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++++++ Der Brandanschlag - 20 Jahre danach ++++++ ((( RECHTSRADIKALE SIND MÖRDER!! )))

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Stinkfried Breuer

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May 25, 2013, 3:36:45 PM5/25/13
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Der Brandanschlag - 20 Jahre danach

GEDENKEN Der feige Mordanschlag auf die Familie Genç, durch den am 29.
Mai 1993 fünf Menschen starben, ist bei Zeitzeugen allgegenwärtig:
Gefühle, Erinnerungen und Kritisches – auch zu den verurteilten
Mördern, die seit vielen Jahren wieder in Freiheit sind.



Von Hans-Peter Meurer und Jörn Tüffers

Es gibt nicht wenige, die behaupten: Es sei kein Zufall gewesen, dass
Salafisten Solingen als eines ihrer Zentren in Deutschland gewählt
hatten. So hätten die radikalen Islamisten geglaubt, in der Stadt,
deren Name wegen des Brandanschlags 1993 neben Mölln, Rostock und
Hoyerswerda zu einem Synonym für fremdenfeindliche Übergriffe geworden
war, unbehelligt agieren zu können. Wer würde sich schon trauen, etwas
gegen die wachsende Salafisten-Gemeinde auf einem Hinterhof an der
Konrad-Adenauer-Straße zu sagen, geschweige denn zu unternehmen?

Es gibt nicht wenige, die behaupten: Das schreckliche Ereignis des
Brandanschlags und die folgenden Tage, als wütende Türken die City in
einen Ausnahmezustand versetzten, habe die Stadtgesellschaft
zusammengeschweißt und sie stark gemacht in der Abwehr all jener
Kräfte, die das Gleichgewicht und das friedliche Miteinander
gefährden. Der Schulterschluss gegen die salafistischen Umtriebe
beeindruckte und mag ein Stück weit dazu beigetragen haben, dass
Innenminister Hans-Peter Friedrich einen von Solingen aus weltweit
Propaganda betreibenden Verein im Juni 2012 verboten hat.

Der Zufall will es so, dass die Menschen in dieser Stadt in diesen
Tagen an beide Ereignisse erinnert werden, die dazu geführt haben,
dass Solingen nicht mehr nur im Zusammenhang mit seiner
Klingenproduktion genannt wird: In dieser Woche wurden zwei
Salafisten, die bei den Krawallen am Mai-Feiertag 2012 Polizisten
angegriffen hatten, zu Bewährungsstrafen verurteilt. Und jetzt jährt
sich der Tag des feigen Anschlags auf das Haus der Familie Genç an der
Unteren Wernerstraße zum 20. Mal. Gürsün Ince, Hatice Genç, Gülüstan
Öztürk, Hülya Genç und Saime Genç – fünf Frauen und Mädchen mit
türkischer Zuwanderungsgeschichte, starben in den Flammen.

Wie es bei solchen runden Anlässen üblich ist, wird sich das mediale
Interesse wieder auf die Stadt richten, werden Fragen gestellt, wie
die Stadt das Gedenken an die Opfer bewahrt; ja auch, ob Solingen aus
dem 29. Mai 1993 gelernt hat – was immer eine Kollektivschuld
impliziert und dass ein fremdenfeindliches Klima die vier 1995 als
Mörder verurteilten Jugendlichen zu ihrer Tat getrieben hat.

Oberbürgermeister Norbert Feith (CDU) hat unlängst deutlich gemacht,
Solingen müsse solche Fragen nicht fürchten: Das Zusammenwachsen „der
hier lebenden Menschen mit ihren unterschiedlichen Herkünften,
Glaubensüberzeugungen und Traditionen“ zu einer friedlichen und bunten
Stadtgesellschaft sei seit vielen Jahren ernstes Anliegen aller, die
in dieser Stadt Verantwortung tragen.

 Einer, der 1993 Verantwortung trug, war Gerd Uhrig als Polizeichef.
Der heute 69-Jährige erinnert sich: „Ich habe als Polizeibeamter viele
Schicksale und Tragödien miterlebt. Doch der Brandanschlag hat alles
überdeckt – beruflich und auch persönlich. Dieses brennende Haus der
Familie Genç habe ich noch heute vor Augen.“ In der Nacht sei er über
das fatale Feuer früh an seinem Wohnort Velbert informiert worden, war
dann umgehend im Privatwagen zur Unteren Wernerstraße gefahren.

