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Habermas: "In einer Nacht den Ruf des besseren Deutschlands zerstört"

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Fritz

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Jul 17, 2015, 12:57:55 AM7/17/15
to
<http://www.huffingtonpost.de/2015/07/16/habermas-griechenland-deutschland_n_7815132.html>
Zitat:
»Er gilt als der führende lebende Philosoph Europas. Seit mehr als 50
Jahren ist der Soziologe Jürgen Habermas an allen sozialen Debatten in
Deutschland beteiligt. Nun geht er mit der Bundesregierung hart ins Gericht.

Habermas bangt um das Ansehen Deutschlands. Angesichts des
Marathon-Gipfels in Brüssel vom vergangenen Sonntag sagte er dem
britischen "Guardian": "Ich fürchte, die deutsche Regierung, inklusive
der Sozialdemokraten, hat in einer Nacht all das politische Kapital
verspielt, das ein besseres Deutschland in einem halben Jahrhundert
angesammelt hat." Frühere deutsche Regierungen hätten mehr politische
Sensibilität und post-nationales Denken gezeigt. Das Reformabkommen mit
Griechenland bezeichnet er als "Strafaktion".

Deutschland habe sich selbst zum Herrscher über Europa erklärt. Nach
Ansicht des Soziologen habe Deutschland durch seine Verhandlungsführung
und die Grexit-Drohungen sich unverhohlen als "Europas
Chef-Zuchtmeister" gezeigt und sich erstmals öffentlich zum Hegemon des
Kontinents ausgerufen.

Habermas fürchtet die Konsequenzen der beschlossenen Reformen. Sie
würden mit "einer giftigen Mischung aus nötigen Strukturreformen und
neoliberalen Zumutungen" die griechische Bevölkerung erschöpfen und
jeden Wachstumsimpuls abtöten.

Auch den geplanten Privatisierungsfond sieht er kritisch. In ihm sehe er
nur eine Strafmaßnahme für eine linke Regierung, fügte Habermas hinzu.
Seiner Meinung nach muss die Europäische Union sich stärker politisch
integrieren und weniger technokratisch arbeiten.«


<http://www.theguardian.com/business/2015/jul/16/merkel-gambling-away-germanys-reputation-over-greece-says-habermas>

<http://www.theguardian.com/business/2015/jul/16/merkel-gambling-away-germanys-reputation-over-greece-says-habermas#img-1>

<https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Habermas>
»Jürgen Habermas (* 18. Juni 1929 in Düsseldorf) ist ein deutscher
emeritierter Professor, der zu den weltweit meistrezipierten Philosophen
und Soziologen der Gegenwart zählt. In der philosophischen Fachwelt
wurde er bekannt durch Arbeiten zur Sozialphilosophie mit diskurs-,
handlungs- und rationalitätstheoretischen Beiträgen, mit denen er die
Kritische Theorie auf einer neuen Basis weiterführte. Für Habermas
bilden kommunikative Interaktionen, in denen rationale Geltungsgründe
erhoben und anerkannt werden, die Grundlage der Gesellschaft.«

--
Fritz
Ironie, Sarkasmus, Satire, Farce, Persiflage, Metapher sind keinesfalls
ausgeschlossen!

Carla Schneider

unread,
Jul 17, 2015, 4:25:39 AM7/17/15
to
Fritz wrote:
>
> <http://www.huffingtonpost.de/2015/07/16/habermas-griechenland-deutschland_n_7815132.html>
> Zitat:
> »Er gilt als der führende lebende Philosoph Europas. Seit mehr als 50
> Jahren ist der Soziologe Jürgen Habermas an allen sozialen Debatten in
> Deutschland beteiligt. Nun geht er mit der Bundesregierung hart ins Gericht.
>
> Habermas bangt um das Ansehen Deutschlands. Angesichts des
> Marathon-Gipfels in Brüssel vom vergangenen Sonntag sagte er dem
> britischen "Guardian": "Ich fürchte, die deutsche Regierung, inklusive
> der Sozialdemokraten, hat in einer Nacht all das politische Kapital
> verspielt, das ein besseres Deutschland in einem halben Jahrhundert
> angesammelt hat." Frühere deutsche Regierungen hätten mehr politische
> Sensibilität und post-nationales Denken gezeigt. Das Reformabkommen mit
> Griechenland bezeichnet er als "Strafaktion".
>
> Deutschland habe sich selbst zum Herrscher über Europa erklärt. Nach
> Ansicht des Soziologen habe Deutschland durch seine Verhandlungsführung
> und die Grexit-Drohungen sich unverhohlen als "Europas
> Chef-Zuchtmeister" gezeigt und sich erstmals öffentlich zum Hegemon des
> Kontinents ausgerufen.

