Am 10.09.12 16:19, schrieb Karl Harper:
> *seufz*
>
> "Wasser wird in Zukunft umk�mpft sein wie heute das Erd�l", sagte
> Kerstin Sack vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreises.
> "Doch Wasser ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht.
> Wir fordern die Bundesregierung auf, sich in der UNO
> dem Antrag Boliviens anzuschlie�en." Jedoch deutet
> sich bei dem Thema ein Nord-S�d-Konflikt in der UNO an.
>
> Die USA, Kanada aber auch die Europ�ische Union haben ein starkes
> Interesse an der Liberalisierung des Wassermarktes. Dadurch
> sollen Konzerne Zugang zu den Wasserm�rkten des S�dens erhalten.
>
> Privatisierung von Wasser oder so genannte Public Private
> Partnerships (PPP) geh�ren zu den immer wiederkehrenden Forderungen
> der Industriel�nder gegen�ber den L�ndern des S�dens. Mittlerweile
> haben einige L�nder wie Bolivien und Uruguay die Privatisierung
> des Wassers durch Referenden in der Verfassung untersagt.
>
> Aber die EU will unter anderem bei den Verhandlungen mit dem MERCOSUR,
> dem gemeinsamen Markt S�damerikas, an der �ffnung der M�rkte festhalten.
>
> Auch in Deutschland gibt es Beispiele f�r die Privatisierung von Wasser,
> wie etwa die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe. In Zeiten
> klammer Kassen der Kommunen drohen andere, dem Beispiel zu folgen.
>
> Attac engagiert sich gegen die Privatisierung �ffentlicher G�ter in
> all ihren Erscheinungsformen. Mit der bundesweiten Kampagne "PPP
> Irrweg"kl�rt Attac �ber so genannte �ffentlich-Private
> Partnerschaften (Public Privat Partnerships / PPP) auf und setzt
> sich f�r den Erhalt und Ausbau �ffentlicher Infrastruktur ein.
>
> In Berlin engagiert sich Attac im B�ndnis Berliner Wassertisch f�r
> eine Rekommunalisierung der Wasserbetriebe. Ende Juni ist das
> vom Wassertisch initiierte Volksbegehren f�r die Offenlegung
> der Geheimvertr�ge der Berliner Wasserbetriebe gestartet.
>
> Im Internet:
>
> * Projekt Wasser als Menschenrecht:
>
www.blueplanetproject.net/RightToWater/index-UN.php
> * Attac-Kampagne PPP-Irrweg:
>
www.ppp-irrweg.de
> * Berliner Wassertisch:
>
www.berliner-wassertisch.net
> * Wasser in B�rgerhand:
>
www.wasser-in-buergerhand.de
>
> Quelle: scharf-links, 27.7.10
>
http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews[pointer]=1&tx_ttnews
> [tt_news]=11404&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=eedf4bce4c
>
> Die
unterwww.scharf-links.de angebotenen Inhalte und Informationen
> stehen unter einer deutschen Creative Commons Lizenz. Diese Lizenz
> gestattet es jedem, zu ausschlie�lich nicht-kommerziellen Zwecken die
> Inhalte und Informationen
vonwww.scharf-links.de zu vervielf�ltigen, zu
> verbreiten und �ffentlich zug�nglich zu machen. Hierbei m�ssen die
> Autoren und die Quelle genannt werden. Urhebervermerke d�rfen nicht
> ver�ndert werden. Einzelheiten zur Lizenz in allgemeinverst�ndlicher
> Form finden sich auf der Seite von Creative Commons.
Karl Harper,
solch ein ordentliches Posting ist man dir nicht gew�hnt!
Der Zugang zu Wasser muss ein Menschenrecht werden!
a) Das Trinkwasser darf nicht verweigert werden! Ein gewisse Tagesration
muss gew�hrt werden, egal ob die Leute nun bezahlen k�nnen oder nicht!
Ausreichend Trink- und Nutzwasser sollte ein Grundrecht sein - so wie
die Luft zum Atmen!
b) Der Zugang zu Fl�ssen, Seen oder andere gr��eren Gew�sser darf nicht
verwehrt werden! Das Ums�umen von Seen mit unzug�nglichen
Privatgrundst�cken muss aufh�ren!
c) Die Wasserversorgungen m�ssen im Besitz der Allgemeinheit verbleiben.
d) Der freie Zugang zur Natur sollte auch als Menschenrecht
festgeschrieben werden!
Das urs�chliche Problem ist die v�llig undemokratische WTO, denn in
diesem Gremium werden solche 'Gemeinheiten' beschlossen.