„Wir wurden damals von den bürgerkriegsähnlichen
Zuständen überrollt.“

Gerd Uhrig
ehemaliger Polizei-Chef in Solingen

„Ich sehe noch Feuewehr-Chef Frank-Michael Fischer mit Tränen in den
Augen vor dem Brandhaus stehen, wo eine Tochter von Mevlüde Genç aus
dem brennenden Haus in den Tod gesprungen war. Nur Sekunden später
wäre das rettende Sprungkissen aufgespannt gewesen.“ Und er habe noch
genau vor Augen, wie das junge Ehepaar Genç, das zwei Töchter im Feuer
verlor, apathisch auf der Polizeiwache kauerte, erinnert sich Uhrig.

„Ich dachte stets, ich sei abgehärtet, aber immer wieder kommt alles
hoch.“ Damit spricht der Ex-Polizei-Chef auch den größten
Polizeieinsatz in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg an, den er an
vorderster Front mitverantwortlich zu bewältigen hatte. Uhrig: „Selbst
nach den feigen Anschlägen von Hünxe, Rostock und Mölln hatte niemand
mit derart bürgerkriegsähnlichen Zuständen gerechnet. Am ersten Tag
haben wir das noch einigermaßen in den Griff bekommen, als
Spontandemonstrationen begannen. Dann aber wurden wir regelrecht
überrollt, als auch extrem rechte und linke türkische Gruppierungen
Solingen als Plattform benutzten“, sagt er im Rückblick. „Es war
Pfingsten, viele Beamte hatten Urlaub, andere waren bei
Demonstrationen von Kurden in Bonn gebunden. Die
Einsatzhundertschaften fuhren an Solingen vorbei, obwohl hier die
Situation eskalierte.“ Seine Appelle, mehr Einsatzkräfte nach Solingen
zu beordern, seien viel zu lang ignoriert worden. Erst als bis zu 15
000 Polizisten und Bundesgrenzschützer aus ganz Deutschland die Stadt
in eine Festung verwandelt hatten, sei man Herr der Lage geworden.
„Ich höre noch heute die pausenlos knatternden Hubschrauber über der
Innenstadt.“

Was ihn heute noch „maßlos“ ärgert ist: „Auswärtige Medien haben
Solingen lange Zeit immer wieder als ,braunes Nest’ bezeichnet. Das
traf nachweislich nicht zu!“ Und dass der Verfassungsschutz damals
immer mehr wusste, als die Kräfte vor Ort. „Das hat ja jetzt der
jüngste Bericht zu den NSU-Morden leider gezeigt: Bis heute hat sich
da nicht viel geändert.“

Dies hat ihn vor 20 Jahren besonders beeindruckt: „Während die
Anschläge in Mölln und Rostock noch von der Bevölkerung beklatscht
wurden, gab es in unserer Stadt eine große Solidarisierung aller – vor
allem auch der ausländischen Bevölkerung Solingens – und gerade auch
mit der Polizei.“

Die vor 20 Jahren unter riesigem Erfolgsdruck stehenden Ermittler des
Bundeskriminalamtes verhafteten noch in der Nacht einen Nachbarjungen
(16) der Familie Genç. Er war schon zuvor mit rechtsradikalen und
ausländerfeindlichen Sprüchen gegenüber der türkischen Familie
aufgefallen. Einen Tag später wurden drei weitere junge Solinger im
Alter von 16, 20 und 23 Jahren festgenommen.

Fast ein Jahr nach dem Brandanschlag begann vor dem Düsseldorfer
Oberlandesgericht der Prozess. 276 Zeugen wurden an 120
Verhandlungstagen im Hochsicherheitstrakt des Gerichts gehört. Im
Oktober des Folgejahres verurteilten die Richter drei der Angeklagten
wegen fünffachen Mordes, 14-fachen Mordversuchs und schwerer
Brandstiftung nach Jugendstrafrecht zu Höchststrafen von jeweils zehn
Jahren. Der 25-Jährige, der zur Tatzeit bereits Erwachsener war,
musste für 15 Jahre hinter Gitter.