Dabei wollte Scheuble nur das einzig richige tun:
Griechenland muss den Euro aufgeben, sonst gibt es keine
Rettung dort. Er hat Griechenland also ein Angebot gemacht das
die nur ablehnen koennen und damit aus dem Euro austritt.
Dummerweise hat Griechenland das Angebot angenommen - und jetzt
geht der Aerger weiter. In Griechenland weiter Wirtschaftskrise
und fuer Euroland weiter Geld in Griechenland zu versenken.

Heinz Schmitz

unread,
Jul 17, 2015, 6:28:35 AM7/17/15
to
Carla Schneider wrote:

>- und jetzt
>geht der Aerger weiter. In Griechenland weiter Wirtschaftskrise
>und fuer Euroland weiter Geld in Griechenland zu versenken.

Die EU, wie Linke sie wollen:
Der Klassenfeind rudert,
Gysi bestimmt den Kurs.

https://t1.ftcdn.net/jpg/00/19/82/62/500_F_19826267_ZB5qnlixCFQ1V0VMJLQ6pf0Pad2Bn4CD.jpg
http://cartoon-archiv.de/assets/cache/idMDAxMTc1YWUzYjFiN2I=-71473a088b9f92aeecc512c8a0be249a.jpg

Grüße,
H.


Fritz

unread,
Jul 17, 2015, 7:42:50 AM7/17/15
to
Am 17.07.15 um 10:27 schrieb Carla Schneider:
Hast du den Artikel
a) Gelesen?
b) Verstanden?

dida...@gmail.com

unread,
Jul 17, 2015, 8:18:08 AM7/17/15
to
Am Freitag, 17. Juli 2015 10:25:39 UTC+2 schrieb Carla Schneider:
> Fritz wrote:
> >
> Dabei wollte Scheuble nur das einzig richige tun:
> Griechenland muss den Euro aufgeben, sonst gibt es keine
> Rettung dort. Er hat Griechenland also ein Angebot gemacht das
> die nur ablehnen koennen und damit aus dem Euro austritt.
> Dummerweise hat Griechenland das Angebot angenommen - und jetzt
> geht der Aerger weiter. In Griechenland weiter Wirtschaftskrise
> und fuer Euroland weiter Geld in Griechenland zu versenken.
>
Das ist ein großer Betrug. Es handelt sich um Gelder, die sofort an deutsche Banken gehen.

Hartmut Kraus

unread,
Jul 17, 2015, 8:27:37 AM7/17/15
to
Am 17.07.2015 um 06:57 schrieb Fritz:
> <http://www.huffingtonpost.de/2015/07/16/habermas-griechenland-deutschland_n_7815132.html>
>
> Zitat:
> »Er gilt als der führende lebende Philosoph Europas. Seit mehr als 50
> Jahren ist der Soziologe Jürgen Habermas an allen sozialen Debatten in
> Deutschland beteiligt. Nun geht er mit der Bundesregierung hart ins
> Gericht.
>
> Habermas bangt um das Ansehen Deutschlands. Angesichts des
> Marathon-Gipfels in Brüssel vom vergangenen Sonntag sagte er dem
> britischen "Guardian": "Ich fürchte, die deutsche Regierung, inklusive
> der Sozialdemokraten, hat in einer Nacht all das politische Kapital
> verspielt, das ein besseres Deutschland in einem halben Jahrhundert
> angesammelt hat." Frühere deutsche Regierungen hätten mehr politische
> Sensibilität und post-nationales Denken gezeigt. Das Reformabkommen mit
> Griechenland bezeichnet er als "Strafaktion".
>
> Deutschland habe sich selbst zum Herrscher über Europa erklärt. Nach
> Ansicht des Soziologen habe Deutschland durch seine Verhandlungsführung
> und die Grexit-Drohungen sich unverhohlen als "Europas
> Chef-Zuchtmeister" gezeigt und sich erstmals öffentlich zum Hegemon des
> Kontinents ausgerufen.
>
> Habermas fürchtet die Konsequenzen der beschlossenen Reformen. Sie
> würden mit "einer giftigen Mischung aus nötigen Strukturreformen und
> neoliberalen Zumutungen" die griechische Bevölkerung erschöpfen und
> jeden Wachstumsimpuls abtöten.

