ganzen Abschleppfahrzeuge endgültig zum
Erliegen.

Michael Liedtke

unread,
Jun 5, 2006, 3:23:46 PM6/5/06
to
Robert Lange <robert...@gmx.net> schrieb am Mon, 05 Jun 2006

>Im Fall von ALG II ist mehr Bürokratie weder notwendig noch
>geeignet, Missbrauch zu verringern:
>
>(1) Bei anderen Sozialleistungen wie Wohngeld oder BAföG
> zeigt sich, dass es auch mit weniger Bürokratie geht,
> ohne dass übermäßiger Missbrauch oder ausufernde Kosten
> zu beklagen wären. Der ALG-II-Bürokratismus ist also
> *nicht notwendig*.

Dir ist bekannt, dass es gerade im Bereich des BAföG
über lange Jahre heftigen Mißbrauch gab und erst im Zuge
des neu eingeführten Datenabgleichs vor etwa 4 Jahren eine
große Anzahl von Betrugsverfahren eingeleitet werden
mußte?

Frank Bormann

unread,
Jun 5, 2006, 1:15:04 PM6/5/06
to
Thomas Grüske meinte:

> In article <pan.2006.06.04...@gmx.net>, Frank Bormann wrote:

>> Der Haken ist, daß Du ein „...Bröckeln der 50er-Grenze“


>> verallgemeinernd an zwei Randsparten prophezeien willst.
>
> Nein, nicht im Entferntesten. Und genau das ist es auch, was du nicht
> verstanden hast.

Dann drück Dich verständlich aus und fasel nicht eine nichtvorhandene
Trendwende herbei. _Das_ können die in Berlin besser.


FB

Thomas Grüske

unread,
Jun 5, 2006, 5:02:09 PM6/5/06
to
In article <pan.2006.06.05....@gmx.net>, Frank Bormann
wrote:

> Dann drück Dich verständlich aus und fasel nicht eine nichtvorhandene
> Trendwende herbei.

Versuch doch, einfach nur auf das zu antworten, was auch tatsächlich da
steht, das würde schon deutlich helfen. Du hast leider zwei Dinge, die
ziemlich genau gar nichts miteinander zu tun haben und noch dazu in
verschiedenen Postings standen, miteinander vermengt und einen nicht
vorhandenen Zusammenhang hineininterpretiert.

Robert Lange

unread,
Jun 5, 2006, 5:32:16 PM6/5/06
to
Michael Liedtke schrieb:

> Robert Lange <robert...@gmx.net> schrieb am Mon, 05 Jun 2006
>

>> (1) Bei anderen Sozialleistungen wie Wohngeld oder BAföG
>> zeigt sich, dass es auch mit weniger Bürokratie geht,
>> ohne dass übermäßiger Missbrauch oder ausufernde Kosten
>> zu beklagen wären. Der ALG-II-Bürokratismus ist also
>> *nicht notwendig*.
>
> Dir ist bekannt, dass es gerade im Bereich des BAföG
> über lange Jahre heftigen Mißbrauch gab und erst im Zuge
> des neu eingeführten Datenabgleichs vor etwa 4 Jahren eine
> große Anzahl von Betrugsverfahren eingeleitet werden
> mußte?

Habe ich von gehört. Zeigt meiner Meinung nach, dass
Missbrauch mit einfachen und vergleichsweise
unbürokratischen Mitteln (hier: Datenabgleich) wirksamer
bekämpft werden kann, als mit dem jetzt üblichen
Formularkrieg zwischen ALG-II-Trägern und -empfängern oder
gar mit Vorladungen oder Jobangeboten, mit denen man allein
das Wohlverhalten des ALG-II-Empfängers testen will, statt
seine Bedürftigkeit zu überprüfen oder ihn gar in den
Arbeitsmarkt zu integrieren.

Heinz Günter Fanty

unread,
Jun 6, 2006, 12:48:33 AM6/6/06
to
Gruß Rupert

Rupert Haselbeck wrote:
> Das ist doch ganz einfach. Die Führungskräfte sind aus der Sicht mancher
> Nicht-Führungskräfte grundsätzlich ungeeignet.

Wenn etwas mit dem Schwanz wedelt wie ein Hund und bellt wie ein Hund dann
ist es ein Hund. Man muß kein Wetterfrosch sein um Wetter für schlecht zu
halten. Es gibt die "Blackbox" Methode und solche Bücher wie "Nieten in
Nadelstreifen" und die Erkenntnis das man mit Sicherheit davon ausgehen
kann, das jemand Mist baute wenn das Schiff nach dem Stapellauf sinkt.
Führungskräfte kennzeichnet unter anderem das "Nichführungskräfte" gar
keinen Anlass für Kritik finden.
Deine Kritik ist allerdings trotzdem unklar denn ich bin mir nicht sicher,
ob Du nur das Recht zur Kritik an Führungskräften negierst oder die Anlässe
leugnest. Ich vermute das Erste.
Wenn eine Führungskraft in einem KKW Mist baut und die anliegenden Felder
eines Bauern verseucht dann hat der Bauer jedes Recht zur Kritik obwohl er
nicht die geringste Ahnung von Kernspaltung hat. Ein hochstudierter
Fachmann hat als Verursacher nicht das geringste Recht der Entschuldigung
denn es gibt Fehler die nicht passieren dürfen. Und nun vergleiche
Deutschland und seine "Führungskräfte" mit den Nachbarn und sag mir dann
noch mal das hier keiner berechtigte Kritik üben darf.
Ich denke Dein Sarkasmus geht hier ins Leere.
mfg
hgf