Jene die noch ansatzweise die legitimen Interessen der B�rger vertreten
k�nnten - die NGO's sind dort ausgeschlossen. Die Multinationalen
Konzerne leisten sich gr��ere Lobbyb�ros mit mehr Budget, als die WTO
Delegierten der Schwellenl�nder zur Verf�gung haben. Kein Wunder, dass
dabei Stimmen erkauft oder gar �ber Weltbank Kredite erpresst werden!
Es sei Jeden der Film 'Water makes Money' ans Herz gelegt!
<
http://www.watermakesmoney.com/>
nur der Trailer
<
https://www.youtube.com/watch?v=CVqGOnm4A78>
Hier gibt es weiter Titel von Filmen zum Thema:
<
http://www.real-aqua.de/wasser-trinkwasser-filme>
.......
F�r dspm ... nochmals als Diskussionsgrundlage
<
www.arbeiterkammer.at/bilder/d40/Informationen_zur_Umweltpolitik167.pdf>
<
http://www.attac.at/suche.html?L=0> Suchbegriff Wasser
<
http://www.attac.at/presse/attac-presseaussendung/datum/2002/03/22/attac-global2000-besetzung-der-wasserversorgung.html>
<
http://www.attac.at/presse/attac-presseaussendung/datum/2005/01/29/ende-des-wasser-privatisierungswahn.html>
<
http://www.attac.at/events/archiv/2005/wsf20050/das-wasser-kocht.html>
�Seitdem die wichtigen Player des Weltwasserforums - die Weltbank, die
gro�en Wasserkonzerne und Minister von L�ndern der Industriestaaten -
den Weg verfolgen, Wasser nicht ein Menschenrecht zu nennen, sondern nur
ein "Bed�rfnis", das am besten durch private Investoren befriedigt
werden kann, kocht es auch in der Zivilgesellschaft. Mehrere gr��ere
NGOs haben eine Kampagne f�r einen UNO-Vertrag auf das Recht auf Wasser
begonnen. Zur Zeit gibt es kein Recht auf Wasser, dass in der UNO- oder
Menschenrechts-Charta festgeschrieben ist (wer dachte schon damals
daran, dass Wasser einmal ein Problem darstellen k�nnte). Deshalb ist
das Thema Wasser von der UNO zum Weltwasserforum gewandert. Dort
bestimmen andere, welches Wasser zu welchem Preis aus welchen H�hnen
rinnt: Die gro�en Wasserkonzerne und ihre Interessenvertretungen. Diese
betreiben die Umwandlung des Wassers in eine Ware.
*Erste "Ergebnisse" sind bereits deutlich sichtbar:
In Gro�britannien hat sich durch die Privatisierung des Wassers die Rate
der Gelbsuchtinfektionen (eine wasser�bertragene Krankheit) vervielfacht
(die Preise haben sich verdoppelt).*
Cochabamba in Bolivien hatte einen regelrechten Wasserkrieg, nachdem der
US-amerikanische Konzern Bechtel die Wasserveroorgung �bernommen hatte
(und wieder verlor).
S�dafrika hat zwar das Recht auf Wasser in der Verfassung, aber der IWF
zwang die Regierung, internationale Wasserkonzerne in den "Markt" zu
lassen. 10 Millionen S�dafrikanerInnen verloren ihren Zugang zu Wasser,
weil sie nicht bezahlen k�nnen.
Gute Nachricht gibt es hingegen aus Uruguay: Am 31. Oktober ging die
Bev�lkerung des s�damerikanischen Staates zu den Urnen und entschied mit
knapper Zweidrittelmehrheit, das Recht auf Wasser in die Verfassung
aufzunehmen. Damit verbunden ist die Pflicht, Wasser nur durch
�ffentliche Unternehmen bereit zu stellen.
*Auf UNO-Ebene taucht Wasser nur mehr in jenen geduldigen Papieren auf,
die niemand einfordern oder einklagen kann, allen voran der Agenda 21
f�r nachhaltige Entwicklung. Die insgesamt dreij�hrige Kampagne f�r
einen UNO-Vertrag auf das Recht auf Wasser soll vor allem IWF, Weltbank
und das Weltwasserforum dazu zwingen, die Wasserprivatisierung nicht
weiter zu betreiben.*
Wasser am WSF: nicht zum Baden geeignet. Rote Fahnen warnen davor, in
das schwer kontaminierte Wasser der Bucht von Porto Alegre zu steigen.�
x-post de.soc.politik.misc hinzugef�gt - dort finden die meisten
Grundsatzdiskussionen statt.
--
Fritz
libert�, �galit�, fraternit�
Ironie, Satire, Farce, Persiflage, Metapher sind keinesfalls ausgeschlossen