Hm, dass Reformen in Griechenland dringend notwendig sind, steht wohl
außer Zweifel.

http://www.griechenland-blog.gr/2015/07/parlament-in-griechenland-sagt-ja-zu-neuem-memorandum/2135546/

Hier lese ich nur, dass das griechische Palament gestern "einen im
Eilverfahren debattierten Gesetzentwurf bezüglich der geforderten vorab
zu erfüllenden Maßnahmen ratifizierte." Also was sind denn nun konkret
die "beschlossenen" Reformen?

--
http://www.hkraus.eu/

Frank Bügel

unread,
Jul 17, 2015, 8:36:37 AM7/17/15
to
Und das Geld deutscher Banken ging einst wohin, weshalb es die Griechen
zurückzahlen müssen, ohne es tatsächlich zu können?

Duck and Cover

unread,
Jul 17, 2015, 3:01:08 PM7/17/15
to
Und ich galt in der Geschlossenen als der der am Kränksten ist.

Carla Schneider

unread,
Jul 18, 2015, 12:52:04 AM7/18/15
to
Sicher, der ist ja nicht lang.
> b) Verstanden?
Auch, und ich denke Habermas hat Schaeuble nicht verstanden.
Es gibt nur eine Loesung fuer das Griechenlandproblem:
Griechenland muss die Eurozone verlassen. Das geht aber nur freiwillig.

Griechenland muss

Ijon Tichy

unread,
Jul 18, 2015, 2:21:43 AM7/18/15
to
Am Sat, 18 Jul 2015 06:53:27 +0200 schrieb Carla Schneider:


> Auch, und ich denke Habermas hat Schaeuble nicht verstanden.
> Es gibt nur eine Loesung fuer das Griechenlandproblem:
> Griechenland muss die Eurozone verlassen. Das geht aber nur freiwillig.
>
> Griechenland muss


Griechenland muss eigentlich gar nichts.

Es gibt aber tatsächlich nur eine Lösung des Griechenland-Problems,
nämlich:

*einen radikalen Schuldenschnitt*.

Die Knete ist schlicht futsch. Die Geldgeber haben es verzockt, weil hohe
Zinsen lockten, dann sind sie, als es brenzlig wurde ausgestiegen und
haben sie die "faulen Kredite" der EZB und den anderen EURO-Staaten
verkauft.

Griechenland wurde in den letzten fünf Jahren de facto von der "Troika"
regiert - da wurde "gespart, koste es was es wolle", genützt hat es
nichts, im Gegenteil.

Man sollte sich vielleicht mal sprachlich von dem Begriff "Schulden" lösen
und stattdessen von "Verbindlichkeiten" reden. Es ist kein moralisches
Problem der *schuldhaft verschuldeten* "miesen und faulen Griechen" und
der "aufrechten und fleißigen Deutschen".

Es ist ein finanztechnisches Problem der gierigen Banken.

Das Problem beim "Schuldenschnitt" ist nun aber, dass das laut Reglement
der Euro-Zone nicht geht, denn es wäre ein "verdeckter Bail-Out". Außerdem
würde ziemlich viel "Kapital" vernichtet. Einige sehr reiche Leute würden
ziemlich viel Geld dabei verlieren - und DAS können wir ja in einer
"marktkonformen Demokratie" (Merkel) nicht zulassen. Lieber lassen wir zu,
dass Griechenland sich zu einem Dritt-Welt-Land entwickelt.

