Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

„Beamte. Was die Adeligen von heute wirklich verdienen“

7 views
Skip to first unread message

Der Habakuk

unread,
Mar 14, 2016, 8:09:04 AM3/14/16
to
"In den Köpfen der meisten Menschen genießen Beamte zahlreiche
Privilegien, von denen „normale“ Arbeitnehmer nur träumen können. Sei
es beim Ruhestandsgehalt, bei Altersteilzeit und Gesundheitsvorsorge,
bei der Einkommenssteuer oder dem Kindergeld. Aber stimmt das auch
wirklich? Wie viel Geld verdienen Beamte tatsächlich?

In seinem Buch „Beamte. Was die Adeligen von heute wirklich
verdienen“ (Tectum Verlag) rechnet der gelernte Bankkaufmann und
Betriebswirt Torsten Ermel den Wert dieser Privilegien genau aus. Sein
Ergebnis: Im Vergleich zu einem Arbeitnehmer mit vergleichbarem
Aufgabenfeld verdient ein Beamter effektiv rund das Doppelte. Dabei
geht es Ermel nicht um „Beamtenbashing“, sondern um Gerechtigkeit, wie
er betont.

Als Steuerberater fiel Ermel (Jahrgang 1966) schon früh auf, dass es
zwischen Beamten und „normalen“ Arbeitnehmern große
Einkommensunterschiede gibt. Das liegt nicht zuletzt an den teilweise
unsinnigen Zuschlägen, die man im Staatsdienst erhält. Da gibt es zum
Beispiel den sogenannten Ehegattenzuschlag, der bis zu 133 Euro im
Monat beträgt. Kurios:

• Auch verwitwete Beamte bekommen den Ehegattenzuschlag

• Es wird nicht geprüft, ob der Ehepartner selbst ausreichend verdient

• Sogar wenn beide Ehegatten verbeamtet sind, erhalten sie den
Zuschlag, jeder zur Hälfte

Das sei ungerecht gegenüber Nicht-Beamten, so der Autor: „Entweder
zahlt der Staat allen Bürgern diese Zuschläge. Oder die Grundbesoldung
der Beamten wird so abgesenkt, dass sie im Endeffekt, mit den
Zuschlägen, das gleiche Einkommen erzielen wie Nicht-Beamte.“

Auch für Kinder gibt es Extrageld: „Für einen Beamten im mittleren
Dienst mit drei Kindern summieren sich die Kinderzuschläge im Laufe von
25 Jahren auf 170.700 Euro.“ Rechne man in diesem Beispiel noch den
Familienzuschlag hinzu, ergeben sich insgesamt Familienzuschläge von
252.780 Euro. „Das entspricht für den Durchschnittsverdiener in
Vollzeit der Arbeitsleistung von fünfeinhalb Jahren“, rechnet Ermel
vor.

Satte Rente für Beamte

Auch bei der Altersvorsorge genießen Beamte einige Privilegien, wie
Torsten Ermel recherchiert hat:

• Beamte erhalten 25 Prozent mehr Riesterzulage als Arbeitnehmer

• Pensionäre, die während ihrer Dienstzeit hauptsächlich in den
Besoldungsgruppen A7 bis A10 (Sachbearbeiter-Ebene) eingestuft waren,
erhalten eine höhere Altersversorgung als Arbeitnehmer, die 45 Jahre
lang Spitzenverdiener waren • Beamte können die Mindestpension von 1573
Euro monatlich schon nach fünfjähriger Dienstzeit erreichen

• Ein Arbeitnehmer müsste 120 Jahre arbeiten, um die Pension eines
Beamten zu erreichen

„Für die genannten und viele weitere Privilegien gibt es in der
heutigen Zeit keine Rechtfertigung mehr. Sie sind ungerecht und nicht
mehr zu bezahlen“, schreibt Autor Ermel im Manager Magazin."

<http://www.fr-online.de/karriere/hohe-gehaelter-sind-beamte-wirklich-die--adeligen-von-heute--,1473056,33948370.html>

--
"Ich sehe zb, dass die Sonne im Winter immer kleiner wird, weil die
Erde ihr zu kalt ist, aber irgendwie weiß ich das anders."
Dr. Horst Leps versucht vergeblich, einen klaren Gedanken zu fassen.

0 new messages