Der damals 16-jährige und der 18-jährige haben eine Tatbeteiligung von
Anfang an bestritten – bis heute tun sie das. Nur der 23-Jährige hatte
ein Geständnis abgelegt: Die drei anderen Angeklagten und er hätten
den Brand gelegt. Einmal widerrief er es für ein paar Tage, dann hielt
er am Geständnis bis zum 80. Verhandlungstag im Prozess fest – dann
widerrief er erneut. Der Nachbarjunge der Familie Genç rundete damals
das Wirrwarr ab: Er habe das Haus der türkischen Familie allein
angesteckt, nur „um Rabatz zu machen“, mehr nicht. Sein Geständnis
sollte nach 17 vorangegangen Versionen sein Endgültiges sein, erklärte
damals sein Anwalt vor Gericht.

Die vier Verurteilten sind längst frei: Ein heute 40-Jähriger, der
weiterhin vehement abstreitet, etwas mit dem Brandanschlag zu tun zu
haben, erhielt nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner zehnjährigen
Haftstrafe als Freigänger die Möglichkeit, sein Abitur an einer Schule
nachzumachen. Und dies gelang ihm ebenso mit großem Erfolg wie er
später das Examen als Sozialpädagoge ablegte: mit der Note „Sehr gut“.
Er ist heute als Sozialarbeiter tätig, hatte aber zwischenzeitlich
mehrfach berufliche Probleme, als seine Lebensgeschichte den
jeweiligen Arbeitgebern bekannt wurde. Er lebt heute in einer
Großstadt in der Umgebung Solingens.

Auch der damals 16-jährige Schüler kam nach Verbüßung von sechseinhalb
Jahren Haft frei, machte eine kaufmännische Lehre. Heute wird er von
seinen Eltern abgeschottet. Aber auch er fühlt sich 20 Jahre später
nach nach wie vor als ein unschuldig Verurteilter.

„Ich hatte und habe keine Zweifel an der Schuld
meines Mandanten.“

Siegmund Benecken
damaliger Anwalt eines Verurteilten

Dies behauptet auch der damals einzige Erwachsene von sich: Auch er
holte in der Haft sein Abitur nach. Er kam nach zwölfeinhalb Jahren
frei, studierte Anglistik und Romanistik, brach das Studium aber nach
wenigen Semestern ab. Er jobbte als Lagerarbeiter und Hilfsarbeiter,
lebt inzwischen in einer westfälischen Stadt von Arbeitslosengeld. Der
43-Jährige ist immer bei seiner letzten Version geblieben: Er sei
unschuldig, sei von Kripobeamten massiv eingeschüchtert und zum
Geständnis gedrängt worden. Sein damaliger Verteidiger, der Marler
Siegmund Benecken, sieht das anders: „Ich hatte und habe keine Zweifel
an der Schuld meines ehemaligen Mandanten.“

Seine volle Jugendstrafe abgesessen hat der ehemalige Nachbarsjunge
der Familie Genç. In der Justizvollzugsanstalt hatte er einen
ausländischen Mithäftling bewusstlos geprügelt. Der heute 38-Jährige,
der am Rande des Ruhrgebiets lebt, ist weiter in der rechten Szene
aktiv: So wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er bei der
Kundgebung einer Neonazi-Kameradschaft mehrfach den Hitlergruß gezeigt
hatte.



Quelle:http://www.solinger-tageblatt.de/Home/Solingen/Der-
Brandanschlag---20-Jahre-danach-db15f8a7-fb9f-4de2-b23c-ffaf8d8b505b-
ds


Gruß Siggi

--
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RECHTSRADIKALE SIND:
.. Naiv
Primitiv
Dumm
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J.Malberg

unread,
May 25, 2013, 3:46:12 PM5/25/13
to
Langweilig!

Schnee von vorvorgestern.

Dem [Tr]Ottelchen auf der Spur

unread,
May 25, 2013, 9:30:00 PM5/25/13
to

siggi...@safe-mail.net (Stinkfried Breuer) schlug die Zeit mit
einem weiteren rhetorischen Juwel aus seinem reichhaltigen Fundus tot.

> Der Brandanschlag - 20 Jahre danach

Holste Dir da immer noch einen drauf runter, Ottmar Ohlemacher?
Den Muell hattste doch kuerzlich erst zwischen! <PRUUUUUST>

Aber nicht die unerledigten Sachen vergessen, Ottmar Ohlemacher:

http://www.hinterfotz.de/supatophinterfotz.html

--
> und wenn du ein "Arsch" bist, dann ist es auch egal, ob du ein
> Deutscher Arsch, ein WessiArsch, ein OssiArch oder ein tuerckischer
> Arsch bist [rechtfertigt sich Ottmar Ohlemacher in
<5yaclmnf3d89.1aoga1hdc951b$.d...@40tude.net>]

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