Wie es richtig geht, hat Island vorgemacht

<http://www.heise.de/tp/news/Island-tilgt-IWF-Kredite-
vorzeitig-1995401.html>

Island tilgt IWF-Kredite vorzeitig Rainer Sommer 16.03.2012 Die
finanzielle Gesundung Islands scheint rasant voranzuschreiten

Während die finanziell gestrauchelten Eurozoneländer sich wohl auf Jahre
hinaus immer wieder um neue "Hilfskredite" werden anstellen müssen, hat
Island anscheinend bereits wieder genug Geld, um die Hilfskredite des IWF
und der nordischen Staaten früher als geplant zurückzuführen.

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36305/1.html

"Islands Häresie stellt einen Test der ökonomischen Doktrin da"
Christoph Mann 31.01.2012
Island erholt sich von der Krise - auch weil es sich weigerte, die
Bankenschulden zu sozialisieren, und mehr Demokratie zugelassen hat. Nun
stellt sich der IWF hinter Island

Island, das im Oktober 2008 seine aufgeblähten Banken gerettet hat und
kurz darauf selbst vor der Pleite stand, erholt sich von der Krise.
Maßgeblich beteiligt war die Entscheidung, die Bankenschulden nicht zu
sozialisieren, den Wohlfahrtstaat zu erhalten und die Bürger stärker in
die Politik einzubeziehen. Während Ökonomen dies lange als sicheren Weg
in den finanziellen Selbstmord gebrandmarkt haben, sprechen nun die
Tatsachen für Islands Politik. Auch der IWF stellt sich hinter Island und
will aus seinem Einsatz auf der Insel Lektionen ziehen. Das könnte ein
Umdenken der mächtigen Institution einleiten.
Zitat Ende.


Mit freundlichen Grüßen

Ijon Tichy

Carla Schneider

unread,
Jul 18, 2015, 4:23:05 AM7/18/15
to
Ijon Tichy wrote:
>
> Am Sat, 18 Jul 2015 06:53:27 +0200 schrieb Carla Schneider:
>
> > Auch, und ich denke Habermas hat Schaeuble nicht verstanden.
> > Es gibt nur eine Loesung fuer das Griechenlandproblem:
> > Griechenland muss die Eurozone verlassen. Das geht aber nur freiwillig.
> >
> > Griechenland muss
>
> Griechenland muss eigentlich gar nichts.
>
> Es gibt aber tatsächlich nur eine Lösung des Griechenland-Problems,
> nämlich:
>
> *einen radikalen Schuldenschnitt*.

Den haette es doch bekommen, wenn es aus dem Euro austritt.

>
> Die Knete ist schlicht futsch. Die Geldgeber haben es verzockt, weil hohe
> Zinsen lockten, dann sind sie, als es brenzlig wurde ausgestiegen und
> haben sie die "faulen Kredite" der EZB und den anderen EURO-Staaten
> verkauft.

Die haben ihnen das abgekauft um den ganz grossen Crash zu verhindern.
Der Steuerzahler (auch in Deutschland) wird die Verluste uebernehmen muessen.

>
> Griechenland wurde in den letzten fünf Jahren de facto von der "Troika"
> regiert - da wurde "gespart, koste es was es wolle", genützt hat es
> nichts, im Gegenteil.

Griechland hat ausser den Staatschulden noch ein anderes Problem mit
derselben Ursache:
Die Preise und Loehne sind dort zu hoch gestiegen. Auslaendische Waren
sind billiger als griechische Erzeugnisse. Griechenland brauchte also
Deflation um als Euroland weitermachen zu koennen.
Und das ist es was Griechenland die letzten 5 jahre erlebt, und es war
offenbar immer noch nicht genug.
Deflation bedeutet aber Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit.
Das ist mit Sicherheit keine gute Loesung fuer ein Wirtschaftsproblem.
Waere Griechenland nicht im Euro haette die Waehrung abgewertet und das
Problem sich von selbst geloest.

>
> Man sollte sich vielleicht mal sprachlich von dem Begriff "Schulden" lösen
> und stattdessen von "Verbindlichkeiten" reden. Es ist kein moralisches
> Problem der *schuldhaft verschuldeten* "miesen und faulen Griechen" und
> der "aufrechten und fleißigen Deutschen".