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Mike Breyer

unread,
Jun 6, 2006, 10:45:19 AM6/6/06
to
Uwe Schmitz wrote:
> Jedes schwarze Schaf ist eines zu viel. Dieser nimmt nämlich den
> wirklich Betroffenen nur das geld weg.
> Wer also ein schwarzes Schaf kennt: anzeigen.


Gilt das auch für Berliner (im reGIERungsviertel) :-)

Mike Breyer

unread,
Jun 6, 2006, 10:49:30 AM6/6/06
to
Uwe Schmitz wrote:

>> Und von diesen 6% haben auch nicht alle getrickst.
>
> Das sind genau 6% zu viel.
>
> Uwe

Und Du glaubst, das weniger wie 6% von den Unternehmern bei den Steuern
betrügen?

Ich denke, wenn man die Summen vergleicht, sind die 6% ALG II Empfänger eher
minimal.

Aber ein Unternehmer, der die Steuer betrügt hat ja nur wieder einen "Weg"
gefunden, um Geld zu sparen, nicht wahr?

Mike Breyer

unread,
Jun 6, 2006, 10:51:23 AM6/6/06
to

Eben, Und wenn Politiker und Manager in die Verantwortung ihrer
Entscheidungen tragen müssten, hätten wir gar keine Misere in Deutschland.

Aber das kann ma ja den Herren nicht zumuten, Geld kassieren und dann auch
noch verantwortung zu tragen.

Mike Breyer

unread,
Jun 6, 2006, 10:53:11 AM6/6/06
to
Uwe Schmitz wrote:

> Berthold Bronisz wrote:
>
>>
>> Während Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) am Freitag
>> klarstellte, dass es keine Kostenexplosion gibt, wies die
>> Bundesagentur für Arbeit (BA) darauf hin, dass lediglich sechs
>> Prozent der Hartz-IV-Betroffenen zu Unrecht Arbeitslosengeld (ALG) II
>> bezögen.
>>
>> [/Zitat]

>>
>> Und von diesen 6% haben auch nicht alle getrickst.
>
> Das sind genau 6% zu viel.
>
> Uwe

Bei den 6% sind übrigens auch Leistungsempfänger wie aus dem Thread "H4
Irrenhaus"

Frank Bormann

unread,
Jun 6, 2006, 2:25:22 PM6/6/06
to
Thomas Grüske meinte:

Mhm, kann ja verstehen, daß Du jetzt die „Kurve“ kriegen willst, na mach
mal...


FB

Thomas Grüske

unread,
Jun 6, 2006, 3:43:47 PM6/6/06
to
In article <pan.2006.06.06....@gmx.net>, Frank Bormann wrote:
> > Versuch doch, einfach nur auf das zu antworten, was auch tatsächlich da
> > steht, das würde schon deutlich helfen. Du hast leider zwei Dinge, die
> > ziemlich genau gar nichts miteinander zu tun haben und noch dazu in
> > verschiedenen Postings standen, miteinander vermengt und einen nicht
> > vorhandenen Zusammenhang hineininterpretiert.
>
> Mhm, kann ja verstehen, daß Du jetzt die „Kurve“ kriegen willst, na mach
> mal...

*Ich* brauch nun wirklich keine Kurve irgendwohin zu kriegen.

Uwe Schmitz

unread,
Jun 6, 2006, 3:51:03 PM6/6/06
to
Mike Breyer wrote:
>
> Und Du glaubst, das weniger wie 6% von den Unternehmern bei den
> Steuern betrügen?
>
> Ich denke, wenn man die Summen vergleicht, sind die 6% ALG II
> Empfänger eher minimal.
>
> Aber ein Unternehmer, der die Steuer betrügt hat ja nur wieder einen
> "Weg" gefunden, um Geld zu sparen, nicht wahr?

Da liegst Du richtig.
Und woher kommt die so hoch Steuerhinterziehungsquote (von Irrtümern wegen
des zu komplizierten Gesetzes mal abgesehen?
Antwort:
Es liegt an der mangelnden Überwachung und der minimalen Bestrafung.
Und - und das ist eigenlich noch schlimmer - daran, dass Steuerhinterziehung
als Kavaliersdelikt (hat der aber gut angestellt) angesehen wird.