Die Sprache ist nicht das Problem.

>
> Es ist ein finanztechnisches Problem der gierigen Banken.
Es ist ein Problem des Euros an sich.
Banken verleihen Geld, das ist ihr Geschaeft, und Staatschulden muessen
als sicher gelten, wenn das nicht so ist bricht das ganze System zusammen.
Normalerweise ist das auch so (z.B. USA GB, DM-Deutschland) denn die
Staaten haben eine Notenbank die dafuer garantiert dass Staatschulden in
der eigenen Waehrung immer zurueckgezahlt werden koennen, denn sie kann
im Notfall Geld drucken und Staatschulden aufkaufen ohne Limit.

>
> Das Problem beim "Schuldenschnitt" ist nun aber, dass das laut Reglement
> der Euro-Zone nicht geht, denn es wäre ein "verdeckter Bail-Out". Außerdem
> würde ziemlich viel "Kapital" vernichtet. Einige sehr reiche Leute würden
> ziemlich viel Geld dabei verlieren - und DAS können wir ja in einer
> "marktkonformen Demokratie" (Merkel) nicht zulassen.

Reiche Leute haben ihre griechischen Staatsanleihen schon laengst verkauft.
Allein Banken (hauptsaechlich griechische) und eben die EZB und andere Euro-Staaten
wie du oben schriebst haben welche.
Bei einem Schuldenschnitt muessten die Euro-Staaten diesen Verlust tragen.

> Lieber lassen wir zu,
> dass Griechenland sich zu einem Dritt-Welt-Land entwickelt.
>
> Wie es richtig geht, hat Island vorgemacht
>
> <http://www.heise.de/tp/news/Island-tilgt-IWF-Kredite-
> vorzeitig-1995401.html>
>
> Island tilgt IWF-Kredite vorzeitig Rainer Sommer 16.03.2012 Die
> finanzielle Gesundung Islands scheint rasant voranzuschreiten

Island ist kein Euro-Land und Island ist klein (0.3 Mio Einwohner).
Island ist in Schwierigkeiten geraten weil islaendische Banken pleite gegangen
sind, die sich aufgrund der Subprime Krise in den USA nicht mehr am Kapitalmarkt
refinanzieren konnten. Diese Banken hatten Schulden die das Bruttoninlandsprodukt
von Island um das 10fache ueberstiegen.

Island musste die Banken verstaatlichen und Schulden uebernehmen,
die Island niemals gemacht hat, und konnte diese Schulden natuerlich nicht bezahlen.

>
> Während die finanziell gestrauchelten Eurozoneländer sich wohl auf Jahre
> hinaus immer wieder um neue "Hilfskredite" werden anstellen müssen, hat
> Island anscheinend bereits wieder genug Geld, um die Hilfskredite des IWF
> und der nordischen Staaten früher als geplant zurückzuführen.
>
> http://www.heise.de/tp/artikel/36/36305/1.html
>
> "Islands Häresie stellt einen Test der ökonomischen Doktrin da"
> Christoph Mann 31.01.2012
> Island erholt sich von der Krise - auch weil es sich weigerte, die
> Bankenschulden zu sozialisieren, und mehr Demokratie zugelassen hat. Nun
> stellt sich der IWF hinter Island
>
> Island, das im Oktober 2008 seine aufgeblähten Banken gerettet hat und
> kurz darauf selbst vor der Pleite stand, erholt sich von der Krise.
> Maßgeblich beteiligt war die Entscheidung, die Bankenschulden nicht zu
> sozialisieren, den Wohlfahrtstaat zu erhalten und die Bürger stärker in
> die Politik einzubeziehen. Während Ökonomen dies lange als sicheren Weg
> in den finanziellen Selbstmord gebrandmarkt haben, sprechen nun die
> Tatsachen für Islands Politik. Auch der IWF stellt sich hinter Island und
> will aus seinem Einsatz auf der Insel Lektionen ziehen. Das könnte ein
> Umdenken der mächtigen Institution einleiten.
> Zitat Ende.

Die Staatschulden Griechenlands sind aber keine uebernommenen Bankschulden,
sondern zum grossen Teil echte Staatschulden . D.h. der Staat hat Anleihen verkauft
und das Geld ausgegeben.
Griechenland ist fuer diese Staatschulden verantwortlich, nicht die Banken
die Griechenland diese abgekauft haben.

Bernd Kohlhaas

unread,
Jul 18, 2015, 5:56:47 AM7/18/15
to
Hallo,

"Ijon Tichy" schrieb

> Wie es richtig geht, hat Island vorgemacht

> Island erholt sich von der Krise - auch weil es sich weigerte, die
> Bankenschulden zu sozialisieren, und mehr Demokratie zugelassen hat.

*auch* weil es sich weigerte
oder vielleicht

WEIL es sich weigerte?

Das ist hier die Frage, die sich wohl konkret nur beantworten lässt, wenn
mal ein zweiter ähnlicher Fall vorkommt.

Aber nachdenken darf man ja mal...

--
Bernd Kohlhaas
B.Koh...@gmx.de

Heinz Schmitz

unread,
Jul 18, 2015, 8:57:27 AM7/18/15
to
Der linke Kaiserschmarrer Fritz kaiserschmarrte:

>Hast du den Artikel
>a) Gelesen?
>b) Verstanden?

Du gehörst wohl, neben Friiiiedaaaa, in dieser NG zu denen, die zu
solchen Fragen die geringste Legitimation haben. Tatsächlich seid
Ihr die Inkarnation des Bildungsproblems und der spinnerten linken
Versuche, es durch Geldzufuhr zu lösen.

Grüße,
H.


Fritz

unread,
Jul 18, 2015, 9:07:45 AM7/18/15
to
Am 18.07.15 um 14:57 gab braun blonder Laberheizi unverständliches Zeuch
zu Protokoll:
> Fritz fragte zurecht:
>
>> Hast du den Artikel
>> a) Gelesen?
>> b) Verstanden?
>
> Du gehörst wohl, neben Friiiiedaaaa, in dieser NG zu denen, die zu
> solchen Fragen die geringste Legitimation haben. Tatsächlich seid
> Ihr die Inkarnation des Bildungsproblems und der spinnerten linken
> Versuche, es durch Geldzufuhr zu lösen.

LOL

Du und deinereiner Truppe gehört einschließlich des Panzer-promomillo zu
Jenen die einfach nicht die Kompetenz hierzu haben irgend etwas in der
Art beurteilen zu können!

Aber macht nur weiter so, das führt höchstens vor welch ''kompetentes
Personal'' <beg> der europäische Ast der TeaParty vorzuweisen hat .....

Dieser eliminiert sich so gesehen von selbst .....

ROTFL

Heinz Schmitz

unread,
Jul 18, 2015, 9:48:11 AM7/18/15
to
Ijon Tichy wrote:

>Es gibt aber tatsächlich nur eine Lösung des Griechenland-Problems,
>nämlich:
>*einen radikalen Schuldenschnitt*.

Warum will man einen Schuldenschnitt, wenn die Zinsen schon fast Null
sind und die Tilgung erst in Jahren anfängt?
Weil man frisches Geld will - natürlich wieder von Geldgebern. Und
dann wieder einen Schuldenschnitt - ad infinitum.

In D kannste das auch beobachten: Irgendein Horst macht eine Firma
auf, sackt das Geld von Zulieferanten ein und macht pleite. Dann macht
seine Frau eine neue Firma auf, nach dem selben Modell. Dann sein
Sohn, oder sein Onkel, etc. Gezahlt haben dann alle Zulieferer.
Wir sind die Zulieferer der Griechen!

Es gibt also nur eine Lösung des Griechenland-Problems, und die liegt
in Griechenland: Die Griechen müssen sich ihren Problemen widmen,
anstatt ihre Gläubiger zu bekämpfen.

Grüße,
H.