Also: Wehret den Anfängen. Es ist mein Geld, das da an die Falschen (um
nicht missverstanden zu werden: die nämlichen 6%)verschleudert wird.
Und Deines.

Uwe


Peter Voelpel

unread,
Jun 6, 2006, 4:45:30 PM6/6/06
to

"Uwe Schmitz" <vorname....@gmx.de> schrieb

> Und woher kommt die so hoch Steuerhinterziehungsquote (von Irrtümern wegen
> des zu komplizierten Gesetzes mal abgesehen?
> Antwort:
> Es liegt an der mangelnden Überwachung und der minimalen Bestrafung.
> Und - und das ist eigenlich noch schlimmer - daran, dass
> Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt (hat der aber gut angestellt)
> angesehen wird.

Steuerhinterziehung fällt unter Strafrecht, Nach § 152 Abs. 2 StPO sind die
Ermittlungsbehörden verpflichtet, bei Vorliegen eines Anfangsverdachts ein
Ermittlungsverfahren einzuleiten

"hat der es aber gut angestellt" sind Ausprüche von Lieschen Müller


Uwe Schmitz

unread,
Jun 7, 2006, 1:41:51 PM6/7/06
to
Peter Voelpel wrote:
>
> "hat der es aber gut angestellt" sind Ausprüche von Lieschen Müller

Von der Mehrheit, nicht nur Lieschen Müller.
Selbst von Dir, wenn Du in Deiner Steuererklärung die Entfernungskilometer
(großzügig) nach oben aufrundest :-)).

Uwe


Peter Voelpel

unread,
Jun 7, 2006, 4:03:02 PM6/7/06
to

"Uwe Schmitz" <vorname....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e6735t$s0t$1...@online.de...

welche Entfernungskilometer?

davon abgesehen würde ich nicht zu mir selbst sagen "hat der es aber gut
angestellt"


Benedict Mangelsdorff

unread,
Jun 7, 2006, 7:05:20 PM6/7/06
to
Uwe Schmitz schrieb:

> Aber nur 14 Tage lang :-)).

Richtig, dann haben sie den 'Dreh' heraus und parken (kurzfristig, denn
sie kennen ja nun die Reaktions- und Anfahrtszeiten), dementsprechend
einfach wo gerade Platz ist - ohne sich die Mühe zu machen, auch nur
einen Parkschein zu ziehen. Bevor der 'böse Abschleppwagen' seinen
'Marschbefehl' bekommen hat, sind sie längst über alle Berge. Wenn der
Stadtbus schon nicht mehr um die Ecke kommt, steht der Abschlepper weit
hinten im Stau. Bis er zum Ziel kommt, hat sich selbiges längst
verflüchtigt und die Gemeinde bleibt auf den Kosten sitzen. BTST.

Druck erzeugt Widerstand.

Uwe Schmitz

unread,
Jun 8, 2006, 3:09:36 PM6/8/06
to
Benedict Mangelsdorff wrote:

Bis er zum Ziel
> kommt, hat sich selbiges längst verflüchtigt und die Gemeinde bleibt
> auf den Kosten sitzen. BTST.
>
> Druck erzeugt Widerstand.

Deshalb sagte ich ja: 3 Minuten und weg mit dem Auto.
Und die Gemeinde bleibt schon jetzt nicht nicht auf den Kosten sitzen, weil
die "Amtsperson" ja beim Auto stehen bleibt bis der Abschleppwagen kommt.

Uwe


Frank Bormann

unread,
Jun 8, 2006, 2:13:21 PM6/8/06
to
Benedict Mangelsdorff meinte:

Du träumst. Beobachte mal eine Politesse bei der Arbeit - ohne
detailierte Foto-Doku läuft da nichts ab. Und auf _jedem_ Foto ist das
KFZ-Kennzeichen deutlich erkennbar - sollte wohl klar sein, daß die
Gemeinde keinesfalls auf ihren Kosten sitzenbleibt.

Wenn der Abschlepper losgerollt ist, rollt auch die Kostenuhr, egal wie
lange der irgendwo hinten rum steht, und vor allem egal, ob der dann noch
tatsächlich was zu tun hat.


FB

Artlab Izoard

unread,
Jun 9, 2006, 6:09:16 AM6/9/06
to
Uwe Schmitz wrote:

> Anders beim Bafög; da haben Datenabgleiche in letzter Zeit reichlich
> Mißbrauch aufgezeigt.

Quelle?
Was ist "reichlich"?

> Mit dem Ergebnis: Rückzahlung, Strafverfahren und Steuernachzahlungen bei
> den Eltern.

Quelle?

Arti

Guenter Schink

unread,
Jun 9, 2006, 9:12:39 AM6/9/06
to
Artlab Izoard meinte

http://www.bafoeg-datenabgleich.de/presselinks.htm
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,400704,00.html

Zwar kein Beweis, aber ein Indiz, das da wirklich einiges ans
Tageslicht kommt.

Gruß Günter

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