Hartmut Kraus

unread,
Jul 18, 2015, 10:01:28 AM7/18/15
to
Am 18.07.2015 um 15:48 schrieb Heinz Schmitz:
> Ijon Tichy wrote:
>
>> Es gibt aber tatsächlich nur eine Lösung des Griechenland-Problems,
>> nämlich:
>> *einen radikalen Schuldenschnitt*.
>
> Warum will man einen Schuldenschnitt, wenn die Zinsen schon fast Null
> sind und die Tilgung erst in Jahren anfängt?
> Weil man frisches Geld will - natürlich wieder von Geldgebern. Und
> dann wieder einen Schuldenschnitt - ad infinitum.
>
> In D kannste das auch beobachten: Irgendein Horst macht eine Firma
> auf, sackt das Geld von Zulieferanten ein und macht pleite. Dann macht
> seine Frau eine neue Firma auf, nach dem selben Modell. Dann sein
> Sohn, oder sein Onkel, etc. Gezahlt haben dann alle Zulieferer.

Wie geht denn das? Zulieferer liefern doch kein Geld, sondern Waren oder
Dienstleistungen. Aber gegen Geld.

--
http://www.hkraus.eu/

Fritz

unread,
Jul 18, 2015, 10:10:04 AM7/18/15
to
Am 18.07.15 um 15:48 schrieb Heinz Schmitz:
> In D kannste das auch beobachten: Irgendein Horst macht eine Firma
> auf, sackt das Geld von Zulieferanten ein und macht pleite. Dann macht
> seine Frau eine neue Firma auf, nach dem selben Modell. Dann sein
> Sohn, oder sein Onkel, etc. Gezahlt haben dann alle Zulieferer.

Könnte deinereiner Geschäftsmodell sein ..... bruahahahahahaaaa

Walter Schmid

unread,
Jul 18, 2015, 10:26:50 AM7/18/15
to
Am 17.07.2015 um 06:57 schrieb Fritz:
> <http://www.huffingtonpost.de/2015/07/16/habermas-griechenland-deutschland_n_7815132.html>
> Zitat:
> »Er gilt als der führende lebende Philosoph Europas. Seit mehr als 50
> Jahren ist der Soziologe Jürgen Habermas an allen sozialen Debatten in
> Deutschland beteiligt. Nun geht er mit der Bundesregierung hart ins Gericht.
>
> Habermas bangt um das Ansehen Deutschlands. Angesichts des
> Marathon-Gipfels in Brüssel vom vergangenen Sonntag sagte er dem
> britischen "Guardian": "Ich fürchte, die deutsche Regierung, inklusive
> der Sozialdemokraten, hat in einer Nacht all das politische Kapital
> verspielt, das ein besseres Deutschland in einem halben Jahrhundert
> angesammelt hat."

Wie kommt er auf "eine Nacht"? Die Griechischen
Nazi-Merkel-Karikaturen sind doch schon viele Monate alt.


Gruss

Walter

--
Kürzestsig (länger)

Fritz

unread,
Jul 18, 2015, 10:30:32 AM7/18/15
to
Am 18.07.15 um 16:26 schrieb Walter Schmid:
Was haben die Äußerungen von Habernas mit den erwähnten Karikaturen zu tun?

Walter Schmid

unread,
Jul 18, 2015, 10:52:12 AM7/18/15
to
Beide zeigen, was man von Deutschen in GR hält. Die einen
schneller, der andere langsamer.

Fritz

unread,
Jul 18, 2015, 10:59:20 AM7/18/15
to
Am 18.07.15 um 16:52 schrieb Walter Schmid:
Und nicht nur in Griechenland wird das so gesehen .....

Die Griechen selbst (die Menschen) sind ungeachtet dessen, meist immer
noch freundlich zur deutschen Bevölkerung, das richtet sich nur gegen
die deutsche Regierung.

Carsten Thumulla

unread,
Jul 19, 2015, 12:25:49 PM7/19/15
to
Mark Busch schrieb:
> Mark Busch schrieb:
>> Carsten Thumulla schrieb:
>>
>>>>>>> Wie war nochmal eine zentrale Aussage der Labernas?
>>> Du bist und bleibst ein Troll
>> Wie lautet diese denn?
>
> Halten wir demnach fest: Carsten hat Habernas nicht gelesen. Aber mit mir über
> Habernas diskutieren wollen. Glanzleistung.

Du kannst also keine These, keine zentrale Aussage oder Theorie nennen?
Das dachte ich mir.


ct


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